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	<title>Wüste - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Wüste - Wittmann Tours</title>
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		<title>Wir reiten im Wadi Rum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Feb 2020 00:01:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bekanntlich ist Jordanien ein arabisches Land. Araberpferde sind wegen ihrer Kraft und Ausdauer zur Legende geworden und haben ihren Teil zur Geschichte Jordaniens beigetragen. Für 5 Tage unternahmen wir eine Reittour durch die Wüste im Wadi Rum, um diese vielbesungene Pferderasse näher kennenzulernen und die außergewöhnliche Landschaft zu genießen. Unsere Pferde Wir stießen in Petra &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bekanntlich ist Jordanien ein arabisches Land. Araberpferde sind wegen ihrer Kraft und Ausdauer zur Legende geworden und haben ihren Teil zur Geschichte Jordaniens beigetragen. Für 5 Tage unternahmen wir eine Reittour durch die Wüste im Wadi Rum, um diese vielbesungene Pferderasse näher kennenzulernen und die außergewöhnliche Landschaft zu genießen.</p>
<figure id="attachment_3973" aria-describedby="caption-attachment-3973" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101414-1129.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-3973 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101414-1129-1024x683.jpg" alt="Wir reiten im Wadi Rum: Reiterselfie mit Mona auf Dahan." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101414-1129-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101414-1129-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101414-1129-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101414-1129-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101414-1129.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3973" class="wp-caption-text">Wir reiten im Wadi Rum: Reiterselfie mit Mona auf Dahan.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3989"></span></p>
<h2>Unsere Pferde</h2>
<p>Wir stießen in <a href="http://wittmann-tours.de/petra-die-hauptstadt-des-reiches-der-nabataeer">Petra</a> zu unserer gemischten englischen, französischen, niederländischen und deutschen Reisegruppe, nahmen dort an einer gemeinsamen Führung teil und fuhren am Tag darauf ins Wadi Rum, das 100km bzw. 2 Autostunden entfernt im Süden Jordaniens liegt. Es handelt sich um das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wadi_Rum">größte Wadi Jordaniens</a>, allerdings gab es nicht einen einzelnen Flusslauf. Stattdessen besteht das Wadi Rum aus einer 60x100km umfassenden Fels- und Sandwüste, in der Erhebungen aus Granit und Sandstein verstreut liegen. Das Wadi Rum ist außerdem für die abwechslungsreichen Farbschattierungen seines Sandes bekannt, von gelb bis tiefrot. Auf unserem fünftägigen Rundritt legten wir insgesamt etwa 170km Strecke zurück.</p>
<figure id="attachment_3974" aria-describedby="caption-attachment-3974" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/Wadi-Rum-Map.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3974 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/Wadi-Rum-Map-1024x683.jpg" alt="Unsere Reit-Route durch das Wadi Rum. Sogar auf dem Satellitenbild ist der verschiedenfarbige Sand sichtbar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/Wadi-Rum-Map-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/Wadi-Rum-Map-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/Wadi-Rum-Map-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/Wadi-Rum-Map-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/Wadi-Rum-Map.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3974" class="wp-caption-text">Unsere Reit-Route durch das Wadi Rum. Sogar auf dem Satellitenbild ist der verschiedenfarbige Sand sichtbar.</figcaption></figure>
<p>Bei der Einteilung der Pferde bekamen wir zwei Hengste zugewiesen: Mona ritt auf Dahan, ich auf Sulfaca. Sie waren Brüder, verstanden sich gut miteinander, aber trotzdem war es uns leider nicht möglich, zusammen in der Gruppe zu reiten. Sulfaca war weniger Hengst (&#8222;half stallion&#8220; laut Auskunft unseres Reitführers) und wollte immer vorne in der Gruppe sein, nur dort waren seine Ohren zufrieden nach vorne gerichtet. Dahan war deutlich hengstiger und musste vor allem den Stuten immer wieder zeigen, was für ein toller Hecht er sei. Deshalb musste er immer mit etwas Abstand hinter der Gruppe gehen. Also ritt Mona weit hinten und ich vorne, was auf unseren bisherigen Reittouren meistens anders war.</p>
<figure id="attachment_3975" aria-describedby="caption-attachment-3975" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-163559-1462.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3975" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-163559-1462-1024x683.jpg" alt="Mona musste auf Dahan immer etwas Abstand zur Gruppe halten, da Dahan sehr hengstig war." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-163559-1462-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-163559-1462-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-163559-1462-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-163559-1462-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-163559-1462.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3975" class="wp-caption-text">Mona musste auf Dahan immer etwas Abstand zur Gruppe halten, da Dahan sehr hengstig war.</figcaption></figure>
<p>Sulfaca war mit Abstand das stärkste und schnellste Pferd, das ich jemals geritten habe, soviel war schnell klar. Und dennoch war er tief in seinem Herzen ein kleiner Angsthase. Trotz seiner stattlichen Figur und all seiner Kraft erschrak sich Sulfaca sehr, als wir den ersten Kamelen begegneten. Zugegeben, wir ritten über eine Düne und die Kamele hielten sich gut getarnt im Schatten auf. Er machte einen kräftigen Satz zur Seite und trabte noch ein Stück weiter, bis dann klar war, dass die Welt nicht untergehen würde. Kamele in der Wüste, wer kann auch mit so etwas rechnen?</p>
<figure id="attachment_3976" aria-describedby="caption-attachment-3976" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-104146-0944.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3976" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-104146-0944-1024x683.jpg" alt="Christian und Sulfaca" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-104146-0944-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-104146-0944-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-104146-0944-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-104146-0944-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-104146-0944.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3976" class="wp-caption-text">Christian und Sulfaca</figcaption></figure>
<h2>Reiten im Wadi Rum</h2>
<p>Auch wenn die Zivilisation nicht weit entfernt war, trafen wir erstaunlich wenige andere Touristen (nur ein paar Jeeps mit ihren Insassen), ab und zu frei herumlaufende Kamele und auch nur selten einige Beduinen, die im Wadi Rum lebten. Die meiste Zeit erlebten wir die Wildnis als menschenleer. Nur die schroffe, trockene, aber landschaftlich sehr beeindruckende Wüste umgab uns. Dabei war der Boden sandig, selten locker wie an einem Strand, meistens staubig-fest. Um uns herum standen Hügel, die wie aufgeschichtet aussahen, teilweise wie mit Sirup übergossener mehrschichtiger Kuchen &#8211; vielleicht haben wir aber auch in der Hitze angefangen zu halluzinieren <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_3977" aria-describedby="caption-attachment-3977" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-171617-1026.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3977 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-171617-1026-1024x683.jpg" alt="Ein vielschichtiger Karamellkuchen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-171617-1026-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-171617-1026-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-171617-1026-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-171617-1026-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-171617-1026.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3977" class="wp-caption-text">Ein vielschichtiger Karamellkuchen</figcaption></figure>
<p>So eintönig es vielleicht klingen mag, so abwechslungsreich war die Landschaft trotzdem. Zu Pferd konnten wir die Stille und Weite der Wüste auf uns wirken lassen. Unsere Araber kamen mit der Hitze und dem weichen Untergrund erwartungsgemäß sehr gut zurecht. Auch im tiefen Sand schritten sie unbeirrt und zügig vorwärts. Dann fühlte sich der Schritt deutlich ausgeprägter an, fast ein wenig wie auf einem Kamel ;).</p>
<figure id="attachment_3978" aria-describedby="caption-attachment-3978" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-092831-1080.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3978 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-092831-1080-1024x576.jpg" alt="Sandpiste zu Pferd. Selbst im tiefen losen Untergrund, wo jeder SUV schon alle Räder von sich gestreckt hätte, kamen unsere Pferde noch gut voran." width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-092831-1080-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-092831-1080-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-092831-1080-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-092831-1080-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-092831-1080.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3978" class="wp-caption-text">Sandpiste zu Pferd. Selbst im tiefen losen Untergrund, wo jeder SUV schon alle Räder von sich gestreckt hätte, kamen unsere Pferde noch gut voran.</figcaption></figure>
<p>Auf den Trab- oder Galoppstrecken offenbarte sich rasch das Temperament der Araber. Unser Reitführer hätte gerne gehabt, dass wir schön in Formation in Zweierreihen blieben. Das klappte aber selten genug, mag es an kollektiver mangelnder Reiterfahrung der Gruppe gelegen haben oder am Feuer der Tiere. Immer wieder brachen die Pferde aus der Gruppe aus oder stürmten forsch voran. Wenn in <a href="http://wittmann-tours.de/auf-reitsafari-in-der-masai-mara/">Kenia</a> jede Galoppade ein Genuss war, war es im Wadi Rum immer wieder aufregend, was diesmal passieren würde.</p>
<figure id="attachment_3979" aria-describedby="caption-attachment-3979" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-163723-1005.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3979 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-163723-1005-1024x576.jpg" alt="Eine typische Reit-Szene. Wir ritten über sandigen Boden, umgeben von vielen emporragenden Felsen." width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-163723-1005-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-163723-1005-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-163723-1005-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-163723-1005-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-163723-1005.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3979" class="wp-caption-text">Eine typische Reit-Szene. Wir ritten über sandigen Boden, umgeben von vielen emporragenden Felsen.</figcaption></figure>
<h2>Ein gigantischer Sternenhimmel</h2>
<p>Wenn wir abends am jeweiligen Ziel des Tages angekommen waren, sattelten wir ab und endlich konnten sich die Pferde im Wüstenstaub wälzen. Anschließend versorgten wir unsere Reittiere: Sie bekamen mindestens einen Eimer Wasser zu trinken und danach wurde das Abendessen serviert. Damit die Pferde es nicht in der Wüste verteilten, bekam jedes einen Futtersack um den Kopf gelegt, aus dem sie ihr Kraftfutter verspeisten. Für unser leibliches Wohl sorgte Koch Ali. Howard und Massah beförderten unser Gepäck, Ausrüstung, Futter und Wasser auf den Jeeps zu den Mittagspausen bzw. Abendlagern. Auf den Reitstrecken begleiteten uns auch zwei Salukis, elegante Windhunde, die mit unserer langsamen Form der Fortbewegung nicht ganz ausgelastet schienen.</p>
<figure id="attachment_3980" aria-describedby="caption-attachment-3980" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-182450-1050-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3980 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-182450-1050-HDR-1024x683.jpg" alt="Für die Pferde war der Sonnenuntergang die Zeit für das Abendessen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-182450-1050-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-182450-1050-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-182450-1050-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-182450-1050-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-182450-1050-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3980" class="wp-caption-text">Für die Pferde war der Sonnenuntergang die Zeit für das Abendessen.</figcaption></figure>
<p>Nach Sonnenuntergang waren die einzigen Lichtquellen einige wenige Lampen (nur bei Hüttenübernachtung), unsere Taschenlampen und die Sterne am Himmel (später auch der Mond). Wir sahen deutlich die Planten Mars, gut an seiner rötlichen Farbe zu erkennen, Saturn und Jupiter, der allerdings sehr früh unterging. Außerdem leuchtete die Milchstraße hell über unseren Köpfen am Firmament.</p>
<figure id="attachment_3981" aria-describedby="caption-attachment-3981" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181008-195859-4165-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3981 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181008-195859-4165-Edit-683x1024.jpg" alt="Die Milchstraße über unserem ersten Camp." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181008-195859-4165-Edit-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181008-195859-4165-Edit-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181008-195859-4165-Edit-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181008-195859-4165-Edit-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181008-195859-4165-Edit.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3981" class="wp-caption-text">Die Milchstraße über unserem ersten Camp.</figcaption></figure>
<p>Es war sogar so dunkel, dass es möglich war, mit Langzeitbelichtung <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Star_trail">Sternenstreifen</a> als Nachweis für die Rotation der Erde zu fotografieren. Das nachfolgende Bild zeigt eine Belichtung von 30 Minuten.</p>
<figure id="attachment_3982" aria-describedby="caption-attachment-3982" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-201201-4183.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3982 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-201201-4183-1024x683.jpg" alt="Star Trails mit einer Belichtungszeit von 30 Minuten." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-201201-4183-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-201201-4183-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-201201-4183-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-201201-4183-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-201201-4183.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3982" class="wp-caption-text">Star Trails mit einer Belichtungszeit von 30 Minuten.</figcaption></figure>
<h2>Ein Tag in der Wüste</h2>
<p>Morgens begann der Tag für uns mit Sonnenaufgang, damit wir so früh wie möglich, aber trotzdem ohne Hektik aufbrechen und die größte Hitze meiden konnten. Wir ritten morgens 3 bis 4 Stunden und die Wüste hatte erstaunlich viel Abwechslungsreiches zu bieten: In der Khazali-Schlucht sahen wir jahrhundertealte Felszeichnungen von Beduinen, die früher als Wegweiser gedient hatten. Sie stellten Menschen, Pferde, Kamele und Fußabdrücke dar. Mit unseren Reittieren zusammen kletterten wir ein Stück weit den Jabal Qattar hinauf und tränkten die Araber an einer Quelle, die bereits von den Nabatäern genutzt worden war. Auch passierten wir Orte, an denen schon <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/T._E._Lawrence">Lawrence von Arabien</a> geritten war, sahen eindrucksvolle Felsformationen, die gewaltige natürliche Brücken formten, und blickten von einer Anhöhe aus ins Staatsgebiet des nur noch wenige Kilometer entfernten Saudi-Arabien.</p>
<figure id="attachment_3984" aria-describedby="caption-attachment-3984" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101114-1116.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3984 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101114-1116-1024x683.jpg" alt="Mona auf Dahan, im Hintergrund liegt schon Saudi-Arabien." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101114-1116-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101114-1116-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101114-1116-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101114-1116-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-101114-1116.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3984" class="wp-caption-text">Mona auf Dahan, im Hintergrund liegt schon Saudi-Arabien.</figcaption></figure>
<p>Für die &#8222;heiß&#8220; ersehnte Mittagspause erwarteten uns Ali, Howard und Massah immer an einem anderen Ort, der im Schatten der Felsen lag. Die Matten, die uns nachts als Matratzen dienten, legten wir auf dem Boden aus. Auf einem Campingtisch baute Ali ein kleines Buffet mit Wasser, Limonade, Tee und einem einfachen, aber köstlichen Mittagessen auf. Die Mittagspause dauerte normalerweise ausgedehnte 3 Stunden, so dass auch genug Zeit für eine Siesta blieb, für den Austausch mit unseren Mitreitern, um ein wenig Blog zu schreiben oder etwas zu lesen.</p>
<figure id="attachment_3983" aria-describedby="caption-attachment-3983" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-120825-1164.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3983 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-120825-1164-1024x683.jpg" alt="Ali und das von ihm hergerichtete, köstliche Mittagsbuffet" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-120825-1164-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-120825-1164-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-120825-1164-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-120825-1164-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181010-120825-1164.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3983" class="wp-caption-text">Ali und das von ihm hergerichtete, köstliche Mittagsbuffet</figcaption></figure>
<p>Nachmittags ritten wir wieder 2 bis 3 Stunden. Kurz vor oder zum Sonnenuntergang erreichten wir das Ziel. Selbst an den Campingtagen bestand die Möglichkeit, uns in einem Duschzelt mit ein wenig Wasser etwas frischzumachen und den Schweiß des Tages abzuwaschen. Als Unterkunft hatten wir nagelneue Wurfzelte. Sie waren zwar schnell aufgebaut, niemand wusste allerdings genau, wie man sie wieder zusammenlegte. Jeden Morgen fühlte es sich mehr wie Zufall an, wenn ein widerspenstiges Zelt niedergerungen und verstaut war <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_3985" aria-describedby="caption-attachment-3985" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-125648-1533.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3985" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-125648-1533-1024x576.jpg" alt="Mittagspause im Schatten der Felsen" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-125648-1533-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-125648-1533-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-125648-1533-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-125648-1533-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-125648-1533.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3985" class="wp-caption-text">Mittagspause im Schatten der Felsen</figcaption></figure>
<h2>Übernachtung unter den Sternen</h2>
<p>Nachdem sich die Gruppe, meistens eher früher als später, zum Schafen zurückgezogen hatte, war es nicht nur dunkel, sondern auch still, erstaunlich still. Es war mucksmäuschenstill! Der kleinste Laut trug sehr weit und andere sonst unbedeutende Geräusche waren auf einmal hörbar. Ich saß im Dunkeln auf meiner Matratze, halb im Schlafsack, und notierte mir auf dem Smartphone ein paar Erlebnisse des Tages. Dabei hörte ich zum ersten Mal das Tippgeräusch meiner Finger auf dem Display des Gerätes.</p>
<figure id="attachment_3986" aria-describedby="caption-attachment-3986" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-193741-4171.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3986" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-193741-4171-683x1024.jpg" alt="Nachts umgaben uns Dunkelheit und Stille." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-193741-4171-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-193741-4171-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-193741-4171-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-193741-4171-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181009-193741-4171.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3986" class="wp-caption-text">Nachts umgaben uns Dunkelheit und Stille.</figcaption></figure>
<p>In der Nacht des ersten und vorletzten Reittages übernachteten wir in einem Camp mit permanenten Hütten. Die beiden anderen Nächte konnten wir zwischen Matratze im Zelt (Mona) und Matratze unterm Sternenhimmel (ich) wählen. Die Option &#8222;Matratze unter dem Himmelszelt&#8220; war nicht in aller Konsequenz bequem, aber immer, wenn ich aufwachte, sah ich, dass sich die Sterne etwas weiter bewegt hatten. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kassiopeia_(Sternbild)">Kassiopeia</a> zum Beispiel war immer im Dunklen zu sehen, wie ein &#8222;M&#8220; oder &#8222;W&#8220; am Himmel. Andere Sternbilder gingen früher unter oder erschienen erst im Laufe der Nacht.</p>
<h2>Am Ende leider keine Empfehlung</h2>
<p>So schön wie die die Wüste auch war, so elegant und kraftvoll die Pferde &#8211; Mona wollte ihren Dahan am Ende kaum hergeben &#8211; so bleibt diese Reittour eine der wenigen Aktivitäten weltweit, die wir nicht weiterempfehlen würden. Dabei lag es nicht am Ritt selbst, sondern an der Art, wie er geführt wurde. Es fing damit an, dass es etwas seltsam war, einen Gast durch den Einsatz eines Hengstes dauernd von der Gruppe zu trennen. Es stand zwar in der Reisebeschreibung, dass auch Hengste mit auf den Ritt gehen, aber trotzdem wird dies wohl eine Kuriosität unserer Reiterurlaube bleiben.</p>
<figure id="attachment_3987" aria-describedby="caption-attachment-3987" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-110140-1408.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3987" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-110140-1408-1024x576.jpg" alt="Ein Wüstenkamel im Wadi Rum" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-110140-1408-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-110140-1408-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-110140-1408-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-110140-1408-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181011-110140-1408.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3987" class="wp-caption-text">Ein Wüstenkamel im Wadi Rum</figcaption></figure>
<p>Sowieso waren immer die Gäste schuld, wenn etwas nicht passte. Wir hatten zum Beispiel keine Helme und Chaps dabei (vorher mehrmals angemeldet, also keine Überraschung) und wollten diese gerne vor Ort ausleihen. Als die ersten Chaps, mit Präzisionsblick vom Guide ausgewählt, nicht passten, bekamen wir gleich vorgeworfen, dass wir doch selbst welche hätten mitbringen sollen. Trotz einiger Beinaheunfälle unternahm unser Reitführer keinen Anlauf, das Chaos der Galoppaden in den Griff zu bekommen. Weder regte er Pferdewechsel an, noch gab er den Gästen den einen oder anderen Tipp (&#8222;I am no riding school.&#8220;). Stattdessen wurde das Problem am liebsten totgeschwiegen (&#8222;We keep silence.&#8220;) anstatt “Safety First” zu praktizieren. Ob das Kommunikationsdefizit wohl an den interkulturellen Unterschieden lag?</p>
<figure id="attachment_3988" aria-describedby="caption-attachment-3988" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-174409-1557.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3988" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-174409-1557-1024x576.jpg" alt="Ritt in den Sonnenuntergang" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-174409-1557-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-174409-1557-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-174409-1557-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-174409-1557-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181012-174409-1557.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3988" class="wp-caption-text">Ritt in den Sonnenuntergang</figcaption></figure>
<p>Dass jeder Gast für 3 Stunden in der Hitze jeweils immer nur einen halben Liter Wasser zugeteilt bekam, war ebenso erstaunlich wie die Tatsache, dass die Guides in den Pausen das Gespräch mit den Gästen eher mieden. Sie waren nur zur Bewirtung da, ansonsten blieben sie gerne unter sich. Wir hingegen haben die Gesellschaft unserer Mitreiter sehr genossen. So bleibt ein Geschmäckle, trotzdem erinnern wir uns gerne an die einzigartige Landschaft, die kraftvollen Pferde und den funkelnden Sternenhimmel.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/wir-reiten-im-wadi-rum/">Wir reiten im Wadi Rum</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/wir-reiten-im-wadi-rum/">Wir reiten im Wadi Rum</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Von Wüstenschloss zu Wüstenschloss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2020 00:01:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach den Kreuzfahrerburgen besuchten wir die sogenannten Wüstenschlösser in der Wüste östlich von Amman. Diese Bauwerke haben eine ganz andere Geschichte. Die meisten stammen aus dem 7. Jahrhundert, also kurz nachdem der Islam im heutigen Jordanien Fuß gefasst hatte, und dienten den Umayyaden nicht als militärische Stützpunkte, sondern als Jagd- oder Landsitze. Die heute umgebende &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/von-wuestenschloss-zu-wuestenschloss/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Von Wüstenschloss zu Wüstenschloss“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den <a href="http://wittmann-tours.de/die-kreuzfahrerburgen-kerak-und-shobak">Kreuzfahrerburgen</a> besuchten wir die sogenannten Wüstenschlösser in der Wüste östlich von Amman. Diese Bauwerke haben eine ganz andere Geschichte. Die meisten stammen aus dem 7. Jahrhundert, also kurz nachdem der Islam im heutigen Jordanien Fuß gefasst hatte, und dienten den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Umayyaden">Umayyaden</a> nicht als militärische Stützpunkte, sondern als Jagd- oder Landsitze. Die heute umgebende Wüstenlandschaft war in früheren Zeiten trotz der damals schon herrschenden Trockenheit für etwas Landwirtschaft geeignet gewesen. Die im Folgenden beschriebene Tagestour unternahmen wir von Madaba aus mit einem privaten Taxi.</p>
<figure id="attachment_3921" aria-describedby="caption-attachment-3921" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-092337-3598.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3921 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-092337-3598-1024x683.jpg" alt="Das Qasr Kharana erhebt sich abweisend aus der staubigen, eintönigen Wüstenlandschaft." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-092337-3598-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-092337-3598-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-092337-3598-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-092337-3598-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-092337-3598.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3921" class="wp-caption-text">Das Qasr Kharana erhebt sich abweisend aus der staubigen, eintönigen Wüstenlandschaft.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3937"></span></p>
<h2>Qasr Kharana</h2>
<p>Das im späten 7. Jahrhundert erbaute <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qasr_Kharana">Qasr Kharana</a> erhebt sich massiv und trutzig aus der eintönigen Wüstenlandschaft. Gut restauriert mit einer vollständigen Außenmauer und Türmen an jeder Eckte wirkt das Qasr (&#8222;Festung&#8220;) wehrhaft wie ein Fort oder eine Burg. Der Schein trügt allerdings, durch die &#8222;Schießscharten&#8220; in den 3 Meter dicken Wänden wäre es kaum möglich, einen Schuss abzugeben. Vielmehr dienten die Schlitze zur Belüftung und Kühlung der Innenbereiche. In seiner Funktion stellte das Qasr Kharana vermutlich das dar, was wir heute ein Konferenzhotel nennen würden, und diente wohl als Versammlungsort für die umayyadischen Kalifen mit lokalen Beduinenstämmen. Allerdings fehlt eine Wasserquelle, so dass die Gäste Trinkwasser für sich und ihre Tiere selbst mitbringen mussten.</p>
<figure id="attachment_3922" aria-describedby="caption-attachment-3922" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-093026-3604.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3922 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-093026-3604-1024x683.jpg" alt="Vom offenen Innenhof aus führen viele symmetrisch angeordnete Türen zu den verschiedenen Räumen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-093026-3604-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-093026-3604-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-093026-3604-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-093026-3604-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-093026-3604.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3922" class="wp-caption-text">Vom offenen Innenhof aus führen viele symmetrisch angeordnete Türen zu den verschiedenen Räumen.</figcaption></figure>
<p>In der Tat war es im Inneren des Gebäudes deutlich kühler, die schon morgens brütende Hitze blieb ausgesperrt. Von einem zentralen Innenhof aus führten offene Türen in die verschiedenen Zimmer der quadratischen Anlage. Wir nahmen eine Treppe in den ersten Stock. Die Räumlichkeiten waren schlicht, aber elegant mit Bögen, angedeuteten Säulen und Ornamenten ausgestattet. Über die genaue Nutzung der einzelnen Bereiche gehen die Einschätzungen der Archäologen auseinander, aber allein durch den Aufbau mit Einheiten von jeweils einem großen zentralen Raum, von dem einzelne kleinere Kammern abgehen, wirkte für uns die Theorie eines Treffpunkts für die damaligen Bewohner der Region plausibel. Unter etwas anderen Umständen hätten wir gerne ein Zimmer gebucht, auch wenn Einrichtungsgegenstände leider gänzlich fehlten.</p>
<figure id="attachment_3923" aria-describedby="caption-attachment-3923" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-095354-3613.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3923 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-095354-3613-1024x683.jpg" alt="Ein elegantes Gästezimmer im Qasr Kharana" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-095354-3613-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-095354-3613-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-095354-3613-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-095354-3613-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-095354-3613.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3923" class="wp-caption-text">Ein elegantes Gästezimmer im Qasr Kharana</figcaption></figure>
<h2>Qusair &#8218;Amra</h2>
<p>Beinahe hätte man das vergleichsweise niedrige, sandfarbene Gebäude von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qusair_%CA%BFAmra">Qusair ʿAmra</a> in der Weite der Landschaft verpassen können. Auf der Fahrt von Wüstenschloss zu Wüstenschloss gab es zwischendurch wenig zu sehen, nur Staub und flimmernde Luft. Aber auf einmal kamen wir am Qusair (der &#8222;kleinen Burg&#8220;) an. In der Tat war der Komplex weit weniger ausgedehnt als Qasr Kharana und verfügte über Wasser aus dem Wadi Butm. Dies ermöglichte den Luxus eines Badehauses im Jagdschlösschen des umayyadischen Prinzen Walid. Die Jagd war wohl eine der Lieblingsbeschäftigungen der Herrscher bei den Ausflügen zu ihren Wüstenresidenzen.</p>
<figure id="attachment_3924" aria-describedby="caption-attachment-3924" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-104755-3615.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3924 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-104755-3615-1024x683.jpg" alt="Von außen eher unscheinbar und Ton in Ton mit der umgebenden Wüste: Qusair 'Amra" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-104755-3615-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-104755-3615-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-104755-3615-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-104755-3615-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-104755-3615.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3924" class="wp-caption-text">Von außen eher unscheinbar und Ton in Ton mit der umgebenden Wüste: Qusair &#8218;Amra</figcaption></figure>
<p>Das schlichte Äußere täuscht, wie so häufig in der islamischen Architektur, über den prächtigen Innenraum hinweg. Statt geometrischer Muster schmücken im Qusair ʿAmra überraschenderweise Fresken mit vielen verschiedenen figürlichen Motiven die Wände: die Jagd, Badeszenen, leicht bekleidete Frauen, Musiker, die Sternzeichen und einiges mehr. Erstaunlicherweise überdauerten diese Kunstwerke die islamische Bilderzerstörung, Vandalismus, Feuer und 1300 Jahre mit ihren Umwelteinflüssen. Ein kleines Wunder!</p>
<figure id="attachment_3926" aria-describedby="caption-attachment-3926" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-105612-3625.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3926 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-105612-3625-1024x683.jpg" alt="Innen überraschte eine Vielfalt von Fresken überall an den Wänden." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-105612-3625-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-105612-3625-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-105612-3625-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-105612-3625-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-105612-3625.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3926" class="wp-caption-text">Innen überraschte eine Vielfalt von Fresken überall an den Wänden.</figcaption></figure>
<h2>Das Fort von Azraq</h2>
<p>Wenn es einen logischen Platz in der Wüste von Jordanien gibt, um eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qasr_al-Azraq">Burg</a> zu bauen, dann ist es Azraq. Dort befindet sich die einzige permanente Oase des Landes und die Siedlung liegt am Schnittpunkt der Handelsrouten von Syrien, dem Irak, Saudi-Arabien, nach Amman und zum Roten Meer. Den strategischen Wert dieses Ortes hatten schon die Römer erkannt, die dort im dritten Jahrhundert das erste Fort errichteten. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die aus blauem Basalt erbauten Befestigungsanlagen von den Byzantinern, den Umayyaden, den Ayyubiden, dann den Mameluken und schließlich den Osmanen genutzt (eine Abfolge, die wir so oder so ähnlich bereits einige Male erwähnten).</p>
<figure id="attachment_3927" aria-describedby="caption-attachment-3927" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122831-0639.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3927 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122831-0639-1024x683.jpg" alt="Der Eingang der Festung von Azraq" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122831-0639-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122831-0639-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122831-0639-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122831-0639-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122831-0639.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3927" class="wp-caption-text">Der Eingang der Festung von Azraq</figcaption></figure>
<p>Während der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arabische_Revolte">Arabischen Revolte</a> nutzte der berühmte T. E. Lawrence Qasr al-Azraq im Winter 1917 als Hauptquartier. Auf die Spuren dieser schillernden Persönlichkeit sollten wir auch später in Jordanien noch stoßen: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/T._E._Lawrence">Lawrence von Arabien</a>. Er war Verbindungsmann der Briten zu den aufständischen Arabern. Berühmt und zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/T._E._Lawrence#Heroisierung">Mythos</a> wurde Lawrence durch Berichte und Vorträge zur arabischen Revolte, sein Buch &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_sieben_S%C3%A4ulen_der_Weisheit">Die sieben Säulen der Weisheit</a>&#8220; und nicht zuletzt durch den Film &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lawrence_von_Arabien_(Film)">Lawrence von Arabien</a>&#8222;.</p>
<figure id="attachment_3928" aria-describedby="caption-attachment-3928" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122511-3667-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3928 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122511-3667-HDR-1024x683.jpg" alt="Blick über den Innenhof der Burg von Azraq von dem Raum aus, den T. E. Lawrence bewohnte." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122511-3667-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122511-3667-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122511-3667-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122511-3667-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-122511-3667-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3928" class="wp-caption-text">Blick über den Innenhof der Burg von Azraq von dem Raum aus, den T. E. Lawrence bewohnte.</figcaption></figure>
<p>Auch wenn das Fort noch vor etwa 100 Jahren militärisch genutzt wurde, so ist die Anlage insgesamt doch inzwischen eine Ruine. Die Erkundung der Festung fühlte sich ähnlich an wie die der Kreuzfahrerburgen. Der Eingangsbereich war wieder aufgebaut worden und im Zentrum der Burg gab es einen großen Innenhof. Innerhalb der Außenmauern hatte der Zahn der Zeit jedoch stark am Fort genagt: Eingefallene Mauern, freistehende Stützbögen ohne dazugehörige Dächer und Treppen, die ins Nirgendwo führten, waren Zeugnisse des Verfalls. Wir konnten die Anlage frei durchstreifen, es gab vereinzelte Erklärungstafeln und ein kleines Museum, aber die eigene Vorstellungskraft musste viel ergänzen.</p>
<figure id="attachment_3929" aria-describedby="caption-attachment-3929" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-121049-3654-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3929" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-121049-3654-HDR-1024x683.jpg" alt="Die Glanzzeiten des Forts sind vorüber, aber es ist ein sehr atmosphärischer Ort." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-121049-3654-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-121049-3654-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-121049-3654-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-121049-3654-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-121049-3654-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3929" class="wp-caption-text">Die Glanzzeiten des Forts sind vorüber, aber es ist ein sehr atmosphärischer Ort.</figcaption></figure>
<h2>Mittagessen mit Hindernissen</h2>
<p>Nach dem Besuch der Burg war es Zeit fürs Mittagessen. Nachdem wir schon auf anderen Transferfahrten nicht so gute Erfahrungen mit speziell für Touristen gebauten Komplexen aus Restaurant und Souvenirshop gemacht hatten (überteuert, mäßige Küche, kommerziell), war uns klar, dass es genau ein Lokal (&#8222;Tourist Palace&#8220;) in Azraq gab, das wir nicht besuchen wollten. Dummerweise hatte unser Fahrer andere Ansichten. Er hatte wohl auch von seinem Arbeitgeber einen Essensgutschein für dieses Etablissement bekommen, was er uns allerdings nicht mitteilte. Wir wollten aus der Touristenblase raus, wofür er aber kein Verständnis zeigte.</p>
<p>Da er uns nicht verriet, aus welchem Grund er unbedingt in das auserkorene Restaurant wollte, konnten wir auch nicht anbieten, dass wir ihn natürlich gerne in einem anderen Lokal einladen würden. Es offenbarte sich leider, dass er als stolzer Araber nicht auf die Wünsche seiner Gäste eingehen wollte. Und er war tödlich beleidigt, dass wir eigene Vorstellungen von unserer Mittagspause hatten. Nur sehr widerwillig fuhr er uns ins Zentrum der kleinen Stadt, wo wir eine Alternative suchten. Das war allerdings nicht ganz einfach. Dort gab es zwar zahlreiche Restaurants (für die Fahrer der vielen durchfahrenden Lkws), aber die klassische Mittagspause war dort anscheinend keine Prime Time und alle Touristen befanden sich wohl im “Tourist Palace“&#8230; Schließlich nahmen wir als einzige Gäste in einem Restaurant an der Hauptstraße auf Plastikstühlen Platz, nachdem wir das geschlachtete Lamm, das ungekühlt neben dem Grill hing, etwas skeptisch beäugt hatten.</p>
<figure id="attachment_3930" aria-describedby="caption-attachment-3930" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/APC_2122.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3930 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/APC_2122-1024x768.jpg" alt="Saftiges Lammkebab mit Fladenbrot" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/APC_2122-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/APC_2122-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/APC_2122-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/APC_2122-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/APC_2122.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3930" class="wp-caption-text">Saftiges Lammkebab mit Fladenbrot</figcaption></figure>
<p>Eine kleine Mannschaft junger Männer richtete im Handumdrehen einen Tisch für uns her. Die Tischdecke, eine dünne, transparente Plastikfolie, fixierten sie mit etwas Wasser und dessen Oberflächenspannung auf dem Tisch. Wir kommunizierten und bestellten mit Händen, Füßen und ein bisschen Google Translate. Als wir anschließend auf das Essen warteten, nicht genau wissend, was wir bestellt hatten bzw. ob die gesamte Information bei unseren Gastgebern angekommen war, überlegten wir kurz, ob der “Touristen Palast“ (Qasr Tourist <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ) vielleicht doch die bessere Wahl gewesen wäre. Aber wir wurden nicht enttäuscht. Wir ließen uns saftiges, würziges Lammkebab mit Salat, frischen Kräutern und Fladenbrot schmecken. Für die jungen Männer, die uns bedienten, waren wir offensichtlich die Attraktion des Tages. Bevor wir gingen, mussten wir unbedingt ein Selfie zusammen machen.</p>
<figure id="attachment_3931" aria-describedby="caption-attachment-3931" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-133442-0645.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3931" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-133442-0645-1024x683.jpg" alt="Selfie mit unseren Gastgebern" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-133442-0645-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-133442-0645-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-133442-0645-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-133442-0645-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-133442-0645.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3931" class="wp-caption-text">Selfie mit unseren Gastgebern</figcaption></figure>
<h2>Azraq Wetlands</h2>
<p>Bevor wir weiterfuhren, besuchten wir den Ort, dem die Kleinstadt Azraq seine Existenz verdankt, das Quellgebiet der Oase im <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Azraq_Wetland_Reserve">Azraq Wetland Reserve</a>. Das natürliche Feuchtgebiet ist allerdings schon länger Geschichte. Seit den 1960ern pumpt Jordanien sehr viel Wasser von Azraq in das über 100 Kilometer entfernte Amman, um die Hauptstadt mit dem wertvollen Nass zu versorgen. Auch wenn sich Jordanien im Nationalmuseum damit brüstete, im internationalen Vergleich sehr wenig Wasser zu verbrauchen, war der Entzug der lebensspendenden Flüssigkeit für das fragile Ökosystem in Azraq der Todesstoß.</p>
<figure id="attachment_3932" aria-describedby="caption-attachment-3932" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-135044-0651.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3932" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-135044-0651-1024x683.jpg" alt="Amman bezieht ein Viertel seines Wassers aus Azraq." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-135044-0651-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-135044-0651-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-135044-0651-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-135044-0651-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-135044-0651.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3932" class="wp-caption-text">Amman bezieht ein Viertel seines Wassers aus Azraq.</figcaption></figure>
<p>Seit 1992 sind die natürlichen Quellen versiegt, das Wasser wird jetzt aus der Tiefe gepumpt und der Grundwasserspiegel ist stark gesunken. Damit ist fast das gesamte Feuchtgebiet ausgetrocknet, nur (paradoxerweise) künstliche Bewässerung hält einen kläglichen Rest mehr oder weniger am Leben. Die Tiere und Pflanzen, die dort früher in großer Vielfalt existierten, haben ihre Lebensgrundlage verloren. In der Vergangenheit hatten hunderttausende Zugvögel Azraq für einen Zwischenstopp genutzt. Bei dem Feuchtgebiet, das in guten Jahren bis zu 50 km² Fläche umfasst haben soll, muss es sich um ein unglaubliches Paradies des Lebens mitten in der sonnenverbrannten Weite der Wüste gehandelt haben. Die Fakten sind eindeutig und werden auch im Besucherzentrum präsentiert. Damit enden aber anscheinend die Bemühungen. Der Bedarf an Wasser hat wohl Vorrang. Die Oase ist erfolgreich trockengelegt und es ist offen, wie lange Azraq noch weiter ausgequetscht werden kann.</p>
<figure id="attachment_3933" aria-describedby="caption-attachment-3933" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-141143-3686.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3933 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-141143-3686-1024x683.jpg" alt="Das letzte Wasserbecken in den Azraq Wetlands" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-141143-3686-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-141143-3686-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-141143-3686-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-141143-3686-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-141143-3686.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3933" class="wp-caption-text">Das letzte Wasserbecken in den Azraq Wetlands</figcaption></figure>
<h2>Qasr Al-Hallabat</h2>
<p>Auf der Rückfahrt nach Madaba nahmen wir die nördlichere Straße Richtung Zarqa, die uns zum <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Qasr_Al-Hallabat">Qasr al-Hallabat</a> führte. Auch wenn die Anzahl der Besucher in allen Wüstenschlössern überschaubar war, so verirrten sich noch wenigster Menschen zum Qasr al-Hallabat. Auch an diesem Ort befand sich ursprünglich eine Römische Festung, dann errichteten Ghassaniden, eine Gruppe einflussreicher christlicher Stämme, dort einen Landsitz mit Kapelle und Kloster, schließlich übernahmen im 8. Jahrhundert die Umayyaden den Komplex und bauten ihn prächtig aus. Anders als bei den anderen Qusur war die angegliederte Moschee neben dem Palast schön rekonstruiert.</p>
<figure id="attachment_3934" aria-describedby="caption-attachment-3934" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-152850-3689.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3934 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-152850-3689-1024x683.jpg" alt="Die Moschee ist ein stattliches Gebäude neben dem Qasr." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-152850-3689-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-152850-3689-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-152850-3689-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-152850-3689-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-152850-3689.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3934" class="wp-caption-text">Die Moschee ist ein stattliches Gebäude neben dem Qasr.</figcaption></figure>
<p>Abgesehen von der ruhigen Atmosphäre &#8211; wir waren fast allein im Qasr al-Hallabat &#8211; überraschte uns ein Raum mit einem riesigen Mosaik auf dem Boden. Das ursprünglich bildliche Mosaik war umgestaltet worden und zeigte ein erstaunlich gut erhaltenes geometrisches Muster.</p>
<figure id="attachment_3935" aria-describedby="caption-attachment-3935" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-153316-3693.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3935 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-153316-3693-1024x683.jpg" alt="Mosaik im Qasr al-Hallabat" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-153316-3693-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-153316-3693-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-153316-3693-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-153316-3693-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-153316-3693.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3935" class="wp-caption-text">Mosaik im Qasr al-Hallabat</figcaption></figure>
<h2>Hammam Al-Sarah</h2>
<p>Der letzte Halt auf unserer Route war das <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Hammam_al-Sarah">Hammam al-Sarah</a> nur wenige Kilometer vom Qasr al-Hallabat entfernt. Wieder einmal war dieses umayyadische Badehaus von außen sehr schlicht. Im Inneren bewunderten wir eine wohl erst kürzlich mit Holz in geometrischen Mustern ausgekleidete elegante Kuppel.</p>
<figure id="attachment_3936" aria-describedby="caption-attachment-3936" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-160229-0657.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3936 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-160229-0657-1024x683.jpg" alt="Die aufwändig rekonstruierte Kuppel im Hammam al-Sarah" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-160229-0657-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-160229-0657-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-160229-0657-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-160229-0657-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181003-160229-0657.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3936" class="wp-caption-text">Die aufwändig rekonstruierte Kuppel im Hammam al-Sarah</figcaption></figure>
<p>So hielt jedes einzelne Wüstenschloss seine eigene Geschichte, seine Besonderheiten und auch Überraschungen für uns bereit. Erstaunlich war außerdem, dass wir immer wieder auf gut erhaltene römische Funde stießen. Abgesehen vom Zwischenfall zum Mittagessen haben wir den Tag sehr genossen und einige Geheimnisse der Wüste kennengelernt.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/von-wuestenschloss-zu-wuestenschloss/">Von Wüstenschloss zu Wüstenschloss</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/von-wuestenschloss-zu-wuestenschloss/">Von Wüstenschloss zu Wüstenschloss</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Feynan &#8211; Nachhaltigkeit in der Wüste?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Dec 2019 00:01:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
		<category><![CDATA[Beduine]]></category>
		<category><![CDATA[Dana]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach so viel Kultur in Amman, rund um Madaba, an den biblischen Orten und in Jerash fuhren wir in die Wüste, um die Natur und das traditionelle Leben der Beduinen in Jordanien kennenzulernen. Wenn man dem Reiseführer und vielen Quellen im Internet glaubt, dann gibt es dafür keinen besseren Ort als die vielfach international ausgezeichnete &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/feynan-nachhaltigkeit-in-der-wueste/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Feynan &#8211; Nachhaltigkeit in der Wüste?“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach so viel Kultur in Amman, rund um Madaba, an den biblischen Orten und in Jerash fuhren wir in die Wüste, um die Natur und das traditionelle Leben der Beduinen in Jordanien kennenzulernen. Wenn man dem Reiseführer und vielen Quellen im Internet glaubt, dann gibt es dafür keinen besseren Ort als die vielfach international ausgezeichnete <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Royal_Society_for_the_Conservation_of_Nature#Feynan_Ecolodge">Feynan Ökolodge</a>. Würde die Unterkunft die hohen Erwartungen erfüllen können? Wäre sie wirklich ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit?</p>
<figure id="attachment_3861" aria-describedby="caption-attachment-3861" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3861" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-1024x683.jpg" alt="Willkommen in der Feynan Ökolodge" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3861" class="wp-caption-text">Willkommen in der Feynan Ökolodge</figcaption></figure>
<p><span id="more-3888"></span></p>
<h2>Die Feynan Ökolodge</h2>
<p>Das Konzept der Feynan Ökolodge beruht auf mehreren Elementen, die Nachhaltigkeit garantieren sollen. Mitten in der Wüste gelegen, ist das Hotel nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Stattdessen wird der gesamte Strom über Solarzellen generiert. Die Verpflegung ist ausschließlich vegetarisch und besteht im Wesentlichen aus lokalen Produkten. Außerdem rekrutiert die Lodge viele ihrer Angestellten aus den Beduinenfamilien der Region, vom Fahrer bis zum Guide. Auch bietet die Lodge Aktivitäten zusammen mit den lokalen Familien an, so dass die Besucher einen Einblick in deren Lebensweise gewinnen können. Das hört sich fast schon zu gut an, um wahr zu sein.</p>
<figure id="attachment_3862" aria-describedby="caption-attachment-3862" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3862 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-1024x683.jpg" alt="Von außen ist die Feynan Lodge eher unscheinbar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3862" class="wp-caption-text">Von außen ist die Feynan Lodge eher unscheinbar.</figcaption></figure>
<p>Wir reisten via Pkw-Transfer an, mussten aber ab der Rezeption, 15 Kilometer von der eigentlichen Lodge entfernt, in den klapprigen 4&#215;4 Pickup eines Beduinen umsteigen. Unser Gepäck fand auf der Ladefläche Platz, wir auf dem Rücksitz. Der Rest des Weges war in der Tat eine Piste, die Jordanier unterschätzen jedoch ihre Straßen. Für alle Verkehrswege, die nicht asphaltiert waren, wurde uns ein Allradfahrzeug angeraten, im Geländewagen fuhr man dann maximal 10km/h. Andere Länder würden die Pisten dort zu Nationalstraßen erklären ;). Feynan müssen wir zugutehalten, dass die Beduinen sich mit den Transfers ein Zubrot verdienen können.</p>
<figure id="attachment_3887" aria-describedby="caption-attachment-3887" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3887 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-1024x683.jpg" alt="Diese Piste wäre auch für Pkws problemlos befahrbar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3887" class="wp-caption-text">Diese Piste wäre auch für Pkws problemlos befahrbar.</figcaption></figure>
<p>Das Gebäude der Lodge spiegelte die Farben der Landschaft wider und erinnerte mit seinen abweisenden Außenmauern ein wenig an eine Festung. Statt Wachtürmen befanden sich allerdings Solarzellen auf dem Dach. Die dicken Wände und kleinen Fenster sollen tagsüber die Hitze abhalten, was allerdings in unserem Zimmer nur mäßig effektiv zu sein schien. Um die heiße Luft nach Sonnenuntergang wieder gegen kühlere auszutauschen, gab es statt einer stromfressenden Klimaanlage nur einen Standventilator, der allerdings der enormen Wüstenhitze wenig entgegenzusetzen hatte. Dabei handelte es sich um den einzigen Stromverbraucher im Zimmer. Um die Benutzung mitgebrachter Elektrogeräte zu verhindern, gab es für den Ventilator keine frei zugängliche Steckdose, sondern das Ende des Kabels verschwand in einem fest installierten Anschluss. Eigene Geräte mussten an einer der Steckdosen an der Rezeption geladen werden. Uns erschien Feynan subjektiv als der heißeste Ort unserer Weltreise und so hätten wir ein wenig Abkühlung durch eine Klimaanlage sehr begrüßt.</p>
<h2>Blick zu den Sternen</h2>
<p>Nach Sonnenuntergang wurde es nicht nur draußen finster, auch in der Lodge gab es dann wenig Helligkeit. Elektrisches Licht leuchtete nur im Rezeptionsbereich und in den Badezimmern. Die Schlafräume und Gänge wurden durch den Schein von lokal hergestellten Kerzen mehr oder weniger erleuchtet. Das war natürlich sehr stimmungsvoll, aber auch an der Grenze zum Unpraktischen, so dass wir nach Einbruch der Dunkelheit immer eine Stirnlampe zur Hand hatten, z.B. wenn wir in den Tiefen des Rucksacks etwas suchten.</p>
<figure id="attachment_3863" aria-describedby="caption-attachment-3863" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3863" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-683x1024.jpg" alt="Stimmungsvolles Kerzenlicht abends auf den Fluren" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3863" class="wp-caption-text">Stimmungsvolles Kerzenlicht abends auf den Fluren</figcaption></figure>
<p>Die Dunkelheit der Nacht in Feynan ist normalerweise optimal, um die Sterne zu beobachten. Weit entfernt von großen Städten präsentiert sich der Himmel in der Regel ungewohnt prächtig. So wurde jeden Abend eine Einführung in die Sternbilder und Planeten angeboten und ein Mitarbeiter der Lodge erläuterte auch die lokale Bedeutung der saisonalen Phänomene für die Beduinen. Durch das potente Teleskop auf dem Dach der Lodge konnten wir die zahlreichen Krater des Mondes und die Ringe des Saturns bewundern. Zahlreiche Matten luden dazu ein, sich hinzulegen und das Firmament auf sich wirken zu lassen. Leider konnten wir die volle Pracht des Sternenhimmels nur an einem Abend erleben, da wir ungünstigerweise um Vollmond herum dort waren und, untypisch für die Jahreszeit, einige Wolken aufzogen, aus denen es einmal sogar für wenige Minuten etwas tröpfelte.</p>
<figure id="attachment_3864" aria-describedby="caption-attachment-3864" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3864 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-1024x768.jpg" alt="Ein Blick durch das Teleskop auf die Oberfläche des Mondes" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3864" class="wp-caption-text">Ein Blick durch das Teleskop auf die Oberfläche des Mondes</figcaption></figure>
<h2>Katzen und Ziegen zur Frühstückszeit</h2>
<p>Beim Frühstück durften wir erneut feststellen, dass vieles (egal, worum es sich handelt) spannender und interessanter wird, wenn Tiere auftauchen. Zahlreiche Katzen schlichen um uns herum und maunzten uns an (<a href="https://youtu.be/w0ffwDYo00Q">Simon&#8217;s Cat</a> lässt grüßen), in der Hoffnung, etwas von unserer Mahlzeit abzubekommen. War ein Tisch unbewacht, so zögerten sie nicht lange: Sie sprangen auf die Tischplatte, um die geleerten Teller gewissenhaft vorzuspülen.</p>
<figure id="attachment_3865" aria-describedby="caption-attachment-3865" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3865 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-1024x768.jpg" alt="Ein niedliches Kätzchen auf der Jagd nach Frühstücksresten" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3865" class="wp-caption-text">Ein niedliches Kätzchen auf der Jagd nach Frühstücksresten</figcaption></figure>
<p>Jeden Tag um ca. 7:30 Uhr kamen außerdem einige neugierige schlappohrige Ziegen vorbei. Sie wurden zum Grasen in die Berge getrieben. Der Frühstücksbereich war aber für sie auf ihrem Weg immer einen Zwischenstopp wert. Sie fraßen die Blätter, die von einem großen schattenspendenden Baum gefallen waren. Aber manche gelüstete es nach anderen Leckerbissen. Eines Morgens steuerte eine der Ziegen schnurstracks auf einen eingedeckten Tisch zu und zog die Papierserviette unter dem Besteck hervor, um sie dann genüsslich zu verspeisen! Alles andere auf den Tellern, z.B. Obst und Gemüse, verschmähte sie jedoch.</p>
<figure id="attachment_3866" aria-describedby="caption-attachment-3866" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3866 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-1024x768.jpg" alt="Die lustigen Ziegen fraßen Blätter und Servietten." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3866" class="wp-caption-text">Die lustigen Ziegen fraßen Blätter und Servietten.</figcaption></figure>
<h2>Wanderung im Wadi Ghwayr</h2>
<p>Unsere erste Wanderung führte in das Wadi Ghwayr. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wadi">Wadi</a> bedeutet ungefähr &#8222;Flussbett&#8220;, wobei der dazugehörige Wasserlauf in manchen Fällen erst nach Niederschlägen entsteht. Das Wadi Ghwayr führt normalerweise etwas Wasser, der Strom kann nach Regen aber massiv anschwellen und damit das Wadi unpassierbar machen. Hätten wir uns nicht in Jordanien befunden, dann hieße der Flusslauf vermutlich Ghwayr Canyon und die Wanderung wäre als Canyoning bezeichnet worden.</p>
<figure id="attachment_3867" aria-describedby="caption-attachment-3867" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3867" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-1024x683.jpg" alt="Im Wadi Ghwayr erblüht die Wüste." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3867" class="wp-caption-text">Im Wadi Ghwayr erblüht die Wüste.</figcaption></figure>
<p>Auch im Wadi Ghwayr ließ das Wasser die Wüste ergrünen. So standen neben dem Wasserlauf Bäume, Oleanderbüsche und hohe Gräser. Schon nach kurzer Zeit wechselte der Weg vom linken ans rechte Flussufer, dann wieder zurück ans linke und so weiter. Statt gewagte Sprünge vom einen zum anderen Ufer zu vollführen, liefen wir einfach durch das Wasser. Noch später, das Tal wurde immer enger, war das Flussbett selbst der einzige Weg. Unsere in den USA erworbenen Wasserschuhe erwiesen sich erneut als sehr nützlich und das feuchte Nass machte die Hitze von mindestens 35 Grad recht erträglich.</p>
<figure id="attachment_3868" aria-describedby="caption-attachment-3868" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3868" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-1024x683.jpg" alt="Im Laufe der Wanderung wurde der Weg immer anspruchsvoller." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3868" class="wp-caption-text">Im Laufe der Wanderung wurde der Weg immer anspruchsvoller.</figcaption></figure>
<p>Ab und zu mussten wir ein wenig klettern oder durch knietiefe Becken waten. Der Weg wand sich zwischen immer höheren Felswänden hindurch. Die Landschaft hielt hinter fast jeder Kurve eine kleine Überraschung bereit. Entweder wuchs dort eine Gruppe stattlicher Palmen, die Schlucht verengte sich zu einem schmalen Spalt, ein kleiner Wasserfall sprudelte zwischen Felsen hervor oder der Fluss hatte die Wände der Schlucht zu organisch anmutenden, geschwungenen Formen geglättet.</p>
<figure id="attachment_3869" aria-describedby="caption-attachment-3869" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3869 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-684x1024.jpg" alt="Das Wasser bahnte sich immer seinen Weg durch die spektakuläre Landschaft." width="525" height="786" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-684x1024.jpg 684w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-768x1149.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit.jpg 1069w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3869" class="wp-caption-text">Das Wasser bahnte sich immer seinen Weg durch die spektakuläre Landschaft.</figcaption></figure>
<p>Am Umkehrpunkt unserer Wanderung packte unser Führer Suleiman aus seinem Rucksack das Beduinen-Survival-Kit aus: Ein Teekesselchen, die Zutaten für den Tee und ein paar Gläser. Zwischen vier Steinen entzündete er ein kleines Feuer, um das mit viel Zucker versetzte Wasser zu erwärmen. In die kochende Flüssigkeit gab er etwas schwarzen Tee und Salbei. Der heiße Getränk zog nun neben dem Feuer und war nach wenigen Minuten genussfertig. In der Touristenvariante verwendete Suleiman nicht ganz so viel Zucker wie sonst üblich. Das Verhältnis lässt sich gut aus der Reihenfolge ableiten: Wasser, Zucker und Tee ;). Voller Energie waren wir nach der Pause bereit für den Rückweg.</p>
<figure id="attachment_3870" aria-describedby="caption-attachment-3870" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3870" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-1024x683.jpg" alt="Ein Beduinen-Tee zur Revitalisierung" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3870" class="wp-caption-text">Ein Beduinen-Tee zur Revitalisierung</figcaption></figure>
<h2>Wanderung von Dana nach Feynan</h2>
<p>Am folgenden Tag wanderten wir durch das Wadi Dana. Es beginnt oben in den Bergen auf etwa 1000 Metern über dem Meeresspiegel im Gebirgsdorf Dana und erstreckt sich auf einer Länge von etwa 20km Richtung Südwesten bis zur Feynan Lodge. Um in der brütenden Hitze der Wüste nicht diesen Anstieg machen zu müssen, wählten wir eine bequemere Variante und buchten einen Taxitransfer nach Dana, um dann zu unserem Hotel zurückzulaufen. In Ermangelung einer direkteren Straße dauerte die Fahrt gut 2 Stunden und war ca. 100km lang. GoogleMaps hatte uns dies zwar angekündigt, aber so recht konnten wir es erst glauben, nachdem wir es wirklich erlebt hatten.</p>
<figure id="attachment_3871" aria-describedby="caption-attachment-3871" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3871 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-1024x643.jpg" alt="Verschiedene Wege zum Ziel. Der Taxitransfer von Feynan nach Dana ist blau dargestellt, die Wanderung zurück orangefarben." width="525" height="330" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-1024x643.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-300x188.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-768x482.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3871" class="wp-caption-text">Verschiedene Wege zum Ziel. Der Taxitransfer von Feynan nach Dana ist <a href="https://www.openstreetmap.org/directions?engine=graphhopper_car&amp;route=30.6744%2C35.6083%3B30.6256%2C35.4453#map=11/30.7589/35.4604">blau</a> dargestellt, die Wanderung zurück <a href="https://www.openstreetmap.org/directions?engine=graphhopper_foot&amp;route=30.6744%2C35.6083%3B30.6256%2C35.4453#map=11/30.7861/35.3629">orangefarben</a>.</figcaption></figure>
<p>Im Wadi Dana gab es zu der Zeit kein Wasser, aber die Bäume im Tal wiesen eindeutig darauf hin, wo das Flussbett verlief. Abseits davon standen nur einige vertrocknete Büsche zwischen den Felsen. Mit jedem Schritt bauten wir Höhe ab und es wurde immer heißer. Der Hauptweg verlief im Wadi Dana meist nicht direkt im Flussbett. Schatten gab es auf dieser Wanderung fast nicht.</p>
<figure id="attachment_3872" aria-describedby="caption-attachment-3872" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3872 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-1024x683.jpg" alt="Blick ins Wadi Dana vom Startpunkt der Wanderung aus" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3872" class="wp-caption-text">Blick ins Wadi Dana vom Startpunkt der Wanderung aus</figcaption></figure>
<h2>Zum Teetrinken bei einer Beduinenfamilie</h2>
<p>Nach etwa dreiviertel des Weges, wir hatten noch etwa 5 Kilometer zu laufen, erreichten wir bewohntes Gebiet. Einige Beduinen hatten ihre Zelte in kleinen Gruppen aufgeschlagen. Freundlicherweise lud uns eine Familie zum Tee ein. Erleichtert nahmen wir im an zwei Seiten offenen Vorzelt auf einer Matte Platz, ein angenehmes leichtes Lüftchen wehte. Wohltuender Schatten schützte uns nun vor den unbarmherzigen Strahlen der Sonne.</p>
<figure id="attachment_3874" aria-describedby="caption-attachment-3874" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3874" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-1024x683.jpg" alt="" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3874" class="wp-caption-text">Ein Beduinenzelt</figcaption></figure>
<p>Anscheinend lernen die Kinder in der Schule kein Englisch, sondern schnappen nur Brocken der Sprache von den Besuchern auf. Mit Händen und Füßen konnten wir gegenseitig unsere Namen austauschen, beschreiben, von wo wir kamen, wohin wir gingen, wie alt wir waren und uns für den wohlschmeckenden, belebenden Tee bedanken. Eine solche spontane Gastfreundschaft haben wir nur in wenigen Ländern erfahren dürfen. Die Einheimischen waren schlicht neugierig auf uns und nicht auf Profit aus. Ganz im Gegenteil, es wäre eine tödliche Beleidigung, zu versuchen, für den Tee zu bezahlen. So brachen wir denn durch das Erlebnis beschwingt, etwas ausgeruht und mit neuer Energie vom Beduinenzelt auf.</p>
<p>Den nicht gerade ökologischen 100km-Taxitransfer haben wir nicht bereut. Wir hatten zwar ausreichend Wasser dabei, aber nach 5 Stunden Wanderung waren alle unsere Vorräte aufgebraucht und wir fühlten uns trotzdem etwas dehydriert. Vor allem die letzte Stunde war brüllend heiß und wir liefen in der prallen Sonne gänzlich ohne Schatten bei mindestens 35 Grad &#8211; und das trotz der Schleierwolken, die in der Nacht die Sterne verdecken würden ;).</p>
<h2>Wüstenbrot</h2>
<p>Am folgenden Tag besuchten wir einen Beduinen, der auch für die Lodge Brot backte und uns in seine Geheimnisse einweihte. Das Rezept war sehr simpel: Mehl, Wasser und Salz. Aus den Zutaten knetete er einen Teig, den er zu einem Fladen formte. Der &#8222;Backofen&#8220; bestand aus Sand, Asche und Kohle. Er schob das brennende Holz seines Feuers beiseite und legte den Teig in das Aschebett. Nun bedeckte er den Fladen mit glühender Kohle und anschließend auch mit Sand. Nun backte das Brot für rund 20 Minuten.</p>
<figure id="attachment_3875" aria-describedby="caption-attachment-3875" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3875" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-1024x683.jpg" alt="Das Brot ist im Backofen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3875" class="wp-caption-text">Das Brot ist im Backofen.</figcaption></figure>
<p>Ein Tee versüßte uns die Backzeit und wir erinnern uns gerne an das interessante Gespräch mit Tamara und ihrem Ehemann Jenna zurück, die aus Jordanien stammten, aber in England lebten. Sie übersetzten freundlicherweise, was gesprochen wurde und hatten viele spannende Tatsachen über Jordanien zu berichten. Ein junger Beduine, der sich auch dort aufhielt, so gab Tamara an uns weiter, hatte nach der fünften Klasse die Schule abgebrochen, um seinen Vater beim Hüten der Ziegen zu unterstützen. Die Tiere stellen das Vermögen der Familie dar und sind daher wichtiger als die Bildung der Kinder. Englisch konnte der junge Mann gar nicht, was uns doch etwas verwunderte, da auch der Tourismus eine mögliche Einkommensquelle sein könnte.</p>
<figure id="attachment_3876" aria-describedby="caption-attachment-3876" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3876 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-1024x683.jpg" alt="Interessante Einblicke in das Leben der Beduinen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3876" class="wp-caption-text">Interessante Einblicke in das Leben der Beduinen</figcaption></figure>
<p>Als das Brot fertig war, schob unser Gastgeber Sand und Kohle beiseite und nahm den Fladen aus der Hitze. Er breitete eine Plane aus, schlug das Brot mehrmals kräftig darauf aus und strich mit der Hand darüber, um es zu reinigen. Dann brach er den Fladen in handliche, appetitanregend duftende Stücke. In der Tat, das Brot hatte eine knusprige Kruste und war trotzdem innen noch saftig, exzellent!</p>
<figure id="attachment_3877" aria-describedby="caption-attachment-3877" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3877 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-1024x683.jpg" alt="Ofenfrisches Wüstenbrot" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3877" class="wp-caption-text">Ofenfrisches Wüstenbrot</figcaption></figure>
<p>Während wir im Schatten des halb offenen Zeltes saßen, trieben sich in der Umgebung ein paar Ziegen herum. Sie knabberten an den Büschen oder mussten als Spielgefährten für unseren Führer und die Kinder herhalten. Damit war es ein sehr kurzweiliger Nachmittag.</p>
<figure id="attachment_3878" aria-describedby="caption-attachment-3878" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3878 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-1024x683.jpg" alt="Ist diese Ziege freiwillig in den Kochtopf gestiegen?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3878" class="wp-caption-text">Ist diese Ziege freiwillig in den Kochtopf gestiegen?</figcaption></figure>
<h2>Der Beduine heute</h2>
<p>Einige Beduinenfamilien leben ähnlich wie ihre Vorväter mit und von ihren Tieren. Im Sommer sind sie in den kühleren Bergen, im Winter unten im Tal. Sie wohnen in Zelten, in der Natur und mit der Natur. Das klingt vermutlich romantischer als es wirklich ist, da zahlreiche Einflussfaktoren an dieser traditionellen Lebensweise zerren. Die sogenannten Errungenschaften der modernen Zivilisation wie auch Globalisierung und Klimawandel tragen genauso einen Teil dazu bei wie die Reaktion der Beduinen selbst auf diese äußeren Einflüsse.</p>
<figure id="attachment_3879" aria-describedby="caption-attachment-3879" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3879 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-1024x683.jpg" alt="Ein modernes Beduinendorf in der Nähe der Lodge mit Wasserleitung und Gehegen für die Ziegen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3879" class="wp-caption-text">Ein modernes Beduinendorf in der Nähe der Lodge mit Wasserleitung und Gehegen für die Ziegen</figcaption></figure>
<p>Nicht zuletzt durch die Existenz der Feynan Lodge sind die Beduinen sesshafter geworden. Entweder haben die Familien sich ganz an einem Ort niedergelassen oder die Frauen und Kinder wohnen in der Nähe des Hotels, während ein Teil der Männer mit den Tieren den Sommer über in die Berge zieht. Die Lodge bietet Arbeitsplätze und damit ein Einkommen. Außerdem gibt es in der Nähe eine Schule, die den Kindern Zugang zu einer Grundbildung ermöglicht.</p>
<h2>Leben mit und in der Wüste</h2>
<p>Zudem bietet die Sesshaftigkeit den Menschen die Möglichkeit, etwas Landwirtschaft zu betreiben. Die Familien bauen etwas Gemüse an, unter anderem auch Tomaten. Diese gedeihen prächtig im warmen Klima (Treibhäuser sind überflüssig), sie schmecken und tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Allerdings sind Tomaten auch dafür bekannt, dass sie sehr viel Wasser benötigen und diese wertvolle Ressource ist in der Wüste bekanntlich knapp.</p>
<figure id="attachment_3880" aria-describedby="caption-attachment-3880" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3880" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-1024x683.jpg" alt="Die Ziegen suchen sich ihr Futter überall in der Wüste." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3880" class="wp-caption-text">Die Ziegen suchen sich ihr Futter überall in der Wüste.</figcaption></figure>
<p>Die Globalisierung schadet der Weidewirtschaft. Die Fleischpreise sind angeblich in den vergangenen Jahren stark eingebrochen (von 150 JD pro Ziege auf 80 JD, gerade einmal 100 Euro), so dass es immer schwieriger wird, mit der Zucht einen Gewinn zu erwirtschaften. Die Konkurrenz kommt jetzt aus Australien und Neuseeland. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch keine Obergrenze, wie viele Ziegen oder Schafe (auch im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Biosphärenreservat_Dana">Biosphärenreservat</a>) gehalten werden dürfen.</p>
<h2>Klimawandel in der Wüste</h2>
<p>Auch in Feynan macht sich der Klimawandel bemerkbar. Unsere Führer erzählten uns, dass die Flüsse früher wesentlich mehr Wasser geführt hätten. Heutzutage gäbe es nur gelegentliches <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sturzflut">Flash Flooding</a>. Die Versorgung mit Wasser ist also schlechter und unregelmäßiger bei steigendem Bedarf.</p>
<figure id="attachment_3881" aria-describedby="caption-attachment-3881" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3881" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-1024x683.jpg" alt="Eine Sinai-Agame. Die blaue Färbung gehört zur Brautschau." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3881" class="wp-caption-text">Eine Sinai-Agame. Die blaue Färbung gehört zur Brautschau.</figcaption></figure>
<p>Betrachtet man nun die Fakten, so ergibt sich eine gefährliche Mischung aus Klimawandel und stärkerer Nutzung der natürlichen Ressourcen. Mehr Schafe und Ziegen sollen die gesunkenen Fleischpreise ausgleichen, machen aber vielen der sowieso schon spärlichen Pflanzen den Garaus. Der Gemüseanbau quetscht jeden Tropfen Wasser aus dem Ökosystem. Der einst vorhandene kleine Wald ist schon lange abgeholzt, teils für den Kupferabbau, der dort bereits in grauer Vorzeit betrieben wurde, der Rest als Brennmaterial. Es drängt sich der Gedanke auf, dass die natürlichen Ressourcen zu stark beansprucht werden, und dass die Ökolodge, als wesentlicher Baustein dieses Systems, ihren Teil zu der negativen Entwicklung beiträgt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die Feynan Ökolodge greift trotz bester Vorsätze massiv in die Umwelt und die Gesellschaft ein. Die lokalen Ressourcen werden genutzt, vor allem das Wasser, nicht nur direkt für die Lodge, sondern auch indirekt für den Gemüseanbau. Die lokalen Tomaten schmecken zwar sehr gut, sind aber natürlich nicht heimisch. Über die Ökobilanz könnte man bestimmt trefflich streiten, rein vegetarische Kost hin oder her. Allein durch ihre Existenz bewirkt die Lodge auch eine Veränderung des althergebrachten Lebensstils der Menschen. Vor allem die junge Generation profitiert davon allerdings sehr stark durch Ausbildung, Arbeitsplätze und besseres Einkommen. Man könnte aber auch in diesem Punkt dagegenhalten, dass die Lodge eventuell genau das negativ beeinflusst, was sie eigentlich bewahren möchte, nämlich die traditionelle Lebensweise der Beduinen. Es ist letztlich so, dass all unsere Handlungen Konsequenzen haben. Es gibt keine Aktionen, die nur für sich alleine wirken, sondern es entfaltet sich als Folge zwangsläufig ein komplexes Geflecht aus Wechselwirkungen.</p>
<figure id="attachment_3882" aria-describedby="caption-attachment-3882" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3882 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-1024x683.jpg" alt="Hinter der Lodge standen weitere Solarpanels zur Stromversorgung." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3882" class="wp-caption-text">Hinter der Lodge standen weitere Solarpanels zur Stromversorgung.</figcaption></figure>
<p>Insgesamt hat uns der Aufenthalt in der Ökolodge gut gefallen, allerdings empfanden wir das Hotel nicht als ganz so Weltklasse, wie wir es anhand der euphorischen Bewertung im Reiseführer erwartet hätten. Einige Details ließen zu wünschen übrig, vor allem, wenn man den stolzen Preis des Aufenthaltes bedenkt. Es ist nicht auszuschließen, dass der Standard initial höher war. Ein vielleicht im doppelten Wortsinn pauschales Indiz dafür ist vielleicht die Tatsache, dass ganze Reisegruppen dort übernachteten. Als Folge davon ist es häufig vorbei mit echter Individualität. Trotzdem hätten wir die Erfahrung nicht missen wollen, da uns die Tage in Feynan die Möglichkeit gegeben haben, interessante Begegnungen zu erleben, spannende Details über das Leben der Beduinen zu lernen und die beeindruckende Natur zu genießen. Das Beispiel der Lodge zeigt, wie schwierig echte Nachhaltigkeit ist, besonders in einem so fragilen Ökosystem wie der Wüste. Trotz aller Kritikpunkte ist jedoch bereits der Versuch einer Umsetzung lobenswert.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/feynan-nachhaltigkeit-in-der-wueste/">Feynan – Nachhaltigkeit in der Wüste?</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/feynan-nachhaltigkeit-in-der-wueste/">Feynan &#8211; Nachhaltigkeit in der Wüste?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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