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	<title>Madagaskar Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Madagaskar Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Wie war Madagaskar?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jul 2019 00:01:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf Madagaskar haben wir 3 sehr intensive Wochen verbracht. Das Reisetempo war deutlich höher als in anderen Ländern, wie es auf einer organisierten Reise mit Reiseleiter eben ist. So wie es für Katja der Sommerurlaub war, hatten auch wir freigenommen vom Organisieren und Blogschreiben. Dafür wäre bei der Fülle von Eindrücken auch keine Zeit gewesen, &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Madagaskar haben wir 3 sehr intensive Wochen verbracht. Das Reisetempo war deutlich höher als in anderen Ländern, wie es auf einer organisierten Reise mit Reiseleiter eben ist. So wie es für Katja der Sommerurlaub war, hatten auch wir freigenommen vom Organisieren und Blogschreiben. Dafür wäre bei der Fülle von Eindrücken auch keine Zeit gewesen, der beeindruckenden Natur, den einzigartigen Tieren, der spannenden Kultur, der leider allgegenwärtigen Armut und den vielen Begegnungen mit den Madegassen.</p>
<figure id="attachment_3352" aria-describedby="caption-attachment-3352" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-163424-7093.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3352" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-163424-7093-1024x683.jpg" alt="Zebus sind sie wichtigsten Arbeitstiere auf Madagaskar. Hier ein Karren mit 2 Zebu-Stärken." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-163424-7093-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-163424-7093-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-163424-7093-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-163424-7093.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3352" class="wp-caption-text">Zebus sind sie wichtigsten Arbeitstiere auf Madagaskar. Hier ein Karren mit 2 Zebu-Stärken.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3355"></span></p>
<h2>Fahrt auf dem Zebukarren</h2>
<p>Tahina war Meister darin, zwischendurch ein paar sehr madegassische Begegnungen zu organisieren. Auf der <a href="http://wittmann-tours.de/fotografien-als-bindeglied-madegassen-im-portrait/">Rückfahrt von Morondava</a> fragte er eine Familie, ob wir ein Stück auf dem Zebukarren mitfahren könnten. Nach kurzem Dialog vom Beifahrersitz aus war alles geregelt: Die Vazahas durften Zebuwagen fahren. Freudestrahlend stiegen wir auf, hatten allerdings Probleme, alle auf dem Karren Platz zu finden. Er war kaum einen Meter breit, drinnen lag Stroh als Polsterung. Da wir nun zu siebt waren, setzten wir uns auf den Rand des Wagenkastens.</p>
<figure id="attachment_3353" aria-describedby="caption-attachment-3353" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-082558-7647.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3353" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-082558-7647-1024x683.jpg" alt="Mitten drin statt nur dabei: Wir fahren auf dem Zebukarren." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-082558-7647-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-082558-7647-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-082558-7647-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-082558-7647.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3353" class="wp-caption-text">Mittendrin statt nur dabei: Wir fahren mit dem Zebukarren.</figcaption></figure>
<p>Für uns war es ein phantastisches und sehr authentisches Erlebnis. Die Mitglieder der Familie empfanden die Gegebenheit wahrscheinlich als sehr kurios, sie hatten großen Spaß dabei. Auch für die Passanten war es sehr bemerkenswert, dass die Vazahas im Zebukarren saßen. Alle begegneten uns mit einem breiten Grinsen, winkten und riefen Bemerkungen :).</p>
<h2>Umgang mit Armut</h2>
<p>Madagaskar war das wirtschaftlich schwächste Land, das wir auf unserer Weltreise besuchten. Fast jeden Tag wurden wir mit materieller Not konfrontiert. Wir sahen arme Menschen auf der Straße und natürlich versuchten einige, uns um Geld zu bitten. Wie geht man damit um? Wie reagiert man auf bettelnde Kinder? Soll man etwas geben oder sie ignorieren? Auch wenn es hart klingt, wir haben nie etwas direkt auf der Straße ausgehändigt und auf keinen Fall ohne Gegenleistung. Bei allem, was wir verschenkt haben, zum Beispiel die leeren Wasserflaschen, haben wir lieber über Tahina als Mittelsmann gegeben.</p>
<figure id="attachment_3354" aria-describedby="caption-attachment-3354" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/BIP2017proKopf.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3354" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/BIP2017proKopf-1024x662.jpg" alt="Gemessen am BIP pro Kopf war Madagaskar mit Abstand das ärmste Land auf unserer ganzen Reise." width="525" height="339" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/BIP2017proKopf-1024x662.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/BIP2017proKopf-300x194.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/BIP2017proKopf-768x497.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/BIP2017proKopf.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3354" class="wp-caption-text">Gemessen am BIP pro Kopf ist Madagaskar mit Abstand das ärmste Land auf unserer ganzen Reise. (Quelle: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Bruttoinlandsprodukt_pro_Kopf">Wikipedia</a>)</figcaption></figure>
<p>Reisende sollten sich unserer Meinung nach hüten, im Land wahllos an Fremde Geschenke zu verteilen, da dies falsche Erwartungen weckt. Aber es ist schwer, oft sehr schwer! Am Morgen der Rückfahrt von den Tsingys ereignete sich Folgendes: Wir warteten darauf, dass sich die Fahrzeugkolonne in Bewegung setzten würde. Für vielleicht 20 Minuten standen wir neben unserem Wagen. Vor uns parkte ein Jeep mit Deutschen und Spaniern. Kinder kamen, fragten nach Süßigkeiten oder Geld, aber sie bekamen nichts.</p>
<figure id="attachment_3356" aria-describedby="caption-attachment-3356" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/12-KH-20180808_103643.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3356" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/12-KH-20180808_103643-1024x683.jpg" alt="Wir warten in der Karawane." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/12-KH-20180808_103643-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/12-KH-20180808_103643-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/12-KH-20180808_103643-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/12-KH-20180808_103643.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3356" class="wp-caption-text">Wir warten in der Karawane.</figcaption></figure>
<p>Ein Junge von vielleicht 6 Jahren hatte sein jüngeres Brüderchen auf dem Arm. Der Führer des Nachbarautos übersetzte, was er sagte. Der Vater war vergangenes Jahr bei einem Unfall ums Leben gekommen und sie hätten noch kein Frühstück bekommen. Eine Deutsche aus dem anderen Auto gab ihnen daraufhin ein Sandwich, das sie sich im Hotel mitgenommen hatte. Die Kinder waren sehr glücklich. Das ältere Geschwister begann sofort, den kleinen Bruder damit zu füttern, rührende Fürsorge.</p>
<h2>Wohltaten oder nur gut gemeint?</h2>
<p>Daraufhin sagte die Deutsche aus dem Nachbarauto: „Ab sofort nehmen wir jetzt jeden Morgen immer etwas vom Frühstücksbüffet mit, im Restaurant gibt es so viel und es bleibt doch immer etwas übrig! Das verteilen wir dann an die Kinder.“ Klingt vernünftig, oder? Ihr Guide erwiderte daraufhin, sie sollten das besser nicht tun. Die Kinder würden sich schnell daran gewöhnen, nicht zur Schule gehen, sondern noch mehr betteln. Bei knappem Angebot an Helfern und Spenden würden die Kinder vielleicht sogar untereinander kämpfen, sich dabei verletzen, um die milden Gaben zu erhaschen.</p>
<figure id="attachment_3357" aria-describedby="caption-attachment-3357" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081825-7394.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3357" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081825-7394-1024x683.jpg" alt="Kinder am Straßenrand haben uns häufig zugewunken, nur reine Freude oder mit Hintergedanken?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081825-7394-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081825-7394-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081825-7394-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081825-7394.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3357" class="wp-caption-text">Kinder am Straßenrand winken uns häufig zu, Ausdruck von Freude oder mit Hintergedanken?</figcaption></figure>
<p>Wer hat recht, der Führer oder die Wohltäterin? Schwer zu sagen. Wir teilten jedoch die Auffassung des Guides, da wir gesehen haben, was die willkürliche Verteilung von Geschenken bewirken kann. Mädchen und Jungen fragten aufdringlich und penetrant: &#8222;Vazaha, Bonbon?&#8220; (&#8222;Ausländer, gib uns ein Bonbon!&#8220;) und wir sahen tatsächlich Touristen, die tütenweise Bonbons verteilt haben. Nicht nur, dass sie damit für andere Reisende aufdringliche Kinder heranzüchten, die Kleinen führen zu Hause vermutlich keine Zahnpflege mit Zahnbürste oder Zahnpasta durch. Der Zucker macht kurzfristig glücklich, aber kurze Zeit später sehr hungrig (durch die Ausschüttung von Insulin). Die Kinder werden so dazu erzogen, in Zukunft lieber die Touristen zu bedrängen als zur Schule zu gehen. Gut gemeint, aber diese Praxis hat im Endeffekt nur negative Konsequenzen für alle Beteiligten.</p>
<h2>Madagaskar, ein (Tourismus-)Entwicklungsland</h2>
<p>Auch wenn der Tourismus, und damit seine Auswirkungen auf die Madegassen, seit 2011 zugenommen und vielleicht auch ein wenig seine Unschuld verloren hatte, so steckte er insgesamt doch noch in den Kinderschuhen. Insgesamt hielt sich der Nepp fast überall (noch?) stark in Grenzen. Natürlich wurden wir das eine oder andere Mal angebettelt, aber mit etwas Kreativität zeigte sich die Arglosigkeit der Leute. An der <a href="http://wittmann-tours.de/ueber-die-baobab-allee-nach-norden/">Baobab-Allee</a> fragte ein Mann recht penetrant nach Geld. Tahina antwortete ihn daraufhin sehr schlagfertig, die Vazahas hätten kein Bargeld, sondern nur eine Kreditkarte. Das erschien dem Madegassen plausibel, enttäuscht entfernte er sich ;).</p>
<figure id="attachment_3358" aria-describedby="caption-attachment-3358" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180808-164500-8892.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3358" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180808-164500-8892-1024x823.jpg" alt="Die Baobab-Allee, einer der touristischsten Orte auf Madagaskar." width="525" height="422" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180808-164500-8892-1024x823.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180808-164500-8892-300x241.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180808-164500-8892-768x617.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180808-164500-8892.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3358" class="wp-caption-text">Die Baobab-Allee, einer der touristischsten Orte auf Madagaskar</figcaption></figure>
<p>Im kommerziellen Sektor waren die &#8222;Segnungen&#8220; der Zivilisation noch kaum in Madagaskar angekommen. Wir sahen sehr wenig Werbung, die großen Marken waren durch die Bank nicht vertreten, mit einer Ausnahme: Coca Cola. Damit entstand auch vergleichsweise wenig Müll. Wo es kein Plastik gibt, kann man es auch nicht wegwerfen. Hoffen wir, dass es so bleibt. (Hier war Toamasina das unrühmliche Gegenbeispiel. Entlang mancher Straße in der Stadt türmten sich stinkende Müllberge.)</p>
<figure id="attachment_3359" aria-describedby="caption-attachment-3359" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-120423-7052.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3359" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-120423-7052-1024x683.jpg" alt="Coca-Cola, eine der wenigen ausländischen Marken auf Madagaskar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-120423-7052-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-120423-7052-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-120423-7052-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-120423-7052.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3359" class="wp-caption-text">Coca-Cola, eine der wenigen internationalen Marken auf Madagaskar</figcaption></figure>
<p>Auch Waschmaschinen gab es nicht auf Madagaskar, die Frauen wuschen mit der Hand, und wie! Unsere Wäsche war strahlend sauber wie noch nie zuvor! Der Dreck und die Flecken, die wir über 10 Monate in zahlreichen Ländern um den Globus gesammelt hatten, und die die internationale Flotte an Waschmaschinen nicht herausbekommen hatte, beseitigten die fleißigen madegassischen Wäscherinnen erfolgreich, ganz ohne den weißen Riesen.</p>
<h2>Mehr Lösungen als Probleme</h2>
<p>Auch scheinbar Unmögliches wird in Madagaskar trotz aller Widrigkeiten möglich. Eines schönen Abends schaltete sich in einem Hotel die Stromversorgung von Generator auf Solar(batterie)betrieb um, es gab einen Knall im Laptop-Netzteil… und es hatte seinen Geist aufgegeben. Uns war sofort klar, dass die Aussichten, auf Madagaskar Ersatz zu beschaffen, asymptotisch gegen null tendierten, also musste ein Plan B gefunden werden.</p>
<figure id="attachment_3360" aria-describedby="caption-attachment-3360" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20190622-134323-5171.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3360" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20190622-134323-5171-1024x683.jpg" alt="Elektronik ist auf Madagaskar schwer zu bekommen, vor allem wenn man ausgefallene Wünsche hat." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20190622-134323-5171-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20190622-134323-5171-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20190622-134323-5171-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20190622-134323-5171.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3360" class="wp-caption-text">Elektronik ist auf Madagaskar schwer zu bekommen, vor allem, wenn man spezielle Wünsche hat.</figcaption></figure>
<p>Ich schilderte das Problem Hasina, der unsere Tour organisiert hatte, und er sagte erstmal nur &#8222;Verstanden, ich kümmere mich&#8220;, nur um sich 5 Minuten später zurückzumelden: &#8222;Warum habe ich so lange überlegt? Meine Cousine fliegt am Samstag aus Deutschland nach Madagaskar&#8220; (es war Dienstag) &#8222;Bestell das Netzteil einfach im Internet, lass es an ihre Adresse liefern und sie bringt es Dir mit.&#8220; Gesagt getan. Bestellt, einen Tag später versandt, pünktlich in Deutschland ausgeliefert, weiter mit Cousinenkurier nach Madagaskar und am Sonntag überreichte Tahina mir das Päckchen. Mehr Lösungen als Probleme! Not macht bekanntlich erfinderisch und auf Madagaskar funktioniert dadurch so manches scheinbar Unmögliche am Ende erstaunlicherweise doch.</p>
<h2>Wer gut schmiert, der gut fährt</h2>
<p>Wo im Kleinen die Problemlösung gut funktioniert, herrscht an anderer Stelle ein Dauerproblem, nämlich die Korruption. Sie durchzieht, wie uns berichtet wurde, den gesamten offiziellen Sektor. Selbst an der Uni kann man sich gute Noten erkaufen. Persönlich blieb uns dieser unangenehme Bestandteil der madegassischen Lebenswirklichkeit weitestgehend verborgen, nur einmal erlebten wir, wie lästig es ist, wenn man der Willkür von Staatsbediensteten ausgeliefert ist.</p>
<figure id="attachment_3393" aria-describedby="caption-attachment-3393" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180812-164811-7871.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3393" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180812-164811-7871-1024x683.jpg" alt="Ein paar dieser Scheinchen können auf Madagaskar viel bewegen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180812-164811-7871-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180812-164811-7871-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180812-164811-7871-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180812-164811-7871.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3393" class="wp-caption-text">Ein paar dieser Scheinchen können auf Madagaskar viel bewegen.</figcaption></figure>
<p>Auf der Rückfahrt von Morondava nach Antsirabe hielt uns die Polizei an einem Kontrollposten auf. Wir hätten angeblich noch eine offene Rechnung in Morondava. Ein Werkstattaufenthalt unseres Autos sei nicht bezahlt worden, daher durften wir nicht weiterfahren. Richtig, unser Geländewagen war in Morondava in der Werkstatt gewesen. Während wir einen <a href="http://wittmann-tours.de/ein-tag-am-meer-in-morondava/">Tag am Meer</a> verbrachten, hatte Christian versucht, einige Blessuren des Wagens von der Fahrt auf der <a href="http://wittmann-tours.de/die-nationalstrasse-8-ueber-belo-nach-bekopaka/">Nationalstraße 8</a> beheben zu lassen, aber ohne Erfolg. Die Reparaturen konnten erst später in Antananarivo erfolgen.</p>
<figure id="attachment_3390" aria-describedby="caption-attachment-3390" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-123033-9165.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3390" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-123033-9165-1024x683.jpg" alt="Unser Wagen, geschunden auf der Nationalstraße 8, repariert wurde er aber erst in Antananarivo." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-123033-9165-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-123033-9165-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-123033-9165-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180810-123033-9165.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3390" class="wp-caption-text">Unser Wagen, geschunden auf der Nationalstraße 8, repariert wurde er aber erst in Antananarivo.</figcaption></figure>
<p>Ein Schelm, wer jetzt vermutet, dass die Staatsdiener versucht hätten, diese Situation auszunutzen. Es hieß, es sei ein schwarzer Hyundai Terracan (das war das Modell des Fahrzeugs) gewesen, das Kennzeichen war den Polizisten aber nicht bekannt. Nach einer halben Stunde Diskussion zwischen unserem Fahrer Christian und den Beamten, wichtig aussehenden Ermittlungen und Telefonaten durften wir schließlich weiterfahren. Es hatte sich herausgestellt, dass der gesuchte Wagen ein zerbrochenes Rücklicht hatte. Ob die Polizisten wohl auf eine Gratifikation zur Vereinfachung der Problemlösung gehofft hatten und ob eine finanzielle Zuwendung den Prozess beschleunigt hätte, wissen wir nicht, aber dieser Schluss wäre naheliegend.</p>
<h2>Hilfsprojekte dauerhaft in der Schwebe</h2>
<p>Auch bei Hilfsprojekten fließt das Geld anscheinend oftmals in dunkle Kanäle ab. Auf dem Weg zu den Tsingys fuhren wir an einer scheinbar idyllischen Schule im Grünen vorbei. Marode Bänke standen im Freien direkt neben der Straße und die Tafel hing an einem Baum. Etwas im Hintergrund sahen wir die bröckelnden Reste einer überwucherten Backsteinruine. Das hätte das Schulgebäude werden sollen. Das Projekt (international gefördert) konnte aufgrund mangelnder Finanzierung nicht vollendet werden. Daher befand sich die halbfertige Schule im Stadium des Verfalls. Es ist natürlich vollkommen offen, ob wirklich die gesamten Hilfsgelder in den Bau geflossen sind und wer von einer eventuellen Differenz profitiert hat.</p>
<figure id="attachment_3392" aria-describedby="caption-attachment-3392" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081518-7392.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3392" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081518-7392-1024x683.jpg" alt="Auf den ersten Blick eine idyllische Schule im Grünen, in Wirklichkeit aber Zeugnis eines traurigen Missstandes" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081518-7392-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081518-7392-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081518-7392-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180806-081518-7392.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3392" class="wp-caption-text">Auf den ersten Blick eine idyllische Schule im Grünen, in Wirklichkeit aber Zeugnis eines traurigen Missstandes</figcaption></figure>
<p>In Maroansetra fuhren wir über die marodeste Brücke, die wir auf Madagaskar gesehen hatten. Die Holzbrücke hatte tiefe Löcher und es war notwendig, immer wieder ein Stück Metall an anderer Stelle unterzulegen, damit unser Auto überhaupt passieren konnte. Vor der Brücke stand ein großes buntes Schild, das besagte, dass der Neubau von der EU gefördert würde. 2017 sollte die Renovierung abgeschlossen sein. Wir schrieben Ende August 2018. Vielleicht hat das Geld nur für das Schild gereicht und der Rest ist auf unerklärliche Weise verloren gegangen?</p>
<figure id="attachment_3395" aria-describedby="caption-attachment-3395" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180821_100133-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3395" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180821_100133-1-1024x576.jpg" alt="Viele Balken der abenteuerlichen Brücke sind lose, es quietscht und rumpelt. Zur Gewichtsreduzierung mussten wir aussteigen und zu Fuß gehen. " width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180821_100133-1-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180821_100133-1-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180821_100133-1-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180821_100133-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3395" class="wp-caption-text">Viele Balken der abenteuerlichen Brücke sind lose, es quietscht und rumpelt. Zur Gewichtsreduzierung mussten wir aussteigen und zu Fuß gehen.</figcaption></figure>
<h2>Madagaskar kulinarisch</h2>
<p>Es war für uns ein wenig schwierig, die madegassische Küche kennenzulernen, da uns, den Vazahas, oft internationale Kost serviert wurde. Meist waren dies Gerichte mit Hühnchen- oder Zebufleisch. Und trotzdem wäre es nicht gerecht, Madagaskar kulinarisch darauf zu reduzieren. Es gab buchstäblich an jeder Straßenecke köstliche frische Früchte der Saison: Cherimoyas, Bananen, Papayas, Avocados (Mango, Litschi und Mangosteen waren leider zu der Zeit noch nicht reif). An der Küste bekamen wir Fisch und Meeresfrüchte in Hülle und Fülle.</p>
<figure id="attachment_3361" aria-describedby="caption-attachment-3361" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1885.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3361" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1885-1024x768.jpg" alt="Hier ist Reis mal Nebensache. Die Meeresfürchte bedecken ihn vollständig." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1885-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1885-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1885-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1885.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3361" class="wp-caption-text">Hier ist der Reis mal Nebensache. Fisch und Meeresfürchte bedecken ihn vollständig.</figcaption></figure>
<p>Kulinarisch zeigten sich die positiven Einflüsse der französischen Kolonialzeit. Schlecht essen wird man in Madagaskar kaum. Die einheimische Küche ist einfach, aber schmackhaft und für alles andere haben die Franzosen gesorgt. Zum Frühstück gab es gutes Baguette. Einmal nahmen wir unser Mittagessen in einem Restaurant zu uns, dessen Spezialität köstliche gebratene Ente und Entenleber waren. Nicht zuletzt wurden wir mehrmals mit herrlich cremigem Mousse au Chocolat zum Nachtisch verwöhnt.</p>
<figure id="attachment_3362" aria-describedby="caption-attachment-3362" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-121657-7054.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3362" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-121657-7054-1024x683.jpg" alt="Frische und knusprieg Baguettes gibt es überall auf Madagaskar zu kaufen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-121657-7054-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-121657-7054-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-121657-7054-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180802-121657-7054.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3362" class="wp-caption-text">Frische und knusprige Baguettes gibt es in allen größeren Orten auf Madagaskar zu kaufen.</figcaption></figure>
<h2>Typisch madegassische Getränke</h2>
<p>Ohne Alkohol und typisch madegassisch hat Bonbon Anglais auf uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen: Es ist eine klare Limonade wie Sprite, allerdings extrem süß und mit Minz-Menthol-Geschmack wie Eisbonbons.</p>
<figure id="attachment_3389" aria-describedby="caption-attachment-3389" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1949.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3389" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1949-1024x851.jpg" alt="Bonbon Anglais schmeckt lustigerweise wie Eisbonbons." width="525" height="436" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1949-1024x851.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1949-300x249.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1949-768x638.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1949.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3389" class="wp-caption-text">Bonbon Anglais schmeckt lustigerweise wie Eisbonbons.</figcaption></figure>
<p>Auch ganz häufig begegnete uns <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Three_Horses_Beer">Three Horses Beer (THB)</a> mit seinem markanten Logo mit den drei Pferdeköpfen. Früher eine eigenständige madegassische Marke befindet die Brauerei sich mittlerweile im Besitz des französischen Konzerns <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Castel_Group">Castel</a>. Trotzdem ist es weiterhin die am meisten verbreitete Biersorte im Land und die normale Flaschengröße fasst gut gemeinte 65cl. Bei Mona und Katja war das Fresh (Panaché) sehr beliebt, ein erfrischendes Radler mit nur sehr wenig Alkohol (weniger als 1%).</p>
<figure id="attachment_3391" aria-describedby="caption-attachment-3391" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180805-122219-7358.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3391" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180805-122219-7358-1024x683.jpg" alt="Pferde würden THB Fresh kaufen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180805-122219-7358-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180805-122219-7358-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180805-122219-7358-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180805-122219-7358.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3391" class="wp-caption-text">Pferde würden THB Fresh kaufen.</figcaption></figure>
<p>Auf keinen Fall zu vergessen ist der <a href="https://fr.wikipedia.org/wiki/Rhum_arrang%C3%A9">Rhum Arrangé</a>. Hierbei handelt es sich um Rum, in den Früchte oder einfach nur ein paar Vanilleschoten eingelegt wurden, und der dadurch geschmacklich verfeinert wird. Rhum Arrangé ist eine typisch madegassische Spezialität. Man stößt an mit den Worten &#8222;Samy tsara&#8220; (gesprochen in etwa &#8222;Tsamzara&#8220;). &#8222;Tsara&#8220; bedeutet &#8222;gut&#8220; und frei übersetzt bedeutet &#8222;Samy tsara&#8220; &#8222;Gemeinsam sind wir schön&#8220;. Na, wenn das nichts über die Qualität des Rhum Arrangé aussagt ;).</p>
<figure id="attachment_3363" aria-describedby="caption-attachment-3363" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1951.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3363" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1951-768x1024.jpg" alt="Rhum Arrangé, die hochprozentige madegassische Spezialität" width="525" height="700" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1951-768x1024.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1951-225x300.jpg 225w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1951.jpg 1200w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3363" class="wp-caption-text">Rhum Arrangé, die hochprozentige madegassische Spezialität</figcaption></figure>
<h2>Der Kreis schließt sich</h2>
<p>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die Episode aus den &#8222;<a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-madagaskar/">Ersten Eindrücken aus Madagaskar</a>&#8222;, als wir die Lehmziegelherstellung auf dem Reisfeld beobachtet und die Kinder sich für meine Brille begeistert hatten? Am letzten Tag auf Madagaskar konnten wir auch diese Fotos <a href="http://wittmann-tours.de/fotografien-als-bindeglied-madegassen-im-portrait/">übergeben</a>. Die Kleinen selbst waren zwar nicht dort, aber ihre Mutter, die sich sehr über die Bilder freute. Dafür trafen wir den jungen Mann wieder, der Lehmziegel herstellte, und dessen Portrait wir ausgedruckt hatten.</p>
<figure id="attachment_3364" aria-describedby="caption-attachment-3364" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180731-072550-6842.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3364" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180731-072550-6842-683x1024.jpg" alt="Dieser Mann stellt Lehmziegel her. Wir trafen ihn am ersten Tag auf Madagaskar. Am letzten Tag konnten wir ihm dieses Bild schenken." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180731-072550-6842-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180731-072550-6842-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180731-072550-6842-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180731-072550-6842.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3364" class="wp-caption-text">Dieser Mann stellt Lehmziegel her. Wir trafen ihn an unserem ersten Tag auf Madagaskar. Am letzten Tag konnten wir ihm dieses Bild schenken.</figcaption></figure>
<p>Er verhielt sich uns gegenüber schüchtern, freute sich aber sichtlich über die Aufnahme. Eigentlich hatten wir uns schon verabschiedet, aber dann formierte sich eine kleine Gruppe für ein Abschiedsgruppenbild, die überreichten Fotos in den Händen, vielleicht, um sich auf diese Art und Weise zu bedanken.</p>
<figure id="attachment_3365" aria-describedby="caption-attachment-3365" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180821-161523-8278.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3365" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180821-161523-8278-1024x683.jpg" alt="Gruppenbild zum Abschied" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180821-161523-8278-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180821-161523-8278-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180821-161523-8278-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180821-161523-8278.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3365" class="wp-caption-text">Gruppenbild zum Abschied</figcaption></figure>
<h2>Lamako!</h2>
<p>Wir haben unsere Reise in Madagaskar zu fünft sehr genossen, außerdem haben wir mit Tahina mehr als nur einen Reiseleiter gehabt. In den knapp 3 Wochen sind wir zu Freunden geworden und freuen uns, ihn hoffentlich bald in Deutschland willkommen zu heißen. Vielleicht wird sich auch die Möglichkeit ergeben, dass wir uns bei ihm revanchieren können und ihm als kleinen Dank etwas von unserer Heimat zeigen dürfen.</p>
<figure id="attachment_3366" aria-describedby="caption-attachment-3366" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180804-100126-7210.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3366" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180804-100126-7210-1024x683.jpg" alt="Die komplette Reisegruppe: Tahina, Christian, Mona, Katja und Christian" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180804-100126-7210-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180804-100126-7210-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180804-100126-7210-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180804-100126-7210.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3366" class="wp-caption-text">Die komplette Reisegruppe: Tahina, Christian, Mona, Katja und Christian</figcaption></figure>
<p>Verabschieden wollen wir uns mit einem donnernden Lamako! Lamako ist eigentlich ein Element aus der madegassischen Redekunst. Es dient dazu, die Zuhörer auf langen Feiern mit einzubeziehen und bei der Stange zu halten. Das funktioniert so: Der Redner ruft &#8222;Lamako!&#8220;, daraufhin klatschen alle Anwesenden viermal in die Hände, anschließend das Ganze noch mal: &#8222;Lamako!&#8220; und viermal klatschen. Dann ruft der Initiator: &#8222;Avereno!&#8220; (&#8222;Nochmal!&#8220;), alle klatschen 10 mal. Abschließend ruft der Redner: &#8222;Atambaro!&#8220; und alle klatschen noch einmal zum Abschluss.</p>
<p><strong>Lamako!</strong> Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch! Kurze Pause<br />
<strong>Lamako!</strong> Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch! Kurze Pause<br />
<strong>Avereno!</strong> Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch! Klatsch!<br />
<strong>Atambaro!</strong> Klatsch!</p>
<p>Eine abgewandelte Version dieses Lamako benutzten wir, um uns zum Abschied bei Führern oder in Unterkünften zu bedanken. Rhythmisches Klatschen und Kusshändchen.</p>
<p>Im folgenden Video seht ihr den letzten Abschnitt der Prozedur:<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/-Abzbkoo2KM?start=35&amp;end=43&amp;version=3" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p>Danke, Madagaskar, für 3 phantastische Wochen!<br />
Veloma Madagaskar! Auf Wiedersehen Madagaskar! Bis zum nächsten Mal!</p>
<figure id="attachment_3367" aria-describedby="caption-attachment-3367" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-133622-9956.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3367" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-133622-9956-683x1024.jpg" alt="Veluma! Auf Wiedersehen!" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-133622-9956-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-133622-9956-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-133622-9956-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-133622-9956.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3367" class="wp-caption-text">Veloma! Auf Wiedersehen!</figcaption></figure>
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		<title>Drei Tage im Masoala-Regenwald</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jul 2019 00:01:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einer knapp 2-stündigen Bootsfahrt von Nosy Mangabe aus erreichten wir unser Ziel, die Masoala Forest Lodge. Wir landeten an einem Strand und gingen kaum 200 Meter landeinwärts, wo ein paar hübsche kleine Bungalows auf uns warteten. So viel Luxus hatten wir nach der vorherigen Campingnacht kaum erwartet. Um das gute Wetter &#8211; sprich kein &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer knapp 2-stündigen Bootsfahrt von <a href="http://wittmann-tours.de/nosy-mangabe">Nosy Mangabe</a> aus erreichten wir unser Ziel, die Masoala Forest Lodge. Wir landeten an einem Strand und gingen kaum 200 Meter landeinwärts, wo ein paar hübsche kleine Bungalows auf uns warteten. So viel Luxus hatten wir nach der vorherigen Campingnacht kaum erwartet. Um das gute Wetter &#8211; sprich kein Regen &#8211; auszunutzen, starteten wir umgehend auf die erste Wanderung durch den Urwald.</p>
<figure id="attachment_3399" aria-describedby="caption-attachment-3399" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3399 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464-1024x683.jpg" alt="Auf der Masoala-Halbinsel befindet sich das größte noch zusammenhängende Regenwaldgebiet Madagaskars." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-105656-0464.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3399" class="wp-caption-text">Auf der Masoala-Halbinsel befindet sich das größte noch zusammenhängende Regenwaldgebiet Madagaskars.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3427"></span></p>
<h2>Angekommen auf der Masoala-Halbinsel</h2>
<p>Armand war kein Führer für Fußkranke. In den kommenden Tagen wanderten wir ausdauernd über die Wege Masoalas. Morgens waren wir 3 bis 4 Stunden unterwegs, nachmittags wetterabhängig (je nachdem wie viel es regnete). Abends unternahmen wir jeden Tag eine Nachtwanderung zwischen Sonnenuntergang und Abendessen.</p>
<figure id="attachment_3400" aria-describedby="caption-attachment-3400" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3400 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135-1024x683.jpg" alt="Ein blauer Coua, eines der ersten Tiere, denen wir im Regenwald begegnen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-101050-0135.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3400" class="wp-caption-text">Ein blauer Coua, eines der ersten Tiere, denen wir im Regenwald begegnen.</figcaption></figure>
<p>Waren die Wege in der Nähe des Camps noch gut zu erkennen, so konnte man sie weiter entfernt kaum von der Umgebung im Wald unterscheiden, da sie teilweise von Wurzeln überwuchert waren. Ohne Führer hätte die Gefahr bestanden, sich hoffnungslos zu verlaufen. Für die geringe Anzahl von Besuchern war das gesamte Wegenetz aber in einem sehr guten Zustand.</p>
<figure id="attachment_3401" aria-describedby="caption-attachment-3401" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3401 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433-1024x683.jpg" alt="Die Wege im Masoala-Regenwald sind in der Regel sehr naturbelassen und nicht immer gut zu erkennen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-090152-0433.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3401" class="wp-caption-text">Die Wege im Masoala-Regenwald sind in der Regel sehr naturbelassen und nicht immer gut zu erkennen.</figcaption></figure>
<h2>Auf der Suche nach den roten Varis</h2>
<p>Armand wollte uns gerne die roten Varis (Lemuren mit einem rot-braunen Fell) zeigen. Sie sind in der Wildnis nur noch im Masoala-Regenwald zu finden, da ihr Lebensraum immer weiter zerstört wird. Auf der ersten Wanderung hatten wir allerdings kein Glück. Armand war einige Wochen nicht in diesem Gebiet gewesen und wusste (noch) nicht, wo die wenigen Futterbäume standen, die aktuell Früchte trugen. Für die Lemuren herrschte sozusagen Fastenzeit. Durch das geringe Nahrungsangebot waren sie nicht so aktiv und ruhten sich die meiste Zeit in den Baumkronen aus.</p>
<figure id="attachment_3402" aria-describedby="caption-attachment-3402" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3402" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124-1024x683.jpg" alt="Ein Helmvanga mit fetter Beute" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-095444-0124.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3402" class="wp-caption-text">Ein Helmvanga mit fetter Beute</figcaption></figure>
<p>Trotzdem sahen wir viele interessante Tiere, große bunte Vögel zum Beispiel. Eine der eindrucksvollsten Spezies war der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Helmvanga">Helmvanga</a>. Äußerlich erinnert er entfernt an einen Tukan (ist aber endemisch auf Madagaskar) und besitzt einen großen hellblauen Schnabel, der sich vortrefflich dazu eignet, dicke Käfer zu knacken.</p>
<figure id="attachment_3403" aria-describedby="caption-attachment-3403" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3403 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607-1024x768.jpg" alt="Es regnete immer wieder, meist nachmittags und eher kräftig." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/IMG_3607.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3403" class="wp-caption-text">Es regnete immer wieder, meist nachmittags und eher kräftig.</figcaption></figure>
<p>Armand zeigte uns viele Facetten des Regenwaldes. Wie gut er sich wirklich auskannte, sollten wir aber erst in den kommenden Tagen erleben. Der erste Tag fing verheißungsvoll an, mit Vögeln und Chamäleons. Die roten Varis hingegen versteckten sich noch erfolgreich. Vor allem Armand konnte seine Enttäuschung nicht verbergen, aber vor uns lagen ja noch zwei weitere Tage. Wir hingegen waren sehr beeindruckt, wie viele Tiere wir bereits gesehen hatten, die wir ohne Armand niemals entdeckt hätten.</p>
<figure id="attachment_3404" aria-describedby="caption-attachment-3404" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3404" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142-1024x683.jpg" alt="Findet ihr das Parson's Chamäleon?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105006-0142.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3404" class="wp-caption-text">Findet ihr das Parson&#8217;s Chamäleon?</figcaption></figure>
<figure id="attachment_3405" aria-describedby="caption-attachment-3405" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3405 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149-1024x683.jpg" alt="Hier ist das Parson's Chamäleon." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-105420-0149.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3405" class="wp-caption-text">Hier ist das Parson&#8217;s Chamäleon.</figcaption></figure>
<h2>Nachtwanderung</h2>
<p>Wie so häufig veränderte sich der Wald nach Einbruch der Dunkelheit grundlegend. Das Konzert der Frösche ertönte von überall her und die Lichtkegel unserer Taschen- und Stirnlampen, die über die feuchtglänzenden Blätter glitten, waren die einzigen Lichtquellen. Diverse Spinnen hatten sich hervor getraut und saßen auf dem Boden und in den Blättern der Bäume, ebenso wie die verschiedensten Frösche.</p>
<figure id="attachment_3406" aria-describedby="caption-attachment-3406" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3406" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188-1024x683.jpg" alt="Ein Riesenlaubfrosch (White-lipped tree frog), Boophis albilabris" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-190317-0188.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3406" class="wp-caption-text">Ein Riesenlaubfrosch (White-lipped tree frog), Boophis albilabris</figcaption></figure>
<p>Nachdem wir tagsüber die roten Varis nicht gefunden hatten, sahen wir immerhin in der Nacht einige Mausmakis durch die Bäume huschen bzw. ihre reflektierenden Augen im Blattwerk. Gelegentlich waren wir sogar nahe genug, um die kleinen Kerle ganz zu sehen.</p>
<figure id="attachment_3407" aria-describedby="caption-attachment-3407" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3407" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211-1024x683.jpg" alt="Ein artistischer Mausmaki" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-193436-0211.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3407" class="wp-caption-text">Ein artistischer Mausmaki</figcaption></figure>
<p>Und auch Chamäleons durften nicht fehlen. Meisterlich versteckten sie sich zwischen den Blättern, aber Armand fand trotzdem einige Exemplare. &#8211; Bestimmt sind wir an vielen, vielen anderen einfach vorbeigegangen und vielleicht dachten sie sich: &#8222;Puh, das ist ja nochmal gutgegangen!&#8220;</p>
<figure id="attachment_3408" aria-describedby="caption-attachment-3408" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3408 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162-1024x683.jpg" alt="Trotz bester Tarnung gesichtet: Dieses Chamäleon schaut ziemlich sparsam aus der Wäsche." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-183440-0162.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3408" class="wp-caption-text">Trotz bester Tarnung gesichtet: Dieses Chamäleon schaut ziemlich sparsam aus der Wäsche.</figcaption></figure>
<h2>Wildlife rund um unsere Bungalows</h2>
<p>Nicht nur auf unseren Wanderungen begegneten wir vielen Tieren, schon auf der Lichtung rund um unsere Bungalows gab es einiges zu sehen. An der Außenwand des Pavillons, in dem die Mahlzeiten serviert wurden, saßen des Öfteren leuchtend grüne <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Madagaskar-Taggecko">Taggeckos</a>.</p>
<figure id="attachment_3409" aria-describedby="caption-attachment-3409" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3409 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337-683x1024.jpg" alt="Ein leuchtend grüner Madagaskar-Taggecko" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-130932-0337.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3409" class="wp-caption-text">Ein leuchtend grüner Madagaskar-Taggecko</figcaption></figure>
<p>Gelegentlich kamen auch Gruppen von Lemuren vorbei. Sie kündigten sich meist durch das Rascheln von Blättern an und ihr Ziel war ein Baum mit schmackhaften Früchten am Waldrand.</p>
<figure id="attachment_3410" aria-describedby="caption-attachment-3410" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3410" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346-1024x683.jpg" alt="Nahrung in Hülle und Fülle für diesen Weißkopfmaki" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-132939-0346.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3410" class="wp-caption-text">Nahrung in Hülle und Fülle für diesen Weißkopfmaki</figcaption></figure>
<h2>Die Vari-Safari</h2>
<p>Am zweiten Tag war Armand bestens vorbereitet. Er hatte schon ohne uns den Wald erkundet und eine Gruppe von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Vari">roten Varis</a> gefunden, die er uns zeigen wollte. Die Lemuren waren in der Tat scheinbar die ganze Zeit im Siesta-Modus. Sie saßen hoch oben in den Bäumen und bewegten sich kaum, nahmen uns aber trotzdem war.</p>
<figure id="attachment_3411" aria-describedby="caption-attachment-3411" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3411 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303-1024x683.jpg" alt="Die roten Varis saßen immer hoch oben in den Bäumen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-115808-0303.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3411" class="wp-caption-text">Die roten Varis saßen immer hoch oben in den Bäumen.</figcaption></figure>
<p>Der Bann war gebrochen, an diesem Morgen sahen wir dank unseres Lemurenflüsterers gleich mehrere Gruppen von roten Varis. Einmal hörte Armand einen Ruf und wusste sofort, dass es die rotbepelzten Primaten waren, aber wo? Nach kurzem Überlegen meinte er, wir müssten umkehren. Wir folgten einem schmalen Pfad, teilweise steil bergauf. Nach mindestens 10 Minuten saßen sie in der Tat über unseren Köpfen, vielleicht handelte es sich um einen ihrer Lieblingsbäume. Auch als wir wussten, wo sie sich aufhielten, war es immer noch schwierig genug, sie wirklich zu sehen. Nur aus einem sehr begrenzten Blickwinkel konnten wir sie zwischen den Blättern erspähen.</p>
<figure id="attachment_3412" aria-describedby="caption-attachment-3412" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3412" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472-1024x683.jpg" alt="Gut versteckt zwischen den Blätter ruhten sie sich aus." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-111554-0472.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3412" class="wp-caption-text">Gut versteckt zwischen den Blättern ruhten sich die roten Varis aus.</figcaption></figure>
<h2>Miniatur auf dem Weg</h2>
<p>Nicht nur hoch oben in den Baumwipfeln, sondern auch mitten auf den Wegen entdeckte Armand (wie auch immer?) spannende Tiere. Die Wege waren oft mit Wurzeln überzogen und mit Laub bedeckt. Da es im Regenwald keine Jahreszeiten wie in Europa gibt, sind die meisten Bäume das ganze Jahr über grün, am Boden sieht es aber trotzdem konstant herbstlich aus, da sie ständig Blätter verlieren. Auf einem steilen Stück Weges, wo jeder Schritt wohlbedacht sein wollte, zeigte Armand auf den Boden. Ein Mini-Chamäleon der Art <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brookesia">Brookesia</a> befand sich, kaum sichtbar, im braunen Laub, das den Pfad bedeckte.</p>
<figure id="attachment_3413" aria-describedby="caption-attachment-3413" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3413" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297-1024x683.jpg" alt="Brookesia in freier Wildbahn. Vielleicht ein Brown leaf chameleon (Brookesia superciliaris)?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-105014-0297.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3413" class="wp-caption-text">Brookesia in freier Wildbahn. Vielleicht ein Brown leaf chameleon (Brookesia superciliaris)?</figcaption></figure>
<p>Wie klein es wirklich war, wird erst im Größenvergleich klar. Vorsichtig nahm Armand das kleine Brookesia auf seine Hand, damit wir es betrachten konnten.</p>
<figure id="attachment_3414" aria-describedby="caption-attachment-3414" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3414 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291-1024x683.jpg" alt="Wie klein das Chamäleon ist, wird erst mit einem entsprechenden Maßstab deutlich." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-104355-0291.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3414" class="wp-caption-text">Wie klein das Chamäleon ist, wird erst mit einem entsprechenden Maßstab deutlich.</figcaption></figure>
<p>Wesentlich größer und auch deutlich aktiver waren mehrere <a href="https://fr.wikipedia.org/wiki/Aphistogoniulus_corallipes">Tausendfüßler</a>, die unseren Weg überquerten. Ihre kräftige rote Farbe soll davor warnen, dass sie nicht gut schmecken. Also haben wir uns beherrscht und nicht probiert ;).</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/nRY8q3ETReI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Gefiederte Freunde bei Nacht</h2>
<p>Erstaunlicherweise sahen wir des Nachts auch viele Vögel. So saß zum Beispiel ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Madagaskarfischer">Wald-Eisvogel</a> zwischen den Ästen versteckt. Interessanterweise ist er an ein Leben im Dschungel angepasst und nicht auf Gewässer angewiesen. Der Regenwald bietet ihm genügend Nahrung in Form von Fröschen, Insekten, Geckos und Chamäleons.</p>
<figure id="attachment_3416" aria-describedby="caption-attachment-3416" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3416" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368-1024x683.jpg" alt="Ein Madagaskarfischer. Wir sahen ihn tagsüber und auch in der Nacht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-184735-0368.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3416" class="wp-caption-text">Ein Madagaskarfischer. Wir begegneten ihm tagsüber und auch in der Nacht.</figcaption></figure>
<p>Kurze Zeit später flog ein Schatten fast lautlos über unsere Köpfe, eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Madagaskar-Zwergohreule">Eule</a>. Als wir uns näherten, flog sie immer wieder ein Stückchen weiter. Eine Taschenlampe brauchte sie auf keinen Fall, um sich im dunklen Wald zu orientieren, stattdessen blinzelte sie uns mit ihren eindrucksvollen gelben Augen entgegen.</p>
<figure id="attachment_3417" aria-describedby="caption-attachment-3417" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3417 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384-683x1024.jpg" alt="Lautlos fliegt sie durch die Dunkelheit, vermutlich eine Madagaskar-Zwergohreule." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-192011-0384.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3417" class="wp-caption-text">Lautlos fliegt sie durch die Dunkelheit, vermutlich eine Madagaskar-Zwergohreule.</figcaption></figure>
<h2>Chamäleons in der Dunkelheit</h2>
<p>Am Ende der zweiten Nachtwanderung zeigte Armand, was in ihm steckte. Wir hatten angehalten, um einen Wieselmaki in der Ferne zu beobachten. Es war nicht einfach, ihn zwischen all den Ästen und Zweigen zu erspähen. Während wir mit dem Maki beschäftigt waren, schaute Armand sich weiter um. Dann sagte er mit seiner leisen Stimme, die aber etwas aufgeregt klang: &#8222;Dort ist ein Chamäleon, ein junges Parsons Chamäleon.&#8220; Wir fragten uns (mal wieder) wie er die gut getarnte Echse im dunklen Wald gesichtet hatte, als er den Weg verließ, um uns das Chamäleon zu zeigen. 10 Meter von uns entfernt, sagte er, wieder leise aber bestimmt: &#8222;Kommen Sie! Kommen Sie!&#8220;</p>
<figure id="attachment_3418" aria-describedby="caption-attachment-3418" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3418" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401-1024x683.jpg" alt="Ein Wieselmaki im dichten Geäst" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-195502-0401.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3418" class="wp-caption-text">Ein Wieselmaki im dichten Geäst</figcaption></figure>
<p>Die Wege im Masoala-Nationalpark sind mal mehr, mal weniger abenteuerlich, oft mit Wurzeln, Steinen und Pflanzen bedeckt, aber jetzt ging es querwaldein, und das mit mehr als 45 Grad Gefälle. Wir beäugten ungläubig die schlüpfrige, dicht bewachsene Böschung, aber es gab schließlich ein Chamäleon zu sehen, auf ging es! Es war rutschig, steil und finster, schwups, den Halt verloren und ein Stückchen auf den feuchten Blättern bergab geschliddert. Zum Glück gab es 2 bis 3 Zentimeter dünne Baumstämmchen, an die wir uns klammerten und die uns erstaunlich viel Halt gaben. Bei Armand angekommen, standen wir wirklich keine 3 Meter von einem jungen Parsons Chamäleon entfernt. Es schlief und öffnete nicht die Augen, obwohl wir auf unserem Weg nach unten eine Menge Lärm verursacht hatten.</p>
<figure id="attachment_3419" aria-describedby="caption-attachment-3419" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3419" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407-1024x683.jpg" alt="Ein schlafendes Parson's Chamäleon" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-200153-0407.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3419" class="wp-caption-text">Ein schlafendes Parsons Chamäleon</figcaption></figure>
<p>Bei der nächsten Nachtwanderung ereignete sich etwas Ähnliches. Auf einmal sagte Armand: &#8222;Da, ein kleines Chamäleon!&#8220; Wir sahen natürlich wieder nichts, nur Vegetation. Armand ging zielgerichtet in den Wald, vielleicht 5 bis 6 Meter ins Gestrüpp, und fing an, kräftig an einer Schlingpflanze zu ziehen. Er zog bestimmt 3 Meter Liane von einem Baum herunter. Wir schauten verwundert und gespannt zu, bis er auf das Chamäleon zeigte: &#8222;Da ist das Chamäleon.&#8220;, aber wir sahen immer noch nichts. Er pflückte ein kleines Ästchen ab, auf dem das 5 Zentimeter kleine Tier saß. Erst hatte es die Miniäugelchen geschlossen, aber insgesamt hatten wir es doch geweckt. Es bewegte sich jedoch kaum und ließ sich von allen Seiten betrachten.</p>
<figure id="attachment_3420" aria-describedby="caption-attachment-3420" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3420 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509-1024x683.jpg" alt="Ein ungehaltenes Mini-Chamäleon im dunklen Regenwald" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-184508-0509.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3420" class="wp-caption-text">Ein ungehaltenes Mini-Chamäleon im dunklen Regenwald</figcaption></figure>
<h2>Kein Geld für Umweltschutz</h2>
<p>Bei so viel Wald hätte man fast vergessen können, dass wir keine 200 Meter vom Meer entfernt wohnten. So schnorchelten wir einen Nachmittag im Meer und kombinierten ein anderes Mal eine Bootsausfahrt mit einer Strandwanderung. Drei Männer in zwei kleinen einheimischen Booten flüchteten dabei regelrecht vor uns, illegale Fischer, wie uns Armand erklärte. Auf einem Weg gerade neben der Grenze zum Nationalpark sahen wir eine frisch abgeschnittene Holzstange liegen. Armand sagte, dass diese Baumart aus dem Park stamme und geschützt sei. Leider könne man wenig unternehmen, es gäbe einfach nicht genug Personal, um den Nationalpark effektiv zu schützen.</p>
<figure id="attachment_3421" aria-describedby="caption-attachment-3421" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3421 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167-1024x683.jpg" alt="Masoala könnte das Klischee-Paradies sein: Strand, Meer und dichter Regenwald. Aber es gibt auch viele Bedrohungen: Illegale Fischerei, Abholzung etc." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-135347-8167.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3421" class="wp-caption-text">Masoala könnte das Klischee-Paradies sein: Strand, Meer und dichter Regenwald. Aber es gibt auch viele Bedrohungen: Illegale Fischerei, Abholzung etc.</figcaption></figure>
<p>Da begegnete er uns erneut, der ständig bestehende Konflikt zwischen Umweltschutz und den Interessen der Bewohner der Region. Die Natur ist dort Lebensgrundlage für die Menschen und Alternativen sind rar. Da nur wenige Patrouillen durchgeführt werden, ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder illegal gefischt wird und auch im Wald verbotene Aktivitäten stattfinden.</p>
<h2>Begehrte Edelhölzer</h2>
<p>Der Masoala-<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Masoala">Nationalpark</a> umfasst 2400 Quadratkilometer. Es gibt 65 Ranger, um ihn zu schützen. Das ergibt eine Fläche von ca. 4000 Fußballfeldern pro Ranger. Wenn man nun bedenkt, dass 55 dieser Männer sich öfter im Büro als in der Natur aufhalten, wird die Hoffnungslosigkeit der Situation offenbar. Für Naturschutz ist einfach nicht genug Geld vorhanden &#8211; oder vielleicht liegen die Schwerpunkte des Interesses der Politik auch anders?</p>
<figure id="attachment_3422" aria-describedby="caption-attachment-3422" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3422" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR-683x1024.jpg" alt="Uralte Bäume im Masoala-Regenwald" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-102947-8143-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3422" class="wp-caption-text">Uralte Bäume im Masoala-Regenwald</figcaption></figure>
<p>Mit Edelhölzern lässt sich sehr schnell sehr viel Geld verdienen. Zwar ist der Wald offiziell geschützt, aber vor allem in den politischen Wirren von 2009 fanden <a href="https://www.geo.de/natur/oekologie/11971-bstr-illegaler-holzhandel-raubbau-am-regenwald">kaum Kontrollen</a> statt. Vor allem die Harthölzer, die unter dem Sammelbegriff <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenholz">Rosenholz</a> zusammenfasst werden, sind aufgrund ihrer rötlichen Farbe in China sehr begehrt: Rot ist die asiatische Farbe des Glücks.</p>
<figure id="attachment_3423" aria-describedby="caption-attachment-3423" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3423" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR-1024x683.jpg" alt="Vegetation auf allen Ebenen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180819-112332-8197-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3423" class="wp-caption-text">Vegetation auf allen Ebenen</figcaption></figure>
<p>International ist das Fällen vieler Baumarten durch das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Washingtoner_Artenschutz%C3%BCbereinkommen">Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES)</a> verboten. Auch in Deutschland und der EU gibt es schwierig zu findende und zu verstehende <a href="https://www.bfn.de/themen/cites/arteninfos/einfuhr-von-holz-geschuetzter-arten.html">Informationen</a>, welche Arten nicht gehandelt werden dürfen. Durch intransparente Lieferketten, eine große Nachfrage und damit verbunden hohe Preise ist zu vermuten, dass der lukrative Handel dennoch im Geheimen weiter <a href="https://www.spektrum.de/news/obszoen-hohe-profite/1305972">floriert</a>, und dass sich Politiker, Polizisten und Händler auf das Üppigste daran bereichern.</p>
<h2>Erlebnis Regenwald</h2>
<p>Für diejenigen unter Euch, die gerne den Masoala-Regenwald erleben würden, ohne die beschwerliche Reise auf sich zu nehmen, können wir einen Besuch der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Masoala-Halle">Masoala-Halle</a> des Züricher Zoos empfehlen, durch die wir 2012 staunend spaziert sind. Der Zoo unterstützt den Schutz des einzigartigen Ökosystems in Madagaskar und hat eine riesige Halle gebaut, in der Dschungel wächst und in der sich Lemuren und andere Tiere frei bewegen können. Das Erlebnis in Zürich ist natürlich deutlich zivilisierter als die Reise zum echten Vorbild, bildet aber Flora und Fauna sehr gut ab. Armand war während der Konzeptionsphase zur Beratung vor Ort in der Schweiz gewesen und er erzählte uns, wie er beteiligte Biologen auf der Masoala-Halbinsel geführt hatte.</p>
<figure id="attachment_3424" aria-describedby="caption-attachment-3424" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3424 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319-1024x683.jpg" alt="Kunterbuntes Chamäleon in der Masoala-Halle im Züricher Zoo (aufgenommen September 2012)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CT-20120907-144008-6319.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3424" class="wp-caption-text">Kunterbuntes Chamäleon in der Masoala-Halle im Züricher Zoo (aufgenommen September 2012)</figcaption></figure>
<p>Für uns waren es drei wunderschöne, aber anstrengende Tage im Masoala-Nationalpark, in denen wir viel gewandert sind, auf abenteuerlichen Wegen, auf und ab über Stock und Stein und bei tagsüber stetig hoher Luftfeuchtigkeit. Im Schatten des Waldes wurde es zwar nicht übermäßig heiß, aber die Fortbewegung war trotzdem schweißtreibend. Es regnete jeden Tag mehrmals, wenn auch nicht dauerhaft. Armand hatte den Regenwald über viele Jahre erforscht und es bereitete ihm sichtlich Freude, uns die Tiere und Pflanzen näherzubringen. Seine Lieblinge waren die roten Varis.</p>
<figure id="attachment_3425" aria-describedby="caption-attachment-3425" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3425 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236-1024x683.jpg" alt="Am letzten Tag beobachten wir wieder eine Gruppe roter Varis." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121650-8236.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3425" class="wp-caption-text">Am letzten Tag beobachten wir wieder eine Gruppe roter Varis.</figcaption></figure>
<p>Wenn Führer anfangen zu fotografieren, dann gibt es etwas Besonderes zu sehen. Auf der letzten Wanderung kamen wir einer Gruppe roter Varis dadurch sehr nahe, dass sie auf einem Baum saßen und wir oben an einer steilen Böschung standen. Wieder schlugen wir uns etwas querwaldein durch die Vegetation, damit keine Zweige im Weg wären. Dadurch befanden wir uns schließlich fast auf Augenhöhe mit den Lemuren.</p>
<figure id="attachment_3426" aria-describedby="caption-attachment-3426" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3426 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501-1024x683.jpg" alt="Lässig flätzen die roten Varis im Baum." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180820-121446-0501.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3426" class="wp-caption-text">Lässig flätzen die roten Varis im Baum.</figcaption></figure>
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		<title>Nosy Mangabe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jul 2019 00:01:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
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		<category><![CDATA[Blattschwanzgecko]]></category>
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		<category><![CDATA[Masoala]]></category>
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		<category><![CDATA[Regenwald]]></category>
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		<category><![CDATA[Whale Watching]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Durch die Verschiebung unseres Fluges um einen Tag war auch das Masoala-Programm etwas durcheinander geraten. Damit wir trotzdem 4 Tage Masoala würden erleben können, ging es sofort los. Statt einen Tag in Maroansetra zu übernachten, sollten wir sofort zur Insel Nosy Mangabe aufbrechen, da das Meer gerade noch ruhig war. Dass wir dort zelten würden, &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/nosy-mangabe/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Nosy Mangabe“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die Verschiebung unseres <a href="http://wittmann-tours.de/mit-mad-air-gestrandet-am-pangalanes-kanal/">Fluges</a> um einen Tag war auch das Masoala-Programm etwas durcheinander geraten. Damit wir trotzdem 4 Tage Masoala würden erleben können, ging es sofort los. Statt einen Tag in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Maroantsetra">Maroansetra</a> zu übernachten, sollten wir sofort zur Insel Nosy Mangabe aufbrechen, da das Meer gerade noch ruhig war. Dass wir dort zelten würden, war zwar eine kleine Überraschung für uns &#8211; aber egal, wir waren gekommen, um den Regenwald zu erleben, und los ging es!</p>
<figure id="attachment_3343" aria-describedby="caption-attachment-3343" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817_131719-Edit-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3343" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817_131719-Edit-1-1024x576.jpg" alt="Im Landeanflug auf Maroansetra" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817_131719-Edit-1-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817_131719-Edit-1-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817_131719-Edit-1-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817_131719-Edit-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3343" class="wp-caption-text">Im Landeanflug auf Maroansetra</figcaption></figure>
<p><span id="more-3384"></span></p>
<h2>Überfahrt nach Nosy Mangabe</h2>
<p>Die Fahrt vom Flughafen zum kleinen Hafen von Maroansetra dauerte etwa eine halbe Stunde. Hier war Madagaskar deutlich grüner als in den anderen Landesteilen. Die Felder, die Bäume, die Gärten, alles strahlte in leuchtendem Grün. Die Häuser hier waren etwas anders gebaut, viele hatten ein Vordach. Die meisten Waren der Geschäfte der Stadt standen nicht einfach im Freien, sondern unter Wellblechdächern. All dies waren sichere Hinweise auf den täglichen Regen, der im tropischen Regenwald einfach dazugehört, wie wir erleben sollten.</p>
<figure id="attachment_3383" aria-describedby="caption-attachment-3383" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-134826-8073.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3383" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-134826-8073-1024x683.jpg" alt="Regenwaldarchitektur: Die meisten Geschäfte hatten Wellblechvordächer, um ihre Waren zu schützen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-134826-8073-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-134826-8073-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-134826-8073-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-134826-8073.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3383" class="wp-caption-text">Regenwaldarchitektur: Die meisten Geschäfte haben Wellblechvordächer, um ihre Waren vor Niederschlag zu schützen.</figcaption></figure>
<p>Im Hafen trafen wir Armand, unseren Masoala-Führer, Bootsführer Mami und unsere Köchin Medania. Bevor wir in ruhiges Fahrwasser im offenen Meer der Bucht <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baie_d%E2%80%99Antongil">Baie d’Antongil</a> kamen, mussten wir die Brandung überwinden. Das Boot hüpfte in langsamer Fahrt über die Wellen. Unser Ziel hatten wir schon deutlich vor Augen: Nosy Mangabe, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nosy_Mangabe">Insel Mangabe</a>.</p>
<figure id="attachment_3382" aria-describedby="caption-attachment-3382" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-141046-8085.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3382" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-141046-8085-1024x683.jpg" alt="Bei der Durchquerung der Brandung schaukelte das Boot schon sehr, trotz ruhiger See." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-141046-8085-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-141046-8085-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-141046-8085-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-141046-8085.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3382" class="wp-caption-text">Bei der Durchquerung der Brandung schaukelt das Boot ganz schön, trotz ruhiger See.</figcaption></figure>
<h2>Das Lemuren-Empfangskomitee</h2>
<p>Nosy Mangabe machte auf uns sofort den Eindruck eines kleinen Paradieses: Die Wellen leckten faul am gelben Strand, direkt am Ufer begann üppiger grüner Wald, angenehme Temperaturen. Außerdem waren wir neben einer Kleingruppe französischer Touristen die einzigen Besucher auf der Insel.</p>
<figure id="attachment_3381" aria-describedby="caption-attachment-3381" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-143756-9960-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3381" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-143756-9960-Edit-1024x683.jpg" alt="Angekommen im Paradies: Nosy Mangabe" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-143756-9960-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-143756-9960-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-143756-9960-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-143756-9960-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3381" class="wp-caption-text">Angekommen im Paradies: Nosy Mangabe</figcaption></figure>
<p>Vor der ersten Wanderung aßen wir ein kleines Mittagessen mit Salat, Reis, Rindfleisch und grünen Bohnen. Eine kleine Gruppe von Lemuren hatte uns bemerkt und sie waren sehr daran interessiert, was da so auf dem Tisch stand, aber mit Lemuren teilen wir unser Essen nicht. Sie beobachteten uns gebannt von den umstehenden Bäumen, kamen manchmal näher und versuchten, mit ihren drolligen Grunzlauten auf sich aufmerksam zu machen. Besonderes Lemureninteresse weckte der Nachtisch: Bananen. Sie versuchten angestrengt, die Bananen zu hypnotisieren, zu levitieren oder uns zu bezirzen, aber erneut ohne Erfolg. Wir freuten uns trotzdem sehr über die außergewöhnliche Gesellschaft.</p>
<figure id="attachment_3380" aria-describedby="caption-attachment-3380" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-152130-9968.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3380" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-152130-9968-1024x683.jpg" alt="Das Lemuren-Empfangskomitee mit baunen Lemuren und Weißkopfmaki" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-152130-9968-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-152130-9968-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-152130-9968-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-152130-9968.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3380" class="wp-caption-text">Das Lemuren-Empfangskomitee mit braunen Lemuren und Weißkopfmaki</figcaption></figure>
<h2>Der letzte Zufluchtsort des Aye-Aye</h2>
<p>Nosy Mangabe ist ein Teil des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Masoala">Masoala-Nationalparks</a> und ganz mit tropischem Primärwald bewachsen. Zahlreiche Urwaldriesen spannten ihre Äste und Blätter über uns aus, Anzeichen von Rodung gab es nicht. Vorausschauender Umweltschutz schien hier gegriffen zu haben. Das seltsame Fingertier <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fingertier">Aye-Aye</a> war zu seinem Schutz auf Nosy Mangabe eingeführt worden. Aufgrund seines gespenstischen Aussehens sehen manche Völker Madagaskars in den außergewöhnlichen Lemuren böse Geister und töten sie, wo sie nur können. Seit 1965 steht die Insel unter Schutz und der Aye-Aye hat dort ein neues Zuhause gefunden, obwohl er auf Nosy Mangabe ursprünglich nicht heimisch war.</p>
<figure id="attachment_3379" aria-describedby="caption-attachment-3379" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-162854-9990-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3379" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-162854-9990-HDR-683x1024.jpg" alt="Der Wald auf Nosy Mangabe machte einen unberührten Eindruck und der Weg forderte unsere Kondition." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-162854-9990-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-162854-9990-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-162854-9990-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-162854-9990-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3379" class="wp-caption-text">Der Wald auf Nosy Mangabe macht einen unberührten Eindruck und der Weg fordert unsere Kondition.</figcaption></figure>
<p>Doch leider bekamen wir keinen Aye-Aye zu Gesicht und auch die anderen Tiere machten sich an diesem Nachmittag rar. Dafür genossen wir den mächtigen Urwald und schwitzten beim Erklimmen der steilen Pfade in der tropischen Luftfeuchtigkeit. Am Umkehrpunkt befand sich eine <a href="https://www.madamagazine.com/en/die-graeber-von-nosy-mangabe/">Grabstätte der Ahnen</a> vom Festland, die dort in Steinsärgen ruhten.</p>
<figure id="attachment_3378" aria-describedby="caption-attachment-3378" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-164451-9999.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3378" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-164451-9999-1024x683.jpg" alt="Die Fasana Tombeaux Tombs" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-164451-9999-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-164451-9999-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-164451-9999-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-164451-9999.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3378" class="wp-caption-text">Die Fasana Tombeaux Begräbnisstätte</figcaption></figure>
<p>Beim Abstieg in der einsetzenden Dämmerung erlebten wir, wie der Wald akustisch zum Leben zu erwachen schien. Die Frösche und Zikaden wurden munter und starteten ihr Konzert. Fast schon wieder zurück im Camp passierten wir einen wunderschönen kleinen Wasserfall. Etwas später fing es leicht zu regnen an und die grünen Blätter glänzten feucht im schwindenden Licht.</p>
<figure id="attachment_3377" aria-describedby="caption-attachment-3377" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-172943-0020.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3377" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-172943-0020-1024x683.jpg" alt="Ein idyllischer Wasserfall nahe dem Camp" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-172943-0020-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-172943-0020-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-172943-0020-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-172943-0020.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3377" class="wp-caption-text">Ein idyllischer Wasserfall nahe des Camps</figcaption></figure>
<h2>Nosy Mangabe bei Nacht</h2>
<p>Auch wenn der ganze Wald zirpte und quakte, war es doch recht schwierig, die Verursacher der Urwald-Geräuschkulisse ausfindig zu machen. Hunderte von Fröschen mussten überall auf den Blättern sitzen, aber in der Realität machte ihre Tarnung sie nahezu unsichtbar. Erstaunlicherweise waren sie wenig lichtscheu, wenn wir sie einmal gefunden hatten. Die meisten wurden ruhig, manche quakten aber munter weiter.</p>
<figure id="attachment_3376" aria-describedby="caption-attachment-3376" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-181650-8113.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3376" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-181650-8113-1024x683.jpg" alt="Das Quaken der Frösche durchdrank die nächtliche Dunkelheit." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-181650-8113-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-181650-8113-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-181650-8113-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-181650-8113.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3376" class="wp-caption-text">Das Quaken der Frösche durchdringt die nächtliche Dunkelheit.</figcaption></figure>
<p>Leider sind Nachtwanderungen auf Nosy Mangabe nicht erlaubt, aber unser Führer Armand fand trotzdem direkt am Rande unseres Camps zwei Mouse Makis. Unglaublich aber wahr, er erspähte sogar einen Großmeister der Tarnung, einen Blattschwanzgecko, mitten im Vegetationsgewirr des Regenwaldes. Kaum zu erkennen saß dieser auf einem Baumstamm und sah aus wie ein Teil der Rinde. Da er keine Augenlider besitzt, benetzt und reinigt er die Augen mit seiner Zunge. Als wir ihn betrachteten, wollte er dann wohl doch nicht so sehr im Rampenlicht stehen und bewegte sich langsam und ganz unauffällig davon, ein beeindruckendes Schauspiel!<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/NzgEBASX-B0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Unsere Zelte standen in kleinen hölzernen Schutzhütten ohne Wände. Das war sehr hilfreich, da im Regenwald bekanntlich mit Niederschlägen zu rechnen ist. Im Laufe der Nacht wurde es erstaunlich kühl. Unser Lager befand sich nur wenige Meter vom Strand entfernt. So begleitete uns das gleichmäßige Geräusch der sanften Wellen in den Schlaf.</p>
<figure id="attachment_3374" aria-describedby="caption-attachment-3374" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-071714-8122.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3374" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-071714-8122-1024x683.jpg" alt="Outdoor-Light: Auf diesen Plattformen standen unsere Zelte." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-071714-8122-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-071714-8122-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-071714-8122-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-071714-8122.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3374" class="wp-caption-text">Camping light: Auf diesen Plattformen stehen unsere Zelte.</figcaption></figure>
<h2>Verwirrtes Nagetier</h2>
<p>Am nächsten Morgen erwartete uns eine unangenehme Überraschung: Mein Fotorucksack war in der Dunkelheit angeknabbert worden. Er hatte über Nacht außerhalb des Zeltes auf der Plattform gelegen, vermeintlich gut geschützt in seiner Regenhülle. Der Rucksack schien aber verheißungsvoll gerochen zu haben. Erkennbares Motiv der Tat war eine Tüte mit Hustenbonbons. Der kleine Nager hatte ein akkurates Loch erst durch die Regenhülle, dann durch eine Außentasche und schließlich in die Plastiktüte geknabbert. Die Bonbons selbst waren aber fast unberührt. Anscheinend war der Verursacher vom Mentholgeschmack enttäuscht gewesen.</p>
<figure id="attachment_3375" aria-describedby="caption-attachment-3375" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1901.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3375" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1901-1024x768.jpg" alt="Saubere Arbeit, der Rucksack ist geöffnet." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1901-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1901-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1901-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/APC_1901.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3375" class="wp-caption-text">Saubere Arbeit, der Rucksack ist Schicht für Schicht geöffnet.</figcaption></figure>
<p>Noch viel verwunderlicher war, dass beim Einsprühen die Plastikflasche mit dem Moskitospray leckte. Auch die robuste Flasche war Opfer der Knabberattacke geworden. Unser nächtlicher Besucher litt wohl etwas an Geschmacksverirrung. Hustenbonbons und DEET-Insektenspray statt gesunder Bio-Masoala-Kost, wir mussten uns doch sehr wundern ;).</p>
<h2>Whale Watching auf der Überfahrt</h2>
<p>Schon um 7 Uhr früh starteten wir unsere Überfahrt auf die Masoala-Halbinsel, da das Meer noch ruhig war. Nach kurzer Zeit erfrischte uns ein leichter Schauer und unser kleines Bötchen hüpfte über die Wellenberge. Als es wieder aufgehört hatte zu regnen, zeigte Armand Richtung Steuerbord. Zu unserer Überraschung, aber für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich, schwammen dort mehrere Gruppen von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buckelwal">Buckelwalen</a>.</p>
<figure id="attachment_3373" aria-describedby="caption-attachment-3373" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075326-0078.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3373" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075326-0078-1024x576.jpg" alt="Eine Gruppe von Buckelwalen auf der Überfahrt nach Masoala" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075326-0078-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075326-0078-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075326-0078-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075326-0078.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3373" class="wp-caption-text">Eine Gruppe von Buckelwalen auf der Überfahrt zur Masoala-Halbinsel</figcaption></figure>
<p>Wir sahen, wie sie ihre Wasserfontänen in die Luft bliesen. Ein Gruppe kam sogar immer näher, also stoppte unser Bootsführer Mami den Außenborder, um keinen Lärm zu verursachen. Bis auf 50 Meter kamen die Wale an uns heran, dann tauchten sie ab &#8211; was für ein bewegendes Erlebnis, diesen Riesen der Meere unverhofft so nahe zu kommen!</p>
<figure id="attachment_3372" aria-describedby="caption-attachment-3372" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075529-0088.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3372" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075529-0088-1024x683.jpg" alt="Wolken auf allen Ebenen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075529-0088-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075529-0088-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075529-0088-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180818-075529-0088.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3372" class="wp-caption-text">Wolken auf allen Ebenen</figcaption></figure>
<p>Über der Masoala-Halbinsel türmten sich hohe, vielschichtige Wolkengebilde auf. Sie blieben allerdings über dem Festland und fielen dann im Laufe der Zeit, aufgewärmt durch die Sonne, in sich zusammen. So blieb unsere Überfahrt zum Glück weitestgehend trocken.</p>
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		<title>Mit Mad Air gestrandet am Pangalanes-Kanal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jun 2019 00:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich hätten wir direkt von Toamasina weiter nach Maroansetra fliegen wollen, um in den Masoala Regenwald zu gelangen. Air Madagaskar (&#8222;Mad Air&#8220;) hatte uns allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht und unseren Flug um einen Tag verschoben. Am so entstandenen Überbrückungstag erkundeten wir den Pangalanes-Kanal. Der Pangalanes-Kanal Der Pangalanes-Kanal (Canal des Pangalanes) ist über &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/mit-mad-air-gestrandet-am-pangalanes-kanal/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Mit Mad Air gestrandet am Pangalanes-Kanal“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hätten wir direkt von Toamasina weiter nach Maroansetra fliegen wollen, um in den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Masoala">Masoala Regenwald</a> zu gelangen. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Air_Madagascar">Air Madagaskar</a> (&#8222;Mad Air&#8220;) hatte uns allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht und unseren Flug um einen Tag verschoben. Am so entstandenen Überbrückungstag erkundeten wir den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Canal_des_Pangalanes">Pangalanes-Kanal</a>.</p>
<figure id="attachment_3341" aria-describedby="caption-attachment-3341" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-093931-9041-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3341 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-093931-9041-1-1024x683.jpg" alt="Der Pangalanes-Kanal: die vielleicht wichtigste Wasserstraße Madagaskars" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-093931-9041-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-093931-9041-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-093931-9041-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-093931-9041-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3341" class="wp-caption-text">Der Pangalanes-Kanal: die vielleicht wichtigste Wasserstraße Madagaskars</figcaption></figure>
<p><span id="more-3338"></span></p>
<h2>Der Pangalanes-Kanal</h2>
<p>Der Pangalanes-Kanal (Canal des Pangalanes) ist über 600km lang und verläuft parallel zur madegassischen Ostküste zwischen den Städten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Farafangana_(Stadt)">Farafangana</a> in Süden und eben <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Toamasina">Toamasina</a> weiter nördlich. Schon die Merina begannen mit dem Bau und die Franzosen (bzw. &#8222;deren&#8220; madegassische Arbeitskräfte) komplettierten den heutigen Verlauf. Der Kanal verbindet natürliche und künstlich geschaffene Binnengewässer und ist somit eine einfach schiffbare Alternative zur gefährlichen Route entlang der madegassischen Ostküste.</p>
<figure id="attachment_3328" aria-describedby="caption-attachment-3328" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-104618-9942.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3328 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-104618-9942-1024x683.jpg" alt="Nur wenige hundert Meter vom Kanal entfernt: Der Stille Ozean mit deftiger Brandung und steifer Brise." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-104618-9942-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-104618-9942-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-104618-9942-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-104618-9942.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3328" class="wp-caption-text">Nur wenige hundert Meter vom Pangalanes-Kanal entfernt: Der Stille Ozean mit heftiger Brandung und steifer Brise.</figcaption></figure>
<p>Damit ist der Kanal auch heute noch eine Lebensader der ganzen Region und komfortabler zu befahren als jede Route Nationale. Aufgrund der Beschaffenheit des Kanals verkehren zwar keine großen Schiffe, dafür aber die verschiedensten kleinen Wasserfahrzeuge. Neben den Kanus der Anwohner und Fischer gibt es natürlich auch Wassertaxi-Brousses und Boote für den Warenverkehr. Diese sind oft nur Einwegflöße: Die Menschen verbinden lange Bambusstangen miteinander, beladen sie und staken ihre Waren den Kanal entlang. Am Ende der Reise werden die schwimmenden Untersätze demontiert und auch die Bestandteile verkauft.</p>
<figure id="attachment_3329" aria-describedby="caption-attachment-3329" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-131619-9954.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3329" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-131619-9954-1024x683.jpg" alt="Bambus-Flöße sind beliebte Einwegboote." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-131619-9954-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-131619-9954-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-131619-9954-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-131619-9954.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3329" class="wp-caption-text">Bambus-Flöße sind beliebte Einwegboote.</figcaption></figure>
<p>Entlang des Kanals sahen wir zahlreiche Menschen, die in harter Arbeit Material mit Eimern vom Grund holten und in Kanus schütteten. Dieser Sand ist natürlich ein Rohstoff, aber dahinter verbirgt sich wohl auch die Notwendigkeit, die Fahrrinne des Kanals freizuhalten.</p>
<figure id="attachment_3330" aria-describedby="caption-attachment-3330" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-101811-9938.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3330 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-101811-9938-1024x683.jpg" alt="Knochenarbeit: Sand wir aus dem Pangalanes-Kanal entfernt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-101811-9938-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-101811-9938-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-101811-9938-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180816-101811-9938.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3330" class="wp-caption-text">Knochenarbeit: Sand wir aus dem Pangalanes-Kanal entfernt.</figcaption></figure>
<h2>Nicht alles ändert sich zum Besseren</h2>
<p>Auf unserer ersten Madagaskar-Reise 2011 hatten wir schon ein längeres Stück des Pangalanes-Kanals befahren. Diesmal unternahmen wir nur einen Tagesausflug von Toamasina aus. Sofort erkannten wir den Hafen wieder, wo wir damals ausgestiegen waren. Beinahe war es, als ob noch die gleichen alten Kähne in unterschiedlichen Stadien des Verfalls dort vor sich hin rotteten. (Vielleicht war es auch wirklich so.) Neu war allerdings der unangenehme Geruch nach Altöl. An manchen Stellen lag auch ein im Sonnenlicht bunt schillernder Ölfilm auf dem Wasser. Verursacher war die Ölraffinerie von Toamasina, die anscheinend keine Umweltauflagen befolgte.</p>
<figure id="attachment_3342" aria-describedby="caption-attachment-3342" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-135153-9157-2.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3342" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-135153-9157-2-1024x683.jpg" alt="Die Raffinerie von Toamasina kümmert sich wenig um ihre Umweltbilanz." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-135153-9157-2-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-135153-9157-2-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-135153-9157-2-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-135153-9157-2.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3342" class="wp-caption-text">Die Raffinerie von Toamasina schert sich nicht um ihre Umweltbilanz.</figcaption></figure>
<p>Die Tourismusbranche vermarktet zuweilen die exotische und unberührte Fremde, eine vermeintlich heile Welt, in der es zwar materielle Armut gibt, die Einheimischen aber trotzdem glücklich sind. Da wunderte es uns nicht, dass angeblich die meisten Touranbieter ihre Fahrt auf dem Pangalanes-Kanal einige Kilometer vor Toamasina beenden, um den Besuchern die Konfrontation mit der madegassischen Wirklichkeit zu ersparen. Für uns war es ein ernüchternder Einblick, wie erbarmungslos kapitalistisch ein Land wie Madagaskar sein kann, wo das Wohlergehen der Bevölkerung und der Natur dem Profit von Wenigen geopfert wird.</p>
<h2>Das Leben am Pangalanes-Kanal</h2>
<p>Einige Kilometer weiter südlich war die Welt in der Tat scheinbar noch in Ordnung. Kinder plantschten, Frauen wuschen Wäsche und Zebus grasten am Ufer des Kanals oder tranken sein Wasser. Die Dörfer bestanden aus einfachen Hütten zwischen denen Mais und Wäsche trocknete, gesäumt von kleinen Feldern. Außerdem sahen wir am Ufer die zahlreichen Reusen der Fischer, für die der Pangalanes-Kanal ebenfalls die Lebensgrundlage darstellt. An einer Lagune, die mit dem Meer verbunden war, gaben auch wir der Verlockung nach und sprangen ins erfrischend kühle Nass.</p>
<figure id="attachment_3349" aria-describedby="caption-attachment-3349" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-114351-9107-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3349 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-114351-9107-Edit-1024x683.jpg" alt="An der Mündung des Kanals zum Meer gönnten wir uns auch eine Abkühlung." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-114351-9107-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-114351-9107-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-114351-9107-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180816-114351-9107-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3349" class="wp-caption-text">An der Mündung des Kanals zum Meer gönnten wir uns auch eine Abkühlung.</figcaption></figure>
<p>So bescherte uns der Flugausfall einen vergleichsweise entspannten Tag, der uns mal wieder eine weitere Facette des Landes zeigte. Die madegassische Ostküste hat wenig mit dem Hochland oder dem trockenen Westen gemein. Und trotzdem befinden sich all diese Landschaftsformen auf einer einzigen Insel.</p>
<h2>Abflug von Toamasina</h2>
<p>Der einstündige Flug von Toamasina nach Maroansetra am nächsten Tag ersparte uns eine holperige und abenteuerliche 4- bis 5-tägige(!) Autofahrt (mit Allem was dazugehört: Piste, Staub, Flussdurchquerungen, Fährfahrten) von gerade einmal 400km. Zweifelsohne war dies die bequemere Variante, hatte aber trotzdem wenig damit zu tun, wie sich ein Durchschnittseuropäer einen kommerziellen Flug vorstellt.</p>
<figure id="attachment_3345" aria-describedby="caption-attachment-3345" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-132608-9183-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3345" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-132608-9183-1-1024x683.jpg" alt="Wie fliegen mit Mad Air von Toamasina nach Maroansetra." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-132608-9183-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-132608-9183-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-132608-9183-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-132608-9183-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3345" class="wp-caption-text">Wie fliegen mit Mad Air von Toamasina nach Maroansetra.</figcaption></figure>
<p>Am kleinen Flughafen in Toamasina gelangte man in wenigen Schritten vom Wartebereich über den Check-in zur Abfertigung. Die Bordkarten waren handgeschrieben. Statt das Handgepäck zu durchleuchten, durchsuchten es die Angestellten händisch und durchaus gründlich. Leider hatte sich anscheinend bis hierher herumgesprochen, dass es heutzutage Usus ist, den Fluggästen jegliche Wasserflaschen abzunehmen. Als Verbesserungsvorschlag könnten wir noch einbringen, dass man dann konsequenterweise nach der Sicherheitskontrolle stark überteuertes Wasser verkaufen sollte ;).</p>
<figure id="attachment_3334" aria-describedby="caption-attachment-3334" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-122923-9338.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3334" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-122923-9338-1024x683.jpg" alt="Unser Fahrer Christian mit Mona und Katja" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-122923-9338-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-122923-9338-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-122923-9338-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-122923-9338.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3334" class="wp-caption-text">Unser Fahrer Christian mit Mona und Katja</figcaption></figure>
<p>Vor der Security hieß es für uns Abschied von unserem Fahrer Christian und (vorläufig) von Tahina zu nehmen. Beide würden uns nicht nach Masoala begleiten, sondern fuhren mit dem Wagen wieder zurück nach Tana. Wir waren erstaunlicherweise die einzigen Vazahas auf dem Flug, was uns ein wenig erstaunte. Schließlich ist Maroansetra das Tor zu Masoala, dem bekanntesten noch verbliebenen tropischen Regenwaldgebiet Madagaskars.</p>
<h2>An Bord von Mad Air</h2>
<p>In dem kleinen Flugzeug gab es freie Platzwahl, keine Sicherheitsbelehrung und keinen speziellen Platz für unser Handgepäck. Am bequemsten war es, den Tagesrucksack einfach in den Gang zu stellen, was niemanden störte. Fluchtweg? Sicherheit wird bei Air Madagaskar eben groß geschrieben ;). Oder sind wir als westlich geprägte Vazahas da zu penibel? Auf alle Fälle gab es beim Brandschutz nichts zu bemängeln: Ein Feuerlöscher befand sich direkt in unser Reichweite!</p>
<figure id="attachment_3344" aria-describedby="caption-attachment-3344" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-121044-9159-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3344" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-121044-9159-1-1024x683.jpg" alt="An Board bei Madagaskar Airways" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-121044-9159-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-121044-9159-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-121044-9159-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/KH-20180817-121044-9159-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3344" class="wp-caption-text">An Bord des Air Madagaskar-Fliegers</figcaption></figure>
<p>Aber wir wollen nicht unken. Der Flug und das Drumherum waren zwar etwas unkonventionell und der Name der Fluggesellschaft ist für so manchen Kalauer gut, aber die Reise gestaltete sich sehr bequem und wir bewunderten die schöne Aussicht. Beim Landeanflug konnten wir die riesige Masoala-Halbinsel aus der Luft ebenso gut erkennen wie die kleine Insel Nosy Mangabe, die unser Ziel für heute sein sollte &#8211; wovon wir allerdings während des Anflugs noch nichts wussten.</p>
<figure id="attachment_3337" aria-describedby="caption-attachment-3337" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-131529-8047.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3337" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-131529-8047-1024x576.jpg" alt="Beim Landeanflug auf Maroansetra passierten wir Nosy Mangabe, wo wir übernachten sollten." width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-131529-8047-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-131529-8047-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-131529-8047-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180817-131529-8047.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3337" class="wp-caption-text">Beim Landeanflug auf Maroansetra passierten wir Nosy Mangabe, wo wir übernachten sollten.</figcaption></figure>
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		<title>Madagaskars Tierwelt: Lemuren, Chamäleons und anderes Getier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2019 00:01:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tierwelt Madagaskars ist einzigartig. Seit 90 Millionen Jahren ist Madagaskar schon vom afrikanischen Festland abgespalten. Damit ist die große Insel ein sehr lang andauerndes Experiment der Evolution. So gibt es nur auf Madagaskar Lemuren und man findet dort die meisten Chamäleonarten weltweit. Von beiden Spezies sollten wir auf dem Weg in den Osten einige &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tierwelt Madagaskars ist einzigartig. Seit 90 Millionen Jahren ist Madagaskar schon vom afrikanischen Festland abgespalten. Damit ist die große Insel ein sehr lang andauerndes Experiment der Evolution. So gibt es nur auf Madagaskar <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lemuren">Lemuren</a> und man findet dort die meisten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cham%C3%A4leons">Chamäleonarten</a> weltweit. Von beiden Spezies sollten wir auf dem Weg in den Osten einige Exemplare zu Gesicht bekommen und sie sowohl in Schutzgebieten als auch in freier Wildbahn erleben.</p>
<figure id="attachment_3303" aria-describedby="caption-attachment-3303" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3303" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799-1024x683.jpg" alt="Ein lächelnder östlicher Bambuslemur" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-152010-9799.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3303" class="wp-caption-text">Ein lächelnder östlicher Bambuslemur</figcaption></figure>
<p><span id="more-3301"></span></p>
<h2>Sifakas im Réserve Peyrieras</h2>
<p>Das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A9serve_Peyrieras">Réserve Peyrieras</a> liegt etwa 70 kurvige Kilometer östlich von Antananarivo an der Route Nationale Numéro 2 und ist eine Mischung aus Zoo und Schutzgebiet. Die meisten tierischen Bewohner leben in angemessenen Gehegen und viele weitere &#8222;Inoffizielle&#8220; frei im Wald, unter anderem einige Arten halbwilder Lemuren. Diese sind sehr an Menschen gewöhnt, werden gefüttert und halten sich daher selten weit entfernt auf. Um sie zu sehen, folgten wir unserem Führer eine Anhöhe hinauf, wieder hinunter durch den Wald und in das nächste Tal. Nach etwa 20 Minuten hatten wir eine Gruppe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Larvensifaka">Larvensifakas</a> gefunden.</p>
<figure id="attachment_3304" aria-describedby="caption-attachment-3304" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3304" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368-683x1024.jpg" alt="Wer kommt denn da zu Besuch? Ein Larvensifaka mustert uns interessiert." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-135225-9368.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3304" class="wp-caption-text">Wer kommt denn da zu Besuch? Ein Larvensifaka mustert uns interessiert.</figcaption></figure>
<p>Sie waren nicht sehr scheu, ließen uns näher herankommen, verhielten sich aber bestimmt nicht wie Schoßtiere. Die angebotenen Bananen nahmen sie mit einer gewissen Vorsicht und zogen sich dann schnell wieder ein paar Meter zurück. Solange wir einen Abstand von etwa 3 Metern einhielten, ließen sie sich problemlos beobachten und fotografieren. Ein Baby-Lemur klammerte sich an seine Mutter und versteckte sich schüchtern in ihrem Fell. Nur selten lugte es vorsichtig hervor.</p>
<figure id="attachment_3305" aria-describedby="caption-attachment-3305" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3305" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395-1024x683.jpg" alt="Ein Baby-Sifaka inspiziert vorsichtig die Umgebung." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-140453-9395.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3305" class="wp-caption-text">Ein Baby-Sifaka beäugt vorsichtig die Umgebung.</figcaption></figure>
<h2>Ein Gehege voller Chamäleons</h2>
<p>Nach einer guten halben Stunde zusammen mit den Sifakas kehrten wir zum Zoo-Bereich zurück. Neben Krokodilen und Fröschen waren Chamäleons die große Attraktion. In einem großen Gehege, in dem zwischen Bereichen mit buschartigen Pflanzen Gänge angelegt waren, lebten zahlreiche Arten dieser eigenartigen Echsen. Somit war die Umfriedung ein großes Chamäleon-Suchspiel, schließlich sind diese Geschöpfe bekanntermaßen Meister der Tarnung und einige können sich ihrer Umgebung farblich gut anpassen. (Auch wenn bei den Spezies, die ihre Farbe ändern können, diese Fähigkeit meist zur Kommunikation mit anderen Artgenossen eingesetzt wird.)</p>
<figure id="attachment_3306" aria-describedby="caption-attachment-3306" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3306" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431-1024x683.jpg" alt="Mit bis zu 70 cm Länge ist das Parsons Chamäleon die größte Chamäleonart." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-143830-9431.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3306" class="wp-caption-text">Mit bis zu 70 cm Länge ist das Parsons Chamäleon die größte Chamäleonart.</figcaption></figure>
<p>Außerdem bewegen sie sich wie ein Blatt im leichten Windhauch. Ganz gemächlich, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, tasten sie sich förmlich vorwärts. Ein Stückchen vor, Wippen, noch ein Stückchen vor, Wippen, so schaukeln sie voran, das ist Teil ihrer Tarnstrategie. Leicht schwingend, sehr langsam und ein wenig albern sieht es aus. Nur selten wagten sie sich aus den Büschen heraus, um den Weg zu überqueren.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/EPWvqcOTT2M" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Aber die Chamäleons sind nicht nur potentielle Beute, sondern selbst auch Jäger. Gut getarnt im Blattwerk halten sie mit ihren beiden unabhängig voneinander bewegbaren Augen Ausschau nach Beute. Wie ihr Gehirn es schafft, die beiden örtlich vollkommen verschiedenen Wahrnehmungen miteinander in Einklang zu bringen, ist auch heute noch ein Rätsel.</p>
<figure id="attachment_3307" aria-describedby="caption-attachment-3307" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3307" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469-1024x683.jpg" alt="Grumpy Chameleon. Die Mundwinkel können sie nicht verziehen, dafür die Augen unabhängig in alle Himmelrichtungen bewegen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-150023-9469.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3307" class="wp-caption-text">Grumpy Chameleon. Die Mundwinkel können sie nicht bewegen, dafür die Augen unabhängig voneinander in alle Himmelsrichtungen drehen.</figcaption></figure>
<h2>Die Chamäleon-Fütterung</h2>
<p>Dann fand eine Chamäleon-Fütterung mit auf einem Stöckchen aufgespießten Heuschrecken statt. Sobald das Chamäleon die Beute in seiner Reichweite wahrnahm, fixierte es das Insekt mit beiden Augen, brachte seinen Kopf in Position, öffnete sein Maul einen Spaltbreit und dann schoss auf einmal die überraschend lange Zunge (mindestens so lang wie die Echse selbst) hervor, packte die Heuschrecke mit der Spitze und zog Zunge und Fang blitzschnell zurück ins Maul, alles in Sekundenbruchteilen. Schaut selbst im folgenden Video:<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/TCvO_-0QCrE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Klein, kleiner, am kleinsten</h2>
<p>Kleinere Chamäleon-Spezies wurden in separaten Käfigen gehalten, sonst würde man sie kaum wiederfinden. Diese Zwerge waren in verschiedenen Größen zu bewundern: klein (ca. 15cm) und ganz winzig (ca. 5cm).</p>
<figure id="attachment_3308" aria-describedby="caption-attachment-3308" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3308" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520-1024x683.jpg" alt="Klein und wunderschön gemustert" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152323-9520.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3308" class="wp-caption-text">Klein und wunderschön gemustert</figcaption></figure>
<p>Unser Führer holte die Chamäleons behutsam aus ihrer Behausung und setzte sie uns auf die Hände. Von dort aus fingen sie an, ihre neue Umgebung zu erkunden. Sie spazierten über unsere Arme und ihre kleinen Krallen pieksten ein wenig.</p>
<figure id="attachment_3309" aria-describedby="caption-attachment-3309" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3309 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533-1024x683.jpg" alt="Ein Winzling: Calumma boettgeri. Es wird auch Boettger's Chameleon genannt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-152457-9533.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3309" class="wp-caption-text">Ein Winzling: Calumma boettgeri. Es wird auch Boettger&#8217;s Chameleon genannt.</figcaption></figure>
<p>Den Besuch im Réserve Peyrieras empfanden wir als sehr lohnenswert. Sicher könnte man über die artgerechte Haltung der Tiere trefflich diskutieren. Insgesamt erschienen uns die Haltungsbedingungen im Réserve allerdings sehr gut. Die Tiere dort sind Botschafter Ihrer Spezies in einer Nation, für deren Menschen das unmittelbare Überleben oft Vorrang vor dem Naturschutz hat, auch wenn uns Europäern das aus unserem Blickwinkel als kurzsichtig erscheinen mag. Wenn man die Tiere nicht kennt, die es zu erhalten gilt, fällt es womöglich schwer, Interesse zu entwickeln, einen Schutzgedanken umzusetzen. Das Réserve Peyrieras könnte in diesem Sinne bestimmt Brücken bauen. Allerdings waren alle Besucher des Réserve Ausländer, nur die Führer waren Madegassen…</p>
<h2>Nachtwanderung in Andasibe</h2>
<p>Am Abend des gleichen Tages erreichten wir den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Andasibe-Mantadia_National_Park">Andasibe-Mantadia Nationalpark</a>, in dessen direkter Nähe wir übernachteten. Die vielleicht bekanntesten Bewohner des Parks sind die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Indri">Indris</a>, die sich allerdings zu diesem Zeitpunkt schon zur Ruhe begeben hatten. Wir unternahmen eine Nachtwanderung, die uns auch in den Regenwald führte, aber die meiste Zeit gingen wir an der engen, kaum befahrenen Straße entlang. Das gab uns die Gelegenheit, zahlreiche Bewohner des Nationalparks zu entdecken.</p>
<figure id="attachment_3310" aria-describedby="caption-attachment-3310" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3310" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613-1024x683.jpg" alt="Ein Baumfrosch, vermutlich Boophis luteus" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193642-9613.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3310" class="wp-caption-text">Ein Baumfrosch, vermutlich Boophis luteus</figcaption></figure>
<p>Wir beobachteten zahlreiche Frösche, die auch für eine melodische Untermalung unseres Mondscheinspaziergangs sorgten. Einige Maus-Makis huschten durch die Bäume, mehr als die im Taschenlampenkegel leuchtenden Augen waren allerdings nicht zu sehen. Erstaunlicherweise sahen wir vor allem Chamäleons. Die großen waren gut getarnt, die kleinen für unsere Augen ohne weitere Hinweise vollkommen unsichtbar. Einmal zeigte uns unser Führer Evariste eine Pflanze von der Größe einer europäischen Topfpflanze, in der ein Chamäleon sitzen sollte. Wir gaben ratlos auf zu suchen, weil wir es nicht finden konnten, aber da war es, mitten zwischen den grünen Blättern.</p>
<figure id="attachment_3311" aria-describedby="caption-attachment-3311" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3311" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553-1024x683.jpg" alt="In seiner Umgebung kaum zu erkennen, ein grünes Mini-Chamäleon" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-184116-9553.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3311" class="wp-caption-text">In seiner Umgebung kaum zu erkennen, ein grünes Mini-Chamäleon.</figcaption></figure>
<h2>Suchbild im Urwald</h2>
<p>Ähnliche Situationen wie diese gab es auch im weiteren Verlauf der Wanderung. Wir gingen den Weg bzw. die schmale Straße entlang. Evaristes Taschenlampe huschte durch die Bäume und Sträucher und auf einmal hatte er etwas entdeckt, was auf den ersten Blick so aussah:</p>
<figure id="attachment_3312" aria-describedby="caption-attachment-3312" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3312" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607-1024x683.jpg" alt="Suchbild: Wo ist das Chamäleon?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193152-9607.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3312" class="wp-caption-text">Suchbild: Wo ist das Chamäleon?</figcaption></figure>
<p>Kleiner noch als die Blätter saß das Mini-Chamäleon auf dem Zweig, aber wie Evariste es erspähen konnte, ist für uns bis heute unbegreiflich.</p>
<figure id="attachment_3313" aria-describedby="caption-attachment-3313" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3313" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604-1024x683.jpg" alt="Hier ist das Chamäleon!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180813-193017-9604.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3313" class="wp-caption-text">Dort sitzt das Chamäleon!</figcaption></figure>
<h2>Indris, die Riesenlemuren</h2>
<p>Am nächsten Morgen kehrten wir wieder in den Nationalpark zurück und fanden ganz andere Tiere vor als nachts. Wir hofften darauf, Indris zu sehen, begegneten aber auch anderen Tieren, zum Beispiel einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96stlicher_Bambuslemur">östlichen Bambuslemuren</a> nahe eines Baches.</p>
<figure id="attachment_3314" aria-describedby="caption-attachment-3314" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3314" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714-1024x683.jpg" alt="Ein östlicher Bambuslemur in freier Windbahn" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-104835-9714.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3314" class="wp-caption-text">Ein östlicher Bambuslemur in freier Wildbahn</figcaption></figure>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Indri">Indris</a> sind die größten Lemuren der Welt, in etwa so groß wie ein 5-jähriges Kind. Wie der Indri zu seinen einheimischen Namen &#8222;Babakoto&#8220; kam, erklärt die  folgende <a href="https://www.madamagazine.com/english-why-the-biggest-lemurs-of-the-worlds-is-called-babakoto/">Legende</a>. Hier die Kurzfassung: Ein Mann kletterte mit seinem Sohn im Urwald auf einen hohen Baum, um Honig zu sammeln. Als ein Unwetter aufzog, rutschte der Vater ab, fiel tragischerweise vom Ast und starb bei dem Sturz. Bei Sturm und Gewitter blieb der Junge die Nacht über verängstigt auf dem Baum, da er nicht ohne Hilfe herabklettern konnte. Am nächsten Morgen brachte ihn ein Indri auf seinem Rücken wieder sicher auf den Boden zurück. Der Junge hieß Koto; der Indri, der ihn rettete, erhielt folglich die Ehrenbezeichnung &#8222;Babakoto&#8220;, der &#8222;Vater von Koto&#8220;, weil er sich um den Waisen gekümmert hatte.</p>
<figure id="attachment_3315" aria-describedby="caption-attachment-3315" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3315" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638-1024x683.jpg" alt="Ein Indri, Babakoto, hoch oben im Baum" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-090341-9638.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3315" class="wp-caption-text">Ein Indri, Babakoto, hoch oben im Baum</figcaption></figure>
<h2>Der Gesang der Indris</h2>
<p>Indris sind nicht nur die größten Lemuren, sondern auch die lautesten. Ihr Gesang ist kilometerweit zu hören, nicht zuletzt deshalb, weil sie zum Singen immer ganz nach oben in die Bäume klettern. Damit war es nicht allzu schwer, die Primaten zu finden. Im Nationalpark gibt es ein gut ausgebautes Wegenetz. Immer den Ohren nach! Da Andasibe von Tana aus relativ einfach zu erreichen ist, waren wir nicht die einzige Gruppe im Park. In absoluten Zahlen waren es zwar wenige Besucher, insgesamt war hier nach unserem Empfinden die verträgliche Obergrenze an Touristen allerdings schon erreicht, wenn nicht sogar überschritten.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/5sMbeR7h2Fk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Der Gesang der Indris (Ihr könnt ihnen im obigen Video lauschen) dauert bis zu ein paar Minuten und danach sind die Lemuren so erschöpft, dass sie erstmal ruhen müssen. Die Lautäußerungen dienen dazu, das Revier der in Gruppen lebenden Tiere zu markieren. Der Indri-Gesang ist auf seine Art recht melodisch und erinnert entfernt an die Geräusche von Buckelwalen.</p>
<figure id="attachment_3316" aria-describedby="caption-attachment-3316" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3316" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690-1024x683.jpg" alt="Er winkt nicht, sondern sucht schmackhafte Blätter ;)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-100623-9690.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3316" class="wp-caption-text">Der Indri winkt nicht, sondern pflückt schmackhafte Blätter <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<p>Oben in den Wipfeln der Bäume verhielten sich die Indris ganz natürlich, unbeeindruckt von den Besuchergruppen, und kauten hingebungsvoll einige Blätter. Manchmal sprangen sie von Baum zu Baum, und wie! Die gewaltigen Sätze können bis zu 7 Meter weit sein, fast so, als hätten die Hinterbeine eingebaute Sprungfedern.</p>
<h2>Kuscheln mit Lemuren</h2>
<p>Am Nachmittag besuchten wir die das private Réserve Vakôna. Dort kann man den Lemuren ganz nah kommen. Die Tiere leben frei auf mehreren Inseln, die durch Kanäle voneinander getrennt sind. Da die Primaten wasserscheu sind, ist dies Barriere genug für sie. So fuhren wir mit zwei Kanus von Insel zu Insel und besuchten die jeweils dort lebenden Arten. Die Lemuren waren so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie freiwillig auf unsere Schultern sprangen. Sicher nicht ganz ohne Hintergedanken: Die Führer hatten Bananen als Lockmittel dabei.</p>
<figure id="attachment_3317" aria-describedby="caption-attachment-3317" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3317" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1-1024x683.jpg" alt="Mona mit braunem Lemur" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-151223-9773-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3317" class="wp-caption-text">Mona mit Braunem Lemur</figcaption></figure>
<p>Dennoch hatten wir den Eindruck, dass die Lemuren im Grunde genommen wild waren. Sie ließen sich nicht streicheln und sprangen sofort wieder davon, wenn sie ein Stückchen Banane erbeutet hatten. Die Bambuslemuren verschmähten das mitgebrachte Obst und fraßen lieber Blätter. Die Sifakas durften wir nur vom Wasser aus beobachten. Die Kattas hingegen kamen direkt auf unser Boot gesprungen, als wir kurz anlegten.</p>
<figure id="attachment_3318" aria-describedby="caption-attachment-3318" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3318" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729-1024x683.jpg" alt="Christian mit braunem Lemur" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-150342-9729.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3318" class="wp-caption-text">Christian mit Braunem Lemur</figcaption></figure>
<p>Tierschützer mögen nun wieder aufbegehren. Klar, die Inseln sind keine gänzlich natürliche Umgebung für die Lemuren. Trotzdem fanden wir das Konzept deutlich artgerechter als einen klassischen Zoo und wir möchten erneut den Botschaftergedanken aufgreifen. Wäre es nicht wunderbar, wenn sich viele Madegassen in die drolligen Lemuren verlieben würden? Das wäre der beste Anreiz für sie, die Lebensräume der Primaten zu schützen. Die Zahl der madegassischen Besucher war allerdings auch hier eher gering, aber die Hilfsorganisation <a href="http://www.madagruenekiste.org/de/">grüne Kiste</a> zum Beispiel fördert den <a href="https://youtu.be/-Abzbkoo2KM">Besuch von Jugendlichen</a> in der Natur, um Flora und Fauna lieben und schätzen zu lernen. Uns machte es jedenfalls große Freude, den Lemuren so nahe zu kommen.</p>
<h2>Suchbild zum Quadrat</h2>
<p>Auch im Réserve Vakôna gab es weitere angeschlossene Gehege mit Fröschen und Chamäleons. Das kurioseste Tier war jedoch ein Uroplatus, ein sog. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Blattschwanzgeckos">Blattschwanzgecko</a>, ein Großmeister der Tarnung. Das folgende Bild zeigt ihn klar und deutlich, nicht wahr?</p>
<figure id="attachment_3319" aria-describedby="caption-attachment-3319" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3319" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842-683x1024.jpg" alt="Findet ihr den Blattschwanzgecko?" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-163309-9842.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3319" class="wp-caption-text">Findet Ihr den Blattschwanzgecko?</figcaption></figure>
<p>Habt Ihr ihn sofort gefunden? Die Augen sind fast zentral im Bild. Er sitzt mit dem Kopf nach unten auf dem Stamm, seine perfekte Tarnung macht ihn nahezu unsichtbar. Man hat fast den Eindruck, als würden Flechten und Moos auf seiner Haut wachsen, so sehr verschmilzt er optisch mit der Rinde des Baumes.</p>
<h2>Die Fossa</h2>
<p>Große Raubtiere gibt es auf Madagaskar nicht, mit einer Ausnahme. Der einzige größere Jäger ist die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fossa">Fossa</a>, eine Art Raubkatze. Ursprünglich stammt die Spezies wohl von den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mangusten">Mangusten</a> ab. Sie ist in etwa so groß wie eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Wildkatze">Europäische Wildkatze</a> oder ein Fuchs, hat aber ein vergleichbar kurzes, glattes, rotbraunes Fell. Das scheue Tier in freier Wildbahn zu sehen, wäre ein absoluter Zufall. Einzig in <a href="http://wittmann-tours.de/der-kirindy-trockenwald/">Kirindy</a> hätten wir das Tier erspähen können, aber leider hatten wir kein Glück gehabt. Im Réserve Vakôna bekamen wir den seltenen Jäger allerdings doch noch zu Gesicht.</p>
<figure id="attachment_3320" aria-describedby="caption-attachment-3320" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3320 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891-1024x683.jpg" alt="Die Fossa, Madagaskars größte Raubkatze" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/06/CW-20180814-164745-9891.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3320" class="wp-caption-text">Die Fossa, Madagaskars größtes Raubtier</figcaption></figure>
<p>Durch die privaten Schutzgebiete und wirklich guten Zoos, die wir besucht hatten, ist die Vielfalt der madagassischen Tierwelt, die wir zu Gesicht bekamen, sicher ein bisschen ermogelt. Trotzdem sahen wir eine erstaunliche Auswahl und dennoch nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was Madagaskars exotische Fauna ausmacht. Ein paar Tage später im Masoala Regenwaldgebiet sollte es nur noch den Dschungel und uns geben. Welche Tiere wir dort wohl vorfinden würden?</p>
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		<title>Fotografien als Bindeglied: Madegassen im Portrait</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2019 00:01:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Fotografieren auf Reisen ist manchmal problembehaftet, vor allem bei Fotos von Menschen. Besteht eventuell ein Verbot z.B. aus kulturellen oder religiösen Gründen? Ist es den Menschen denn recht, fotografiert zu werden? Dies sind Fragen von Respekt und Anstand. Gelingt diese Gradwanderung, kann eine Aufnahme eine dauerhafte, wundervolle Erinnerung sein, die Brücken zwischen den Kulturen &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/fotografien-als-bindeglied-madegassen-im-portrait/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Fotografien als Bindeglied: Madegassen im Portrait“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Fotografieren auf Reisen ist manchmal problembehaftet, vor allem bei Fotos von Menschen. Besteht eventuell ein Verbot z.B. aus kulturellen oder religiösen Gründen? Ist es den Menschen denn recht, fotografiert zu werden? Dies sind Fragen von Respekt und Anstand. Gelingt diese Gradwanderung, kann eine Aufnahme eine dauerhafte, wundervolle Erinnerung sein, die Brücken zwischen den Kulturen schlägt. Eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben ist es, der fotografierten Person ihr Foto gleich auf dem Display zu zeigen. Noch viel schöner wäre es natürlich, eine echte gedruckte Aufnahme verschenken zu können, was nur leider viel zu selten funktioniert.</p>
<figure id="attachment_3252" aria-describedby="caption-attachment-3252" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3252" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-683x1024.jpg" alt="Eine Verkäuferin auf dem Markt in Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080826-8329.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3252" class="wp-caption-text">Eine Verkäuferin auf dem Markt in Betafo</figcaption></figure>
<p><span id="more-3266"></span></p>
<h2>Fotos und gute Vorsätze</h2>
<p>Viele gedruckte Reiseführer empfehlen das Verschenken von Fotos. Es leuchtet sicher jedem beim Lesen als gute Idee ein, wird jedoch trotzdem sehr selten in die Tat umgesetzt. Entweder hat man keine Möglichkeit, die fotografierten Personen zu finden, da einem Name und Adresse nicht bekannt sind, bzw. vielfach haben die Menschen schlichtweg keine (postalische) Anschrift. Vielleicht hält man es auch für unwahrscheinlich, dass die Bilder ankommen, oder man vergisst es einfach.</p>
<figure id="attachment_3253" aria-describedby="caption-attachment-3253" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3253" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-683x1024.jpg" alt="Eine Avokadoverkäuferin wenige Kilometer nördlich von Antsirabe" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180801-172720-6964.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3253" class="wp-caption-text">Eine Avokadoverkäuferin wenige Kilometer nördlich von Antsirabe</figcaption></figure>
<p>Eine Aufnahme direkt vor Ort zu übergeben funktioniert selbst im Digitalzeitalter selten, da eine Fotografie auch heute noch entwickelt bzw. gedruckt werden muss. Wer hat schon eine (digitale) Polaroidkamera ;)? Außerdem befindet man sich am kommenden Tag oft schon wieder auf dem Weg an den nächsten Ort, vielleicht kann man die Fotos nicht sofort sortieren oder nachbearbeiten. Oder es fehlt einfach die Möglichkeit (oder der Wille oder die Zeit), Abzüge erstellen zu lassen, oder, oder, oder. Was auch immer der Grund sein mag, schließlich setzt man den guten Vorsatz doch nicht um.</p>
<h2>Die Grüne Kiste</h2>
<p>Natürlich kannten wir den Ansatz, Fotos im Sinne der Völkerverständigung zu verteilen, hatten davon gelesen, darüber nachgedacht und es selten genug durchgeführt. Das einzige Mal, dass wir gesehen hatten, dass es wirklich funktioniert, war auf unserer ersten Madagaskar-Reise 2011. Hasina, unser damaliger Reiseleiter, hatte seine Gäste ermuntert, ihm nach der Reise digitale Aufnahmen zu schicken, und er würde gerne auf der nächsten Reise den Boten spielen, was er auch tat! So waren wir Zeugen so mancher Bildübergabe und jedes Mal waren die so Beschenkten sehr glücklich, ein Foto von sich selbst überreicht zu bekommen.</p>
<figure id="attachment_3254" aria-describedby="caption-attachment-3254" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3254" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-1024x683.jpg" alt="Am Ufer des Manambolo in Bekopaka" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-072305-8846.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3254" class="wp-caption-text">Am Ufer des Manambolo in Bekopaka</figcaption></figure>
<p>Was damals angefangen hat, ist mittlerweile ein kleines Element des Projekts der &#8222;<a href="http://www.madagruenekiste.org/de/">Grünen Kiste</a>&#8220; geworden. Die &#8222;Grüne Kiste&#8220; ist ein gemeinnütziger Verein, gegründet von Hasina Samoelinanja, der &#8222;die Förderung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens in Bezug auf Madagaskar&#8220; <a href="http://www.madagruenekiste.org/files/upload_mada/NEUE_Satzung_6_05_2018.pdf">zum Ziel hat</a>. Zu diesem Zweck unterstützt die &#8222;Grüne Kiste&#8220; talentierte madegassische Schüler und Studenten. Die beteiligten Reiseleiter fördern einen verantwortungsvollen Tourismus, auch indem sie Fotos, die auf den Touren entstanden sind, im Land verteilen.</p>
<h2>Gegenseitiges Interesse und gemeinsame Erlebnisse</h2>
<p>Reisen ist für die meisten von uns ohne Fotos fast unvorstellbar. Die Bilder sind ein wichtiger Teil unserer Erinnerung und werden als Gedächtnisstütze umso wichtiger, je länger eine Reise zurückliegt. Das Fotografieren kann jedoch auch zu einem sehr einseitigen Vorgang werden, wenn man (wie es im Englischen so treffend ausgedrückt wird), ein Foto von Personen &#8222;nimmt&#8220;. Oftmals entstehen die schönsten Erinnerungen (und auch die besten Aufnahmen) jedoch bei einem gemeinsamen Erlebnis, das allen Beteiligten Freunde bereitet.</p>
<figure id="attachment_3255" aria-describedby="caption-attachment-3255" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3255" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-683x1024.jpg" alt="Ein kleiner Junge in Mandoto" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103131-8351.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3255" class="wp-caption-text">Ein kleiner Junge in Mandoto</figcaption></figure>
<p>Wie aus unseren bisherigen Schilderungen über Madagaskar deutlich wird, setzte Tahina ein auf gegenseitiger Neugier und Verständnis basierendes Tourismuskonzept um, das offene Begegnungen zwischen Einheimischen und Besuchern förderte. Die Interaktion zwischen Madegassen und Vazahas mit authentischen Erlebnissen sollte das Ziel sein, so dass sich ein fast freundschaftliches Verhältnis entwickeln konnte. Dazu gehörten natürlich immer zwei Seiten und manchmal ein vermittelnder Reiseleiter. Ab und zu verteilte Tahina auch das eine oder andere Trinkgeld oder kleine Geschenk, aber niemals ohne Gegenleistung. Viele Madegassen hatten ebenso großes Interesse an uns wie wir an ihnen, ließen sich gerne fotografieren, schenkten uns ihr Lächeln und gaben uns ein Foto.</p>
<figure id="attachment_3256" aria-describedby="caption-attachment-3256" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3256" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-1024x683.jpg" alt="Diese Bäuerin verkaufte Zitrusfrüchte, Chilies, Zwiebeln und vieles mehr." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080325-8320.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3256" class="wp-caption-text">Diese Bäuerin verkauft Zitrusfrüchte, Chilies, Zwiebeln und vieles mehr.</figcaption></figure>
<p>Damit gab es für uns keine Ausrede mehr, warum wir uns nicht wenigstens mit ein paar Fotos revanchieren könnten, ein Geschenk mit einem hohen emotionalen Wert, ein Bild von der portraitierten Person selbst, vielleicht das einzige Bild, das die Menschen je von sich besitzen würden. Von Morondava aus fuhren wir 2 Tage lang über Antsirabe wieder zurück nach Antananarivo, die gleiche Strecke, die wir gekommen waren. Am Vorabend unserer Rückfahrt besuchten wir also einen Copyshop, wo wir einige gelungene Fotos ausdrucken ließen.</p>
<figure id="attachment_3257" aria-describedby="caption-attachment-3257" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3257" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-1024x683.jpg" alt="Wie selbstverständlich balancieren die Frauen alles mögliche auf ihren Köpfen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-084912-9153.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3257" class="wp-caption-text">Wie selbstverständlich balancieren die Frauen alles mögliche auf ihren Köpfen.</figcaption></figure>
<h2>Die Rückfahrt von Morondava nach Antananarivo</h2>
<p>Wie haben wir nun die portraitierten Menschen gefunden, um die Bilder zu verteilen? Natürlich war der Ort der Aufnahme immer der Ausgangspunkt der Suche, der sich aus der Erinnerung (oder mit GPS) relativ einfach rekonstruieren ließ. Tahina nahm das Foto, wir gingen sozusagen zum Tatort und Tahina fragte die Passanten, ob sie den Menschen auf dem Foto kennen würden. In der Regel bekamen wir schnell einen Hinweis darauf, wo sich die gesuchten Personen aufhielten, wo sie wohnten, oder ob sie gerade nicht da waren. In diesem Fall fand sich aber immer ein bereitwilliger Bote: Freunde, Familie, Bekannte.</p>
<figure id="attachment_3258" aria-describedby="caption-attachment-3258" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3258" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-1024x683.jpg" alt="Wer kennt das Mädchen auf dem Bild?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180810-161144-7677.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3258" class="wp-caption-text">Wer kennt das Mädchen auf dem Bild?</figcaption></figure>
<p>Am Nachmittag suchten wir ein kleines Mädchen. Es stellte sich heraus, dass sie nur zwei Straßen entfernt wohnte. Tahina hatte das Interesse der Menschen und vor allem der Kinder geweckt, die sich in einer Traube um ihn scharten. Das Mädchen stand auch in der Gruppe, bekam einen Schreck und lief voller Scham weg. Die anderen Kinder ließen sie aber nicht so einfach davonkommen. Einige folgten ihr und trugen die Kleine buchstäblich zu uns zurück. Mittlerweile hatten sich etwa 30-40 Kinder und junge Erwachsene auf dem kleinen Hof versammelt. Das Mädchen war so viel Aufmerksamkeit offensichtlich nicht gewohnt, nahm ihr Bild eingeschüchtert entgegen und lief sofort wieder davon, so schnell sie ihre Füße trugen. Wir hoffen, dass sie sich trotzdem später über das Bild gefreut hat.</p>
<figure id="attachment_3259" aria-describedby="caption-attachment-3259" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3259" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-683x1024.jpg" alt="Der Trubel der Fotoübergabe war ihr zu unheimlich." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-103141-8353.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3259" class="wp-caption-text">Der Trubel der Fotoübergabe war ihr zu unheimlich.</figcaption></figure>
<h2>Fotos vom Markt in Betafo</h2>
<p>Den Markt in Betafo, auf dem wir einige Tage vorher Proviant eingekauft hatten, erreichten wir erst in der Dämmerung. Trotzdem war es nicht schwierig, die fotografierten Menschen zu finden. Manche Standbesitzer waren noch in ihren Buden, sie erkannten uns und wir sie.</p>
<figure id="attachment_3260" aria-describedby="caption-attachment-3260" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3260" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-683x1024.jpg" alt="Ein Metzger in Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-081006-8332.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3260" class="wp-caption-text">Ein Metzger in Betafo</figcaption></figure>
<p>Andere Händler hatten schon geschlossen oder waren an diesem Tag nicht zum Markt gekommen. Einige von ihnen müssen weite Wege bis zum Handelsplatz zurücklegen. Tahina fand allerdings jedes Mal freundliche Helfer, die gerne bereit waren, die Fotos an unserer Stelle zu übergeben. Vielen Dank!</p>
<figure id="attachment_3261" aria-describedby="caption-attachment-3261" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3261" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-683x1024.jpg" alt="Auf dem Markt von Betafo" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080536-8326.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3261" class="wp-caption-text">Auf dem Markt von Betafo</figcaption></figure>
<h2>Zu Besuch bei einer Merina-Familie</h2>
<p>Katja hatte gefragt, ob es möglich wäre, das Innere eines Wohnhauses zu sehen. Am zweiten Fahrtag zurück nach Tana bot sich die Gelegenheit. Wir hielten an der Straße, gingen eine Böschung hinab, an einem abgeernteten Reisfeld vorbei in Richtung einer Ansammlung von Häusern. Wie so oft bemerkten uns die Kinder als erste.</p>
<figure id="attachment_3262" aria-describedby="caption-attachment-3262" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3262" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-1024x683.jpg" alt="Die Kinder hatten die Vazahas als erstes erblickt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-150807-9199.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3262" class="wp-caption-text">Die Kinder bemerken die Vazahas als erste.</figcaption></figure>
<p>Sie begleiteten uns zu den Häusern, wo die Bewohner auf einer Art Hof mit gestampftem Lehmboden verschiedenen landwirtschaftlichen Tätigkeiten nachgingen. Tahina fragte, ob die Vazahas eine kleine Führung bekommen könnten. Eine Familie willigte bereitwillig ein und wir betraten das enge Lehmziegelhaus. Über eine Treppe gelangten wir direkt in den ersten Stock, wo sich das Schlafzimmer und die rußige Küche befanden. Nur durch wenige Fenster fiel das helle Sonnenlicht in die dämmerigen Zimmer. Die Räume waren eng, aber funktional und mit nur wenigen Möbeln ausgestattet. Weitwinklig fotografiert wirken sie größer als sie waren.</p>
<figure id="attachment_3263" aria-describedby="caption-attachment-3263" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3263" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-1024x683.jpg" alt="Im Haus einer Merina-Familie südlich von Antananarivo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-152557-9218-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3263" class="wp-caption-text">Im Haus einer Merina-Familie südlich von Antananarivo</figcaption></figure>
<p>Das alltägliche Leben der Menschen spielte sich allerdings sowieso die meiste Zeit draußen ab. Die Familien waren im Hof versammelt, alle arbeiteten und redeten und scherzten. Da einige Frauen gerade damit beschäftigt waren, zeigten sie uns, wie sie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sisalfaser">Sisalkordeln</a> hergestellten.</p>
<h2>Epilog</h2>
<p>Leider konnten wir nicht alle Bilder selbst überreichen und möchten an dieser Stelle Tahina dafür danken, dass er diese Aufgabe für uns übernommen hat. Gerne wären wir selbst dabei gewesen, da allein schon die Suche nach den fotografierten Personen immer ein kleines Abenteuer war und sich alle sehr über das unerwartete Vazaha-Geschenk gefreut haben. Natürlich ist es ein schöneres Erlebnis, in dem Moment persönlich dabei zu sein, als nur zu wissen, dass das Foto angekommen ist.</p>
<figure id="attachment_3264" aria-describedby="caption-attachment-3264" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3264" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-1024x683.jpg" alt="Fotoübergabe erfolgreich" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180811-102339-7753.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3264" class="wp-caption-text">Fotoübergabe erfolgreich</figcaption></figure>
<p>Sind wir durch diese kurzen Begegnungen zu Freunden geworden? Vermutlich nicht, aber hoffentlich sind wir uns dennoch etwas näher gekommen. Oder waren wir doch nur die reichen Vazahas, die ihren inneren Wohltäterinstinkt durch das Verteilen von Bildern im Land befriedigt haben? Vielleicht. Aber selbst wenn es so war, könnte es trotzdem gut sein, dass solch ein Foto eines der wenigen (oder sogar das einzige) ist, dass diese Menschen von sich besitzen. Wenn sie sich selbst in dem Bild erkennen, wenn es ihnen eine Erinnerung an diese Zeit ihres Lebens sein wird, dann hätte die Aktion schon einen guten Zweck erfüllt.</p>
<figure id="attachment_3265" aria-describedby="caption-attachment-3265" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3265" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-683x1024.jpg" alt="Viele Kinder wollten gerne fotografiert werden" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180803-080243-8316.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3265" class="wp-caption-text">Viele Kinder genießen es, fotografiert zu werden.</figcaption></figure>
<p>Nur um abschließend zu bestätigen, was Ihr vielleicht schon vermutet habt: Dieser Artikel beinhaltet ausschließlich Bilder, die der/die Portraitierte auch erhalten hat bzw. die bei der Übergabe entstanden sind. Abgesehen von aller materiellen Armut kamen wir erneut zu dem Schluss, dass die liebenswürdigen Madegassen Madagaskars größter Reichtum sind.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/fotografien-als-bindeglied-madegassen-im-portrait/">Fotografien als Bindeglied: Madegassen im Portrait</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Ein Tag am Meer in Morondava</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2019 00:01:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach den langen und ereignisreichen Tagen bei den Tsingys verbrachten wir einen Tag am Meer in Morondava. Dort erlebten wir ein gänzlich anderes Madagaskar ohne Reisfelder und Zebus, dafür mit Booten und Fisch. Von Fischern und Booten Begleitet von zwei Fischern, Meki und Saki, fuhren wir mit einem Fischerboot, einer Art Seekanu mit 2 Auslegern &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den langen und ereignisreichen Tagen <a href="http://wittmann-tours.de/die-grossen-und-kleinen-tsingys">bei den Tsingys</a> verbrachten wir einen Tag am Meer in Morondava. Dort erlebten wir ein gänzlich anderes Madagaskar ohne Reisfelder und Zebus, dafür mit Booten und Fisch.</p>
<figure id="attachment_3273" aria-describedby="caption-attachment-3273" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111034-9021.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3273" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111034-9021-1024x683.jpg" alt="Strand und Meer, Boote und Fischer, auch das ist Madagaskar" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111034-9021-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111034-9021-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111034-9021-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111034-9021.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3273" class="wp-caption-text">Strand und Meer, Boote und Fischer, auch das ist Madagaskar</figcaption></figure>
<p><span id="more-3272"></span></p>
<h2>Von Fischern und Booten</h2>
<p>Begleitet von zwei Fischern, Meki und Saki, fuhren wir mit einem Fischerboot, einer Art Seekanu mit 2 Auslegern mit Platz für 5 Personen und Ladung zu einem kleinen Fischerdorf. Der erste Teil des Weges führte durch einen Kanal (<a href="https://www.openstreetmap.org/way/240815849">Chenal de Hellot</a>). Zu unserer Linken sahen wir ein Mangrovenwäldchen, an dessen Ufer sich putzige <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlammspringer">Schlammspringer</a> tummelten. Auf der rechten Seite lag Morondava, einige Boote lagen bei Niedrigwasser am Strand und Fischer sortierten ihre Netze.</p>
<figure id="attachment_3274" aria-describedby="caption-attachment-3274" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111757-9044.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3274" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111757-9044-1024x683.jpg" alt="Am späten Vormittag sortierten die Fischer die Netze." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111757-9044-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111757-9044-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111757-9044-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-111757-9044.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3274" class="wp-caption-text">Am späten Vormittag sortierten die Fischer die Netze.</figcaption></figure>
<p>Zwei Fischer standen im seichten Wasser beim Fischen. Dabei erzählte uns Tahina eine interessante Episode die belegte, wie schwierig es manchmal ist, sinnvoll zu helfen: Da Malaria ein vermeintliches Problem ist, überlegte sich eine NGO, Moskitonetze zu spenden, damit sich die Menschen gegen die Moskitos und damit gegen die Malaria schützen könnten. Hört ich prima an, nicht wahr? Aber heraus kam etwas anderes. Statt die Netze aufzuhängen benutzen die Menschen sie als Fischernetze, was zu gut funktionierte. Da die Moskitonetze zu engmaschig sind, fingen Sie nicht nur die großen Fische, sondern Meeresbewohner aller anderen Größen. Kurzfristig war es für die Fischer eine große Hilfe, langfristig stellte sich jedoch das Gegenteil ein, da der Fisch-Nachwuchs zurückging. Wer hätte diese Kausalkette voraussagen können?!</p>
<figure id="attachment_3275" aria-describedby="caption-attachment-3275" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-110422-9012.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3275" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-110422-9012-1024x683.jpg" alt="Fischer bei der Arbeit im Chenal de Hellot" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-110422-9012-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-110422-9012-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-110422-9012-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-110422-9012.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3275" class="wp-caption-text">Fischer bei der Arbeit im Chenal de Hellot</figcaption></figure>
<h2>Fußweg bei Ebbe</h2>
<p>Den weiteren Weg zum Dorf hätten wir auch über den Strand laufen können, so wie es viele Einheimische taten. Ein nicht abreißender Strom von Menschen ging vom Dorf in die Stadt oder umgekehrt. Die meisten (Frauen) balancierten ihre Taschen oder mit Fisch gefüllte Plastikwannen elegant auf ihrem Köpfen, statt sie zu tragen.</p>
<figure id="attachment_3276" aria-describedby="caption-attachment-3276" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112825-9062.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3276" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112825-9062-1024x683.jpg" alt="Reger und elegant balancierter Warenverkehr zwischen Stadt und Dorf" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112825-9062-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112825-9062-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112825-9062-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112825-9062.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3276" class="wp-caption-text">Reger und elegant balancierter Warenverkehr zwischen Stadt und Dorf</figcaption></figure>
<p>Nur ganz am Ende des Weges mussten sie durch eine fast hüfttiefe Wasserrinne waten. Als wir eben in an diesem Strand anlegten lag direkt neben uns ein Fischerboot, welches gerade noch den Fang des Tages und die Netze sortierte.</p>
<figure id="attachment_3277" aria-describedby="caption-attachment-3277" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114035-9074.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3277" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114035-9074-1024x683.jpg" alt="Auch hier waren die Fischer noch bei der Arbeit" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114035-9074-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114035-9074-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114035-9074-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114035-9074.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3277" class="wp-caption-text">Auch hier waren die Fischer noch bei der Arbeit</figcaption></figure>
<h2>Das Fischerdorf Betania</h2>
<p>Von dort gingen wir etwas landeinwärts zum Dorf, welches unter Kokospalmen und anderen Bäumen aus Holzhäusern mit Wellblech- oder Naturdach bestand. Einzelne Bereiche im Dorf waren mit Zäunen aus Zweigen und Ästen abgetrennt. Die Preise, die sie auf dem Markt dafür erlösen werden würden, sind für unser europäisches Preisgefüge eher gering. Ein Kilo Shrimps, frisch aus dem Meer, kostet etwa 16.000 Ar, also gerade einmal 4 Euro.</p>
<figure id="attachment_3278" aria-describedby="caption-attachment-3278" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114408-7603.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3278" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114408-7603-1024x683.jpg" alt="Catch of the Day" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114408-7603-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114408-7603-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114408-7603-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-114408-7603.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3278" class="wp-caption-text">Catch of the Day</figcaption></figure>
<p>Die Menschen im Dorf hatten keine Zebus, sondern echte und lebendige Sparschweine. Man kauft sich ein kleines Schweinchen und füttert es ein Jahr lang mit organischen Abfällen. Am Ende hat man ein ausgewachsenes Schein, dass auf dem Markt einen guten Preis erzielt.</p>
<figure id="attachment_3287" aria-describedby="caption-attachment-3287" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/KH-20180809-115315-8068.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3287" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/KH-20180809-115315-8068-1024x683.jpg" alt="Ein Sparschwein im Schweinestall" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/KH-20180809-115315-8068-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/KH-20180809-115315-8068-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/KH-20180809-115315-8068-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/KH-20180809-115315-8068.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3287" class="wp-caption-text">Ein Sparschwein im Schweinestall</figcaption></figure>
<p>Die Temperaturen waren mindestens so tropisch, wie es auf den Fotos aussieht, dank einer konstanten Briese allerdings sehr angenehm. Trotzdem war uns eine frische Kokosnuss zur Erfrischung sehr recht. Wie frisch sie sein würde hätten wir allerdings nicht gedacht, direkt von der Palme. Die spezielle Drehtechnik beim Ernten hatten wir zwar <a href="http://wittmann-tours.de/die-garifuna-hauptstadt-dangriga/">in Belize</a> gelernt, allerdings auf einer Leiter. Ein junger Mann hingegen kletterte geschwind, barfuß und ohne irgendwelche Hilfsmittel einfach die Palme empor und warf kurze Zeit später die Kokosnüsse in den Sand.</p>
<figure id="attachment_3279" aria-describedby="caption-attachment-3279" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-122030-9105.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3279" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-122030-9105-683x1024.jpg" alt="Kokosnüsse pflücken, lässig und leicht" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-122030-9105-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-122030-9105-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-122030-9105-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-122030-9105.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3279" class="wp-caption-text">Kokosnüsse pflücken, lässig und leicht</figcaption></figure>
<h2>Frischer Fisch am Strand serviert</h2>
<p>Das Mittagessen bereiteten Meki und Saki in den Dünen zwischen Strand und Dorf zu. Bevor das Essen fertig war gab es zum Glück auch noch etwas Zeit ins kühle Nass zu hüpfen. Die Wellen waren kräftig und machten mächtig Laune. Vielleicht waren sie sogar etwas zu heftig. Nach einiger Zeit spürten wir keinen Boden mehr unter den Füßen und wir mussten kräftig in Richtung Ufer schwimmen, um nicht in die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fe_von_Mosambik">Straße von Mosambik</a> gespült zu werden. Baywatch, Bojen, oder Flaggen gab es natürlich nicht…</p>
<figure id="attachment_3280" aria-describedby="caption-attachment-3280" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/APC_1834.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3280" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/APC_1834-768x1024.jpg" alt="Ein Festmahl am Strand" width="525" height="700" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/APC_1834-768x1024.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/APC_1834-225x300.jpg 225w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/APC_1834.jpg 1200w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3280" class="wp-caption-text">Ein Festmahl am Strand</figcaption></figure>
<p>Zurück am Strand war das Essen fast fertig. Es gab natürlich frischen Fisch, zwei Sorten lecker gegrillt, dazu Reis (was sonst?), außerdem und sogar Kartoffeln und Salat.</p>
<figure id="attachment_3281" aria-describedby="caption-attachment-3281" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112712-7602.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3281" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112712-7602-1024x683.jpg" alt="Meki und Saki mit ihrem Boot" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112712-7602-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112712-7602-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112712-7602-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-112712-7602.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3281" class="wp-caption-text">Meki und Saki mit ihrem Boot</figcaption></figure>
<p>Auf dem Weg zurück nach Morondava war die Flut gekommen. Der Fußweg zum Dorf war abgeschnitten. Gut dass uns Meki und Saki fuhren!</p>
<h2>Sonnenuntergang am Strand</h2>
<p>Es war ein sehr entspannter Tag, der sich wirklich wie Urlaub und nicht wie Reise anfühlte. Also lag nicht näher, als ihn am Strand zum Sonnenuntergang ausklingen zu lassen. Obwohl es natürlich Hotels für Touristen gab (wie unseres zum Beispiel), waren die Einheimischen quasi unter sich. Sie arbeiteten an Ihren Fischernetzen, gingen Spazieren, saßen am Stand oder schauten dem Fußballspiel einiger Kinder zu.</p>
<figure id="attachment_3282" aria-describedby="caption-attachment-3282" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172720-9124.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3282" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172720-9124-1024x683.jpg" alt="Der Fußballernachwuchs am Strand von Morondava" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172720-9124-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172720-9124-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172720-9124-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172720-9124.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3282" class="wp-caption-text">Der Fußballernachwuchs am Strand von Morondava</figcaption></figure>
<p>In diesem Moment war der harte Alltag vergessen, hoffentlich nicht nur für uns, sondern auch für die Einheimischen, die dem Rauschen der Brandung lauschten und dem Sonnenuntergang zusahen.</p>
<figure id="attachment_3283" aria-describedby="caption-attachment-3283" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172817-9127.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3283" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172817-9127-1024x683.jpg" alt="Sonnenuntergang am Strand von Morondava" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172817-9127-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172817-9127-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172817-9127-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/05/CW-20180809-172817-9127.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3283" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang am Strand von Morondava</figcaption></figure>
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		<title>Die großen und kleinen Tsingys</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 May 2019 00:01:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Bekopaka]]></category>
		<category><![CDATA[kulinarisch]]></category>
		<category><![CDATA[Lemur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tsingys sind ein abgelegener Nationalpark, eine Karstlandschaft aus scharfkantigem Felsen. Vor Millionen von Jahren hatten sich Kalkablagerungen aus Fossilien und Muscheln auf dem Grunde des Ozeans gebildet und nachdem der so entstandene Stein nicht mehr im Meer lag, schuf die Erosion mit Regenwasser ein seltsames Labyrinth aus bedrohlichen Felsnadeln. Es ist eine beeindruckende Landschaft &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tsingys sind ein abgelegener <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Tsingy_de_Bemaraha">Nationalpark</a>, eine Karstlandschaft aus scharfkantigem Felsen. Vor Millionen von Jahren hatten sich Kalkablagerungen aus Fossilien und Muscheln auf dem Grunde des Ozeans gebildet und nachdem der so entstandene Stein nicht mehr im Meer lag, schuf die Erosion mit Regenwasser ein seltsames Labyrinth aus bedrohlichen Felsnadeln. Es ist eine beeindruckende Landschaft und dieses eigenartige Gebirge bietet zahlreichen Tieren ein Zuhause. Wie schroff die Tsingys sind, beschreibt ihr Name auf Malagasy. Übersetzt heißt Tsingy &#8222;auf Zehen laufen&#8220; oder &#8222;wo man nicht barfuß laufen kann&#8220;.</p>
<figure id="attachment_3227" aria-describedby="caption-attachment-3227" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3227" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit-1024x683.jpg" alt="Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-112148-8633-HDR-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3227" class="wp-caption-text">Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha</figcaption></figure>
<p><span id="more-3245"></span></p>
<h2>Wanderung in den großen Tsingys</h2>
<p>Also zogen wir es ausnahmsweise vor, nicht barfuß zu wandern <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> und schnürten unsere Wanderschuhe. Zusammen mit unserem lokalen Führer Meric fuhren wir am ersten Tag zu den sogenannten großen Tsingys und wanderten auf dem &#8222;Circuit des Grand Tsingy&#8220;. Dort gab es einen gut ausgebauten Wander- und Kletterweg, über den wir mitten in das Labyrinth der Tsingy-Felsnadeln gelangten.</p>
<figure id="attachment_3228" aria-describedby="caption-attachment-3228" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3228" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404-683x1024.jpg" alt="Im Tsingy-Canyon" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-092516-7404.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3228" class="wp-caption-text">In einem schmalen Tsingy-Canyon</figcaption></figure>
<p>Der Weg war zunächst eben, wandelte sich nach kurzer Zeit aber in eine unterhaltsame Kletterpartie. Wir mussten sogar ein Klettergeschirr anlegen und uns sicherheitshalber an einigen Stellen in Stahlseile einklinken. Der Weg führte uns durch dunkle Höhlen und steile Leitern hinauf. Wir schlängelten uns durch schmale Canyons, die das Regenwasser in den Kalkstein gefressen hatte. Über große Felsstufen kletterten wir immer weiter nach oben. Nach knapp 2 Stunden waren wir am höchsten Punkt angekommen und blickten von oben auf die spitzen Zacken und in die zahlreichen engen Schluchten.</p>
<figure id="attachment_3229" aria-describedby="caption-attachment-3229" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3229" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672-1024x683.jpg" alt="Wir erklimmen die Tsingys" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-115326-8672.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3229" class="wp-caption-text">Wir erklimmen die Tsingys.</figcaption></figure>
<p>Der Weg, den wir genommen hatten, war für uns von oben zwischen den vielen Felsnasen nicht mehr nachvollziehbar. Vereinzelt ragten Bäume aus den Spalten hervor, die erstaunlicherweise auf dem Gestein und in seinen Ritzen Halt gefunden hatten.</p>
<figure id="attachment_3230" aria-describedby="caption-attachment-3230" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3230" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686-1024x683.jpg" alt="Die großen Tsingys, ein Meer aus scharfen Spitzen und schroffen Kanten" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-124221-8686.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3230" class="wp-caption-text">Die großen Tsingys, ein Meer aus scharfen Spitzen und schroffen Kanten</figcaption></figure>
<h2>Sehr gepflegte Wanderwege</h2>
<p>Auch wenn in Madagaskar die touristische Infrastruktur und die Straßen vom Standard her häufig eher rustikal sind, waren die Wanderwege in den Tsingys bestens in Ordnung. Die Wege, Leitern, Geländer, Brücken etc. waren qualitativ hochwertig und machten einen verlässlichen Eindruck. Eigentlich kein Wunder, sollte man meinen, schließlich sind die Tsingys eine der großen Sehenswürdigkeiten Madagaskars und die ausländischen Besucher eine gute Einnahmequelle. Trotzdem ist eine solche Ausstattung (auch im weltweiten Vergleich) auf keinen Fall selbstverständlich.</p>
<figure id="attachment_3231" aria-describedby="caption-attachment-3231" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3231" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651-1024x683.jpg" alt="Aussichtspunkt auf dem Dach der Tsingys" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-113406-8651.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3231" class="wp-caption-text">Aussichtspunkt auf dem Dach der Tsingys</figcaption></figure>
<p>Das Besucheraufkommen war unserer Meinung nach schon am oberen Ende dessen angekommen, was wir für vertretbar halten würden. Vor allem an den steileren Stellen der Wanderung kam es sogar zu kleinen Staus… Nach kurzer Zeit zerstreuten sich die Besuchergruppen aber wieder, so dass wir unsere mitgebrachten Baguettes bei herrlicher Aussicht genießen konnten.</p>
<figure id="attachment_3232" aria-describedby="caption-attachment-3232" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3232" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457-1024x576.jpg" alt="Über diese Hängebrücke führte unser Weg." width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-122702-7457.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3232" class="wp-caption-text">Über diese Hängebrücke führte unser Weg.</figcaption></figure>
<p>Bevor wir den Abstieg antraten, überquerten wir zwei freischwingende Hängebrücken, die tiefe Canyons überspannten. Anschließend verschwanden wir wieder in den tiefen, dunklen, schattenspendenden Schluchten des Tsingy-Labyrinths.</p>
<figure id="attachment_3233" aria-describedby="caption-attachment-3233" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3233" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR-683x1024.jpg" alt="Selbst in den tiefsten Tsingy-Schlucht wachsen hohe Bäume." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-131346-8711-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3233" class="wp-caption-text">Selbst in den tiefsten Tsingy-Schluchten wachsen hohe Bäume.</figcaption></figure>
<h2>Ein Wald voller Tiere</h2>
<p>Unvermittelt traten wir aus der schroffen Felsenwelt hervor und erreichten einen Wald, in dem wir vielen einheimischen Tieren begegneten. Ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Coquerel-Seidenkuckuck">Coua</a> (gesprochen &#8222;Koa&#8220;), ein hübscher Laufvogel mit langem Schweif und auffälliger blauer Augenpartie streifte über den Waldweg und fühlte sich von unserer Anwesenheit anscheinend nicht sonderlich beeindruckt. Auf Deutsch wird er treffenderweise als Seidenkuckuck bezeichnet.</p>
<figure id="attachment_3234" aria-describedby="caption-attachment-3234" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3234" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738-1024x683.jpg" alt="Coquerel's coua (Coua coquereli)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-132615-8738.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3234" class="wp-caption-text">Coquerel&#8217;s coua (Coua coquereli)</figcaption></figure>
<p>Wenig später trafen wir am Waldrand auf eine Gruppe von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Maki">roten Makis</a>. Sie hielten sich auf den Bäumen bzw. auf ein paar kleinen Tsingy-Ausläufern auf, die dort standen. Auch sie ignorierten uns im großen und ganzen. Vielleicht lag dies auch daran, dass sie offenbar eine kleine Delikatesse gefunden hatten: Sie mampften vergnügt kleine gelbe Früchte, die sie von einem Strauch pflückten. Es war sehr interessant, die aktiven Lemuren bei ihrem Treiben zu beobachten.</p>
<figure id="attachment_3235" aria-describedby="caption-attachment-3235" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3235" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756-1024x683.jpg" alt="Zwei rote Makis auf ihrem AussichtspunktZwei rote Makis auf ihrem Aussichtspunkt" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-135132-8756.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3235" class="wp-caption-text">Zwei rote Makis auf ihrem Aussichtspunkt</figcaption></figure>
<p>Kaum waren wir schließlich weitergewandert, bog Meric vom Hauptwanderweg ab, um nachzusehen, ob ein alter Bekannter zu Hause war. Und in der Tat, ein Wieselmaki blinzelte uns mit seinen großen Kulleraugen aus einer Höhle oben in einem Baum an.</p>
<figure id="attachment_3236" aria-describedby="caption-attachment-3236" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3236" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787-683x1024.jpg" alt="Ein niedlicher Wieselmaki" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180806-141506-8787.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3236" class="wp-caption-text">Ein niedlicher Wieselmaki</figcaption></figure>
<h2>Zu Besuch bei den Vazimba</h2>
<p>Am nächsten Tag standen die kleinen Tsingys auf dem Programm. Zunächst unternahmen wir jedoch eine Bootsfahrt auf dem <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Manambolo_River">Manambolo</a>-Fluß. Ein sehniger alter Fischer paddelte uns in zwei miteinander verbundenen Einbäumen mit kräftigen Stößen über das Wasser, dessen Oberfläche in der Morgensonne glitzerte. Auf einer Klippe am Flussufer konnten wir eine kleine Gruppe der ungewöhnlichen grauen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vasapapageien">Vasapapageien</a> beobachten.</p>
<figure id="attachment_3269" aria-describedby="caption-attachment-3269" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3269" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496-1024x683.jpg" alt="Bootsfahrt auf dem Manambolo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-093958-7496.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3269" class="wp-caption-text">Bootsfahrt auf dem Manambolo</figcaption></figure>
<p>Wir gingen an Land, um eine kleine Höhle mit schimmerndem Tropfstein zu besuchen und einer Grabstätte der Ahnen, der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Vazimba">Vazimba</a>, die Ehre zu erweisen. Die Vazimba waren dem Volksglauben zufolge die ersten Siedler auf Madagaskar gewesen. Zahlreiche Legenden ranken sich um dieses Volk und seine übernatürlichen Fähigkeiten. Die Einheimischen besuchen diesen Ort, um ihre Verehrung auszudrücken und um Beistand zu bitten. Es heißt, die Vazimba hätten in und um die Tsingys gelebt und bei Gefahr das Labyrinth der Felsnadeln wie eine natürliche Festung als Rückzugsort genutzt.</p>
<figure id="attachment_3237" aria-describedby="caption-attachment-3237" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3237" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489-1024x683.jpg" alt="Die letzte Ruhestätte der Vazimba" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-091302-7489.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3237" class="wp-caption-text">Die letzte Ruhestätte der Vazimba</figcaption></figure>
<p>Vom Boot aus erklommen wir eine steile Böschung. Die Knochen der Ahnen und die Reste ihrer hölzernen Särge lagen unter einem Felsvorsprung. Um uns einzuführen und als Opfergabe hatte der Fischer aromatisierten Rum in einer alten 0,5l Plastikflasche mitgebracht. Den Alkohol verteilte er großzügig über den Gebeinen und erklärte den Vazimba, dass die Vazahas zu Besuch kämen und dass sie in guter Absicht hier seien. Sie würden die Knochen nicht stehlen, sondern nur ein paar Fotos machen.</p>
<h2>Wanderung in den kleinen Tsingys</h2>
<p>Die kleinen Tsingys waren in der Tat deutlich kleiner als die großen. Dennoch hätten wir auch hier nicht barfuß laufen wollen. In den Petits Tsingy wuchsen deutlich mehr Pflanzen und wir trafen nur zwei andere Touristengruppen. Trotzdem bildeten sie kein geringeres Labyrinth und auch hier kletterten wir über die scharfen Felsen, die die Erosion im Laufe der Jahrmillionen geformt hatte.</p>
<figure id="attachment_3238" aria-describedby="caption-attachment-3238" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3238" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812-1024x683.jpg" alt="Blick über die kleinen Tsingys. Sie sind wesentlich grüner als der große Bruder." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-113157-8812.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3238" class="wp-caption-text">Blick über die kleinen Tsingys. Dort wachsen deutlich mehr Pflanzen als in den großen.</figcaption></figure>
<p>Auf dem Rückweg nach Bekopaka liefen wir durch ein kleinen Ausläufer des Dorfes. Die Menschen gingen ihren alltäglichen Beschäftigungen nach und schnell waren wir wieder mittendrin statt nur dabei. Eine Frau war gerade dabei, Reis zu stampfen, um die Hülsen von den Reiskörnern zu trennen. Dafür wird der Reis in einem Holzmörser mit einem schweren Holzstab (ähnlich wie bei den Goldsuchern) kraftvoll bearbeitet. Wir durften auch ausprobieren, wie anstrengend es ist und die Einheimischen hatten ihren Spaß, uns bei unseren nicht sonderlich geschickten Bemühungen zu beobachten.</p>
<figure id="attachment_3239" aria-describedby="caption-attachment-3239" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3239" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539-1024x683.jpg" alt="Tahina legt beim Reisstampfen vor, danach waren wir dran." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121218-7539.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3239" class="wp-caption-text">Tahina legt beim Reisstampfen vor, danach sind wir dran.</figcaption></figure>
<p>Anschließend trennte die Frau die Spreu vom Weizen oder genauer gesagt die Schalen vom Reis, indem sie den Reis von einer Art dünnem Flechtkorb in die Luft <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Windsichten#Worfeln">worfelte</a> und der Wind bzw. ihr vorsichtiges Pusten die leichten Hülsen davontrug. Es war faszinierend zu beobachten und wir lernten ein für uns neues Wort unserer eigenen Sprache!</p>
<figure id="attachment_3240" aria-describedby="caption-attachment-3240" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3240 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560-1024x683.jpg" alt="Bei worfeln mit der Worfel: Hier wird der Reis von seinen Hülsen getrennt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180807-121720-7560.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3240" class="wp-caption-text">Beim Worfeln mit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Worfel">Worfel</a>: Hier wird der Reis von seinen Hülsen getrennt.</figcaption></figure>
<h2>Madagaskar kulinarisch</h2>
<p>Die Mittagspause verbrachten wir in einem sehr sympathischen einheimischen Lokal, unser Favorit auf dieser Madagaskar-Reise. Auf einer schattigen Terrasse servierten die Besitzer typisch madegassische Gerichte. Das bedeutet zunächst erstmal Reis, morgens, mittags, abends. Pro Mahlzeit rechnet man mindestens einer Kapoka (die leere Kondensmilchdose) Reis (ungekocht) pro Person. Die auf dem Land hart arbeitenden und damit hungrigen Menschen brauchen die Kalorien. Weltweit liegt Madagaskar trotzdem erstaunlicherweise nur auf Platz 11, was den <a href="https://www.helgilibrary.com/indicators/rice-consumption-per-capita/">Reiskonsum pro Kopf</a> angeht.</p>
<figure id="attachment_3241" aria-describedby="caption-attachment-3241" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3241" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820-1024x768.jpg" alt="Ein madegassisches Festmahl: Viel Reis und dazu Fleisch" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1820.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3241" class="wp-caption-text">Ein madegassisches Festmahl: Viel Reis und dazu Hühnchen.</figcaption></figure>
<p>Was für uns nach einer großzügigen Portion aussah, wäre auf Madagaskar eher das Kindergericht. Zusätzlich zum servierten Teller bekamen Tahina und Christian noch einen weiteren Teller mit einem Berg Reis darauf. Die beiden zeigten peruanische Qualitäten, indem sie alles ratzeputz aufaßen. Damit der Reis nicht zu trocken war, gab es zusätzlich eine leckere Hühnerbrühe, die man darüber verteilen konnte.</p>
<figure id="attachment_3242" aria-describedby="caption-attachment-3242" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3242" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823-1024x768.jpg" alt="Hühnerbrühe für den Reis" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1823.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3242" class="wp-caption-text">Hühnerbrühe für den Reis</figcaption></figure>
<p>Reis spielt auf Madagaskar sogar als Getränk eine Rolle, nämlich in Form von Reiswasser. Was im <a href="https://de.wikihow.com/Reiswasser-herstellen">Internet</a> als Geheimtipp für die Haarwäsche gefeiert wird, trinken die Madegassen lieber. Für unseren Geschmack war es allerdings eher gewöhnungsbedürftig ;). Das warme Reiswasser, das wir probierten, war mittels Auskochen der angebrannten Reste in den Reistöpfen zubereitet worden und hatte somit einen sehr rauchigen Geschmack.</p>
<figure id="attachment_3247" aria-describedby="caption-attachment-3247" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3247" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103-683x1024.jpg" alt="Der Reiswasser-Container" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/KH-20180807_130103.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3247" class="wp-caption-text">Die Kanne mit Reiswasser</figcaption></figure>
<h2>Rückfahrt über die Nationalstraße Nummer 8</h2>
<p>Am kommenden Morgen brachen wir wieder auf zur Rückfahrt nach Morondava über die <a href="http://wittmann-tours.de/die-nationalstrasse-8-ueber-belo-nach-bekopaka">Nationalstraße Nummer 8</a> und die <a href="http://wittmann-tours.de/ueber-die-baobab-allee-nach-norden/">Baobab-Allee</a>. Die Reihenfolge spielte sich folglich umgekehrt zur Hinfahrt ab, d.h. erst die kurze Fährfahrt über den Manambolo, der Transfer nach Belo in der Polizeikarawane, dann mit der Fähre von Belo nach Tsimafana und weiter zur Baobab-Allee. Zwischendurch schüttelte uns die Straße gut durch und am Ende waren wir und unsere Habseligkeiten wieder von oben bis unten eingestaubt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_3244" aria-describedby="caption-attachment-3244" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3244 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839-1024x683.jpg" alt="Morgentlicher Verkehr auf der Nationalstraße 8. Diesen kurzen Abschnitt in Bekopaka sind wir zu Fuß gegangen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-071722-8839.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3244" class="wp-caption-text">Verkehr auf der Nationalstraße Nummer 8. Diesen kurzen Abschnitt in Bekopaka gehen wir als Morgenspaziergang zu Fuß.</figcaption></figure>
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		<title>Die Nationalstraße 8, über Belo nach Bekopaka</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 May 2019 00:01:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
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		<category><![CDATA[Nationalstraße]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Weg von Kirindy zu den Tsingys folgten wir der Nationalstraße Nummer 8 für 150km nach Norden. Was sich aufgrund der objektiven Parameter nach einer entspannten Etappe anhört, war in Wirklichkeit ein ganzer Fahrtag auf Sandpiste, mit zwei Flußüberquerungen per Fähre und als Teil einer Polizei-Kolonne. Die Ankündigung &#8222;Abenteuer pur&#8220; war nicht übertrieben. Sandpiste, &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/die-nationalstrasse-8-ueber-belo-nach-bekopaka/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die Nationalstraße 8, über Belo nach Bekopaka“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Weg von Kirindy zu den Tsingys folgten wir der Nationalstraße Nummer 8 für 150km nach Norden. Was sich aufgrund der objektiven Parameter nach einer entspannten Etappe anhört, war in Wirklichkeit ein ganzer Fahrtag auf Sandpiste, mit zwei Flußüberquerungen per Fähre und als Teil einer Polizei-Kolonne. Die Ankündigung &#8222;Abenteuer pur&#8220; war nicht übertrieben.</p>
<figure id="attachment_3195" aria-describedby="caption-attachment-3195" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-092134-7284.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3195" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-092134-7284-1024x683.jpg" alt="Im Rausch der Geschwindigkeit auf der Nationalstraße 8" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-092134-7284-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-092134-7284-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-092134-7284-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-092134-7284.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3195" class="wp-caption-text">Im Rausch der Geschwindigkeit auf der Nationalstraße Nummer 8</figcaption></figure>
<p><span id="more-3199"></span></p>
<h2>Sandpiste, erste Episode</h2>
<p>Die Kühle der Nacht wich schnell einer trockenen Hitze. Kein Wölkchen trübte den Himmel. Im Auto wurde es auch heiß, die meiste Zeit öffneten wir die Fenster einen Spalt zur Abkühlung. Nur bei Gegenverkehr schlossen wir sie hastig, damit wir keine Breitseite Staub abbekamen.</p>
<figure id="attachment_3196" aria-describedby="caption-attachment-3196" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-135647-7592-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3196" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-135647-7592-Edit-1024x683.jpg" alt="Verbleibende Baobabs auf gerodeten Waldflächen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-135647-7592-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-135647-7592-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-135647-7592-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-135647-7592-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3196" class="wp-caption-text">Verbleibende Baobabs auf gerodeten Waldflächen</figcaption></figure>
<p>In der ersten Stunde fuhren wir über eine sandige, wellblechartige und holperige Piste, die Nationalstraße Nummer 8. Wir durchquerten offenes Gelände. Einige Mütter des Waldes, die Baobabs, standen vereinzelt im Buschland. Ein trauriges Bild, wenn man sich vorstellt, das alle Flächen ursprünglich bewaldet gewesen waren. Die ursprüngliche Vegetation war gerodet und abgebrannt worden, um Weideland für die Zebus zu schaffen.</p>
<h2>Mit der Autofähre nach Belo</h2>
<p>Von Tsimafana nahmen wir die Fähre nach Belo-sur-Tsiribihina, da es keine Brücke über den breiten Fluss Tsiribihina gab. Die Autofähre in Madagaskar hatte wenig Ähnlichkeit mit den großen Wasserfahrzeugen, die wir beispielsweise vom Bodensee kennen. Die Piste führte direkt bis zum Flussufer, die letzten Meter eine steile Böschung hinunter. Die Fahrspuren endeten direkt im Wasser. Oben an der Böschung gab etwas Fläche, um ein paar Autos zu parken. Dort warteten wir auf die Fähre.</p>
<figure id="attachment_3197" aria-describedby="caption-attachment-3197" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-101907-7298.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3197" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-101907-7298-1024x683.jpg" alt="Aus 2 mach 1: Eine Autofähre auf dem Tsiribihina" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-101907-7298-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-101907-7298-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-101907-7298-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-101907-7298.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3197" class="wp-caption-text">Madagaskar-Katamaran: Eine Autofähre auf dem Fluss Tsiribihina</figcaption></figure>
<p>Die Fähre bestand aus zwei etwa 12 Meter langen Booten, die zu einem Gefährt verbunden worden waren. Die aus  Holzbohlen konstruierte Plattform bot Platz für 4-6 Geländewagen. Für den Antrieb sorgten zwei ehemalige Traktormotoren. Die Bootsführer und Helfer banden das Wasserfahrzeug mit zwei Seilen an Büschen am Ufer &#8222;fest&#8220;. Anschließend platzierten sie zwei Metallrampen, eine pro Reifen, zwischen Böschung und Ladefläche. Wenn verfügbar verbanden sie zwei Fähren vorübergehend zu einer, um auf der Plattform mehr Platz zum Rangieren zu schaffen.</p>
<figure id="attachment_3198" aria-describedby="caption-attachment-3198" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-100835-7294.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3198" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-100835-7294-1024x683.jpg" alt="Verladen als Balanceakt" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-100835-7294-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-100835-7294-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-100835-7294-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-100835-7294.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3198" class="wp-caption-text">Verladen als Balanceakt</figcaption></figure>
<h2>Schlaglochfreie Zone</h2>
<p>Die Autos fuhren nun nacheinander vorsichtig über die Rampen und rangierten in Millimeterarbeit auf der Ladefläche, bis die Kfz passgenau geparkt waren. Dabei gab die Besatzung lautstarke Anweisungen und die Männer legten Steine oder Holzklötze als Barrieren unter die Reifen, um Kollisionen mit anderen Fahrzeugen zu verhindern oder gar, dass die Wagen von der Plattform abkamen. Auch wenn es über eine Stunde dauerte, bis die Autos verladen waren, sah der Prozess geregelt und souverän aus. Dann wurden noch Waren verladen. Schließlich balancierten die Passagiere über die Rampen an Bord und suchten sich auch ein Plätzchen auf der Fähre.</p>
<figure id="attachment_3200" aria-describedby="caption-attachment-3200" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105506-7311.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3200" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105506-7311-1024x683.jpg" alt="Mit zwei vertäuten Fähren ist das Rangieren einfacher." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105506-7311-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105506-7311-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105506-7311-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105506-7311.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3200" class="wp-caption-text">Mit zwei vertäuten Fähren ist das Rangieren einfacher.</figcaption></figure>
<p>Auch wir folgten Christian (unserem Fahrer) und unserem Geländewagen auf die schwimmende Holzplattform. Wir nahmen im Schatten eines Autos Platz und ließen die Landschaft, diesmal ganz ohne Schlaglöcher und Staub, an uns vorbeiziehen. Die Motoren knatterten laut, aber ein erfrischender Fahrtwind wehte und blies den schwarzen Dieselqualm fort. Die Fahrt dauerte gut eine halbe Stunde. Am Ufer wurden Zebus getränkt und Wäsche gewaschen und wir winkten den Leuten, die in kleinen Booten auf dem Fluss vorbeipaddelten. Auf der anderen Seite angekommen war das Entladen wesentlich einfacher, da es deutlich mehr Platz gab.</p>
<figure id="attachment_3201" aria-describedby="caption-attachment-3201" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105802-7315.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3201" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105802-7315-1024x683.jpg" alt="Auf dem Sonnendeck der Autofähre" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105802-7315-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105802-7315-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105802-7315-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-105802-7315.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3201" class="wp-caption-text">Auf dem Sonnendeck der Autofähre</figcaption></figure>
<h2>Die Sicherheitslage</h2>
<p>Ab Belo fuhren wir in einem Polizeikonvoi weiter. Hintergrund war, dass es im Juni 2018 bewaffnete <a href="https://lexpress.mg/13/06/2018/insecurite-le-tourisme-alerte-les-hautes-instances/">Überfälle</a> auf Touristenjeeps gegeben hatte, bei denen nicht nur die Vazahas bestohlen worden waren, sondern auch ein Fahrer den Tod gefunden hatte. Aufgrund dieser Vorfälle hatten wir kurzfristig erwogen, die Reiseroute auf Madagaskar zu ändern. Als Gegenmaßnahme fuhren nun alle Touristen-Fahrzeuge in einem von der Polizei begleiteten Konvoi, um in der Gruppe besser geschützt zu sein und durch die bewaffnete Begleitung gewaltbereite Übeltäter abzuschrecken. Seit Inkrafttreten dieser Maßnahme hatte es keine weiteren Überfälle mehr gegeben, die Lage war offiziell unter Kontrolle und wir beließen die Reiseroute wie ursprünglich geplant.</p>
<figure id="attachment_3202" aria-describedby="caption-attachment-3202" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-132552-8620.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3202 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-132552-8620-1024x683.jpg" alt="Die Jeeps sammelten sich in Belo für die Polizeikarawane." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-132552-8620-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-132552-8620-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-132552-8620-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-132552-8620.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3202" class="wp-caption-text">Die Geländewagen sammeln sich in Belo vor dem Start der Fahrzeugkolonne.</figcaption></figure>
<p>Sammelpunkt war um 13:45 Uhr am nördlichen Ortsausgang von Belo. Christian wollte pünktlich dort sein, um einen guten Platz in der Kolonne zu bekommen. Im ersten Drittel würden wir nicht so viel Staub schlucken müssen und könnten zügiger fahren. Ungefähr 15 bis 20 Fahrzeuge fanden sich ein, die von der Polizei registriert wurden. Außerdem kassierten die Männer für jeden Wagen eine Gebühr von 5000 Ar (1,25 Euro). Im Laufe der Fahrt fragten wir uns, wie denn nun die tatsächliche Sicherheitslage aussah. Bestand wirklich noch die Gefahr eines Überfalls oder war der Konvoi mittlerweile zu einer angenehmen Einnahmequelle geworden?</p>
<h2>Im Polizeikonvoi</h2>
<p>Wie immer in einer solchen Situation versammelten sich viele neugierige Beobachter um die Vazahas, vor allem viele Kinder. Mona versuchte diesmal eine neue Taktik zur Ablenkung der Kinderschar. Sie zeigte den Kleinen Fotos aus unserem madegassischen Tierbestimmungsbuch &#8211; mit überwältigendem Erfolg! Süßigkeiten waren vergessen, stattdessen versuchten alle Kinder, einen Blick auf die bunten Bilder zu erhaschen :).</p>
<figure id="attachment_3204" aria-describedby="caption-attachment-3204" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-135432-7380.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3204" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-135432-7380-1024x683.jpg" alt="Die Macht des gedruckten Bildes" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-135432-7380-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-135432-7380-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-135432-7380-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-135432-7380.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3204" class="wp-caption-text">Die Macht des bunten Bildes</figcaption></figure>
<p>Die Karawane startete pünktlich um 14:00 Uhr. Statt allerdings zu versuchen, zusammen zu bleiben, fuhren alle Fahrzeuge anscheinend so schnell wie es nur ging. Jeder Fahrer versuchte, alles aus dem Geländewagen und der Piste herauszuholen. Das Feld zog sich also in die Länge, auch weil jedes Auto auf den meisten Abschnitten eine beachtliche Staubfahne hinter sich herzog. Nach kurzer Zeit hatten wir den Eindruck, alleine unterwegs zu sein. Weit und breit war kein anderes Fahrzeug mehr zu sehen, allerdings wäre im Ernstfall trotzdem relativ schnell das nächste Auto hinter uns aufgetaucht.</p>
<h2>100 Kilometer Piste in 4 Stunden</h2>
<p>Die Nationalstraße Nummer 8 war die meiste Zeit einspurig und mit Schlaglöchern in allen Größen und Formen garniert. Andere Abschnitte der Piste hatten eine ausgeprägte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wellblechpiste">wellblechartige Oberfläche</a> entwickelt, die man auf Madagaskar treffenderweise als Kuhrippen bezeichnet ;).  Wenn man darüber fährt, rappelt und vibriert das gesamte Fahrzeug. Wirklich schnell waren wir wegen des Zustandes der Straße selten unterwegs. Immer wieder bremste Christian, um das Auto besser kontrollieren zu können. Dennoch fühlte es sich an, als ob wir mit Karacho bei der Rallye Paris-Dakar dabei wären! Die tatsächliche Geschwindigkeit war allerdings eher bescheiden. Bei aller dynamischen Fahrweise schaffte Christian trotzdem einen erstaunlich guten Kompromiss aus Schnelligkeit und Komfort, Massage inklusive ;).</p>
<figure id="attachment_3205" aria-describedby="caption-attachment-3205" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-151716-7383.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3205" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-151716-7383-1024x683.jpg" alt="Die Nationalstraße 8 nördlich von Belo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-151716-7383-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-151716-7383-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-151716-7383-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-151716-7383.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3205" class="wp-caption-text">Die Nationalstraße Nummer 8 nördlich von Belo</figcaption></figure>
<p>Durch das ständige Ruckeln, Schaukeln und Holpern blockierten die Sicherheitsgurte und hielten uns in den Sitzen fest. Mit der Zeit wurden die Gurte immer kürzer, ließen sich aber nicht mehr herausziehen. Um wieder mehr Freiheit zu erlangen, war viel Geduld und Fingerspitzengefühl notwendig. Auch wenn unsere Körper im Sitz nahezu gefesselt waren, bewahrte uns das nicht davor, mit unseren schwankenden Köpfen das eine oder andere Mal kräftig gegen die Seitenscheiben zu klatschen. Autsch!</p>
<h2>Nationalstraße Nummer 8: Langsam und holperig</h2>
<p>Was wohl passieren würde, wenn ein Auto eine Panne hätte, fragten wir uns. Als ob wir es heraufbeschworen hätten, ging kurze Zeit später der Motor unseres Wagens in voller Fahrt über ein heftiges Wellblech einfach und ohne Vorwarnung aus. Christian sprang aus dem Auto, öffnete die Motorhaube, führte ein paar Handgriffe aus und&#8230; Fertig! Das Kfz sprang wieder an, bevor ein anderer Geländewagen hinter uns auffuhr. Christian hatte sein Fahrzeug wirklich in jeder Hinsicht im Griff.</p>
<figure id="attachment_3206" aria-describedby="caption-attachment-3206" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-111646-7338.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3206" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-111646-7338-1024x683.jpg" alt="Nur auf der Fähre konnte Christian ausspannen, den Rest des Tages musste er hart am Steuer arbeiten." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-111646-7338-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-111646-7338-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-111646-7338-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-111646-7338.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3206" class="wp-caption-text">Nur auf der Fähre konnte Christian ausspannen, den Rest des Tages musste er hart am Steuer arbeiten.</figcaption></figure>
<p>Nach etwa Dreiviertel des Weges gab es einen Sammelpunkt, damit die hinteren Fahrzeuge der Kolonne aufschließen und bedürftige Fahrgäste eine Pause zur Erleichterung einlegen konnten. Auf der letzten Etappe setzte die Dämmerung ein, bei Sonnenuntergang erreichten wir kurz vor unserem Ziel den zweiten Fluss. Das Verladen ging diesmal deutlich schneller, da die Autos direkt vom Strand durch das Wasser auf die Rampen fahren konnten und es zwei Fähren gab. Außerdem dauerte das Übersetzen nur wenige Minuten. Wir waren an unserem Ziel im Ort Bekopaka angekommen.</p>
<figure id="attachment_3208" aria-describedby="caption-attachment-3208" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-174104-7390.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3208" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-174104-7390-1024x683.jpg" alt="(Fast) angekommen. Der Manambolo und damit die letzte Fährfahrt trennte uns von unserem Ziel in Bekopaka." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-174104-7390-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-174104-7390-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-174104-7390-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180805-174104-7390.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3208" class="wp-caption-text">(Fast) angekommen. Nur noch der Fluss Manambolo und damit die letzte Fährfahrt trennt uns noch von unserem Ziel in Bekopaka.</figcaption></figure>
<h2>Angekommen in Bekopaka</h2>
<p>Ein langer und aufregender Fahrtag lag hinter uns, vielleicht der abenteuerlichste der ganzen Weltreise. Effektiv hatten wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 15km/h erreicht. Zum Spaß versuchte ich, die Route beim Schreiben dieses Artikels mit GoogleMaps zu planen, was nicht gelang. GoogleMaps kannte nicht alle Abschnitte der madegassischen Nationalstraße Nummer 8 und auch die Fähren sind (noch) nicht eingezeichnet. Wieso bloß? Dafür lieferte <a href="https://www.openstreetmap.org/directions?engine=fossgis_osrm_car&amp;route=-20.06728%2C44.59703%3B-19.14000%2C44.79659#map=11/-19.3400/44.8098">OpenStreetMap</a> mit einer prognostizierten Zeit von über 11 Stunden ein erstaunlich akkurates Ergebnis.</p>
<figure id="attachment_3209" aria-describedby="caption-attachment-3209" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-103519-7581.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3209" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-103519-7581-1024x683.jpg" alt="Unterwegs auf der Nationalstraße 8: Geschüttelt, nicht gerührt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-103519-7581-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-103519-7581-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-103519-7581-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-103519-7581.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3209" class="wp-caption-text">Unterwegs auf der Nationalstraße Nummer 8: Geschüttelt, nicht gerührt.</figcaption></figure>
<p>Nicht nur wir waren an diesem Abend alle mürbe und durchgeschüttelt, auch das Auto hatte auf der Fahrt gelitten. Eine Plastikverkleidung am linken Radkasten hatte sich gelöst und die Klappe des Kofferraums schloss nicht mehr richtig, sie stand immer einen Spaltbreit offen. Unser Fahrer Christian hatte sie mit einer Kordel zugebunden, das Beladen ging damit nur über die umgeklappte Rücksitzbank.</p>
<figure id="attachment_3210" aria-describedby="caption-attachment-3210" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-130859-7583.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3210" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-130859-7583-1024x683.jpg" alt="Unser armes, geschundenes Auto. Hier bei der Abfahrt von der Fähre in Belo bei der Rückfahrt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-130859-7583-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-130859-7583-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-130859-7583-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180808-130859-7583.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3210" class="wp-caption-text">Unser armes, geschundenes Auto. Hier beim Verlassen der Fähre in Belo auf der Rückfahrt.</figcaption></figure>
<p>Am Ende war ausnahmslos alles eingestaubt, das Auto von innen und außen, unser Gepäck und wir selbst, alles hatte eine dekorative rötliche Staubschicht angesetzt. Es war ein echtes Abenteuer. Und da ein kurzes Video manchmal mehr sagt als ein langer Artikel, hier zum Abschluss die Fahrt auf 2 Minuten komprimiert:<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/Gc5eUg7Noc4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/die-nationalstrasse-8-ueber-belo-nach-bekopaka/">Die Nationalstraße 8, über Belo nach Bekopaka</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Der Kirindy-Trockenwald</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 May 2019 00:01:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Von der Baobab-Allee fuhren wir zum Kirindy-Reservat (nicht zu verwechseln mit dem Kirindy Nationalpark). In dem privaten Reservat, das ursprünglich zur nachhaltigen Forstwirtschaft geschaffen worden war, ist der Trockenwald noch vergleichsweise intakt. Hört sich nicht so spannend an? Ganz im Gegenteil, dort sahen zum ersten Mal auf dieser Reise freilebende Lemuren und Chamäleons, bei Tag &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Von der <a href="http://wittmann-tours.de/ueber-die-baobab-allee-nach-norden/">Baobab-Allee</a> fuhren wir zum Kirindy-<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kirindy_Forest">Reservat</a> (nicht zu verwechseln mit dem Kirindy <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Kirindy-Mitea">Nationalpark</a>). In dem privaten Reservat, das ursprünglich zur nachhaltigen Forstwirtschaft geschaffen worden war, ist der Trockenwald noch vergleichsweise intakt. Hört sich nicht so spannend an? Ganz im Gegenteil, dort sahen zum ersten Mal auf dieser Reise freilebende Lemuren und Chamäleons, bei Tag und auch bei Nacht.</p>
<figure id="attachment_3181" aria-describedby="caption-attachment-3181" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-170118-8507.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3181" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-170118-8507-1024x683.jpg" alt="Ein Rotstirnmaki im Kirindy Reservat" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-170118-8507-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-170118-8507-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-170118-8507-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-170118-8507.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3181" class="wp-caption-text">Ein Rotstirnmaki im Kirindy Reservat</figcaption></figure>
<p><span id="more-3191"></span></p>
<h2>Tagwanderung im Kirindy Reservat</h2>
<p>Der Trockenwald wurde seinem Namen gerecht, es war in der Tat sehr trocken. Auch waren wir im August da, also mitten in der Trockenzeit. Die Pflanzen trugen nur wenige grüne Blätter und der Boden war mit abgeworfenem Laub bedeckt. Die Bäume, groß, klein, Edelhölzer (zum Beispiel Palisander), Bambus und auch ein paar Baobabs sahen nach unseren Begriffen herbstlich oder winterlich aus. Auf Madagaskar würde man vielleicht sagen, sie sähen trockenzeitlich aus ;). Trotzdem spendete der Wald Schatten und bot ein wenig erfrischende Kühle.</p>
<figure id="attachment_3182" aria-describedby="caption-attachment-3182" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161848-7246.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3182" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161848-7246-1024x683.jpg" alt="Unterwegs im Kirindy Trockenwald" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161848-7246-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161848-7246-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161848-7246-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161848-7246.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3182" class="wp-caption-text">Unterwegs im Kirindy Trockenwald</figcaption></figure>
<p>In den kahlen Bäumen erspähten wir bald auch die ersten Tiere. Eine Gruppe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Larvensifaka">Larvensifaka</a> machte anscheinend gerade Siesta hoch oben im Geäst. Andere Tiere hatten offenbar ihre angestammten Plätze im Wald und waren dadurch vergleichsweise einfach zu finden. Eine farblich gut getarnte Eule zum Beispiel saß auf einem hohlen Baumstamm, sie schien dort zu wohnen.</p>
<figure id="attachment_3183" aria-describedby="caption-attachment-3183" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161432-8478.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3183" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161432-8478-1024x683.jpg" alt="Eine gute getarnte Eule" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161432-8478-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161432-8478-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161432-8478-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-161432-8478.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3183" class="wp-caption-text">Eine gute getarnte Eule</figcaption></figure>
<p>Am späten Nachmittag erwachten allmählich auch einige nachtaktive Tiere. Ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wieselmakis">Wieselmaki</a> schaute ziemlich verschlafen aus der Wäsche bzw. aus seinem Versteck in einem trockenen Baumstamm. Mit seinen großen Augen sah er uns beinah etwas vorwurfsvoll an, als würde er sich fragen, was wir denn dort trieben. Die Begriffe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Makis">Maki</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lemuren">Lemur</a> sind übrigens nicht synonym zu verwenden. Vielmehr sind die Makis eine Untergruppe der Lemuren, die heutzutage nicht mehr als Halbaffen klassifiziert werden, sondern als Feuchtnasenaffen. Aha!</p>
<figure id="attachment_3184" aria-describedby="caption-attachment-3184" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-162339-8489.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3184" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-162339-8489-1024x683.jpg" alt="Ein Wieselmaki, noch nicht ganz wach" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-162339-8489-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-162339-8489-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-162339-8489-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-162339-8489.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3184" class="wp-caption-text">Ein Wieselmaki, noch nicht ganz wach</figcaption></figure>
<h2>Die Rotstirnmakis</h2>
<p>Trotz der Trockenheit sahen wir immer wieder einige Tiere. Entweder fand unser aufmerksamer Führer sie oder sie verrieten sich durch ein Rascheln in den Blättern. So begegneten wir auch zwei Gruppen von Rotstirnmakis. Eine befand sich oben in den Bäumen und die Lemuren schauten von dort mindestens genauso neugierig auf uns herab wie wir zu ihnen hinauf.</p>
<figure id="attachment_3185" aria-describedby="caption-attachment-3185" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-165732-8500.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3185" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-165732-8500-1024x683.jpg" alt="Rotstirnmaki auf Baumwipfel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-165732-8500-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-165732-8500-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-165732-8500-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-165732-8500.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3185" class="wp-caption-text">Rotstirnmaki im Baumwipfel</figcaption></figure>
<p>Die andere Lemurengruppe bewegte sich weiter unten, fast auf unserer Augenhöhe, und wir näherten uns vorsichtig. Die Lemuren hangelten sich von Ast zu Ast und machten dabei lustige Grunzgeräusche, wirklich putzig :). Als wir in ihrer Nähe standen, nahm Mona einen Schluck aus der Wasserflasche und die Lemuren bekamen auf einmal ganz große Augen und reckten ihre Hälse. Es war sehr trocken, die Lemuren hatten Durst und das Wasser erregte offensichtlich ihr Interesse.</p>
<figure id="attachment_3186" aria-describedby="caption-attachment-3186" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1790.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3186" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1790-1024x768.jpg" alt="Durstige Rotstirnmakis" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1790-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1790-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1790-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/APC_1790.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3186" class="wp-caption-text">Durstige Rotstirnmakis</figcaption></figure>
<p>Wenn uns nicht unser Führer ermuntert hätte, den Lemuren einen Schluck zu geben, hätten wir es nicht getan. Am Boden lag ein Schneckenhaus, welches wir auffüllten und ihnen vorsichtig hinhielten. Sie fassten Vertrauen zu unserer Offerte, die Verlockung des Wassers war zu groß. Vorsichtig kamen sie näher und tranken aus dem Schneckenhaus, waren dabei aber immer auf etwas Abstand bedacht. Vermutlich bekamen sie ab und zu mal einen Schluck, waren aber auf keinen Fall aufdringlich.</p>
<h2>Kirindy bei Nacht</h2>
<p>Die Dämmerung kam, wie üblich, sehr schnell. Wir kehrten zum Besucherzentrum zurück, nur um kurze Zeit später wieder in den Wald zu gehen. Die Route war (vermutlich) sehr ähnlich, aber wir entdeckten ganz andere Tiere. Die winzigen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mausmakis">Mausmakis</a> waren erwacht und huschten geschwind durch das Geäst. So klein wie sie waren, so schwierig waren sie auch im Lichtkegel der Taschenlampen zu erkennen. Als einfacher zu beobachten, da größer und langsamer, erwiesen sich die Chamäleons. Sie sind Meister der Tarnung, aber unser Führer Gregoire fand trotzdem eines.</p>
<figure id="attachment_3187" aria-describedby="caption-attachment-3187" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-184850-8570.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3187 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-184850-8570-1024x683.jpg" alt="Ein nachtaktives Chamäleon im Kirindy-Reservat" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-184850-8570-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-184850-8570-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-184850-8570-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-184850-8570.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3187" class="wp-caption-text">Ein nachtaktives Chamäleon im Kirindy-Reservat</figcaption></figure>
<p>Unter den Lemuren gibt es, vielleicht entgegen unserer Vorstellung, mehr nacht- als tagaktive Arten. Die Rotstirnmakis und die Sifakas hielten jetzt Nachtruhe. Dafür hatten die Wieselmakis ausgeschlafen. Wir sahen einige von ihnen auf den Bäumen sitzen. Wie so häufig auf Nachtwanderungen verriet sie die Reflexion ihrer großen Äuglein. Auf Englisch heißen sie übrigens <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Sportive_lemur">Sportive Lemur</a> ;).</p>
<figure id="attachment_3188" aria-describedby="caption-attachment-3188" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190301-8573.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3188" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190301-8573-683x1024.jpg" alt="Ein Wieselmakis, jetzt ganz aufgeweckt" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190301-8573-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190301-8573-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190301-8573-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190301-8573.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3188" class="wp-caption-text">Ein Wieselmaki, jetzt ganz aufgeweckt</figcaption></figure>
<p>Wieselmaki, warum hast Du so große Ohren? Damit ich Dich besser hören kann! Wieselmaki, warum hast Du so große Augen? Damit ich Dich besser sehen kann! Zum Glück hatten sie kein großes Maul und keine langen (dafür aber spitze) Zähne. Ihre Hör- und Sehorgane sind jedoch in der Tat überproportional groß, damit sie sich in der Dunkelheit bestens orientieren können. Das gleiche gilt auch für die Mausmakis, von denen wir einen schließlich doch ganz nah erleben durften. Wir standen wohl direkt an dem umgestürzten Baum, in dem er wohnte.</p>
<figure id="attachment_3189" aria-describedby="caption-attachment-3189" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190857-8595.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3189" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190857-8595-1024x683.jpg" alt="Ein Zwerg-Mausmaki (Microcebus myoxinus)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190857-8595-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190857-8595-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190857-8595-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-190857-8595.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3189" class="wp-caption-text">Ein Zwerg-Mausmaki (Microcebus myoxinus)</figcaption></figure>
<p>Zu lange wollten wir natürlich nicht stören. Es war spät geworden und wir hatten noch ein paar Kilometer Piste bis zu unserer Unterkunft beim heiligen Baobab vor uns. Bis zum Besucherzentrum, wo wir Gregoire absetzten, fuhren wir im Taxi-Brousse-Modus, zu viert auf die Rückbank gequetscht. Es war spürbar kühler geworden, nachts fielen die Temperaturen in den deutlich einstelligen Celsius-Bereich. Zum Glück haben die Lemuren ein kuscheliges Fell, das sie hoffentlich warmhält.</p>
<figure id="attachment_3190" aria-describedby="caption-attachment-3190" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-180940-7260.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3190" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-180940-7260-1024x683.jpg" alt="Unterwegs im Taxi-Brousse-Modus" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-180940-7260-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-180940-7260-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-180940-7260-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/04/CW-20180804-180940-7260.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3190" class="wp-caption-text">Unterwegs im Taxi-Brousse-Modus</figcaption></figure>
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