Von Wüstenschloss zu Wüstenschloss

Nach den Kreuzfahrerburgen besuchten wir die sogenannten Wüstenschlösser in der Wüste östlich von Amman. Diese Bauwerke haben eine ganz andere Geschichte. Die meisten stammen aus dem 7. Jahrhundert, also kurz nachdem der Islam im heutigen Jordanien Fuß gefasst hatte, und dienten den Umayyaden nicht als militärische Stützpunkte, sondern als Jagd- oder Landsitze. Die heute umgebende Wüstenlandschaft war in früheren Zeiten trotz der damals schon herrschenden Trockenheit für etwas Landwirtschaft geeignet gewesen. Die im Folgenden beschriebene Tagestour unternahmen wir von Madaba aus mit einem privaten Taxi.

Das Qasr Kharana erhebt sich abweisend aus der staubigen, eintönigen Wüstenlandschaft.
Das Qasr Kharana erhebt sich abweisend aus der staubigen, eintönigen Wüstenlandschaft.

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Die Kreuzfahrerburgen Kerak und Shobak

Eine weitere Episode der wechselhaften Geschichte des heutigen Jordanien begann mit dem ersten Kreuzzug. Ab ca. 1100 wurde für knapp 100 Jahre das Königreich Jerusalem gegründet, ein christlicher Kreuzfahrerstaat, der die muslimische Herrschaft in dem Gebiet unterbrach. Die sichtbarsten Überreste aus dieser Zeit sind die Kreuzfahrerburgen. Zwei davon besuchten wir in zeitlichem Zusammenhang mit unserem Aufenthalt in Feynan. In Kerak („Karak“) stoppten wir auf dem Hinweg und Montreal („Shobak Castle“) besichtigten wir auf dem Rückweg.

Nachwuchskreuzfahrer auf der Burg Kerak
Nachwuchskreuzfahrer auf der Burg Kerak

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Wittmann-Tours macht Weihnachtspause

Vor ziemlich genau einem Jahr sind wir von unserer Reise rund um den Globus zurückgekommen. Nie hätten wir geglaubt, dass wir 12 Monate später immer noch am Blog schreiben würden. In der Realität zeigt sich, dass die Nachbereitung wohl mindestens nochmal so lange dauern wird wie die Reise selbst ;). Auch wenn das Verfassen der Blogposts durchaus zeitaufwändig ist, liegt uns dieses Projekt doch sehr am Herzen, nicht nur, um Euch zu Hause Gebliebene zumindest in Eurer Phantasie in ferne Länder mitzunehmen, sondern auch, um unsere Erinnerungen lebendig zu halten. Über die Weihnachtstage werden wir uns aber trotzdem eine Blog-Auszeit gönnen, bevor es im Neuen Jahr weitergeht mit Berichten aus Jordanien, Äthiopien und Indien. Euch allen, die Ihr mit Wittmann-Tours virtuell unsere Weltreise begleitet habt, wünschen wir fröhliche und entspannte Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein glückliches Jahr 2020!

Weihnachtsdeko in Yangon, Myanmar
Weihnachtsdeko in Yangon, Myanmar

Feynan – Nachhaltigkeit in der Wüste?

Nach so viel Kultur in Amman, rund um Madaba, an den biblischen Orten und in Jerash fuhren wir in die Wüste, um die Natur und das traditionelle Leben der Beduinen in Jordanien kennenzulernen. Wenn man dem Reiseführer und vielen Quellen im Internet glaubt, dann gibt es dafür keinen besseren Ort als die vielfach international ausgezeichnete Feynan Ökolodge. Würde die Unterkunft die hohen Erwartungen erfüllen können? Wäre sie wirklich ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit?

Willkommen in der Feynan Ökolodge
Willkommen in der Feynan Ökolodge

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Auf den Spuren der Römer in Jerash

Jerash ist eine der am besten erhaltensten und ausgedehntesten Römerstädte der Welt. Sie liegt 40 Kilometer nördlich von Amman und etwa genauso weit südlich der syrischen Grenze. Das moderne Jerash (bzw. Gerasa) ist eine Kleinstadt mit etwa 40.000 Einwohnern. Erstaunlich ist, dass die moderne Ortschaft nicht gänzlich auf den Ruinen der historischen Siedlung aufgebaut wurde, sondern scheinbar daneben. Anstelle von römischen Gebäuden in der Stadt (wie man es aus Rom, Trier etc. kennt) befindet sich die antike Stadt in einem separaten Areal neben den modernen Häusern. Dies hat seinen Grund darin, dass bei der Wiederbesiedlung der Region tscherkessische Siedler sich in den ehemaligen römischen Wohnvierteln östlich des Flusses niederließen. Dort begann dann auch die heutige Kleinstadt zu wachsen.

Blick über den historischen Decumanus zum modernen Jerash.
Blick über den historischen Decumanus zum modernen Jerash.

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Das Tote Meer

Auf eine Art ist auch das Tote Meer ein biblischer Ort, es wird im Alten Testament erwähnt. Fischfang war dort offensichtlich nicht möglich, aber man konnte sogenanntes „Erdpech“ gewinnen, das in der Antike zur Mumifizierung von Verstorbenen verwendet wurde, und zeitweise fand über sein Wasser Schiffsverkehr zum Transport von Agrarprodukten statt. So ist auch auf der Mosaikkarte von Madaba ein Boot im Toten Meer abgebildet. Heutzutage wissen wir, dass das Gewässer biologisch gesehen nicht ganz tot ist. Und es findet eine Nutzung statt: Am südlichen Teil des Sees werden Mineralien abgebaut und der Tourismus hat das Tote Meer entdeckt, zur Behandlung von Hautkrankheiten und zum reinen Vergnügen.

Blick über das Tote Meer am Dead Sea Panorama
Blick über das Tote Meer am Dead Sea Panorama

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Jordaniens biblische Orte

Obwohl Jordanien ein arabisches Land ist, dessen Bevölkerung zu 97% aus Muslimen besteht, befinden sich auf dem Staatsgebiet viele historische christliche Stätten, die in der Bibel erwähnt werden. Wir besuchten drei biblische Orte: Den Berg Nebo, die Stelle am Jordan, an der Jesus getauft worden sein soll, und die Höhle, in der Lot vielleicht Zuflucht gefunden hat. Auch die Städte Sodom und Gomorrha, die durch den Zorn Gottes zerstört wurden, könnten unweit des Toten Meeres gelegen haben, aber einig sind sich die Forscher in diesem Punkt nicht.

Bronzekreuz am Mount Nebo
Bronzekreuz am Mount Nebo

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Die filigranen Mosaike von Madaba

Madaba ist eine Kleinstadt 30km südwestlich von Amman. Verkehrsgünstig gelegen ist die Stadt der eigentlich bessere Standort für viele Ziele rund um die Hauptstadt und es gibt dort selbst viel zu sehen. Madaba ist ein biblischer Ort („Medaba„) und hat viele Völker kommen und gehen gesehen. Am berühmtesten ist die Siedlung allerdings für ihre Mosaike aus dem ersten bis sechsten Jahrhundert nach Christus. Interessanterweise besteht die Bevölkerung der Stadt zu über 95% aus Christen.

Die Städte Rom, Gregoria und Madaba, im Mosaik als Schicksalsgöttin Tyche dargestellt.
Die Städte Rom, Gregoria und Madaba, im Mosaik als Schicksalsgöttin Tyche dargestellt.

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Erste Eindrücke aus Jordanien in Amman

Jordanien hatten wir in unsere Reiseroute aufgenommen, da wir auf unserer Weltreise mindestens ein arabisches Land besuchen wollten. Über die arabische und muslimische Welt gibt es vor allem in der heutigen Zeit viele Vorurteile und da liegt nichts näher, als einfach hinzufahren und selbst Eindrücke zu gewinnen. Nachdem wir uns gegen den Iran entschieden hatten, war Jordanien eine logische, unkomplizierte und interessante Alternative. Es gibt kaum politische Spannungen und das Land gilt als sehr weltoffen. Außerdem hat es eine sehr spannende und wechselhafte Geschichte. Einige biblische Stätten befinden sich auf dem Staatsgebiet, Griechen, Nabatäer und Römer haben ihren Einfluss in der Region ausgeweitet, die Kreuzritter hinterließen gewaltige Burgen, gefolgt von der arabischen Blütezeit. Nicht zuletzt wird unter anderem in Jordanien eine der berühmtesten Pferderassen der Welt gezüchtet, die Araber, so dass wir die Gelegenheit ergreifen wollten, vor Ort diese herrlichen Kreaturen kennenzulernen. Zuerst besuchten wir die Hauptstadt Amman.

Das römische Amphitheater in Amman. Schon viele Kulturen bewohnten diesen Ort.
Das römische Amphitheater in Amman. Schon viele Kulturen bewohnten diesen Ort.

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