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	<title>Politik - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Politik - Wittmann Tours</title>
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		<title>Wie war Bolivien?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2019 00:01:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bolivien hat uns als Reiseland sehr gut gefallen. Alles war deutlich unproblematischer als vom Lonely Planet heraufbeschworen, die Infrastruktur erwies sich als besser als erwartet und insgesamt erschien uns das Land wesentlich untouristischer als Peru, trotz Sehenswürdigkeiten auf Weltklasseniveau. In Bolivien fühlten wir uns nicht als Touristen, sondern endlich wieder als Reisende. Im Altiplano war &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bolivien hat uns als Reiseland sehr gut gefallen. Alles war deutlich unproblematischer als vom Lonely Planet heraufbeschworen, die Infrastruktur erwies sich als besser als erwartet und insgesamt erschien uns das Land wesentlich untouristischer als Peru, trotz Sehenswürdigkeiten auf Weltklasseniveau. In Bolivien fühlten wir uns nicht als Touristen, sondern endlich wieder als Reisende.</p>
<figure id="attachment_2664" aria-describedby="caption-attachment-2664" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180601-053808-3916.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-2664" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180601-053808-3916-1024x683.jpg" alt="Typisch Bolivien: Alpakas auf dem Altiplano" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180601-053808-3916-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180601-053808-3916-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180601-053808-3916-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180601-053808-3916.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2664" class="wp-caption-text">Typisch für Bolivien: Alpakas im Altiplano</figcaption></figure>
<p><span id="more-2674"></span></p>
<h2>Im Altiplano war es kalt</h2>
<p>Ich glaube, wir sagten es bereits ;). Im <a href="https://en.m.wikipedia.org/wiki/Altiplano#/media/File%3AMapa_cuencas_endorréicas_meseta_del_collao.jpg">Altiplano</a> war es sehr kalt und das, obwohl immer strahlender Sonnenschein herrschte und es an keinem Tag geregnet hat. An unserem letzten Altiplanomorgen begrüßte uns das Thermometer zum Abschied sogar mit -17 Grad… Auch die Einheimischen beklagten sich über die Kälte, aber viele hatten keine Heizung zu Hause. Wir möchten also nicht miterleben, wie die Temperaturen in einem durchschnittlichen bolivianischen Haus sind. Es hat uns schon sehr verwundert, da die Kälte ja kein neues Phänomen darstellt und es Möglichkeiten zum Heizen gäbe. Eines morgens in Uyuni erzählte unser Führer Diter, es sei am vorhergehenden Abend so kalt gewesen, dass er zu Hause nichts hätte machen können und daher einfach ins Bett gegangen sei.</p>
<figure id="attachment_2665" aria-describedby="caption-attachment-2665" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180604-211152-2324.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2665" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180604-211152-2324-1024x683.jpg" alt="Auf verlorenem Posten: Mit 50% Leistung steig die Zimmertemperatur um maximal 2 Grad an" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180604-211152-2324-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180604-211152-2324-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180604-211152-2324-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180604-211152-2324.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2665" class="wp-caption-text">Auf verlorenem Posten: Bei 50% Leistung steigt die Zimmertemperatur um maximal 2 Grad an.</figcaption></figure>
<p>Während ich den Entwurf dieser Zeilen tippte, saßen wir übrigens im Hotel in <a href="http://wittmann-tours.de/von-tupiza-bis-sucre-abschied-vom-altiplano">Tupiza</a> im Süden Boliviens, auf &#8222;nur noch&#8220; 3000 Metern in einem der besten Hotels der Stadt. Als Heizung haben wir erst auf Nachfrage einen wackeligen Elektroheizkörper bekommen, der nur zu 50% funktionierte, da eines von zwei Heizelementen durchgebrannt war. Ich trug ein Thermounterhemd, ein Merino T-Shirt, einen Wollpullover, eine Strickjacke und meine Regenjacke. Damit war mir nicht mehr kalt ;).</p>
<h2>Die gute Höhenluft</h2>
<p>Aber nicht nur in Hotelzimmern, sondern auch im Auto war es mit der Heizung nicht so einfach in Bolivien. So ein Verbrennungsmotor produziert zwar schön viel Abwärme, aber die Bolivianer öffnen lieber das Fenster eine Handbreit, um die gute Höhenluft hereinzulassen, seufz&#8230; Dabei haben wir in einigen Fahrzeugen gesessen, in denen die Heizung prinzipiell an war, d.h. der Dreh- bzw. Schieberegler für die Temperatur stand auf heiß, aber das Gebläse war nicht eingeschaltet. Damit war es auch im Kfz landestypisch kalt… Aber kein Problem, wie eigentlich überall trägt man ja ohnehin mehrere Schichten warmer Kleidung <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2666" aria-describedby="caption-attachment-2666" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180606-104634-2377.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2666" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180606-104634-2377-1024x683.jpg" alt="Zur Vermeidung des Käfergrußes benutzen die Bolivianer nicht die Heizung, sondern öffnen die Fenster" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180606-104634-2377-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180606-104634-2377-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180606-104634-2377-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180606-104634-2377.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2666" class="wp-caption-text">Zur Vermeidung des Käfergrußes benutzen die Bolivianer nicht die Heizung, sondern öffnen die Fenster.</figcaption></figure>
<p>Die Höhenluft der Anden war nicht nur kalt, sondern auch sehr trocken. Das folgende würde also fast besser in einen Artikel &#8222;Wie war das Hochland?&#8220; passen. Nach 7 Wochen Aufenthalt im Hochland der Anden, von Ecuador über Peru bis Bolivien, waren unsere Schleimhäute, vor allem die der Nase, quasi mumifiziert. Spätestens seit unserem Aufenthalt am <a href="http://wittmann-tours.de/titicacasee-und-homestay-auf-amantani/">Titicaca-See</a> hatte die feuchtigkeitsarme Höhenluft sie vollkommen ausgetrocknet. Auch wenn wir nicht erkältet waren, so war das Resultat beim Naseputzen immer blutig und krustig, und wir freuten uns sehr auf das feuchte Amazonasklima. In der Tat, nach den Tagen im <a href="http://wittmann-tours.de/der-bolivianische-dschungel-im-madidi-nationalpark/">Madidi Nationalpark</a> waren unsere Schleimhäute wieder rehydriert.</p>
<h2>Evo Morales, weiser Staatenlenker oder doch korrupt?</h2>
<p>Unterwegs in Bolivien erfuhren wir nicht nur viel über historische Persönlichkeiten wie Simón Bolivar und Mariscal Sucre. Auch der amtierende Präsident <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Evo_Morales">Evo Morales</a> war sehr präsent, er lächelte auf zahlreichen Plakaten oder auf Bildern in öffentlichen Einrichtungen. In den Medien und nach der Meinung der Menschen schwindet allerdings seine Beliebtheit. Dabei fing alles so gut an. Morales, Sohn eines Kokabauern, kam aus armen Verhältnissen und wurde trotzdem der erste indigene Präsident des Staates, the Bolivian Dream! Evo Morales hat Bolivien viele positive Impulse gegeben und das Land schien ein Beispiel dafür zu sein, dass ein verantwortungsvolles Staatsoberhaupt, das immer das Wohl des Volkes im Blick hat, gut für die Nation ist.</p>
<figure id="attachment_2667" aria-describedby="caption-attachment-2667" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180602-105739-2122.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2667" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180602-105739-2122-683x1024.jpg" alt="Boliviens Präsident Evo Morales ist seit Ende 2005 im Amt" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180602-105739-2122-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180602-105739-2122-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180602-105739-2122-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180602-105739-2122.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2667" class="wp-caption-text">Boliviens Präsident Evo Morales ist seit Ende 2005 im Amt.</figcaption></figure>
<p>Als wir in Bolivien waren, bestand Unsicherheit darüber, ob Morales noch eine weitere Amtszeit regieren würde bzw. ob er überhaupt bei den bevorstehenden Wahlen 2020 erneut antreten könne. Für uns als Außenstehende sah es in der Tat so aus, als klammere sich Morales recht ausdauernd an die Macht. Und selbst wenn er der beste Präsident für Bolivien war, ist und sein würde, aktuell sehen die Fakten so aus: Eigentlich darf ein Präsident in Bolivien diese Funktion nur für zwei Amtszeiten bekleiden, so steht es in der eigens von Evo Morales auf den Weg gebrachten neuen Verfassung Boliviens. Morales  befindet sich &#8211; je nach Auslegung &#8211; aktuell in seiner zweiten (wenn man erst ab der Verabschiedung der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bolivien#Verfassung">neuen Verfassung</a> rechnet) oder sogar schon in der dritten Amtszeit. Ein Volksreferendum 2016 über eine weitere Amtszeit von Morales wurde negativ beschieden. Damit müsste er 2019 seinen Posten räumen. Angeblich versucht er aber trotzdem noch, die Verfassung zu seinen Gunsten zu ändern.</p>
<h2>Vertrauen in die Staatsgewalt?</h2>
<p>Zu Beginn seiner Regierungsperiode war Morales beim Volk sehr beliebt gewesen. Inzwischen muss man jedoch sagen, dass der Präsident bei den Bolivianern <a href="https://www.nzz.ch/international/referendum-in-bolivien-evo-morales-steht-vor-der-niederlage-1.18699206">in Ungnade gefallen ist</a>, selbst im Altiplano, seiner politischen Hochburg. Einige Menschen, mit denen wir sprachen, berichteten von Korruptionsvorwürfen. Es werde gerade ein pompöser Präsidentenpalast gebaut und eine ehemalige Partnerin von Morales hätte sich ebenfalls <a href="http://www.dw.com/de/evo-morales-und-die-moral/a-19085745">stark bereichert</a>. Schade, dachten wir, denn Bolivien bräuchte einen integren Präsidenten an der Spitze, um das Vertrauen in die Zentralgewalt zu festigen bzw. überhaupt erst aufzubauen.</p>
<figure id="attachment_2669" aria-describedby="caption-attachment-2669" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-152759-1611.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2669" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-152759-1611-1024x683.jpg" alt="Das bolivianische Wappen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-152759-1611-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-152759-1611-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-152759-1611-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-152759-1611.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2669" class="wp-caption-text">Das bolivianische Wappen</figcaption></figure>
<p>Im Reiseführer lasen wir, dass die Menschen in Bolivien sich über Jahre und Jahrzehnte mit Streiks und Blockaden gegen wirtschaftliche Ausbeutung gewehrt, damit aber den Fortschritt im Land gelähmt hätten. Protestieren können die Bolivianer anscheinend effektiv. Oder aber sie nehmen ihr Schicksal auch heute noch gleich selbst in die Hand, ohne auf Unterstützung durch den Staat zu hoffen oder zu warten. Wir erinnerten uns nur an den Eintritt, den wir in <a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-bolivien/">Copacabana</a> hatten bezahlen müssen, die <a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-bolivien/">Blockade auf der Isla del Sol</a> oder die <a href="http://wittmann-tours.de/das-volk-von-tiwanaku-die-mutterkultur-der-anden/">Studentenproteste</a> in El Alto. In La Paz und El Alto hingen in einigen Stadtteilen lebensgroße Puppen mit einem Strick um den Hals an Straßenlaternen. Eine klare Warnung, dass mit Einbrechern kurzer Prozess gemacht wird. Ein funktionierender Staat sieht für uns anders aus.</p>
<h2>Bolivien kulinarisch</h2>
<p>Aber wenden wir uns lieber profaneren Dingen zu, nämlich der bolivianischen Küche, die wir bisher in unseren Berichten vernachlässigt haben. Boliviens Küche ist nicht so raffiniert wie die peruanische. Stattdessen erschien sie uns eher bodenständig wie in Ecuador. Trotzdem gibt es einige typische Gerichte, zum Beispiel <a href="https://es.wikipedia.org/wiki/Silpancho">Silpancho</a> de Llama. Dabei handelt es sich um ein großes, sehr dünnes Stück Lamafleisch, welches mit Reis und Kartoffeln darunter, Tomaten- und Zwiebelstückchen, sowie einem oder zwei Spiegeleiern oben darauf serviert wird. Es erinnert damit entfernt an ein <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Lomo_a_lo_pobre">Lomo a lo pobre</a>.</p>
<figure id="attachment_2670" aria-describedby="caption-attachment-2670" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-180216-1613.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2670" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-180216-1613-1024x683.jpg" alt="Silpancho de Llama" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-180216-1613-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-180216-1613-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-180216-1613-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180525-180216-1613.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2670" class="wp-caption-text">Silpancho de Llama</figcaption></figure>
<p>Ein weiterer bolivianischer Klassiker ist <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Pique_macho">Pique a lo macho</a>. Das Gericht ist in Bolivien sehr beliebt zur Bekämpfung eines Katers, schmeckt aber auch stocknüchtern gut. Vermischt werden Fleisch, Pommes frites, gekochtes Ei, Zwiebeln, Paprika und weiteres Gemüse. Ein wenig tat es uns dabei um die Pommes frites leid, da diese nicht mehr knusprig waren, sondern aufgeweicht. Dennoch eine leckere, herzhafte Speise, die meist in einer so großen Portion serviert wird, dass zwei Personen sie nicht ganz verdrücken können.</p>
<figure id="attachment_2671" aria-describedby="caption-attachment-2671" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1587.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2671" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1587-1024x768.jpg" alt="Pique a lo macho" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1587-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1587-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1587-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1587.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2671" class="wp-caption-text">Pique a lo macho</figcaption></figure>
<p>Außerdem gibt es in Bolivien einige interessante Getränke. Der bolivianische Schnaps ist <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Singani">Singani</a>, ein Traubendestillat, das auch pur nicht zu scharf schmeckt. Zusammen mit Ginger Ale wird Singani zum <a href="https://es.wikipedia.org/wiki/Chuflay">Chuflay</a>, dem angeblich beliebtesten Cocktail Boliviens. Typische nicht-alkoholische Getränke sind: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Api_(Getr%C3%A4nk)">Api</a>, ein dickflüssiges, unglaublich lilafarbenes Maisgetränk, aromatischer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Passiflora_tarminiana">Tumbo</a>-Saft (südamerikanische Passionsfrucht) oder <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Mocochinchi">Mocochinchi</a>, ein kaltes Gebräu aus Zuckerrohrsaft und Zimtstangen, in dem ein etwas wabbeliger getrockneter Pfirsich schwimmt.</p>
<figure id="attachment_2672" aria-describedby="caption-attachment-2672" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1586.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2672" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1586-1024x768.jpg" alt="Mocochinchi" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1586-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1586-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1586-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/APC_1586.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2672" class="wp-caption-text">Mocochinchi</figcaption></figure>
<h2>Die kleinen Dinge</h2>
<p>So aggressiv bzw. ambitioniert wie die Bolivianer oft im Straßenverkehr unterwegs waren, so langsam bewegten sie sich zu Fuß fort, zumindest für unser Empfinden. Wir liefen per pedes ständig auf Leute auf und überholten sie. Waren wir am Ende vielleicht doch so gut höhenangepasst, dass wir ein derart flottes Tempo vorlegen konnten? Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass wir deutlich größer waren als die meisten Bolivianer, obwohl wir nach deutschen Maßstäben eher unter dem Mittelmaß liegen.</p>
<figure id="attachment_2673" aria-describedby="caption-attachment-2673" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180605-140332-2339.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2673" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180605-140332-2339-1024x683.jpg" alt="Unser kleinster bolivianischer Busfahrer ;)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180605-140332-2339-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180605-140332-2339-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180605-140332-2339-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180605-140332-2339.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2673" class="wp-caption-text">Unser kleinster bolivianischer Busfahrer <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<p>Bolivien war offensichtlich das materiell ärmere Land im Vergleich zu Ecuador und Peru, was es aber auf keinen Fall weniger sehenswert machte. Ganz im Gegenteil, an einigen Orten fühlte sich Bolivien sogar noch wie ein Geheimtipp an, den bisher nur wenige Reisende entdeckt haben.</p>
<figure id="attachment_2717" aria-describedby="caption-attachment-2717" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180530-155056-3698.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2717" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180530-155056-3698-1024x683.jpg" alt="Hasta luego, Bolivia!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180530-155056-3698-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180530-155056-3698-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180530-155056-3698-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180530-155056-3698.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2717" class="wp-caption-text">Hasta luego, Bolivia!</figcaption></figure>
<p>Damit verabschieden wir uns (fast) aus dem spanischsprachigen Lateinamerika. Rückblickend war es ein großer Luxus, dass wir uns mit den Menschen in einer ihrer Landessprachen hatten verständigen können. Wie schmerzlich wir dies vermissen würden, war uns zum Zeitpunkt unserer Abreise noch nicht bewusst, aber schon in Brasilien reifte diese Erkenntnis rasch. Vorher machten wir aber noch einen Abstecher nach Lima, der Hauptstadt von Peru.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/wie-war-bolivien/">Wie war Bolivien?</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/wie-war-bolivien/">Wie war Bolivien?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Der bolivianische Dschungel im Madidi Nationalpark</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jan 2019 00:01:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Chalalan]]></category>
		<category><![CDATA[Dschungel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bisher hatten wir in Ecuador, Peru und Bolivien hauptsächlich das Andenhochland bereist, obwohl alle drei Nationen auch viel Staatsgebiet im Amazonasbecken haben. Nach 7 Wochen in der Höhe der Anden flogen wir von La Paz nach Rurrenabaque (kurz: &#8222;Rurre&#8220;), um von dort aus den Madidi Nationalpark zu besuchen. Namensgebend für den 1995 gegründeten Nationalpark sind &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/der-bolivianische-dschungel-im-madidi-nationalpark/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Der bolivianische Dschungel im Madidi Nationalpark“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher hatten wir in Ecuador, Peru und Bolivien hauptsächlich das Andenhochland bereist, obwohl alle drei Nationen auch viel Staatsgebiet im Amazonasbecken haben. Nach 7 Wochen in der Höhe der Anden flogen wir von La Paz nach Rurrenabaque (kurz: &#8222;Rurre&#8220;), um von dort aus den Madidi Nationalpark zu besuchen. Namensgebend für den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Madidi_National_Park">1995 gegründeten</a> Nationalpark sind die Ameisen. &#8222;Madidi&#8220; heißt in der lokalen Sprache &#8222;Ameise&#8220;. Das klang ja vielversprechend ;).</p>
<figure id="attachment_2628" aria-describedby="caption-attachment-2628" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2628" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652-1024x683.jpg" alt="Namespate für den Madidi Nationalpark, eine Ameise, dies ist eine Bullet Ant" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-112908-4652.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2628" class="wp-caption-text">Namensgebend für den Madidi Nationalpark sind die Ameisen, dies ist eine große Bullet Ant.</figcaption></figure>
<p><span id="more-2656"></span></p>
<h2>Panoramaflug in den Dschungel</h2>
<p>Da Busreisen in den bolivianischen Dschungel lang (18-24 Stunden), unbequem und verspätungsanfällig sein können, entschlossen wir uns, von Sucre über La Paz nach Rurre zu fliegen. Der Flug von La Paz nach Rurrenabaque war bemerkenswert. Auch wenn die physikalischen Details vielleicht etwas vereinfacht sind, kam uns der Flug so vor: Einmal in La Paz (El Alto auf 4060 Metern) für den Start Anlauf nehmen, etwas Höhe gewinnen, um dann sofort in einen verlängerten Landeanflug überzugehen. Nach kaum 20 Minuten in der Luft landeten wir auf gerade einmal 200 Metern über dem Meeresspiegel und in einer gänzlich anderen Umgebung.</p>
<figure id="attachment_2629" aria-describedby="caption-attachment-2629" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2629" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577-1024x683.jpg" alt="Neuschnee in den Anden" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142451-2577.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2629" class="wp-caption-text">Neuschnee in den Anden</figcaption></figure>
<p>Kurz nach dem Start sahen wir, dass es auf den Gipfeln rund um La Paz frisch geschneit hatte. Nach wenigen Minuten wandelte sich die Landschaft jedoch schlagartig. Wir segelten über endlose grüne Hügel und an den höheren Erhebungen hingen ein paar Wolken. Im krassen Gegensatz zur kargen Vegetation des Hochlandes landeten wir inmitten üppigen tropischen Grüns bei angenehmen 22 Grad.</p>
<figure id="attachment_2630" aria-describedby="caption-attachment-2630" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2630" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit-1024x683.jpg" alt="Eben noch in den Anden, jetzt schon im Amazonasbecken" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180608-142529-2580-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2630" class="wp-caption-text">Eben noch in den Anden, jetzt schon im Amazonasbecken</figcaption></figure>
<p>Der Kontrast zu den Teilen Boliviens, die wir vorher gesehen hatten, war enorm. Keine Ponchos, keine andinen Muster mehr. Stattdessen begrüßte uns das Bild eines Tukans im Hostel. Abends saßen wir im Freien in einem kleinen Fischrestaurant nicht weit vom Río Beni und das Leben der Kleinstadt zog &#8211; hauptsächlich auf Motorrädern &#8211; an uns vorbei. Die Eindrücke und die Geräuschkulisse erinnerten uns an Asien.</p>
<figure id="attachment_2631" aria-describedby="caption-attachment-2631" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2631" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628-1024x683.jpg" alt="Tucan statt Kondor, auf geht's in den Dschungel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-053534-2628.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2631" class="wp-caption-text">Tukan statt Kondor, auf geht&#8217;s in den Madidi Nationalpark!</figcaption></figure>
<h2>Unterwegs auf den Seitenarmen des Amazonas</h2>
<p>Der einzige Weg in den Madidi Nationalpark führt erst über den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%ADo_Beni">Río Beni</a>, und anschließend biegt man in den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%ADo_Tuichi">Río Tuichi</a> ein. Beide Ströme sind kleine Nebenästchen im riesigen Amazonas-Flussystem. Wir fuhren flussaufwärts zur Chalalán Ecolodge. Wenn wir dagegen dem Río Beni flussabwärts gefolgt wären, dann dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%ADo_Madre_de_Dios">Río Madre de Dios</a> und dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rio_Madeira">Río Madeira</a>, wären wir nach gut 2000 Kilometern mit dem Boot 150 Kilometer östlich von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Manaus">Manaus</a> (eine unserer späteren Stationen in Brasilien) im Hauptfluss Amazonas angekommen und nach weiteren 1700 Kilometern im Atlantik, kaum vorstellbar!</p>
<figure id="attachment_2657" aria-describedby="caption-attachment-2657" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2657" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2-1024x533.jpg" alt="Größenvergleich: Der Amazonas und die USA" width="525" height="273" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2-1024x533.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2-300x156.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2-768x400.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/Amazon-Basin-USA2.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2657" class="wp-caption-text">Zum Größenvergleich: Das Amazonasbecken auf die Fläche der USA gelegt</figcaption></figure>
<p>Zusammen mit David aus Nordirland und Sergio, unserem Guide für die kommenden Tage, bestiegen wir das lange, schmale Motorboot. Der Morgen in Rurre war kühl, aber sonnig. Flauschig weich aussehende Baby-Alpaka-Wolken hingen in den Hügeln (das Wort &#8222;Berg&#8220; vermeiden wir hier bewusst, nachdem wir in den Anden echte Berge gesehen hatten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ). An einigen Stellen sanken sie ins Flusstal hinab und lösten sich dabei auf.</p>
<figure id="attachment_2632" aria-describedby="caption-attachment-2632" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2632" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643-1024x683.jpg" alt="Oder bestanden die Wolken doch aus Zuckerwatte?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-062416-2643.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2632" class="wp-caption-text">Oder bestanden die Wolken doch aus Zuckerwatte?</figcaption></figure>
<h2>Der mühsame Weg stromaufwärts</h2>
<p>Unser Boot kam stromaufwärts nur langsam voran. Für eine Strecke von 50 Kilometern benötigten wir 6 Stunden (auf der Rückfahrt würden wir dagegen nur 3 Stunden brauchen). Dabei erschien uns die Strömung des Flusses im Übergang zwischen Regen- und Trockenzeit insgesamt schon recht zahm und der Wasserstand niedrig. In der Regenzeit soll der Pegel 1 bis 2 Meter (oder sogar 5 Meter nach sehr starkem Regen) höher sein, als wir ihn gesehen haben.</p>
<figure id="attachment_2633" aria-describedby="caption-attachment-2633" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2633" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651-1024x683.jpg" alt="Treibbaum statt Treibholz im Tuichi Fluss" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-071455-2651.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2633" class="wp-caption-text">Treibbaum statt Treibholz im Río Tuichi</figcaption></figure>
<p>Wie stark die Strömung in der Regenzeit wirklich wird, konnten wir nur erahnen. Nicht nur Treibholz, sondern ganze Treibbäume, die der Fluss angeschwemmt hatte, zeugten von seiner Kraft! Und obwohl die Wassermassen der Regenzeit schon abgeflossen waren, musste der Motor an den Stromschnellen trotzdem sehr hart arbeiten. An anderen Stellen hingegen war der Wasserstand so niedrig, dass der Außenborder hochgeklappt und das Boot mit einer Stange vorwärts gestakt wurde.</p>
<figure id="attachment_2634" aria-describedby="caption-attachment-2634" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2634" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318-1024x683.jpg" alt="Ein Caiman lauert am Ufer" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-081940-4318.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2634" class="wp-caption-text">Ein Kaiman nimmt am Ufer ein Sonnenbad.</figcaption></figure>
<p>Unterwegs sahen wir auch schon die ersten Tiere, allen voran die Wasservögel. Zahlreiche <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cocoireiher">Cocoireiher</a> standen fast bewegungslos (zur Tarnung beim Fischfang) im Fluss. Raubvögel wie der Great Black Hawk und der King Vulture zogen ihre Kreise oder saßen am Flussufer. Kaimane lagen bewegungslos auf den Sandbänken in der Sonne und Totenkopfäffchen hüpften durch die Bäume. Ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Capybara">Capybara</a> beäugte uns vorsichtig aus dem Gebüsch. Besonders amüsant waren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Terekay-Schienenschildkr%C3%B6te">kleine Schildkröten</a>, die sich ebenfalls in Wassernähe sonnten, aber flugs eine nach der anderen in den Fluss hüpften, sobald wir zu dicht herankamen. So war die lange Fahrt sehr abwechslungsreich.</p>
<figure id="attachment_2635" aria-describedby="caption-attachment-2635" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2635" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340-1024x683.jpg" alt="Noch sitzen die Schildkörten am Ufer" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-085502-4340.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2635" class="wp-caption-text">Noch sitzen die Schildkröten am Ufer.</figcaption></figure>
<h2>Die Chalalán Ökolodge</h2>
<p>Die <a href="http://chalalan.com/es/index_en.php">Chalalán Lodge</a> war einerseits recht einfach, andererseits trotzdem komfortabel. Die Ausstattung unseres großen Bungalows im Grünen umfasste ein Doppelbett, komplette sanitäre Einrichtungen und eine Dusche. Die Fenster waren mit intakten Fliegengittern versehen und trotzdem hing ein lochfreies Moskitonetz über dem Bett, was auch gut so war ;). Andererseits gab es Strom nur abends von 6:30 bis 10:00 Uhr. Die Laufwege draußen waren nicht beleuchtet, so dass wir nach Einbruch der Dunkelheit immer mit Stirnlampen unterwegs waren. Das Brauchwasser hatte eine erfrischend kühle Temperatur, was aber nichts machte, da das Klima glücklicherweise warm war.</p>
<figure id="attachment_2636" aria-describedby="caption-attachment-2636" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2636" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR-1024x683.jpg" alt="Home Sweet Home im Madidi-Park: Unser Bungalow" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125055-4758-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2636" class="wp-caption-text">Home Sweet Home im Madidi-Park: Unser Bungalow im Regenwald</figcaption></figure>
<p>Die Lodge lag direkt an einem See, der nach den Wanderungen zu einem Bad einlud. Trotz oder gerade wegen der dort heimischen Kaimane, von denen sich einer gerne in der Nähe des Stegs aufhielt. Schwimmen mit Seelöwen oder Delfinen kann schließlich jeder, Schwimmen mit Kaimanen ist der neue Trend <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2637" aria-describedby="caption-attachment-2637" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2637" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575-1024x683.jpg" alt="Ein Black Caiman direkt am Anleger des Chalalan Sees" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-170017-4575.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2637" class="wp-caption-text">Ein Black Caiman direkt am Anleger des Chalalán Sees</figcaption></figure>
<p>Ebenfalls am See (und gelegentlich auch im Bungalow) gab es Glühwürmchen. Eines morgens leuchtete eines direkt auf unserer Bettdecke noch schwach &#8211; wie auch immer es ins Moskitonetz gekommen sein mag. Frösche, Fledermäuse und Zikaden sorgten für die abendliche akustische Untermalung mit Dschungelgeräuschen. So war Chalalán eine Lodge ohne Schnickschnack. Den Tag verbrachten wir sowieso immer draußen und in der Nacht war unsere Hütte sehr bequem. Der Bungalow war in traditioneller Bauweise aus sehr ästhetischen Naturmaterialien erbaut worden. Auch deshalb hatten wir immer das Gefühl, draußen im Dschungel zu sein und nicht in einem Hotel. So sollte es unserer Meinung nach sein.</p>
<figure id="attachment_2638" aria-describedby="caption-attachment-2638" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2638" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR-1024x683.jpg" alt="Auch drinnen fühlten wir uns wie in der freien Natur" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-125354-4762-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2638" class="wp-caption-text">Auch drinnen fühlten wir uns wie in der freien Natur.</figcaption></figure>
<h2>Wanderungen im Dschungel</h2>
<p>Die beste Art und Weise, den Dschungel kennenzulernen, war, ihn zu erwandern. Jeden Tag unternahmen wir längere Touren. Statt Wanderschuhen trugen wir Gummistiefel, da es sehr matschige Abschnitte gab. Unterwegs war es fast immer angenehm schattig. Im Regenwald ist es am Boden bis zu 10 Grad kühler als oberhalb des Blätterdaches. Dennoch kamen wir aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit gut ins Schwitzen. Dank der kleinen Gruppe mit 4 Personen (Sergio, David und wir beiden), entdeckten wir erstaunlich viele Tiere. Immer wieder begegneten wir zum Beispiel Familien von Kapuziner-, Spinnen- oder Totenkopfäffchen. Meistens verrieten sie sich durch das Rascheln der Blätter hoch in den Bäumen und mit etwas Glück sahen wir sie dann auch.</p>
<figure id="attachment_2639" aria-describedby="caption-attachment-2639" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2639" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527-1024x683.jpg" alt="Ein neugeiriges Äffchen: Yellow Squirrel Monkey" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-140816-4527.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2639" class="wp-caption-text">Ein neugieriges Äffchen: Yellow Squirrel Monkey (Totenkopfäffchen)</figcaption></figure>
<p>Der Regenwald an sich, mit seinen Baumriesen, gewaltigen Brettwurzeln, Lianen und dem dichten Gewucher von Pflanzen, war sehr beeindruckend. Weiter entfernt vom Fluss gab es auch immer mehr alte Bäume, obwohl der Park erst seit 1995 unter Schutz steht. Das Schlagen von Holz war dort (zum Glück) wohl zu schwierig. Je älter die Bäume, desto mehr Schatten warfen sie und desto weniger Vegetation gab es direkt am Boden. Jedes Loch im Blätterdach verursacht hingegen ein &#8222;Rennen nach oben&#8220;, eine Explosion von grünem Leben, das zum Licht strebt. Bunte Schmetterlinge begleiteten uns manchmal ein Stück des Weges, bevor sie im Dickicht verschwanden. Am eindrucksvollsten waren die großen, leuchtend <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Blauer_Morphofalter">blauen Morphos</a>.</p>
<figure id="attachment_2640" aria-describedby="caption-attachment-2640" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2640" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR-1024x683.jpg" alt="Jede Lücke im Blätterdach wird ausgenutzt: Chonta Palm Tree" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-065026-2688-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2640" class="wp-caption-text">Jede Lücke im Blätterdach wird ausgenutzt: Chonta Palm Tree</figcaption></figure>
<p>Die außergewöhnlichsten Vögel, die wir im Dschungel ab und zu sahen, waren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hoatzin">Hoatzins</a>. Sie sind relativ groß, leben in Gruppen zusammen und stoßen markante, lautstarke Rufe aus. Auch ihr Aussehen ist bemerkenswert mit einer nackten blauen Partie um die roten Augen und einer wilden Federhaube auf dem Kopf, die an einen Irokesenschnitt erinnert. Ulkigerweise können diese Vögel nicht gut fliegen, sondern sie gleiten nur ein Stück weit oder klettern durch die Bäume. Besonders hilfreich ist dabei, dass Jungvögel an beiden Flügeln Haken besitzen, mit denen sie sich an den Ästen festhalten können. Daher wurde auch die Theorie aufgestellt, dass der Hoatzin einen überlebenden Verwandten des Urvogels Archaeopteryx darstellt, quasi ein lebendiges Fossil.</p>
<figure id="attachment_2743" aria-describedby="caption-attachment-2743" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2743" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546-1024x683.jpg" alt="Der Hoatzin, ein außergewöhnlicher Vogel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20180610-141537-4546.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2743" class="wp-caption-text">Der Hoatzin, ein außergewöhnlicher Vogel</figcaption></figure>
<h2>Madidi bei Nacht</h2>
<p>Tagsüber gab es im Dschungel überall kleine Spinnennetze, die wir erwischten, wenn wir nicht direkt auf dem Weg gingen. Auch nachts waren Spinnen die Tiere, die wir am häufigsten sahen. Im Madidi Nationalpark entpuppte sich nicht jeder im Schein der Stirnlampe reflektierende Punkt als Spinne. Ein Teil waren Wassertropfen, es gab aber auch eine Menge Spinnen! Sie saßen auf dem Boden, an Bäumen, auf Blättern oder in kleinen Löchern.</p>
<figure id="attachment_2642" aria-describedby="caption-attachment-2642" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2642" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425-1024x683.jpg" alt="Eine der vielen Fox Spiders" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-181643-4425.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2642" class="wp-caption-text">Eine der vielen Fox Spiders</figcaption></figure>
<p>Direkt im mit Palmwedeln gedeckten Dach des Hauptgebäudes der Lodge wohnten außerdem mehrere beachtliche Vogelspinnen, die wir natürlich auch besichtigten mussten ;).</p>
<figure id="attachment_2643" aria-describedby="caption-attachment-2643" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2643" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711-1024x683.jpg" alt="Tarantula lebt. Eine Vogelspinne in direkter Nähe der Lodge" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-174001-4711.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2643" class="wp-caption-text">Eine große behaarte Vogelspinne in direkter Nähe der Lodge</figcaption></figure>
<p>Von weiteren Spinnenarten abgesehen sahen wir auch andere große Insekten (wie Gottesanbeterinnen) und Frösche. Während der ersten Nachtwanderung dachten wir für einen Moment, das großes Los gezogen zu haben, als wir ein Paar katzenhafter Augen in der Dunkelheit glaubten entdeckt zu haben. In Wirklichkeit war es jedoch nur ein Nagetier, ein <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Paca">Paca</a>.</p>
<figure id="attachment_2644" aria-describedby="caption-attachment-2644" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2644" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433-1024x683.jpg" alt="Doch kein Kätzchen, sondern nur ein Paca" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-182440-4433.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2644" class="wp-caption-text">Doch keine wilde Katze, sondern nur ein Paca</figcaption></figure>
<h2>Der Harpy Eagle</h2>
<p>Natürlich möchte jeder Besucher des südamerikanischen Regenwaldes am liebsten einen Jaguar sehen, aber die Katzen sind sehr scheu und extrem gut getarnt. Es ist natürlich möglich, dass sich eine solche Wildkatze ganz in unserer Nähe befand und uns beobachtet hat. Wir sahen jedoch in den 4 Tagen im Madidi-Park keinen Jaguar, nur seine &#8211; immerhin frischen &#8211; Spuren.</p>
<figure id="attachment_2645" aria-describedby="caption-attachment-2645" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2645" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775-1024x683.jpg" alt="Kein Jaguar, aber ein frischer Jaguar Fußabdruck" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-101840-2775.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2645" class="wp-caption-text">Kein Jaguar, aber ein frischer Pfotenabdruck</figcaption></figure>
<p>Noch viel seltener zu entdecken sei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Harpyie_(Vogel)">Harpy Eagle</a>, sagte unser Führer. Angeblich 50mal schwieriger als ein Jaguar. Sergio hatte ihn seinen Angaben nach bisher nur zweimal gefunden, aber er wisse, wo die Greifvögel gewöhnlich ihr Nest hätten. Also wandten wir uns in diese Richtung, um das Unwahrscheinliche zu versuchen. Nach gut 2 Stunden Wanderung mit anderen interessanten Tier-Sichtungen bogen wir links ab und Sergio suchte in den Baumkronen. Fast erschien es uns zu einfach, denn da saß ein großer Harpy Eagle auf einmal gut 20 Meter über uns in einem Wipfel, hüpfte gelegentlich von Ast zu Ast, flog aber erst nach einigen Minuten weg. Es handelte sich wohl um ein junges Tier, das sich noch nicht weit vom Nest entfernt.</p>
<figure id="attachment_2646" aria-describedby="caption-attachment-2646" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2646" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634-1024x683.jpg" alt="Der stärkste Greifvogel der Welt: Ein Harpy Eagle" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091104-4634.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2646" class="wp-caption-text">Der stärkste Greifvogel der Welt: Ein Harpy Eagle</figcaption></figure>
<p>Wie schwierig es wirklich war, den Vogel zu finden, können wir schwer einschätzen. Auf alle Fälle war das Foto vom Harpy Eagle, dem kräftigsten Raubvogel der Welt, am Abend die große Attraktion im Camp und jeder wollte die Aufnahme sehen. Ein wichtiges Merkmal waren die Federn am Hinterkopf, denn diese sind typisch für den Harpy Eagle.</p>
<figure id="attachment_2647" aria-describedby="caption-attachment-2647" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2647" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643-1024x683.jpg" alt="Fast wichtiger als ein schönes Portrait, die Federn am Hinterkopf" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-091519-4643.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2647" class="wp-caption-text">Fast wichtiger als ein schönes Portrait: die Federn am Hinterkopf</figcaption></figure>
<h2>Sterne, Millionen von Sternen</h2>
<p>Am zweiten Abend unternahmen wir einen Nachtausflug im Kanu auf dem See neben der Lodge. Auch wenn der Kaiman wieder direkt an der Anlegestelle im Wasser dümpelte, waren die Sterne die Hauptattraktion. Und was für ein Sternenhimmel sich uns präsentierte! Fernab von jeglicher Zivilisation und Lichtverschmutzung funkelte die Milchstraße über uns. In dieser mondlosen Nacht war es trotzdem hell genug, um die Konturen des Waldes und die Umrisse des Sees zu erkennen. Einige Sternschnuppen verglühten am Himmel und die glatte Wasseroberfläche reflektierte die Sterne wie ein Spiegel. Die gelegentlichen Paddelstöße, mit denen wir über den See glitten, verzerrten das Bild nur vorübergehend. Allein diese nahezu überirdisch schöne Bootsfahrt war es wert, nach Chalalán zu kommen!</p>
<figure id="attachment_2648" aria-describedby="caption-attachment-2648" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2648" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580-1024x683.jpg" alt="Die Milchstraße in einer mondlosen Nacht über dem Chalalan See" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180610-192023-4580.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2648" class="wp-caption-text">Die Milchstraße leuchtet in einer mondlosen Nacht hell über dem Chalalán See.</figcaption></figure>
<h2>Piranhafischen auf der Laguna Rosa</h2>
<p>Am dritten Tag machten wir einen Ausflug zur Laguna Rosa, um dort Angeln zu gehen. Damit genug Zeit zum Fischen blieb, liefen wir von der Lodge 2 km zum Fluss und fuhren dann mit dem Boot, statt 6 km durch den Dschungel zu wandern. Die Laguna Rosa war wesentlich größer als die Laguna Chalalán. Bei unserer Ankunft war es vollkommen windstill; so war das Wasser spiegelglatt und reflektierte die Berge und die Wolken.</p>
<figure id="attachment_2649" aria-describedby="caption-attachment-2649" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2649" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817-1024x683.jpg" alt="Windstille an der Laguna Rosa" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-075100-2817.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2649" class="wp-caption-text">Auf der Wasseroberfläche der Laguna Rosa spiegelte sich die Landschaft und der Himmel.</figcaption></figure>
<p>Unser Kanu war gerade groß genug für 5 Personen, Sergio, William (ein weiterer Führer), David und uns beide, allerdings leckte es sichtlich, so dass wir regelmäßig Wasser aus dem Boot schöpfen mussten. Das Angelset bestand aus einem Hölzchen, auf das eine Angelschnur mit Haken gewickelt war. An der designierten Stelle im See angekommen wickelten wir etwas Leine ab, befestigten ein Stückchen rohes Rindfleisch am Haken und warfen mehr oder weniger elegant 2 bis 3 Meter Schnur aus.</p>
<figure id="attachment_2650" aria-describedby="caption-attachment-2650" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2650" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811-1024x683.jpg" alt="Zum Glück war unser Kanu etwas seetüchtiger ;)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-074326-2811.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2650" class="wp-caption-text">Zum Glück war unser Kanu etwas seetüchtiger <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<h2>Catch of the Day</h2>
<p>Die empfohlene Technik war, den Köder treiben zu lassen, bis wir ein Knabbern spürten. Dann sollten wir fest an der Schur ziehen, wenn der Fisch angebissen hatte, damit der Haken sich verfing und wir ihn ins Boot ziehen konnten. Hört sich einfach genug an, aber unsere ersten Versuche waren eher eine Fischfütterung. Die Piranhas knabberten lediglich das Fleisch von unseren Haken! Statt Fischen angelten wir Stöckchen oder Algen. Sergio bewies aber, dass die Fischlein wohl anbissen, alle 5 bis 10 Minuten zog er einen an Bord. Erst am Ende konnten wir wenigstens ein bisschen zum Fangerfolg beitragen!</p>
<figure id="attachment_2651" aria-describedby="caption-attachment-2651" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2651" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825-1024x683.jpg" alt="Catch of the Day!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-091552-2825.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2651" class="wp-caption-text">Catch of the Day!</figcaption></figure>
<p>Wir nahmen denselben Weg zurück nach Chalalán und kamen dort pünktlich zum Mittagessen an. Es gab Bohnen, Reis und Rote Beete. Kaum hatten wir angefangen zu essen, wurden außerdem, sozusagen als Hauptgang 2.0, zu unserer großen Freude auch frisch gebratene Piranhas aufgetragen! Sie waren etwas schwierig zu essen, da sie viele kleine Gräten aufwiesen, aber sehr schmackhaft.</p>
<figure id="attachment_2652" aria-describedby="caption-attachment-2652" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2652" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834-1024x683.jpg" alt="Frisch gefangener und gebratener Piranha" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-114444-2834.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2652" class="wp-caption-text">Frisch gefangene und gebratene Piranhas, man beachte die spitzen Zähnchen!</figcaption></figure>
<h2>Das bedrohte Paradies</h2>
<p>Der wunderschöne Madidi-Nationalpark, dessen viele Facetten wir erleben durften, könnte bald nicht wiedergutzumachenden Schaden nehmen. Die Lobby der Umwelt- und Tierschützer ist anscheinend weniger mächtig als die der Öl- und Gaswirtschaft. Unter dem Madidi-Park schlummern wohl ernstzunehmende Vorkommen dieser fossilen Brennstoffe und die Politik ist dabei, die Pfründe zu verteilen. Den Weg sollen Infrastrukturprojekte ebnen. In Rurrenabaque wird zum Beispiel eine neue Brücke gebaut und weitere Straßen sind in Planung, um den Park zu erschließen.</p>
<figure id="attachment_2653" aria-describedby="caption-attachment-2653" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2653" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638-1024x683.jpg" alt="Eines der Infrastrukturprojekte zur Erschließung des Regenwaldes" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180609-061718-2638.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2653" class="wp-caption-text">Eines der Infrastrukturprojekte zur Erschließung des Regenwaldes</figcaption></figure>
<p>Außerdem soll ein <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Madidi_National_Park#The_Bala_Dam_Project">großer Staudamm</a> gebaut werden, der große Teile des südlichen Madidi-Parks überfluten, einige lokale Gemeinschaften heimatlos machen und den Lebensraum vieler Tiere zerstören würde. Wie sich das mit der <a href="http://www.bolivia.de/fileadmin/Dokumente/Presse-Medien_Dt%2BSp/Interessante%20Dokumente/CPE_aleman.pdf">bolivianischen Verfassung</a> verträgt, in der weitreichende Rechte indigener Völker verbrieft sind, blieb uns allerdings verborgen.</p>
<h2>Widerstand ist möglich</h2>
<p>Die Gemeinschaft, die die Chalalán Lodge betreibt, ist ein indigenes Dorf, das sich aktiv gegen die Erschließung des Regenwaldes wehrt. Die Organisationsform hörte sich, wie sie uns erklärt wurde, recht kommunistisch an. Alles gehört der Gemeinschaft, die Arbeitskräfte kommen aus dem Dorf und über die Verwendung der Gewinne wird zusammen entscheiden. Finanziert werden damit zum Beispiel die medizinische Versorgung vor Ort und Schulen für die Kinder mit insgesamt 4 Lehrern.</p>
<figure id="attachment_2654" aria-describedby="caption-attachment-2654" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2654" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836-735x1024.jpg" alt="Eine Karte des Madidi-Nationalparks: 18 Ranger schützen ihn." width="525" height="731" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836-735x1024.jpg 735w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836-215x300.jpg 215w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836-768x1069.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180612-135223-2836.jpg 1149w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2654" class="wp-caption-text">Eine Karte des Madidi Nationalparks: 18 Ranger sind zum Schutz des Gebietes abgestellt.</figcaption></figure>
<p>Nach langen Anstrengungen wurde der Gemeinschaft ein großes Stück Land entlang des Tuichi Flusses zugesprochen. Die Fläche beträgt <a href="http://chalalan.com/es/comunidad_en.php">400.000 Hektar</a>. Die Waldbewohner versuchen, die Regierung zum Schutz des Nationalparks zu bewegen, sehen sich aber in einen Kampf gegen Windmühlen verwickelt, da der Staatsapparat angeblich andere Interessen verfolgt. Beispielhaft sei, dass gerade einmal 18 Ranger mit dem Schutz des gesamten Madidi-Gebietes von 18958 qkm betraut wurden. Für mehr Forstwächter gibt es anscheinend kein Geld vom Staat.</p>
<figure id="attachment_2655" aria-describedby="caption-attachment-2655" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2655" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703-1024x683.jpg" alt="Intelligenter als mancher Politiker: Ein Brüllaffe" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180611-132033-4703.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2655" class="wp-caption-text">So laut wie mancher Politiker, aber intelligenter: Ein Brüllaffe</figcaption></figure>
<p>Es ist der immer wiederkehrende Konflikt zwischen dem großen Geld und der Erhaltung der Natur. Wer hat den Mut, zu sagen, dass es mehr Wert ist, die Umwelt zu schützen, als das Öl zu gewinnen? An der Förderung hängen Millionen von Dollars und die Politiker versprechen Beschäftigung und Wohlstand für die Region. Wem der Wert dieses vielfältigen Ökosystems nicht klar ist, dem können wir einen mehrtägigen Besuch im Madidi-Nationalpark nur wärmstens empfehlen, um die Artenvielfalt persönlich zu erleben. Die Natur ist atemberaubend schön!</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/der-bolivianische-dschungel-im-madidi-nationalpark/">Der bolivianische Dschungel im Madidi Nationalpark</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/der-bolivianische-dschungel-im-madidi-nationalpark/">Der bolivianische Dschungel im Madidi Nationalpark</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Zurück in Deutschland &#8211; Home Sweet Home</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2018 05:48:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sind zurück in Deutschland. Aktuell versuchen wir, unsere Wohnung und unseren Alltag wieder in Betriebsmodus zu bringen. Jede Menge Post durchsehen, Internet- und Telefonanschluss organisieren, Auto wieder zulassen usw. Insgesamt scheint sich zu Hause relativ wenig verändert zu haben, während wir unterwegs waren. Angela Merkel ist noch Bundeskanzlerin, der BER ist weiterhin fast fertig &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/zurueck-in-deutschland-home-sweet-home/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Zurück in Deutschland &#8211; Home Sweet Home“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind zurück in Deutschland. Aktuell versuchen wir, unsere Wohnung und unseren Alltag wieder in Betriebsmodus zu bringen. Jede Menge Post durchsehen, Internet- und Telefonanschluss organisieren, Auto wieder zulassen usw. Insgesamt scheint sich zu Hause relativ wenig verändert zu haben, während wir unterwegs waren. Angela Merkel ist noch Bundeskanzlerin, der BER ist weiterhin <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/flughafen-ber-berlin-termin-herbst-2020-soll-bleiben-15860516.html">fast fertig</a> und unsere Wohnung war noch so, wie wir sie verlassen haben. Ohne einem zukünftigen Artikel &#8222;Wie war die Welt?&#8220; vorzugreifen, hier ein kleines Fazit.</p>
<figure id="attachment_2734" aria-describedby="caption-attachment-2734" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-201920-4982.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2734" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-201920-4982-1024x683.jpg" alt="Zurück in Deutschland am Frankfurter Flughafen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-201920-4982-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-201920-4982-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-201920-4982-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-201920-4982.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2734" class="wp-caption-text">Zurück in Deutschland am Frankfurter Flughafen</figcaption></figure>
<p><span id="more-2613"></span></p>
<h2>Wie war die Weltreise?</h2>
<p>Sehr interessant <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8211; und zu kurz <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8211; wir haben nur 19 von 193 Ländern dieser Welt bereist. Und selbst wenn man die Staaten dieser Erde abzieht, die aufgrund von militärischen Konflikten aktuell keine Reiseziele sind, bleiben noch genug weiße Flecken auf der Landkarte und einige freie Seiten in unseren Pässen. Aber im Ernst, wir haben die Zeit sehr genossen und fühlen uns sehr privilegiert, dass wir diese lange Reise unternehmen konnten. 4 Kontinente, 19 Länder in 14 Monaten, mit dem Flugzeug, im Ballon, mit der Bahn, im Bus, mit dem Boot, mit dem Mietwagen, in der Pferdekutsche, im Zebukarren, im Tuktuk, zu Pferd, auf dem Fahrrad, zu Fuß, einmal um die Welt. Fast wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reise_um_die_Erde_in_80_Tagen">Phileas Fogg</a> im Roman von Jules Verne, aber etwas länger als in 80 Tagen und ohne Elefanten als Reittier, Elefanten habe wir <a href="http://wittmann-tours.de/kuscheln-mit-elefanten-im-phnom-tamao/">nur gefüttert</a> ;).</p>
<figure id="attachment_2736" aria-describedby="caption-attachment-2736" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/Wittmann-Tours-2018-12-05.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2736 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/Wittmann-Tours-2018-12-05-1024x605.jpg" alt="Unsere Reiseroute. Unterwegs ergaben sich nur zwei Änderungen: Wir reisten für eine Reitsafari nach Kenia, außerdem besuchten wir Jordanien statt des Irans." width="525" height="310" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/Wittmann-Tours-2018-12-05-1024x605.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/Wittmann-Tours-2018-12-05-300x177.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/Wittmann-Tours-2018-12-05-768x454.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/Wittmann-Tours-2018-12-05.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2736" class="wp-caption-text">Unsere Reiseroute. Unterwegs ergaben sich nur zwei Änderungen: Wir reisten für eine Reitsafari nach Kenia, außerdem besuchten wir Jordanien statt des Irans.</figcaption></figure>
<p>Die Elefanten waren nur einer der vielfältigen Höhepunkte. Seien es die Tempel von <a href="http://wittmann-tours.de/die-tempel-von-angkor/">Angkor Wat</a>, das <a href="http://wittmann-tours.de/die-wale-von-guerrero-negro/">Whale Watching</a> in Mexiko, die <a href="http://wittmann-tours.de/galapagos-die-verwunschenen-inseln/">Galapagos-Inseln</a>, die <a href="http://wittmann-tours.de/la-paz-fiesta-del-gran-poder-und-mehr/">Fiesta del Gran Poder</a> in La Paz, die <a href="https://www.duden.de/suchen/dudenonline/ber%C3%BCckend">berückende</a> Schönheit der Landschaft im Amazonasgebiet oder, oder, oder. Die vollständige Liste wäre sehr lang. Diese Welt ist sehr, sehr sehenswert und wir werden uns ein Leben lang immer wieder gerne an den Reiz unterschiedlichster Landschaftsformen, die verschiedenen Kulturen und die Begegnungen mit den Menschen erinnern :).</p>
<h2>Reisen ist kein Urlaub</h2>
<p>Das Reisen war dabei meistens sehr abwechslungsreich und spannend, aber manchmal auch etwas anstrengend. Reisen ist eben nicht gleichbedeutend mit Urlaub. Nicht nur haben wir oft bis spät in die Nacht hinein im Reiseführer gelesen und Hotels oder Transportmittel gebucht. Ein wesentlicher Punkt war auch, dass wir uns nur selten auf Erfahrungswerte verlassen konnten.</p>
<p>In Deutschland, in unserem gewohnten Umfeld, segeln wir einfach durch den Alltag, ohne groß darüber nachzudenken. Das merken wir gerade jetzt, kurz nach der Rückkehr, extrem! Auf Reisen ist hingegen alles neu, überall, und selbst die vermeintlich einfachen Dinge sind beim ersten Mal kompliziert. Die Lernkurve ist zwar steil, aber trotzdem fingen wir oft bei Null an. Jedes Land hat neues Geld und einen eigenen Umrechnungskurs. Was sind angemessene Preise? Auf welche Art kommuniziert man am besten mit den Menschen vor Ort? Häufig begegneten wir uns unbekannten Sprachen und teilweise auch anderen Schriften. Wie funktioniert das Metronetz? Was steht da alles auf der Speisekarte? Wo fahren die Busse ab? Hatten wir einmal den Bogen raus, brachen wir meistens wieder auf.</p>
<figure id="attachment_2614" aria-describedby="caption-attachment-2614" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171012-182749-9808.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2614" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171012-182749-9808-1024x683.jpg" alt="Eine japanische Waschmaschine. Auch hier gilt: Gewusst wie! Dann ist alles ganz einfach." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171012-182749-9808-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171012-182749-9808-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171012-182749-9808-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171012-182749-9808.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2614" class="wp-caption-text">Eine japanische Waschmaschine. Auch hier gilt: Gewusst wie! Dann ist alles ganz einfach.</figcaption></figure>
<p>Das Fehlen von Routine war natürlich auch bereichernd, da wir immer mit offenen Augen durch die Welt laufen mussten. Und so waren es nicht nur die großen Sehenswürdigkeiten, sondern auch der Reisealltag, der uns sehr gefallen hat. Auf diese Weise bekamen wir eine Idee davon, wie die einzelnen Länder ticken. Immer wieder spannend war zum Beispiel der Besuch beim Friseur. Die besten Haarschnitte gab es in Neuseeland (für Mona) und in Japan (für mich), andere waren nicht immer 100% überzeugend <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2615" aria-describedby="caption-attachment-2615" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180912-120827-9110.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2615" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180912-120827-9110-1024x683.jpg" alt="Selfie mit Friseur in Tansania. Der Haarschnitt war kurz und praktisch ;)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180912-120827-9110-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180912-120827-9110-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180912-120827-9110-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180912-120827-9110.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2615" class="wp-caption-text">Selfie mit Friseur in Tansania. Der Haarschnitt war kurz und praktisch <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<h2>Norden, Süden, Osten, Westen, zu Hause ist&#8217;s am besten?</h2>
<p>Einerseits könnten wir problemlos weiterreisen, andererseits ist vielleicht jetzt auch eine Pause ganz gut, die Weihnachtszeit ist schließlich etwas ganz Besonderes. Nebenbei, Deutschland ist in der Top Ten als Reiseland des kommenden Jahres vom Lonely Planet-Reisebuchverlag <a href="http://www.spiegel.de/reise/aktuell/lonely-planet-best-in-travel-2019-deutschland-gehoert-zu-den-top-ten-laendern-a-1234589.html">für 2019 empfohlen</a> worden! Außerdem ist unsere Ausrüstung nach 14 Monaten ziemlich am Ende. Die Technik hat erstaunlich gut gehalten, aber unsere Sohlen sind abgelaufen und unsere Kleidungsstücke mürbe. Einiges konnten (und mussten) wir unterwegs ersetzen, anderes war in vielen Ländern unmöglich zu beschaffen. Dafür war es dann aber meistens möglich, Kleidung oder Schuhe schnell und für wenig Geld reparieren zu lassen.</p>
<figure id="attachment_2616" aria-describedby="caption-attachment-2616" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20181031-072602-2791.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2616" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20181031-072602-2791-1024x683.jpg" alt="Erta Ale in Äthiopien war die Sohle meiner Wanderschuhe am Ende..." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20181031-072602-2791-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20181031-072602-2791-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20181031-072602-2791-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20181031-072602-2791.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2616" class="wp-caption-text">Nach der Besteigung des Erta Ale in Äthiopien war die Sohle meiner Wanderschuhe am Ende…</figcaption></figure>
<p>Zu Hause ist es am schönsten? Ja und nein! Es gab natürlich manches, was wir unterwegs vermisst haben: Allen voran unsere Familie und Freunde, aber auch ganz Profanes wie eine verlässliche Infrastruktur. Zurück in Deutschland fiel uns sofort auf, wie gut hier doch alles funktioniert. Züge fahren relativ pünktlich, auf dem Amt muss man niemanden bestechen, die Straßen sind keine Aneinanderreihung von Schlaglöchern. Ab und zu &#8211; je nach Unterkunft &#8211; wünschten wir uns gelegentlich das eigene Bett herbei, eine Dusche mit ausreichend warmem Wasser oder eine funktionierende Heizung(!). An Nahrungsmitteln waren wir am Ende ausgehungert nach g´scheitem Brot (wie es sich für echte Deutsche gehört), abwechslungsreichem Käse, Schokolade, Nutella….</p>
<figure id="attachment_2735" aria-describedby="caption-attachment-2735" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-205428-4992.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2735 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-205428-4992-1024x683.jpg" alt="Fällt Euch etwas auf? Nix? Genau! Top Infrastruktur, alles so, wie es sein soll!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-205428-4992-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-205428-4992-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-205428-4992-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/CW-20181204-205428-4992.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2735" class="wp-caption-text">Fällt Euch etwas auf? Nix? Genau! Top Infrastruktur, alles so, wie es sein soll!</figcaption></figure>
<h2>In Deutschland geht es uns gut</h2>
<p>Wir leben in Deutschland in <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kriminalstatistik-zahl-der-straftaten-2017-deutlich-gesunken-a-1206707.html">paradiesischer Sicherheit</a>. Im internationalen Vergleich sind die deutschen Politiker (von wenigen Ausnahmen abgesehen) integer und schwer in Ordnung, auch wenn manche Stimmen uns etwas anders suggerieren wollen. Für alle diejenigen, die daran Zweifel hegen, können wir gerne ein paar Reisetipps geben, wo man korrupte Regierungen, Kriminalität auf der Straße, mangelhafte Infrastruktur und bittere Armut jeden Tag erleben kann. Jeder genießt in Deutschland die Freiheit, laut seine Meinung äußern zu dürfen und wir sind vor Unrecht, Verbrechen und staatlicher Willkür geschützt. Es geht uns schon sehr gut!</p>
<p>Was ist es nun, was wir im Vergleich zu unserem Reisealltag in Deutschland vermissen (werden)? Vom elektrisierenden Abenteuer der Entdeckung neuer Orte und Kulturen mal abgesehen, ist es das abwechslungsreiche Treiben außerhalb der Gebäude auf der Straße, das meist mit angenehm warmem Wetter und Sonnenschein einherging. Auch konnten wir viel Zeit im Freien und in der Natur verbringen. Die Selbstverständlichkeit von saftig-süßen tropischen Früchten und aromatischem frischen Gemüse in unseren Reiseländern kommt uns im deutschen Winter wie ein großer Luxus vor.</p>
<h2>Wittmann Tours reist virtuell weiter</h2>
<p>Auch wenn wir jetzt wieder zurück im kalten Deutschland sind, gibt es noch viel von unserer Reise zu berichten. Im Laufe der Zeit sind wir mit dem Blog ganz schön ins Hintertreffen geraten. Es gab unterwegs einfach zu viel zu sehen und zu viel zu schreiben. Fast 100 Artikel in 430 Tagen sind immerhin schon zusammengekommen. Wir sind selbst überrascht, wie viele Blogposts wir veröffentlicht haben ;).</p>
<figure id="attachment_2617" aria-describedby="caption-attachment-2617" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171009-222904-9663.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2617" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171009-222904-9663-1024x683.jpg" alt="Christian schreibt für Wittmann-Tours" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171009-222904-9663-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171009-222904-9663-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171009-222904-9663-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20171009-222904-9663.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2617" class="wp-caption-text">Christian (stilecht im Yukata) schreibt für Wittmann Tours in einem japanischen Ryokan</figcaption></figure>
<p>Von Bolivien aus, über das wir in den aktuellen Artikeln berichten, reisten wir weiter nach Brasilien, dann nach Madagaskar, Tansania, Kenia, Jordanien, Äthiopien und von Indien aus wieder zurück nach Deutschland. 7 Länder liegen also virtuell noch vor uns und wir sind fest entschlossen, unsere Reiseberichte zu komplettieren. Als Teaser hier ein Video mit einigen Höhepunkten.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/hviVBDuTg9Y" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Hoffentlich sehen wir den einen oder anderen von Euch bald wieder! Auf jeden Fall wünschen wir Euch allen eine fröhliche und angenehme Weihnachtszeit!</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/zurueck-in-deutschland-home-sweet-home/">Zurück in Deutschland – Home Sweet Home</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/zurueck-in-deutschland-home-sweet-home/">Zurück in Deutschland &#8211; Home Sweet Home</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Wie war Belize?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jul 2018 00:01:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belize]]></category>
		<category><![CDATA[BTL]]></category>
		<category><![CDATA[Fazit]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Novelo]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich hatten wir Belize in unsere Länderauswahl aufgenommen, um eine Art Reisepause einzulegen, am Strand auszuspannen, Schnorcheln zu gehen und Zeit zum Planen zu gewinnen. Beim Studium des Reiseführers erfuhren wir jedoch, dass es in Belize viel zu sehen gibt, nämlich den Dschungel und die diversen Kulturen. In Belize befinden sich auch einige sehenswerte ehemalige &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/wie-war-belize/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wie war Belize?“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatten wir Belize in unsere Länderauswahl aufgenommen, um eine Art Reisepause einzulegen, am Strand auszuspannen, Schnorcheln zu gehen und Zeit zum Planen zu gewinnen. Beim Studium des Reiseführers erfuhren wir jedoch, dass es in Belize viel zu sehen gibt, nämlich den Dschungel und die diversen Kulturen. In Belize befinden sich auch einige sehenswerte ehemalige Städte der Maya. Aus geplanten zwei Wochen wurden drei und wir wären &#8211; wie so oft &#8211; gerne noch länger geblieben.</p>
<figure id="attachment_2147" aria-describedby="caption-attachment-2147" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2147" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022-1024x683.jpg" alt="Belize-Selfie" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-154414-8022.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2147" class="wp-caption-text">Belize-Selfie</figcaption></figure>
<p><span id="more-2155"></span></p>
<h2>Ein sehr interessantes und schönes Fleckchen Erde</h2>
<p>Wie wir schon in den <a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-belize">ersten Eindrücken</a> geschildert hatten, ist Belize sehr vielfältig. Diese Impression hat sich in der Tat bestätigt. In Belize gibt es große geschützte Gebiete Regenwaldes mit vielen wilden Tieren, eine spektakuläre Unterwasserwelt und das Land ist kulturell sehr divers. Aufgrund von Englisch als Amtssprache und der offenen Mentalität der Menschen war es sehr einfach, mit den Leuten in Kontakt zu kommen und mehr über das Land zu erfahren. Es gab viel zu entdecken!</p>
<figure id="attachment_2148" aria-describedby="caption-attachment-2148" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2148" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264-1024x683.jpg" alt="Baselisc Lizard, weiblich" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-095437-8264.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2148" class="wp-caption-text">Weiblicher Basilisk</figcaption></figure>
<p>Trotz scheinbar gut funktionierendem Multikulti und großer gegenseitiger Toleranz ist Belize auch ein in sich widersprüchliches Land. Die Unterschiede zwischen arm und reich sind gewaltig, mancherorts fühlte es sich wie ein Spielplatz für (zum Großteil US-amerikanische) Touristen an und viele Einheimische beschwerten sich über die Politik und die Korruption. Diese Seite von Belize offenbart sich aber erst, wenn die Reizüberflutung etwas abnimmt.</p>
<h2>Dubiose Geschäfte</h2>
<p>Nehmen wir die Infrastruktur als Beispiel. Diese fanden wir insgesamt vergleichsweise gut (und trotzdem wird es ein &#8222;aber&#8220; geben). Die Landstraßen waren alle geteert und nahezu frei von Schlaglöchern. Das mobile Internet zeichnete sich in der Regel durch Schnelligkeit und Zuverlässigkeit aus. Einzig der Kauf einer Prepaid-SIM-Karte war vergleichsweise teuer. Im Vergleich zu Mexiko schlug dies mit mehr als dem doppelten Betrag zu Buche. Kein Wunder allerdings bei einem Monopolanbieter&#8230; Auch sonst war das Preisniveau in Belize erstaunlich hoch.</p>
<figure id="attachment_2149" aria-describedby="caption-attachment-2149" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2149" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285-1024x683.jpg" alt="Verkehr in Belize: Geteerte Landstraßen und Schulbusse als Überlandbusse" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180331-121507-8285.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2149" class="wp-caption-text">Verkehr in Belize: Geteerte Landstraßen und ausrangierte Schulbusse als Überlandbusse</figcaption></figure>
<p>Und jetzt zum &#8222;aber&#8220;. Einige Menschen schimpften über Korruption und wir hörten, dass vieles im Land früher besser funktioniert habe. Als Beispiel wurde die Organisation des Überlandverkehrs mit Bussen genannt. Früher habe Belize gute und zuverlässige Linien mit einem festen Fahrplan gehabt. Man hätte Sitzplatzreservierungen vornehmen können und die Leute seien zufrieden gewesen mit dem Service. Dann habe wohl ein Großinvestor einen Kredit vom Staat bekommen, um alle Buslinien aufzukaufen und ein Großunternehmen zu schaffen. Leider sei das Unternehmen nach kurzer Zeit bankrott gewesen und damit habe sich die heutige Situation entwickelt. Als quasi-sozialistische Lösung dieses Dilemmas sei die Konkursmasse den Busfahrern übertragen worden. Heute sind Buslinien nicht aufeinander abgestimmt, es existiert kein zentraler Fahrplan, Sitzplatzreservierungen gibt es nicht mehr und alles funktioniert eher flexibel und spontan.</p>
<h2>Subjektive Wahrheiten</h2>
<p>Was man hört, ist manchmal eine subjektive Auffassung der Wahrheit, aber die heutige Situation des öffentlichen Transportwesens können wir bestätigen. Es war unmöglich, im Voraus Informationen über den Busfahrplan in Belize zu bekommen. Es gibt keine offiziellen Internetseiten oder zentralen Anlaufstellen. Wenn die Einheimischen eine Überlandfahrt planen, versuchen sie, den Bus in aller Herrgottsfrühe zu nehmen (man weiß ja nie). Irgendwie funktioniert es. Wie es dazu gekommen ist, ließ sich im Internet nicht ganz recherchieren. Es scheint ein staatlicher Kredit an Novelo (ein großes Busunternehmen der Novelo-Brüder) geflossen zu sein, dieses meldete dann 2006 Konkurs an. Unter identischer Führung (den beiden Brüdern) war das Busunternehmen anschließend als <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/National_Transportation_Services_Limited">National Transportation Services Limited</a> (NTSL) auferstanden. NTSL war einige Jahre später (2010) ebenfalls zahlungsunfähig und seitdem ist die Transportsituation so, wie wir sie erlebt haben. Klingt alles recht dubios&#8230;</p>
<figure id="attachment_2150" aria-describedby="caption-attachment-2150" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2150" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017-1024x683.jpg" alt="Bestimmt nicht bequem, aber sehr malerisch, die Bluebird-Busse" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180322-153858-8017.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2150" class="wp-caption-text">Bestimmt nicht sonderlich bequem, aber schön bunt, die Bluebird-Busse (ehemalige US-amerikanische Schulbusse)</figcaption></figure>
<p>Die Geschehnisse um <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Belize_Telemedia_Limited">BTL</a> (Belize Telecom) sind ein weiterer Fall, in dem die Steuerzahler für Fehlentscheidungen der Regierung aufkommen müssen. Ein Name, der in diesem Zusammenhang (und anderen) immer wieder fällt ist Sir <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Ashcroft">Michael Ashcroft</a>. Ihm gehörten 94% dieses Unternehmens. In einer (geheimen?) Absprache mit der Regierung waren Ashcroft <a href="http://www.7newsbelize.com/sstory.php?nid=14843">15% Rendite garantiert</a> worden. Da diese Rendite (angeblich) nicht erreicht wurde, verklagte Ashcroft regelmäßig den Staat Belize. Um die Klagewelle zu beenden, kaufte der Staat die Anteile von Michael Ashcroft. Dieser war der große Profiteur, der Staat Belize hat dadurch viel Kapital in einem angeblich weiterhin sehr profitablen Unternehmen gebunden (oder neue Schulden gemacht).</p>
<h2>Noch relativ untouristisch</h2>
<p>Geschichten dieser Art hörten wir einige&#8230; Es ist zwar immer einfach zu sagen, dass sich die Reichen auf Kosten der Armen immer weiter bereichern und wahrscheinlich haben erstere eine andere Version der Geschichte. Trotzdem wirft es einen dunklen Schatten auf Belizes Regierungsriege und manche Geschäftsleute. Vielleicht sind Klüngelei und Korruption ein Grund, dass keine der großen Ketten und nur wenige internationale Investoren in Belize vertreten sind. Stattdessen gibt es nur kleine, private Restaurants oder Geschäfte und nicht viel Industrie. Einen modernen großen Supermarkt im westlichen Stil haben wir nur im Zentrum von Belize City angetroffen.</p>
<figure id="attachment_2151" aria-describedby="caption-attachment-2151" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2151" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR-1024x683.jpg" alt="Strandparadies am Glover's Reef" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180403-164042-8633-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2151" class="wp-caption-text">Tropenparadies am Southwest Caye</figcaption></figure>
<p>Die beiden größten Industrien des Landes sind laut Statistik die Holzwirtschaft und der Tourismus. Von ersterer haben wir nicht viel mitbekommen, wir sahen nur ein paar Plantagen am Wegesrand. Bei letzterer waren wir mittendrin. Insgesamt erschien uns das Ausmaß des Tourismus trotzdem eher gering, soll heißen, wir begegneten erfreulich wenig anderen Reisenden. Das mag allerdings an der Auswahl unserer Ziele gelegen haben.</p>
<h2>Vielleicht noch ein Geheimtipp</h2>
<p>So werden uns die Unterwasserwelt, vor allem aber der Dschungel und die verschiedenen Tiere in bester Erinnerung bleiben. Außerdem erinnern wir uns gerne an viele interessante und positive Begegnungen mit Belizianern und auch einige kuriose Geschichten zurück. Eine davon erzählte uns einer unserer Fahrer, der in seinem früheren Job für einen Mennoniten gearbeitet hatte. Da der Mennonit traditionell lebte, besaß unser Fahrer offiziell dessen Mobiltelefon und auch dessen Auto. Wann immer ein Gespräch zu führen war oder eine Fahrt von A nach B anstand, war unser Fahrer zur Stelle. Auch das ist anscheinend eine Facette von Belize.</p>
<figure id="attachment_2152" aria-describedby="caption-attachment-2152" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2152" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350-683x1024.jpg" alt="Ein Klammeraffe macht seinem Namen alle Ehre" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180327-175451-8350.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2152" class="wp-caption-text">Ein Klammeraffe macht seinem Namen alle Ehre.</figcaption></figure>
<p>Aufgrund von Englisch als Amtssprache war Belize einerseits sehr einfach zu bereisen, da die Kommunikation nie ein Problem darstellte. Andererseits war Belize immer dann, wenn wir kein Paket (also nicht so wie z.B. die Tage am Glover&#8217;s Reef) gebucht hatten, organisatorisch etwas aufwändig. Vor Busfahrten holten wir zum Beispiel immer vor Ort eine Zweit- oder Drittmeinung ein, um sicherzugehen, dass wir wie gewünscht ankommen würden. An manchen Orten machte allein die Tatsache, dass wir die einzigen Besucher waren, den Aufenthalt deutlich spannender und interessanter als in anderen Ländern, z.B. unsere Tage in <a href="http://wittmann-tours.de/die-garifuna-hauptstadt-dangriga/">Dangriga</a>. Aber sind das nicht genau die Ziele, die wir als Reisende suchen? Alles in allem sind wir von Belize sehr positiv überrascht worden!</p>
<figure id="attachment_2153" aria-describedby="caption-attachment-2153" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2153" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612-1024x683.jpg" alt="Mondaufgang am Glover's Reef" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180402-203003-8612.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2153" class="wp-caption-text">Mondaufgang am Glover&#8217;s Reef Atoll</figcaption></figure><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/wie-war-belize/">Wie war Belize?</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/wie-war-belize/">Wie war Belize?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Der Untergang der Maya</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jun 2018 00:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbeutung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Untergang]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir besuchten einige Stätten verschiedener präkolumbianischer Kulturen in Mexiko. Einzig der Grund für den Untergang der Azteken ist sehr genau bekannt. In diesem Fall war es die Ankunft und die militärische Überlegenheit der Spanier. Bei den anderen Völkern, und das der Maya ist das präsenteste, ist der Niedergang weiterhin ein gewisses Rätsel, das auch in &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir besuchten einige Stätten verschiedener präkolumbianischer Kulturen in Mexiko. Einzig der Grund für den Untergang der Azteken ist sehr genau bekannt. In diesem Fall war es die Ankunft und die militärische Überlegenheit der Spanier. Bei den anderen Völkern, und das der Maya ist das präsenteste, ist der Niedergang weiterhin ein gewisses Rätsel, das auch in den zahlreichen Museen, die wir besuchten, nur wenig thematisiert wurde. Stattdessen ging es mehr darum, die damaligen Kulturen zu beschreiben, wie die Menschen gelebt haben, wie ihre spirituelle Welt aussah und was sie uns in Form von Artefakten hinterließen.</p>
<figure id="attachment_1944" aria-describedby="caption-attachment-1944" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-153057-7908.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1944" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-153057-7908-1024x683.jpg" alt="Der Herr des Lebenden Berges, die fleischlosen Lippen symbolosieren den Eingang ins Yibalbá, der Unterwelt der Maya" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-153057-7908-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-153057-7908-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-153057-7908-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-153057-7908.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1944" class="wp-caption-text">Der Herr des Lebenden Berges, die fleischlosen Lippen symbolisieren den Eingang ins Xibalbá, der Unterwelt der Maya</figcaption></figure>
<p><span id="more-2006"></span></p>
<h2>Der Untergang der Maya durch Klimawandel?</h2>
<p>Auch wenn es vielleicht etwas wissenschaftliches Glatteis ist, wollen wir trotzdem versuchen, einige, auch multifaktorielle, Theorien über mögliche Gründe der Aufgabe vieler prächtiger Maya-Städte zu skizzieren. Hierbei stützen wir uns auf das, was wir bei unseren Besuchen aufgeschnappt haben, auf das sehr interessante Buch <a href="https://www.amazon.de/dp/3596192587">&#8222;Kollaps&#8220; von Jared Diamond</a>, das unter anderem auch den Untergang der Maya (allerdings speziell in Tikal, Guatemala) untersucht, und unsere eigenen Interpretationen.</p>
<figure id="attachment_1943" aria-describedby="caption-attachment-1943" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-112127-7829-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1943" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-112127-7829-HDR-1024x683.jpg" alt="Trotz Ausgrabung, der Dschungel ist immer in Calakmul sichtbar" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-112127-7829-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-112127-7829-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-112127-7829-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-112127-7829-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1943" class="wp-caption-text">Trotz Ausgrabung ist der Dschungel in Calakmul überall präsent.</figcaption></figure>
<p>Eine gängige These lautet, dass ein Klimawandel für den Niedergang der Maya verantwortlich war. Der Klimawandel der Maya ist jedoch ein anderer als der, mit dem wir uns heute konfrontiert sehen. Um ihre herrlichen Städte zu bauen, brauchten sie zunächst einmal Platz. Also rodeten sie großflächig den Wald, um Baugrund zu schaffen und um Ackerbau betreiben zu können, der die Einwohner ernährte. Auch wurde eine bestimmte Baumart zur Herstellung von Mörtel verwendet. Die Abholzung des Dschungels führte zu Bodenerosion, die Ernteerträge gingen zurück, also musste noch mehr Urwald weichen. Dies jedoch führte zu Trockenheit, da der Wald die Feuchtigkeit nicht mehr speicherte, was  wiederum die Landwirtschaft erschwerte.</p>
<figure id="attachment_2009" aria-describedby="caption-attachment-2009" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/06/CW-20180317-114333-7723.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2009" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/06/CW-20180317-114333-7723-1024x683.jpg" alt="Der Ballspielplatz in Palenque" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/06/CW-20180317-114333-7723-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/06/CW-20180317-114333-7723-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/06/CW-20180317-114333-7723-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/06/CW-20180317-114333-7723.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2009" class="wp-caption-text">Der Ballspielplatz in Palenque</figcaption></figure>
<h2>Von den Göttern verlassen</h2>
<p>Um diesen Effekten entgegenzusteuern, nutzen die Maya die Strategien, die sie kannten. Sie taten ihr Bestes, die Felder zu bewässern und zu düngen. Außerdem opferten sie ihren Göttern, die für elementare Themen zuständig waren: Der Sonne, dem Regen, der Fruchtbarkeit. Die herrschende Klasse nahm für sich in Anspruch, mit den Überirdischen kommunizieren zu können, um das Wohlergehen der Bevölkerung sicherzustellen. Als dies offenbar nicht mehr funktionierte, wurden immer drastischere Opfer eingefordert. Es ist denkbar, daß die Menschen beim Ausbleiben von Erfolgen den Glauben an und die Loyalität gegenüber der Obrigkeit verloren haben.</p>
<figure id="attachment_1945" aria-describedby="caption-attachment-1945" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-145725-7793-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1945" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-145725-7793-HDR-1024x683.jpg" alt="Mehr Baum aus Ruine, der Dschungel erobert sein Gebiet zurück" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-145725-7793-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-145725-7793-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-145725-7793-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-145725-7793-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1945" class="wp-caption-text">Mehr Baum aus Ruine, der Dschungel erobert sein Gebiet zurück</figcaption></figure>
<p>Zusätzlich wird auch ein globaler Faktor diskutiert, der zeitlich in die Phase des Untergangs der Maya fällt, die <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mittelalterliche_Warmzeit">mittelalterliche Warmzeit</a>. Dies würde dahingehend passen, dass diese um ca. 900 n. Chr. anfing und dass die Aufgabe der Maya-Städte grob in diesem Zeitrahmen begann. Vielleicht hat diese Warmzeit die Folgen des Raubbaus an der Natur zusätzlich verschärft. Wenn man diese möglichen Effekte zusammen betrachtet, war das Klima (und dadurch bedingte Dürren) wahrscheinlich ein Faktor für den Niedergang, aber bestimmt nicht der einzige, denn die verschiedenen Maya-Städte sind nicht alle zur gleichen Zeit untergegangen, sondern es war ein Prozess, der sich über gut 150 Jahre hinzog.</p>
<h2>Weitere Faktoren für den Untergang</h2>
<p>Kriege zwischen den Maya-Stadtstaaten waren wohl ein weiterer Faktor. Bei knapper werdenden Ressourcen kam es vermutlich zu Verteilungskämpfen, im Kleinen zwischen einzelnen Menschen und im Großen zwischen den Städten. Eventuell wurde dadurch weniger Energie auf die Landwirtschaft verwendet, was wieder zu geringeren Erträgen führte, ein Teufelskreis.</p>
<figure id="attachment_1946" aria-describedby="caption-attachment-1946" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-131452-7856.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1946" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-131452-7856-1024x683.jpg" alt="Der Ballspielplatz von Calakmul, die Gewinner wurden den Göttern geopfert" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-131452-7856-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-131452-7856-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-131452-7856-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180319-131452-7856.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1946" class="wp-caption-text">Der Ballspielplatz von Calakmul: Nach dem Spiel wurden mitunter Menschen geopfert, vermutlich die Gewinner.</figcaption></figure>
<p>Zuweilen werden alte Kulturen stark idealisiert. In diesem Fall scheint es aber offensichtlich zu sein, dass auch die Maya kein universelles Verständnis der Natur hatten, wie es manchen Völkern oft zugesprochen wird. Sicher hatten sie ein umfassendes Wissen über Tiere, Pflanzen und Ökologie des Dschungels und konnten dieses geschickt nutzen. Trotzdem ist es wahrscheinlich, dass die Maya u.a. durch zu extensive Ausbeutung der Natur den Niedergang der eigenen Kultur verursacht haben. Auch die blutigsten Opferrituale konnten den Prozess nicht zum Stillstand bringen.</p>
<figure id="attachment_1947" aria-describedby="caption-attachment-1947" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-140611-7783.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1947" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-140611-7783-1024x683.jpg" alt="Kunstvolle Maya-Glyphen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-140611-7783-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-140611-7783-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-140611-7783-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-140611-7783.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1947" class="wp-caption-text">Kunstvolle Maya-Glyphen</figcaption></figure>
<p>Die Antwort der herrschenden Schicht war anscheinend nicht die richtige. Statt immer drastischere Opfer zu fordern, hätten andere Lösungsansätze vielleicht den Untergang der Gesellschaft verhindern und ihre eigene Stellung erhalten können. Zu dieser Einsicht ist es anscheinend jedoch nicht gekommen. Die Reaktion auf die offensichtlichen Probleme schienen überlieferte Glaubensrituale zu sein, nach den wirklichen Ursachen wurde wohl nicht adäquat gesucht. Diese mangelnde intellektuelle Anpassungsfähigkeit könnte ein weiterer aggravierender Faktor gewesen sein.</p>
<h2>Der Untergang der Maya &#8211; eine Lehre für die Gegenwart?</h2>
<p>Damals hätten es sich die Herrscher eines Millionenvolks wohl nicht träumen lassen, dass nach vergleichsweise kurzer Zeit nur noch wenige Menschen übrig sein würden. Alle waren abgewandert, gestorben und es gab zu wenige Geburten. Nur noch wenige Prozent der damaligen Bevölkerung lebten nach dem Niedergang in der Region. Die Pracht der mächtigen Maya-Stadtstaaten war vergangen.</p>
<figure id="attachment_1948" aria-describedby="caption-attachment-1948" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-095935-7704.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1948" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-095935-7704-1024x683.jpg" alt="Die ganze Pracht der Maya, die Grab-Pyramide von Pakal I." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-095935-7704-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-095935-7704-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-095935-7704-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180317-095935-7704.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1948" class="wp-caption-text">Nur noch Ruinen sind übrig von der Pracht der Maya, die Grab-Pyramide von Pakal I.</figcaption></figure>
<p>Auch wir wähnen uns heute unverwundbar und tun unser Bestes, die Welt nach allen Regeln kurzfristiger Profitmaximierung auszubeuten. Ignorante Herrschern leugnen den Klimawandel. Luft- und Wasserverschmutzung, Überfischung der Meere, Plastikmüll überall und vieles mehr sind bereits kaum mehr rückgängig zu machende Schäden, spielen aber in der Gegenwartspolitik eine viel zu geringe Rolle. In der täglichen Debatte sind es meistens andere Themen, die Schlagzeilen machen. Weiter so wie bisher, wir werden schon eine Lösung finden, Hauptsache, wir schlagen erstmal maximalen Gewinn für uns selbst aus der Sache. Kritische Stimmen nennen den Klimawandel unumkehrbar und das willkürliche Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf 2 Grad <a href="https://www.wired.com/story/the-dirty-secret-of-the-worlds-plan-to-avert-climate-disaster/">unerreichbar</a>.</p>
<figure id="attachment_1949" aria-describedby="caption-attachment-1949" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-151314-7894.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1949" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-151314-7894-1024x683.jpg" alt="Die ganze Pracht der Maya, die Grab-Pyramide von Pakal I." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-151314-7894-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-151314-7894-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-151314-7894-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180320-151314-7894.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1949" class="wp-caption-text">Herausgeputzte Maya-Würdenträger &#8211; Replik eines lebensechten Freskos aus Bonampak</figcaption></figure>
<p>Wir wollen kein Weltuntergangsszenario zeichnen, aber etwas Demut würde der gesamten Weltbevölkerung vermutlich gut tun. Wir haben mittlerweile über 10 Länder bereist und überall stoßen wir auf ähnliche Probleme: Ausbeutung der natürlichen Ressourcen zu Lasten folgender Generationen und Umweltverschmutzung. Es ist Aufgabe jedes Einzelnen, seinen Teil dazu zu tun, bewusster zu leben, seine wirklichen Bedürfnisse zu reflektieren und sein Verhalten zu überdenken. Noch mehr aber sollten die Politiker, als die (demokratische) Machthaber, überall auf der Welt die Pflicht haben, vor allem die großen Konzerne in die Verantwortung zu nehmen, sich nicht von ihnen kaufen oder unter Druck setzen zu lassen und sie zu fairem, umweltbewussten und zukunftsweisenden Verhalten zu zwingen.</p>
<h2>Die Maya sind noch da</h2>
<p>Trotz des Unterganges ihrer glanzvollen Vergangenheit leben heute noch viele Maya. Sie sprechen diverse <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Maya-Sprachen">Maya-Sprachen</a> und verfolgen alte Bräuche und Traditionen, die sich  teilweise mit christlichen und modernen Einflüssen vermischt haben. Die Maya zählen wieder mehrere Millionen Menschen in den Ländern Mexiko, Belize, Guatemala und Honduras. Der alte Glanz jedoch ist vergangen. Die heutigen Maya sind nicht selten die Ärmsten in den genannten Ländern. Die auch heute noch sehr beeindruckenden Ruinenstädte sind Zeugen der historischen Pracht und sollten uns in der Gegenwart eine Mahnung sein.</p>
<figure id="attachment_1950" aria-describedby="caption-attachment-1950" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-124804-7747-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1950 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-124804-7747-HDR-1024x683.jpg" alt="Nach dem Untergang: Ruinen und Urwald sind untrennbar ineinander verschlungen, eines der weniger besuchten Gebiete in Palenque" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-124804-7747-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-124804-7747-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-124804-7747-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/05/CW-20180318-124804-7747-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1950" class="wp-caption-text">Nach dem Untergang: Ruinen und Urwald sind untrennbar ineinander verschlungen, eines der weniger besuchten Gebiete in Palenque</figcaption></figure><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/der-untergang-der-maya/">Der Untergang der Maya</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/der-untergang-der-maya/">Der Untergang der Maya</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Die ersten Bewohner Australiens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 00:01:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Aboriginal]]></category>
		<category><![CDATA[dreamtime]]></category>
		<category><![CDATA[Gariwerd]]></category>
		<category><![CDATA[Grampians]]></category>
		<category><![CDATA[Koorie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Suche nach der Kultur und Informationen über die ersten Bewohner Australiens gestaltete sich &#8211;  ähnlich wie die Suche nach Bushfood &#8211; eher schwierig. In den ersten drei Wochen besuchten wir lediglich die Führung im botanischen Garten in Sydney und bekamen in Melbourne einen kontroversen Eindruck vom Australia Day. Am meisten lernten wir im Gariwerd-Gebirge im Brambuk Cultural &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/die-ersten-bewohner-australiens/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die ersten Bewohner Australiens“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Suche nach der Kultur und Informationen über die ersten Bewohner Australiens gestaltete sich &#8211;  ähnlich wie die Suche nach <a href="http://wittmann-tours.de/australien-kulinarisch-bush-tucker/">Bushfood</a> &#8211; eher schwierig. In den ersten drei Wochen besuchten wir lediglich die Führung im <a href="http://wittmann-tours.de/4-tage-in-sydney/">botanischen Garten in Sydney</a> und bekamen in Melbourne einen kontroversen Eindruck vom <a href="http://wittmann-tours.de/australia-day-in-melbourne/">Australia Day</a>. Am meisten lernten wir im Gariwerd-Gebirge im <a href="http://www.brambuk.com.au/">Brambuk Cultural Center</a> über die ersten Einwohner Australiens (oder Koorie) im dortigen Museum und auf einer eintägigen Führung.</p>
<figure id="attachment_1689" aria-describedby="caption-attachment-1689" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1689" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1-1024x683.jpg" alt="Die ersten Einwohner Australiens kämpfen um ihre Rechte und Forderungen (Plakat aus dem Botanischen Garten in Sydney)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1689" class="wp-caption-text">Die ersten Einwohner Australiens kämpfen um ihre Rechte und Forderungen (Plakat aus dem Botanischen Garten in Sydney)</figcaption></figure>
<p><span id="more-1692"></span></p>
<h2>Bei der Terminologie fängt es an</h2>
<p><span style="color: black;">Schon die Bezeichnung &#8222;Aborigines&#8220;, den wir Westler oft verwenden, und den wir im ersten Absatz bewusst vermieden haben, ist problembehaftet. &#8222;Aborigine&#8220; bedeutet zwar zunächst nur &#8222;Ureinwohner&#8220;, ist im Englischen in Australien allerdings negativ besetzt und wird von den Ureinwohnern nicht gerne gehört. Sie bevorzugen es, mit ihrem Stammesnamen, der sich auf eine gemeinsame Sprachfamilie bezieht, identifiziert zu werden (davon gibt es in Australien mindestens 400). In Südost-Australien, über das dieser Artikel berichtet, ist der </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Koori_(Aborigines)">Oberbegriff</a><span style="color: black;"> Koorie akzeptiert. Daher verwenden wir den Ausdruck „Koorie“ oder „Ureinwohner“ statt „Aborigines“ als Bezeichnung für die ersten Bewohner Australiens, in der Hoffnung, dass dies als respektvoll verstanden wird.</span></p>
<figure id="attachment_1690" aria-describedby="caption-attachment-1690" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1690" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1-1024x683.jpg" alt="Die Stämme von Australiens ersten Bewohnern" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1690" class="wp-caption-text">Die Stämme von Australiens ersten Bewohnern</figcaption></figure>
<p><span style="color: black;">Ähnliche Konflikte in der Terminologie werden bei der Betrachtung einer Landkarte Australiens bewusst. Was auf den meisten Karten mit &#8222;</span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Grampians-Nationalpark">Grampians</a><span style="color: black;">&#8220; bezeichnet wird, kennen die Koorie als &#8222;Gariwerd&#8220;. Das Grampian-Gebirge erhielt diesen Namen von Sir Thomas Mitchell, der die Bergregion nach den </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Grampian_Mountains">Grampian Mountains</a><span style="color: black;"> in seiner Heimat Schottland benannte. So bekamen viele Orte und Landschaftsmerkmale in Australien durch die Kolonialisierung neue Bezeichnungen, obwohl die Ureinwohner natürlich bereits Namen für diese hatten und haben. Gariwerd ist mittlerweile schon wieder gebräuchlich, aber für viele Berge, Flüsse, Täler werden hauptsächlich die englischen Namen verwendet.</span></p>
<figure id="attachment_1694" aria-describedby="caption-attachment-1694" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1694" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1-1024x683.jpg" alt="Die Berge, Flüsse und Täler von Gariwerd" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1694" class="wp-caption-text">Die Berge, Flüsse und Täler von Gariwerd</figcaption></figure>
<h2>Eine dunkle Geschichte</h2>
<p>Wie auch in anderen betroffenen Ländern wendeten die Kolonialisatoren gegenüber den ursprünglichen Bewohnern eine Mischung aus Hinterhältigkeit und Gewalt an. Sie hinterließen eine Spur der Verwüstung. Es gab Massaker unter den Ureinwohnern, Vergewaltigungen der Frauen, und eingeschleppte Krankheiten dezimierten die Bevölkerung stark. Trotz handgreiflichen Widerstandes und Anwendung von Guerillataktiken wurden die Ureinwohner letztendlich von ihrem Land vertrieben und ihnen wurden für lange Zeit keine Bürgerrechte zugesprochen. Veränderungen der natürlichen Umgebung durch die englischen Siedler zum Zwecke der Weide- und Landwirtschaft entzogen den Einheimischen die Lebensgrundlage.</p>
<p>Wir wollen nicht zu sehr in Details abschweifen, aber es ist wichtig zu verstehen, dass den ersten Bewohnern sehr viel Unrecht widerfahren ist, auch in der nicht allzu weit zurückliegenden Vergangenheit. Nur so ist die heutige Verbitterung zu verstehen, die in manchen Äußerungen der Koorie mitschwingt. Ein Beispiel ist das Wahlrecht, dass zunächst ab den 1850er Jahren für Männer (1895 für Frauen), einschließlich der Ureinwohner, bestand. Separate Gesetze entzogen den ersten Bewohnern das Wahlrecht jedoch wieder. Erst 1965 durften wieder alle Ureinwohner Australiens wählen.</p>
<h2>Wem gehört das Land?</h2>
<p><span style="color: black;">Ein anderes zentrales Thema ist Landbesitz, ein Konzept, dass es bei den Koorie so nicht gab, auch wenn sie sich heute als die &#8222;first owners of the land&#8220; bezeichnen. Die Stämme bewohnten bestimmte Orte und Regionen, es gab sozusagen ein angestammtes Gebiet. Darüber hinaus betrachteten sich die Ureinwohner als Teil des Landes. Über die Doktrin der </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Niemandsland">Terra nullius</a><span style="color: black;"> (1992 vom höchsten Gericht in Australien für nichtig erklärt) erklärten die Engländer ganz Australien für nicht bewohnt und sprachen den ersten Bewohnern de facto jegliches Recht auf Landbesitz ab. Die Siedler rodeten den Wald, legten Sümpfe trocken, bauten Farmen. In gewisser Weise zivilisatorische Errungenschaften, aber inakzeptabel für die Koorie, auch weil es die traditionelle Nutzung der betroffenen Gebiete als Lebensraum und zum Zwecke der Nahrungsgewinnung für sie unmöglich machte.</span></p>
<figure id="attachment_1691" aria-describedby="caption-attachment-1691" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1691" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1-1024x683.jpg" alt="Ein anderes Verständnis von Landbesitz (gezeichnet von Simon Kneebone)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1691" class="wp-caption-text">Ein anderes Verständnis von Landbesitz (gezeichnet von Simon Kneebone, mit freundlicher Genehmigung)</figcaption></figure>
<p><span style="color: black;">Die Koorie fühlen sich ihrem Land sehr eng verbunden. Die Natur ist ihre animistische religiöse Stätte. Sie erkennen ihre Gottheiten in Tieren, Bergen und Flüssen oder den Sternen. Wir lernten ihre <a href="http://www.brambuk.com.au/assets/pdf/GrampiansNationalParkGariwerdCreationStory.pdf">Schöpfungsgeschichte</a> (dreamtime story) kennen, in der </span><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Bunjil">Bunjil</a><span style="color: black;">, the great ancestral spirit, das Land erschuf und heute als Adler darüber wacht. Der Mythos beschreibt die Entstehung der Gebirge und Flüsse, sowie einiger Tiere. Zum Beispiel beschreibt sie, wie das Possum entstand oder wie der Emu seine Federn bekam. Die Landschaft ist also eng mit den Erzählungen und Legenden der Koorie verbunden. Daher fühlen sie sich auch weiterhin für das Land verantwortlich.</span></p>
<figure id="attachment_1693" aria-describedby="caption-attachment-1693" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1693" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1-1024x683.jpg" alt="Bunjil, Erschaffer der Welt für die Koori. Er wacht über das Land als Adler." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1693" class="wp-caption-text">Bunjil, Schöpfer der Welt für die Koorie. Er wacht als Adler über das Land.</figcaption></figure>
<h2>Unterwegs in Gariwerd</h2>
<p>Im Laufe der Führung fuhren wir durch das Gariwerd-Gebiet und besuchten einige interessante, für die dortigen Clans teilweise spirituell bedeutende Orte. Unsere Koorie-Führer zeigten uns Bäume, an denen vor langer Zeit große Stücke an Rinde entfernt wurde, um Trageschalen für Babys oder Kanus herzustellen. Diese werden als Narbenbäume bezeichnet. Am Ufer des Lonsdale See (Lake Lonsdale; Koorie-Name leider unbekannt) wurden aus verschiedenen Mineralien unterschiedliche Farben für Felszeichnungen gewonnen. Außerdem versuchten unsere Führer uns zu vermitteln, wie die Landschaft vor Ankunft der Siedler ausgesehen hatte. Durch Rodung sind dann landwirtschaftliche Nutzflächen angelegt worden und heute grasen hier Schafe und Rinder. Solche Eingriffe in die Natur wurden emotional und harsch kritisiert. Am Ende mancher Erläuterung folgte ein verbittert und anklagend klingendes: &#8222;This is disgusting!&#8220;.</p>
<figure id="attachment_1695" aria-describedby="caption-attachment-1695" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1695" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1-1024x683.jpg" alt="Bunjil und seine beiden Helfer, 2 Dingos" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1695" class="wp-caption-text">Bunjil und seine beiden Helfer, zwei Dingos</figcaption></figure>
<p>Wir sahen die Felsmalereien, die Bunjil und seine Helfer, zwei Dingos, darstellen. Heute ist das Werk durch eine Art Käfig geschützt, so dass man es zwar sehen kann, ihm aber nicht nahe kommt. Das ist einerseits gut, da Vandalismus (z.B. Graffiti) an solchen Orten oft ein Problem ist. Die Koorie fühlen sich aber andererseits in ihrer Glaubensausübung eingeschränkt, da sie die Zeichnung z.B. nicht instand setzen können und dürfen, was in der Vergangenheit anscheinend regelmäßig durchgeführt wurde. Den Schlüssel zum Gitter hat nur die Parkverwaltung und die Koorie fühlen sich dadurch in der Ausübung ihrer rituellen Praktiken eingeschränkt.</p>
<h2>Anerkennung der Koorie als Wächter der Landes</h2>
<p>Auf einem Schild in der Nähe der Zeichnung steht &#8222;Victoria Parks recognises the Traditional Owners of the area, their cultural connections to Country, and acknowledges these people, their renewal of connections and desire to help manage this land.&#8220; Diese Art der Anerkennung hörten und lasen wir öfter in Australien. Häufig wurden die Ureinwohner als „guardians of the land“ bezeichnet. Ein interessanter erster Schritt, der aber für sich allein nur ein Lippenbekenntnis ist.</p>
<figure id="attachment_1696" aria-describedby="caption-attachment-1696" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1696" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1-1024x683.jpg" alt="Offizielles Informationsschild" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1696" class="wp-caption-text">Offizielles Informationsschild</figcaption></figure>
<p>Wenn von Management des Landes gesprochen wird, ist es durchaus interessant, dass die Koorie früher das Land nicht nur bewohnt, sondern auf vielfältige Art und Weise auch verändert und beeinflusst haben. Sie waren also keine bloßen Jäger und Sammler. Während der kalten Jahreszeit legten sie zum Beispiel gezielt Feuer in jeweils umschriebenen Gebieten. Dies vernichtete Ansammlungen von brennbarem Unterholz und verhinderte damit gewaltige Buschbrände im Sommer. Auch konnten sie sich leichter durch die Wälder bewegen und das Feuer bewirkte einen Selektion von Pflanzen, die die Ureinwohner nutzten. Das Wissen um diese Art von Brandmanagement ist angeblich noch vorhanden und eine Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Nationalparks beginnt anscheinend.</p>
<figure id="attachment_1697" aria-describedby="caption-attachment-1697" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1697" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1-1024x683.jpg" alt="Gariwerd's spektuläre Landschaft" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1697" class="wp-caption-text">Gariwerd&#8217;s spektuläre Landschaft</figcaption></figure>
<p>Leider ist viel von dem alten Wissen der Koorie inzwischen verlorengegangen. Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen z.B. in der Nichtausübung der Praktiken oder in Verboten der Weißen. Dazu kommt noch, dass die junge Generation nicht in aller Konsequenz an den überlieferten Traditionen interessiert ist. Im Brambuk Cultural Center waren es eher die etwas älteren, die sich unserer Wahrnehmung nach engagierten. Die jüngere Generation muss wohl noch die Bedeutung ihrer kulturellen Identität für sich erkennen.</p>
<h2>Kaum politischer Einfluss</h2>
<p><span style="color: black;">Die Verbreitung der oben erwähnten Schöpfungsgeschichte ist lokal begrenzt und ein gutes Beispiel dafür, dass die ersten Einwohner Australiens </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aborigines">kein homogenes Volk</a><span style="color: black;"> sind. Es gibt unzählige Stämme und Clans mit jeweils eigenen Bräuchen, mit unterschiedlichen Sprachen und Dialekten. Sie leben weit voneinander entfernt, in sehr unterschiedlichen Regionen des riesigen Kontinents. In der Vergangenheit gab es durchaus auch bewaffnete Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen. Was sie vereint ist die Tatsache, dass sie bereits vor der Kolonialisierung in Australien gelebt haben. Ein einheitliches politisches Sprachrohr der Ureinwohner gibt es nicht. Diese Zersplitterung scheint eines der großen Probleme zu sein, da die ersten Einwohner nicht mit einer Stimme sprechen und nie gesprochen haben. Damit haben sie kaum politischen Einfluss und werden größtenteils von der australischen Regierung verwaltet. In manchen Gebieten gibt es auch kaum mehr Ureinwohner.</span></p>
<figure id="attachment_1698" aria-describedby="caption-attachment-1698" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1698" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1-1024x683.jpg" alt="Die Aboriginal Flagge, ein Zeichen von Einheit" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1698" class="wp-caption-text">Die Aboriginal Flagge, ein Zeichen von Einheit</figcaption></figure>
<p><span style="color: black;">Trotzdem gibt es einige wenige Zeichen der Einigkeit, zum Beispiel eine gemeinsame </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_der_Aborigines">Flagge der ersten Bewohner</a><span style="color: black;">. Das </span><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Barunga,_Northern_Territory#The_Barunga_Statement">Barunga Statement</a><span style="color: black;"> von 1988 formulierte gemeinsame Forderungen gegenüber der australischen Regierung. Trotzdem spielen die Stammes-Identitäten eine große Rolle und damit gibt es keine einheitliche politische Strategie.</span></p>
<h2>Erste Schritte auf einem langen Weg</h2>
<p>Insgesamt scheint jedoch ein Stein ins Rollen gekommen zu sein. Die Anerkennung der ersten Bewohner als australische Staatsbürger, die Aufhebung der Terra Nullius-Doktrin, die Diskussion um den Australia Day, all das sind wichtige Schritte. Bis zu einer Aussöhnung ist es anscheinend jedoch noch ein weiter Weg. Immerhin haben inzwischen in juristischen Verfahren einige Stämme ihr eigenes Gebiet zugesprochen bekommen. Hoffentlich kann eine neue Generation notwendige Kompromisse finden, um die bestehenden Konflikte in respektvollem Dialog wirklich zu lösen. Angehörige der aktuellen Generation wirkten noch sehr aufgebracht und verbittert, womöglich weil sie zu viel Unrecht persönlich miterlebt haben. Auf der Seite der Weißen stehen heute ggf. auch noch Menschen, die für die damaligen Regeln verantwortlich waren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmerkung: Es fiel uns sehr schwer, diesen Artikel zu verfassen. Wir haben uns bemüht, soweit es uns möglich ist, objektiv zu berichten. Jedoch ist unser Wissen zu diesem Thema weiterhin sehr begrenzt. Viele der Hintergründe waren neu für uns, z.B. die Ausmaße der Folgen der Kolonialisierung für die Einheimischen, Details der Lebensweise und Kultur und politische Spannungsfelder. Der Tag im Brambuk Cultural Center hat uns sehr bereichert. Im Anschluss diskutierten wir viel über die Situation der ersten Einwohner.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/die-ersten-bewohner-australiens/">Die ersten Bewohner Australiens</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/die-ersten-bewohner-australiens/">Die ersten Bewohner Australiens</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Australia Day in Melbourne</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2018 00:01:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Aborigines]]></category>
		<category><![CDATA[Australia Day]]></category>
		<category><![CDATA[Feiertag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. Januar feiern die Australier den Australia Day, der an die Ankunft der First Fleet in der Sydney Cove am 26. Januar 1788 erinnert. Dieser Feiertag ist nicht unumstritten. Die Aborigines bezeichnen diesen Tag als Invasion Day. So unterscheiden sich die Perspektiven. Wie wir diesen Tag in Melbourne erlebt haben, darüber möchten wir, möglichst &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="im">Am 26. Januar feiern die Australier den Australia Day, der an die Ankunft der First Fleet in der Sydney Cove am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Australia_Day" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?hl=de&amp;q=https://de.wikipedia.org/wiki/Australia_Day&amp;source=gmail&amp;ust=1522463269893000&amp;usg=AFQjCNF5lbFC1cIelTMfkwTT0NWZDP59XQ">26. Januar 1788</a> erinnert. Dieser Feiertag ist nicht unumstritten. Die Aborigines bezeichnen diesen Tag als Invasion Day. So unterscheiden sich die Perspektiven. Wie wir diesen Tag in Melbourne erlebt haben, darüber möchten wir, möglichst objektiv, berichten.</span></p>
<figure id="attachment_1575" aria-describedby="caption-attachment-1575" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-092556-5666-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1575" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-092556-5666-1-1024x683.jpg" alt="Am Australia Day wurden Fähnchen zur Parade ausgeteilt" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-092556-5666-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-092556-5666-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-092556-5666-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-092556-5666-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1575" class="wp-caption-text">Am Australia Day wurden Fähnchen zur Parade ausgeteilt</figcaption></figure>
<p><span id="more-1584"></span></p>
<h2>Flag Raising Ceremony und die Parade</h2>
<p>Das offizielle Programm zum Australia Day begann mit der sog. Flag Raising Ceremony und einer Parade. An beides hatten wir eher geringe Erwartungen, da wir nicht so recht wussten, was uns erwarten würde. So fanden wir uns 15 Minuten vor dem offiziellen Beginn des Programms an der City Hall ein, wo die Swanston Street schon für die Parade abgesperrt war. Wir suchten uns einen Platz in der nicht allzu großen Menge, von dem aus wir einen guten Blick auf das Geschehen haben würden. Die Pfadfinder, die an der Zeremonie teilnehmen sollten, wurden in unserer direkten Nähe positioniert und gegen 11 Uhr ging es los.</p>
<figure id="attachment_1576" aria-describedby="caption-attachment-1576" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-095432-4875-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1576" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-095432-4875-1-1024x683.jpg" alt="Bereit zum Hissen der Flaggen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-095432-4875-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-095432-4875-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-095432-4875-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-095432-4875-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1576" class="wp-caption-text">Bereit zum Hissen der Flaggen</figcaption></figure>
<p><span class="im">Eine Abordnung von Soldaten aus Heer, Marine und Luftwaffe marschierte ein und stellte sich in Reih und Glied vor der City Hall auf. Mehrere Politiker hielten kurze Ansprachen, von denen wir leider ob der schlechten Verstärkung sehr wenig verstanden. Immerhin bekamen wir mit, dass auch zwei ältere Abgesandte lokaler Aborigine-Stämme redeten. Außerdem wurden die Australians of the Year geehrt und die Gouverneurin schritt die Front der Soldaten ab. Schließlich wurden dann (endlich) die Fahnen gehisst: Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Australiens" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?hl=de&amp;q=https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Australiens&amp;source=gmail&amp;ust=1522463269893000&amp;usg=AFQjCNF-lt_WCZMvlfqb1e0LEL-hEaTu4w">Flagge Australiens</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_von_Victoria" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?hl=de&amp;q=https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_von_Victoria&amp;source=gmail&amp;ust=1522463269893000&amp;usg=AFQjCNEQb6bBwPFsIf4g82-tx2Qh4VmJKg">Flagge Victorias</a>, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_der_Aborigines" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?hl=de&amp;q=https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_der_Aborigines&amp;source=gmail&amp;ust=1522463269893000&amp;usg=AFQjCNEdQcOXtCuFK0bkCCKRBoEnEN5wzw">Aborigine-Flagge</a> und die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_der_Torres-Strait-Insulaner">Flagge der Torres-Straits-Insulaner</a>. Bis dahin war der Verlauf der Veranstaltung sehr formal, das sollte sich jedoch bald ändern.</span></p>
<figure id="attachment_1577" aria-describedby="caption-attachment-1577" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-103632-5696-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1577" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-103632-5696-1-1024x683.jpg" alt="Eine der chinesischen Gruppen in der Parade" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-103632-5696-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-103632-5696-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-103632-5696-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-103632-5696-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1577" class="wp-caption-text">Eine der chinesischen Gruppen in der Parade</figcaption></figure>
<p>Mit dem Auszug der Soldaten, gefolgt von den Pfadfindern, die eine große Australienflagge präsentierten, begann die Parade, in der sich diverseste Gruppen präsentierten. Es begann mit der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und der Küstenwache. Als nächstes zogen chinesische, ungarische, thailändische, ukrainische und Gruppen vieler anderer Nationalitäten in traditionellen Trachten vorbei, teilweise mit Musikinstrumenten und manche führten sogar spektakuläre Tänze auf. Auch Vertreter der LGBT-Szene in gewagten Aufmachungen nahmen teil und Rollenspieler, die u.a. als Figuren aus „Herr der Ringe“ und „Star Wars“ verkleidet waren. Ein abwechslungsreiches, buntes Treiben! Die 5 Deutschen in weißen Fußball-Trikots waren damit nicht ganz der Höhepunkt des Umzuges ;). Den Abschluss bildete ein Melbourner Verein, der sich für den Erhalt historischer Fahrräder einsetzt &#8211; wer hätte das gedacht!</p>
<figure id="attachment_1578" aria-describedby="caption-attachment-1578" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-110448-5731-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1578" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-110448-5731-1-1024x683.jpg" alt="Historische Fahrräder zum Abschluss der Parade" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-110448-5731-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-110448-5731-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-110448-5731-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-110448-5731-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1578" class="wp-caption-text">Historische Fahrräder zum Abschluss der Parade</figcaption></figure>
<h2>Die Gegendemonstration der Aborigines</h2>
<p>Wenige Minuten nach Abschluss der Parade versammelte sich die Gruppe, die im offiziellen Umzug gefehlt hatte: die Aborigines. Wir hatten schon vermutet, dass sie nicht in der Parade vertreten sein würden, aber mit der anschließenden ausgewachsenen Demonstration hatten wir nicht gerechnet. Die Aborigines versammelten sich ungefähr einen Block von unserem Standort entfernt und berittene Polizei führte den Zug an, der den gleichen Weg nahm wie die Parade.</p>
<figure id="attachment_1579" aria-describedby="caption-attachment-1579" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112212-5733-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1579" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112212-5733-1-1024x683.jpg" alt="Die Polizeit führt die Demonstration der Aborigines" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112212-5733-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112212-5733-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112212-5733-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112212-5733-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1579" class="wp-caption-text">Die Polizei führt die Demonstration der Aborigines an</figcaption></figure>
<p>Der Ton der Demonstration war schrill und laut, eine der Sprecherinnen brüllte Parolen mit überschnappender Stimme. Die Slogans waren: &#8222;Shame on Australia&#8220;, &#8222;No pride in genocide&#8220;, &#8222;Always was, always will be Aboriginal land&#8220;. Diese wurden über Megaphone und in Sprechgesängen immer wiederholt und standen auf den meisten Plakaten. Einige Transparente prangerten auch Todesfälle inhaftierter Ureinwohner an oder forderten die Abschaffung des Australia Day. An der Spitze des Zuges liefen einige Aborigines-Krieger mit Kriegsbemalung. Aber die meisten Demonstranten hätten wir auf der Straße nicht als Aborigines erkannt. Sicher hatten sich auch viele Sympathisanten dem Zug angeschlossen.</p>
<figure id="attachment_1580" aria-describedby="caption-attachment-1580" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112552-5735-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1580" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112552-5735-1-1024x683.jpg" alt="Australia Day = Invasion Day" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112552-5735-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112552-5735-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112552-5735-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-112552-5735-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1580" class="wp-caption-text">Australia Day = Invasion Day</figcaption></figure>
<p>In groben Zügen war uns die unrühmliche Geschichte der Kolonialisierung bekannt. Jedoch fehlten auf den Plakaten konkrete politische Forderungen, auf welche Weise die Ureinwohner für das erlittene Unrecht entschädigt werden könnten. Immerhin scheint es eine mittlerweile breitere Debatte zu geben, den Australia Day auf ein anderes Datum zu verlegen. Wir haben die Gegendemonstration so verstanden, dass es im Grunde darum ging, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die negativen Folgen der Kolonialisierung für die Aborigines zu lenken. Eine Interpretation der Herald Sun findet Ihr unter <a href="http://www.heraldsun.com.au/news/victoria/australia-day-2018-heavy-police-presence-around-melbourne-rallies/news-story/3cd02836c7e636edd2219b86bab3bb3d" target="_blank" rel="noopener" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?hl=de&amp;q=http://www.heraldsun.com.au/news/victoria/australia-day-2018-heavy-police-presence-around-melbourne-rallies/news-story/3cd02836c7e636edd2219b86bab3bb3d&amp;source=gmail&amp;ust=1522463269894000&amp;usg=AFQjCNFdaD1sTNa-n_hkPCgkZ6tIkVuzkA">diesem Link</a>.</p>
<h2>Einfach ein freier Tag</h2>
<p>Parade hin, Demo her, die meisten Australier wollten einfach nur ihren freien Tag genießen. Das BBQ (Barbie) und/oder Picknick schien in diesem Zusammenhang eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen zu sein. In vielen Parks gibt es öffentliche Grills, die natürlich alle besetzt waren. Außerdem hatten sich in der Kings Domain einige sog. Food Trucks versammelt und viele Leute lagerten auf dem Rasen und schlemmten. Abgesehen davon gab es einige Attraktionen, vor allem für Kinder. Und so schlenderten auch wir durch die Parks und probierten Häppchen aus einem internationalen Angebot. Dann besuchten wir die Gärten des Gouvernement House (der Residenz des Gouverneurs) und den weitläufigen Botanischen Garten, in dem auch auf allen Grünflächen gepicknickt wurde.</p>
<figure id="attachment_1582" aria-describedby="caption-attachment-1582" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-130422-5751-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1582" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-130422-5751-1-1024x683.jpg" alt="Öffentliches Picknick in der Kings Domain" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-130422-5751-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-130422-5751-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-130422-5751-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-130422-5751-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1582" class="wp-caption-text">Öffentliches Picknick in der Kings Domain</figcaption></figure>
<p>Leider zog sich am späten Nachmittag der Himmel zu und es begann zu regnen. Das sehenswerte Feuerwerk in den Docklands konnte zum Glück trotzdem stattfinden. So haben wir einen interessanten Australia Day &#8211; nicht frei von Kontroversen &#8211; erlebt.</p>
<figure id="attachment_1583" aria-describedby="caption-attachment-1583" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-200657-4937-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1583" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-200657-4937-1-1024x683.jpg" alt="Feuerwerk am Abend zum Abschluss des offiziellen Australia Day Programms" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-200657-4937-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-200657-4937-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-200657-4937-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180126-200657-4937-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1583" class="wp-caption-text">Feuerwerk am Abend zum Abschluss des offiziellen Australia Day Programms</figcaption></figure><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/australia-day-in-melbourne/">Australia Day in Melbourne</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/australia-day-in-melbourne/">Australia Day in Melbourne</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Kambodscha</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jan 2018 00:31:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kambodscha]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der Ankunft in Kambodscha wirkte Phnom Penh sehr modern auf uns. Die Straße vom Flughafen ins Stadtzentrum war gut, verglichen mit Myanmar gab es viel bunte Beleuchtung der Plätze und Leuchtreklame. Das Taxi erschien uns vergleichsweise neu und &#8211; oh Wunder &#8211; alle Sitze hatten funktionstüchtige Sicherheitsgurte. Unser Taxifahrer sprach zudem gutes Englisch. Der &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Ankunft in Kambodscha wirkte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Phnom_Penh">Phnom Penh</a> sehr modern auf uns. Die Straße vom Flughafen ins Stadtzentrum war gut, verglichen mit Myanmar gab es viel bunte Beleuchtung der Plätze und Leuchtreklame. Das Taxi erschien uns vergleichsweise neu und &#8211; oh Wunder &#8211; alle Sitze hatten funktionstüchtige Sicherheitsgurte. Unser Taxifahrer sprach zudem gutes Englisch. Der Transfer in die Stadt hatte dann auch den gehobenen Einheitspreis von 12 US-Dollar, mindestens doppelt so teuer wie in Myanmar.</p>
<figure id="attachment_1228" aria-describedby="caption-attachment-1228" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1228" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1-1024x683.jpg" alt="Willkommen in Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1228" class="wp-caption-text">Willkommen in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas</figcaption></figure>
<p><span id="more-1225"></span></p>
<h2>Kambodscha in Sorge</h2>
<p>Auf der Fahrt offenbarte sich jedoch auch bald ein negativer Aspekt der Situation des Landes. Nachdem die üblichen Einstiegsthemen (Woher? Wie lange in Kambodscha? etc.) das Eis gebrochen hatten, kam unser Taxifahrer schnell auf die Politik in Kambodscha zu sprechen. Das Land habe große Probleme: Bei den nächsten Wahlen hätte er keine echte Wahl, es gäbe nur eine Partei. Außerdem blühe die Korruption. Wie sich herausstellte, war dies keine Pauschalkritik am System, sondern er äußerte ernst gemeinte Sorgen.</p>
<p>Im Reiseführer wurde Kambodscha noch als vielversprechendes Land auf dem Weg zur Demokratie beschrieben, aber Mitte November 2017 wurde <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-11/kambodscha-oberstes-gericht-oppositionspartei">die größte Oppositionspartei durch den Obersten Gerichtshof verboten</a>. Nachdem die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Rettungspartei_Kambodschas">CNRP</a> bei den vergangenen Wahlen immer mehr Stimmen für sich verbuchen konnte, hätten die Wahlen 2018 Kambodscha eine neue Regierung bescheren können. Aber für den Machterhalt ist der aktuellen Regierung anscheinend jedes Mittel recht. Wir waren schockiert, und so richtig glaubten wir es erst, nachdem wir im Internet mehr Details gelesen hatten.</p>
<h2>Zu Besuch beim König</h2>
<p>Auch wenn die Macht beim ewigen Premierminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hun_Sen">Hun Sen</a> liegt, ist  <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Norodom_Sihamoni">König Norodom Sihamoni</a> das echte Staatsoberhaupt. Der Königspalast liegt im Herzen von Phnom Penh und war unser erstes Besichtigungsziel. Die 10 Dollar Eintritt pro Person fanden wir eher happig, die weiteren pauschalen 10 Dollar für einen Guide ebenso. Wir bekamen schnell den Eindruck, dass Touristen gemolken werden.</p>
<figure id="attachment_1229" aria-describedby="caption-attachment-1229" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1229" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1-1024x683.jpg" alt="Der Königspalast in Phnom Penh" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1229" class="wp-caption-text">Der Königspalast in Phnom Penh</figcaption></figure>
<p>Trotz des Preises war die Führung sehr interessant. Wir lernten viel über die Palastgebäude, den König, die Religion und Kambodscha. Auch hier erhielten wir so etwas wie einen Kommentar zur Politik in Kambodscha: Der Kommunismus sei wie ein Virus, der das Land bedrohen würde. Neben historischen Ereignissen meinte unser Guide damit vor allem China, das in großem Stil in Kambodscha <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/kambodscha-china-kommt-die-demokratie-geht-a-1167432.html">investiert und starken Einfluss ausübt</a>.</p>
<figure id="attachment_1230" aria-describedby="caption-attachment-1230" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1230" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1-1024x683.jpg" alt="Der Eingang zur Silberpagode" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1230" class="wp-caption-text">Der Eingang zur Silberpagode</figcaption></figure>
<p>Am Ende der Führung wurde für uns Geschichte lebendig. Unser Führer berichtete kurz über die Zeit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Khmer">Roten Khmer</a>, die er als Kind erlebt hatte: Mit seiner Familie wurde er gezwungen, die Stadt zu verlassen, wie sie auf dem Land lebten und sehr hart arbeiten mussten und wie sie nach dem Krieg wieder zurückkehrten nach Pnomh Penh. Dabei wurde uns erst so richtig bewusst, dass die Zeit der Gräuel unter den Roten Khmer noch nicht lange her ist. Um uns herum waren viele Kambodschaner, die diese schwere Zeit miterlebt hatten &#8211; im Gegensatz zu Deutschland, wo die Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges allmählich aussterben.</p>
<figure id="attachment_1231" aria-describedby="caption-attachment-1231" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1231" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1-1024x683.jpg" alt="Silberpagodenselfie" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1231" class="wp-caption-text">Silberpagodenselfie</figcaption></figure>
<h2>Phnom Penh</h2>
<p>Auch auf den zweiten Blick machte das Zentrum von Phnom Penh auf uns den Eindruck einer modernen Stadt. Da wir Yangon noch vor Augen hatten, erschienen im direkten Vergleich die Unterschiede enorm. Die Straßen waren sauberer, die Gehwege konnten wirklich als solche benutzt werden, das Warenangebot in den Geschäften wirkte deutlich umfangreicher. Obwohl in Phnom Penh nur zwei Drittel der Einwohnerzahl von Yangon leben, wirkte es deutlich großstädtischer.</p>
<figure id="attachment_1232" aria-describedby="caption-attachment-1232" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1232" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1-1024x683.jpg" alt="Das Unabhängigkeitsdenkmal im Zenrrum von Phnom Penh" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1232" class="wp-caption-text">Das Unabhängigkeitsdenkmal im Zentrum von Phnom Penh</figcaption></figure>
<p>Tourismus war im Zentrum von Phnom Penh ein unübersehbarer Wirtschaftszweig. An jeder Ecke wartete ein Überangebot von Tuk Tuk-Fahrern, die gerne eine Fahrt an Land ziehen wollten (<em>&#8222;Tuk Tuk? Killing Fields? Where you from?&#8220;</em>). Es gab viele Touranbieter, Wechselstuben, Hotels und Restaurants, die ganz eindeutig die zahlreichen Ausländer als Zielgruppe anvisierten. Auf der einen Seite war es positiv, ein gutes Angebot zu haben, aber gleichzeitig wirkte alles geschäftsorientierter und oberflächlicher. In Myanmar waren wir als Ausländer aufgefallen, hier wurden wir als Touristen und damit als mögliche Geldquelle wahrgenommen.</p>
<figure id="attachment_1233" aria-describedby="caption-attachment-1233" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1233" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1-1024x548.jpg" alt="Unterwegs mit dem Tuk Tuk" width="525" height="281" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1-1024x548.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1-300x161.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1-768x411.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1233" class="wp-caption-text">Unterwegs mit dem Tuk Tuk</figcaption></figure>
<h2>Von kleinen und großen Fischen</h2>
<p>Viele (v.a. höhere) Preise waren in Dollar ausgezeichnet, die eigene Währung (Riel, der kleine Fisch, wie wir auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kambodschanischer_Riel">Wikipedia</a> lernten) spielte eher die zweite Geige. Trotzdem ließen sich beide Währungen überall zum Kurs von 1:4000 problemlos ineinander tauschen &#8211; solange die großen Fische, die Dollarscheine, keine Risse, Falten oder sonstigen Gebrauchsspuren hatten.</p>
<p>Die Riel übernahmen so meist die Rolle von Kleingeld, da es auch hier (wie in Myanmar) keine Münzen gab. So bekamen wir beim Bezahlen oft Teile des Wechselgeldes in Riel. Das gleiche funktionierte auch in die andere Richtung: 6 Dollar kann man mit einem 5 Dollar Schein und weiteren 4000 Riel bezahlen &#8211; ein ungewöhnliches Konzept, an das wir uns erst gewöhnen mussten.</p>
<figure id="attachment_1237" aria-describedby="caption-attachment-1237" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1237" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1-1024x683.jpg" alt="Dollar und Riel im Duet" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1237" class="wp-caption-text">Dollar und Riel im Duett</figcaption></figure>
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		<title>Wie war Myanmar?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Dec 2017 09:45:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
		<category><![CDATA[Buddhismus]]></category>
		<category><![CDATA[buddhistisch]]></category>
		<category><![CDATA[Fazit]]></category>
		<category><![CDATA[Mönch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Myanmar hat uns sehr gut gefallen. Auch auf den vermeintlich ausgetretenen Pfaden sind (noch) vergleichsweise wenige Touristen unterwegs. Bagan, die Shwedagon-Pagode in Yangon und Kalaw waren die einzigen wirklich touristischen Orte. Sonst tauchten wir in den Alltag Myanmars ein. Aufgefallen sind wir natürlich trotzdem, v.a. Mona mit Ihren blonden Löckchen. Die Einheimischen waren uns gegenüber &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Myanmar hat uns sehr gut gefallen. Auch auf den vermeintlich ausgetretenen Pfaden sind (noch) vergleichsweise wenige Touristen unterwegs. Bagan, die Shwedagon-Pagode in Yangon und Kalaw waren die einzigen wirklich touristischen Orte. Sonst tauchten wir in den Alltag Myanmars ein. Aufgefallen sind wir natürlich trotzdem, v.a. Mona mit Ihren blonden Löckchen. Die Einheimischen waren uns gegenüber aber fast ohne Ausnahme freundlich und aufgeschlossen, was zu schönen und interessanten Begegnungen führte. Und es gibt in Myanmar viele spektakuläre Sehenswürdigkeiten.</p>
<figure id="attachment_1298" aria-describedby="caption-attachment-1298" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171113-090638-0035-Edit-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1298" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171113-090638-0035-Edit-1-1024x683.jpg" alt="Der alternative Golden Rock an der Nwa La Bo Pagode" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171113-090638-0035-Edit-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171113-090638-0035-Edit-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171113-090638-0035-Edit-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171113-090638-0035-Edit-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1298" class="wp-caption-text">Der alternative Golden Rock an der Nwa La Bo Pagode</figcaption></figure>
<p><span id="more-1207"></span></p>
<h2>Myanmar war anders als erwartet</h2>
<p>Es ist schwer zu sagen, was wir wirklich erwartet haben, aber wir sind uns einig, wir hatten uns Myanmar anders vorgestellt, irgendwie ärmer, irgendwie unorganisierter. Laut Statistik sieht es für Myanmar finanziell nicht so gut aus: Mit einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt_pro_Kopf">BIP von 1269 Dollar pro Kopf</a>, auf Platz 155 von 190, rangiert Myanmar deutlich im unteren Viertel der in der Statistik verglichenen Länder dieser Erde.</p>
<p>Misst man hingegen kaufkraftbereinigt, so ist Myanmar mit 5832 Dollar auf Platz 131, knapp hinter Vietnam (Platz 129) aber vor Laos (Platz 132) und Kambodscha (Platz 145). Diese Einordnung passt gefühlt auch deutlich besser. Die Märkte bieten ein großes und vielfältiges Warenangebot und viele Menschen machen einen sehr geschäftstüchtigen Eindruck. Die großen ausländischen Marken sind relativ wenig präsent, und so bekommen die Menschen viel Gegenwert für ihre Kyats, da kein Shareholder Value befriedigt oder aufwändiges Marketing betrieben werden muss.</p>
<figure id="attachment_1211" aria-describedby="caption-attachment-1211" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171103-134510-1181-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1211" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171103-134510-1181-1-1024x683.jpg" alt="Auf dem Fischmarkt in Mandalay" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171103-134510-1181-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171103-134510-1181-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171103-134510-1181-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171103-134510-1181-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1211" class="wp-caption-text">Auf dem Fischmarkt in Mandalay</figcaption></figure>
<h2>Myanmar ist erstaunlich gut organisiert</h2>
<p>Außerdem funktionierte das Land vergleichsweise gut. Die Busse und Bahnen waren in der Regel langsam aber zuverlässig &#8211; die holperige Infrastruktur wird einfach mit eingerechnet. Wir konnten uns trotz manchmal auftretender Verständigungsschwierigkeiten immer auf die Menschen verlassen, versetzt wurden wir nie. Kurze Stromausfälle gab es nur im Süden in Mawlamyine, und das Internet funktionierte prima. Auch wenn so manches Hotel-WLAN eher auf Modem-Geschwindigkeit lief &#8211; vor allem mobil war man für umgerechnet 3 Euro im Monat bestens mit schnellem Internet versorgt.</p>
<p>Kein Wunder also, dass fast jeder Burmese nonchalant ein Smartphone im Bund seines <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Longyi">Longyi</a>, des traditionellen Wickelrockes für Frauen und Männer, stecken hatte. Mönche waren da keine Ausnahme. Zuweilen hatten wir den Eindruck, dass das Gebot der Enthaltsamkeit in diesem Punkt aufgeweicht war. Traditionell darf ein Mönch nur Gewand, Sandalen, einen Fächer, einen Schirm und eine Almosenschale besitzen. Neuerdings scheint die Liste der erlaubten Besitztümer um das Smartphone erweitert worden zu sein.</p>
<figure id="attachment_1213" aria-describedby="caption-attachment-1213" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-170836-0258-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1213" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-170836-0258-1-1024x683.jpg" alt="Selfie mit modernerm Mönch" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-170836-0258-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-170836-0258-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-170836-0258-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-170836-0258-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1213" class="wp-caption-text">Selfie mit modernem Mönch</figcaption></figure>
<h2>Sehr buddhistisch und sehr golden</h2>
<p>Mönche waren überall ein fester Bestandteil des Straßenbildes in Myanmar. Ob Großstadt oder Dorf, am Flughafen oder im Vergnügungspark, Mönche haben wir überall gesehen. Auch wenn es zahlenmäßig nach unserer Wahrnehmung deutlich weniger sind, so gibt es auch viele buddhistische Nonnen, die an ihrer markanten rosafarbenen  Tracht zu erkennen sind. Die Zahl der Mönche und Nonnen muss in die Hunderttausende gehen.</p>
<figure id="attachment_1214" aria-describedby="caption-attachment-1214" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-083924-1656-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1214" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-083924-1656-1-1024x683.jpg" alt="Ein Mönch in Kalaw" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-083924-1656-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-083924-1656-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-083924-1656-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-083924-1656-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1214" class="wp-caption-text">Ein Mönch in Kalaw</figcaption></figure>
<p>Weiterhin prägen Tausende goldener Pagoden die Städte und das Landschaftsbild von Myanmar. Es ist kein Klischee sondern Realität: Es gibt nicht nur die großen bekannten &#8211; man hat den Eindruck an jeder Ecke stünde eine goldene Stupa. Das Gold ist natürlich selten echt sondern meistens Goldfarbe, aber die Farbpräferenz ist eindeutig: Gold is beautiful!</p>
<figure id="attachment_1212" aria-describedby="caption-attachment-1212" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-101000-9982-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1212" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-101000-9982-1-1024x683.jpg" alt="Myanmar, das goldene Land" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-101000-9982-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-101000-9982-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-101000-9982-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171110-101000-9982-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1212" class="wp-caption-text">Myanmar, das goldene Land</figcaption></figure>
<p>Der Buddhismus ist nicht nur dadurch wahrnehmbar im alltäglichen Leben der Menschen verwurzelt. Die vielen Tempel, Payas und Stupas sind aktive Anbetungsstätten. Für die Tempel, Klöster und das eigene Karma spenden die Burmesen gerne Kyats und Gebrauchsgegenstände oder legen den Mönchen, die morgens in langen Reihen durch den Ort gehen, Lebensmittel in ihre Almosenschalen. Oft gibt es einen Vorboten, der eine Art Glocke schlägt, damit die Gläubigen die Speisen bereitstellen können. Die Prozession der Mönche folgt einige Minuten später mit ihren Sammelschalen. Die Menschen geben ihnen Nahrungsmittelspenden und auch Hotelangestellte bringen etwas vom Buffet.</p>
<figure id="attachment_1215" aria-describedby="caption-attachment-1215" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171118-175143-0627-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1215" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171118-175143-0627-1-1024x683.jpg" alt="Die Sule Pagode in Yangon" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171118-175143-0627-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171118-175143-0627-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171118-175143-0627-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171118-175143-0627-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1215" class="wp-caption-text">Die Sule-Pagode in Yangon</figcaption></figure>
<h2>Viele Herausforderungen</h2>
<p>Man könnte also den Eindruck gewinnen, die Lage in Myanmar sei doch ganz gut. Das ist jedoch nur bedingt der Fall. Auf der <a href="http://wittmann-tours.de/politik-in-myanmar/">politischen Bühne</a> herrscht noch lange keine Einigkeit im Land, obwohl die Einheit Myanmars demonstrativ immer wieder betont wird. Das Militär bestimmt noch überproportional die Geschicke des Landes. In manchen Regionen herrschen kriegsähnliche Zustände. Der Drogenanbau und -handel ist weiterhin ein blühende Einkommensquelle in den Grenzgebieten im Osten. Zudem ist der Alltag für viele Bewohner Myanmars sehr hart und beschwerlich.</p>
<p>Auf dem Land haben sich in großen Teilen des Landes nach unserem Eindruck die landwirtschaftlichen Anbaumethoden seit Jahrhunderten nicht verändert. So romantisch einem als Reisenden von Ochsen gezogene Pflüge und von Hand gedroschener Reis auch erscheinen mögen, in Wirklichkeit ist es &#8211; vor allem in tropischem Klima &#8211; harte Knochenarbeit. Auch wenn wir insgesamt vom Lebensstandard positiv überrascht waren, so wirkten selbst die Großstädte auf uns eher wie große Dörfer und stellenweise fast ländlich.</p>
<figure id="attachment_1218" aria-describedby="caption-attachment-1218" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-172029-2546-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1218" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-172029-2546-1-1024x576.jpg" alt="Yagon von aus der Vogelperspektive. Mit 5 Mio die größte Stadt Myanmars, aber kein Großstadtfeeling" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-172029-2546-1-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-172029-2546-1-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-172029-2546-1-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-172029-2546-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1218" class="wp-caption-text">Yagon aus der Vogelperspektive. Mit 5 Mio die größte Stadt Myanmars, aber kein echtes Großstadtfeeling</figcaption></figure>
<p>Sobald man die Hauptstraßen verlässt, durchquert man selbst im Zentrum Yangons in den Nebenstraßen improvisierte Märkte mit Obst- und Gemüseständen, kleinen mobilen Garküchen und diversen anderen Ständen, die von der Handyhülle bis zum Regenschirm alle denkbaren Alltagsgegenstände verkaufen.</p>
<figure id="attachment_1216" aria-describedby="caption-attachment-1216" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-095301-2435-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1216" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-095301-2435-1-1024x683.jpg" alt="Eine Nebenstrasse in Yangon" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-095301-2435-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-095301-2435-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-095301-2435-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-095301-2435-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1216" class="wp-caption-text">Eine der größeren Nebenstraße in Yangon</figcaption></figure>
<p>Soziale Absicherung oder regelmäßiger Schulbesuch für Kinder sind leider keine Selbstverständlichkeit. Auch wenn gerne betont wird, dass Schulpflicht herrscht, haben wir trotzdem immer wieder Kinderarbeit gesehen. Am Eingang DER wichtigsten heiligen Stätte in Yangon, der Shwedagon-Pagode, passen Kinder auf die Schuhe der Besucher am Eingang auf &#8211; keine harte Arbeit, aber dennoch für uns ein ungewohnter Anblick. Unfassbar fanden wir allerdings, dass Kinder auch harte körperliche Arbeit nachts im Straßenbau verrichten.</p>
<h2>Myanmars Zukunft</h2>
<p>Es liegt also noch ein langer und steiniger Weg vor Myanmar. Die Menschen, mit denen wir gesprochen haben, blickten jedoch zuversichtlich in die Zukunft. Mit Aung San Suu Kyi als Kristallisationspunkt ist die Hoffnung auf mehr Demokratie vorhanden. Vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht geht es den Menschen deutlich besser als noch vor einigen Jahren. So hoffen wir, dass sich die Lebensbedingungen auch in Zukunft verbessern werden.</p>
<figure id="attachment_1217" aria-describedby="caption-attachment-1217" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171109-113158-1631-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1217" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171109-113158-1631-1-1024x683.jpg" alt="Ein Klassenzimmer in der Nähe von Kalaw" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171109-113158-1631-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171109-113158-1631-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171109-113158-1631-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171109-113158-1631-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1217" class="wp-caption-text">Ein Klassenzimmer in der Nähe von Kalaw</figcaption></figure>
<p>Es wäre erfreulich, wenn Myanmar weiterhin das freundliche und aufgeschlossene Land bleiben würde, das wir erlebt haben. Je mehr Touristen kommen, desto mehr Einheimische werden von dieser Entwicklung profitieren wollen. Dies wird zu mehr Professionalität im Umgang mit Reisenden, aber auch zu weniger persönlichen Begegnungen für diese mit Burmesen führen. Wie wenig touristisch Myanmar war, merkten wir erst so richtig, nachdem wir in Kambodscha gelandet waren, aber das ist eine andere Geschichte. Tata Myanmar! Auf Wiedersehen Myanmar! Den Einwohnern dieses wunderschönen Landes wünschen wir für die Zukunft alles Gute!</p>
<figure id="attachment_1219" aria-describedby="caption-attachment-1219" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-173604-0316-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1219" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-173604-0316-1-1024x693.jpg" alt="Sonnenuntergang bei Kyauk Kalat" width="525" height="355" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-173604-0316-1-1024x693.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-173604-0316-1-300x203.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-173604-0316-1-768x520.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171114-173604-0316-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1219" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang bei Kyauk Kalat</figcaption></figure><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/wie-war-myanmar/">Wie war Myanmar?</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/wie-war-myanmar/">Wie war Myanmar?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Politik in Myanmar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Dec 2017 14:32:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
		<category><![CDATA[Aung San Suu Kyi]]></category>
		<category><![CDATA[Buddhismus]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Moustache Brothers]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Myanmar hat seit einigen Monaten das zweifelhafte Privileg, in den internationalen Medien aufzutauchen. Der vielschichtige Konflikt um die Rohingya ist der Anlass (obwohl es noch zahlreiche andere teils bewaffnete Konflikte zwischen der burmesischen Armee und einigen Ethnien im Land gibt) und für uns auch ein Grund, mit offenen Augen und Ohren in Myanmar unterwegs zu &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Myanmar hat seit einigen Monaten das zweifelhafte Privileg, in den internationalen Medien aufzutauchen. Der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=0uB8pBJ2S7I">vielschichtige Konflikt</a> um die Rohingya ist der Anlass (obwohl es noch zahlreiche andere teils bewaffnete Konflikte zwischen der burmesischen Armee und einigen Ethnien im Land gibt) und für uns auch ein Grund, mit offenen Augen und Ohren in Myanmar unterwegs zu sein und die Politik im Auge zu behalten. Was erzählen die Menschen? Was berichten die Medien? Und was vielleicht auch nicht?</p>
<figure id="attachment_1200" aria-describedby="caption-attachment-1200" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-132650-2499-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1200" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-132650-2499-1-1024x683.jpg" alt="Aung San Suu Kyi taucht oft in Myanmar auf" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-132650-2499-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-132650-2499-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-132650-2499-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-132650-2499-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1200" class="wp-caption-text">Aung San Suu Kyi ist in Myanmar häufig präsent</figcaption></figure>
<p><span id="more-1178"></span></p>
<h2>Die Lady Aung San Suu Kyi</h2>
<p>Wie wir schon in unseren <a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-myanmar/">Erlebnissen vom ersten Tag</a> berichteten, sprachen die Menschen gelegentlich auch aus eigener Initiative über Politik. Meist war dies nicht sehr differenziert und auch erst, wenn man etwas mehr Zeit miteinander verbracht hatte. Die Zeit der Militärregierung wird generell negativ wahrgenommen. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aung_San_Suu_Kyi">Aung San Suu Kyi</a> dagegen erfreut sich nach unserer Wahrnehmung großer Zustimmung in der Bevölkerung. Es hingen Plakate in einigen Dörfern, um sich zu ihr zu bekennen, auf der Straße wurden Kalender mit Bildern von ihr verkauft und in dem Frühstücksraum eines Hotels sahen wir auch ein Exemplar. Alle Menschen, mit denen wir redeten, sprachen positiv über sie, kritische Stimmen haben wir nicht gehört. Natürlich ist unser Eindruck aufgrund der weit verbreiteten Sprachbarriere nicht repräsentativ.</p>
<figure id="attachment_1194" aria-describedby="caption-attachment-1194" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-132047-0990-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1194" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-132047-0990-1-1024x683.jpg" alt="Unterstützung für Aung San Suu Kyi" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-132047-0990-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-132047-0990-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-132047-0990-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-132047-0990-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1194" class="wp-caption-text">Unterstützung für Aung San Suu Kyi</figcaption></figure>
<p>Im Gegensatz dazu hat die Polizei ein sehr schlechtes Image. Sie wird als korrupt wahrgenommen. Sowohl von Taxifahrern als auch beim Besuch der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Moustache_Brothers">Moustache Brothers</a> erfuhren wir, dass man durch Zahlungen von kleineren Summen größeren Strafen entgehen kann. Es herrscht zum Beispiel eigentlich Helmpflicht beim Mopedfahren. Wird man ohne Helm &#8222;erwischt&#8220; (was bei konsequentem Durchsetzen dieser Regel gefühlte 80%+ der Fahrer wären), beläuft sich die Strafe offiziell auf 30.000 Kyat (ca. 20 Euro). 5.000 Kyat in die Hand des Polizisten reichen unter Umständen aber auch. Wie es bei schwerwiegenderen Vergehen läuft wurde nicht erwähnt, aber man kann es sich wohl vorstellen.</p>
<h2>Politisches Kabarett bei den Moustache Brothers</h2>
<p>Die oben erwähnten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Moustache_Brothers">Moustache Brothers</a> waren ein Comedy-Trio, das durch ihre Aufführungen mit der Militärregierung in Konflikt geraten ist. Dafür haben Par Par Lay, Lu Zaw und Lu Maw lange Jahre im Gefängnis verbracht hat. Heute sind sie nur noch ein Duo, da Par Par Lay, der Kopf des Trios, vor ca. 4 Jahren verstarb. Trotzdem finden täglich Aufführungen in Mandalay statt: Das Zielpublikum sind Touristen, die Sprache ist Englisch. Einheimischen ist das Ansehen der Show nicht gestattet.</p>
<figure id="attachment_1196" aria-describedby="caption-attachment-1196" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-202522-1057-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1196" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-202522-1057-1-1024x683.jpg" alt="Die Show findet bei den Moustache Brothers im umgebauten Wohnzimmer statt" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-202522-1057-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-202522-1057-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-202522-1057-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-202522-1057-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1196" class="wp-caption-text">Die Show findet bei den Moustache Brothers im umgebauten Wohnzimmer statt</figcaption></figure>
<p>Diese &#8222;aufrührerische&#8220; Comedy wollten wir uns natürlich ansehen. Die Show wurde von Lu Maw geführt, Lu Zaw hatte einen eher passiven Part. Das Programm bestand aus klassischen Tänzen, Slapstick und Comedy. Wer beißende Comedy und Satire erwartet, wird enttäuscht sein. Für unseren Geschmack waren die Inhalte eher zahm, aber wohl kritisch genug, um dafür ins Gefängnis zu kommen. Hier ein Beispiel:</p>
<p><em>Ein Burmese hat Zahnschmerzen und fährt nach Thailand, um sich dort behandeln zu lassen. Der Zahnarzt fragt: &#8222;Habt ihr denn in Myanmar keine Zahnärzte?&#8220; Daraufhin antwortet der Patient: &#8222;Klar, haben wir, aber wir dürfen zu Hause den Mund nicht aufmachen!&#8220;</em></p>
<p>Die Show war auf alle Fälle sehr unterhaltsam und sehenswert, auch wegen des engagierten und charismatischen Vortrags von Lu Maw!</p>
<figure id="attachment_1197" aria-describedby="caption-attachment-1197" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-212444-1074-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1197" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-212444-1074-1-683x1024.jpg" alt="Schilder unterstützen Lu Maws charismatische Performance" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-212444-1074-1-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-212444-1074-1-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-212444-1074-1-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171102-212444-1074-1.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1197" class="wp-caption-text">Schilder unterstützen Lu Maws charismatische Performance</figcaption></figure>
<h2>Der Buddhismus und andere Religionen</h2>
<p>Der buddhistische Glaube ist in der Bevölkerung Myanmars (egal ob bei jung oder alt, reich oder arm, einflußreich oder nicht) sehr tief verwurzelt und wir haben noch kein Land erlebt, in dem diese Religion so omnipräsent ist. Über 90% der Menschen sind Buddhisten, und der Buddhismus wird aktiv gelebt. Selbst in den abgelegensten Gegenden findet man goldene Pagoden, in allen Tempeln sahen wir betende Menschen, überall trifft man auf Mönche in ihren bordeauxfarbenen Gewändern, die Buddhastatuen werden gewaschen und poliert, Lebensmittel, Sachgegenstände und Geld an die Klöster gespendet.</p>
<p>Erstaunlich ist, dass es in Myanmar im Rahmen dieser friedliebenden Religion auch eine radikale Strömung, gewalttätige Mönche und sogar Pogrome gegen Moslems gibt &#8211; auch wenn wir darüber nur aus den <a href="http://www.ardmediathek.de/tv/Weltspiegel/Myanmar-Buddhisten-hetzen-gegen-Muslime/Das-Erste/Video-Podcast?bcastId=329478&amp;documentId=47471682">westlichen Medien</a> wissen. Uns gegenüber wurden zwei mal Ressentiments gegenüber dem Islam geäußert, das Christentum dagegen wurde nicht als negativ betrachtet.</p>
<h2>Der Papst zu Besuch in Myanmar</h2>
<p>Kurz vor unserer Abreise landete Papst Franziskus auf seiner Reise nach Myanmar und Bangladesh in Yangon. Somit haben wir nur die Vorbereitungen miterlebt. Das eigentliche Event verfolgten wir aus der Ferne.</p>
<figure id="attachment_1199" aria-describedby="caption-attachment-1199" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-115523-2484-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1199" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-115523-2484-1-1024x683.jpg" alt="Papst Franziskus kommt zu Besuch" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-115523-2484-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-115523-2484-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-115523-2484-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-115523-2484-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1199" class="wp-caption-text">Papst Franziskus zu Besuch in Myanmar</figcaption></figure>
<p>Der Anlass der Reise war aufgrund der Reiseroute des Papstes (Myanmar und Bangladesch) für uns offensichtlich. In der Öffentlichkeit wurden diplomatisch Friede und Toleranz als Grund für den Besuch genannt. Trotz der gerade mal 1% Katholiken im Land schien ganz Yangon den Papst begeistert zu erwarten. Viele Leute trugen T-Shirts mit dem Bildnis des Heiligen Vaters und überall prangten große Willkommensplakate. Der Konflikt mit den Rohingya fand nirgendwo Erwähnung.</p>
<p>Im Vorfeld hatten wir in den öffentlichen Medien (soweit wir diese verstehen konnten), nichts zum Papstbesuch gesehen, geschweige denn wurde das R-Wort erwähnt. Stattdessen hatten die Nachrichten bessere Beziehungen zu China, Fortschritte beim Ausbau von Kraftwerken und Sozialprojekte zum Thema. (Dieselben Nachrichten liefen übrigens tagelang im Fernsehen mit 100% den gleichen Beiträgen.) <a href="https://www.mmtimes.com/news/pope-francis-prayer-peace-myanmar.html">Dieser Artikel aus der Myanmar Times</a> schreibt wahrscheinlich so viel, wie zu dem Thema „Besuch des Papstes“ gesagt werden darf.</p>
<figure id="attachment_1198" aria-describedby="caption-attachment-1198" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-074957-0641-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1198" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-074957-0641-1-1024x683.jpg" alt="Saint Mary's Cathedral, die zentrale katholische Kirche in Yangon" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-074957-0641-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-074957-0641-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-074957-0641-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171119-074957-0641-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1198" class="wp-caption-text">Saint Mary&#8217;s Cathedral, die zentrale katholische Kirche in Yangon</figcaption></figure>
<h2>Wenig sichtbare Politik</h2>
<p>Aufgrund der Sprachbarriere, v.a. bei diesen etwas komplizierteren Themen, waren unsere Einblicke in die politischen Geschehnisse sehr begrenzt. Zudem haben wir politische Themen nicht aktiv angesprochen, sondern sind nur darauf eingegangen, wenn Einheimische sich uns gegenüber äußerten. Wir waren etwas überrascht, dass einige Burmesen uns gegenüber aktiv über Politik redeten. Auch wenn Kritik an der Regierung schwere Folgen haben kann, scheinen sie sich uns gegenüber sicher gefühlt zu haben.</p>
<p>Trotzdem ist das Internet anscheinend nicht zensiert. Die Rohversion dieses Artikels schrieb ich in Yangon am Flughafen. Dabei habe ich natürlich nach allen verdächtigen und aufrührerischen Stichwörtern gesucht &#8211; immer mit Erfolg und ohne jegliche Einschränkung. Wer also in Myanmar nach Informationen sucht und einer Fremdsprache mächtig ist (ja, viele Hindernisse), der stößt auf Antworten.</p>
<p>Für Myanmar hoffen wir, dass sich die vielen inneren Konflikte lösen lassen, damit endlich in allen Landesteilen Frieden einkehren kann.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/politik-in-myanmar/">Politik in Myanmar</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/politik-in-myanmar/">Politik in Myanmar</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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