Als letztes Abenteuer unserer Weltreise hatten wir eine Tiger-Safari geplant. Wo waren die vergangenen 14 Monate nur geblieben? Mit der Indischen Bahn fuhren wir in 31 Stunden 1600 Kilometer von Udaipur über Ajmer nach Jabalpur. Nach zwei weiteren Stunden Autotransfer kamen wir schließlich in der kleinen Ortschaft Khatia beim Kanha Nationalpark an, wo noch gut 100 Bengal-Tiger in freier Wildbahn leben. Ob wir das Glück haben würden, die gestreiften Kätzchen in ihrer natürlichen Umgebung zu Gesicht zu bekommen?
Auf dem Rücken der Marwari-Pferde
Nach den aufregenden Tagen in Pushkar genossen wir das Glück der Erde eine weitere Woche auf dem Rücken der Marwari-Pferde. Angeführt von Ute ritten wir zusammen mit Annette, Brigitte, Yvonne, Sophia & Oliver (für 4 Tage) sowie Wiebecke & André (leider nur für einen Tag) gen Süden mit dem Ziel Udaipur.
Der Pferde- und Kamelmarkt in Pushkar
Die Pushkar Horse and Camel Fair (Fair bedeutet auf Sanskrit Mela) verwandelt Pushkar, ein sonst nur 20.000 Einwohner zählendes Dorf, jedes Jahr in eine exotische, bunte, pulsierende Stadt mit 200.000 Besuchern und 50.000 Kamelen und Pferden. Für dieses Spektakel waren wir nach Pushkar in Rajasthan gekommen, und auch, um von dort aus auf die letzte Reittour unserer Weltreise zu starten (mehr zum Reittrekking im nächsten Artikel).
Unterwegs mit Indian Railways
Um lange Strecken in Indien zurückzulegen, ist neben dem Flugzeug der Zug das Transportmittel der ersten Wahl, besonders für uns als überzeugte Bahnfahrer. Bei der Organisation der Buchungen stellte der Registrierungsprozess auf der Webseite von Indian Railways erst ein unüberwindliches Hindernis dar, schließlich konnte die Transaktion dann doch noch erfolgreich abgeschlossen werden (Vielen Dank, Ute!). Für unsere erste Zugreise hielt die Indische Bahn noch einen zusätzlichen Nervenkitzel bereit: Wir waren auf der Warteliste gelandet (waitlisted ticket), so dass unsere Fahrkarten erst wenige Stunden vor der Abfahrt bestätigt wurden.