Mit Mad Air gestrandet am Pangalanes-Kanal

Eigentlich hätten wir direkt von Toamasina weiter nach Maroansetra fliegen wollen, um in den Masoala Regenwald zu gelangen. Air Madagaskar („Mad Air“) hatte uns allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht und unseren Flug um einen Tag verschoben. Am so entstandenen Überbrückungstag erkundeten wir den Pangalanes-Kanal.

Der Pangalanes-Kanal: die vielleicht wichtigste Wasserstraße Madagaskars
Der Pangalanes-Kanal: die vielleicht wichtigste Wasserstraße Madagaskars

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Madagaskars Tierwelt: Lemuren, Chamäleons und anderes Getier

Die Tierwelt Madagaskars ist einzigartig. Seit 90 Millionen Jahren ist Madagaskar schon vom afrikanischen Festland abgespalten. Damit ist die große Insel ein sehr lang andauerndes Experiment der Evolution. So gibt es nur auf Madagaskar Lemuren und man findet dort die meisten Chamäleonarten weltweit. Von beiden Spezies sollten wir auf dem Weg in den Osten einige Exemplare zu Gesicht bekommen und sie sowohl in Schutzgebieten als auch in freier Wildbahn erleben.

Ein lächelnder östlicher Bambuslemur
Ein lächelnder östlicher Bambuslemur

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Fotografien als Bindeglied: Madegassen im Portrait

Das Fotografieren auf Reisen ist manchmal problembehaftet, vor allem bei Fotos von Menschen. Besteht eventuell ein Verbot z.B. aus kulturellen oder religiösen Gründen? Ist es den Menschen denn recht, fotografiert zu werden? Dies sind Fragen von Respekt und Anstand. Gelingt diese Gradwanderung, kann eine Aufnahme eine dauerhafte, wundervolle Erinnerung sein, die Brücken zwischen den Kulturen schlägt. Eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben ist es, der fotografierten Person ihr Foto gleich auf dem Display zu zeigen. Noch viel schöner wäre es natürlich, eine echte gedruckte Aufnahme verschenken zu können, was nur leider viel zu selten funktioniert.

Eine Verkäuferin auf dem Markt in Betafo
Eine Verkäuferin auf dem Markt in Betafo

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Die großen und kleinen Tsingys

Die Tsingys sind ein abgelegener Nationalpark, eine Karstlandschaft aus scharfkantigem Felsen. Vor Millionen von Jahren hatten sich Kalkablagerungen aus Fossilien und Muscheln auf dem Grunde des Ozeans gebildet und nachdem der so entstandene Stein nicht mehr im Meer lag, schuf die Erosion mit Regenwasser ein seltsames Labyrinth aus bedrohlichen Felsnadeln. Es ist eine beeindruckende Landschaft und dieses eigenartige Gebirge bietet zahlreichen Tieren ein Zuhause. Wie schroff die Tsingys sind, beschreibt ihr Name auf Malagasy. Übersetzt heißt Tsingy „auf Zehen laufen“ oder „wo man nicht barfuß laufen kann“.

Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha

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Die Nationalstraße 8, über Belo nach Bekopaka

Auf dem Weg von Kirindy zu den Tsingys folgten wir der Nationalstraße Nummer 8 für 150km nach Norden. Was sich aufgrund der objektiven Parameter nach einer entspannten Etappe anhört, war in Wirklichkeit ein ganzer Fahrtag auf Sandpiste, mit zwei Flußüberquerungen per Fähre und als Teil einer Polizei-Kolonne. Die Ankündigung „Abenteuer pur“ war nicht übertrieben.

Im Rausch der Geschwindigkeit auf der Nationalstraße 8
Im Rausch der Geschwindigkeit auf der Nationalstraße Nummer 8

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Der Kirindy-Trockenwald

Von der Baobab-Allee fuhren wir zum Kirindy-Reservat (nicht zu verwechseln mit dem Kirindy Nationalpark). In dem privaten Reservat, das ursprünglich zur nachhaltigen Forstwirtschaft geschaffen worden war, ist der Trockenwald noch vergleichsweise intakt. Hört sich nicht so spannend an? Ganz im Gegenteil, dort sahen zum ersten Mal auf dieser Reise freilebende Lemuren und Chamäleons, bei Tag und auch bei Nacht.

Ein Rotstirnmaki im Kirindy Reservat
Ein Rotstirnmaki im Kirindy Reservat

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Über die Baobab-Allee nach Norden

Was kommt einem in den Sinn, wenn man an Madagaskar denkt? Vielleicht Vanille oder Pfeffer, die Lemuren, ganz bestimmt aber die Baobab-Bäume, Affenbrotbäume, wie sie auf Deutsch heißen. Sie wachsen in den Trockenwäldern im Süden und Westen der Insel. Die berühmtesten stehen an der sogenannten Baobab-Allee und in ihrer direkten Umgebung.

Die Baobab-Allee entlang der RN8, fast menschenleer am späten Vormittag
Die Baobab-Allee entlang der RN8, fast menschenleer am späten Vormittag

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Madegassischer Alltag von Antsirabe bis Morondava

Dass Madagaskar eines der materiell ärmsten Länder der Welt ist, war nicht zu übersehen. Statt sich ausschließlich in einer touristischen Parallelwelt zu bewegen, erlebten wir auch unmittelbar das normale Leben der Menschen. Mit einem Mal waren wir mittendrin statt nur dabei, obwohl unser Mietwagen und die Hotels sicher sozusagen kleine Touristenbläschen darstellten. Neben unseren Erlebnissen in Antsirabe und auf der Fahrt nach Morondava soll in diesem Artikel mehr um die alltägliche Realität im Land gehen und damit auch um die Armut. Paradoxerweise begegnete uns das Elend gerade in und um Antsirabe, das während der französischen Kolonialzeit wegen seiner heißen Quellen als luxuriöser Badeort bekannt war.

Eine Hauptstraße mitten in Antsirabe, gesäumt von Marktständen
Eine von Marktständen gesäumte Straße mitten in Antsirabe

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