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	<title>Äthiopien - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Äthiopien - Wittmann Tours</title>
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		<title>Wie war Äthiopien?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2020 00:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Äthiopien begegneten uns viele Gegensätze. Die Menschen sind materiell sehr arm, das Land aber ist unglaublich reich an Kulturschätzen. In Äthiopien erreicht das Thermometer am tiefsten Punkt Afrikas konstant so hohe Temperaturen wie sonst nirgendwo auf unserem Planeten. Dafür war es im Hochland mit einem der höchsten Gebirgszüge Afrikas erstaunlich kühl. Trotz vieler einzigartiger &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/wie-war-aethiopien/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wie war Äthiopien?“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Äthiopien begegneten uns viele Gegensätze. Die Menschen sind materiell sehr arm, das Land aber ist unglaublich reich an Kulturschätzen. In Äthiopien erreicht das Thermometer am tiefsten <a href="http://wittmann-tours.de/dallol-der-heisseste-ort-der-welt">Punkt Afrikas</a> konstant so hohe Temperaturen wie sonst nirgendwo auf unserem Planeten. Dafür war es im Hochland mit einem der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hochland_von_Abessinien">höchsten Gebirgszüge</a> Afrikas erstaunlich kühl. Trotz vieler einzigartiger Erlebnisse und Sehenswürdigkeiten gab es auch einige Wermutstropfen. Damit fällt unser Fazit zu Äthiopien eher gemischt aus. Warum? Weil wir keine Verbindung zu den Äthiopiern gefunden haben (oder sie zu uns).</p>
<figure id="attachment_4348" aria-describedby="caption-attachment-4348" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-4348 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-1024x683.jpg" alt="Grün, Gelb und Rot sind die Landesfarben Äthiopiens und die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist mit ihren Regeln, Geboten und Feiertagen nicht aus dem Alltag der Menschen wegzudenken." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4348" class="wp-caption-text">Grün, Gelb und Rot sind die Landesfarben Äthiopiens und die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist mit ihren Regeln, Geboten und Feiertagen nicht aus dem Alltag der Menschen wegzudenken.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4349"></span></p>
<h2>Die Ferenji auf Reisen</h2>
<p>In unseren drei Wochen im Norden Äthiopiens können wir uns an kein noch so kurzes freundliches und spontanes Gespräch mit einem Äthiopier erinnern, der nicht hoffte, uns Geld zu entlocken, bzw. den wir nicht bezahlt hätten. Klingt komisch? Vielleicht, aber in allen anderen Ländern auf unserer Weltreise gab es solche Begegnungen, teils trotz massiver Sprachbarrieren. In Äthiopien sind wir immer die Ausländer, die Ferenji, geblieben. Wir wollen uns keinen romantischen Illusionen des Reisens hingeben, aber ausnahmslos jeder Kontakt lief darauf hinaus, dass uns jemand nach Geld gefragt hat.</p>
<figure id="attachment_4350" aria-describedby="caption-attachment-4350" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4350 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-1024x683.jpg" alt="Wir haben viele nette Menschen in Äthiopien getroffen, aber letztendlich haben wir immer dafür bezahlt. An einem Abend in Lalibela haben wir mit einer äthiopischen Familie gekocht und gespeist." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4350" class="wp-caption-text">Wir haben viele nette Menschen in Äthiopien getroffen, aber letztendlich haben wir immer dafür bezahlt. An einem Abend in Lalibela haben wir mit einer äthiopischen Familie gekocht und gespeist.</figcaption></figure>
<p>Wir hatten natürlich erwartet, als Ausländer wahrgenommen zu werden, aber leider müssen wir sagen, dass wir uns mehr als einmal respektlos behandelt gefühlt haben. Das äußerte sich häufig in extrem aufdringlichem Betteln mit mehr als überzogener Erwartungshaltung oder penetranten Verkäufern, für die ein wiederholtes und ehrliches &#8222;Nein&#8220; keine Antwort war. Sehr wahrscheinlich gibt es umgekehrt auch Touristen, die sich respektlos gegenüber Äthiopiern verhalten, aber diese immer wiederkehrenden unangenehmen Situationen wirkten ermüdend. Selbst wenn wir auf freier Strecke kurz anhielten, um hinter einem Busch zu verschwinden, konnte es passieren, dass fordernde Kinder auftauchten oder Bauern ihr Glück versuchten.</p>
<p>Die durchaus gute touristische Infrastruktur in Äthiopien hat vielleicht ihren Teil dazu beigetragen, da Ferenji immer die gleichen Orte aufsuchen. So konnte sich ein Teil der Einheimischen vor Ort anscheinend das eine oder andere Geschäftsmodell aneignen, um aus den Besuchern Profit zu schlagen. Im Nachhinein waren wir froh, nicht auf eigene Faust unterwegs gewesen zu sein. Zum einen war das Reisen in einem privaten Fahrzeug wesentlich bequemer und zuverlässiger als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum anderen konnte Maru einige unangenehme Situationen von uns fernhalten oder sogar ab und zu (letztendlich bezahlte) Brücken zu den Äthiopiern bauen.</p>
<h2>Pflügen wie vor Jahrhunderten</h2>
<p>Auf dem Weg nach <a href="http://wittmann-tours.de/awra-amba-eine-verwirklichte-utopie/">Awra Amba</a> fuhren wir zum Beispiel durch das ländliche Äthiopien und die Bauern gingen ihrer täglichen Arbeit nach. In dieser Region wurde viel Reis angebaut, aber auch Mais und Getreide. Es war Erntezeit. Durch den Regen der vorherigen Tage war der Boden feucht und lehmig und damit relativ weich. Optimale Bedingungen, um die ersten abgeernteten Felder umzupflügen. Damit wir diesen Vorgang aus der Nähe anschauen konnten, hielt Maru an einem Acker an, auf dem eine Familien direkt neben der Straße mit einem Ochsengespann arbeitete.</p>
<figure id="attachment_4351" aria-describedby="caption-attachment-4351" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4351 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-1024x683.jpg" alt="Für uns ein archaischer Anblick, aber in Äthiopien Alltag. Ein junger Mann pflügte ein Feld mit einem Ochsengespann." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4351" class="wp-caption-text">Für uns ein archaischer Anblick, aber in Äthiopien Alltag. Ein junger Mann pflügte ein Feld mit einem Ochsengespann.</figcaption></figure>
<p>Es war ein Anblick wie aus der Vergangenheit, aber Realität in der Gegenwart. Ein Junge führte barfuß den Pflug, mit einer Peitsche dirigierte er zwei Ochsen. Sein kleiner Bruder und andere Familienmitglieder halfen außerdem, die Zugtiere mit Rufen und Stockhieben auf der Spur zu halten. Der Pflug an sich war eine Holzkonstruktion, nur die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pflug#Aufbau_des_Pfluges">Schar</a>, das den Boden schneidende Messer, war aus Metall und wurde über einen Hebel in den Boden gedrückt.</p>
<figure id="attachment_4352" aria-describedby="caption-attachment-4352" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4352" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-1024x683.jpg" alt="Mona beim Pflügen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4352" class="wp-caption-text">Mona beim Pflügen</figcaption></figure>
<p>Maru redete mit den Leuten und fragte auf einmal: <span style="font-style: italic;">&#8222;Do you want to try?&#8220;</span> Obwohl erstmal überrascht, waren wir sofort dabei und durften jeder selbst für zwei Spuren den Pflug führen. Es sah, wie mit vielen Dingen auf dieser Welt, sehr einfach aus, aber es war ziemlich schwer, das Gerät in der Spur zu halten (und wir reden nicht vom gleichzeitigen Dirigieren der Tiere).</p>
<figure id="attachment_4353" aria-describedby="caption-attachment-4353" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4353" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-1024x683.jpg" alt="Christian beim Pflügen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4353" class="wp-caption-text">Christian beim Pflügen</figcaption></figure>
<p>Eigentlich musste man &#8222;nur&#8220; die metallene Schar über den Holzhebel in den Boden drücken, die Kraft nach vorne kommt durch den Zug der Ochsen. Aber klumpige Erdschollen warfen den Pflug immer wieder aus der Bahn. Die Tiere zogen etwas ruckartig und wir mussten auf dem unebenen Boden hinterherlaufen und trotzdem das Gerät in den Boden drücken. So braucht man relativ viel Kraft (oder die richtige Technik?), um den Pflug sauber zu führen, es ist echte Präzisions- und Knochenarbeit! Wir wären nicht überrascht, wenn sie unsere Spuren nach unserer Abfahrt erneut gepflügt hätten. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Unterwegs auf den Straßen Äthiopiens</h2>
<p>Unterwegs haben wir sehr viel Zeit im Auto verbracht, ehrlich gesagt deutlich mehr als erwartet. Häufig haben sich Fahrtage mit Unternehmungstagen abgewechselt und auch für scheinbar überschaubare Distanzen haben wir erstaunlich viele Stunden benötigt. Außer auf den asphaltierten Straßen in die / in der Danakil-Wüste haben wir einen Schnitt von 40km/h selten überschreiten können, obwohl Maru zügig (aber sicher) fuhr.</p>
<figure id="attachment_4354" aria-describedby="caption-attachment-4354" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4354 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-1024x513.jpg" alt="Das Höhenprofil der Fahrt vom Simiengebirge nach Gondar mit mehreren tausend Höhenmetern Differenz" width="525" height="263" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-1024x513.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-300x150.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-768x384.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-1536x769.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4354" class="wp-caption-text">Das Höhenprofil der Fahrt vom Simiengebirge nach Gondar mit mehreren tausend Höhenmetern Differenz</figcaption></figure>
<p>Dabei waren die Straßen insgesamt nicht schlecht, aber die meiste Zeit bestand die Strecke aus einer Aneinanderreihung von Kurven und Steigungen. Es kam nicht selten vor, dass wir an einem Tag mehrere tausend Höhenmeter bergauf und bergab zurücklegten. Außerdem bremste uns der äthiopische Alltag aus. Selbstbewusste Esel gingen z.B. einsam ihrer Wege. Da machte es keinen Sinn, viel zu hupen, besser wir wichen aus.</p>
<figure id="attachment_4355" aria-describedby="caption-attachment-4355" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4355" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-1024x683.jpg" alt="Dieser Esel marschierte unbeirrt auf der falschen Straßenseite." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4355" class="wp-caption-text">Dieser Esel marschierte unbeirrt auf der falschen Straßenseite.</figcaption></figure>
<p>Auch das Internet wies die meiste Zeit eher ein Schneckentempo auf. Von Hotel-WLANs waren wir das schon aus anderen Ländern gewohnt, dort war allerdings meist das mobile Internet wesentlich besser. In Äthiopien jedoch erinnerte auch bei vollem 3G-Ausschlag die Verbindung oft an die guten alten Zeiten des Modems. Dafür gab es immerhin fast überall Empfang, womit wir nicht gerechnet hatten. Die Abdeckung war sehr gut, aber die Netzkapazität konnte anscheinend (noch) nicht mit dem Bedarf mithalten. 15% der Menschen besaßen ein Mobiltelefon, Smartphones waren 2018 noch eine Seltenheit. Damit gehörte Äthiopien zu den Ländern, in denen man noch einen Nokia-Klingelton hören konnte.</p>
<h2>Äthiopien kulinarisch</h2>
<p>Über unsere kulinarischen <a href="http://wittmann-tours.de/aethiopien-kulinarisch-injera-mit-shiro">Eindrücke in Äthiopien</a> hatten wir bereits berichtet. Auch hier war schließlich das Fazit eher zurückhaltend, was auch daran liegen könnte, dass wir öfter als in anderen Ländern einen verstimmten Magen beklagen mussten. Nach anfänglicher Begeisterung wählten wir gegen Ende der Reise viel lieber internationale Gerichte, was sonst auf kein anderes Land unserer Weltreise zutraf. Vielleicht hätten wir einfach mehr Alkohol zur Desinfektion trinken sollen ;).</p>
<figure id="attachment_4356" aria-describedby="caption-attachment-4356" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4356" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-1024x683.jpg" alt="Tej, äthiopischer Honigwein" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4356" class="wp-caption-text">Tej, äthiopischer Honigwein</figcaption></figure>
<p>Der landestypische <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tej">Tej</a>, äthiopischer Honigwein, ist uns sehr schmackhaft im Gedächtnis geblieben. Leider stand er nur relativ selten auf der Getränkekarte… Das metartige Getränk wird anscheinend nur lokal und in kleinen Mengen hergestellt, nicht für den Massenkonsum. Serviert wird Tej in dekorativen Glasrundkolben, die nicht als Karaffe, sondern als Glas dienen.</p>
<figure id="attachment_4357" aria-describedby="caption-attachment-4357" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4357 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-768x1024.jpg" alt="Nahrhaft und lecker, ein frisches Avocado-Getränk" width="525" height="700" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-768x1024.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-225x300.jpg 225w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-1152x1536.jpg 1152w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183.jpg 1200w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4357" class="wp-caption-text">Nahrhaft und lecker, ein frisches Avocado-Getränk</figcaption></figure>
<p>Außerdem wird Äthiopien uns als Land des Avocado-Saftes im Gedächtnis bleiben. Er war zwar beinahe eine Mahlzeit für sich, aber, mit einem Spritzer Zitrone verfeinert, immer köstlich. Man konnte auch eine Kombination aus saisonalen frischen Säften bestellen. Eigentlich handelte es sich mehr um ein Fruchtpüree, bei dem die verschiedenen Sorten schichtweise in einen großen Glas serviert wurden. Ebenso dekorativ wie köstlich und gesund.</p>
<h2>Touristen als Weihnachtsmänner</h2>
<p>Wenn man auf Kuba sarkastisch fragt: &#8222;Was haben Touristen und Zuckerrohr gemein?&#8220; (&#8222;Beide werden ausgequetscht.&#8220;), dann würde die Scherzfrage in Äthiopien lauten: &#8222;Was haben Touristen und der Weihnachtsmann gemein?&#8220; Unsere Antwort wäre: &#8222;Beide sollen möglichst viele Geschenke im Land verteilen.&#8220; &#8211; So zumindest unsere Wahrnehmung der Erwartungshaltung vieler Äthiopier, vor allem der Kinder. Je länger wir im Land waren, desto mehr hatten wir den Eindruck, und womöglich war diese Haltung im Norden und in Lalibela (also gegen Ende unserer Reise) am ausgeprägtesten.</p>
<figure id="attachment_4358" aria-describedby="caption-attachment-4358" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4358 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-1024x683.jpg" alt="Unter einem Weihnachtssternchen in Gondar" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4358" class="wp-caption-text">Unter einem Weihnachtssternchen in Gondar</figcaption></figure>
<p>Wenn Kinder unser Auto erspähten, kamen sie immer in einem Affentempo angerannt. Sie standen am Straßenrand, winkten und riefen uns gelegentlich auch schon ihre Forderungen zu (&#8222;Pen!&#8220;). Wenn das Fahrzeug stand, bildete sich oft eine kleine Kindertraube um uns, die darauf wartete, dass endlich etwas abfiele: Geld, Stifte, Süßigkeiten. Wir fanden das etwas befremdlich, aber sie schienen gelernt zu haben, dass Ausländer Banknoten, Kugelschreiber und Bonbons einfach nach dem Gießkannenprinzip verteilten. Anders konnten wir uns dieses Verhalten nicht erklären. In unserem Falle war allerdings die Enttäuschung groß, da wir aus mehreren Gründen nie etwas verschenkt haben.</p>
<figure id="attachment_4359" aria-describedby="caption-attachment-4359" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4359" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-1024x683.jpg" alt="Eine freundliche Geste oder eine Forderung?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4359" class="wp-caption-text">Eine freundliche Geste oder eine Forderung?</figcaption></figure>
<h2>Keine Geschenke auf der Straße</h2>
<p>Süßigkeiten sind zwar ein Hochgenuss für die Kinder, aber der Zucker schadet bekanntlich ihren Zähnen. Vermutlich betreiben die wenigsten Kleinen regelmäßige Zahnpflege, ein Besuch beim Zahnarzt ist (leider) für viele nicht möglich. Geld zu verteilen ist erst recht problematisch, da man die Kinder so Bettlern erziehen würde. Die Touristen um Bares zu bitten wäre damit (kurzfristig) viel lukrativer, als in die Schule zu gehen. Aus genau dem gleichen Grund haben wir auch grundsätzlich nichts von Mädchen oder Jungs gekauft, egal wie oft wir gehört haben, dass der Unterricht zu einer anderen Tageszeit stattfände. Man sollte Kinderarbeit unserer Meinung nach generell nicht fördern.</p>
<figure id="attachment_4360" aria-describedby="caption-attachment-4360" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4360 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-1024x683.jpg" alt="Schilder wie dieses dokumentierten die Projekte diverser internationaler Hilfsorganisationen in Äthiopien." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4360" class="wp-caption-text">Schilder wie dieses dokumentierten die Projekte diverser internationaler Hilfsorganisationen in Äthiopien.</figcaption></figure>
<p>Auch vom Verschenken der vermeintlich sinnvollen Stifte (für die Schule) würden wir eher abraten. Auch diese können zur Ware werden und beim Verteilen auf der Straße wäre eine gerechte Förderung Glückssache. So forderte eines schönen Tages ein hübsches Mädchen mit großen dunklen Kulleraugen, langen Zöpfen und Schulranzen auf dem Rücken, kaum dass sie uns sah: &#8222;Pen!&#8220;. In ihrer Hand jedoch trug sie zwei neu aussehende Kugelschreiber. Woraufhin wir lachen mussten und sie aufforderten, sie solle uns doch lieber einen ihrer Stifte geben.</p>
<p>Spenden direkt an Schulen oder über Hilfsorganisationen erscheinen viel sinnvoller und in Äthiopien sind sehr viele NGOs tätig. Im Simiengebirge wiesen zahlreiche Schilder auf österreichische Hilfe hin, die Norweger unterstützten die Flüchtlinge aus Eritrea, USAID war sehr präsent und auch das EU-Logo tauchte immer wieder auf. Da ist es nicht verwunderlich, wenn sich die Einwohner eines Landes an Unterstützung aus dem Ausland gewöhnen und sie als selbstverständlich ansehen, ja sogar meinen, ein Anrecht darauf zu haben ( &#8211; ohne Entwicklungshilfe grundsätzlich infrage stellen zu wollen).</p>
<h2>Gutmenschen oder das Dilemma mit &#8222;gut gemeint&#8220;</h2>
<p>Und selbst unter denjenigen, die wissen sollten, wie verantwortungsvolle Hilfe funktioniert, gab es noch Gutmenschen, deren Tun zwar gut gemeint, im Endergebnis aber eher kontraproduktiv war. In Lalibela trafen wir z.B. die ehrenamtliche Mitarbeiterin einer NGO, die vorher eine Woche bei einer äthiopischen Familie verbracht hatte. Die älteste Tochter arbeitete als Näherin für einen deutschen Textil-Discounter und verdiente 1690 Birr (47 Euro) im Monat. Der Lohn war nicht üppig, anderswo erhält man bis zu 2000 Birr pro Monat, aber der Job hatte einen Monat Kündigungsfrist als Sicherheit.</p>
<p>Diese deutsche Dame im mittleren Alter berichtete uns stolz, dass Kinder sie nach Stiften gefragt hätten. Da sie keine gehabt habe, sei sie in den nächsten Laden gegangen, hätte welche gekauft und verteilt. Auch berichtete sie von einem Jungen, der sich auf der Straße in Lalibela an sie gewandt habe. Sein Englisch sei sehr gut gewesen. Er erzählte ihr, er hätte so gerne ein Wörterbuch, um noch mehr lernen zu können und auch seine Freunde könnten das Nachschlagewerk nutzen. Auch hier hat die Gutfrau (&#8222;Beim Thema Lernen werde ich immer schwach.&#8220;) geholfen, indem sie das gewünschte Buch kaufte (der Kleine wusste, wo es eines gab) und es ihm geschenkt.</p>
<p>Ohne ausschließlich schlechte Absichten zu unterstellen, ist es mehr als wahrscheinlich, dass das Wörterbuch kurze Zeit später wieder zum Händler zurückkehrte und der Ladenbesitzer und der Jugendliche sich das erschwindelte Geld teilten. Diese Art von Tricks sind in vielen ärmeren Ländern gängig, mal geht es dabei auch um Medikamente oder Milchpulver für Babies. Vermutlich wird das beredte Kind bald dem nächsten Ferenji die gleiche Geschichte aufgetischt haben. Was der Junge dabei lernt, ist, dass es viel einfacher ist, weichherzige Touristen zu betrügen, als eine Ausbildung zu machen und zu arbeiten.</p>
<p>Bestimmt mangelt es an Stiften und Lehrmaterial im Land, aber wir schüttelten nur die Köpfe, da diese Hilfe vermutlich nicht dort angekommen ist, wo sie gebraucht wird. Stattdessen haben die Kinder die Erfahrung gemacht, dass die Weißen wahllos Geschenke verteilen und dass Betteln und Betrügen sich lohnt. Dies wäre damit wohl eine Lose-Lose-Situation.</p>
<h2>Ein armes Land mit reicher Ernte</h2>
<p>Bei Äthiopien handelt es sich zweifelsohne um ein armes Land. Auf unserer Weltreise war nur die Bevölkerung in Madagaskar materiell schlechter gestellt. Trotzdem sind uns nirgendwo im Land unterernährte Menschen aufgefallen. Viele Äthiopier haben sicher ein hartes Leben in der Landwirtschaft und wohnen in einem mit Kuhmist verkleideten Holzhaus, aber gleichzeitig standen die Felder im ganzen Hochland voller Getreide.</p>
<figure id="attachment_4361" aria-describedby="caption-attachment-4361" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4361 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-1024x683.jpg" alt="Ein Bauer mit seinen Eseln" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4361" class="wp-caption-text">Ein Bauer mit seinen Eseln</figcaption></figure>
<p>Doch Äthiopien ist anfällig für Dürren durch ausbleibenden Regen oder durch zu viel Niederschlag zum ungünstigen Zeitpunkt. Erst kürzlich, Anfang 2020, sind Teile des Landes (vor allem der Süden, den wir nicht besucht hatten) von verheerenden <a href="https://www.sueddeutsche.de/wissen/heuschrecken-plage-2020-afrika-1.4784106">Heuschreckenplagen</a> heimgesucht worden. Die Situation könnte folglich dieses Jahr deutlich anders aussehen als zur Zeit unserer Reise Ende 2018.</p>
<h2>Ein zuversichtliches Land</h2>
<p>Besonders besorgt stimmte uns allerdings das rasante <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopien#Bev%C3%B6lkerungsentwicklung">Bevölkerungswachstum</a> im Land. Äthiopien wird voraussichtlich in nicht allzu ferner Zukunft eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt sein. Dies liegt wohl auch in der Haltung der äthiopisch-orthodoxen Kirche bezüglich Familienplanung begründet. Es gibt sehr viele junge Menschen, aber zu wenige (für uns sichtbare) Verdienstmöglichkeiten. Trotzdem war Äthiopien das Land auf unserer Weltreise, das mit Abstand am zuversichtlichsten in die Zukunft blickte.</p>
<figure id="attachment_4362" aria-describedby="caption-attachment-4362" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4362 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-1024x683.jpg" alt="Abiy Ahmed als neuer Hoffnungsträger war überall im Land präsent, da Menschen Bilder von ihm auf Bussen, Tuktuks, an Häusern und Mauern angebracht hatten." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4362" class="wp-caption-text">Abiy Ahmed als neuer Hoffnungsträger war überall im Land präsent, da Menschen Bilder von ihm auf Bussen, Tuktuks, an Häusern und Mauern angebracht hatten.</figcaption></figure>
<p>Viele Menschen waren stolz auf ihren neuen Ministerpräsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abiy_Ahmed">Abiy Ahmed</a> und vertrauten darauf, dass er das Land in Frieden und Wohlstand führen würde. Auch die Wahl von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sahle-Work_Zewde">Sahle-Work Zewde</a> zur <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/aethiopien-erste-frau-zur-praesidentin-gewaehlt-a-1235112.html">neuen Präsidentin</a> fiel in unsere Reisezeit. Es herrschte Aufbruchsstimmung in Äthiopien und wir hoffen sehr für das Land und die Menschen, dass ihre Hoffnungen nicht enttäuscht werden.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/wie-war-aethiopien/">Wie war Äthiopien?</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/wie-war-aethiopien/">Wie war Äthiopien?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Die monolithischen Felsenkirchen von Lalibela</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2020 00:01:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[äthiopisch-orthodox]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lalibela ist weltberühmt für seine monolithischen Felsenkirchen. Auf zwei Gruppen verteilt bilden sie zusammen mit zahlreichen Verbindungsgräben fast schon unterirdische Städte. Verglichen mit anderen Kirchen, die wir in Äthiopien und in vielen Ländern dieser Erde gesehen hatten, fällt es nicht schwer zu sagen, dass sie, ohne Übertreibung, weltweit einzigartig sind. Fahrt nach Lalibela Die Fahrt &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/die-monolithischen-felsenkirchen-von-lalibela/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die monolithischen Felsenkirchen von Lalibela“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Lalibela ist weltberühmt für seine monolithischen Felsenkirchen. Auf zwei Gruppen verteilt bilden sie zusammen mit zahlreichen Verbindungsgräben fast schon unterirdische Städte. Verglichen mit anderen Kirchen, die wir in Äthiopien und in vielen Ländern dieser Erde gesehen hatten, fällt es nicht schwer zu sagen, dass sie, ohne Übertreibung, weltweit einzigartig sind.</p>
<figure id="attachment_4321" aria-describedby="caption-attachment-4321" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115123-6108.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4321 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115123-6108-1024x683.jpg" alt="Die Felsenkirche Bet Giyorgis, nicht die größte, aber durch ihren kreuzförmigen Grundriss die berühmteste Kirche in Lalibela" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115123-6108-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115123-6108-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115123-6108-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115123-6108-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115123-6108.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4321" class="wp-caption-text">Die Felsenkirche Bet Giyorgis, nicht die größte, aber durch ihren kreuzförmigen Grundriss die berühmteste Kirche in Lalibela</figcaption></figure>
<p><span id="more-4338"></span></p>
<h2>Fahrt nach Lalibela</h2>
<p>Die Fahrt nach Lalibela war unser letzter langer Transfertag in Äthiopien. Maru hatte erfahren, dass die Fernverkehrsstraße wegen Bauarbeiten gesperrt sei. Das hatte zwei Folgen: Das Benzin wurde an den Tankstellen knapp, was für uns zum Glück kein Problem war, und wir mussten die Panoramaroute nach Lalibela nehmen. Die Straßen über Land waren teils asphaltiert, teils auch nicht, die Aussicht war aber immer sehr sehenswert.</p>
<figure id="attachment_4322" aria-describedby="caption-attachment-4322" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-092408-5997.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4322 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-092408-5997-1024x683.jpg" alt="Terrassierte Felder im äthiopischen Hochland auf der Fahrt nach Lalibela" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-092408-5997-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-092408-5997-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-092408-5997-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-092408-5997-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-092408-5997.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4322" class="wp-caption-text">Terrassierte Felder im äthiopischen Hochland auf der Fahrt nach Lalibela</figcaption></figure>
<p>Nach den Tagen in der lebensfeindlichen <a href="http://wittmann-tours.de/dallol-der-heisseste-ort-der-welt">Danakil-Wüste</a> fuhren wir wieder durch das fruchtbare Hochland. Es war ein gutes Jahr für die Bauern: Manche Felder waren schon abgeerntet, auf anderen bogen sich die Halme unter dem Gewicht der Ähren oder die Ernte war im vollen Gange. Die Arbeiten wurde ganz ohne den Einsatz von Maschinen durchgeführt. Die Landwirte schnitten das Korn mit der Sichel und zum Dreschen trieben sie ihre Tiere, meist Ochsen, wieder und wieder über das Getreide. Das Stroh schichteten sie anschließend zu Haufen aus, die wie Hütten aussahen.</p>
<figure id="attachment_4323" aria-describedby="caption-attachment-4323" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181025-151744-2487.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4323" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181025-151744-2487-1024x683.jpg" alt="Die Ochsen dreschen das Korn mit ihren Hufen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181025-151744-2487-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181025-151744-2487-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181025-151744-2487-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181025-151744-2487-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181025-151744-2487.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4323" class="wp-caption-text">Die Ochsen dreschen das Korn mit ihren Hufen.</figcaption></figure>
<p>Für uns mutete der Anblick wie ein Fenster in die Vergangenheit an, für die Bauern aber war es harte, wenn auch ertragreiche Arbeit. Hungersnöte schienen für uns nach den Eindrücken in dieser Region Äthiopiens unvorstellbar, dennoch hatte sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hungersnot_in_%C3%84thiopien_1984%E2%80%931985">1984/1985</a> fürchterliches Elend ereignet. Verstärkt wurden die Folgen der Dürre damals durch Krieg, schlechte Infrastruktur und andere politische Prioritäten der Mächtigen des Landes, so dass die Verteilung von Nahrungsmitteln im Land extrem erschwert war. Wir freuten uns jedenfalls für die Menschen wegen der reichen Ernte, bemitleideten gleichzeitig aber auch die Esel, die Berge von Getreide tragen mussten.</p>
<figure id="attachment_4324" aria-describedby="caption-attachment-4324" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-081932-2795.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4324 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-081932-2795-1024x683.jpg" alt="Der arme Esel trägt scheinbar die gesamte Ernte eines Bauern auf seinem Rücken." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-081932-2795-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-081932-2795-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-081932-2795-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-081932-2795-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-081932-2795.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4324" class="wp-caption-text">Der arme Esel trägt scheinbar die gesamte Ernte eines Bauern auf seinem Rücken.</figcaption></figure>
<h2>Die Felsenkirchen von Lalibela</h2>
<p>Anders als in <a href="http://wittmann-tours.de/die-felsenkirchen-von-gheralta">Gheralta</a> liegen die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monolithische_Kirche">monolithischen Felsenkirchen</a> von Lalibela nicht abgeschieden draußen in der Natur, sondern konzentrieren sich auf zwei nahe beieinanderliegende Areale. Insgesamt handelt es sich um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Felsenkirchen_von_Lalibela">11 Kirchen</a>. Nicht alle der monolithischen Bauwerke scheinen ursprünglich als Stätte des Gebetes konzipiert worden zu sein. Zwei gut befestigte Gebäude könnten König Lalibela als Palast gedient haben und wurden erst später zu Kirchen umgewidmet.</p>
<p>Aufgrund ihrer Bauweise befindet sich die Grundfläche der Gotteshäuser genau genommen unterirdisch. Um die Kirchen aus dem Stein zu meißeln, haben die Erbauer ein tiefes Loch senkrecht nach unten in den Felsboden getrieben. In der Mitte blieb das sakrale Gebäude stehen, dessen Dach sich damit knapp unter dem Niveau des früher vorhandenen Steingrundes befindet.</p>
<figure id="attachment_4326" aria-describedby="caption-attachment-4326" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115007-6106-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4326 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115007-6106-Edit-1024x683.jpg" alt="Die Kirche Bet Giyorgis in der für sie geschaffenen Aussparung. Wie viel Material entfernt wurde, sieht man noch besser in diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=NqnuO4n0Yao" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115007-6106-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115007-6106-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115007-6106-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115007-6106-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-115007-6106-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4326" class="wp-caption-text">Die Kirche Bet Giyorgis in der für sie geschaffenen Aussparung. Wie viel Material entfernt wurde, sieht man noch besser in diesem Video: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=NqnuO4n0Yao">https://www.youtube.com/watch?v=NqnuO4n0Yao</a></figcaption></figure>
<p>Auch wenn der Tuffstein geologisch gesehen vergleichsweise weich sein soll, mussten die Baumeister riesige Mengen tonnenschweren Gesteins abtransportieren lassen (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lalibela">bis zu 800 m² pro Kirche</a>, etwa zehn Meter in die Tiefe). Rund um die Gotteshäuser wurde Platz geschaffen und die Gebäude wurden aus dem Felsen geformt. Zudem sind die Kirchen untereinander durch Gänge miteinander verbunden, die nur selten zu Tunneln werden. Diese zu begehen erschien trotzdem etwas abenteuerlich. Die Gräben dienen gleichzeitig als Zeremonienwege und zur Entwässerung.</p>
<figure id="attachment_4327" aria-describedby="caption-attachment-4327" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-160016-2892-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4327 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-160016-2892-HDR-683x1024.jpg" alt="Schmale Gänge im Fels verbinden die Kirchen miteinander." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-160016-2892-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-160016-2892-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-160016-2892-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-160016-2892-HDR-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-160016-2892-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4327" class="wp-caption-text">Schmale Gänge im Fels verbinden die Kirchen miteinander.</figcaption></figure>
<h2>Bauherr König Lalibela</h2>
<p>Zu dem Zeitpunkt oder Zeitraum der Entstehung der Felsenkirchen gibt es von archäologischer Seite verschiedene Theorien. Wie in Äthiopien üblich, werden auch mehrere Legenden zur ihrer Erschaffung erzählt. Laut der ambitioniertesten habe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gebra_Maskal_Lalibela">König Lalibela</a> alle Kirchen in nur einer Nacht selbst aus dem Stein geschlagen, um ein neues Jerusalem zu schaffen. Engel unterstützten ihn bei seinem Werk. Andere Überlieferungen berichten, dass es sich um ein Großprojekt um das Jahr 1250 gehandelt habe, welches sich über 23 Jahren hinzog, und dass sogar Baumeister aus Europa und Asien vor Ort waren. Welche Ausmaße das Areal hat, kann man sich gut online auf den Seiten des <a href="https://zamaniproject.org/site-ethiopia-lalibela-rock-hewn-churches.html">Zamani-Projekts</a> vor Augen führen.</p>
<figure id="attachment_4328" aria-describedby="caption-attachment-4328" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095644-6031-HDR-2.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4328 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095644-6031-HDR-2-1024x683.jpg" alt="Rund um die Kirche Bet Maryam wurde der Fels weiträumig abgetragen. Das Dach schützt vor Verwitterung durch Niederschlag." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095644-6031-HDR-2-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095644-6031-HDR-2-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095644-6031-HDR-2-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095644-6031-HDR-2-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095644-6031-HDR-2.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4328" class="wp-caption-text">Rund um die Kirche Bet Maryam wurde der Fels weiträumig abgetragen. Das Dach schützt vor Verwitterung durch Niederschlag.</figcaption></figure>
<p>In ihren Ausmaßen sind die Felsenkirchen natürlich nicht mit dem Kölner Dom vergleichbar, aber trotzdem zählen sie weltweit zu den größten ihrer Art. In der Tat wirkten sie sehr beeindruckend. Wenn zwischen Gebäude und Felswand nur wenig Platz war, erschienen sie größer, als sie eigentlich sind. Befanden sich zwei Kirchen in derselben Ausschachtung, konnte man sich kaum ausmalen, wieviel massiver Fels abgetragen worden war. Es fiel auf, wie dick und massiv die Mauern der Kirchen sein mussten, um die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monolith">monolithischen</a> Strukturen zu tragen.</p>
<figure id="attachment_4329" aria-describedby="caption-attachment-4329" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101301-6041.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4329 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101301-6041-1024x683.jpg" alt="Die massiven Säulen in der Kirche Bet Maryam stehen relativ eng beieinander und sind kunstvoll verziert." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101301-6041-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101301-6041-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101301-6041-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101301-6041-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101301-6041.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4329" class="wp-caption-text">Die massiven Säulen in der Kirche Bet Maryam stehen relativ eng beieinander und sind kunstvoll verziert.</figcaption></figure>
<h2>Die Innenräume der Felsenkirchen</h2>
<p>Die Innenräume der meisten Kirchen wirkten durch viele stützende Säulen und schummrige Beleuchtung eher eng. Außerdem sind einige Bereiche, wie z.B. das Allerheiligste, abgetrennt und nur für die Priesterschaft zugänglich. Die größten sakralen Bauten, wie die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Biete_Medhane_Alem">Bet Medhane Alem</a>, die angeblich größte monolithische Felsenkirche der Welt, bieten trotzdem sehr viel Platz. In ihrem Schiff standen nur wenige Bänke und die Böden waren flächendeckend mit Teppichen ausgelegt.</p>
<figure id="attachment_4330" aria-describedby="caption-attachment-4330" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095246-6027-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4330 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095246-6027-Edit-1024x683.jpg" alt="Auch die Kirche Bet Medhane Alem besteht nur aus einem einzigen Felsen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095246-6027-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095246-6027-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095246-6027-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095246-6027-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-095246-6027-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4330" class="wp-caption-text">Auch die Kirche Bet Medhane Alem besteht nur aus einem einzigen Felsen.</figcaption></figure>
<p>Die Innenwände der Felsenkirchen von Lalibela waren nicht überall ausgemalt. Statt der Darstellung von Heiligen schmückten nur in einigen Kirchen geometrische Verzierungen die Decken. In jedem Gotteshaus standen oder hingen aber übermannsgroße Gemälde an den Wänden. Diese Kunstwerke waren in typisch äthiopischen Stil in leuchtenden Farben gemalt. Außerdem fungierten bunt gemusterte Vorhänge als Raumteiler, Sichtschutz oder zur Dekoration.</p>
<figure id="attachment_4332" aria-describedby="caption-attachment-4332" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101925-6050.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4332 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101925-6050-1024x683.jpg" alt="Im Inneren der Kirche Bet Maryam" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101925-6050-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101925-6050-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101925-6050-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101925-6050-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-101925-6050.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4332" class="wp-caption-text">Im Inneren der Kirche Bet Maryam</figcaption></figure>
<h2>Unterwegs mit Schuhaufpasser</h2>
<p>Wie es in äthiopischen Kirchen Sitte ist, mussten wir unsere Schuhe jeweils vor dem Betreten der sakralen Stätten ausziehen. Neben einem Führer begleiteten in Lalibela auch Schuhaufpasser die Gruppen von Besuchern. Diese sorgen dafür, dass die Fußbekleidung nicht abhanden kam. Außerdem transferieren sie die Schuhe auch gelegentlich zu einem anderen Ort, wenn man, um den Fluss der Besucher nicht zu stören, unterschiedliche Aus- und Eingänge benutzte. Bezahlt wurden sie, natürlich, durch ein <a href="http://wittmann-tours.de/ueberlegungen-zum-thema-trinkgeld-ein-kommentar-mit-tips">Trinkgeld</a>.</p>
<figure id="attachment_4331" aria-describedby="caption-attachment-4331" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-094008-2870.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4331 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-094008-2870-1024x683.jpg" alt="Vor dem Betreten einer Kirche werden in Äthiopien die Schuhe abgelegt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-094008-2870-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-094008-2870-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-094008-2870-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-094008-2870-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-094008-2870.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4331" class="wp-caption-text">Vor dem Betreten einer Kirche werden in Äthiopien die Schuhe abgelegt.</figcaption></figure>
<p>Äthiopien ist ein sehr religiöses Land und die Felsenkirchen von Lalibela dienen auch in der Gegenwart als aktive Anbetungsstätten. Außerdem stellt Lalibela, Neu-Jerusalem, ein spirituelles Zentrum und einen wichtigen Pilgerort der äthiopisch-orthodoxen Christen dar. Tagsüber dominierte allerdings der Tourismus in und um die monolithischen Strukturen. Lalibela ist einer der (wenn nicht der) touristischste(n) Ort(e) in ganz Äthiopien. Zahlreiche geführte Gruppen waren, zusammen mit ihrem Schuhaufpasser, auf dem Gelände unterwegs.</p>
<h2>Auf den Straßen von Lalibela</h2>
<p>Lalibela ist eine kleine Stadt mit nur etwa 20.000 Einwohnern. Die Siedlung mit ihren mehrheitlich traditionellen Rundhäusern aus Lehm liegt spektakulär an einem Felsabbruch auf 2630m Höhe mit phantastischem Blick über die schroffe Gebirgslandschaft. Trotz der geringe Größe von Lalibela herrschte auf den Straßen immer reger Verkehr und, noch mehr als an anderen Orten im Land, konnten wir uns als Ausländer nicht der Aufmerksamkeit der Äthiopier entziehen. Wir wurden ständig angesprochen, immer nach einem von wenigen Mustern und fast ausschließlich von Jugendlichen.</p>
<p>Man hätte den Eindruck bekommen können, alle hätten sie die Hausaufgabe bekommen, mit den Touristen zu reden: &#8222;Hello, how are you? What&#8217;s your name? Where do you come from?&#8220; Was am Anfang noch ganz amüsant war, wandelte sich schnell ins Unangenehme, da jedes Gespräch schnell in ein etwas eloquenteres Betteln umschlug. Die einleitenden Fragen sollten wohl dazu dienen, eine persönliche Verbindung aufzubauen. Besonders kurios wirkte es auf uns, als wir am zweiten Tag ins Hotel zurückgingen und dabei von einer Gruppe Mädchen im Teenager-Alter umringt und von allen Seiten ausgefragt wurden.</p>
<p>Dabei waren einige der jungen Leute echte Profis, sie merkten sich unsere Gesichter und sprachen uns mehrmals an. Da Ausbildung anscheinend bei den Touristen einen großen Stellenwert hat, erzählten viele, dass sie Studenten seien und Geld bräuchten, um Bücher zu kaufen. Andere versuchten zunächst E-Mail Adressen für Brieffreundschaften zu ergattern, aber schließlich driftete das Gespräch dann doch immer in Richtung Geld ab. Die vielen Aspiranten ließen darauf schließen, dass die Bemühungen anscheinend immer mal wieder von Erfolg gekrönt sein müssen und es sich letztendlich lohnte.</p>
<h2>Die Yemrehana Krestos Kirche</h2>
<p>In den vergangenen Tagen (und Wochen) hatten wir viele Kirchen in ganz Äthiopien gesehen und doch sollte es ein Gotteshaus geben, das sich von allen anderen unterschied. Die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Yemrehana_Krestos_Church">Yemrehana Krestos Kirche</a> in aksumitischem Stil aus dem 11./12. Jahrhundert war in einer natürlichen Höhle errichtet worden. Benannt ist die Kirche nach ihrem Erbauer, König Yemrehana Krestos, einem Vorfahren von König Lalibela. Gut 40 Kilometer von der Stadt Lalibela entfernt war die Besucheranzahl wieder auf ein deutlich angenehmeres Maß gesunken.</p>
<figure id="attachment_4333" aria-describedby="caption-attachment-4333" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095751-6190-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4333 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095751-6190-HDR-1024x683.jpg" alt="Die Yemrehana Krestos Kirche befindet sich in einer gewaltigen natürlichen Höhle." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095751-6190-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095751-6190-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095751-6190-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095751-6190-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095751-6190-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4333" class="wp-caption-text">Die Yemrehana Krestos Kirche befindet sich in einer gewaltigen natürlichen Höhle.</figcaption></figure>
<p>Früher soll der Gang bergauf zur sakralen Stätte eine anstrengende Wanderung über loses Geröll gewesen sein. Als wir das Gotteshaus besuchten, war der Weg jedoch sehr gut befestigt mit asphaltierten Wegen und Stufen. So genossen wir den entspannten Spaziergang, der 20 Minuten zu Fuß pro Richtung in Anspruch nahm. Die Landschaft war ungewöhnlich grün. Rund um die Höhle, in der sich die Kirche befindet, wächst ein kleiner Wald, der nicht abgeholzt werden darf. Der Eingang zur Grotte ist durch eine Mauer abtrennt und das Gebäude steht vollständig unter dem Felsüberhang. Es hat ein ungewöhnliches <a href="https://zamaniproject.org/site-ethiopia-Yemrehanna-Kristos-Church.html">Erscheinungsbild</a>, die weiß-braun gestreifte Konstruktion besteht aus abwechselnden Schichten von mit Gips verputztem Granit und Holzbalken.</p>
<figure id="attachment_4334" aria-describedby="caption-attachment-4334" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-094344-6174.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4334 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-094344-6174-1024x683.jpg" alt="Die Yemrehana Krestos Kirche" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-094344-6174-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-094344-6174-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-094344-6174-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-094344-6174-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-094344-6174.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4334" class="wp-caption-text">Die Yemrehana Krestos Kirche</figcaption></figure>
<h2>Ein außergewöhnliches Gotteshaus</h2>
<p>Auch im Innenraum konnte man den geschichteten Aufbau sehen. Die Decken waren mit geometrischen Mustern verziert und an einigen Wänden befanden sich verblichene äthiopisch-orthodoxe Motive. Insgesamt unterschied sich die Kirche stilistisch deutlich von allen anderen, die wir bisher auf unserer Reise gesehen hatten (nicht nur in Äthiopien).</p>
<figure id="attachment_4335" aria-describedby="caption-attachment-4335" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-101816-6200.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4335 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-101816-6200-1024x683.jpg" alt="Im Inneren der Yemrehana Krestos Kirche" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-101816-6200-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-101816-6200-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-101816-6200-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-101816-6200-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-101816-6200.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4335" class="wp-caption-text">Im Inneren der Yemrehana Krestos Kirche</figcaption></figure>
<p>Die natürliche Höhle, in der sich die Anbetungsstätte befindet, hat gewaltige Ausmaße. Neben einem weiteren Gebäude und Sitzgelegenheiten liegt in ihrer Tiefe auch ein ungewöhnlicher Friedhof. Die Knochen von über 10.000 Pilgern, die ihre Wallfahrt angeblich aus fernen Ländern wie Ägypten, Syrien und dem heutigen Israel zur Yemrehana Krestos Kirche unternommen hatten, sind dort aufgeschichtet. Sie hatten diesen Ort aufgesucht, um dort zu sterben.</p>
<figure id="attachment_4336" aria-describedby="caption-attachment-4336" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095552-6185.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4336 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095552-6185-1024x683.jpg" alt="Hinter den Bänken befinden sich die aufgestapelten Knochen der Pilger aus grauer Vorzeit." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095552-6185-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095552-6185-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095552-6185-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095552-6185-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-095552-6185.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4336" class="wp-caption-text">Hinter den Bänken befinden sich die aufgestapelten Knochen der Pilger aus grauer Vorzeit.</figcaption></figure>
<h2>Abschied von Maru</h2>
<p>Es war absehbar, dass unsere Äthiopien-Reise bald enden würde, aber trotzdem kam für uns der Abschied von Maru sehr überraschend. Wir hatten erwartet, dass er uns am kommenden Tag noch zum Flughafen bringen würde. Wir wollten mit dem Flugzeug zurück nach Addis Abeba fliegen. Er musste jedoch schon am vorherigen Abend mit dem Auto aufbrechen, um pünktlich zu Beginn seiner nächsten Tour wieder in Addis zu sein.</p>
<figure id="attachment_4337" aria-describedby="caption-attachment-4337" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-150458-2387.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4337 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-150458-2387-1024x683.jpg" alt="Maru mit unseren Geländewagen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-150458-2387-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-150458-2387-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-150458-2387-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-150458-2387-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-150458-2387.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4337" class="wp-caption-text">Maru mit unseren Geländewagen</figcaption></figure>
<p>Wir haben drei interessante Wochen miteinander verbracht. Obwohl Maru offiziell &#8222;nur&#8220; unser Fahrer war, hat er uns viel von seinem Land, und am Ende auch von sich, erzählt. Spätestens die Tour zum <a href="http://wittmann-tours.de/erta-ale-rauchender-berg-und-tor-zur-hoelle">Erta Ale</a> hatte uns zusammengeschweißt und an dieser Stelle möchten wir uns herzlich bedanken! Maru, Du hast uns immer sicher durch Äthiopien gefahren und uns anregende Begegnungen mit Deinen Landsleuten ermöglicht. Wir erinnern uns z.B. gerne an unseren kurzen Zwischenstopp zum <a href="http://wittmann-tours.de/aethiopien-kulinarisch-injera-mit-shiro">Backen von Injera</a>, die Teff-Ernte oder den Spaziergang über den Markt in <a href="http://wittmann-tours.de/bahir-dar-und-die-wasserfaelle-des-blauen-nil/">Bahir Dar</a> zurück. Āmeseginalehu! <span lang="am-ET" style="font-family: Ebrima;">አመሰግናለሁ</span>! Vielen Dank!</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/die-monolithischen-felsenkirchen-von-lalibela/">Die monolithischen Felsenkirchen von Lalibela</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/die-monolithischen-felsenkirchen-von-lalibela/">Die monolithischen Felsenkirchen von Lalibela</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Überlegungen zum Thema Trinkgeld, ein Kommentar mit Tips</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2020 00:01:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Geben von Trinkgeld außerhalb des eigenen Heimatlandes, wo man mit den lokalen Sitten und Konventionen vertraut ist, stellt ein verzwicktes Kapitel dar. Nach meinem Verständnis besteht der Sinn einer zusätzlichen finanziellen Zuwendung darin, guten Service zu belohnen. Auf Reisen aber wandelt sich dieses Konzept leider allzu oft &#8211; vor allem in Afrika &#8211; von &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/ueberlegungen-zum-thema-trinkgeld-ein-kommentar-mit-tips/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Überlegungen zum Thema Trinkgeld, ein Kommentar mit Tips“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Geben von Trinkgeld außerhalb des eigenen Heimatlandes, wo man mit den lokalen Sitten und Konventionen vertraut ist, stellt ein verzwicktes Kapitel dar. Nach meinem Verständnis besteht der Sinn einer zusätzlichen finanziellen Zuwendung darin, guten Service zu belohnen. Auf Reisen aber wandelt sich dieses Konzept leider allzu oft &#8211; vor allem in Afrika &#8211; von einer freiwilligen Dreingabe zu einer Notwendigkeit für das Personal. Die Bezahlung der Servicekräfte wird einfach auf die Gäste abgewälzt. Wieviel angemessen ist, stellt den Besucher dabei oft vor ein großes Rätsel. Wir wollen diesen Artikel dazu nutzen, unsere Erfahrungen mit Euch zu teilen.</p>
<figure id="attachment_4274" aria-describedby="caption-attachment-4274" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4274 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226-1024x464.jpg" alt="5 äthiopische Birr (0,14 Euro): Die äthiopische Kaffee-Ernte" width="525" height="238" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226-1024x464.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226-300x136.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226-768x348.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226-1536x696.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4274" class="wp-caption-text">5 äthiopische Birr (0,14 Euro): Die äthiopische Kaffee-Ernte</figcaption></figure>
<p><span id="more-4275"></span></p>
<h2>Jeder Angestellte verdient ein faires und angemessenes Gehalt</h2>
<p>In Japan herrscht eine eindeutige Einstellung zum Thema Trinkgeld. Es wird als überflüssig und sogar unhöflich empfunden. Versucht man in Japan, einem Kellner eine Aufmerksamkeit am Tisch im Restaurant zurückzulassen, sollte man nicht verwundert sein, wenn er nach dem Fund des Geldes versucht, es zurückzugeben. Er nimmt dann nämlich an, der Gast hätte es dort vergessen. Auch in den USA gab es vor mehr als hundert Jahren eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trinkgeld#Vereinigte_Staaten">Zeit ohne Trinkgelder</a>. Die Bediensteten lehnten Tips ab, um ihren (gesicherten) Lohn nicht zu gefährden.</p>
<figure id="attachment_4276" aria-describedby="caption-attachment-4276" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4276 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744-1024x520.jpg" alt="1000 japanische Yen (8,41 Euro): Hideyo Noguchi, berühmter japanischer Bakteriologe" width="525" height="267" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744-1024x520.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744-300x152.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744-768x390.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744-1536x780.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4276" class="wp-caption-text">1000 japanische Yen (8,41 Euro): Hideyo Noguchi, berühmter japanischer Bakteriologe</figcaption></figure>
<p>Auch in Deutschland ist es manchmal schwer nachvollziehbar, warum im Zusammenhang mit bestimmten Dienstleistungen Trinkgeld überreicht wird und bei anderen nicht. Man stelle sich vor, ein(e) Kassierer(in) im Supermarkt würde eine kleine Spende erwarten. Eigenartig, nicht wahr? Dem Schaffner im Zug ein Trinkgeld geben? Absurd wenn man eine Fahrkarte bei ihm kauft, ganz normal, wenn er ein Getränk serviert. Seltsam, oder?</p>
<figure id="attachment_4277" aria-describedby="caption-attachment-4277" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4277" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059-1024x486.jpg" alt="50 Kyat aus Myanmar (0,033 Euro): Eine Chinthe, ein mythischer löwenartiger Tempelwächter" width="525" height="249" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059-1024x486.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059-300x142.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059-768x364.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059-1536x729.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4277" class="wp-caption-text">50 Kyat aus Myanmar (0,033 Euro): Eine Chinthe, ein mythischer löwenartiger Tempelwächter</figcaption></figure>
<p>Nun hat sich aber für manche Berufe auf dieser Welt das Geben von Trinkgeld eingebürgert und leider ist dabei auch manches ethisch fragwürdige Einkommensmodell entstanden. Im &#8222;Land der unbegrenzten Möglichkeiten&#8220; müssen Grundgehalt und Trinkgeld zusammen den <a href="https://www.dol.gov/general/topic/wages/wagestips">Mindestlohn</a> erreichen. Das hat zur Folge, dass einige Kellner gar kein oder nur ein sehr geringes Grundgehalt bekommen und auf Tips angewiesen sind. Ein Restaurantbesitzer kann somit die Bezahlung des Bedienpersonals vollständig auf seine Kunden abwälzen. Das macht nicht den Eindruck eines verantwortungsvollen Arbeitgebers oder eines angemessenen Gehaltes.</p>
<h2>Trinkgeld auf Reisen</h2>
<p>Da Trinkgeld ein heikles Thema ist, gibt es in jedem Reiseführer dazu ein paar Anhaltspunkte, die aber leider nicht immer hilfreich und manchmal aufgrund von Inflation veraltet sind. Von Land zu Land ist ein etwas anderer Prozentsatz vom Serviceumsatz angemessen (bzw. üblich), aber auch das sind nur sehr grobe Richtlinien. Beide Richtungen der Abweichung können problematisch sein. Zu geringe Zuwendungen (&#8222;Undertipping&#8220;) können beleidigend wirken, zu hohe (&#8222;Overtipping&#8220;) steigern die Erwartungen langfristig ins Unrealistische.</p>
<figure id="attachment_4278" aria-describedby="caption-attachment-4278" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4278" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227-1024x478.jpg" alt="100 Kambodschanische Riel (0,022 Euro): König Norodom Sihanouk als junger Mönch" width="525" height="245" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227-1024x478.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227-300x140.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227-768x359.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227-1536x717.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4278" class="wp-caption-text">100 Kambodschanische Riel (0,022 Euro): König Norodom Sihanouk als junger Mönch</figcaption></figure>
<p>Nun war es kein Zufall, dass wir zu diesem Zeitpunkt unserer Weltreise in Afrika vermehrt Überlegungen zum Thema Trinkgeld anstellten, da es auf diesem Kontinent unserer Wahrnehmung nach auf die Spitze getrieben wurde. Selbst bei der Teilnahme an wirklich teuren Safaris kann es passieren (so auch auf unserer <a href="http://wittmann-tours.de/auf-reitsafari-in-der-masai-mara/">Reitsafari</a>), das man diskret mit den Reiseunterlagen ein Blatt Papier als &#8222;Tipping Guide&#8220; ausgehändigt bekommt, auf dem die Erwartungen schon mal abgesteckt werden. Dabei werden stolze Beträge anempfohlen, die in Summe mehrere hundert Dollar ausmachen können. Dabei drängen sich natürlich mehrere Fragen auf: Warum können die Servicekräfte nicht durch den Arbeitgeber fair bezahlt werden? Und warum so viel? Die vermutete Antwort: Man zahlt als Gast das volle Gehalt des Personals und das ist eigentlich ein Unding.</p>
<figure id="attachment_4279" aria-describedby="caption-attachment-4279" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4279" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310-1024x495.jpg" alt="100 Hongkong-Dollar (1,14 Euro) mit geometrischem Design" width="525" height="254" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310-1024x495.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310-300x145.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310-768x372.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310-1536x743.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4279" class="wp-caption-text">100 Hongkong-Dollar (1,14 Euro) mit geometrischem Design</figcaption></figure>
<p>Andere Auswüchse können sich darin äußern, dass bei einer Unternehmung unbestellt immer mehr Guides und Scouts oder weitere Hilfskräfte auftauchen/eingesetzt werden, die natürlich alle ein Trinkgeld erwarten. &#8211; Die gut erzogenen Touristen wissen ja, dass es sich gehört, eine finanzielle Anerkennung zu verteilen. Ein Beispiel wäre das <a href="http://wittmann-tours.de/das-simien-gebirge-heimat-der-dschelada-affen-und-aethiopischen-steinboecke">Simiengebirge</a>: Vor Ort mußten wir einen lokalen Führer (O.K.) und einen bewaffneten Scout nehmen. Letzterer war eine netter Begleiter, der pflichtgemäß sein Gewehr spazieren trug, aber wofür er genau zuständig war haben wir bis zum Ende nicht herausbekommen. Gefährliche Tiere lebten dort nicht, Zwischenfälle waren unbekannt. Stattdessen meinen wir verstanden zu haben, dass es Aufgabe der Scouts ist, den Park zu bewachen, damit niemand illegal Holz schlägt oder Tiere jagt. Da schlich sich bei uns der Verdacht ein, dass der Tourismus eine günstige Möglichkeit bietet, ein Zubrot zu erhalten, Trinkgeld sei Dank.</p>
<h2>Unangenehme Situationen beim Tipping</h2>
<p>Unangenehm wird es, wenn sich z.B. ein Führer nach der Tour über das Trinkgeld beschwert und mehr fordert. Solch ein Verhalten kann das bis dahin positive Erlebnis unschön enden lassen. Manche Guides oder Helfer fragten schon während der Ausflüge nach Geld, um den Gast an seine &#8222;Verpflichtung&#8220; zu erinnern.</p>
<figure id="attachment_4280" aria-describedby="caption-attachment-4280" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4280" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404-1024x492.jpg" alt="5 Neuseeland Dollar (2,82 Euro): Sir Edmund Hillary, Aoraki (Mount Cook) und ein Gelbaugenpinguin" width="525" height="252" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404-1024x492.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404-300x144.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404-768x369.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404-1536x738.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4280" class="wp-caption-text">5 Neuseeland Dollar (2,82 Euro): Sir Edmund Hillary, Aoraki (Mount Cook) und ein Gelbaugenpinguin</figcaption></figure>
<p>Um solchen Situationen vorzubeugen, hatten wir uns feste Regeln gesetzt, von denen wir nur selten abgewichen sind, auch nicht wenn ein Führer protestierte. So etwas passierte uns allerdings nur in Äthiopien. Die Leute dort, die regelmäßig mit Touristen zu tun haben, waren meisterliche Schauspieler, wenn es darum ging, das tief beleidigte, hart arbeitende Serviceperson zu mimen. Eine beliebte Masche war es, aus Protest das Trinkgeld wieder zurückzugeben. In diesem Fall sollte man es gerne wieder annehmen und nicht erstaunt sein, wenn es doch nicht so gemeint war. Verhandlungen über Bakschisch haben wir nie zugelassen, nicht zuletzt damit sich Guides dies nicht zur Gewohnheit machen.</p>
<h2>Das verpackte Trinkgeld</h2>
<p>Um Diskussionen bei der Übergabe der finanziellen Aufmerksamkeit weitestgehend zu unterbinden, haben wir uns soweit möglich vorher überlegt, welcher Servicemitarbeiter wieviel Trinkgeld bekommen würde. Dies richtete sich nach der verrichteten Tätigkeit, der Zeit, die er mit uns verbracht hatte und natürlich nach seinem Engagement und seiner Kompetenz. Dabei gab es in jedem Land einen Standardtarif von uns, von dem wir nur in seltenen Ausnahmefällen abgewichen sind. Zusätzlich haben wir das Geld nach einigen schlechten Erfahrungen in Äthiopien nur noch in einem Behelfsumschlag verpackt übergeben. Ein kleiner Papierblock reichte, um die Scheine zu umwickeln und eventuell den Namen und/oder eine nette Botschaft darauf zu schreiben, z.B. „Thank you for guiding us“. Damit wurde die finanzielle Zuwendung zu einem freundlichen Geschenk mit Wertschätzung und nicht nur eine Pflichtübung. Und ganz nebenbei erschwerte diese Aktion es der Person, das hoffentlich angemessene Trinkgeld spontan nachzuzählen.</p>
<figure id="attachment_4281" aria-describedby="caption-attachment-4281" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4281" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611-1024x683.jpg" alt="Ein kleiner, aus einem Stück Papier gefalteter Umschlag für das Trinkgeld" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4281" class="wp-caption-text">Ein kleiner, aus einem Stück Papier gefalteter Umschlag für das Trinkgeld</figcaption></figure>
<p>Die Strategie mit dem Umschlag funktionierte auch dann wunderbar, wenn unbestellte Helfer auftauchen. In diesem Fall haben wir nach dem Ende der Tour ein Gruppentrinkgeld an den eigentlich engagierten Führer übergeben. Dabei achteten wir darauf, dass die Geldübergabe zum von allen Beteiligten unübersehbaren Happening wurde, bei dem allen klar wurde, dass der (unsichtbare) Inhalt brüderlich geteilt werden sollte. So hatten wir den schwarzen Peter an den Guide weitergereicht.</p>
<figure id="attachment_4282" aria-describedby="caption-attachment-4282" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4282 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503-1024x508.jpg" alt="5 australische Dollar (2,95 Euro): Queen Elizabeth II" width="525" height="260" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503-1024x508.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503-300x149.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503-768x381.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503-1536x762.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4282" class="wp-caption-text">5 australische Dollar (2,95 Euro): Queen Elizabeth II</figcaption></figure>
<p>Dieses Vorgehen ist unserer Meinung nach auch dann sinnvoll, wenn die ganze Crew gute Arbeit geleistet hat. Für den Reisenden ist es in vielen Ländern schwierig, genug Kleingeld zur Verfügung zu haben. Als Tourist bekommt man oft nur (zu) große Scheine aus dem Geldautomaten und die Locals können meistens deutlich einfacher wechseln.</p>
<h2>Tipping Tips für Guides</h2>
<p>Aber auch umgekehrt hätten wir ein paar Tips für Guides, um ihr Trinkgeld eventuell aufzubessern. Umgekehrt sollte man als Tourist etwas subtilere Hinweise auch deuten bzw. versuchte Manipulation erkennen können. Dabei ist die Regel Nummer Eins natürlich, dass man eine sehr gute Leistung erbringen sollte, wenn man ein Bakschisch haben möchte. Wir hatten allerdings in manchen Fällen den Eindruck, dass bei einigen Mitgliedern des Servicepersonals die Erwartungshaltung herrschte, schon eine reine physische Anwesenheit qualifiziere zum Erhalt von Trinkgeld.</p>
<figure id="attachment_4283" aria-describedby="caption-attachment-4283" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4283 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939-1024x544.jpg" alt="20 mexikanische Pesos (0,88 Euro): Benito Juarez, einer der verdienstreichsten Präsidenten Mexikos" width="525" height="279" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939-1024x544.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939-300x159.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939-768x408.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939-1536x816.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4283" class="wp-caption-text">20 mexikanische Pesos (0,88 Euro): Benito Juarez, einer der verdienstreichsten Präsidenten Mexikos</figcaption></figure>
<p>Ein möglicher Weg zu einem positiven Eindruck ist es unserer Meinung nach, den Kunden kennenzulernen und auch etwas von sich selbst zu erzählen. Entwickelt sich ein professionell-freundschaftliches Verhältnis, sind das beste Voraussetzungen, den Gast freigiebig zu stimmen. Hingegen wirkte es auf uns immer sehr unhöflich und plump, wenn direkt nach Geld gefragt wurde. Ein geschickteres Vorgehen wäre es, die eigene Leistung (subtil) hervorzuheben. So könnte ein Kofferträger z.B. sagen &#8222;Your suitcase is quite heavy!&#8220;. Wenn dies der Wahrheit entspricht, dann könnte der Wink vielleicht verstanden werden und zu einer guten Gratifikation führen.</p>
<h2>Wie hoch sollte das Trinkgeld sein?</h2>
<p>Wie hoch das Trinkgeld sein sollte, ist häufig schwierig zu entscheiden. Prozentuale Rechnungen sind unserer Meinung nach nur dann sinnvoll, wenn die soziale Schere im Land nicht zu groß ist, sonst landet man schnell im Bereich des Overtipping. Geht man zum Beispiel in Äthiopien in einem touristischen Lokal essen und erhält am Ende eine Rechnung von 300 Birr, dann würde ein Trinkgeld von 10% 30 Birr ausmachen. Wenn das einheimische Durchschnittseinkommen aber nur bei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_%C3%84thiopiens">45</a>&#8211;<a href="https://www.laenderdaten.info/durchschnittseinkommen.php">60</a> Birr pro Tag liegt ist, dann verdient ein Kellner bereits an einem Gast überdurchschnittlich viel. Ob das angemessen erscheint, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Allein die Aussage, dass solch ein Betrag für uns sehr wenig Geld darstellt (unter einem Euro), greift vermutlich zu kurz.</p>
<figure id="attachment_4284" aria-describedby="caption-attachment-4284" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4284 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096-1024x499.jpg" alt="2 Belize Dollar (0,88 Euro): die junge Queen Elizabeth II" width="525" height="256" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096-1024x499.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096-300x146.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096-768x374.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096-1536x748.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4284" class="wp-caption-text">2 Belize Dollar (0,88 Euro): die junge Queen Elizabeth II</figcaption></figure>
<p>Wir wollen jedoch nicht für niedrige Trinkgelder plädieren, sondern für angemessene. Eine gute Lösung ist es immer, wenn möglich Einheimische zu fragen, eventuell den eigenen Reiseleiter, und sich dann den lokalen Konventionen anzupassen. In Äthiopien hat uns Maru beraten und auf <a href="http://wittmann-tours.de/category/afrika/madagaskar/">Madagaskar</a> hat Tahina das gesamte Pourboire für uns gemanaged. Dort haben wir die Idee einer zentralen Trinkgeldkasse zu schätzen gelernt, die der Reiseleiter eigenständig verwaltet. Er konnte am besten einschätzen, wieviel Trinkgeld jeweils angebracht war und wir gaben Tahina Rückmeldung, welchen Eindruck die einzelnen lokalen Führer bei uns hinterlassen hatten.</p>
<figure id="attachment_4285" aria-describedby="caption-attachment-4285" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4285 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881-1024x683.jpg" alt="In Ecuador ist der US-Dollar die offizielle Währung. Anders als in den USA, wo 1 Dollar meistens als Schein gehandelt wird, benutzen die Ecuadorianer sehr häufig Ein-Dollar-Münzen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4285" class="wp-caption-text">In Ecuador ist der US-Dollar die offizielle Währung. Anders als in den USA, wo 1 Dollar meistens als Schein gehandelt wird, benutzen die Ecuadorianer sehr häufig Ein-Dollar-Münzen.</figcaption></figure>
<p>Gute Anhaltspunkte für die Ermittlung eines angemessenen Trinkgeldes sind unserer Meinung nach durchschnittliche Einkommen im entsprechenden Land, die man zum Vergleich heranziehen kann. In seltenen Fällen findet man auch Daten darüber, wieviel bestimmte Berufsgruppen in einem Staat verdienen. Vielleicht ist der Beruf eines Führers mit dem eines Lehrers vergleichbar? Auch wenn man pauschale Regeln hat (1-2 Euro pro Tag), sollte man diese ein wenig mit dem einheimischen Lohnniveau abgleichen, um einen fairen Kompromiss zwischen den Anschauungen vom Wert des Geldes im eigenen Herkunftsland und den lokalen Gegebenheiten zu finden.</p>
<h2>Service Charges und Tipping Boxes</h2>
<p>Vermutlich als eine Spielart des Trinkgeldes könnte man die Service Charge betrachten. Dieses Konzept funktioniert so, dass ein fester Prozentsatz zur Entlohnung des Bedienpersonals auf die Rechnung geschlagen wird. In solchen Fällen haben wir nur bei außergewöhnlich aufmerksamen Kellnern ein kleines Trinkgeld gegeben. Leider ist bei der Service Charge nicht erkennbar, wie das Geld schließlich verteilt wird. Ist es nur eine 10%ige Preiserhöhung, die der Restaurantbesitzer einstreicht und gehen die Mitarbeiter am Ende sogar leer aus? Bekommen die Kellner und vielleicht auch die guten, für den Gast unsichtbaren Geister hinter den Kulissen ihren Anteil? Oder dokumentiert der Besitzer damit, wie er das Gehalt für die Servicekräfte kalkuliert? Man kann nur hoffen, dass das Trinkgeld auch wirklich in gerechtem Ausmaß bei denen ankommt, die es verdient hätten.</p>
<figure id="attachment_4286" aria-describedby="caption-attachment-4286" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4286 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697-1024x468.jpg" alt="10 peruanische Soles (2,55 Euro): José Abelardo Quiñones Gonzales, peruanischer Flieger und Nationalheld" width="525" height="240" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697-1024x468.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697-300x137.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697-768x351.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697-1536x703.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4286" class="wp-caption-text">10 peruanische Soles (2,55 Euro): José Abelardo Quiñones Gonzales, peruanischer Flieger und Nationalheld</figcaption></figure>
<p>Auf unserer Reise standen häufig vor allem in der Lobby von Hotels Tipboxen. Grundsätzlich sind sie eine gute Erfindung, da sie dafür sorgen können, dass Trinkgelder gerecht verteilt werden, so dass auch diejenigen etwas bekommen, die im Hintergrund agieren. Auf der anderen Seite schaffen sie Intransparenz, kein Gast kann nachvollziehen, wie und ob eine faire Verteilung stattfindet. Auch schränkt das Konzept die Möglichkeit etwas ein, eine besonderes engagierte Person unter den Servicekräften individuell zu belohnen. Aber im Prinzip bietet eine Tipbox dem Reisenden die Möglichkeit, auf diskrete Weise den hilfsbereiten Mitarbeitern eine finanzielle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Besonders in Äthiopien wussten wir dies nach den regelmäßigen unangenehmen Auseinandersetzungen zu schätzen.</p>
<h2>Trinkgeld ist doch selbstverständlich?</h2>
<p>Wofür gibt es eine finanzielle Zuwendung, für eine gute, sehr gute oder egal für welche Leistung? In einigen Ländern scheint sich die Anschauung verbreitet zu haben, dass allein schon der Kontakt mit Touristen zu einer Geldforderung berechtigt. In Lalibela (Äthiopien) hatten wir eine Hose zum Flicken bei einem Schneider abgegeben. Am kommenden Tag klopfte es am Nachmittag an der Tür unseres Hotelzimmers, ein junger Mann brachte das reparierte Kleidungsstück zurück. Das Nähen hatte gerade einmal 100 Birr (ca. 2,50 Euro) gekostet und der folgende Dialog spielte sich ab:</p>
<figure id="attachment_4287" aria-describedby="caption-attachment-4287" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4287" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987-1024x506.jpg" alt="10 Bolivianos (1,29 Euro): Cecilio Guzmán de Rojas (indigener Maler, 1899–1950)" width="525" height="259" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987-1024x506.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987-300x148.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987-768x379.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987-1536x758.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4287" class="wp-caption-text">10 Bolivianos (1,29 Euro): Cecilio Guzmán de Rojas (indigener Maler, 1899–1950)</figcaption></figure>
<p>&#8222;I am student, like tip.&#8220; Ok, dachte ich, warum nicht, schön dass es so schnell ging. Als ich den Geldbeutel zückte, schob er schnell nach. &#8222;300 O.K.?&#8220;. Etwas verdutzt aufgrund des ambitionierten Vorschlags erwiderte ich: &#8222;I do not think this is appropriate&#8220; und reichte ihm zunächst 100 Birr. Er staunte, vielleicht mehr als ich. Um zu ermessen, was sein Beitrag an der Reparatur der Hose war, fragte ich (wenig eloquent und im Nachhinein vielleicht missverständlich): &#8222;What did you do?&#8220;. Daraufhin sagte er &#8222;It&#8217;s up to you.&#8220; und ging so zügig, dass ich ihm keinen aus meiner Sicht angemessenen Botenlohn geben konnte.</p>
<h2>Angemessene Trinkgelder</h2>
<p>So kann das Thema Trinkgeld zu unangenehmen Erlebnissen führen. Nach unseren Erfahrung trifft man als Reisender desto mehr auf unrealistische Erwartungshaltungen, je touristischer die Orte sind, die man besucht. Daher ist es wichtig sich mit diesem komplexen und teilweise auch intransparenten Kapitel zu beschäftigen. Oft geht das Unwissen vermutlich, v.a. in wirklich armen Ländern, zugunsten von Führern und Servicekräften aus, da man sich als Europäer schwer vorstellen kann, dass für uns minimale Geldbeträge in anderen Ländern einen Wert besitzen. Manchmal hat man auch einfach nicht das passende Kleingeld zur Hand und gibt daher verhältnismäßig viel.</p>
<figure id="attachment_4288" aria-describedby="caption-attachment-4288" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4288 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243-1024x534.jpg" alt="2 brasilianische Reais (0,38 Euro): Die &quot;Efígie da República&quot;, die Personifizierung der Republik" width="525" height="274" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243-1024x534.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243-300x157.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243-768x401.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243-1536x802.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4288" class="wp-caption-text">2 brasilianische Reais (0,38 Euro): Die &#8222;Efígie da República&#8220;, die Personifizierung der Republik</figcaption></figure>
<p>Ich möchte nicht hartherzig erscheinen, ich versuche lediglich, das oft sehr undurchsichtige und manchmal sogar emotionale Thema zu objektivieren. Es ist jedem freigestellt, mehr zu geben, als im Reiseland üblich, aber meiner Meinung nach verschärft es die Spirale auf mehrere Arten. Zum einen wächst damit das Einkommen im Tourismus überproportional, die Erwartungshaltungen verschieben sich und eventuell führt dies zur Kürzung vom Grundgehalt (weil die Trinkgelder ohnehin ausreichen). Außerdem können dadurch auch Jobs in der Tourismusbranche zu attraktiv werden. Wenn Lehrer oder Ärzte ihre Berufe aufgeben, um in Hotels oder als Fremdenführer zu arbeiten, dann wirkt sich das nachvollziehbar negativ auf den Entwicklungsstand eines Landes aus.</p>
<figure id="attachment_4289" aria-describedby="caption-attachment-4289" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4289 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060-1024x568.jpg" alt="1 jordanischer Dinar (1,25 Euro): Hussein bin Ali war von 1908 bis 1916 Emir des Hedschas und Großscherif von Mekka" width="525" height="291" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060-1024x568.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060-300x167.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060-768x426.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060-1536x852.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4289" class="wp-caption-text">1 jordanischer Dinar (1,25 Euro): Hussein bin Ali war von 1908 bis 1916 Emir des Hedschas und Großscherif von Mekka</figcaption></figure>
<p>Eine weitere Frage, die man sich stellen könnte, betrifft die Währung des Trinkgelds. Die finanzielle Anerkennung in Landeswährung zu geben, ist auf keinen Fall verkehrt. Aber es sind auch Situationen denkbar, in denen Dollars oder Euro die bessere Option sind, v.a. wenn es sich um höhere Beträge handelt und die Einkünfte angespart werden sollen. In manchen Länder herrscht eine starke Inflation, d.h. Geld in Euro oder Dollar kann langfristig wertvoller und sicherer sein. Die Fremdwährung kann sogar eine Hürde darstellen, das Ersparte rasch wieder auszugeben. Sinn macht das Ganze natürlich nur in eintauschbaren Beträgen, sprich in Banknoten, also auf keinen Fall in Münzen.</p>
<h2>Postscriptum</h2>
<p>Die Bilder dieses Beitrags zeigen die Vorderseiten der Geldscheine mit dem niedrigsten Wert einiger Länder, die wir bereist haben (und von Banknoten, die wir tatsächlich in die Hände bekommen haben). Es ist wirklich interessant, was die verschiedenen Nationen auf ihren Geldscheinen abbilden. Der Wert des kleinsten Scheins stellt allerdings auf keinen Fall einen Indikator dafür dar, was ein angemessenes Trinkgeld sein könnte ;).</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/ueberlegungen-zum-thema-trinkgeld-ein-kommentar-mit-tips/">Überlegungen zum Thema Trinkgeld, ein Kommentar mit Tips</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/ueberlegungen-zum-thema-trinkgeld-ein-kommentar-mit-tips/">Überlegungen zum Thema Trinkgeld, ein Kommentar mit Tips</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erta Ale, Rauchender Berg und Tor zur Hölle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2020 00:01:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Erta Ale ist ein aktiver Vulkan, ein sehr aktiver Vulkan, einer der wenigen Vulkane weltweit, in dem es einen permanent offenen Lavasee gibt. Nach reiflicher Überlegung wollten wir das Abenteuer wagen, den Erta Ale zu besteigen und in das &#8222;Tor zur Hölle&#8220; zu blicken, wie er von den Einheimischen genannt wird. Sicherheitsbedenken Als wir &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Erta Ale ist ein aktiver Vulkan, ein sehr aktiver Vulkan, einer der wenigen Vulkane weltweit, in dem es einen permanent offenen Lavasee gibt. Nach reiflicher Überlegung wollten wir das Abenteuer wagen, den Erta Ale zu besteigen und in das &#8222;Tor zur Hölle&#8220; zu blicken, wie er von den Einheimischen genannt wird.</p>
<figure id="attachment_4293" aria-describedby="caption-attachment-4293" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4293" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-1024x683.jpg" alt="In der Caldera des Erta Ale: Der Dampf wird vom Lavasee angeleuchtet." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4293" class="wp-caption-text">In der Caldera des Erta Ale: Der Dampf wird vom Lavasee angeleuchtet.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4316"></span></p>
<h2>Sicherheitsbedenken</h2>
<p>Als wir den Abschnitt über den Erta Ale im Reiseführer genauer lasen, kamen uns Zweifel, ob es wirklich eine gute Idee wäre, dort hinzufahren. In der Vergangenheit war es gelegentlich zu (tödlichen) Zwischenfällen gekommen, nicht wegen der Aktivität des Vulkans, sondern durch Überfälle mit Schusswaffengebrauch. Der letzte Vorfall hatte sich im <a href="https://www.spiegel.de/panorama/justiz/aethiopien-deutscher-tourist-bei-ueberfall-getoetet-a-1181912.html">Dezember 2017</a> ereignet. Zu dem Zeitpunkt als wir unsere Route in Äthiopien planten (im August 2018), war also noch nicht einmal ein Jahr seither vergangen. Eine entsprechende Sicherheitswarnung (aber keine Reisewarnung) stand (und steht (Stand März 2020)) auch auf den Seiten des <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/aethiopien-node/aethiopiensicherheit/209504">Auswärtigen Amtes</a>.</p>
<figure id="attachment_4294" aria-describedby="caption-attachment-4294" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4294" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-1024x683.jpg" alt="Vulkanische Landschaft in der Danalik-Wüste auf dem Weg zur Erta Ale." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4294" class="wp-caption-text">Vulkanische Landschaft in der Danalik-Wüste auf dem Weg zur Erta Ale.</figcaption></figure>
<p>Nach eingehender Überlegung und einem Mailwechsel mit unserer Reiseagentur entschieden wir uns dennoch, den Erta Ale zu besuchen. Bei dem Vorfall 2017 war wohl viel Unvernunft im Spiel gewesen und wir würden durch (vorgeschriebene) Sicherheitskräfte begleitet werden. Allein die Tatsache, dass unser deutscher Reiseveranstalter diesen Programmpunkt ruhigen Gewissens empfahl, war für uns in Zeiten einer allgemeinen Übervorsichtigkeit ein besänftigendes Signal. Außerdem hatten sich die Spannungen im Grenzgebiet zu Eritrea zwischenzeitlich gelegt.</p>
<p>Um es vorwegzunehmen: Wir erlebten keine Sicherheitsprobleme (im Sinne von bewaffneten Überfällen etc.) am Erta Ale. Einige andere Besuchergruppen befanden sich gleichzeitig mit uns auf dem Berg, so dass wir uns auch durch die Herde geschützt fühlten. Nicht zuletzt habt Ihr keine Berichte über uns in der Presse gelesen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8211; Seit Dezember 2017 gab es keine weiteren Zwischenfälle am Erta Ale, was aber nicht bedeutet, dass unser Ausflug zum &#8222;Tor zur Hölle&#8220;  ein reiner Sonntagsspaziergang war.</p>
<h2>Stationen auf dem Weg zum Erta Ale</h2>
<p>Der Fahrtag fing gut an. Die ersten 150km legten wir zügig auf erstaunlich guten Straßen zurück. Wir gelangten wieder in die Danakil-Wüste hinab, das Thermometer stieg (diesmal allerdings nicht über 40°C) und die Landschaft wandelte sich zu einer vulkanischen Ebene. Links und rechts des Asphaltbandes zogen Lavafelder vorbei, auf denen sich nur wenige verdorrte Grasbüschel halten konnten.</p>
<p>Die Mittagspause verbrachten wir im rudimentären Lager eines Straßenbauprojekts. Der Bauherr war ein chinesisches Unternehmen, die Bauarbeiter Äthiopier. Die Verhältnisse waren katastrophal, es gab keine (für uns zugänglichen) sanitären Einrichtungen. Die Männer, die am Sonntag offensichtlich frei hatten, saßen oder lagen im Schatten vor den aufgeheizten Wellblechbaracken auf dem steinigen Boden. Sie vergnügten sich damit, bunte Limonaden zu trinken und Chips zu kauen. Plastikabfall flog überall herum und der Wind spielte Müllabfuhr, indem er die leeren Tüten und Flaschen im Lavafeld verteilte.</p>
<figure id="attachment_4295" aria-describedby="caption-attachment-4295" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4295" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-1024x683.jpg" alt="Desolate Zustände im Lager der Straßenbauarbeiter" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4295" class="wp-caption-text">Desolate Zustände im Lager der Straßenbauarbeiter</figcaption></figure>
<p>Von dort aus fuhren wir über eine staubige Sandpiste zum Dorf Kusrawad, weil Maru mit den einheimischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Volk)">Afar</a> Details für unsere Expedition zum Erta Ale absprechen musste. Auch die Siedlung machte auf uns einen trostlosen Eindruck. Die Stabilität der Hütten aus Wellblech und Holzstangen erschien uns nicht sehr vertrauenerweckend. Das Umfeld mit Müll und diversen Tonnen, die in der Gegend herumlagen, weckte auch nicht gerade Inspirationen. Nur wenige Menschen bewegten sich draußen in der Hitze, lediglich ein paar Ziegen waren unterwegs. Maru empfahl uns, im Auto zu bleiben, es würde nicht lange dauern. Wir stiegen trotzdem aus, um uns in den Schatten einer der Buden zu stellen.</p>
<figure id="attachment_4296" aria-describedby="caption-attachment-4296" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4296" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-1024x576.jpg" alt="Kusrawad machte auf uns einen deprimierenden Eindruck." width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4296" class="wp-caption-text">Kusrawad machte auf uns einen deprimierenden Eindruck.</figcaption></figure>
<p>Ein paar Kinder und Jugendliche beäugten uns kritisch, kamen aber nicht näher. Es herrschte eine gespannte Atmosphäre. Anderswo auf der Welt hätte unsere Ankunft ein großes Hallo ausgelöst. Die Afar hingegen verhielten sich zurückhaltend und misstrauisch. Vermutlich konnten wir froh sein, dass wir nicht wie früher üblich empfangen worden waren. Noch bis in die 1930er Jahre, so der Reiseführer, wurden männliche Ankömmlinge getötet und deren Hoden als Trophäen betrachtet. Im Vergleich dazu war unser Empfang also geradezu herzlich.</p>
<figure id="attachment_4297" aria-describedby="caption-attachment-4297" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4297 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-1024x683.jpg" alt="Bis auf ein paar Ziegen hielt sich fast niemand im Freien auf." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4297" class="wp-caption-text">Bis auf ein paar Ziegen hielt sich fast niemand im Freien auf.</figcaption></figure>
<h2>Nur Bares ist Wahres</h2>
<p>Insgesamt dauerten die Verhandlungen dann länger als vorgesehen. &#8222;Organisieren&#8220; hieß für Maru im Wesentlichen anscheinend &#8222;Bezahlen&#8220;. Nach einigen Diskussionen, die nicht den Eindruck eines Treffens alter Freunde machten, zählte unser Fahrer und Gefährte die Scheine ab und dicke Bündel wechselten den Besitzer. Zurück im Auto war der sonst so ausgeglichene Maru sichtlich empört ob der Situation. Die Afar würden jedes Mal mehr und mehr Geld verlangen und auch Leistungen berechnen, die nicht von ihnen erbracht wurden. So musste er zum Beispiel für das Mittagessen bezahlen, dass wir vorher im Straßenbaulager eingenommen hatten. Maru erklärte uns, dass er schlechte Erfahrungen mit den Mahlzeiten im Dorf gemacht hätte und die Mittagspause daher vorverlegt hatte, aber blechen musste er trotzdem…</p>
<figure id="attachment_4298" aria-describedby="caption-attachment-4298" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4298 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-1024x683.jpg" alt="500 Birr bringen einen nicht weit auf dem Weg zum Erta Ale." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4298" class="wp-caption-text">500 Birr bringen einen nicht weit auf dem Weg zum Erta Ale.</figcaption></figure>
<p>Wir waren froh, dass wir nicht selbst die Verhandlungen mit den Afar hatten führen müssen. Es wäre sonst wohl ein bodenloses Unterfangen gewesen, denn die Liste der Posten, für die der Reiseveranstalter bezahlen musste, war auch so schon lang genug: Die Dorfältesten kassierten ebenso ihren Anteil wie zwei Polizisten und zwei Militärs (beide zu unserer Bewachung). Ein Road Guide, ein Koch, ein Kochassistent, eine Hütte zum Kochen, Wasser zum Kochen, Matratzen, Lastkamele fürs Gepäck, Unterkunft am Erta Ale etc. fanden ebenfalls Eingang in die lange Rechnung. Wahrscheinlich würden neue Punkte auftauchen, die auch beglichen werden müssten. Die Beträge waren zudem nicht nur für äthiopische Verhältnisse beachtlich. Die Afar nutzen ihre Monopolstellung in Bezug auf die Touren zum Erta Ale schamlos aus.</p>
<figure id="attachment_4299" aria-describedby="caption-attachment-4299" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4299" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-1024x683.jpg" alt="In Kusrawad halfen die EU und Coopi den Afar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4299" class="wp-caption-text">In Kusrawad halfen die EU und Coopi den Afar.</figcaption></figure>
<p>Ob der üppigen Einnahmequelle wunderten wir uns allerdings ein wenig, dass auch ein Schild im Dorf stand, welches auf ein Hilfsprojekt von EU und <a href="https://www.coopi.org/en">Coopi</a> hinwies.</p>
<h2>Die letzten Kilometer</h2>
<p>Vom Dorf aus nahmen wir direkten Kurs auf den Erta Ale. Die Piste war keine eindeutig definierte Fahrbahn, vielmehr handelte es sich um ein verästeltes System aus querfeldein gefahrenen Spuren im sandigen Grund. Wichtig für die Navigation waren dabei nur zwei Parameter: das Ziel am Horizont und der Zustand der Piste auf den sichtbaren Metern voraus. So kreuzten wir über den weichen Wüstenboden, gefolgt von einer gewaltigen Staubwolke.</p>
<figure id="attachment_4300" aria-describedby="caption-attachment-4300" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4300" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-1024x683.jpg" alt="Querfeldein über die Sandpiste" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4300" class="wp-caption-text">Querfeldein über die Sandpiste</figcaption></figure>
<p>Die letzten 12 Kilometer verliefen über die vielleicht forderndste Piste unserer ganzen Weltreise. Sie führte mitten durch ein Lavafeld und sah auf den ersten Blick eigentlich ganz ordentlich aus. Trotzdem lag die Maximalgeschwindigkeit bei 20km/h. Die spitzen Felsen und tiefen Schlaglöcher bewirkten, dass die 12 Kilometer förmlich ein kontinuierliches Ausweichmanöver waren. Erstaunt waren wir, dass die Reifen den harten Kanten des Steins standhielten. Die Karosserie ächzte in den Einsenkungen und Erhebungen und der Wagen setzte einige Male auf. Die braun-schwarze Landschaft um uns herum unter der glühenden Sonne hätte auch in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Regionen_und_Orte_in_Tolkiens_Welt#Mordor">Mordor</a> liegen können. Der Erta Ale, den wir schon rauchend in der Ferne sahen, wirkte bedrohlich wie Mount Doom. Dennoch war unsere Reise trotz allem deutlich bequemer und weniger schicksalhaft als die der Hobbits. Wir planten auch nicht, einen Ring in den Schlot des Vulkans zu werfen ;).</p>
<figure id="attachment_4301" aria-describedby="caption-attachment-4301" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4301" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-1024x683.jpg" alt="Die vielleicht holperigste Piste unserer Weltreise auf den letzten 12km zum Erta Ale" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4301" class="wp-caption-text">Die vielleicht holperigste Piste unserer Weltreise auf den letzten 12km zum Erta Ale</figcaption></figure>
<p>Am Ende der Piste erreichten wir einen Parkplatz, auf dem schon einige andere Geländewagen zwischen runden, aus Lavagestein errichteten und mit Zweigen gedeckten Hütten standen. Vor einem frühen Abendessen kontrollierten wir unsere Ausrüstung für den Aufstieg und die bevorstehende Nacht auf dem Vulkan, v.a. die Taschenlampen. Maru kümmerte sich darum, dass unser Gepäck, unsere Matratzen und das Wasser auf die Kamele verladen wurden. Die Sonne ging unter und es kühlte sich allmählich ab. Gegen 18:30 Uhr, schon in völliger Dunkelheit, brachen wir auf.</p>
<figure id="attachment_4302" aria-describedby="caption-attachment-4302" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4302 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-1024x683.jpg" alt="Verglichen mit den Salztransportkamelen eher leicht beladen, trotzdem sieht das Tier nicht glücklich aus…" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4302" class="wp-caption-text">Verglichen mit den Salztransportkamelen eher leicht beladen, trotzdem sieht das Tier nicht glücklich aus…</figcaption></figure>
<h2>Aufstieg im Schein der Stirnlampe</h2>
<p>Der erste Teil des Weges führte durch eine sandige Wüste mit hohem Gras. Wir hatten Schwierigkeiten, mit unseren beiden Afar-Führern mitzuhalten, da das Laufen auf dem weichen Boden etwas anstrengend war. Nebenbei fragten wir uns, wo eigentlich all die Begleiter blieben, für die Maru hatte bezahlen müssen. Unsere Guides waren nicht bewaffnet, aber eigentlich hatten wir auch für zwei Milizen und zwei Polizisten bezahlt&#8230; Vermutlich saßen sie strategisch günstig postiert im Lavafeld, allzeit bereit, uns zu retten, falls irgendwelche Bösewichte auftauchen sollten ;). Oder sie haben sich gedacht, es wäre zu unbequem und jetzt herrschte ja sowieso Frieden mit Eritrea, wir würden also auch alleine zurechtkommen. Umgerechnet auf die verschiedenen Gruppen, die unterwegs waren, hätte sich eine ganze Hundertschaft bewaffneter Afar mit uns auf dem Weg zu Gipfel befinden müssen…</p>
<figure id="attachment_4303" aria-describedby="caption-attachment-4303" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4303 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-1024x683.jpg" alt="Aufstieg zum Erta Ale in völliger Dunkelheit" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4303" class="wp-caption-text">Aufstieg zum Erta Ale in völliger Dunkelheit</figcaption></figure>
<p>Nach etwa 20 Minuten wurde der Weg felsig, dadurch griffiger, aber im Schein der Stirnlampe nicht übersichtlicher. Er führte über unebene Stufen und über Felsen im Lavafeld, Vorsicht war geboten. Unsere Afar-Führer stürmten trotzdem weiter voran, sie kannten den Weg. Anfänglich warteten sie in größeren Zeitabständen, saßen dann auf einem Felsen, kauten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kathstrauch">Kath</a>, tranken etwas aus einer Plastikflasche und unterhielten sich miteinander. Mit uns wechselten sie kein Wort. Später trafen wir nur noch auf einen von beiden.</p>
<p>Glücklicherweise begleitete Maru uns in der Dunkelheit. Der Pfad war einfach zu erkennen und es gab sogar einige Markierungen. Für mehr Licht schaltete ich zusätzlich die Taschenlampe des Smartphones ein, was die Sicht deutlich verbesserte. Bei einer Trinkpause (es war immer noch recht warm), steckte ich es mir hinter den Gürtel. Das funktionierte auch beim Laufen recht gut, so hatte ich immer genug Licht direkt vor mir und, dank der Stirnlampe, auch in Blickrichtung.</p>
<figure id="attachment_4304" aria-describedby="caption-attachment-4304" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4304 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-1024x683.jpg" alt="Nachgestellte Handyhalterung zum Ausleuchten des Weges" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4304" class="wp-caption-text">Nachgestellte Handyhalterung zum Ausleuchten des Weges</figcaption></figure>
<p>Nach knapp 10 km kontinuierlichen Anstiegs (430 Höhenmeter) erreichten wir gegen 21 Uhr das Camp direkt am Gipfel des Erta Ale. Auch hier gab es die gleichen runden und sehr einfachen Steinhütten, von denen wir eine bezogen, d.h. etwas Ballast ablegten. Selbst in der Dunkelheit sahen wir, dass zwischen den Häuschen Müll herumlag. Sanitäre Einrichtungen waren nicht vorhanden.</p>
<h2>Giftige Gase auf dem Erta Ale</h2>
<p>Ohne viel Zeit zu verlieren, machten wir uns auf den Weg zur Hauptattraktion. Unweit des Camps führte eine Art &#8222;Treppe&#8220; aus losen, unebenen Gesteinsbrocken 20 bis 30 Meter hinab in die äußere Caldera, deren Boden mit erstarrtem Magma ausgefüllt war. Der aktive Lavasee befand sich in einem weiteren Sub-Krater.</p>
<figure id="attachment_4305" aria-describedby="caption-attachment-4305" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4305" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-1024x689.jpg" alt="Ein Satellitenbild von Google Maps: Vom Camp aus stiegen wir in den äußeren Krater, in dem der Lavasee liegt." width="525" height="353" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-1024x689.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-300x202.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-768x516.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-1536x1033.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4305" class="wp-caption-text">Ein Satellitenbild von Google Maps: Vom Camp aus stiegen wir in den äußeren Krater, in dem der Lavasee liegt.</figcaption></figure>
<p>Unser Weg führte uns über die Lavakruste, welche aus brüchigen Platten erkalteten Magmas mit schroffen Kanten und Hohlräumen (theoretisch bestand die Gefahr einzubrechen) bestand &#8211; alles andere als einfaches Gelände. Unser Afar-&#8222;Guide&#8220; führte uns direkt auf den Krater zu, mitten in eine Rauchwolke hinein. Mehrfach mussten wir zwischen den Lavaplatten in Deckung gehen, da uns heißer, giftiger Dampf entgegenwaberte. Beim Einatmen schmerzte es in der Lunge, die Augen brannten und tränten. Wir duckten uns und warteten, bis die Wolke nicht mehr direkt über uns war, bevor wir weitergehen konnten. Nach mehreren Stopps hatten wir den Rauch stark hustend durchquert, der aufsteigende Qualm versperrte uns allerdings die Sicht in den Vulkan und auf den Lavasee.</p>
<figure id="attachment_4306" aria-describedby="caption-attachment-4306" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4306" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-1024x683.jpg" alt="Nichts als roter, giftiger Rauch" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4306" class="wp-caption-text">Nichts als roter, giftiger Rauch</figcaption></figure>
<p>Aufgrund der schlechten Sicht wollte uns unser &#8222;Führer&#8220; auf die andere Seite der Caldera bringen. Bis heute haben wir nicht verstanden, warum er uns erneut mitten durch die giftige Wolke leitete, die vom Wind nach Nordosten getragen wurde. Wären wir andersherum gegangen, hätten wir die (noch intensiveren) reizenden Schwaden einfach umgehen können… Kräftig hustend hatten wir unser Vertrauen in ihn nun endgültig verloren, weshalb wir, aus unserer Sicht durchaus nachvollziehbar, vom geführten Weg abwichen. Wir zogen uns zurück, um aus dem Qualm hinaus zu gelangen und dann einen deutlich weiteren Bogen zu schlagen.</p>
<h2>Roter Rauch statt Lavasee</h2>
<p>Auf der anderen Seite angekommen blickten wir mit dem Wind im Rücken auf den aufsteigenden, rötlich angeleuchteten Rauch, der manchmal mehr, manchmal weniger stark aus dem Krater waberte. Fasziniert und gespannt beobachteten wir den Qualm, ob er eventuell doch noch den Blick in die Tiefe freigeben würde. Die wechselnde Färbung der Dampfes verriet, dass der Lavasee unten aktiv sein musste.</p>
<figure id="attachment_4400" aria-describedby="caption-attachment-4400" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4400" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-1024x683.jpg" alt="Manchmal zog sich die Wolke etwas zurück, gab allerdings den Blick auf die brodelnde Lava nicht frei." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4400" class="wp-caption-text">Manchmal zog sich die Wolke etwas zurück, gab allerdings den Blick auf die brodelnde Lava nicht frei.</figcaption></figure>
<p>Der Mond war aufgegangen und erleuchtete die unwirkliche schwarze Landschaft um uns herum, doch die Rauchwolke war unnachgiebig und verhüllte den Lavasee hartnäckig. Nach gut einer Stunde am Kraterrand traten wir den Rückzug zu unserem Nachtlager an. Die Nacht sollte kurz genug werden: Um 4 Uhr früh wollten wir einen erneuten Versuch starten, einen Blick auf die kochende Lava zu wagen.</p>
<figure id="attachment_4308" aria-describedby="caption-attachment-4308" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4308 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-1024x683.jpg" alt="Mondschein über dem Erta Ale" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4308" class="wp-caption-text">Mondschein über dem Erta Ale</figcaption></figure>
<p>Die Rechnung der (kurzen) Nachtruhe hatten wir allerdings ohne eine italienische Reisegruppe gemacht, deren Mitglieder lautstark begannen, im Camp zu kochen und Wein auszuschenken. Dies beschnitt unsere ohnehin schon kurze Schlafdauer zusätzlich. Wo waren unsere Afar-Leibwächter, wenn wir sie einmal brauchten?</p>
<h2>Erneuter Versuch am frühen Morgen</h2>
<p>Trotz der lärmenden Italiener fanden wir nach einiger Zeit etwas Schlaf, standen wie geplant um 4 Uhr morgens auf (wobei wir uns keine Mühe gaben, uns leise zu verhalten) und stiegen erneut in den Krater hinab. Diesmal mieden wir die Rauchwolke. Wir beobachteten wieder den rötlichen Dampf, wie er aus der Tiefe aufstieg. Leider hatten wir auch diesmal kein Glück. Der Erta Ale rauchte unentwegt.</p>
<figure id="attachment_4309" aria-describedby="caption-attachment-4309" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4309 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-1024x683.jpg" alt="Auch am nächsten Morgen hatte sich der Rauch leider nicht verzogen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4309" class="wp-caption-text">Auch am nächsten Morgen hatte sich der Rauch leider nicht verzogen.</figcaption></figure>
<p>Je heller es wurde, desto mehr verblasste der Rotschimmer des vulkanischen Qualms. Dafür verfärbte sich der Himmel feurig im Morgenrot. Die Zeit war gekommen, den Rückweg anzutreten. Vor uns lag noch der Abstieg und eine lange Fahrt, außerdem würden die Temperaturen in Kürze wieder ansteigen und den Weg zum Parkplatz deutlich beschwerlicher machen. Leider tauchten in unserem Fall keine Riesenadler auf, um uns bequem vom Mount Doom wieder ins Tal zu bringen ;).</p>
<figure id="attachment_4310" aria-describedby="caption-attachment-4310" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4310" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-1024x576.jpg" alt="Sonnenaufgang am Kraterrand" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4310" class="wp-caption-text">Sonnenaufgang am Kraterrand</figcaption></figure>
<h2>Abstieg vom Erta Ale</h2>
<p>Auf dem Rückweg sahen wir, was die Dunkelheit beim Aufstieg gnädig verborgen hatte. Der Weg war eine einzige Müllkippe. Überall flog Plastik herum und war an manchen Stellen in Höhlungen im Lavagestein gesammelt worden. Auch leere Batterien (vermutlich von den Taschenlampen, die dort regelmäßig verwendet werden) lagen auf dem Pfad. Umso absurder war es, dass Maru auch eine Reinigungs- und Umweltgebühr (450 Birr, also 12,50 Euro) an die Afar hatte bezahlen müssen. &#8222;Leave no Trace&#8220; sieht anders aus…</p>
<figure id="attachment_4311" aria-describedby="caption-attachment-4311" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4311 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-1024x683.jpg" alt="Eine der zahlreichen Müllhalden am Wegesrand. Ökotourismus sieht anders aus…" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4311" class="wp-caption-text">Eine der zahlreichen Müllhalden am Wegesrand. Ökotourismus sieht anders aus…</figcaption></figure>
<p>Der Erta Ale war ein hartes und anspruchsvolles Pflaster, so sehr, dass einer meiner Wanderschuhe auf dem Rückweg anfing, seine Sohle von sich zu strecken. Die äußere Schicht begann, sich abzulösen, wurde aber zum Glück nicht zur Stolperfalle.</p>
<figure id="attachment_4312" aria-describedby="caption-attachment-4312" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4312 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-1024x683.jpg" alt="Nach dem Abstieg vom Erta Ale in Äthiopien war die Sohle meines Wanderschuhs am Ende…" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4312" class="wp-caption-text">Nach dem Abstieg vom Erta Ale in Äthiopien war die Sohle meines Wanderschuhs am Ende…</figcaption></figure>
<p>Um 9:30 Uhr erreichten wir den Parkplatz. Die Temperatur lag schon bei 37 Grad Celsius. Nach einer kurzen Stärkung stiegen wir wieder ins Auto und holperten zurück über die Lavapiste. Auf dem folgenden Abschnitt in der Wüste zog ein Sandsturm auf. Um ihn zu umfahren, mussten wir einen deutlichen Umweg in Kauf nehmen. Lavasee hin oder her, der Ausflug zum Erta Ale war in der Tat ein Abenteuer gewesen.</p>
<h2>Der Rauchende Berg</h2>
<p>Im Nachhinein bedauerten wir es natürlich sehr, dass das &#8222;Tor zur Hölle&#8220; von Qualm verhüllt gewesen war. Der Erta Ale, wörtlich übersetzt &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erta_Ale">der Rauchende Berg</a>&#8222;, hatte seinem Namen alle Ehre gemacht. Trotz mehrfacher Erkundigungen bekamen wir keine befriedigende Antwort auf unsere Frage, wie denn generell die Chancen stünden, direkt in die kochende Lava zu blicken.</p>
<figure id="attachment_4313" aria-describedby="caption-attachment-4313" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4313 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-1024x683.jpg" alt="Erta Ale, der Rauchende Berg" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4313" class="wp-caption-text">Erta Ale, der Rauchende Berg</figcaption></figure>
<p>Im Vorfeld unserer Äthiopienreise wie auch jetzt bei der Recherche zu diesem Artikel waren/sind verlässliche Informationen über die Aktivität des Erta Ale dünn gesät. Es scheint so, als hätte sich der Lavasee nach einem Ausbruch im Januar 2017 abgesenkt. Trotzdem findet man vereinzelte Videos auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=iH-xsAuRCAU">Youtube</a>, auf denen man die brodelnde Lava sehen kann. In der Zwischenzeit hat sich die Situation wohl erneut gewandelt und die <a href="http://www.vulkane.net/blogmobil/?s=Erta+Ale">Aktivität des Lavasees</a> verändert sich wieder. Ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4UkxijRPUHQ">spektakulärer Blick</a> ist wohl auch weiterhin alles andere als garantiert. Aber, wer nicht wagt, der nicht gewinnt?</p>
<h2>Epilog</h2>
<p>Das Folgende hat nichts mit der Enttäuschung zu tun, dass wir den Lavasee nicht gesehen haben. Es soll keine Abrechnung sein, sondern eine im Rahmen der Möglichkeiten objektive Stellungnahme: Die Leistung unserer Afar-&#8222;Führer&#8220; stand in keinerlei Verhältnis zu den Summen, die sie kassiert hatten. Schon beim Aufstieg nahmen sie kaum Notiz von uns, geschweige denn, dass sie sich in irgendeiner Weise um uns bemüht hätten. Einer von ihnen leitete uns direkt in den giftigen Qualm des Vulkans. Eine eigentliche Führung im Sinne von Erläuterungen oder dergleichen fand nicht statt, wir haben auch keinen der Afar ein Wort Englisch reden hören. Ein Glück, dass Maru bei uns war und alles organisiert hat, sonst wären wir aufgeschmissen gewesen. Er begleitete uns auch beim nächtlichen Aufstieg auf den Erta Ale. In solch einem Gelände muss man eher einen falschen Tritt befürchten als den Angriff von Bösewichten.</p>
<figure id="attachment_4314" aria-describedby="caption-attachment-4314" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4314 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-1024x683.jpg" alt="Am Parkplatz wurde der Müll einfach in die Landschaft geworfen. Den Rest erledigte der Wind." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4314" class="wp-caption-text">Am Parkplatz wurde der Müll einfach in die Landschaft geworfen. Den Rest erledigte der Wind.</figcaption></figure>
<p>Letztendlich tauchten keine Bösewichte auf. Das lag aber vermutlich nicht am heldenhaften Schutz der Afar. Dennoch haben sie sich diese &#8222;Sicherheit&#8220; fürstlich entlohnen lassen und dafür keine Gegenleistung erbracht, nicht einmal zum Schein. Wir sahen zwar am Gipfel einige wenige Afar, die Gewehre herumtrugen, die vier bewaffneten Männer jedoch, für die der Reiseveranstalter hatte bezahlen müssen und die uns persönlich hätten begleiten sollen, haben wir nicht getroffen. Eigentlich handelte es sich bei den meisten Zahlungen nur um ein schlecht verbrämtes Wegegeld zum Erta Ale. Müll verunreinigte die Camps, den Weg und die umgebende Landschaft. Die Hütten am Gipfel waren bar jeglicher Ausstattung, es gab keine sanitären Einrichtungen. Alles, was man brauchte, musste man selbst mitbringen, Ausrüstung, Wasser, Essen.</p>
<p>Wenn man hochrechnet, was die Afar wohl von den vielen Touristengruppen kassiert hatten, müssten sie eigentlich gut leben können. Wir sahen allerdings keinerlei offensichtliche Zeichen des Wohlstandes. Hütten, Kleidung und Eigentum der Menschen wirkten so, als hätte sich seit Hunderten von Jahren wenig geändert. Da stellt sich natürlich die Frage, was aus dem Geld geworden ist. Womöglich liegt der Schlüssel zu diesem Rätsel im Kath-Konsum der Männer, der viel finanzielle Ressourcen verschlingt. Es wirkte es auf uns nicht so, als ob der Tourismus für die Menschen vor Ort zu besseren Lebensumständen, einer Ausbildung der Kinder oder einer medizinischen Versorgung geführt hätte.</p>
<figure id="attachment_4315" aria-describedby="caption-attachment-4315" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4315 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-1024x683.jpg" alt="Ein durstiges Vögelchen auf dem Parkplatz am Fuße des Erta Ale" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4315" class="wp-caption-text">Ein durstiges Vögelchen auf dem Parkplatz am Fuße des Erta Ale</figcaption></figure>
<p>Wenn man es verklären möchte, dann gehörte dieses gesamte unprofessionelle, korrupte und unverschämte Drumherum vielleicht zum Abenteuer dazu, aber man sollte sich dessen bewusst sein, wenn man eine Tour zum Erta Ale unternehmen möchte. Am besten versucht man jedoch, diese unerfreulichen Aspekte in den Erinnerungen auszublenden, damit einem schließlich trotzdem zwei aufregende Tage im Gedächtnis bleiben.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erta-ale-rauchender-berg-und-tor-zur-hoelle/">Erta Ale, Rauchender Berg und Tor zur Hölle</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erta-ale-rauchender-berg-und-tor-zur-hoelle/">Erta Ale, Rauchender Berg und Tor zur Hölle</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Dallol, der heißeste Ort der Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 00:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die nächsten Tage hieß es &#8222;Hochland, Adé!&#8220;. Wir besuchten die Danakil-Wüste in der Afar-Region, die teils auf, teils unter Meeresspiegelniveau liegt. Statt fruchtbarer Berglandschaft prägt diese Region eine lebensfeindliche Wüste, in der sich der heißeste Ort der Welt befinden soll: Dallol. Das Thermometer steigt Auf dem Weg nach Osten sahen wir schon nach kurzer &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für die nächsten Tage hieß es &#8222;Hochland, Adé!&#8220;. Wir besuchten die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Danakil_Desert">Danakil-Wüste</a> in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Region)">Afar-Region</a>, die teils auf, teils unter Meeresspiegelniveau liegt. Statt fruchtbarer Berglandschaft prägt diese Region eine lebensfeindliche Wüste, in der sich der heißeste Ort der Welt befinden soll: Dallol.</p>
<figure id="attachment_4252" aria-describedby="caption-attachment-4252" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4252" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-1024x683.jpg" alt="Ein heißer Anblick! Das Geothermalgebiet am Dallol protzt mit kräftigen Farben." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4252" class="wp-caption-text">Ein heißer Anblick! Das Geothermalgebiet am Dallol protzt mit kräftigen Farben.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4250"></span></p>
<h2>Das Thermometer steigt</h2>
<p>Auf dem Weg nach Osten sahen wir schon nach kurzer Zeit keine Felder mehr am Straßenrand, stattdessen nur noch einige Ziegenherden, die sich in der kärglichen Umgebung ihr Futter suchten. Langsam aber sicher rollten wir Kurve um Kurve aus dem Hochland hinab. Die Straße war erstaunlich gut, durchgehend glatter Asphalt ohne Schlaglöcher, nur gelegentlich lagen die Reste von Geröll-Lawinen auf den Fahrspuren. Diese Verbindung scheinbar durchs Nirgendwo war deutlich besser als alle anderen Straßen, auf denen wir bisher gefahren waren. Der Abbau von Salz und Pottasche schien uns als Erklärung dafür eher unwahrscheinlich. Vielleicht standen militärische Gründe dahinter? Schließlich führte die Straße in das Grenzgebiet zu Eritrea.</p>
<figure id="attachment_4253" aria-describedby="caption-attachment-4253" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4253 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-1024x683.jpg" alt="Je weiter wir hinabfuhren, desto kahler wurde die Landschaft." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4253" class="wp-caption-text">Je weiter wir hinabfuhren, desto kahler wurde die Landschaft.</figcaption></figure>
<p>In einer Kehre stand ein Junge, der ein Bündel Zweige hochhielt, als er unser Fahrzeug kommen sah. Wie Maru uns erklärte, bot der Jugendliche Ästchen des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zahnb%C3%BCrstenbaum">Zahnbürstenbaums</a> zum Verkauf an. Traditionell benutzen Angehörige der Volksgruppe der Afar das Holz dieses Gewächses zur Reinigung ihres Gebisses. Und in der Tat sahen wir in diesem Teil des Landes immer wieder Männer, die auf einem Zweig herumkauten oder ihn lässig im Mundwinkel hängen ließen.</p>
<p>Je mehr Höhe wir abbauten, desto heißer wurde es und schnell war die 30 Grad-Marke überschritten. Obwohl die Sonne ihren Zenit schon lange überschritten hatte, stieg das Thermometer weiter. Die Zeit war gekommen, die Klimaanlage einzuschalten. (Bisher hatten wir meist die Fenster zum Lüften etwas geöffnet). Gegen 16 Uhr stand das Thermometer bei kuscheligen 37 Grad. Als ich die Scheibe kurz herunterließ, um ein Foto zu machen, blies ein heißer Zugwind, fast wie ein Föhn, ins Wageninnere.</p>
<figure id="attachment_4254" aria-describedby="caption-attachment-4254" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4254 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-1024x683.jpg" alt="42 Grad gut eine Stunde vor Sonnenuntergang" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4254" class="wp-caption-text">42 Grad gut eine Stunde vor Sonnenuntergang</figcaption></figure>
<p>Als wir auf Meeresspiegelniveau anlangten, zeigte das Thermometer schon 40 Grad, Tendenz steigend. Um 16:45 Uhr kamen wir am Ort unseres Nachtlagers in der Nähe des kleinen Ortes Hamed Ela auf -90m an. Das Dorf war nicht mehr als die Ansammlung einer Handvoll verstreuter Hütten mit Wänden aus Holzstangen in einer graubraunen Steinwüste. Dort erreichte das Thermometer unser Tagesmaximum von 42 Grad Celsius.</p>
<h2>Sonnenuntergang über dem Salzsee</h2>
<p>Wir verweilten allerdings nur so lange in der wenig einladenden Siedlung, bis Maru nach einigem Palaver mit den einheimischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Volk)">Afar</a> und einer kurzen Wartezeit den für diesen Abschnitt vorgeschriebenen Roadguide, zwei bewaffnete Bewacher und den zusätzlichen Fahrer aufgetrieben hatte. Diese fuhren in einem separaten Auto vor uns her. Es gab keine Zeit zu verlieren, denn zum Sonnenuntergang wollten wir am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karumsee">Karum-Salzsee</a> sein. Schon wenige Meter hinter dem Dorf endete die asphaltierte Straße und wir fuhren auf einer Piste über die Salzpfanne des Sees. Diese führte erst über eine trockene Trasse, dann durch seichtes Wasser. Die Szenerie, wenn auch sicherlich nicht die Temperaturen, erinnerten uns naturgemäß sehr an den Salar de Uyuni in Bolivien.</p>
<figure id="attachment_4255" aria-describedby="caption-attachment-4255" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4255 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-1024x683.jpg" alt="Endlose Weiten. Wabenartige Strukturen der Salzpfanne am Karumsee" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4255" class="wp-caption-text">Endlose Weiten. Wabenartige Strukturen der Salzpfanne am Karumsee</figcaption></figure>
<p>Am designierten Sonnenuntergangspunkt standen schon ein paar andere Geländewagen. Der Ort war nicht zufällig gewählt. Dort fing der See an, das Wasser stand wenige Zentimeter tief und spiegelte sehr stimmungsvoll den Sonnenuntergang. Die Ausdehnung des Salzsees schwankt saisonal erheblich. In der Regenzeit wird er durch Wasser aus dem Hochland gespeist und wächst, in der Trockenzeit verdunstet viel Flüssigkeit in der sengenden Hitze.</p>
<figure id="attachment_4256" aria-describedby="caption-attachment-4256" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4256 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-1024x576.jpg" alt="Sonnenuntergang über dem Karum- Salzsee" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4256" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang über dem Karum- Salzsee</figcaption></figure>
<p>Es erschien uns schon etwas paradox: 5 Monate zuvor hatten wir auf dem <a href="http://wittmann-tours.de/salar-de-uyuni-salz-soweit-das-auge-reicht/">Salar de Uyuni</a> auf 3600 Metern über dem Meeresspiegel bitterlich beim Sonnenuntergang in einer ähnlichen Landschaft gefroren. In Äthiopien standen wir nun 130 Meter unter dem Meeresspiegel barfuß und schwitzend im seichten Salzwasser, welches bei 40 Grad Außentemperatur allerdings keine Abkühlung spendete.</p>
<figure id="attachment_4257" aria-describedby="caption-attachment-4257" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4257 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-1024x683.jpg" alt="Salar de Uyuni? Nein, dort hätten wir nicht barfuß laufen wollen!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4257" class="wp-caption-text">Salar de Uyuni? Nein, dort hätten wir nicht barfuß laufen wollen!</figcaption></figure>
<h2>Das Wüstencamp</h2>
<p>Unser &#8222;Camp&#8220; bestand aus einer aus dünnen Holzstangen, Drahtgitter und Naturfasermatten konstruierten Hütte, in der unsere Crew wohnte. In diesem Teil Äthiopiens war es notwendig, eine ganze Entourage von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Volk)">Afar</a> zu engagieren. Neben dem Roadguide und dem Fahrer gehörten auch ein Koch und zwei Bewacher mit Gewehren zu unserem Gefolge. (Diese Region war lange Zeit durch politische Instabilität geprägt.) Wir hielten wir uns fast die gesamte Zeit außerhalb des rudimentären Bauwerks auf, da es drinnen noch heißer war.</p>
<figure id="attachment_4258" aria-describedby="caption-attachment-4258" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4258" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-1024x683.jpg" alt="Die Hütte, in der die Crew übernachtete" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4258" class="wp-caption-text">Die Hütte, in der die Crew übernachtete</figcaption></figure>
<p>In einer Senke nicht weit von unserer Hütte hatte sich einiges an Müll angesammelt, Plastik und alte Konservendosen. Organischer Abfall wurde, wie wir miterlebten, restlos von den lokalen Ziegen verwertet. Wir vergnügten uns damit, die munteren gehörnten Nutztiere mit Gurkenschalen und dergleichen zu füttern und in der Tat wurde nichts verschmäht. Wir hofften auch, die Ziegen dadurch davon abhalten zu können, Bestandteile der Holzbude zu fressen. Dies gelang jedoch nur vorübergehend.</p>
<figure id="attachment_4394" aria-describedby="caption-attachment-4394" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4394" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-1024x683.jpg" alt="Die Ziegen knabberten sogar an der Hütte." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4394" class="wp-caption-text">Die Ziegen knabberten sogar an der Hütte.</figcaption></figure>
<h2>Eine Nacht im Freien</h2>
<p>Es gab keine sanitären Einrichtungen und wenig Deckung in der vegetationslosen Wüste, der zweite Punkt relativierte sich allerdings nach Einbruch der Dunkelheit ;). Maru hatte sogar eine Art Camping-Dusche dabei, so dass wir uns im Schutze der Nacht wenigstens vorübergehend den Schweiß abwaschen konnten. Das Thermometer stand weiterhin stur auf 38 Grad. Während des Abendessens setzte relativ plötzlich ein anhaltender Wind ein. Er entstand vermutlich durch die nun unterschiedlich schnell erkaltenden Luftmassen, trug aber nur wenig zur Abkühlung bei.</p>
<figure id="attachment_4259" aria-describedby="caption-attachment-4259" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4259 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-1024x768.jpg" alt="Unser Nachtlager unter freiem Himmel" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4259" class="wp-caption-text">Unser Nachtlager unter freiem Himmel</figcaption></figure>
<p>In dieser Nacht schliefen wir im Freien auf sehr einfachen, aber erstaunlich bequemen Holzpritschen, die wir im Windschatten des Geländewagens positionierten. Ein drittes, auf die Seite gestelltes Bett komplettierte den Windschutz für eine der heißesten Nächte unseres Lebens ;-). Der Sternenhimmel war allerdings weit weniger eindrucksvoll als man vielleicht vermuten könnte. Neben den über uns liegenden Luftmassen mit hoher Luftfeuchtigkeit war der Mond der Übeltäter. Er überstrahlte die Milchstraße und machte eine Taschenlampe vollkommen überflüssig. Ab 22 Uhr legte sich der Wind ein wenig, frischte aber gegen Morgen wieder auf. Kurz vor Sonnenaufgang lag die Tiefsttemperatur gerade einmal noch bei erfrischenden 30 Grad Celsius &#8211; nur um kurze Zeit später wieder zügig anzusteigen.</p>
<h2>Kamele statt Lastwagen</h2>
<p>Am nächsten Morgen fuhren wir auf dem Weg zum Geothermalgebiet am Vulkan Dallol zunächst wieder in Richtung Karumsee. Auf dem Weg zur Salzpfanne trafen wir eine Kamelkarawane. Die Männer waren mit den Lasttieren auf dem Weg zum Salzabbaugebiet, das wir später noch besuchten. Erstaunlicherweise sind die ausdauernden Kamele auch heute noch das beste Transportmittel in dieser unwirtlichen Gegend, zuverlässiger als jeder Lkw.</p>
<figure id="attachment_4260" aria-describedby="caption-attachment-4260" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4260" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-1024x683.jpg" alt="Die Kamelkarawane war in der Morgenfrische bei 34 Grad unterwegs zum Ort des Salzabbaus." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4260" class="wp-caption-text">Die Kamelkarawane war in der Morgenfrische bei 34 Grad unterwegs zum Ort des Salzabbaus.</figcaption></figure>
<p>Die Karawane umfasste in etwa 20 Tiere. Bis zu ihrem Ziel waren es noch gut 2 Kilometer, aber wir konnten nicht einschätzen, wie lange sie schon unterwegs waren. Weder den Männern noch den Kamelen schien die Hitze zu schaffen zu machen. Mona durfte sich sogar als Karawanenführerin versuchen.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/LgIISLs_fmk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Aber auch den zähen Paarhufern kann diese lebensfeindliche Umgebung zu viel abverlangen. Ab und zu sahen wir die gebleichten Skelette von verendeten Kamelen neben der Piste liegen.</p>
<h2>Das Geothermalgebiet Dallol</h2>
<p>Ein paar Kilometer nördlich des Salzsees befindet sich der Vulkan Dallol, in dessen Umfeld sich ein wahrhaft spektakuläres Geothermalgebiet erstreckt. Vom Ende der Piste aus wanderten wir einige hundert Meter über ein erkaltetes Lavafeld. Der Weg wies eine leichte Steigung auf und führte in Richtung des &#8222;Gipfels&#8220; (auf -48m gelegen). Aus dem unebenen graubraunen Stein des Untergrundes erhoben sich einige Felskonen, vielleicht handelte es sich um ehemals aktive kleine Lavaschlote?</p>
<figure id="attachment_4261" aria-describedby="caption-attachment-4261" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4261" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-1024x576.jpg" alt="Eine kuriose Lava-Skulptur" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4261" class="wp-caption-text">Eine kuriose Lava-Skulptur</figcaption></figure>
<p>Einige hundert Meter weiter wurde es auf einmal bunt. Zunächst sahen wir kleine farbige Flecken von einem oder zwei Metern Durchmesser, die sich in einem kräftigen, schwefeligen Gelb vom restlichen Grau-in-grau der Lava abhoben. Je weiter wir gingen, desto größer wurden diese Ablagerungsareale und desto intensiver die Farben. Neben dem Gelb komplettierten ein kräftiges Braun-orange und Weiß die Palette. Darin befanden sich giftgrüne Pfützen, deren Flüssigkeit einen extrem sauren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/PH-Wert">pH-Wert</a> von maximal 1 haben sollen.</p>
<figure id="attachment_4262" aria-describedby="caption-attachment-4262" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4262 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-1024x683.jpg" alt="Die grünen Tümpel weisen angeblich einen pH-Wert von 1 und darunter auf." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4262" class="wp-caption-text">Die grünen Tümpel weisen angeblich einen pH-Wert von 1 und darunter auf.</figcaption></figure>
<p>Es war ein mehr als heißer Anblick, nicht nur weil die Temperaturen schon wieder die 40 Grad-Marke überschritten hatten. In der Luft lag ein Geruch nach faulen Eiern und es zischte und brodelte hier und da aus Spalten und kleinen Thermalspringbrunnen. Der Boden war mit filigranen Ablagerungen überkrustet, die an Butterstreusel oder Popcorn erinnerten. Schlammtümpel oder Geysire gab es nicht. Wir standen mitten im Wunderland des unglaublich knallbunten Dallol-Geothermalgebietes, dessen unwirkliche Landschaft aus einer psychodelischen Halluzination zu stammen schien.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/m-DnuTJ-etc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Am Fuße des Vulkans Dallol</h2>
<p>Eineinhalb Stunden und eine große Wasserflasche pro Person später waren wir wieder zurück im Auto, wo uns die Klimaanlage etwas Erfrischung spendete. Wir fuhren entlang des Dallol, der so flach war, dass er kaum als Berg auszumachen war. Am Übergang zur Salzpfanne war eine ganz eigene Umgebung aus rötlich-weiß aufgeschichteten Formationen entstanden.</p>
<figure id="attachment_4263" aria-describedby="caption-attachment-4263" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4263 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-1024x683.jpg" alt="Am Fuße des Dallol war eine Landschaft aus rot-weiß gebänderten Formationen entstanden." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4263" class="wp-caption-text">Am Fuße des Dallol war eine Landschaft aus rot-weiß gebänderten Formationen entstanden.</figcaption></figure>
<p>Wir hatten Maru vom Salar de Uyuni erzählt und auch, dass wir dort Trickbilder geschossen hatten. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob er uns geglaubt hatte, daher zeigten wir ihm ein <a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/APC_1598.jpg">Beispiel</a>. Er war begeistert und so nutzten wir die Gelegenheit und hielten an einem geeigneten Ort, mitten im Weiß der salzigen Wüste, für ein kurzes Shooting an. Maru durfte unseren Geländewagen auf der Handfläche halten ;).</p>
<figure id="attachment_4264" aria-describedby="caption-attachment-4264" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4264" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-1024x683.jpg" alt="Maru trägt unser Auto mit links!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4264" class="wp-caption-text">Maru trägt unser Auto mit links!</figcaption></figure>
<h2>Salz aus der Wüste</h2>
<p>Auf dem Rückweg zum Camp hielten wir am Ort des Salzabbaus an. Die Afar betreiben diese Art der Mineralgewinnung in dieser Gegend unverändert seit Jahrhunderten. Heutzutage wird der gewonnene Rohstoff als Viehsalz gehandelt. Die Männer dort haben vielleicht den härtesten Job der Welt. In der brütenden Hitze verrichteten sie bei über 40 Grad Celsius körperliche Schwerstarbeit, ganz gleich welchen Arbeitsschritt man betrachtet. Zunächst hackten sie die Salzwaben auseinander, die sich durch natürliche Prozesse im Laufe der Zeit gebildet hatten.</p>
<figure id="attachment_4265" aria-describedby="caption-attachment-4265" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4265 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-683x1024.jpg" alt="Schritt 1: Salzwaben aufspalten" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4265" class="wp-caption-text">Schritt 1: Salzwaben aufspalten</figcaption></figure>
<p>Anschließend führten sie Stangen in die geschaffenen Rinnen ein und hebelten mit diesen die großen Platten nach oben, so dass sie unter ihrem eigenen Gewicht zerbrachen. Weit und breit gab es keinen Schatten und einige (wenige) trugen noch nicht einmal eine Kopfbedeckung. Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz waren absolute Fremdwörter. Wir wollten uns nicht ausmalen, was bei einem Unfall passieren würde.</p>
<figure id="attachment_4266" aria-describedby="caption-attachment-4266" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4266 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-1024x683.jpg" alt="Schritt 2: Salzplatten anheben/anhebeln, damit sie zerbrechen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4266" class="wp-caption-text">Schritt 2: Salzplatten anheben/anhebeln, damit sie zerbrechen</figcaption></figure>
<p>Abschließend zerteilten sie die so entstandenen &#8222;handlicheren&#8220; Tafeln weiter und meißelten sie zu einer normierten Größe für den Transport via Kamelkarawane. Jeder dieser Arbeitsschritte muss ein höllisch schwerer Knochenjob sein. Einzig der Satan höchstpersönlich als Aufseher hätte noch gefehlt.</p>
<figure id="attachment_4267" aria-describedby="caption-attachment-4267" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4267 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-1024x683.jpg" alt="Schritt 3: Genormte Salztafeln herstellen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4267" class="wp-caption-text">Schritt 3: Genormte Salztafeln herstellen</figcaption></figure>
<p>Für 3 Birr (8 Euro-Cent) pro Stück kauften die Karawanenführer diese Salzblöcke von den Arbeitern. Mit ca. 20 dieser Platten beluden sie daraufhin je ein Kamel, um die Tafeln 2 Tage später nach einem langen Fußmarsch für 20 Birr auf dem Markt wieder zu verkaufen. Der Wert des Salzes versiebenfachte sich also durch den Transport und eine Kamelladung erlöste etwas mehr als 11 Euro. Bei 20 bis 30 Tieren pro Karawane ein hart erarbeiteter, aber vermeintlich stolzer Gewinn, wenn die Kameltreiber nicht einen Großteil des Geldes an die Besitzer der Lasttiere abgeben müssten…</p>
<figure id="attachment_4268" aria-describedby="caption-attachment-4268" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4268 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-1024x683.jpg" alt="Die Kamele bringen die Salzblöcke auf den 70 Kilometer entfernten Markt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4268" class="wp-caption-text">Die Kamele bringen die Salzblöcke auf den 70 Kilometer entfernten Markt.</figcaption></figure>
<h2>Dallol, der heißeste Ort der Welt?</h2>
<p>Ist Dallol nun wirklich der heißeste Ort der Welt? Das kommt natürlich darauf an, welche Kriterien man betrachtet. Wenn man die höchste jemals gemessene Temperatur zugrunde legt, dann führt das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzepol#H%C3%B6chste_Einzelmessungen">Death Valley</a> die Statistik mit 56,7°C an. Geht es jedoch um die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzepol#H%C3%B6chste_Jahresdurchschnittstemperatur">Durchschnittstemperatur</a>, so stellt Dallol wohl tatsächlich das konstant heißeste Gebiet der Welt dar. Bei durchschnittlich(!) 34,4 °C bekommt man dort so schnell keine kalten Füße. Die Tendenz der Statistik können wir aus persönlicher Erfahrung bestätigen. In beiden Gegenden kann es ziemlich warm werden. Im Death Valley haben wir allerdings auch schon einmal gefroren. Dafür fiel das Thermometer in Dallol (bzw. in der Umgebung) nicht unter 30 Grad Celsius &#8211; und wir hatten uns in der kühleren Jahreszeit dort aufgehalten!</p>
<figure id="attachment_4269" aria-describedby="caption-attachment-4269" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4269 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-1024x683.jpg" alt="Einfach, aber geradezu luxuriös im Vergleich zur vorherigen Nacht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4269" class="wp-caption-text">Einfach, aber geradezu luxuriös im Vergleich zur vorherigen Nacht.</figcaption></figure>
<p>Wie faszinierend Dallol auch gewesen war, wir genossen unsere nächste, wenn auch recht einfache Unterkunft in Abala sehr. Im Zimmer des Guesthouse fehlte zwar jegliches Mobiliar, so dass wir auf mitgebrachten Schaumstoffmatratzen schliefen. Dafür gab es aber fließendes Wasser, Toiletten, Duschen und es herrschten erträgliche Temperaturen. Die Nacht war eine angenehme Verschnaufpause, bevor wir am nächsten Tag zum Erta Ale aufbrachen.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/dallol-der-heisseste-ort-der-welt/">Dallol, der heißeste Ort der Welt</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/dallol-der-heisseste-ort-der-welt/">Dallol, der heißeste Ort der Welt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Die Felsenkirchen von Gheralta</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2020 00:01:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Äthiopien ist berühmt für seine monolithischen Felsenkirchen in Lalibela (wohin wir auch noch fahren würden), aber es gibt auch viele kleinere und weniger bekannte Gotteshäuser, die aus dem massiven Felsen herausgearbeitet worden sind. In der Nähe von Gheralta besuchten wir zwei dieser sakralen Stätten, die abgelegen hoch oben in den Bergen liegen. Um sie zu &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Äthiopien ist berühmt für seine monolithischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Felsenkirche">Felsenkirchen</a> in Lalibela (wohin wir auch noch fahren würden), aber es gibt auch viele kleinere und weniger bekannte Gotteshäuser, die aus dem massiven Felsen herausgearbeitet worden sind. In der Nähe von Gheralta besuchten wir zwei dieser sakralen Stätten, die abgelegen hoch oben in den Bergen liegen. Um sie zu erreichen, wanderten (und kletterten) wir über abenteuerliche Wege, so wie es die Gläubigen auch tun, um dort zu beten und den Gottesdienst zu besuchen.</p>
<figure id="attachment_4227" aria-describedby="caption-attachment-4227" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094119-2493.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4227 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094119-2493-1024x683.jpg" alt="Im Innenraum der monolithischen Felsenkirche Mariam Korkor" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094119-2493-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094119-2493-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094119-2493-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094119-2493-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094119-2493.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4227" class="wp-caption-text">Im Innenraum der monolithischen Felsenkirche Mariam Korkor</figcaption></figure>
<p><span id="more-4225"></span></p>
<h2>Auf der Fahrt nach Gheralta: Das Schlachtfeld von Adua</h2>
<p>Auch dieses Mal gab es auf der Fahrt nicht nur &#8211; durchaus reizvolle &#8211; Gegend zu sehen. Östlich von <a href="http://wittmann-tours.de/aksum-aufbewahrungsort-der-bundeslade">Aksum</a> passierten wir das einstige Schlachtfeld von Adua (auch Adwa transkribiert). Von einer Anhöhe aus blickten wir auf ein friedliches Tal mit Feldern, Wald und Bergen im Hintergrund. Aber in dieser idyllischen Landschaft hatte die blutige <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Adua">Schlacht von Adua</a> stattgefunden. Angeführt von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Menelik_II.">Menelik II.</a> schlug das äthiopische Militär 1896 an diesem Ort italienische Truppen vernichtend. Auch heute noch sind die Äthiopier überzeugt, dass die Kraft der Bundeslade diesen Sieg ermöglicht hatte, auch wenn historische Zeugnisse eher <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Adwa#Battle">andere Faktoren</a> anführen. Als Folge dieser entscheidenden militärischen Auseinandersetzung konnte Äthiopien die imperialistischen Bestrebungen Italiens abwehren und sich seine Unabhängigkeit bewahren. Die Äthiopier sind zu Recht stolz darauf, dass ihr Land nie kolonialisiert wurde.</p>
<figure id="attachment_4228" aria-describedby="caption-attachment-4228" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-092146-5503.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4228" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-092146-5503-1024x683.jpg" alt="In dieser Ebene fand die Schlacht von Adua statt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-092146-5503-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-092146-5503-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-092146-5503-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-092146-5503-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-092146-5503.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4228" class="wp-caption-text">In dieser Ebene fand die Schlacht von Adua statt.</figcaption></figure>
<p>In der Kleinstadt Adua stand auch ein kleines unscheinbares Denkmal, das an diesen Wendepunkt im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Italienisch-Äthiopischer_Krieg_(1895–1896)">Italienisch-Äthiopischen Krieg</a> erinnert. Maru wusste ungefähr, wo es sich befinden musste. Wir fuhren die Hauptstraße entlang und suchten am Straßenrand. Schließlich tauchte der Gedenkstein tatsächlich in einer Gebäudelücke auf. Interessanterweise war das Monument auf Italienisch beschriftet und erinnerte nicht an die 10.000 gefallenen Äthiopier, sondern an die gestorbenen Italiener. Wenn wir es richtig interpretieren bedeutet die Inschrift: &#8222;Gefallen, Adua 1896, wir dürfen nicht vergessen&#8220;.</p>
<figure id="attachment_4229" aria-describedby="caption-attachment-4229" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-091040-2472.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4229 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-091040-2472-1024x683.jpg" alt="Gedenkstein für die gefallenen italienischen Soldaten" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-091040-2472-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-091040-2472-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-091040-2472-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-091040-2472-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-091040-2472.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4229" class="wp-caption-text">Gedenkstein für die gefallenen italienischen Soldaten</figcaption></figure>
<h2>Gheralta Guides und Scouts</h2>
<p>Am folgenden Tag hatten wir eine Wanderung zu einer der Felsenkirchen, Mariam Korkor, geplant. Wir trafen unseren Führer Gebre von der Gheralta Guides Association und fuhren über eine holperige Piste zum Fuß der Berge. Auf dem sonst trockenen Weg befand sich eine matschige Stelle, vermutlich verlief dort ein kleiner Bach, dort blieb das Auto erstmal stecken. Wir sahen uns schon durch den knietiefen Schlamm waten und den Geländewagen aus dem Dreck schieben, aber dann schafften Maru und der Vierradantrieb nach mehreren Anläufen zum Glück doch noch ein Befreiungsmanöver, wobei der Matsch in alle Richtungen spritzte.</p>
<figure id="attachment_4230" aria-describedby="caption-attachment-4230" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-081735-5565.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4230" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-081735-5565-1024x683.jpg" alt="Dieses Felsmassiv wollten wir erklimmen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-081735-5565-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-081735-5565-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-081735-5565-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-081735-5565-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-081735-5565.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4230" class="wp-caption-text">Dieses Felsmassiv wollten wir erklimmen.</figcaption></figure>
<p>Am Parkplatz trafen wir zu unserer Verwunderung einen unangekündigten Scout namens Embei, der uns auch begleiten würde, wie uns Gebre eröffnete. Embei war ein rüstiger alter Mann, nach eigenen Angaben war er 82 Jahre alt. Vor vollendete Tatsachen gestellt ahnten wir schon, dass es am Ende eine unvermeidliche Tragödie um seine Entlohnung geben würde, da selbsternannte Führer von uns normalerweise kein Trinkgeld erhalten…</p>
<h2>Aufstieg zur Felsenkirche Mariam Korkor</h2>
<p>So standen wir am Fuße des Berges, dessen Felsen steil emporragten. Kaum konnte wir uns vorstellen, wie wir ihn bezwingen sollten. Der Fußweg wies von Anfang an eine ziemliche Steigung auf und führte uns in eine enge Spalte zwischen zwei Felswänden. Direkt am Eingang mussten wir an einem Steinblock von mehreren Metern Durchmesser vorbeiklettern, der erst kürzlich in die Schlucht gefallen war, wie beruhigend ;). Der Pfad war mit losem Geröll bedeckt, welches stellenweise zu einer Treppe aufgeschichtet war. Dies war nicht (ausschließlich) für Besucher wie uns geschehen, schließlich befanden wir uns auf dem regulären Weg zur Kirche, den viele Gläubige regelmäßig benutzten.</p>
<figure id="attachment_4231" aria-describedby="caption-attachment-4231" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-105516-2496-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4231" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-105516-2496-HDR-683x1024.jpg" alt="Eine aus Geröll aufgeschichtete Treppe ermöglichte uns den Aufstieg." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-105516-2496-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-105516-2496-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-105516-2496-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-105516-2496-HDR-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-105516-2496-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4231" class="wp-caption-text">Eine aus Geröll aufgeschichtete Treppe ermöglichte uns den Aufstieg.</figcaption></figure>
<p>Nach der Durchquerung der Felsspalte gelangten wir auf ein kleines Plateau. Wir hatten schon etwa 150 Höhenmeter bewältigt (Halbzeit) und es eröffnete sich für uns ein eindrucksvoller Ausblick über die Landschaft auf der anderen Seite des Massivs. Nach einer kurzen Verschnaufpause &#8211; die Anstrengung und die einsetzende Hitze hatten uns ins Schwitzen gebracht &#8211; setzten wir den Aufstieg fort. Abschnittsweise kraxelten wir über den bis zu 60 Grad steilen Felsen, nur an wenigen Stellen waren schmale Trittstufen hineingehauen worden, nicht viel breiter und tiefer als eine Schuhspitze. Glücklicherweise war die raue Oberfläche des Felsens sehr griffig, so dass die Kletterpartie uns viel Spaß bereitete.</p>
<figure id="attachment_4232" aria-describedby="caption-attachment-4232" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-085325-5570.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4232 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-085325-5570-1024x683.jpg" alt="Free-Climbing auf dem Weg nach oben" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-085325-5570-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-085325-5570-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-085325-5570-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-085325-5570-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-085325-5570.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4232" class="wp-caption-text">Free-Climbing auf dem Weg nach oben</figcaption></figure>
<h2>Die Kirche Mariam Korkor</h2>
<p>Oben angekommen genossen wir erneut den fabelhaften Blick auf die ländliche Ebene. Einige hundert Meter weiter erreichten wir die Kirche <a href="https://fr.wikipedia.org/wiki/Maryam_Korkor">Mariam Korkor</a>, deren Fassade direkt vor eine Felswand gebaut worden war. Das Innere des Gotteshauses befand sich im Berg. Das komplette Kirchenschiff war aus dem massiven Stein gehauen worden, großzügige 10 Meter breit, 17 Meter tief und 6 Meter hoch. Mariam Korkor war die erste monolithische Felsenkirche, die wir in Äthiopien sahen und entsprechend beeindruckt waren wir ob der handwerklichen Meisterleistung.</p>
<figure id="attachment_4233" aria-describedby="caption-attachment-4233" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094424-5592.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4233 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094424-5592-683x1024.jpg" alt="Der großzügige Innenraum der Felsenkirche Mariam Korkor" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094424-5592-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094424-5592-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094424-5592-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094424-5592-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094424-5592.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4233" class="wp-caption-text">Der großzügige Innenraum der Felsenkirche Mariam Korkor</figcaption></figure>
<p>Der Innenraum roch ein wenig modrig und war in nur zwei Bereiche aufgeteilt: den Hauptraum, wo die Gottesdienste stattfinden, und das Allerheiligste mit der Replik der Bundeslade. Die Säulen und Wände waren auch in Mariam Korkor mit zahlreichen Abbildungen biblischer Motive geschmückt. Die Farben der detailreichen Bildnisse waren schon deutlich verblasst. Angeblich stammten sie aus dem 13. Jahrhundert. Die Malereien wirkten auf jeden Fall sehr alt und faszinierend lebendig auf der fugenlosen Felswand.</p>
<figure id="attachment_4234" aria-describedby="caption-attachment-4234" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094604-5596.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4234 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094604-5596-1024x683.jpg" alt="Die Wandgemälde wirkten trotz ihres Alters sehr lebendig." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094604-5596-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094604-5596-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094604-5596-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094604-5596-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-094604-5596.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4234" class="wp-caption-text">Die Wandgemälde wirkten trotz ihres Alters sehr lebendig.</figcaption></figure>
<p>In einer weiteren Höhle neben der Kirche lebte ein Mönch, der das Plateau dort oben nicht verlässt und der die Kirche mit einem riesigen Schlüssel für uns öffnete (natürlich gegen eine Spende) und uns das Innere zeigte. Mariam Korkor war aber nicht nur eine Touristenattraktion und ein Ort des Gebetes für den Mönch, der Gott in der Einsamkeit suchte, nein, dort fanden regelmäßig Gottesdienste statt. Jeden Sonntag (und zu anderen äthiopischen Feiertagen) kletterten die Menschen auf der gleichen Route, die wir genommen hatten, die Felsen hinauf, um an der Messe teilnehmen zu können.</p>
<h2>Abba Daniel Korkor</h2>
<p>Anschließend umrundeten wir den Berggipfel, in dem sich Mariam Korkor befand. Über einen nur etwa 2 Meter breiten Vorsprung entlang des Abgrundes erreichten wir nach weniger als 5 Minuten eine weitere kleine Kirche, Abba Daniel Korkor, die wir eher als Kapelle oder Gebetsraum bezeichnen würden. Auch diese sakrale Stätte war aus dem Felsen gehauen worden. Sie hatte nur einen Raum, in den wir durch eine schmale, niedrige Öffnung gelangten. Auch die Wände dieses Kirchleins waren mit christlichen Abbildungen versehen.</p>
<figure id="attachment_4235" aria-describedby="caption-attachment-4235" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-101033-5618-Pano-2.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4235 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-101033-5618-Pano-2-888x1024.jpg" alt="Der Innenraum der kleinen Kirche Daniel Korkor" width="525" height="605" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-101033-5618-Pano-2-888x1024.jpg 888w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-101033-5618-Pano-2-260x300.jpg 260w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-101033-5618-Pano-2-768x885.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-101033-5618-Pano-2-1332x1536.jpg 1332w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-101033-5618-Pano-2.jpg 1388w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4235" class="wp-caption-text">Der Innenraum der kleinen Kirche Daniel Korkor</figcaption></figure>
<p>Als wir wieder ins Freie gelangten, offenbarte sich erneut ein monumentaler Blick über die zu unseren Füßen liegende Gegend, auf die wir aus der Vogelperspektive herabblickten.</p>
<figure id="attachment_4236" aria-describedby="caption-attachment-4236" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-100158-5613.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4236" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-100158-5613-1024x683.jpg" alt="Die Ebene rund um den Ort Gheralta aus der Vogelperspektive" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-100158-5613-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-100158-5613-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-100158-5613-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-100158-5613-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-100158-5613.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4236" class="wp-caption-text">Die Ebene rund um den Ort Gheralta aus der Vogelperspektive</figcaption></figure>
<h2>Das liebe Trinkgeld</h2>
<p>Häufig hatten wir den Eindruck, dass die Einheimischen uns als wandelnde Trinkgeldkasse betrachteten. Dessen waren wir uns natürlich bewusst und aus vorheriger Erfahrung im Land darauf vorbereitet. Bei diesem Ausflug war es leider schade, dass wir mehr als einmal direkt daran erinnert wurden, obwohl wir eindeutig versichert hatten, dass wir uns am Ende unseres Besuchs natürlich auch dem Mönch gegenüber erkenntlich zeigen würden, schließlich war er der Hüter der beiden monolithischen Kirchen.</p>
<figure id="attachment_4237" aria-describedby="caption-attachment-4237" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-091727-5580.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4237 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-091727-5580-1024x683.jpg" alt="Geschafft! Und hoffentlich ist das Trinkgeld auch bald eingesammelt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-091727-5580-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-091727-5580-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-091727-5580-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-091727-5580-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-091727-5580.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4237" class="wp-caption-text">Geschafft! Und hoffentlich ist das Trinkgeld auch bald eingesammelt.</figcaption></figure>
<p>Am Ende bekam auch Embei von uns ein Trinkgeld, als einziger selbsternannter Führer auf der ganzen Weltreise. Er hatte sich sehr freundlich um uns bemüht (engagierter als unser offizieller Guide), hatte versucht, uns einiges mit ein bisschen Englisch zu erklären und vor allem auf die Tücken des Weges hinzuweisen. Wir gaben ihm 200 Birr (etwa 5 Euro), einen für äthiopische Verhältnisse mehr als großzügigen Tageslohn. Er beschwerte sich allerdings bitterlich bei uns, dass dies zu wenig sei. Daraufhin boten wir an, dass er uns das Trinkgeld gerne zurückgeben könne, wenn er nicht zufrieden sei. Das tat er natürlich nicht. Leider brachte diese Meinungsverschiedenheit einen Missklang in unseren Abschied, obwohl es eine phantastische Wanderung gewesen war.</p>
<h2>Die Gheralta Lodge</h2>
<p>Zurück in unserer Unterkunft, der Gheralta Lodge, konnten wir im Sonnenuntergang das Bergmassiv bestaunen, das wir an diesem Tag erklommen hatten. Das Hotel war die mit Abstand beste Unterkunft, die wir in ganz Äthiopien erleben durften. Eine weitläufige gepflegte Gartenanlage mit hübschen kleinen Hütten traditionell aus Naturstein erbaut, die ruhige Lage, direkter Zugang zu einem kleinen Aussichtshügel mit spektakulärem Ausblick über die Landschaft, gutes italienisches Essen, engagiertes Personal. Der Besitzer der Simien Lodge sollte vielleicht mal ein paar Tage dort verbringen…</p>
<figure id="attachment_4238" aria-describedby="caption-attachment-4238" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-180729-5522-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4238" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-180729-5522-HDR-1024x576.jpg" alt="Sonnenuntergang über den Gheralta-Bergen" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-180729-5522-HDR-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-180729-5522-HDR-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-180729-5522-HDR-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-180729-5522-HDR-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181025-180729-5522-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4238" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang über den Gheralta-Bergen</figcaption></figure>
<p>Auch die Fauna kam nicht zu kurz in der Gheralta Lodge. Morgens wurden wir vom lautstarken Gesang der Vögel geweckt, die leider Frühaufsteher zu sein schienen. Es lohnte sich allerdings, sich aus dem Bett zu erheben, hinauszugehen und die vielen bunten gefiederten Freunde zu beobachten, die sich ihr Frühstück in den nahen Bäumen suchten. Außerdem hatte die Lodge einen ökologischen Rasenmäher, ein hübsches kleines Pferd. Leider war es sehr misstrauisch, es hatte anscheinend schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht.</p>
<figure id="attachment_4239" aria-describedby="caption-attachment-4239" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-063827-5551.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4239 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-063827-5551-682x1024.jpg" alt="Ein Purpurmasken-Bartvogel (Black-billed Barbet) in seinem Frühstücksbaum" width="525" height="788" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-063827-5551-682x1024.jpg 682w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-063827-5551-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-063827-5551-768x1153.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-063827-5551-1023x1536.jpg 1023w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181026-063827-5551.jpg 1066w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4239" class="wp-caption-text">Ein Purpurmasken-Bartvogel (Black-billed Barbet) in seinem Frühstücksbaum</figcaption></figure>
<h2>Aufstieg mit Hindernis</h2>
<p>Vier Tage später, als wir zurück aus der Danakil Wüste waren (Bericht folgt in den nächsten Beiträgen), besuchten wir die Felsenkirche <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Abuna_Yemata_Guh">Abuna Yemata Guh</a>. Auch dieser Ort des Gebetes lag hoch oben im Gheralta-Massiv und die Wanderung zeigte einige Parallelen zum Besuch von Mariam Korkor. Wir trafen unseren Führer Jemana und fuhren über eine idyllische aber holperige Piste, bis es wirklich nicht mehr weiterging. Links und rechts des Weges erstreckten sich die Felder der Bauern und geradeaus ragten die Berge empor. Maru blieb beim Auto und wir machten uns zu dritt auf den Weg.</p>
<figure id="attachment_4240" aria-describedby="caption-attachment-4240" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-101402-5954.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4240 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-101402-5954-1024x683.jpg" alt="Während des Aufstiegs blickten wir auf den Berg von Mariam Korkor, den wir 4 Tage vorher bestiegen hatten (mittig im Bild, auf dem Massiv im Hintergrund in der Sonne)." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-101402-5954-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-101402-5954-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-101402-5954-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-101402-5954-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-101402-5954.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4240" class="wp-caption-text">Während des Aufstiegs blickten wir auf den Berg von Mariam Korkor, den wir 4 Tage vorher bestiegen hatten (mittig im Bild, auf dem Massiv im Hintergrund in der Sonne).</figcaption></figure>
<p>Kurz vor dem Ziel gelangten wir zu einer steilen, fast senkrechten Felswand, verglichen damit war der Aufstieg zur Mariam Korkor-Kirche ein flacher Hügel gewesen. Alles kein Problem, wir sollten unsere Schuhe ausziehen. Wie wir die Schritte zu setzen hätten und wo man sich festhalten könne, würden uns die Helfer zeigen, die dort auf Kundschaft warteten. Gegen eine schmale Gebühr von einigen hundert Birr bestünde auch die Möglichkeit, ein Klettergeschirr anzulegen, damit wir mit einem Seil gesichert werden könnten. Die Offerte war mehr als sinnvoll, aber trotzdem wirkte es wie ein Nepp. Warum eröffnete uns das unser Führer 20 Meter vor bzw. unter dem Ziel? Im Auto muss man ja für den Sicherheitsgurt auch keinen Aufpreis bezahlen, ebenso wenig wie bei einer Bootsfahrt für Schwimmweste oder Rettungsring.</p>
<p>Natürlich bezahlten wir für die Sicherung, fühlten uns aber trotz des geringen Betrags mustergültig abgezockt. Wer verzichtet schon auf eine Sicherung, wenn man an einem unbekannten Berg 20 Meter Felswand hoch und wieder herunter klettern möchte? Das Geschäftsmodell war perfekt eingefädelt und auch die Mitglieder einer anderen Besuchergruppe, die kurz nach uns eintrafen, waren mehr als irritiert. Gut gemeinter Rat an die Gheralta Guides: Schließt das Klettergeschirr einfach im Preis mit ein. Niemand würde protestieren <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ob es noch einer gesonderten Erwähnung bedarf, dass auch die drei Helfer an der Felswand ein Trinkgeld erwarteten?</p>
<h2>Die Felsenkirche Abuna Yemata Guh</h2>
<p>Oben angekommen war das Terrain beherrschbar, aber trotzdem abenteuerlich. Die Felsen fielen steil ab und die begehbaren Flächen glichen schmalen unebenen Simsen über dem Abgrund. Welch ein Ort, um eine Kirche aus dem Stein herauszuarbeiten! So abgeschieden wie das kleine Gotteshaus war, eignete es sich bestimmt bestens dazu, in Ruhe und Einsamkeit zu beten. Bei unserem Besuch lebte dort oben kein Mönch mehr, trotzdem wurde in dem sakralen Bauwerk jeden Sonntag ein Gottesdienst abgehalten. Die Einheimischen kletterten bestimmt ohne Sicherung dort hinauf.</p>
<figure id="attachment_4241" aria-describedby="caption-attachment-4241" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-112834-5980.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4241 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-112834-5980-683x1024.jpg" alt="Für den Besuch von Abuna Yemata Guh darf man keine Höhenangst haben." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-112834-5980-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-112834-5980-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-112834-5980-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-112834-5980-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-112834-5980.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4241" class="wp-caption-text">Für den Besuch von Abuna Yemata Guh darf man keine Höhenangst haben.</figcaption></figure>
<p>Die Kirche war laut Legende dort im 5. Jahrhundert von keinem Geringeren als <a href="https://orthodoxwiki.org/Abba_Yem%27ata">Abuna Yemata</a> selbst, einem der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Nine_Saints">Neun Heiligen</a>, alleine aus dem Felsen geschlagen worden (andere Quellen nennen das 15. Jahrhundert). Auch dort war der Innenraum über und über mit detailreichen christlichen Motiven bemalt und die angeblich noch originalen Farben leuchteten regelrecht, vor allem an der Decke. An der gegenüberliegenden Wand fiel uns zuerst eine Abbildung von Abuna Yemata zu Pferd ins Auge.</p>
<figure id="attachment_4242" aria-describedby="caption-attachment-4242" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111839-5967.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4242 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111839-5967-1024x683.jpg" alt="Abuna Yemata, einer der Neun Heiligen und Erbauer der Kirche, hoch zu Roß. Darüber im Medaillon die anderen acht Heiligen. " width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111839-5967-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111839-5967-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111839-5967-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111839-5967-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111839-5967.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4242" class="wp-caption-text">Abuna Yemata, einer der Neun Heiligen und Erbauer der Kirche, hoch zu Roß. Darüber im Medaillon die anderen acht Heiligen.</figcaption></figure>
<h2>Äthiopische Kirchenkunst</h2>
<p>Nachdem wir nun schon seit 2 Wochen durch Äthiopien reisten, dachten wir, wir hätten in der Zwischenzeit einiges gelernt. Oben in einer Kuppel waren neun Männer mit Heiligenschein dargestellt. Also frage ich, auf ein &#8222;Ja&#8220; spekulierend, unseren Führer, ob dies die bekannten Neun Heiligen wären. Die Antwort war &#8211; zu meiner großen Enttäuschung &#8211; allerdings &#8222;Nein&#8220;: Es seien die Zwölf Apostel und die Abbildung der drei fehlenden befände sich darunter.</p>
<figure id="attachment_4243" aria-describedby="caption-attachment-4243" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111733-5963.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4243 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111733-5963-1024x683.jpg" alt="Die neun heiligen Männer in der Kuppel sind die Zwölf Apostel. Drei von ihnen sind an anderer Stelle (auf den Säulen?) dargestellt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111733-5963-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111733-5963-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111733-5963-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111733-5963-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111733-5963.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4243" class="wp-caption-text">Die neun heiligen Männer in der Kuppel sind die Zwölf Apostel. Drei von ihnen sind an anderer Stelle (auf den Säulen?) dargestellt.</figcaption></figure>
<p>Folgerichtig waren in der anderen Kuppel auch nur acht der Neun Heiligen abgebildet, der Gründer der Kirche ritt schließlich auf seinem Pferd darunter an der Wand entlang… Es lag also noch ein langer Weg vor mir bis zum Experten für äthiopisch-orthodoxe Kirchenkunst <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_4244" aria-describedby="caption-attachment-4244" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111647-5961.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4244 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111647-5961-1024x683.jpg" alt="Acht der Neun Heiligen. Abuna Yemata ist unterhalb auf der Wand zu Pferd abgebildet." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111647-5961-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111647-5961-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111647-5961-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111647-5961-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181030-111647-5961.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4244" class="wp-caption-text">Acht der Neun Heiligen. Abuna Yemata ist unterhalb auf der Wand zu Pferd abgebildet.</figcaption></figure>
<p>Die Felsenkirchen an sich beeindruckten uns tief. Ihre Lage war atemberaubend und wir fragten uns, nach welchen Kriterien die Orte ihrer Erschaffung ausgewählt worden waren. Die Begeisterung, Entschlossenheit und Hingabe ihrer Erbauer (besser der Steinmetze) muss grenzenlos gewesen sein.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/die-felsenkirchen-von-gheralta/">Die Felsenkirchen von Gheralta</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/die-felsenkirchen-von-gheralta/">Die Felsenkirchen von Gheralta</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Aksum, Aufbewahrungsort der Bundeslade?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2020 00:01:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Aksum (auch transkribiert als Axum) ist ein Ort größter spiritueller und geschichtlicher Bedeutung in Äthiopien. Das legendäre Aksumitische Reich kontrollierte weite Teile des heutigen Nordäthiopien und Eritrea sowie die damit verbundenen Handelswege. Aksum ist außerdem die Wiege der äthiopisch-orthodoxen Religion und auch heute noch der wichtigste Pilgerort des Landes, da sich dort der heiligste mythische &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/aksum-aufbewahrungsort-der-bundeslade/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Aksum, Aufbewahrungsort der Bundeslade?!“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aksum (auch transkribiert als Axum) ist ein Ort größter spiritueller und geschichtlicher Bedeutung in Äthiopien. Das legendäre <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aksumitisches_Reich">Aksumitische Reich</a> kontrollierte weite Teile des heutigen Nordäthiopien und Eritrea sowie die damit verbundenen Handelswege. Aksum ist außerdem die Wiege der äthiopisch-orthodoxen Religion und auch heute noch der wichtigste Pilgerort des Landes, da sich dort der heiligste mythische Kultgegenstand der Juden und Äthiopier befinden soll: Die Bundeslade.</p>
<figure id="attachment_4208" aria-describedby="caption-attachment-4208" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4208 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487-1024x683.jpg" alt="Der Stelenpark von Aksum: Eindrucksvolles Zeugnis der Macht des aksumitischen Reiches" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4208" class="wp-caption-text">Der Stelenpark von Aksum: Eindrucksvolles Zeugnis der Macht des aksumitischen Reiches</figcaption></figure>
<p><span id="more-4218"></span></p>
<h2>Fahrt nach Aksum</h2>
<p>Vom <a href="http://wittmann-tours.de/das-simien-gebirge-heimat-der-dschelada-affen-und-aethiopischen-steinboecke">Simien-Gebirge</a> bis nach Aksum fuhren wir nur etwa 260km, aber es dauerte einen ganzen Tag. Der Weg war an diesem Tag wieder einmal das Ziel. Die Straße schlängelte sich die Berge hinab und weiter gen Norden. Unterwegs verlangsamten uns nicht nur die Schlaglöcher, sondern auch die Resten abgegangener Steinschläge, die uns zum Abbremsen zwangen. Ab und zu blockierten Steinblöcke, so groß wie eine Gartenhütte, eine der Fahrspuren. Auf der rechten Seite sahen wir das Simien-Gebirge aufragen und erste Wolken ballten sich darüber zusammen. 4 Stunden nach der Abfahrt hatten wir zwar schon 110km zurückgelegt, waren aber Luftlinie nur erst 30km (!) von unserem Startpunkt entfernt.</p>
<figure id="attachment_4209" aria-describedby="caption-attachment-4209" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4209" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394-1024x576.jpg" alt="Ein Blick zurück auf das Simien-Gebirge" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4209" class="wp-caption-text">Ein Blick zurück auf das Simien-Gebirge</figcaption></figure>
<p>Ziemlich genau an der Stelle des obigen Fotos überquerten wir die Grenze nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tigray_(Region)">Tigray</a>, der nördlichsten Verwaltungsregion Äthiopiens. Die Landschaft wandelte sich, es wurde trockener, wärmer, die Erde nahm eine rote Farbe an, es gab weniger Bäume, der Himmel strahlte in tiefem Blau und keine einzige Wolke trübte den Sonnenschein. Wir fingen im Auto zu schwitzen an, es wurde Zeit, die Pullover auszuziehen ;). Außerdem zeigte sich indirekt die Nähe zu Eritrea. Maru zeigte uns ein Flüchtlingslager für <a href="https://www.thenewhumanitarian.org/news-feature/2018/11/15/eritrea-ethiopia-peace-leads-refugee-surge">Menschen aus Eritrea</a> und es gab einige Militärkontrollposten an der Straße. Grund für die zunehmende Migration war der Friedensvertrag, durch den die Menschen aus Eritrea einen Ausweg aus ihrem Land sahen, wo sie staatlicher Willkür ausgesetzt sein sollen und lebenslang zum Wehrdienst zur Verfügung stehen müssen.</p>
<figure id="attachment_4210" aria-describedby="caption-attachment-4210" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4210" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396-1024x683.jpg" alt="Eine Kamelkarawane auf dem Weg nach Eritrea" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4210" class="wp-caption-text">Eine Kamelkarawane auf dem Weg nach Eritrea</figcaption></figure>
<p>In der trockenen Landschaft von Tigray sahen wir an diesem Tag auch zum ersten Mal eine Kamelkarawane in Äthiopien. Zwei Männer, einer vorne, einer hinten, trieben die etwa 30 Tiere am Straßenrand entlang. Maru vermutete, dass sie die Kamele nach Eritrea brachten, um sie dort zu verkaufen. Das sei lukrativ und nach dem Friedensvertrag jetzt wesentlich einfacher. Ein Kamel würde etwa 25.000 Birr erlösen, ungefähr 1.000 USD. Den Männern gehörten die Lasttiere aber nicht selbst, sie hatten nur den Auftrag, die Kamele sicher an ihren Zielort zu bringen.</p>
<figure id="attachment_4211" aria-describedby="caption-attachment-4211" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4211 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409-1024x683.jpg" alt="In wiegendem Schritt marschierten die Kamele am Straßenrand." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4211" class="wp-caption-text">In wiegendem Schritt marschierten die Kamele am Straßenrand.</figcaption></figure>
<h2>Das aksumitische Reich</h2>
<p>Aksum ist heutzutage die wenig aufregende <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aksum">Regionalhauptstadt</a> von Tigray mit ca. 70.000 Einwohnern. Die Ortschaft spielte jedoch in der Geschichte Äthiopiens eine entscheidende Rolle und zwar so sehr, dass historische Zeitangaben häufig mit der Bezeichnung <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4-aksumitische_Periode">prä-aksum</a> oder (weniger häufig) mit post-aksum versehen werden. In der Stadt Aksum befand sich der Herrschersitz der Könige des aksumitischen Reiches. Dieser bedeutende spätantike Staat erlebte seine Blütezeit zwischen dem 3. bis 6. Jahrhundert nach Christus und erstreckte sich auf dem Gebiet des heutigen Eritrea, Nordäthiopiens, Teilen des Sudans und Jemens. Damals war Aksum der wichtigste Warenumschlagplatz der Region und ein politisches Machtzentrum, wie es in Afrika seinesgleichen suchte.</p>
<figure id="attachment_4212" aria-describedby="caption-attachment-4212" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4212" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470-1024x683.jpg" alt="Blick über das moderne Aksum" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4212" class="wp-caption-text">Blick über das moderne Aksum</figcaption></figure>
<p>Mit der Ausbreitung des Islam begann allerdings der Niedergang von Aksum, da es nach und nach von den profitablen Handelsrouten abgeschnitten wurde und damit an Einfluss verlor. Die kriegerische jüdische Königin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gudit">Gudit</a> eroberte 960 schließlich die verbliebenen Gebiete des Reiches und tötete den letzten aksumitischen König.</p>
<h2>Die Stelen von Aksum</h2>
<p>Zu seiner Blütezeit muss Aksum eine prächtige Stadt gewesen sein. Zeugnis davon legt auch heute noch das Stelenfeld ab, das erste Ziel, das wir zusammen mit unserem lokalen Führer Firdi besuchten. Die riesigen massiven Granitstelen dienten vermutlich als überdimensionierte Grabsteine, darunter befinden sich wohl die Grabkammern der aksumitischen Könige. Eingemeißelt in die Außenseite der Monolithen sind Strukturelemente aksumitischer Häuser mit Türen und mehreren Fenstern. Die Anzahl der herausgearbeiteten Stockwerke korrespondiert mit der der unterirdischen Gräber. So wirken die Monumente ein wenig wie sehr schmale antike Wolkenkratzer. Einer Theorie nach sollen die Stelen als symbolisches Tor in das Leben nach dem Tode gestaltet worden sein. Errichtet wurden die Denkmale wahrscheinlich als Machtdemonstration. Ein exaktes 3D-Modell, das auch die Grüfte unter der Erde darstellt, hat das <a href="https://www.zamaniproject.org/site-ethiopia-aksum-stelae-field.html">Zamani-Projekt</a> erstellt.</p>
<figure id="attachment_4213" aria-describedby="caption-attachment-4213" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4213 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477-683x1024.jpg" alt="König Ezanas Stele, sie steht seit dem 4. Jahrhundert aufrecht. Mittlerweile wird sie vorsichtshalber gestützt." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4213" class="wp-caption-text">König Ezanas Stele, sie steht seit dem 4. Jahrhundert aufrecht. Mittlerweile wird sie vorsichtshalber gestützt.</figcaption></figure>
<p>Bis heute gibt es keine plausible Erklärung, auf welche Weise die tonnenschweren Stelen damals hatten aufgestellt werden können. Mögliche Theorien reichen von Flaschenzügen in Verbindung mit Arbeitselefanten bis hin zur Kraft der Bundeslade. Umso erstaunlicher ist es, dass einer der drei größten Monolithen, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/King_Ezana%27s_Stela">König Ezanas Stele</a>, seit dem 4. Jahrhundert nach Christus an seinem Platz steht. Das größte Monument hingegen, die Stele, die mit König König Remhai in Verbindung gebracht wird, liegt in Trümmern am Boden (es ist auf dem ersten Bild dieses Beitrags zu sehen). Es wäre 33 Meter hoch.</p>
<figure id="attachment_4214" aria-describedby="caption-attachment-4214" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4214 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480-683x1024.jpg" alt="Der &quot;Obelisk von Aksum&quot; steht seit 2008 wieder erhaben auf dem Stelenfeld in Aksum." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4214" class="wp-caption-text">Der &#8222;Obelisk von Aksum&#8220; steht seit 2008 wieder erhaben auf dem Stelenfeld in Aksum.</figcaption></figure>
<p>Die dritte der großen Stelen, der sog. &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Obelisk_von_Axum">Obelisk von Aksum</a>&#8222;, überdauerte ebenfalls die Jahrhunderte, hat aber eine bewegte Geschichte hinter sich. Die italienischen Besatzer hatten offensichtlich Gefallen an dem Denkmal gefunden und nahmen es 1937 als Kriegsbeute ins Heimatland mit. 68 Jahre lang stand die Stele daraufhin in Rom vor dem damaligen Kolonialministerium, bevor die Italiener sie wieder zurück nach Äthiopien transportierten. (Vielleicht hat der eine oder andere sie bei einem Besuch der Ewigen Stadt gesehen?) Seit 2008 steht sie nun wieder im Stelenpark von Aksum.</p>
<h2>Die Kirche der Heiligen Maria von Zion</h2>
<p>Schräg gegenüber vom Stelenfeld, tatsächlich einfach auf der anderen Straßenseite, steht die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Church_of_Our_Lady_Mary_of_Zion">Kirche der Heiligen Maria von Zion</a>. Das erste Gotteshaus dieses Namens wurde an dieser Stelle im 4. Jahrhundert nach Christus gebaut. Damit gehen ihre Wurzeln bis zur Geburtsstunde der äthiopisch-orthodoxen Kirche zurück. <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ezana_of_Axum">König Ezana</a>, dessen Stele wir vorher gesehen hatten, war als erster aksumitischer Herrscher zum Christentum konvertiert. Unter anderem wegen der relativen Isolation Äthiopiens nach dem Niedergang des aksumitischen Reiches haben sich die alten Traditionen dieser Religion bis heute erhalten.</p>
<figure id="attachment_4215" aria-describedby="caption-attachment-4215" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4215" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447-1024x683.jpg" alt="Der Neubau der Kirche der Heiligen Maria von Zion in Aksum" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4215" class="wp-caption-text">Der Neubau der Kirche der Heiligen Maria von Zion in Aksum</figcaption></figure>
<p>In der Kirche der Heiligen Maria von Zion wurden traditionell die äthiopischen Kaiser gekrönt. Und in der Tat beruhte die Legitimation der Regenten auch auf der Durchführung dieser wichtigen Zeremonie in Aksum oder wenigstens einer Anerkennung des Herrschaftsanspruches im Rahmen einer heiligen Messe in diesem Gotteshaus.</p>
<figure id="attachment_4216" aria-describedby="caption-attachment-4216" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4216" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428-1024x683.jpg" alt="Im Innenraum der Kirche der Heiligen Maria von Zion" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4216" class="wp-caption-text">Im Innenraum der Kirche der Heiligen Maria von Zion</figcaption></figure>
<p>Der aktuelle riesige Neubau der Kirche stammt aus dem Jahr 1950, Kaiser Haile Selassie gab die Konstruktion in Auftrag. Sie war mit Abstand das größte sakrale Gebäude, das wir in Äthiopien besuchten. Wie in Äthiopien üblich schmückten farbenfrohe Malereien biblischer Motive die Wände großzügig (aber nicht flächendeckend). Die Größe des Gotteshauses soll wahrscheinlich ihre Bedeutung widerspiegeln. Während andere Kirchen in Äthiopien nur eine Nachbildung der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundeslade">Bundeslade</a> bergen, befindet sich in Aksum das Original!</p>
<h2>Die Bundeslade</h2>
<p>Um den Verbleib der biblischen Bundeslade, dieses heiligsten Kultgegenstandes, ranken sich unzählige Legenden und Mythen. Befindet sich die Bundeslade wirklich in Aksum? Liegt sie nicht doch verborgen im Inneren des <a href="http://wittmann-tours.de/jordaniens-biblische-orte/">Mount Nebo</a>? Hat das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%A4ger_des_verlorenen_Schatzes">FBI sie unter Verschluss</a>? Oder ging die Bundeslade bei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eroberung_von_Jerusalem_(587/586_v._Chr.)">Eroberung Jerusalems 587. v Chr.</a> durch den babylonischen Herrscher Nebukadnezar II. verloren?</p>
<p>Für gläubige Äthiopier stellen sich solche Fragen nicht. Die Bundeslade befindet sich natürlich in Aksum in der Kapelle neben der Kirche der Heiligen Maria von Zion. Aber wie ist sie dort hingekommen? Nach äthiopischer Überlieferung nahm König Menelik I., der Sohn der Königin von Saba, ungefähr 980 v. Christus die Bundeslade aus Jerusalem mit, als er dort seinen Vater König Salomo besuchte. Seitdem befindet sich das hochverehrte Artefakt in der Kirche in Aksum, so steht es im Buch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kebra_Negest">Kebra Negest</a> geschrieben. (Dass der erste sakrale Bau an jener Stelle im 4. Jahrhundert nach Christus errichtet wurde, ist dabei nicht von Bedeutung.)</p>
<figure id="attachment_4217" aria-describedby="caption-attachment-4217" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4217 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445-1024x683.jpg" alt="Diese Kapelle birgt die Bundeslade?!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4217" class="wp-caption-text">Diese Kapelle birgt die Bundeslade?!</figcaption></figure>
<p>Zahlreiche moderne Bücher haben im Laufe der Jahre mit diffizilen Argumentationsketten die Frage erörtert, ob sich die originale Bundeslade nun in Aksum befinden könnte oder nicht. Vor Ort selbst nachschauen kann man leider nicht, das wäre auch zu einfach ;). Für gläubige äthiopisch-orthodoxe Christen erfüllt ein Zweifel am Aufbewahrungsort des heiligen Kultobjektes den Tatbestand der Blasphemie. Tatsächlich ist es nur dem Mönch, dem die Aufgabe des Wächters des Artefaktes übertragen wurde, gestattet, die Bundeslade unverhüllt zu sehen.</p>
<p>Einmal im Jahr wird das Original im Rahmen einer großen religiösen Feier mit Seidentüchern abgedeckt in einer Prozession durch den Ort getragen. Doch was unserer Führer nicht erwähnte: Die Maße der mit wertvollen Stoffen behangenen Truhe, die den Gläubigen gezeigt wird, sollen nicht mit der detaillierten Beschreibung in der Bibel (<a href="https://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Ex25%2C10%E2%80%9322">2.Mose 25,10-22</a>) übereinstimmen. Es mutet also doch einiges reichlich mysteriös an…</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/aksum-aufbewahrungsort-der-bundeslade/">Aksum, Aufbewahrungsort der Bundeslade?!</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/aksum-aufbewahrungsort-der-bundeslade/">Aksum, Aufbewahrungsort der Bundeslade?!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Äthiopien kulinarisch: Injera mit Shiro</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2020 00:01:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Essen und Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Fasten]]></category>
		<category><![CDATA[Injera]]></category>
		<category><![CDATA[kulinarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Shiro]]></category>
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		<category><![CDATA[Teff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Lateinamerika könnte man witzeln, dass es jeden Tag Hühnchen mit Reis gibt, dass man aber zur Abwechslung auch mal Reis mit Hühnchen essen kann. In Äthiopien besteht das Basisgericht aus Injera und Shiro. Injera ist eine spezielle Art von Brot und Shiro bezeichnet eine dickflüssige Soße aus Kichererbsen. Teff, der Grundstoff für Injera Was &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/aethiopien-kulinarisch-injera-mit-shiro/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Äthiopien kulinarisch: Injera mit Shiro“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Lateinamerika könnte man witzeln, dass es jeden Tag Hühnchen mit Reis gibt, dass man aber zur Abwechslung auch mal Reis mit Hühnchen essen kann. In Äthiopien besteht das Basisgericht aus Injera und Shiro. Injera ist eine spezielle Art von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Injera">Brot</a> und Shiro bezeichnet eine dickflüssige Soße aus Kichererbsen.</p>
<figure id="attachment_4066" aria-describedby="caption-attachment-4066" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2189.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4066" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2189-1024x768.jpg" alt="Injera mit Shiro" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2189-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2189-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2189-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2189-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2189.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4066" class="wp-caption-text">Injera mit Shiro</figcaption></figure>
<p><span id="more-4078"></span></p>
<h2>Teff, der Grundstoff für Injera</h2>
<p>Was in anderen Ländern Reis oder Nudeln sind, ist in Äthiopien Injera. Es handelt sich um ein säuerliches Fladenbrot aus Teffmehl. Das Ergebnis sieht in etwa so aus wie ein überdimensionierter, luftiger Pfannkuchen. Die Konsistenz hat außerdem etwas von einem Schwamm (es ist also nicht knusprig), was praktisch ist, da man Stücke davon verwendet, um die gereichten Beilagen aufzunehmen und Soßen aufzutunken. Damit dient es nicht nur als Sättigungsgrundlage der Mahlzeit, sondern erfüllt auch die Funktion von Besteck. In Äthiopien isst man traditionell mit den Händen und nicht mit Messer und Gabel.</p>
<figure id="attachment_4067" aria-describedby="caption-attachment-4067" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154515-2098.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4067" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154515-2098-1024x683.jpg" alt="Die Konsistenz von Injera erinnert ein wenig an einen Schwamm." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154515-2098-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154515-2098-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154515-2098-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154515-2098-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154515-2098.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4067" class="wp-caption-text">Die Konsistenz von Injera erinnert ein wenig an einen Schwamm.</figcaption></figure>
<p>Die grundlegende Zutat von Injera ist <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teff">Teff</a>, eine Hirseart, die in Äthiopien und Eritrea heimisch ist. Vielleicht wird Teff nach Quinoa bald zum neuen Supergetreide gekürt, es ist nämlich glutenfrei. Auf den Feldern sieht Teff auf den ersten Blick wie einfaches Gras aus, aber eigentlich ist <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Getreide">Getreide</a> generell auch nichts anders als kultiviertes Gras. Die Körner sind verglichen mit denen von Weizen oder Roggen und selbst mit Sesamsamen (kein Getreide) sehr klein. Die Halme erreichten nur etwa eine Höhe von 30 Zentimetern.</p>
<figure id="attachment_4068" aria-describedby="caption-attachment-4068" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145049-2370.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4068" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145049-2370-1024x683.jpg" alt="Teff-Körner sind vergleichsweise winzig." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145049-2370-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145049-2370-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145049-2370-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145049-2370-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145049-2370.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4068" class="wp-caption-text">Teff-Körner sind vergleichsweise winzig.</figcaption></figure>
<h2>Bei der Teffernte</h2>
<p>Wir bereisten Äthiopien im Oktober und die Erntezeit war in vollem Gange. So sahen wir häufig Bauern bei der Ernte und einmal hielten wir an, um uns die Arbeit der Menschen genauer anzusehen. Maru ging auf das Feld, redete mit den Bauern und forderte uns auf, ihm zu folgen. An der Teff-Ernte waren fünf Männer und zwei kleine Mädchen beteiligt, eines davon trug ein portables Radio an einem Riemen um den Hals und unterhielt so die Arbeiter. Um das niedrige Getreide zu ernten, hockten die Leute im Feld, griffen das Teff büschelweise und schnitten es mit einer Sichel ab, um es zunächst auf dem Boden abzulegen.</p>
<figure id="attachment_4069" aria-describedby="caption-attachment-4069" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145927-2386.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4069" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145927-2386-1024x683.jpg" alt="Eine Familie bei der Teff-Ernte." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145927-2386-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145927-2386-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145927-2386-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145927-2386-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145927-2386.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4069" class="wp-caption-text">Eine Familie bei der Teff-Ernte.</figcaption></figure>
<p>Die Bauern beäugten uns interessiert, arbeiteten aber trotzdem zügig weiter. Nach einem scherzhaften Wortwechsel griff auch Maru zu einer Sichel, so wie er es als Kind von seinem Vater gelernt hatte, und half in einem erstaunlichen Tempo mit, griff ein Büschel, Schnitt, griff ein Büschel, Schnitt, griff ein Büschel, Schnitt… Die Landwirte schätzten, wie Maru übersetzte, dass ihre Ernte dieses Jahr insgesamt ca. 800kg Teff erbringen würde, mehr für den eigenen Bedarf als zum Verkaufen.</p>
<figure id="attachment_4070" aria-describedby="caption-attachment-4070" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145657-2377.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4070 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145657-2377-1024x683.jpg" alt="Zunächst liegt das geschnittene Teff auf dem Feld, um anschließend gedroschen zu werden." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145657-2377-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145657-2377-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145657-2377-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145657-2377-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181023-145657-2377.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4070" class="wp-caption-text">Zunächst liegt das geschnittene Teff auf dem Feld, um anschließend gedroschen zu werden.</figcaption></figure>
<h2>Wir backen Injera</h2>
<p>Der Prozess, wie aus Teff der flüssige Injera-Teig wird, dauert 3 Tage und die Herstellung erfordert etwas Erfahrung. Typische Rezepte aus dem Internet beschreiben eine Kombination aus Teffmehl, Hefe und Wasser und der Teig kann auch relativ zügig gebacken werden. In der äthiopischen Realität nutzt man jedoch keine Hefe, sondern hebt vom alten Ansatz ca. einen Liter auf, um ihn der frischen Teffmehl-Wasser-Mischung zuzusetzen. Der dadurch in Gang gesetzte Fermentationsprozess dauert 2-3 Tage und läuft nur richtig ab, wenn man die benötigten Gefäße <a href="https://link.springer.com/article/10.1007%2FBF02985300">nie wirklich saubermacht</a>. Reines Teffmehl wird in Äthiopien nur selten verwendet und wäre absoluter Luxus, da es sehr teuer ist. Meistens benutzt man eine Mehl-Mischung aus Teff, Weizen und Dinkel, womit der Fermentierungsprozess dem eines <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sauerteig#Biologie_und_Chemie_des_Sauerteigs">Sauerteigs</a> ähnelt. Danke, Stefan, für die Recherche, ob man das wirklich alles so genau wissen möchte? ;).</p>
<figure id="attachment_4071" aria-describedby="caption-attachment-4071" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-153721-2074.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4071 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-153721-2074-1024x683.jpg" alt="Eine Frau backt Injera vor ihrem Haus." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-153721-2074-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-153721-2074-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-153721-2074-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-153721-2074-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-153721-2074.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4071" class="wp-caption-text">Eine Frau backt Injera vor ihrem Haus.</figcaption></figure>
<p>Ist der Teig fertig gegoren, wird er auf einer großen, runden Tonplatte (Mitad) erhitzt. Dies durften wir ebenfalls einmal direkt neben der Straße beobachten und sogar ausprobieren. Als Maru eines Tages eine Frau neben der Straße Injera backen sah, hielt er an und fragte, ob wir zusehen und mitmachen dürften. Etwas zögerlich stimmte sie zu und fand es bestimmt sehr eigenartig, dass die Ferenji (so werden die Weißen in Äthiopien genannt) Injera zubereiten wollten.</p>
<figure id="attachment_4072" aria-describedby="caption-attachment-4072" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154301-2086.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4072" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154301-2086-1024x683.jpg" alt="Der Teig muss gleichmäßig verteilt werden, um einen schönen &quot;Pfannkuchen&quot; zu erhalten." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154301-2086-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154301-2086-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154301-2086-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154301-2086-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154301-2086.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4072" class="wp-caption-text">Der Teig muss gleichmäßig verteilt werden, um einen schönen &#8222;Pfannkuchen&#8220; zu erhalten.</figcaption></figure>
<p>Die Herstellung ist in der Tat ähnlich wie die von Crêpes. Man gießt den flüssigen Teig gleichmäßig auf die heiße Oberfläche, was einfacher gesagt als getan ist ;). Dieser wird nun mit einer Haube aus Korbgeflecht abgedeckt, damit sich die Hitze besser verteilt. Wenn der Teig nach 1-2 Minuten durch ist, bildet sich ein feines, wabenförmiges Muster. Injera unfallfrei zu wenden ist unmöglich, man bäckt es nur von einer Seite. Das fertige Brot löst man nun vorsichtig mit einer runden, dünnen, geflochtenen Matte, die unter das Brot geschoben wird, von der heißen Platte ab. Da der Prozess etwas aufwändig ist, backen die meisten Familien für mehrere Tage auf Vorrat.</p>
<figure id="attachment_4073" aria-describedby="caption-attachment-4073" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154628-2101.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4073" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154628-2101-1024x683.jpg" alt="Fast geschafft. Mona rettet das fertige Injera vom heißen Stein." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154628-2101-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154628-2101-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154628-2101-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154628-2101-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181019-154628-2101.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4073" class="wp-caption-text">Fast geschafft. Mona rettet das fertige Injera von der heißen Platte.</figcaption></figure>
<h2>Beilagen zu Injera</h2>
<p>Beim Servieren werden die Beilagen in der Regel auf dem Injera verteilt, d.h. die man löffelt die Soßen auf das Injera und leert die Schüsseln darauf aus. Es gibt zahlreiche begleitende Gerichte. Tibs z.B. sind gegrillte Rinderstückchen. Die meisten Speisen sind jedoch vegetarisch oder sogar vegan, wie das omnipräsente Shiro Wot oder einfach nur Shiro. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wot_(Gericht)">Wot</a> bedeutet in etwa Soße und Shiro ist ein Kichererbsen-Curry. Es ist schmackhaft und immer ein wenig anders gewürzt.</p>
<figure id="attachment_4077" aria-describedby="caption-attachment-4077" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2226.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4077 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2226-1024x768.jpg" alt="Injera mit zahlreichen Beilagen (Beyaynetu): Mehrere Personen essen von einer Platte." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2226-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2226-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2226-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2226-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2226.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4077" class="wp-caption-text">Injera mit zahlreichen Beilagen (Beyaynetu): Mehrere Personen essen von einer Platte.</figcaption></figure>
<p>Zusätzlich zum Haupt-Injera in der Mitte des Tisches bekommt man in der Regel zusätzlich noch aufgerolltes Injera und die absoluten Injera-Fanatiker bestellen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Fit-fit">Firfir</a>. Firfir gibt es in vielen Varianten und es ist ein Curry, in dem Stücke von Injera untergemischt sind. Natürlich isst man es &#8211; richtig! &#8211; mit Injera. Wenn man im Norden Äthiopiens einheimisch essen möchte, dann kommt man um Injera unmöglich herum.</p>
<figure id="attachment_4074" aria-describedby="caption-attachment-4074" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2178.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4074" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2178-1024x768.jpg" alt="Zusätzliches Injera, falls der Pfannkuchen nicht reicht." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2178-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2178-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2178-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2178-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2178.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4074" class="wp-caption-text">Zusätzliches Injera, falls der Pfannkuchen nicht reicht.</figcaption></figure>
<p>Injera selbst hat einen säuerlichen Eigengeschmack, der das Essen begleitet, da man vergleichsweise viel davon zu sich nimmt. Im Gegensatz zu Reis, z.B. als Beilage zu einem indischen Curry, ist der Injera-Geschmack deutlich wahrzunehmen, wohingegen der Reis eher in den Hintergrund tritt.</p>
<h2>Das ganze Jahr Fastenzeit</h2>
<p>Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern dieser Welt wäre es in Äthiopien kein Problem, eine vegetarische oder sogar vegane Ernährungsweise zu betreiben. Man könnte vermuten, dass Fleisch teuer ist (und das ist auch so), aber der wesentliche Grund liegt in der Religion. Die große Mehrheit der Äthiopier ist äthiopisch-orthodox und in dieser Glaubensrichtung gibt es bis zu <a href="https://www.ethiopianorthodox.org/deutsch/calender.html">250 Fastentage</a> im Jahr, von denen 180 für die Gläubigen obligatorisch sind.</p>
<figure id="attachment_4075" aria-describedby="caption-attachment-4075" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2232.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4075 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2232-904x1024.jpg" alt="Auf einer typischen Speisekarte gibt es immer auch eine Auswahl an vegetarischen Gerichten und Fastenspeisen." width="525" height="595" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2232-904x1024.jpg 904w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2232-265x300.jpg 265w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2232-768x870.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2232-1356x1536.jpg 1356w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2232.jpg 1413w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4075" class="wp-caption-text">Auf einer typischen Speisekarte gibt es immer auch eine Auswahl an vegetarischen Gerichten und Fastenspeisen.</figcaption></figure>
<p>Die <a href="https://www.orthodoxe-ikone.de/fastenzeit-allgemein/">Regeln</a> dieser Fastentage sind sehr komplex. Neben den Fastenzeiten sind auch in den meisten Wochen der Mittwoch und Freitag Fastentage, in Gedenken an den Verrat des Judas an Jesus Christus an einem Mittwoch und Jesu Kreuzigung am Freitag. Beim Fasten wird außerdem nach strengem Fasten (nur vegane Speisen) und leichtem Fasten (auch einige tierische Produkte) unterschieden. Zusätzlich sind auch bestimmte Uhrzeiten zu beachten.</p>
<h2>Zur Abwechslung mal Italienisch</h2>
<p>So gut uns Injera und Shiro anfänglich geschmeckt haben, nach 3 Wochen hatten wir doch genug davon, vor allem, da uns die Abwechslung fehlte. Vielleicht war auch das Unterbewusstsein daran beteiligt. In keinem Land zuvor hatten wir so hartnäckige Verdauungsprobleme wie in Äthiopien. Mehr oder weniger wechselten wir uns im Laufe der Zeit mit milden Formen von Durchfall ab. Ohne es belegen zu können, hatten wir das Injera im Verdacht, da es alleine durch die Art seiner Zubereitung die Darmflora auf die Probe stellt.</p>
<figure id="attachment_4076" aria-describedby="caption-attachment-4076" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181101-190023-2982.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4076" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181101-190023-2982-1024x683.jpg" alt="Keine Familienpizza, sondern Injera mit vielen Beilagen, nicht nur Shiro." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181101-190023-2982-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181101-190023-2982-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181101-190023-2982-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181101-190023-2982-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181101-190023-2982.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4076" class="wp-caption-text">Keine Familienpizza, sondern Injera mit vielen Beilagen, nicht nur Shiro.</figcaption></figure>
<p>Nach der anfänglichen Begeisterung wechselten wir ungefähr zur Halbzeit unseres Aufenthaltes im Land auf eine halb äthiopische, halb westliche Verpflegung. Nachdem das Frühstück in den meisten Hotels eher als kontinental bezeichnet werden könnte, nahmen wir meist eine weitere äthiopische Mahlzeit und die dritte westlicher Art ein, sehr oft italienisch. Auch wenn die Italiener Äthiopien nicht kolonialisiert haben, Pasta und Pizza sind mit Abstand die häufigste wohlschmeckende ausländische Kost.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/aethiopien-kulinarisch-injera-mit-shiro/">Äthiopien kulinarisch: Injera mit Shiro</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/aethiopien-kulinarisch-injera-mit-shiro/">Äthiopien kulinarisch: Injera mit Shiro</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Das Simien-Gebirge, Heimat der Dschelada-Affen und Äthiopischen Steinböcke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 00:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem unsere erste Woche in Äthiopien von Geschichte und Kultur geprägt war, rückte nun die Natur in den Vordergrund. Im Simien-Gebirge wollten wir die beeindruckende Landschaft, die emblematischen Dschelada-Affen und nach Möglichkeit auch die Äthiopischen Steinböcke (Walia Ibex) sehen. Je weiter wir von Gondar aus nach Norden fuhren, desto weniger anderen Autos begegneten wir auf &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem unsere erste Woche in Äthiopien von Geschichte und Kultur geprägt war, rückte nun die Natur in den Vordergrund. Im Simien-Gebirge wollten wir die beeindruckende Landschaft, die emblematischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschelada">Dschelada-Affen</a> und nach Möglichkeit auch die Äthiopischen Steinböcke (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopischer_Steinbock">Walia Ibex</a>) sehen. Je weiter wir von Gondar aus nach Norden fuhren, desto weniger anderen Autos begegneten wir auf der Straße. Die vereinzelten Tucktucks überließen nun fast ausschließlich Tiergespannen den Asphaltstreifen. Die gewaltige Gebirgskulisse, die sich immer wieder vor uns ausbreitete, entsprach dem Gegenteil eines Ökosystems, das man in Afrika erwarten würde.</p>
<figure id="attachment_4175" aria-describedby="caption-attachment-4175" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4175" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884-1024x683.jpg" alt="Die ersten Ausläufer des Simien-Gebirges" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4175" class="wp-caption-text">Die ersten Ausläufer des Simien-Gebirges</figcaption></figure>
<p><span id="more-4194"></span></p>
<h2>Äthiopisches Altiplano</h2>
<p>So wie uns die Witterung in Äthiopien an das Wetter in Quito erinnerte, so waren wir uns schon bei der Planung unserer Äthiopienreise dessen bewusst, dass wir uns im Simien-Gebirge auf über 3000m bewegen würden. Das bedeutete, dass es abends kühl werden würde. Noch dazu bereisten wir Äthiopien in der kältesten Jahreszeit. Nachts konnten die Temperaturen deutlich <a href="http://www.simienmountains.org/visit/when-to-go">unter null Grad Celsius</a> fallen. Daher entschieden wir uns gegen die oft angebotene Mehrtageswanderung mit Übernachtung in Zelten und votierten stattdessen für die vermeintlich bequeme und luxuriöse Simien Lodge.</p>
<figure id="attachment_4176" aria-describedby="caption-attachment-4176" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4176 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059-1024x683.jpg" alt="Mit ihrem dichten Fell sind die Dscheladas bestens gegen die Kälte im Simien-Gebirge gewappnet." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4176" class="wp-caption-text">Mit ihrem dichten Fell sind die Dscheladas bestens gegen die Kälte im Simien-Gebirge gewappnet.</figcaption></figure>
<p>Bevor wir endgültig die Hauptstraße verließen und ins Gebirge abbogen, kauften wir ein Lunchpaket für Maru, unsere beiden einheimischen Begleiter Tasama und Mazo und uns. Tasama fungierte als Führer und Mazo war für unseren Schutz zuständig. Er trug immer ein Gewehr bei sich. Bis zum Ende verstanden wir aber eigentlich nicht genau, wovor er uns beschützen sollte. Vermutlich war es eine lokale Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. 45 Minuten später stellten wir unseren Wagen auf dem Parkplatz der Lodge ab und brachen zu einer ersten Wanderung auf. Etwas Eile war geboten, da die Wolken trotz des Sonnenscheins anfingen, sich aufzutürmen und zwischen den Gipfeln festzusetzen.</p>
<figure id="attachment_4177" aria-describedby="caption-attachment-4177" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4177 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891-1024x683.jpg" alt="Gegen Mittag ballten sich immer mehr Wolken zusammen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4177" class="wp-caption-text">Gegen Mittag ballten sich immer mehr Wolken zusammen.</figcaption></figure>
<h2>Die wilden aber nahbaren Dschelada-Affen</h2>
<p>Nach wenigen hundert Metern trafen wir auf eine erste Gruppe von Dschelada-Affen. Es sind sehr soziale Tiere und sie leben in Familienverbänden, die aus einem dominanten Männchen, seinen Damen und ihren Nachkommen bestehen. Die Interaktion in der Gruppe und die Fellpflege sind für sie mindestens ebenso wichtig wie die Nahrungsaufnahme. Dabei sind die Affen reine Vegetarier, sie ernähren sich hauptsächlich von Gras. Grasende Affen, wer hat so etwas schon einmal gehört? Welcher Patriarch jeweils einer Familie vorstand, erkannten wir schnell. Sie waren ehrfurchtgebietende Erscheinungen mit ihrer imposanten löwenartigen Mähne.</p>
<figure id="attachment_4178" aria-describedby="caption-attachment-4178" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4178" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907-1024x683.jpg" alt="Ein stattliches Dschelada-Männchen mit entschlossenem Blick" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4178" class="wp-caption-text">Ein stattliches Dschelada-Männchen mit entschlossenem Blick</figcaption></figure>
<p>Die dominanten Männchen müssen allerdings ständig auf der Hut sein, dass ihnen nicht ein Rivale, ein kräftiger Junggeselle, den Rang abläuft. Wenn ein Dschelada-Familienoberhaupt seine Weibchen nicht verteidigen kann, zögern sie nicht lange, sich unter den Schutz eines kräftigeren Nachfolgers zu stellen. Bei den auf den ersten Blick friedlichen Vegetariern können dann ordentlich die Fetzen fliegen. Sie besitzen spitze Zähne und fletschen furchterregend ihre Hauer.</p>
<figure id="attachment_4179" aria-describedby="caption-attachment-4179" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4179" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953-1024x683.jpg" alt="Zwei Dscheladas im harten Schlagabtausch" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4179" class="wp-caption-text">Zwei Dscheladas im harten Schlagabtausch</figcaption></figure>
<p>Durch den Kontakt mit Primatenforschern waren die Dscheladas auf eine sehr angenehme Art und Weise an Menschen gewöhnt, so dass wir uns ein wenig an die Tierbeobachtungen auf den <a href="http://wittmann-tours.de/galapagos-die-verwunschenen-inseln/">Galápagos-Inseln</a> erinnert fühlten. Wir konnten uns den Affen bedenkenlos auf wenige Meter nähern. Sie nahmen kaum Notiz von uns, stattdessen grasten sie unbeeindruckt weiter, betrieben gegenseitige Fellpflege, säugten ihre Jungen und die Kleinen spielten ausgelassen miteinander. Die Dscheladas versuchten nicht einmal, Eßbares von uns zu erbetteln (und glücklicherweise fütterte auch kein Besucher die Affen).</p>
<figure id="attachment_4180" aria-describedby="caption-attachment-4180" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4180" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968-1024x683.jpg" alt="Die Dscheladas trugen ihre Kämpfe unter sich aus und waren uns gegenüber indifferent." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4180" class="wp-caption-text">Die Dscheladas trugen ihre Kämpfe unter sich aus und waren uns gegenüber indifferent.</figcaption></figure>
<h2>Regen und Kälte</h2>
<p>Das schöne Wetter wich ergiebigem Regen. Es fielen dicke Tropfen, die sich zeitweise auch in Hagel verwandelten. Die Eiskörnchen blieben erstaunlich lange liegen, da die Temperatur nur ca. 5-10 Grad Celsius betrug. Der Niederschlag ließ nicht nach und so suchten wir Schutz unter einigen niedrigen Büschen, um dort unser Mittagessen zu verspeisen. Es regnete allerdings mal mehr, mal weniger kontinuierlich weiter, so dass wir schließlich trotz Regenkleidung mindestens so durchnässt waren wie die Dscheladas.</p>
<figure id="attachment_4181" aria-describedby="caption-attachment-4181" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4181 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984-1024x683.jpg" alt="Wo habe ich bloß meine Regenjacke gelassen?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4181" class="wp-caption-text">Wo habe ich bloß meine Regenjacke gelassen?</figcaption></figure>
<p>Zurück in der Lodge offenbarte es sich, dass der Standard unserer Unterkunft leider nicht ihrem stolzen Preis entsprach. Die von uns herbeigesehnte Heizung funktionierte gar nicht, was uns erneut ans landestypisch schlecht geheizte Altiplano erinnerte. Die Solarheizung hatte, wie sich im Laufe unseres Aufenthalts herausstellte, einen wesentlichen Konstruktionsfehler: Immer morgens, wenn die Sonne schien, befanden sich die Panels im Schatten. Nachmittags, wenn mit schöner Regelmäßigkeit Wolken aufzogen und es regnete, konnten sie natürlich auch keine Energie mehr sammeln… Calefacción? No hay… <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f641.png" alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_4182" aria-describedby="caption-attachment-4182" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4182 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299-1024x683.jpg" alt="Die Simien Lodge: Bei Sonnenuntergang wirkten die Bungalows gemütlich, aber drinnen war es bitterkalt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4182" class="wp-caption-text">Die Simien Lodge: Bei Sonnenuntergang wirkten die Bungalows gemütlich, aber drinnen war es bitterkalt.</figcaption></figure>
<p>In der Hoffnung, unsere durchweichten Wanderstiefel zu trocknen, improvisierten wir eine Schuhheizung aus leeren Wasserflaschen, die wir mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher in unserem Bungalow befüllten. Die echte Rettung kam allerdings erst, als im Hauptgebäude ein großes Kaminfeuer entzündet wurde. Dort sahen wir einen Dokumentationsfilm über die Dschelada-Affen und blieben auch nach dem Essen so lange wie möglich sitzen, da es in unserer Hütte feucht und bitterkalt war. (Aber vermutlich trotzdem wärmer, als in einem Zelt gewesen wäre.)</p>
<figure id="attachment_4183" aria-describedby="caption-attachment-4183" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4183" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381-683x1024.jpg" alt="Wärmendes Kaminfeuer" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4183" class="wp-caption-text">Wärmendes Kaminfeuer</figcaption></figure>
<h2>Sonnenschein am Morgen</h2>
<p>Am Morgen des zweiten Tages hatte sich das Wetter zum Glück gebessert und die Sonne begrüßte uns mit ihrer wohltuenden Wärme. Unweit der Lodge stießen wir erneut auf eine große Gruppe von Dschelada-Affen, um die 100 Tiere, die mehreren Familien angehörten. Wir trafen sie beim Frühstück an. Sie grasten in der Nähe eines Abhanges, wo sich vermutlich ihr Schlafplatz befunden hatte. (Die Primaten schlafen in Nischen von Steilhängen, um vor Raubtieren sicher zu sein.) Sie ließen es sich sichtlich schmecken, rupften ein Grasbüschel nach dem anderen aus und verspeisten es genüßlich. Dabei schmatzten sie unüberhörbar.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/i787AAoT8CA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Die kleinen Äffchen hatten weniger das Frühstück, sondern mehr Schabernack im Sinn. Sie jagten einander über die Wiese, turnten am Abhang herum. Nur gelegentlich fraßen sie auch ein bisschen Gras. Immer, wenn ihre Familie weiterzog, sprangen die ganz kleinen auf den Rücken ihrer Mutter und ließen sich ein Stück tragen, Taxi Mama sozusagen. Auf ihrem Rücken war es einfach am besten.</p>
<figure id="attachment_4185" aria-describedby="caption-attachment-4185" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4185" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086-1024x683.jpg" alt="Auf Mamas Rücken ist am besten!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4185" class="wp-caption-text">Auf Mamas Rücken ist am besten!</figcaption></figure>
<p>Die kleinen Dscheladas waren sehr niedlich, die Erwachsenen dagegen hätten keinen Schönheitspreis gewonnen. Zweifelsohne hatten sie aber echte Charaktergesichter.</p>
<figure id="attachment_4186" aria-describedby="caption-attachment-4186" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4186" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023-1024x683.jpg" alt="Portrait eines Dschelada-Charaktergesichts" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4186" class="wp-caption-text">Portrait eines Dschelada-Charaktergesichts</figcaption></figure>
<h2>Das Simien-Panorama</h2>
<p>Kaum konnten wir uns vom lebhaften Treiben der Affen losreißen, aber schließlich wollten wir noch etwas mehr von den Simien-Bergen sehen. Auf der Weiterfahrt hielten wir mehrmals an, um die beeindruckende Aussicht zu bewundern, die sich am Tag zuvor hinter den Wolken versteckt hatte. Steil fielen die Felsen ab und offenbarten eine atemberaubende Sicht in die Ferne über die schroffen Gebirgsformationen.</p>
<figure id="attachment_4187" aria-describedby="caption-attachment-4187" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4187 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152-1024x683.jpg" alt="Morgens eröffnete sich eine mehr als beeindruckende Fernsicht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4187" class="wp-caption-text">Morgens eröffnete sich eine mehr als beeindruckende Fernsicht.</figcaption></figure>
<p>Etwa eine Viertelstunde Fußweg von der Straße entfernt gelangten wir zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jinbar-Wasserfall">Jinbar-Wasserfall</a>, der sich mindestens 500 Meter vom Plateau hinab in die Tiefe stürzte.</p>
<figure id="attachment_4188" aria-describedby="caption-attachment-4188" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4188 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178-1024x683.jpg" alt="Der Jinbar-Wasserfall stürzte sich in die Tiefe." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4188" class="wp-caption-text">Der Jinbar-Wasserfall stürzte sich in die Tiefe.</figcaption></figure>
<p>Auf dem Weg zurück zum Auto &#8211; Maru erwartete uns an einem anderen Ort &#8211; spürten wir zum ersten Mal die Höhe. Waren wir bisher fast ausschließlich in der Hochebene gelaufen, mussten wir nun einen steilen Aufstieg von etwa 200 Höhenmetern über einen rutschigen und matschigen Pfad zurücklegen. Auf gut 3000 Metern waren wir ohne Akklimatisierung schnell aus der Puste…</p>
<h2>Auf der Suche nach den Äthiopischen Steinböcken</h2>
<p>Gegen 11 Uhr mittags zogen erneut dichte Wolken auf und uns schwante schon, dass sich das Nebel- und Regenprogramm vom vorherigen Tag wiederholen würde. Natürlich fuhren wir trotzdem weiter, schließlich wollten wir versuchen, Äthiopische Steinböcke zu finden. Immerhin fing es nicht gleich zu regnen an, dafür zog dichter Nebel auf, der sich nur gelegentlich lichtete. Tasama fragte andere Guides und Passanten, ob sie Walia Ibex gesichtet hatten. Nachdem die Leute bejahten, folgten wir der einzigen Straße immer weiter in die Bergwelt des Simien-Gebirges. Die recht abenteuerliche Piste wand sich in Kurven immer weiter hinauf. Als sich wieder einmal der Dunst etwas lichtete, erspähte Tasama in der Ferne tatsächlich eine Gruppe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopischer_Steinbock">Ibex</a>, die im Hang grasten.</p>
<figure id="attachment_4190" aria-describedby="caption-attachment-4190" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4190" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314-683x1024.jpg" alt="Ein Prachtkerl von einem Walia-Ibex" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4190" class="wp-caption-text">Ein Prachtkerl von einem Walia-Ibex</figcaption></figure>
<p>Wir stiegen aus und näherten uns den Tieren möglichst lautlos und unauffällig. Wir waren erstaunt, wie wenig sie unsere Anwesenheit störte. Bis auf etwa 15 Meter konnten wir uns ihnen nähern. In einer guten Position angekommen war es am besten, sich einfach auf den Boden zu setzen und die Steinböcke zu beobachten. Die Gruppe zählte ca. 20 Ibex, was ungewöhnlich viele sein sollten. Wir wähnten uns sehr glücklich, die seltenen Tiere (Quellenangaben schwanken, vermutlich gibt es kaum mehr als 1000 Tiere) aus nächster Nähe sehen zu können. Neben den imposanten Böcken gab es zahlreiche Weibchen und auch einige niedliche Kitze.</p>
<figure id="attachment_4191" aria-describedby="caption-attachment-4191" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4191 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305-1024x683.jpg" alt="Ein Steinbock-Kitz" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4191" class="wp-caption-text">Ein Steinbock-Kitz</figcaption></figure>
<p>Als wir uns von den Ibex verabschiedeten, war es bereits 2 Uhr nachmittags und höchste Zeit für eine Mittagspause. Der designierte Aussichtspunkt, wo wir unser Picknick einnahmen, war spektakulär, aber kurze Zeit später zogen noch mehr Wolken auf und nahmen uns die Aussicht… Auf der Rückfahrt zur Lodge gab es noch eine Überraschung: Tasama entdeckte zwei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Klippspringer">Klippspringer</a>, die gut getarnt links der Straße zwischen den Büschen lagen. Unsere Fahrt an diesem Tage mutete ein wenig wie eine Safari an.</p>
<figure id="attachment_4192" aria-describedby="caption-attachment-4192" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4192 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355-683x1024.jpg" alt="Zwei gut getarnte Klippspringer" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4192" class="wp-caption-text">Zwei gut getarnte Klippspringer</figcaption></figure>
<h2>Kühl, aber sehenswert</h2>
<p>Die Natur des Simien-Gebirges war phantastisch und wir haben die Zeit mit den Dschelada-Affen und den Steinböcken sehr genossen &#8211; vor allen die trockene Zeit. Für die Simien Lodge müssen wir allerdings massive Abzüge in der B-Note vergeben. Die vermeintliche Luxus-Unterkunft war nicht nur das höchstgelegene Hotel Afrikas (im Sinne von Metern über dem Meeresspiegel), sie hatte auch die mit weitem Abstand gesalzensten Preise in ganz Äthiopien und das bei deutlich unterdurchschnittlichem Standard.</p>
<figure id="attachment_4193" aria-describedby="caption-attachment-4193" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4193 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305-1024x683.jpg" alt="Abends hatten sich die Wolken verzogen und es gab einen idyllischen Sonnenuntergang." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4193" class="wp-caption-text">Abends hatten sich die Wolken verzogen und es gab einen idyllischen Sonnenuntergang.</figcaption></figure>
<p>Die Simien Lodge ist das einzige Hotel direkt am Nationalpark und nutzt dieses Monopol schamlos aus. Die Heizung funktionierte nicht (immerhin bekamen wir am zweiten Abend ein Elektroheizkörperchen und es gab heißes Wasser zum Duschen), der Service war eher unmotiviert und das Essen nicht besonders. Ob wir doch gecampt hätten, wenn uns das vorher bekannt gewesen wäre? Vermutlich nicht, da es im Zelt wohl noch frostiger und nasser gewesen wäre. Aber vielleicht hätten wir ein etwas weiter entferntes Hotel für einen Bruchteil des Preises gewählt…</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/das-simien-gebirge-heimat-der-dschelada-affen-und-aethiopischen-steinboecke/">Das Simien-Gebirge, Heimat der Dschelada-Affen und Äthiopischen Steinböcke</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/das-simien-gebirge-heimat-der-dschelada-affen-und-aethiopischen-steinboecke/">Das Simien-Gebirge, Heimat der Dschelada-Affen und Äthiopischen Steinböcke</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Gondar, Stadt der Kaiser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2020 00:01:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Debre Berhan Selassie]]></category>
		<category><![CDATA[Fasil Ghebbit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das abessinische Reich hatte in seiner bewegten Geschichte mehrere Hauptstädte. Von 1636 bis 1855 war dies Gondar (oft auch als Gonder transkribiert, aber nicht Gondor, das Land aus “Herr der Ringe“ 😉 ). Kaiser Fasilides (kurz Fasil) ließ dort eine Burg bauen, wie man sie eher im mittelalterlichen Europa vermutet hätte als im äthiopischen Hochland. &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/gondar-stadt-der-kaiser/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Gondar, Stadt der Kaiser“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das abessinische Reich hatte in seiner bewegten Geschichte mehrere Hauptstädte. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gonder">Von 1636 bis 1855</a> war dies Gondar (oft auch als Gonder transkribiert, aber nicht <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Regionen_und_Orte_in_Tolkiens_Welt#Gondor">Gondor</a>, das Land aus “Herr der Ringe“ <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ). <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fasilides">Kaiser Fasilides</a> (kurz Fasil) ließ dort eine Burg bauen, wie man sie eher im mittelalterlichen Europa vermutet hätte als im äthiopischen Hochland. Im Laufe von 2 Jahrhunderten errichteten nachfolgende Herrscher weitere Gebäude in Gondar und um Gondar herum. Mit unserem Führer Hagos besuchten wir zunächst die außerhalb liegenden Sehenswürdigkeiten und dann als Höhepunkt den Burgen- und Palastbezirk.</p>
<figure id="attachment_4157" aria-describedby="caption-attachment-4157" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-145225-4833.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4157 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-145225-4833-1024x683.jpg" alt="Fasilides Palast auf dem Burggelände im Zentrum von Gondar" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-145225-4833-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-145225-4833-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-145225-4833-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-145225-4833-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-145225-4833.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4157" class="wp-caption-text">Fasilides Palast auf dem Burggelände im Zentrum von Gondar</figcaption></figure>
<p><span id="more-4160"></span></p>
<h2>Die Hauptstadt Gondar</h2>
<p>Kaiser Fasilides hatte damit den Grundstein für den Aufstieg Gondars gelegt. Mit mehr als 60.000 Einwohnern war der Ort für damalige Verhältnisse im Laufe seiner Regentschaft zu einer Großstadt geworden. Obwohl Gondar mittlerweile etwa 400.000 Bewohner zählte, mutete es trotzdem eher kleinstädtisch an. Wenig größere Straßen durchzogen den Ort, das Verkehrsaufkommen von motorisierten Fahrzeugen war überschaubar, wir bekamen keine Hochhäuser zu Gesicht und die historische Burganlage thronte über der Stadt wie in früheren Zeiten. Auf gut 2200 Metern über dem Meeresspiegel herrschte in Gondar ein gemäßigtes Klima, heiß wurde auch tagsüber nicht.</p>
<figure id="attachment_4158" aria-describedby="caption-attachment-4158" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-141701-2143.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4158 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-141701-2143-1024x683.jpg" alt="Am Tewodoros-Kreisverkehr befindet sich das urbane Zentrum Gondars." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-141701-2143-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-141701-2143-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-141701-2143-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-141701-2143-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-141701-2143.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4158" class="wp-caption-text">Am Tewodoros-Kreisverkehr befindet sich das urbane Zentrum Gondars.</figcaption></figure>
<p>Zur Einordnung der wesentlichen Bauwerke sind neben Kaiser Fasilides dessen Sohn, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yohannes_I.">Yohannes I.</a>, und wiederum dessen Sohn, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Iyasu_I.">Iyasu I.</a> (Iyasu der Große), wichtig. Die von den Herrschern errichteten Burgen und Paläste symbolisieren auch heute noch eine relativ stabile Episode in der Geschichte Äthiopiens, die mit der Krönung Kaiser Fasilides eingeläutet wurde. Vorher war das Land in Kriege mit islamischen Armeen verwickelt, Fasilides Vater Susenyos war zum Katholizismus konvertiert und hatte versucht, die äthiopisch-orthodoxe Kirche aufzulösen. Kaiser Fasilides setzte all dem ein Ende und stellte die althergebrachte (äthiopisch-orthodoxe) Ordnung wieder her.</p>
<h2>Die Kirche Debre Berhan Selassie</h2>
<p>Die von Kaiser Iyasu I. (einem Enkel von Fasil) gebaute und 1694 geweihte Kirche Debre Berhan Selassie (&#8222;Die Dreifaltigkeit auf dem Hügel des Lichts&#8220;) ist eine der bekanntesten Kirchen Äthiopiens. Ihre Holzdecke schmücken Malereien von 153 (9&#215;17) geflügelten Engelsköpfen, die vielleicht das bei uns verbreitetste Bild aus einer äthiopischen Kirche darstellen. Über die Zahlensymbolik haben wir keine Informationen gefunden. In Äthiopien kann es sich bei der Zahl 9 immer um einen Verweis auf die im Lande sehr verehrten <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Nine_Saints">Neun Heiligen</a> handeln, was in diesem Falle aber wohl eher unwahrscheinlich ist.</p>
<figure id="attachment_4159" aria-describedby="caption-attachment-4159" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-101922-2105.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4159 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-101922-2105-1024x683.jpg" alt="Die berühmte mit Engelsgesichtern bemalte Holzdecke in der Kirche Debre Berhan Selassie" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-101922-2105-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-101922-2105-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-101922-2105-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-101922-2105-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-101922-2105.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4159" class="wp-caption-text">Die berühmte mit Engelsgesichtern bemalte Holzdecke in der Kirche Debre Berhan Selassie</figcaption></figure>
<p>Aber auch sonst war die aus Stein errichtete Kirche ungewöhnlich, da sie nicht rund (ein Zeichen für die Vollkommenheit Gottes) ist, wie viele sakrale Gebäude in Äthiopien, sondern rechteckig. Diese Form soll die Proportionen des <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Holy_of_Holies#/media/File:Tabernacle.gif">Tabernakels</a> im Tempel von Jerusalem nachempfinden. Das Innere der Kirche Debre Berhan Selassie ist in Drittel aufgeteilt. Im ersten Raum, den wir betreten durften, blicken die Engelsgesichter von der Decke auf die Gläubigen hinab. Auch die Wände waren fast vollständig bemalt mit Szenen aus dem Leben Jesu, äthiopischen Heiligen und einer Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit, ähnlich der Ausgestaltung der Klöster auf der <a href="http://wittmann-tours.de/die-kloester-auf-der-zeghie-halbinsel">Zeghie Halbinsel</a>.</p>
<figure id="attachment_4161" aria-describedby="caption-attachment-4161" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-102308-4718-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4161 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-102308-4718-HDR-1024x683.jpg" alt="Auch die Wände der Kirche Debre Berhan Selassie sind prächtig bemalt. Oberhalb der Torbögen prangt eine Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-102308-4718-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-102308-4718-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-102308-4718-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-102308-4718-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-102308-4718-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4161" class="wp-caption-text">Auch die Wände der Kirche Debre Berhan Selassie sind prächtig bemalt. Oberhalb der Torbögen prangt eine Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit.</figcaption></figure>
<p>Das zweite Drittel ist den Priestern vorbehalten und im dritten Drittel, dem Holy of Holies, soll sich eine Kopie der Bundeslade befinden. Wie wir lernten, wird in jeder äthiopisch-orthodoxen Kirche in Äthiopien <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundeslade#Der_%C3%A4thiopische_Tabot">eine solche Kopie</a> im Allerheiligsten aufbewahrt. Die Bundeslade und Äthiopien gehören aus der Sicht der äthiopisch-orthodoxen Gläubigen untrennbar zusammen. Doch mehr dazu werden wir noch im Blogpost über Aksum berichten.</p>
<figure id="attachment_4162" aria-describedby="caption-attachment-4162" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-103619-4734-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4162 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-103619-4734-HDR-1024x683.jpg" alt="Die Kirche Debre Berhan Selassie. Ihre Proportionen sind dem Tabernakel des Tempels in Jerusalem nachempfunden." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-103619-4734-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-103619-4734-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-103619-4734-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-103619-4734-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-103619-4734-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4162" class="wp-caption-text">Die Kirche Debre Berhan Selassie. Ihre Proportionen sind dem Tabernakel des Tempels in Jerusalem nachempfunden.</figcaption></figure>
<h2>Der Palastbezirk der Kaiserin Mentewab in Kusquam</h2>
<p>Gut 100 Jahre nach Kaiser Fasilides herrschte eine der wenigen Kaiserinnen Äthiopiens, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Mentewab">Mentewab</a>, an die sich die Geschichte erinnert. Zu ihrer Zeit lebte es sich am Hofe sehr gefährlich. Vor allem unter den männlichen Thronanwärtern kam es zu zahlreichen mysteriösen Todesfällen. Daher, so die Erzählung, baute Kaiserin Mentewab ihren Palast außerhalb des Zentrums von Gondar. Von dort aus regierte sie, allerdings nicht als alleinige Herrscherin, sondern zusammen mit ihrem Sohn Iyasu II. Die Anlage in Kusquam war wesentlich verfallener als Fasilides Palast im Zentrum von Gondar, aber dennoch sehr atmosphärisch.</p>
<figure id="attachment_4163" aria-describedby="caption-attachment-4163" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-112813-4769-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4163 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-112813-4769-HDR-1024x683.jpg" alt="Der Palast der Kaiserin Mentewab in Kusquam" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-112813-4769-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-112813-4769-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-112813-4769-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-112813-4769-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-112813-4769-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4163" class="wp-caption-text">Der Palast der Kaiserin Mentewab in Kusquam</figcaption></figure>
<p>Die angeschlossene Kirche war leider versperrt. Das Gebäude war rund, aber offensichtlich ein Neubau, da ihre Mauern aus Stein und ihr Dach aus Wellblech bestanden.</p>
<figure id="attachment_4164" aria-describedby="caption-attachment-4164" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-110110-4742-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4164" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-110110-4742-HDR-1024x683.jpg" alt="Die neugebaute Kirche von Kusquam" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-110110-4742-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-110110-4742-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-110110-4742-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-110110-4742-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-110110-4742-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4164" class="wp-caption-text">Die neu erbaute Kirche von Kusquam</figcaption></figure>
<h2>Kaiser Fasilides Wasserschloss</h2>
<p>Nach Ausflügen in die spätere Geschichte Äthiopiens und die Außenbezirke von Gondar besuchten wir nun auch die Bauwerke des Kaisers Fasilides. Neben dem Burgkomplex in der Stadtmitte baute er ein Wasserschloss, welches mitten in einem riesigen Becken steht, das aber die meiste Zeit des Jahres trockenfällt. In der Gegenwart (vielleicht auch schon in historischen Zeiten) ist dieser Ort der Schauplatz des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Timkat">Timkat-Fests</a>, bei dem die Taufe Jesu im Jordan nachempfunden wird. Das Wasser des dafür gefüllten Beckens wird gesegnet und hunderte Gläubige sollen sind daraufhin in das Becken stürzen, um ihre Taufe zu erneuern.</p>
<figure id="attachment_4165" aria-describedby="caption-attachment-4165" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121323-2126.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4165 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121323-2126-1024x683.jpg" alt="Fasilides Wasserschloss inmitten des nur mit etwas Regenwasser gefüllten Beckens" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121323-2126-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121323-2126-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121323-2126-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121323-2126-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121323-2126.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4165" class="wp-caption-text">Fasilides Wasserschloss inmitten des nur mit etwas Regenwasser gefüllten Beckens</figcaption></figure>
<p>Das Fest findet immer am 19. Januar statt, wir erkundeten das Wasserschloss am 20. Oktober. Bei unserem Besuch stand nur etwas Regenwasser im Becken, das aber trotzdem das Schlösschen auf seiner glatten Oberfläche widerspiegelte. Auch die Umgebung der Anlage war sehenswert. Zahlreiche Würgefeigen hatten sich, wie in <a href="http://wittmann-tours.de/die-tempel-von-angkor/">Angkor</a> (Kambodscha), an die Mauern geklammert und überwucherten die Steine. Außerhalb der Umfriedung befand sich ein verwilderter Park, in dessen alten Bäumen wir einige bunte Vögel erspähten.</p>
<figure id="attachment_4166" aria-describedby="caption-attachment-4166" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121219-4786-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4166 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121219-4786-HDR-1024x683.jpg" alt="Der Anblick erinnerte uns an den Tempel Ta Prohm in Angkor. Auch bei Fasilides Wasserschloss hatten Würgefeigen die Mauern überwuchert." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121219-4786-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121219-4786-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121219-4786-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121219-4786-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-121219-4786-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4166" class="wp-caption-text">Der Anblick erinnerte uns an den Tempel Ta Prohm in Angkor. Auch bei Fasilides Wasserschloss hatten Würgefeigen die Mauern überwuchert.</figcaption></figure>
<p>Etwas abseits des Wasserschlosses stand das verfallene und vernachlässigte Grabdenkmal des legendären Pferdes Suviel, des Reittiers von Kaiser <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Yohannes_I.">Yohannes I.</a>, Fasils Sohn. Der Legende nach fiel Yohannes in einer Schlacht im Sudan (laut Wikipedia verstarb er in Gondar). Sein Sohn <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Iyasu_I.">Iyasu</a> konnte Suviel aber befreien. Sie entflohen im gestreckten Galopp und entkamen nur dadurch im letzten Augenblick, dass das tollkühne Ross über eine tiefe Schlucht von 25 Meter Breite sprang. Kein anderes Pferd wäre dazu in der Lage gewesen und so wurde der zukünftige Kaiser Isayu I. gerettet. Solche Heldentaten hätten unserer Meinung nach wirklich ein gepflegteres Grab verdient. Der Schatz an äthiopischen Geschichten jedenfalls schien unerschöpflich.</p>
<figure id="attachment_4167" aria-describedby="caption-attachment-4167" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-122724-2134.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4167" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-122724-2134-1024x683.jpg" alt="Das angebliche Grab von Yohannes legendärem Pferd Suviel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-122724-2134-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-122724-2134-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-122724-2134-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-122724-2134-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-122724-2134.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4167" class="wp-caption-text">Das angebliche Grab von Yohannes legendärem Pferd Suviel</figcaption></figure>
<h2>Fasil Ghebbi im Zentrum von Gondar</h2>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fasil_Ghebbi">Fasil Ghebbi</a> ist eine große Festungsanlage, die nicht nur aus Kaiser Fasilides Palast besteht. Dies war nur die erste dort errichtete Burg, viele andere Gebäude folgten auf dem strategisch gut gelegenen Areal mitten in Gondar auf der Kuppe eines Hügels. Wir betraten Fasilides Palast und schritten durch 5 bis 6 Meter hohe, majestätisch anmutende Räume, die ansprechend restauriert, aber weitestgehend kahl waren. (Wenn Ihr Fasil Ghebbi selbst erkunden möchtet, empfehlen wir die Website des <a href="https://zamaniproject.org/site-ethiopia-gondar-fasil-ghebbi.html#header5-d">Zamani Projekts</a>, das sehr detaillierte 3D-Modelle nicht nur des Palastbezirkes in Gondar, sondern auch anderer historischer Sehenswürdigkeiten erstellt und veröffentlicht hat.)</p>
<figure id="attachment_4168" aria-describedby="caption-attachment-4168" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-153026-4860.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4168 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-153026-4860-1024x683.jpg" alt="Die kaiserlichen Räumlichkeiten in Kaiser Fasilides Palast" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-153026-4860-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-153026-4860-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-153026-4860-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-153026-4860-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-153026-4860.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4168" class="wp-caption-text">Die kaiserlichen Räumlichkeiten in Kaiser Fasilides Palast</figcaption></figure>
<p>Auf der von hohen Mauern umgebenen Anlage befindet sich nicht nur Fasilides Burg, sondern auch einige andere Gebäude: weitere Paläste (auch ein von der Kaiserin Mentewab errichteter), drei Kirchen, Stallungen, Löwenkäfige und auch eine Bibliothek. Diese wird Kaiser Yohannes I. zugeschrieben, der auf der Führung als gerechter Herrscher und Tierschützer charakterisiert wurde (treffenderweise bekam sein Pferd Suviel das Denkmal bei Kaiser Fasilides Wasserschloss gesetzt).</p>
<figure id="attachment_4169" aria-describedby="caption-attachment-4169" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-151313-4855.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4169 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-151313-4855-1024x576.jpg" alt="Fasil Ghebbi: Links die von Kaiser Yohannes I. erbaute Bibliothek, in der Mitte Iyasus Palast, rechts Fasilides Burg" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-151313-4855-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-151313-4855-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-151313-4855-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-151313-4855-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-151313-4855.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4169" class="wp-caption-text">Fasil Ghebbi: Links die von Kaiser Yohannes I. erbaute Bibliothek, in der Mitte Iyasus Palast, rechts Fasilides Burg</figcaption></figure>
<p>Unser Führer Hagos erzählte uns die Legende von Kaiser Yohannes I. und dem kranken Lastesel: Yohannes hatte eine Glocke vor seinem Palast aufhängen lassen. Jeder, der den Herrscher um Gerechtigkeit anrufen wollte, durfte läuten und wurde von Yohannes gehört. Eines Nachts erklang die Glocke, aber Yohannes sah niemanden. Der gute Kaiser wollte sich schon wieder zur Ruhe begeben, da tönte der bronzene Klang erneut. Und nun entdeckte Yohannes den Verursacher. Ein Esel hatte die Glocke geläutet, indem er sich daran gerieben hatte. Sein Fell war aufgescheuert und das Tier war krank und schwach, da es schwere Salzsäcke hatte tragen müssen. Das Salz war in seine Wunden gelaufen und musste fürchterlich brennen. Der milde Herrscher hatte Mitleid mit dem Tier und ließ den Esel daraufhin in den kaiserlichen Stallungen gesundpflegen und gut füttern.</p>
<h2>Äthiopisch-orthodoxer Weckruf</h2>
<p>In unserem familiären Hotel direkt neben der Burganlage fanden wir am Vorabend unserer Abreise ein bemerkenswertes Schild an der Rezeption vor. Sinngemäß besagte die Aufschrift, die Gäste sollten sich besser mit Ohropax schlafen legen, um trotz des &#8222;Geräusches&#8220; der Kirchen schlafen zu können.</p>
<figure id="attachment_4171" aria-describedby="caption-attachment-4171" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-203115-2189.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4171" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-203115-2189-1024x683.jpg" alt="Am nächsten Morgen fingen die Gottesdienste um 5 Uhr morgens an." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-203115-2189-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-203115-2189-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-203115-2189-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-203115-2189-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181020-203115-2189.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4171" class="wp-caption-text">Am nächsten Morgen fingen die Gottesdienste um 5 Uhr morgens an.</figcaption></figure>
<p>Auf Nachfrage erklärte uns der Rezeptionist, dass am kommenden Morgen das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopischer_Kalender#Monatliche_kirchliche_Feiertage">Fest der von Maria</a> begangen würde, wie an jedem 21. Tag eines jeden Monats. Daher finde morgen früh in allen Kirchen Gottesdienst statt und dieser würde per Lautsprecher für die Gläubigen außerhalb der Kirche übertragen werden. (In manchen Kirchen haben Frauen keinen Zutritt). In der Tat weckten uns am kommenden Morgen ab 5 Uhr die ersten Gottesdienste. Wir hatten auf die Ohrstöpsel verzichtet. Später hörte es sich fast so an, als wollten sich die verschiedenen Kirchen gegenseitig überbieten. In der folgenden Klangprobe erhaltet Ihr einen schwachen Eindruck der Gebete. In Wirklichkeit ertönte das Vogelgezwitscher deutlich leiser als der aus allen Richtungen schallende Gesang.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/MT6-9DPGFBM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/gondar-stadt-der-kaiser/">Gondar, Stadt der Kaiser</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/gondar-stadt-der-kaiser/">Gondar, Stadt der Kaiser</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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