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	<title>Quito Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Quito Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Wie war Ecuador?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Sep 2018 00:01:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Ecuador lag der Schwerpunkt für uns ganz klar auf Natur, und das auf Weltklasse-Niveau! Der Nebelwald und das Hochland, der Cotopaxi-Nationalpark und vor allem die Galapagos-Inseln waren mehr als spektakulär. Die Küste und das Amazonasgebiet hatten wir bewusst ausgelassen, da wir planten, in anderen Ländern (Bolivien und Brasilien) in den Dschungel zu fahren. Trotzdem &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Ecuador lag der Schwerpunkt für uns ganz klar auf Natur, und das auf Weltklasse-Niveau! Der Nebelwald und das Hochland, der Cotopaxi-Nationalpark und vor allem die Galapagos-Inseln waren mehr als spektakulär. Die Küste und das Amazonasgebiet hatten wir bewusst ausgelassen, da wir planten, in anderen Ländern (Bolivien und Brasilien) in den Dschungel zu fahren. Trotzdem gab es mit Otavalo und Quito auch kulturelle Highlights. Die koloniale Altstadt von Quito ist womöglich die schönste in Lateinamerika.</p>
<figure id="attachment_2331" aria-describedby="caption-attachment-2331" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180419-052930-0553.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2331" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180419-052930-0553-1024x683.jpg" alt="Turquoise Jay, im Nebelwald von Ballavista" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180419-052930-0553-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180419-052930-0553-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180419-052930-0553-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180419-052930-0553.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2331" class="wp-caption-text">Turquoise Jay im Nebelwald von Bellavista</figcaption></figure>
<p><span id="more-2330"></span></p>
<h2>Panflötenvariationen</h2>
<p>Es ist die Vorstellung verbreitet, dass die Musik der Anden mit Panflötenklängen gleichzusetzen ist, wie wir sie aus den Darbietungen in deutschen Fußgängerzonen kennen. In Ecuador selbst hörten wir Panflöten-Coverversionen aller gängiger Hits der 70er und 80er von ABBA bis Hotel California. Wir haben nicht erfahren, ob diese Art Musik den Einheimischen auch gefällt oder ob sie nur zur Unterhaltung der Touristen dient. Jedenfalls schien uns diese Art weichgespülter Klänge zu verfolgen, dies sollte auch später in Peru der Fall sein. Wir philosophierten schon, ob es auch Panflötenuntermalungen der Songs von Rammstein und Alice Cooper geben könnte ;).</p>
<p>Die echte Andenmusik, wie sie zum Beispiel aus dem Radio des Taxifahrers erklingt, hört sich anders an. Die inoffizielle Hymne, die sich seit 13 Jahren nicht verändert zu haben scheint, ist Ñuca Llacta. Noch mehr Ecuador geht nicht <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p><iframe loading="lazy" width="525" height="394" src="https://www.youtube.com/embed/X9xfjgYgRGM?feature=oembed" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ebenfalls nicht verändert hat sich die Reinheit der spanischen Sprache in Ecuador und die höfliche Ausdrucksweise der Menschen. In Mexiko redeten die Menschen wesentlich schneller und informeller. Quito wird wegen genau diesem Hochspanisch als Hannover Lateinamerikas bezeichnet, zu Recht, wie wir finden. Auch für Mona war es einfach möglich, Führungen auf Spanisch zu folgen, ohne dass ich viel übersetzten musste, obwohl sie nie Spanisch gelernt hatte.</p>
<figure id="attachment_2332" aria-describedby="caption-attachment-2332" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180502-110919-1751.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2332" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180502-110919-1751-1024x683.jpg" alt="Der Plaza Grande mitten in Quito bzw. im Zentrum vom Hannover Lateinamerikas" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180502-110919-1751-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180502-110919-1751-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180502-110919-1751-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180502-110919-1751.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2332" class="wp-caption-text">Die Plaza Grande mitten in Quito bzw. im Zentrum vom Hannover Lateinamerikas</figcaption></figure>
<p>Auch die Menschen waren sehr freundlich und interessiert und sahen in uns (meistens) keine wandelnden Geldbörsen, so kamen wir oft ins Gespräch. Insgesamt war Ecuador trotz Weltklasse-Sehenswürdigkeiten erfreulich untouristisch. Die gute Infrastruktur machte es uns zudem sehr einfach, sich im Land zu bewegen.</p>
<h2>Tiefpreise an den Zapfsäulen in Ecuador</h2>
<p>An den Tankstellen in Ecuador fielen uns die extrem niedrigen Benzinpreise auf. Erst dachten wir bei Preisen um 1,40 bis 1,50 USD, es handelte sich um Literpreise. In Wirklichkeit war es aber der Preis pro Gallone (3,8 Liter)! Das sind nur ca. 40 US-Cent pro Liter. Bei einer Suche im Internet stießen wir auf eine <a href="https://de.globalpetrolprices.com/gasoline_prices/">sehr interessante Website</a>, auf der die weltweiten Benzinpreise gelistet sind. Nur in 5 anderen Ländern dieser Welt ist Benzin günstiger (Stand August 2018: Venezuela (könnte sich aber wegen der aktuellen Krise im Land bald ändern), Iran, Sudan, Kuwait und Algerien).</p>
<figure id="attachment_2336" aria-describedby="caption-attachment-2336" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/Benzinpreise.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2336" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/Benzinpreise-1024x691.jpg" alt="Benzinpreise pro Liter in unseren bisherigen und zukünftigen Reiseländern. Die nicht ganz überraschende Erkenntnis: Bruttosozialprodukt korreliert nicht mit dem Benzinpreis." width="525" height="354" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/Benzinpreise-1024x691.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/Benzinpreise-300x202.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/Benzinpreise-768x518.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/Benzinpreise.jpg 1820w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2336" class="wp-caption-text">Benzinpreise pro Liter in unseren bisherigen und zukünftigen Reiseländern. Die nicht ganz überraschende Erkenntnis: Das Bruttosozialprodukt korreliert nicht mit dem Benzinpreis (Quelle: <a href="https://de.globalpetrolprices.com/gasoline_prices/">Globalpetrolprices</a>  und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt_pro_Kopf">Wikipedia</a>)</figcaption></figure>
<p>Gründe für die günstigen Treibstoffpreise in Ecuador sind die Ölförderung im Land und anscheinend sehr geringe Steuern. Ecuador hat unter <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rafael_Correa">Präsident Correa</a> stark vom Erdöl profitiert, indem die Verträge mit den internationalen Ölunternehmen, die das Öl gewinnen, neu verhandelt wurden und jetzt wesentlich mehr Geld im Land bleibt. Das Geld wanderte nicht in die Taschen der Politiker, sondern wurde im Land in Bildung und Infrastruktur investiert. Über die niedrigen Benzinpreise wird ein Teil des Reichtums sogar an die Bevölkerung weitergegeben. Auch wenn nicht alle im Land Gewinner sind (und die Umwelt auch nicht), so hat Ecuador in den vergangenen Jahren doch stark von seinen Bodenschätzen profitiert.</p>
<h2>Morgens schön, später weniger</h2>
<p>Mit Ausnahme von Galapagos war das ecuadorianische Wetter meistens nur (früh) am Morgen schön. Je später der Tag, desto größer wurden die Chancen auf Wolken und Regen. Trotzdem hatten wir (zum Glück) nur wenige echte Schlechtwettertage. Wie so oft hatte auch hier alles zwei Seiten. Die Wolken in den Bergen waren mehr als beeindruckend, nicht nur über uns, sondern auch unter uns oder in vielen verschiedenen Ebenen gestaffelt.</p>
<figure id="attachment_2333" aria-describedby="caption-attachment-2333" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180425-085922-9486.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2333" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180425-085922-9486-1024x576.jpg" alt="Ein Wolkenmeer, am Rande der Pululahua Caldera" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180425-085922-9486-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180425-085922-9486-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180425-085922-9486-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180425-085922-9486.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2333" class="wp-caption-text">Ein Wolkenmeer am Rande des Pululahua-Kraters</figcaption></figure>
<p>Egal bei welchem Wetter, im Andenhochland gab es immer wieder beeindruckende Ausblicke. Die Dimensionen wirkten ganz anders als in den europäischen Bergen. Von der Ebene, auf der wir uns aufhielten, in circa 3000m (oder höher) erhoben sich die Berge in der Regel noch 1000 bis 2000m in die Höhe und durch die trockene Luft war die Fernsicht meistens sehr gut.</p>
<figure id="attachment_2334" aria-describedby="caption-attachment-2334" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180422-075637-1318.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2334" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180422-075637-1318-1024x576.jpg" alt="Andentypischer Fernblick von der Laguna Cuicocha in Richtung Otavalo" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180422-075637-1318-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180422-075637-1318-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180422-075637-1318-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180422-075637-1318.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2334" class="wp-caption-text">Andentypischer Fernblick von der Laguna Cuicocha in Richtung Otavalo</figcaption></figure>
<p>An unserem letzten Tag in Ecuador zog ein heftiges Unwetter mit Starkregen und Hagel auf. Die Straßen wurden zu kleinen Flüssen und der Hagel trommelte auf dem Weg zum Flughafen fortissimo auf das Taxidach. So fiel uns der Abschied nicht so schwer. Das nächste Mal kommen wir besser etwas später im Jahr. Ab Mitte Mai, Anfang Juni soll sich das Wetter deutlich bessern. Trotz Abreise aus Quito blieben wir aber weiterhin in den Anden. Ecuador war nur der Einstieg, weiter ging es in Peru.</p>
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		<title>Die zahlreichen Facetten von Quito</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2018 00:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach unserem Aufenthalt in Otavalo kehrten wir nach Quito zurück. Von dort aus unternahmen wir die Ausflüge zum Mitad del Mundo und Pululahua-Krater. In Quito und um Quito herum gab es aber noch deutlich mehr zu sehen, wovon wir in diesem Artikel berichten möchten. Erweiterter Stadtrundgang in Quito Bei unserem zweiten Aufenthalt in Quito wohnten &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach unserem Aufenthalt in <a href="http://wittmann-tours.de/otavalo-eine-typisch-ecudorianische-stadt/">Otavalo</a> kehrten wir nach Quito zurück. Von dort aus unternahmen wir die Ausflüge zum <a href="http://wittmann-tours.de/tanz-auf-dem-aequator/">Mitad del Mundo</a> und <a href="http://wittmann-tours.de/pululahua-der-ritt-im-vulkan/">Pululahua-Krater</a>. In Quito und um Quito herum gab es aber noch deutlich mehr zu sehen, wovon wir in diesem Artikel berichten möchten.</p>
<figure id="attachment_2289" aria-describedby="caption-attachment-2289" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-105832-1391-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2289" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-105832-1391-HDR-1024x683.jpg" alt="Simón Bolívar in heldenhafter Pose" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-105832-1391-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-105832-1391-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-105832-1391-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-105832-1391-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2289" class="wp-caption-text">Simón Bolívar in heldenhafter Pose</figcaption></figure>
<p><span id="more-2302"></span></p>
<h2>Erweiterter Stadtrundgang in Quito</h2>
<p>Bei unserem zweiten Aufenthalt in Quito wohnten wir nicht in der historischen Altstadt, sondern im Mariscal, einem modernen Viertel mit vielen Hotels, Restaurants und leider einer äußerst lebhaften und lautstarken Partyszene. Von dort aus liefen wir am ersten Tag in Richtung Innenstadt. Der Weg führte vorbei an der Sternwarte, an einem großen Denkmal für Simón Bolívar bis zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bas%C3%ADlica_del_Voto_Nacional">Basilica del Voto Nactional</a>.</p>
<figure id="attachment_2290" aria-describedby="caption-attachment-2290" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180503-102439-1773-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2290" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180503-102439-1773-Edit-1024x683.jpg" alt="Basílica del Voto Nacional" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180503-102439-1773-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180503-102439-1773-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180503-102439-1773-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180503-102439-1773-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2290" class="wp-caption-text">Basílica del Voto Nacional</figcaption></figure>
<p>Die Basilica ist eines der auffälligsten Gebäude von Quito, aber sie ist nicht alt (und steht auch nicht im historischen Zentrum). Sie wurde 1924 nach über 20 Jahren Bauzeit fertiggestellt, aber erst 1988 geweiht. Die eher schlichte, neugotische Kirche ist eine der größten ihrer Art in der neuen Welt und weist einige interessante Details auf. Die Wasserspeier stellen einheimische Tierarten dar z.B. Lamas, Iguanas und Schildkröten.</p>
<figure id="attachment_2291" aria-describedby="caption-attachment-2291" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-115803-1405.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2291" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-115803-1405-1024x683.jpg" alt="Leguane als Wasserspeier an der Basílica del Voto Nacional" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-115803-1405-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-115803-1405-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-115803-1405-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180423-115803-1405.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2291" class="wp-caption-text">Leguane als Wasserspeier an der Basílica del Voto Nacional</figcaption></figure>
<h2>Die Capilla del Hombre</h2>
<p>Das in unseren Augen sehenswerteste Museum in Quito war die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/La_Capilla_del_Hombre">Capilla del Hombre</a>, welche die Werke von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oswaldo_Guayasam%C3%ADn">Oswaldo Guayasamín</a>, einem der bedeutendsten Künstler Lateinamerikas des 20. Jahrhunderts, zeigt. Beeinflusst wurde sein Werk durch Van Gogh, Da Vinci, El Greco und maßgeblich Picasso. Auch konnte man das Wohnhaus von Oswaldo Guayasamín besichtigen, der seinerseits Kunstwerke vieler verschiedener Richtungen sammelte, indigene Artefakte, religiöse Bilder und Skulpturen (obwohl er Atheist war) und vieles mehr.</p>
<figure id="attachment_2292" aria-describedby="caption-attachment-2292" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180426-120223-9597.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2292" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180426-120223-9597-1024x683.jpg" alt="Das Haus von Oswaldo Guayasamín" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180426-120223-9597-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180426-120223-9597-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180426-120223-9597-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180426-120223-9597.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2292" class="wp-caption-text">Das Wohnhaus von Oswaldo Guayasamín</figcaption></figure>
<p>Die Capilla del Hombre (Die Kapelle des Menschen) ist der Bevölkerung Lateinamerikas gewidmet und hat ihr Leben und Leiden, sowie die Gewalt, der sie ausgesetzt ist und war, zum Thema. Eines der beeindruckendsten Werke war das große Gemälde <a href="http://www.capilladelhombre.com/index.php/obra/murales-y-monumentos/129-el-toro-y-el-condor-1998">El Toro y el Cóndor</a>, welches eine alte Tradition darstellt, das sogenannte Blutfest (Yaguar Raimi oder Yáwar Fiesta). Während der Feierlichkeiten wird ein Kondor auf dem Rücken eines Bullen festgebunden und beide sind so gezwungen, bis zum Tod eines der Tiere zu kämpfen. Dabei stellt der Stier die alte, durch die spanische Kolonialmacht geprägte, und der Greifvogel die neue Welt dar. Wenn der Kondor gewinnt, ist das ein Zeichen für eine gute Ernte.</p>
<h2>Mit der Teleférico hoch hinauf</h2>
<p>Echte Höhenluft schnupperten wir beim Ausflug mit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Telef%C3%A9riQo">Teleférico</a> zum Rucu Pichincha (4690m), dem Hausvulkan von Quito. Die Teleférico ist eine Seilbahn, die den Besuchern eine willkommene Abkürzung der ersten 900 Höhenmeter bis zum Gipfel bietet. Dabei liegt schon die Talstation mit 3050m oberhalb des Gipfels des höchsten Berges in Deutschland, der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zugspitze">Zugspitze</a> (2962m). Die Bergstation war zu ihrer Eröffnung im Jahre 2006 mit 3950m über dem Meeresspiegel die höchste Bergstation der Welt. So hoch hinauf waren wir auf unserer Reise bisher noch nicht gelangt.</p>
<figure id="attachment_2293" aria-describedby="caption-attachment-2293" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-084256-9604.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2293" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-084256-9604-1024x683.jpg" alt="Talstation der TelefériQo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-084256-9604-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-084256-9604-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-084256-9604-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-084256-9604.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2293" class="wp-caption-text">Talstation der Teleférico</figcaption></figure>
<p>Folgerichtig fühlten wir die Höhe sehr deutlich. Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Akklimatisation">Höhenanpassung</a> dauert (leider) deutlich länger als das Auskurieren von Jetlag. Der Weg zu den diversen Aussichtspunkten nahe der Seilbahnstation war nicht sonderlich steil, aber trotzdem mussten wir sehr langsam gehen, kleine Schritte und viele Pausen machen, da uns schnell die Puste ausging. Aber was genau steckt dahinter? Es ist nicht so, dass die Sauerstoffkonzentration in größerer Höhe abnimmt, sondern der Hauptfaktor ist der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Luftdruck#Abnahme_mit_der_H%C3%B6he">abnehmende Luftdruck</a>. Auf knapp 4000m beträgt der Luftdruck nur noch 60% des Luftdrucks auf Meeresspiegelniveau und daher gelangt beim Einatmen weniger Luft (und damit weniger Sauerstoff) in die Lunge.</p>
<figure id="attachment_2294" aria-describedby="caption-attachment-2294" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-094406-9638-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2294" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-094406-9638-HDR-1024x683.jpg" alt="Blick über Quito von ca. 4000 Metern über dem Meeresspiegel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-094406-9638-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-094406-9638-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-094406-9638-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-094406-9638-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2294" class="wp-caption-text">Blick über Quito von ca. 4000 Metern über dem Meeresspiegel</figcaption></figure>
<h2>Ausblick über Quito auf dem Weg zum Pichincha</h2>
<p>Auch wenn wir leicht aus der Puste gerieten, der Ausblick auf Quito und das Umland war grandios. Wir konnten einige Orte erkennen, an denen wir bereits gewesen waren oder die wir noch besuchen wollten, die Altstadt, die Capilla del Hombre, den Panecillo. Von den Bergen auf der sogenannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Allee_der_Vulkane">Straße der Vulkane</a> konnten wir nur den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Pasochoa">Pasochoa</a> in der Ferne erkennen. Alle anderen versteckten sich in den Wolken. Auch der Gipfel des Rucu Pichincha schaute nur gelegentlich hervor.</p>
<figure id="attachment_2295" aria-describedby="caption-attachment-2295" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-134233-1530.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2295" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-134233-1530-1024x683.jpg" alt="Die koloniale Altstadt von oben, rechts Santo Domingo, in der Mitte die Kathedrale" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-134233-1530-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-134233-1530-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-134233-1530-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-134233-1530.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2295" class="wp-caption-text">Die koloniale Altstadt von oben, rechts Santo Domingo, in der Mitte die Kathedrale</figcaption></figure>
<p>Auch wenn wir witzelten, wir hätten unsere Skier vergessen, herrschte oben kein ewiges Eis. Mollig warm war es trotzdem nicht, aber immerhin gut 10 Grad Celsius. Die Vegetation bestand aus ein paar Büschen, wenigen Blumen (manche davon ohne Stiel) und dichtem 30 bis 40 Zentimeter hohem Gras. Sogar einige Tiere trafen wir auf dem Wanderweg: diverse Spatzen, Greifvögel und sogar ein Kaninchen haben wir gesichtet.</p>
<figure id="attachment_2296" aria-describedby="caption-attachment-2296" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-123850-1513.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2296" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-123850-1513-1024x683.jpg" alt="Blumen gibt es noch auf über 4000m, aber den Stängel haben einige eingespart" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-123850-1513-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-123850-1513-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-123850-1513-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-123850-1513.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2296" class="wp-caption-text">Blumen gibt es noch auf über 4000m, aber den Stiel hat diese eingespart.</figcaption></figure>
<p>Ganz bis zum Gipfel sind wir (wie geplant) nicht aufgestiegen. Als wir auf 4300 Metern angekommen waren, zogen immer mehr Wolken auf, der Gipfel war verhüllt und wir sehnten uns auf keinen Fall nach weiteren 400 Höhenmetern. So kehrten wir um und auf einmal ging alles ganz leicht! Den Abstieg bewältigten wir in weniger als der Hälfte der Zeit, die wir für den Aufstieg gebraucht hatten. Zurück an der Seilbahnstation stärkten wir uns statt mit Germknödeln und Skiwasser mit Tamales, Empanadas und Cola ;).</p>
<figure id="attachment_2297" aria-describedby="caption-attachment-2297" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-132437-9698.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2297" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-132437-9698-1024x683.jpg" alt="Selfie mit Lama" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-132437-9698-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-132437-9698-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-132437-9698-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180427-132437-9698.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2297" class="wp-caption-text">Selfie mit Lama</figcaption></figure>
<h2>Die Polizei, unser Freund und Interviewpartner</h2>
<p>In der Innenstadt von Quito herrschte tagsüber immer eine starke Polizeipräsenz. Einige der Polizisten waren explizit zur Bewachung der Touristen abgestellt, die <a href="https://www.quito-turismo.gob.ec/nuestros-servicios/policia-turistica">Policía Turística</a>. An einem Tag startete die Polizei zusätzlich zur Befriedung der Innenstadt auch noch eine Statistikoffensive. Auf unserem Rundgang wurden wir mehrmals angesprochen und freundlich befragt, welche Orte in Ecuador wir schon besucht hätten und was noch auf unserem Programm stände. Wir wurden darauf hingewiesen, dass wir vorsichtig sein und gut auf unsere Wertsachen aufpassen sollten. Rucksäcke sollten immer vorne vor der Brust getragen werden und es reiche voll und ganz, eine Kopie des Passes mit sich zu führen. Am Ende trugen wir uns jeweils brav in eine Liste ein, damit die Damen und Herren der Polizei nachvollziehen konnten, mit wem und wo sie die Interviews geführt hatten. Anschließend baten Sie uns, zur Dokumentation ein Foto von uns machen zu dürfen. Wir benutzten die Gelegenheit, den Spieß umzudrehen und baten ebenfalls um eine Aufnahme.</p>
<figure id="attachment_2298" aria-describedby="caption-attachment-2298" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-110452-9867.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2298" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-110452-9867-1024x683.jpg" alt="Nette Policía Turística in Quito" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-110452-9867-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-110452-9867-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-110452-9867-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-110452-9867.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2298" class="wp-caption-text">Nette Policía Turística in Quito</figcaption></figure>
<h2>Aufregung im Trolebus</h2>
<p>Der Trolebus (Oberleitungsbuslinie) ist eines der besten öffentlichen Verkehrsmittel in Quito. Er hat oft eigene Spuren, fährt im 2- bis 3-Minutentakt und ist günstig (25 Cent pro Fahrt). Allerdings hätte uns im Trolebus fast ein ähnliches Schicksal ereilt wie in der Metro in Mexiko City. Auf einer Fahrt, kurz nachdem wir eingestiegen waren, wollte ich auf meinem Telefon nachsehen, wie viele Stationen wir fahren müssten, aber da war kein Telefon, auch nicht in den anderen Taschen, es war geklaut worden!</p>
<p>Wenige Momente später hielt der Bus an der nächsten Haltestelle und ein Mann direkt neben mir steuerte als einziger auf den Ausgang zu. Ich packte ihn eher instinktiv an seiner Jacke und fragte ihn unüberhörbar „Tienes mi teléfono?“ (&#8222;Hast Du mein Telefon?&#8220;), verstört schaute er mich an, und ich fragte deutlich in die Menge „Quién tiene mi teléfono?“ (&#8222;Wer hat mein Telefon?&#8220;). Mona rief „Ladrón, ladrón!“ („Dieb“). Die andern Leute waren alarmiert, zwei andere Mitfahrer packten den Mann und die Türen schlossen sich wieder, der Bus fuhr weiter.</p>
<figure id="attachment_2299" aria-describedby="caption-attachment-2299" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-121431-9874.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2299" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-121431-9874-1024x683.jpg" alt="Der Tolebus" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-121431-9874-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-121431-9874-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-121431-9874-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-121431-9874.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2299" class="wp-caption-text">Der Tolebus</figcaption></figure>
<p>Es folgten hastige Unschuldsbeteuerungen des Festgehaltenen. Ein Mann neben mir fragte mich nach meiner Telefonnummer, damit er mich anrufen könne. Ich gab ihm die ecuadorianische Nummer und er fing an zu wählen. Auf einmal fiel mein Telefon auf den Boden, der Dieb hatte offensichtlich die Nerven verloren. Ob es der Mann war, den ich gepackt hatte, wird sich nie herausstellen. Diebstahl in öffentlichen Verkehrsmitteln ist anscheinend ein Problem, aber die Quiteños scheinen in solchen Situationen zusammenzuhalten, um sich gegenseitig zu schützen. Ohne die spontane Hilfe der anderen Fahrgäste wäre das Telefon weg gewesen. Großes Glück gehabt!</p>
<h2>Der Panecillo</h2>
<p>Eine Besichtigung von Quito ist nicht vollständig ohne einen Besuch des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/El_Panecillo">Panecillo</a> (wörtlich übersetzt am ehesten der &#8222;Brötchenhügel&#8220;), um die Aussicht über die Altstadt zu genießen und die Marienstatue, das Wahrzeichen der Stadt, zu bewundern. Die Darstellung der Muttergottes an sich ist bemerkenswert, da die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Virgin_of_Quito">Jungfrau vom Panecillo</a> (oder auch die Jungfrau von Quito) als apokalyptische Madonna aus der Offenbarung (<a href="https://www.bibleserver.com/text/EU/Offenbarung12">Offenbarung 12, 1-2</a>) mit Flügeln erscheint.</p>
<figure id="attachment_2300" aria-describedby="caption-attachment-2300" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-092723-1713.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2300" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-092723-1713-1024x683.jpg" alt="Die Virgen de Quito auf dem Panecillo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-092723-1713-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-092723-1713-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-092723-1713-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-092723-1713.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2300" class="wp-caption-text">Die Virgen de Quito auf dem Panecillo</figcaption></figure>
<p>Die Aluminium-Statue an sich ist 30 Meter hoch und damit 3 Meter höher als das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hermannsdenkmal">Hermannsdenkmal</a>. Rechnet man jedoch den Sockel mit ein, bringt es der Hermann auf 53 Meter und die Virgen nur auf 41 Meter ;).</p>
<h2>Arm und Reich in Quito</h2>
<p>Quito zeigte sich uns mit verschiedenen Gesichtern und hatte viele interessante Orte zu bieten. Es gab die auf Hochglanz polierte Altstadt, eingezäunte, bewachte Wohnanlagen für Reiche und trotz aller Reformen noch viel Armut und Ungleichheit. In einigen Stadtvierteln wirkte Quito sehr modern und trotzdem war nicht zu übersehen, dass nicht alle vom Boom der vergangenen Jahre profitiert hatten, zum Beispiel die fliegenden Händler, die überall versuchten, ihre Waren zu verkaufen.</p>
<figure id="attachment_2301" aria-describedby="caption-attachment-2301" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-083754-9815.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2301" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-083754-9815-1024x683.jpg" alt="Quito ist nicht überall auf Hochglanz poliert" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-083754-9815-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-083754-9815-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-083754-9815-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180502-083754-9815.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2301" class="wp-caption-text">Quito ist nicht überall auf Hochglanz poliert</figcaption></figure>
<p>Auch an den Ampeln boten sie alles von Trinkwasser über Süßigkeiten bis Zeitungen feil. Einige versuchten auch, ihr Publikum (sprich die vor der rotem Ampel wartenden Autofahrer) für eine milde Gabe zu unterhalten. Bemerkenswert waren ein Feuerspeier, ein sehr guter Jongleur und ein Seiltänzer, der das Seil zwischen die roten Ampeln auf beiden Straßenseiten spannte, eine kurze Einlage bot und schnell genug wieder abgebaut hatte, dass der Verkehr bei Grün weiterfahren konnte. Natürlich blieb ihm auch noch genug Zeit, um mit einem Hut durch die Autoreihen zu gehen.</p>
<p>Insgesamt haben wir eine Woche in Quito verbracht und die Zeit sehr genossen. Nur die Touristenpolizei war leider nicht zu Stelle, als wir sie gebraucht hätten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/die-zahlreichen-facetten-von-quito/">Die zahlreichen Facetten von Quito</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Ecuador</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Aug 2018 00:01:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Organisation der Anreise von Belize nach Ecuador gestaltete sich etwas schwierig. Natürlich gab es keinen Direktflug von Belize City nach Ecuador (weder nach Guayaquil noch nach Quito). Einen Flug mit weniger als einer Stunde Umsteigezeit über San Salvador haben wir uns nicht zu buchen getraut (wegen des ungewissen Gepäcktranfers). Damit führte der &#8222;direkte&#8220; Weg &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Organisation der Anreise von Belize nach Ecuador gestaltete sich etwas schwierig. Natürlich gab es keinen Direktflug von Belize City nach Ecuador (weder nach Guayaquil noch nach Quito). Einen Flug mit weniger als einer Stunde Umsteigezeit über San Salvador haben wir uns nicht zu buchen getraut (wegen des ungewissen Gepäcktranfers). Damit führte der &#8222;<a href="https://www.google.de/maps/dir/Cdad.+de+Belice,+Belice/Houston,+Texas,+EE.+UU./Quito,+Ecuador">direkte</a>&#8220; Weg über die USA. Houston wurde der Umsteige-Flughafen unserer Wahl. Welch ein Zufall! Clemens und Thomas hatten unabhängig auch einen Flug nach Houston gebucht! So trafen wir uns am Gepäckband für ungefähr eine halbe Stunde <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2135" aria-describedby="caption-attachment-2135" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2135" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504-1024x683.jpg" alt="Welch ein Zufall! Clemens und Thomas trafen wir am Flughafen in Houston" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2135" class="wp-caption-text">Welch ein Zufall! Clemens und Thomas trafen wir am Flughafen in Houston.</figcaption></figure>
<p><span id="more-2136"></span></p>
<h2>In Ecuador angekommen</h2>
<p>Nachdem wir einen vollen Tag im Flieger verbracht hatten, kamen wir kurz vor Mitternacht am neu gebauten, hochmodernen, aber nicht allzu großen Flughafen in Quito an. Früher gab es einen zentralen Flughafen mitten in der Stadt. Früher bedeutet vor 13 Jahren, als ich (Christian) 2005 schon einmal in Ecuador war. Es könnte also auch an anderer Stelle in den Ecuador-Artikeln vorkommen, dass sich ein Vergleich mit der Situation von vor 13 Jahren einschleicht, da sich in Ecuador viel verändert hat.</p>
<figure id="attachment_2137" aria-describedby="caption-attachment-2137" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2137 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573-1024x683.jpg" alt="Ecuador hat wirklich moderne Straßen. Im Hintergrund schaut der Cotopaxi aus den Wolken." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2137" class="wp-caption-text">Ecuador hat nagelneue, moderne Straßen. Im Hintergrund lugt der Cotopaxi aus den Wolken hervor.</figcaption></figure>
<p>Nicht nur der Flughafen war funkelnagelneu, auch die Straßen vom Flughafen in die Innenstadt waren 2- oder 3-spurig und in perfektem Zustand. Im modernen Taxi gab es Sicherheitsgurte auf der Rücksitzbank und fixe Preise für die Fahrt in die Altstadt. Dort, im historischen Zentrum, hatte sich Quito glücklicherweise weniger verändert. Ein Projekt findet aber aktuell im Untergrund statt: eine U-Bahn ist im Bau. Die Altstadt ist weiterhin ein koloniales Juwel Lateinamerikas mit wunderschönen, gut erhaltenen alten Häusern und einheitlichem Stadtbild. Die Innenstadt besichtigten wir zunächst nur für einen Tag (dieser war als Puffertag geplant), bevor es auf die Galapagos-Inseln ging (dazu natürlich im nächsten Beitrag mehr).</p>
<figure id="attachment_2138" aria-describedby="caption-attachment-2138" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2138 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756-1024x576.jpg" alt="Altstadtpanorama von Quito, links der Kirchturm von Santo Domingo und rechts der Panecillo (der Brötchen-Hügel)" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2138" class="wp-caption-text">Altstadtpanorama von Quito, links der Kirchturm von Santo Domingo und rechts der Panecillo (der Brötchen-Hügel) mit der Statue der Jungfrau Maria</figcaption></figure>
<p>Quito und die gute Höhenluft der Anden begrüßten uns aber auch noch auf andere Art und Weise. So kalt wie in Quito war es schon lange auf unserer Reise nicht mehr gewesen. Da war die dicke Bettdecke im landestypisch ungeheizten Hotelzimmer sehr willkommen. Am nächsten morgen &#8222;explodierte&#8220; unsere Sonnencreme aufgrund des niedrigeren Luftdrucks &#8211; Quito liegt auf ca. 2800m &#8211; und spendete auf einen Schlag viel zu viel Creme. T-Shirt und kurze Hosen sind in Quito eher unzweckmäßig <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Demonstrationen und Wachwechsel auf der Plaza Grande</h2>
<p>Unser erstes Ziel des Stadtrundgangs war die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Plaza_de_la_Independencia">Plaza Grande</a> (offiziell Plaza de la Independencia), wo jeden Montag um 11 Uhr vor dem Präsidentenpalast der zeremonielle Wachwechsel stattfindet. Wir erwarteten nur ein paar marschierende Soldaten. Stattdessen fanden wir einen prall gefüllten Platz vor, auf dem die Vorbereitungen liefen und eine Demonstration stattfand. Was wir sahen, war angeblich nur eine Auftaktveranstaltung für eine Großdemonstration am folgenden Tag. Die pensionierten Lehrer forderten höhere Renten, wie uns eine der demonstrierenden Lehrerinnen erklärte. Ecuador hätte viel in Infrastruktur (wie Flughafen und Straßen) oder Bildung investiert, was prinzipiell auch gut sei. Insgesamt habe Ecuador aber trotz aller Einnahmen aus den Erdölexporten noch viele Schulden angehäuft und die Lehrer (vor allem die Rentner) vollkommen vergessen. Die Rentnerin berichtete, sie habe zu Pferd in die Schule reiten müssen. Mona erschien dies zwar gleich sehr erstrebenswert, die Lehrerin empfand ihr Transportmittel allerdings als rückständig.</p>
<figure id="attachment_2139" aria-describedby="caption-attachment-2139" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2139" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777-1024x683.jpg" alt="Die ecuatorianischen Rentner demonstrieren vor der Kathedrale von Quito" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2139" class="wp-caption-text">Die ecuadorianischen Rentner demonstrieren vor der Kathedrale von Quito.</figcaption></figure>
<p>Kurz vor 11 Uhr sorgte die Polizei dafür, dass die Menschen die Straße vor dem Präsidentenpalast verließen und sich hinter die Absperrungen begaben, was alles sehr friedlich ablief. Und dann begann die Zeremonie: Die Wachen marschierten mit vollständiger Blasmusikkapelle und in prachtvollen Galauniformen ein. Außerdem waren ein paar berittene Soldaten dabei, die nicht nur vor den Palast, sondern auch (durch abgesperrte Korridore hindurch) mitten auf den Platz ritten.</p>
<figure id="attachment_2140" aria-describedby="caption-attachment-2140" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2140 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527-1024x683.jpg" alt="Wachwechsel auf dem Plaza Grande mit prunkvollen Uniformen, Pferden und Blasmusik" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2140" class="wp-caption-text">Wachwechsel auf dem Plaza Grande mit prunkvollen Uniformen, Pferden und Blasmusik</figcaption></figure>
<h2>Parade und noch eine Demonstration</h2>
<p>Nach dem Einritt gab es kurze Ansprachen, Flaggen wurden gehisst und die Wachen marschierten zackig, alles zu schneidiger Blasmusik. Insgesamt dauerte das ganze Schauspiel eine gute Stunde und war deutlich unterhaltsamer als wir erwartet hatten.</p>
<figure id="attachment_2141" aria-describedby="caption-attachment-2141" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2141" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858-1024x683.jpg" alt="Die Wachen marschieren mit den ecuatorianischen Farben" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2141" class="wp-caption-text">Die Wachen marschieren mit ecuadorianischen Flaggen.</figcaption></figure>
<p>Nach der Parade wurde eine weitere Demonstration abgehalten. Die Demonstranten (andere, nicht die Lehrer) forderten den Rücktritt der Sportministerin, aber wir konnten keinen echten Grund dafür auf den Transparenten lesen. Die Quiteños, die wir fragten, konnten uns auch keine hilfreiche Antwort geben. In den Nachrichten lasen wir von einem Plan, Sportförderung in Millionenhöhe (Landeswährung ist der US-Dollar) zu betreiben, um bei der Olympiade in Tokio 2020 mehr Medaillen erringen zu können. Vielleicht ging es darum, dass einige Menschen der Meinung waren, dass das Geld an anderen Stellen dringend benötigt werde.</p>
<h2>Nos faltan tres &#8211; Wir vermissen 3</h2>
<p>Auf der Plaza Grande fielen uns außerdem Plakate mit der Aufschrift &#8222;Nos faltan tres&#8220; (&#8222;Wir vermissen 3&#8220;) und den Fotos von 3 Männern auf. Wie wir später erfuhren, handelte es sich bei den dreien um ecuadorianische Journalisten (genauer einen Journalisten, seinen Fotografen und einen Fahrer), die im Grenzgebiet von Ecuador und Kolumbien <a href="https://amerika21.de/2018/03/198149/ecuador-entfuehrte-journalisten">gekidnappt worden waren</a>. Sie waren damit zu Geiseln im Konflikt zwischen der ecuadorianischen Regierung und einem kolumbianischen Drogenboss (&#8222;Guacho&#8220;) geworden. Kolumbien ist weiterhin im Drogengeschäft aktiv und die neue Regierung von Ecuador toleriert den Drogenhandel im Gegensatz zu früher nicht mehr.</p>
<figure id="attachment_2142" aria-describedby="caption-attachment-2142" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2142" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559-1024x683.jpg" alt="Gekidnappte Journalisten #nosfaltan3" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2142" class="wp-caption-text">Gekidnappte Journalisten <a href="https://twitter.com/hashtag/NosFaltan3?src=hash">#nosfaltan3</a></figcaption></figure>
<p>Leider hörten wir später (als wir nach 2 Wochen wieder in Quito waren), dass die 3 von Guachos Männern <a href="http://www.dw.com/en/ecuadors-president-confirms-2-abducted-journalists-killed-in-border-region/a-43384191">ermordet worden waren</a>. Ecuador hat auch die Hilfe der USA angefordert und mit den USA ein <a href="https://www.telesurtv.net/english/news/Ecuador-Signs-Security-Deal-with-US-Military-Presence-Expected-20180426-0006.html">Abkommen unterzeichnet</a>, um im Kampf gegen den Drogenhandel härter durchgreifen zu können. (Interessanterweise hatte Ecuador die US-Armee erst 2014 zum Abzug aus Ecuador bewegt). Wie erfolgreich die Maßnahmen sein werden, bleibt abzuwarten.</p>
<h2>Die koloniale Altstadt</h2>
<p>Nachdem wir deutlich mehr Zeit auf der Plaza Grande verbracht hatten als gedacht, besuchten wir anschließend einige sehenswerte Kirchen der Stadt, jede mit ihren Besonderheiten. In der Kathedrale von Quito befand sich zum Beispiel der Sarg von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Jos%C3%A9_de_Sucre">Mariscal Sucre</a>. Neben <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sim%C3%B3n_Bol%C3%ADvar">Simón Bolívar</a> war er vielleicht der wichtigsten Kämpfer für die Unabhängigkeit Südamerikas von der spanischen Kolonialmacht. (Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht realisierten war, wie häufig wir seinen Namen in den nächsten Wochen auch in Peru und Bolivien noch hören sollten.) Außerdem beherbergte die Kathedrale ein Gemälde, das eine interessante andine Version des <a href="https://goo.gl/images/GeYuFk">letzten Abendmahls</a> darstellt. Vor Jesus Christus steht ein Teller mit gegrilltem Meerschweinchen (eine Delikatesse der Anden) auf dem Tisch. (Fotografieren war in der Kirche nicht erlaubt, aber <a href="https://goo.gl/images/GeYuFk">auf dieser Seite</a> findet ihr ein Bild.)</p>
<figure id="attachment_2144" aria-describedby="caption-attachment-2144" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Iglesia_de_La_Compañía_Quito_Ecuador_2015-07-22_DD_128-130_HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-2144" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Iglesia_de_La_Compañía_Quito_Ecuador_2015-07-22_DD_128-130_HDR.jpg" alt="Innenraum der Kirche Compañía de Jesús, Foto von Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA" width="640" height="385" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Iglesia_de_La_Compañía_Quito_Ecuador_2015-07-22_DD_128-130_HDR.jpg 640w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Iglesia_de_La_Compañía_Quito_Ecuador_2015-07-22_DD_128-130_HDR-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2144" class="wp-caption-text">Innenraum der Kirche Compañía de Jesús in der Altstadt von Quito, Foto von Diego Delso, <a href="http://delso.photo/">delso.photo</a>, Lizenz <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode">CC-BY-SA</a></figcaption></figure>
<p>Die angeblich schönste Kirche ganz Ecuadors soll die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Compa%C3%B1%C3%ADa_de_Jes%C3%BAs,_Quito">Iglesia de la Compañía de Jesús</a>, die Kirche des Jesuitenordens sein. Die Fassade wirkte eher nüchtern, dieser Eindruck änderte sich jedoch drastisch, sobald wir das Gotteshaus betraten. Das Innere ist über und über auf das barockste verziert und durch die verschwenderische Verwendung von Blattgold fühlte man sich wie in einem Schmuckkästchen.</p>
<p>Auf den Straßen von Quito sahen wir auch an den Gesichtszügen und der Kleidung der Leute, dass wir in den Anden angekommen waren. Erstaunlich viele Menschen trugen traditionelle Kleidung. Waren, Einkäufe oder Kinder wurden in Tragetüchern transportiert und als Kopfbedeckung sahen wir die typischen Hüte.</p>
<figure id="attachment_2210" aria-describedby="caption-attachment-2210" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2210" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR-1024x683.jpg" alt="Nächtlicher Blick über die koloniale Altstadt von Quito. Im Vordergrund ist die Kathedrale, im Hintergund der Panecillo." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2210" class="wp-caption-text">Nächtlicher Blick über die koloniale Altstadt von Quito. Im Vordergrund ist die Kathedrale, im Hintergund der Panecillo.</figcaption></figure>
<p>Quito hatte uns einen spektakulären Empfang bereitet. In gut zwei Wochen würden wir zurückkommen, vorher besuchten wir jedoch die Galapagos-Inseln, den Nebelwald bei Mindo und Otavalo.</p>
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