Unterwegs mit Indian Railways

Um lange Strecken in Indien zurückzulegen, ist neben dem Flugzeug der Zug das Transportmittel der ersten Wahl, besonders für uns als überzeugte Bahnfahrer. Bei der Organisation der Buchungen stellte der Registrierungsprozess auf der Webseite von Indian Railways erst ein unüberwindliches Hindernis dar, schließlich konnte die Transaktion dann doch noch erfolgreich abgeschlossen werden (Vielen Dank, Ute!). Für unsere erste Zugreise hielt die Indische Bahn noch einen zusätzlichen Nervenkitzel bereit: Wir waren auf der Warteliste gelandet (waitlisted ticket), so dass unsere Fahrkarten erst wenige Stunden vor der Abfahrt bestätigt wurden.

Der Khajuraho Udaipur Express
Der Khajuraho Udaipur Express

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Die sinnlichen Tempel von Khajuraho

Heutzutage ist Khajuraho eine Kleinstadt mit knapp 25.000 Einwohnern. Vor gut 1000 Jahren befand sich in Khajuraho jedoch das kulturelle und religiöse Zentrum der mächtigen Chandela-Dynastie. Aufgrund seiner abgelegenen Position geriet der Ort in Vergessenheit und so konnten die bemerkenswerten Tempel mit ihrer filigranen Steinmetzkunst die Jahrhunderte mehr oder weniger unbeschadet überdauern. Bekannt geworden sind die sakralen Bauwerke nicht nur wegen ihrer beeindruckenden Architektur, sondern vor allem wegen der erstaunlich detailreichen erotischen Darstellungen an ihren Wänden. So gehört die ansonsten eher verschlafene Kleinstadt zu den in Indien von Touristen vermehrt frequentierten Sehenswürdigkeiten.

Der Lakshmana-Tempel in Khajuraho
Der Lakshmana-Tempel in Khajuraho

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Varanasi, die Heiligste Stadt des Hinduismus

Varanasi, im Westen besser bekannt unter dem Namen Benares, stellt die Heiligste Stadt des Hinduismus und damit ganz Indiens dar. Die ersten Eindrücke der Stadt, die auf den Besucher förmlich einstürmen, sind vielfältig, intensiv und nicht unbedingt positiv. Varanasi zeigte sich erstmal voller Menschen, laut und dreckig, es stank nach Fäkalien. Als Reisende begegneten wir vielen Neppern, Schleppern und Bauernfängern. Die religiöse Bedeutung des Ortes erschloss sich uns also nicht auf Anhieb, mit der Zeit aber (und einem guten Führer) verstanden wir langsam mehr. Es dauerte einige Tage, bis wir diese tatsächlich tief in Varanasi verwurzelte Spiritualität begreifen konnten.

Blick auf Varanasi vom Wasser des Ganges aus
Blick auf Varanasi vom Wasser des Ganges aus

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Früher Calcutta, heute Kolkata

Kolkata hatten wir uns aus mehreren Gründen als unser erstes Ziel in Indien ausgesucht. Die Stadt liegt etwas abseits der üblichen Touristenströme, früher befand sich dort der Stützpunkt der Ost-Indien-Kompanie und an diesem Ort wurde die Hauptstadt der Kolonie Britisch-Indien gegründet. Mutter Teresa wirkte hier und half den Armen und Kranken. Außerdem hofften wir, mit Kolkata einen guten Ort gewählt zu haben, um Diwali, das indische Lichterfest, mitzuerleben.

Diwali-Dekoration auf den Straßen von Kolkata
Diwali-Dekoration auf den Straßen von Kolkata

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Erste Eindrücke aus Indien

Indien ist anders als alle anderen Länder. Um das zu bemerken, muss man gar nicht hinfahren, sondern nur eine Reise dorthin planen. Das erste, was dem aspirierenden Besucher auffällt: Die Nation hat ihre Bürokratie in einem enervierenden Ausmaß zu einem hinderlichen Labyrinth komplizierter, undurchsichtiger Prozesse und Vorschriften ausgestaltet. Mit Leichtigkeit übertraf das Visumsformular die Länge aller anderen, die wir auf unserer Weltreise vorher hatten ausfüllen mussten – zusammen ;). Zusätzlich mussten Passbilder in einem bestimmten, speziellen Format hochgeladen werden. Außerdem machten wir beim Buchen von Flügen und Hotels mit phantasievollen aber unausweichlichen Gebühren Bekanntschaft. So bezahlten wir eine User Development Fee, CUTE Fee (wie niedlich!) und, unser Favorit, die Convenience Fee, die wir allerdings eher unbequem fanden ;).

Hier noch eine kleine Gebühr, dort noch eine winzige Steuer und am Ende hatte sich der Flugpreis verdoppelt.
Hier noch eine kleine Gebühr, dort noch eine winzige Steuer und am Ende hatte sich der Flugpreis verdoppelt.

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Wie war Jordanien?

Jordanien unterschied sich von allen anderen Ländern, die wir vorher auf der Weltreise besucht hatten, und zwar nicht nur deshalb, weil es sich um einen arabischen Staat handelte. So viel geballte Geschichte und Kultur, das waren wir kaum noch gewohnt. Umringt von vielen Krisennationen ist Jordanien eine friedliche Insel, wegen der Sicherheitslage musste man sich nicht den Kopf zerbrechen. Während unseres Aufenthaltes sind wir vielen freundlichen, aufgeschlossenen und hilfsbereiten Jordaniern begegnet. Das Land kann aufgrund seiner modernen Infrastruktur außerdem vergleichsweise unkompliziert bereist werden und hat eine überaus schmackhafte Küche zu bieten. Ungewöhnlich fanden wir, dass wir in der Umgebung von Madaba immer wieder Beduinen sahen, die auf einem Feld ihre Zelte aufgeschlagen hatten und ihre Tiere dort weiden ließen. Es war überraschend für uns, dass anscheinend einige Menschen ihre traditionelle Lebensweise in einem vergleichsweise modernen Land nicht aufgegeben haben.

Wir sitzen auf der Zuschauertribüne des Amphitheaters in Amman.
Wir sitzen auf der Zuschauertribüne des Amphitheaters in Amman.

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Wir reiten im Wadi Rum

Bekanntlich ist Jordanien ein arabisches Land. Araberpferde sind wegen ihrer Kraft und Ausdauer zur Legende geworden und haben ihren Teil zur Geschichte Jordaniens beigetragen. Für 5 Tage unternahmen wir eine Reittour durch die Wüste im Wadi Rum, um diese vielbesungene Pferderasse näher kennenzulernen und die außergewöhnliche Landschaft zu genießen.

Wir reiten im Wadi Rum: Reiterselfie mit Mona auf Dahan.
Wir reiten im Wadi Rum: Reiterselfie mit Mona auf Dahan.

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Petra, die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer

Petra ist mit Abstand die berühmteste Sehenswürdigkeit Jordaniens. Wer den Abenteuerstreifen „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ gesehen hat, kennt auch die Fassade des sogenannten „Schatzhauses des Pharao“ (des wohl bekanntesten Gebäudes in Petra), das im Film den heiligen Gral barg. Für viele Touristen, die die antike Stätte in einem halben Tag besichtigen, ist das „Schatzhaus“ auch wirklich das am besten zugängliche Highlight. Aber es gibt noch sehr viel mehr zu sehen. In Petra, der Hauptstadt des Nabatäerreiches, die für ihre prächtigen monolithischen Fassaden bekannt ist, sind die Kulturdenkmäler über ein riesiges Areal verteilt, das wir innerhalb von dreieinhalb Tagen sozusagen in einem archäologischen Marathon erwanderten.

Ad Deir ("Das Kloster") ist eines der bekanntesten Monumente in Petra.
Ad Deir („Das Kloster“) ist eines der bekanntesten Monumente in Petra.

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Von Wüstenschloss zu Wüstenschloss

Nach den Kreuzfahrerburgen besuchten wir die sogenannten Wüstenschlösser in der Wüste östlich von Amman. Diese Bauwerke haben eine ganz andere Geschichte. Die meisten stammen aus dem 7. Jahrhundert, also kurz nachdem der Islam im heutigen Jordanien Fuß gefasst hatte, und dienten den Umayyaden nicht als militärische Stützpunkte, sondern als Jagd- oder Landsitze. Die heute umgebende Wüstenlandschaft war in früheren Zeiten trotz der damals schon herrschenden Trockenheit für etwas Landwirtschaft geeignet gewesen. Die im Folgenden beschriebene Tagestour unternahmen wir von Madaba aus mit einem privaten Taxi.

Das Qasr Kharana erhebt sich abweisend aus der staubigen, eintönigen Wüstenlandschaft.
Das Qasr Kharana erhebt sich abweisend aus der staubigen, eintönigen Wüstenlandschaft.

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Die Kreuzfahrerburgen Kerak und Shobak

Eine weitere Episode der wechselhaften Geschichte des heutigen Jordanien begann mit dem ersten Kreuzzug. Ab ca. 1100 wurde für knapp 100 Jahre das Königreich Jerusalem gegründet, ein christlicher Kreuzfahrerstaat, der die muslimische Herrschaft in dem Gebiet unterbrach. Die sichtbarsten Überreste aus dieser Zeit sind die Kreuzfahrerburgen. Zwei davon besuchten wir in zeitlichem Zusammenhang mit unserem Aufenthalt in Feynan. In Kerak („Karak“) stoppten wir auf dem Hinweg und Montreal („Shobak Castle“) besichtigten wir auf dem Rückweg.

Nachwuchskreuzfahrer auf der Burg Kerak
Nachwuchskreuzfahrer auf der Burg Kerak

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