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	<title>Wanderung Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Wanderung Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Feynan &#8211; Nachhaltigkeit in der Wüste?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Dec 2019 00:01:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach so viel Kultur in Amman, rund um Madaba, an den biblischen Orten und in Jerash fuhren wir in die Wüste, um die Natur und das traditionelle Leben der Beduinen in Jordanien kennenzulernen. Wenn man dem Reiseführer und vielen Quellen im Internet glaubt, dann gibt es dafür keinen besseren Ort als die vielfach international ausgezeichnete &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach so viel Kultur in Amman, rund um Madaba, an den biblischen Orten und in Jerash fuhren wir in die Wüste, um die Natur und das traditionelle Leben der Beduinen in Jordanien kennenzulernen. Wenn man dem Reiseführer und vielen Quellen im Internet glaubt, dann gibt es dafür keinen besseren Ort als die vielfach international ausgezeichnete <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Royal_Society_for_the_Conservation_of_Nature#Feynan_Ecolodge">Feynan Ökolodge</a>. Würde die Unterkunft die hohen Erwartungen erfüllen können? Wäre sie wirklich ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit?</p>
<figure id="attachment_3861" aria-describedby="caption-attachment-3861" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3861" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-1024x683.jpg" alt="Willkommen in der Feynan Ökolodge" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3861" class="wp-caption-text">Willkommen in der Feynan Ökolodge</figcaption></figure>
<p><span id="more-3888"></span></p>
<h2>Die Feynan Ökolodge</h2>
<p>Das Konzept der Feynan Ökolodge beruht auf mehreren Elementen, die Nachhaltigkeit garantieren sollen. Mitten in der Wüste gelegen, ist das Hotel nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Stattdessen wird der gesamte Strom über Solarzellen generiert. Die Verpflegung ist ausschließlich vegetarisch und besteht im Wesentlichen aus lokalen Produkten. Außerdem rekrutiert die Lodge viele ihrer Angestellten aus den Beduinenfamilien der Region, vom Fahrer bis zum Guide. Auch bietet die Lodge Aktivitäten zusammen mit den lokalen Familien an, so dass die Besucher einen Einblick in deren Lebensweise gewinnen können. Das hört sich fast schon zu gut an, um wahr zu sein.</p>
<figure id="attachment_3862" aria-describedby="caption-attachment-3862" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3862 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-1024x683.jpg" alt="Von außen ist die Feynan Lodge eher unscheinbar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3862" class="wp-caption-text">Von außen ist die Feynan Lodge eher unscheinbar.</figcaption></figure>
<p>Wir reisten via Pkw-Transfer an, mussten aber ab der Rezeption, 15 Kilometer von der eigentlichen Lodge entfernt, in den klapprigen 4&#215;4 Pickup eines Beduinen umsteigen. Unser Gepäck fand auf der Ladefläche Platz, wir auf dem Rücksitz. Der Rest des Weges war in der Tat eine Piste, die Jordanier unterschätzen jedoch ihre Straßen. Für alle Verkehrswege, die nicht asphaltiert waren, wurde uns ein Allradfahrzeug angeraten, im Geländewagen fuhr man dann maximal 10km/h. Andere Länder würden die Pisten dort zu Nationalstraßen erklären ;). Feynan müssen wir zugutehalten, dass die Beduinen sich mit den Transfers ein Zubrot verdienen können.</p>
<figure id="attachment_3887" aria-describedby="caption-attachment-3887" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3887 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-1024x683.jpg" alt="Diese Piste wäre auch für Pkws problemlos befahrbar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3887" class="wp-caption-text">Diese Piste wäre auch für Pkws problemlos befahrbar.</figcaption></figure>
<p>Das Gebäude der Lodge spiegelte die Farben der Landschaft wider und erinnerte mit seinen abweisenden Außenmauern ein wenig an eine Festung. Statt Wachtürmen befanden sich allerdings Solarzellen auf dem Dach. Die dicken Wände und kleinen Fenster sollen tagsüber die Hitze abhalten, was allerdings in unserem Zimmer nur mäßig effektiv zu sein schien. Um die heiße Luft nach Sonnenuntergang wieder gegen kühlere auszutauschen, gab es statt einer stromfressenden Klimaanlage nur einen Standventilator, der allerdings der enormen Wüstenhitze wenig entgegenzusetzen hatte. Dabei handelte es sich um den einzigen Stromverbraucher im Zimmer. Um die Benutzung mitgebrachter Elektrogeräte zu verhindern, gab es für den Ventilator keine frei zugängliche Steckdose, sondern das Ende des Kabels verschwand in einem fest installierten Anschluss. Eigene Geräte mussten an einer der Steckdosen an der Rezeption geladen werden. Uns erschien Feynan subjektiv als der heißeste Ort unserer Weltreise und so hätten wir ein wenig Abkühlung durch eine Klimaanlage sehr begrüßt.</p>
<h2>Blick zu den Sternen</h2>
<p>Nach Sonnenuntergang wurde es nicht nur draußen finster, auch in der Lodge gab es dann wenig Helligkeit. Elektrisches Licht leuchtete nur im Rezeptionsbereich und in den Badezimmern. Die Schlafräume und Gänge wurden durch den Schein von lokal hergestellten Kerzen mehr oder weniger erleuchtet. Das war natürlich sehr stimmungsvoll, aber auch an der Grenze zum Unpraktischen, so dass wir nach Einbruch der Dunkelheit immer eine Stirnlampe zur Hand hatten, z.B. wenn wir in den Tiefen des Rucksacks etwas suchten.</p>
<figure id="attachment_3863" aria-describedby="caption-attachment-3863" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3863" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-683x1024.jpg" alt="Stimmungsvolles Kerzenlicht abends auf den Fluren" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3863" class="wp-caption-text">Stimmungsvolles Kerzenlicht abends auf den Fluren</figcaption></figure>
<p>Die Dunkelheit der Nacht in Feynan ist normalerweise optimal, um die Sterne zu beobachten. Weit entfernt von großen Städten präsentiert sich der Himmel in der Regel ungewohnt prächtig. So wurde jeden Abend eine Einführung in die Sternbilder und Planeten angeboten und ein Mitarbeiter der Lodge erläuterte auch die lokale Bedeutung der saisonalen Phänomene für die Beduinen. Durch das potente Teleskop auf dem Dach der Lodge konnten wir die zahlreichen Krater des Mondes und die Ringe des Saturns bewundern. Zahlreiche Matten luden dazu ein, sich hinzulegen und das Firmament auf sich wirken zu lassen. Leider konnten wir die volle Pracht des Sternenhimmels nur an einem Abend erleben, da wir ungünstigerweise um Vollmond herum dort waren und, untypisch für die Jahreszeit, einige Wolken aufzogen, aus denen es einmal sogar für wenige Minuten etwas tröpfelte.</p>
<figure id="attachment_3864" aria-describedby="caption-attachment-3864" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3864 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-1024x768.jpg" alt="Ein Blick durch das Teleskop auf die Oberfläche des Mondes" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3864" class="wp-caption-text">Ein Blick durch das Teleskop auf die Oberfläche des Mondes</figcaption></figure>
<h2>Katzen und Ziegen zur Frühstückszeit</h2>
<p>Beim Frühstück durften wir erneut feststellen, dass vieles (egal, worum es sich handelt) spannender und interessanter wird, wenn Tiere auftauchen. Zahlreiche Katzen schlichen um uns herum und maunzten uns an (<a href="https://youtu.be/w0ffwDYo00Q">Simon&#8217;s Cat</a> lässt grüßen), in der Hoffnung, etwas von unserer Mahlzeit abzubekommen. War ein Tisch unbewacht, so zögerten sie nicht lange: Sie sprangen auf die Tischplatte, um die geleerten Teller gewissenhaft vorzuspülen.</p>
<figure id="attachment_3865" aria-describedby="caption-attachment-3865" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3865 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-1024x768.jpg" alt="Ein niedliches Kätzchen auf der Jagd nach Frühstücksresten" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3865" class="wp-caption-text">Ein niedliches Kätzchen auf der Jagd nach Frühstücksresten</figcaption></figure>
<p>Jeden Tag um ca. 7:30 Uhr kamen außerdem einige neugierige schlappohrige Ziegen vorbei. Sie wurden zum Grasen in die Berge getrieben. Der Frühstücksbereich war aber für sie auf ihrem Weg immer einen Zwischenstopp wert. Sie fraßen die Blätter, die von einem großen schattenspendenden Baum gefallen waren. Aber manche gelüstete es nach anderen Leckerbissen. Eines Morgens steuerte eine der Ziegen schnurstracks auf einen eingedeckten Tisch zu und zog die Papierserviette unter dem Besteck hervor, um sie dann genüsslich zu verspeisen! Alles andere auf den Tellern, z.B. Obst und Gemüse, verschmähte sie jedoch.</p>
<figure id="attachment_3866" aria-describedby="caption-attachment-3866" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3866 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-1024x768.jpg" alt="Die lustigen Ziegen fraßen Blätter und Servietten." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3866" class="wp-caption-text">Die lustigen Ziegen fraßen Blätter und Servietten.</figcaption></figure>
<h2>Wanderung im Wadi Ghwayr</h2>
<p>Unsere erste Wanderung führte in das Wadi Ghwayr. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wadi">Wadi</a> bedeutet ungefähr &#8222;Flussbett&#8220;, wobei der dazugehörige Wasserlauf in manchen Fällen erst nach Niederschlägen entsteht. Das Wadi Ghwayr führt normalerweise etwas Wasser, der Strom kann nach Regen aber massiv anschwellen und damit das Wadi unpassierbar machen. Hätten wir uns nicht in Jordanien befunden, dann hieße der Flusslauf vermutlich Ghwayr Canyon und die Wanderung wäre als Canyoning bezeichnet worden.</p>
<figure id="attachment_3867" aria-describedby="caption-attachment-3867" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3867" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-1024x683.jpg" alt="Im Wadi Ghwayr erblüht die Wüste." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3867" class="wp-caption-text">Im Wadi Ghwayr erblüht die Wüste.</figcaption></figure>
<p>Auch im Wadi Ghwayr ließ das Wasser die Wüste ergrünen. So standen neben dem Wasserlauf Bäume, Oleanderbüsche und hohe Gräser. Schon nach kurzer Zeit wechselte der Weg vom linken ans rechte Flussufer, dann wieder zurück ans linke und so weiter. Statt gewagte Sprünge vom einen zum anderen Ufer zu vollführen, liefen wir einfach durch das Wasser. Noch später, das Tal wurde immer enger, war das Flussbett selbst der einzige Weg. Unsere in den USA erworbenen Wasserschuhe erwiesen sich erneut als sehr nützlich und das feuchte Nass machte die Hitze von mindestens 35 Grad recht erträglich.</p>
<figure id="attachment_3868" aria-describedby="caption-attachment-3868" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3868" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-1024x683.jpg" alt="Im Laufe der Wanderung wurde der Weg immer anspruchsvoller." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3868" class="wp-caption-text">Im Laufe der Wanderung wurde der Weg immer anspruchsvoller.</figcaption></figure>
<p>Ab und zu mussten wir ein wenig klettern oder durch knietiefe Becken waten. Der Weg wand sich zwischen immer höheren Felswänden hindurch. Die Landschaft hielt hinter fast jeder Kurve eine kleine Überraschung bereit. Entweder wuchs dort eine Gruppe stattlicher Palmen, die Schlucht verengte sich zu einem schmalen Spalt, ein kleiner Wasserfall sprudelte zwischen Felsen hervor oder der Fluss hatte die Wände der Schlucht zu organisch anmutenden, geschwungenen Formen geglättet.</p>
<figure id="attachment_3869" aria-describedby="caption-attachment-3869" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3869 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-684x1024.jpg" alt="Das Wasser bahnte sich immer seinen Weg durch die spektakuläre Landschaft." width="525" height="786" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-684x1024.jpg 684w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-768x1149.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit.jpg 1069w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3869" class="wp-caption-text">Das Wasser bahnte sich immer seinen Weg durch die spektakuläre Landschaft.</figcaption></figure>
<p>Am Umkehrpunkt unserer Wanderung packte unser Führer Suleiman aus seinem Rucksack das Beduinen-Survival-Kit aus: Ein Teekesselchen, die Zutaten für den Tee und ein paar Gläser. Zwischen vier Steinen entzündete er ein kleines Feuer, um das mit viel Zucker versetzte Wasser zu erwärmen. In die kochende Flüssigkeit gab er etwas schwarzen Tee und Salbei. Der heiße Getränk zog nun neben dem Feuer und war nach wenigen Minuten genussfertig. In der Touristenvariante verwendete Suleiman nicht ganz so viel Zucker wie sonst üblich. Das Verhältnis lässt sich gut aus der Reihenfolge ableiten: Wasser, Zucker und Tee ;). Voller Energie waren wir nach der Pause bereit für den Rückweg.</p>
<figure id="attachment_3870" aria-describedby="caption-attachment-3870" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3870" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-1024x683.jpg" alt="Ein Beduinen-Tee zur Revitalisierung" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3870" class="wp-caption-text">Ein Beduinen-Tee zur Revitalisierung</figcaption></figure>
<h2>Wanderung von Dana nach Feynan</h2>
<p>Am folgenden Tag wanderten wir durch das Wadi Dana. Es beginnt oben in den Bergen auf etwa 1000 Metern über dem Meeresspiegel im Gebirgsdorf Dana und erstreckt sich auf einer Länge von etwa 20km Richtung Südwesten bis zur Feynan Lodge. Um in der brütenden Hitze der Wüste nicht diesen Anstieg machen zu müssen, wählten wir eine bequemere Variante und buchten einen Taxitransfer nach Dana, um dann zu unserem Hotel zurückzulaufen. In Ermangelung einer direkteren Straße dauerte die Fahrt gut 2 Stunden und war ca. 100km lang. GoogleMaps hatte uns dies zwar angekündigt, aber so recht konnten wir es erst glauben, nachdem wir es wirklich erlebt hatten.</p>
<figure id="attachment_3871" aria-describedby="caption-attachment-3871" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3871 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-1024x643.jpg" alt="Verschiedene Wege zum Ziel. Der Taxitransfer von Feynan nach Dana ist blau dargestellt, die Wanderung zurück orangefarben." width="525" height="330" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-1024x643.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-300x188.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-768x482.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3871" class="wp-caption-text">Verschiedene Wege zum Ziel. Der Taxitransfer von Feynan nach Dana ist <a href="https://www.openstreetmap.org/directions?engine=graphhopper_car&amp;route=30.6744%2C35.6083%3B30.6256%2C35.4453#map=11/30.7589/35.4604">blau</a> dargestellt, die Wanderung zurück <a href="https://www.openstreetmap.org/directions?engine=graphhopper_foot&amp;route=30.6744%2C35.6083%3B30.6256%2C35.4453#map=11/30.7861/35.3629">orangefarben</a>.</figcaption></figure>
<p>Im Wadi Dana gab es zu der Zeit kein Wasser, aber die Bäume im Tal wiesen eindeutig darauf hin, wo das Flussbett verlief. Abseits davon standen nur einige vertrocknete Büsche zwischen den Felsen. Mit jedem Schritt bauten wir Höhe ab und es wurde immer heißer. Der Hauptweg verlief im Wadi Dana meist nicht direkt im Flussbett. Schatten gab es auf dieser Wanderung fast nicht.</p>
<figure id="attachment_3872" aria-describedby="caption-attachment-3872" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3872 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-1024x683.jpg" alt="Blick ins Wadi Dana vom Startpunkt der Wanderung aus" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3872" class="wp-caption-text">Blick ins Wadi Dana vom Startpunkt der Wanderung aus</figcaption></figure>
<h2>Zum Teetrinken bei einer Beduinenfamilie</h2>
<p>Nach etwa dreiviertel des Weges, wir hatten noch etwa 5 Kilometer zu laufen, erreichten wir bewohntes Gebiet. Einige Beduinen hatten ihre Zelte in kleinen Gruppen aufgeschlagen. Freundlicherweise lud uns eine Familie zum Tee ein. Erleichtert nahmen wir im an zwei Seiten offenen Vorzelt auf einer Matte Platz, ein angenehmes leichtes Lüftchen wehte. Wohltuender Schatten schützte uns nun vor den unbarmherzigen Strahlen der Sonne.</p>
<figure id="attachment_3874" aria-describedby="caption-attachment-3874" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3874" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-1024x683.jpg" alt="" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3874" class="wp-caption-text">Ein Beduinenzelt</figcaption></figure>
<p>Anscheinend lernen die Kinder in der Schule kein Englisch, sondern schnappen nur Brocken der Sprache von den Besuchern auf. Mit Händen und Füßen konnten wir gegenseitig unsere Namen austauschen, beschreiben, von wo wir kamen, wohin wir gingen, wie alt wir waren und uns für den wohlschmeckenden, belebenden Tee bedanken. Eine solche spontane Gastfreundschaft haben wir nur in wenigen Ländern erfahren dürfen. Die Einheimischen waren schlicht neugierig auf uns und nicht auf Profit aus. Ganz im Gegenteil, es wäre eine tödliche Beleidigung, zu versuchen, für den Tee zu bezahlen. So brachen wir denn durch das Erlebnis beschwingt, etwas ausgeruht und mit neuer Energie vom Beduinenzelt auf.</p>
<p>Den nicht gerade ökologischen 100km-Taxitransfer haben wir nicht bereut. Wir hatten zwar ausreichend Wasser dabei, aber nach 5 Stunden Wanderung waren alle unsere Vorräte aufgebraucht und wir fühlten uns trotzdem etwas dehydriert. Vor allem die letzte Stunde war brüllend heiß und wir liefen in der prallen Sonne gänzlich ohne Schatten bei mindestens 35 Grad &#8211; und das trotz der Schleierwolken, die in der Nacht die Sterne verdecken würden ;).</p>
<h2>Wüstenbrot</h2>
<p>Am folgenden Tag besuchten wir einen Beduinen, der auch für die Lodge Brot backte und uns in seine Geheimnisse einweihte. Das Rezept war sehr simpel: Mehl, Wasser und Salz. Aus den Zutaten knetete er einen Teig, den er zu einem Fladen formte. Der &#8222;Backofen&#8220; bestand aus Sand, Asche und Kohle. Er schob das brennende Holz seines Feuers beiseite und legte den Teig in das Aschebett. Nun bedeckte er den Fladen mit glühender Kohle und anschließend auch mit Sand. Nun backte das Brot für rund 20 Minuten.</p>
<figure id="attachment_3875" aria-describedby="caption-attachment-3875" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3875" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-1024x683.jpg" alt="Das Brot ist im Backofen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3875" class="wp-caption-text">Das Brot ist im Backofen.</figcaption></figure>
<p>Ein Tee versüßte uns die Backzeit und wir erinnern uns gerne an das interessante Gespräch mit Tamara und ihrem Ehemann Jenna zurück, die aus Jordanien stammten, aber in England lebten. Sie übersetzten freundlicherweise, was gesprochen wurde und hatten viele spannende Tatsachen über Jordanien zu berichten. Ein junger Beduine, der sich auch dort aufhielt, so gab Tamara an uns weiter, hatte nach der fünften Klasse die Schule abgebrochen, um seinen Vater beim Hüten der Ziegen zu unterstützen. Die Tiere stellen das Vermögen der Familie dar und sind daher wichtiger als die Bildung der Kinder. Englisch konnte der junge Mann gar nicht, was uns doch etwas verwunderte, da auch der Tourismus eine mögliche Einkommensquelle sein könnte.</p>
<figure id="attachment_3876" aria-describedby="caption-attachment-3876" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3876 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-1024x683.jpg" alt="Interessante Einblicke in das Leben der Beduinen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3876" class="wp-caption-text">Interessante Einblicke in das Leben der Beduinen</figcaption></figure>
<p>Als das Brot fertig war, schob unser Gastgeber Sand und Kohle beiseite und nahm den Fladen aus der Hitze. Er breitete eine Plane aus, schlug das Brot mehrmals kräftig darauf aus und strich mit der Hand darüber, um es zu reinigen. Dann brach er den Fladen in handliche, appetitanregend duftende Stücke. In der Tat, das Brot hatte eine knusprige Kruste und war trotzdem innen noch saftig, exzellent!</p>
<figure id="attachment_3877" aria-describedby="caption-attachment-3877" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3877 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-1024x683.jpg" alt="Ofenfrisches Wüstenbrot" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3877" class="wp-caption-text">Ofenfrisches Wüstenbrot</figcaption></figure>
<p>Während wir im Schatten des halb offenen Zeltes saßen, trieben sich in der Umgebung ein paar Ziegen herum. Sie knabberten an den Büschen oder mussten als Spielgefährten für unseren Führer und die Kinder herhalten. Damit war es ein sehr kurzweiliger Nachmittag.</p>
<figure id="attachment_3878" aria-describedby="caption-attachment-3878" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3878 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-1024x683.jpg" alt="Ist diese Ziege freiwillig in den Kochtopf gestiegen?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3878" class="wp-caption-text">Ist diese Ziege freiwillig in den Kochtopf gestiegen?</figcaption></figure>
<h2>Der Beduine heute</h2>
<p>Einige Beduinenfamilien leben ähnlich wie ihre Vorväter mit und von ihren Tieren. Im Sommer sind sie in den kühleren Bergen, im Winter unten im Tal. Sie wohnen in Zelten, in der Natur und mit der Natur. Das klingt vermutlich romantischer als es wirklich ist, da zahlreiche Einflussfaktoren an dieser traditionellen Lebensweise zerren. Die sogenannten Errungenschaften der modernen Zivilisation wie auch Globalisierung und Klimawandel tragen genauso einen Teil dazu bei wie die Reaktion der Beduinen selbst auf diese äußeren Einflüsse.</p>
<figure id="attachment_3879" aria-describedby="caption-attachment-3879" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3879 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-1024x683.jpg" alt="Ein modernes Beduinendorf in der Nähe der Lodge mit Wasserleitung und Gehegen für die Ziegen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3879" class="wp-caption-text">Ein modernes Beduinendorf in der Nähe der Lodge mit Wasserleitung und Gehegen für die Ziegen</figcaption></figure>
<p>Nicht zuletzt durch die Existenz der Feynan Lodge sind die Beduinen sesshafter geworden. Entweder haben die Familien sich ganz an einem Ort niedergelassen oder die Frauen und Kinder wohnen in der Nähe des Hotels, während ein Teil der Männer mit den Tieren den Sommer über in die Berge zieht. Die Lodge bietet Arbeitsplätze und damit ein Einkommen. Außerdem gibt es in der Nähe eine Schule, die den Kindern Zugang zu einer Grundbildung ermöglicht.</p>
<h2>Leben mit und in der Wüste</h2>
<p>Zudem bietet die Sesshaftigkeit den Menschen die Möglichkeit, etwas Landwirtschaft zu betreiben. Die Familien bauen etwas Gemüse an, unter anderem auch Tomaten. Diese gedeihen prächtig im warmen Klima (Treibhäuser sind überflüssig), sie schmecken und tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Allerdings sind Tomaten auch dafür bekannt, dass sie sehr viel Wasser benötigen und diese wertvolle Ressource ist in der Wüste bekanntlich knapp.</p>
<figure id="attachment_3880" aria-describedby="caption-attachment-3880" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3880" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-1024x683.jpg" alt="Die Ziegen suchen sich ihr Futter überall in der Wüste." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3880" class="wp-caption-text">Die Ziegen suchen sich ihr Futter überall in der Wüste.</figcaption></figure>
<p>Die Globalisierung schadet der Weidewirtschaft. Die Fleischpreise sind angeblich in den vergangenen Jahren stark eingebrochen (von 150 JD pro Ziege auf 80 JD, gerade einmal 100 Euro), so dass es immer schwieriger wird, mit der Zucht einen Gewinn zu erwirtschaften. Die Konkurrenz kommt jetzt aus Australien und Neuseeland. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch keine Obergrenze, wie viele Ziegen oder Schafe (auch im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Biosphärenreservat_Dana">Biosphärenreservat</a>) gehalten werden dürfen.</p>
<h2>Klimawandel in der Wüste</h2>
<p>Auch in Feynan macht sich der Klimawandel bemerkbar. Unsere Führer erzählten uns, dass die Flüsse früher wesentlich mehr Wasser geführt hätten. Heutzutage gäbe es nur gelegentliches <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sturzflut">Flash Flooding</a>. Die Versorgung mit Wasser ist also schlechter und unregelmäßiger bei steigendem Bedarf.</p>
<figure id="attachment_3881" aria-describedby="caption-attachment-3881" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3881" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-1024x683.jpg" alt="Eine Sinai-Agame. Die blaue Färbung gehört zur Brautschau." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3881" class="wp-caption-text">Eine Sinai-Agame. Die blaue Färbung gehört zur Brautschau.</figcaption></figure>
<p>Betrachtet man nun die Fakten, so ergibt sich eine gefährliche Mischung aus Klimawandel und stärkerer Nutzung der natürlichen Ressourcen. Mehr Schafe und Ziegen sollen die gesunkenen Fleischpreise ausgleichen, machen aber vielen der sowieso schon spärlichen Pflanzen den Garaus. Der Gemüseanbau quetscht jeden Tropfen Wasser aus dem Ökosystem. Der einst vorhandene kleine Wald ist schon lange abgeholzt, teils für den Kupferabbau, der dort bereits in grauer Vorzeit betrieben wurde, der Rest als Brennmaterial. Es drängt sich der Gedanke auf, dass die natürlichen Ressourcen zu stark beansprucht werden, und dass die Ökolodge, als wesentlicher Baustein dieses Systems, ihren Teil zu der negativen Entwicklung beiträgt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die Feynan Ökolodge greift trotz bester Vorsätze massiv in die Umwelt und die Gesellschaft ein. Die lokalen Ressourcen werden genutzt, vor allem das Wasser, nicht nur direkt für die Lodge, sondern auch indirekt für den Gemüseanbau. Die lokalen Tomaten schmecken zwar sehr gut, sind aber natürlich nicht heimisch. Über die Ökobilanz könnte man bestimmt trefflich streiten, rein vegetarische Kost hin oder her. Allein durch ihre Existenz bewirkt die Lodge auch eine Veränderung des althergebrachten Lebensstils der Menschen. Vor allem die junge Generation profitiert davon allerdings sehr stark durch Ausbildung, Arbeitsplätze und besseres Einkommen. Man könnte aber auch in diesem Punkt dagegenhalten, dass die Lodge eventuell genau das negativ beeinflusst, was sie eigentlich bewahren möchte, nämlich die traditionelle Lebensweise der Beduinen. Es ist letztlich so, dass all unsere Handlungen Konsequenzen haben. Es gibt keine Aktionen, die nur für sich alleine wirken, sondern es entfaltet sich als Folge zwangsläufig ein komplexes Geflecht aus Wechselwirkungen.</p>
<figure id="attachment_3882" aria-describedby="caption-attachment-3882" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3882 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-1024x683.jpg" alt="Hinter der Lodge standen weitere Solarpanels zur Stromversorgung." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3882" class="wp-caption-text">Hinter der Lodge standen weitere Solarpanels zur Stromversorgung.</figcaption></figure>
<p>Insgesamt hat uns der Aufenthalt in der Ökolodge gut gefallen, allerdings empfanden wir das Hotel nicht als ganz so Weltklasse, wie wir es anhand der euphorischen Bewertung im Reiseführer erwartet hätten. Einige Details ließen zu wünschen übrig, vor allem, wenn man den stolzen Preis des Aufenthaltes bedenkt. Es ist nicht auszuschließen, dass der Standard initial höher war. Ein vielleicht im doppelten Wortsinn pauschales Indiz dafür ist vielleicht die Tatsache, dass ganze Reisegruppen dort übernachteten. Als Folge davon ist es häufig vorbei mit echter Individualität. Trotzdem hätten wir die Erfahrung nicht missen wollen, da uns die Tage in Feynan die Möglichkeit gegeben haben, interessante Begegnungen zu erleben, spannende Details über das Leben der Beduinen zu lernen und die beeindruckende Natur zu genießen. Das Beispiel der Lodge zeigt, wie schwierig echte Nachhaltigkeit ist, besonders in einem so fragilen Ökosystem wie der Wüste. Trotz aller Kritikpunkte ist jedoch bereits der Versuch einer Umsetzung lobenswert.</p>
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		<title>Drei Tage im Masoala-Regenwald</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jul 2019 00:01:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einer knapp 2-stündigen Bootsfahrt von Nosy Mangabe aus erreichten wir unser Ziel, die Masoala Forest Lodge. Wir landeten an einem Strand und gingen kaum 200 Meter landeinwärts, wo ein paar hübsche kleine Bungalows auf uns warteten. So viel Luxus hatten wir nach der vorherigen Campingnacht kaum erwartet. Um das gute Wetter &#8211; sprich kein &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer knapp 2-stündigen Bootsfahrt von <a href="http://wittmann-tours.de/nosy-mangabe">Nosy Mangabe</a> aus erreichten wir unser Ziel, die Masoala Forest Lodge. Wir landeten an einem Strand und gingen kaum 200 Meter landeinwärts, wo ein paar hübsche kleine Bungalows auf uns warteten. So viel Luxus hatten wir nach der vorherigen Campingnacht kaum erwartet. Um das gute Wetter &#8211; sprich kein Regen &#8211; auszunutzen, starteten wir umgehend auf die erste Wanderung durch den Urwald.</p>
<figure id="attachment_3399" aria-describedby="caption-attachment-3399" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3399 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464-1024x683.jpg" alt="Auf der Masoala-Halbinsel befindet sich das größte noch zusammenhängende Regenwaldgebiet Madagaskars." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3399" class="wp-caption-text">Auf der Masoala-Halbinsel befindet sich das größte noch zusammenhängende Regenwaldgebiet Madagaskars.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3427"></span></p>
<h2>Angekommen auf der Masoala-Halbinsel</h2>
<p>Armand war kein Führer für Fußkranke. In den kommenden Tagen wanderten wir ausdauernd über die Wege Masoalas. Morgens waren wir 3 bis 4 Stunden unterwegs, nachmittags wetterabhängig (je nachdem wie viel es regnete). Abends unternahmen wir jeden Tag eine Nachtwanderung zwischen Sonnenuntergang und Abendessen.</p>
<figure id="attachment_3400" aria-describedby="caption-attachment-3400" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3400 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135-1024x683.jpg" alt="Ein blauer Coua, eines der ersten Tiere, denen wir im Regenwald begegnen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3400" class="wp-caption-text">Ein blauer Coua, eines der ersten Tiere, denen wir im Regenwald begegnen.</figcaption></figure>
<p>Waren die Wege in der Nähe des Camps noch gut zu erkennen, so konnte man sie weiter entfernt kaum von der Umgebung im Wald unterscheiden, da sie teilweise von Wurzeln überwuchert waren. Ohne Führer hätte die Gefahr bestanden, sich hoffnungslos zu verlaufen. Für die geringe Anzahl von Besuchern war das gesamte Wegenetz aber in einem sehr guten Zustand.</p>
<figure id="attachment_3401" aria-describedby="caption-attachment-3401" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3401 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433-1024x683.jpg" alt="Die Wege im Masoala-Regenwald sind in der Regel sehr naturbelassen und nicht immer gut zu erkennen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3401" class="wp-caption-text">Die Wege im Masoala-Regenwald sind in der Regel sehr naturbelassen und nicht immer gut zu erkennen.</figcaption></figure>
<h2>Auf der Suche nach den roten Varis</h2>
<p>Armand wollte uns gerne die roten Varis (Lemuren mit einem rot-braunen Fell) zeigen. Sie sind in der Wildnis nur noch im Masoala-Regenwald zu finden, da ihr Lebensraum immer weiter zerstört wird. Auf der ersten Wanderung hatten wir allerdings kein Glück. Armand war einige Wochen nicht in diesem Gebiet gewesen und wusste (noch) nicht, wo die wenigen Futterbäume standen, die aktuell Früchte trugen. Für die Lemuren herrschte sozusagen Fastenzeit. Durch das geringe Nahrungsangebot waren sie nicht so aktiv und ruhten sich die meiste Zeit in den Baumkronen aus.</p>
<figure id="attachment_3402" aria-describedby="caption-attachment-3402" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3402" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124-1024x683.jpg" alt="Ein Helmvanga mit fetter Beute" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3402" class="wp-caption-text">Ein Helmvanga mit fetter Beute</figcaption></figure>
<p>Trotzdem sahen wir viele interessante Tiere, große bunte Vögel zum Beispiel. Eine der eindrucksvollsten Spezies war der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Helmvanga">Helmvanga</a>. Äußerlich erinnert er entfernt an einen Tukan (ist aber endemisch auf Madagaskar) und besitzt einen großen hellblauen Schnabel, der sich vortrefflich dazu eignet, dicke Käfer zu knacken.</p>
<figure id="attachment_3403" aria-describedby="caption-attachment-3403" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3403 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607-1024x768.jpg" alt="Es regnete immer wieder, meist nachmittags und eher kräftig." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3403" class="wp-caption-text">Es regnete immer wieder, meist nachmittags und eher kräftig.</figcaption></figure>
<p>Armand zeigte uns viele Facetten des Regenwaldes. Wie gut er sich wirklich auskannte, sollten wir aber erst in den kommenden Tagen erleben. Der erste Tag fing verheißungsvoll an, mit Vögeln und Chamäleons. Die roten Varis hingegen versteckten sich noch erfolgreich. Vor allem Armand konnte seine Enttäuschung nicht verbergen, aber vor uns lagen ja noch zwei weitere Tage. Wir hingegen waren sehr beeindruckt, wie viele Tiere wir bereits gesehen hatten, die wir ohne Armand niemals entdeckt hätten.</p>
<figure id="attachment_3404" aria-describedby="caption-attachment-3404" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3404" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142-1024x683.jpg" alt="Findet ihr das Parson's Chamäleon?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3404" class="wp-caption-text">Findet ihr das Parson&#8217;s Chamäleon?</figcaption></figure>
<figure id="attachment_3405" aria-describedby="caption-attachment-3405" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3405 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149-1024x683.jpg" alt="Hier ist das Parson's Chamäleon." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3405" class="wp-caption-text">Hier ist das Parson&#8217;s Chamäleon.</figcaption></figure>
<h2>Nachtwanderung</h2>
<p>Wie so häufig veränderte sich der Wald nach Einbruch der Dunkelheit grundlegend. Das Konzert der Frösche ertönte von überall her und die Lichtkegel unserer Taschen- und Stirnlampen, die über die feuchtglänzenden Blätter glitten, waren die einzigen Lichtquellen. Diverse Spinnen hatten sich hervor getraut und saßen auf dem Boden und in den Blättern der Bäume, ebenso wie die verschiedensten Frösche.</p>
<figure id="attachment_3406" aria-describedby="caption-attachment-3406" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3406" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188-1024x683.jpg" alt="Ein Riesenlaubfrosch (White-lipped tree frog), Boophis albilabris" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3406" class="wp-caption-text">Ein Riesenlaubfrosch (White-lipped tree frog), Boophis albilabris</figcaption></figure>
<p>Nachdem wir tagsüber die roten Varis nicht gefunden hatten, sahen wir immerhin in der Nacht einige Mausmakis durch die Bäume huschen bzw. ihre reflektierenden Augen im Blattwerk. Gelegentlich waren wir sogar nahe genug, um die kleinen Kerle ganz zu sehen.</p>
<figure id="attachment_3407" aria-describedby="caption-attachment-3407" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3407" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211-1024x683.jpg" alt="Ein artistischer Mausmaki" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3407" class="wp-caption-text">Ein artistischer Mausmaki</figcaption></figure>
<p>Und auch Chamäleons durften nicht fehlen. Meisterlich versteckten sie sich zwischen den Blättern, aber Armand fand trotzdem einige Exemplare. &#8211; Bestimmt sind wir an vielen, vielen anderen einfach vorbeigegangen und vielleicht dachten sie sich: &#8222;Puh, das ist ja nochmal gutgegangen!&#8220;</p>
<figure id="attachment_3408" aria-describedby="caption-attachment-3408" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3408 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162-1024x683.jpg" alt="Trotz bester Tarnung gesichtet: Dieses Chamäleon schaut ziemlich sparsam aus der Wäsche." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3408" class="wp-caption-text">Trotz bester Tarnung gesichtet: Dieses Chamäleon schaut ziemlich sparsam aus der Wäsche.</figcaption></figure>
<h2>Wildlife rund um unsere Bungalows</h2>
<p>Nicht nur auf unseren Wanderungen begegneten wir vielen Tieren, schon auf der Lichtung rund um unsere Bungalows gab es einiges zu sehen. An der Außenwand des Pavillons, in dem die Mahlzeiten serviert wurden, saßen des Öfteren leuchtend grüne <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Madagaskar-Taggecko">Taggeckos</a>.</p>
<figure id="attachment_3409" aria-describedby="caption-attachment-3409" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3409 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337-683x1024.jpg" alt="Ein leuchtend grüner Madagaskar-Taggecko" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3409" class="wp-caption-text">Ein leuchtend grüner Madagaskar-Taggecko</figcaption></figure>
<p>Gelegentlich kamen auch Gruppen von Lemuren vorbei. Sie kündigten sich meist durch das Rascheln von Blättern an und ihr Ziel war ein Baum mit schmackhaften Früchten am Waldrand.</p>
<figure id="attachment_3410" aria-describedby="caption-attachment-3410" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3410" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346-1024x683.jpg" alt="Nahrung in Hülle und Fülle für diesen Weißkopfmaki" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3410" class="wp-caption-text">Nahrung in Hülle und Fülle für diesen Weißkopfmaki</figcaption></figure>
<h2>Die Vari-Safari</h2>
<p>Am zweiten Tag war Armand bestens vorbereitet. Er hatte schon ohne uns den Wald erkundet und eine Gruppe von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Vari">roten Varis</a> gefunden, die er uns zeigen wollte. Die Lemuren waren in der Tat scheinbar die ganze Zeit im Siesta-Modus. Sie saßen hoch oben in den Bäumen und bewegten sich kaum, nahmen uns aber trotzdem war.</p>
<figure id="attachment_3411" aria-describedby="caption-attachment-3411" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3411 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303-1024x683.jpg" alt="Die roten Varis saßen immer hoch oben in den Bäumen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3411" class="wp-caption-text">Die roten Varis saßen immer hoch oben in den Bäumen.</figcaption></figure>
<p>Der Bann war gebrochen, an diesem Morgen sahen wir dank unseres Lemurenflüsterers gleich mehrere Gruppen von roten Varis. Einmal hörte Armand einen Ruf und wusste sofort, dass es die rotbepelzten Primaten waren, aber wo? Nach kurzem Überlegen meinte er, wir müssten umkehren. Wir folgten einem schmalen Pfad, teilweise steil bergauf. Nach mindestens 10 Minuten saßen sie in der Tat über unseren Köpfen, vielleicht handelte es sich um einen ihrer Lieblingsbäume. Auch als wir wussten, wo sie sich aufhielten, war es immer noch schwierig genug, sie wirklich zu sehen. Nur aus einem sehr begrenzten Blickwinkel konnten wir sie zwischen den Blättern erspähen.</p>
<figure id="attachment_3412" aria-describedby="caption-attachment-3412" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3412" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472-1024x683.jpg" alt="Gut versteckt zwischen den Blätter ruhten sie sich aus." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3412" class="wp-caption-text">Gut versteckt zwischen den Blättern ruhten sich die roten Varis aus.</figcaption></figure>
<h2>Miniatur auf dem Weg</h2>
<p>Nicht nur hoch oben in den Baumwipfeln, sondern auch mitten auf den Wegen entdeckte Armand (wie auch immer?) spannende Tiere. Die Wege waren oft mit Wurzeln überzogen und mit Laub bedeckt. Da es im Regenwald keine Jahreszeiten wie in Europa gibt, sind die meisten Bäume das ganze Jahr über grün, am Boden sieht es aber trotzdem konstant herbstlich aus, da sie ständig Blätter verlieren. Auf einem steilen Stück Weges, wo jeder Schritt wohlbedacht sein wollte, zeigte Armand auf den Boden. Ein Mini-Chamäleon der Art <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brookesia">Brookesia</a> befand sich, kaum sichtbar, im braunen Laub, das den Pfad bedeckte.</p>
<figure id="attachment_3413" aria-describedby="caption-attachment-3413" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3413" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297-1024x683.jpg" alt="Brookesia in freier Wildbahn. Vielleicht ein Brown leaf chameleon (Brookesia superciliaris)?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3413" class="wp-caption-text">Brookesia in freier Wildbahn. Vielleicht ein Brown leaf chameleon (Brookesia superciliaris)?</figcaption></figure>
<p>Wie klein es wirklich war, wird erst im Größenvergleich klar. Vorsichtig nahm Armand das kleine Brookesia auf seine Hand, damit wir es betrachten konnten.</p>
<figure id="attachment_3414" aria-describedby="caption-attachment-3414" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3414 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291-1024x683.jpg" alt="Wie klein das Chamäleon ist, wird erst mit einem entsprechenden Maßstab deutlich." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3414" class="wp-caption-text">Wie klein das Chamäleon ist, wird erst mit einem entsprechenden Maßstab deutlich.</figcaption></figure>
<p>Wesentlich größer und auch deutlich aktiver waren mehrere <a href="https://fr.wikipedia.org/wiki/Aphistogoniulus_corallipes">Tausendfüßler</a>, die unseren Weg überquerten. Ihre kräftige rote Farbe soll davor warnen, dass sie nicht gut schmecken. Also haben wir uns beherrscht und nicht probiert ;).</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/nRY8q3ETReI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Gefiederte Freunde bei Nacht</h2>
<p>Erstaunlicherweise sahen wir des Nachts auch viele Vögel. So saß zum Beispiel ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Madagaskarfischer">Wald-Eisvogel</a> zwischen den Ästen versteckt. Interessanterweise ist er an ein Leben im Dschungel angepasst und nicht auf Gewässer angewiesen. Der Regenwald bietet ihm genügend Nahrung in Form von Fröschen, Insekten, Geckos und Chamäleons.</p>
<figure id="attachment_3416" aria-describedby="caption-attachment-3416" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3416" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368-1024x683.jpg" alt="Ein Madagaskarfischer. Wir sahen ihn tagsüber und auch in der Nacht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3416" class="wp-caption-text">Ein Madagaskarfischer. Wir begegneten ihm tagsüber und auch in der Nacht.</figcaption></figure>
<p>Kurze Zeit später flog ein Schatten fast lautlos über unsere Köpfe, eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Madagaskar-Zwergohreule">Eule</a>. Als wir uns näherten, flog sie immer wieder ein Stückchen weiter. Eine Taschenlampe brauchte sie auf keinen Fall, um sich im dunklen Wald zu orientieren, stattdessen blinzelte sie uns mit ihren eindrucksvollen gelben Augen entgegen.</p>
<figure id="attachment_3417" aria-describedby="caption-attachment-3417" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3417 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384-683x1024.jpg" alt="Lautlos fliegt sie durch die Dunkelheit, vermutlich eine Madagaskar-Zwergohreule." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3417" class="wp-caption-text">Lautlos fliegt sie durch die Dunkelheit, vermutlich eine Madagaskar-Zwergohreule.</figcaption></figure>
<h2>Chamäleons in der Dunkelheit</h2>
<p>Am Ende der zweiten Nachtwanderung zeigte Armand, was in ihm steckte. Wir hatten angehalten, um einen Wieselmaki in der Ferne zu beobachten. Es war nicht einfach, ihn zwischen all den Ästen und Zweigen zu erspähen. Während wir mit dem Maki beschäftigt waren, schaute Armand sich weiter um. Dann sagte er mit seiner leisen Stimme, die aber etwas aufgeregt klang: &#8222;Dort ist ein Chamäleon, ein junges Parsons Chamäleon.&#8220; Wir fragten uns (mal wieder) wie er die gut getarnte Echse im dunklen Wald gesichtet hatte, als er den Weg verließ, um uns das Chamäleon zu zeigen. 10 Meter von uns entfernt, sagte er, wieder leise aber bestimmt: &#8222;Kommen Sie! Kommen Sie!&#8220;</p>
<figure id="attachment_3418" aria-describedby="caption-attachment-3418" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3418" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401-1024x683.jpg" alt="Ein Wieselmaki im dichten Geäst" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3418" class="wp-caption-text">Ein Wieselmaki im dichten Geäst</figcaption></figure>
<p>Die Wege im Masoala-Nationalpark sind mal mehr, mal weniger abenteuerlich, oft mit Wurzeln, Steinen und Pflanzen bedeckt, aber jetzt ging es querwaldein, und das mit mehr als 45 Grad Gefälle. Wir beäugten ungläubig die schlüpfrige, dicht bewachsene Böschung, aber es gab schließlich ein Chamäleon zu sehen, auf ging es! Es war rutschig, steil und finster, schwups, den Halt verloren und ein Stückchen auf den feuchten Blättern bergab geschliddert. Zum Glück gab es 2 bis 3 Zentimeter dünne Baumstämmchen, an die wir uns klammerten und die uns erstaunlich viel Halt gaben. Bei Armand angekommen, standen wir wirklich keine 3 Meter von einem jungen Parsons Chamäleon entfernt. Es schlief und öffnete nicht die Augen, obwohl wir auf unserem Weg nach unten eine Menge Lärm verursacht hatten.</p>
<figure id="attachment_3419" aria-describedby="caption-attachment-3419" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3419" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407-1024x683.jpg" alt="Ein schlafendes Parson's Chamäleon" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3419" class="wp-caption-text">Ein schlafendes Parsons Chamäleon</figcaption></figure>
<p>Bei der nächsten Nachtwanderung ereignete sich etwas Ähnliches. Auf einmal sagte Armand: &#8222;Da, ein kleines Chamäleon!&#8220; Wir sahen natürlich wieder nichts, nur Vegetation. Armand ging zielgerichtet in den Wald, vielleicht 5 bis 6 Meter ins Gestrüpp, und fing an, kräftig an einer Schlingpflanze zu ziehen. Er zog bestimmt 3 Meter Liane von einem Baum herunter. Wir schauten verwundert und gespannt zu, bis er auf das Chamäleon zeigte: &#8222;Da ist das Chamäleon.&#8220;, aber wir sahen immer noch nichts. Er pflückte ein kleines Ästchen ab, auf dem das 5 Zentimeter kleine Tier saß. Erst hatte es die Miniäugelchen geschlossen, aber insgesamt hatten wir es doch geweckt. Es bewegte sich jedoch kaum und ließ sich von allen Seiten betrachten.</p>
<figure id="attachment_3420" aria-describedby="caption-attachment-3420" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3420 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509-1024x683.jpg" alt="Ein ungehaltenes Mini-Chamäleon im dunklen Regenwald" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3420" class="wp-caption-text">Ein ungehaltenes Mini-Chamäleon im dunklen Regenwald</figcaption></figure>
<h2>Kein Geld für Umweltschutz</h2>
<p>Bei so viel Wald hätte man fast vergessen können, dass wir keine 200 Meter vom Meer entfernt wohnten. So schnorchelten wir einen Nachmittag im Meer und kombinierten ein anderes Mal eine Bootsausfahrt mit einer Strandwanderung. Drei Männer in zwei kleinen einheimischen Booten flüchteten dabei regelrecht vor uns, illegale Fischer, wie uns Armand erklärte. Auf einem Weg gerade neben der Grenze zum Nationalpark sahen wir eine frisch abgeschnittene Holzstange liegen. Armand sagte, dass diese Baumart aus dem Park stamme und geschützt sei. Leider könne man wenig unternehmen, es gäbe einfach nicht genug Personal, um den Nationalpark effektiv zu schützen.</p>
<figure id="attachment_3421" aria-describedby="caption-attachment-3421" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3421 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167-1024x683.jpg" alt="Masoala könnte das Klischee-Paradies sein: Strand, Meer und dichter Regenwald. Aber es gibt auch viele Bedrohungen: Illegale Fischerei, Abholzung etc." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3421" class="wp-caption-text">Masoala könnte das Klischee-Paradies sein: Strand, Meer und dichter Regenwald. Aber es gibt auch viele Bedrohungen: Illegale Fischerei, Abholzung etc.</figcaption></figure>
<p>Da begegnete er uns erneut, der ständig bestehende Konflikt zwischen Umweltschutz und den Interessen der Bewohner der Region. Die Natur ist dort Lebensgrundlage für die Menschen und Alternativen sind rar. Da nur wenige Patrouillen durchgeführt werden, ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder illegal gefischt wird und auch im Wald verbotene Aktivitäten stattfinden.</p>
<h2>Begehrte Edelhölzer</h2>
<p>Der Masoala-<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Masoala">Nationalpark</a> umfasst 2400 Quadratkilometer. Es gibt 65 Ranger, um ihn zu schützen. Das ergibt eine Fläche von ca. 4000 Fußballfeldern pro Ranger. Wenn man nun bedenkt, dass 55 dieser Männer sich öfter im Büro als in der Natur aufhalten, wird die Hoffnungslosigkeit der Situation offenbar. Für Naturschutz ist einfach nicht genug Geld vorhanden &#8211; oder vielleicht liegen die Schwerpunkte des Interesses der Politik auch anders?</p>
<figure id="attachment_3422" aria-describedby="caption-attachment-3422" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3422" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR-683x1024.jpg" alt="Uralte Bäume im Masoala-Regenwald" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3422" class="wp-caption-text">Uralte Bäume im Masoala-Regenwald</figcaption></figure>
<p>Mit Edelhölzern lässt sich sehr schnell sehr viel Geld verdienen. Zwar ist der Wald offiziell geschützt, aber vor allem in den politischen Wirren von 2009 fanden <a href="https://www.geo.de/natur/oekologie/11971-bstr-illegaler-holzhandel-raubbau-am-regenwald">kaum Kontrollen</a> statt. Vor allem die Harthölzer, die unter dem Sammelbegriff <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenholz">Rosenholz</a> zusammenfasst werden, sind aufgrund ihrer rötlichen Farbe in China sehr begehrt: Rot ist die asiatische Farbe des Glücks.</p>
<figure id="attachment_3423" aria-describedby="caption-attachment-3423" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3423" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR-1024x683.jpg" alt="Vegetation auf allen Ebenen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3423" class="wp-caption-text">Vegetation auf allen Ebenen</figcaption></figure>
<p>International ist das Fällen vieler Baumarten durch das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Washingtoner_Artenschutz%C3%BCbereinkommen">Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES)</a> verboten. Auch in Deutschland und der EU gibt es schwierig zu findende und zu verstehende <a href="https://www.bfn.de/themen/cites/arteninfos/einfuhr-von-holz-geschuetzter-arten.html">Informationen</a>, welche Arten nicht gehandelt werden dürfen. Durch intransparente Lieferketten, eine große Nachfrage und damit verbunden hohe Preise ist zu vermuten, dass der lukrative Handel dennoch im Geheimen weiter <a href="https://www.spektrum.de/news/obszoen-hohe-profite/1305972">floriert</a>, und dass sich Politiker, Polizisten und Händler auf das Üppigste daran bereichern.</p>
<h2>Erlebnis Regenwald</h2>
<p>Für diejenigen unter Euch, die gerne den Masoala-Regenwald erleben würden, ohne die beschwerliche Reise auf sich zu nehmen, können wir einen Besuch der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Masoala-Halle">Masoala-Halle</a> des Züricher Zoos empfehlen, durch die wir 2012 staunend spaziert sind. Der Zoo unterstützt den Schutz des einzigartigen Ökosystems in Madagaskar und hat eine riesige Halle gebaut, in der Dschungel wächst und in der sich Lemuren und andere Tiere frei bewegen können. Das Erlebnis in Zürich ist natürlich deutlich zivilisierter als die Reise zum echten Vorbild, bildet aber Flora und Fauna sehr gut ab. Armand war während der Konzeptionsphase zur Beratung vor Ort in der Schweiz gewesen und er erzählte uns, wie er beteiligte Biologen auf der Masoala-Halbinsel geführt hatte.</p>
<figure id="attachment_3424" aria-describedby="caption-attachment-3424" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3424 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319-1024x683.jpg" alt="Kunterbuntes Chamäleon in der Masoala-Halle im Züricher Zoo (aufgenommen September 2012)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3424" class="wp-caption-text">Kunterbuntes Chamäleon in der Masoala-Halle im Züricher Zoo (aufgenommen September 2012)</figcaption></figure>
<p>Für uns waren es drei wunderschöne, aber anstrengende Tage im Masoala-Nationalpark, in denen wir viel gewandert sind, auf abenteuerlichen Wegen, auf und ab über Stock und Stein und bei tagsüber stetig hoher Luftfeuchtigkeit. Im Schatten des Waldes wurde es zwar nicht übermäßig heiß, aber die Fortbewegung war trotzdem schweißtreibend. Es regnete jeden Tag mehrmals, wenn auch nicht dauerhaft. Armand hatte den Regenwald über viele Jahre erforscht und es bereitete ihm sichtlich Freude, uns die Tiere und Pflanzen näherzubringen. Seine Lieblinge waren die roten Varis.</p>
<figure id="attachment_3425" aria-describedby="caption-attachment-3425" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3425 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236-1024x683.jpg" alt="Am letzten Tag beobachten wir wieder eine Gruppe roter Varis." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3425" class="wp-caption-text">Am letzten Tag beobachten wir wieder eine Gruppe roter Varis.</figcaption></figure>
<p>Wenn Führer anfangen zu fotografieren, dann gibt es etwas Besonderes zu sehen. Auf der letzten Wanderung kamen wir einer Gruppe roter Varis dadurch sehr nahe, dass sie auf einem Baum saßen und wir oben an einer steilen Böschung standen. Wieder schlugen wir uns etwas querwaldein durch die Vegetation, damit keine Zweige im Weg wären. Dadurch befanden wir uns schließlich fast auf Augenhöhe mit den Lemuren.</p>
<figure id="attachment_3426" aria-describedby="caption-attachment-3426" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3426 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501-1024x683.jpg" alt="Lässig flätzen die roten Varis im Baum." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3426" class="wp-caption-text">Lässig flätzen die roten Varis im Baum.</figcaption></figure>
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		<title>Die großen und kleinen Tsingys</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 May 2019 00:01:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Bekopaka]]></category>
		<category><![CDATA[kulinarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Lemur]]></category>
		<category><![CDATA[Maki]]></category>
		<category><![CDATA[Tsingy]]></category>
		<category><![CDATA[Tsingys]]></category>
		<category><![CDATA[Vazimba]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tsingys sind ein abgelegener Nationalpark, eine Karstlandschaft aus scharfkantigem Felsen. Vor Millionen von Jahren hatten sich Kalkablagerungen aus Fossilien und Muscheln auf dem Grunde des Ozeans gebildet und nachdem der so entstandene Stein nicht mehr im Meer lag, schuf die Erosion mit Regenwasser ein seltsames Labyrinth aus bedrohlichen Felsnadeln. Es ist eine beeindruckende Landschaft &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tsingys sind ein abgelegener <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Tsingy_de_Bemaraha">Nationalpark</a>, eine Karstlandschaft aus scharfkantigem Felsen. Vor Millionen von Jahren hatten sich Kalkablagerungen aus Fossilien und Muscheln auf dem Grunde des Ozeans gebildet und nachdem der so entstandene Stein nicht mehr im Meer lag, schuf die Erosion mit Regenwasser ein seltsames Labyrinth aus bedrohlichen Felsnadeln. Es ist eine beeindruckende Landschaft und dieses eigenartige Gebirge bietet zahlreichen Tieren ein Zuhause. Wie schroff die Tsingys sind, beschreibt ihr Name auf Malagasy. Übersetzt heißt Tsingy &#8222;auf Zehen laufen&#8220; oder &#8222;wo man nicht barfuß laufen kann&#8220;.</p>
<figure id="attachment_3227" aria-describedby="caption-attachment-3227" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3227" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit-1024x683.jpg" alt="Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3227" class="wp-caption-text">Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha</figcaption></figure>
<p><span id="more-3245"></span></p>
<h2>Wanderung in den großen Tsingys</h2>
<p>Also zogen wir es ausnahmsweise vor, nicht barfuß zu wandern <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> und schnürten unsere Wanderschuhe. Zusammen mit unserem lokalen Führer Meric fuhren wir am ersten Tag zu den sogenannten großen Tsingys und wanderten auf dem &#8222;Circuit des Grand Tsingy&#8220;. Dort gab es einen gut ausgebauten Wander- und Kletterweg, über den wir mitten in das Labyrinth der Tsingy-Felsnadeln gelangten.</p>
<figure id="attachment_3228" aria-describedby="caption-attachment-3228" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3228" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404-683x1024.jpg" alt="Im Tsingy-Canyon" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3228" class="wp-caption-text">In einem schmalen Tsingy-Canyon</figcaption></figure>
<p>Der Weg war zunächst eben, wandelte sich nach kurzer Zeit aber in eine unterhaltsame Kletterpartie. Wir mussten sogar ein Klettergeschirr anlegen und uns sicherheitshalber an einigen Stellen in Stahlseile einklinken. Der Weg führte uns durch dunkle Höhlen und steile Leitern hinauf. Wir schlängelten uns durch schmale Canyons, die das Regenwasser in den Kalkstein gefressen hatte. Über große Felsstufen kletterten wir immer weiter nach oben. Nach knapp 2 Stunden waren wir am höchsten Punkt angekommen und blickten von oben auf die spitzen Zacken und in die zahlreichen engen Schluchten.</p>
<figure id="attachment_3229" aria-describedby="caption-attachment-3229" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3229" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672-1024x683.jpg" alt="Wir erklimmen die Tsingys" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3229" class="wp-caption-text">Wir erklimmen die Tsingys.</figcaption></figure>
<p>Der Weg, den wir genommen hatten, war für uns von oben zwischen den vielen Felsnasen nicht mehr nachvollziehbar. Vereinzelt ragten Bäume aus den Spalten hervor, die erstaunlicherweise auf dem Gestein und in seinen Ritzen Halt gefunden hatten.</p>
<figure id="attachment_3230" aria-describedby="caption-attachment-3230" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3230" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686-1024x683.jpg" alt="Die großen Tsingys, ein Meer aus scharfen Spitzen und schroffen Kanten" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3230" class="wp-caption-text">Die großen Tsingys, ein Meer aus scharfen Spitzen und schroffen Kanten</figcaption></figure>
<h2>Sehr gepflegte Wanderwege</h2>
<p>Auch wenn in Madagaskar die touristische Infrastruktur und die Straßen vom Standard her häufig eher rustikal sind, waren die Wanderwege in den Tsingys bestens in Ordnung. Die Wege, Leitern, Geländer, Brücken etc. waren qualitativ hochwertig und machten einen verlässlichen Eindruck. Eigentlich kein Wunder, sollte man meinen, schließlich sind die Tsingys eine der großen Sehenswürdigkeiten Madagaskars und die ausländischen Besucher eine gute Einnahmequelle. Trotzdem ist eine solche Ausstattung (auch im weltweiten Vergleich) auf keinen Fall selbstverständlich.</p>
<figure id="attachment_3231" aria-describedby="caption-attachment-3231" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3231" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651-1024x683.jpg" alt="Aussichtspunkt auf dem Dach der Tsingys" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3231" class="wp-caption-text">Aussichtspunkt auf dem Dach der Tsingys</figcaption></figure>
<p>Das Besucheraufkommen war unserer Meinung nach schon am oberen Ende dessen angekommen, was wir für vertretbar halten würden. Vor allem an den steileren Stellen der Wanderung kam es sogar zu kleinen Staus… Nach kurzer Zeit zerstreuten sich die Besuchergruppen aber wieder, so dass wir unsere mitgebrachten Baguettes bei herrlicher Aussicht genießen konnten.</p>
<figure id="attachment_3232" aria-describedby="caption-attachment-3232" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3232" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457-1024x576.jpg" alt="Über diese Hängebrücke führte unser Weg." width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3232" class="wp-caption-text">Über diese Hängebrücke führte unser Weg.</figcaption></figure>
<p>Bevor wir den Abstieg antraten, überquerten wir zwei freischwingende Hängebrücken, die tiefe Canyons überspannten. Anschließend verschwanden wir wieder in den tiefen, dunklen, schattenspendenden Schluchten des Tsingy-Labyrinths.</p>
<figure id="attachment_3233" aria-describedby="caption-attachment-3233" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3233" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR-683x1024.jpg" alt="Selbst in den tiefsten Tsingy-Schlucht wachsen hohe Bäume." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3233" class="wp-caption-text">Selbst in den tiefsten Tsingy-Schluchten wachsen hohe Bäume.</figcaption></figure>
<h2>Ein Wald voller Tiere</h2>
<p>Unvermittelt traten wir aus der schroffen Felsenwelt hervor und erreichten einen Wald, in dem wir vielen einheimischen Tieren begegneten. Ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Coquerel-Seidenkuckuck">Coua</a> (gesprochen &#8222;Koa&#8220;), ein hübscher Laufvogel mit langem Schweif und auffälliger blauer Augenpartie streifte über den Waldweg und fühlte sich von unserer Anwesenheit anscheinend nicht sonderlich beeindruckt. Auf Deutsch wird er treffenderweise als Seidenkuckuck bezeichnet.</p>
<figure id="attachment_3234" aria-describedby="caption-attachment-3234" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3234" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738-1024x683.jpg" alt="Coquerel's coua (Coua coquereli)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3234" class="wp-caption-text">Coquerel&#8217;s coua (Coua coquereli)</figcaption></figure>
<p>Wenig später trafen wir am Waldrand auf eine Gruppe von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Maki">roten Makis</a>. Sie hielten sich auf den Bäumen bzw. auf ein paar kleinen Tsingy-Ausläufern auf, die dort standen. Auch sie ignorierten uns im großen und ganzen. Vielleicht lag dies auch daran, dass sie offenbar eine kleine Delikatesse gefunden hatten: Sie mampften vergnügt kleine gelbe Früchte, die sie von einem Strauch pflückten. Es war sehr interessant, die aktiven Lemuren bei ihrem Treiben zu beobachten.</p>
<figure id="attachment_3235" aria-describedby="caption-attachment-3235" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3235" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756-1024x683.jpg" alt="Zwei rote Makis auf ihrem AussichtspunktZwei rote Makis auf ihrem Aussichtspunkt" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3235" class="wp-caption-text">Zwei rote Makis auf ihrem Aussichtspunkt</figcaption></figure>
<p>Kaum waren wir schließlich weitergewandert, bog Meric vom Hauptwanderweg ab, um nachzusehen, ob ein alter Bekannter zu Hause war. Und in der Tat, ein Wieselmaki blinzelte uns mit seinen großen Kulleraugen aus einer Höhle oben in einem Baum an.</p>
<figure id="attachment_3236" aria-describedby="caption-attachment-3236" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3236" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787-683x1024.jpg" alt="Ein niedlicher Wieselmaki" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3236" class="wp-caption-text">Ein niedlicher Wieselmaki</figcaption></figure>
<h2>Zu Besuch bei den Vazimba</h2>
<p>Am nächsten Tag standen die kleinen Tsingys auf dem Programm. Zunächst unternahmen wir jedoch eine Bootsfahrt auf dem <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Manambolo_River">Manambolo</a>-Fluß. Ein sehniger alter Fischer paddelte uns in zwei miteinander verbundenen Einbäumen mit kräftigen Stößen über das Wasser, dessen Oberfläche in der Morgensonne glitzerte. Auf einer Klippe am Flussufer konnten wir eine kleine Gruppe der ungewöhnlichen grauen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vasapapageien">Vasapapageien</a> beobachten.</p>
<figure id="attachment_3269" aria-describedby="caption-attachment-3269" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3269" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496-1024x683.jpg" alt="Bootsfahrt auf dem Manambolo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3269" class="wp-caption-text">Bootsfahrt auf dem Manambolo</figcaption></figure>
<p>Wir gingen an Land, um eine kleine Höhle mit schimmerndem Tropfstein zu besuchen und einer Grabstätte der Ahnen, der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Vazimba">Vazimba</a>, die Ehre zu erweisen. Die Vazimba waren dem Volksglauben zufolge die ersten Siedler auf Madagaskar gewesen. Zahlreiche Legenden ranken sich um dieses Volk und seine übernatürlichen Fähigkeiten. Die Einheimischen besuchen diesen Ort, um ihre Verehrung auszudrücken und um Beistand zu bitten. Es heißt, die Vazimba hätten in und um die Tsingys gelebt und bei Gefahr das Labyrinth der Felsnadeln wie eine natürliche Festung als Rückzugsort genutzt.</p>
<figure id="attachment_3237" aria-describedby="caption-attachment-3237" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3237" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489-1024x683.jpg" alt="Die letzte Ruhestätte der Vazimba" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3237" class="wp-caption-text">Die letzte Ruhestätte der Vazimba</figcaption></figure>
<p>Vom Boot aus erklommen wir eine steile Böschung. Die Knochen der Ahnen und die Reste ihrer hölzernen Särge lagen unter einem Felsvorsprung. Um uns einzuführen und als Opfergabe hatte der Fischer aromatisierten Rum in einer alten 0,5l Plastikflasche mitgebracht. Den Alkohol verteilte er großzügig über den Gebeinen und erklärte den Vazimba, dass die Vazahas zu Besuch kämen und dass sie in guter Absicht hier seien. Sie würden die Knochen nicht stehlen, sondern nur ein paar Fotos machen.</p>
<h2>Wanderung in den kleinen Tsingys</h2>
<p>Die kleinen Tsingys waren in der Tat deutlich kleiner als die großen. Dennoch hätten wir auch hier nicht barfuß laufen wollen. In den Petits Tsingy wuchsen deutlich mehr Pflanzen und wir trafen nur zwei andere Touristengruppen. Trotzdem bildeten sie kein geringeres Labyrinth und auch hier kletterten wir über die scharfen Felsen, die die Erosion im Laufe der Jahrmillionen geformt hatte.</p>
<figure id="attachment_3238" aria-describedby="caption-attachment-3238" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3238" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812-1024x683.jpg" alt="Blick über die kleinen Tsingys. Sie sind wesentlich grüner als der große Bruder." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3238" class="wp-caption-text">Blick über die kleinen Tsingys. Dort wachsen deutlich mehr Pflanzen als in den großen.</figcaption></figure>
<p>Auf dem Rückweg nach Bekopaka liefen wir durch ein kleinen Ausläufer des Dorfes. Die Menschen gingen ihren alltäglichen Beschäftigungen nach und schnell waren wir wieder mittendrin statt nur dabei. Eine Frau war gerade dabei, Reis zu stampfen, um die Hülsen von den Reiskörnern zu trennen. Dafür wird der Reis in einem Holzmörser mit einem schweren Holzstab (ähnlich wie bei den Goldsuchern) kraftvoll bearbeitet. Wir durften auch ausprobieren, wie anstrengend es ist und die Einheimischen hatten ihren Spaß, uns bei unseren nicht sonderlich geschickten Bemühungen zu beobachten.</p>
<figure id="attachment_3239" aria-describedby="caption-attachment-3239" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3239" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539-1024x683.jpg" alt="Tahina legt beim Reisstampfen vor, danach waren wir dran." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3239" class="wp-caption-text">Tahina legt beim Reisstampfen vor, danach sind wir dran.</figcaption></figure>
<p>Anschließend trennte die Frau die Spreu vom Weizen oder genauer gesagt die Schalen vom Reis, indem sie den Reis von einer Art dünnem Flechtkorb in die Luft <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Windsichten#Worfeln">worfelte</a> und der Wind bzw. ihr vorsichtiges Pusten die leichten Hülsen davontrug. Es war faszinierend zu beobachten und wir lernten ein für uns neues Wort unserer eigenen Sprache!</p>
<figure id="attachment_3240" aria-describedby="caption-attachment-3240" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3240 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560-1024x683.jpg" alt="Bei worfeln mit der Worfel: Hier wird der Reis von seinen Hülsen getrennt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3240" class="wp-caption-text">Beim Worfeln mit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Worfel">Worfel</a>: Hier wird der Reis von seinen Hülsen getrennt.</figcaption></figure>
<h2>Madagaskar kulinarisch</h2>
<p>Die Mittagspause verbrachten wir in einem sehr sympathischen einheimischen Lokal, unser Favorit auf dieser Madagaskar-Reise. Auf einer schattigen Terrasse servierten die Besitzer typisch madegassische Gerichte. Das bedeutet zunächst erstmal Reis, morgens, mittags, abends. Pro Mahlzeit rechnet man mindestens einer Kapoka (die leere Kondensmilchdose) Reis (ungekocht) pro Person. Die auf dem Land hart arbeitenden und damit hungrigen Menschen brauchen die Kalorien. Weltweit liegt Madagaskar trotzdem erstaunlicherweise nur auf Platz 11, was den <a href="https://www.helgilibrary.com/indicators/rice-consumption-per-capita/">Reiskonsum pro Kopf</a> angeht.</p>
<figure id="attachment_3241" aria-describedby="caption-attachment-3241" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3241" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820-1024x768.jpg" alt="Ein madegassisches Festmahl: Viel Reis und dazu Fleisch" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3241" class="wp-caption-text">Ein madegassisches Festmahl: Viel Reis und dazu Hühnchen.</figcaption></figure>
<p>Was für uns nach einer großzügigen Portion aussah, wäre auf Madagaskar eher das Kindergericht. Zusätzlich zum servierten Teller bekamen Tahina und Christian noch einen weiteren Teller mit einem Berg Reis darauf. Die beiden zeigten peruanische Qualitäten, indem sie alles ratzeputz aufaßen. Damit der Reis nicht zu trocken war, gab es zusätzlich eine leckere Hühnerbrühe, die man darüber verteilen konnte.</p>
<figure id="attachment_3242" aria-describedby="caption-attachment-3242" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3242" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823-1024x768.jpg" alt="Hühnerbrühe für den Reis" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3242" class="wp-caption-text">Hühnerbrühe für den Reis</figcaption></figure>
<p>Reis spielt auf Madagaskar sogar als Getränk eine Rolle, nämlich in Form von Reiswasser. Was im <a href="https://de.wikihow.com/Reiswasser-herstellen">Internet</a> als Geheimtipp für die Haarwäsche gefeiert wird, trinken die Madegassen lieber. Für unseren Geschmack war es allerdings eher gewöhnungsbedürftig ;). Das warme Reiswasser, das wir probierten, war mittels Auskochen der angebrannten Reste in den Reistöpfen zubereitet worden und hatte somit einen sehr rauchigen Geschmack.</p>
<figure id="attachment_3247" aria-describedby="caption-attachment-3247" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3247" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103-683x1024.jpg" alt="Der Reiswasser-Container" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3247" class="wp-caption-text">Die Kanne mit Reiswasser</figcaption></figure>
<h2>Rückfahrt über die Nationalstraße Nummer 8</h2>
<p>Am kommenden Morgen brachen wir wieder auf zur Rückfahrt nach Morondava über die <a href="http://wittmann-tours.de/die-nationalstrasse-8-ueber-belo-nach-bekopaka">Nationalstraße Nummer 8</a> und die <a href="http://wittmann-tours.de/ueber-die-baobab-allee-nach-norden/">Baobab-Allee</a>. Die Reihenfolge spielte sich folglich umgekehrt zur Hinfahrt ab, d.h. erst die kurze Fährfahrt über den Manambolo, der Transfer nach Belo in der Polizeikarawane, dann mit der Fähre von Belo nach Tsimafana und weiter zur Baobab-Allee. Zwischendurch schüttelte uns die Straße gut durch und am Ende waren wir und unsere Habseligkeiten wieder von oben bis unten eingestaubt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_3244" aria-describedby="caption-attachment-3244" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3244 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839-1024x683.jpg" alt="Morgentlicher Verkehr auf der Nationalstraße 8. Diesen kurzen Abschnitt in Bekopaka sind wir zu Fuß gegangen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3244" class="wp-caption-text">Verkehr auf der Nationalstraße Nummer 8. Diesen kurzen Abschnitt in Bekopaka gehen wir als Morgenspaziergang zu Fuß.</figcaption></figure>
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		<title>Otavalo &#8211; Eine typisch ecuadorianische Stadt?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Aug 2018 00:01:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
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		<category><![CDATA[Markt]]></category>
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		<category><![CDATA[Parque Condor]]></category>
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		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Otavalo war für uns der Einstieg ins Hochland der Anden. Die Stadt liegt auf 2400m und ist berühmt für ihren Wochenmarkt, der jeden Samstag stattfindet. Rein zufällig kamen wir am Freitagabend in Otavalo an ;). Nachdem das Hotelzimmer in Quito nachts eher kalt war, fragten wir beim Einchecken, ob es eine Heizung gäbe. Der Besitzer &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Otavalo war für uns der Einstieg ins Hochland der Anden. Die Stadt liegt auf 2400m und ist berühmt für ihren Wochenmarkt, der jeden Samstag stattfindet. Rein zufällig kamen wir am Freitagabend in Otavalo an ;). Nachdem das Hotelzimmer in Quito nachts eher kalt war, fragten wir beim Einchecken, ob es eine Heizung gäbe. Der Besitzer versicherte uns, in Otavalo würde es nachts nie wirklich kalt werden. Wir fragten uns allerdings, warum er wohl eine Daunenjacke trug. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2236" aria-describedby="caption-attachment-2236" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-164609-9347-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2236" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-164609-9347-HDR-1024x576.jpg" alt="Blick über Otavalo aus der Ferne" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-164609-9347-HDR-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-164609-9347-HDR-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-164609-9347-HDR-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-164609-9347-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2236" class="wp-caption-text">Blick über Otavalo</figcaption></figure>
<p><span id="more-2253"></span></p>
<h2>Markt und Tiermarkt in Otavalo</h2>
<p>Der Markt von Otavalo besteht in Wirklichkeit aus zwei separaten Märkten. In der Mitte der Stadt auf der Plaza de Ponchos werden Teppiche, Kleidung, natürlich auch Ponchos, Kunsthandwerk, Obst, Gemüse, Cocabonbons und viele andere Dinge angeboten. Wegen dieses Teils des Marktes darf Otavalo eigentlich auf keiner Ecuador-Rundreise fehlen. Trotz eines gewissen touristischen Einschlags waren die Einheimischen deutlich in der Überzahl. Noch viel authentischer ist jedoch der Tiermarkt, den kaum ein Tourist besucht und auf dem sicher die wenigsten ein Andenken erwerben <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2237" aria-describedby="caption-attachment-2237" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091159-9279.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2237" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091159-9279-1024x683.jpg" alt="Typisch andine Muster auf dem Wochenmarkt von Otavalo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091159-9279-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091159-9279-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091159-9279-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091159-9279.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2237" class="wp-caption-text">Typisch andine Muster auf dem Wochenmarkt von Otavalo</figcaption></figure>
<p>Der Tiermarkt findet frühmorgens statt (ab 7 Uhr läuft er auf Hochtouren) und befindet sich etwas außerhalb der Stadt auf der anderen Seite der Schnellstraße. An anderen Tagen muss das Gelände des Tiermarkts wie ein überdimensionierter Fußballplatz (ohne Tore) aussehen, samstags hingegen pulsierte dort das Leben. Im Bereich direkt am Eingang standen die Bauern und boten ihre Kühe, Kälber und auch einige Pferde an. Letztere hätte Mona am liebsten alle mitgenommen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2238" aria-describedby="caption-attachment-2238" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-064303-9244.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2238" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-064303-9244-1024x683.jpg" alt="Hier werden hauptsächlich Rinder gehandelt, aber auch ein paar Pferde." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-064303-9244-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-064303-9244-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-064303-9244-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-064303-9244.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2238" class="wp-caption-text">Hier werden hauptsächlich Rinder gehandelt, aber auch ein paar Pferde.</figcaption></figure>
<p>Die anderen Marktbereiche waren durch einen Zaun abgetrennt. Nur an einer Seite war ein kleiner Durchgang, durch den wir in den nächsten Bereich gelangten. Hier standen Schweine, Schafe und Ziegen zum Verkauf.</p>
<figure id="attachment_2239" aria-describedby="caption-attachment-2239" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-062406-1132.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2239" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-062406-1132-1024x683.jpg" alt="Eine Prachtsau neben der anderen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-062406-1132-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-062406-1132-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-062406-1132-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-062406-1132.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2239" class="wp-caption-text">Eine Prachtsau neben der anderen</figcaption></figure>
<h2>Reges Treiben auf dem Tiermarkt</h2>
<p>Es folgte noch eine Barriere und wir erreichten die Kleintierabteilung. Das Angebot bestand aus diversem Federvieh, hauptsächlich Hühnern, aber auch Enten und Gänsen, außerdem Kaninchen und Meerschweinchen. Die meisten befanden sich in ebenerdigen Käfigen, andere aber nur in Pappkartons oder Säcken. Ab und zu kam es vor, dass ein Teil der Ware Fluchttendenzen zeigte, so dass die Verkäuferinnen und Verkäufer sie wieder einfangen mussten.</p>
<figure id="attachment_2240" aria-describedby="caption-attachment-2240" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-063131-9201.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2240" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-063131-9201-1024x683.jpg" alt="Meerschweinchen sind in den Anden ein Nutztier." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-063131-9201-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-063131-9201-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-063131-9201-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-063131-9201.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2240" class="wp-caption-text">Meerschweinchen sind in den Anden ein Nutztier.</figcaption></figure>
<p>Der Tiermarkt hatte sich seit 13 Jahren kaum verändert. Es herrschte ein reges Treiben und wir beobachteten die eine oder andere Transaktion. Die Tiere waren nicht immer besonders glücklich, wenn die neuen Besitzer mit ihnen aufbrechen wollten. Einige Schweine bewegten kein einziges Beinchen und wurden unter lautstarkem Protest an einem Seil regelrecht abgeschleppt. Ein Mann trug der Einfachheit halber seine beiden frisch erworbenen Schafe unter seinen Armen, um Widerworte direkt zu unterbinden.</p>
<figure id="attachment_2241" aria-describedby="caption-attachment-2241" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-065336-9261.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2241 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-065336-9261-1024x683.jpg" alt="Widerstand ist zwecklos! Die beiden Schafe werden abtransportiert." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-065336-9261-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-065336-9261-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-065336-9261-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-065336-9261.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2241" class="wp-caption-text">Widerstand ist zwecklos! Die beiden Schafe werden abtransportiert.</figcaption></figure>
<p>Nach dem Frühstück gingen wir auf den anderen Markt. Auf dem zentralen Marktplatz (Plaza de Ponchos) und in den angrenzenden Straßen kann man alles vermeintlich typisch Ecuadorianische kaufen. Neben Ponchos und Hüten gab es Pullover, Mützen, Blusen, Schals, auch Lebensmittel wie Früchte, Gewürze oder Gebäck. Manche Stände schienen eher Waren anzubieten, die auf Touristen als Käufergruppe abzielten. Wegen seiner Authentizität fanden wir den Tiermarkt interessanter.</p>
<figure id="attachment_2242" aria-describedby="caption-attachment-2242" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091851-9290.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2242" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091851-9290-1024x683.jpg" alt="Auf dem Wochenmarkt gibt es natürlich auch Lebensmittel, hier Backwaren." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091851-9290-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091851-9290-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091851-9290-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-091851-9290.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2242" class="wp-caption-text">Auf dem Wochenmarkt gibt es auch Lebensmittel, hier Backwaren.</figcaption></figure>
<h2>Cascada de Peguche</h2>
<p>Am späten Vormittag hatten wir genug vom Markt gesehen und folgten den lokalen Ratschlägen zu weiteren Sehenswürdigkeiten. Wir fuhren zum Wasserfall &#8222;Cascada de Peguche&#8220;. Anschließend wanderten wir zum Kondorpark. Um den Wasserfall herum gibt es einen kleinen Wald, eine Badestelle und einige kleine Restaurants. Die meisten anderen Besucher schienen Ecuadorianer aus Quito zu sein, die hier das Wochenende verbrachten.</p>
<figure id="attachment_2243" aria-describedby="caption-attachment-2243" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-110823-1152-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2243" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-110823-1152-HDR-683x1024.jpg" alt="Cascada de Peguche" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-110823-1152-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-110823-1152-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-110823-1152-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-110823-1152-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2243" class="wp-caption-text">Cascada de Peguche</figcaption></figure>
<p>Die anschließende Wanderung zum Kondorpark war dahingehend etwas abenteuerlich, als dass der erste Teil des Weges mit vielen Ranken und Büschen überwuchert war. Entweder hatten wir den Hauptweg nicht gefunden oder er wird einfach nicht so häufig benutzt. Warum sollte man auch wandern, wenn es Taxis oder das eigene Auto gibt? Dann wanderten wir zwischen Feldern und an kleinen Dörfern vorbei durch ein ländliches und für unsere Augen sehr malerisches Ecuador, das für die Bauern aber bestimmt harte Arbeit bedeutet. Je höher wir kamen (der Kondorpark lag 200 Meter höher), desto mehr eröffnete sich der Blick auf den Vulkan Imbabura und den Lago San Pedro.</p>
<figure id="attachment_2244" aria-describedby="caption-attachment-2244" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-135554-1178-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2244" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-135554-1178-HDR-1024x683.jpg" alt="Ländliches Ecuador. Im Hintergrund der Volcuán Imbabura (4609m)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-135554-1178-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-135554-1178-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-135554-1178-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-135554-1178-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2244" class="wp-caption-text">Ländliches Ecuador. Im Hintergrund ragt der Volcán Imbabura (4609m) auf.</figcaption></figure>
<h2>Parque de los Condores</h2>
<p>Der <a href="http://www.parquecondor.com/">Parque de los Condores</a> (Kondorpark) erinnerte uns ein wenig an die <a href="http://www.detmold-adlerwarte.de/">Adlerwarte in Berlebeck</a>. Ein Teil bestand aus einem Zoo, in dem diverse Greifvögel und Eulen zu sehen waren. Darunter waren auch ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Harpyie_(Vogel)">Harpy Eagle</a>, der physisch stärkste Raubvogel der Welt, und eben zwei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andenkondor">Kondore</a>. Es sind wirklich beeindruckende Tiere von stattlicher Größe mit einer Spannweite von maximal 3,3 Metern, auch wenn sie von nahem mit ihrem nackten Hals und Kopf keinen Schönheitspreis gewinnen. Die Voliere war sehr großzügig bemessen, jedoch wirkt jede Umfriedung für einen Kondor zu klein, der es in freier Wildbahn gewohnt ist, hoch über den Anderen zu kreisen.</p>
<p>Ein wesentliches Ziel des Parks war es jedoch, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass diese riesigen emblematischen Vögel bedroht sind. Der Park setzte sich außerdem für den Erhalt der Art in Freiheit ein. In vielen Ländern in der Anden erschießen und vergiften Viehzüchter immer noch Kondore, da sie fälschlicherweise in ihnen eine Gefahr für ihre Nutztiere sehen. So waren die beiden Kondore gleichsam die Botschafter ihrer Art.</p>
<figure id="attachment_2245" aria-describedby="caption-attachment-2245" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-152553-1284.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2245" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-152553-1284-1024x683.jpg" alt="Der Kondor knabbert" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-152553-1284-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-152553-1284-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-152553-1284-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-152553-1284.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2245" class="wp-caption-text">Kondor-Fütterung</figcaption></figure>
<p>Der andere Teil der Attraktion war eine Flugschau, in der diverse Greifvögel frei fliegen durften und auch im Tiefflug über die Köpfe der Besucher hinweg sausten. Die wahre Bühne waren jedoch die Lüfte vor einer gigantischen Andenkulisse. Zu den Greifvögeln des Parks gesellten sich auch noch ein paar wilde Vögel, die einen der Adler immer wieder angriffen. Die 45-minütige Show hat uns sehr gut gefallen, konnte aber die der Adlerwarte in Berlebeck nicht übertrumpfen ;).</p>
<figure id="attachment_2246" aria-describedby="caption-attachment-2246" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-145153-1212.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2246" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-145153-1212-1024x683.jpg" alt="Ein Adler in der Flugschow des Kondorparks" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-145153-1212-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-145153-1212-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-145153-1212-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-145153-1212.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2246" class="wp-caption-text">Ein Adler in der Flugschow des Kondorparks</figcaption></figure>
<h2>Laguna Cuicocha</h2>
<p>Am Sonntag war die Laguna Cuicocha nördlich von Otavalo unser Ziel. Es handelt sich um den Kratersee eines Vulkans von ungefähr 3 Kilometern Durchmesser. Auf unserer ersten Andenwanderung umrundeten wir ihn zusammen mit unserem lokalen Führer Antonio. Wenn er nicht gerade mit Touristen unterwegs ist, arbeitet er als Musiker, spielt Panflöte, Gitarre und andere Instrumente.</p>
<figure id="attachment_2247" aria-describedby="caption-attachment-2247" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-113612-9388-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2247 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-113612-9388-HDR-1024x683.jpg" alt="Gruppenbild mit Antonio, unserem Wanderführer" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-113612-9388-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-113612-9388-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-113612-9388-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-113612-9388-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2247" class="wp-caption-text">Gruppenbild mit Antonio, unserem Wanderführer</figcaption></figure>
<p>Der Wanderweg lag auf einer Höhe von 3200 bis 3500 Metern, was wir sehr deutlich spürten, vor allem wenn es bergauf ging. In einem normalen zügigen Tempo waren wir nach 10 Höhenmetern komplett außer Atem und so gab es nur eine Alternative: die Entdeckung der Langsamkeit ;). Aber die Wanderung war ja kein Wettrennen und so konnte man beim Verschnaufen die spektakuläre Aussicht betrachten. Außerdem erklärte uns Antonio zwischendurch vieles über diverse Pflanzen, die Landschaft und Ecuador im Allgemeinen. Für ihn war zum Beispiel nicht Spanisch die Muttersprache, sondern <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Quechua">Quechua</a>, die Sprache der Ureinwohner, die von den Inka vor der Eroberung durch die Spanier in Ecuador eingeführt worden war. Spanisch hatte unser Führer so richtig erst in der Schule gelernt.</p>
<figure id="attachment_2248" aria-describedby="caption-attachment-2248" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-095639-1359.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2248" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-095639-1359-1024x683.jpg" alt="Die Laguna Cuicocha" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-095639-1359-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-095639-1359-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-095639-1359-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180422-095639-1359.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2248" class="wp-caption-text">Die Laguna Cuicocha</figcaption></figure>
<p>So umrundeten wir den See im Schneckentempo, für 10 Kilometer brauchten wir 5 Stunden. Unterwegs mussten wir uns nicht nur an die Höhe gewöhnen, sondern wir staunten auch über die Landschaft, die auf dieser Höhe deutlich anders ist, als wir es aus den Alpen Europas kennen. Hier gab es noch Sträucher und Büsche, Flechten, Bromelien, 8 Orchideenarten und in einigen Bereichen bis zu 3 Meter hohe Bäume. Die Baumgrenze liegt in Ecuador bei 4800 bis 5000 Metern!</p>
<h2>Typisch Ecuador?!</h2>
<p>Ist die Stadt Otavalo und ihre Umgebung nun charakteristisch für Ecuador? Ganz Ecuador? Nein, es gibt ja noch die Küste und den Teil des Landes im Amazonasbecken. Typisch für das Andenhochland? Bestimmt! Hier gibt es Panflötenmusik, hohe Berge, dünne Luft und traditionelle Tracht. Auch wenn Männer öfter in Fußballtrikot oder T-Shirt und Hose unterwegs sind, die traditionelle Kleidung der Anden mit Ponchos, Tragetüchern, weißen, mit bunten Blumen bestickten Blusen und kräftigen Farben prägt das Straßenbild von Otavalo und mehr noch auf dem Land um Otavalo herum. Dazu gehört die Haartracht: Auch viele Männer tragen lange Haare, die zum Zopf geflochten sind.</p>
<figure id="attachment_2249" aria-describedby="caption-attachment-2249" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-094523-9312.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2249" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-094523-9312-1024x683.jpg" alt="Das Lama, ein klassisches Andenmuster" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-094523-9312-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-094523-9312-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-094523-9312-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180421-094523-9312.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2249" class="wp-caption-text">Das Lama, ein klassisches Andenmotiv</figcaption></figure>
<p>Was uns noch auffiel: Obwohl wir ja selbst keine Riesen sind, fühlten wir uns auf einmal richtig groß. Vor allem die älteren Menschen überragten wir um mindestens eine Kopfeslänge. Otavalo zeigte sich &#8211; vom Markt mal abgesehen &#8211; erfreulich untouristisch und bot uns damit einen authentischen Anden-Auftakt.</p>
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		<title>Dschungel-Trekking in Chi Phat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jan 2018 20:35:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kambodscha]]></category>
		<category><![CDATA[Chi Phat]]></category>
		<category><![CDATA[Dschungel]]></category>
		<category><![CDATA[Outdoor]]></category>
		<category><![CDATA[Trekking]]></category>
		<category><![CDATA[Urwald]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einem eher kulturlastigen Programm in Phnom Penh, Angkor und Battambang freuten wir uns darauf, auch die Natur Kambodschas kennenzulernen. Wir fuhren ins Kardamom-Gebirge und besuchten das Öko-Tourismus-Projekt in Chi Phat, welches wie Phnom Tamao von Wildlife Alliance unterstützt wird. Dort unternahmen wir ein 3-tägiges Dschungel-Trekking. Allein das Wort Dschungel riecht schon nach Abenteuer und &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem eher kulturlastigen Programm in Phnom Penh, <a href="http://wittmann-tours.de/die-tempel-von-angkor/">Angkor</a> und Battambang freuten wir uns darauf, auch die Natur Kambodschas kennenzulernen. Wir fuhren ins Kardamom-Gebirge und besuchten das Öko-Tourismus-Projekt in <a href="http://www.chi-phat.org/">Chi Phat</a>, welches wie <a href="http://wittmann-tours.de/kuscheln-mit-elefanten-im-phnom-tamao/">Phnom Tamao</a> von <a href="https://www.wildlifealliance.org/">Wildlife Alliance</a> unterstützt wird. Dort unternahmen wir ein 3-tägiges Dschungel-Trekking. Allein das Wort Dschungel riecht schon nach Abenteuer und wir sollten nicht enttäuscht werden.</p>
<figure id="attachment_1361" aria-describedby="caption-attachment-1361" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-143258-3996-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1361" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-143258-3996-1-1024x683.jpg" alt="Der Dschungel von Chi Phat" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-143258-3996-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-143258-3996-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-143258-3996-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-143258-3996-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1361" class="wp-caption-text">Der Dschungel bei Chi Phat</figcaption></figure>
<p><span id="more-1355"></span></p>
<h2>Von Phnom Penh in den Dschungel</h2>
<p>Schon die Anreise war ein kleines Abenteuer. Wie empfohlen hatten wir eine Busverbindung nach Koh Kong gebucht und zeigten dem Busfahrer auf der Karte Andoung Teuk, wo wir aussteigen mussten. Zum Glück kannte er den Ort. Anscheinend waren wir nicht die Ersten, die dorthin wollten. Fünf Stunden dauerte die Fahrt mit dem Möchtegern-Rennfahrer. Wir waren also sehr erleichtert, endlich kurz vor der Brücke des Phipot-Flusses aussteigen zu dürfen.</p>
<figure id="attachment_1362" aria-describedby="caption-attachment-1362" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-123513-3813-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1362" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-123513-3813-1-1024x683.jpg" alt="Mittagshitze in Andoung Teuk, links das Wartehäuschen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-123513-3813-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-123513-3813-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-123513-3813-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-123513-3813-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1362" class="wp-caption-text">Mittagshitze in Andoung Teuk, links das Wartehäuschen</figcaption></figure>
<p>Dort gab es nicht viel mehr als ein kleines Hüttchen, die Bushaltestelle, wo die Zeit stillzustehen schien. Auf der Landstraße war fast kein Verkehr, und in der brütenden Mittagshitze regte sich auch sonst nichts. In der Bushaltestelle warteten noch einige weitere Touristen und mehrere Einheimische, von denen wir uns nicht sicher waren, ob sie irgendwo hin wollten oder ob sie einfach dort waren. Eine ältere Dame verkaufte Snacks und Erfrischungen.</p>
<p>Dankbar nahmen wir im Schatten Platz. Das Boot nach Chi Phat sollte fahren, sobald die beiden noch fehlenden Reisenden eingetroffen sein würden. So warteten wir auf eine sehr angenehme Art und Weise, die Hütte strahlte eine unbeschreibliche Ruhe aus: Niemand wusste, wie lange es dauern würde, keiner schien etwas vorzuhaben, die Hitze erdrückte jegliche Ambitionen, den Schatten verlassen zu wollen, aber fühlten wir gut aufgehoben dort.</p>
<h2>Willkommen in Chi Phat</h2>
<p>Gut 45 Minuten später kamen in der Tat die beiden weiteren Gäste an. Wir trugen unsere Rucksäcke zum Boot und fuhren flussaufwärts in Richtung Chi Phat. Unterwegs sahen wir trotz knatterndem Außenborder sogar einige Vögel, anfangs in den Mangroven, später in den Bäumen und Sträuchern am Flussufer. In Chi Phat angekommen bezogen wir einen sehr gemütlichen Bungalow, den ein Lehrer des Dorfes auf seinem Grundstück für Gäste gebaut hatte.</p>
<figure id="attachment_1363" aria-describedby="caption-attachment-1363" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-160557-3820-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1363" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-160557-3820-1-1024x683.jpg" alt="Unser gemütlicher Bungalow in Chi Phat" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-160557-3820-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-160557-3820-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-160557-3820-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171212-160557-3820-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1363" class="wp-caption-text">Unser gemütlicher Bungalow in Chi Phat</figcaption></figure>
<p>Nach dem Abendessen nahmen wir unsere Ausrüstung in Empfang: Einen Rucksack, eine Hängematte mit integriertem Moskitonetz und eine Decke. Drei Liter Wasser und ein Frühstückspaket würden wir am Morgen bekommen. Außerdem sollten wir mitnehmen, was wir im Dschungel bräuchten, z.B. Waschzeug, Handtuch, Sonnen- und Insektenschutz. Beim Einpacken nach dem Abendessen versuchten wir uns vorzustellen, was notwendig sein würde. In Anbetracht der Tatsache, dass im Bungalow bereits Scharen von Insekten die Lichtquellen umschwärmten, Mona bei uns im Bad schon mit einem Frosch engere Bekanntschaft geschlossen hatte und es die nächsten beiden Abende keinen Strom geben würde, fragen wir uns, ob wir uns das wirklich gut überlegt hätten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8211; aber es gab kein zurück mehr. Am kommenden Morgen sollte es um 5:30 Uhr losgehen.</p>
<figure id="attachment_1364" aria-describedby="caption-attachment-1364" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171215-204236-2972-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1364" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171215-204236-2972-1-1024x683.jpg" alt="Unser Mitbewohner: Ein Frosch im Bad" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171215-204236-2972-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171215-204236-2972-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171215-204236-2972-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171215-204236-2972-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1364" class="wp-caption-text">Unser Mitbewohner: Ein Frosch im Bad</figcaption></figure>
<h2>Mit dem Boot in die Wildnis</h2>
<p>Morgens vor der Abfahrt trafen wir unsere beiden Begleiter, unseren Guide Mao und den Koch (&#8222;Forest Cook&#8220;) Kirn, beide junge Männer um die 30 Jahre. Die ersten 2 Stunden fuhren wir motorgetrieben im Boot, erst ein Stückchen den Phipot flussabwärts und dann flussaufwärts in einem Seitenarm. Gut 15 Minuten nachdem wir abgelegt hatten, tauchten wir in dichte Nebenbänke ein. Blätter trieben auf der Wasseroberfläche und immer wenn es windstill war, lag ein leicht modriger Geruch in der Luft. Die Sonne brauchte gut eine Stunde, um den Nebel aufzulösen. Bis dahin war es erstaunlich frisch auf dem Boot.</p>
<figure id="attachment_1365" aria-describedby="caption-attachment-1365" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-062550-3874-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1365" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-062550-3874-1-1024x683.jpg" alt="Morgennebel auf dem Phipot-Fluss" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-062550-3874-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-062550-3874-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-062550-3874-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-062550-3874-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1365" class="wp-caption-text">Morgennebel auf dem Phipot-Fluss</figcaption></figure>
<p>Gegen 8 Uhr wechselten wir vom Motorboot in je ein Ruderboot. Bei geringerer Lärmentwicklung hätten wir vielleicht die Möglichkeit, ein paar Tiere zu beobachten.</p>
<figure id="attachment_1366" aria-describedby="caption-attachment-1366" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-081240-3960-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1366" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-081240-3960-1-1024x683.jpg" alt="Tierbeobachtung vom Ruderboot aus" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-081240-3960-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-081240-3960-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-081240-3960-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-081240-3960-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1366" class="wp-caption-text">Tierbeobachtung vom Ruderboot aus</figcaption></figure>
<p>In der Tat turnten ein paar Eichhörnchen, rotbraune und  größere schwarze, durch die Bäume. Außerdem sahen wir einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nashornv%C3%B6gel">Nashornvogel</a>, grüne Papageien und einige andere schwer bestimmbare Vögel, die den Tag begrüßten.</p>
<figure id="attachment_1367" aria-describedby="caption-attachment-1367" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-082806-2899-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1367" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-082806-2899-1-1024x683.jpg" alt="Ein schwarzes Dschungelhörnchen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-082806-2899-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-082806-2899-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-082806-2899-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-082806-2899-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1367" class="wp-caption-text">Ein schwarzes Dschungelhörnchen</figcaption></figure>
<h2>Zu Fuß durch den Dschungel</h2>
<p>Nach gut 45 Minuten legten wir an. Ab jetzt ging es zu Fuß weiter. Mao führte unsere Vierergruppe, in der linken Hand einen Stock und in der rechten eine Art Machete. Diese verwendet er, um immer wieder den Weg freizumachen. Er kürzte Äste und Gräser. Wurzeln, die vorwitzig über den  Pfad verliefen und zu Stolperfallen werden konnten, durchtrennte er mit seinem Universalwerkzeug.</p>
<figure id="attachment_1368" aria-describedby="caption-attachment-1368" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-095322-4029-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1368" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-095322-4029-1-1024x683.jpg" alt="Mao und seine Machete machen den Weg frei" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-095322-4029-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-095322-4029-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-095322-4029-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-095322-4029-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1368" class="wp-caption-text">Mao und seine Machete machen den Weg frei</figcaption></figure>
<p>Trotz noch moderater Temperaturen im Schatten der Bäume dauerte es nicht mal 20 Minuten, bis wir komplett durchgeschwitzt waren. Das Gute daran war, dass die Kleidung uns auf diese Weise angenehm kühlte. Unterwegs hielten  wir immer wieder an, da Mao uns interessante Flora und Fauna zeigte: Giftige Pilze, gigantische Spinnen und Heilpflanzen.</p>
<figure id="attachment_1369" aria-describedby="caption-attachment-1369" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-095909-2905-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1369" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-095909-2905-1-1024x683.jpg" alt="Mit den Beinen ist die Spinne ungefähr so groß wie Eure Hand" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-095909-2905-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-095909-2905-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-095909-2905-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-095909-2905-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1369" class="wp-caption-text">Mit den Beinen ist diese Spinne ungefähr so groß wie Eure Hand</figcaption></figure>
<p>Bei der ersten richtigen Pause bemerkte Mona, dass sich an ihrem Knöchel ein kleiner Blutegel befand. Diese possierlichen Tiere stehen wirklich aufgerichtet auf den Wegen und warten auf eine Nahrungsquelle. Auf Maos Anraten durften wir ausprobieren, dass unser DEET-haltiges Insektenspray, wie auf der Dose angegeben, auch wunderbar gegen solche Blutsauger half. Ein ordentlicher Sprühstoß und der Egel ließ los, krümmte sich und regte sich nicht mehr.</p>
<p>Der Höhepunkt des Morgens waren die Gibbons, deren Gesang wir zunächst in der Ferne hörten (Eine Klangprobe findet ihr ganz unten im Artikel). Je weiter wir gingen, desto deutlicher vernahmen wir ihre Rufe und dann hatte Mao sie hoch oben in den Bäumen erspäht: Ein schwarzes Männchen und ein helles Weibchen mit einem jungen Äffchen. Behände schwangen sie sich durch die Bäume, bis sie nach einiger Zeit verschwanden.</p>
<figure id="attachment_1370" aria-describedby="caption-attachment-1370" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-092920-2545-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1370" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-092920-2545-1-1024x683.jpg" alt="Ein Kappengibbon, im Dschungel haben wir sie zwar gesehen, aber für ein Foto hat es nicht gereicht. Dieses Bild stammt aus dem Tierpark bei Kbal Spean." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-092920-2545-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-092920-2545-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-092920-2545-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-092920-2545-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1370" class="wp-caption-text">Ein weiblicher Kappengibbon. Im Dschungel haben wir sie zwar gesehen, aber für ein Foto hat es nicht gereicht. Dieses Bild stammt aus dem Angkor Center for Conservation of Biodiversity (ACCB) bei Kbal Spean.</figcaption></figure>
<h2>Früher Holz und Jagd, heute Öko-Tourismus</h2>
<p>Die Wege, auf denen wir gingen, werden heute in erster Linie für den Tourismus genutzt. Früher dienten sie dem Transport von Holz, oder Jäger bewegten sich auf ihnen. Der Wald von Chi Phat ist seit ca. 15 Jahren geschützt. Das erklärt, warum er zwar wie ein Primärwald wirkt, alte Bäume jedoch fehlen.</p>
<figure id="attachment_1371" aria-describedby="caption-attachment-1371" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-075804-4015-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1371" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-075804-4015-1-1024x683.jpg" alt="Dichter Dschungel ohne Baumriesen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-075804-4015-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-075804-4015-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-075804-4015-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-075804-4015-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1371" class="wp-caption-text">Dichter Dschungel, jedoch ohne Baumriesen</figcaption></figure>
<p>Auch unsere beiden Begleiter waren früher noch mit ihren Vätern im Dschungel unterwegs gewesen, um zu jagen. Daher kannten die beiden den Regenwald wie ihre Westentasche und konnten uns ständig etwas Neues zeigen. Wenn man zum Beispiel die gut 10 cm dicken Äste einer bestimmten Pflanze mit der Machete entfernt und aufhackt, so kann man das darin enthaltene Wasser wie aus einem Gefäß trinken &#8211; erstaunlich! Heute sind die Beiden überzeugte Umwelt- und Tierschützer, da sie erkannt haben, dass ein intakter Wald für sie wertvoller ist als ein zerstörter.</p>
<figure id="attachment_1372" aria-describedby="caption-attachment-1372" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-091736-2526-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1372 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-091736-2526-1-1024x683.jpg" alt="Ein Hornbill, ebenfalls ein Gastfoto aus dem Tierpark bei Kbal Spean. Die Hornbills fliegen in freier Wildbahn über dem Blätterdach, und oft hört man nur die charakteristischen Fluggeräusche." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-091736-2526-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-091736-2526-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-091736-2526-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171207-091736-2526-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1372" class="wp-caption-text">Ein Nashornvogel, ebenfalls ein Gastfoto aus dem ACCB bei Kbal Spean. Diese großen Vögel fliegen in freier Wildbahn oberhalb des Blätterdaches, so daß man oft nur die charakteristischen Fluggeräusche hört.</figcaption></figure>
<p>Die Mittagspause verbrachten wir an einem kleinen Fluss. In einem tieferen Becken des Stromes konnte man sich wunderbar im kühlen Wasser erfrischen. Es gab dort viele Schmetterlinge in allen erdenklichen Farben und Größen, kleine Zitronenfalter, orangefarbene, neongrün leuchtende, blau oder gelb gemusterte. Sie fühlten sich anscheinend von unseren Rucksäcken angezogen und ließen sich gerne darauf nieder. Einige landeten sogar auf unseren Armen und Händen und schienen den salzigen Schweiß aufzusaugen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_1373" aria-describedby="caption-attachment-1373" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-113129-3971-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1373" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-113129-3971-1-1024x683.jpg" alt="Kamera mit Schmetterlingseffekt" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-113129-3971-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-113129-3971-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-113129-3971-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-113129-3971-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1373" class="wp-caption-text">Kamera mit Schmetterlingseffekt</figcaption></figure>
<h2>Im Dschungel-Camp</h2>
<p>Gegen 15 Uhr erreichten wir unser Nachtlager: eine Lichtung mit überdachten, auf Stelzen stehenden Plattformen, wo wir unsere Hängematten aufhängen konnten. Außerdem gab es Bänke und einen Tisch, die aus dünnen runden Holzstecken gebaut waren, und ein wenig einladendes Klohäuschen. Außerdem plätscherte ein kleiner Fluss in direkter Nachbarschaft, in dem wir Staub und Schweiß des Tages abwaschen konnten.</p>
<figure id="attachment_1374" aria-describedby="caption-attachment-1374" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-145208-3997-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1374 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-145208-3997-1-1024x683.jpg" alt="Das Dschungel-Camp am ersten Tag" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-145208-3997-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-145208-3997-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-145208-3997-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-145208-3997-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1374" class="wp-caption-text">Das Dschungel-Camp am ersten Tag</figcaption></figure>
<p>Pünktlich nachmittags um 16 Uhr machte der Regenwald seinem Namen alle Ehre. Erst fielen einige wenige dicke Tropfen, die auf das Wellblechdach unserer Unterkunft klopften. Kurze Zeit später regnete es in Strömen, vielleicht eine Stunde lang.</p>
<figure id="attachment_1375" aria-describedby="caption-attachment-1375" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-064623-4011-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1375" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-064623-4011-1-1024x683.jpg" alt="Idyllische Badestelle" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-064623-4011-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-064623-4011-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-064623-4011-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-064623-4011-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1375" class="wp-caption-text">Idyllische Badestelle</figcaption></figure>
<p>Abends gingen die Tage schnell zu Ende. Der Sonnenuntergang fand gegen 17:45 Uhr statt und spätestens um 18:15 Uhr war es dunkel. Kirn servierte das Abendessen entsprechend früh, um bei der Zubereitung das Tageslicht noch ausnutzen zu können. Nach dem Essen war es dunkel, nur der Schein unserer Stirnlampen erhellte das Camp. Der Dschungel jedoch ging nicht Schlafen. Ganz im Gegenteil, mit einsetzender Dunkelheit startete das Konzert der Zikaden, und auch viele andere Tiere wurden aktiv.</p>
<figure id="attachment_1376" aria-describedby="caption-attachment-1376" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-174043-4052-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1376" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-174043-4052-1-1024x683.jpg" alt="Die Stirnlampen waren die einzigen Lichtquellen nach Sonnenuntergang" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-174043-4052-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-174043-4052-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-174043-4052-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-174043-4052-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1376" class="wp-caption-text">Die Stirnlampen waren die einzigen Lichtquellen nach Sonnenuntergang</figcaption></figure>
<h2>Die Nacht im dunklen Wald</h2>
<p>Eine Überraschung präsentierte uns Mao mit Hilfe unserer Stirnlampen. Leuchtete man auf den Boden, so sah man an vielen Stellen glänzende Punkte verteilt. Bei genauem Hinsehen entpuppten sie sich nicht als Reflexionen von Regentropfen, sondern von Augen, und sie waren überall. Sie gehörten zu kleinen Spinnen, die überall auf Beute lauerten, für uns allerdings harmlos waren. Trotzdem sind geschlossene Schuhe sehr zu empfehlen ;).</p>
<figure id="attachment_1377" aria-describedby="caption-attachment-1377" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-192250-4070-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1377" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-192250-4070-1-1024x683.jpg" alt="Funkelnde Augen in der Nacht: Solche Spinnen saßen überall auf dem Boden" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-192250-4070-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-192250-4070-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-192250-4070-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-192250-4070-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1377" class="wp-caption-text">Funkelnde Augen in der Nacht: Solche Spinnen saßen überall auf dem Boden</figcaption></figure>
<p>Aufdringlicher waren die fliegenden Insekten, Mücken, Falter und Motten. Sie alle fanden die wenigen Lichter unwiderstehlich. So war der einzige Ort, an dem wir ungestört lesen konnten, unsere Hängematte mit dem Moskitonetz. Hübsch dagegen waren einige Glühwürmchen, die uns am zweiten Abend umschwebten.</p>
<figure id="attachment_1378" aria-describedby="caption-attachment-1378" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-190307-4001-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1378" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-190307-4001-1-1024x683.jpg" alt="Hängematte mit Moskitonetz" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-190307-4001-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-190307-4001-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-190307-4001-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171213-190307-4001-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1378" class="wp-caption-text">Hängematte mit Moskitonetz</figcaption></figure>
<p>Spätestens um 21 Uhr waren alle Lampen aus und unsere Äuglein zugefallen. Die Hängematte war erstaunlich bequem :). Für uns beide war es eine neue Erfahrung, eine Nacht in der Hängematte zu verbringen. Nach dem Regen und durch die hohe Luftfeuchtigkeit wurde es im Laufe der Nacht erstaunlich kühl, so dass unsere Decken uns gute Dienste leisteten.</p>
<p>Die Morgendämmerung setzte ab 5:30 Uhr ein und Sonnenaufgang war gegen 6 Uhr. Auch die Geräuschkulisse des Dschungels veränderte sich wieder. Das Konzert der Zikaden verstummte und die Vögel fingen an zu singen (manche ziemlich laut). So brauchten wir keinen Wecker, um für das Frühstück um 7 Uhr bereit zu sein.</p>
<figure id="attachment_1379" aria-describedby="caption-attachment-1379" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-071330-2939-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1379" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-071330-2939-1-1024x683.jpg" alt="Gut getarnte Spinne" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-071330-2939-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-071330-2939-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-071330-2939-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-071330-2939-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1379" class="wp-caption-text">Gut getarnte Spinne</figcaption></figure>
<h2>Das Mikroklima im Regenwald</h2>
<p>Insgesamt war das Klima im Dschungel feucht. Morgens gab es eine Art Morgennebel, als hätte der Wald während der Nacht die ganze Luftfeuchtigkeit aufgesogen und würde sie zu Beginn des Tages wieder abgeben. Während unserer Tage im Dschungel schloss sich der Kreislauf abends durch kräftige Regenfälle, obwohl offiziell Trockenzeit war. Klamotten, die über Nacht draußen gehangen hatten (d.h. außerhalb der Hängematte) waren morgens nicht nur klamm, sondern eher feucht.</p>
<p>Tagsüber wurde es im Dschungel nicht sehr heiß, da es fast überall schattig war, trotzdem erreichten die Temperaturen bestimmt 30 Grad. Der Wald konnte die Luftfeuchtigkeit halten und es war sehr schwül, so dass wir beim Wandern schnell wieder ins Schwitzen gerieten. Oder anders ausgedrückt: So richtig trocken war unsere Kleidung fast nie. Das machte bei der Wärme jedoch nichts aus.</p>
<figure id="attachment_1380" aria-describedby="caption-attachment-1380" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-102228-4031-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1380" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-102228-4031-1-1024x683.jpg" alt="Dschungel-Fluss" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-102228-4031-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-102228-4031-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-102228-4031-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-102228-4031-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1380" class="wp-caption-text">Dschungel-Fluss</figcaption></figure>
<p>Am zweiten Tag verließen wir den Wald auf ein paar Abschnitten. Wir besuchten ein Wasserloch (wo wir hätten Tiere beobachten können, wenn sie zum Trinken gekommen wären) und wanderten über eine Grasebene und durch eine Bananen-Plantage. Dort spürten wir den Unterschied im Klima im Vergleich zum Regenwald sofort: Die Luft war trockener, es war mindestens 3 Grad heißer, und die Sonne brannte vom Himmel.</p>
<figure id="attachment_1381" aria-describedby="caption-attachment-1381" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-092518-4023-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1381" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-092518-4023-1-1024x683.jpg" alt="Außerhalb des Waldes war es sofort wesentlich heißer" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-092518-4023-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-092518-4023-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-092518-4023-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-092518-4023-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1381" class="wp-caption-text">Außerhalb des Waldes war es sofort wesentlich heißer.</figcaption></figure>
<h2>Der Dschungel war ein Erlebnis</h2>
<p>Der Regenwald ist ein einmaliges Ökosystem, das wir 3 Tage lange hautnah mit allen Sinnen erleben durften. Erstaunlicherweise hörten wir im Dschungel fast mehr als wir sahen. Durch den Wettlauf der Pflanzen nach einem Platz an der Sonne ist der Wald extrem dicht, zuweilen fast schon zweidimensional, da die Begrenzung des Weges eine fast undurchdringliche Vegetationsmauer ist. Regnet es tagsüber ein wenig, so tröpfelt es oben in den Blättern, aber unten am Boden kommen keine Tropfen an. Wenn ein großer Vogel, z.B. ein Nashornvogel über uns flog, hörten wir zuerst sein typisches Flügelschlagen. Mit etwas Glück sahen wir ihn auch durch das Blätterdach, manchmal in der Sonne auch sein schwarz-weißes Federkleid. Auch von den Affen haben wir wesentlich mehr gehört als gesehen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/ZaWCfYBAR_g" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Das Wandern in der feuchten Wärme war anstrengend. Dennoch genossen wir die grüne Wildnis, die einsamen Schlafplätze, die wildromantischen Badestellen, die Begegnungen mit den Affen und Vögeln und die Geräusche des Waldes. Trotzdem waren wir nach 3 Tagen froh, wieder unseren Bungalow beziehen zu dürfen, wo wir Solarstrom und aus dem Wasserhahn fließendes Nass hatten, das Bad mit unserem Frosch teilten und die Geckos sich um die Dezimierung der Moskitos verdient machten.</p>
<figure id="attachment_1382" aria-describedby="caption-attachment-1382" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-120222-2951-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1382" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-120222-2951-1-1024x683.jpg" alt="Der hübscheste Gecko in Chi Phat" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-120222-2951-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-120222-2951-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-120222-2951-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20171214-120222-2951-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1382" class="wp-caption-text">Der hübscheste Gecko in Chi Phat</figcaption></figure>
<p>Chi Phat ist ein sehr interessantes und anscheinend erfolgreiches Öko-Tourismus-Projekt. Hier sind aus manchen Jägern Tierschützer geworden und eine ganze Dorfgemeinschaft profitiert von den Einnahmen, nicht nur einige wenige Unternehmer. Wir wünschen den freundlichen Bewohnern von Chi Phat, dass sie auch in Zukunft ihre kostbarste Ressource, den Wald und die Tiere, schützen können.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/dschungel-trekking-in-chi-phat/">Dschungel-Trekking in Chi Phat</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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