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	<title>Verkehr - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Verkehr - Wittmann Tours</title>
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		<title>Wie war Indien?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2020 00:01:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Indien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Indien war aufregend, laut, bunt, trubelig, Indien stank, duftete nach Rosen, Indien war religiös und spirituell, Indien war kompliziert, bürokratisch, gleichzeitig aber auch hemdsärmelig und spontan, arm und reich, freundlich und gleichgültig. Indien war vieles zugleich und die größten Gegensätze schienen direkt nebeneinander zu existieren. Die Nation stellt ein Universum für sich dar und war &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/wie-war-indien/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wie war Indien?“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Indien war aufregend, laut, bunt, trubelig, Indien stank, duftete nach Rosen, Indien war religiös und spirituell, Indien war kompliziert, bürokratisch, gleichzeitig aber auch hemdsärmelig und spontan, arm und reich, freundlich und gleichgültig. Indien war vieles zugleich und die größten Gegensätze schienen direkt nebeneinander zu existieren. Die Nation stellt ein Universum für sich dar und war … eben indisch.</p>
<figure id="attachment_4631" aria-describedby="caption-attachment-4631" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-110645-3764.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-4631 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-110645-3764-1024x683.jpg" alt="Indien hat uns extrem gut gefallen und wir genossen die Begegnungen mit vielen freundlichen Indern." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-110645-3764-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-110645-3764-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-110645-3764-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-110645-3764-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-110645-3764.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4631" class="wp-caption-text">Indien hat uns extrem gut gefallen und wir genossen die Begegnungen mit vielen freundlichen Indern.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4635"></span></p>
<h2>Ein Kosmos für sich</h2>
<p>Nachdem wir mit gemischten Gefühlen aus <a href="http://wittmann-tours.de/wie-war-aethiopien/">Äthiopien</a> abgereist waren, flammte in Indien unser Reisefieber schlagartig wieder auf. Was aber war so besonders an Indien? Zu Anfang war es bestimmt die Reizüberflutung, das Feuerwerk aus sich überstürzenden Eindrücken, die hupenden Autos, der quirlige Verkehr, das bunte Treiben auf den Straßen. Überall pulsierte das volle Leben und wir erlebten Kolkata dreidimensional und mit allen Sinnen. In diesem sympathischen und kreativen Chaos erscheint Indien sehr authentisch und besitzt seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter.</p>
<figure id="attachment_4632" aria-describedby="caption-attachment-4632" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-185614-3086.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4632" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-185614-3086-1024x683.jpg" alt="Straßenszene aus Kolkata" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-185614-3086-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-185614-3086-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-185614-3086-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-185614-3086-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-185614-3086.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4632" class="wp-caption-text">Straßenszene aus Kolkata</figcaption></figure>
<p>Indien ist, mehr als jedes andere Land auf unserer Reise (einzige Ausnahme vielleicht Japan), ganz anders, ein vollkommen eigener Kosmos mit seinen landestypischen Gesetzmäßigkeiten und Gebräuchen. Das fängt mit Geschichte und Kultur an, setzt sich in Religion und alltäglicher Spiritualität fort, manifestiert sich in einer phantastischen Küche, die sich von jeder anderen auf der Welt unterscheidet, und wird sogar im Straßenverkehr sichtbar. Damit meinen wir nicht die scheinbar chaotische Betriebsamkeit auf den Straßen (denn eine solche herrscht in vielen anderen Ländern auch), sondern die Fahrzeuge. Indien besitzt eigene Marken wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mahindra_%26_Mahindra_Limited">Mahindra</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bajaj_Auto">Bajaj</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tata_Motors">Tata</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hindustan_Motors">Hindustan Motors</a>, denen man im Alltag überall begegnet.</p>
<figure id="attachment_4633" aria-describedby="caption-attachment-4633" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181108-092739-3186.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4633 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181108-092739-3186-1024x683.jpg" alt="Tata Motors ist der größte Automobilhersteller in Indien und die Fahrzeuge sind damit auf den Straßen sehr präsent." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181108-092739-3186-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181108-092739-3186-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181108-092739-3186-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181108-092739-3186-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181108-092739-3186.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4633" class="wp-caption-text">Tata Motors ist der größte Automobilhersteller in Indien und die Fahrzeuge sind damit auf den Straßen sehr präsent.</figcaption></figure>
<p>Zudem trug die Tatsache, dass wir nur wenig auf touristischen Trampelpfaden unterwegs waren, sehr zu diesem Reisegefühl bei. Wir tauchten einfach in den indischen Alltag ein und waren oft genug nur zwei weitere Menschen auf der Straße. Immer wieder kam es auch zu freundlichen Begegnungen und interessantem Austausch mit den Einheimischen. In Indien fungierten wir als unsere eigenen Reiseleiter, mit allen Vor- und Nachteilen. Die Organisation gestaltete sich nicht immer einfach, aber trotz, oder gerade wegen der indischen Bürokratie (ein Erbe aus der englischen Kolonialzeit?) war unsere Reise gut planbar. Bei der Kommunikation vor Ort erwies sich auf jeden Fall die englische Sprache als sehr hilfreich, die die Briten dem Land hinterlassen haben.</p>
<h2>Indian English</h2>
<p>Das geht soweit, dass die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_Indiens">indische Verfassung</a> auf Englisch geschrieben ist. Darin steht dann allerdings kurioserweise: &#8222;The official language of the Union shall be Hindi&#8220; (<a href="https://www.india.gov.in/sites/upload_files/npi/files/coi_part_full.pdf">Teil XXVII, 343 (1)</a>). Die Durchdringung des Alltagslebens vom Englischen ist unserer Erfahrung nach deutlich ausgedehnter, als es die offiziellen Statistiken vermuten lassen. Angeblich sprechen nur <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Indian_English#Status">etwa 10% der Inder</a> Englisch und für kaum einen indischen Staatsbürger stellt Englisch die Muttersprache dar. Wir haben trotzdem im Land keine wesentliche Sprachbarriere wahrgenommen. Englisch ist allerdings nicht gleich Englisch, die Inder sprechen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Indian_English">Indian English</a>. Es zeichnet sich durch einen typischen Singsang, eine andere <a href="https://www.youtube.com/watch?v=z7MIyQS9p5E">Betonung und Aussprache</a> und darüber hinaus durch eine spezielle Wortwahl aus. But in this particular blogpost, we will not give specific references as to the above.</p>
<figure id="attachment_4634" aria-describedby="caption-attachment-4634" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2302.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4634 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2302-1024x768.jpg" alt="Für uns Westler unlesbar bis auf die Zahlen und selbst die sehen ungewohnt aus." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2302-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2302-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2302-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2302-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2302.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4634" class="wp-caption-text">Für uns Westler unlesbar bis auf die Zahlen und selbst die sehen ungewohnt aus.</figcaption></figure>
<p>Nicht nur die Wörter sind anders, Indien zählt auch anders. Zahlen sind nicht metrisch, nicht imperial, sondern indisch, allerdings merkt man es erst bei <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Indian_English#Numbering_system">größeren Zahlen</a>. Hunderttausend, also 100.000, schreibt man in Indien als 1.00.000, was für unsere westlichen Augen sehr ungewohnt aussieht. In Indien ist diese Zahl zudem nicht &#8222;Hunderttausend&#8220;, sondern ein &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lakh">Lakh</a>&#8222;. Immer mit 2 weiteren Ziffern ändert sich die Bezeichnung. 10 Mio. werden zu einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Crore">Crore</a> und 1 Mrd. zu einem Arab oder 100 Crore.</p>
<h2>Nonverbale Kommunikation</h2>
<p>Auch in der nonverbalen Kommunikation gibt es Besonderheiten, allen voran den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Head_bobble">Head Wobble</a>, eine typische Kopfbewegung, deren Bedeutung für uns Westler schwierig einzuschätzen ist. Wenn ein Inder seinen Kopf wiegt, kann dies je nach Kontext Zustimmung, Aufmerksamkeit, aber auch Skepsis oder Ablehnung ausdrücken. Der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=0RaBxH_MKQI">Head Wobble</a> ist für uns oft nicht einfach zu deuten…</p>
<figure id="attachment_4636" aria-describedby="caption-attachment-4636" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181113-074224-3372.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4636 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181113-074224-3372-1024x683.jpg" alt="Mittendrin im indischen Verkehr" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181113-074224-3372-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181113-074224-3372-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181113-074224-3372-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181113-074224-3372-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181113-074224-3372.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4636" class="wp-caption-text">Mittendrin im indischen Verkehr</figcaption></figure>
<p>Eine andere Form der nonverbalen Interaktion ist das Anstehen in einer Warteschlange. Wir haben die Inder durchgehend als sehr höfliche Menschen wahrgenommen, das Anstehen funktioniert allerdings ziemlich opportunistisch. Dies ist in der Realität nicht böse gemeint, sondern einfach Teil des Rituals. Kaum hat man nicht aufgepasst, wird man in dem breiten Band von sich langsam nach vorne schiebenden Leuten nach hinten durchgereicht. Ohne sanften, aber bestimmten Körpereinsatz und die Entschlossenheit, seinen Platz zu verteidigen, kann sich das Anstehen sehr lange hinziehen. Am Bahnhof von Khajuraho oder am U-Bahn-Ticketschalter in Kolkata zum Beispiel befanden wir uns weniger in einer Schlange als vielmehr in einer Menschentraube. Etwas Ähnliches spielt sich auch an einer roten indischen Ampel ab, wo sich gerne noch ein paar Tuktuks zwischen die Autos und ein paar Motorräder zwischen die Tutuks und ein paar Fahrräder zwischen die Motorräder schieben.</p>
<h2>Indien war laut &#8211; Blow Horn!</h2>
<p>Es geht laut zu, während sich solch ein Pulk von verschiedensten Fahrzeugen vor einer indischen Ampel formiert. Wenn bei uns der Gebrauch der Hupe streng reglementiert (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__16.html">StVO §16 Warnzeichen</a> und <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__55.html">StVZO § 55 Einrichtungen für Schallzeichen</a>) und mit Strafen für nicht konformen Gebrauch belegt ist, so scheint in Indien das Hupen überlebenswichtig &#8211; für Fahrer und Passanten. Ähnlich wie beim Head Wobble kann ein &#8222;Määp, määääp&#8220; viele Dinge bedeuten und nicht nur &#8222;Platz da!&#8220;. Vielmehr signalisiert die Hupe außerdem die eigene Position als akustisches Signal, als Hinweis &#8222;Hier komme ich!&#8220; oder &#8222;Vorsicht!&#8220;.</p>
<p>Viele Fahrer schienen ihre Hupe auch unter dem Eindruck einzusetzen, ihr Signal würde ein Dimensionstor im dichten Verkehr öffnen, durch das man mit annähernd Lichtgeschwindigkeit fahren könne. Vollgas, Hupe, ein bisschen Slalom, und noch mal voll auf die Hupe und weiter im Vertrauen, dass schon alle rechtzeitig zur Seite springen werden (das Karma eines jeden ist ohnehin festgelegt), so schlängelt man sich durch den Verkehrsreigen. Es ist ein sich immer wiederholendes Wunder, dass dabei nicht mehr Unfälle geschehen. Während unserer gesamten Zeit in Indien haben wir bewusst keinen Zusammenstoß mitbekommen.</p>
<figure id="attachment_4637" aria-describedby="caption-attachment-4637" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-062650-7189.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4637" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-062650-7189-1024x683.jpg" alt="Blow Horn! Let yourself be heard!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-062650-7189-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-062650-7189-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-062650-7189-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-062650-7189-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181120-062650-7189.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4637" class="wp-caption-text">Blow Horn! Let yourself be heard!</figcaption></figure>
<p>Das Hupen bedeutet meist auch keinen aggressiven Hinweis, es wird nur als den Verkehr unterstützendes Signal eingesetzt, keiner schimpft oder gestikuliert, selbst bei den unmöglichsten Manövern. Schallzeichen sind sogar erwünscht und viele (langsam fahrende) Lkws fordern hinter ihnen fahrende Autos zum Hupen auf (&#8222;Blow horn!&#8220;).</p>
<h2>Die indische Bürokratie</h2>
<p>Vielleicht versucht die indische Bürokratie ja einfach nur (mehr oder weniger vergeblich), das Land in ein verständliches, ordnendes Korsett zu pressen? Was war denn nun nach den <a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-indien/">ersten Eindrücken</a> während unserer Reise aus der indischen <a href="https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/ole-witt-fotoserie-ueber-indische-buerokratie-a-1211359.html">Herrschaft der Verwaltung</a> geworden? Im Alltag bemerkten wir davon (zum Glück) sehr wenig, aber immer wieder nahmen wir Hinweise darauf wahr. Eine ihrer Manifestation waren zum Beispiel die übergroßen Registrierungsbücher, die in jedem Hotel und bei vielen Sehenswürdigkeiten auslagen. Groß bedeutet zugeklappt in etwa <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Papierformat#ISO-_und_DIN-Papierformate">A2 und geöffnet A1</a>.</p>
<figure id="attachment_4638" aria-describedby="caption-attachment-4638" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2350.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4638 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2350-1024x768.jpg" alt="Alle Hotels führten solch ein riesiges Registrierungsbuch." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2350-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2350-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2350-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2350-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2350.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4638" class="wp-caption-text">Alle Hotels führten solch ein riesiges Registrierungsbuch.</figcaption></figure>
<p>Auf unseren Inlandsflügen konnten wir in der Regel nicht online einchecken, da wir unsere Flüge mit einer internationalen Kreditkarte bezahlt hatten. In den Buchungsbedingungen stand immer, dass man sie am Flughafen vorzeigen müsse. Warum, Weshalb, Wieso? Keine Ahnung, aber so waren nun mal die Vorschriften. Tatsächlich fand diese Kontrolle nur mit einem kurzen, prüfenden Blick statt und auch ein Foto der Kreditkarte auf dem Smartphone war vollkommen ausreichend.</p>
<figure id="attachment_4639" aria-describedby="caption-attachment-4639" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2233.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4639 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2233-768x1024.jpg" alt="Die Regeln bei Air India: Kokosnüsse im Gepäck verboten!" width="525" height="700" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2233-768x1024.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2233-225x300.jpg 225w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2233-1152x1536.jpg 1152w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2233.jpg 1200w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4639" class="wp-caption-text">Die Regeln bei Air India: Kokosnüsse im Gepäck verboten!</figcaption></figure>
<p>Ob es an der Bürokratie liegt oder an etwas anderem, ist schwer zu sagen, aber manche vermeintlich einfachen Dinge waren in Indien ständig ein Problem, zum Beispiel das Geldabheben, unabhängig von der Bank. Geldautomaten funktionierten nicht und verrieten uns nicht, wo das Problem lag. Akzeptierte das Gerät keine internationalen Karten, war das Tageslimit anders eingestellt oder der Automat leer? Ein kontinuierliches Rätsel… Fakt ist, dass wir (fast) immer mehrere Geldautomaten ausprobieren mussten, bis wir unsere Rupien in Händen hielten, darauf konnten wir uns verlassen und auch darauf, dass es schließlich immer irgendwo funktionierte.</p>
<h2>Indien ist Indien</h2>
<p>Der indische Kosmos erschien sehr konsistent und authentisch. Wie es uns bereits in Varanasi aufgefallen war, sahen wir zum Beispiel erstaunlich wenige internationale Marken, deren Werbung oder auch weltweit bekannte Ketten. Klar bekommt man Coca Cola (wenn man nicht <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lassi">Lassi</a> vorzieht) und die Smartphones im Land werden von Samsung oder Apple hergestellt, aber dort, wo wir unterwegs waren, dominierten mit überwältigender Mehrheit indische Geschäfte und Speiselokale. Das überraschte uns nicht, da es überall sehr gutes Essen für wenig Geld gab. Selbst in sehr guten Restaurants bezahlten wir nicht mehr als 200-350 Rupien (2-3 Euro) pro Gericht. Und dafür bekommt man in bester Lage mit gutem Service und schönem Ambiente ein vollständiges Gericht serviert und kein Fast Food in der Papp- bzw. Styroporverpackung.</p>
<figure id="attachment_4640" aria-describedby="caption-attachment-4640" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2329.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4640" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2329-1024x768.jpg" alt="Ein köstliches vegetarisches Thali mit Boondi Raita" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2329-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2329-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2329-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2329-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2329.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4640" class="wp-caption-text">Ein köstliches vegetarisches Thali mit Boondi Raita</figcaption></figure>
<p>Es heißt, entweder man liebt Indien oder man hasst es. Vielleicht ist es eher so, dass man sich auf die Achterbahnfahrt einlassen kann oder eben nicht. Sobald wir am Flughafen von Kolkata in ein Taxi gestiegen waren, ging diese rasante und abwechslungsreiche Konfrontation mit Gegensätzen für uns los. Chaotischer Alltag mit absurd komplizierten Regeln (der Straßenverkehr in Kolkata), Kühe teilten sich die Straße mit modernen SUVs, Spiritualität traf auf guten Geschäftssinn, all das war Indien. Es passte in kein Schema und war immer wieder aufs Neue aufregend. Vielleicht hat Indien uns auch deshalb so gut gefallen.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/wie-war-indien/">Wie war Indien?</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/wie-war-indien/">Wie war Indien?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Wie war Äthiopien?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2020 00:01:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In Äthiopien begegneten uns viele Gegensätze. Die Menschen sind materiell sehr arm, das Land aber ist unglaublich reich an Kulturschätzen. In Äthiopien erreicht das Thermometer am tiefsten Punkt Afrikas konstant so hohe Temperaturen wie sonst nirgendwo auf unserem Planeten. Dafür war es im Hochland mit einem der höchsten Gebirgszüge Afrikas erstaunlich kühl. Trotz vieler einzigartiger &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/wie-war-aethiopien/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wie war Äthiopien?“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Äthiopien begegneten uns viele Gegensätze. Die Menschen sind materiell sehr arm, das Land aber ist unglaublich reich an Kulturschätzen. In Äthiopien erreicht das Thermometer am tiefsten <a href="http://wittmann-tours.de/dallol-der-heisseste-ort-der-welt">Punkt Afrikas</a> konstant so hohe Temperaturen wie sonst nirgendwo auf unserem Planeten. Dafür war es im Hochland mit einem der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hochland_von_Abessinien">höchsten Gebirgszüge</a> Afrikas erstaunlich kühl. Trotz vieler einzigartiger Erlebnisse und Sehenswürdigkeiten gab es auch einige Wermutstropfen. Damit fällt unser Fazit zu Äthiopien eher gemischt aus. Warum? Weil wir keine Verbindung zu den Äthiopiern gefunden haben (oder sie zu uns).</p>
<figure id="attachment_4348" aria-describedby="caption-attachment-4348" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4348 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-1024x683.jpg" alt="Grün, Gelb und Rot sind die Landesfarben Äthiopiens und die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist mit ihren Regeln, Geboten und Feiertagen nicht aus dem Alltag der Menschen wegzudenken." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4348" class="wp-caption-text">Grün, Gelb und Rot sind die Landesfarben Äthiopiens und die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist mit ihren Regeln, Geboten und Feiertagen nicht aus dem Alltag der Menschen wegzudenken.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4349"></span></p>
<h2>Die Ferenji auf Reisen</h2>
<p>In unseren drei Wochen im Norden Äthiopiens können wir uns an kein noch so kurzes freundliches und spontanes Gespräch mit einem Äthiopier erinnern, der nicht hoffte, uns Geld zu entlocken, bzw. den wir nicht bezahlt hätten. Klingt komisch? Vielleicht, aber in allen anderen Ländern auf unserer Weltreise gab es solche Begegnungen, teils trotz massiver Sprachbarrieren. In Äthiopien sind wir immer die Ausländer, die Ferenji, geblieben. Wir wollen uns keinen romantischen Illusionen des Reisens hingeben, aber ausnahmslos jeder Kontakt lief darauf hinaus, dass uns jemand nach Geld gefragt hat.</p>
<figure id="attachment_4350" aria-describedby="caption-attachment-4350" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4350 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-1024x683.jpg" alt="Wir haben viele nette Menschen in Äthiopien getroffen, aber letztendlich haben wir immer dafür bezahlt. An einem Abend in Lalibela haben wir mit einer äthiopischen Familie gekocht und gespeist." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4350" class="wp-caption-text">Wir haben viele nette Menschen in Äthiopien getroffen, aber letztendlich haben wir immer dafür bezahlt. An einem Abend in Lalibela haben wir mit einer äthiopischen Familie gekocht und gespeist.</figcaption></figure>
<p>Wir hatten natürlich erwartet, als Ausländer wahrgenommen zu werden, aber leider müssen wir sagen, dass wir uns mehr als einmal respektlos behandelt gefühlt haben. Das äußerte sich häufig in extrem aufdringlichem Betteln mit mehr als überzogener Erwartungshaltung oder penetranten Verkäufern, für die ein wiederholtes und ehrliches &#8222;Nein&#8220; keine Antwort war. Sehr wahrscheinlich gibt es umgekehrt auch Touristen, die sich respektlos gegenüber Äthiopiern verhalten, aber diese immer wiederkehrenden unangenehmen Situationen wirkten ermüdend. Selbst wenn wir auf freier Strecke kurz anhielten, um hinter einem Busch zu verschwinden, konnte es passieren, dass fordernde Kinder auftauchten oder Bauern ihr Glück versuchten.</p>
<p>Die durchaus gute touristische Infrastruktur in Äthiopien hat vielleicht ihren Teil dazu beigetragen, da Ferenji immer die gleichen Orte aufsuchen. So konnte sich ein Teil der Einheimischen vor Ort anscheinend das eine oder andere Geschäftsmodell aneignen, um aus den Besuchern Profit zu schlagen. Im Nachhinein waren wir froh, nicht auf eigene Faust unterwegs gewesen zu sein. Zum einen war das Reisen in einem privaten Fahrzeug wesentlich bequemer und zuverlässiger als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum anderen konnte Maru einige unangenehme Situationen von uns fernhalten oder sogar ab und zu (letztendlich bezahlte) Brücken zu den Äthiopiern bauen.</p>
<h2>Pflügen wie vor Jahrhunderten</h2>
<p>Auf dem Weg nach <a href="http://wittmann-tours.de/awra-amba-eine-verwirklichte-utopie/">Awra Amba</a> fuhren wir zum Beispiel durch das ländliche Äthiopien und die Bauern gingen ihrer täglichen Arbeit nach. In dieser Region wurde viel Reis angebaut, aber auch Mais und Getreide. Es war Erntezeit. Durch den Regen der vorherigen Tage war der Boden feucht und lehmig und damit relativ weich. Optimale Bedingungen, um die ersten abgeernteten Felder umzupflügen. Damit wir diesen Vorgang aus der Nähe anschauen konnten, hielt Maru an einem Acker an, auf dem eine Familien direkt neben der Straße mit einem Ochsengespann arbeitete.</p>
<figure id="attachment_4351" aria-describedby="caption-attachment-4351" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4351 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-1024x683.jpg" alt="Für uns ein archaischer Anblick, aber in Äthiopien Alltag. Ein junger Mann pflügte ein Feld mit einem Ochsengespann." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4351" class="wp-caption-text">Für uns ein archaischer Anblick, aber in Äthiopien Alltag. Ein junger Mann pflügte ein Feld mit einem Ochsengespann.</figcaption></figure>
<p>Es war ein Anblick wie aus der Vergangenheit, aber Realität in der Gegenwart. Ein Junge führte barfuß den Pflug, mit einer Peitsche dirigierte er zwei Ochsen. Sein kleiner Bruder und andere Familienmitglieder halfen außerdem, die Zugtiere mit Rufen und Stockhieben auf der Spur zu halten. Der Pflug an sich war eine Holzkonstruktion, nur die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pflug#Aufbau_des_Pfluges">Schar</a>, das den Boden schneidende Messer, war aus Metall und wurde über einen Hebel in den Boden gedrückt.</p>
<figure id="attachment_4352" aria-describedby="caption-attachment-4352" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4352" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-1024x683.jpg" alt="Mona beim Pflügen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4352" class="wp-caption-text">Mona beim Pflügen</figcaption></figure>
<p>Maru redete mit den Leuten und fragte auf einmal: <span style="font-style: italic;">&#8222;Do you want to try?&#8220;</span> Obwohl erstmal überrascht, waren wir sofort dabei und durften jeder selbst für zwei Spuren den Pflug führen. Es sah, wie mit vielen Dingen auf dieser Welt, sehr einfach aus, aber es war ziemlich schwer, das Gerät in der Spur zu halten (und wir reden nicht vom gleichzeitigen Dirigieren der Tiere).</p>
<figure id="attachment_4353" aria-describedby="caption-attachment-4353" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4353" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-1024x683.jpg" alt="Christian beim Pflügen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4353" class="wp-caption-text">Christian beim Pflügen</figcaption></figure>
<p>Eigentlich musste man &#8222;nur&#8220; die metallene Schar über den Holzhebel in den Boden drücken, die Kraft nach vorne kommt durch den Zug der Ochsen. Aber klumpige Erdschollen warfen den Pflug immer wieder aus der Bahn. Die Tiere zogen etwas ruckartig und wir mussten auf dem unebenen Boden hinterherlaufen und trotzdem das Gerät in den Boden drücken. So braucht man relativ viel Kraft (oder die richtige Technik?), um den Pflug sauber zu führen, es ist echte Präzisions- und Knochenarbeit! Wir wären nicht überrascht, wenn sie unsere Spuren nach unserer Abfahrt erneut gepflügt hätten. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Unterwegs auf den Straßen Äthiopiens</h2>
<p>Unterwegs haben wir sehr viel Zeit im Auto verbracht, ehrlich gesagt deutlich mehr als erwartet. Häufig haben sich Fahrtage mit Unternehmungstagen abgewechselt und auch für scheinbar überschaubare Distanzen haben wir erstaunlich viele Stunden benötigt. Außer auf den asphaltierten Straßen in die / in der Danakil-Wüste haben wir einen Schnitt von 40km/h selten überschreiten können, obwohl Maru zügig (aber sicher) fuhr.</p>
<figure id="attachment_4354" aria-describedby="caption-attachment-4354" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4354 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-1024x513.jpg" alt="Das Höhenprofil der Fahrt vom Simiengebirge nach Gondar mit mehreren tausend Höhenmetern Differenz" width="525" height="263" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-1024x513.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-300x150.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-768x384.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-1536x769.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4354" class="wp-caption-text">Das Höhenprofil der Fahrt vom Simiengebirge nach Gondar mit mehreren tausend Höhenmetern Differenz</figcaption></figure>
<p>Dabei waren die Straßen insgesamt nicht schlecht, aber die meiste Zeit bestand die Strecke aus einer Aneinanderreihung von Kurven und Steigungen. Es kam nicht selten vor, dass wir an einem Tag mehrere tausend Höhenmeter bergauf und bergab zurücklegten. Außerdem bremste uns der äthiopische Alltag aus. Selbstbewusste Esel gingen z.B. einsam ihrer Wege. Da machte es keinen Sinn, viel zu hupen, besser wir wichen aus.</p>
<figure id="attachment_4355" aria-describedby="caption-attachment-4355" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4355" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-1024x683.jpg" alt="Dieser Esel marschierte unbeirrt auf der falschen Straßenseite." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4355" class="wp-caption-text">Dieser Esel marschierte unbeirrt auf der falschen Straßenseite.</figcaption></figure>
<p>Auch das Internet wies die meiste Zeit eher ein Schneckentempo auf. Von Hotel-WLANs waren wir das schon aus anderen Ländern gewohnt, dort war allerdings meist das mobile Internet wesentlich besser. In Äthiopien jedoch erinnerte auch bei vollem 3G-Ausschlag die Verbindung oft an die guten alten Zeiten des Modems. Dafür gab es immerhin fast überall Empfang, womit wir nicht gerechnet hatten. Die Abdeckung war sehr gut, aber die Netzkapazität konnte anscheinend (noch) nicht mit dem Bedarf mithalten. 15% der Menschen besaßen ein Mobiltelefon, Smartphones waren 2018 noch eine Seltenheit. Damit gehörte Äthiopien zu den Ländern, in denen man noch einen Nokia-Klingelton hören konnte.</p>
<h2>Äthiopien kulinarisch</h2>
<p>Über unsere kulinarischen <a href="http://wittmann-tours.de/aethiopien-kulinarisch-injera-mit-shiro">Eindrücke in Äthiopien</a> hatten wir bereits berichtet. Auch hier war schließlich das Fazit eher zurückhaltend, was auch daran liegen könnte, dass wir öfter als in anderen Ländern einen verstimmten Magen beklagen mussten. Nach anfänglicher Begeisterung wählten wir gegen Ende der Reise viel lieber internationale Gerichte, was sonst auf kein anderes Land unserer Weltreise zutraf. Vielleicht hätten wir einfach mehr Alkohol zur Desinfektion trinken sollen ;).</p>
<figure id="attachment_4356" aria-describedby="caption-attachment-4356" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4356" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-1024x683.jpg" alt="Tej, äthiopischer Honigwein" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4356" class="wp-caption-text">Tej, äthiopischer Honigwein</figcaption></figure>
<p>Der landestypische <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tej">Tej</a>, äthiopischer Honigwein, ist uns sehr schmackhaft im Gedächtnis geblieben. Leider stand er nur relativ selten auf der Getränkekarte… Das metartige Getränk wird anscheinend nur lokal und in kleinen Mengen hergestellt, nicht für den Massenkonsum. Serviert wird Tej in dekorativen Glasrundkolben, die nicht als Karaffe, sondern als Glas dienen.</p>
<figure id="attachment_4357" aria-describedby="caption-attachment-4357" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4357 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-768x1024.jpg" alt="Nahrhaft und lecker, ein frisches Avocado-Getränk" width="525" height="700" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-768x1024.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-225x300.jpg 225w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-1152x1536.jpg 1152w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183.jpg 1200w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4357" class="wp-caption-text">Nahrhaft und lecker, ein frisches Avocado-Getränk</figcaption></figure>
<p>Außerdem wird Äthiopien uns als Land des Avocado-Saftes im Gedächtnis bleiben. Er war zwar beinahe eine Mahlzeit für sich, aber, mit einem Spritzer Zitrone verfeinert, immer köstlich. Man konnte auch eine Kombination aus saisonalen frischen Säften bestellen. Eigentlich handelte es sich mehr um ein Fruchtpüree, bei dem die verschiedenen Sorten schichtweise in einen großen Glas serviert wurden. Ebenso dekorativ wie köstlich und gesund.</p>
<h2>Touristen als Weihnachtsmänner</h2>
<p>Wenn man auf Kuba sarkastisch fragt: &#8222;Was haben Touristen und Zuckerrohr gemein?&#8220; (&#8222;Beide werden ausgequetscht.&#8220;), dann würde die Scherzfrage in Äthiopien lauten: &#8222;Was haben Touristen und der Weihnachtsmann gemein?&#8220; Unsere Antwort wäre: &#8222;Beide sollen möglichst viele Geschenke im Land verteilen.&#8220; &#8211; So zumindest unsere Wahrnehmung der Erwartungshaltung vieler Äthiopier, vor allem der Kinder. Je länger wir im Land waren, desto mehr hatten wir den Eindruck, und womöglich war diese Haltung im Norden und in Lalibela (also gegen Ende unserer Reise) am ausgeprägtesten.</p>
<figure id="attachment_4358" aria-describedby="caption-attachment-4358" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4358 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-1024x683.jpg" alt="Unter einem Weihnachtssternchen in Gondar" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4358" class="wp-caption-text">Unter einem Weihnachtssternchen in Gondar</figcaption></figure>
<p>Wenn Kinder unser Auto erspähten, kamen sie immer in einem Affentempo angerannt. Sie standen am Straßenrand, winkten und riefen uns gelegentlich auch schon ihre Forderungen zu (&#8222;Pen!&#8220;). Wenn das Fahrzeug stand, bildete sich oft eine kleine Kindertraube um uns, die darauf wartete, dass endlich etwas abfiele: Geld, Stifte, Süßigkeiten. Wir fanden das etwas befremdlich, aber sie schienen gelernt zu haben, dass Ausländer Banknoten, Kugelschreiber und Bonbons einfach nach dem Gießkannenprinzip verteilten. Anders konnten wir uns dieses Verhalten nicht erklären. In unserem Falle war allerdings die Enttäuschung groß, da wir aus mehreren Gründen nie etwas verschenkt haben.</p>
<figure id="attachment_4359" aria-describedby="caption-attachment-4359" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4359" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-1024x683.jpg" alt="Eine freundliche Geste oder eine Forderung?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4359" class="wp-caption-text">Eine freundliche Geste oder eine Forderung?</figcaption></figure>
<h2>Keine Geschenke auf der Straße</h2>
<p>Süßigkeiten sind zwar ein Hochgenuss für die Kinder, aber der Zucker schadet bekanntlich ihren Zähnen. Vermutlich betreiben die wenigsten Kleinen regelmäßige Zahnpflege, ein Besuch beim Zahnarzt ist (leider) für viele nicht möglich. Geld zu verteilen ist erst recht problematisch, da man die Kinder so Bettlern erziehen würde. Die Touristen um Bares zu bitten wäre damit (kurzfristig) viel lukrativer, als in die Schule zu gehen. Aus genau dem gleichen Grund haben wir auch grundsätzlich nichts von Mädchen oder Jungs gekauft, egal wie oft wir gehört haben, dass der Unterricht zu einer anderen Tageszeit stattfände. Man sollte Kinderarbeit unserer Meinung nach generell nicht fördern.</p>
<figure id="attachment_4360" aria-describedby="caption-attachment-4360" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4360 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-1024x683.jpg" alt="Schilder wie dieses dokumentierten die Projekte diverser internationaler Hilfsorganisationen in Äthiopien." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4360" class="wp-caption-text">Schilder wie dieses dokumentierten die Projekte diverser internationaler Hilfsorganisationen in Äthiopien.</figcaption></figure>
<p>Auch vom Verschenken der vermeintlich sinnvollen Stifte (für die Schule) würden wir eher abraten. Auch diese können zur Ware werden und beim Verteilen auf der Straße wäre eine gerechte Förderung Glückssache. So forderte eines schönen Tages ein hübsches Mädchen mit großen dunklen Kulleraugen, langen Zöpfen und Schulranzen auf dem Rücken, kaum dass sie uns sah: &#8222;Pen!&#8220;. In ihrer Hand jedoch trug sie zwei neu aussehende Kugelschreiber. Woraufhin wir lachen mussten und sie aufforderten, sie solle uns doch lieber einen ihrer Stifte geben.</p>
<p>Spenden direkt an Schulen oder über Hilfsorganisationen erscheinen viel sinnvoller und in Äthiopien sind sehr viele NGOs tätig. Im Simiengebirge wiesen zahlreiche Schilder auf österreichische Hilfe hin, die Norweger unterstützten die Flüchtlinge aus Eritrea, USAID war sehr präsent und auch das EU-Logo tauchte immer wieder auf. Da ist es nicht verwunderlich, wenn sich die Einwohner eines Landes an Unterstützung aus dem Ausland gewöhnen und sie als selbstverständlich ansehen, ja sogar meinen, ein Anrecht darauf zu haben ( &#8211; ohne Entwicklungshilfe grundsätzlich infrage stellen zu wollen).</p>
<h2>Gutmenschen oder das Dilemma mit &#8222;gut gemeint&#8220;</h2>
<p>Und selbst unter denjenigen, die wissen sollten, wie verantwortungsvolle Hilfe funktioniert, gab es noch Gutmenschen, deren Tun zwar gut gemeint, im Endergebnis aber eher kontraproduktiv war. In Lalibela trafen wir z.B. die ehrenamtliche Mitarbeiterin einer NGO, die vorher eine Woche bei einer äthiopischen Familie verbracht hatte. Die älteste Tochter arbeitete als Näherin für einen deutschen Textil-Discounter und verdiente 1690 Birr (47 Euro) im Monat. Der Lohn war nicht üppig, anderswo erhält man bis zu 2000 Birr pro Monat, aber der Job hatte einen Monat Kündigungsfrist als Sicherheit.</p>
<p>Diese deutsche Dame im mittleren Alter berichtete uns stolz, dass Kinder sie nach Stiften gefragt hätten. Da sie keine gehabt habe, sei sie in den nächsten Laden gegangen, hätte welche gekauft und verteilt. Auch berichtete sie von einem Jungen, der sich auf der Straße in Lalibela an sie gewandt habe. Sein Englisch sei sehr gut gewesen. Er erzählte ihr, er hätte so gerne ein Wörterbuch, um noch mehr lernen zu können und auch seine Freunde könnten das Nachschlagewerk nutzen. Auch hier hat die Gutfrau (&#8222;Beim Thema Lernen werde ich immer schwach.&#8220;) geholfen, indem sie das gewünschte Buch kaufte (der Kleine wusste, wo es eines gab) und es ihm geschenkt.</p>
<p>Ohne ausschließlich schlechte Absichten zu unterstellen, ist es mehr als wahrscheinlich, dass das Wörterbuch kurze Zeit später wieder zum Händler zurückkehrte und der Ladenbesitzer und der Jugendliche sich das erschwindelte Geld teilten. Diese Art von Tricks sind in vielen ärmeren Ländern gängig, mal geht es dabei auch um Medikamente oder Milchpulver für Babies. Vermutlich wird das beredte Kind bald dem nächsten Ferenji die gleiche Geschichte aufgetischt haben. Was der Junge dabei lernt, ist, dass es viel einfacher ist, weichherzige Touristen zu betrügen, als eine Ausbildung zu machen und zu arbeiten.</p>
<p>Bestimmt mangelt es an Stiften und Lehrmaterial im Land, aber wir schüttelten nur die Köpfe, da diese Hilfe vermutlich nicht dort angekommen ist, wo sie gebraucht wird. Stattdessen haben die Kinder die Erfahrung gemacht, dass die Weißen wahllos Geschenke verteilen und dass Betteln und Betrügen sich lohnt. Dies wäre damit wohl eine Lose-Lose-Situation.</p>
<h2>Ein armes Land mit reicher Ernte</h2>
<p>Bei Äthiopien handelt es sich zweifelsohne um ein armes Land. Auf unserer Weltreise war nur die Bevölkerung in Madagaskar materiell schlechter gestellt. Trotzdem sind uns nirgendwo im Land unterernährte Menschen aufgefallen. Viele Äthiopier haben sicher ein hartes Leben in der Landwirtschaft und wohnen in einem mit Kuhmist verkleideten Holzhaus, aber gleichzeitig standen die Felder im ganzen Hochland voller Getreide.</p>
<figure id="attachment_4361" aria-describedby="caption-attachment-4361" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4361 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-1024x683.jpg" alt="Ein Bauer mit seinen Eseln" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4361" class="wp-caption-text">Ein Bauer mit seinen Eseln</figcaption></figure>
<p>Doch Äthiopien ist anfällig für Dürren durch ausbleibenden Regen oder durch zu viel Niederschlag zum ungünstigen Zeitpunkt. Erst kürzlich, Anfang 2020, sind Teile des Landes (vor allem der Süden, den wir nicht besucht hatten) von verheerenden <a href="https://www.sueddeutsche.de/wissen/heuschrecken-plage-2020-afrika-1.4784106">Heuschreckenplagen</a> heimgesucht worden. Die Situation könnte folglich dieses Jahr deutlich anders aussehen als zur Zeit unserer Reise Ende 2018.</p>
<h2>Ein zuversichtliches Land</h2>
<p>Besonders besorgt stimmte uns allerdings das rasante <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopien#Bev%C3%B6lkerungsentwicklung">Bevölkerungswachstum</a> im Land. Äthiopien wird voraussichtlich in nicht allzu ferner Zukunft eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt sein. Dies liegt wohl auch in der Haltung der äthiopisch-orthodoxen Kirche bezüglich Familienplanung begründet. Es gibt sehr viele junge Menschen, aber zu wenige (für uns sichtbare) Verdienstmöglichkeiten. Trotzdem war Äthiopien das Land auf unserer Weltreise, das mit Abstand am zuversichtlichsten in die Zukunft blickte.</p>
<figure id="attachment_4362" aria-describedby="caption-attachment-4362" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4362 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-1024x683.jpg" alt="Abiy Ahmed als neuer Hoffnungsträger war überall im Land präsent, da Menschen Bilder von ihm auf Bussen, Tuktuks, an Häusern und Mauern angebracht hatten." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4362" class="wp-caption-text">Abiy Ahmed als neuer Hoffnungsträger war überall im Land präsent, da Menschen Bilder von ihm auf Bussen, Tuktuks, an Häusern und Mauern angebracht hatten.</figcaption></figure>
<p>Viele Menschen waren stolz auf ihren neuen Ministerpräsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abiy_Ahmed">Abiy Ahmed</a> und vertrauten darauf, dass er das Land in Frieden und Wohlstand führen würde. Auch die Wahl von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sahle-Work_Zewde">Sahle-Work Zewde</a> zur <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/aethiopien-erste-frau-zur-praesidentin-gewaehlt-a-1235112.html">neuen Präsidentin</a> fiel in unsere Reisezeit. Es herrschte Aufbruchsstimmung in Äthiopien und wir hoffen sehr für das Land und die Menschen, dass ihre Hoffnungen nicht enttäuscht werden.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/wie-war-aethiopien/">Wie war Äthiopien?</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/wie-war-aethiopien/">Wie war Äthiopien?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Von Addis Abeba über Debre Libanos nach Norden</title>
		<link>https://wittmann-tours.de/von-addis-abeba-ueber-debre-libanos-nach-norden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2020 00:01:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Reise durch den Norden Äthiopiens begann mit einem langen Fahrtag und es sollten noch weitere folgen. Von Addis Abeba führte uns die Nationalstraße 3 fast 500km bis nach Bahir Dar am Tanasee. Unterwegs legten wir einen Zwischenstopp am sehenswerten Kloster Debre Libanos ein. Wir verlassen Addis Abeba Wir starteten wegen der vor uns liegenden &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/von-addis-abeba-ueber-debre-libanos-nach-norden/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Von Addis Abeba über Debre Libanos nach Norden“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Reise durch den Norden Äthiopiens begann mit einem langen Fahrtag und es sollten noch weitere folgen. Von <a href="http://wittmann-tours.de/addis-abeba-die-hauptstadt-aethiopiens">Addis Abeba</a> führte uns die Nationalstraße 3 fast 500km bis nach Bahir Dar am Tanasee. Unterwegs legten wir einen Zwischenstopp am sehenswerten Kloster Debre Libanos ein.</p>
<figure id="attachment_4083" aria-describedby="caption-attachment-4083" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-081234-1750.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4083" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-081234-1750-1024x683.jpg" alt="Eine typische Straßenszene unseres ersten Fahrtags" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-081234-1750-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-081234-1750-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-081234-1750-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-081234-1750-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-081234-1750.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4083" class="wp-caption-text">Eine typische Straßenszene unseres ersten Fahrtags</figcaption></figure>
<p><span id="more-4093"></span></p>
<h2>Wir verlassen Addis Abeba</h2>
<p>Wir starteten wegen der vor uns liegenden langen Strecke morgens früh um 1 Uhr äthiopischer Zeit, also 7 Uhr morgens. Die Prognose von Google Maps lag bei 9 Stunden Fahrzeit, ob das wohl realistisch war? Trotz der frühen Stunde waren die Straßen voll, aber immerhin gab es keinen Stau, eher einen konstant zähfließenden Verkehr. Die Fahrbahn war in beide Richtungen nur einspurig und so hielten uns die vielen langsamen Lkws gehörig auf. An Überholen war wegen des Gegenverkehrs meist nicht zu denken.</p>
<figure id="attachment_4084" aria-describedby="caption-attachment-4084" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-080801-1749.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4084" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-080801-1749-1024x683.jpg" alt="Auf Äthiopiens Straßen haben viele Gefährte nur ein PS." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-080801-1749-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-080801-1749-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-080801-1749-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-080801-1749-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-080801-1749.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4084" class="wp-caption-text">Auf Äthiopiens Straßen haben viele Gefährte nur ein PS.</figcaption></figure>
<p>In der Stadt gab es natürlich viele Pkws, deren Dichte nahm aber bald zugunsten von Transportern, Tuktuks, Kleinbussen oder Lkws ab. Die meisten Fahrzeuge dienten nicht dem Individualverkehr, sondern dem Transport von Menschen oder Waren. Die Straßen waren gut asphaltiert, hatten allerdings immer wieder auch bemerkenswerte Schlaglöcher. Nach gut einer Stunde hatten wir die Stadt endgültig verlassen und nun wurde es wirklich ländlich. Wir fuhren zwischen Äckern und Weiden entlang, eine sanfte Hügellandschaft erstreckte sich vor uns.</p>
<figure id="attachment_4085" aria-describedby="caption-attachment-4085" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-082522-1753.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4085" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-082522-1753-1024x683.jpg" alt="" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-082522-1753-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-082522-1753-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-082522-1753-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-082522-1753-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-082522-1753.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4085" class="wp-caption-text">Fahrt durch das ländliche Äthiopien</figcaption></figure>
<p>Auch wenn wir schon in Addis einige gesehen hatten, so waren nun deutlich mehr Fuhrwerke mit einem PS, einer ES (Eselstärke) oder 2 OS (Ochsenstärken) unterwegs. Esel waren allerdings meistens &#8222;nur&#8220; Lasttiere und manche trugen unglaublich schwere Lasten auf ihrem Rücken.</p>
<figure id="attachment_4086" aria-describedby="caption-attachment-4086" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-083806-1757.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4086" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-083806-1757-1024x683.jpg" alt="Die Nationalstraße 3 nördlich von Addis Abeba" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-083806-1757-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-083806-1757-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-083806-1757-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-083806-1757-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-083806-1757.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4086" class="wp-caption-text">Die Nationalstraße 3 nördlich von Addis Abeba</figcaption></figure>
<h2>Der Verkehr auf dem Lande</h2>
<p>Die Landschaft erinnerte uns entfernt an Madagaskar (nicht so sehr an Tansania, da es dort wesentlich trockener war). Im Vergleich zu Madagaskar war das Verkehrsaufkommen höher, der Fahrbahnbelag deutlich besser (sah aber nicht nach einem chinesischen Neubau aus) und einiges wirkte moderner. Allein die Tatsache, dass es die vielen verschiedenen Nutztiere gab, war gegenüber Madagaskar ein deutlicher Fortschritt. Außerdem sahen wir Landmaschinen und folglich auch größere Felder, auf denen Bohnen, Hafer, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sorghumhirsen">Sorghum</a> und natürlich auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teff">Teff</a> wuchsen. Manchmal verliefen Stromleitungen parallel zur Straße. Gelegentlich passierten wir auch Fabriken.</p>
<figure id="attachment_4087" aria-describedby="caption-attachment-4087" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-132053-1768.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4087" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-132053-1768-1024x683.jpg" alt="Entlang der Straße sahen wir einige wenige Fabriken." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-132053-1768-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-132053-1768-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-132053-1768-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-132053-1768-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-132053-1768.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4087" class="wp-caption-text">Entlang der Straße sahen wir einige wenige Fabriken.</figcaption></figure>
<p>Außerhalb der Stadt nahm der Verkehr deutlich ab und wir kamen schneller voran. Maru musste trotzdem immer wieder Slalom fahren, nicht nur um die Schlaglöcher, sondern auch (nach deutlichem Abbremsen) um Ziegen, Kühe und Esel auf der Straße. Es schien uns, als ob Autoverkehr für manche Fußgänger in den Dörfern ein fremdartiges Konzept wäre. Vollkommen selbstvergessen und ohne zu Schauen überquerten sie die Straße, so dass Maru häufig hupte, um darauf aufmerksam zu machen, dass es besser wäre, ein wenig zu warten. Entgegenkommende Autos fuhren gerne auf der Suche nach der besten Spur auf der falschen Seite. Ein warnendes Aufblenden der Lichthupe forderte sie zum Räumen der Fahrbahnseite auf. Beim Überholen hupte Maru, um auf uns aufmerksam zu machen.</p>
<p>Auch wenn sich das rasant und abenteuerlich anhört, fuhr Maru doch auf der ganzen Reise konsequent defensiv und verantwortungsvoll, was wir sehr schätzten. Dennoch hätte in einem Dorf um ein Haar ein Hund sein Leben gelassen, als er sich direkt vor unsere Reifen warf. Nur Marus blitzschnelle Reaktion verhinderte seinen Tod.</p>
<h2>Das Kloster Debre Libanos</h2>
<p>Das <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Debre_Libanos">Kloster</a> Debre Libanos blickt auf eine lange Geschichte zurück. Es wurde 1284 gegründet und ist auch heute noch ein spirituelles Zentrum der äthiopisch-orthodoxen Christen. 500 Mönche und 300 Priester leben heute dort. Dennoch ist viel vom früheren Glanz des Klosters verblasst, da es während der italienischen Besatzung 1937 Schauplatz eines grausamen Massakers an den Mönchen war, komplett zerstört wurde und erst in den 1950er Jahren wieder aufgebaut wurde.</p>
<figure id="attachment_4088" aria-describedby="caption-attachment-4088" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-100625-4244.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4088" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-100625-4244-1024x683.jpg" alt="Die Klosterkirche Debre Libanos" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-100625-4244-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-100625-4244-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-100625-4244-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-100625-4244-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-100625-4244.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4088" class="wp-caption-text">Die Klosterkirche Debre Libanos</figcaption></figure>
<p>Im Kloster kamen wir das erste Mal mit der äthiopisch-orthodoxen Kirche in Berührung. Auch wenn es eine christliche Religion ist, unterscheidet sich diese Glaubensrichtung deutlich vom evangelischen oder katholischen Glauben. Zum Beispiel gibt es in Äthiopien Heilige, die im Westen vollkommen unbekannt sind. Einer davon ist <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tekle_Haymanot">Tekle Haymanot</a>, der Gründer des Klosters. Tekle Haymanot wird mit Flügeln und nur einem Bein dargestellt. Der Legende nach betete er 34 Jahre lang stehend in einer Höhle. Durch das lange Stehen brach eines seiner Beine, (in einer anderen Version brach es der Teufel, um ihn am Beten zu hindern). Daraufhin schenkte Gott ihm Flügel und so konnte er weitere 7 Jahre beten.</p>
<figure id="attachment_4090" aria-describedby="caption-attachment-4090" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-102452-4270.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4090 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-102452-4270-683x1024.jpg" alt="Der Heilige Tekle Haymanot: Leider sieht man auf dem Bild nicht, dass er sein rechtes Bein verloren hat. Es befindet sich links unten und ist mit einem rotem Tuch bedeckt." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-102452-4270-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-102452-4270-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-102452-4270-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-102452-4270-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-102452-4270.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4090" class="wp-caption-text">Der Heilige Tekle Haymanot: Leider sieht man auf dem Bild nicht, dass er sein rechtes Bein verloren hat. Es befindet sich links unten und ist mit einem rotem Tuch bedeckt.</figcaption></figure>
<h2>Besuch der Klosterkirche</h2>
<p>Vor dem Betreten der Klosterkirche wurde auf einige wichtige Regeln hingewiesen. Frauen und Männer mussten verschiedene Eingangstüren durchschreiten. Das Innere der Kirche war in drei Bereiche eingeteilt, rechts für die Damen, in der Mitte für Priester und links für die Herren. Während des Besuches konnten wir uns allerdings frei im öffentlich zugänglichen Innenraum bewegen. Mona musste sich allerdings mit einem Tuch verhüllen, was wir eigentlich eher mit dem Islam verbinden. Desweiteren dürfen Frauen während der Menstruation nicht eintreten und es ist verboten, die Kirche zu besuchen, wenn man in den vergangenen 48 Stunden Geschlechtsverkehr hatte. Nicht zuletzt muss man seine Schuhe ausziehen, bevor man die Kirche betritt.</p>
<figure id="attachment_4089" aria-describedby="caption-attachment-4089" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-095853-1761.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4089" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-095853-1761-1024x683.jpg" alt="Einige der Regeln für den Kirchenbesuch von Debre Libanos" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-095853-1761-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-095853-1761-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-095853-1761-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-095853-1761-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-095853-1761.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4089" class="wp-caption-text">Einige der Regeln für den Kirchenbesuch von Debre Libanos</figcaption></figure>
<p>Im Inneren der Kirche bewunderten wir die farbenfrohen Glasfenster und die Waldgemälde im typisch äthiopischen Stil: bunt, gegenständlich und mit ihrer ganz eigenen Symbolik. So wird z.B. die Heilige Dreifaltigkeit in der Form von drei alten Männern mit weißem Bart und Heiligenschein dargestellt. Maria mit dem Jesuskind war ein ebenso häufiges Motiv wie die verschiedenen Erzengel.</p>
<figure id="attachment_4091" aria-describedby="caption-attachment-4091" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-101916-4262-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4091" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-101916-4262-HDR-1024x683.jpg" alt="In der Klosterkirche Debre Libanos" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-101916-4262-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-101916-4262-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-101916-4262-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-101916-4262-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-101916-4262-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4091" class="wp-caption-text">In der Klosterkirche Debre Libanos</figcaption></figure>
<h2>Spaziergang am Washa Gadel</h2>
<p>Bevor wir unsere lange Fahrt fortsetzten, unternahmen wir einen Spaziergang am Washa Gadel, der Hundeschlucht, einem 700 Meter tiefen Canyon. Leider blieb uns der Ausblick über die Landschaft verwehrt, alles war in dichten Nebel gehüllt. Trotzdem spazierten wir die wenigen hundert Meter, da man hier oft <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschelada">Dscheladas</a> (Gelada Monkeys) sehen kann. Diese Affen leben ausschließlich im äthiopischen Hochland. In der Tat erspähten wir einige Tiere auf einem Absatz im Canyon. Besonders die größeren männlichen Tiere mit ihrer üppigen Mähne waren sehr imposant.</p>
<figure id="attachment_4092" aria-describedby="caption-attachment-4092" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-112629-4277.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4092 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-112629-4277-1024x683.jpg" alt="Die ersten Dschelada-Affen, im Simien-Gebirge sollten wir viele weitere sehen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-112629-4277-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-112629-4277-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-112629-4277-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-112629-4277-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-112629-4277.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4092" class="wp-caption-text">Die ersten Dschelada-Affen, im Simien-Gebirge sollten wir viele weitere sehen.</figcaption></figure>
<p>Und dann geschah das Unglaubliche: In nur wenigen Minuten verflüchtigte sich der Nebel und gab einen weiten Panoramablick über die gewaltige Schlucht frei.</p>
<figure id="attachment_4094" aria-describedby="caption-attachment-4094" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-115802-4301.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4094 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-115802-4301-1024x683.jpg" alt="Freie Sicht über den Washa Gadel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-115802-4301-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-115802-4301-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-115802-4301-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-115802-4301-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-115802-4301.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4094" class="wp-caption-text">Freie Sicht über den Washa Gadel</figcaption></figure>
<h2>Weiterfahrt nach Bahir Dar</h2>
<p>Bald danach legten wir einen weiteren Stopp für eine Mittagspause ein und fuhren anschließend den Rest das Tages ohne größere Pausen weiter bis nach Bahir Dar, der längere Teil der Strecke lag noch vor uns. Gut 100 Kilometer weiter durchquerten wir die Schlucht des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Blauer_Nil">Blauen Nil</a>, den wir auch am Folgetag sehen würden. Über unzählige Serpentinen verließen wir kurzzeitig das Hochland, bauten 1400 Höhenmeter ab und fuhren auf der anderen Seite wieder hinauf.</p>
<figure id="attachment_4095" aria-describedby="caption-attachment-4095" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-145933-1781.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4095" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-145933-1781-1024x683.jpg" alt="Der Blaue Nil auf nur noch ca. 1000m über dem Meeresspiegel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-145933-1781-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-145933-1781-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-145933-1781-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-145933-1781-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-145933-1781.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4095" class="wp-caption-text">Der Blaue Nil auf nur noch ca. 1000m über dem Meeresspiegel</figcaption></figure>
<p>Die Fahrbahn sah auf den ersten Blick oft gut aus, hatte aber tiefe Furchen im Asphalt. Zu viele Lkws waren wohl hier entlang gefahren, um Material für ein Staudammprojekt am Blauen Nil zu transportieren.</p>
<figure id="attachment_4096" aria-describedby="caption-attachment-4096" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151117-1807.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4096 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151117-1807-1024x683.jpg" alt="Ein stark beanspruchter Fahrbahnbelag" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151117-1807-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151117-1807-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151117-1807-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151117-1807-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151117-1807.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4096" class="wp-caption-text">Ein stark beanspruchter Fahrbahnbelag</figcaption></figure>
<p>Jede Stunde sahen wir mindestens ein Fahrzeugwrack am Straßenrand liegen, manchmal Pkws, aber meistens Transporter. Vermutlich waren ihnen eine zu sportliche Fahrweise, schlechtes Material und/oder zu viel Ladung zum Verhängnis geworden war. Einmal war es ein verunglückter Zwiebellaster, das andere Mal ein Gefahrguttransporter. Der Tanklastwagen war dabei undicht geworden und eine dunkle Flüssigkeit sickerte langsam ins Erdreich. In vielen Ländern dieser Welt fuhren die Menschen sehr ambitioniert, aber die Anzahl der Wracks, besonders angesichts der relativ geringen Verkehrsdichte, gab uns zu denken.</p>
<figure id="attachment_4097" aria-describedby="caption-attachment-4097" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151007-1801.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4097 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151007-1801-1024x683.jpg" alt="Fahrzeugwracks am Straßenrand waren leider keine Seltenheit." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151007-1801-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151007-1801-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151007-1801-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151007-1801-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-151007-1801.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4097" class="wp-caption-text">Fahrzeugwracks am Straßenrand waren leider keine Seltenheit.</figcaption></figure>
<h2>Fahrt in die Nacht hinein</h2>
<p>Als die Dämmerung einsetzte, hatten wir unser Ziel noch nicht erreicht. Maru fragte an einer Kreuzung einige Leute, ob eine kürzere Strecke mittlerweile asphaltiert wäre. Leider waren die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen und wir mussten den längeren Weg nehmen. Wir fuhren in die Nacht hinein und damit wurde der Verkehr auf eine andere Art interessant. Straßenbeleuchtung gab es natürlich nicht, Markierungen auch nicht. Dafür konnten unverhofft Steinhaufen auf der Straße liegen, Autos unmotiviert anhalten oder schlecht beleuchtet die Kurven schneiden. Die meisten anderen Fahrzeuge fuhren ausschließlich mit Fernlicht und blendeten dabei konsequent den Gegenverkehr. Mehrmals musste Maru dem entgegenkommenden Verkehr ausweichen und dabei das Asphaltband teils verlassen.</p>
<figure id="attachment_4098" aria-describedby="caption-attachment-4098" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-174721-1825.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4098 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-174721-1825-1024x683.jpg" alt="Eines der letzten Bilder des Tages vor Einbruch der Dunkelheit um 12 Uhr äthiopischer Zeit" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-174721-1825-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-174721-1825-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-174721-1825-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-174721-1825-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-174721-1825.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4098" class="wp-caption-text">Eines der letzten Bilder des Tages vor Einbruch der Dunkelheit um 12 Uhr äthiopischer Zeit</figcaption></figure>
<p>Schließlich erreichten wir erschöpft gegen 8 Uhr abends unser Ziel in Bahir Dar. Damit waren wir 13 Stunden unterwegs gewesen und hatten uns 2 Stunden davon nicht im Auto aufgehalten. Unter diesen Umständen stellten 500km an einem Tag eine mehr als beachtliche Leistung dar, anderswo auf der Welt wäre es eine Unmöglichkeit gewesen. Trotzdem war es hart am Limit des Machbaren, denn schneller wäre es auf keinen Fall gegangen, außer wir wären geflogen, aber das wäre teuer und vergleichsweise langweilig gewesen. Wir wollten ja schließlich Land und Leute sehen. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten: So flott sollten wir kaum mehr auf Äthiopiens Straßen unterwegs sein wie an diesem ersten Fahrtag.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/von-addis-abeba-ueber-debre-libanos-nach-norden/">Von Addis Abeba über Debre Libanos nach Norden</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/von-addis-abeba-ueber-debre-libanos-nach-norden/">Von Addis Abeba über Debre Libanos nach Norden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Myanmar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Nov 2017 13:52:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mingalaba Myanmar! Hallo Myanmar! Inzwischen sind wir in Myanmar angekommen. Bevor sich ein Gewöhnungseffekt einstellt, hier unsere Eindrücke vom ersten Tag in Myanmar. Genauer gesagt kamen wir in Mandalay an, eher im Norden von Myanmar. Schon im Anflug sahen wir zahlreiche golden glänzenden Pagoden in der Landschaft verstreut. Nach der Landung versorgten wir uns zunächst &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mingalaba Myanmar! Hallo Myanmar! Inzwischen sind wir in Myanmar angekommen. Bevor sich ein Gewöhnungseffekt einstellt, hier unsere Eindrücke vom ersten Tag in Myanmar. Genauer gesagt kamen wir in Mandalay an, eher im Norden von Myanmar. Schon im Anflug sahen wir zahlreiche golden glänzenden Pagoden in der Landschaft verstreut. Nach der Landung versorgten wir uns zunächst mit Geld und einer lokalen SIM-Karte und fuhren mit dem Taxi ins Hotel.</p>
<figure id="attachment_1010" aria-describedby="caption-attachment-1010" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-134837-0734-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1010" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-134837-0734-1-1024x683.jpg" alt="Wir sind in Mandalay angekommen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-134837-0734-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-134837-0734-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-134837-0734-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-134837-0734-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1010" class="wp-caption-text">Ankunft in Mandalay</figcaption></figure>
<p><span id="more-1007"></span></p>
<h2>Falsche Seite?</h2>
<p>Während wir in extrem materialschonender Fahrweise über die für den geringen Verkehr am Flughafen viel zu breite Straße fuhren, entdeckten wir sofort ein Kuriosum, über das wir vorher schon gelesen hatten. In Myanmar herrscht Rechtsverkehr, aber das Steuer befindet sich in allen Autos auch auf der rechten Seite, fast ohne Ausnahme! Wir mussten nachlesen, um uns die Fakten ins Gedächtnis zu rufen: 1970 wurde per Dekret von einem Tag auf den anderen beschlossen, dass von Links- auf Rechtsverkehr umgestellt wird. Der Anlass was, dass der damalige Staatschef General Ne Win einen Traum hatte, der ihn zur Umstellung bewog.</p>
<figure id="attachment_1012" aria-describedby="caption-attachment-1012" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-144750-0735-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1012 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-144750-0735-1-1024x683.jpg" alt="In Myanmar gibt es Rechtsverkehr, auch der Fahrer sitzt i.d.R. auf der rechten Seite - unpraktisch oder Gewöhnungssache?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-144750-0735-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-144750-0735-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-144750-0735-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-144750-0735-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1012" class="wp-caption-text">In Myanmar gibt es Rechtsverkehr, auch der Fahrer sitzt i.d.R. auf der rechten Seite &#8211; unpraktisch oder Gewöhnungssache?</figcaption></figure>
<p>Allgemein herrscht auf den Straßen von Mandalay eher ein kreativer Fahrstil, obwohl immerhin rote Ampeln in der Regel beachtet werden. Autos, meist mindestens gefühlte 10 Jahre alt, und viele Motorroller fahren nicht schnell oder aggressiv, aber stetig, mal auf der falschen Seite oder auf dem &#8222;Gehweg&#8220;, manchmal auch irgendwie quer durcheinander. Dabei erinnerte die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wxaKd_0HVxM">Geräuschkulisse</a> auf den Hauptstraßen sehr an Vietnam. Das Schnurren der Motorroller ist der Grundton, dazu ein stetiges Hupkonzert, abgemischt mit vielen anderen Geräuschen. Insgesamt ist auf den Straßen aber (noch) deutlich weniger los.</p>
<h2>Rundgang mit einheimischer Begleitung</h2>
<p>Nach dem Einchecken machten wir uns auf unseren ersten Stadtrundgang. Auf dem Programm standen das <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Shwenandaw_Monastery">Shwenandaw Kloster</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kuthodaw-Pagode">Kuthodaw Pagode</a> und <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Mandalay_Hill">Mandalay Hill</a>. Der Aufstieg geht über mehrere Treppen, die durch viele Pagoden führen. Daher gingen wir barfuß, so schreibt es die Etikette vor. Auf dem Weg nach oben wurden wir von einem Lehrer (nennen wir ihn Utung, auch wenn es bestimmt falsch geschrieben ist) angesprochen, der sich in englischer Konversation üben wollte.</p>
<figure id="attachment_1013" aria-describedby="caption-attachment-1013" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-192954-0750-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1013" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-192954-0750-1-1024x576.jpg" alt="Blick über Mandalay in der Dämmerung" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-192954-0750-1-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-192954-0750-1-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-192954-0750-1-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-192954-0750-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1013" class="wp-caption-text">Blick über Mandalay in der Dämmerung</figcaption></figure>
<p>Was uns erst misstrauisch an Nepper und Schlepper denken ließ entwickelte sich zu einem angenehmen und interessanten Spaziergang bis zur Spitze und zurück. Wir redeten über Myanmar, die Sehenswürdigkeiten, Deutschland und mehr. Nach einiger Zeit wurde die Konversation auch etwas politisch. Utung beschrieb 50 Jahre Isolation und stellte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aung_San_Suu_Kyi">Aung San Suu Kyi</a> als Heldin dar, die jetzt für Demokratie sorge.  Wir sind gespannt, ob wir während unserer Reise in Myanmar noch Eindrücke von der politischen Situation werden gewinnen können.</p>
<figure id="attachment_1014" aria-describedby="caption-attachment-1014" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-202554-9142-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1014" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-202554-9142-1-1024x683.jpg" alt="Auf der Spitze des Mandalay Hill: Su Taung Pyi Pagode" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-202554-9142-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-202554-9142-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-202554-9142-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-202554-9142-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1014" class="wp-caption-text">Auf der Spitze des Mandalay Hill: Su Taung Pyi Pagode</figcaption></figure>
<p>Unten angekommen zogen wir unsere Sandalen wieder an und waren bestimmt länger barfuß draußen unterwegs gewesen als im bisherigen Verlauf des Jahres 2017. Den freundlichen Vorschlag Utungs, er könne uns auf seinem Motorroller zum Hotel bringen, d.h. 3 Leute auf einem Roller, konnten wir glücklicherweise höflich ablehnen.</p>
<h2>Das erste Abendessen in Myanmar</h2>
<p>Zum Abendessen wollten wir zur Einstimmung burmesisches Curry probieren. Eine Restaurant-Empfehlung im Lonely Plant befand sich ca. 1 km von unserem Hotel entfernt, so gingen wir durch die abenteuerlichen nächtlichen Straßen. Es gibt zwar (meistens) Gehwege, diese sind jedoch eher Multifunktionsbereiche neben der eigentlichen Fahrbahn. Gerne werden dort auch Motorroller geparkt oder diverse Stände aufgebaut. Zuweilen verläuft anscheinend die Kanalisation unter dem Gehweg, diese ist mit Betonplatten locker abgedeckt. Manchmal fehlen einige dieser Platten, so dass große Löcher im Weg entstehen, auf deren Grund das Abwasser steht. Watch your step!</p>
<figure id="attachment_1015" aria-describedby="caption-attachment-1015" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-220956-0785-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1015" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-220956-0785-1-1024x683.jpg" alt="Strassenverkehr bei Nacht in Mandalay" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-220956-0785-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-220956-0785-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-220956-0785-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-220956-0785-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1015" class="wp-caption-text">Strassenverkehr bei Nacht in Mandalay</figcaption></figure>
<p>Im Restaurant angekommen bestellten wir zwei Currys und bekamen serviert, was auf dem Foto unten zu sehen ist. Die Currys (Hammel und Rind) sind die beiden Schälchen auf der rechten Seite mit dem dunkleren Inhalt. Der Rest ist Beilage: Suppe, eine Rohkostplatte mit Salat, einem unbekannten Kraut, Gurken, Auberginen, Okra, Möhren, zwei weitere gekochte Gemüse, würzige Soßen (nicht wirklich scharf), weitere Schüsseln mit Salaten und Dips und natürlich Reis. Nicht nur die Menge und Auswahl überzeugte, sondern auch Geschmack und Preis. Zusammen mit 2 Getränken bezahlten wir 12.000 Kyat, also ca. 8 Euro. Am Ende fragten wir uns nur, was mit den Resten geschieht. Wir konnten uns nicht vorstellen, daß Nahrungsmittel weggeworfen würden.</p>
<figure id="attachment_1011" aria-describedby="caption-attachment-1011" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/APC_0719-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1011" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/APC_0719-1-1024x768.jpg" alt="Burmesisches Curry - ein reichhaltiges Abendessen" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/APC_0719-1-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/APC_0719-1-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/APC_0719-1-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/APC_0719-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1011" class="wp-caption-text">Burmesisches Curry mit Beilagen &#8211; ein reichhaltiges und vielseitiges Abendessen</figcaption></figure>
<p>Unser Ankunftstag in Mandalay war sehr interessant und verheißungsvoll. Zurück im Hotel amüsierten wir uns über unsere Minibar, in der sich Energy Drinks mit Namen wie &#8222;Shark&#8220; und &#8222;Burn&#8220; befanden. Trotz unüberhörbarem Straßenverkehr und durchgehender Musikuntermalung schliefen wir sofort ein.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-myanmar/">Erste Eindrücke aus Myanmar</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-myanmar/">Erste Eindrücke aus Myanmar</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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