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	<title>nachhaltig Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>nachhaltig Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Feynan &#8211; Nachhaltigkeit in der Wüste?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Dec 2019 00:01:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach so viel Kultur in Amman, rund um Madaba, an den biblischen Orten und in Jerash fuhren wir in die Wüste, um die Natur und das traditionelle Leben der Beduinen in Jordanien kennenzulernen. Wenn man dem Reiseführer und vielen Quellen im Internet glaubt, dann gibt es dafür keinen besseren Ort als die vielfach international ausgezeichnete &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach so viel Kultur in Amman, rund um Madaba, an den biblischen Orten und in Jerash fuhren wir in die Wüste, um die Natur und das traditionelle Leben der Beduinen in Jordanien kennenzulernen. Wenn man dem Reiseführer und vielen Quellen im Internet glaubt, dann gibt es dafür keinen besseren Ort als die vielfach international ausgezeichnete <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Royal_Society_for_the_Conservation_of_Nature#Feynan_Ecolodge">Feynan Ökolodge</a>. Würde die Unterkunft die hohen Erwartungen erfüllen können? Wäre sie wirklich ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit?</p>
<figure id="attachment_3861" aria-describedby="caption-attachment-3861" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3861" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-1024x683.jpg" alt="Willkommen in der Feynan Ökolodge" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-172147-0493-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3861" class="wp-caption-text">Willkommen in der Feynan Ökolodge</figcaption></figure>
<p><span id="more-3888"></span></p>
<h2>Die Feynan Ökolodge</h2>
<p>Das Konzept der Feynan Ökolodge beruht auf mehreren Elementen, die Nachhaltigkeit garantieren sollen. Mitten in der Wüste gelegen, ist das Hotel nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Stattdessen wird der gesamte Strom über Solarzellen generiert. Die Verpflegung ist ausschließlich vegetarisch und besteht im Wesentlichen aus lokalen Produkten. Außerdem rekrutiert die Lodge viele ihrer Angestellten aus den Beduinenfamilien der Region, vom Fahrer bis zum Guide. Auch bietet die Lodge Aktivitäten zusammen mit den lokalen Familien an, so dass die Besucher einen Einblick in deren Lebensweise gewinnen können. Das hört sich fast schon zu gut an, um wahr zu sein.</p>
<figure id="attachment_3862" aria-describedby="caption-attachment-3862" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3862 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-1024x683.jpg" alt="Von außen ist die Feynan Lodge eher unscheinbar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151456-3455.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3862" class="wp-caption-text">Von außen ist die Feynan Lodge eher unscheinbar.</figcaption></figure>
<p>Wir reisten via Pkw-Transfer an, mussten aber ab der Rezeption, 15 Kilometer von der eigentlichen Lodge entfernt, in den klapprigen 4&#215;4 Pickup eines Beduinen umsteigen. Unser Gepäck fand auf der Ladefläche Platz, wir auf dem Rücksitz. Der Rest des Weges war in der Tat eine Piste, die Jordanier unterschätzen jedoch ihre Straßen. Für alle Verkehrswege, die nicht asphaltiert waren, wurde uns ein Allradfahrzeug angeraten, im Geländewagen fuhr man dann maximal 10km/h. Andere Länder würden die Pisten dort zu Nationalstraßen erklären ;). Feynan müssen wir zugutehalten, dass die Beduinen sich mit den Transfers ein Zubrot verdienen können.</p>
<figure id="attachment_3887" aria-describedby="caption-attachment-3887" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3887 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-1024x683.jpg" alt="Diese Piste wäre auch für Pkws problemlos befahrbar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180928-165520-0485.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3887" class="wp-caption-text">Diese Piste wäre auch für Pkws problemlos befahrbar.</figcaption></figure>
<p>Das Gebäude der Lodge spiegelte die Farben der Landschaft wider und erinnerte mit seinen abweisenden Außenmauern ein wenig an eine Festung. Statt Wachtürmen befanden sich allerdings Solarzellen auf dem Dach. Die dicken Wände und kleinen Fenster sollen tagsüber die Hitze abhalten, was allerdings in unserem Zimmer nur mäßig effektiv zu sein schien. Um die heiße Luft nach Sonnenuntergang wieder gegen kühlere auszutauschen, gab es statt einer stromfressenden Klimaanlage nur einen Standventilator, der allerdings der enormen Wüstenhitze wenig entgegenzusetzen hatte. Dabei handelte es sich um den einzigen Stromverbraucher im Zimmer. Um die Benutzung mitgebrachter Elektrogeräte zu verhindern, gab es für den Ventilator keine frei zugängliche Steckdose, sondern das Ende des Kabels verschwand in einem fest installierten Anschluss. Eigene Geräte mussten an einer der Steckdosen an der Rezeption geladen werden. Uns erschien Feynan subjektiv als der heißeste Ort unserer Weltreise und so hätten wir ein wenig Abkühlung durch eine Klimaanlage sehr begrüßt.</p>
<h2>Blick zu den Sternen</h2>
<p>Nach Sonnenuntergang wurde es nicht nur draußen finster, auch in der Lodge gab es dann wenig Helligkeit. Elektrisches Licht leuchtete nur im Rezeptionsbereich und in den Badezimmern. Die Schlafräume und Gänge wurden durch den Schein von lokal hergestellten Kerzen mehr oder weniger erleuchtet. Das war natürlich sehr stimmungsvoll, aber auch an der Grenze zum Unpraktischen, so dass wir nach Einbruch der Dunkelheit immer eine Stirnlampe zur Hand hatten, z.B. wenn wir in den Tiefen des Rucksacks etwas suchten.</p>
<figure id="attachment_3863" aria-describedby="caption-attachment-3863" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3863" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-683x1024.jpg" alt="Stimmungsvolles Kerzenlicht abends auf den Fluren" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-220331-3418-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3863" class="wp-caption-text">Stimmungsvolles Kerzenlicht abends auf den Fluren</figcaption></figure>
<p>Die Dunkelheit der Nacht in Feynan ist normalerweise optimal, um die Sterne zu beobachten. Weit entfernt von großen Städten präsentiert sich der Himmel in der Regel ungewohnt prächtig. So wurde jeden Abend eine Einführung in die Sternbilder und Planeten angeboten und ein Mitarbeiter der Lodge erläuterte auch die lokale Bedeutung der saisonalen Phänomene für die Beduinen. Durch das potente Teleskop auf dem Dach der Lodge konnten wir die zahlreichen Krater des Mondes und die Ringe des Saturns bewundern. Zahlreiche Matten luden dazu ein, sich hinzulegen und das Firmament auf sich wirken zu lassen. Leider konnten wir die volle Pracht des Sternenhimmels nur an einem Abend erleben, da wir ungünstigerweise um Vollmond herum dort waren und, untypisch für die Jahreszeit, einige Wolken aufzogen, aus denen es einmal sogar für wenige Minuten etwas tröpfelte.</p>
<figure id="attachment_3864" aria-describedby="caption-attachment-3864" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3864 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-1024x768.jpg" alt="Ein Blick durch das Teleskop auf die Oberfläche des Mondes" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3987.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3864" class="wp-caption-text">Ein Blick durch das Teleskop auf die Oberfläche des Mondes</figcaption></figure>
<h2>Katzen und Ziegen zur Frühstückszeit</h2>
<p>Beim Frühstück durften wir erneut feststellen, dass vieles (egal, worum es sich handelt) spannender und interessanter wird, wenn Tiere auftauchen. Zahlreiche Katzen schlichen um uns herum und maunzten uns an (<a href="https://youtu.be/w0ffwDYo00Q">Simon&#8217;s Cat</a> lässt grüßen), in der Hoffnung, etwas von unserer Mahlzeit abzubekommen. War ein Tisch unbewacht, so zögerten sie nicht lange: Sie sprangen auf die Tischplatte, um die geleerten Teller gewissenhaft vorzuspülen.</p>
<figure id="attachment_3865" aria-describedby="caption-attachment-3865" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3865 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-1024x768.jpg" alt="Ein niedliches Kätzchen auf der Jagd nach Frühstücksresten" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4031.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3865" class="wp-caption-text">Ein niedliches Kätzchen auf der Jagd nach Frühstücksresten</figcaption></figure>
<p>Jeden Tag um ca. 7:30 Uhr kamen außerdem einige neugierige schlappohrige Ziegen vorbei. Sie wurden zum Grasen in die Berge getrieben. Der Frühstücksbereich war aber für sie auf ihrem Weg immer einen Zwischenstopp wert. Sie fraßen die Blätter, die von einem großen schattenspendenden Baum gefallen waren. Aber manche gelüstete es nach anderen Leckerbissen. Eines Morgens steuerte eine der Ziegen schnurstracks auf einen eingedeckten Tisch zu und zog die Papierserviette unter dem Besteck hervor, um sie dann genüsslich zu verspeisen! Alles andere auf den Tellern, z.B. Obst und Gemüse, verschmähte sie jedoch.</p>
<figure id="attachment_3866" aria-describedby="caption-attachment-3866" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3866 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-1024x768.jpg" alt="Die lustigen Ziegen fraßen Blätter und Servietten." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_4048.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3866" class="wp-caption-text">Die lustigen Ziegen fraßen Blätter und Servietten.</figcaption></figure>
<h2>Wanderung im Wadi Ghwayr</h2>
<p>Unsere erste Wanderung führte in das Wadi Ghwayr. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wadi">Wadi</a> bedeutet ungefähr &#8222;Flussbett&#8220;, wobei der dazugehörige Wasserlauf in manchen Fällen erst nach Niederschlägen entsteht. Das Wadi Ghwayr führt normalerweise etwas Wasser, der Strom kann nach Regen aber massiv anschwellen und damit das Wadi unpassierbar machen. Hätten wir uns nicht in Jordanien befunden, dann hieße der Flusslauf vermutlich Ghwayr Canyon und die Wanderung wäre als Canyoning bezeichnet worden.</p>
<figure id="attachment_3867" aria-describedby="caption-attachment-3867" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3867" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-1024x683.jpg" alt="Im Wadi Ghwayr erblüht die Wüste." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-091417-3288.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3867" class="wp-caption-text">Im Wadi Ghwayr erblüht die Wüste.</figcaption></figure>
<p>Auch im Wadi Ghwayr ließ das Wasser die Wüste ergrünen. So standen neben dem Wasserlauf Bäume, Oleanderbüsche und hohe Gräser. Schon nach kurzer Zeit wechselte der Weg vom linken ans rechte Flussufer, dann wieder zurück ans linke und so weiter. Statt gewagte Sprünge vom einen zum anderen Ufer zu vollführen, liefen wir einfach durch das Wasser. Noch später, das Tal wurde immer enger, war das Flussbett selbst der einzige Weg. Unsere in den USA erworbenen Wasserschuhe erwiesen sich erneut als sehr nützlich und das feuchte Nass machte die Hitze von mindestens 35 Grad recht erträglich.</p>
<figure id="attachment_3868" aria-describedby="caption-attachment-3868" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3868" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-1024x683.jpg" alt="Im Laufe der Wanderung wurde der Weg immer anspruchsvoller." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131903-3356.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3868" class="wp-caption-text">Im Laufe der Wanderung wurde der Weg immer anspruchsvoller.</figcaption></figure>
<p>Ab und zu mussten wir ein wenig klettern oder durch knietiefe Becken waten. Der Weg wand sich zwischen immer höheren Felswänden hindurch. Die Landschaft hielt hinter fast jeder Kurve eine kleine Überraschung bereit. Entweder wuchs dort eine Gruppe stattlicher Palmen, die Schlucht verengte sich zu einem schmalen Spalt, ein kleiner Wasserfall sprudelte zwischen Felsen hervor oder der Fluss hatte die Wände der Schlucht zu organisch anmutenden, geschwungenen Formen geglättet.</p>
<figure id="attachment_3869" aria-describedby="caption-attachment-3869" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3869 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-684x1024.jpg" alt="Das Wasser bahnte sich immer seinen Weg durch die spektakuläre Landschaft." width="525" height="786" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-684x1024.jpg 684w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit-768x1149.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-131701-3346-Edit-Edit.jpg 1069w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3869" class="wp-caption-text">Das Wasser bahnte sich immer seinen Weg durch die spektakuläre Landschaft.</figcaption></figure>
<p>Am Umkehrpunkt unserer Wanderung packte unser Führer Suleiman aus seinem Rucksack das Beduinen-Survival-Kit aus: Ein Teekesselchen, die Zutaten für den Tee und ein paar Gläser. Zwischen vier Steinen entzündete er ein kleines Feuer, um das mit viel Zucker versetzte Wasser zu erwärmen. In die kochende Flüssigkeit gab er etwas schwarzen Tee und Salbei. Der heiße Getränk zog nun neben dem Feuer und war nach wenigen Minuten genussfertig. In der Touristenvariante verwendete Suleiman nicht ganz so viel Zucker wie sonst üblich. Das Verhältnis lässt sich gut aus der Reihenfolge ableiten: Wasser, Zucker und Tee ;). Voller Energie waren wir nach der Pause bereit für den Rückweg.</p>
<figure id="attachment_3870" aria-describedby="caption-attachment-3870" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3870" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-1024x683.jpg" alt="Ein Beduinen-Tee zur Revitalisierung" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_3989.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3870" class="wp-caption-text">Ein Beduinen-Tee zur Revitalisierung</figcaption></figure>
<h2>Wanderung von Dana nach Feynan</h2>
<p>Am folgenden Tag wanderten wir durch das Wadi Dana. Es beginnt oben in den Bergen auf etwa 1000 Metern über dem Meeresspiegel im Gebirgsdorf Dana und erstreckt sich auf einer Länge von etwa 20km Richtung Südwesten bis zur Feynan Lodge. Um in der brütenden Hitze der Wüste nicht diesen Anstieg machen zu müssen, wählten wir eine bequemere Variante und buchten einen Taxitransfer nach Dana, um dann zu unserem Hotel zurückzulaufen. In Ermangelung einer direkteren Straße dauerte die Fahrt gut 2 Stunden und war ca. 100km lang. GoogleMaps hatte uns dies zwar angekündigt, aber so recht konnten wir es erst glauben, nachdem wir es wirklich erlebt hatten.</p>
<figure id="attachment_3871" aria-describedby="caption-attachment-3871" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3871 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-1024x643.jpg" alt="Verschiedene Wege zum Ziel. Der Taxitransfer von Feynan nach Dana ist blau dargestellt, die Wanderung zurück orangefarben." width="525" height="330" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-1024x643.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-300x188.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit-768x482.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/Feynan2Dana-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3871" class="wp-caption-text">Verschiedene Wege zum Ziel. Der Taxitransfer von Feynan nach Dana ist <a href="https://www.openstreetmap.org/directions?engine=graphhopper_car&amp;route=30.6744%2C35.6083%3B30.6256%2C35.4453#map=11/30.7589/35.4604">blau</a> dargestellt, die Wanderung zurück <a href="https://www.openstreetmap.org/directions?engine=graphhopper_foot&amp;route=30.6744%2C35.6083%3B30.6256%2C35.4453#map=11/30.7861/35.3629">orangefarben</a>.</figcaption></figure>
<p>Im Wadi Dana gab es zu der Zeit kein Wasser, aber die Bäume im Tal wiesen eindeutig darauf hin, wo das Flussbett verlief. Abseits davon standen nur einige vertrocknete Büsche zwischen den Felsen. Mit jedem Schritt bauten wir Höhe ab und es wurde immer heißer. Der Hauptweg verlief im Wadi Dana meist nicht direkt im Flussbett. Schatten gab es auf dieser Wanderung fast nicht.</p>
<figure id="attachment_3872" aria-describedby="caption-attachment-3872" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3872 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-1024x683.jpg" alt="Blick ins Wadi Dana vom Startpunkt der Wanderung aus" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-103339-3438.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3872" class="wp-caption-text">Blick ins Wadi Dana vom Startpunkt der Wanderung aus</figcaption></figure>
<h2>Zum Teetrinken bei einer Beduinenfamilie</h2>
<p>Nach etwa dreiviertel des Weges, wir hatten noch etwa 5 Kilometer zu laufen, erreichten wir bewohntes Gebiet. Einige Beduinen hatten ihre Zelte in kleinen Gruppen aufgeschlagen. Freundlicherweise lud uns eine Familie zum Tee ein. Erleichtert nahmen wir im an zwei Seiten offenen Vorzelt auf einer Matte Platz, ein angenehmes leichtes Lüftchen wehte. Wohltuender Schatten schützte uns nun vor den unbarmherzigen Strahlen der Sonne.</p>
<figure id="attachment_3874" aria-describedby="caption-attachment-3874" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3874" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-1024x683.jpg" alt="" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-145618-0515.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3874" class="wp-caption-text">Ein Beduinenzelt</figcaption></figure>
<p>Anscheinend lernen die Kinder in der Schule kein Englisch, sondern schnappen nur Brocken der Sprache von den Besuchern auf. Mit Händen und Füßen konnten wir gegenseitig unsere Namen austauschen, beschreiben, von wo wir kamen, wohin wir gingen, wie alt wir waren und uns für den wohlschmeckenden, belebenden Tee bedanken. Eine solche spontane Gastfreundschaft haben wir nur in wenigen Ländern erfahren dürfen. Die Einheimischen waren schlicht neugierig auf uns und nicht auf Profit aus. Ganz im Gegenteil, es wäre eine tödliche Beleidigung, zu versuchen, für den Tee zu bezahlen. So brachen wir denn durch das Erlebnis beschwingt, etwas ausgeruht und mit neuer Energie vom Beduinenzelt auf.</p>
<p>Den nicht gerade ökologischen 100km-Taxitransfer haben wir nicht bereut. Wir hatten zwar ausreichend Wasser dabei, aber nach 5 Stunden Wanderung waren alle unsere Vorräte aufgebraucht und wir fühlten uns trotzdem etwas dehydriert. Vor allem die letzte Stunde war brüllend heiß und wir liefen in der prallen Sonne gänzlich ohne Schatten bei mindestens 35 Grad &#8211; und das trotz der Schleierwolken, die in der Nacht die Sterne verdecken würden ;).</p>
<h2>Wüstenbrot</h2>
<p>Am folgenden Tag besuchten wir einen Beduinen, der auch für die Lodge Brot backte und uns in seine Geheimnisse einweihte. Das Rezept war sehr simpel: Mehl, Wasser und Salz. Aus den Zutaten knetete er einen Teig, den er zu einem Fladen formte. Der &#8222;Backofen&#8220; bestand aus Sand, Asche und Kohle. Er schob das brennende Holz seines Feuers beiseite und legte den Teig in das Aschebett. Nun bedeckte er den Fladen mit glühender Kohle und anschließend auch mit Sand. Nun backte das Brot für rund 20 Minuten.</p>
<figure id="attachment_3875" aria-describedby="caption-attachment-3875" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3875" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-1024x683.jpg" alt="Das Brot ist im Backofen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144034-0552.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3875" class="wp-caption-text">Das Brot ist im Backofen.</figcaption></figure>
<p>Ein Tee versüßte uns die Backzeit und wir erinnern uns gerne an das interessante Gespräch mit Tamara und ihrem Ehemann Jenna zurück, die aus Jordanien stammten, aber in England lebten. Sie übersetzten freundlicherweise, was gesprochen wurde und hatten viele spannende Tatsachen über Jordanien zu berichten. Ein junger Beduine, der sich auch dort aufhielt, so gab Tamara an uns weiter, hatte nach der fünften Klasse die Schule abgebrochen, um seinen Vater beim Hüten der Ziegen zu unterstützen. Die Tiere stellen das Vermögen der Familie dar und sind daher wichtiger als die Bildung der Kinder. Englisch konnte der junge Mann gar nicht, was uns doch etwas verwunderte, da auch der Tourismus eine mögliche Einkommensquelle sein könnte.</p>
<figure id="attachment_3876" aria-describedby="caption-attachment-3876" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3876 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-1024x683.jpg" alt="Interessante Einblicke in das Leben der Beduinen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-143048-0537.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3876" class="wp-caption-text">Interessante Einblicke in das Leben der Beduinen</figcaption></figure>
<p>Als das Brot fertig war, schob unser Gastgeber Sand und Kohle beiseite und nahm den Fladen aus der Hitze. Er breitete eine Plane aus, schlug das Brot mehrmals kräftig darauf aus und strich mit der Hand darüber, um es zu reinigen. Dann brach er den Fladen in handliche, appetitanregend duftende Stücke. In der Tat, das Brot hatte eine knusprige Kruste und war trotzdem innen noch saftig, exzellent!</p>
<figure id="attachment_3877" aria-describedby="caption-attachment-3877" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3877 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-1024x683.jpg" alt="Ofenfrisches Wüstenbrot" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-150501-3533.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3877" class="wp-caption-text">Ofenfrisches Wüstenbrot</figcaption></figure>
<p>Während wir im Schatten des halb offenen Zeltes saßen, trieben sich in der Umgebung ein paar Ziegen herum. Sie knabberten an den Büschen oder mussten als Spielgefährten für unseren Führer und die Kinder herhalten. Damit war es ein sehr kurzweiliger Nachmittag.</p>
<figure id="attachment_3878" aria-describedby="caption-attachment-3878" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3878 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-1024x683.jpg" alt="Ist diese Ziege freiwillig in den Kochtopf gestiegen?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-144014-0550.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3878" class="wp-caption-text">Ist diese Ziege freiwillig in den Kochtopf gestiegen?</figcaption></figure>
<h2>Der Beduine heute</h2>
<p>Einige Beduinenfamilien leben ähnlich wie ihre Vorväter mit und von ihren Tieren. Im Sommer sind sie in den kühleren Bergen, im Winter unten im Tal. Sie wohnen in Zelten, in der Natur und mit der Natur. Das klingt vermutlich romantischer als es wirklich ist, da zahlreiche Einflussfaktoren an dieser traditionellen Lebensweise zerren. Die sogenannten Errungenschaften der modernen Zivilisation wie auch Globalisierung und Klimawandel tragen genauso einen Teil dazu bei wie die Reaktion der Beduinen selbst auf diese äußeren Einflüsse.</p>
<figure id="attachment_3879" aria-describedby="caption-attachment-3879" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3879 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-1024x683.jpg" alt="Ein modernes Beduinendorf in der Nähe der Lodge mit Wasserleitung und Gehegen für die Ziegen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-084359-0518.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3879" class="wp-caption-text">Ein modernes Beduinendorf in der Nähe der Lodge mit Wasserleitung und Gehegen für die Ziegen</figcaption></figure>
<p>Nicht zuletzt durch die Existenz der Feynan Lodge sind die Beduinen sesshafter geworden. Entweder haben die Familien sich ganz an einem Ort niedergelassen oder die Frauen und Kinder wohnen in der Nähe des Hotels, während ein Teil der Männer mit den Tieren den Sommer über in die Berge zieht. Die Lodge bietet Arbeitsplätze und damit ein Einkommen. Außerdem gibt es in der Nähe eine Schule, die den Kindern Zugang zu einer Grundbildung ermöglicht.</p>
<h2>Leben mit und in der Wüste</h2>
<p>Zudem bietet die Sesshaftigkeit den Menschen die Möglichkeit, etwas Landwirtschaft zu betreiben. Die Familien bauen etwas Gemüse an, unter anderem auch Tomaten. Diese gedeihen prächtig im warmen Klima (Treibhäuser sind überflüssig), sie schmecken und tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Allerdings sind Tomaten auch dafür bekannt, dass sie sehr viel Wasser benötigen und diese wertvolle Ressource ist in der Wüste bekanntlich knapp.</p>
<figure id="attachment_3880" aria-describedby="caption-attachment-3880" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3880" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-1024x683.jpg" alt="Die Ziegen suchen sich ihr Futter überall in der Wüste." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180929-143043-0510.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3880" class="wp-caption-text">Die Ziegen suchen sich ihr Futter überall in der Wüste.</figcaption></figure>
<p>Die Globalisierung schadet der Weidewirtschaft. Die Fleischpreise sind angeblich in den vergangenen Jahren stark eingebrochen (von 150 JD pro Ziege auf 80 JD, gerade einmal 100 Euro), so dass es immer schwieriger wird, mit der Zucht einen Gewinn zu erwirtschaften. Die Konkurrenz kommt jetzt aus Australien und Neuseeland. Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch keine Obergrenze, wie viele Ziegen oder Schafe (auch im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Biosphärenreservat_Dana">Biosphärenreservat</a>) gehalten werden dürfen.</p>
<h2>Klimawandel in der Wüste</h2>
<p>Auch in Feynan macht sich der Klimawandel bemerkbar. Unsere Führer erzählten uns, dass die Flüsse früher wesentlich mehr Wasser geführt hätten. Heutzutage gäbe es nur gelegentliches <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sturzflut">Flash Flooding</a>. Die Versorgung mit Wasser ist also schlechter und unregelmäßiger bei steigendem Bedarf.</p>
<figure id="attachment_3881" aria-describedby="caption-attachment-3881" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3881" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-1024x683.jpg" alt="Eine Sinai-Agame. Die blaue Färbung gehört zur Brautschau." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20181001-105904-3501.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3881" class="wp-caption-text">Eine Sinai-Agame. Die blaue Färbung gehört zur Brautschau.</figcaption></figure>
<p>Betrachtet man nun die Fakten, so ergibt sich eine gefährliche Mischung aus Klimawandel und stärkerer Nutzung der natürlichen Ressourcen. Mehr Schafe und Ziegen sollen die gesunkenen Fleischpreise ausgleichen, machen aber vielen der sowieso schon spärlichen Pflanzen den Garaus. Der Gemüseanbau quetscht jeden Tropfen Wasser aus dem Ökosystem. Der einst vorhandene kleine Wald ist schon lange abgeholzt, teils für den Kupferabbau, der dort bereits in grauer Vorzeit betrieben wurde, der Rest als Brennmaterial. Es drängt sich der Gedanke auf, dass die natürlichen Ressourcen zu stark beansprucht werden, und dass die Ökolodge, als wesentlicher Baustein dieses Systems, ihren Teil zu der negativen Entwicklung beiträgt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die Feynan Ökolodge greift trotz bester Vorsätze massiv in die Umwelt und die Gesellschaft ein. Die lokalen Ressourcen werden genutzt, vor allem das Wasser, nicht nur direkt für die Lodge, sondern auch indirekt für den Gemüseanbau. Die lokalen Tomaten schmecken zwar sehr gut, sind aber natürlich nicht heimisch. Über die Ökobilanz könnte man bestimmt trefflich streiten, rein vegetarische Kost hin oder her. Allein durch ihre Existenz bewirkt die Lodge auch eine Veränderung des althergebrachten Lebensstils der Menschen. Vor allem die junge Generation profitiert davon allerdings sehr stark durch Ausbildung, Arbeitsplätze und besseres Einkommen. Man könnte aber auch in diesem Punkt dagegenhalten, dass die Lodge eventuell genau das negativ beeinflusst, was sie eigentlich bewahren möchte, nämlich die traditionelle Lebensweise der Beduinen. Es ist letztlich so, dass all unsere Handlungen Konsequenzen haben. Es gibt keine Aktionen, die nur für sich alleine wirken, sondern es entfaltet sich als Folge zwangsläufig ein komplexes Geflecht aus Wechselwirkungen.</p>
<figure id="attachment_3882" aria-describedby="caption-attachment-3882" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3882 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-1024x683.jpg" alt="Hinter der Lodge standen weitere Solarpanels zur Stromversorgung." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/11/CW-20180930-151252-3453.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3882" class="wp-caption-text">Hinter der Lodge standen weitere Solarpanels zur Stromversorgung.</figcaption></figure>
<p>Insgesamt hat uns der Aufenthalt in der Ökolodge gut gefallen, allerdings empfanden wir das Hotel nicht als ganz so Weltklasse, wie wir es anhand der euphorischen Bewertung im Reiseführer erwartet hätten. Einige Details ließen zu wünschen übrig, vor allem, wenn man den stolzen Preis des Aufenthaltes bedenkt. Es ist nicht auszuschließen, dass der Standard initial höher war. Ein vielleicht im doppelten Wortsinn pauschales Indiz dafür ist vielleicht die Tatsache, dass ganze Reisegruppen dort übernachteten. Als Folge davon ist es häufig vorbei mit echter Individualität. Trotzdem hätten wir die Erfahrung nicht missen wollen, da uns die Tage in Feynan die Möglichkeit gegeben haben, interessante Begegnungen zu erleben, spannende Details über das Leben der Beduinen zu lernen und die beeindruckende Natur zu genießen. Das Beispiel der Lodge zeigt, wie schwierig echte Nachhaltigkeit ist, besonders in einem so fragilen Ökosystem wie der Wüste. Trotz aller Kritikpunkte ist jedoch bereits der Versuch einer Umsetzung lobenswert.</p>
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		<title>Fotografien als Bindeglied: Madegassen im Portrait</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2019 00:01:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Fotografieren auf Reisen ist manchmal problembehaftet, vor allem bei Fotos von Menschen. Besteht eventuell ein Verbot z.B. aus kulturellen oder religiösen Gründen? Ist es den Menschen denn recht, fotografiert zu werden? Dies sind Fragen von Respekt und Anstand. Gelingt diese Gradwanderung, kann eine Aufnahme eine dauerhafte, wundervolle Erinnerung sein, die Brücken zwischen den Kulturen &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/fotografien-als-bindeglied-madegassen-im-portrait/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Fotografien als Bindeglied: Madegassen im Portrait“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Fotografieren auf Reisen ist manchmal problembehaftet, vor allem bei Fotos von Menschen. Besteht eventuell ein Verbot z.B. aus kulturellen oder religiösen Gründen? Ist es den Menschen denn recht, fotografiert zu werden? Dies sind Fragen von Respekt und Anstand. Gelingt diese Gradwanderung, kann eine Aufnahme eine dauerhafte, wundervolle Erinnerung sein, die Brücken zwischen den Kulturen schlägt. Eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben ist es, der fotografierten Person ihr Foto gleich auf dem Display zu zeigen. Noch viel schöner wäre es natürlich, eine echte gedruckte Aufnahme verschenken zu können, was nur leider viel zu selten funktioniert.</p>
<figure id="attachment_3252" aria-describedby="caption-attachment-3252" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3252" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-683x1024.jpg" alt="Eine Verkäuferin auf dem Markt in Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3252" class="wp-caption-text">Eine Verkäuferin auf dem Markt in Betafo</figcaption></figure>
<p><span id="more-3266"></span></p>
<h2>Fotos und gute Vorsätze</h2>
<p>Viele gedruckte Reiseführer empfehlen das Verschenken von Fotos. Es leuchtet sicher jedem beim Lesen als gute Idee ein, wird jedoch trotzdem sehr selten in die Tat umgesetzt. Entweder hat man keine Möglichkeit, die fotografierten Personen zu finden, da einem Name und Adresse nicht bekannt sind, bzw. vielfach haben die Menschen schlichtweg keine (postalische) Anschrift. Vielleicht hält man es auch für unwahrscheinlich, dass die Bilder ankommen, oder man vergisst es einfach.</p>
<figure id="attachment_3253" aria-describedby="caption-attachment-3253" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3253" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-683x1024.jpg" alt="Eine Avokadoverkäuferin wenige Kilometer nördlich von Antsirabe" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3253" class="wp-caption-text">Eine Avokadoverkäuferin wenige Kilometer nördlich von Antsirabe</figcaption></figure>
<p>Eine Aufnahme direkt vor Ort zu übergeben funktioniert selbst im Digitalzeitalter selten, da eine Fotografie auch heute noch entwickelt bzw. gedruckt werden muss. Wer hat schon eine (digitale) Polaroidkamera ;)? Außerdem befindet man sich am kommenden Tag oft schon wieder auf dem Weg an den nächsten Ort, vielleicht kann man die Fotos nicht sofort sortieren oder nachbearbeiten. Oder es fehlt einfach die Möglichkeit (oder der Wille oder die Zeit), Abzüge erstellen zu lassen, oder, oder, oder. Was auch immer der Grund sein mag, schließlich setzt man den guten Vorsatz doch nicht um.</p>
<h2>Die Grüne Kiste</h2>
<p>Natürlich kannten wir den Ansatz, Fotos im Sinne der Völkerverständigung zu verteilen, hatten davon gelesen, darüber nachgedacht und es selten genug durchgeführt. Das einzige Mal, dass wir gesehen hatten, dass es wirklich funktioniert, war auf unserer ersten Madagaskar-Reise 2011. Hasina, unser damaliger Reiseleiter, hatte seine Gäste ermuntert, ihm nach der Reise digitale Aufnahmen zu schicken, und er würde gerne auf der nächsten Reise den Boten spielen, was er auch tat! So waren wir Zeugen so mancher Bildübergabe und jedes Mal waren die so Beschenkten sehr glücklich, ein Foto von sich selbst überreicht zu bekommen.</p>
<figure id="attachment_3254" aria-describedby="caption-attachment-3254" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3254" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-1024x683.jpg" alt="Am Ufer des Manambolo in Bekopaka" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3254" class="wp-caption-text">Am Ufer des Manambolo in Bekopaka</figcaption></figure>
<p>Was damals angefangen hat, ist mittlerweile ein kleines Element des Projekts der &#8222;<a href="http://www.madagruenekiste.org/de/">Grünen Kiste</a>&#8220; geworden. Die &#8222;Grüne Kiste&#8220; ist ein gemeinnütziger Verein, gegründet von Hasina Samoelinanja, der &#8222;die Förderung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens in Bezug auf Madagaskar&#8220; <a href="http://www.madagruenekiste.org/files/upload_mada/NEUE_Satzung_6_05_2018.pdf">zum Ziel hat</a>. Zu diesem Zweck unterstützt die &#8222;Grüne Kiste&#8220; talentierte madegassische Schüler und Studenten. Die beteiligten Reiseleiter fördern einen verantwortungsvollen Tourismus, auch indem sie Fotos, die auf den Touren entstanden sind, im Land verteilen.</p>
<h2>Gegenseitiges Interesse und gemeinsame Erlebnisse</h2>
<p>Reisen ist für die meisten von uns ohne Fotos fast unvorstellbar. Die Bilder sind ein wichtiger Teil unserer Erinnerung und werden als Gedächtnisstütze umso wichtiger, je länger eine Reise zurückliegt. Das Fotografieren kann jedoch auch zu einem sehr einseitigen Vorgang werden, wenn man (wie es im Englischen so treffend ausgedrückt wird), ein Foto von Personen &#8222;nimmt&#8220;. Oftmals entstehen die schönsten Erinnerungen (und auch die besten Aufnahmen) jedoch bei einem gemeinsamen Erlebnis, das allen Beteiligten Freunde bereitet.</p>
<figure id="attachment_3255" aria-describedby="caption-attachment-3255" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3255" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-683x1024.jpg" alt="Ein kleiner Junge in Mandoto" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3255" class="wp-caption-text">Ein kleiner Junge in Mandoto</figcaption></figure>
<p>Wie aus unseren bisherigen Schilderungen über Madagaskar deutlich wird, setzte Tahina ein auf gegenseitiger Neugier und Verständnis basierendes Tourismuskonzept um, das offene Begegnungen zwischen Einheimischen und Besuchern förderte. Die Interaktion zwischen Madegassen und Vazahas mit authentischen Erlebnissen sollte das Ziel sein, so dass sich ein fast freundschaftliches Verhältnis entwickeln konnte. Dazu gehörten natürlich immer zwei Seiten und manchmal ein vermittelnder Reiseleiter. Ab und zu verteilte Tahina auch das eine oder andere Trinkgeld oder kleine Geschenk, aber niemals ohne Gegenleistung. Viele Madegassen hatten ebenso großes Interesse an uns wie wir an ihnen, ließen sich gerne fotografieren, schenkten uns ihr Lächeln und gaben uns ein Foto.</p>
<figure id="attachment_3256" aria-describedby="caption-attachment-3256" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3256" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-1024x683.jpg" alt="Diese Bäuerin verkaufte Zitrusfrüchte, Chilies, Zwiebeln und vieles mehr." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3256" class="wp-caption-text">Diese Bäuerin verkauft Zitrusfrüchte, Chilies, Zwiebeln und vieles mehr.</figcaption></figure>
<p>Damit gab es für uns keine Ausrede mehr, warum wir uns nicht wenigstens mit ein paar Fotos revanchieren könnten, ein Geschenk mit einem hohen emotionalen Wert, ein Bild von der portraitierten Person selbst, vielleicht das einzige Bild, das die Menschen je von sich besitzen würden. Von Morondava aus fuhren wir 2 Tage lang über Antsirabe wieder zurück nach Antananarivo, die gleiche Strecke, die wir gekommen waren. Am Vorabend unserer Rückfahrt besuchten wir also einen Copyshop, wo wir einige gelungene Fotos ausdrucken ließen.</p>
<figure id="attachment_3257" aria-describedby="caption-attachment-3257" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3257" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-1024x683.jpg" alt="Wie selbstverständlich balancieren die Frauen alles mögliche auf ihren Köpfen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3257" class="wp-caption-text">Wie selbstverständlich balancieren die Frauen alles mögliche auf ihren Köpfen.</figcaption></figure>
<h2>Die Rückfahrt von Morondava nach Antananarivo</h2>
<p>Wie haben wir nun die portraitierten Menschen gefunden, um die Bilder zu verteilen? Natürlich war der Ort der Aufnahme immer der Ausgangspunkt der Suche, der sich aus der Erinnerung (oder mit GPS) relativ einfach rekonstruieren ließ. Tahina nahm das Foto, wir gingen sozusagen zum Tatort und Tahina fragte die Passanten, ob sie den Menschen auf dem Foto kennen würden. In der Regel bekamen wir schnell einen Hinweis darauf, wo sich die gesuchten Personen aufhielten, wo sie wohnten, oder ob sie gerade nicht da waren. In diesem Fall fand sich aber immer ein bereitwilliger Bote: Freunde, Familie, Bekannte.</p>
<figure id="attachment_3258" aria-describedby="caption-attachment-3258" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3258" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-1024x683.jpg" alt="Wer kennt das Mädchen auf dem Bild?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3258" class="wp-caption-text">Wer kennt das Mädchen auf dem Bild?</figcaption></figure>
<p>Am Nachmittag suchten wir ein kleines Mädchen. Es stellte sich heraus, dass sie nur zwei Straßen entfernt wohnte. Tahina hatte das Interesse der Menschen und vor allem der Kinder geweckt, die sich in einer Traube um ihn scharten. Das Mädchen stand auch in der Gruppe, bekam einen Schreck und lief voller Scham weg. Die anderen Kinder ließen sie aber nicht so einfach davonkommen. Einige folgten ihr und trugen die Kleine buchstäblich zu uns zurück. Mittlerweile hatten sich etwa 30-40 Kinder und junge Erwachsene auf dem kleinen Hof versammelt. Das Mädchen war so viel Aufmerksamkeit offensichtlich nicht gewohnt, nahm ihr Bild eingeschüchtert entgegen und lief sofort wieder davon, so schnell sie ihre Füße trugen. Wir hoffen, dass sie sich trotzdem später über das Bild gefreut hat.</p>
<figure id="attachment_3259" aria-describedby="caption-attachment-3259" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3259" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-683x1024.jpg" alt="Der Trubel der Fotoübergabe war ihr zu unheimlich." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3259" class="wp-caption-text">Der Trubel der Fotoübergabe war ihr zu unheimlich.</figcaption></figure>
<h2>Fotos vom Markt in Betafo</h2>
<p>Den Markt in Betafo, auf dem wir einige Tage vorher Proviant eingekauft hatten, erreichten wir erst in der Dämmerung. Trotzdem war es nicht schwierig, die fotografierten Menschen zu finden. Manche Standbesitzer waren noch in ihren Buden, sie erkannten uns und wir sie.</p>
<figure id="attachment_3260" aria-describedby="caption-attachment-3260" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3260" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-683x1024.jpg" alt="Ein Metzger in Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3260" class="wp-caption-text">Ein Metzger in Betafo</figcaption></figure>
<p>Andere Händler hatten schon geschlossen oder waren an diesem Tag nicht zum Markt gekommen. Einige von ihnen müssen weite Wege bis zum Handelsplatz zurücklegen. Tahina fand allerdings jedes Mal freundliche Helfer, die gerne bereit waren, die Fotos an unserer Stelle zu übergeben. Vielen Dank!</p>
<figure id="attachment_3261" aria-describedby="caption-attachment-3261" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3261" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-683x1024.jpg" alt="Auf dem Markt von Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3261" class="wp-caption-text">Auf dem Markt von Betafo</figcaption></figure>
<h2>Zu Besuch bei einer Merina-Familie</h2>
<p>Katja hatte gefragt, ob es möglich wäre, das Innere eines Wohnhauses zu sehen. Am zweiten Fahrtag zurück nach Tana bot sich die Gelegenheit. Wir hielten an der Straße, gingen eine Böschung hinab, an einem abgeernteten Reisfeld vorbei in Richtung einer Ansammlung von Häusern. Wie so oft bemerkten uns die Kinder als erste.</p>
<figure id="attachment_3262" aria-describedby="caption-attachment-3262" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3262" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-1024x683.jpg" alt="Die Kinder hatten die Vazahas als erstes erblickt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3262" class="wp-caption-text">Die Kinder bemerken die Vazahas als erste.</figcaption></figure>
<p>Sie begleiteten uns zu den Häusern, wo die Bewohner auf einer Art Hof mit gestampftem Lehmboden verschiedenen landwirtschaftlichen Tätigkeiten nachgingen. Tahina fragte, ob die Vazahas eine kleine Führung bekommen könnten. Eine Familie willigte bereitwillig ein und wir betraten das enge Lehmziegelhaus. Über eine Treppe gelangten wir direkt in den ersten Stock, wo sich das Schlafzimmer und die rußige Küche befanden. Nur durch wenige Fenster fiel das helle Sonnenlicht in die dämmerigen Zimmer. Die Räume waren eng, aber funktional und mit nur wenigen Möbeln ausgestattet. Weitwinklig fotografiert wirken sie größer als sie waren.</p>
<figure id="attachment_3263" aria-describedby="caption-attachment-3263" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3263" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-1024x683.jpg" alt="Im Haus einer Merina-Familie südlich von Antananarivo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3263" class="wp-caption-text">Im Haus einer Merina-Familie südlich von Antananarivo</figcaption></figure>
<p>Das alltägliche Leben der Menschen spielte sich allerdings sowieso die meiste Zeit draußen ab. Die Familien waren im Hof versammelt, alle arbeiteten und redeten und scherzten. Da einige Frauen gerade damit beschäftigt waren, zeigten sie uns, wie sie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sisalfaser">Sisalkordeln</a> hergestellten.</p>
<h2>Epilog</h2>
<p>Leider konnten wir nicht alle Bilder selbst überreichen und möchten an dieser Stelle Tahina dafür danken, dass er diese Aufgabe für uns übernommen hat. Gerne wären wir selbst dabei gewesen, da allein schon die Suche nach den fotografierten Personen immer ein kleines Abenteuer war und sich alle sehr über das unerwartete Vazaha-Geschenk gefreut haben. Natürlich ist es ein schöneres Erlebnis, in dem Moment persönlich dabei zu sein, als nur zu wissen, dass das Foto angekommen ist.</p>
<figure id="attachment_3264" aria-describedby="caption-attachment-3264" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3264" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-1024x683.jpg" alt="Fotoübergabe erfolgreich" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3264" class="wp-caption-text">Fotoübergabe erfolgreich</figcaption></figure>
<p>Sind wir durch diese kurzen Begegnungen zu Freunden geworden? Vermutlich nicht, aber hoffentlich sind wir uns dennoch etwas näher gekommen. Oder waren wir doch nur die reichen Vazahas, die ihren inneren Wohltäterinstinkt durch das Verteilen von Bildern im Land befriedigt haben? Vielleicht. Aber selbst wenn es so war, könnte es trotzdem gut sein, dass solch ein Foto eines der wenigen (oder sogar das einzige) ist, dass diese Menschen von sich besitzen. Wenn sie sich selbst in dem Bild erkennen, wenn es ihnen eine Erinnerung an diese Zeit ihres Lebens sein wird, dann hätte die Aktion schon einen guten Zweck erfüllt.</p>
<figure id="attachment_3265" aria-describedby="caption-attachment-3265" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3265" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-683x1024.jpg" alt="Viele Kinder wollten gerne fotografiert werden" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3265" class="wp-caption-text">Viele Kinder genießen es, fotografiert zu werden.</figcaption></figure>
<p>Nur um abschließend zu bestätigen, was Ihr vielleicht schon vermutet habt: Dieser Artikel beinhaltet ausschließlich Bilder, die der/die Portraitierte auch erhalten hat bzw. die bei der Übergabe entstanden sind. Abgesehen von aller materiellen Armut kamen wir erneut zu dem Schluss, dass die liebenswürdigen Madegassen Madagaskars größter Reichtum sind.</p>
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