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	<title>Tanz Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Tanz Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Der Pferde- und Kamelmarkt in Pushkar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2020 00:01:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Indien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Pushkar Horse and Camel Fair (Fair bedeutet auf Sanskrit Mela) verwandelt Pushkar, ein sonst nur 20.000 Einwohner zählendes Dorf, jedes Jahr in eine exotische, bunte, pulsierende Stadt mit 200.000 Besuchern und 50.000 Kamelen und Pferden. Für dieses Spektakel waren wir nach Pushkar in Rajasthan gekommen, und auch, um von dort aus auf die letzte &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Pushkar Horse and Camel Fair (Fair bedeutet auf Sanskrit Mela) verwandelt Pushkar, ein sonst nur 20.000 Einwohner zählendes Dorf, jedes Jahr in eine exotische, bunte, pulsierende Stadt mit 200.000 Besuchern und 50.000 Kamelen und Pferden. Für dieses Spektakel waren wir nach Pushkar in Rajasthan gekommen, und auch, um von dort aus auf die letzte Reittour unserer Weltreise zu starten (mehr zum Reittrekking im nächsten Artikel).</p>
<figure id="attachment_4508" aria-describedby="caption-attachment-4508" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-101307-3682.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4508" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-101307-3682-1024x683.jpg" alt="Willkommen auf der Pushkar Horse and Camel Fair 2018!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-101307-3682-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-101307-3682-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-101307-3682-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-101307-3682-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-101307-3682.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4508" class="wp-caption-text">Willkommen auf der Pushkar Horse and Camel Fair 2018!</figcaption></figure>
<p><span id="more-4515"></span></p>
<h2>Auf den Mela Grounds</h2>
<p>Nachdem wir aufgrund unserer späten Anreise erst mitten in der Nacht ins Bett unseres liebevoll traditionell dekorierten Hotelzimmers in einem historischen Haveli gefallen waren, schliefen wir am nächsten Morgen etwas länger als sonst und gönnten uns ein entspanntes Frühstück auf der Dachterrasse. Dennoch wollten wir auf keinen Fall am späten Vormittag einen Höhepunkt des Jahrmarktprogramms verpassen, den Wettbewerb der tanzenden Pferde (&#8222;Horse Dance Contest&#8220;). Auf den &#8222;Mela Grounds&#8220;, der zentralen Arena für solche Darbietungen, trafen wir auch zum ersten Mal unsere Mitreiter, mit denen wir die kommenden 8 Tage zu Pferd verbringen sollten. Auf dem Gelände war gerade ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kabaddi">Kabaddi-Spiel</a>, in dem Inder gegen Ausländer antraten, in vollem Gange, eine Mischung aus Rugby und Fangen, bei der der jeweilige Angreifer während bestimmter Phasen nicht einatmen darf.</p>
<figure id="attachment_4509" aria-describedby="caption-attachment-4509" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-084238-3647.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4509 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-084238-3647-1024x683.jpg" alt="Ein Kabaddi-Spiel Inder gegen Ausländer" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-084238-3647-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-084238-3647-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-084238-3647-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-084238-3647-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-084238-3647.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4509" class="wp-caption-text">Ein Kabaddi-Spiel Inder gegen Ausländer</figcaption></figure>
<p>Wann und wo genau die Vorführung der Pferde stattfinden würde, war erst nicht ersichtlich, aber Ute, die Organisatorin der Reittour, auf die wir glücklicherweise stießen, wusste Bescheid. Nach und nach sammelten sich die Menschen am Ort des Wettkampfes, wobei sowohl Ausländer als auch Inder versuchten, sich geschickt nach vorne zu drängeln. Dann gab es Anweisungen, wo man stehen oder sitzen dürfe, dann schoben sich wieder ein paar Leute dazwischen, dann wurde eine Mini-Absperrung aufgebaut usw. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Ordner mit ihrem Werk und dem Arrangement von Zuschauern, Juroren, etc. zufrieden waren und endlich die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marwari_(Pferd)">Marwari-Pferde</a> die Bühne betreten konnten.</p>
<figure id="attachment_4510" aria-describedby="caption-attachment-4510" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-092650-6964.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4510 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-092650-6964-1024x683.jpg" alt="Ein geschmücktes Marwari-Pferd betrat die Arena." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-092650-6964-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-092650-6964-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-092650-6964-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-092650-6964-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-092650-6964.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4510" class="wp-caption-text">Ein geschmücktes Marwari-Pferd betrat die Arena.</figcaption></figure>
<h2>Tanzende Marwari-Pferde</h2>
<p>Einer nach dem anderen präsentierten die stolzen Besitzer ihre auf Hochglanz polierten und mit Blumen, Troddeln, Glöckchen und Schärpen dekorierten Pferde an der Hand und ließen sie tanzen. Ein Trommler gab den Takt vor und die Rösser zeigten ihre Übungen, von denen einige entfernt an Lektionen der klassischen Reitkunst erinnerten, unter anderem war eine Art Spanischen Schritts und eine Levade zu erkennen. Besonders enthusiastisch reagierte das Publikum, wenn die Pferde stiegen und auf den Hinterbeinen liefen. Dieses Manöver diente historisch dazu, Reiter von Kriegselefanten anzugreifen. Die Menge tobte und applaudierte.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/GNS-Uja5tIE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Nach Abschluss des Wettbewerbs zog sich die Jury zur Beratung zurück. Welches Paar allerdings schließlich gewonnen hatte, wurde für uns leider nicht ganz klar. Die Pferde (nicht nur der Gewinner) kamen zurück, die Absperrungen der Manege waren abgebaut, die Trommler wirbelten erneut auf ihren Instrumenten und die Besitzer ließen ihre Tiere wieder steigen. Besorgt verfolgten wir, wie die begeisterte Menge sich immer dichter um die Stars drängte, was einen ziemlich gefährlichen Eindruck auf uns machte. Sollte eines der Rösser das Gleichgewicht oder die Nerven verlieren, könnte das schlimme Folgen haben.</p>
<figure id="attachment_4511" aria-describedby="caption-attachment-4511" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-095604-3654.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4511 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-095604-3654-1024x683.jpg" alt="Das Pferd stieg in der sich immer dichter herandrängenden Menschenmenge." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-095604-3654-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-095604-3654-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-095604-3654-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-095604-3654-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-095604-3654.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4511" class="wp-caption-text">Das Pferd stieg in der sich immer dichter herandrängenden Menschenmenge.</figcaption></figure>
<h2>Pushkar als Pilgerort</h2>
<p>Zu dieser Zeit drehte sich in Pushkar aber nicht alles um Pferde, Kamele und Vergnügen. Die Kleinstadt, die sich am Ufer des Heiligen Sees erstreckt, stellt einen wichtigen Pilgerort dar, ganz besonders im Monat <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kartik_(month)">Kartik</a> des hinduistischen Mondkalenders. Der Tag des Vollmondes (<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kartik_Purnima">Kartik Purnima</a>) ist der letzte Tag der Pushkar Fair und der spirituell bedeutendste. Ein rituelles Bad im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pushkar-See">Heiligen See</a> von Pushkar, der laut der Legende dadurch entstand, dass Brahma an dem Platz Blütenblätter <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Pushkar_Lake#Religious_significance">einer Lotusblüte</a> fallen ließ, reinigt die Gläubigen von ihren Sünden (ähnlich wie das Wasser des Ganges). An diesem Tag sollten wir allerdings schon auf dem Rücken der Pferde auf dem Weg nach Süden sein. Aber auch schon vorher pulsierte das Leben in den Straßen rund um den See und die Menschen nutzten Betonbecken in Ufernähe, um in die Fluten einzutauchen.</p>
<figure id="attachment_4512" aria-describedby="caption-attachment-4512" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084312-3736.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4512 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084312-3736-1024x683.jpg" alt="Am Ufer des Heiligen Sees von Pushkar gebietet es die Sitte, die Schuhe abzulegen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084312-3736-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084312-3736-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084312-3736-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084312-3736-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084312-3736.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4512" class="wp-caption-text">Am Ufer des Heiligen Sees von Pushkar gebietet es die Sitte, die Schuhe abzulegen.</figcaption></figure>
<p>Auf eine Art wirkten die Bereiche am See in etwa wie ein Klein-Varanasi, ohne wirklich die teils ambivalente Atmosphäre des Originals aufbauen zu können. Neben dem Heiligen Gewässer stellt der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Brahma_Temple,_Pushkar">Brahma Tempel</a> von Pushkar einen weiteren Anziehungspunkt für die Pilger dar und erstaunlicherweise ist er einer der wenigen weltweit. Lord <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brahma">Brahma</a> steht für das Prinzip der Schöpfung und ist einer der drei wichtigsten Hauptgottheiten im Hinduismus. Also würde man sich nach unserer westlichen Anschauung vorstellen, dass einem solch hoch geachteten und verehrten Gott viele Anbetungsstätten gebaut würden. Warum es so wenige Brahma Tempel gibt, dafür gibt es nach unserem Verständnis keinen eindeutigen Grund und es wird (für uns) ein Geheimnis des Hinduismus bleiben. Die Mythologie jedenfalls besagt, dass ein Fluch der Göttin Saraswati bewirkte, dass dem Schöpfergott nur in Pushkar ein Heiligtum geweiht werden durfte.</p>
<figure id="attachment_4513" aria-describedby="caption-attachment-4513" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084415-7030.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4513 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084415-7030-1024x683.jpg" alt="Menschenmassen an den Bade-Ghats in Pushkar" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084415-7030-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084415-7030-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084415-7030-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084415-7030-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181119-084415-7030.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4513" class="wp-caption-text">Menschenmassen an den Bade-Ghats in Pushkar</figcaption></figure>
<p>Massen von Pilgern schoben sich durch die Gassen rund um den Brahma Tempel, so dass wir uns gar nicht vorstellen wollten, wie es wohl in seinem Inneren zugehen würde. Daher beschlossen wir, uns das Gedränge zu ersparen und nahmen Abstand von dem Versuch, das Heiligtum zu besuchen. Stattdessen beobachteten wir lieber das farbenfrohe Treiben am See, wo viele Menschen an den Bade-Ghats in das Heilige Wasser eintauchten. Einige der Abschnitte am Ufer des Sees haben ihre eigene Geschichte: Brahma badete der Überlieferung nach am Brahma Ghat, Vishnu erschien am Varah Ghat in seiner Inkarnation als Wildschwein und ein Teil der Asche Mahatma Gandhis wurde in den See gestreut an einer Stelle, die seither als Gandhi Ghat bezeichnet wird.</p>
<h2>Tempel mit Ausblick</h2>
<p>Zum Sonnenuntergang besuchten wir den Savitri Mata Tempel, der etwas außerhalb von Pushkar auf einem Hügel liegt. Dabei ging es uns mehr um den Ausblick als um die sakrale Stätte ;). Die Seilbahn, die auf den Gipfel führt, hätte in der Hitze eine willkommene Erleichterung des Weges sein können. Optisch machte das Transportmittel einen guten Eindruck, aber es gab nur wenige Gondeln, die sehr langsam fuhren und immer wieder zwischendurch stehenblieben, so dass wir nicht damit rechneten, vor Sonnenuntergang oben zu sein, wenn wir einsteigen würden. Also entschieden wir, stattdessen die am Anfang flachen, dann aber immer höher und steiler werdenden Stufen zu nehmen, die hinauf führten.</p>
<figure id="attachment_4514" aria-describedby="caption-attachment-4514" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-145201-7018.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4514 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-145201-7018-1024x576.jpg" alt="Ausblick über Pushkar und den Heiligen See im Abendlicht" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-145201-7018-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-145201-7018-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-145201-7018-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-145201-7018-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-145201-7018.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4514" class="wp-caption-text">Ausblick über Pushkar und den Heiligen See im Abendlicht</figcaption></figure>
<p>Auf dem Weg waren wir bei weitem nicht die einzigen, die unterwegs waren. Grüppchen von dynamischen Jugendlichen erklommen die Treppen im Sauseschritt. Für andere, kleine Kinder und alte Menschen, waren die Stufen sichtlich beschwerlich, aber sie schienen fest entschlossen, den Anstieg zu meistern. Entlang des Weges sprangen einige Familien von Affen zwischen Felsen und Gebüsch herum, vor denen wir uns aber sehr in acht nahmen. Die Primaten können aggressiv werden und beißen, wir bemühten uns also, ihnen nicht in die Augen zu schauen. Je weiter wir den Hügel erklommen, desto besser wurde der Ausblick. Der kleine Ort mit dem Heiligen See und die Zeltstadt des Marktes, die im Nordwesten vor den Toren der Stadt lag, erstreckten sich zu unseren Füßen.</p>
<figure id="attachment_4516" aria-describedby="caption-attachment-4516" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-151523-7024-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4516 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-151523-7024-Edit-1024x683.jpg" alt="Die Pushkar Fair bildete eine eigene Stadt außerhalb des Ortes." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-151523-7024-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-151523-7024-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-151523-7024-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-151523-7024-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-151523-7024-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4516" class="wp-caption-text">Die Pushkar Fair bildete eine eigene Stadt außerhalb des Ortes.</figcaption></figure>
<p>Wir entdeckte auch das Mela Gelände, wo die stolzen Marwari-Pferde getanzt hatten. Abgesehen von den Handelsgeschäften mit den Nutztieren ist die Pushkar Horse und Camel Fair ein großes Volksfest. Einige Fahrgeschäfte, am auffälligsten einige Riesenräder, hatten im schwindenden Licht bereits ihre bunte Beleuchtung aktiviert. Da es allerdings entlang des Weges hinunter ins Tal keine Straßenlampen gab, entschlossen wir uns etwas unterhalb des Gipfels umzukehren und im verbleibenden Tageslicht den Abstieg hinter uns zu bringen.</p>
<h2>Der Schnurrbart-Wettbewerb</h2>
<p>Am nächsten Morgen stand wieder ein interessanter Wettbewerb auf dem Programm. Die Turban Tying Competition und den Bride &amp; Groom Contest hatten wir leider verpasst, aber die Prämierung des imposantesten Schnurrbartes (&#8222;Mustache Competition&#8220;) wollten wir uns nicht entgehen lassen. Bevor die Präsentation des Gesichtshaars starten konnte, musste erst noch ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cricket">Cricket</a> Match beendet werden. Die Wettbewerbsteilnehmer mischten sich allerdings bereits unter die Menge, um gesehen zu werden und für Fotos zu posieren. Ähnlich wie am Vortag sammelten sich die Zuschauer auf eher kreative Art und Weise, so dass es schwierig war, unseren überpünktlich eingenommenen Platz zu verteidigen und trotzdem noch ein Selfie zu ergattern.</p>
<figure id="attachment_4517" aria-describedby="caption-attachment-4517" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-081141-7214.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4517 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-081141-7214-1024x683.jpg" alt="Mona zusammen mit dem späteren Gewinner der Mustache Competition" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-081141-7214-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-081141-7214-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-081141-7214-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-081141-7214-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-081141-7214.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4517" class="wp-caption-text">Mona zusammen mit dem späteren Gewinner der Mustache Competition</figcaption></figure>
<p>Die Kandidaten wendeten ganz unterschiedliche Strategien an, um die Gunst des Publikums und der Juroren für sich zu gewinnen. Die Stilrichtung des edlen, eleganten Maharaja war ebenso vertreten wie die des lässigen Mr. Cool, der seinen Bart mit Lockenwicklern (und viel Bartspray?) zu einem symmetrischen, imposanten Kunstwerk aufgezwirbelt hatte.</p>
<figure id="attachment_4518" aria-describedby="caption-attachment-4518" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-082859-7221.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4518 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-082859-7221-683x1024.jpg" alt="It´s cool man!" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-082859-7221-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-082859-7221-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-082859-7221-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-082859-7221-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-082859-7221.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4518" class="wp-caption-text">It´s cool man!</figcaption></figure>
<h2>Der beste Bart soll gewinnen</h2>
<p>Auch wenn es dem Namen nach im Wettbewerb speziell um den Schnurrbart ging, so stand eigentlich jede Art von Gesichtsbehaarung im Fokus. Ein Teilnehmer betrat lauthals lachend die Arena und vollführte ein regelrechtes Bart-Striptease, bei dem er nach und nach seine Gesichtshaarzöpfe aufdröselte und unglaubliche 6 Meter Länge präsentierte, die er sich angeblich über 29 Jahre hatte wachsen lassen.</p>
<figure id="attachment_4519" aria-describedby="caption-attachment-4519" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-092725-7322.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4519 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-092725-7322-1024x683.jpg" alt="HAHAHAHA! Seht her! Mein Bart ist 6 Meter lang! HAHAHAHA!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-092725-7322-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-092725-7322-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-092725-7322-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-092725-7322-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-092725-7322.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4519" class="wp-caption-text">HAHAHAHA! Seht her! Mein Bart ist 6 Meter lang! HAHAHAHA!</figcaption></figure>
<p>Wieder ein anderer Kandidat spielte beim Einzug auf zwei Blockflöten parallel, die er mit je einem Nasenloch blies. Etwas abgeschlagen in der Konkurrenz wurden zwei Westler, die sich zwar um Coolness bemühten, aber doch eher wie Amateure unter den Profis wirkten ;). Am Ende gewann der edle Maharaja bei diesem ziemlich schrägen, überaus sehenswerten Spektakel.</p>
<figure id="attachment_4520" aria-describedby="caption-attachment-4520" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-093541-3759.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4520 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-093541-3759-1024x683.jpg" alt="Die Spannung steigt ins Unerträgliche: Alle Teilnehmer kurz vor der Verkündigung des Gewinners" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-093541-3759-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-093541-3759-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-093541-3759-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-093541-3759-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-093541-3759.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4520" class="wp-caption-text">Die Spannung steigt ins Unerträgliche: Alle Teilnehmer kurz vor der Verkündigung des Gewinners</figcaption></figure>
<h2>Pferde, Kamele und Wasserbüffel</h2>
<p>Bei all dem Zusatzprogramm hätte man fast vergessen können, dass es sich bei der Pushkar Fair im Grunde genommen um einen Pferde- und Kamelmarkt handelte. Entlang der Straßen in der Zeltstadt präsentierten verschiedene Züchter ihre edlen Rösser. Auch wenn es Marwaris in vielen Fellfarben und mit unterschiedlichsten Zeichnungen gibt, waren die schneeweißen Marwari-Schimmel, die für Hochzeiten genutzt werden, die am häufigsten präsentierten Aushängeschilder.</p>
<figure id="attachment_4521" aria-describedby="caption-attachment-4521" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-104054-3699.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4521 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-104054-3699-1024x683.jpg" alt="Hübsche weiße Marwari-Pferde" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-104054-3699-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-104054-3699-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-104054-3699-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-104054-3699-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-104054-3699.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4521" class="wp-caption-text">Hübsche weiße Marwari-Pferde</figcaption></figure>
<p>Die Kamele konnten im Gegensatz dazu nicht mit der gleichen Anmut glänzen, aber dafür waren sie prächtig geschmückt. Ein paar bunte Bommel am Hals oder auf der Nase waren das Minimum. Andere trugen Schellen an den Füßen oder hatten eine kunterbunte Decke, eher ein Netz mit vielen Troddeln, übergeworfen bekommen.</p>
<figure id="attachment_4522" aria-describedby="caption-attachment-4522" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-105553-3709.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4522" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-105553-3709-1024x683.jpg" alt="Ein hochdekoriertes Kamel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-105553-3709-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-105553-3709-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-105553-3709-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-105553-3709-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181118-105553-3709.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4522" class="wp-caption-text">Ein hochdekoriertes Kamel</figcaption></figure>
<p>Ganz andere Kaliber stellten gigantische Wasserbüffel dar, die vom Volumen her wohl doppelt so groß waren wie die für unsere Begriffe normalen Tiere, die wir in Varanasi gesehen hatten. Diese Bullen waren regelrechte Kolosse mit schwarz glänzendem Fell.</p>
<figure id="attachment_4523" aria-describedby="caption-attachment-4523" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-051615-7084.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4523" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-051615-7084-1024x683.jpg" alt="Ein Prachtexemplar von einem Wasserbüffel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-051615-7084-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-051615-7084-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-051615-7084-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-051615-7084-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-051615-7084.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4523" class="wp-caption-text">Ein Prachtexemplar von einem Wasserbüffel</figcaption></figure>
<h2>Ritt über die Pushkar Fair</h2>
<p>Inzwischen waren wir von unserem Hotel in das Reitercamp umgezogen, wo wir unser stattliches Pferde-Safari-Doppelzelt mit echten Betten und einem Nachttischchen bezogen hatten. Die Pferde befanden sich auf dem gleichen Grundstück und wir fühlten uns gleich viel mehr als Teil der Pushkar Fair. Auf unserem ersten Ausritt über den Markt gerieten wir außerdem mitten hinein in das Spektakel. Unsere Reitergruppe selbst wurde zur Attraktion, ganz häufig fotografierten uns sowohl Inder als auch ausländische Touristen.</p>
<figure id="attachment_4524" aria-describedby="caption-attachment-4524" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-144546-3854.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4524 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-144546-3854-1024x683.jpg" alt="Wir ritten über die Pushkar Horse and Camel Fair." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-144546-3854-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-144546-3854-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-144546-3854-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-144546-3854-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/04/CW-20181120-144546-3854.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4524" class="wp-caption-text">Wir ritten über die Pushkar Horse and Camel Fair.</figcaption></figure>
<p>Der Ritt über der Markt war mehr als aufregend für uns und die Pferde. All das Gehupe und Getöse überall, die links und rechts vorbeiknatternden Mofas, die tausenden von Menschen, die Farben und Gerüche machten den Rössern scheinbar wenig aus. Ein deutscher Rummelplatz wäre dagegen eine Anfängerübung gewesen. Ihre Ohren spielten zwar und sie schauten nach hier und dort, selten aber tänzelten sie oder zuckten zusammen. In dieser Dauer-Gelassenheitsprüfung zeigten sie Nerven wie Stahlseile und hätten perfekte Polizeipferde abgegeben. Kirti, mein Reittier, mochte allerdings keine Kamele und stellte ihre Abneigung auch deutlich zur Schau, wenn wir ihnen für ihren Geschmack zu nahe kamen. Schließlich waren ja auch die indischen Pferde die echten Stars der Pushkar Fair ;).</p>
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		<title>Cultural Tourism, zu Besuch bei den Massai</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Sep 2019 00:01:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
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		<category><![CDATA[Dorf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Denkt man an Tansania, so kommen einem vielleicht als erstes Safaris in den Sinn oder auch die Insel Sansibar. Sicher sind dies die bekanntesten Aktivitäten bzw. Ziele in Tansania. Um die Menschen und das Land an sich besser kennenzulernen, bietet sich der sogenannte Cultural Tourism an. Wir wohnten in Arusha und besuchten von dort aus &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Denkt man an Tansania, so kommen einem vielleicht als erstes Safaris in den Sinn oder auch die Insel Sansibar. Sicher sind dies die bekanntesten Aktivitäten bzw. Ziele in Tansania. Um die Menschen und das Land an sich besser kennenzulernen, bietet sich der sogenannte Cultural Tourism an. Wir wohnten in <a href="http://wittmann-tours.de/arusha-am-fusse-des-mount-meru">Arusha</a> und besuchten von dort aus ein Dorf der emblematischen Massai.</p>
<figure id="attachment_3599" aria-describedby="caption-attachment-3599" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-125205-2066.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3599 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-125205-2066-1024x683.jpg" alt="Zwei Massai-Krieger, wie man sie sich vorstellt" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-125205-2066-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-125205-2066-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-125205-2066-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-125205-2066.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3599" class="wp-caption-text">Zwei Massai-Krieger, wie man sie sich vorstellt</figcaption></figure>
<p><span id="more-3600"></span></p>
<h2>Cultural Tourism, was ist das?</h2>
<p>Kaum ein anderes Volk hat so viel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Massai">Strahlkraft</a> wie die Massai. Man denkt an stattliche Krieger, den Prototypen des &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Edler_Wilder">edlen Wilden</a>&#8222;, der im Einklang mit der Natur lebt. Mit ihren Speeren töten sie unerschrocken Löwen und trinken das Blut ihrer Rinder mit Milch vermischt. So oder so ähnlich könnte man die Massai klischeehaft beschreiben, aber deckt sich das auch mit der Realität? Wie leben die Massai heute? Um solche Fragen zu beantworten, gibt es Cultural Tourism.</p>
<figure id="attachment_3601" aria-describedby="caption-attachment-3601" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-135652-2135.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3601 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-135652-2135-1024x683.jpg" alt="Meet the locals: Mona mit Massai-Perlenkragen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-135652-2135-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-135652-2135-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-135652-2135-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-135652-2135.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3601" class="wp-caption-text">Meet the locals: Mona mit Massai-Perlenkragen</figcaption></figure>
<p>Die Organisation im Vorfeld war nicht einfach, da die Strukturen in Tansania vor allem darauf ausgerichtet sind, dass man Aktivitäten vor Ort bucht. Vieles findet man (noch) nicht im Internet und in diesem Fall gab es die zentrale Online Anlaufstelle (<a href="http://www.tanzaniaculturaltourism.go.tz">http://www.tanzaniaculturaltourism.go.tz</a>) einfach nicht mehr. So waren wir dankbar für die Vermittlung eines Kontakts durch unsere Safari-Lodge in Ruaha. <a href="http://www.stainbokadventures.co.tz/cultural-tourism/">Gideon</a>, ein Massai, der schon lange in der Stadt lebt, organisierte u.a. Touren in sein Dorf. Auf diese Art kann man im Rahmen von Cultural Tourism Einblicke in Leben und Kultur von lokalen Bevölkerungsgruppen gewinnen.</p>
<h2>Auf dem Weg zu den Massai</h2>
<p>Bei der Buchung wussten wir noch nicht, welches einzigartige Erlebnis uns erwarten würde. So fuhren wir morgens von Arusha aus nach Norden in Richtung der kenianischen Grenze. Unterwegs erzählte uns Gideon, dass wir nicht nur das Dorf sehen würden, sondern außerdem die günstige Gelegenheit nutzen könnten, die Zusammenkunft einiger Massai-Krieger in der Nähe zu besuchen. Zusammen mit Gideon (in westlicher Kleidung) und Saidoti (im Massai-Shúkà), dem Dorfvorsteher, wanderten wir (im Touri-Look) zu den Massai.</p>
<figure id="attachment_3602" aria-describedby="caption-attachment-3602" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-112650-9044.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3602" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-112650-9044-1024x683.jpg" alt="Im Norden von Tansania, nahe der Grenze zu Kenia, ist das Land trocken und nur ein bisschen grün." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-112650-9044-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-112650-9044-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-112650-9044-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-112650-9044.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3602" class="wp-caption-text">Im Norden von Tansania, nahe der Grenze zu Kenia, ist das Land trocken und nur wenig grün.</figcaption></figure>
<p>Das satte Grün Arushas war einer trockenen und heißen Halbwüstenlandschaft gewichen. Roter, staubiger Boden, kleine Bäume oder Büsche und vertrocknetes Gras prägten die Landschaft. Es ging leicht bergauf und wir trafen einige Hirten mit ihren Ziegen auf dem Weg. Die meisten waren Kinder und die traditionelle Begrüßung verlief wie folgt: Sie kamen zu uns und senkten ihren Kopf wie bei einer Verbeugung, um uns Respekt zu bezeugen. Der Gruß wird erwidert, indem man ihnen die Hand auf den Kopf legt und &#8222;Supai&#8220; sagt.</p>
<figure id="attachment_3603" aria-describedby="caption-attachment-3603" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-113540-9051.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3603" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-113540-9051-1024x683.jpg" alt="Rinder bedeuten Reichtum in der Welt der Massai." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-113540-9051-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-113540-9051-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-113540-9051-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-113540-9051.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3603" class="wp-caption-text">Rinder bedeuten Reichtum in der Welt der Massai.</figcaption></figure>
<p>Das letzte Stück des Pfades ging es steiler bergauf. Dort hatten acht Massai-Krieger für etwa 2 Wochen ein Lager aufgeschlagen. Sie trafen sich, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und um gemeinsam ein sog. &#8222;meat eating ritual&#8220; (&#8222;Ol Pul&#8220;) durchzuführen. Frei übersetzt könnte man es als traditionelles Schlachtfest bezeichnen. Gemeinsam hatten sie an dem Tag eine Ziege geschlachtet, um sie anschließend in den folgenden Tagen zu verspeisen. Teile des Fleisches sollten auch an junge Männer anderer Dörfer verteilt werden. Frauen dürfen sich während der Zeremonie nicht dem Lager der Krieger nähern. Für Mona galt glücklicherweise eine Ausnahme.</p>
<h2>Die Massai-Krieger schlachteten eine Ziege</h2>
<p>Als wir ankamen, waren zwei Massai gerade damit beschäftigt, die Ziege zu zerlegen. Sie hatten sie erstickt, damit das wertvolle Blut nicht ausliefe. Dieses wurde im Laufe des Zerteilungsprozesses abgeschöpft, um es später zu trinken. Ein Massai führte dabei die beiden Messer, ein langes und ein kurzes, er fungierte als Lehrer. Der andere Massai war der Schüler und assistierte mit bloßen Händen, indem er die Ziege ausrichtete und festhielt.</p>
<figure id="attachment_3604" aria-describedby="caption-attachment-3604" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123456-2047.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3604" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123456-2047-1024x683.jpg" alt="Die Ziege wird gewissenhaft zerteilt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123456-2047-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123456-2047-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123456-2047-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123456-2047.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3604" class="wp-caption-text">Die Ziege wurde gewissenhaft zerteilt.</figcaption></figure>
<p>Es war eine blutige Angelegenheit, aber die beiden strahlten eine unglaubliche Ruhe aus und arbeiteten sehr routiniert. Das archaische Ritual war nicht abstoßend, sondern faszinierend zu beobachten. Die beiden zogen der Ziege nach und nach das Fell ab und öffneten den Rumpf immer weiter. Sie entnahmen die Innereien und schöpften das Blut in eine Metallschüssel ab. Danach zerteilten sie das Tier in handlichere Stücke. Natürlich waren die Umstände mit heutigen Vorstellungen von Lebensmittelhygiene ganz und gar nicht vereinbar. Zahlreiche Fliegen surrten über den Kadaver und saßen auf dem Fleisch. Einziges Zugeständnis an die Sauberkeit war, dass der Boden, auf dem das Schlachtgut lag, mit abgeschnittenen Zweigen und Blättern bedeckt war. Unter den Gegebenheiten erschien ein solches Verfahren jedoch normal und nicht zu ändern.</p>
<figure id="attachment_3605" aria-describedby="caption-attachment-3605" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123723-2053.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3605" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123723-2053-1024x683.jpg" alt="Der Albtraum eines jeden Lebensmittelchemikers" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123723-2053-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123723-2053-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123723-2053-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-123723-2053.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3605" class="wp-caption-text">Der Albtraum eines jeden Lebensmittelchemikers</figcaption></figure>
<p>Wir waren willkommene Gäste, um zu beobachten, was die beiden taten. Zwischendurch durften wir auch ihr einfaches Quartier besuchen. Sie hatten einen Bereich vor einem großen Felsvorsprung mit dornigen Ästen umzäunt. Dort gab es eine Feuerstelle mit einem großen Topf, ein Gestell zum Trocknen und Aufbewahren des Fleisches und mehrere Schlafplätze.</p>
<figure id="attachment_3606" aria-describedby="caption-attachment-3606" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-122849-2035.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3606" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-122849-2035-1024x683.jpg" alt="Abgetrennt mit ein dornigen Ästen. Hier wohnten die Massai-Krieger während des Schlachtfestes." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-122849-2035-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-122849-2035-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-122849-2035-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-122849-2035.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3606" class="wp-caption-text">Umzäunt mit dornigen Ästen. Hier wohnten die Massai-Krieger während des Ol Pul.</figcaption></figure>
<h2>Im Dorf der Massai</h2>
<p>Anschließend wanderten wir zum Massai-Dorf, wo wir von den Bewohnern begrüßt wurden. Ein Massai-Dorf ist allerdings beinahe ein Widerspruch in sich, da die Massai ursprünglich ein halb-nomadisches Leben geführt hatten. Sie zogen früher zu verschiedenen Jahreszeiten in unterschiedliche Regionen, damit ihre Rinder, ihr großer Reichtum, stets bestens versorgt waren. Permanente Siedlungen sind damit eine eher neue Erfindung, die es ihnen heutzutage auch ermöglicht, selbst ein wenig Landwirtschaft zu betreiben. Früher hatten sich die Massai stets geweigert, Ackerbau zu betreiben, aber aufgrund der geringeren Größe der Herden können sie in der Gegenwart auf Getreide und Mais in ihrer Ernährung nicht mehr verzichten.</p>
<figure id="attachment_3607" aria-describedby="caption-attachment-3607" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142136-2146.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3607" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142136-2146-1024x683.jpg" alt="Im Massai-Dorf" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142136-2146-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142136-2146-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142136-2146-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142136-2146.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3607" class="wp-caption-text">Im Massai-Dorf</figcaption></figure>
<p>Die Massai des Dorfes, das wir besuchten, hatten ursprünglich in der Serengeti gelebt. Sie waren aber umgesiedelt worden, als das Gebiet zum Nationalpark erklärt wurde. Statt jedoch eine Geschichte von Vertreibung und Bitterkeit zu erzählen, war diese Gruppe von Massai nach ihren Angaben mit dem Tausch sehr zufrieden. Sie waren entschädigt worden und die Kinder haben jetzt besseren Zugang zu Schulen. Diese positive Haltung ist jedoch nicht die Regel, da man im Internet auch aktuell Berichte über <a href="https://afrika.info/newsroom/tansania-maasai-werden-aus-ihren-doerfern-vertrieben/">menschenunwürdige Zwangsumsiedlungen</a> findet.</p>
<h2>Tanz und Gesang</h2>
<p>Ein Höhepunkt unseres Besuches im Dorf war die Darbietung eines typischen Massai-Tanzes, der von einem rhythmischen Sprechgesang begleitet wurde. Die Menschen bildeten einen  Kreis, die Frauen standen auf der einen, die Männer auf der anderen Seite, die Kinder drumherum. Einige Massai erzeugten mit ihren Stimmen den Rhythmus, andere die Melodie mit dem Text. Die Männer wippten in den Knien und nach und nach kam jeweils einer in die Mitte und sprang einige Male kräftig in die Höhe. Dies war eine Kraftdemonstration der unverheirateten Männer und Werbung um die hübschesten Mädchen.</p>
<figure id="attachment_3608" aria-describedby="caption-attachment-3608" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134840-2095.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3608" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134840-2095-1024x683.jpg" alt="Massai men can jump!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134840-2095-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134840-2095-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134840-2095-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134840-2095.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3608" class="wp-caption-text">Massai men can jump!</figcaption></figure>
<p>Die Frauen bewegten sich ebenfalls zur Musik. Ihr prächtiger Schmuck aus Ketten und Armreifen verstärkte so den Rhythmus. Instrumente gab es nicht. Alles war a capella, trotzdem aber harmonisch, kraftvoll und mitreißend.</p>
<figure id="attachment_3609" aria-describedby="caption-attachment-3609" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134610-2083.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3609" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134610-2083-1024x683.jpg" alt="Ein Tanz voller Energie und Dynamik" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134610-2083-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134610-2083-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134610-2083-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134610-2083.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3609" class="wp-caption-text">Ein Tanz voller Energie und Dynamik</figcaption></figure>
<h2>Mittendrin statt nur dabei</h2>
<p>Wie wir es aus Madagaskar kannten, es aber in Tansania noch nicht erlebt hatten, wollten die Kinder sich selbst und auch die anderen Dorfbewohner auf dem Display meiner Kamera bestaunen. Es war ein großer Spaß für sie und für uns ein einfacher Weg, uns ein wenig zu revanchieren. Gideon versprach, bei einem nächsten Besuch einige Bilder als Abzüge mitzubringen und zu verteilen.</p>
<figure id="attachment_3610" aria-describedby="caption-attachment-3610" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134208-9079.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3610 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134208-9079-1024x683.jpg" alt="Die Frauen trugen typische Ketten und Perlenkragen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134208-9079-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134208-9079-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134208-9079-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-134208-9079.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3610" class="wp-caption-text">Die Frauen trugen typische Ketten und Perlenkragen.</figcaption></figure>
<p>Zum Abschluss besuchten wir eine typische Massai-Hütte, das Haus der Mutter des Dorfvorstehers Saidoti. Ein Gerüst aus Holz gab dem Gebäude Stabilität, das Dach war aus Zweigen, die mit getrocknetem Gras gedeckt waren, und die Wände aus Lehm und Kuhdung mit winzigen Fenstern. Vor allem direkt nach dem Eintreten erschien uns das Innere der Hütte sehr dunkel und unsere Augen mussten sich erst an das gedämpfte Licht gewöhnen. Verglichen mit draußen war es in dem Raum aber relativ kühl. Wir sahen die Schlafplätze der Bewohner, die Kochstelle und einen kleinen Abstellraum in der niedrigen Hütte, in der wir nicht aufrecht stehen konnten.</p>
<figure id="attachment_3611" aria-describedby="caption-attachment-3611" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-141600-2137.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3611 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-141600-2137-1024x683.jpg" alt="In der schattigen und kühlen Massai-Hütte" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-141600-2137-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-141600-2137-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-141600-2137-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-141600-2137.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3611" class="wp-caption-text">In der schattigen und kühlen Massai-Hütte</figcaption></figure>
<h2>Ein faszinierender Tag</h2>
<p>Das Leben der Massai hat sich im Gegensatz zu früheren Zeiten in einigen Punkten geändert. Wir hatten den Eindruck, dass der Alltag der Menschen, den wir sahen, keine Touristen-Show war, sondern dass ihre Kultur einen großen Stellenwert einnahm und dass auch jüngere Generationen die Traditionen achteten und fortführten. Wir haben an diesem Tag viel gelernt, auch oder gerade wegen unseres Führers Gideon als modernen Massai, der mit uns seine eigenen Wurzeln besuchte und viele Brücken für uns schlagen konnte.</p>
<figure id="attachment_3612" aria-describedby="caption-attachment-3612" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142047-2143.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3612" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142047-2143-1024x683.jpg" alt="Ein Gruppenbild zum Abschied" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142047-2143-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142047-2143-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142047-2143-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180910-142047-2143.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3612" class="wp-caption-text">Ein Gruppenbild zum Abschied</figcaption></figure>
<p>Der Besuch bei den Massai war ein faszinierendes Erlebnis. Besonders das Treffen der Krieger zum Schlachtfest hat uns in seiner archaischen Form tief beeindruckt. Wir verbrachten einen wirklich außergewöhnlichen Tag mit den Massai.</p>
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