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	<title>Tourismus Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Tourismus Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Wie war Jordanien?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Feb 2020 00:01:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[Essen und Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Jordan Pass]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jordanien unterschied sich von allen anderen Ländern, die wir vorher auf der Weltreise besucht hatten, und zwar nicht nur deshalb, weil es sich um einen arabischen Staat handelte. So viel geballte Geschichte und Kultur, das waren wir kaum noch gewohnt. Umringt von vielen Krisennationen ist Jordanien eine friedliche Insel, wegen der Sicherheitslage musste man sich &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jordanien unterschied sich von allen anderen Ländern, die wir vorher auf der Weltreise besucht hatten, und zwar nicht nur deshalb, weil es sich um einen arabischen Staat handelte. So viel geballte Geschichte und Kultur, das waren wir kaum noch gewohnt. Umringt von vielen Krisennationen ist Jordanien eine friedliche Insel, wegen der Sicherheitslage musste man sich nicht den Kopf zerbrechen. Während unseres Aufenthaltes sind wir vielen freundlichen, aufgeschlossenen und hilfsbereiten Jordaniern begegnet. Das Land kann aufgrund seiner modernen Infrastruktur außerdem vergleichsweise unkompliziert bereist werden und hat eine überaus schmackhafte Küche zu bieten. Ungewöhnlich fanden wir, dass wir in der Umgebung von Madaba immer wieder Beduinen sahen, die auf einem Feld ihre Zelte aufgeschlagen hatten und ihre Tiere dort weiden ließen. Es war überraschend für uns, dass anscheinend einige Menschen ihre traditionelle Lebensweise in einem vergleichsweise modernen Land nicht aufgegeben haben.</p>
<figure id="attachment_4001" aria-describedby="caption-attachment-4001" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-4001 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145-1024x683.jpg" alt="Wir sitzen auf der Zuschauertribüne des Amphitheaters in Amman." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4001" class="wp-caption-text">Wir sitzen auf der Zuschauertribüne des Amphitheaters in Amman.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4007"></span></p>
<h2>Islamische / arabische Welt für Einsteiger</h2>
<p>Ein wesentlicher Grund für die Auswahl von Jordanien als Reiseland war, dass wir ein arabisches Land bereisen wollten. Vieles von dem, was wir oberflächlich mit der arabischen Welt verbinden würden, haben wir allerdings in Jordanien nicht erlebt. Wir mussten uns z.B. nicht viel anders kleiden als sonst. Kurze Hosen und kurzärmlige Oberteile ließen wir trotzdem meistens im Rucksack. Das Tragen solcher Kleidungsstücke gilt als ungehörig. Es bestand aber zum Beispiel für Mona keine Notwendigkeit, ein Kopftuch zu tragen oder ihr Gesicht zu verhüllen.</p>
<figure id="attachment_4002" aria-describedby="caption-attachment-4002" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4002 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248-1024x683.jpg" alt="Barbie trägt Kopftuch, aber auf den Straßen in Jordanien bei weitem nicht jede Frau." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4002" class="wp-caption-text">Barbie trägt Kopftuch, aber auf den Straßen in Jordanien bei weitem nicht jede Frau.</figcaption></figure>
<p>Auch den Islam als Religion haben wir eher am Rande wahrgenommen. Natürlich haben wir in regelmäßigen Abständen den Ruf des Muezzin vernommen und einige Führer baten um kurze Pausen, wenn sie beten wollten. Nur der Guide auf der Zitadelle von Amman startete einen kleinen Bekehrungsversuch, aber abgesehen davon wurde die Religion anscheinend als Privatsache betrachtet und war vielleicht so präsent wie der katholische Glauben in Lateinamerika.</p>
<figure id="attachment_4003" aria-describedby="caption-attachment-4003" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4003" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923-1024x683.jpg" alt="Straßenszene in Amman" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4003" class="wp-caption-text">Straßenszene in Amman</figcaption></figure>
<p>Mona konnte zudem vielfach mit ihrem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mona_(Vorname)">Vornamen</a> Sympathie wecken (&#8222;Oh, Arabic Name!&#8220;). Auf Arabisch bedeutet &#8222;Mona&#8220; &#8222;Hoffnung&#8220; oder &#8222;Traum&#8220; und so war das Eis schnell gebrochen, allein schon durch die Vorstellung, die immer auf Englisch erfolgte. Sprachprobleme hatten wir (fast) nie in Jordanien, was auch dazu beitrug, dass Jordanien sehr unproblematisch zu bereisen war.</p>
<h2>Sehr gute Infrastruktur</h2>
<p>Die gute Infrastruktur in Jordanien vereinfachte das Reisen zusätzlich: Stabiles Internet, der Fahrdienst Uber funktionierte in den Städten problemlos und die Straßen waren einwandfrei. Nur einen Wermutstropfen gab es: Der öffentliche Personenfernverkehr soll laut Reiseführer für Ausländer nicht zu bewältigen sein. Da mein Führerschein in Mexiko geblieben war, Mona nicht ausschließlich fahren wollte und wir uns keiner Rundreisegruppe anschließen wollten, war die einzige Option auf längeren Strecken ein gemietetes Auto mit Fahrer. Was dekadent klingt, stellte sich allerdings sogar als Sparmodell heraus. Aufgrund unserer Reiseroute wäre ein Mietwagen für die gesamte Zeit sogar teurer gewesen.</p>
<figure id="attachment_4004" aria-describedby="caption-attachment-4004" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4004 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573-1024x683.jpg" alt="Der Desert Highway verbindet Norden und Süden des Landes. Die 250 km von Amman nach Petra schafft man ohne Pause in gut 3 Stunden." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4004" class="wp-caption-text">Der Desert Highway verbindet Norden und Süden des Landes. Die 250 km von Amman nach Petra schafft man ohne Pause in gut 3 Stunden.</figcaption></figure>
<p>Vor allem die Überlandverbindungen sind sehr gut ausgebaut. Der Desert Highway führt von Norden nach Süden durch das ganze Land und auch die Nebenstraßen sind weitestgehend schlaglochfrei. Geschwindigkeitsbegrenzungen sind allerdings eher Dekoration, auch weil sie (viel) zu niedrig angesetzt sind. An Baustellen auf dem Desert Highway herrscht ein Limit von 40 oder 60km/h, obwohl die Fahrspuren breit sind. Infolgedessen fahren alle Verkehrsteilnehmer trotzdem 80 bis 100km/h. Man kommt also schnell und zuverlässig von A nach B.</p>
<figure id="attachment_4005" aria-describedby="caption-attachment-4005" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4005 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866-1024x683.jpg" alt="Diesen prächtigen Kamelen begegneten wir in Petra, aber wir sahen auch immer wieder Kamele am Straßenrand" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4005" class="wp-caption-text">Diesen prächtigen Kamelen begegneten wir in Petra, aber wir sahen auch immer wieder Kamele am Straßenrand</figcaption></figure>
<p>Die freilaufenden Kamele, die gelegentlich den Desert Highway überqueren, können zu einem echten Hindernis werden. Sie zeigen recht eindrucksvoll das Spannungsfeld zwischen dem traditionellen Leben der Beduinen und der Moderne. In den Städten, v.a. in Amman, nimmt der Verkehr bisweilen recht kreative Formen an. Einige Autos fahren gerne so nah an eine Ampel heran, dass der Fahrer das Signal nicht mehr erkennen kann. Dass die Ampel grün geworden ist, merken sie dann daran, dass hinten gehupt wird.</p>
<h2>Stempelsammeln mit dem Jordan Pass</h2>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jordanien#Tourismus">Tourismus</a> ist in Jordanien ein wichtiger Wirtschaftszweig und ein gutes Geschäft. Er macht etwa 10% des BIP aus und ist ein wesentlicher Devisenbringer. Ein Zeichen dafür ist, dass an den Straßen spezielle Hinweisschilder (in braun statt in blau) stehen, auf denen die Entfernungen zu den Sehenswürdigkeiten abzulesen sind. Es gibt eine eigene Touristenpolizei und man kann den <a href="https://www.jordanpass.jo/">Jordan Pass</a> erwerben, der einem bei vielen Attraktionen freien oder reduzierten Eintritt gewährt. Eigentlich rechnet er sich sofort, sobald man nach Petra fahren (und wer will das nicht?) und noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten besuchen möchte.</p>
<figure id="attachment_4006" aria-describedby="caption-attachment-4006" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4006 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit-1024x683.jpg" alt="Braune Schilder weisen den Touristen in Jordanien den Weg." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4006" class="wp-caption-text">Braune Schilder weisen den Touristen in Jordanien den Weg.</figcaption></figure>
<p>Auch wenn ein digitaler Jordan Pass möglich gewesen wäre, hatten wir ihn sicherheitshalber ausgedruckt, was sich an den meisten Stellen als vorteilhaft erwies, da die Kontrolleure (außer in Petra) ihn meist abstempeln wollten. Als großen Bonus bekam ich auch in mein <a href="http://wittmann-tours.de/wir-sammeln-stempel/">Stempelbuch</a> zahlreiche neue Stempel mit dekorativer arabischer Schrift :).</p>
<figure id="attachment_4008" aria-describedby="caption-attachment-4008" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4008" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657-723x1024.jpg" alt="Der Jordan Pass, reich bestempelt" width="525" height="744" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657-723x1024.jpg 723w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657-212x300.jpg 212w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657-768x1088.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657-1084x1536.jpg 1084w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657.jpg 1129w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4008" class="wp-caption-text">Der Jordan Pass, reich bestempelt</figcaption></figure>
<h2>Tourismus als Wirtschaftszweig</h2>
<p>Trotzdem hatten wir keineswegs den Eindruck, dass Jordanien vom Tourismus überlaufen war. Wenige Ausnahmen davon sind <a href="http://wittmann-tours.de/petra-die-hauptstadt-des-reiches-der-nabataeer">Petra</a> (natürlich), vermutlich auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Akaba_(Jordanien)">Aqaba</a> am Roten Meer (wo wir nicht waren) und die sogenannte &#8222;Church of the Map&#8220; in <a href="http://wittmann-tours.de/die-filigranen-mosaike-von-madaba/">Madaba</a>. An allen anderen Orten waren die Besucherzahlen eher überschaubar. Vielleicht ist Jordanien doch noch so etwas wie ein Geheimtipp, da von Westlern die umliegenden Konfliktherde pauschal auf den gesamten Nahen Osten und die arabische Welt projiziert werden.</p>
<figure id="attachment_4009" aria-describedby="caption-attachment-4009" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4009 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR-1024x683.jpg" alt="Petra ist der mit Abstand touristischste Ort in Jordanien und vor dem &quot;Schatzhaus&quot; rollt der Dinar für Souvenirs und Kamelritte." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4009" class="wp-caption-text">Petra ist der mit Abstand touristischste Ort in Jordanien und vor dem &#8222;Schatzhaus&#8220; rollt der Dinar für Souvenirs und Kamelritte.</figcaption></figure>
<p>Wir hatten allerdings den Eindruck, dass die touristische Infrastruktur in Jordanien gezielt als Parallelwelt geplant und inszeniert wird. Besucher werden mit dem Reisebus oder mit privatem Transfer von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gebracht und auf dem Weg dorthin in speziell für Touristen gebaute Geschäfte und Restaurants geschleust. Je nach Standpunkt könnte man sich über die gute Infrastruktur freuen oder aber Authentizität vermissen. Wir gehörten eher in die zweite Gruppe. Leider stieß unser Wunsch nach weniger Touristenblase nicht immer auf Verständnis.</p>
<h2>Wie der Tourismus Jordanien verändert</h2>
<p>Auf jeden Fall bietet der Tourismus anscheinend viele gut bezahlte Jobs. Zu denken gab uns die Geschichte eines Fahrers, der uns von <a href="http://wittmann-tours.de/feynan-nachhaltigkeit-in-der-wueste/">Feynan</a> nach Madaba brachte. Wir sprachen über unsere Berufe und zum Thema Medizin kannte er sich erstaunlich gut aus. Er erzählte, er sei um die 40 Jahre alt und wäre als Pfleger im Krankenhaus beschäftigt gewesen, auch auf der Intensivstation und im OP. Seine gute Arbeit wurde damit belohnt, dass er für die Koordination im OP zuständig war und dafür 20 Dinar (6,50 Euro) mehr im Monat bekam. Die Tätigkeit soll sehr stressig und anspruchsvoll gewesen sein, aber nicht gut bezahlt, daher sah er sich nach Alternativen um. Jetzt fährt er Touristen im Land umher und verdient damit nach eigenem Bekunden deutlich mehr als in seinem eigentlichen Beruf und die Arbeitszeiten sind angenehmer. Diese Erzählung hörte sich nicht nach einer positiven Entwicklung für das jordanische Gesundheitssystem an.</p>
<figure id="attachment_4010" aria-describedby="caption-attachment-4010" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4010 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254-1024x683.jpg" alt="Gruppenbild mit einem unserer Guides in Madaba. Das Bild wurde uns etwas von einer netten Jordanierin aufgedrängt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4010" class="wp-caption-text">Gruppenbild mit einem unserer Guides in Madaba. Das Bild wurde uns etwas von einer netten Jordanierin aufgedrängt.</figcaption></figure>
<p>Auf dieser Taxifahrt lernten wir viel über Jordanien. Insgesamt waren viele Jordanier uns gegenüber sehr aufgeschlossen und interessiert an uns als Menschen. Sie wollten wissen, woher wir kamen, wer wir waren. Das betraf jedoch fast ausschließlich die Leute auf der Straße. Viele Angestellte, die im Tourismus arbeiteten, also auch die meisten Fahrer, schienen diese Tätigkeit nicht aus Berufung gewählt zu haben, sondern nur als Job zu sehen. Alle waren sehr höflich, aber trotzdem hatten wir den Eindruck, als ob sie nicht mit Herzblut bei der Sache wären. Wahrscheinlich hätten die meisten lieber auf andere Weise ihr Geld verdienst, vielleicht in dem Beruf, den sie einmal für sich auserkoren hatten?</p>
<h2>Jordanien kulinarisch</h2>
<p>Immer wenn wir ohne Führer und ohne Fahrer unterwegs waren, entflohen wir schnell der Touristenblase, zum Beispiel beim Restaurantbesuch. Neben den interessanten Sehenswürdigkeiten ist allein das Essen Grund genug, Jordanien zu bereisen. In den <a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-jordanien-in-amman/">ersten Eindrücken</a> berichteten wir schon über Mezze, sozusagen die jordanischen Tapas. Sie waren immer und überall (sogar in einem Fast Food Restaurant am Flughafen) schmackhaft und eine gute Wahl für eine leichte Mahlzeit. Die Klassiker Falafel, Hummus, Salat und Fladenbrot in zahlreichen Variationen wurden uns die ganze Zeit über nicht langweilig.</p>
<figure id="attachment_4011" aria-describedby="caption-attachment-4011" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4011" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105-1024x768.jpg" alt="Hummus, immer etwas anders, immer wieder lecker!" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4011" class="wp-caption-text">Hummus, immer etwas anders, immer wieder lecker!</figcaption></figure>
<p>Aber die jordanische Küche hat mehr als nur Mezze zu bieten. Frischen Salat mit aromatischen Tomaten, Gurken, Oliven und Schafskäse genossen wir ebenso wie Fatoush, ein Salat, der zusätzlich mit gerösteten, knusprigen Fladenbrotstückchen garniert wird. Außerdem probierten wir Taboulé, Shawarma, gefüllte Weinblätter, schmackhafte Würstchen (Naqaneq), <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kibbeh">Kibbeh</a> und Maftool. Maftool ist ein Gericht aus einer speziellen Form von Couscous. Dieses ist uns besonders im Gedächtnis geblieben. Nicht nur schmeckte es exzellent, es wurde uns in Madaba auch überaus effektvoll serviert. Der Kellner erhitzte einem Tonkrug über offener Flamme am Tisch und öffnete ihn dann mit einem Messer an einer Sollbruchstelle &#8211; Voilà, Maftool mit Hühnchen war serviert!</p>
<figure id="attachment_4012" aria-describedby="caption-attachment-4012" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4012 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086-1024x768.jpg" alt="Maftool effektvoll serviert" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4012" class="wp-caption-text">Maftool effektvoll serviert</figcaption></figure>
<p>Als Nachtisch ist uns besonders <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Muhallebi">Muhallabiyeh</a> im Gedächtnis geblieben, eine delikate Milchcreme, die mit Rosenwasser aromatisiert und gehackten Pistazien bestreut wird. Kulinarisch gesehen war Jordanien definitiv eines der interessantesten Länder auf der ganzen Weltreise. Zufälligerweise lagen wir mit unserer Entdeckung der lokalen Kochkunst voll im Trend. In vielen Medien wurden 2018 die gesunden, würzigen, leichten und wenig fleischlastigen Gerichte der Levante-Küche als Inspiration einer hippen, weltoffenen Fusion-Cuisine gefeiert. Umso mehr freuten wir uns über das Privileg, diese Speisen in ihrer authentischen Form im Ursprungsland kosten zu dürfen.</p>
<figure id="attachment_4060" aria-describedby="caption-attachment-4060" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4060 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076-1024x768.jpg" alt="Muhallabiyeh ist eine delikate aber leichte Milchcreme." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4060" class="wp-caption-text">Muhallabiyeh ist eine delikate aber leichte Milchcreme.</figcaption></figure>
<h2>Die Laster der Jordanier</h2>
<p>Jordanien ist im Wesentlichen trockengelegt, d.h. man trinkt wenig bis keinen Alkohol, wie es für ein muslimisches Land zu erwarten ist. Zwei Laster der Jordanier haben wir aber trotzdem schnell ausgemacht. Das erste ist Zucker, die Jordanier lieben es zuckersüß. Seien es sirupbeträufelte Baklava, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kunafah">Kunafah</a> (warmes Blätterteiggebäck mit Quarkfüllung) oder einfach nur Tee. In der traditionellen Zubereitungsart kamen mehrere gehäufte Esslöffel(!) in eine Kanne. Bestellten wir im Restaurant einen Tee, bekamen wir in der Regel 3-4 Tütchen Zucker dazu.</p>
<figure id="attachment_4013" aria-describedby="caption-attachment-4013" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4013" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074-1024x768.jpg" alt="Süß, süßer, jordanischer Tee" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4013" class="wp-caption-text">Süß, süßer, jordanischer Tee</figcaption></figure>
<p>Das zweite Laster ist das Rauchen, allerdings weniger Zigaretten, sondern häufiger Wasserpfeife. Diese steht in vielen Restaurants auf der Speisekarte. Den Rauch empfanden wir weniger als Belästigung, aber der blaue Dunst der Shisha soll noch gesundheitsschädlicher sein als der von Zigaretten. Kurioserweise baten einige Restaurants, in denen natürlich geraucht wurde, beim Bezahlen um eine Spende für die Jordanien Cancer Foundation.</p>
<h2>Geschichte zum Anfassen</h2>
<p>Neben den weltlichen Genüssen hat der Besuch in Jordanien sich auch positiv auf unsere Bildung ausgewirkt. Von den Anfängen unserer Zivilisation über die biblische Zeit bis zur Moderne hat Jordanien eine sehr interessante und bewegte Geschichte. Im weiteren Sinne sind Menschen in den Gebieten des Nahen Ostens zum ersten Mal sesshaft geworden, haben Tiere domestiziert und Landwirtschaft betrieben. Jordanien hatte diesbezüglich in biologischer und  geographischer Hinsicht Glück durch eine vorteilhafte Ausstattung an Flora und Fauna und fruchtbaren Böden am Jordan, die diese Entwicklung ermöglicht haben.</p>
<figure id="attachment_4014" aria-describedby="caption-attachment-4014" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4014 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869-1024x683.jpg" alt="Blick über Amman: Historische Bausubstanz inmitten der modernen Großstadt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4014" class="wp-caption-text">Blick über Amman: Historische Bausubstanz inmitten der modernen Großstadt.</figcaption></figure>
<p>Die antiken Großmächte gaben sich auf dem Gebiet des heutigen Jordanien die Klinke in die Hand: Griechen, Römer, Byzantiner. Befeuert wurde deren Präsenz durch die vielfältigen Möglichkeiten, Handel zu treiben. Damals war diese Gegend, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Levante">Levante</a>, das Bindeglied zwischen dem Mittelmeer und Arabien. Neben den damals schon entscheidenden wirtschaftlichen Verflechtungen bestimmten auch Naturkatastrophen, allen voran Erdbeben, den Lauf der Geschichte. Auch diese sorgten für einige Zäsuren.</p>
<figure id="attachment_4015" aria-describedby="caption-attachment-4015" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4015" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354-1024x683.jpg" alt="Abu Badd. Dieser gewaltige Felsen wurde einst verwendet, um den Zugang zu einem byzantinischen Kloster zu verschließen. Heute steht er am Mount Nebo." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4015" class="wp-caption-text">Abu Badd. Dieser gewaltige Felsen wurde einst verwendet, um den Zugang zu einem byzantinischen Kloster zu verschließen. Heute steht er am Mount Nebo.</figcaption></figure>
<p>Nicht zuletzt ist Jordanien auch Schauplatz der Ereignisse gewesen, über die die Bibel berichtet. Auch wenn ihre genaue Lage wohl mehr auf Überlieferung als auf archäologischen Fakten beruht, so haben uns die <a href="http://wittmann-tours.de/jordaniens-biblische-orte/">biblischen Orte</a> und Landschaften sehr fasziniert. Sie lassen die Geschichten des Buches der Bücher in einem lebendigeren Licht erscheinen. So verging die Zeit im Morgenland wie im Fluge und wir könnten uns gut vorstellen, Jordanien in der Zukunft noch einmal einen Besuch abzustatten.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/wie-war-jordanien/">Wie war Jordanien?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Arusha, am Fuße des Mount Meru</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Sep 2019 00:01:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Arusha ist für viele Reisende das Tor zum Ngorongoro Krater oder Sprungbrett für die Besteigung des Kilimanjaro. Wir wollten dort sog. Cultural Tourism erleben, um Land und Leute aus einer anderen Sicht kennenzulernen. Dazu erkundeten wir Arusha selbst und die unmittelbare Umgebung (dieser Artikel). Außerdem planten wir einen Besuch bei den Massai (mehr dazu im &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/arusha-am-fusse-des-mount-meru/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Arusha, am Fuße des Mount Meru“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Arusha ist für viele Reisende das Tor zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ngorongoro">Ngorongoro Krater</a> oder Sprungbrett für die Besteigung des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kilimandscharo">Kilimanjaro</a>. Wir wollten dort sog. Cultural Tourism erleben, um Land und Leute aus einer anderen Sicht kennenzulernen. Dazu erkundeten wir Arusha selbst und die unmittelbare Umgebung (dieser Artikel). Außerdem planten wir einen Besuch bei den Massai (mehr dazu im nächsten Artikel).</p>
<figure id="attachment_3615" aria-describedby="caption-attachment-3615" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111535-9024.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3615 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111535-9024-1024x683.jpg" alt="Der Mount Meru ist von vielen Orten in Arusha gut zu sehen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111535-9024-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111535-9024-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111535-9024-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111535-9024.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3615" class="wp-caption-text">Der Mount Meru ist von vielen Orten in Arusha gut zu sehen.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3635"></span></p>
<h2>Arusha, grün und ländlich</h2>
<p>Arusha ist grün, erstaunlich grün, so grün, dass es so überhaupt nicht zur Vorstellung von Afrika mit Wüsten und Steppen passt. Auf gut 1400m über dem Meeresspiegel und am Fuße des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mount_Meru">Mount Meru</a> hat Arusha ein sehr angenehmes Klima und fruchtbare Böden. Trotz seiner 400.000+ Einwohner lag unser Hostel, gut 1km südlich des Zentrums, in einem Stadtteil mit hohen Bäumen und freien Flächen für Gemüsebeete. Außerdem gackerten die Hühner und krähten die Hähne, selbstredend auch früh morgens ;).</p>
<figure id="attachment_3616" aria-describedby="caption-attachment-3616" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-105401-9019.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3616" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-105401-9019-1024x683.jpg" alt="Auch in direkter Nachbarschaft unseres Hostels sahen wir den majestätischen Mount Meru" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-105401-9019-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-105401-9019-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-105401-9019-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-105401-9019.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3616" class="wp-caption-text">Auch in direkter Nachbarschaft unseres Hostels sahen wir den majestätischen Mount Meru.</figcaption></figure>
<p>Trotz des scheinbaren Idylls umgab eine hohe Mauer unser Hostel und der Besitzer riet uns, wir sollten uns bei Dunkelheit in den unbeleuchteten Straßen des Viertels besser nur mit dem Taxi bewegen. Damit fühlten wir uns ein wenig im Paradies eingesperrt. Das Hostel war einfach, ein freundlicher Familienbetrieb mit einem hübschen Garten. Die Früchte des riesigen Avocadobaums waren offensichtlich reif. Immer, wenn eine Windböe aufkam, raschelte es in den Blättern und anschließend vernahmen wir entweder ein dumpfes „Pfump“ (Avocado war auf dem Rasen gelandet) oder ein lautes Scheppern (Avocado war auf das Wellblechdach eines kleinen Schuppens gefallen).</p>
<h2>Arusha, vom Tourismus verdorben</h2>
<p>Arusha hat als Stadt wenige echte Sehenswürdigkeiten zu bieten. Auf einem einstündigen Rundgang hat man schnell die Deutsche Boma, den Uhrturm und die dortige Uhuru-Fackel gesehen. Aber man kommt auch nicht nach Arusha, um die Stadt zu sehen, sondern um zum Beispiel auf Safari zu gehen.</p>
<figure id="attachment_3617" aria-describedby="caption-attachment-3617" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-114530-9032.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3617" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-114530-9032-1024x683.jpg" alt="Ein Safari-Kreisverkehr in Arusha" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-114530-9032-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-114530-9032-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-114530-9032-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-114530-9032.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3617" class="wp-caption-text">Ein Safari-Kreisverkehr in Arusha</figcaption></figure>
<p>Damit waren in Arusha entsprechend viele Nepper, Schlepper und Bauernfänger unterwegs. In der Nähe des Uhrturms konnte man als Ausländer keine 2 Meter gehen, ohne ständig angesprochen zu werden (&#8222;Hello my friend!&#8220;), ob man nicht ein Hotel oder eine Safari buchen, ein Taxi nehmen oder Souvenirs kaufen wolle. Viele selbsternannte Reiseführer haben sich uns angeboten, die sich natürlich nach eigenen Angaben bestens auskannten und am liebsten gleich ungefragt loslegten.</p>
<figure id="attachment_3618" aria-describedby="caption-attachment-3618" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111727-9025.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3618" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111727-9025-1024x683.jpg" alt="Der Uhrturm von Arusha, Zentrum der Stadt und Treffpunkt der Bauernfänger" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111727-9025-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111727-9025-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111727-9025-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180909-111727-9025.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3618" class="wp-caption-text">Der Uhrturm von Arusha, Zentrum der Stadt und Treffpunkt der Bauernfänger</figcaption></figure>
<p>Wir hatten uns überlegt, entspannt über den angeblich sehenswerten Stadtmarkt zu schlendern. Und schon klebte wieder ein Mensch an unseren Fersen, der sich aufdrängte und uns das Geld aus der Tasche ziehen wollte. Dieser selbsternannte König des Marktes war auch der König der Lästigkeit. Er behauptete, Ausländer dürften nicht ohne einen Führer auf den Markt. Er verfolgte uns regelrecht und ließ nicht locker. Da wir unter den Bedingungen nichts kaufen wollten, verließen wir den Markt nach kurzer Zeit. Leider war dieses Erlebnis symptomatisch für Arusha. Die Aufdringlichkeit der Nepper war extrem nervig und ihr Verhalten sehr respektlos (und damit hoffentlich auch bei anderen wenig von Erfolg gekrönt). Der Stadtrundgang war, leider müssen wir es so sagen, ein weltweites, absolutes Lowlight unserer Reise. Zum Glück hatte Arusha aber auch eine andere Seite.</p>
<h2>Das ländliche Tansania</h2>
<p>Zum Glück war Arusha abseits des Zentrums doch einfach nur eine normale Stadt. Über ihr thront der von vielen Stellen aus sichtbare 4.565 Meter hohe Mount Meru. Gipfelambitionen hatten wir keine. Dafür wanderten wir im Rahmen von Cultural Tourism zusammen mit unserem Führer Jojo zum Napuru-Wasserfall.</p>
<figure id="attachment_3620" aria-describedby="caption-attachment-3620" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-102357-9092.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3620" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-102357-9092-1024x683.jpg" alt="Üppiges Grün und reiche Ernte" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-102357-9092-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-102357-9092-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-102357-9092-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-102357-9092.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3620" class="wp-caption-text">Üppiges Grün und reiche Ernte</figcaption></figure>
<p>Nur wenige Kilometer entfernt vom Zentrum waren wir im ländlichen Tansania angekommen. Wir liefen eine unasphaltierte Straße entlang, vorbei an Feldern und Gärten. Auch hier dominierte neben dem Braun des lehmigen Bodens die Farbe Grün. Was sich wildromantisch anhört, bedeutete aber für die Menschen harte Arbeit. Es war später Vormittag und viele Frauen und Kinder kamen uns schwer beladen entgegen, sie hatten Feuerholz im Wald gesammelt. Dafür waren sie bei Sonnenaufgang um 6 Uhr aufgebrochen und trugen nun die schwere Last meistens auf ihren Köpfen, seltener in Gestellen auf ihren Rücken, zu ihren Häusern.</p>
<figure id="attachment_3621" aria-describedby="caption-attachment-3621" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-105945-9096.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3621 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-105945-9096-1024x683.jpg" alt="Rückkehr vom Holzsammeln. Das Holz muss unglaublich schwer sein." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-105945-9096-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-105945-9096-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-105945-9096-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-105945-9096.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3621" class="wp-caption-text">Rückkehr vom Holzsammeln. Das Holz muss unglaublich schwer sein.</figcaption></figure>
<h2>Wanderung zum Napuru-Waterfall</h2>
<p>Nach einigen Kilometern endete das besiedelte Gebiet und wir betraten den Arusha Nationalpark und damit einen wunderschönen Wald. Der Weg führte über einen steilen, aber gut befestigten Weg hinunter zum Themi River. Vom Eingang des Nationalparks an begleiteten uns zwei 12 bis 14 Jahre alte Jungs, selbsternannte Co-Führer, die immer wieder ihre Hilfe anboten, die wir aber weder benötigten noch bestellt hatten. Trotzdem waren die beiden fest entschlossen, mitzuwandern &#8211; man ahnt schon, warum.</p>
<figure id="attachment_3622" aria-describedby="caption-attachment-3622" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113745-2160.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3622" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113745-2160-1024x683.jpg" alt="Der Themi-Fluss im Arusha Nationalpark" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113745-2160-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113745-2160-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113745-2160-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113745-2160.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3622" class="wp-caption-text">Der Themi-Fluss im Arusha Nationalpark</figcaption></figure>
<p>Den letzten Kilometer wanderten wir entlang des Themi Rivers und in üppiger Vegetation, bis wir den Napuru-Wasserfall erreicht hatten. Zum Baden führte der Fluss nicht genügend Wasser. Stattdessen verzehrten wir mit Blick auf die Katarakt unser Lunchpaket.</p>
<figure id="attachment_3623" aria-describedby="caption-attachment-3623" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-124912-2201-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3623" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-124912-2201-HDR-683x1024.jpg" alt="Der Napuru-Waterfall" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-124912-2201-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-124912-2201-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-124912-2201-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-124912-2201-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3623" class="wp-caption-text">Der Napuru-Waterfall</figcaption></figure>
<p>Nachdem wir auf dem Rückweg den Park verlassen hatten, kam es, wie es kommen musste. Die beiden Co-Guides forderten Trinkgeld ein. Vielleicht funktioniert das bei anderen Wazungu, aber wir hatten nun mal einen Führer dabei und für ihn auch ein Trinkgeld eingeplant. Damit blieb uns leider nur übrig, den schwarzen Peter weiterzugeben und die Jungs an Jojo zu verweisen.</p>
<figure id="attachment_3624" aria-describedby="caption-attachment-3624" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113616-2152-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3624" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113616-2152-HDR-1024x683.jpg" alt="Urwald rund um den Wasserfall" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113616-2152-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113616-2152-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113616-2152-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180911-113616-2152-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3624" class="wp-caption-text">Urwald rund um den Wasserfall</figcaption></figure>
<h2>Touristenfalle Arusha</h2>
<p>Der Ausflug als solcher gefiel uns sehr gut, aber es blieb leider ein fader Nachgeschmack. Arusha ist eine klassische Touristenfalle, darauf sollte man vorbereitet sein. Leider geschieht dies an vielen Orten, wo die Schere zwischen Arm und Reich zu groß ist und (vermeintlich) wohlhabende Reisende auf eine (finanziell) weniger bemittelte Bevölkerung treffen. Die Stadt war trotzdem ein Extrem auf der Nepp-Skala. Bevor man nach Arusha aufbricht (wenn man wirklich fest entschlossen ist, dorthin zu wollen), sollte man geistig darauf vorbereitet sein, sonst sind unangenehme Überraschungen vorprogrammiert. Aber das sind sie vor Ort vermutlich sowieso.</p>
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		<title>Fotografien als Bindeglied: Madegassen im Portrait</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2019 00:01:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
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		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Fotografieren auf Reisen ist manchmal problembehaftet, vor allem bei Fotos von Menschen. Besteht eventuell ein Verbot z.B. aus kulturellen oder religiösen Gründen? Ist es den Menschen denn recht, fotografiert zu werden? Dies sind Fragen von Respekt und Anstand. Gelingt diese Gradwanderung, kann eine Aufnahme eine dauerhafte, wundervolle Erinnerung sein, die Brücken zwischen den Kulturen &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Fotografieren auf Reisen ist manchmal problembehaftet, vor allem bei Fotos von Menschen. Besteht eventuell ein Verbot z.B. aus kulturellen oder religiösen Gründen? Ist es den Menschen denn recht, fotografiert zu werden? Dies sind Fragen von Respekt und Anstand. Gelingt diese Gradwanderung, kann eine Aufnahme eine dauerhafte, wundervolle Erinnerung sein, die Brücken zwischen den Kulturen schlägt. Eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben ist es, der fotografierten Person ihr Foto gleich auf dem Display zu zeigen. Noch viel schöner wäre es natürlich, eine echte gedruckte Aufnahme verschenken zu können, was nur leider viel zu selten funktioniert.</p>
<figure id="attachment_3252" aria-describedby="caption-attachment-3252" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3252" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-683x1024.jpg" alt="Eine Verkäuferin auf dem Markt in Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3252" class="wp-caption-text">Eine Verkäuferin auf dem Markt in Betafo</figcaption></figure>
<p><span id="more-3266"></span></p>
<h2>Fotos und gute Vorsätze</h2>
<p>Viele gedruckte Reiseführer empfehlen das Verschenken von Fotos. Es leuchtet sicher jedem beim Lesen als gute Idee ein, wird jedoch trotzdem sehr selten in die Tat umgesetzt. Entweder hat man keine Möglichkeit, die fotografierten Personen zu finden, da einem Name und Adresse nicht bekannt sind, bzw. vielfach haben die Menschen schlichtweg keine (postalische) Anschrift. Vielleicht hält man es auch für unwahrscheinlich, dass die Bilder ankommen, oder man vergisst es einfach.</p>
<figure id="attachment_3253" aria-describedby="caption-attachment-3253" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3253" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-683x1024.jpg" alt="Eine Avokadoverkäuferin wenige Kilometer nördlich von Antsirabe" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3253" class="wp-caption-text">Eine Avokadoverkäuferin wenige Kilometer nördlich von Antsirabe</figcaption></figure>
<p>Eine Aufnahme direkt vor Ort zu übergeben funktioniert selbst im Digitalzeitalter selten, da eine Fotografie auch heute noch entwickelt bzw. gedruckt werden muss. Wer hat schon eine (digitale) Polaroidkamera ;)? Außerdem befindet man sich am kommenden Tag oft schon wieder auf dem Weg an den nächsten Ort, vielleicht kann man die Fotos nicht sofort sortieren oder nachbearbeiten. Oder es fehlt einfach die Möglichkeit (oder der Wille oder die Zeit), Abzüge erstellen zu lassen, oder, oder, oder. Was auch immer der Grund sein mag, schließlich setzt man den guten Vorsatz doch nicht um.</p>
<h2>Die Grüne Kiste</h2>
<p>Natürlich kannten wir den Ansatz, Fotos im Sinne der Völkerverständigung zu verteilen, hatten davon gelesen, darüber nachgedacht und es selten genug durchgeführt. Das einzige Mal, dass wir gesehen hatten, dass es wirklich funktioniert, war auf unserer ersten Madagaskar-Reise 2011. Hasina, unser damaliger Reiseleiter, hatte seine Gäste ermuntert, ihm nach der Reise digitale Aufnahmen zu schicken, und er würde gerne auf der nächsten Reise den Boten spielen, was er auch tat! So waren wir Zeugen so mancher Bildübergabe und jedes Mal waren die so Beschenkten sehr glücklich, ein Foto von sich selbst überreicht zu bekommen.</p>
<figure id="attachment_3254" aria-describedby="caption-attachment-3254" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3254" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-1024x683.jpg" alt="Am Ufer des Manambolo in Bekopaka" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3254" class="wp-caption-text">Am Ufer des Manambolo in Bekopaka</figcaption></figure>
<p>Was damals angefangen hat, ist mittlerweile ein kleines Element des Projekts der &#8222;<a href="http://www.madagruenekiste.org/de/">Grünen Kiste</a>&#8220; geworden. Die &#8222;Grüne Kiste&#8220; ist ein gemeinnütziger Verein, gegründet von Hasina Samoelinanja, der &#8222;die Förderung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens in Bezug auf Madagaskar&#8220; <a href="http://www.madagruenekiste.org/files/upload_mada/NEUE_Satzung_6_05_2018.pdf">zum Ziel hat</a>. Zu diesem Zweck unterstützt die &#8222;Grüne Kiste&#8220; talentierte madegassische Schüler und Studenten. Die beteiligten Reiseleiter fördern einen verantwortungsvollen Tourismus, auch indem sie Fotos, die auf den Touren entstanden sind, im Land verteilen.</p>
<h2>Gegenseitiges Interesse und gemeinsame Erlebnisse</h2>
<p>Reisen ist für die meisten von uns ohne Fotos fast unvorstellbar. Die Bilder sind ein wichtiger Teil unserer Erinnerung und werden als Gedächtnisstütze umso wichtiger, je länger eine Reise zurückliegt. Das Fotografieren kann jedoch auch zu einem sehr einseitigen Vorgang werden, wenn man (wie es im Englischen so treffend ausgedrückt wird), ein Foto von Personen &#8222;nimmt&#8220;. Oftmals entstehen die schönsten Erinnerungen (und auch die besten Aufnahmen) jedoch bei einem gemeinsamen Erlebnis, das allen Beteiligten Freunde bereitet.</p>
<figure id="attachment_3255" aria-describedby="caption-attachment-3255" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3255" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-683x1024.jpg" alt="Ein kleiner Junge in Mandoto" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3255" class="wp-caption-text">Ein kleiner Junge in Mandoto</figcaption></figure>
<p>Wie aus unseren bisherigen Schilderungen über Madagaskar deutlich wird, setzte Tahina ein auf gegenseitiger Neugier und Verständnis basierendes Tourismuskonzept um, das offene Begegnungen zwischen Einheimischen und Besuchern förderte. Die Interaktion zwischen Madegassen und Vazahas mit authentischen Erlebnissen sollte das Ziel sein, so dass sich ein fast freundschaftliches Verhältnis entwickeln konnte. Dazu gehörten natürlich immer zwei Seiten und manchmal ein vermittelnder Reiseleiter. Ab und zu verteilte Tahina auch das eine oder andere Trinkgeld oder kleine Geschenk, aber niemals ohne Gegenleistung. Viele Madegassen hatten ebenso großes Interesse an uns wie wir an ihnen, ließen sich gerne fotografieren, schenkten uns ihr Lächeln und gaben uns ein Foto.</p>
<figure id="attachment_3256" aria-describedby="caption-attachment-3256" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3256" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-1024x683.jpg" alt="Diese Bäuerin verkaufte Zitrusfrüchte, Chilies, Zwiebeln und vieles mehr." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3256" class="wp-caption-text">Diese Bäuerin verkauft Zitrusfrüchte, Chilies, Zwiebeln und vieles mehr.</figcaption></figure>
<p>Damit gab es für uns keine Ausrede mehr, warum wir uns nicht wenigstens mit ein paar Fotos revanchieren könnten, ein Geschenk mit einem hohen emotionalen Wert, ein Bild von der portraitierten Person selbst, vielleicht das einzige Bild, das die Menschen je von sich besitzen würden. Von Morondava aus fuhren wir 2 Tage lang über Antsirabe wieder zurück nach Antananarivo, die gleiche Strecke, die wir gekommen waren. Am Vorabend unserer Rückfahrt besuchten wir also einen Copyshop, wo wir einige gelungene Fotos ausdrucken ließen.</p>
<figure id="attachment_3257" aria-describedby="caption-attachment-3257" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3257" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-1024x683.jpg" alt="Wie selbstverständlich balancieren die Frauen alles mögliche auf ihren Köpfen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3257" class="wp-caption-text">Wie selbstverständlich balancieren die Frauen alles mögliche auf ihren Köpfen.</figcaption></figure>
<h2>Die Rückfahrt von Morondava nach Antananarivo</h2>
<p>Wie haben wir nun die portraitierten Menschen gefunden, um die Bilder zu verteilen? Natürlich war der Ort der Aufnahme immer der Ausgangspunkt der Suche, der sich aus der Erinnerung (oder mit GPS) relativ einfach rekonstruieren ließ. Tahina nahm das Foto, wir gingen sozusagen zum Tatort und Tahina fragte die Passanten, ob sie den Menschen auf dem Foto kennen würden. In der Regel bekamen wir schnell einen Hinweis darauf, wo sich die gesuchten Personen aufhielten, wo sie wohnten, oder ob sie gerade nicht da waren. In diesem Fall fand sich aber immer ein bereitwilliger Bote: Freunde, Familie, Bekannte.</p>
<figure id="attachment_3258" aria-describedby="caption-attachment-3258" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3258" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-1024x683.jpg" alt="Wer kennt das Mädchen auf dem Bild?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3258" class="wp-caption-text">Wer kennt das Mädchen auf dem Bild?</figcaption></figure>
<p>Am Nachmittag suchten wir ein kleines Mädchen. Es stellte sich heraus, dass sie nur zwei Straßen entfernt wohnte. Tahina hatte das Interesse der Menschen und vor allem der Kinder geweckt, die sich in einer Traube um ihn scharten. Das Mädchen stand auch in der Gruppe, bekam einen Schreck und lief voller Scham weg. Die anderen Kinder ließen sie aber nicht so einfach davonkommen. Einige folgten ihr und trugen die Kleine buchstäblich zu uns zurück. Mittlerweile hatten sich etwa 30-40 Kinder und junge Erwachsene auf dem kleinen Hof versammelt. Das Mädchen war so viel Aufmerksamkeit offensichtlich nicht gewohnt, nahm ihr Bild eingeschüchtert entgegen und lief sofort wieder davon, so schnell sie ihre Füße trugen. Wir hoffen, dass sie sich trotzdem später über das Bild gefreut hat.</p>
<figure id="attachment_3259" aria-describedby="caption-attachment-3259" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3259" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-683x1024.jpg" alt="Der Trubel der Fotoübergabe war ihr zu unheimlich." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3259" class="wp-caption-text">Der Trubel der Fotoübergabe war ihr zu unheimlich.</figcaption></figure>
<h2>Fotos vom Markt in Betafo</h2>
<p>Den Markt in Betafo, auf dem wir einige Tage vorher Proviant eingekauft hatten, erreichten wir erst in der Dämmerung. Trotzdem war es nicht schwierig, die fotografierten Menschen zu finden. Manche Standbesitzer waren noch in ihren Buden, sie erkannten uns und wir sie.</p>
<figure id="attachment_3260" aria-describedby="caption-attachment-3260" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3260" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-683x1024.jpg" alt="Ein Metzger in Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3260" class="wp-caption-text">Ein Metzger in Betafo</figcaption></figure>
<p>Andere Händler hatten schon geschlossen oder waren an diesem Tag nicht zum Markt gekommen. Einige von ihnen müssen weite Wege bis zum Handelsplatz zurücklegen. Tahina fand allerdings jedes Mal freundliche Helfer, die gerne bereit waren, die Fotos an unserer Stelle zu übergeben. Vielen Dank!</p>
<figure id="attachment_3261" aria-describedby="caption-attachment-3261" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3261" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-683x1024.jpg" alt="Auf dem Markt von Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3261" class="wp-caption-text">Auf dem Markt von Betafo</figcaption></figure>
<h2>Zu Besuch bei einer Merina-Familie</h2>
<p>Katja hatte gefragt, ob es möglich wäre, das Innere eines Wohnhauses zu sehen. Am zweiten Fahrtag zurück nach Tana bot sich die Gelegenheit. Wir hielten an der Straße, gingen eine Böschung hinab, an einem abgeernteten Reisfeld vorbei in Richtung einer Ansammlung von Häusern. Wie so oft bemerkten uns die Kinder als erste.</p>
<figure id="attachment_3262" aria-describedby="caption-attachment-3262" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3262" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-1024x683.jpg" alt="Die Kinder hatten die Vazahas als erstes erblickt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3262" class="wp-caption-text">Die Kinder bemerken die Vazahas als erste.</figcaption></figure>
<p>Sie begleiteten uns zu den Häusern, wo die Bewohner auf einer Art Hof mit gestampftem Lehmboden verschiedenen landwirtschaftlichen Tätigkeiten nachgingen. Tahina fragte, ob die Vazahas eine kleine Führung bekommen könnten. Eine Familie willigte bereitwillig ein und wir betraten das enge Lehmziegelhaus. Über eine Treppe gelangten wir direkt in den ersten Stock, wo sich das Schlafzimmer und die rußige Küche befanden. Nur durch wenige Fenster fiel das helle Sonnenlicht in die dämmerigen Zimmer. Die Räume waren eng, aber funktional und mit nur wenigen Möbeln ausgestattet. Weitwinklig fotografiert wirken sie größer als sie waren.</p>
<figure id="attachment_3263" aria-describedby="caption-attachment-3263" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3263" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-1024x683.jpg" alt="Im Haus einer Merina-Familie südlich von Antananarivo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3263" class="wp-caption-text">Im Haus einer Merina-Familie südlich von Antananarivo</figcaption></figure>
<p>Das alltägliche Leben der Menschen spielte sich allerdings sowieso die meiste Zeit draußen ab. Die Familien waren im Hof versammelt, alle arbeiteten und redeten und scherzten. Da einige Frauen gerade damit beschäftigt waren, zeigten sie uns, wie sie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sisalfaser">Sisalkordeln</a> hergestellten.</p>
<h2>Epilog</h2>
<p>Leider konnten wir nicht alle Bilder selbst überreichen und möchten an dieser Stelle Tahina dafür danken, dass er diese Aufgabe für uns übernommen hat. Gerne wären wir selbst dabei gewesen, da allein schon die Suche nach den fotografierten Personen immer ein kleines Abenteuer war und sich alle sehr über das unerwartete Vazaha-Geschenk gefreut haben. Natürlich ist es ein schöneres Erlebnis, in dem Moment persönlich dabei zu sein, als nur zu wissen, dass das Foto angekommen ist.</p>
<figure id="attachment_3264" aria-describedby="caption-attachment-3264" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3264" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-1024x683.jpg" alt="Fotoübergabe erfolgreich" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3264" class="wp-caption-text">Fotoübergabe erfolgreich</figcaption></figure>
<p>Sind wir durch diese kurzen Begegnungen zu Freunden geworden? Vermutlich nicht, aber hoffentlich sind wir uns dennoch etwas näher gekommen. Oder waren wir doch nur die reichen Vazahas, die ihren inneren Wohltäterinstinkt durch das Verteilen von Bildern im Land befriedigt haben? Vielleicht. Aber selbst wenn es so war, könnte es trotzdem gut sein, dass solch ein Foto eines der wenigen (oder sogar das einzige) ist, dass diese Menschen von sich besitzen. Wenn sie sich selbst in dem Bild erkennen, wenn es ihnen eine Erinnerung an diese Zeit ihres Lebens sein wird, dann hätte die Aktion schon einen guten Zweck erfüllt.</p>
<figure id="attachment_3265" aria-describedby="caption-attachment-3265" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3265" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-683x1024.jpg" alt="Viele Kinder wollten gerne fotografiert werden" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3265" class="wp-caption-text">Viele Kinder genießen es, fotografiert zu werden.</figcaption></figure>
<p>Nur um abschließend zu bestätigen, was Ihr vielleicht schon vermutet habt: Dieser Artikel beinhaltet ausschließlich Bilder, die der/die Portraitierte auch erhalten hat bzw. die bei der Übergabe entstanden sind. Abgesehen von aller materiellen Armut kamen wir erneut zu dem Schluss, dass die liebenswürdigen Madegassen Madagaskars größter Reichtum sind.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/fotografien-als-bindeglied-madegassen-im-portrait/">Fotografien als Bindeglied: Madegassen im Portrait</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Wie war Peru?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2018 00:01:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Höhe]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
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		<category><![CDATA[Muña]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Peru waren wir hauptsächlich auf sehr ausgetretenen Touristenpfaden unterwegs: Cuzco, Machu Picchu, Titicacasee, alles keine Geheimtipps. Dort sind die Zeiten des Backpacking mit echtem Abenteuer vorbei, dafür kommen mittlerweile (auch in der Vorsaison) zu viele Besucher. Trotzdem ist Peru zwei Ecken weiter &#8211; und erst recht im ländlichen Raum &#8211; zum Glück noch ein &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Peru waren wir hauptsächlich auf sehr ausgetretenen Touristenpfaden unterwegs: Cuzco, Machu Picchu, Titicacasee, alles keine Geheimtipps. Dort sind die Zeiten des Backpacking mit echtem Abenteuer vorbei, dafür kommen mittlerweile (auch in der Vorsaison) zu viele Besucher. Trotzdem ist Peru zwei Ecken weiter &#8211; und erst recht im ländlichen Raum &#8211; zum Glück noch ein ganz normales und sehr liebenswertes Land. Und egal wo, Peru bot (soviel können wir vorweg nehmen) kulinarisch die beste Küche der andinen Staaten.</p>
<figure id="attachment_2500" aria-describedby="caption-attachment-2500" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180508-105358-2080.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2500" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180508-105358-2080-1024x683.jpg" alt="Ein sehr dekoratives und traditionell geschmücktes Alpaka" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180508-105358-2080-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180508-105358-2080-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180508-105358-2080-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180508-105358-2080.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2500" class="wp-caption-text">Ein sehr dekoratives und traditionell geschmücktes Alpaka</figcaption></figure>
<p><span id="more-2499"></span></p>
<h2>Touristische Parallelwelt</h2>
<p>Die Attraktionen in Peru sind wirklich sehenswert und entsprechend viele Besucher ziehen sie auch an. Der Tourismus scheint zu boomen und erzeugt damit an den Hauptsehenswürdigkeiten eine touristische Parallelwelt, die nichts mit dem echten Peru zu tun hat. Im Zentrum von Cuzco oder in Aguas Calientes ist alles auf die Reisenden ausgerichtet und die Preise sind für die meisten Peruaner unerschwinglich hoch. Die Besucher sind also unter sich. Tourismus ist ein sehr wichtiger Wirtschaftszweig und natürlich möchten viele Einheimische (und auch Ausländer) mitverdienen.</p>
<figure id="attachment_2501" aria-describedby="caption-attachment-2501" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-152218-1965.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2501" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-152218-1965-1024x683.jpg" alt="Mehr Parallelwelt geht kaum: Der Plaza de Armas in Cuzco" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-152218-1965-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-152218-1965-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-152218-1965-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-152218-1965.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2501" class="wp-caption-text">Mehr Parallelwelt geht kaum: Die Plaza de Armas in Cuzco ist auffallend hübsch gestaltet.</figcaption></figure>
<p>Auch der Staat (oder die Gemeinden?) scheinen diese Parallelwelt zu fördern. Die Touristen-Information iPeru hatte hilfreiche Tipps für uns, der Verkauf von Tickets in und um Cuzco oder für Machu Picchu machte einen zentralisierten Eindruck und natürlich gab es auch eine Touristenpolizei. Fahrzeuge, die Touristen transportierten (oft weiße Minibusse) trugen die Aufschrift &#8222;Servicios Turísticos&#8220; &#8211; ein deutlicher Hinweis, dass man in der Parallelwelt angekommen war.</p>
<h2>Vor- und Nachteile der Tourismusmaschinerie</h2>
<p>Diese touristische Parallelwelt ist zugleich anstrengend und bequem. Anstrengend ist sie schon deshalb, weil (zu?) viele Besucher kommen und damit auch die Nepper, Schlepper, Bauernfänger auf den Plan treten. Andererseits gab es (zum richtigen Preis, oft nicht in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Peruanischer_Sol">Soles</a>, sondern in US-Dollar) überall hübsche Hotels und gute Restaurants, in denen wir die ereignisreichen Tage ausklingen lassen konnten.</p>
<figure id="attachment_2503" aria-describedby="caption-attachment-2503" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180518-105115-1172-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2503" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180518-105115-1172-HDR-683x1024.jpg" alt="Unser bester Guide in Peru: Rolando" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180518-105115-1172-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180518-105115-1172-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180518-105115-1172-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180518-105115-1172-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2503" class="wp-caption-text">Unser bester Guide in Peru: Rolando</figcaption></figure>
<p>Auf keinen Fall wollen wir unerwähnt lassen, dass die Führer vor Ort unserer Wahrnehmung nach in Peru überdurchschnittlich kompetent waren. Sicher gibt es überall motivierte und weniger ambitionierte, aber in Peru haben wir keine Möchtegern-Guides erlebt, die maximal die Infos herunterbeteten, die sowieso im Reiseführer stehen. Alle Führer, auf die wir trafen, waren zertifiziert und hatten offensichtlich eine touristische Ausbildung genossen. Tourismus ist sogar ein Studienfach. Rolando, unser bester peruanischer Guide, hatte drei Jahre Tourismus studiert, kannte sein Land theoretisch und praktisch sehr gut und konnte die Informationen auch lebhaft und interessant vermitteln.</p>
<h2>Peru ist kalt</h2>
<p>Egal ob in der Parallelwelt oder im echten Peru, im Hochland war es selten mollig warm. Vor allem nachts wurde es an den meisten Orten recht schattig. Die Sonne tat zwar ihr bestes, tagsüber etwas Wärme zu verbreiten, aber in 3000+ Metern Höhe wurde es in Cuzco, Arequipa und Puno schlagartig kalt, sobald sie hinter den Bergen verschwunden war. Nachts stoppte die Talfahrt des Thermometers nur knapp über dem Gefrierpunkt.</p>
<figure id="attachment_2504" aria-describedby="caption-attachment-2504" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180509-065414-0213.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2504" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180509-065414-0213-1024x683.jpg" alt="Aufwärmen am Bahnhof in Cuzco" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180509-065414-0213-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180509-065414-0213-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180509-065414-0213-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180509-065414-0213.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2504" class="wp-caption-text">Aufwärmen am Bahnhof in Cuzco</figcaption></figure>
<p>In Peru gilt damit mehr als anderswo auf der Welt, dass es kein kaltes Wetter gibt, sondern nur unangemessene Kleidung. Mit unserer hauptsächlich auf Sommerwetter ausgerichteten Ausrüstung hatten wir die wenigen dicken Kleidungsstücke ständig in Gebrauch. Heizung und Warmwasser sind in Peru zudem anscheinend eher neuere Errungenschaften, die manchmal von den Einheimischen mit Argwohn betrachtet werden. Wir haben von Peruanern gehört, die glauben, in geheizten Räumen würde man krank. Wir sind eher vom Gegenteil überzeugt ;).</p>
<h2>Hay Calefacción?</h2>
<p>Weshalb auch immer, viele (auch gehobene) Restaurants und Hotels haben keine Heizung. In diesem Fall ist es normal, in voller Montur, also mit Jacke, Mütze, Schal etc. im Restaurant oder Hotelzimmer zu sitzen. Bei der Auswahl der Unterkünfte haben wir immer auf das Extra Heizung geachtet. Wird die Frage &#8222;Hay Calefacción?&#8220; (&#8222;Gibt es eine Heizung?&#8220;) mit &#8222;Si&#8220; (&#8222;Ja&#8220;) beantwortet, darf man allerdings keine moderne Zentralheizung erwarten. Stattdessen fanden wir in der Regel einen (oft überforderten) Elektroheizkörper in Zimmer vor, der bei Maximalbetrieb die Innentemperatur eines vollkommen ausgekühlten Raumes um bestenfalls einige Grad über die Außentemperatur anheben konnte. Was auch nicht heißt, dass im Badezimmer irgendetwas der wohltuenden Wärme ankam.</p>
<figure id="attachment_2505" aria-describedby="caption-attachment-2505" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Inti_(Gottheit)"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2505" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180515-182918-0794-1024x683.jpg" alt="Kein Fernseher, sondern ein Deluxe Heizkörper" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180515-182918-0794-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180515-182918-0794-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180515-182918-0794-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180515-182918-0794.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2505" class="wp-caption-text">Kein Fernseher, sondern ein Deluxe-Heizkörper, der allerdings erst im ständigen Maximalbetrieb eine Wirkung entfaltete.</figcaption></figure>
<p>Nur einmal hatte wir gar keine Heizung im Zimmer (in Lari auf der <a href="http://wittmann-tours.de/ritt-auf-paso-peruanos-im-colca-tal">Reittour im Colca-Tal</a>), was im Klartext hieß, dass es drinnen genauso kalt war wie draußen. Am nächsten Morgen erfuhren wir, dass die Tiefsttemperatur bei -3 Grad Celsius gelegen hatte und wirklich war draußen der Boden an einigen feuchten Stellen mit Eis bedeckt. Zum Glück bekamen wir dicke Schlafsäcke und es gab immerhin warmes Wasser :). So verstanden wir bald nur zu gut, warum die Inka <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Inti_(Gottheit)">Inti</a> verehrt hatten, den Wärme spendenden Sonnengott.</p>
<figure id="attachment_2506" aria-describedby="caption-attachment-2506" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180516-204339-0880.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2506" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180516-204339-0880-1024x683.jpg" alt="Ein schönes Zimmer, aber keine Heizung. Zum Glück bekamen wir warme Schlafsäcke gestellt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180516-204339-0880-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180516-204339-0880-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180516-204339-0880-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180516-204339-0880.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2506" class="wp-caption-text">Ein schönes Zimmer, aber keine Heizung. Zum Glück bekamen wir warme Schlafsäcke gestellt.</figcaption></figure>
<h2>Die Peruaner sind leistungsstarke Esser</h2>
<p>Peru hat zwei kulinarische Seiten: Die eine ist die qualitative Feinschmeckerseite mit interessant gewürzten und raffiniert angerichteten Speisen, die andere ist eine sehr quantitative Seite. Klar, auch anderswo versuchten viele Restaurants, durch Masse zu punkten, aber in Peru wurden für uns neue Dimensionen erreicht. Beim Restaurantbesuch haben wir oft nur eine Vorspeise gegessen und waren danach satt. Die Peruaner jedoch sind wirklich außergewöhnlich leistungsstarke Esser. Zum ersten, aber bei weitem nicht zum letzten Mal, bemerkten wir dies in der Markhalle von <a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-peru/">Cuzco</a>.</p>
<figure id="attachment_2507" aria-describedby="caption-attachment-2507" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1546.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2507" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1546-1024x768.jpg" alt="Davon wird kein Peruaner satt, als Nachschlag gibt's die gleiche Portion noch einmal." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1546-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1546-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1546-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1546.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2507" class="wp-caption-text">Davon wird kein Peruaner satt, als Nachschlag gibt&#8217;s die gleiche Portion noch einmal. &#8211; Und dann nochmal etwa die Hälfte.</figcaption></figure>
<p>Auch auf der Reittour im Colca-Tal bekamen wir diese beiden Seiten auf beeindruckende Weise demonstriert. Thomas kochte phantastisch &#8211; was bestimmt an seinen französischen Genen lag <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8211; und viel. Er wusste warum. Bei der ersten Runde gab es ausgewachsene Portionen, Reiten macht schließlich hungrig ;). Beim Nachschlag staunten wir allerdings nicht schlecht. Ein normaler Nachschlag war mindestens so viel wie die erste Runde! Und dann nochmal etwa die Hälfte der ursprünglichen Portion. Selbstredend waren die Teller am Ende leer. Wenn am Ende noch etwas Brot übrig war, griff der eine oder andere auch gerne noch zu, damit niemand hungrig ins Bett gehen musste.</p>
<h2>Die andinen Gourmets</h2>
<p>Neben vielen schmackhaften Gerichten der novoandinen Küche glänzte Peru auch, wenn es um Getränke ging. So war zum Beispiel das Nationalgetränk Perus sehr nach unserem Geschmack. Damit meinen wir nicht den bei Peruanern sehr beliebten Softdrink <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Inca_Cola">Inca Cola</a> in gedecktem Neongelb, sondern <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pisco_Sour">Pisco Sour</a>. In der klassischen Form ist der Cocktail eine Mischung aus Zitronensaft, Eiweiß, Zucker und, natürlich, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pisco_(Getr%C3%A4nk)">Pisco</a>. Pisco ist ein hochprozentiges Destillat aus Traubenmost und damit einem albanischen Raki vergleichbar. Sowohl Peru als auch Chile beanspruchen den Ursprung von Pisco und Pisco Sour für sich.</p>
<figure id="attachment_2508" aria-describedby="caption-attachment-2508" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1523.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2508" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1523-1024x1024.jpg" alt="Pisco Sour, das Nationalgetränk Perus" width="525" height="525" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1523-1024x1024.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1523-150x150.jpg 150w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1523-300x300.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1523-768x768.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1523-100x100.jpg 100w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1523.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2508" class="wp-caption-text">Pisco Sour, das Nationalgetränk Perus</figcaption></figure>
<p>Eine andere Entdeckung für uns war <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Minthostachys_mollis">Muña</a>, ein Kraut, dessen Aroma an Pfefferminze erinnert. Es schmeckt hervorragend als Tee &#8211; pur oder auch gemischt mit Coca-Blättern.</p>
<figure id="attachment_2509" aria-describedby="caption-attachment-2509" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1555.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2509" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1555-1024x768.jpg" alt="Es muss nicht immmer Koka sein, Muña-Tee hat uns sehr gut geschmeckt." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1555-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1555-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1555-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1555.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2509" class="wp-caption-text">Es muss nicht immer Coca sein. Muña-Tee hat uns sehr gut geschmeckt.</figcaption></figure>
<p>Und der wichtigste Gang jeder vollwertigen Mahlzeit? Natürlich der Nachtisch (&#8222;postre&#8220;)! Echte peruanische Klassiker sind uns nicht im Gedächtnis geblieben. Selbst die Vermarktung peruanischer Schokolade war eher verhalten. (Hier hat Peru gegenüber Ecuador noch Nachholbedarf!) Trotzdem zauberten die Peruaner verschiedene Desserts in phantastischer Qualität.</p>
<figure id="attachment_2510" aria-describedby="caption-attachment-2510" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1528.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2510" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1528-1024x768.jpg" alt="Nachtisch in Vollendung, ein kleines Kunstwerk" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1528-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1528-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1528-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/APC_1528.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2510" class="wp-caption-text">Dessert in Vollendung, ein kleines Kunstwerk</figcaption></figure>
<h2>Hoch, höher, Peru</h2>
<p>Trotz zwei Wochen &#8222;Höhentraining&#8220; in Ecuador spürten wir die Höhe in Peru sehr deutlich, vermutlich, weil wir immer weiter aufstiegen. Cuzco liegt auf 3600m und der Titicacasee auf 4000m. Wir fühlten uns nicht höhenkrank, aber alles, was normalerweise anstrengend ist, war in den Anden noch kraftraubender, zum Beispiel eine Steigung zu erklimmen.</p>
<figure id="attachment_2511" aria-describedby="caption-attachment-2511" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-140424-0011.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2511" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-140424-0011-683x1024.jpg" alt="Die Höhe kann in Peru zum Problem werden. Ob das beworbene Produkt hilft können wir nicht beurteilen, aber das Plakat hat uns gefallen :)" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-140424-0011-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-140424-0011-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-140424-0011-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180506-140424-0011.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2511" class="wp-caption-text">Die Höhe kann in Peru zum Problem werden. Ob das beworbene Produkt hilft, können wir nicht beurteilen, aber das Plakat hat uns gefallen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<p>Die Höhe machte nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern scheinbar auch den Fahrzeugen. Auf der Busroute von Arequipa nach Puno ging es öfter steil bergauf, was zur Folge hatte, dass sich voll beladene Lkws im ersten oder zweiten Gang die Berge hochquälten. Die in der Regel einspurige Straße wurde damit immer wieder zum Schauplatz manches gewagten Überholmanövers.</p>
<figure id="attachment_2512" aria-describedby="caption-attachment-2512" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180519-093643-1265.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2512" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180519-093643-1265-1024x683.jpg" alt="Waghalsige Übetrholmanöver und ihre Folgen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180519-093643-1265-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180519-093643-1265-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180519-093643-1265-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180519-093643-1265.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2512" class="wp-caption-text">Waghalsige Überholmanöver und ihre Folgen</figcaption></figure>
<p>Insgesamt empfanden wir das peruanische Hochland als noch ursprünglicher als in Ecuador. Sehr viele Menschen trugen noch traditionelle Kleidung. Der Coca-Tee war in der Region so selbstverständlich wie für uns ein Pfefferminztee. Besonders die interessanten Inka-Stätten haben uns sehr beeindruckt. Aber es geht noch höher hinauf. Wir fuhren weiter gen Süden, entlang des Titicacasees über den Grenzübergang Kasani nach Bolivien.</p>
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		<title>Wie war Belize?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jul 2018 00:01:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belize]]></category>
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		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich hatten wir Belize in unsere Länderauswahl aufgenommen, um eine Art Reisepause einzulegen, am Strand auszuspannen, Schnorcheln zu gehen und Zeit zum Planen zu gewinnen. Beim Studium des Reiseführers erfuhren wir jedoch, dass es in Belize viel zu sehen gibt, nämlich den Dschungel und die diversen Kulturen. In Belize befinden sich auch einige sehenswerte ehemalige &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/wie-war-belize/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wie war Belize?“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatten wir Belize in unsere Länderauswahl aufgenommen, um eine Art Reisepause einzulegen, am Strand auszuspannen, Schnorcheln zu gehen und Zeit zum Planen zu gewinnen. Beim Studium des Reiseführers erfuhren wir jedoch, dass es in Belize viel zu sehen gibt, nämlich den Dschungel und die diversen Kulturen. In Belize befinden sich auch einige sehenswerte ehemalige Städte der Maya. Aus geplanten zwei Wochen wurden drei und wir wären &#8211; wie so oft &#8211; gerne noch länger geblieben.</p>
<figure id="attachment_2147" aria-describedby="caption-attachment-2147" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2147" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022-1024x683.jpg" alt="Belize-Selfie" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2147" class="wp-caption-text">Belize-Selfie</figcaption></figure>
<p><span id="more-2155"></span></p>
<h2>Ein sehr interessantes und schönes Fleckchen Erde</h2>
<p>Wie wir schon in den <a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-belize">ersten Eindrücken</a> geschildert hatten, ist Belize sehr vielfältig. Diese Impression hat sich in der Tat bestätigt. In Belize gibt es große geschützte Gebiete Regenwaldes mit vielen wilden Tieren, eine spektakuläre Unterwasserwelt und das Land ist kulturell sehr divers. Aufgrund von Englisch als Amtssprache und der offenen Mentalität der Menschen war es sehr einfach, mit den Leuten in Kontakt zu kommen und mehr über das Land zu erfahren. Es gab viel zu entdecken!</p>
<figure id="attachment_2148" aria-describedby="caption-attachment-2148" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2148" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264-1024x683.jpg" alt="Baselisc Lizard, weiblich" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2148" class="wp-caption-text">Weiblicher Basilisk</figcaption></figure>
<p>Trotz scheinbar gut funktionierendem Multikulti und großer gegenseitiger Toleranz ist Belize auch ein in sich widersprüchliches Land. Die Unterschiede zwischen arm und reich sind gewaltig, mancherorts fühlte es sich wie ein Spielplatz für (zum Großteil US-amerikanische) Touristen an und viele Einheimische beschwerten sich über die Politik und die Korruption. Diese Seite von Belize offenbart sich aber erst, wenn die Reizüberflutung etwas abnimmt.</p>
<h2>Dubiose Geschäfte</h2>
<p>Nehmen wir die Infrastruktur als Beispiel. Diese fanden wir insgesamt vergleichsweise gut (und trotzdem wird es ein &#8222;aber&#8220; geben). Die Landstraßen waren alle geteert und nahezu frei von Schlaglöchern. Das mobile Internet zeichnete sich in der Regel durch Schnelligkeit und Zuverlässigkeit aus. Einzig der Kauf einer Prepaid-SIM-Karte war vergleichsweise teuer. Im Vergleich zu Mexiko schlug dies mit mehr als dem doppelten Betrag zu Buche. Kein Wunder allerdings bei einem Monopolanbieter&#8230; Auch sonst war das Preisniveau in Belize erstaunlich hoch.</p>
<figure id="attachment_2149" aria-describedby="caption-attachment-2149" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2149" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285-1024x683.jpg" alt="Verkehr in Belize: Geteerte Landstraßen und Schulbusse als Überlandbusse" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2149" class="wp-caption-text">Verkehr in Belize: Geteerte Landstraßen und ausrangierte Schulbusse als Überlandbusse</figcaption></figure>
<p>Und jetzt zum &#8222;aber&#8220;. Einige Menschen schimpften über Korruption und wir hörten, dass vieles im Land früher besser funktioniert habe. Als Beispiel wurde die Organisation des Überlandverkehrs mit Bussen genannt. Früher habe Belize gute und zuverlässige Linien mit einem festen Fahrplan gehabt. Man hätte Sitzplatzreservierungen vornehmen können und die Leute seien zufrieden gewesen mit dem Service. Dann habe wohl ein Großinvestor einen Kredit vom Staat bekommen, um alle Buslinien aufzukaufen und ein Großunternehmen zu schaffen. Leider sei das Unternehmen nach kurzer Zeit bankrott gewesen und damit habe sich die heutige Situation entwickelt. Als quasi-sozialistische Lösung dieses Dilemmas sei die Konkursmasse den Busfahrern übertragen worden. Heute sind Buslinien nicht aufeinander abgestimmt, es existiert kein zentraler Fahrplan, Sitzplatzreservierungen gibt es nicht mehr und alles funktioniert eher flexibel und spontan.</p>
<h2>Subjektive Wahrheiten</h2>
<p>Was man hört, ist manchmal eine subjektive Auffassung der Wahrheit, aber die heutige Situation des öffentlichen Transportwesens können wir bestätigen. Es war unmöglich, im Voraus Informationen über den Busfahrplan in Belize zu bekommen. Es gibt keine offiziellen Internetseiten oder zentralen Anlaufstellen. Wenn die Einheimischen eine Überlandfahrt planen, versuchen sie, den Bus in aller Herrgottsfrühe zu nehmen (man weiß ja nie). Irgendwie funktioniert es. Wie es dazu gekommen ist, ließ sich im Internet nicht ganz recherchieren. Es scheint ein staatlicher Kredit an Novelo (ein großes Busunternehmen der Novelo-Brüder) geflossen zu sein, dieses meldete dann 2006 Konkurs an. Unter identischer Führung (den beiden Brüdern) war das Busunternehmen anschließend als <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/National_Transportation_Services_Limited">National Transportation Services Limited</a> (NTSL) auferstanden. NTSL war einige Jahre später (2010) ebenfalls zahlungsunfähig und seitdem ist die Transportsituation so, wie wir sie erlebt haben. Klingt alles recht dubios&#8230;</p>
<figure id="attachment_2150" aria-describedby="caption-attachment-2150" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2150" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017-1024x683.jpg" alt="Bestimmt nicht bequem, aber sehr malerisch, die Bluebird-Busse" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2150" class="wp-caption-text">Bestimmt nicht sonderlich bequem, aber schön bunt, die Bluebird-Busse (ehemalige US-amerikanische Schulbusse)</figcaption></figure>
<p>Die Geschehnisse um <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Belize_Telemedia_Limited">BTL</a> (Belize Telecom) sind ein weiterer Fall, in dem die Steuerzahler für Fehlentscheidungen der Regierung aufkommen müssen. Ein Name, der in diesem Zusammenhang (und anderen) immer wieder fällt ist Sir <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Ashcroft">Michael Ashcroft</a>. Ihm gehörten 94% dieses Unternehmens. In einer (geheimen?) Absprache mit der Regierung waren Ashcroft <a href="http://www.7newsbelize.com/sstory.php?nid=14843">15% Rendite garantiert</a> worden. Da diese Rendite (angeblich) nicht erreicht wurde, verklagte Ashcroft regelmäßig den Staat Belize. Um die Klagewelle zu beenden, kaufte der Staat die Anteile von Michael Ashcroft. Dieser war der große Profiteur, der Staat Belize hat dadurch viel Kapital in einem angeblich weiterhin sehr profitablen Unternehmen gebunden (oder neue Schulden gemacht).</p>
<h2>Noch relativ untouristisch</h2>
<p>Geschichten dieser Art hörten wir einige&#8230; Es ist zwar immer einfach zu sagen, dass sich die Reichen auf Kosten der Armen immer weiter bereichern und wahrscheinlich haben erstere eine andere Version der Geschichte. Trotzdem wirft es einen dunklen Schatten auf Belizes Regierungsriege und manche Geschäftsleute. Vielleicht sind Klüngelei und Korruption ein Grund, dass keine der großen Ketten und nur wenige internationale Investoren in Belize vertreten sind. Stattdessen gibt es nur kleine, private Restaurants oder Geschäfte und nicht viel Industrie. Einen modernen großen Supermarkt im westlichen Stil haben wir nur im Zentrum von Belize City angetroffen.</p>
<figure id="attachment_2151" aria-describedby="caption-attachment-2151" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2151" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR-1024x683.jpg" alt="Strandparadies am Glover's Reef" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2151" class="wp-caption-text">Tropenparadies am Southwest Caye</figcaption></figure>
<p>Die beiden größten Industrien des Landes sind laut Statistik die Holzwirtschaft und der Tourismus. Von ersterer haben wir nicht viel mitbekommen, wir sahen nur ein paar Plantagen am Wegesrand. Bei letzterer waren wir mittendrin. Insgesamt erschien uns das Ausmaß des Tourismus trotzdem eher gering, soll heißen, wir begegneten erfreulich wenig anderen Reisenden. Das mag allerdings an der Auswahl unserer Ziele gelegen haben.</p>
<h2>Vielleicht noch ein Geheimtipp</h2>
<p>So werden uns die Unterwasserwelt, vor allem aber der Dschungel und die verschiedenen Tiere in bester Erinnerung bleiben. Außerdem erinnern wir uns gerne an viele interessante und positive Begegnungen mit Belizianern und auch einige kuriose Geschichten zurück. Eine davon erzählte uns einer unserer Fahrer, der in seinem früheren Job für einen Mennoniten gearbeitet hatte. Da der Mennonit traditionell lebte, besaß unser Fahrer offiziell dessen Mobiltelefon und auch dessen Auto. Wann immer ein Gespräch zu führen war oder eine Fahrt von A nach B anstand, war unser Fahrer zur Stelle. Auch das ist anscheinend eine Facette von Belize.</p>
<figure id="attachment_2152" aria-describedby="caption-attachment-2152" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2152" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350-683x1024.jpg" alt="Ein Klammeraffe macht seinem Namen alle Ehre" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2152" class="wp-caption-text">Ein Klammeraffe macht seinem Namen alle Ehre.</figcaption></figure>
<p>Aufgrund von Englisch als Amtssprache war Belize einerseits sehr einfach zu bereisen, da die Kommunikation nie ein Problem darstellte. Andererseits war Belize immer dann, wenn wir kein Paket (also nicht so wie z.B. die Tage am Glover&#8217;s Reef) gebucht hatten, organisatorisch etwas aufwändig. Vor Busfahrten holten wir zum Beispiel immer vor Ort eine Zweit- oder Drittmeinung ein, um sicherzugehen, dass wir wie gewünscht ankommen würden. An manchen Orten machte allein die Tatsache, dass wir die einzigen Besucher waren, den Aufenthalt deutlich spannender und interessanter als in anderen Ländern, z.B. unsere Tage in <a href="http://wittmann-tours.de/die-garifuna-hauptstadt-dangriga/">Dangriga</a>. Aber sind das nicht genau die Ziele, die wir als Reisende suchen? Alles in allem sind wir von Belize sehr positiv überrascht worden!</p>
<figure id="attachment_2153" aria-describedby="caption-attachment-2153" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2153" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612-1024x683.jpg" alt="Mondaufgang am Glover's Reef" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2153" class="wp-caption-text">Mondaufgang am Glover&#8217;s Reef Atoll</figcaption></figure>
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