Die monolithischen Felsenkirchen von Lalibela

Lalibela ist weltberühmt für seine monolithischen Felsenkirchen. Auf zwei Gruppen verteilt bilden sie zusammen mit zahlreichen Verbindungsgräben fast schon unterirdische Städte. Verglichen mit anderen Kirchen, die wir in Äthiopien und in vielen Ländern dieser Erde gesehen hatten, fällt es nicht schwer zu sagen, dass sie, ohne Übertreibung, weltweit einzigartig sind.

Die Felsenkirche Bet Giyorgis, nicht die größte, aber durch ihren kreuzförmigen Grundriss die berühmteste Kirche in Lalibela
Die Felsenkirche Bet Giyorgis, nicht die größte, aber durch ihren kreuzförmigen Grundriss die berühmteste Kirche in Lalibela

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Überlegungen zum Thema Trinkgeld, ein Kommentar mit Tips

Das Geben von Trinkgeld außerhalb des eigenen Heimatlandes, wo man mit den lokalen Sitten und Konventionen vertraut ist, stellt ein verzwicktes Kapitel dar. Nach meinem Verständnis besteht der Sinn einer zusätzlichen finanziellen Zuwendung darin, guten Service zu belohnen. Auf Reisen aber wandelt sich dieses Konzept leider allzu oft – vor allem in Afrika – von einer freiwilligen Dreingabe zu einer Notwendigkeit für das Personal. Die Bezahlung der Servicekräfte wird einfach auf die Gäste abgewälzt. Wieviel angemessen ist, stellt den Besucher dabei oft vor ein großes Rätsel. Wir wollen diesen Artikel dazu nutzen, unsere Erfahrungen mit Euch zu teilen.

5 äthiopische Birr (0,14 Euro): Die äthiopische Kaffee-Ernte
5 äthiopische Birr (0,14 Euro): Die äthiopische Kaffee-Ernte

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Erta Ale, Rauchender Berg und Tor zur Hölle

Der Erta Ale ist ein aktiver Vulkan, ein sehr aktiver Vulkan, einer der wenigen Vulkane weltweit, in dem es einen permanent offenen Lavasee gibt. Nach reiflicher Überlegung wollten wir das Abenteuer wagen, den Erta Ale zu besteigen und in das „Tor zur Hölle“ zu blicken, wie er von den Einheimischen genannt wird.

In der Caldera des Erta Ale: Der Dampf wird vom Lavasee angeleuchtet.
In der Caldera des Erta Ale: Der Dampf wird vom Lavasee angeleuchtet.

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Dallol, der heißeste Ort der Welt

Für die nächsten Tage hieß es „Hochland, Adé!“. Wir besuchten die Danakil-Wüste in der Afar-Region, die teils auf, teils unter Meeresspiegelniveau liegt. Statt fruchtbarer Berglandschaft prägt diese Region eine lebensfeindliche Wüste, in der sich der heißeste Ort der Welt befinden soll: Dallol.

Ein heißer Anblick! Das Geothermalgebiet am Dallol protzt mit kräftigen Farben.
Ein heißer Anblick! Das Geothermalgebiet am Dallol protzt mit kräftigen Farben.

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Die Felsenkirchen von Gheralta

Äthiopien ist berühmt für seine monolithischen Felsenkirchen in Lalibela (wohin wir auch noch fahren würden), aber es gibt auch viele kleinere und weniger bekannte Gotteshäuser, die aus dem massiven Felsen herausgearbeitet worden sind. In der Nähe von Gheralta besuchten wir zwei dieser sakralen Stätten, die abgelegen hoch oben in den Bergen liegen. Um sie zu erreichen, wanderten (und kletterten) wir über abenteuerliche Wege, so wie es die Gläubigen auch tun, um dort zu beten und den Gottesdienst zu besuchen.

Im Innenraum der monolithischen Felsenkirche Mariam Korkor
Im Innenraum der monolithischen Felsenkirche Mariam Korkor

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Aksum, Aufbewahrungsort der Bundeslade?!

Aksum (auch transkribiert als Axum) ist ein Ort größter spiritueller und geschichtlicher Bedeutung in Äthiopien. Das legendäre Aksumitische Reich kontrollierte weite Teile des heutigen Nordäthiopien und Eritrea sowie die damit verbundenen Handelswege. Aksum ist außerdem die Wiege der äthiopisch-orthodoxen Religion und auch heute noch der wichtigste Pilgerort des Landes, da sich dort der heiligste mythische Kultgegenstand der Juden und Äthiopier befinden soll: Die Bundeslade.

Der Stelenpark von Aksum: Eindrucksvolles Zeugnis der Macht des aksumitischen Reiches
Der Stelenpark von Aksum: Eindrucksvolles Zeugnis der Macht des aksumitischen Reiches

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Das Simien-Gebirge, Heimat der Dschelada-Affen und Äthiopischen Steinböcke

Nachdem unsere erste Woche in Äthiopien von Geschichte und Kultur geprägt war, rückte nun die Natur in den Vordergrund. Im Simien-Gebirge wollten wir die beeindruckende Landschaft, die emblematischen Dschelada-Affen und nach Möglichkeit auch die Äthiopischen Steinböcke (Walia Ibex) sehen. Je weiter wir von Gondar aus nach Norden fuhren, desto weniger anderen Autos begegneten wir auf der Straße. Die vereinzelten Tucktucks überließen nun fast ausschließlich Tiergespannen den Asphaltstreifen. Die gewaltige Gebirgskulisse, die sich immer wieder vor uns ausbreitete, entsprach dem Gegenteil eines Ökosystems, das man in Afrika erwarten würde.

Die ersten Ausläufer des Simien-Gebirges
Die ersten Ausläufer des Simien-Gebirges

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Gondar, Stadt der Kaiser

Das abessinische Reich hatte in seiner bewegten Geschichte mehrere Hauptstädte. Von 1636 bis 1855 war dies Gondar (oft auch als Gonder transkribiert, aber nicht Gondor, das Land aus “Herr der Ringe“ 😉 ). Kaiser Fasilides (kurz Fasil) ließ dort eine Burg bauen, wie man sie eher im mittelalterlichen Europa vermutet hätte als im äthiopischen Hochland. Im Laufe von 2 Jahrhunderten errichteten nachfolgende Herrscher weitere Gebäude in Gondar und um Gondar herum. Mit unserem Führer Hagos besuchten wir zunächst die außerhalb liegenden Sehenswürdigkeiten und dann als Höhepunkt den Burgen- und Palastbezirk.

Fasilides Palast auf dem Burggelände im Zentrum von Gondar
Fasilides Palast auf dem Burggelände im Zentrum von Gondar

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Awra Amba – eine verwirklichte Utopie?

Auf der Weiterfahrt von Bahir Dar nach Gondar besuchten wir die Gemeinschaft von Awra Amba. Das kleine Dorf stellt mit seinem Gesellschaftsentwurf eine Art Paralleluniversum zur Lebensrealität in Äthiopien dar. Es herrscht gelebte Gleichberechtigung der Geschlechter, es gibt keine Religion und die Menschen arbeiten zusammen für den kollektiven Wohlstand. Durch dieses ungewöhnliche Konzept konnte sich Awra Amba auch wirtschaftlich entwickeln. Immer wieder findet man Beiträge über die Gemeinschaft in den internationalen Medien (z.B. hier) und es gibt sogar eine eigene „Hochglanz“-Website, die, geschmückt von den Logos renommierter Medien, die Geschichte von Awra Amba erzählt. Man könnte den Eindruck gewinnen, dort wäre ein Geheimrezept gefunden worden, wie sowohl gesellschaftliche wie auch wirtschaftliche Probleme gelöst werden könnten. Das wollten wir mit eigenen Augen sehen.

Willkommen in Awra Amba!
Willkommen in Awra Amba!

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