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	<title>Tiere Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Tiere Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Auf Tiger-Safari im Kanha Nationalpark</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2020 00:01:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Bengal-Tiger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als letztes Abenteuer unserer Weltreise hatten wir eine Tiger-Safari geplant. Wo waren die vergangenen 14 Monate nur geblieben? Mit der Indischen Bahn fuhren wir in 31 Stunden 1600 Kilometer von Udaipur über Ajmer nach Jabalpur. Nach zwei weiteren Stunden Autotransfer kamen wir schließlich in der kleinen Ortschaft Khatia beim Kanha Nationalpark an, wo noch gut &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als letztes Abenteuer unserer Weltreise hatten wir eine Tiger-Safari geplant. Wo waren die vergangenen 14 Monate nur geblieben? Mit der <a href="http://wittmann-tours.de/unterwegs-mit-indian-railways">Indischen Bahn </a>fuhren wir in 31 Stunden 1600 Kilometer von Udaipur über Ajmer nach Jabalpur. Nach zwei weiteren Stunden Autotransfer kamen wir schließlich in der kleinen Ortschaft Khatia beim <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kanha_Tiger_Reserve">Kanha Nationalpark</a> an, wo noch gut 100 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigstiger">Bengal-Tiger</a> in freier Wildbahn leben. Ob wir das Glück haben würden, die gestreiften Kätzchen in ihrer natürlichen Umgebung zu Gesicht zu bekommen?</p>
<figure id="attachment_4568" aria-describedby="caption-attachment-4568" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071513-7561.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-4568 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071513-7561-1024x683.jpg" alt="Ein eleganter Bengal-Tiger im Kanha Nationalpark" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071513-7561-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071513-7561-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071513-7561-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071513-7561-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071513-7561.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4568" class="wp-caption-text">Ein eleganter Bengal-Tiger im Kanha Nationalpark</figcaption></figure>
<p><span id="more-4565"></span></p>
<h2>Die Bändigung des indischen Papier-Tigers</h2>
<p>Tiger sind nicht einfach zu beobachten. Sie leben in der Regel als Einzelgänger, habe riesige Territorien (etwa 15-200km² pro Raubkatze) und 16-20 Stunden pro Tag schlafen sie oder ruhen im Schatten. Zu allem Überfluss haben die hinduistischen Götter vor die Tiger-Safari deren Reservierung gestellt. Die Besucherzahlen (bzw. die <a href="https://www.kanha-national-park.com/safari-timings-in-kanha.html">Anzahl der Fahrzeuge</a>) im Park sind stark limitiert und damit waren die Einfahr-Slots (v.a. in den begehrteren Sektoren) mehrere Wochen im Voraus ausgebucht. Die Feiertage rund um Diwali sorgten für zusätzliche Nachfrage.</p>
<figure id="attachment_4579" aria-describedby="caption-attachment-4579" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-090129-4920.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4579 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-090129-4920-1024x683.jpg" alt="Im wunderschönen Garten des Pugmark Resorts befand sich unser Bungalow." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-090129-4920-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-090129-4920-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-090129-4920-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-090129-4920-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-090129-4920.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4579" class="wp-caption-text">Im wunderschönen Garten des Pugmark Resorts befand sich unser Bungalow.</figcaption></figure>
<p>Wir tauschten im Vorfeld eine scheinbar endlose Folge von E-Mails mit unserem Gastgeber Rahul vom <a href="http://www.pugmarkresort.com/">Pugmark Resort</a> aus, bis wir endlich doch einen passenden Termin gefunden hatten, ganz am Schluss unserer Indien-Reise. Zum Glück kümmerte sich Rahul auch um den indischen Bürokratie-Dschungel, der für die Erringung einer verbindlichen Reservierung im Nationalpark durchdrungen werden muss. Nachdem wir dann einige Wochen später in Khatia angekommen waren, hatte er den Papier-Tiger erfolgreich gebändigt. Wir konnten uns in dem kleinen, familiengeführten Resort von der langen Zugfahrt erholen und uns mental auf den nächsten Morgen einstellen. Die nächste Nacht würde nämlich wieder kurz werden: Rahul wollte als einer der ersten am Parkeingang sein und schon um 5:20 Uhr in der Früh mit uns losfahren. Außerdem sollten wir uns warm anziehen, es wäre morgens immer recht frisch. Solch eine Weltreise war wirklich kein Zuckerschlecken! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_4569" aria-describedby="caption-attachment-4569" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-034419-4856.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4569 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-034419-4856-1024x683.jpg" alt="Jeden Morgen standen wir in der Kälte an, um als eines der ersten Fahrzeuge im Park zu sein." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-034419-4856-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-034419-4856-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-034419-4856-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-034419-4856-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-034419-4856.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4569" class="wp-caption-text">Jeden Morgen standen wir in der Kälte an, um als eines der ersten Fahrzeuge im Park zu sein.</figcaption></figure>
<p>Weit kamen wir allerdings (wie geplant) zunächst nicht: Wir fuhren lediglich wenige hundert Meter noch in völliger Dunkelheit bis zur Parkeinfahrt am Khatia Gate, wo sich jeden Morgen eine ähnliche Prozedur abspielte. Einige andere Jeeps standen schon in mehreren Spuren am Tor und unser Fahrer reihte sich ein. Rahul ging mit unseren Pässen und einigen anderen Papieren zum Ranger-Büro, während wir im Auto warteten. Bald kam der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Chaiwala">Chaiwallah</a> vorbei, von dem wir dankbar einen Becher heißen, würzigen, süßen, milchigen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Masala_Chai">Masala Chai</a> kauften, um aufzuwachen und uns von innen zu wärmen. Rahul kam meist zügig zurück und dann warteten wir, bis der Park pünktlich um 6 Uhr im Morgengrauen öffnete.</p>
<h2>Die Tiger-Safari beginnt</h2>
<p>Es war kalt, richtig kalt, deutlich kälter als wir erwartet hätten, schon als wir am Tor warteten und erst recht während der Fahrt im offenen Jeep. Zur Glück hatte Rahul Decken und Wärmflaschen im Auto bereitgelegt, aber trotzdem erschienen wir in den folgenden Tagen im erprobten Altiplano-Outfit: Lange Unterhose, Thermo-Unterhemd, Hemd, Hose, Wollpullover und Regenjacke, zusätzlich Schal, Mütze und Handschuhe, damit uns der Fahrtwind nicht gänzlich auskühlte. Früh morgens zeigte das Thermometer gerade einmal 5 bis 10 Grad an, aber durch die hohe Luftfeuchtigkeit, die der Wald speicherte, fühlte es sich noch kälter an.</p>
<figure id="attachment_4570" aria-describedby="caption-attachment-4570" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-051905-4871.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4570" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-051905-4871-1024x683.jpg" alt="Nur ganz allmählich drangen die wärmenden Sonnenstrahlen durch das Blätterdach." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-051905-4871-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-051905-4871-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-051905-4871-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-051905-4871-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-051905-4871.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4570" class="wp-caption-text">Nur ganz allmählich drangen die wärmenden Sonnenstrahlen durch das Blätterdach.</figcaption></figure>
<p>Kaum öffnete um Punkt 6 Uhr ein Ranger die Schranke des Einfahrtstores in den Nationalpark, begann eine kleine Rallye der Jeeps. Jeder der Fahrer versuchte, so schnell wie möglich in den Park zu gelangen. Sie fädelten sich engagiert an den anderen Geländewagen vorbei nach vorne ein und schnitten sich gegenseitig den Weg ab. Die Fahrzeugkolonne teilte sich dann aber kurz nach der Einfahrt auf, zumal jeder Jeep im zugeteilten (bzw. reservierten) <a href="https://www.kanha.co.in/kanha-safari/kanha-safari-zones.html">Sektor</a> bleiben musste. Die Autos sind zwar per Funk untereinander verbunden, aber im Endeffekt war es natürlich ein großes Glücksspiel, die Tiger zu finden. Wenn sie nicht gerade ruhen, durchstreifen sie ihr Revier und legen dabei beachtliche Distanzen von mehr als 10 km am Tag zurück. Um zu lauschen, was sich im Wald tat, ließ Rahul unseren Fahrer öfters anhalten und den Motor abstellen. Am ersten Morgen waren wir noch nicht lange unterwegs, bis er zum ersten Mal etwas hörte.</p>
<h2>Tiger Nummer Eins</h2>
<p>Ein Tiger hatte einen Schakal getötet und streifte durch den Wald. Elegant und lautlos bewegte sich das kräftige Raubtier, das im Schnitt deutlich größer und schwerer ist als ein Löwe, zwischen den Bäumen. Jetzt musste es schnell gehen. Damit wir einen besseren Blick würden erhaschen können, wendete der Fahrer unseren Geländewagen und bog gut 50 Meter weiter nach rechts auf einen anderen Weg ab, wo schon zwei andere Geländewagen standen, deren Insassen die große Katze ebenfalls entdeckt hatten.</p>
<figure id="attachment_4571" aria-describedby="caption-attachment-4571" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042428-7515.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4571 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042428-7515-1024x683.jpg" alt="Die Tigerdame Neina streifte durch ihr Revier im Kanha Sektor." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042428-7515-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042428-7515-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042428-7515-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042428-7515-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042428-7515.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4571" class="wp-caption-text">Die Tigerdame Neina streifte durch ihr Revier im Kanha Sektor.</figcaption></figure>
<p>Es handelte sich um die Tigerdame Neina, die wir später anhand ihres Streifenmusters in einem Buch identifizieren konnten. Unbeeindruckt von den Fahrzeugen marschierte das fünfjährige Weibchen zwischen den Autos durch und verschwand im Unterholz. Wir warteten ca. 15 Minuten, horchten immer wieder, fuhren mal 100 Meter vor, dann wieder zurück, aber sie zeigte sich nicht noch einmal. Der Tag hatte mit einem Paukenschlag begonnen!</p>
<figure id="attachment_4572" aria-describedby="caption-attachment-4572" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042502-7523.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4572" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042502-7523-1024x683.jpg" alt="Tiger-Crossing" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042502-7523-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042502-7523-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042502-7523-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042502-7523-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-042502-7523.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4572" class="wp-caption-text">Tiger-Crossing</figcaption></figure>
<p>Allmählich stieg die Sonne empor. Bis sie uns wirklich wärmte, dauerte es allerdings eine gute Weile. Rahuls Ziel waren die offenen Wiesen der Kanha Zone, wo es leichter wäre, einen Tiger zu sehen als im Wald. Auf dem Weg beobachteten wir viele andere Tiere: diverse Vögel, Hirsche, Antilopen. Da wir bisher nur etwas Tee getrunken hatten, steuerten wir gegen 9 Uhr einen offiziellen Rastplatz an, um zu frühstücken. Unter den Fahrern verbreitete sich wie ein Lauffeuer die Neuigkeit, dass draußen ein Tiger gesichtet worden sei. Also machten sich viele Fahrzeuge (und auch wir) zügig wieder auf den Weg.</p>
<figure id="attachment_4573" aria-describedby="caption-attachment-4573" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-135245-7662.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4573 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-135245-7662-1024x683.jpg" alt="Hirschziegenantilopen. Der englische Name &quot;Blackbuck&quot; beschreibt die Männchen sehr treffend." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-135245-7662-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-135245-7662-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-135245-7662-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-135245-7662-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-135245-7662.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4573" class="wp-caption-text">Hirschziegenantilopen. Der englische Name &#8222;Blackbuck&#8220; beschreibt die Männchen sehr treffend.</figcaption></figure>
<h2>Vier Tiger auf einmal!</h2>
<p>In der Tat, wenige Minuten später sahen wir eine Tiger-Mama von rechts aus dem Gebüsch in die offene Graslandschaft schreiten. Und sie war nicht alleine: Drei weitere Raubkatzen, ihre Sprösslinge, folgten ihr. Rahul mutmaßte, dass sie ihre Jungen vermutlich zu einer gerissenen Beute führte. Die lieben Kleinen, drei Männchen, waren allerdings schon deutlich größer als ihre Mutter. Bald würde Hotel Mama schließen und die drei Jungtiger müssten ihre Obhut verlassen, um eigenständig zu jagen und sich ein neues Revier zu suchen.</p>
<figure id="attachment_4574" aria-describedby="caption-attachment-4574" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071524-7567.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4574 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071524-7567-1024x576.jpg" alt="Eine Tiger-Mama gefolgt von zweien ihrer kleinen Tigerchen" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071524-7567-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071524-7567-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071524-7567-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071524-7567-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071524-7567.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4574" class="wp-caption-text">Eine Tiger-Mama gefolgt von zweien ihrer kleinen Tigerchen</figcaption></figure>
<p>Im Hier und Jetzt war die Situation extrem aufregend und die indischen Fahrer versuchten in bester Großstadtmanier, alles für ihre Gäste herauszuholen. Auf der schmalen, sandigen Piste entstand auf einmal eine weitere Spur, jeder Millimeter wurde ausgenutzt, um die gestreiften Kätzchen bestmöglichst in den Blick zu bekommen.</p>
<figure id="attachment_4575" aria-describedby="caption-attachment-4575" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071723-4876.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4575" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071723-4876-1024x683.jpg" alt="Tiger voraus!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071723-4876-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071723-4876-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071723-4876-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071723-4876-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071723-4876.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4575" class="wp-caption-text">Tiger voraus!</figcaption></figure>
<p>Ein Jungtiger mit dem Spitznamen &#8222;Micro-Charger&#8220; hatte schließlich genug von dem Trubel. Er drehte sich um, grollte uns an und fletschte seine eindrucksvollen Reißzähne, um deutlich zu machen, wer der Chef von Kanha wäre. Als das nicht dazu führte, dass die Jeeps sich zurückzogen, täuschte der junge Wilde sogar einen Scheinangriff auf ein Fahrzeug an.</p>
<figure id="attachment_4576" aria-describedby="caption-attachment-4576" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071517-7563.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4576" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071517-7563-1024x683.jpg" alt="Das ist mein Nationalpark!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071517-7563-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071517-7563-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071517-7563-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071517-7563-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071517-7563.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4576" class="wp-caption-text">Das ist mein Nationalpark!</figcaption></figure>
<h2>Überwachung des Tempolimits per GPS</h2>
<p>Die vier Tiger verschwanden nach wenigen Minuten im hohen Gras und für uns war es höchste Zeit, uns Richtung Ausgang zu wenden. Es war spät geworden, um 11 Uhr sollten wir nach den Bestimmungen den Park verlassen haben. Der Weg war weit und im Nationalpark herrschte ein striktes Tempolimit von 20km/h. In der Tat fuhren alle Wagenlenker (von wenigen Ausnahmen abgesehen) so ordentlich wie Fahrschüler in der praktischen Prüfung. Schließlich drohten den Fahrern empfindliche Strafen und sie wurden permanent mit einer App auf dem Mobiltelefon per GPS überwacht.</p>
<figure id="attachment_4577" aria-describedby="caption-attachment-4577" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071507-7557-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4577 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071507-7557-Edit-1024x683.jpg" alt="Tempolimit 20km/h gilt nicht für Tiger: Der &quot;Micro-Charger&quot; täuschte einen Angriff auf einen Jeep an." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071507-7557-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071507-7557-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071507-7557-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071507-7557-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-071507-7557-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4577" class="wp-caption-text">Tempolimit 20km/h gilt nicht für Tiger: Der &#8222;Micro-Charger&#8220; täuschte einen Angriff auf einen Jeep an.</figcaption></figure>
<p>Überschreitet ein Chauffeur 30km/h, erreicht er eine zu hohe Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem Abschnitt oder wird er bei mehr als 90 GPS-Wegpunkten als zu schnell registriert, ist eine Strafe fällig, wenn die Daten des Wagens bei der Ausfahrt kontrolliert werden. Die indische Seele fühlte sich empfindlich kastriert. Zu allem Überfluss ist das Hupen im Park ebenfalls verboten &#8211; das ist doch kein Autofahren! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Außerdem darf nicht abseits der Pisten gefahren werden, sogar das Wenden auf freier Strecke ist verboten. Nur auf Kreuzungen mit genügend Platz darf ein Pkw umdrehen. Um diese Regel auszuhebeln, waren die Fahrer allerdings allesamt Meister im Rückwärtsfahren.</p>
<figure id="attachment_4578" aria-describedby="caption-attachment-4578" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-050139-4909.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4578 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-050139-4909-1024x683.jpg" alt="Unser offener Safari-Jeep" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-050139-4909-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-050139-4909-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-050139-4909-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-050139-4909-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-050139-4909.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4578" class="wp-caption-text">Unser offener Safari-Jeep</figcaption></figure>
<h2>Mittagspause</h2>
<p>Nach einem opulenten, sehr schmackhaften Mittagessen im Resort ruhten wir uns ein wenig in unserem Bungalow oder in einer der Hängematten im gepflegten Garten aus. Dabei mussten wir uns ein bisschen vor den Affen in Acht nehmen, die lautstark durch die Bäume turnten und dort Früchte ernteten. Ab und zu ließen sie nämlich im besten Fall die Reste ihres Mahls einfach fallen, im schlechtesten Fall pinkelten sie ohne Vorwarnung herunter.</p>
<figure id="attachment_4580" aria-describedby="caption-attachment-4580" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-100532-7866.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4580 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-100532-7866-1024x683.jpg" alt="Ein indischer Langur mit seinem Baby" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-100532-7866-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-100532-7866-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-100532-7866-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-100532-7866-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-100532-7866.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4580" class="wp-caption-text">Ein indischer Langur mit seinem Baby</figcaption></figure>
<p>Von einem der Angestellten lernten wir einen einfachen, aber effektiven Trick, um sie zu verscheuchen, wenn sie zu aufsässig wurden. Sie kannten anscheinend das Konzept einer Steinschleuder, konnten aber nicht unterscheiden, ob wir wirklich eine in der Hand hielten oder nicht. Eine Geste, als ob wir eine große Zwille wie einen Bogen spannen würden, reichte aus, damit sie das Weite suchten. Auch mit Daumen und Zeigefinger eine Pistole zu mimen funktionierte erstaunlich gut. Wir bemühten uns allerdings meistens um eine friedliche Koexistenz, da es amüsant war, ihr Fangenspiel in den Wipfeln zu verfolgen und sie waren mit ihren Baby-Äffchen niedlich anzuschauen.</p>
<h2>Nachmittägliche Ausfahrt</h2>
<p>Ab 14:15 Uhr sammelten sich die Fahrzeuge zur nachmittäglichen Pirschfahrt vor dem Khatia Gate und es spielte sich eine ähnliche Einlassprozedur ab wie am Morgen, allerdings diesmal bei deutlich angenehmeren Temperaturen. Wir fragten uns jedoch, ob wir all unser Tiger-Glück schon aufgebraucht hätten oder ob unsere Glückssträhne noch ein wenig anhalten würde.  Die Diversität der Fauna im Kanha Nationalpark zeigte eine wesentliche Parallele zu unseren Erfahrungen im <a href="http://wittmann-tours.de/tag/pantanal/">Pantanal</a> in Brasilien, wo auch die großen Raubkatzen die Hauptdarsteller waren, sich aber darüber hinaus die Vertreter vieler anderer interessanter Tierarten tummelten. Nicht zuletzt soll diese Gegend <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rudyard_Kipling">Rudyard Kipling</a> inspiriert haben, das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Dschungelbuch">Dschungelbuch</a> zu schreiben.</p>
<figure id="attachment_4584" aria-describedby="caption-attachment-4584" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-134041-7651.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4584 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-134041-7651-1024x683.jpg" alt="Ein eindrucksvoller Sambar Hirsch" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-134041-7651-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-134041-7651-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-134041-7651-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-134041-7651-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-134041-7651.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4584" class="wp-caption-text">Ein eindrucksvoller Sambar Hirsch</figcaption></figure>
<p>So wie im Dschungelbuch neben dem gefürchteten Tiger Shere Khan auch noch <a href="https://www.kanha-national-park.com/wildlife-in-kanha.html">viele andere Tiere</a> eine Rolle spielten, sahen wir nicht nur verschiedene Arten von Hirschen und Antilopen, sondern auch Wildschweine sowie zahlreiche Vögel. Andere Raubtiere, wie Leoparden (80 dieser Katzen sollen im Park leben) oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rothund">Rothunde</a> hielten sich vor uns versteckt. Sehr beeindruckt waren wir von der Sichtung eines <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gaur">Gaurs</a>, eines riesigen, massiven Wildrindes, das wir kurz nach der Einfahrt in den Park im Dickicht entdeckten.</p>
<figure id="attachment_4582" aria-describedby="caption-attachment-4582" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-041100-7670.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4582 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-041100-7670-1024x683.jpg" alt="Ein Gaur marschierte unbeeindruckt vom Verkehr durch das Gebüsch." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-041100-7670-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-041100-7670-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-041100-7670-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-041100-7670-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-041100-7670.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4582" class="wp-caption-text">Ein Gaur marschierte unbeeindruckt vom Verkehr durch das Gebüsch.</figcaption></figure>
<h2>Tigerflaute</h2>
<p>Ähnlich wie die Tiger durchstreiften auch wir den Wald, nur eben im Geländewagen. Wie wir es auf anderen Exkursionen erlebt hatten, war es wichtig, nicht nur die Augen, sondern zusätzlich die anderen Sinne zu benutzen. Immer wieder hielten wir an, stellten den Motor ab und warteten in absoluter Stille, lauschten den Vogelstimmen, hörten, wie Wassertropfen zu Boden fielen und merkten beim Rascheln von Blättern auf, vielleicht war dies der Hinweis auf eine Raubkatze. Vögel konnten unsere Verbündeten sein, wenn sie einen Alarm-Ruf von sich gaben, und gelegentlich hörten wir sogar einen Tiger in der Ferne brüllen. Es war ein tiefer, kehliger, ehrfurchteinflößender Laut, der weit trug und sich wie: &#8222;Aouum&#8220; anhörte. Die Großkatzen benutzten gerne die Wege, auf denen wir fuhren, da sie dort zügig voran kamen. Immer wieder fanden wir Tigertatzenabdrücke auf dem Boden, aber die Verursacher der Spuren machten sich rar.</p>
<figure id="attachment_4583" aria-describedby="caption-attachment-4583" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-045228-7674.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4583" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-045228-7674-1024x683.jpg" alt="Ein frischer Tigertatzenabdruck (&quot;Pugmark&quot;)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-045228-7674-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-045228-7674-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-045228-7674-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-045228-7674-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-045228-7674.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4583" class="wp-caption-text">Ein frischer Tigertatzenabdruck (&#8222;Pugmark&#8220;)</figcaption></figure>
<p>Stattdessen begegneten wir im Wald einer Gruppe von Rangern, die auf dem Rücken von Elefanten im Park Streife ritten. Die Rüsseltiere werden auch für Forstarbeiten eingesetzt. Auf den offenen Weiden grasten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Axishirsch">Axishirsche</a> (spotted deer), <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sambar">Sambar Hirsche</a> (sambar deer) und die seltenen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Barasingha">Barasinghas</a>. Der Kanha-Nationalpark ist eines der wenigen Rückzugsgebiete für diese sonst ausgerottete Spezies von Hochland-Sumpfhirschen.</p>
<figure id="attachment_4581" aria-describedby="caption-attachment-4581" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-062950-7704.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4581 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-062950-7704-1024x683.jpg" alt="Eine Barasingha-Herde in der Morgensonne" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-062950-7704-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-062950-7704-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-062950-7704-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-062950-7704-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-062950-7704.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4581" class="wp-caption-text">Eine Barasingha-Herde in der Morgensonne</figcaption></figure>
<p>Wildscheine wühlten sich auf der Suche nach Leckerbissen durch den Boden. Im hohen Gras wandelten Grüppchen von prächtigen wilden Pfauen, die Sonne brachte die kräftigen Farben ihres Gefieders zum Leuchten.</p>
<figure id="attachment_4585" aria-describedby="caption-attachment-4585" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-063328-7796.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4585 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-063328-7796-1024x683.jpg" alt="Ein Pfau stolzierte durch das trockene Gras." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-063328-7796-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-063328-7796-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-063328-7796-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-063328-7796-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181202-063328-7796.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4585" class="wp-caption-text">Ein Pfau stolzierte durch das trockene Gras.</figcaption></figure>
<h2>Ein würdiger Abschluss unserer Weltreise</h2>
<p>Wie war schließlich die Bilanz unserer Tigerausbeute? Fünf Tigersichtungen in sieben Safaris zeugten von überdurchschnittlichem Glück, versicherte uns Rahul. Man muss also etwas Zeit für Erkundungsfahrten einplanen, sonst sind die Chancen für eine Begegnung mit den großen Raubkatzen relativ gering. Dadurch, dass wir alle fünf Tiger in einer Exkursion gesehen hatten, und das auch noch in der ersten, gestaltete sich für uns die Dramaturgie (fulminanter Auftakt und dann Flaute) zwar etwas anders gewünscht, aber wegen der vielen anderen Tierarten waren es trotzdem sehr lohnenswerte Pirschfahrten.</p>
<figure id="attachment_4586" aria-describedby="caption-attachment-4586" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-053506-7544.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4586 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-053506-7544-1024x683.jpg" alt="Ein Chital (Axishirsch/Spotted Deer) beäugte uns mißtrauisch." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-053506-7544-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-053506-7544-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-053506-7544-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-053506-7544-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181130-053506-7544.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4586" class="wp-caption-text">Ein Chital (Axishirsch/Spotted Deer) beäugte uns mißtrauisch.</figcaption></figure>
<p>Positiv fiel uns auf, dass die meisten Besucher in Kanha Inder waren. In anderen Ländern, Kenia oder Tansania, hatten wir ausschließlich westliche Touristen getroffen. Tierbeobachtungen in Nationalparks durch die einheimische Bevölkerung schien dort nicht stattzufinden. In Kanha ist Wilderei trotz guten Schutzes weiterhin ein Problem, hoffentlich können die anmutigen gestreiften Großkatzen etwas Werbung zu ihrem eigenen Besten machen.</p>
<figure id="attachment_4587" aria-describedby="caption-attachment-4587" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-061841-4913.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4587" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-061841-4913-1024x683.jpg" alt="Gruppenbild mit unseren Gastgebern" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-061841-4913-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-061841-4913-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-061841-4913-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-061841-4913-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181201-061841-4913.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4587" class="wp-caption-text">Gruppenbild mit unseren Gastgebern</figcaption></figure>
<p>Mit Rahul verstanden wir uns sehr gut. Er erzählte uns viel Spannendes über die Tiere, den Park und über Indien im Allgemeinen. Er war auch interessiert an interkulturellen Themen und so entspann sich manch packende Unterhaltung, die uns ganz neue Aspekte aufzeigte. Sehr gut hat uns auch die familiäre Atmosphäre gefallen. Seine Frau und seine Tochter begleiteten uns auf einigen Ausfahrten, die ganze Familie war mit Leib und Seele dabei. Das merkten wir auch daran, wie sie die Lodge führten. Wir fühlten uns sehr gut aufgehoben und wurden immer mit phantastischen Mahlzeiten verwöhnt. Nicht zuletzt konnten sich alle jeden Tag aufs Neue für die Tiger begeistern. So war die Tiger-Safari ein würdiger Abschluss unserer Weltreise.</p>
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		<title>Das Simien-Gebirge, Heimat der Dschelada-Affen und Äthiopischen Steinböcke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 00:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem unsere erste Woche in Äthiopien von Geschichte und Kultur geprägt war, rückte nun die Natur in den Vordergrund. Im Simien-Gebirge wollten wir die beeindruckende Landschaft, die emblematischen Dschelada-Affen und nach Möglichkeit auch die Äthiopischen Steinböcke (Walia Ibex) sehen. Je weiter wir von Gondar aus nach Norden fuhren, desto weniger anderen Autos begegneten wir auf &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem unsere erste Woche in Äthiopien von Geschichte und Kultur geprägt war, rückte nun die Natur in den Vordergrund. Im Simien-Gebirge wollten wir die beeindruckende Landschaft, die emblematischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dschelada">Dschelada-Affen</a> und nach Möglichkeit auch die Äthiopischen Steinböcke (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopischer_Steinbock">Walia Ibex</a>) sehen. Je weiter wir von Gondar aus nach Norden fuhren, desto weniger anderen Autos begegneten wir auf der Straße. Die vereinzelten Tucktucks überließen nun fast ausschließlich Tiergespannen den Asphaltstreifen. Die gewaltige Gebirgskulisse, die sich immer wieder vor uns ausbreitete, entsprach dem Gegenteil eines Ökosystems, das man in Afrika erwarten würde.</p>
<figure id="attachment_4175" aria-describedby="caption-attachment-4175" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4175" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884-1024x683.jpg" alt="Die ersten Ausläufer des Simien-Gebirges" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-084947-4884.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4175" class="wp-caption-text">Die ersten Ausläufer des Simien-Gebirges</figcaption></figure>
<p><span id="more-4194"></span></p>
<h2>Äthiopisches Altiplano</h2>
<p>So wie uns die Witterung in Äthiopien an das Wetter in Quito erinnerte, so waren wir uns schon bei der Planung unserer Äthiopienreise dessen bewusst, dass wir uns im Simien-Gebirge auf über 3000m bewegen würden. Das bedeutete, dass es abends kühl werden würde. Noch dazu bereisten wir Äthiopien in der kältesten Jahreszeit. Nachts konnten die Temperaturen deutlich <a href="http://www.simienmountains.org/visit/when-to-go">unter null Grad Celsius</a> fallen. Daher entschieden wir uns gegen die oft angebotene Mehrtageswanderung mit Übernachtung in Zelten und votierten stattdessen für die vermeintlich bequeme und luxuriöse Simien Lodge.</p>
<figure id="attachment_4176" aria-describedby="caption-attachment-4176" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4176 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059-1024x683.jpg" alt="Mit ihrem dichten Fell sind die Dscheladas bestens gegen die Kälte im Simien-Gebirge gewappnet." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085138-5059.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4176" class="wp-caption-text">Mit ihrem dichten Fell sind die Dscheladas bestens gegen die Kälte im Simien-Gebirge gewappnet.</figcaption></figure>
<p>Bevor wir endgültig die Hauptstraße verließen und ins Gebirge abbogen, kauften wir ein Lunchpaket für Maru, unsere beiden einheimischen Begleiter Tasama und Mazo und uns. Tasama fungierte als Führer und Mazo war für unseren Schutz zuständig. Er trug immer ein Gewehr bei sich. Bis zum Ende verstanden wir aber eigentlich nicht genau, wovor er uns beschützen sollte. Vermutlich war es eine lokale Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. 45 Minuten später stellten wir unseren Wagen auf dem Parkplatz der Lodge ab und brachen zu einer ersten Wanderung auf. Etwas Eile war geboten, da die Wolken trotz des Sonnenscheins anfingen, sich aufzutürmen und zwischen den Gipfeln festzusetzen.</p>
<figure id="attachment_4177" aria-describedby="caption-attachment-4177" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4177 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891-1024x683.jpg" alt="Gegen Mittag ballten sich immer mehr Wolken zusammen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-120635-4891.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4177" class="wp-caption-text">Gegen Mittag ballten sich immer mehr Wolken zusammen.</figcaption></figure>
<h2>Die wilden aber nahbaren Dschelada-Affen</h2>
<p>Nach wenigen hundert Metern trafen wir auf eine erste Gruppe von Dschelada-Affen. Es sind sehr soziale Tiere und sie leben in Familienverbänden, die aus einem dominanten Männchen, seinen Damen und ihren Nachkommen bestehen. Die Interaktion in der Gruppe und die Fellpflege sind für sie mindestens ebenso wichtig wie die Nahrungsaufnahme. Dabei sind die Affen reine Vegetarier, sie ernähren sich hauptsächlich von Gras. Grasende Affen, wer hat so etwas schon einmal gehört? Welcher Patriarch jeweils einer Familie vorstand, erkannten wir schnell. Sie waren ehrfurchtgebietende Erscheinungen mit ihrer imposanten löwenartigen Mähne.</p>
<figure id="attachment_4178" aria-describedby="caption-attachment-4178" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4178" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907-1024x683.jpg" alt="Ein stattliches Dschelada-Männchen mit entschlossenem Blick" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-122451-4907.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4178" class="wp-caption-text">Ein stattliches Dschelada-Männchen mit entschlossenem Blick</figcaption></figure>
<p>Die dominanten Männchen müssen allerdings ständig auf der Hut sein, dass ihnen nicht ein Rivale, ein kräftiger Junggeselle, den Rang abläuft. Wenn ein Dschelada-Familienoberhaupt seine Weibchen nicht verteidigen kann, zögern sie nicht lange, sich unter den Schutz eines kräftigeren Nachfolgers zu stellen. Bei den auf den ersten Blick friedlichen Vegetariern können dann ordentlich die Fetzen fliegen. Sie besitzen spitze Zähne und fletschen furchterregend ihre Hauer.</p>
<figure id="attachment_4179" aria-describedby="caption-attachment-4179" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4179" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953-1024x683.jpg" alt="Zwei Dscheladas im harten Schlagabtausch" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123007-4953.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4179" class="wp-caption-text">Zwei Dscheladas im harten Schlagabtausch</figcaption></figure>
<p>Durch den Kontakt mit Primatenforschern waren die Dscheladas auf eine sehr angenehme Art und Weise an Menschen gewöhnt, so dass wir uns ein wenig an die Tierbeobachtungen auf den <a href="http://wittmann-tours.de/galapagos-die-verwunschenen-inseln/">Galápagos-Inseln</a> erinnert fühlten. Wir konnten uns den Affen bedenkenlos auf wenige Meter nähern. Sie nahmen kaum Notiz von uns, stattdessen grasten sie unbeeindruckt weiter, betrieben gegenseitige Fellpflege, säugten ihre Jungen und die Kleinen spielten ausgelassen miteinander. Die Dscheladas versuchten nicht einmal, Eßbares von uns zu erbetteln (und glücklicherweise fütterte auch kein Besucher die Affen).</p>
<figure id="attachment_4180" aria-describedby="caption-attachment-4180" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4180" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968-1024x683.jpg" alt="Die Dscheladas trugen ihre Kämpfe unter sich aus und waren uns gegenüber indifferent." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-123058-4968.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4180" class="wp-caption-text">Die Dscheladas trugen ihre Kämpfe unter sich aus und waren uns gegenüber indifferent.</figcaption></figure>
<h2>Regen und Kälte</h2>
<p>Das schöne Wetter wich ergiebigem Regen. Es fielen dicke Tropfen, die sich zeitweise auch in Hagel verwandelten. Die Eiskörnchen blieben erstaunlich lange liegen, da die Temperatur nur ca. 5-10 Grad Celsius betrug. Der Niederschlag ließ nicht nach und so suchten wir Schutz unter einigen niedrigen Büschen, um dort unser Mittagessen zu verspeisen. Es regnete allerdings mal mehr, mal weniger kontinuierlich weiter, so dass wir schließlich trotz Regenkleidung mindestens so durchnässt waren wie die Dscheladas.</p>
<figure id="attachment_4181" aria-describedby="caption-attachment-4181" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4181 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984-1024x683.jpg" alt="Wo habe ich bloß meine Regenjacke gelassen?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181021-133537-4984.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4181" class="wp-caption-text">Wo habe ich bloß meine Regenjacke gelassen?</figcaption></figure>
<p>Zurück in der Lodge offenbarte es sich, dass der Standard unserer Unterkunft leider nicht ihrem stolzen Preis entsprach. Die von uns herbeigesehnte Heizung funktionierte gar nicht, was uns erneut ans landestypisch schlecht geheizte Altiplano erinnerte. Die Solarheizung hatte, wie sich im Laufe unseres Aufenthalts herausstellte, einen wesentlichen Konstruktionsfehler: Immer morgens, wenn die Sonne schien, befanden sich die Panels im Schatten. Nachmittags, wenn mit schöner Regelmäßigkeit Wolken aufzogen und es regnete, konnten sie natürlich auch keine Energie mehr sammeln… Calefacción? No hay… <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f641.png" alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_4182" aria-describedby="caption-attachment-4182" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4182 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299-1024x683.jpg" alt="Die Simien Lodge: Bei Sonnenuntergang wirkten die Bungalows gemütlich, aber drinnen war es bitterkalt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180450-2299.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4182" class="wp-caption-text">Die Simien Lodge: Bei Sonnenuntergang wirkten die Bungalows gemütlich, aber drinnen war es bitterkalt.</figcaption></figure>
<p>In der Hoffnung, unsere durchweichten Wanderstiefel zu trocknen, improvisierten wir eine Schuhheizung aus leeren Wasserflaschen, die wir mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher in unserem Bungalow befüllten. Die echte Rettung kam allerdings erst, als im Hauptgebäude ein großes Kaminfeuer entzündet wurde. Dort sahen wir einen Dokumentationsfilm über die Dschelada-Affen und blieben auch nach dem Essen so lange wie möglich sitzen, da es in unserer Hütte feucht und bitterkalt war. (Aber vermutlich trotzdem wärmer, als in einem Zelt gewesen wäre.)</p>
<figure id="attachment_4183" aria-describedby="caption-attachment-4183" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4183" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381-683x1024.jpg" alt="Wärmendes Kaminfeuer" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-191210-5381.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4183" class="wp-caption-text">Wärmendes Kaminfeuer</figcaption></figure>
<h2>Sonnenschein am Morgen</h2>
<p>Am Morgen des zweiten Tages hatte sich das Wetter zum Glück gebessert und die Sonne begrüßte uns mit ihrer wohltuenden Wärme. Unweit der Lodge stießen wir erneut auf eine große Gruppe von Dschelada-Affen, um die 100 Tiere, die mehreren Familien angehörten. Wir trafen sie beim Frühstück an. Sie grasten in der Nähe eines Abhanges, wo sich vermutlich ihr Schlafplatz befunden hatte. (Die Primaten schlafen in Nischen von Steilhängen, um vor Raubtieren sicher zu sein.) Sie ließen es sich sichtlich schmecken, rupften ein Grasbüschel nach dem anderen aus und verspeisten es genüßlich. Dabei schmatzten sie unüberhörbar.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/i787AAoT8CA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Die kleinen Äffchen hatten weniger das Frühstück, sondern mehr Schabernack im Sinn. Sie jagten einander über die Wiese, turnten am Abhang herum. Nur gelegentlich fraßen sie auch ein bisschen Gras. Immer, wenn ihre Familie weiterzog, sprangen die ganz kleinen auf den Rücken ihrer Mutter und ließen sich ein Stück tragen, Taxi Mama sozusagen. Auf ihrem Rücken war es einfach am besten.</p>
<figure id="attachment_4185" aria-describedby="caption-attachment-4185" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4185" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086-1024x683.jpg" alt="Auf Mamas Rücken ist am besten!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-085532-5086.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4185" class="wp-caption-text">Auf Mamas Rücken ist am besten!</figcaption></figure>
<p>Die kleinen Dscheladas waren sehr niedlich, die Erwachsenen dagegen hätten keinen Schönheitspreis gewonnen. Zweifelsohne hatten sie aber echte Charaktergesichter.</p>
<figure id="attachment_4186" aria-describedby="caption-attachment-4186" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4186" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023-1024x683.jpg" alt="Portrait eines Dschelada-Charaktergesichts" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-084704-5023.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4186" class="wp-caption-text">Portrait eines Dschelada-Charaktergesichts</figcaption></figure>
<h2>Das Simien-Panorama</h2>
<p>Kaum konnten wir uns vom lebhaften Treiben der Affen losreißen, aber schließlich wollten wir noch etwas mehr von den Simien-Bergen sehen. Auf der Weiterfahrt hielten wir mehrmals an, um die beeindruckende Aussicht zu bewundern, die sich am Tag zuvor hinter den Wolken versteckt hatte. Steil fielen die Felsen ab und offenbarten eine atemberaubende Sicht in die Ferne über die schroffen Gebirgsformationen.</p>
<figure id="attachment_4187" aria-describedby="caption-attachment-4187" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4187 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152-1024x683.jpg" alt="Morgens eröffnete sich eine mehr als beeindruckende Fernsicht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-093910-5152.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4187" class="wp-caption-text">Morgens eröffnete sich eine mehr als beeindruckende Fernsicht.</figcaption></figure>
<p>Etwa eine Viertelstunde Fußweg von der Straße entfernt gelangten wir zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jinbar-Wasserfall">Jinbar-Wasserfall</a>, der sich mindestens 500 Meter vom Plateau hinab in die Tiefe stürzte.</p>
<figure id="attachment_4188" aria-describedby="caption-attachment-4188" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4188 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178-1024x683.jpg" alt="Der Jinbar-Wasserfall stürzte sich in die Tiefe." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-105235-5178.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4188" class="wp-caption-text">Der Jinbar-Wasserfall stürzte sich in die Tiefe.</figcaption></figure>
<p>Auf dem Weg zurück zum Auto &#8211; Maru erwartete uns an einem anderen Ort &#8211; spürten wir zum ersten Mal die Höhe. Waren wir bisher fast ausschließlich in der Hochebene gelaufen, mussten wir nun einen steilen Aufstieg von etwa 200 Höhenmetern über einen rutschigen und matschigen Pfad zurücklegen. Auf gut 3000 Metern waren wir ohne Akklimatisierung schnell aus der Puste…</p>
<h2>Auf der Suche nach den Äthiopischen Steinböcken</h2>
<p>Gegen 11 Uhr mittags zogen erneut dichte Wolken auf und uns schwante schon, dass sich das Nebel- und Regenprogramm vom vorherigen Tag wiederholen würde. Natürlich fuhren wir trotzdem weiter, schließlich wollten wir versuchen, Äthiopische Steinböcke zu finden. Immerhin fing es nicht gleich zu regnen an, dafür zog dichter Nebel auf, der sich nur gelegentlich lichtete. Tasama fragte andere Guides und Passanten, ob sie Walia Ibex gesichtet hatten. Nachdem die Leute bejahten, folgten wir der einzigen Straße immer weiter in die Bergwelt des Simien-Gebirges. Die recht abenteuerliche Piste wand sich in Kurven immer weiter hinauf. Als sich wieder einmal der Dunst etwas lichtete, erspähte Tasama in der Ferne tatsächlich eine Gruppe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopischer_Steinbock">Ibex</a>, die im Hang grasten.</p>
<figure id="attachment_4190" aria-describedby="caption-attachment-4190" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4190" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314-683x1024.jpg" alt="Ein Prachtkerl von einem Walia-Ibex" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132910-5314.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4190" class="wp-caption-text">Ein Prachtkerl von einem Walia-Ibex</figcaption></figure>
<p>Wir stiegen aus und näherten uns den Tieren möglichst lautlos und unauffällig. Wir waren erstaunt, wie wenig sie unsere Anwesenheit störte. Bis auf etwa 15 Meter konnten wir uns ihnen nähern. In einer guten Position angekommen war es am besten, sich einfach auf den Boden zu setzen und die Steinböcke zu beobachten. Die Gruppe zählte ca. 20 Ibex, was ungewöhnlich viele sein sollten. Wir wähnten uns sehr glücklich, die seltenen Tiere (Quellenangaben schwanken, vermutlich gibt es kaum mehr als 1000 Tiere) aus nächster Nähe sehen zu können. Neben den imposanten Böcken gab es zahlreiche Weibchen und auch einige niedliche Kitze.</p>
<figure id="attachment_4191" aria-describedby="caption-attachment-4191" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4191 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305-1024x683.jpg" alt="Ein Steinbock-Kitz" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-132716-5305.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4191" class="wp-caption-text">Ein Steinbock-Kitz</figcaption></figure>
<p>Als wir uns von den Ibex verabschiedeten, war es bereits 2 Uhr nachmittags und höchste Zeit für eine Mittagspause. Der designierte Aussichtspunkt, wo wir unser Picknick einnahmen, war spektakulär, aber kurze Zeit später zogen noch mehr Wolken auf und nahmen uns die Aussicht… Auf der Rückfahrt zur Lodge gab es noch eine Überraschung: Tasama entdeckte zwei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Klippspringer">Klippspringer</a>, die gut getarnt links der Straße zwischen den Büschen lagen. Unsere Fahrt an diesem Tage mutete ein wenig wie eine Safari an.</p>
<figure id="attachment_4192" aria-describedby="caption-attachment-4192" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4192 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355-683x1024.jpg" alt="Zwei gut getarnte Klippspringer" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-161217-5355.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4192" class="wp-caption-text">Zwei gut getarnte Klippspringer</figcaption></figure>
<h2>Kühl, aber sehenswert</h2>
<p>Die Natur des Simien-Gebirges war phantastisch und wir haben die Zeit mit den Dschelada-Affen und den Steinböcken sehr genossen &#8211; vor allen die trockene Zeit. Für die Simien Lodge müssen wir allerdings massive Abzüge in der B-Note vergeben. Die vermeintliche Luxus-Unterkunft war nicht nur das höchstgelegene Hotel Afrikas (im Sinne von Metern über dem Meeresspiegel), sie hatte auch die mit weitem Abstand gesalzensten Preise in ganz Äthiopien und das bei deutlich unterdurchschnittlichem Standard.</p>
<figure id="attachment_4193" aria-describedby="caption-attachment-4193" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4193 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305-1024x683.jpg" alt="Abends hatten sich die Wolken verzogen und es gab einen idyllischen Sonnenuntergang." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181022-180832-2305.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4193" class="wp-caption-text">Abends hatten sich die Wolken verzogen und es gab einen idyllischen Sonnenuntergang.</figcaption></figure>
<p>Die Simien Lodge ist das einzige Hotel direkt am Nationalpark und nutzt dieses Monopol schamlos aus. Die Heizung funktionierte nicht (immerhin bekamen wir am zweiten Abend ein Elektroheizkörperchen und es gab heißes Wasser zum Duschen), der Service war eher unmotiviert und das Essen nicht besonders. Ob wir doch gecampt hätten, wenn uns das vorher bekannt gewesen wäre? Vermutlich nicht, da es im Zelt wohl noch frostiger und nasser gewesen wäre. Aber vielleicht hätten wir ein etwas weiter entferntes Hotel für einen Bruchteil des Preises gewählt…</p>
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		<title>Madagaskars Tierwelt: Lemuren, Chamäleons und anderes Getier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2019 00:01:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Andasibe]]></category>
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		<category><![CDATA[Blattschwanzgecko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tierwelt Madagaskars ist einzigartig. Seit 90 Millionen Jahren ist Madagaskar schon vom afrikanischen Festland abgespalten. Damit ist die große Insel ein sehr lang andauerndes Experiment der Evolution. So gibt es nur auf Madagaskar Lemuren und man findet dort die meisten Chamäleonarten weltweit. Von beiden Spezies sollten wir auf dem Weg in den Osten einige &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tierwelt Madagaskars ist einzigartig. Seit 90 Millionen Jahren ist Madagaskar schon vom afrikanischen Festland abgespalten. Damit ist die große Insel ein sehr lang andauerndes Experiment der Evolution. So gibt es nur auf Madagaskar <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lemuren">Lemuren</a> und man findet dort die meisten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cham%C3%A4leons">Chamäleonarten</a> weltweit. Von beiden Spezies sollten wir auf dem Weg in den Osten einige Exemplare zu Gesicht bekommen und sie sowohl in Schutzgebieten als auch in freier Wildbahn erleben.</p>
<figure id="attachment_3303" aria-describedby="caption-attachment-3303" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3303" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799-1024x683.jpg" alt="Ein lächelnder östlicher Bambuslemur" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3303" class="wp-caption-text">Ein lächelnder östlicher Bambuslemur</figcaption></figure>
<p><span id="more-3301"></span></p>
<h2>Sifakas im Réserve Peyrieras</h2>
<p>Das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A9serve_Peyrieras">Réserve Peyrieras</a> liegt etwa 70 kurvige Kilometer östlich von Antananarivo an der Route Nationale Numéro 2 und ist eine Mischung aus Zoo und Schutzgebiet. Die meisten tierischen Bewohner leben in angemessenen Gehegen und viele weitere &#8222;Inoffizielle&#8220; frei im Wald, unter anderem einige Arten halbwilder Lemuren. Diese sind sehr an Menschen gewöhnt, werden gefüttert und halten sich daher selten weit entfernt auf. Um sie zu sehen, folgten wir unserem Führer eine Anhöhe hinauf, wieder hinunter durch den Wald und in das nächste Tal. Nach etwa 20 Minuten hatten wir eine Gruppe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Larvensifaka">Larvensifakas</a> gefunden.</p>
<figure id="attachment_3304" aria-describedby="caption-attachment-3304" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3304" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368-683x1024.jpg" alt="Wer kommt denn da zu Besuch? Ein Larvensifaka mustert uns interessiert." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3304" class="wp-caption-text">Wer kommt denn da zu Besuch? Ein Larvensifaka mustert uns interessiert.</figcaption></figure>
<p>Sie waren nicht sehr scheu, ließen uns näher herankommen, verhielten sich aber bestimmt nicht wie Schoßtiere. Die angebotenen Bananen nahmen sie mit einer gewissen Vorsicht und zogen sich dann schnell wieder ein paar Meter zurück. Solange wir einen Abstand von etwa 3 Metern einhielten, ließen sie sich problemlos beobachten und fotografieren. Ein Baby-Lemur klammerte sich an seine Mutter und versteckte sich schüchtern in ihrem Fell. Nur selten lugte es vorsichtig hervor.</p>
<figure id="attachment_3305" aria-describedby="caption-attachment-3305" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3305" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395-1024x683.jpg" alt="Ein Baby-Sifaka inspiziert vorsichtig die Umgebung." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3305" class="wp-caption-text">Ein Baby-Sifaka beäugt vorsichtig die Umgebung.</figcaption></figure>
<h2>Ein Gehege voller Chamäleons</h2>
<p>Nach einer guten halben Stunde zusammen mit den Sifakas kehrten wir zum Zoo-Bereich zurück. Neben Krokodilen und Fröschen waren Chamäleons die große Attraktion. In einem großen Gehege, in dem zwischen Bereichen mit buschartigen Pflanzen Gänge angelegt waren, lebten zahlreiche Arten dieser eigenartigen Echsen. Somit war die Umfriedung ein großes Chamäleon-Suchspiel, schließlich sind diese Geschöpfe bekanntermaßen Meister der Tarnung und einige können sich ihrer Umgebung farblich gut anpassen. (Auch wenn bei den Spezies, die ihre Farbe ändern können, diese Fähigkeit meist zur Kommunikation mit anderen Artgenossen eingesetzt wird.)</p>
<figure id="attachment_3306" aria-describedby="caption-attachment-3306" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3306" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431-1024x683.jpg" alt="Mit bis zu 70 cm Länge ist das Parsons Chamäleon die größte Chamäleonart." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3306" class="wp-caption-text">Mit bis zu 70 cm Länge ist das Parsons Chamäleon die größte Chamäleonart.</figcaption></figure>
<p>Außerdem bewegen sie sich wie ein Blatt im leichten Windhauch. Ganz gemächlich, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, tasten sie sich förmlich vorwärts. Ein Stückchen vor, Wippen, noch ein Stückchen vor, Wippen, so schaukeln sie voran, das ist Teil ihrer Tarnstrategie. Leicht schwingend, sehr langsam und ein wenig albern sieht es aus. Nur selten wagten sie sich aus den Büschen heraus, um den Weg zu überqueren.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/EPWvqcOTT2M" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Aber die Chamäleons sind nicht nur potentielle Beute, sondern selbst auch Jäger. Gut getarnt im Blattwerk halten sie mit ihren beiden unabhängig voneinander bewegbaren Augen Ausschau nach Beute. Wie ihr Gehirn es schafft, die beiden örtlich vollkommen verschiedenen Wahrnehmungen miteinander in Einklang zu bringen, ist auch heute noch ein Rätsel.</p>
<figure id="attachment_3307" aria-describedby="caption-attachment-3307" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3307" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469-1024x683.jpg" alt="Grumpy Chameleon. Die Mundwinkel können sie nicht verziehen, dafür die Augen unabhängig in alle Himmelrichtungen bewegen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3307" class="wp-caption-text">Grumpy Chameleon. Die Mundwinkel können sie nicht bewegen, dafür die Augen unabhängig voneinander in alle Himmelsrichtungen drehen.</figcaption></figure>
<h2>Die Chamäleon-Fütterung</h2>
<p>Dann fand eine Chamäleon-Fütterung mit auf einem Stöckchen aufgespießten Heuschrecken statt. Sobald das Chamäleon die Beute in seiner Reichweite wahrnahm, fixierte es das Insekt mit beiden Augen, brachte seinen Kopf in Position, öffnete sein Maul einen Spaltbreit und dann schoss auf einmal die überraschend lange Zunge (mindestens so lang wie die Echse selbst) hervor, packte die Heuschrecke mit der Spitze und zog Zunge und Fang blitzschnell zurück ins Maul, alles in Sekundenbruchteilen. Schaut selbst im folgenden Video:<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/TCvO_-0QCrE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Klein, kleiner, am kleinsten</h2>
<p>Kleinere Chamäleon-Spezies wurden in separaten Käfigen gehalten, sonst würde man sie kaum wiederfinden. Diese Zwerge waren in verschiedenen Größen zu bewundern: klein (ca. 15cm) und ganz winzig (ca. 5cm).</p>
<figure id="attachment_3308" aria-describedby="caption-attachment-3308" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3308" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520-1024x683.jpg" alt="Klein und wunderschön gemustert" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3308" class="wp-caption-text">Klein und wunderschön gemustert</figcaption></figure>
<p>Unser Führer holte die Chamäleons behutsam aus ihrer Behausung und setzte sie uns auf die Hände. Von dort aus fingen sie an, ihre neue Umgebung zu erkunden. Sie spazierten über unsere Arme und ihre kleinen Krallen pieksten ein wenig.</p>
<figure id="attachment_3309" aria-describedby="caption-attachment-3309" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3309 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533-1024x683.jpg" alt="Ein Winzling: Calumma boettgeri. Es wird auch Boettger's Chameleon genannt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3309" class="wp-caption-text">Ein Winzling: Calumma boettgeri. Es wird auch Boettger&#8217;s Chameleon genannt.</figcaption></figure>
<p>Den Besuch im Réserve Peyrieras empfanden wir als sehr lohnenswert. Sicher könnte man über die artgerechte Haltung der Tiere trefflich diskutieren. Insgesamt erschienen uns die Haltungsbedingungen im Réserve allerdings sehr gut. Die Tiere dort sind Botschafter Ihrer Spezies in einer Nation, für deren Menschen das unmittelbare Überleben oft Vorrang vor dem Naturschutz hat, auch wenn uns Europäern das aus unserem Blickwinkel als kurzsichtig erscheinen mag. Wenn man die Tiere nicht kennt, die es zu erhalten gilt, fällt es womöglich schwer, Interesse zu entwickeln, einen Schutzgedanken umzusetzen. Das Réserve Peyrieras könnte in diesem Sinne bestimmt Brücken bauen. Allerdings waren alle Besucher des Réserve Ausländer, nur die Führer waren Madegassen…</p>
<h2>Nachtwanderung in Andasibe</h2>
<p>Am Abend des gleichen Tages erreichten wir den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Andasibe-Mantadia_National_Park">Andasibe-Mantadia Nationalpark</a>, in dessen direkter Nähe wir übernachteten. Die vielleicht bekanntesten Bewohner des Parks sind die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Indri">Indris</a>, die sich allerdings zu diesem Zeitpunkt schon zur Ruhe begeben hatten. Wir unternahmen eine Nachtwanderung, die uns auch in den Regenwald führte, aber die meiste Zeit gingen wir an der engen, kaum befahrenen Straße entlang. Das gab uns die Gelegenheit, zahlreiche Bewohner des Nationalparks zu entdecken.</p>
<figure id="attachment_3310" aria-describedby="caption-attachment-3310" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3310" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613-1024x683.jpg" alt="Ein Baumfrosch, vermutlich Boophis luteus" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3310" class="wp-caption-text">Ein Baumfrosch, vermutlich Boophis luteus</figcaption></figure>
<p>Wir beobachteten zahlreiche Frösche, die auch für eine melodische Untermalung unseres Mondscheinspaziergangs sorgten. Einige Maus-Makis huschten durch die Bäume, mehr als die im Taschenlampenkegel leuchtenden Augen waren allerdings nicht zu sehen. Erstaunlicherweise sahen wir vor allem Chamäleons. Die großen waren gut getarnt, die kleinen für unsere Augen ohne weitere Hinweise vollkommen unsichtbar. Einmal zeigte uns unser Führer Evariste eine Pflanze von der Größe einer europäischen Topfpflanze, in der ein Chamäleon sitzen sollte. Wir gaben ratlos auf zu suchen, weil wir es nicht finden konnten, aber da war es, mitten zwischen den grünen Blättern.</p>
<figure id="attachment_3311" aria-describedby="caption-attachment-3311" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3311" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553-1024x683.jpg" alt="In seiner Umgebung kaum zu erkennen, ein grünes Mini-Chamäleon" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3311" class="wp-caption-text">In seiner Umgebung kaum zu erkennen, ein grünes Mini-Chamäleon.</figcaption></figure>
<h2>Suchbild im Urwald</h2>
<p>Ähnliche Situationen wie diese gab es auch im weiteren Verlauf der Wanderung. Wir gingen den Weg bzw. die schmale Straße entlang. Evaristes Taschenlampe huschte durch die Bäume und Sträucher und auf einmal hatte er etwas entdeckt, was auf den ersten Blick so aussah:</p>
<figure id="attachment_3312" aria-describedby="caption-attachment-3312" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3312" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607-1024x683.jpg" alt="Suchbild: Wo ist das Chamäleon?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3312" class="wp-caption-text">Suchbild: Wo ist das Chamäleon?</figcaption></figure>
<p>Kleiner noch als die Blätter saß das Mini-Chamäleon auf dem Zweig, aber wie Evariste es erspähen konnte, ist für uns bis heute unbegreiflich.</p>
<figure id="attachment_3313" aria-describedby="caption-attachment-3313" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3313" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604-1024x683.jpg" alt="Hier ist das Chamäleon!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3313" class="wp-caption-text">Dort sitzt das Chamäleon!</figcaption></figure>
<h2>Indris, die Riesenlemuren</h2>
<p>Am nächsten Morgen kehrten wir wieder in den Nationalpark zurück und fanden ganz andere Tiere vor als nachts. Wir hofften darauf, Indris zu sehen, begegneten aber auch anderen Tieren, zum Beispiel einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96stlicher_Bambuslemur">östlichen Bambuslemuren</a> nahe eines Baches.</p>
<figure id="attachment_3314" aria-describedby="caption-attachment-3314" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3314" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714-1024x683.jpg" alt="Ein östlicher Bambuslemur in freier Windbahn" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3314" class="wp-caption-text">Ein östlicher Bambuslemur in freier Wildbahn</figcaption></figure>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Indri">Indris</a> sind die größten Lemuren der Welt, in etwa so groß wie ein 5-jähriges Kind. Wie der Indri zu seinen einheimischen Namen &#8222;Babakoto&#8220; kam, erklärt die  folgende <a href="https://www.madamagazine.com/english-why-the-biggest-lemurs-of-the-worlds-is-called-babakoto/">Legende</a>. Hier die Kurzfassung: Ein Mann kletterte mit seinem Sohn im Urwald auf einen hohen Baum, um Honig zu sammeln. Als ein Unwetter aufzog, rutschte der Vater ab, fiel tragischerweise vom Ast und starb bei dem Sturz. Bei Sturm und Gewitter blieb der Junge die Nacht über verängstigt auf dem Baum, da er nicht ohne Hilfe herabklettern konnte. Am nächsten Morgen brachte ihn ein Indri auf seinem Rücken wieder sicher auf den Boden zurück. Der Junge hieß Koto; der Indri, der ihn rettete, erhielt folglich die Ehrenbezeichnung &#8222;Babakoto&#8220;, der &#8222;Vater von Koto&#8220;, weil er sich um den Waisen gekümmert hatte.</p>
<figure id="attachment_3315" aria-describedby="caption-attachment-3315" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3315" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638-1024x683.jpg" alt="Ein Indri, Babakoto, hoch oben im Baum" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3315" class="wp-caption-text">Ein Indri, Babakoto, hoch oben im Baum</figcaption></figure>
<h2>Der Gesang der Indris</h2>
<p>Indris sind nicht nur die größten Lemuren, sondern auch die lautesten. Ihr Gesang ist kilometerweit zu hören, nicht zuletzt deshalb, weil sie zum Singen immer ganz nach oben in die Bäume klettern. Damit war es nicht allzu schwer, die Primaten zu finden. Im Nationalpark gibt es ein gut ausgebautes Wegenetz. Immer den Ohren nach! Da Andasibe von Tana aus relativ einfach zu erreichen ist, waren wir nicht die einzige Gruppe im Park. In absoluten Zahlen waren es zwar wenige Besucher, insgesamt war hier nach unserem Empfinden die verträgliche Obergrenze an Touristen allerdings schon erreicht, wenn nicht sogar überschritten.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/5sMbeR7h2Fk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Der Gesang der Indris (Ihr könnt ihnen im obigen Video lauschen) dauert bis zu ein paar Minuten und danach sind die Lemuren so erschöpft, dass sie erstmal ruhen müssen. Die Lautäußerungen dienen dazu, das Revier der in Gruppen lebenden Tiere zu markieren. Der Indri-Gesang ist auf seine Art recht melodisch und erinnert entfernt an die Geräusche von Buckelwalen.</p>
<figure id="attachment_3316" aria-describedby="caption-attachment-3316" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3316" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690-1024x683.jpg" alt="Er winkt nicht, sondern sucht schmackhafte Blätter ;)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3316" class="wp-caption-text">Der Indri winkt nicht, sondern pflückt schmackhafte Blätter <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<p>Oben in den Wipfeln der Bäume verhielten sich die Indris ganz natürlich, unbeeindruckt von den Besuchergruppen, und kauten hingebungsvoll einige Blätter. Manchmal sprangen sie von Baum zu Baum, und wie! Die gewaltigen Sätze können bis zu 7 Meter weit sein, fast so, als hätten die Hinterbeine eingebaute Sprungfedern.</p>
<h2>Kuscheln mit Lemuren</h2>
<p>Am Nachmittag besuchten wir die das private Réserve Vakôna. Dort kann man den Lemuren ganz nah kommen. Die Tiere leben frei auf mehreren Inseln, die durch Kanäle voneinander getrennt sind. Da die Primaten wasserscheu sind, ist dies Barriere genug für sie. So fuhren wir mit zwei Kanus von Insel zu Insel und besuchten die jeweils dort lebenden Arten. Die Lemuren waren so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie freiwillig auf unsere Schultern sprangen. Sicher nicht ganz ohne Hintergedanken: Die Führer hatten Bananen als Lockmittel dabei.</p>
<figure id="attachment_3317" aria-describedby="caption-attachment-3317" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3317" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1-1024x683.jpg" alt="Mona mit braunem Lemur" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3317" class="wp-caption-text">Mona mit Braunem Lemur</figcaption></figure>
<p>Dennoch hatten wir den Eindruck, dass die Lemuren im Grunde genommen wild waren. Sie ließen sich nicht streicheln und sprangen sofort wieder davon, wenn sie ein Stückchen Banane erbeutet hatten. Die Bambuslemuren verschmähten das mitgebrachte Obst und fraßen lieber Blätter. Die Sifakas durften wir nur vom Wasser aus beobachten. Die Kattas hingegen kamen direkt auf unser Boot gesprungen, als wir kurz anlegten.</p>
<figure id="attachment_3318" aria-describedby="caption-attachment-3318" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3318" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729-1024x683.jpg" alt="Christian mit braunem Lemur" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3318" class="wp-caption-text">Christian mit Braunem Lemur</figcaption></figure>
<p>Tierschützer mögen nun wieder aufbegehren. Klar, die Inseln sind keine gänzlich natürliche Umgebung für die Lemuren. Trotzdem fanden wir das Konzept deutlich artgerechter als einen klassischen Zoo und wir möchten erneut den Botschaftergedanken aufgreifen. Wäre es nicht wunderbar, wenn sich viele Madegassen in die drolligen Lemuren verlieben würden? Das wäre der beste Anreiz für sie, die Lebensräume der Primaten zu schützen. Die Zahl der madegassischen Besucher war allerdings auch hier eher gering, aber die Hilfsorganisation <a href="http://www.madagruenekiste.org/de/">grüne Kiste</a> zum Beispiel fördert den <a href="https://youtu.be/-Abzbkoo2KM">Besuch von Jugendlichen</a> in der Natur, um Flora und Fauna lieben und schätzen zu lernen. Uns machte es jedenfalls große Freude, den Lemuren so nahe zu kommen.</p>
<h2>Suchbild zum Quadrat</h2>
<p>Auch im Réserve Vakôna gab es weitere angeschlossene Gehege mit Fröschen und Chamäleons. Das kurioseste Tier war jedoch ein Uroplatus, ein sog. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Blattschwanzgeckos">Blattschwanzgecko</a>, ein Großmeister der Tarnung. Das folgende Bild zeigt ihn klar und deutlich, nicht wahr?</p>
<figure id="attachment_3319" aria-describedby="caption-attachment-3319" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3319" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842-683x1024.jpg" alt="Findet ihr den Blattschwanzgecko?" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3319" class="wp-caption-text">Findet Ihr den Blattschwanzgecko?</figcaption></figure>
<p>Habt Ihr ihn sofort gefunden? Die Augen sind fast zentral im Bild. Er sitzt mit dem Kopf nach unten auf dem Stamm, seine perfekte Tarnung macht ihn nahezu unsichtbar. Man hat fast den Eindruck, als würden Flechten und Moos auf seiner Haut wachsen, so sehr verschmilzt er optisch mit der Rinde des Baumes.</p>
<h2>Die Fossa</h2>
<p>Große Raubtiere gibt es auf Madagaskar nicht, mit einer Ausnahme. Der einzige größere Jäger ist die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fossa">Fossa</a>, eine Art Raubkatze. Ursprünglich stammt die Spezies wohl von den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mangusten">Mangusten</a> ab. Sie ist in etwa so groß wie eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Wildkatze">Europäische Wildkatze</a> oder ein Fuchs, hat aber ein vergleichbar kurzes, glattes, rotbraunes Fell. Das scheue Tier in freier Wildbahn zu sehen, wäre ein absoluter Zufall. Einzig in <a href="http://wittmann-tours.de/der-kirindy-trockenwald/">Kirindy</a> hätten wir das Tier erspähen können, aber leider hatten wir kein Glück gehabt. Im Réserve Vakôna bekamen wir den seltenen Jäger allerdings doch noch zu Gesicht.</p>
<figure id="attachment_3320" aria-describedby="caption-attachment-3320" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3320 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891-1024x683.jpg" alt="Die Fossa, Madagaskars größte Raubkatze" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3320" class="wp-caption-text">Die Fossa, Madagaskars größtes Raubtier</figcaption></figure>
<p>Durch die privaten Schutzgebiete und wirklich guten Zoos, die wir besucht hatten, ist die Vielfalt der madagassischen Tierwelt, die wir zu Gesicht bekamen, sicher ein bisschen ermogelt. Trotzdem sahen wir eine erstaunliche Auswahl und dennoch nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was Madagaskars exotische Fauna ausmacht. Ein paar Tage später im Masoala Regenwaldgebiet sollte es nur noch den Dschungel und uns geben. Welche Tiere wir dort wohl vorfinden würden?</p>
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		<title>Die reiche Tierwelt des Pantanal</title>
		<link>https://wittmann-tours.de/die-reiche-tierwelt-des-pantanal/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Mar 2019 00:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Tage im Pantanal waren unbeschreiblich aufregend. Wir beobachteten neben den Jaguaren auch viele andere Tiere, die wir im ersten Teil sträflich vernachlässigt haben. Über diese wollen wir im Folgenden berichten. Dabei begegneten uns nicht nur Vögel, sondern auch viele Säugetiere, die wir fleißig zählten &#8211; und auch diesmal waren erstaunlicherweise Katzen dabei! Auf Safari &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Tage im Pantanal waren unbeschreiblich aufregend. Wir beobachteten neben den Jaguaren auch viele andere Tiere, die wir im <a href="http://wittmann-tours.de/das-pantanal-im-reich-der-jaguare">ersten Teil</a> sträflich vernachlässigt haben. Über diese wollen wir im Folgenden berichten. Dabei begegneten uns nicht nur Vögel, sondern auch viele Säugetiere, die wir fleißig zählten &#8211; und auch diesmal waren erstaunlicherweise Katzen dabei!</p>
<figure id="attachment_2965" aria-describedby="caption-attachment-2965" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-094121-6881.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2965" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-094121-6881-1024x683.jpg" alt="Ein Amazon Kingfisher (weiblich) mit fetter Beute" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-094121-6881-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-094121-6881-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-094121-6881-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-094121-6881.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2965" class="wp-caption-text">Ein Amazon Kingfisher (weiblich) mit fetter Beute</figcaption></figure>
<p><span id="more-2985"></span></p>
<h2>Auf Safari im Pantanal</h2>
<p>Nachdem wir das Jaguar Camp verlassen hatten, fuhren wir wieder Richtung Norden. Wir verbrachten drei weitere Nächte in zwei verschiedenen Lodges, die gleichzeitig als Farm genutzt wurden, um das Pantanal aus einer anderen, landbasierten Perspektive kennenzulernen. Dort waren wir ein wenig zu Fuß unterwegs, fuhren aber auch viel mit einem umgebauten kleinen Lkw. Hinten auf der Ladefläche waren Bänke montiert, so dass wir in einem offenem Safari-Fahrzeug saßen, wie man sie aus Afrika kennt. Entlang der Transpantaneira half die erhöhte Sitzposition sehr, da häufig rechts und links der Straße dichtes Gebüsch wuchs, das die Sicht aus einem normalen Auto versperrt hätte.</p>
<figure id="attachment_2966" aria-describedby="caption-attachment-2966" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-133149-6944.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2966" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-133149-6944-1024x683.jpg" alt="Marsh Deer, ein junges Männchen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-133149-6944-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-133149-6944-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-133149-6944-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-133149-6944.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2966" class="wp-caption-text"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sumpfhirsch">Marsh Deer</a>, ein junges Männchen</figcaption></figure>
<p>Die erste Ausfahrt fand nachts statt und sie begann gleich mit einem Paukenschlag! Nachdem wir so viele Jaguare gesehen hatten, glaubten wir, unser Katzenglück erschöpft zu haben. Wir hatten aber nicht mit Marcos Adlerblick gerechnet. Kaum hatten wir die Farm verlassen, sichtete er katzenartige Augen in der Dunkelheit. Ein Ozelot streifte in der Ferne entlang des Zauns. Es waren nur wenige Sekunden, aber was für ein Erlebnis!</p>
<figure id="attachment_2967" aria-describedby="caption-attachment-2967" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-190009-6956.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2967" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-190009-6956-1024x683.jpg" alt="Ein Ozelot in freier Wildbahn" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-190009-6956-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-190009-6956-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-190009-6956-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-190009-6956.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2967" class="wp-caption-text">Ein Ozelot in freier Wildbahn</figcaption></figure>
<p>Die vielleicht kurioseste Sichtung dieses Abends war das Nest eines <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Orange-backed_troupial">Orange-backed Troupial</a>. Der Vogel ist etwas kleiner als eine Amsel und hat leuchtend orangefarbenes Gefieder. Nachts schlief er, wie es sich für einen guten Troupial gehört, und hatte sich in seinem Nest zusammengerollt. Hat man so etwas schon mal gesehen?</p>
<figure id="attachment_2968" aria-describedby="caption-attachment-2968" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-194858-6964.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2968 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-194858-6964-1024x683.jpg" alt="Ein Orange-backed Troupial schlummert in seinem Nest." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-194858-6964-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-194858-6964-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-194858-6964-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-194858-6964.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2968" class="wp-caption-text">Ein Orange-backed Troupial schlummert in seinem Nest.</figcaption></figure>
<h2>Wanderung im Cerrado</h2>
<p>Nachdem wir so viel im Boot und im Auto gesessen hatten, freuten wir uns auf eine Wanderung im Trockenwald am nächsten Morgen. Auch dort gab es viele Vögel zu sehen, diesmal allerdings keine Wasservögel, sondern Spechte, Woodcreeper, den inzwischen ausgeschlafenen Orange-backed Troupial und sogar eine Eule. Wir sind keine <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Birdwatching#Networking_and_organization">Birder</a> geworden, aber die Vielseitigkeit der Vogelwelt faszinierte uns trotzdem ungemein.</p>
<figure id="attachment_2969" aria-describedby="caption-attachment-2969" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-064019-7000.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2969 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-064019-7000-1024x683.jpg" alt="Diesmal putzmunter, ein Orange-backed Troupial" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-064019-7000-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-064019-7000-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-064019-7000-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-064019-7000.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2969" class="wp-caption-text">Diesmal putzmunter, ein Orange-backed Troupial</figcaption></figure>
<p>Wie viele Tiere man im Pantanal allerdings wirklich gesehen hat, das machte Marcos eher an den Säugetierarten fest. Auch wenn sie nicht bedroht sind, so sind <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzschwanz-Seiden%C3%A4ffchen">Schwarzschwanz-Seidenäffchen</a> (Black-tailed marmoset) schwierig zu sichten. Umso erfreuter waren wir, dass uns eine ganze Familie zunächst nicht bemerkte. Hingebungsvoll betrieben sie gegenseitige Fellpflege in den Bäumen.</p>
<figure id="attachment_2970" aria-describedby="caption-attachment-2970" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-074831-7024.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2970" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-074831-7024-1024x683.jpg" alt="Schwarzschwanz-Seidenäffchen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-074831-7024-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-074831-7024-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-074831-7024-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-074831-7024.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2970" class="wp-caption-text">Schwarzschwanz-Seidenäffchen</figcaption></figure>
<h2>Auf der Suche nach dem Ameisenbär</h2>
<p>Für die Ausfahrt am Nachmittag und in die Nacht hinein hatte Marcos ein klares Ziel ausgegeben. Er wollte uns einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Ameisenb%C3%A4r">großen Ameisenbären</a> zeigen, eine weitere spektakuläre Säugetierart. Öfter schon hatte er ein Exemplar dieser Gattung weiter nördlich in Richtung Pantanal-Eingang gefunden. Würden wir ihm auch heute begegnen?</p>
<figure id="attachment_2971" aria-describedby="caption-attachment-2971" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-141936-7093.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2971" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-141936-7093-1024x683.jpg" alt="Die Mönchssittiche (Monk Parakeet) waren in großen Schwärmen unterwegs." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-141936-7093-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-141936-7093-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-141936-7093-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-141936-7093.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2971" class="wp-caption-text">Die Mönchssittiche (Monk Parakeet) waren in großen Schwärmen unterwegs.</figcaption></figure>
<p>Wir fuhren auf der Transpantaneira gen Norden und sahen, wie üblich, viele Vögel: Reiher, Störche, Kormorane, Greifvögel wie den Roadside Hawk oder den Southern Crested Caracara, aber auch Papageien, wie Monk-Parakeets. Außerdem sahen wir Rehe und Pekaris (Wildschweine). Wir hielten an und beobachteten letztere. Es war lustig, der kleinen Gruppe von Schweinen zuzusehen. Wenn sie sich vorwärts bewegten, trabten sie immer im Gänsemarsch, das größte Pekari vorneweg, alle anderen hinterher.</p>
<figure id="attachment_2972" aria-describedby="caption-attachment-2972" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-144411-7122.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2972 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-144411-7122-1024x683.jpg" alt="White-collared Peccaries, beim linken ist die halsbandartige Aufhellung des Fells deutlich zu sehen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-144411-7122-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-144411-7122-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-144411-7122-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-144411-7122.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2972" class="wp-caption-text">White-collared Peccaries, beim linken ist die halsbandartige Aufhellung des Fells deutlich zu sehen.</figcaption></figure>
<p>Der Sonnenuntergang nahte und wir hatten Glück. Auf einer großen eingezäunten Weide erspähten wir einen großen Ameisenbären. Er durchstreifte in Seelenruhe die Wiese, seinen Rüssel direkt am Boden auf der Suche nach Abendbrot. Unser Auto war günstig geparkt und er bewegte sich erstaunlicherweise in weiten Schlangenlinien langsam auf uns zu. Als er etwa noch 10 Meter von der Straße entfernt war, wechselte er die Richtung und verschwand allmählich in der Dämmerung.</p>
<figure id="attachment_2973" aria-describedby="caption-attachment-2973" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-152147-7188.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2973" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-152147-7188-1024x683.jpg" alt="Ein großer Ameisenbär aus nächster Nähe." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-152147-7188-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-152147-7188-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-152147-7188-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-152147-7188.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2973" class="wp-caption-text">Ein großer Ameisenbär aus nächster Nähe.</figcaption></figure>
<h2>Rückfahrt durch die Nacht</h2>
<p>Die Sonne war untergegangen und es wurde schnell dunkel und kalt. Es ist immer wieder erstaunlich, dass es auch in der Nacht gelingt, Tiere zu sichten. Der Trick mit der Reflexion des Taschenlampenlichts in den Sehorganen bei Dunkelheit funktioniert überall. Die vielleicht schönsten, leuchtend gelb-grünen Augen hatte ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urutau-Tagschl%C3%A4fer">Common Potoo</a>. Er schien gerade aufgewacht zu sein und je länger wir ihn beobachteten, desto missgelaunter sah er aus. Um ihn nicht gänzlich zu verärgern, fuhren wir zügig weiter ;).</p>
<figure id="attachment_2974" aria-describedby="caption-attachment-2974" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161210-7212.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2974" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161210-7212-1024x683.jpg" alt="Oh Schreck! Wer leuchtet mich da an? (Common Potoo)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161210-7212-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161210-7212-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161210-7212-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161210-7212.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2974" class="wp-caption-text">Oh Schreck! Wer leuchtet mich da an? (Common Potoo)</figcaption></figure>
<figure id="attachment_2975" aria-describedby="caption-attachment-2975" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161236-7214.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2975" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161236-7214-1024x683.jpg" alt="" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161236-7214-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161236-7214-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161236-7214-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-161236-7214.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2975" class="wp-caption-text">Macht endlich das Licht aus! (Common Potoo)</figcaption></figure>
<p>Marcos schien mit den Tieren Termine gemacht zu haben, immer wieder zauberte er Überraschungen aus dem Hut. Auf einmal hielten wir unvermittelt an. Auf unserer rechten Seite, vielleicht 8 Meter entfernt, saß ein Ozelot am Boden neben einem Baum! Es musterte uns, schien aber unbeeindruckt. Für eine Minute saß Felix (so nannten wir ihn später) dort, bevor er mit einem lautlosen Satz in den Baum kletterte.</p>
<figure id="attachment_2976" aria-describedby="caption-attachment-2976" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-164408-7230.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2976" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-164408-7230-1024x683.jpg" alt="Felix, das Ozelot" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-164408-7230-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-164408-7230-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-164408-7230-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180708-164408-7230.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2976" class="wp-caption-text">Felix, das Ozelot, ein kleiner Star auf <a href="https://www.instagram.com/p/BlAlFckhyUh/?utm_source=ig_web_button_share_sheet">Instagram</a></figcaption></figure>
<h2>Schlechtes Wetter am letzten Tag</h2>
<p>Leider schlug das Wetter um, der letzte Tag war bewölkt und kühl. Vor allem nach einer Fahrt bei Nieselregen auf dem offenen Fahrzeug bis zur nächsten Lodge waren wir bei der Ankunft ziemlich durchgefroren. Die Tiere schätzten das kalte, feuchte Klima auch nicht und zogen sich in die Wälder zurück. Marcos motivierte uns trotzdem, im Altiplano-Outfit (sprich mit allen warmen Klamotten, die wir dabei hatten), auf weitere Pirschfahrten zu gehen.</p>
<figure id="attachment_2977" aria-describedby="caption-attachment-2977" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-153349-7462.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2977" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-153349-7462-1024x683.jpg" alt="Dunkle Wolken, Nieselregen und trotzdem noch etwas Sonnenuntergang" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-153349-7462-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-153349-7462-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-153349-7462-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-153349-7462.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2977" class="wp-caption-text">Dunkle Wolken und Nieselregen, aber trotzdem noch ein feuriger Sonnenuntergang</figcaption></figure>
<p>Da die Chancen auf spektakuläre Tierbeobachtungen wegen des Wetters gesunken waren, wechselten wir am letzten Tag vom Lkw aufs Pferd, um die Farm zu erkunden. Abseits der Straßen bekamen wir einen Eindruck davon, wie groß die Farmen im Pantanal sind. Statt wilder Fauna sahen wir diesmal mehr Nutztiere. Weit waren jedoch selbst hier die Räuber nicht entfernt. Wir fanden sogar frische Jaguar-Pfotenabdrücke im Sand.</p>
<figure id="attachment_2978" aria-describedby="caption-attachment-2978" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-074728-6069.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2978" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-074728-6069-1024x683.jpg" alt="Ausritt am letzten Tag im Pantanal" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-074728-6069-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-074728-6069-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-074728-6069-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-074728-6069.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2978" class="wp-caption-text">Ausritt am letzten Tag im Pantanal</figcaption></figure>
<h2>Das Pantanal, ein bedrohtes Paradies?</h2>
<p>Leider ist aber auch im Pantanal die Welt nicht ganz so in Ordnung, wie es vielleicht scheinen mag. Es gibt vielfältige ökologische Eingriffe des Menschen, die dieses Paradies bedrohen. Die Gefahren resultieren weniger aus der Einflussnahme im Feuchtgebiet selbst, sondern vor allem aus der Umweltverschmutzung außerhalb des Areals.</p>
<figure id="attachment_2979" aria-describedby="caption-attachment-2979" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-095235-7495.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2979" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-095235-7495-1024x683.jpg" alt="Crab-eating Fox" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-095235-7495-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-095235-7495-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-095235-7495-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180710-095235-7495.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2979" class="wp-caption-text"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Maikong">Crab-eating Fox</a></figcaption></figure>
<p>Wie wir im ersten Teil schon berichteten, befinden sich 95% des Pantanal in Privatbesitz. Die Farmer betreiben im Rahmen der Möglichkeiten Weidewirtschaft, d.h. es wurde Wald gerodet, um Grasflächen für die Rinder zu schaffen. Verglichen mit der gesamten Fläche des Feuchtgebietes betrifft dies aber nur einen kleinen Teil, in dem das Pantanal nicht mehr so bewaldet ist wie in seinem natürlichen Zustand. Dieses Ökosystem hat außerdem ein erstaunliches Gleichgewicht gefunden. Die offenen Flächen bieten vielen Spezies einen Lebensraum. Erstaunlicherweise herrscht dort eine höhere Biodiversität als in Gebieten, die sich dann selbst überlassen und in der Folge von dichtem Buschwerk überwuchert wurden. Dieses Buschland kann nur von wenigen Arten genutzt werden. Wie allerdings die langfristige Entwicklung in solchen Gebieten aussieht, ist nicht bekannt.</p>
<figure id="attachment_2980" aria-describedby="caption-attachment-2980" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-145504-7437.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2980" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-145504-7437-1024x683.jpg" alt="2 Gelbbrustaras, ein altes Ehepaar" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-145504-7437-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-145504-7437-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-145504-7437-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-145504-7437.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2980" class="wp-caption-text">Zwei Gelbbrustaras, ein altes Ehepaar</figcaption></figure>
<p>Das Pantanal hat sich zum Öko-Tourismus-Ziel entwickelt. Viele Farmbesitzer haben erkannt, dass das Anbieten von Unterkunft und Aktivitäten für Gäste eine lohnenswerte zusätzliche Einnahmequelle darstellt. Nach unserer Wahrnehmung entspricht der Intensitätsgrad der Vermarktung noch dem, was man als Ökotourismus bezeichnen darf. Die Besucherzahlen werden auch dadurch begrenzt, dass in der Regenzeit der größte Teil des Marschlandes nicht oder nur schwierig zu erreichen ist. Das macht den Tourismus zu einem rein saisonalen Geschäft.</p>
<h2>Ökologische Herausforderungen</h2>
<p>Es gibt keine Statistiken drüber, wie viele Besucher des Pantanal aus welchen Ländern kommen, aber wir hatten den Eindruck, dass die Ausländer die Mehrheit stellten. Schade eigentlich, dass sich nicht mehr Brasilianer für dieses phänomenale Ökosystem im eigenen Land interessieren, obwohl es eine kaufkräftige Mittel- und Oberschicht gibt, die sich den &#8222;Luxus&#8220; einer solchen Reise durchaus leisten könnte.</p>
<figure id="attachment_2981" aria-describedby="caption-attachment-2981" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-143259-6647.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2981" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-143259-6647-1024x683.jpg" alt="Ein Cocoireiher (Cocoi Heron) thront auf einem Baum für den besten Überblick." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-143259-6647-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-143259-6647-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-143259-6647-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-143259-6647.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2981" class="wp-caption-text">Ein Cocoireiher (Cocoi Heron) thront auf einem Baum für den besten Überblick.</figcaption></figure>
<p>Neben &#8222;üblichen&#8220; Problemen (soll kein Sarkasmus sein) wie Wasserverschmutzung durch ungeklärte Abwässer der Städte und Bergbau, v.a. Goldminen, die die Umwelt mit Quecksilber belasten, und kommerzieller Überfischung, befindet sich ein Großprojekt in der Planung, das das gesamte Ökosystem des Pantanal zerstören <a href="https://www.worldwildlife.org/ecoregions/nt0907"> könnte</a>. Der Rio Paraguay, der natürliche Abfluss des Pantanal, soll vertieft werden, um eine ganzjährige Schiffbarkeit des Flusses zu ermöglichen. Es besteht die Gefahr, dass dieses Mammutprojekt (<a href="https://es.wikipedia.org/wiki/Hidrov%C3%ADa_Paran%C3%A1-Paraguay">Hidrovia</a>) das Feuchtgebiet quasi trockenlegen würde. Dies könnte dazu führen, dass sich die jährliche Überschwemmung des Pantanal verringern bzw. ganz ausbleiben könnte. Die ganze Region würde sich für immer verändern mit unabsehbaren Folgen für Fauna und Flora.</p>
<figure id="attachment_2982" aria-describedby="caption-attachment-2982" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-140555-6611.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2982" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-140555-6611-1024x683.jpg" alt="Brillenkaiman (Spactacled Caiman) beim Sonnenbad" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-140555-6611-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-140555-6611-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-140555-6611-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180706-140555-6611.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2982" class="wp-caption-text">Ein Brillenkaiman (Spectacled Caiman) beim Sonnenbad</figcaption></figure>
<h2>Das Pantanal, ein Naturjuwel</h2>
<p>Wer außergewöhnliche Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten möchte, sollte unbedingt das Pantanal besuchen. Die Tierwelt ist unglaublich. Wir bezeichneten das Marschland manchmal scherzhaft als riesigen Freiluftzoo. Wegen der spektakulären Beobachtungsmöglichkeiten erinnerte uns das Erlebnis ein wenig an Galapagos, auch wenn natürlich die Protagonisten ganz andere sind.</p>
<figure id="attachment_2983" aria-describedby="caption-attachment-2983" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-090259-6837.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2983" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-090259-6837-1024x683.jpg" alt="Ein Grüner Leguan (Green Iguana), er durchschwamm direkt vor uns den Fluss." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-090259-6837-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-090259-6837-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-090259-6837-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180707-090259-6837.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2983" class="wp-caption-text">Ein Grüner Leguan (Green Iguana), er durchschwamm direkt vor unserem Boot den Fluss.</figcaption></figure>
<p>Mit Marcos als Führer, bei dem wir uns auf diesem Wege nochmal herzlich bedanken möchten, hatten wir sehr großes Glück. Er vereinte viele Qualitäten, die ihn unserer Meinung nach zu einem der besten Führer unserer Weltreise machten. Er war studierter Biologe und hatte ein leidenschaftliches Interesse an der Tier- und Pflanzenwelt des Pantanal. Außerdem war Marcos begeisterter Hobby-Fotograf und sprach zudem noch ein sehr gut Englisch. Besucherherz, was willst Du mehr!</p>
<figure id="attachment_2984" aria-describedby="caption-attachment-2984" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-071845-7317.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2984" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-071845-7317-1024x683.jpg" alt="Ein Gehaubter Kapuziner Affe (Tuffed Capchin Monkey) im Cerrado" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-071845-7317-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-071845-7317-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-071845-7317-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/02/CW-20180709-071845-7317.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2984" class="wp-caption-text">Ein Gehaubter Kapuzineraffe (Tufted Capuchin Monkey) im Cerrado</figcaption></figure>
<p>Die Begegnung mit den Jaguaren war einer der Höhepunkte unseres Besuches im Pantanal. Die großen Raubkatzen sind jedoch nur ein kleiner Teil dieses faszinierenden Ökosystems &#8211; und auch nur eine der 12 Säugetierarten, die wir zu Gesicht bekommen haben: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tayra">Tayra</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Ameisenb%C3%A4r">großer Ameisenbär</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Maikong">Crab-eating Fox</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fmazama">Red Brocket Deer</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sumpfhirsch">Marsh Deer</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Halsbandpekari">White-collared Peccary</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ozelot">Ozelot</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Capybara">Capybara</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzschwanz-Seidenäffchen">Black-tailed Marmoset</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gehaubter_Kapuziner">Tufted Capuchin Monkey</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pakas">Paca</a> und natürlich der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jaguar">Jaguar</a>. Die vielen verschiedenen Vogelarten können wir beim besten Willen nicht zählen, aber eins ist sicher: Der Artenreichtum im Pantanal ist enorm.</p>
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		<title>Im Pantanal, dem Reich der Jaguare</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2019 00:01:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wörtlich übersetzt bedeutet Pantanal &#8222;Sumpf&#8222;. Eigentlich ist das Gebiet eher ein Marschland, bedeckt eine Fläche doppelt so groß wie Österreich und wird in der Regenzeit 3 Meter hoch überflutet. Damit ist das Pantanal ein Stückchen Erde, dass sich der Mensch bisher nur bedingt unterworfen hat. Mehr oder weniger ungestört konnte so eine unglaubliche reiche Tierwelt &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/im-pantanal-dem-reich-der-jaguare/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Im Pantanal, dem Reich der Jaguare“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wörtlich übersetzt bedeutet Pantanal &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pantanal">Sumpf</a>&#8222;. Eigentlich ist das Gebiet eher ein Marschland, bedeckt eine Fläche doppelt so groß wie Österreich und wird in der Regenzeit 3 Meter hoch überflutet. Damit ist das Pantanal ein Stückchen Erde, dass sich der Mensch bisher nur bedingt unterworfen hat. Mehr oder weniger ungestört konnte so eine unglaubliche reiche Tierwelt überdauern, deren Stars zweifellos die Jaguare sind.</p>
<figure id="attachment_2937" aria-describedby="caption-attachment-2937" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-064247-6732-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2937" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-064247-6732-Edit-1024x682.jpg" alt="Aug in Aug mit dem Jaguar: Scarface ist auf der Jagd." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-064247-6732-Edit-1024x682.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-064247-6732-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-064247-6732-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-064247-6732-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2937" class="wp-caption-text">Aug in Aug mit dem Jaguar: Scarface ist auf der Jagd.</figcaption></figure>
<p><span id="more-2955"></span></p>
<h2>Von Cuiabá ins Pantanal</h2>
<p>Obwohl wir uns weiterhin in Brasilien befanden, staunten wir über die Kontraste zur Landschaft des Amazonasbeckens, die kaum größer hätten sein können. Im Pantanal, 1500 km südlich von Manaus, ist der Wald kein Floresta, sondern ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cerrado_(Brasilien)">Cerrado</a>, also kein dichter Dschungel, sondern eine Savanne. In Manaus war die Regenzeit gerade vorüber, im Pantanal hingegen herrschte im Juli Trockenzeit. Das war auch gut so, denn in der Regenzeit ist das Feuchtgebiet kaum zu erreichen. Die einzige Straße, die von Norden ins Pantanal führt, die sogenannte <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Transpantaneira">Transpantaneira</a>, ist eine zwar breite, aber unbefestigte Piste.</p>
<figure id="attachment_2938" aria-describedby="caption-attachment-2938" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-070428-5914.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2938" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-070428-5914-1024x683.jpg" alt="Die Einfahrt ins Pantanal auf der Transpantaneira" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-070428-5914-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-070428-5914-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-070428-5914-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-070428-5914.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2938" class="wp-caption-text">Die Einfahrt ins Pantanal auf der Transpantaneira</figcaption></figure>
<p>Auf dem Weg zum Pantanal erklärte uns Marcos, unser Führer, die geografischen Gegebenheiten dieses Marschgebietes und den Zyklus von Regen und Trockenzeit, von Überschwemmungen, offenem Grasland, von Feucht- und Trockenwald. Es gibt zwar auch einen Pantanal-Nationalpark, aber erstaunlicherweise sind 95% des gesamten Areals in privatem Besitz. Die einzige mögliche Form der Nutzung ist die Weidewirtschaft. So haben auch die Rinder in den vergangenen 300 Jahren die Landschaft geformt und sind Teil des Ökosystems geworden.</p>
<figure id="attachment_2939" aria-describedby="caption-attachment-2939" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180710-062447-6031.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2939" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180710-062447-6031-1024x683.jpg" alt="Pantanal-Rinder, sie formen die Landschaft schon seit mindestens 300 Jahren." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180710-062447-6031-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180710-062447-6031-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180710-062447-6031-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180710-062447-6031.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2939" class="wp-caption-text">Pantanal-Rinder, sie beeinflussen die Landschaft schon seit mindestens 300 Jahren.</figcaption></figure>
<p>Natürlich fragten wir gleich nach den Jaguaren. Es sei uns natürlich bewusst, dass es sehr schwierig sei, Raubkatzen in freier Wildbahn zu beobachten. Wie stünden denn unsere Chancen auf eine Sichtung? Marcos antwortete hingegen sehr selbstbewusst. Auf seinen Touren gäbe es eine Erfolgsquote von 100%. Wir staunten innerlich, nahmen es aber erstmal so hin und beschlossen abzuwarten, ob Marcos nicht übertrieben hätte.</p>
<h2>Die Einfahrt ins Pantanal</h2>
<p>Bereits vor der offiziellen Einfahrt ins Pantanal reckten wir die Hälse und hatten Schwierigkeiten zu entscheiden, wo wir zuerst hinsehen sollten. Schon in der Nähe des Kontrollpostens saß mindestens alle 100 Meter ein Greifvogel im Baum. Wasservögel wie Reiher, Ibisse oder Kingfisher säumten ebenso zahlreich die Straße wie Papageien und Störche. Bereits die reine Anzahl der Tiere war extrem beeindruckend. Erst bei genauerem Hinsehen und den Erklärungen von Marcos folgend realisierten wir, dass es sich nicht nur um zahlreiche Vögel, sondern auch um viele verschiedene Spezies handelte.</p>
<figure id="attachment_2940" aria-describedby="caption-attachment-2940" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-072210-6148.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2940" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-072210-6148-1024x683.jpg" alt="Vögel überall" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-072210-6148-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-072210-6148-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-072210-6148-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-072210-6148.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2940" class="wp-caption-text">Vögel, wohin das Auge blickt.</figcaption></figure>
<p>Wir hielten an einer Brücke, die über eine Art Kanal führte, der auch in der Trockenzeit noch Wasser führte. Dort lagen viele Kaimane im Wasser, mehrere riesige <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jabiru_(Vogel)">Jabiru-Störche</a> stelzten umher und Kormorane jagten geschickt nach Fischen oder trockneten ihre Flügel in den struppigen Büschen und Bäumen.</p>
<figure id="attachment_2941" aria-describedby="caption-attachment-2941" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-071751-6137.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2941" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-071751-6137-1024x683.jpg" alt="Ein Neotropic Cormorant (Olivenscharbe) mit fetter Beute, ein Catfish (Wels)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-071751-6137-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-071751-6137-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-071751-6137-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-071751-6137.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2941" class="wp-caption-text">Ein Neotropic Cormorant (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Olivenscharbe">Olivenscharbe</a>) mit fetter Beute: ein Catfish (Wels)</figcaption></figure>
<p>Auf dem Weg weiter nach Süden hielten wir immer wieder an, um die Tiere genauer anzuschauen. Das alles war sehr spannend und wir hätten gerne viel häufiger und länger angehalten. Aber Marcos hatte die Zeit im Auge, wir wollten nicht zu spät in Porto Jofre ankommen. Er beruhigte uns, in dem er in etwa sagte: &#8222;Das werden wir später noch besser sehen&#8220;. &#8222;Noch besser?&#8220; fragten wir uns, stiegen jedoch brav ein und fuhren weiter.</p>
<figure id="attachment_2942" aria-describedby="caption-attachment-2942" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-102750-6167.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2942" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-102750-6167-1024x683.jpg" alt="Die rötesten Augen im Pantanal, ein Snail Kite (Schneckenweih)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-102750-6167-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-102750-6167-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-102750-6167-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-102750-6167.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2942" class="wp-caption-text">Die rötesten Augen im Pantanal, ein Snail Kite (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schneckenweih">Schneckenweih</a>)</figcaption></figure>
<h2>Bootsfahrt in Porto Jofre</h2>
<p>In Porto Jofre wohnten wir für zwei Nächte im Jaguar Camp. Die Unterkunft war relativ einfach, aber schön sauber und die meiste Zeit verbrachten wir sowieso draußen auf den zahlreichen Wasserwegen, die das Land durchzogen. Pro Tag waren wir insgesamt sieben bis acht Stunden in modernen Booten mit komfortablen Sitzen unterwegs. Zum Glück sind die tagaktiven Jaguare keine Frühaufsteher. Wir starteten morgens um 7:30 Uhr und kehrten gegen 12 Uhr zum Mittagessen zurück. Nachmittags fuhren wir ab 14:00/14:30 Uhr bis zum Sonnenuntergang um ca. 17:30 Uhr. Nach unserer Ankunft in Porto Jofre am ersten Tag stärkten wir uns mit einem leckeren Mittagessen und dann hieß es gleich Leinen los. Die Jaguare warteten bestimmt schon.</p>
<figure id="attachment_2943" aria-describedby="caption-attachment-2943" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124526-6189.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2943" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124526-6189-1024x683.jpg" alt="Ein Grünibis (Green Ibis)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124526-6189-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124526-6189-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124526-6189-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124526-6189.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2943" class="wp-caption-text">Ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnibis">Grünibis</a> (Green Ibis)</figcaption></figure>
<p>Das Pantanal-Feuerwerk der zahlreichen Eindrücke ging auch vom Boot aus weiter. In jedem Baum saß mindestens ein Wasservogel, verschiedene Reiher, Kingfisher, Ibisse und Greifvögel. Trotzdem hielten wir nicht für jeden Vogel an, da wir die ja &#8222;eh noch sehen würden&#8220;. Es galt, einen Jaguar zu finden! Keinesfalls fuhren wir allerdings an allen Tieren vorbei, vor allem nicht an den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Riesenotter">Riesenottern</a>. Früher bevölkerten sie viele Flüsse in Brasilien, aber leider sind sie selten geworden. Die Gruppe, die Marcos erspähte, hatte gerade fette Beute gemacht und ließ sich den frisch gefangenen Fisch sichtlich schmecken.</p>
<figure id="attachment_2944" aria-describedby="caption-attachment-2944" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124318-6181.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2944 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124318-6181-1024x683.jpg" alt="Ein Riesenotter (Giant River Otter) lässt es sich schmecken." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124318-6181-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124318-6181-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124318-6181-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-124318-6181.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2944" class="wp-caption-text">Ein Riesenotter (Giant River Otter) lässt es sich schmecken.</figcaption></figure>
<p>Ebenfalls sehr emblematisch für das Pantanal ist der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jabiru_(Vogel)">Jabiru-Storch</a>, der ebenfalls für einen Stopp interessant genug war. Die beeindruckenden Vögel werden bis zu 1,40m groß und haben eine Spannweite von über 2,50 Metern, fast ein kleines Wasserflugzeug <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2945" aria-describedby="caption-attachment-2945" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-133841-6250.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2945" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-133841-6250-1024x683.jpg" alt="Ein Jabiru-Storch hebt ab" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-133841-6250-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-133841-6250-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-133841-6250-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180705-133841-6250.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2945" class="wp-caption-text">Ein Jabiru-Storch hebt ab.</figcaption></figure>
<h2>Auf das Pantanal ist Verlass</h2>
<p>Am ersten Tag durften wir einige spektakuläre Tierbeobachtungen verzeichnen, hatten jedoch noch keine Katze zu Gesicht bekommen. Marcos Jaguar-Garantie geriet in unseren Augen etwas ins Wanken, aber neuer Tag, neues Glück ;). Nicht weit vom Camp entfernt &#8211; wir waren erst wenige Minuten im Boot &#8211; riss Marcos die Arme in die Höhe: &#8222;Juhu!&#8220; und zeigte ans rechte Ufer. Piu, unser Bootsführer, steuerte das Boot sofort in die Richtung und wir sahen erstmal &#8211; keinen Jaguar. Gut getarnt befand er sich im Wasser und im Schatten der Vegetation an der Böschung. Er war gerade auf der Jagd, verschwand aber nach kurzer Zeit im Dickicht.</p>
<figure id="attachment_2946" aria-describedby="caption-attachment-2946" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-060152-6317.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2946" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-060152-6317-1024x683.jpg" alt="Ruth auf der Jagd, mit über 10 Jahren, ist sie eine ältere Jaguardame." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-060152-6317-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-060152-6317-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-060152-6317-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-060152-6317.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2946" class="wp-caption-text">Ruth auf der Jagd, mit über 10 Jahren ist sie eine ältere Jaguardame.</figcaption></figure>
<p>Wir fuhren weiter und lernten, dass es auch hier zwei Techniken gibt, Jaguare zu finden. Man kann versuchen, sie selber zu erspähen. In dieser Disziplin herrschte ein reger Wettstreit zwischen Marcos und Piu, wer die meisten Katzen entdecken könne. Die andere Möglichkeit ist, dem Funkgerät zu lauschen. 15 Minuten von uns entfernt war einer der samtpfötigen Jäger gesichtet worden. Piu kannte die Stelle natürlich und wir starteten durch, soviel der Motor hergab.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/kjK4IKjiNp0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Jaguarbeobachtung vom Wasser aus</h2>
<p>Als wir ankamen, sahen wir zunächst ungefähr zehn andere Boote, die langsam flussaufwärts fuhren. Der Jaguar war auf der Jagd und bewegte sich auf der Suche nach Beute entlang des Ufers. Piu positionierte unseren schwimmenden Untersatz immer wieder neu, so dass wir die Großkatze durch Fenster in der Vegetation visuell verfolgen konnten. Die Wasserfahrzeuge kooperierten in einem Rotationsprinzip gut miteinander, so dass jeder Passagier immer recht gut sehen konnte. Jeder der Bootsführer bemühte sich natürlich, trotzdem das beste für seine Gäste rauszuholen. Sie versuchten sich auszumalen, wo der Jaguar als nächstes am besten zu beobachten sein würde, fuhren voraus und warteten geduldig in der vermeintlich besten Position.</p>
<figure id="attachment_2947" aria-describedby="caption-attachment-2947" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-064640-6338.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2947 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-064640-6338-1024x683.jpg" alt="??? auf der Suche nach einem Morgen-Snack. Das Muster des Fells ist wie ein Fingerabdruck." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-064640-6338-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-064640-6338-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-064640-6338-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-064640-6338.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2947" class="wp-caption-text">Ryan, ein Jaguarweibchen, auf der Suche nach einem Morgen-Imbiss. Das Muster des Fells ist wie ein Fingerabdruck.</figcaption></figure>
<p>Die Jaguare waren offensichtlich an die Boote gewöhnt und ließen sich durch unsere Anwesenheit nicht aus der Ruhe bringen. Die jetzige Generation der Raubkatzen ist mit dem Knattern der Motoren aufgewachsen und sie haben gelernt, dass von den Wasserfahrzeugen keine Gefahr ausgeht.</p>
<figure id="attachment_2948" aria-describedby="caption-attachment-2948" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063435-6700.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2948" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063435-6700-1024x683.jpg" alt="Hier sind Profis am Werk. Jedes Boot sucht die beste Position." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063435-6700-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063435-6700-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063435-6700-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063435-6700.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2948" class="wp-caption-text">Hier sind Profis am Werk. Jedes Boot sucht die beste Beobachtungsposition.</figcaption></figure>
<p>Der Jaguar, den Marcos später als Ryan identifizieren konnte, wanderte also flussaufwärts und sondierte das Ufer, ob sich dort vielleicht ein Leckerbissen finden ließe, zum Beispiel ein Kaiman. Elegant, vorsichtig und bestimmt absolut lautlos schlich die Katze den Fluss entlang. Insgesamt verbrachten wir bestimmt eine Viertelstunde mit der Jaguardame und beobachteten sie gebannt. Auf einmal war sie jedoch verschwunden, keiner hatte gesehen wohin. Die stillen Jäger sind wahrhaftig Meister der Täuschung ;).</p>
<figure id="attachment_2949" aria-describedby="caption-attachment-2949" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-070056-6388.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2949" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-070056-6388-1024x683.jpg" alt="Ein Jaguar-Weibchen, ungestört von den Booten auf dem Fluss" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-070056-6388-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-070056-6388-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-070056-6388-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-070056-6388.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2949" class="wp-caption-text">Ryan läßt sich von den Zuschauern auf dem Fluss nicht stören.</figcaption></figure>
<h2>Wenn‘s läuft, dann läuft‘s</h2>
<p>Als wir später am gleichen Vormittag wieder auf der Fahrt in Richtung Lodge waren, erspähte Marcos einen weiteren Jaguar. Einige Guides nennen ihn Ugly, ein kräftiges, aber schon älteres Männchen. Hässlich war er nun wirklich nicht, aber man sah ihm sein Alter etwas an. Ein Stück eines Eckzahns zum Beispiel war abgebrochen und eine Narbe zierte sein Gesicht. Auch Ugly lief flussaufwärts, legte sich aber nach 2 oder 3 Minuten mit Blick auf den Fluss hin, um sich auszuruhen.</p>
<figure id="attachment_2950" aria-describedby="caption-attachment-2950" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-091124-6517.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2950" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-091124-6517-1024x683.jpg" alt="So ein hübscher Junge: Ugly, auch Vaikue genannt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-091124-6517-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-091124-6517-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-091124-6517-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-091124-6517.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2950" class="wp-caption-text">So ein hübscher Junge: Ugly, auch Vaikue genannt.</figcaption></figure>
<p>Nachdem er es sich dort bequem gemacht hatte, fuhren wir weiter. Keinen Kilometer weiter flussabwärts fuhr ein anderes Boot langsam am Ufer entlang. Nach ein paar Handzeichen zwischen den Bootsführern war klar: Daumen hoch, noch ein Jaguar! Ein Weibchen schlich das Ufer entlang. Wir begleiteten sie für ein paar Minuten, sahen ihre Silhouette hinter dem Gebüsch und manchmal auch etwas mehr von ihr. Insgesamt sahen wir an diesem Tag fünf Jaguare, vier am Morgen, einen am Nachmittag. Zwei davon hatte Marcos entdeckt. Sehr, sehr beeindruckend, die großen gefleckten Raubkatzen!</p>
<figure id="attachment_2951" aria-describedby="caption-attachment-2951" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-132513-6561.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2951" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-132513-6561-1024x683.jpg" alt="Amber streift durch die Nachmittagssonne." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-132513-6561-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-132513-6561-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-132513-6561-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180706-132513-6561.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2951" class="wp-caption-text">Amber streift durch die Nachmittagssonne.</figcaption></figure>
<p>Zurück im Camp erwarteten uns oft <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hyazinth-Ara">Hyazinth-Aras</a>, die in einem Baum im Garten lebten. Es war sehr lustig, die bunten Vögel zu beobachten, wie sie durch die Äste turnten, sich auch mal mit dem Kopf nach unten hängen ließen und wie sie in der Gruppe interagierten. Hyazinth-Aras sind die größten Aras der Welt und wunderschön, leider aber mittlerweile auch bedroht. Diese Exemplare freuten sich zum Glück ihres freien Lebens.</p>
<figure id="attachment_2952" aria-describedby="caption-attachment-2952" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-101506-6926.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2952" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-101506-6926-1024x683.jpg" alt="Hyacinth-Aras, spielerisch auf Nahrungssuche" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-101506-6926-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-101506-6926-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-101506-6926-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-101506-6926.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2952" class="wp-caption-text">Hyazinth-Aras, spielerisch auf Nahrungssuche</figcaption></figure>
<h2>Scarface auf der Jagd</h2>
<p>Am dritten Tag waren wir morgens noch nicht lange im Boot, als wir erfuhren, dass jemand einen Jaguar an einem engen Kanal gesehen hätte. Wir üblich hatten sich die Neuigkeiten per Funkgerät wie ein Lauffeuer verbreitet. Als wir ankamen, waren schon mindestens zehn Wasserfahrzeuge dort. Kaum hatte Piu das Boot zum ersten Mal in eine Warteposition manövriert, schaute auch schon ein Jaguar zwischen den Blättern der Büsche hervor. Es war Scarface! Marcos erkannte ihn sofort an seiner großen Narbe im Gesicht.</p>
<figure id="attachment_2953" aria-describedby="caption-attachment-2953" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063056-6692.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2953" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063056-6692-1024x683.jpg" alt="Scarface, bestens getarnt und auf leisen Pfoten streift er durch das hohe Gras." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063056-6692-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063056-6692-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063056-6692-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-063056-6692.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2953" class="wp-caption-text">Scarface, bestens getarnt und auf leisen Pfoten schleicht er durch das hohe Gras.</figcaption></figure>
<p>Scarface war auf der Jagd. Er streifte durch die Büsche und das hohe Gras am Flussufer. Die Boote begleiteten ihn in bekannter Manier, ohne dass es ihn beeindruckte oder störte. Auf einem kleinen Strand erblickten wir einen Kaiman und dachten: &#8222;Das wäre doch ein saftiger Happen für Scarface&#8220;. Er muss sich das gleiche gedacht haben, als er seine Nase durch das hohe Gras steckte. Er hielt kurz inne und sprang auf das Reptil zu.</p>
<figure id="attachment_2954" aria-describedby="caption-attachment-2954" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-065638-6779.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2954" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-065638-6779-1024x683.jpg" alt="Scarface wagt den Angriff auf einen Kaiman." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-065638-6779-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-065638-6779-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-065638-6779-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180707-065638-6779.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2954" class="wp-caption-text">Scarface wagt den Angriff auf einen Kaiman.</figcaption></figure>
<p>Quasi zeitgleich gab es einen Schlag im Wasser, der Kaiman setzte blitzschnell zur Flucht an. Das Wasser spritzte und brodelte. Scarface war einen Wimpernschlag zu spät. Die große Echse war entkommen. Es war sehr aufregend, diese Jagdszene aus nächster Nähe mitzuerleben! Auf YouTube gibt es ein Video von National Geographic, in dem Scarface seine Beute erfolgreich geschnappt hat.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/DrY4EUirqgE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Auch wenn wir bis jetzt relativ viel über die Jaguare geschrieben haben, so stehlen sie doch dem Ökosystem und der sonstigen Tierwelt des Pantanal etwas die Schau. Was wir sonst noch im Marschland erlebt haben, könnt Ihr im zweiten Teil lesen.</p>
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		<title>Der bolivianische Dschungel im Madidi Nationalpark</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jan 2019 00:01:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Chalalan]]></category>
		<category><![CDATA[Dschungel]]></category>
		<category><![CDATA[Harpy Eagle]]></category>
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		<category><![CDATA[Madidi Nationalpark]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bisher hatten wir in Ecuador, Peru und Bolivien hauptsächlich das Andenhochland bereist, obwohl alle drei Nationen auch viel Staatsgebiet im Amazonasbecken haben. Nach 7 Wochen in der Höhe der Anden flogen wir von La Paz nach Rurrenabaque (kurz: &#8222;Rurre&#8220;), um von dort aus den Madidi Nationalpark zu besuchen. Namensgebend für den 1995 gegründeten Nationalpark sind &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/der-bolivianische-dschungel-im-madidi-nationalpark/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Der bolivianische Dschungel im Madidi Nationalpark“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher hatten wir in Ecuador, Peru und Bolivien hauptsächlich das Andenhochland bereist, obwohl alle drei Nationen auch viel Staatsgebiet im Amazonasbecken haben. Nach 7 Wochen in der Höhe der Anden flogen wir von La Paz nach Rurrenabaque (kurz: &#8222;Rurre&#8220;), um von dort aus den Madidi Nationalpark zu besuchen. Namensgebend für den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Madidi_National_Park">1995 gegründeten</a> Nationalpark sind die Ameisen. &#8222;Madidi&#8220; heißt in der lokalen Sprache &#8222;Ameise&#8220;. Das klang ja vielversprechend ;).</p>
<figure id="attachment_2628" aria-describedby="caption-attachment-2628" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2628" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652-1024x683.jpg" alt="Namespate für den Madidi Nationalpark, eine Ameise, dies ist eine Bullet Ant" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2628" class="wp-caption-text">Namensgebend für den Madidi Nationalpark sind die Ameisen, dies ist eine große Bullet Ant.</figcaption></figure>
<p><span id="more-2656"></span></p>
<h2>Panoramaflug in den Dschungel</h2>
<p>Da Busreisen in den bolivianischen Dschungel lang (18-24 Stunden), unbequem und verspätungsanfällig sein können, entschlossen wir uns, von Sucre über La Paz nach Rurre zu fliegen. Der Flug von La Paz nach Rurrenabaque war bemerkenswert. Auch wenn die physikalischen Details vielleicht etwas vereinfacht sind, kam uns der Flug so vor: Einmal in La Paz (El Alto auf 4060 Metern) für den Start Anlauf nehmen, etwas Höhe gewinnen, um dann sofort in einen verlängerten Landeanflug überzugehen. Nach kaum 20 Minuten in der Luft landeten wir auf gerade einmal 200 Metern über dem Meeresspiegel und in einer gänzlich anderen Umgebung.</p>
<figure id="attachment_2629" aria-describedby="caption-attachment-2629" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2629" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577-1024x683.jpg" alt="Neuschnee in den Anden" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2629" class="wp-caption-text">Neuschnee in den Anden</figcaption></figure>
<p>Kurz nach dem Start sahen wir, dass es auf den Gipfeln rund um La Paz frisch geschneit hatte. Nach wenigen Minuten wandelte sich die Landschaft jedoch schlagartig. Wir segelten über endlose grüne Hügel und an den höheren Erhebungen hingen ein paar Wolken. Im krassen Gegensatz zur kargen Vegetation des Hochlandes landeten wir inmitten üppigen tropischen Grüns bei angenehmen 22 Grad.</p>
<figure id="attachment_2630" aria-describedby="caption-attachment-2630" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2630" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit-1024x683.jpg" alt="Eben noch in den Anden, jetzt schon im Amazonasbecken" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2630" class="wp-caption-text">Eben noch in den Anden, jetzt schon im Amazonasbecken</figcaption></figure>
<p>Der Kontrast zu den Teilen Boliviens, die wir vorher gesehen hatten, war enorm. Keine Ponchos, keine andinen Muster mehr. Stattdessen begrüßte uns das Bild eines Tukans im Hostel. Abends saßen wir im Freien in einem kleinen Fischrestaurant nicht weit vom Río Beni und das Leben der Kleinstadt zog &#8211; hauptsächlich auf Motorrädern &#8211; an uns vorbei. Die Eindrücke und die Geräuschkulisse erinnerten uns an Asien.</p>
<figure id="attachment_2631" aria-describedby="caption-attachment-2631" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2631" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628-1024x683.jpg" alt="Tucan statt Kondor, auf geht's in den Dschungel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2631" class="wp-caption-text">Tukan statt Kondor, auf geht&#8217;s in den Madidi Nationalpark!</figcaption></figure>
<h2>Unterwegs auf den Seitenarmen des Amazonas</h2>
<p>Der einzige Weg in den Madidi Nationalpark führt erst über den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%ADo_Beni">Río Beni</a>, und anschließend biegt man in den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%ADo_Tuichi">Río Tuichi</a> ein. Beide Ströme sind kleine Nebenästchen im riesigen Amazonas-Flussystem. Wir fuhren flussaufwärts zur Chalalán Ecolodge. Wenn wir dagegen dem Río Beni flussabwärts gefolgt wären, dann dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%ADo_Madre_de_Dios">Río Madre de Dios</a> und dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rio_Madeira">Río Madeira</a>, wären wir nach gut 2000 Kilometern mit dem Boot 150 Kilometer östlich von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Manaus">Manaus</a> (eine unserer späteren Stationen in Brasilien) im Hauptfluss Amazonas angekommen und nach weiteren 1700 Kilometern im Atlantik, kaum vorstellbar!</p>
<figure id="attachment_2657" aria-describedby="caption-attachment-2657" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2657" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2-1024x533.jpg" alt="Größenvergleich: Der Amazonas und die USA" width="525" height="273" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2-1024x533.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2-300x156.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2-768x400.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2657" class="wp-caption-text">Zum Größenvergleich: Das Amazonasbecken auf die Fläche der USA gelegt</figcaption></figure>
<p>Zusammen mit David aus Nordirland und Sergio, unserem Guide für die kommenden Tage, bestiegen wir das lange, schmale Motorboot. Der Morgen in Rurre war kühl, aber sonnig. Flauschig weich aussehende Baby-Alpaka-Wolken hingen in den Hügeln (das Wort &#8222;Berg&#8220; vermeiden wir hier bewusst, nachdem wir in den Anden echte Berge gesehen hatten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ). An einigen Stellen sanken sie ins Flusstal hinab und lösten sich dabei auf.</p>
<figure id="attachment_2632" aria-describedby="caption-attachment-2632" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2632" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643-1024x683.jpg" alt="Oder bestanden die Wolken doch aus Zuckerwatte?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2632" class="wp-caption-text">Oder bestanden die Wolken doch aus Zuckerwatte?</figcaption></figure>
<h2>Der mühsame Weg stromaufwärts</h2>
<p>Unser Boot kam stromaufwärts nur langsam voran. Für eine Strecke von 50 Kilometern benötigten wir 6 Stunden (auf der Rückfahrt würden wir dagegen nur 3 Stunden brauchen). Dabei erschien uns die Strömung des Flusses im Übergang zwischen Regen- und Trockenzeit insgesamt schon recht zahm und der Wasserstand niedrig. In der Regenzeit soll der Pegel 1 bis 2 Meter (oder sogar 5 Meter nach sehr starkem Regen) höher sein, als wir ihn gesehen haben.</p>
<figure id="attachment_2633" aria-describedby="caption-attachment-2633" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2633" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651-1024x683.jpg" alt="Treibbaum statt Treibholz im Tuichi Fluss" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2633" class="wp-caption-text">Treibbaum statt Treibholz im Río Tuichi</figcaption></figure>
<p>Wie stark die Strömung in der Regenzeit wirklich wird, konnten wir nur erahnen. Nicht nur Treibholz, sondern ganze Treibbäume, die der Fluss angeschwemmt hatte, zeugten von seiner Kraft! Und obwohl die Wassermassen der Regenzeit schon abgeflossen waren, musste der Motor an den Stromschnellen trotzdem sehr hart arbeiten. An anderen Stellen hingegen war der Wasserstand so niedrig, dass der Außenborder hochgeklappt und das Boot mit einer Stange vorwärts gestakt wurde.</p>
<figure id="attachment_2634" aria-describedby="caption-attachment-2634" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2634" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318-1024x683.jpg" alt="Ein Caiman lauert am Ufer" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2634" class="wp-caption-text">Ein Kaiman nimmt am Ufer ein Sonnenbad.</figcaption></figure>
<p>Unterwegs sahen wir auch schon die ersten Tiere, allen voran die Wasservögel. Zahlreiche <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cocoireiher">Cocoireiher</a> standen fast bewegungslos (zur Tarnung beim Fischfang) im Fluss. Raubvögel wie der Great Black Hawk und der King Vulture zogen ihre Kreise oder saßen am Flussufer. Kaimane lagen bewegungslos auf den Sandbänken in der Sonne und Totenkopfäffchen hüpften durch die Bäume. Ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Capybara">Capybara</a> beäugte uns vorsichtig aus dem Gebüsch. Besonders amüsant waren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Terekay-Schienenschildkr%C3%B6te">kleine Schildkröten</a>, die sich ebenfalls in Wassernähe sonnten, aber flugs eine nach der anderen in den Fluss hüpften, sobald wir zu dicht herankamen. So war die lange Fahrt sehr abwechslungsreich.</p>
<figure id="attachment_2635" aria-describedby="caption-attachment-2635" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2635" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340-1024x683.jpg" alt="Noch sitzen die Schildkörten am Ufer" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2635" class="wp-caption-text">Noch sitzen die Schildkröten am Ufer.</figcaption></figure>
<h2>Die Chalalán Ökolodge</h2>
<p>Die <a href="http://chalalan.com/es/index_en.php">Chalalán Lodge</a> war einerseits recht einfach, andererseits trotzdem komfortabel. Die Ausstattung unseres großen Bungalows im Grünen umfasste ein Doppelbett, komplette sanitäre Einrichtungen und eine Dusche. Die Fenster waren mit intakten Fliegengittern versehen und trotzdem hing ein lochfreies Moskitonetz über dem Bett, was auch gut so war ;). Andererseits gab es Strom nur abends von 6:30 bis 10:00 Uhr. Die Laufwege draußen waren nicht beleuchtet, so dass wir nach Einbruch der Dunkelheit immer mit Stirnlampen unterwegs waren. Das Brauchwasser hatte eine erfrischend kühle Temperatur, was aber nichts machte, da das Klima glücklicherweise warm war.</p>
<figure id="attachment_2636" aria-describedby="caption-attachment-2636" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2636" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR-1024x683.jpg" alt="Home Sweet Home im Madidi-Park: Unser Bungalow" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2636" class="wp-caption-text">Home Sweet Home im Madidi-Park: Unser Bungalow im Regenwald</figcaption></figure>
<p>Die Lodge lag direkt an einem See, der nach den Wanderungen zu einem Bad einlud. Trotz oder gerade wegen der dort heimischen Kaimane, von denen sich einer gerne in der Nähe des Stegs aufhielt. Schwimmen mit Seelöwen oder Delfinen kann schließlich jeder, Schwimmen mit Kaimanen ist der neue Trend <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2637" aria-describedby="caption-attachment-2637" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2637" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575-1024x683.jpg" alt="Ein Black Caiman direkt am Anleger des Chalalan Sees" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2637" class="wp-caption-text">Ein Black Caiman direkt am Anleger des Chalalán Sees</figcaption></figure>
<p>Ebenfalls am See (und gelegentlich auch im Bungalow) gab es Glühwürmchen. Eines morgens leuchtete eines direkt auf unserer Bettdecke noch schwach &#8211; wie auch immer es ins Moskitonetz gekommen sein mag. Frösche, Fledermäuse und Zikaden sorgten für die abendliche akustische Untermalung mit Dschungelgeräuschen. So war Chalalán eine Lodge ohne Schnickschnack. Den Tag verbrachten wir sowieso immer draußen und in der Nacht war unsere Hütte sehr bequem. Der Bungalow war in traditioneller Bauweise aus sehr ästhetischen Naturmaterialien erbaut worden. Auch deshalb hatten wir immer das Gefühl, draußen im Dschungel zu sein und nicht in einem Hotel. So sollte es unserer Meinung nach sein.</p>
<figure id="attachment_2638" aria-describedby="caption-attachment-2638" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2638" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR-1024x683.jpg" alt="Auch drinnen fühlten wir uns wie in der freien Natur" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2638" class="wp-caption-text">Auch drinnen fühlten wir uns wie in der freien Natur.</figcaption></figure>
<h2>Wanderungen im Dschungel</h2>
<p>Die beste Art und Weise, den Dschungel kennenzulernen, war, ihn zu erwandern. Jeden Tag unternahmen wir längere Touren. Statt Wanderschuhen trugen wir Gummistiefel, da es sehr matschige Abschnitte gab. Unterwegs war es fast immer angenehm schattig. Im Regenwald ist es am Boden bis zu 10 Grad kühler als oberhalb des Blätterdaches. Dennoch kamen wir aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit gut ins Schwitzen. Dank der kleinen Gruppe mit 4 Personen (Sergio, David und wir beiden), entdeckten wir erstaunlich viele Tiere. Immer wieder begegneten wir zum Beispiel Familien von Kapuziner-, Spinnen- oder Totenkopfäffchen. Meistens verrieten sie sich durch das Rascheln der Blätter hoch in den Bäumen und mit etwas Glück sahen wir sie dann auch.</p>
<figure id="attachment_2639" aria-describedby="caption-attachment-2639" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2639" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527-1024x683.jpg" alt="Ein neugeiriges Äffchen: Yellow Squirrel Monkey" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2639" class="wp-caption-text">Ein neugieriges Äffchen: Yellow Squirrel Monkey (Totenkopfäffchen)</figcaption></figure>
<p>Der Regenwald an sich, mit seinen Baumriesen, gewaltigen Brettwurzeln, Lianen und dem dichten Gewucher von Pflanzen, war sehr beeindruckend. Weiter entfernt vom Fluss gab es auch immer mehr alte Bäume, obwohl der Park erst seit 1995 unter Schutz steht. Das Schlagen von Holz war dort (zum Glück) wohl zu schwierig. Je älter die Bäume, desto mehr Schatten warfen sie und desto weniger Vegetation gab es direkt am Boden. Jedes Loch im Blätterdach verursacht hingegen ein &#8222;Rennen nach oben&#8220;, eine Explosion von grünem Leben, das zum Licht strebt. Bunte Schmetterlinge begleiteten uns manchmal ein Stück des Weges, bevor sie im Dickicht verschwanden. Am eindrucksvollsten waren die großen, leuchtend <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Blauer_Morphofalter">blauen Morphos</a>.</p>
<figure id="attachment_2640" aria-describedby="caption-attachment-2640" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2640" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR-1024x683.jpg" alt="Jede Lücke im Blätterdach wird ausgenutzt: Chonta Palm Tree" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2640" class="wp-caption-text">Jede Lücke im Blätterdach wird ausgenutzt: Chonta Palm Tree</figcaption></figure>
<p>Die außergewöhnlichsten Vögel, die wir im Dschungel ab und zu sahen, waren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hoatzin">Hoatzins</a>. Sie sind relativ groß, leben in Gruppen zusammen und stoßen markante, lautstarke Rufe aus. Auch ihr Aussehen ist bemerkenswert mit einer nackten blauen Partie um die roten Augen und einer wilden Federhaube auf dem Kopf, die an einen Irokesenschnitt erinnert. Ulkigerweise können diese Vögel nicht gut fliegen, sondern sie gleiten nur ein Stück weit oder klettern durch die Bäume. Besonders hilfreich ist dabei, dass Jungvögel an beiden Flügeln Haken besitzen, mit denen sie sich an den Ästen festhalten können. Daher wurde auch die Theorie aufgestellt, dass der Hoatzin einen überlebenden Verwandten des Urvogels Archaeopteryx darstellt, quasi ein lebendiges Fossil.</p>
<figure id="attachment_2743" aria-describedby="caption-attachment-2743" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2743" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546-1024x683.jpg" alt="Der Hoatzin, ein außergewöhnlicher Vogel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2743" class="wp-caption-text">Der Hoatzin, ein außergewöhnlicher Vogel</figcaption></figure>
<h2>Madidi bei Nacht</h2>
<p>Tagsüber gab es im Dschungel überall kleine Spinnennetze, die wir erwischten, wenn wir nicht direkt auf dem Weg gingen. Auch nachts waren Spinnen die Tiere, die wir am häufigsten sahen. Im Madidi Nationalpark entpuppte sich nicht jeder im Schein der Stirnlampe reflektierende Punkt als Spinne. Ein Teil waren Wassertropfen, es gab aber auch eine Menge Spinnen! Sie saßen auf dem Boden, an Bäumen, auf Blättern oder in kleinen Löchern.</p>
<figure id="attachment_2642" aria-describedby="caption-attachment-2642" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2642" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425-1024x683.jpg" alt="Eine der vielen Fox Spiders" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2642" class="wp-caption-text">Eine der vielen Fox Spiders</figcaption></figure>
<p>Direkt im mit Palmwedeln gedeckten Dach des Hauptgebäudes der Lodge wohnten außerdem mehrere beachtliche Vogelspinnen, die wir natürlich auch besichtigten mussten ;).</p>
<figure id="attachment_2643" aria-describedby="caption-attachment-2643" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2643" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711-1024x683.jpg" alt="Tarantula lebt. Eine Vogelspinne in direkter Nähe der Lodge" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2643" class="wp-caption-text">Eine große behaarte Vogelspinne in direkter Nähe der Lodge</figcaption></figure>
<p>Von weiteren Spinnenarten abgesehen sahen wir auch andere große Insekten (wie Gottesanbeterinnen) und Frösche. Während der ersten Nachtwanderung dachten wir für einen Moment, das großes Los gezogen zu haben, als wir ein Paar katzenhafter Augen in der Dunkelheit glaubten entdeckt zu haben. In Wirklichkeit war es jedoch nur ein Nagetier, ein <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Paca">Paca</a>.</p>
<figure id="attachment_2644" aria-describedby="caption-attachment-2644" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2644" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433-1024x683.jpg" alt="Doch kein Kätzchen, sondern nur ein Paca" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2644" class="wp-caption-text">Doch keine wilde Katze, sondern nur ein Paca</figcaption></figure>
<h2>Der Harpy Eagle</h2>
<p>Natürlich möchte jeder Besucher des südamerikanischen Regenwaldes am liebsten einen Jaguar sehen, aber die Katzen sind sehr scheu und extrem gut getarnt. Es ist natürlich möglich, dass sich eine solche Wildkatze ganz in unserer Nähe befand und uns beobachtet hat. Wir sahen jedoch in den 4 Tagen im Madidi-Park keinen Jaguar, nur seine &#8211; immerhin frischen &#8211; Spuren.</p>
<figure id="attachment_2645" aria-describedby="caption-attachment-2645" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2645" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775-1024x683.jpg" alt="Kein Jaguar, aber ein frischer Jaguar Fußabdruck" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2645" class="wp-caption-text">Kein Jaguar, aber ein frischer Pfotenabdruck</figcaption></figure>
<p>Noch viel seltener zu entdecken sei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Harpyie_(Vogel)">Harpy Eagle</a>, sagte unser Führer. Angeblich 50mal schwieriger als ein Jaguar. Sergio hatte ihn seinen Angaben nach bisher nur zweimal gefunden, aber er wisse, wo die Greifvögel gewöhnlich ihr Nest hätten. Also wandten wir uns in diese Richtung, um das Unwahrscheinliche zu versuchen. Nach gut 2 Stunden Wanderung mit anderen interessanten Tier-Sichtungen bogen wir links ab und Sergio suchte in den Baumkronen. Fast erschien es uns zu einfach, denn da saß ein großer Harpy Eagle auf einmal gut 20 Meter über uns in einem Wipfel, hüpfte gelegentlich von Ast zu Ast, flog aber erst nach einigen Minuten weg. Es handelte sich wohl um ein junges Tier, das sich noch nicht weit vom Nest entfernt.</p>
<figure id="attachment_2646" aria-describedby="caption-attachment-2646" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2646" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634-1024x683.jpg" alt="Der stärkste Greifvogel der Welt: Ein Harpy Eagle" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2646" class="wp-caption-text">Der stärkste Greifvogel der Welt: Ein Harpy Eagle</figcaption></figure>
<p>Wie schwierig es wirklich war, den Vogel zu finden, können wir schwer einschätzen. Auf alle Fälle war das Foto vom Harpy Eagle, dem kräftigsten Raubvogel der Welt, am Abend die große Attraktion im Camp und jeder wollte die Aufnahme sehen. Ein wichtiges Merkmal waren die Federn am Hinterkopf, denn diese sind typisch für den Harpy Eagle.</p>
<figure id="attachment_2647" aria-describedby="caption-attachment-2647" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2647" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643-1024x683.jpg" alt="Fast wichtiger als ein schönes Portrait, die Federn am Hinterkopf" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2647" class="wp-caption-text">Fast wichtiger als ein schönes Portrait: die Federn am Hinterkopf</figcaption></figure>
<h2>Sterne, Millionen von Sternen</h2>
<p>Am zweiten Abend unternahmen wir einen Nachtausflug im Kanu auf dem See neben der Lodge. Auch wenn der Kaiman wieder direkt an der Anlegestelle im Wasser dümpelte, waren die Sterne die Hauptattraktion. Und was für ein Sternenhimmel sich uns präsentierte! Fernab von jeglicher Zivilisation und Lichtverschmutzung funkelte die Milchstraße über uns. In dieser mondlosen Nacht war es trotzdem hell genug, um die Konturen des Waldes und die Umrisse des Sees zu erkennen. Einige Sternschnuppen verglühten am Himmel und die glatte Wasseroberfläche reflektierte die Sterne wie ein Spiegel. Die gelegentlichen Paddelstöße, mit denen wir über den See glitten, verzerrten das Bild nur vorübergehend. Allein diese nahezu überirdisch schöne Bootsfahrt war es wert, nach Chalalán zu kommen!</p>
<figure id="attachment_2648" aria-describedby="caption-attachment-2648" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2648" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580-1024x683.jpg" alt="Die Milchstraße in einer mondlosen Nacht über dem Chalalan See" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2648" class="wp-caption-text">Die Milchstraße leuchtet in einer mondlosen Nacht hell über dem Chalalán See.</figcaption></figure>
<h2>Piranhafischen auf der Laguna Rosa</h2>
<p>Am dritten Tag machten wir einen Ausflug zur Laguna Rosa, um dort Angeln zu gehen. Damit genug Zeit zum Fischen blieb, liefen wir von der Lodge 2 km zum Fluss und fuhren dann mit dem Boot, statt 6 km durch den Dschungel zu wandern. Die Laguna Rosa war wesentlich größer als die Laguna Chalalán. Bei unserer Ankunft war es vollkommen windstill; so war das Wasser spiegelglatt und reflektierte die Berge und die Wolken.</p>
<figure id="attachment_2649" aria-describedby="caption-attachment-2649" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2649" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817-1024x683.jpg" alt="Windstille an der Laguna Rosa" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2649" class="wp-caption-text">Auf der Wasseroberfläche der Laguna Rosa spiegelte sich die Landschaft und der Himmel.</figcaption></figure>
<p>Unser Kanu war gerade groß genug für 5 Personen, Sergio, William (ein weiterer Führer), David und uns beide, allerdings leckte es sichtlich, so dass wir regelmäßig Wasser aus dem Boot schöpfen mussten. Das Angelset bestand aus einem Hölzchen, auf das eine Angelschnur mit Haken gewickelt war. An der designierten Stelle im See angekommen wickelten wir etwas Leine ab, befestigten ein Stückchen rohes Rindfleisch am Haken und warfen mehr oder weniger elegant 2 bis 3 Meter Schnur aus.</p>
<figure id="attachment_2650" aria-describedby="caption-attachment-2650" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2650" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811-1024x683.jpg" alt="Zum Glück war unser Kanu etwas seetüchtiger ;)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2650" class="wp-caption-text">Zum Glück war unser Kanu etwas seetüchtiger <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<h2>Catch of the Day</h2>
<p>Die empfohlene Technik war, den Köder treiben zu lassen, bis wir ein Knabbern spürten. Dann sollten wir fest an der Schur ziehen, wenn der Fisch angebissen hatte, damit der Haken sich verfing und wir ihn ins Boot ziehen konnten. Hört sich einfach genug an, aber unsere ersten Versuche waren eher eine Fischfütterung. Die Piranhas knabberten lediglich das Fleisch von unseren Haken! Statt Fischen angelten wir Stöckchen oder Algen. Sergio bewies aber, dass die Fischlein wohl anbissen, alle 5 bis 10 Minuten zog er einen an Bord. Erst am Ende konnten wir wenigstens ein bisschen zum Fangerfolg beitragen!</p>
<figure id="attachment_2651" aria-describedby="caption-attachment-2651" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2651" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825-1024x683.jpg" alt="Catch of the Day!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2651" class="wp-caption-text">Catch of the Day!</figcaption></figure>
<p>Wir nahmen denselben Weg zurück nach Chalalán und kamen dort pünktlich zum Mittagessen an. Es gab Bohnen, Reis und Rote Beete. Kaum hatten wir angefangen zu essen, wurden außerdem, sozusagen als Hauptgang 2.0, zu unserer großen Freude auch frisch gebratene Piranhas aufgetragen! Sie waren etwas schwierig zu essen, da sie viele kleine Gräten aufwiesen, aber sehr schmackhaft.</p>
<figure id="attachment_2652" aria-describedby="caption-attachment-2652" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2652" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834-1024x683.jpg" alt="Frisch gefangener und gebratener Piranha" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2652" class="wp-caption-text">Frisch gefangene und gebratene Piranhas, man beachte die spitzen Zähnchen!</figcaption></figure>
<h2>Das bedrohte Paradies</h2>
<p>Der wunderschöne Madidi-Nationalpark, dessen viele Facetten wir erleben durften, könnte bald nicht wiedergutzumachenden Schaden nehmen. Die Lobby der Umwelt- und Tierschützer ist anscheinend weniger mächtig als die der Öl- und Gaswirtschaft. Unter dem Madidi-Park schlummern wohl ernstzunehmende Vorkommen dieser fossilen Brennstoffe und die Politik ist dabei, die Pfründe zu verteilen. Den Weg sollen Infrastrukturprojekte ebnen. In Rurrenabaque wird zum Beispiel eine neue Brücke gebaut und weitere Straßen sind in Planung, um den Park zu erschließen.</p>
<figure id="attachment_2653" aria-describedby="caption-attachment-2653" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2653" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638-1024x683.jpg" alt="Eines der Infrastrukturprojekte zur Erschließung des Regenwaldes" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2653" class="wp-caption-text">Eines der Infrastrukturprojekte zur Erschließung des Regenwaldes</figcaption></figure>
<p>Außerdem soll ein <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Madidi_National_Park#The_Bala_Dam_Project">großer Staudamm</a> gebaut werden, der große Teile des südlichen Madidi-Parks überfluten, einige lokale Gemeinschaften heimatlos machen und den Lebensraum vieler Tiere zerstören würde. Wie sich das mit der <a href="http://www.bolivia.de/fileadmin/Dokumente/Presse-Medien_Dt%2BSp/Interessante%20Dokumente/CPE_aleman.pdf">bolivianischen Verfassung</a> verträgt, in der weitreichende Rechte indigener Völker verbrieft sind, blieb uns allerdings verborgen.</p>
<h2>Widerstand ist möglich</h2>
<p>Die Gemeinschaft, die die Chalalán Lodge betreibt, ist ein indigenes Dorf, das sich aktiv gegen die Erschließung des Regenwaldes wehrt. Die Organisationsform hörte sich, wie sie uns erklärt wurde, recht kommunistisch an. Alles gehört der Gemeinschaft, die Arbeitskräfte kommen aus dem Dorf und über die Verwendung der Gewinne wird zusammen entscheiden. Finanziert werden damit zum Beispiel die medizinische Versorgung vor Ort und Schulen für die Kinder mit insgesamt 4 Lehrern.</p>
<figure id="attachment_2654" aria-describedby="caption-attachment-2654" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2654" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836-735x1024.jpg" alt="Eine Karte des Madidi-Nationalparks: 18 Ranger schützen ihn." width="525" height="731" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836-735x1024.jpg 735w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836-215x300.jpg 215w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836-768x1069.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836.jpg 1149w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2654" class="wp-caption-text">Eine Karte des Madidi Nationalparks: 18 Ranger sind zum Schutz des Gebietes abgestellt.</figcaption></figure>
<p>Nach langen Anstrengungen wurde der Gemeinschaft ein großes Stück Land entlang des Tuichi Flusses zugesprochen. Die Fläche beträgt <a href="http://chalalan.com/es/comunidad_en.php">400.000 Hektar</a>. Die Waldbewohner versuchen, die Regierung zum Schutz des Nationalparks zu bewegen, sehen sich aber in einen Kampf gegen Windmühlen verwickelt, da der Staatsapparat angeblich andere Interessen verfolgt. Beispielhaft sei, dass gerade einmal 18 Ranger mit dem Schutz des gesamten Madidi-Gebietes von 18958 qkm betraut wurden. Für mehr Forstwächter gibt es anscheinend kein Geld vom Staat.</p>
<figure id="attachment_2655" aria-describedby="caption-attachment-2655" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2655" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703-1024x683.jpg" alt="Intelligenter als mancher Politiker: Ein Brüllaffe" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2655" class="wp-caption-text">So laut wie mancher Politiker, aber intelligenter: Ein Brüllaffe</figcaption></figure>
<p>Es ist der immer wiederkehrende Konflikt zwischen dem großen Geld und der Erhaltung der Natur. Wer hat den Mut, zu sagen, dass es mehr Wert ist, die Umwelt zu schützen, als das Öl zu gewinnen? An der Förderung hängen Millionen von Dollars und die Politiker versprechen Beschäftigung und Wohlstand für die Region. Wem der Wert dieses vielfältigen Ökosystems nicht klar ist, dem können wir einen mehrtägigen Besuch im Madidi-Nationalpark nur wärmstens empfehlen, um die Artenvielfalt persönlich zu erleben. Die Natur ist atemberaubend schön!</p>
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		<title>Galapagos, die verwunschenen Inseln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Aug 2018 00:01:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach unserem Puffertag in Quito war unsere erste echte Station in Ecuador die Galapagos-Inselgruppe. Auf den Spuren von Charles Darwin heuerten wir zusammen mit 11 weiteren Passagieren (Edna &#38; Ned, Carolyn &#38; Brian, Simon, Karin &#38; Dietrich, Amy &#38; Bob, Natalia &#38; Chris) auf dem Schooner Beagle an &#8211; die Wilde 13 von Galapagos ;). &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach unserem Puffertag in <a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-ecuador/">Quito</a> war unsere erste echte Station in Ecuador die Galapagos-Inselgruppe. Auf den Spuren von Charles Darwin heuerten wir zusammen mit 11 weiteren Passagieren (Edna &amp; Ned, Carolyn &amp; Brian, Simon, Karin &amp; Dietrich, Amy &amp; Bob, Natalia &amp; Chris) auf dem Schooner Beagle an &#8211; die Wilde 13 von Galapagos ;). Der Kurs führte uns für eine Woche auf einer südöstlichen Route zu verschiedenen Vulkaninseln des Archipels und ihren tierischen Bewohnern.</p>
<figure id="attachment_2163" aria-describedby="caption-attachment-2163" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-175931-8740-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2163" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-175931-8740-HDR-1024x627.jpg" alt="Für 7 Tage unser Zuhause, die Beagle" width="525" height="321" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-175931-8740-HDR-1024x627.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-175931-8740-HDR-300x184.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-175931-8740-HDR-768x470.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-175931-8740-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2163" class="wp-caption-text">Für 7 Tage unser Zuhause, die Beagle</figcaption></figure>
<p><span id="more-2180"></span></p>
<h2>Faszination Galapagos</h2>
<p>Was genau macht die Faszination der Galapagos-Inseln aus? Es sind keine tropischen Inselparadiese, obwohl sie am Äquator liegen. Stattdessen wirken sie eher karg, vulkanisch und es mischt sich nur wenig grün ins Landschaftsbild. Galapagos weist außerdem keine große Biodiversität auf (kein Vergleich z.B. mit einem Regenwald). Man findet auch nicht die spannenden Säugetiere, die man auf Safari in Afrika oder im Dschungel beobachten kann (Löwen, Elefanten, Affen etc.). Die Tiere, die es gibt, sind jedoch sehr interessant, einzigartig, seltsam und teilweise auch ungemein unterhaltsam. Man sieht nicht nur bizarr anmutende Tiere wie Riesenschildkröten oder verblüffend große Leguane (Iguanas), die an Mini-Drachen erinnern, sondern auch neugierige und verspielte Seelöwen und lustige Blaufußtölpel (Blue-footed Boobies).</p>
<figure id="attachment_2256" aria-describedby="caption-attachment-2256" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Reiseroute-Galapagos.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2256" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Reiseroute-Galapagos-1024x683.jpg" alt="Unsere Galapagos-Reiseroute" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Reiseroute-Galapagos-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Reiseroute-Galapagos-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Reiseroute-Galapagos-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2256" class="wp-caption-text">Unsere Galapagos-Reiseroute</figcaption></figure>
<p>Viele der dort heimischen Spezies kommen ausschließlich auf den Galapagos-Inseln vor, auf manchen Eilanden haben sich speziell an die dortigen Bedingungen angepasste Unterarten entwickelt. Der Besuch der Inselgruppe 1835 veranlasste <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin">Charles Darwin</a>, seine Evolutionstheorie aufzustellen.</p>
<figure id="attachment_2164" aria-describedby="caption-attachment-2164" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-081807-8989.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2164" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-081807-8989-1024x683.jpg" alt="Auge in Auge mit dem Land-Iguana (auf Floriana)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-081807-8989-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-081807-8989-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-081807-8989-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-081807-8989.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2164" class="wp-caption-text">Das markante Profil eines Iguana (auf Floreana)</figcaption></figure>
<p>Außerdem ist das Verhalten der Tiere bemerkenswert. Schon nach kurzer Zeit auf den Galapagos-Inseln merkten wir, dass der ehemalige Name &#8222;Islas Encantadas&#8220; (&#8222;Die verwunschenen Inseln&#8220;), viel besser passt. Die Tiere verhalten sich, als hätte der Sündenfall nicht stattgefunden, als gäbe es keine Räuber. Sie sind überhaupt nicht scheu. Vögel flogen zum Beispiel nicht weg, wenn wir uns ihnen nähern. Am Dock, von dem aus wir mit einem Dinghy zur Beagle übersetzten, schlief seelenruhig ein Seelöwe auf einer Bank und schnarchte gelassen vor sich hin. Er ließ sich auch nicht von mehr oder weniger großen Gruppen von Touristen stören, die ihn umringten, sich über ihn belustigten oder ihn knipsten.</p>
<figure id="attachment_2165" aria-describedby="caption-attachment-2165" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-143411-8610.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2165" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-143411-8610-1024x683.jpg" alt="Die Tiere fürchten den Menschen nicht, scheinbar ganz im Gegenteil" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-143411-8610-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-143411-8610-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-143411-8610-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-143411-8610.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2165" class="wp-caption-text">Die Tiere fürchten den Menschen nicht, scheinbar ganz im Gegenteil.</figcaption></figure>
<p>Damit die Fauna so furchtlos bleibt und es nicht zu einer für beide Seiten unangenehmen Begegnung kommt, lautet die offizielle Regel, dass man mindestens zwei Meter Abstand halten soll. Die Tiere kannten allerdings offensichtlich diese Bestimmung nicht, da sie uns des Öfteren aus freien Stücken wesentlich näher kamen.</p>
<figure id="attachment_2166" aria-describedby="caption-attachment-2166" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/G0552904.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2166" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/G0552904-1024x683.jpg" alt="Mindestabstand von 2 Metern klar unterschritten" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/G0552904-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/G0552904-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/G0552904-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/G0552904.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2166" class="wp-caption-text">Mindestabstand von zwei Metern klar unterschritten.</figcaption></figure>
<h2>Charles-Darwin-Forschungsstation</h2>
<p>Bevor wir in See stachen, besuchten wir die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Darwin_Foundation">Charles-Darwin-Forschungsstation</a> auf der Insel Santa Cruz. Dort bekamen wir einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns in den kommenden Tagen erwarten würde und gewannen einen Einblick in das Schildkrötenzuchtprogramm.</p>
<p>Die Schildkröten, genauer gesagt die Form ihres Panzers, ist namensgebend für Galapagos. Auf spanisch bedeutet &#8222;galapagos&#8220; &#8222;Wulstsattel&#8220;, aha ;). Bei einigen Riesenschildkrötenarten ist der Nackenbereich wie ein traditioneller Sattel aufgewölbt. &#8211; Naja, „die verwunschenen Inseln“ hören sich für unsere Ohren wesentlich besser an! Zwei Landschildkrötenarten (von den Inseln Floreana und Pinta) sind mittlerweile ausgestorben. Sie waren wohl eine zu leichte Beute für Walfänger, Piraten und die ersten Siedler. Ein fast schon dramatisches Ende nahm die Art der Pinta-Riesenschildkröten, deren letzter Vertreter <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lonesome_George">Lonesome George</a> war.</p>
<figure id="attachment_2167" aria-describedby="caption-attachment-2167" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-165101-8923.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2167" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-165101-8923-1024x1024.jpg" alt="Lonesome George, der letzte seiner Art" width="525" height="525" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-165101-8923-1024x1024.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-165101-8923-150x150.jpg 150w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-165101-8923-300x300.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-165101-8923-768x768.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-165101-8923-100x100.jpg 100w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-165101-8923.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2167" class="wp-caption-text">Lonesome George, der letzte seiner Art</figcaption></figure>
<p>Lonesome George verbrachte viele Jahre in der Charles-Darwin-Forschungsstation, alle Paarungsversuche scheiterten jedoch und so starb er am 24. Juni 2012 im Alter von etwa 100 Jahren und mit ihm die letzte Pinta-Riesenschildkröte. Wesentlich produktiver war <a href="https://www.galapagosislands.com/blog/super-diego-the-second-most-famous-tortoise-in-galapagos/">Super-Diego</a>, der seinen Namen seiner Herkunft aus dem Zoo in San Diego verdankt. Als das Aussterben der Española-Riesenschildkröten drohte, wurde weltweit nach Schildkröten  dieser Art gesucht. So stieß man auf Diego. Seit seiner Rückkehr nach Galapagos im Jahre 1977 ist Diego im Rahmen des Schildkröten-Zuchtprogramms ungefähr 800mal Schildkröten-Vater geworden und das mit über 100 Jahren! So bekam er dann den Spitznamen Super-Diego. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2178" aria-describedby="caption-attachment-2178" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/APC_1412.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2178" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/APC_1412-1024x768.jpg" alt="Super Diego, mehr als 800facher Vater" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/APC_1412-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/APC_1412-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/APC_1412-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/APC_1412.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2178" class="wp-caption-text">Super-Diego, ungefähr 800facher Schildkröten-Vater</figcaption></figure>
<h2>Wir lernten Galapagos per Schiff kennen</h2>
<p>Für uns war es eigentlich keine Frage, wir wollten Galapagos mit dem Schiff erkunden. Tagesausflüge sind von den drei bewohnten Inseln aus zwar möglich, aber mit langen Transferzeiten verbunden und nur zu ausgewählten Zielen möglich, vom zusätzlichen Organisationsaufwand ganz zu schweigen. An Bord eines Schiffes sieht man einfach mehr. Außerdem trafen wir immer wieder auf interessante Meeresbewohner. Von Deck aus entdeckten wir immer mal wieder Meeresschildkröten, Rochen, Haie oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mondfisch">Mola Molas</a>. Einmal begleiteten uns Delphine ein Stück auf unserer Fahrt. In klaren Nächten konnten wir die Sterne bewundern und bei wenig Wellengang die Biolumineszenz im Wasser.</p>
<figure id="attachment_2169" aria-describedby="caption-attachment-2169" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-144014-8617.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2169" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-144014-8617-1024x683.jpg" alt="Die Beagle im Hafen von Puerto Ayora" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-144014-8617-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-144014-8617-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-144014-8617-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-144014-8617.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2169" class="wp-caption-text">Die Beagle im Hafen von Puerto Ayora vor Santa Cruz</figcaption></figure>
<p>Die Tage verliefen ungefähr so: Frühstück gab es um 6:30 oder 7 Uhr, morgens und nachmittags je eine oder zwei Aktivitäten, also ein Spaziergang auf einer Insel und/oder Schnorcheln (oder Kajakfahren). Mittagessen wurde um 12 und Abendessen gegen 7 Uhr nach dem Briefing für den nächsten Tag serviert. Nachts fuhr die Beagle oft schon weiter zur nächsten Insel. Das sparte natürlich Zeit, bedeutete aber auch die eine oder andere schaukelige Nacht (je nach Seegang) in unserer Kajüte. In der ersten Nacht starteten die Motoren gegen 1:30 Uhr morgens, so dass wir die Insel Floreana um 6:00 Uhr erreichten. Die Segel setzten wir leider nur einmal als zusätzliche Unterstützung der Maschine.</p>
<figure id="attachment_2170" aria-describedby="caption-attachment-2170" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-183022-8640.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2170" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-183022-8640-1024x683.jpg" alt="Der Gemeinschaftsbereich im Heck der Beagle" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-183022-8640-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-183022-8640-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-183022-8640-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-183022-8640.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2170" class="wp-caption-text">Der Gemeinschaftsbereich auf dem Achterdeck der Beagle</figcaption></figure>
<p>Das hört sich nicht nur wie ein Vollzeitjob für uns Besucher an, erst recht war die Besatzung quasi rund um die Uhr beschäftigt. Unser Guide Harry begleitete die Gruppe bei allen Aktivitäten und sorgte dafür, dass wir stets bestens informiert waren. Washington, der Kapitän, steuerte die Beagle. Unterstützt wurde er von Fausto, dem ersten Offizier, der in der Regel das Dinghy fuhr. Triki war Mädchen &#8211; oder besser Junge &#8211; für alles an Bord und Fernando sorgte hervorragend für unser leibliches Wohl.</p>
<figure id="attachment_2171" aria-describedby="caption-attachment-2171" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180413-183445-9727.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2171" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180413-183445-9727-1024x683.jpg" alt="Sonnenuntergang auf der Beagle, am nächsten Morgen wachen wir vor einer anderen Insel auf" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180413-183445-9727-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180413-183445-9727-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180413-183445-9727-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180413-183445-9727.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2171" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang auf der Beagle, am nächsten Morgen wachen wir häufig vor einer anderen Insel auf.</figcaption></figure>
<h2>Floreana</h2>
<p>Als wir in Floreana an Land gingen, warteten die Tiere anscheinend schon auf uns. Seelöwen lagen auf dem Steg und wir mussten die vorgeschriebenen zwei Meter deutlich unterschreiten, um über sie zu steigen. Außerdem sonnten sich riesige Iguanas auf den Felsen in direkter Nähe unserer Anlegestelle. Noch hatten wir nicht begriffen, dass solch ein Begrüßungskomitee nichts Außergewöhnliches war, trotzdem war es just in diesem Moment eine ziemliche Reizüberflutung. Und die Galapagos-Show ging gleich weiter: Die Blue-footed Boobies (Blaufußtölpel) kreisten in weitem Bogen über die kleine Bucht, um dann gezielt in den Sturzflug überzugehen, kurz vor der Wasseroberfläche die Flügel eng anzulegen und wie ein Pfeil ins Wasser einzutauchen.</p>
<figure id="attachment_2172" aria-describedby="caption-attachment-2172" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104256-9094.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2172" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104256-9094-1024x683.jpg" alt="Ein Blaufußtölpel setzt zum Sturzflug an" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104256-9094-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104256-9094-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104256-9094-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104256-9094.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2172" class="wp-caption-text">Ein Blaufußtölpel setzt zum Sturzflug an.</figcaption></figure>
<p>Das Begrüßungskomitee stellte aber nicht die eigentliche Sehenswürdigkeit dar. Die echten Stars auf Floreana waren die Riesenschildkröten, die zwar nicht in Freiheit lebten, sondern in einem Areal, das eine für die Schildkröten unüberwindliche Steinmauer umgab. Der Grund für die Absperrung lag in der Tatsache, dass ein Teil der Reptile Nachfahren von Super-Diego waren (also Española-Riesenschildkröten), die eigentlich auf eine andere Insel gehörten. Trotzdem war es sehr spannend, die Tiere quasi in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben.</p>
<figure id="attachment_2173" aria-describedby="caption-attachment-2173" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-090529-8662.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2173" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-090529-8662-1024x683.jpg" alt="Riesenschildkröte auf Floriana" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-090529-8662-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-090529-8662-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-090529-8662-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-090529-8662.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2173" class="wp-caption-text">Riesenschildkröte auf Floreana</figcaption></figure>
<h2>Die Galapagos-Affäre…</h2>
<p>Floreana ist eine der drei von Menschen bewohnten Inseln von Galapagos. Hier spielte sich ein echtes menschliches Drama ab, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gal%C3%A1pagos-Aff%C3%A4re">Galapagos-Affäre</a>, über das mehrere Bücher geschrieben und Filme gedreht wurden. Wir wollen nur kurz ein paar Eckpunkte der Geschehnisse zusammenfassen.</p>
<figure id="attachment_2174" aria-describedby="caption-attachment-2174" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-105751-9117.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2174 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-105751-9117-1024x683.jpg" alt="Blick auf Floreana" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-105751-9117-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-105751-9117-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-105751-9117-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-105751-9117.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2174" class="wp-caption-text">Blick auf Floreana</figcaption></figure>
<p>Die ersten Protagonisten waren die beiden Deutschen Dr. Friedrich Ritter und Dore Strauch. Sie ließen sich 1929 als echte Aussteiger auf der bis dahin unbewohnten Insel Floreana nieder. Ritter veröffentlichte ein Buch &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Als-Robinson-auf-Galapagos-Berichte/dp/383700547X/">Als Robinson auf Galapagos: Dr. Ritters Berichte von der Insel Floreana</a>&#8220; und mehrere Artikel, wodurch die beiden medial bekannt wurden. Unter anderem dadurch inspiriert wanderte 1932 das deutsche Ehepaar Wittmer (Heinz und Margret) ebenfalls nach Floreana aus, wovon die ersten Bewohner nicht erbaut waren. 1932 kam auch eine exaltierte Österreicherin und selbst ernannte Baronin in Begleitung von zwei Männern (Rudolf Lorenz und Robert Phillipson) auf die Insel. Damit war die Besetzung für das Drama komplett.</p>
<h2>…endete mit rätselhaften Todesfällen</h2>
<p>Das Zusammenleben gestaltete sich alles andere als harmonisch. Die „Baronin“ spielte sich als Regentin von Floreana auf und plante, ein Luxushotel bauen. Es gab Streit um die limitierten Wasservorkommen. Die „Baronin“ las heimlich die Post der anderen und ließ Pakete verschwinden. Zudem gab es auch innerhalb der drei Einzelgruppen erhebliche Spannungen. 1934 überstürzten sich auf einmal die Ereignisse.</p>
<p>Rudolf Lorenz überbrachte Frau Wittmer die Nachricht, dass die „Baronin“ und Phillipson auf einem Schiff (das keiner gesehen hatte) die Insel verlassen hätten, sie verschwanden spurlos. Sämtliche Habseligkeiten der beiden blieben unerklärlicherweise zurück. Lorenz selbst verkaufte kurze Zeit später das  Eigentum der „Baronin“ und verließ ebenfalls Hals über Kopf die Insel. Auf der Überfahrt nach Santa Cruz erlitt er Schiffbruch und kam ums Leben, seine Leiche wurde später gefunden. Friedrich Ritter verstarb an einer Lebensmittelvergiftung durch Hühnerfleisch (obwohl er Vegetarier war), es besteht jedoch der Verdacht, dass er vergiftet wurde. Floreana war alles andere als ein Paradies für die Aussteiger.</p>
<figure id="attachment_2177" aria-describedby="caption-attachment-2177" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104338-9112.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2177" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104338-9112-1024x683.jpg" alt="Den Blaufußtölpeln von Floreana waren die menschlichen Dramen bestimmt egal" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104338-9112-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104338-9112-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104338-9112-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180411-104338-9112.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2177" class="wp-caption-text">Den Blaufußtölpeln von Floreana waren die menschlichen Dramen bestimmt gleichgültig.</figcaption></figure>
<p>Die Geschichte wurde mehrmals recherchiert. Es gibt zahlreiche Bücher und Filme über die damaligen Geschehnisse. Die beiden Bücher &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Postlagernd-Floreana-Margret-Wittmer/dp/B0000BPQXL">Postlagernd Floreana</a>&#8220; von Magret Wittmer und &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Satan-Came-Strauch-Walter-Brockmann/dp/B00085CAL4/">Satan Came To Eden</a>&#8220; von Dore Strauch stellen die Geschichte aus den verschiedenen Blickwinkeln der damaligen Protagonisten dar. An Bord der Beagle schauten wir den Film &#8222;<a href="https://www.imdb.com/title/tt2960450/">The Galapagos Affair: Satan Came to Eden</a>&#8222;, der ebenfalls versucht, die Ereignisse aufzuarbeiten. Die überaus skurrile und mysteriöse Geschichte wird sich wohl nie aufklären.</p>
<h2>Punta Cormorant</h2>
<p>Am Punta Cormorant, im Norden von Floreana, waren wir zum ersten Mal Schnorcheln. Galapagos erschien nicht nur an Land wie ein riesiger Freiluftzoo, sondern auch im Meer. Das Wasser war trotz der Lage direkt am Äquator sehr kalt, je nach Ort in etwa 20 Grad. Dagegen hatte das karibische Meer vor Belize an eine Badewanne erinnert ;). Der Grund für die niedrigen Wassertemperaturen ist der kalte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Humboldtstrom">Humboldtstrom</a>, der von Süden aus der Antarktis kommt und viele Nährstoffe enthält. Der Neoprenanzug, den wir erhielten, bewährte sich also zur Isolierung, als Sonnenschutz und für den Auftrieb.</p>
<figure id="attachment_2175" aria-describedby="caption-attachment-2175" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR3173.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2175" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR3173-1024x683.jpg" alt="Yellow-tailed Surgeonfish (Prionuurus latclavius)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR3173-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR3173-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR3173-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR3173.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2175" class="wp-caption-text">Yellow-tailed Surgeonfish (Prionuurus latclavius)</figcaption></figure>
<p>Unter Wasser war die Vielfalt beinahe noch größer als an Land. Große Schwärme von Doktorfischen (Yellow-tailed Surgeonfish) zogen immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf sich. Außerdem sahen wir Papageienfische, Mexican Hogfish und viele viele mehr. Zurück an Bord hatten wir unsere liebe Mühe, sie im Bestimmungsbuch zu identifizieren.</p>
<figure id="attachment_2179" aria-describedby="caption-attachment-2179" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR2258.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2179" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR2258-1024x768.jpg" alt="Mexican Hogfish" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR2258-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR2258-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR2258-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/GOPR2258.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2179" class="wp-caption-text">Mexican Hogfish</figcaption></figure>
<h2>Galapagos-Haie</h2>
<p>Am Abend nach dem Essen gab es eine ganz besondere Überraschung: Neben dem Schiff schwammen ungefähr 20 bis 30 Galapagos-Haie. Es war ein majestätischer Anblick, wie sie ihre Bahnen parallel zur Bordwand zogen. Sie schienen zu patrouillieren. Auf einmal kam Bewegung in die Szene. Ein fliegender Fisch huschte über das Wasser, viele Haie schwammen ihm nach, zielstrebig wie Torpedos. Er hüpfte mehrmals über das Wasser, die Raubfische schnappten nach ihm, das Wasser schien zu kochen. Ein Seelöwe erwischte den Fisch wenige Momente später, er hatte die Beute den Haien um Haaresbreite abgejagt. Das Schauspiel wiederholte sich mehrere Male, mal siegten die Raubfische, mal die Seelöwen. Manchmal klatschten die fliegenden Fische auf der Flucht hörbar gegen die Bordwand des Schiffes und fielen für einige Sekunden wie gelähmt ins Wasser. Wir Besucher fieberten für das Überleben der fliegenden Fische, aber nur wenigen gelang es, zu entkommen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/dUoIZDWtOKI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
(leider mit sehr schlechtem Ton)</p>
<p>Auch unser Guide und die Besatzung beobachteten dieses Schauspiel fasziniert. So etwas hatten sie noch nie gesehen, ein paar Haie, klar, aber nicht so viele! Die Haie waren in einem wahrhaften Fressrausch.</p>
<p>Da es noch viel mehr über Galapagos zu berichten gibt, machen wir hier eine kleine Pause. In Teil 2 berichten wir weiter über die spannende Tierwelt dieser Inselgruppe.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Schildkröten von Mon Repos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Mar 2018 00:45:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jedes Jahr zwischen November und März herrscht Hochbetrieb am Strand von Mon Repos in der Nähe von Bundaberg. Die Gäste sind keine sonnenhungrigen Touristen, sondern Meeresschildkröten. Sie legen hier ihre Eier ab und 2 Monate später schlüpfen die jungen Schildkröten. Dank eines engagierten Ranger-Teams und vieler freiwilliger Helfer dürfen die Touristen trotzdem kommen und die &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Jahr zwischen November und März herrscht Hochbetrieb am Strand von Mon Repos in der Nähe von Bundaberg. Die Gäste sind keine sonnenhungrigen Touristen, sondern Meeresschildkröten. Sie legen hier ihre Eier ab und 2 Monate später schlüpfen die jungen Schildkröten. Dank eines engagierten Ranger-Teams und vieler freiwilliger Helfer dürfen die Touristen trotzdem kommen und die unechten Karettschildkröten („loggerhead turtles“) beobachten.</p>
<figure id="attachment_1397" aria-describedby="caption-attachment-1397" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-193857-4852-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1397" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-193857-4852-1-1024x683.jpg" alt="Den Schildkröten ganz nah in Mon Repos" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-193857-4852-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-193857-4852-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-193857-4852-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-193857-4852-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1397" class="wp-caption-text">Den Schildkröten ganz nah in Mon Repos</figcaption></figure>
<p><span id="more-1399"></span></p>
<h2>Schildkröten haben keine Uhren</h2>
<p>Die Schildkröten kommen im Schutze der Nacht an Land, um ihre Eier abzulegen. Auch die frisch geschlüpften Jungen nutzen die Dunkelheit, um hoffentlich unentdeckt ins Meer zu gelangen. Damit findet auch das <a href="https://www.npsr.qld.gov.au/parks/mon-repos/turtle-centre.html#mon_repos_turtle_encounters">Turtle Encounter</a> nachts statt. Um 19 Uhr ist Einlass und die Besucher werden in Gruppen eingeteilt. Diese werden dann zum Strand geführt, sobald Schildkröten ankommen oder schlüpfen.</p>
<figure id="attachment_1398" aria-describedby="caption-attachment-1398" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-204650-3751-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1398" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-204650-3751-1-1024x683.jpg" alt="Nachbildung einer frisch geschlüpften Schildkröte, Länge knapp 10 cm" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-204650-3751-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-204650-3751-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-204650-3751-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-204650-3751-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1398" class="wp-caption-text">Nachbildung einer frisch geschlüpften Schildkröte, Länge knapp 10 cm</figcaption></figure>
<p>Wir wurden in Gruppe 5 eingeteilt, wie sich herausstellen sollte die letzte Gruppe. In der Zwischenzeit hatten wir genug Zeit, die Ausstellung im Besucherzentrum zu studieren und die Filme anzuschauen, die über das Leben der Schildkröten, die Forscher und ihre Erkenntnisse berichteten. Außerdem lernten wir, was zum Schutz der Schildkröten schon erreicht wurde, und dass zumindest in Australien der rasante Rückgang der Population gestoppt werden konnte.</p>
<p>Den Tieren drohen viele Gefahren durch den Menschen. Sie können in Schleppnetze geraten und dann unter Wasser ersticken, da sie nicht zum Atmen auftauchen können. Verschmutzung der Meere gefährdet ihre Nahrungsgrundlage. Bebauung und Beleuchtung der Strände stört ihre Orientierungsfähigkeit und zerstört ihre Eiablagegebiete.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/RvRgtOERhDo" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Auch erfuhren wir, dass die jungen Schildkröten direkt nach ihrer Geburt auf eine 13 Jahre dauernde Reise gehen, bis sie wieder zurück nach Australien kommen &#8211; einmal Südamerika und wieder zurück. Erst nach gut 30 Jahren kommen die Weibchen an genau demselben Strand wieder an Land, an dem sie selbst geschlüpft waren. Sie legen ihre Eier ab und starten den Kreislauf erneut. Nur ungefähr eine von 1000 Schildkröten kann diese Mission erfüllen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/MGGEY4_8tLQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Gegen 21 Uhr wurden schnell nacheinander die ersten beiden Gruppen aufgerufen. Auch Gruppe drei folgt eine halbe Stunde später und Gruppe 4 um 22:15. Kurze Zeit später war der letzte Film aus. Die Schildkröten konnten natürlich nicht wissen, dass wir weit gereist waren, um sie zu sehen &#8211; und Uhren haben sie auch nicht, wie die Ranger zu scherzen beliebten. Die einzige Option: Warten.</p>
<h2>Endlich dürfen wir zum Strand</h2>
<p>Kurz nach 23 Uhr war es endlich soweit: Als Teil von Gruppe 5 gingen wir zum Strand. Auf dem geteerten Weg durften wir noch Taschenlampen benutzen. Bevor wir jedoch den Strand betraten, musste jedes Licht gelöscht werden, da jegliche Lichtquelle die Schildkröten stören oder irritieren kann. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unechte_Karettschildkr%C3%B6te">&#8222;Unsere&#8220; Schildkröte</a> war gerade am Strand angekommen und mühte sich aus dem Wasser. Der Ranger führte uns an eine Stelle am Strand, wo wir uns hinsetzen und so tun sollten, als seien wir Felsen.</p>
<p>Die werdende Mutter robbte über den Strand in Richtung Dünen und kam direkt auf uns zu. Um den Weg nicht zu blockieren, teilte sich die Gruppe leise und vorsichtig. Die Leute rückten beiseite, wie gute Felsen es tun, und machten den Weg frei. Trotzdem durften wir uns normal unterhalten und der Ranger erklärte: Schildkröten hören nur tiefere Frequenzen. Da das einzige Licht von den Sternen der Milchstraße stammte, die über uns funkelten, sahen wir nur einen Schatten, der an Land kroch. Gut 20 Meter weiter kam das Weibchen nach einiger Zeit zu Ihrem Ziel und fing an, ein Loch für ihre Eier zu graben. Wir blieben weiter im Dunkeln sitzen, um sie nicht zu stören, bewunderten die Sterne, lauschten dem Meeresrauschen und am Horizont ging langsam der Mond auf.</p>
<figure id="attachment_1400" aria-describedby="caption-attachment-1400" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-235757-4861-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1400" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-235757-4861-1-1024x683.jpg" alt="Schildkröte bei der Eiablage" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-235757-4861-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-235757-4861-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-235757-4861-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180108-235757-4861-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1400" class="wp-caption-text">Schildkröte bei der Eiablage</figcaption></figure>
<h2>Die Eiablage</h2>
<p>Wenn eine Schildkröte ihre Grube vollendet hat, stört sie sich immer weniger an ihrem Umfeld. So konnten wir nach einiger Zeit zunächst hinter ihr stehen. Sobald die Eiablage begonnen hatte und 10 Eier abgelegt waren bildeten wir einen Kreis und auch Licht war erlaubt. Die Ranger untersuchten und vermaßen das Reptil. Die Länge ihres Panzers betrug ca. 80 cm, ihr Gewicht wurde auf 80kg geschätzt (Faustformel: 1kg pro cm Panzerlänge). Aufgrund der Blechmarke an einer Flosse stellte sich heraus, dass sie eine alte Bekannte war. Ihr Alter betrug 44 Jahre, 2003 war sie das erste Mal am Strand von Mon Repos gewesen und hatte alle 3 bis 4 Jahre dort Eier gelegt.</p>
<figure id="attachment_1401" aria-describedby="caption-attachment-1401" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-000939-4865-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1401" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-000939-4865-1-1024x683.jpg" alt="Untersuchung und Beobachtung" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-000939-4865-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-000939-4865-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-000939-4865-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-000939-4865-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1401" class="wp-caption-text">Untersuchung und Beobachtung</figcaption></figure>
<p>Der Ranger reichte ein Ei herum: Sie waren so groß wie Pingpongbälle und fühlen sich auch so ähnlich an. Eine Besucherin fasste den weißen Ball versehentlich etwas fester an und war sehr erschrocken, dass er sich eindellen ließ. Der Ranger zeigte unbeeindruckt, dass sich die Delle im Ei auf Druck auch wieder ausbeulte.</p>
<p>Nachdem sie ihre über 100 Eier abgelegt hatte, begann<br />
die Schildkrötenmutter, das Loch wieder zu verschließen, indem sie mit Ihren Flossen den Sand hinter sich schob. Nach gut 20 Minuten war sie mit dem Ergebnis zufrieden und machte sich langsam wieder auf den Weg ins Meer.  Kurz vor 1 Uhr morgens verschwand sie in der Brandung.</p>
<figure id="attachment_1403" aria-describedby="caption-attachment-1403" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-004004-4880-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1403" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-004004-4880-1-1024x683.jpg" alt="Mondschein am Strand von Mon Repos" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-004004-4880-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-004004-4880-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-004004-4880-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/01/CW-20180109-004004-4880-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1403" class="wp-caption-text">Schildkrötenabschied bei Mondschein am Strand von Mon Repos</figcaption></figure>
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		<title>Kuscheln mit Elefanten in Phnom Tamao</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jan 2018 10:55:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kambodscha]]></category>
		<category><![CDATA[Elefant]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Phnom Tamao]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Tiger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie mittlerweile fast überall in unserer modernen Welt geraten auch in Kambodscha Wildtiere immer stärker unter Druck, sei es, weil ihre Lebensräume schrumpfen, sie in Konflikt mit den Menschen kommen oder weil sie gejagt werden. Selbst in den abgelegenen Dschungelgebieten Kambodschas sind einige einheimische Tierarten schon ausgerottet worden: Der große Ibis, der indochinesische Tiger oder &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie mittlerweile fast überall in unserer modernen Welt geraten auch in Kambodscha Wildtiere immer stärker unter Druck, sei es, weil ihre Lebensräume schrumpfen, sie in Konflikt mit den Menschen kommen oder weil sie gejagt werden. Selbst in den abgelegenen Dschungelgebieten Kambodschas sind einige einheimische Tierarten schon ausgerottet worden: Der große Ibis, der indochinesische Tiger oder der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kouprey">Kouprey</a>, eine wild lebende Rinderrasse. <a href="https://www.wildlifealliance.org">Wildlife Alliance</a> ist eine Tierschutzorganisation, die sich vielfältige Aufgaben gestellt hat. Sie engagiert sich unter anderem in Phnom Tamao, einem Wildschutzpark und Naturschutzgebiet nicht weit von Phnom Penh. Hier erhalten Tiere in Not Hilfe, sie werden gegebenenfalls medizinisch behandelt und gesundgepflegt. Letztendlich ist jedoch immer das Ziel, sie wenn möglich wieder in die Wildnis zu entlassen.</p>
<figure id="attachment_1329" aria-describedby="caption-attachment-1329" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-103159-1694-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1329" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-103159-1694-1-1024x683.jpg" alt="Lecker! Maiskolben!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-103159-1694-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-103159-1694-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-103159-1694-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-103159-1694-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1329" class="wp-caption-text">Lecker! Maiskolben!</figcaption></figure>
<p><span id="more-1279"></span></p>
<h2>Phnom Tamao &#8211; mehr als ein Zoo</h2>
<p>Wir haben viel Gutes über Phnom Tamao gelesen. Die Tiere werden unter sehr guten Bedingungen und in großen Gehegen gehalten. Das oberste Ziel ist nicht, die Tiere zur Schau zu stellen, sondern sie wieder auszuwildern. Außerdem betreibt Wildlife Alliance in Phnom Tamao einige Zuchtprogramme, um den Bestand bedrohter Tierarten zu vermehren. All dies waren für uns Gründe genug, die empfohlene Mindestspende von 150 Dollar zu leisten, um auf einer persönlichen Führung einen Tag in Phnom Tamao zu verbringen und die Arbeit der Organisation und einige Tiere näher kennenzulernen.</p>
<figure id="attachment_1291" aria-describedby="caption-attachment-1291" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-144901-1810-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1291" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-144901-1810-1-1024x683.jpg" alt="Cloud Leopard" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-144901-1810-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-144901-1810-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-144901-1810-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-144901-1810-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1291" class="wp-caption-text">Cloud Leopard</figcaption></figure>
<p>Auf den ersten Blick ist Phnom Tamao ein riesiger Zoo in einem Waldgebiet mit großzügigen Gehegen. Es ist sehr spannend, hier den verschiedensten Tieren zu begegnen. Tatsächlich ist dieser Teil von Phnom Tamao so etwas wie die PR-Abteilung. Die Tiere sind Botschafter und Sympathieträger, um ein ökologisches Bewusstsein zu schaffen oder die Opfer von Wilderei oder Tierhandel (also sich selbst) einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.</p>
<figure id="attachment_1286" aria-describedby="caption-attachment-1286" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-115632-1753-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1286" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-115632-1753-1-1024x683.jpg" alt="Ein tollender Moon-Bear" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-115632-1753-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-115632-1753-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-115632-1753-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-115632-1753-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1286" class="wp-caption-text">Ein umhertollender Moon-Bear</figcaption></figure>
<p>Damit nicht nur wir uns an den Tieren erfreuen konnten, sondern um auch selbst bei den Bewohnern von Phnom Tamao Sympathiepunkte erwerben zu können, kauften wir zusammen mit Casey und Samedi (unseren beiden Begleitern) auf dem Weg dorthin auf einem Markt Leckereien ein: 2 Eimer aufgeschnittene Wassermelone, Maiskolben, zusätzlich Bananen, Kokosnüsse und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Longan">Longans</a>.</p>
<figure id="attachment_1282" aria-describedby="caption-attachment-1282" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-085545-3037-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1282 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-085545-3037-1-1024x683.jpg" alt="Beim Einkaufen der Leckerlis für den Besuch im Phnom Tamao" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-085545-3037-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-085545-3037-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-085545-3037-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-085545-3037-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1282" class="wp-caption-text">Beim Einkaufen der Mitbringsel für den Besuch in Phnom Tamao</figcaption></figure>
<h2>Elefanten ganz nah</h2>
<p>In Phnom Tamao angekommen besuchten wir zuerst die Elefanten, und die Elefantendame Lucky begrüßte uns höchstpersönlich auf ihrem Morgenspaziergang. Lucky hatte wirklich ziemlich viel Glück in ihrem bisherigen Leben. Als Jungelefant mit 6 Monaten kam sie nach Phnom Tamao, nachdem sie einem Tierhändler abgenommen worden war. Anschließend wurde sie von einem engagierten Pfleger aufgezogen, der auch heute noch den Spitznamen &#8222;Lucky&#8217;s Mother&#8220; hat. Vor einigen Monaten überlebte sie eine sehr gefährliche <a href="http://elefanten.wikia.com/wiki/Herpesvirus">Herpes-Erkrankung</a>, und jetzt standen wir mit frischer Wassermelone vor ihr!</p>
<figure id="attachment_1283" aria-describedby="caption-attachment-1283" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100053-1641-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1283" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100053-1641-1-1024x683.jpg" alt="Christian füttert Lucky" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100053-1641-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100053-1641-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100053-1641-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100053-1641-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1283" class="wp-caption-text">Christian füttert Lucky</figcaption></figure>
<p>Durch ihren frühen und intensiven Kontakt mit Menschen ist Lucky auch fremden Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen, vor allem, wenn sie etwas Leckeres mitbringen. So konnten wir uns ihr gefahrlos nähern und sogar ihre raue Elefantenhaut berühren &#8211; streicheln wäre vielleicht in diesem Kontext das falsche Wort ;). Die Melonenstücke griff Lucky mit ihrem Rüssel und nahm sie uns bereitwillig aus den Händen. Auf Kommando hob Lucky auch ihren Rüssel und erlaubte es uns, ihr die Melone direkt ins Maul zu legen: Ein interessantes Gefühl, die Wärme ihrer gigantischen Zunge zu spüren.</p>
<figure id="attachment_1284" aria-describedby="caption-attachment-1284" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100531-1678-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1284" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100531-1678-1-1024x683.jpg" alt="Mona füttert Lucky" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100531-1678-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100531-1678-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100531-1678-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-100531-1678-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1284" class="wp-caption-text">Mona füttert Lucky</figcaption></figure>
<h2>Die vielen Bewohner von Phnom Tamao</h2>
<p>Anschließend besuchten wir Tiger, Bären, Leoparden, Otter, Binturongs, Bantengs, Affen und viele andere Tiere. Die meisten hatten ähnliche Geschichten hinter sich, bevor sie nach Phnom Tamao gekommen waren. Einige wurden illegal auf dem Schwarzmarkt gehandelt, um ein &#8222;Haustier&#8220; (und ggf. später ein Problemtier) zu werden. Andere wurden unter teilweise erbärmlichen Bedingungen als Haustier oder in privaten Zoos gehalten. Auch die traditionelle Medizin spielt eine große Rolle, da nur Hörner, Knochen, Federn oder diverse teils bei lebendigem Leibe entnommene Körperflüssigkeiten echter Wildtiere angeblich heilende Wirkung haben. Wir trafen darüber hinaus einige Tiere, die aufgrund von immer kleiner werdenden Lebensräumen mit Menschen in Konflikt geraten waren.</p>
<figure id="attachment_1288" aria-describedby="caption-attachment-1288" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-135843-1780-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1288 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-135843-1780-1-1024x683.jpg" alt="Die Otter waren sehr aktiv und verspielt" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-135843-1780-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-135843-1780-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-135843-1780-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-135843-1780-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1288" class="wp-caption-text">Die Otter waren sehr lebhaft und verspielt</figcaption></figure>
<p>Zum Abschluss unseres Besuchs durften wir ins Affengehege. Auch hier waren wir sehr populär, da wir schmackhafte Longans mitbrachten. Kaum waren wir in der Umfriedung und präsentierten die Leckereien, sprangen die Affen überall auf uns herum, auf unseren Armen, Beinen, Schultern. Um die Affen aufgrund ihrer festgelegten Rangordnung nicht zu provozieren, legte Casey uns die Früchte in die geöffneten Hände und die Affen konnten zugreifen.</p>
<figure id="attachment_1293" aria-describedby="caption-attachment-1293" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-154125-3099-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1293" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-154125-3099-1-1024x683.jpg" alt="Die Affenfütterung ist in vollem Gange" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-154125-3099-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-154125-3099-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-154125-3099-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-154125-3099-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1293" class="wp-caption-text">Die Affenfütterung ist in vollem Gange</figcaption></figure>
<h2>Die vielfältigen Bedrohungen</h2>
<p>Beim Besuch in Phnom Tamao hatte wir viel Spaß bei den vielen spannenden Tierbegegnungen, die so an einem anderen Ort kaum möglich gewesen wären. Vielleicht noch interessanter war es, etwas über die Ziele und die Strategie  der Tierschützer zu erfahren. Der Schutz, die Zucht und die Auswilderung vieler Tiere ist durchaus erfolgreich. Wildlife Alliance bekämpft nicht nur die Symptome sondern auch die Ursachen der Bedrohung vieler Tierarten.</p>
<figure id="attachment_1290" aria-describedby="caption-attachment-1290" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-143501-1801-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1290" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-143501-1801-1-1024x683.jpg" alt="The Frankenbear, ein Binturong" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-143501-1801-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-143501-1801-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-143501-1801-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-143501-1801-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1290" class="wp-caption-text">Frankenbear, ein Binturong</figcaption></figure>
<p>Zum Beispiel bekommen kambodschanische Kinder beim Besuch von Phnom Tamao Einblicke in Ökologie, Tier- und Umweltschutz. Zum Thema traditionelle Medizin lernen die Kinder, dass Haare, Fingernägel und Elfenbein (gemahlen) im wesentlichen das gleiche sind. So verschwindet hoffentlich irrationaler Aberglaube in der heranwachsenden Generation.</p>
<figure id="attachment_1292" aria-describedby="caption-attachment-1292" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-151743-1818-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1292" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-151743-1818-1-1024x683.jpg" alt="Ein kleines scheues Muntjak" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-151743-1818-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-151743-1818-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-151743-1818-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-151743-1818-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1292" class="wp-caption-text">Ein kleines scheues Muntjak</figcaption></figure>
<p>Solange es allerdings noch Abnehmer für wilde Tiere als Haustiere oder für traditionelle Medizin gibt, solange es Menschen gibt, die bedrohte Wildtierarten lieber essen als schützen, ist der Kampf nicht gewonnen. Auch nachhaltige Jobs im Ökotourismus oder im Tierschutz sind keine Lösung sondern nur ein weiterer Baustein. Bei den immensen Preisen, die für Wildtiere gezahlt werden, wird sich immer ein schwarzes Schaf finden, das zum Erfüllungsgehilfen von skrupellosen Menschen wird. Nur ein Wandel in den Köpfen der Menschen ist ein echter Schutz für die Tiere.</p>
<figure id="attachment_1289" aria-describedby="caption-attachment-1289" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-142418-1799-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1289" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-142418-1799-1-1024x683.jpg" alt="Mr. Grumpy, der Leopard - eigentlich nicht heimisch in Kambodscha" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-142418-1799-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-142418-1799-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-142418-1799-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171130-142418-1799-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1289" class="wp-caption-text">Grumpy, der Leopard &#8211; eigentlich nicht heimisch in Kambodscha</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Fliegende Eichhörnchen in Karuizawa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Nov 2017 15:47:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Eichhörnchen]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Musasabi]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nein, wir haben nicht zu viel Sake getrunken, wir waren wirklich bei den fliegenden Eichhörnchen. Ok, eigentlich sind es Gleithörnchen, genauer gesagt japanische Riesengleithörnchen, aber das hört sich nicht so cool an 😉 &#8211; und Wikipedia bezeichnet die niedlichen Tiere im englischen Artikel als  Japanese giant flying squirrel. Na also! Karuizawa Wir waren schon fast &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, wir haben nicht zu viel Sake getrunken, wir waren wirklich bei den fliegenden Eichhörnchen. Ok, eigentlich sind es Gleithörnchen, genauer gesagt <a href="Japanisches%20Riesengleithörnchen">japanische Riesengleithörnchen</a>, aber das hört sich nicht so cool an <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8211; und Wikipedia bezeichnet die niedlichen Tiere im englischen Artikel als  <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Japanese_giant_flying_squirrel">Japanese giant flying squirrel</a>. Na also!</p>
<figure id="attachment_878" aria-describedby="caption-attachment-878" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-170020-8822-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-878" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-170020-8822-1-1024x687.jpg" alt="Vorsicht, Eichhörnchen im Anflug!" width="525" height="352" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-170020-8822-1-1024x687.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-170020-8822-1-300x201.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-170020-8822-1-768x516.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-170020-8822-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-878" class="wp-caption-text">Vorsicht Eichhörnchen im Anflug!</figcaption></figure>
<p><span id="more-873"></span></p>
<h2>Karuizawa</h2>
<p>Wir waren schon fast wieder auf dem Rückweg nach Tokyo und durchquerten die Japanischen Alpen. Unterwegs war ein Zwischenstopp in Karuizawa eingeplant, weil wir von den fliegenden Eichhörnchen gelesen hatten. Da wir <a href="http://christian-wittmann.com/squirrel-appreciation-day/">in Koblenz</a> zuweilen auch unsere Eichhörnchen beobachten dürfen und es in Japan mehr Kultur als Natur in unseren Programm gab, war dieser Programmpunkt schnell ganz oben auf der Wunschliste der Aktivitäten.</p>
<p>Die japanischen fliegenden Eichhörnchen sind nachtaktiv und starten erst gut 30 Minuten nach Sonnenuntergang. Daher unternahmen wir tagsüber einen ebenfalls sehenswerten Ausflug zum Kumanokōtai Schrein und zum <a href="https://www.japan-guide.com/e/e6035.html">Aussichtspunkt am Usui Pass</a>. Endlich war er da, ein goldener Oktobertag, und so hatten wir einen fantastischen Blick auf die umliegenden Hügel, die sich verfärbenden Bäume und den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asama">Mt. Asama</a>.</p>
<figure id="attachment_877" aria-describedby="caption-attachment-877" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-133948-8797-Edit-2.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-877" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-133948-8797-Edit-2-1024x683.jpg" alt="Fall Colors und Mt. Asama" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-133948-8797-Edit-2-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-133948-8797-Edit-2-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-133948-8797-Edit-2-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-133948-8797-Edit-2.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-877" class="wp-caption-text">Fall Colors und Mt. Asama</figcaption></figure>
<p>Auf den ersten Blick würde man Mt. Fuji im Hintergrund vermuten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Mt. Asama ist auch ein Vulkan und laut Wikipedia der aktivste auf der Hauptinsel Honshu. Taifun Lan hat vermutlich den Schneefall auf dem Gipfel verursacht. <a href="http://wittmann-tours.de/hakone-wandern-ryokan-und-fuji/">Vor gut 2 Wochen in Hakone</a> hatte auf dem Fuji noch kein Schnee gelegen. Fuji-san ist der höchste Berg Japans.</p>
<figure id="attachment_876" aria-describedby="caption-attachment-876" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-131329-8768-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-876" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-131329-8768-1-1024x683.jpg" alt="Goldener Oktober und bunte Ahornblätter" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-131329-8768-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-131329-8768-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-131329-8768-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-131329-8768-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-876" class="wp-caption-text">Goldener Oktober und bunte Ahornblätter</figcaption></figure>
<h2>Auf zu den Eichhörnchen</h2>
<p>Nach einer hübschen Wanderung durch den herbstlichen Wald und einer kurzen Busfahrt kamen wir um ca. 16 Uhr bei <a href="https://www.wildlife-picchio.com/">Picchio</a>, einer Öko-Tourismus- und Umweltschutzorganisation an. Zunächst lernten wir einiges über die Hörnchen (Musasabi). Sie sind Vegetarier, ca. 80 Zentimenter lang (Körper und Schwanz zusammen) und können bis zu 100 Meter weit fliegen bzw. gleiten. Der Vortrag war auf Japanisch mit einigen Brocken Englisch gewürzt. Zusätzlich hatte unser Guide ein lebensechtes niedliches Stoff-Musasabi dabei, um das Gesagte zu verdeutlichen, was sehr gut funktionierte.</p>
<figure id="attachment_882" aria-describedby="caption-attachment-882" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-163314-0515-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-882" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-163314-0515-1-1024x683.jpg" alt="Die Musasabi-Flugtechnik" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-163314-0515-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-163314-0515-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-163314-0515-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-163314-0515-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-882" class="wp-caption-text">Die Musasabi-Flugtechnik</figcaption></figure>
<p>Mittlerweile war die Sonne hinter dem Horizont verschwunden und so gingen wir auf Pirsch. Die Eichhörnchen scheinen sich recht genau am Sonnenstand zu orientieren. Sie wachen bei Sonnenuntergang auf, putzen sich ausgiebig und kommen ca. 30 Minuten später aus ihren Nestern. Deshalb verschiebt sich der Beginn der Tour auch alle 10 Tage um einige Minuten. Im Vorfeld hatten wir noch über den minutengenauen Flugplan auf der Picchio-Webseite gewitzelt, aber die japanischen Hörnchen überzeugten (was ja eigentlich im Land des Shinkansen nicht überraschend ist) durch Pünktlichkeit.</p>
<h2>Die Eichhörnchen-Beobachtung</h2>
<p>Die Wartezeit bis zum Erscheinen der Eichhörnchen wurde auf interessante Weise überbrückt, indem wir über eine in der Nistbox installierte Kamera einem Musasabi bei der Abendtoilette zusehen konnten.</p>
<figure id="attachment_879" aria-describedby="caption-attachment-879" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-172751-8828-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-879" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-172751-8828-1-1024x607.jpg" alt="Eichhörnchen-Waschprogramm" width="525" height="311" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-172751-8828-1-1024x607.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-172751-8828-1-300x178.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-172751-8828-1-768x456.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-172751-8828-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-879" class="wp-caption-text">Eichhörnchen-Waschprogramm</figcaption></figure>
<p>Während wir auf einer Wiese standen, wo mehrere Eichhörnchen in einer Art Vogelhäuschen ihre Nester haben, wurde es immer dunkler und die Fledermäuse wurden allmählich aktiv. Die Temperatur sank schnell deutlich ab, nachdem die wärmende Sonne verschwunden war. Wie versprochen kam das Eichhörnchen gut 30 Minuten nach Sonnenuntergang zum Vorschein, steckte zunächst neugierig seinen Kopf aus dem Nest, um die Lage zu sondieren:</p>
<figure id="attachment_880" aria-describedby="caption-attachment-880" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-173625-8836-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-880" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-173625-8836-1-1024x738.jpg" alt="Ist die Luft rein?" width="525" height="378" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-173625-8836-1-1024x738.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-173625-8836-1-300x216.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-173625-8836-1-768x553.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/CW-20171026-173625-8836-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-880" class="wp-caption-text">Ist die Luft rein?</figcaption></figure>
<p>Nach gut 2 Minuten war anscheinend klar, dass die Luft rein war. Das Musasabi kletterte auf den Nestkasten und ab da ging alles recht schnell. Wenige Momente später machte sich das Eichhörnchen auf den Weg nach oben auf den Baum. Oben angekommen machte es einen Satz und flog bis zum nächsten Baum &#8211; ungefähr so wie auf einem Video von Picchio zu sehen ist:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/NpiveTKvVYk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Unser Eichhörnchen konnten wir zweimal fliegen sehen bis es der Guide mit der Taschenlampe nicht mehr finden konnte.</p>
<p>Picchio bringt den Besuchern die zum Glück nicht gefährdeten aber schwer zu erblickenden Eichhörnchen in einer interessanten Tour nahe. Uns haben die Eichhörnchen sehr gut gefallen. Sie waren putzig anzuschauen und die Flugeinlagen waren spektakulär &#8211; ein einzigartiges Erlebnis.</p>
<figure id="attachment_928" aria-describedby="caption-attachment-928" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/APC_0697-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-928" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/APC_0697-1-1024x768.jpg" alt="Das offizielle Musasabi Beobachtungszertifikat" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/APC_0697-1-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/APC_0697-1-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/APC_0697-1-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/10/APC_0697-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-928" class="wp-caption-text">Das offizielle Musasabi Beobachtungszertifikat</figcaption></figure>
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