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	<title>Madegassen Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Madegassen Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Fotografien als Bindeglied: Madegassen im Portrait</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2019 00:01:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Fotografieren auf Reisen ist manchmal problembehaftet, vor allem bei Fotos von Menschen. Besteht eventuell ein Verbot z.B. aus kulturellen oder religiösen Gründen? Ist es den Menschen denn recht, fotografiert zu werden? Dies sind Fragen von Respekt und Anstand. Gelingt diese Gradwanderung, kann eine Aufnahme eine dauerhafte, wundervolle Erinnerung sein, die Brücken zwischen den Kulturen &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Fotografieren auf Reisen ist manchmal problembehaftet, vor allem bei Fotos von Menschen. Besteht eventuell ein Verbot z.B. aus kulturellen oder religiösen Gründen? Ist es den Menschen denn recht, fotografiert zu werden? Dies sind Fragen von Respekt und Anstand. Gelingt diese Gradwanderung, kann eine Aufnahme eine dauerhafte, wundervolle Erinnerung sein, die Brücken zwischen den Kulturen schlägt. Eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben ist es, der fotografierten Person ihr Foto gleich auf dem Display zu zeigen. Noch viel schöner wäre es natürlich, eine echte gedruckte Aufnahme verschenken zu können, was nur leider viel zu selten funktioniert.</p>
<figure id="attachment_3252" aria-describedby="caption-attachment-3252" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3252" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-683x1024.jpg" alt="Eine Verkäuferin auf dem Markt in Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3252" class="wp-caption-text">Eine Verkäuferin auf dem Markt in Betafo</figcaption></figure>
<p><span id="more-3266"></span></p>
<h2>Fotos und gute Vorsätze</h2>
<p>Viele gedruckte Reiseführer empfehlen das Verschenken von Fotos. Es leuchtet sicher jedem beim Lesen als gute Idee ein, wird jedoch trotzdem sehr selten in die Tat umgesetzt. Entweder hat man keine Möglichkeit, die fotografierten Personen zu finden, da einem Name und Adresse nicht bekannt sind, bzw. vielfach haben die Menschen schlichtweg keine (postalische) Anschrift. Vielleicht hält man es auch für unwahrscheinlich, dass die Bilder ankommen, oder man vergisst es einfach.</p>
<figure id="attachment_3253" aria-describedby="caption-attachment-3253" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3253" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-683x1024.jpg" alt="Eine Avokadoverkäuferin wenige Kilometer nördlich von Antsirabe" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3253" class="wp-caption-text">Eine Avokadoverkäuferin wenige Kilometer nördlich von Antsirabe</figcaption></figure>
<p>Eine Aufnahme direkt vor Ort zu übergeben funktioniert selbst im Digitalzeitalter selten, da eine Fotografie auch heute noch entwickelt bzw. gedruckt werden muss. Wer hat schon eine (digitale) Polaroidkamera ;)? Außerdem befindet man sich am kommenden Tag oft schon wieder auf dem Weg an den nächsten Ort, vielleicht kann man die Fotos nicht sofort sortieren oder nachbearbeiten. Oder es fehlt einfach die Möglichkeit (oder der Wille oder die Zeit), Abzüge erstellen zu lassen, oder, oder, oder. Was auch immer der Grund sein mag, schließlich setzt man den guten Vorsatz doch nicht um.</p>
<h2>Die Grüne Kiste</h2>
<p>Natürlich kannten wir den Ansatz, Fotos im Sinne der Völkerverständigung zu verteilen, hatten davon gelesen, darüber nachgedacht und es selten genug durchgeführt. Das einzige Mal, dass wir gesehen hatten, dass es wirklich funktioniert, war auf unserer ersten Madagaskar-Reise 2011. Hasina, unser damaliger Reiseleiter, hatte seine Gäste ermuntert, ihm nach der Reise digitale Aufnahmen zu schicken, und er würde gerne auf der nächsten Reise den Boten spielen, was er auch tat! So waren wir Zeugen so mancher Bildübergabe und jedes Mal waren die so Beschenkten sehr glücklich, ein Foto von sich selbst überreicht zu bekommen.</p>
<figure id="attachment_3254" aria-describedby="caption-attachment-3254" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3254" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-1024x683.jpg" alt="Am Ufer des Manambolo in Bekopaka" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3254" class="wp-caption-text">Am Ufer des Manambolo in Bekopaka</figcaption></figure>
<p>Was damals angefangen hat, ist mittlerweile ein kleines Element des Projekts der &#8222;<a href="http://www.madagruenekiste.org/de/">Grünen Kiste</a>&#8220; geworden. Die &#8222;Grüne Kiste&#8220; ist ein gemeinnütziger Verein, gegründet von Hasina Samoelinanja, der &#8222;die Förderung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens in Bezug auf Madagaskar&#8220; <a href="http://www.madagruenekiste.org/files/upload_mada/NEUE_Satzung_6_05_2018.pdf">zum Ziel hat</a>. Zu diesem Zweck unterstützt die &#8222;Grüne Kiste&#8220; talentierte madegassische Schüler und Studenten. Die beteiligten Reiseleiter fördern einen verantwortungsvollen Tourismus, auch indem sie Fotos, die auf den Touren entstanden sind, im Land verteilen.</p>
<h2>Gegenseitiges Interesse und gemeinsame Erlebnisse</h2>
<p>Reisen ist für die meisten von uns ohne Fotos fast unvorstellbar. Die Bilder sind ein wichtiger Teil unserer Erinnerung und werden als Gedächtnisstütze umso wichtiger, je länger eine Reise zurückliegt. Das Fotografieren kann jedoch auch zu einem sehr einseitigen Vorgang werden, wenn man (wie es im Englischen so treffend ausgedrückt wird), ein Foto von Personen &#8222;nimmt&#8220;. Oftmals entstehen die schönsten Erinnerungen (und auch die besten Aufnahmen) jedoch bei einem gemeinsamen Erlebnis, das allen Beteiligten Freunde bereitet.</p>
<figure id="attachment_3255" aria-describedby="caption-attachment-3255" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3255" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-683x1024.jpg" alt="Ein kleiner Junge in Mandoto" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3255" class="wp-caption-text">Ein kleiner Junge in Mandoto</figcaption></figure>
<p>Wie aus unseren bisherigen Schilderungen über Madagaskar deutlich wird, setzte Tahina ein auf gegenseitiger Neugier und Verständnis basierendes Tourismuskonzept um, das offene Begegnungen zwischen Einheimischen und Besuchern förderte. Die Interaktion zwischen Madegassen und Vazahas mit authentischen Erlebnissen sollte das Ziel sein, so dass sich ein fast freundschaftliches Verhältnis entwickeln konnte. Dazu gehörten natürlich immer zwei Seiten und manchmal ein vermittelnder Reiseleiter. Ab und zu verteilte Tahina auch das eine oder andere Trinkgeld oder kleine Geschenk, aber niemals ohne Gegenleistung. Viele Madegassen hatten ebenso großes Interesse an uns wie wir an ihnen, ließen sich gerne fotografieren, schenkten uns ihr Lächeln und gaben uns ein Foto.</p>
<figure id="attachment_3256" aria-describedby="caption-attachment-3256" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3256" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-1024x683.jpg" alt="Diese Bäuerin verkaufte Zitrusfrüchte, Chilies, Zwiebeln und vieles mehr." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3256" class="wp-caption-text">Diese Bäuerin verkauft Zitrusfrüchte, Chilies, Zwiebeln und vieles mehr.</figcaption></figure>
<p>Damit gab es für uns keine Ausrede mehr, warum wir uns nicht wenigstens mit ein paar Fotos revanchieren könnten, ein Geschenk mit einem hohen emotionalen Wert, ein Bild von der portraitierten Person selbst, vielleicht das einzige Bild, das die Menschen je von sich besitzen würden. Von Morondava aus fuhren wir 2 Tage lang über Antsirabe wieder zurück nach Antananarivo, die gleiche Strecke, die wir gekommen waren. Am Vorabend unserer Rückfahrt besuchten wir also einen Copyshop, wo wir einige gelungene Fotos ausdrucken ließen.</p>
<figure id="attachment_3257" aria-describedby="caption-attachment-3257" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3257" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-1024x683.jpg" alt="Wie selbstverständlich balancieren die Frauen alles mögliche auf ihren Köpfen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3257" class="wp-caption-text">Wie selbstverständlich balancieren die Frauen alles mögliche auf ihren Köpfen.</figcaption></figure>
<h2>Die Rückfahrt von Morondava nach Antananarivo</h2>
<p>Wie haben wir nun die portraitierten Menschen gefunden, um die Bilder zu verteilen? Natürlich war der Ort der Aufnahme immer der Ausgangspunkt der Suche, der sich aus der Erinnerung (oder mit GPS) relativ einfach rekonstruieren ließ. Tahina nahm das Foto, wir gingen sozusagen zum Tatort und Tahina fragte die Passanten, ob sie den Menschen auf dem Foto kennen würden. In der Regel bekamen wir schnell einen Hinweis darauf, wo sich die gesuchten Personen aufhielten, wo sie wohnten, oder ob sie gerade nicht da waren. In diesem Fall fand sich aber immer ein bereitwilliger Bote: Freunde, Familie, Bekannte.</p>
<figure id="attachment_3258" aria-describedby="caption-attachment-3258" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3258" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-1024x683.jpg" alt="Wer kennt das Mädchen auf dem Bild?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3258" class="wp-caption-text">Wer kennt das Mädchen auf dem Bild?</figcaption></figure>
<p>Am Nachmittag suchten wir ein kleines Mädchen. Es stellte sich heraus, dass sie nur zwei Straßen entfernt wohnte. Tahina hatte das Interesse der Menschen und vor allem der Kinder geweckt, die sich in einer Traube um ihn scharten. Das Mädchen stand auch in der Gruppe, bekam einen Schreck und lief voller Scham weg. Die anderen Kinder ließen sie aber nicht so einfach davonkommen. Einige folgten ihr und trugen die Kleine buchstäblich zu uns zurück. Mittlerweile hatten sich etwa 30-40 Kinder und junge Erwachsene auf dem kleinen Hof versammelt. Das Mädchen war so viel Aufmerksamkeit offensichtlich nicht gewohnt, nahm ihr Bild eingeschüchtert entgegen und lief sofort wieder davon, so schnell sie ihre Füße trugen. Wir hoffen, dass sie sich trotzdem später über das Bild gefreut hat.</p>
<figure id="attachment_3259" aria-describedby="caption-attachment-3259" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3259" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-683x1024.jpg" alt="Der Trubel der Fotoübergabe war ihr zu unheimlich." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3259" class="wp-caption-text">Der Trubel der Fotoübergabe war ihr zu unheimlich.</figcaption></figure>
<h2>Fotos vom Markt in Betafo</h2>
<p>Den Markt in Betafo, auf dem wir einige Tage vorher Proviant eingekauft hatten, erreichten wir erst in der Dämmerung. Trotzdem war es nicht schwierig, die fotografierten Menschen zu finden. Manche Standbesitzer waren noch in ihren Buden, sie erkannten uns und wir sie.</p>
<figure id="attachment_3260" aria-describedby="caption-attachment-3260" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3260" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-683x1024.jpg" alt="Ein Metzger in Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3260" class="wp-caption-text">Ein Metzger in Betafo</figcaption></figure>
<p>Andere Händler hatten schon geschlossen oder waren an diesem Tag nicht zum Markt gekommen. Einige von ihnen müssen weite Wege bis zum Handelsplatz zurücklegen. Tahina fand allerdings jedes Mal freundliche Helfer, die gerne bereit waren, die Fotos an unserer Stelle zu übergeben. Vielen Dank!</p>
<figure id="attachment_3261" aria-describedby="caption-attachment-3261" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3261" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-683x1024.jpg" alt="Auf dem Markt von Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3261" class="wp-caption-text">Auf dem Markt von Betafo</figcaption></figure>
<h2>Zu Besuch bei einer Merina-Familie</h2>
<p>Katja hatte gefragt, ob es möglich wäre, das Innere eines Wohnhauses zu sehen. Am zweiten Fahrtag zurück nach Tana bot sich die Gelegenheit. Wir hielten an der Straße, gingen eine Böschung hinab, an einem abgeernteten Reisfeld vorbei in Richtung einer Ansammlung von Häusern. Wie so oft bemerkten uns die Kinder als erste.</p>
<figure id="attachment_3262" aria-describedby="caption-attachment-3262" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3262" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-1024x683.jpg" alt="Die Kinder hatten die Vazahas als erstes erblickt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3262" class="wp-caption-text">Die Kinder bemerken die Vazahas als erste.</figcaption></figure>
<p>Sie begleiteten uns zu den Häusern, wo die Bewohner auf einer Art Hof mit gestampftem Lehmboden verschiedenen landwirtschaftlichen Tätigkeiten nachgingen. Tahina fragte, ob die Vazahas eine kleine Führung bekommen könnten. Eine Familie willigte bereitwillig ein und wir betraten das enge Lehmziegelhaus. Über eine Treppe gelangten wir direkt in den ersten Stock, wo sich das Schlafzimmer und die rußige Küche befanden. Nur durch wenige Fenster fiel das helle Sonnenlicht in die dämmerigen Zimmer. Die Räume waren eng, aber funktional und mit nur wenigen Möbeln ausgestattet. Weitwinklig fotografiert wirken sie größer als sie waren.</p>
<figure id="attachment_3263" aria-describedby="caption-attachment-3263" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3263" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-1024x683.jpg" alt="Im Haus einer Merina-Familie südlich von Antananarivo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3263" class="wp-caption-text">Im Haus einer Merina-Familie südlich von Antananarivo</figcaption></figure>
<p>Das alltägliche Leben der Menschen spielte sich allerdings sowieso die meiste Zeit draußen ab. Die Familien waren im Hof versammelt, alle arbeiteten und redeten und scherzten. Da einige Frauen gerade damit beschäftigt waren, zeigten sie uns, wie sie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sisalfaser">Sisalkordeln</a> hergestellten.</p>
<h2>Epilog</h2>
<p>Leider konnten wir nicht alle Bilder selbst überreichen und möchten an dieser Stelle Tahina dafür danken, dass er diese Aufgabe für uns übernommen hat. Gerne wären wir selbst dabei gewesen, da allein schon die Suche nach den fotografierten Personen immer ein kleines Abenteuer war und sich alle sehr über das unerwartete Vazaha-Geschenk gefreut haben. Natürlich ist es ein schöneres Erlebnis, in dem Moment persönlich dabei zu sein, als nur zu wissen, dass das Foto angekommen ist.</p>
<figure id="attachment_3264" aria-describedby="caption-attachment-3264" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3264" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-1024x683.jpg" alt="Fotoübergabe erfolgreich" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3264" class="wp-caption-text">Fotoübergabe erfolgreich</figcaption></figure>
<p>Sind wir durch diese kurzen Begegnungen zu Freunden geworden? Vermutlich nicht, aber hoffentlich sind wir uns dennoch etwas näher gekommen. Oder waren wir doch nur die reichen Vazahas, die ihren inneren Wohltäterinstinkt durch das Verteilen von Bildern im Land befriedigt haben? Vielleicht. Aber selbst wenn es so war, könnte es trotzdem gut sein, dass solch ein Foto eines der wenigen (oder sogar das einzige) ist, dass diese Menschen von sich besitzen. Wenn sie sich selbst in dem Bild erkennen, wenn es ihnen eine Erinnerung an diese Zeit ihres Lebens sein wird, dann hätte die Aktion schon einen guten Zweck erfüllt.</p>
<figure id="attachment_3265" aria-describedby="caption-attachment-3265" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3265" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-683x1024.jpg" alt="Viele Kinder wollten gerne fotografiert werden" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3265" class="wp-caption-text">Viele Kinder genießen es, fotografiert zu werden.</figcaption></figure>
<p>Nur um abschließend zu bestätigen, was Ihr vielleicht schon vermutet habt: Dieser Artikel beinhaltet ausschließlich Bilder, die der/die Portraitierte auch erhalten hat bzw. die bei der Übergabe entstanden sind. Abgesehen von aller materiellen Armut kamen wir erneut zu dem Schluss, dass die liebenswürdigen Madegassen Madagaskars größter Reichtum sind.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Madagaskar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Apr 2019 00:01:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Madagaskar war das einzige Land auf unserer Reiseroute, das wir beide zusammen schon früher besucht hatten. 2011 waren wir auf den Spuren der Lemuren unterwegs gewesen und die große Insel und ihre Bewohner hatten uns begeistert. Schon damals stand fest, dass wir wiederkommen wollten. Und nun waren wir sogar zu dritt angereist: Katja hatte eine &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Madagaskar war das einzige Land auf unserer Reiseroute, das wir beide zusammen schon früher besucht hatten. 2011 waren wir auf den Spuren der Lemuren unterwegs gewesen und die große Insel und ihre Bewohner hatten uns begeistert. Schon damals stand fest, dass wir wiederkommen wollten. Und nun waren wir sogar zu dritt angereist: Katja hatte eine Fernreise bei Wittmann-Tours gebucht ;). Zusammen mit Katja waren wir für 3 Wochen auf Madagaskar unterwegs.</p>
<figure id="attachment_3101" aria-describedby="caption-attachment-3101" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3101" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-1024x683.jpg" alt="In Madagaskar reisten wir zu dritt: Katja hatte Urlaub bei Wittmann-Tours gebucht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3101" class="wp-caption-text">In Madagaskar reisten wir zu dritt: Katja hatte Urlaub bei Wittmann-Tours gebucht.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3102"></span></p>
<h2>Zurück in Antananarivo</h2>
<p>Schon im Anflug auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antananarivo">Antananarivo</a> (kurz: Tana), der Hauptstadt Madagaskars, erkannten wir den Ort, den wir zuvor ins Herz geschlossen hatten. Die hügelige Landschaft des Hochlandes, die rötliche Erde, die Reisfelder, in deren Wasser die Sonne glitzerte und die sich nicht nur vor den Toren der Stadt befanden, sondern auch nahe des Zentrums.</p>
<figure id="attachment_3103" aria-describedby="caption-attachment-3103" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3103 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-1024x576.jpg" alt="Antananarivo aus der Vogelperspektive" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3103" class="wp-caption-text">Antananarivo aus der Vogelperspektive</figcaption></figure>
<p>Auch am kleinen Hauptstadtflughafen hatte sich wenig verändert. Wir reihten uns brav in eine lange Schlange ein, dann in die nächste Schlange und in eine weitere. In dieser Abfolge gaben wir das Gesundheitsformular ab, bezahlten das Visum und bekamen selbiges am Ende auch ausgestellt. Damals, in den &#8222;guten alten Zeiten&#8220;, war uns allerdings ein deutlich hübscheres Visum in den Pass geklebt worden…</p>
<figure id="attachment_3104" aria-describedby="caption-attachment-3104" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3104 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-1024x683.jpg" alt="Unsere komplette Reisegruppe: Tahina, Christian, Mona, Katja und Christian" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3104" class="wp-caption-text">Unsere vollständige Reisegruppe: Tahina, Christian, Mona, Katja und Christian</figcaption></figure>
<p>Nachdem wir schließlich alle Formalitäten erledigt hatten, trafen wir Tahina, unseren Reiseleiter, und Christian, unseren Fahrer. Beide sollten uns die kommenden Wochen begleiten. Eine Reise auf eigene Faust mit öffentlichen Verkehrsmitteln hatten wir von vorneherein ausgeschlossen, da die Fortbewegung mit sogenannten Busch-Taxis (Taxi Brousse) zu langwierig und zu schwierig gewesen wäre. Außerdem hätten wir viele Orte gar nicht erreichen können, da es schlicht keine (verlässlichen) Verbindungen gibt.</p>
<h2>Vom Reisenden zum Ariary-Millionär</h2>
<p>Madagaskar ist zwar eines der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt_pro_Kopf">materiell ärmsten Länder der Welt</a>, aber die Geldbeträge sind bei einem Kurs von 1:4000 zuweilen astronomisch. Trotzdem ist der größte Schein ein erst kürzlich eingeführter 20.000er (ca. 5 Euro), 2011 war es noch eine 10.000 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ariary">Ariary</a>-Banknote. Mittlerweile hatte allerdings die Inflation alle Werte quasi verdoppelt. Der kleinste Schein, 100 Ariary, war mit einem Gegenwert von gerade einmal 2,5 Cent auch wertmäßig klein. Münzen gibt es zwar theoretisch, allerdings haben wir sie nie im Einsatz erlebt.</p>
<figure id="attachment_3105" aria-describedby="caption-attachment-3105" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3105 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-1024x683.jpg" alt="Beim Bezahlen auf Madagaskar mussten wir immer mit großen Summen rechnen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3105" class="wp-caption-text">Beim Bezahlen auf Madagaskar mussten wir immer mit großen Summen rechnen.</figcaption></figure>
<p>Am Flughafen hoben wir zunächst das Transaktionsmaximum von 400.000 Ariary am Geldautomaten ab. Später tauschten wir einige von Katja mitgebrachte Euro-Scheine in dicke Ariary-Geldbündel um, um davon die ersten 10 Tage bestreiten zu können. Damit wurden wir in kürzester Zeit zu Ariary-Millionären <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Die liebenswerten Madegassen</h2>
<p>Auf dem Weg zum Hotel standen wir im Stau, es war &#8222;Rush-Hour&#8220;. Daher hielten wir zur Auflockerung einmal an, um uns anzusehen, wie die Menschen Lehmziegel herstellen. Der Prozess war denkbar einfach: Auf einer improvisierten Arbeitsplatte wurden ein paar Sägespäne verteilt, damit der Werkstoff nicht festklebte. Dann setzte der Arbeiter eine Kastenform aus Holz auf, drückte mit Schwung einen Klumpen Lehm hinein und entfernte überschüssigen Schlamm mit den Händen. Anschließend legte er den in Entstehung begriffenen Backstein in der Schablone einige Meter weiter auf dem Boden zum Trocknen ab und entfernte die Form. Später werden die Ziegel dann gebrannt, um ihnen Stabilität zu verleihen. Die Prozedur fand am Rande von Reisfeldern direkt neben der Straße vom Flughafen zum Zentrum von Antananarivo statt. Eine Kinderschar bestaunte weniger die Lehmziegelherstellung sondern mehr uns.</p>
<figure id="attachment_3106" aria-describedby="caption-attachment-3106" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3106" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-683x1024.jpg" alt="Was sind denn das für lustige Vazahas?" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3106" class="wp-caption-text">Was sind denn das für lustige Vazahas?</figcaption></figure>
<p>Sie hatten einen riesigen Spaß daran, dass wir Ausländer (die Vazahas) gekommen waren, komische Leute ;). Ein Mädchen machte sich über meine Brille lustig, indem sie mit ihren Fingern ein Brillengestell formte und es kichernd vor ihr Gesicht hielt. Kurzerhand bot ich ihr die Sehhilfe zum Anprobieren an, was ihr dann aber doch zu unheimlich war. Ein kleiner Junge traute sich hingegen und setzte sie auf. Nach dem anschließenden Foto-Shooting war es ein riesiger Spaß für die Kinder, sich selbst auf dem Display der Kamera zu betrachten.</p>
<figure id="attachment_3107" aria-describedby="caption-attachment-3107" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3107" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-1024x683.jpg" alt="Bester Durchblick dank Vazahas-Brille!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3107" class="wp-caption-text">Bester Durchblick dank Vazaha-Brille!</figcaption></figure>
<h2>Madegassen und Vazahas</h2>
<p>Derart unverkrampfte Begegnungen mit den Madegassen hatten wir schon vor 7 Jahren erlebt. Tahina, wie damals Hasina, hatte ein Händchen dafür, spontan eine Verbindung zwischen uns als Besuchern und den Einheimischen herzustellen, ohne dass die Situation künstlich wirkte oder ein kommerzieller Hintergedanke offensichtlich wurde. Wir spürten die Herzlichkeit der menschlichen Begegnung, nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit Erwachsenen.</p>
<figure id="attachment_3108" aria-describedby="caption-attachment-3108" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3108 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-1024x683.jpg" alt="Die Madegassen lassen sich gerne fotografieren - und möchten sich anschließend im Display sehen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3108" class="wp-caption-text">Die Madegassen lassen sich gerne fotografieren &#8211; und möchten sich anschließend im Display sehen.</figcaption></figure>
<p>Wir waren in Madagaskar die Vazahas. Der Begriff &#8222;Vazaha&#8220;, klingt für unser Ohren in etwa wie &#8222;Wasa&#8220;, wird aber etwas schneller ausgesprochen, auf der ersten Silbe betont und hat natürlich nichts mit Knäckebrot zu tun ;). Die Vazahas sind die Ausländer, die Weißen auf Malagasy (interessanterweise keine Bezeichnung für Asiaten). Das Wort ist eher neutral, für uns war es jedoch ungewohnt, so pauschalisiert angesprochen zu werden. &#8222;Salama Vazaha!&#8220; (&#8222;Hallo Ausländer!&#8220;), war eine gängige Grußformel auf der Straße. Auch mal eine interessante Erfahrung <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Die fahrenden Museen</h2>
<p>Unser Besuch in Madagaskar war für uns in mehrerlei Hinsicht eine Art Zeitreise in die Vergangenheit. Ein Aspekt dieses Eindruckes manifestierte sich auf den Straßen. Die Franzosen haben als Kolonialisatoren vielfältige Spuren auf Madagaskar hinterlassen, so zum Beispiel auch ihre Autos. Auf den Straßen von Antananarivo sahen wir zahllose französische Fahrzeugmodelle, an die wir uns noch aus unserer Kindheit erinnerten, die aber inzwischen im deutschen Straßenbild vollkommen verschwunden sind.</p>
<figure id="attachment_3109" aria-describedby="caption-attachment-3109" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3109" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-1024x683.jpg" alt="Ein fahrendes Museum" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3109" class="wp-caption-text">Ein fahrendes Museum</figcaption></figure>
<p>Wir sahen unzählige Enten (Citroën <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Citro%C3%ABn_2CV">2CV</a>), Renault <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Renault_4">R4</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Renault_5">R5</a>. Fast alle dieser Pkw waren allerdings ganz normale Gebrauchsfahrzeuge und keine gehegten, gepflegten Oldtimer, obwohl es auch einen 2CV-Club in Tana gibt. Der Zahn der Zeit nagte jedoch sichtlich an den &#8222;fahrenden Museen&#8220;, wie Tahina sie liebevoll nannte. Des öfteren sahen wir, wie Fahrzeuge neben der Straße repariert wurden oder wie liegengebliebene Autos aus dem Weg geschoben wurden, um den Verkehr nicht (noch mehr) zu behindern.</p>
<figure id="attachment_3110" aria-describedby="caption-attachment-3110" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3110" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-1024x683.jpg" alt="Freiluft-Werkstatt" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3110" class="wp-caption-text">Freiluft-Werkstatt</figcaption></figure>
<p>In unserer Gedankenwelt assoziieren wir die Begriffe &#8222;Hauptstadt&#8220; und &#8222;Straße&#8220; mit breiten, mehrspurigen Alleen. In Antananarivo sind dies jedoch enge Asphaltstreifen, die teilweise auch von florierenden bunten Märkten okkupiert werden. Autos sind bei weitem nicht die einzigen Fortbewegungsmittel. Viele Gefährte kommen auch ganz ohne Motor aus. Handwagen und Zebu-Karren (ein Zebu ist ein madagassisches Rind) sind ebenfalls Normalität und für den Verkehrsfluss nicht gerade förderlich ;).</p>
<figure id="attachment_3111" aria-describedby="caption-attachment-3111" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3111" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-1024x683.jpg" alt="Keine Seltenheit: Ein Zebu-Karren auf den Straßen von Anatananarivo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3111" class="wp-caption-text">Keine Seltenheit: Ein Zebu-Karren auf den Straßen von Anatananarivo</figcaption></figure>
<h2>Angekommen in Madagaskar</h2>
<p>Unsere Madagaskar-Reise 2011 hatte uns ausgesprochen gut gefallen. Wir waren damals gekommen, um Flora und Fauna kennenzulernen, vor allem die Lemuren. Noch mehr hatten uns aber die freundlichen und aufgeschlossenen Menschen begeistert. Würden wir wieder solche unmittelbaren Begegnungen erleben dürfen oder hatte der Tourismus auch in Madagaskar Einzug gehalten und die gegenseitige, fast kindliche Neugier in eine rein kommerzielle Beziehung verwandelt? Nach unserem ersten Tag auf der Insel hatten wir das Gefühl, als hätte sich nur wenig verändert. Madagaskar (allein der Name des Landes klingt aufregend exotisch) hatte noch die Magie des Unberührten. Hier wurde der Reisende noch als Mensch betrachtet und ein gegenseitiges Beschnuppern mit interessierten Einheimischen war möglich.</p>
<figure id="attachment_3112" aria-describedby="caption-attachment-3112" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3112" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-1024x683.jpg" alt="Sonnenuntergang über Antananarivo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3112" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang über Antananarivo</figcaption></figure>
<p>Wir spürten auch, dass wir mit Tahina einen sehr guten Führer hatten, der uns sein Land zeigen und uns mit den Menschen in Verbindung bringen würde. Wir freuten uns auf 3 spannende Wochen und konnten es kaum erwarten, am nächsten Morgen aufzubrechen und mehr von Madagaskar kennenzulernen.</p>
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