<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kloster Archive - Wittmann Tours</title>
	<atom:link href="https://wittmann-tours.de/tag/kloster/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://wittmann-tours.de/tag/kloster/</link>
	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
	<lastBuildDate>Sat, 18 Jul 2020 15:16:06 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/09/cropped-website-Logo-1-32x32.png</url>
	<title>Kloster Archive - Wittmann Tours</title>
	<link>https://wittmann-tours.de/tag/kloster/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Die Klöster auf der Zeghie Halbinsel</title>
		<link>https://wittmann-tours.de/die-kloester-auf-der-zeghie-halbinsel/</link>
					<comments>https://wittmann-tours.de/die-kloester-auf-der-zeghie-halbinsel/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2020 00:01:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[äthiopisch-orthodox]]></category>
		<category><![CDATA[Belai der Kannibale]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeezeremonie]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster]]></category>
		<category><![CDATA[Legende]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Samuel von Waldebba]]></category>
		<category><![CDATA[Tanasee]]></category>
		<category><![CDATA[Zeghie Halbinsel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://wittmann-tours.de/?p=4130</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eines der Motive, um nach Äthiopien zu reisen, war für uns, die christliche Tradition der äthiopisch-orthodoxen Kirche kennenzulernen. Auf der Zeghie Halbinsel besuchten wir zwei uralte Klöster und lernten Vieles über die für uns ungewöhnlichen Legenden und die unbekannten Heiligen, die diese religiöse Glaubensrichtung prägen. Damit auch die weltlichen Genüsse nicht zu kurz kämen, nahmen &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/die-kloester-auf-der-zeghie-halbinsel/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die Klöster auf der Zeghie Halbinsel“</span> weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/die-kloester-auf-der-zeghie-halbinsel/">Die Klöster auf der Zeghie Halbinsel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der Motive, um nach Äthiopien zu reisen, war für uns, die christliche Tradition der äthiopisch-orthodoxen Kirche kennenzulernen. Auf der Zeghie <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Zege_Peninsula">Halbinsel</a> besuchten wir zwei uralte Klöster und lernten Vieles über die für uns ungewöhnlichen Legenden und die unbekannten Heiligen, die diese religiöse Glaubensrichtung prägen. Damit auch die weltlichen Genüsse nicht zu kurz kämen, nahmen wir an einer äthiopischen Kaffeezeremonie teil.</p>
<figure id="attachment_4119" aria-describedby="caption-attachment-4119" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-103010-4498-HDR-Edit.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-4119" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-103010-4498-HDR-Edit-1024x683.jpg" alt="Das Kloster Azua Mariam auf der Zeghie Halbinsel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-103010-4498-HDR-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-103010-4498-HDR-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-103010-4498-HDR-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-103010-4498-HDR-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-103010-4498-HDR-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4119" class="wp-caption-text">Das Kloster Azua Mariam auf der Zeghie Halbinsel</figcaption></figure>
<p><span id="more-4130"></span></p>
<h2>Maria und Jesus am Tanasee</h2>
<p>Im <a href="http://wittmann-tours.de/bahir-dar-und-die-wasserfaelle-des-blauen-nil">vorherigen Artikel</a> haben wir den Tanasee mehr aus naturwissenschaftlich-wirtschaftlicher Sicht beschrieben. Der riesige See, der früher angeblich für ein Meer gehalten worden war (&#8222;<a href="https://translate.google.com/#view=home&amp;op=translate&amp;sl=am&amp;tl=de&amp;text=%E1%89%A3%E1%88%95%E1%88%AD">Bahir</a>&#8220; bedeutet &#8222;Meer&#8220;), spielt in den christlichen Legenden der Äthiopier eine große Rolle. Kein geringerer als Jesus hat demnach den Tanasee besucht. Von diesem Ereignis sind zwei Varianten überliefert.</p>
<p>Wie in der Bibel beschrieben (<a href="https://www.die-bibel.de/bibelstelle/Mt2,13-15/EUE/">Mt 2, 13-15</a>) flohen Maria und Josef mit dem Jesuskind nach Ägypten, um den Kindesmorden des König Herodes in Bethlehem zu entgehen. Auf dieser Reise soll die Heilige Familie nach äthiopisch-orthodoxer Überlieferung, wegen der großen Entfernung von einer silbernen Wolke getragen, auch am <a href="https://books.google.de/books?id=PAL31DP658MC&amp;pg=PA24&amp;lpg=PA24&amp;dq=Maria+Jesus+Tanasee&amp;source=bl&amp;ots=e6RtOX7gOB&amp;sig=ACfU3U3n7euXe9vzDJl50Q1xGjfL5u5VZA&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwiRqNrgvKHnAhXMyqQKHXrcBioQ6AEwD3oECAcQAQ#v=onepage&amp;q=Maria%20Jesus%20Tanasee&amp;f=false">Tanasee Halt gemacht</a> haben. Maria selbst habe die Orte markiert, an denen später die Klöster gegründet werden sollten.</p>
<p>Die Geschichte wurde uns auch so erzählt, dass Jesus und Maria auf dem Heimweg aus dem Exil in Ägypten auf ihrer Wolke zum Tanasee geflogen seien. Dort hätten sie die Klöster (, die es eigentlich zu dieser Zeit noch nicht gab (Anmerkung der Redaktion),) für einige Tage besucht und wären dann nach Jerusalem weitergereist. Gleichgültig welche Variante nun die richtige ist und ob es eine richtige wirklich gibt, diese Begebenheit soll dem Tanasee seinen Namen gegeben haben. &#8222;Tsana&#8220; soll früher in etwa so viel bedeutet haben wie &#8222;auf den Wolken schweben&#8220;.</p>
<figure id="attachment_4120" aria-describedby="caption-attachment-4120" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-130304-1946-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4120 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-130304-1946-HDR-1024x683.jpg" alt="Unterwegs wie in biblischen Zeiten: Papyrusboote (Tankwas) sind auch heute noch gängige Wasserfahrzeuge auf dem Tanasee." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-130304-1946-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-130304-1946-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-130304-1946-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-130304-1946-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-130304-1946-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4120" class="wp-caption-text">Unterwegs wie in biblischen Zeiten: Papyrusboote (Tankwas) sind auch heute noch gängige Wasserfahrzeuge auf dem Tanasee.</figcaption></figure>
<p>Wir haben versucht, die uns mündlich erzählten Legenden im Internet wiederzufinden, jedoch selten mit Erfolg. Über diese Geschichten, die für die Identität der Äthiopier sehr wichtig sind, erbringt die Suche im World Wide Web selten auf Anhieb Brauchbares. Und wenn man auf etwas stößt, ist es häufig vage oder widersprüchlich. Daher bitten wir darum, unsere laienhaften Ausführungen nicht überzubewerten. Es handelt sich lediglich um die Erfahrungsberichte zweier Reisender, die versucht haben, ihre Erlebnisse einigermaßen schlüssig festzuhalten.</p>
<h2>Unterwegs auf dem Tanasee</h2>
<p>Der am häufigsten vertretene Typ von Wasserfahrzeugen auf dem Tanasee könnte in der Tat aus biblischen Zeiten stammen. Es handelt sich dabei um sog. <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tankwa">Tankwas</a>, kleine traditionelle Boote aus Papyrus. Alle Fischer, denen wir auf dem See begegneten, nutzten diese schwimmenden Untersätze, die wie historische Einmannkajaks aussahen. Wir jedoch stiegen für die Fahrt zur Zeghie Halbinsel nicht in solch eine fragil wirkende Nußschale, sondern in ein Motorboot aus Metall ;). So stachen wir zusammen mit unserem Guide Mass und Bootsführer Bramu von Bahir Dar aus in See und erreichten die bis zu ihren Ufern bewaldete Halbinsel nach gut einer halben Stunde.</p>
<figure id="attachment_4121" aria-describedby="caption-attachment-4121" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-135209-4655.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4121" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-135209-4655-1024x683.jpg" alt="Ein Fischer im Tankwa auf dem Tanasee" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-135209-4655-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-135209-4655-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-135209-4655-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-135209-4655-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-135209-4655.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4121" class="wp-caption-text">Ein Fischer im Tankwa auf dem Tanasee</figcaption></figure>
<p>Die Wege auf der Insel waren meist gerade breit genug für eine Person und überall wucherte üppige Vegetation. Scheinbar waren wir nur von Wald umgeben, aber das <a href="https://www.google.de/maps/place/Zege+Peninsula/@11.6997256,37.3406102,3026m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x1644cb0f3d65e3cf:0x680bbb08c3c87185!8m2!3d11.7!4d37.3333333">Satellitenbild</a> offenbart überall kleine Häuser. Statt die Bäume zu roden, nutzten die Menschen ihren Schatten für den Anbau von Kaffee, den wir später auch kosten durften. Zunächst aber besuchten wir das Kloster Azua Mariam. Im Anschluss statteten wir dem Kloster Azoa Mariam eine Visite ab, das in seiner Bauweise und Ausgestaltung der ersten besuchten Kirche ähnelte.</p>
<p>(Fußnote: Der Name des ersten Klosters &#8222;Azua Mariam&#8220; ist die Transkription, wie sie unser Reiseveranstalter gewählt hatte. Selbst sonst zuverlässige Quellen im Internet verwenden verschiedene Schreibweisen. Wir fanden auch &#8222;Asua Mariam Monastery&#8220; (<a href="https://www.openstreetmap.org/?mlat=11.704191933333&amp;mlon=37.3556025&amp;zoom=15#map=19/11.70428/37.35541">OpenStreetmap</a>), &#8222;Mehal Zege Betre Mariam&#8220; (<a href="https://www.google.com/maps/place/Mehal+Zege+Betre+Mariam/@11.7043309,37.3545662,655m/data=!3m2!1e3!4b1!4m5!3m4!1s0x1644cb9bfb061e2b:0xb8e8972b0d6c8664!8m2!3d11.7043309!4d37.3553639?hl=de">Google Maps</a>) oder &#8222;Azuwa Maryam&#8220; (<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Zege_Peninsula#Azuwa_Maryam">Wikipedia</a>). Allein die verschiedenen Bezeichnungen verdeutlichen, wie schwierig es ist, in diesen Kosmos einzutauchen.)</p>
<figure id="attachment_4122" aria-describedby="caption-attachment-4122" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-120114-4558.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4122 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-120114-4558-1024x683.jpg" alt="Die schmalen Wege auf der Zeghie Halbinsel schlängelten sich durch dichten Wald." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-120114-4558-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-120114-4558-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-120114-4558-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-120114-4558-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-120114-4558.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4122" class="wp-caption-text">Die schmalen Wege auf der Zeghie Halbinsel schlängelten sich durch dichten Wald.</figcaption></figure>
<h2>Die Klöster auf der Zeghie Halbinsel</h2>
<p>Die Klöster bzw. Klosterkirchen auf der Halbinsel waren keine ehrfurchtgebietende Gebäude, wie wir sie uns typischerweise vorstellen. Auch unterschieden sie sich grundlegend von den Sakralbauten, die wir bisher auf der Weltreise gesehen hatten. Aus dem Schatten des Waldes traten wir auf eine sonnige Lichtung und standen vor einem einfachen Gebäude aus Lehm und Holz. Die runde Form des Grundrisses soll für die Vollkommenheit Gottes stehen. Auf der Spitze des strohgedeckten Daches befand sich ein 7-armiges Kreuz mit sieben Straußeneiern. Sie symbolisieren die am Tanasee verehrten sieben Heiligen und die sieben Tage der Schöpfung.</p>
<figure id="attachment_4123" aria-describedby="caption-attachment-4123" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-125659-4620.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4123 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-125659-4620-1024x683.jpg" alt="Die sieben Straußeneier symbolisieren die sieben Tage der Schöpfung." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-125659-4620-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-125659-4620-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-125659-4620-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-125659-4620-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-125659-4620.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4123" class="wp-caption-text">Die sieben Straußeneier symbolisieren die sieben Tage der Schöpfung.</figcaption></figure>
<p>Die Außenwände des Klosters bestanden aus einer luftigen Einfriedung aus Bambusgeflecht. Diese begrenzten eine Art  runden, halb offenen Wandelgang um die Kirche. Von dort aus gelangte man durch große, schwere Holztore in den zweiten Bereich, der seinerseits in 4 Viertel eingeteilt ist. Eines davon ist den Priestern (durch den Haupteingang im Osten), das rechts davon (im Süden) den Frauen, das links (im Norden) den Männern und das auf der gegenüberliegenden Seite (Westen) den Mönchen vorbehalten.</p>
<figure id="attachment_4124" aria-describedby="caption-attachment-4124" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124828-4594-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4124 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124828-4594-HDR-1024x683.jpg" alt="Wir stehen im äußersten Vorraum. Durch das mächtige Tor gelangt man in den zweiten Bereich. Die prächtig bemalte Wand trennt das Holy of Holies von der Außenwelt ab." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124828-4594-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124828-4594-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124828-4594-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124828-4594-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124828-4594-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4124" class="wp-caption-text">Wir stehen im äußersten Vorraum. Durch das mächtige Tor gelangt man in den zweiten Bereich. Die prächtig bemalte Wand trennt das Holy of Holies von der Außenwelt ab.</figcaption></figure>
<p>Das dritte, innerste quadratische Areal (&#8222;Holy of Holies&#8220;) in der Mitte der Kirche war geschlossen und wird nur zu den Gottesdiensten geöffnet. Betreten dürfen es nur die Priester. Die Außenwände des innersten Bereiches waren über und über mit verschiedenen Motiven in kräftigen Farben aus biblischem Kontext bemalt. In der Sektion der Frauen waren Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria dargestellt, bei den Männern die äthiopischen Heiligen, bei den Priestern das Leben Jesu und bei dem Mönchen die Wunder Christi.</p>
<figure id="attachment_4125" aria-describedby="caption-attachment-4125" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-104135-4505.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4125 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-104135-4505-1024x683.jpg" alt="Unter den Motiven sind bekannte Figuren: links St. Georg, auf der Tür in der Mitte die Erzengel und zu beiden Seiten Szenen aus dem Leben Jesu. Manche Bilder lassen sich (für uns) nicht zuordnen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-104135-4505-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-104135-4505-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-104135-4505-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-104135-4505-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-104135-4505.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4125" class="wp-caption-text">Unter den Motiven sind bekannte Figuren: links St. Georg, auf der Tür in der Mitte die Erzengel und zu beiden Seiten Szenen aus dem Leben Jesu. Manche Bilder lassen sich (für uns) nicht zuordnen.</figcaption></figure>
<h2>Legenden und Ikonen</h2>
<p>Viele Motive konnten wir nicht zuordnen. Mass erzählte uns einige Legenden aus dem Kanon der äthiopisch-orthodoxen Kirche, zum Beispiel die Geschichte von Belai dem Kannibalen (in verschiedenen Varianten <a href="https://books.google.de/books?id=mLC7CgAAQBAJ&amp;pg=PA27&amp;lpg=PA27&amp;dq=ethiopia+cannibalism+saint&amp;source=bl&amp;ots=ZDW3us1H8z&amp;sig=ACfU3U3PrN1h2guEv3RvGw9mPTYo5miV_w&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwja7uP916HnAhWD-6QKHfAGBUk4ChDoATABegQICRAB#v=onepage&amp;q=ethiopia%20cannibalism%20saint&amp;f=false">hier</a> und <a href="http://www.morrisgraham.com/humanitarian-leadership-and-embracing-the-unknown-reflections-on-a-field-trip-to-ethiopia/">hier</a>). Belai hatte 77 Menschen verspeist, wurde aber trotzdem von der Jungfrau Maria vor der Hölle gerettet. Er hatte zu Lebzeiten einem Leprakranken etwas Wasser gereicht und diese edle Tat öffnete ihm trotz seiner schweren Sünden das Tor zum Paradies.</p>
<figure id="attachment_4126" aria-describedby="caption-attachment-4126" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-123317-4566.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4126" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-123317-4566-1024x683.jpg" alt="Oben links ist Belai der Kannibale abgebildet." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-123317-4566-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-123317-4566-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-123317-4566-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-123317-4566-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-123317-4566.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4126" class="wp-caption-text">Oben links ist Belai der Kannibale abgebildet.</figcaption></figure>
<p>Ein immer wiederkehrendes Motiv war ein Heiliger, der auf einem Löwen reitet. Erst nahmen wir an, dass es sich um den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Löwe_Judas#Der_Löwe_von_Juda_in_der_äthiopischen_Tradition">Löwen Judas</a> handeln würde. Diese Raubkatze, die auch im Wappen Äthiopiens abgebildet ist, müsste jedoch gekrönt dargestellt werden. Die Theorie, der Löwenreiter sei einer der in der äthiopisch-orthodoxen Kirche verehrten <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Nine_Saints">Neun Heiligen</a>, ist ebenfalls unhaltbar. Schaut man aber genauer hin, so sind die Bilder beschriftet und damit kann es sich nur um den heiligen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Samuel_of_Waldebba">Samuel von Waldebba</a> handeln. Die wunderliche Geschichte dieses Heiligen findet Ihr hier: <a href="http://www.aethiopisch-orthodoxe-kirche-deutschland.de/Samuel-von-Waldeba.html">http://www.aethiopisch-orthodoxe-kirche-deutschland.de/Samuel-von-Waldeba.html</a>.</p>
<figure id="attachment_4127" aria-describedby="caption-attachment-4127" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124009-4571.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4127" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124009-4571-1024x683.jpg" alt="Wer reitet auf dem Löwen? Samuel von Waldebba" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124009-4571-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124009-4571-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124009-4571-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124009-4571-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-124009-4571.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4127" class="wp-caption-text">Wer reitet auf dem Löwen? Samuel von Waldebba</figcaption></figure>
<p>Unweit der Klosterkirchen befanden sich die einfachen Unterkünfte der Mönche. Wir kamen an einer Gruppe von Mönchen vorbei, die in repetitiver Weise aus einem geistlichen Buch rezitierten, das in der altäthiopischen Sprache <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopische_Schrift">Ge´ez</a> verfasst war. Damit erinnerte diese Form des Gebetes ein wenig an das meditative Wiederholen von Mantras in asiatischen Religionen.</p>
<h2>Kaffeezeremonie</h2>
<p>Nach dem Besuch der Klöster als kulturellem Programm wendeten wir uns dem Kaffee als Erfrischung des Körpers zu. Kaffee oder &#8222;<a href="https://translate.google.com/#view=home&amp;op=translate&amp;sl=am&amp;tl=de&amp;text=%E1%89%A1%E1%8A%93">Buna</a>&#8222;, wie er auf Amharisch genannt wird, kommt ursprünglich aus Äthiopien und wurde dort auch zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte kultiviert. Wann genau dies geschah, ist unklar. Kaffee ist im Gegensatz zu vielen anderen Nutzpflanzen eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffee#Ursprungslegenden,_Entdeckung_und_Etymologie">relativ neue Entdeckung</a>. Auch wenn er in Äthiopien schon früher genutzt wurde, gelangte er erst im 14. Jahrhundert nach Arabien und von dort langsam in die große weite Welt hinaus.</p>
<figure id="attachment_4128" aria-describedby="caption-attachment-4128" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2180.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4128 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2180-1024x768.jpg" alt="Eine Tasse traditionell zubereiteten äthiopischen Hochlandkaffees" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2180-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2180-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2180-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2180-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2180.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4128" class="wp-caption-text">Eine Tasse traditionell zubereiteten äthiopischen Hochlandkaffees</figcaption></figure>
<p>Mass führte uns zu einem kleinen Häuschen, in dem eine Familie schon darauf wartete, mit uns eine verkürzte <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Coffee_ceremony">Kaffeezeremonie</a> abzuhalten. Die Langvariante hätte mehrere Stunden gedauert und dient dazu, mit Freunden, Familie oder Gästen eine gute Zeit zu verbringen, ein Konzept, das durchaus entfernt an &#8222;Kaffee und Kuchen&#8220; in Deutschland erinnert ;). Vor Jahrhunderten beschwor man bei Kaffeezeremonien noch Geister, aber dies ist lange vorüber. Trotzdem wird zur Kaffeezeremonie auch heute noch mit Gras dekoriert, was ursprünglich dazu dienen sollte, dass die Geister sich wohlfühlen.</p>
<figure id="attachment_4129" aria-describedby="caption-attachment-4129" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-112612-1934.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4129" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-112612-1934-683x1024.jpg" alt="Die Ehre des Eingießens des Kaffees aus der Jabena gebührt der Herrin des Hauses." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-112612-1934-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-112612-1934-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-112612-1934-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-112612-1934-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181018-112612-1934.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4129" class="wp-caption-text">Die Ehre des Eingießens des Kaffees aus der Jabena gebührt der Herrin des Hauses.</figcaption></figure>
<p>Der Kaffee war schon vorbereitet und die Herrin des Hauses füllte die Tassen in langem, ca. 30cm messendem Strahl aus der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jabana">Jabena</a>, einer traditionellen Kaffeekanne. Den Zucker durfte jeder für sich selbst dosieren. Sogar mir als Nicht-Kaffeetrinker schmeckte das schwarze Getränk sehr gut. Die heiße Flüssigkeit hatte ein fruchtiges Aroma, ganz ohne merkbare Bitterstoffe. Vermutlich wurden die Bohnen anders geröstet als in kommerziell verkauftem Kaffee. Zum Kaffeetrinker bin ich dadurch trotzdem nicht geworden.</p>
<h2>Zurück in Bahir Dar</h2>
<p>Zurück im Hotel in Bahir Dar vernahmen wir Gesang aus der Nachbarschaft. Für kurze Zeit glaubten wir, den Muezzin zu hören, was bei einem Anteil von 8% Muslimen in der Stadt möglich gewesen wäre. Das Singen hielt allerdings an und klang auch deutlich anders als der muslimische Ruf zum Gebet. Tatsächlich waren die 90% äthiopisch-orthodoxen Christen der Stadt die Adressaten. Den ganzen Abend rezitierte ein Priester Verse und per Lautsprecher schallte es zu seinen Schäfchen. Dies zeigte erneut den Stellenwert der Religion im äthiopischen Alltag.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/die-kloester-auf-der-zeghie-halbinsel/">Die Klöster auf der Zeghie Halbinsel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://wittmann-tours.de/die-kloester-auf-der-zeghie-halbinsel/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Petra, die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer</title>
		<link>https://wittmann-tours.de/petra-die-hauptstadt-des-reiches-der-nabataeer/</link>
					<comments>https://wittmann-tours.de/petra-die-hauptstadt-des-reiches-der-nabataeer/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2020 00:01:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
		<category><![CDATA[Ad Deir]]></category>
		<category><![CDATA[Fassade]]></category>
		<category><![CDATA[Indiana Jones]]></category>
		<category><![CDATA[Khazne al-Firaun]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster]]></category>
		<category><![CDATA[Königswand]]></category>
		<category><![CDATA[Monastry]]></category>
		<category><![CDATA[Petra]]></category>
		<category><![CDATA[Petra by Night]]></category>
		<category><![CDATA[Säulenstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Schatzhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Siq]]></category>
		<category><![CDATA[Treasury]]></category>
		<category><![CDATA[Wadi Musa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://wittmann-tours.de/?p=3957</guid>

					<description><![CDATA[<p>Petra ist mit Abstand die berühmteste Sehenswürdigkeit Jordaniens. Wer den Abenteuerstreifen &#8222;Indiana Jones und der letzte Kreuzzug&#8220; gesehen hat, kennt auch die Fassade des sogenannten &#8222;Schatzhauses des Pharao&#8220; (des wohl bekanntesten Gebäudes in Petra), das im Film den heiligen Gral barg. Für viele Touristen, die die antike Stätte in einem halben Tag besichtigen, ist das &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/petra-die-hauptstadt-des-reiches-der-nabataeer/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Petra, die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer“</span> weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/petra-die-hauptstadt-des-reiches-der-nabataeer/">Petra, die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Petra ist mit Abstand die berühmteste Sehenswürdigkeit Jordaniens. Wer den Abenteuerstreifen &#8222;Indiana Jones und der letzte Kreuzzug&#8220; gesehen hat, kennt auch die Fassade des sogenannten &#8222;Schatzhauses des Pharao&#8220; (des wohl bekanntesten Gebäudes in Petra), das im Film den heiligen Gral barg. Für viele Touristen, die die antike Stätte in einem halben Tag besichtigen, ist das &#8222;Schatzhaus&#8220; auch wirklich das am besten zugängliche Highlight. Aber es gibt noch sehr viel mehr zu sehen. In Petra, der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Petra_(Jordanien)">Hauptstadt des Nabatäerreiches</a>, die für ihre prächtigen monolithischen Fassaden bekannt ist, sind die Kulturdenkmäler über ein riesiges Areal verteilt, das wir innerhalb von dreieinhalb Tagen sozusagen in einem archäologischen Marathon erwanderten.</p>
<figure id="attachment_3948" aria-describedby="caption-attachment-3948" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-152509-3905-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3948 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-152509-3905-Edit-1024x576.jpg" alt="Ad-Deir (&quot;Das Kloster&quot;) ist eines der bekanntesten Monumente in Petra." width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-152509-3905-Edit-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-152509-3905-Edit-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-152509-3905-Edit-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-152509-3905-Edit-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-152509-3905-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3948" class="wp-caption-text">Ad-Deir (&#8222;Das Kloster&#8220;) ist eines der bekanntesten Monumente in Petra.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3957"></span></p>
<h2>Wadi Musa und Petra</h2>
<p>Wir kamen nachmittags in Wadi Musa an. Der Name bezeichnet auch die Ortschaft, die am gleichnamigen Trockenflussbett entstanden ist. Beide stellen das Tor zum archäologischen Gebiet dar: Die Kleinstadt bietet den Besuchern Möglichkeiten zur Übernachtung und im Wadi selbst verläuft damals wie heute der Weg in die antike Metropole. Wo heute Touristengruppen laufen, zogen früher mit wertvollen und exotischen Waren beladene Karawanen entlang, die Petra und seinen damaligen Bewohnern, den Nabatäern, zu Reichtum verhalfen.</p>
<figure id="attachment_3949" aria-describedby="caption-attachment-3949" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-152327-4137.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3949 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-152327-4137-1024x683.jpg" alt="Das Wadi Musa wird zum Siq. Diese enge Schlucht führt nach Petra." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-152327-4137-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-152327-4137-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-152327-4137-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-152327-4137-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-152327-4137.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3949" class="wp-caption-text">Das Wadi Musa wird zum Siq. Diese enge Schlucht führt nach Petra.</figcaption></figure>
<p>Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nabat%C3%A4er">Nabatäer</a> waren ein arabischer Beduinenstammesverbund, der sich in der Nähe des heutigen Petra niederließ. Ursprünglich überfielen und beraubten sie wohl durch ihr Gebiet ziehende Karawanen, waren angeblich aber auch selbst Händler. Langfristig erschien es wohl lukrativer, einen sicheren Rast- und Warenumschlagplatz anzubieten. Ab 150 vor Christus schlossen sie sich zum Königreich der Nabatäer zusammen. 250 Jahre lang konnten sie ihre Eigenständigkeit verteidigen, selbst gegen die damalige Weltmacht Rom. Erst 105 &#8211; 106 nach Christus wurde das nabatäische Reich als Provinz Arabia Petraea ins römische Imperium eingegliedert. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Petra stammen aus der Blütezeit des unabhängigen Nabatäerreiches.</p>
<figure id="attachment_3950" aria-describedby="caption-attachment-3950" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-063342-3967.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3950 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-063342-3967-1024x683.jpg" alt="Wasser ist Leben, auch in Petra. Der Wasserkanal links im Bild ist Teil des ausgeklügelten Bewässerungssystems der Nabatäer." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-063342-3967-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-063342-3967-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-063342-3967-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-063342-3967-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-063342-3967.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3950" class="wp-caption-text">Wasser ist Leben, auch in Petra. Der Wasserkanal links im Bild ist Teil des ausgeklügelten Bewässerungssystems der Nabatäer.</figcaption></figure>
<p>Das Wadi Musa verbirgt in seinem Namen einen weiteren Grundstein für den Reichtum Petras, nämlich eine kontinuierliche Wasserversorgung. &#8222;Musa&#8220; leitet sich von Moses ab und die Legende besagt, dass Moses in Petra mit seinem Stab an einen Felsen schlug, aus dem daraufhin eine Quelle zu sprudeln begann (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/2.Mose17%2C3-7">Exodus 17,3–7</a>). In der Ortschaft Wadi Musa kann man den Stein besuchen, dem der Prophet das kühle Nass entlockt haben soll. Er befindet sich in einem weißen Gebäude mit drei Kuppeln. Historische Beweise gibt es natürlich nicht, aber Fakt ist, dass die Nabatäer ein komplexes Bewässerungssystem konstruierten, das eine kontinuierliche Versorgung mit der lebensnotwendigen Flüssigkeit ermöglichte.</p>
<h2>Petra by Night</h2>
<p>Zum ersten Mal pilgerten wir gleich am ersten Abend nach Einbruch der Dunkelheit durch das Wadi Musa. Wir hatten uns für die Veranstaltung &#8222;<a href="http://visitpetra.jo/detailspage/visitpetra/EntertainmentsDetailsEn.aspx?PID=4">Petra by Night</a>&#8220; angemeldet. Die Teilnehmer sammelten sich abends am Eingang des Besucherzentrums. Ab 20:30 Uhr war Einlass und einige hundert Besucher strömten durch das Trockenflussbett in Richtung Petra. Stimmungsvolle Kerzen säumten den Weg. Der Fußweg vom Eingang bis zum &#8222;Schatzhaus&#8220;, wo das Spektakel stattfinden sollte, beträgt ca. 1,5 km und so zog sich das Feld bald deutlich in die Länge.</p>
<figure id="attachment_3951" aria-describedby="caption-attachment-3951" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-221038-3730.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3951 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-221038-3730-1024x683.jpg" alt="Der beleuchtete Weg führt zum &quot;Schatzhaus&quot;." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-221038-3730-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-221038-3730-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-221038-3730-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-221038-3730-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-221038-3730.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3951" class="wp-caption-text">Der beleuchtete Weg führt zum &#8222;Schatzhaus&#8220;.</figcaption></figure>
<p>Der Weg führte durch den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Siq">Siq</a>, einen schmalen Canyon, der am Ende nur wenige Meter breit ist. Auf einmal öffnete sich die enge Schlucht, wir betraten einen großen Platz und standen vor der angestrahlten Fassade des &#8222;Schatzhauses&#8220;, das die Einheimischen Khazne al-Firaun nennen. Zahllose Kerzen verbreiteten ein gelbliches Licht. Ein beeindruckender Anblick!</p>
<figure id="attachment_3952" aria-describedby="caption-attachment-3952" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-215051-3729.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3952 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-215051-3729-1024x683.jpg" alt="Die Veranstaltung &quot;Petra by Night&quot; fand vor dem &quot;Schatzhaus&quot; statt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-215051-3729-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-215051-3729-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-215051-3729-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-215051-3729-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-215051-3729.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3952" class="wp-caption-text">Die Veranstaltung &#8222;Petra by Night&#8220; fand vor dem &#8222;Schatzhaus&#8220; statt.</figcaption></figure>
<p>Einige Beduinen wiesen die Besucher an, sich in Reihen auf den Boden zu setzen und boten uns einen Begrüßungstee an (der allerdings im Vergleich zum Heißgetränk in Feynan eher zurückhaltend gezuckert, aber trotzdem süß war.) Nachdem (fast) alle Besucher angekommen waren, startete eine kurze Aufführung von traditioneller Beduinenmusik mit Flöte, Gesang und anderen lokalen Instrumenten. Das Ganze fand ziemlich unplugged statt und war keine pompöse Show, was uns gut gefiel. Durch die schiere Anzahl der Besucher war es sicher nicht so stimmungsvoll, wie es hätte sein können. Insgesamt verschlug uns die Inszenierung nicht den Atem, aber dennoch freuten wir uns an der nächtlichen Atmosphäre und am warmen Kerzenschein.</p>
<figure id="attachment_3953" aria-describedby="caption-attachment-3953" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-214407-0688.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3953" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-214407-0688-1024x683.jpg" alt="Selfie by Night" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-214407-0688-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-214407-0688-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-214407-0688-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-214407-0688-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181004-214407-0688.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3953" class="wp-caption-text">Selfie by Night</figcaption></figure>
<h2>Wadi Muthlim</h2>
<p>Morgens starteten wir entweder früh oder noch früher, um der Hitze und den zyklisch auftretenden Touristenströmen wenigstens etwas zuvorzukommen. Am ersten Morgen nahmen wir einen alternativen Weg nach Petra. Zwar gingen wir durch das Wadi Musa, dann aber nicht in den Siq hinein, sondern wir bogen nach rechts ins <a href="https://www.openstreetmap.org/way/303609419">Wadi Muthlim</a> ab. So entkamen wir selbst in dieser Touristenhochburg den Reisegruppen. Nach 200 Metern hatten wir den Trubel hinter uns gelassen und waren unglaublicherweise ganz allein.</p>
<figure id="attachment_3954" aria-describedby="caption-attachment-3954" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-101920-3780.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3954 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-101920-3780-1024x683.jpg" alt="Im Wadi Muthlim hatten wir die Touristenmassen abgehängt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-101920-3780-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-101920-3780-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-101920-3780-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-101920-3780-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-101920-3780.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3954" class="wp-caption-text">Im Wadi Muthlim hatten wir die Touristenmassen abgehängt.</figcaption></figure>
<p>Die beeindruckende Landschaft erinnerte uns an Nationalparks in den USA (&#8222;Red Rock Country&#8220;). Aber es war nicht nur die Natur, die es zu entdecken gab. An den unwahrscheinlichsten Stellen fanden wir in den Sandstein gemeißelte Spuren der Nabatäer: die Darstellung eines Adlers, Nischen im Fels und geräumige Kammern. Die Wände des Wadi wichen mal auseinander, mal verengten sie sich und zwischendurch wandelte sich die Schlucht sogar zu einem durch die Kraft des Wassers in geschwungenen Formen erodierten Slot Canyon. Es machte uns sehr viel Spaß, durch die schmalen Windungen zu klettern und das sanfte Spiel des Lichts auf dem teils gelblichen, teils rötlichen Felsen auf uns wirken zu lassen.</p>
<figure id="attachment_3955" aria-describedby="caption-attachment-3955" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-103640-3800.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3955 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-103640-3800-1024x683.jpg" alt="Glattgeschliffen und sehr bequem so ein Slot Canyon" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-103640-3800-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-103640-3800-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-103640-3800-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-103640-3800-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-103640-3800.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3955" class="wp-caption-text">Glattgeschliffen und sehr bequem so ein Slot Canyon</figcaption></figure>
<p>Als wir schon eine Weile durch die enge Schlucht geklettert waren, hörten wir oben am Rande des Canyons (etwa 20 Meter über uns) einen Hirten mit seinen Ziegen. Genauer gesagt bestand die Geräuschkulisse aus meckernden Ziegen, Ziegenglöckchen und Musik aus einem Handy. Wir bekamen die Verursacher jedoch nicht zu Gesicht. Nach einigen weiteren Kehren stießen wir auf einige in Stein gehauene Nischen, die Nabatäer waren also definitiv auch hier gewesen. Wir verweilten einige Minuten an diesem stimmungsvollen Ort. Nach ein paar Windungen weitete sich der Canyon und entließ uns in das breite Trockenflussbett des Wadi Mataha, über das wir uns Petra von Norden her näherten.</p>
<figure id="attachment_3956" aria-describedby="caption-attachment-3956" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-104434-3818-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3956 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-104434-3818-HDR-683x1024.jpg" alt="Geheimnisvolle Nischen im Sidd Maajn" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-104434-3818-HDR-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-104434-3818-HDR-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-104434-3818-HDR-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-104434-3818-HDR-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-104434-3818-HDR.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3956" class="wp-caption-text">Geheimnisvolle Nischen im Sidd Maajn</figcaption></figure>
<h2>Von Norden her ins Zentrum von Petra</h2>
<p>Wir liefen teils im, teils entlang des Flussbettes. Zu beiden Seiten des Wadi Mataha sahen wir Höhlen und monolithische Bauwerke der Nabatäer, vor allem in einer schroffen Felswand, die sich zu unserer Linken erhob. Bei einigen der Steinkammern schien auch heute noch weniger die Archäologie als der Nutzwert im Vordergrund zu stehen, da es in vielen so aussah, als seien sie noch bis vor kurzer Zeit bewohnt gewesen oder würden aktuell als Schuppen oder Schaf-/Ziegenstall genutzt.</p>
<figure id="attachment_3958" aria-describedby="caption-attachment-3958" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112549-3828-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3958 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112549-3828-HDR-1024x683.jpg" alt="Ein Blick zurück nach Norden ins Wadi Mataha, von wo wir gekommen waren. Rechts sieht man einige Höhlen, die teilweise heute noch benutzt werden." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112549-3828-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112549-3828-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112549-3828-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112549-3828-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112549-3828-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3958" class="wp-caption-text">Ein Blick zurück nach Norden ins Wadi Mataha, von wo wir gekommen waren. Rechts sieht man einige Höhlen, die teilweise heute noch benutzt werden.</figcaption></figure>
<p>Je näher wir dem historischen Stadtkern kamen, desto imposanter wurden die in den Fels gehauenen Fassaden. Dabei war nicht nur die (teils recht verwitterte) Handwerkskunst bemerkenswert, sondern auch die intensiven Farben und die abwechslungsreiche Marmorierung des Steins.</p>
<figure id="attachment_3959" aria-describedby="caption-attachment-3959" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112833-3833.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3959 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112833-3833-1024x683.jpg" alt="Einige Felsen zeigten eine wundervolle Marmorierung in leuchtenden Farbschattierungen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112833-3833-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112833-3833-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112833-3833-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112833-3833-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-112833-3833.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3959" class="wp-caption-text">Einige Felsen zeigten eine wundervolle Marmorierung in leuchtenden Farbschattierungen.</figcaption></figure>
<h2>Alles nur Fassade</h2>
<p>In der Tat sind die Fassaden in Petra meist die eigentliche Sehenswürdigkeit. Es waren keine riesigen Paläste im Fels, die die Nabatäer geschaffen hatten, sondern prächtige Fronten, die beeindrucken sollten. Interessanterweise haben die antiken Steinmetze die Fassaden von oben nach unten aus dem Sandstein herausgemeißelt. Meistens handelte es sich bei den Baudenkmälern um Grabstätten oder Mausoleen. Im &#8222;Erdgeschoss&#8220; befanden sich fast immer einige kleine Räume, die aber in der Regel nicht mit Ornamenten ausgestaltet waren.</p>
<figure id="attachment_3960" aria-describedby="caption-attachment-3960" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-065614-3986-HDR-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3960 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-065614-3986-HDR-Edit-1024x683.jpg" alt="Früh morgens war es am &quot;Schatzhaus&quot; noch menschenleer. Nur diese Kamele warteten auf Kundschaft." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-065614-3986-HDR-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-065614-3986-HDR-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-065614-3986-HDR-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-065614-3986-HDR-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-065614-3986-HDR-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3960" class="wp-caption-text">Früh morgens war es am &#8222;Schatzhaus&#8220; noch menschenleer. Nur diese Kamele warteten auf Kundschaft.</figcaption></figure>
<p>Das widerspricht natürlich dem, was wir im Film &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Indiana_Jones_und_der_letzte_Kreuzzug">Indiana Jones und der letzte Kreuzzug</a>&#8220; gesehen haben. Dort findet der Showdown im &#8222;Schatzhaus&#8220; statt. Indiana Jones, sein Vater und die Bösewichte betreten die &#8222;Treasury&#8220;, das Versteck des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Gral">heiligen Grals</a>. Sie gelangen in eine Eingangshalle mit übermannshohen Löwen- und Ritterstatuen und einem in den Boden eingelassenen Siegel. Um den Gral zu finden und das Leben seines Vaters zu retten, muss Indiana Jones drei Prüfungen (&#8222;Der Atem Gottes&#8220;, &#8222;Das Wort Gottes&#8220;, &#8222;Der Pfad Gottes&#8220;) bestehen, die sich immer tiefer im Berg, in jeweils einer weiteren Halle abspielen. Im vierten und letzten Raum bewacht ein Kreuzritter den heiligen Gral (&#8222;Den Becher eines Zimmermanns&#8220;).</p>
<figure id="attachment_3961" aria-describedby="caption-attachment-3961" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-071710-4018.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3961 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-071710-4018-1024x683.jpg" alt="Nicht im &quot;Schatzhaus&quot; (dort ist der Zutritt verboten), sondern in einem anderen Grab. Die Kammern sind meist eher schmucklos." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-071710-4018-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-071710-4018-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-071710-4018-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-071710-4018-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-071710-4018.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3961" class="wp-caption-text">Nicht im &#8222;Schatzhaus&#8220; (dort ist der Zutritt verboten), sondern in einem anderen Grab. Die Kammern sind meist eher schmucklos.</figcaption></figure>
<p>Nicht nur existieren die im Film dargestellten Säle in der Tiefe des Felsens nicht (welche Überraschung!), es gibt nur einen eher schmucklosen Raum, den man heutzutage noch nicht einmal betreten darf. Das &#8222;Schatzhaus&#8220; und viele andere Bauwerke bestehen zu 90% aus der prunkvollen Fassade, dahinter befindet sich meistens nicht viel Aufregendes &#8211; oder aber es liegt vielleicht doch daran, dass beim Versuch, den Gral in Besitz zu nehmen, alles eingestürzt ist ;).</p>
<h2>Königswand und Säulenstraße</h2>
<p>Wir wanderten also von Norden aus in Richtung des antiken Stadtzentrums und die Fassaden wurden immer zahlreicher und pompöser. Die größten Fassaden in Petra sind bis zu 45 Meter hoch. Einige wirken noch deutlich höher, da sie nicht am Fuße des Felsens beginnen, sondern weiter oben. In den Fels gehauene Treppen führen zu den Grabkammern. Damit ist die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Petra_(Jordanien)#Die_Gr%C3%A4ber_der_K%C3%B6nigswand">Königswand</a> so etwas wie die Skyline Petras, nur dass die &#8222;Gebäude&#8220; eben nicht freistehend sind.</p>
<figure id="attachment_3962" aria-describedby="caption-attachment-3962" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-124440-3864.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3962" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-124440-3864-1024x683.jpg" alt="Die Königswand in ihrer vollen Pracht" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-124440-3864-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-124440-3864-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-124440-3864-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-124440-3864-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-124440-3864.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3962" class="wp-caption-text">Die Königswand in ihrer vollen Pracht</figcaption></figure>
<p>Auch wenn sich das Nabatäerreich lange Zeit gegen fremde Mächte behaupten konnte und unabhängig blieb, so sind römische und griechische Einflüsse in der Architektur deutlich zu erkennen. Ginge man am Fuße der Königswand entlang, die eine Biegung beschreibt, würde man von der entgegengesetzten Seite in den Siq gelangen. Dort hatten die nabatäischen Steinmetze ein gewaltiges Amphitheater aus dem massiven Felsen herausgearbeitet, das Platz für mehrere tausend Zuschauer geboten haben muss. Welch ein unglaubliches Werk!</p>
<figure id="attachment_3963" aria-describedby="caption-attachment-3963" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-135012-3870-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3963 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-135012-3870-HDR-1024x683.jpg" alt="In Petra wurde auch das Amphitheater aus dem massiven Felsen gehauen!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-135012-3870-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-135012-3870-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-135012-3870-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-135012-3870-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-135012-3870-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3963" class="wp-caption-text">In Petra wurde auch das Amphitheater aus dem massiven Felsen gehauen!</figcaption></figure>
<p>Entlang des Wadi Musa und ins Tal hinab führt die sogenannte Säulenstraße, die Hauptstraße Petras, damals wie heute. An einigen Stellen ist der originale Belag sogar noch vorhanden. Motorisierte Fahrzeuge dürfen hier nicht verkehren, nur der Strom der Besucher zu Fuß, Kamele und Esel bewegen sich hier. Die Mehrzahl der Gebäude Petras existiert nicht mehr. Die Ruinen zahlreicher Tempel, Markplätze, eines Nymphaeums und von Bädern säumen die Straße. Ein großes Tor trennt den weltlichen Teil der Stadtmitte vom Tempelbezirk ab. Auf dem Hügel gegenüber den älteren Bauwerken befinden sich die Gemäuer mehrerer byzantinischer Kirchen aus dem späten 5. Jahrhundert.</p>
<figure id="attachment_3964" aria-describedby="caption-attachment-3964" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-165207-3928.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3964" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-165207-3928-1024x683.jpg" alt="Auf der Säulenstraße mit Blick auf die Königswand" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-165207-3928-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-165207-3928-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-165207-3928-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-165207-3928-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-165207-3928.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3964" class="wp-caption-text">Auf der Säulenstraße mit Blick auf die Königswand</figcaption></figure>
<h2>Aufstieg zum &#8222;Kloster&#8220; Ad-Deir</h2>
<p>Auf der anderen Seite des Tals begannen wir den Aufstieg zum sogenannten &#8222;Kloster&#8220;. Diese Bezeichnung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ad_Deir">Ad-Deir</a> spiegelt allerdings nur teilweise die historische Verwendung wieder. Vermutlich war das Bauwerk ursprünglich das Mausoleum eines Herrschers. Nichtsdestotrotz wurde es ab dem 4. Jahrhundert als christliches Kloster genutzt und der Name ist überliefert worden.</p>
<figure id="attachment_3965" aria-describedby="caption-attachment-3965" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-072001-4026.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3965 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-072001-4026-1024x683.jpg" alt="Ein freundliches Eselstaxi" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-072001-4026-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-072001-4026-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-072001-4026-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-072001-4026-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-072001-4026.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3965" class="wp-caption-text">Ein freundliches Eselstaxi</figcaption></figure>
<p>Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon etliche Kilometer gelaufen und die Mittagshitze brannte auf unsere Köpfe. Um müde Besucher auf dem weitläufigen Areal zu ihren Zielen zu bringen, gab es einige tierische Fortbewegungsmittel: Vom Eingang des Siq bis zum &#8222;Schatzhaus&#8220; (und zurück) wurden fußlahme Touristen in Pferdekutschen transportiert, vom &#8222;Schatzhaus&#8220; bis in die antike Innenstadt könnte man auf einem Kamel reiten und fast überall auf der Hauptachse versuchen findige Einheimische, Eselritte anzubieten. Von keinem dieser Angebote machten wir Gebrauch. Die Pferde, die vor den Kutschen, welche nicht mit Bremsen ausgestattet waren, mit ihren Hufen über das abschüssige Pflaster des Siq rutschten, taten uns leid, ebenso die kleinen Esel, die ausgewachsene Menschen die steilen Stufen zum &#8222;Kloster&#8220; hochschleppten. So mussten wir denn selbst den Aufstieg auf uns nehmen.</p>
<figure id="attachment_3966" aria-describedby="caption-attachment-3966" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-153637-0727.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3966 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-153637-0727-1024x683.jpg" alt="Geschafft! Wir waren beim &quot;Kloster&quot; angekommen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-153637-0727-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-153637-0727-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-153637-0727-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-153637-0727-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-153637-0727.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3966" class="wp-caption-text">Geschafft! Wir waren beim &#8222;Kloster&#8220; angekommen.</figcaption></figure>
<p>800 Stufen, 200 Höhenmeter und 45 Minuten später hatten wir es geschafft. Ad-Deir ist zwar ebenso hoch, aber seine Fassade deutlich klarer und schlichter als die des &#8222;Schatzhauses&#8220;. Neben dem monumentalen Kulturdenkmal genossen wir im Schein der allmählich länger werdenden Schatten spektakuläre Ausblicke über die Gebirgswelt. Nach einer kleinen Stärkung im gemütlichen Beduinen-Café machten wir uns auf den Rückweg, der uns auf direktem Weg 6km und erst 300m hinunter und dann allmählich 300m wieder hinauf bis zum Ausgang des archäologischen Gebietes führte.</p>
<h2>Der Petra Marathon</h2>
<p>Auch am nächsten Tag brachen wir früh auf, da wir erneut eine &#8222;archäologische Wanderung&#8220; geplant hatten, dieses Mal auf der anderen Seite des Tals zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hoher_Opferplatz">Hohen Opferplatz</a> (High Place of Sacrifice). Auch auf dem Weg dorthin mussten wir zahlreiche Stufen bewältigen und wir passierten die Ruinen einer Struktur, die vermutlich eine von mehreren Festungen der Kreuzfahrer in der Region war. Der Opferplatz selbst befand sich auf einer Plattform auf dem Gipfel eines Berges. Mehrere Becken und ausgeklügelte Rinnen legen nahe, dass hier in der Antike Blut geflossen sein muss. Ob es sich bei den Opfern um Tiere oder auch um Menschen gehandelt hat, ist nicht sicher. So gruselten wir uns ein wenig und genossen den weiten Blick über die Gebirgslandschaft, die uns zu Füßen lag.</p>
<figure id="attachment_3997" aria-describedby="caption-attachment-3997" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181006-092454-4070.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3997" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181006-092454-4070-1024x683.jpg" alt="Der Hohe Opferplatz" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181006-092454-4070-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181006-092454-4070-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181006-092454-4070-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181006-092454-4070-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181006-092454-4070.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3997" class="wp-caption-text">Der Hohe Opferplatz</figcaption></figure>
<p>Was Petra wirklich einzigartig macht, ist die Kombination von archäologischen Stätten und der atemberaubenden Gebirgslandschaft. Beide Aspekte für sich wären schon beeindruckend. Würde man sich die Bauwerke und Fassaden für einen Moment wegdenken, wäre die Natur allein Grund genug für die Existenz eines Nationalparks in dieser Region. Diesen Nationalpark, diese antike Stadt hatten wir in dreieinhalb Tagen erwandert und am Ende zeigte das GPS an, dass wir mehr als einen Marathon zurückgelegt hatten.</p>
<figure id="attachment_3967" aria-describedby="caption-attachment-3967" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-085732-4061-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3967 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-085732-4061-HDR-1024x683.jpg" alt="Panoramablick auf einen Teil von Petra. Rechts geht es in den Siq zum &quot;Schatzhaus&quot;. Die Königswand liegt noch im Schatten, links führt der Weg zur Säulenstraße." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-085732-4061-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-085732-4061-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-085732-4061-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-085732-4061-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181006-085732-4061-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3967" class="wp-caption-text">Panoramablick auf einen Teil von Petra. Rechts geht es in den Siq zum &#8222;Schatzhaus&#8220;. Die Königswand liegt noch im Schatten, links führt der Weg zur Säulenstraße.</figcaption></figure>
<h2>Petra, ein magischer Ort</h2>
<p>Die Nabatäer waren ein hochentwickeltes Volk, das damals die Handelswege kontrollierte. Ihr Reichtum und ihre Kunstfertigkeit ermöglichten es ihnen, die architektonischen Kunstwerke zu hinterlassen, die heute zu den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwunder#%E2%80%9EDie_neuen_sieben_Weltwunder%E2%80%9C">sieben neuen Weltwundern</a> zählen. Es ist erstaunlich, wie gut die Fassaden die Jahrhunderte und auch etliche Erdbeben überstanden haben. So hat das Erbe der Nabatäer durchaus etwas Magisches.</p>
<figure id="attachment_3968" aria-describedby="caption-attachment-3968" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-120738-3851-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3968" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-120738-3851-Edit-1024x683.jpg" alt="Das Palastgrab. Die Fassade ist 49 Meter breit und 45 Meter hoch." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-120738-3851-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-120738-3851-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-120738-3851-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-120738-3851-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/12/CW-20181005-120738-3851-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3968" class="wp-caption-text">Das Palastgrab. Die Fassade ist 49 Meter breit und 45 Meter hoch.</figcaption></figure>
<p>Petras prächtige Fassaden haben nicht nur Drehbuchautoren der Moderne inspiriert, sondern schon in der Vergangenheit die Phantasie der Beduinen beflügelt. Da man lange Zeit kaum mehr etwas über die Erbauer von Petra und die Verwendung der Gebäude wusste, ranken sich um zahlreiche Bauwerke die Legenden des Wüstenvolkes. Das &#8222;Schatzhaus des Pharao&#8220;, wie auch wir <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Khazne_al-Firaun">Khazne al-Firaun</a> in diesem Artikel genannt haben, war vermutlich in Wirklichkeit ein Mausoleum, wie viele andere Kulturdenkmäler in Petra. Trotzdem hielt sich lange der Mythos, dass der Pharao von Ägypten den Bau mittels schwarzer Magie geschaffen habe, um in der steinernen Urne weit oben in der Fassade seine Reichtümer zu verbergen. Einschusslöcher von Beduinenflinten an dem Gefäß belegen heute noch den vergeblichen Versuch, diesen Schatz zu bergen. Die Urne jedoch besteht aus massivem Sandstein.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/petra-die-hauptstadt-des-reiches-der-nabataeer/">Petra, die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://wittmann-tours.de/petra-die-hauptstadt-des-reiches-der-nabataeer/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hauptstadt Hopping</title>
		<link>https://wittmann-tours.de/hauptstadt-hopping/</link>
					<comments>https://wittmann-tours.de/hauptstadt-hopping/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2017 15:16:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Inwa]]></category>
		<category><![CDATA[Kloster]]></category>
		<category><![CDATA[Mandalay]]></category>
		<category><![CDATA[Pagode]]></category>
		<category><![CDATA[Paya]]></category>
		<category><![CDATA[Sagaing]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://wittmann-tours.de/?p=1096</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Myanmar ist es anscheinend gute Tradition, die Hauptstadt zu verlegen. Viele Könige verschiedener Ethnien in Myanmar gründeten einen neuen Herrschersitz, sobald sie an die Macht gekommen waren. Auch die britischen Kolonialherren machten erst Moulmein (heute Mawlamyine), dann Rangoon (heute Yangon) zur Kapitale. 2005 tat es ihnen die damalige Militärregierung nach: Nay Pyi Taw (=königliche &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/hauptstadt-hopping/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Hauptstadt Hopping“</span> weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/hauptstadt-hopping/">Hauptstadt Hopping</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Myanmar ist es anscheinend gute Tradition, die Hauptstadt zu verlegen. Viele Könige verschiedener Ethnien in Myanmar gründeten einen neuen Herrschersitz, sobald sie an die Macht gekommen waren. Auch die britischen Kolonialherren machten erst Moulmein (heute Mawlamyine), dann Rangoon (heute Yangon) zur Kapitale. 2005 tat es ihnen die damalige Militärregierung nach: Nay Pyi Taw (=königliche Sonnenstadt), eine Retortenstadt, wurde inmitten von Reisfeldern zu immensen Kosten aus dem Boden gestampft. Viel interessanter sind jedoch die historischen Hauptstädte. Davon liegen je nach Zählweise 5-7 auf unserer Reiseroute. In unseren ersten Tagen in Myanmar erkundeten wir das Trio aus Mandalay, Inwa und Sagaing, deren Blütezeit im 14. bis 19. Jahrhundert lag.</p>
<figure id="attachment_1101" aria-describedby="caption-attachment-1101" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-164834-0881-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1101" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-164834-0881-1-1024x683.jpg" alt="Die Buddha Statue in der Mahamuni-Pagode in Mandalay" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-164834-0881-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-164834-0881-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-164834-0881-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-164834-0881-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1101" class="wp-caption-text">Die Buddha-Statue in der Mahamuni-Pagode in Mandalay</figcaption></figure>
<p><span id="more-1096"></span></p>
<h2>Mandalay: Hauptstadt der letzten Könige</h2>
<p>Mandalay wurde erst 1861 Hauptstadt und war die letzte Königsstadt, bevor die Briten 1885 den Herrscher besiegten und Burma ihrem Kolonialreich hinzufügten. Die Stadt ist sehr weitläufig. Es wurde in die Breite, nicht in die Höhe gebaut. Mit ca. 1 Million Einwohnern würde gesamt Mandalay einwohnermäßig in 3 Toykoter Stadtteile passen, ist aber zu Fuß auf keinen Fall zu besichtigen.</p>
<p>Neben Klöstern und Tempeln mit vielen goldenen Stupas und dem <a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-myanmar/">Mandalay Hill</a> ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten eine Rekonstruktion des Königspalastes. Die Anlage selbst wurde im zweiten Weltkrieg komplett zerstört und erst in den 90er Jahren wieder aufgebaut. Zu sehen sind um die 40 mehr oder weniger prächtige, hallenartige Gebäude aus Teakholz in mehr oder weniger gepflegtem Zustand. Die meisten sind leer, in den Hauptgebäuden sind einige wenige königliche Exponate ausgestellt. Trotzdem vermittelt die Anlage ein gewisses palastartiges Flair, und wir bemerken auch zum ersten Mal, dass das Militär in Myanmar sehr präsent ist.</p>
<figure id="attachment_1099" aria-describedby="caption-attachment-1099" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-124551-0821-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1099" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-124551-0821-1-1024x683.jpg" alt="Im königlichen Palast in Mandalay" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-124551-0821-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-124551-0821-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-124551-0821-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171101-124551-0821-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1099" class="wp-caption-text">Im königlichen Palast in Mandalay</figcaption></figure>
<p>Die gut 2 mal 2 Kilometer große Fläche des Palastes ist zu großen Teilen Sperrgebiet. Bei der Einfahrt musste unser Taxifahrer sein Taxi registrieren lassen und für uns war nur der kleine Bereich mit den Holzgebäuden im Zentrum zugänglich. <a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171031-192954-0750-1.jpg">Vom Mandalay Hill aus betrachtet</a> sieht der Palastbezirk wie ein quadratischer, von einem Wassergraben und einer Wehrmauer umgebener Stadtwald aus. Was dort wirklich geschieht ist streng geheim.</p>
<h2>Inwa: viermal Hauptstadt</h2>
<p>Von Mandalay aus erreichten wir Inwa nach ca. 40 Minuten mit dem Taxi und einer kurzen Überfahrt mit dem Boot über den Myitnge River, einen Seitenarm des gewaltigen  Ayeryawady River. Heute mutet Inwa (ehemals auch als Ava bezeichnet) noch nicht einmal mehr wie ein Dorf an, es ist bemerkenswert ländlich.</p>
<p>Kaum waren wir angekommen stürzten sich sofort die Kutscher der Pfedefuhrwerke auf uns. Dahinter steckten gute Absichten für den eigenen Geldbeutel und die Füße der Besucher: Die Sehenswürdigkeiten verteilen sich auf dem ehemaligen Haupstadtgebiet von ca. 10 Quadratkilometer, das heute eher aus landwirtschaftlichen Nutzflächen und vereinzelten kleinen Siedlungen besteht. Wir wollten aber zunächst zu Fuß die Landschaft erkunden, was die Kutscher natürlich nicht verstehen konnten.</p>
<figure id="attachment_1108" aria-describedby="caption-attachment-1108" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-115713-0975-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1108" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-115713-0975-1-1024x683.jpg" alt="Zahlreiche Kutschen zur Auswahl" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-115713-0975-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-115713-0975-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-115713-0975-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-115713-0975-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1108" class="wp-caption-text">Zahlreiche Kutschen zur Auswahl</figcaption></figure>
<h2>Rundgang in Inwa</h2>
<p>Nach wenigen hundert Metern erreichen wir den ersten Tempel. Die ehemals gelben, nun aber mit schwarzen Flecken übersäten Mauern strahlten einen eher morbiden Charme aus. Eine benachbarte Stupa war gerade passgenau mit Bambus eingerüstet, um den ehemaligen Glanz aufzupolieren. Ein Teil der Tempel sind heute noch aktive Heiligtümer. Hinter dem Tempel konnten wir auf einer kleinen Anhöhe den Blick über den Ayeyarwady in Richtung Sagaing genießen, unser Ziel für den Nachmittag.</p>
<figure id="attachment_1102" aria-describedby="caption-attachment-1102" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-131907-0989-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1102" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-131907-0989-1-1024x683.jpg" alt="Ochsengespann in Inwa" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-131907-0989-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-131907-0989-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-131907-0989-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-131907-0989-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1102" class="wp-caption-text">Ochsengespann in Inwa</figcaption></figure>
<p>Auf unserem Rundgang durch das ehemalige Inwa wanderten wir durch die Felder. Immer wieder standen ehemalige Tempel verstreut in der Landschaft. Mit der Nogatataphu Paya erreichten wir schließlich das erste renovierte religiöse Bauwerk. Mit den leuchtenden Farben, blendendem Weiß und strahlendem Gold, wirkte sie im Gegensatz zu den bisher gesehenen Heiligtümern fast schon zu neu und damit etwas künstlich.</p>
<figure id="attachment_1103" aria-describedby="caption-attachment-1103" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-133600-9317-Edit-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1103" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-133600-9317-Edit-1-1024x683.jpg" alt="Die Nogatataphu Paya in Inwa" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-133600-9317-Edit-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-133600-9317-Edit-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-133600-9317-Edit-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-133600-9317-Edit-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1103" class="wp-caption-text">Die Nogatataphu Paya in Inwa</figcaption></figure>
<p>Authentischer erschien dagegen das noch aktive Bagaya Kloster. Es ist vollständig aus Teakholz erbaut und steht prächtig in der grünen Landschaft: Dunkelbraun mit roten Dächern. Damit bietet es einen interessanten Kontrast zum sonst so dominanten Gold. Die Wände und Giebel sind reich mit filigran gearbeiteten Holzschnitzereien verziert. Im Inneren beherbergt es eine prächtige Buddha-Statue, und in den Bäumen um das Kloster tollten zu unserer Freude myanmaresische Eichhörnchen umher <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_1104" aria-describedby="caption-attachment-1104" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-143402-9338-HDR-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1104" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-143402-9338-HDR-1-1024x683.jpg" alt="Das Bagayan Kloster in Inwa" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-143402-9338-HDR-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-143402-9338-HDR-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-143402-9338-HDR-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-143402-9338-HDR-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1104" class="wp-caption-text">Das Bagaya Kloster in Inwa</figcaption></figure>
<p>Nachdem unser 8km-Rundgang beendet war, waren zunächst leider nur Motorrad-Taxis im Angebot. Zum Glück fanden wir nach gut einem Kilometer aber doch eine freie Kutsche, die uns zurück zum Bootsanleger brachte. So konnten wir die Landschaft an uns vorüberziehen lassen, die wir vorher zu Fuß durchquert hatten.</p>
<figure id="attachment_1105" aria-describedby="caption-attachment-1105" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-150947-1020-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1105" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-150947-1020-1-1024x683.jpg" alt="Reger Kutschenverkehr" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-150947-1020-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-150947-1020-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-150947-1020-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-150947-1020-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1105" class="wp-caption-text">Reger Kutschenverkehr</figcaption></figure>
<h2>Sagaing: Eine alte Hauptstadt der Shan</h2>
<p>Auf der gegenüberliegenden Seite des Ayeryawady, einige Kilometer nördlich, liegt Sagaing. Schon von weitem erblickten wir die bewaldeten Hügel oberhalb der Stadt. Verteilt in der grünen Vegetation glänzten goldene Tempel und Stupas. Mit diesem Anblick wurde für uns ein Abglanz der Pracht der ehemaligen Hauptstadt spürbar. Auch heute ist Sagaing noch ein aktives spitituelles Zentrum Myanmars.</p>
<p>Auf dem höchsten Hügel befindet sich die Soon U Pon Nya Shin Paya &#8211; ein Paradebeispiel dafür, dass wir die meisten burmesischen Bezeichnungen einfach nicht behalten können. Einzig das letzte Wort &#8222;Paya&#8220; ist uns mittlerweile geläufig. Es bedeutet Heiligtum und taucht immer wieder auf. Neben dem schwer zu merkenden und auszusprechenden Namen bietet der Tempel eine fantastische Aussicht über die Stadt und den Ayeryawady. Von dort versuchten wir alle Pagoden zu zählen, die wir sehen konnten, und kamen beide auf ca. 70 Stück. Der Reiseführer spricht von hunderten…</p>
<figure id="attachment_1106" aria-describedby="caption-attachment-1106" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-173053-9380-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1106" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-173053-9380-1-1024x683.jpg" alt="Die Soon U Pon Nya Shin Paya auf dem Sagaing Hill" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-173053-9380-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-173053-9380-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-173053-9380-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-173053-9380-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1106" class="wp-caption-text">Die Soon U Pon Nya Shin Paya auf dem Sagaing Hill</figcaption></figure>
<p>Zum Abschluss besuchten wir die unter Touristen unbekanntere aber nicht weniger prächtige Shin Pin Nan Kain. Sie steht auf einem anderen Hügel, und eine lange Treppe führt bis zum Tempel hoch. 2 <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Chinthe">Chinthe</a>, mythische löwenartige Tempelwächter, fletschen am Fuße der Stiege drohend die Zähne. Einige hundert Stufen später erreichten wir den Tempel und genossen auch hier die spektakuläre Aussicht. Die ersten Minuten waren wir erstaunlicherweise komplett alleine. In der sich senkenden Abendsonne erschienen die Tempel sogar noch goldener.</p>
<figure id="attachment_1107" aria-describedby="caption-attachment-1107" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-183455-9431-Edit-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1107 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-183455-9431-Edit-1-1024x683.jpg" alt="Blick von der Shin Pin Nan Kain Padode" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-183455-9431-Edit-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-183455-9431-Edit-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-183455-9431-Edit-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/11/CW-20171102-183455-9431-Edit-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1107" class="wp-caption-text">Blick von der Shin Pin Nan Kain Padode</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/hauptstadt-hopping/">Hauptstadt Hopping</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://wittmann-tours.de/hauptstadt-hopping/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
