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	<title>Kamele - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Kamele - Wittmann Tours</title>
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		<title>Dallol, der heißeste Ort der Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 00:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die nächsten Tage hieß es &#8222;Hochland, Adé!&#8220;. Wir besuchten die Danakil-Wüste in der Afar-Region, die teils auf, teils unter Meeresspiegelniveau liegt. Statt fruchtbarer Berglandschaft prägt diese Region eine lebensfeindliche Wüste, in der sich der heißeste Ort der Welt befinden soll: Dallol. Das Thermometer steigt Auf dem Weg nach Osten sahen wir schon nach kurzer &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für die nächsten Tage hieß es &#8222;Hochland, Adé!&#8220;. Wir besuchten die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Danakil_Desert">Danakil-Wüste</a> in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Region)">Afar-Region</a>, die teils auf, teils unter Meeresspiegelniveau liegt. Statt fruchtbarer Berglandschaft prägt diese Region eine lebensfeindliche Wüste, in der sich der heißeste Ort der Welt befinden soll: Dallol.</p>
<figure id="attachment_4252" aria-describedby="caption-attachment-4252" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4252" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-1024x683.jpg" alt="Ein heißer Anblick! Das Geothermalgebiet am Dallol protzt mit kräftigen Farben." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4252" class="wp-caption-text">Ein heißer Anblick! Das Geothermalgebiet am Dallol protzt mit kräftigen Farben.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4250"></span></p>
<h2>Das Thermometer steigt</h2>
<p>Auf dem Weg nach Osten sahen wir schon nach kurzer Zeit keine Felder mehr am Straßenrand, stattdessen nur noch einige Ziegenherden, die sich in der kärglichen Umgebung ihr Futter suchten. Langsam aber sicher rollten wir Kurve um Kurve aus dem Hochland hinab. Die Straße war erstaunlich gut, durchgehend glatter Asphalt ohne Schlaglöcher, nur gelegentlich lagen die Reste von Geröll-Lawinen auf den Fahrspuren. Diese Verbindung scheinbar durchs Nirgendwo war deutlich besser als alle anderen Straßen, auf denen wir bisher gefahren waren. Der Abbau von Salz und Pottasche schien uns als Erklärung dafür eher unwahrscheinlich. Vielleicht standen militärische Gründe dahinter? Schließlich führte die Straße in das Grenzgebiet zu Eritrea.</p>
<figure id="attachment_4253" aria-describedby="caption-attachment-4253" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4253 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-1024x683.jpg" alt="Je weiter wir hinabfuhren, desto kahler wurde die Landschaft." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4253" class="wp-caption-text">Je weiter wir hinabfuhren, desto kahler wurde die Landschaft.</figcaption></figure>
<p>In einer Kehre stand ein Junge, der ein Bündel Zweige hochhielt, als er unser Fahrzeug kommen sah. Wie Maru uns erklärte, bot der Jugendliche Ästchen des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zahnb%C3%BCrstenbaum">Zahnbürstenbaums</a> zum Verkauf an. Traditionell benutzen Angehörige der Volksgruppe der Afar das Holz dieses Gewächses zur Reinigung ihres Gebisses. Und in der Tat sahen wir in diesem Teil des Landes immer wieder Männer, die auf einem Zweig herumkauten oder ihn lässig im Mundwinkel hängen ließen.</p>
<p>Je mehr Höhe wir abbauten, desto heißer wurde es und schnell war die 30 Grad-Marke überschritten. Obwohl die Sonne ihren Zenit schon lange überschritten hatte, stieg das Thermometer weiter. Die Zeit war gekommen, die Klimaanlage einzuschalten. (Bisher hatten wir meist die Fenster zum Lüften etwas geöffnet). Gegen 16 Uhr stand das Thermometer bei kuscheligen 37 Grad. Als ich die Scheibe kurz herunterließ, um ein Foto zu machen, blies ein heißer Zugwind, fast wie ein Föhn, ins Wageninnere.</p>
<figure id="attachment_4254" aria-describedby="caption-attachment-4254" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4254 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-1024x683.jpg" alt="42 Grad gut eine Stunde vor Sonnenuntergang" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4254" class="wp-caption-text">42 Grad gut eine Stunde vor Sonnenuntergang</figcaption></figure>
<p>Als wir auf Meeresspiegelniveau anlangten, zeigte das Thermometer schon 40 Grad, Tendenz steigend. Um 16:45 Uhr kamen wir am Ort unseres Nachtlagers in der Nähe des kleinen Ortes Hamed Ela auf -90m an. Das Dorf war nicht mehr als die Ansammlung einer Handvoll verstreuter Hütten mit Wänden aus Holzstangen in einer graubraunen Steinwüste. Dort erreichte das Thermometer unser Tagesmaximum von 42 Grad Celsius.</p>
<h2>Sonnenuntergang über dem Salzsee</h2>
<p>Wir verweilten allerdings nur so lange in der wenig einladenden Siedlung, bis Maru nach einigem Palaver mit den einheimischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Volk)">Afar</a> und einer kurzen Wartezeit den für diesen Abschnitt vorgeschriebenen Roadguide, zwei bewaffnete Bewacher und den zusätzlichen Fahrer aufgetrieben hatte. Diese fuhren in einem separaten Auto vor uns her. Es gab keine Zeit zu verlieren, denn zum Sonnenuntergang wollten wir am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karumsee">Karum-Salzsee</a> sein. Schon wenige Meter hinter dem Dorf endete die asphaltierte Straße und wir fuhren auf einer Piste über die Salzpfanne des Sees. Diese führte erst über eine trockene Trasse, dann durch seichtes Wasser. Die Szenerie, wenn auch sicherlich nicht die Temperaturen, erinnerten uns naturgemäß sehr an den Salar de Uyuni in Bolivien.</p>
<figure id="attachment_4255" aria-describedby="caption-attachment-4255" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4255 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-1024x683.jpg" alt="Endlose Weiten. Wabenartige Strukturen der Salzpfanne am Karumsee" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4255" class="wp-caption-text">Endlose Weiten. Wabenartige Strukturen der Salzpfanne am Karumsee</figcaption></figure>
<p>Am designierten Sonnenuntergangspunkt standen schon ein paar andere Geländewagen. Der Ort war nicht zufällig gewählt. Dort fing der See an, das Wasser stand wenige Zentimeter tief und spiegelte sehr stimmungsvoll den Sonnenuntergang. Die Ausdehnung des Salzsees schwankt saisonal erheblich. In der Regenzeit wird er durch Wasser aus dem Hochland gespeist und wächst, in der Trockenzeit verdunstet viel Flüssigkeit in der sengenden Hitze.</p>
<figure id="attachment_4256" aria-describedby="caption-attachment-4256" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4256 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-1024x576.jpg" alt="Sonnenuntergang über dem Karum- Salzsee" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4256" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang über dem Karum- Salzsee</figcaption></figure>
<p>Es erschien uns schon etwas paradox: 5 Monate zuvor hatten wir auf dem <a href="http://wittmann-tours.de/salar-de-uyuni-salz-soweit-das-auge-reicht/">Salar de Uyuni</a> auf 3600 Metern über dem Meeresspiegel bitterlich beim Sonnenuntergang in einer ähnlichen Landschaft gefroren. In Äthiopien standen wir nun 130 Meter unter dem Meeresspiegel barfuß und schwitzend im seichten Salzwasser, welches bei 40 Grad Außentemperatur allerdings keine Abkühlung spendete.</p>
<figure id="attachment_4257" aria-describedby="caption-attachment-4257" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4257 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-1024x683.jpg" alt="Salar de Uyuni? Nein, dort hätten wir nicht barfuß laufen wollen!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4257" class="wp-caption-text">Salar de Uyuni? Nein, dort hätten wir nicht barfuß laufen wollen!</figcaption></figure>
<h2>Das Wüstencamp</h2>
<p>Unser &#8222;Camp&#8220; bestand aus einer aus dünnen Holzstangen, Drahtgitter und Naturfasermatten konstruierten Hütte, in der unsere Crew wohnte. In diesem Teil Äthiopiens war es notwendig, eine ganze Entourage von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Volk)">Afar</a> zu engagieren. Neben dem Roadguide und dem Fahrer gehörten auch ein Koch und zwei Bewacher mit Gewehren zu unserem Gefolge. (Diese Region war lange Zeit durch politische Instabilität geprägt.) Wir hielten wir uns fast die gesamte Zeit außerhalb des rudimentären Bauwerks auf, da es drinnen noch heißer war.</p>
<figure id="attachment_4258" aria-describedby="caption-attachment-4258" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4258" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-1024x683.jpg" alt="Die Hütte, in der die Crew übernachtete" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4258" class="wp-caption-text">Die Hütte, in der die Crew übernachtete</figcaption></figure>
<p>In einer Senke nicht weit von unserer Hütte hatte sich einiges an Müll angesammelt, Plastik und alte Konservendosen. Organischer Abfall wurde, wie wir miterlebten, restlos von den lokalen Ziegen verwertet. Wir vergnügten uns damit, die munteren gehörnten Nutztiere mit Gurkenschalen und dergleichen zu füttern und in der Tat wurde nichts verschmäht. Wir hofften auch, die Ziegen dadurch davon abhalten zu können, Bestandteile der Holzbude zu fressen. Dies gelang jedoch nur vorübergehend.</p>
<figure id="attachment_4394" aria-describedby="caption-attachment-4394" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4394" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-1024x683.jpg" alt="Die Ziegen knabberten sogar an der Hütte." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4394" class="wp-caption-text">Die Ziegen knabberten sogar an der Hütte.</figcaption></figure>
<h2>Eine Nacht im Freien</h2>
<p>Es gab keine sanitären Einrichtungen und wenig Deckung in der vegetationslosen Wüste, der zweite Punkt relativierte sich allerdings nach Einbruch der Dunkelheit ;). Maru hatte sogar eine Art Camping-Dusche dabei, so dass wir uns im Schutze der Nacht wenigstens vorübergehend den Schweiß abwaschen konnten. Das Thermometer stand weiterhin stur auf 38 Grad. Während des Abendessens setzte relativ plötzlich ein anhaltender Wind ein. Er entstand vermutlich durch die nun unterschiedlich schnell erkaltenden Luftmassen, trug aber nur wenig zur Abkühlung bei.</p>
<figure id="attachment_4259" aria-describedby="caption-attachment-4259" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4259 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-1024x768.jpg" alt="Unser Nachtlager unter freiem Himmel" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4259" class="wp-caption-text">Unser Nachtlager unter freiem Himmel</figcaption></figure>
<p>In dieser Nacht schliefen wir im Freien auf sehr einfachen, aber erstaunlich bequemen Holzpritschen, die wir im Windschatten des Geländewagens positionierten. Ein drittes, auf die Seite gestelltes Bett komplettierte den Windschutz für eine der heißesten Nächte unseres Lebens ;-). Der Sternenhimmel war allerdings weit weniger eindrucksvoll als man vielleicht vermuten könnte. Neben den über uns liegenden Luftmassen mit hoher Luftfeuchtigkeit war der Mond der Übeltäter. Er überstrahlte die Milchstraße und machte eine Taschenlampe vollkommen überflüssig. Ab 22 Uhr legte sich der Wind ein wenig, frischte aber gegen Morgen wieder auf. Kurz vor Sonnenaufgang lag die Tiefsttemperatur gerade einmal noch bei erfrischenden 30 Grad Celsius &#8211; nur um kurze Zeit später wieder zügig anzusteigen.</p>
<h2>Kamele statt Lastwagen</h2>
<p>Am nächsten Morgen fuhren wir auf dem Weg zum Geothermalgebiet am Vulkan Dallol zunächst wieder in Richtung Karumsee. Auf dem Weg zur Salzpfanne trafen wir eine Kamelkarawane. Die Männer waren mit den Lasttieren auf dem Weg zum Salzabbaugebiet, das wir später noch besuchten. Erstaunlicherweise sind die ausdauernden Kamele auch heute noch das beste Transportmittel in dieser unwirtlichen Gegend, zuverlässiger als jeder Lkw.</p>
<figure id="attachment_4260" aria-describedby="caption-attachment-4260" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4260" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-1024x683.jpg" alt="Die Kamelkarawane war in der Morgenfrische bei 34 Grad unterwegs zum Ort des Salzabbaus." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4260" class="wp-caption-text">Die Kamelkarawane war in der Morgenfrische bei 34 Grad unterwegs zum Ort des Salzabbaus.</figcaption></figure>
<p>Die Karawane umfasste in etwa 20 Tiere. Bis zu ihrem Ziel waren es noch gut 2 Kilometer, aber wir konnten nicht einschätzen, wie lange sie schon unterwegs waren. Weder den Männern noch den Kamelen schien die Hitze zu schaffen zu machen. Mona durfte sich sogar als Karawanenführerin versuchen.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/LgIISLs_fmk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Aber auch den zähen Paarhufern kann diese lebensfeindliche Umgebung zu viel abverlangen. Ab und zu sahen wir die gebleichten Skelette von verendeten Kamelen neben der Piste liegen.</p>
<h2>Das Geothermalgebiet Dallol</h2>
<p>Ein paar Kilometer nördlich des Salzsees befindet sich der Vulkan Dallol, in dessen Umfeld sich ein wahrhaft spektakuläres Geothermalgebiet erstreckt. Vom Ende der Piste aus wanderten wir einige hundert Meter über ein erkaltetes Lavafeld. Der Weg wies eine leichte Steigung auf und führte in Richtung des &#8222;Gipfels&#8220; (auf -48m gelegen). Aus dem unebenen graubraunen Stein des Untergrundes erhoben sich einige Felskonen, vielleicht handelte es sich um ehemals aktive kleine Lavaschlote?</p>
<figure id="attachment_4261" aria-describedby="caption-attachment-4261" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4261" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-1024x576.jpg" alt="Eine kuriose Lava-Skulptur" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4261" class="wp-caption-text">Eine kuriose Lava-Skulptur</figcaption></figure>
<p>Einige hundert Meter weiter wurde es auf einmal bunt. Zunächst sahen wir kleine farbige Flecken von einem oder zwei Metern Durchmesser, die sich in einem kräftigen, schwefeligen Gelb vom restlichen Grau-in-grau der Lava abhoben. Je weiter wir gingen, desto größer wurden diese Ablagerungsareale und desto intensiver die Farben. Neben dem Gelb komplettierten ein kräftiges Braun-orange und Weiß die Palette. Darin befanden sich giftgrüne Pfützen, deren Flüssigkeit einen extrem sauren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/PH-Wert">pH-Wert</a> von maximal 1 haben sollen.</p>
<figure id="attachment_4262" aria-describedby="caption-attachment-4262" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4262 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-1024x683.jpg" alt="Die grünen Tümpel weisen angeblich einen pH-Wert von 1 und darunter auf." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4262" class="wp-caption-text">Die grünen Tümpel weisen angeblich einen pH-Wert von 1 und darunter auf.</figcaption></figure>
<p>Es war ein mehr als heißer Anblick, nicht nur weil die Temperaturen schon wieder die 40 Grad-Marke überschritten hatten. In der Luft lag ein Geruch nach faulen Eiern und es zischte und brodelte hier und da aus Spalten und kleinen Thermalspringbrunnen. Der Boden war mit filigranen Ablagerungen überkrustet, die an Butterstreusel oder Popcorn erinnerten. Schlammtümpel oder Geysire gab es nicht. Wir standen mitten im Wunderland des unglaublich knallbunten Dallol-Geothermalgebietes, dessen unwirkliche Landschaft aus einer psychodelischen Halluzination zu stammen schien.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/m-DnuTJ-etc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Am Fuße des Vulkans Dallol</h2>
<p>Eineinhalb Stunden und eine große Wasserflasche pro Person später waren wir wieder zurück im Auto, wo uns die Klimaanlage etwas Erfrischung spendete. Wir fuhren entlang des Dallol, der so flach war, dass er kaum als Berg auszumachen war. Am Übergang zur Salzpfanne war eine ganz eigene Umgebung aus rötlich-weiß aufgeschichteten Formationen entstanden.</p>
<figure id="attachment_4263" aria-describedby="caption-attachment-4263" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4263 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-1024x683.jpg" alt="Am Fuße des Dallol war eine Landschaft aus rot-weiß gebänderten Formationen entstanden." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4263" class="wp-caption-text">Am Fuße des Dallol war eine Landschaft aus rot-weiß gebänderten Formationen entstanden.</figcaption></figure>
<p>Wir hatten Maru vom Salar de Uyuni erzählt und auch, dass wir dort Trickbilder geschossen hatten. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob er uns geglaubt hatte, daher zeigten wir ihm ein <a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/APC_1598.jpg">Beispiel</a>. Er war begeistert und so nutzten wir die Gelegenheit und hielten an einem geeigneten Ort, mitten im Weiß der salzigen Wüste, für ein kurzes Shooting an. Maru durfte unseren Geländewagen auf der Handfläche halten ;).</p>
<figure id="attachment_4264" aria-describedby="caption-attachment-4264" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4264" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-1024x683.jpg" alt="Maru trägt unser Auto mit links!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4264" class="wp-caption-text">Maru trägt unser Auto mit links!</figcaption></figure>
<h2>Salz aus der Wüste</h2>
<p>Auf dem Rückweg zum Camp hielten wir am Ort des Salzabbaus an. Die Afar betreiben diese Art der Mineralgewinnung in dieser Gegend unverändert seit Jahrhunderten. Heutzutage wird der gewonnene Rohstoff als Viehsalz gehandelt. Die Männer dort haben vielleicht den härtesten Job der Welt. In der brütenden Hitze verrichteten sie bei über 40 Grad Celsius körperliche Schwerstarbeit, ganz gleich welchen Arbeitsschritt man betrachtet. Zunächst hackten sie die Salzwaben auseinander, die sich durch natürliche Prozesse im Laufe der Zeit gebildet hatten.</p>
<figure id="attachment_4265" aria-describedby="caption-attachment-4265" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4265 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-683x1024.jpg" alt="Schritt 1: Salzwaben aufspalten" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4265" class="wp-caption-text">Schritt 1: Salzwaben aufspalten</figcaption></figure>
<p>Anschließend führten sie Stangen in die geschaffenen Rinnen ein und hebelten mit diesen die großen Platten nach oben, so dass sie unter ihrem eigenen Gewicht zerbrachen. Weit und breit gab es keinen Schatten und einige (wenige) trugen noch nicht einmal eine Kopfbedeckung. Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz waren absolute Fremdwörter. Wir wollten uns nicht ausmalen, was bei einem Unfall passieren würde.</p>
<figure id="attachment_4266" aria-describedby="caption-attachment-4266" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4266 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-1024x683.jpg" alt="Schritt 2: Salzplatten anheben/anhebeln, damit sie zerbrechen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4266" class="wp-caption-text">Schritt 2: Salzplatten anheben/anhebeln, damit sie zerbrechen</figcaption></figure>
<p>Abschließend zerteilten sie die so entstandenen &#8222;handlicheren&#8220; Tafeln weiter und meißelten sie zu einer normierten Größe für den Transport via Kamelkarawane. Jeder dieser Arbeitsschritte muss ein höllisch schwerer Knochenjob sein. Einzig der Satan höchstpersönlich als Aufseher hätte noch gefehlt.</p>
<figure id="attachment_4267" aria-describedby="caption-attachment-4267" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4267 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-1024x683.jpg" alt="Schritt 3: Genormte Salztafeln herstellen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4267" class="wp-caption-text">Schritt 3: Genormte Salztafeln herstellen</figcaption></figure>
<p>Für 3 Birr (8 Euro-Cent) pro Stück kauften die Karawanenführer diese Salzblöcke von den Arbeitern. Mit ca. 20 dieser Platten beluden sie daraufhin je ein Kamel, um die Tafeln 2 Tage später nach einem langen Fußmarsch für 20 Birr auf dem Markt wieder zu verkaufen. Der Wert des Salzes versiebenfachte sich also durch den Transport und eine Kamelladung erlöste etwas mehr als 11 Euro. Bei 20 bis 30 Tieren pro Karawane ein hart erarbeiteter, aber vermeintlich stolzer Gewinn, wenn die Kameltreiber nicht einen Großteil des Geldes an die Besitzer der Lasttiere abgeben müssten…</p>
<figure id="attachment_4268" aria-describedby="caption-attachment-4268" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4268 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-1024x683.jpg" alt="Die Kamele bringen die Salzblöcke auf den 70 Kilometer entfernten Markt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4268" class="wp-caption-text">Die Kamele bringen die Salzblöcke auf den 70 Kilometer entfernten Markt.</figcaption></figure>
<h2>Dallol, der heißeste Ort der Welt?</h2>
<p>Ist Dallol nun wirklich der heißeste Ort der Welt? Das kommt natürlich darauf an, welche Kriterien man betrachtet. Wenn man die höchste jemals gemessene Temperatur zugrunde legt, dann führt das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzepol#H%C3%B6chste_Einzelmessungen">Death Valley</a> die Statistik mit 56,7°C an. Geht es jedoch um die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzepol#H%C3%B6chste_Jahresdurchschnittstemperatur">Durchschnittstemperatur</a>, so stellt Dallol wohl tatsächlich das konstant heißeste Gebiet der Welt dar. Bei durchschnittlich(!) 34,4 °C bekommt man dort so schnell keine kalten Füße. Die Tendenz der Statistik können wir aus persönlicher Erfahrung bestätigen. In beiden Gegenden kann es ziemlich warm werden. Im Death Valley haben wir allerdings auch schon einmal gefroren. Dafür fiel das Thermometer in Dallol (bzw. in der Umgebung) nicht unter 30 Grad Celsius &#8211; und wir hatten uns in der kühleren Jahreszeit dort aufgehalten!</p>
<figure id="attachment_4269" aria-describedby="caption-attachment-4269" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4269 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-1024x683.jpg" alt="Einfach, aber geradezu luxuriös im Vergleich zur vorherigen Nacht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4269" class="wp-caption-text">Einfach, aber geradezu luxuriös im Vergleich zur vorherigen Nacht.</figcaption></figure>
<p>Wie faszinierend Dallol auch gewesen war, wir genossen unsere nächste, wenn auch recht einfache Unterkunft in Abala sehr. Im Zimmer des Guesthouse fehlte zwar jegliches Mobiliar, so dass wir auf mitgebrachten Schaumstoffmatratzen schliefen. Dafür gab es aber fließendes Wasser, Toiletten, Duschen und es herrschten erträgliche Temperaturen. Die Nacht war eine angenehme Verschnaufpause, bevor wir am nächsten Tag zum Erta Ale aufbrachen.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/dallol-der-heisseste-ort-der-welt/">Dallol, der heißeste Ort der Welt</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/dallol-der-heisseste-ort-der-welt/">Dallol, der heißeste Ort der Welt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Aksum, Aufbewahrungsort der Bundeslade?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2020 00:01:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Aksum (auch transkribiert als Axum) ist ein Ort größter spiritueller und geschichtlicher Bedeutung in Äthiopien. Das legendäre Aksumitische Reich kontrollierte weite Teile des heutigen Nordäthiopien und Eritrea sowie die damit verbundenen Handelswege. Aksum ist außerdem die Wiege der äthiopisch-orthodoxen Religion und auch heute noch der wichtigste Pilgerort des Landes, da sich dort der heiligste mythische &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/aksum-aufbewahrungsort-der-bundeslade/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Aksum, Aufbewahrungsort der Bundeslade?!“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aksum (auch transkribiert als Axum) ist ein Ort größter spiritueller und geschichtlicher Bedeutung in Äthiopien. Das legendäre <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aksumitisches_Reich">Aksumitische Reich</a> kontrollierte weite Teile des heutigen Nordäthiopien und Eritrea sowie die damit verbundenen Handelswege. Aksum ist außerdem die Wiege der äthiopisch-orthodoxen Religion und auch heute noch der wichtigste Pilgerort des Landes, da sich dort der heiligste mythische Kultgegenstand der Juden und Äthiopier befinden soll: Die Bundeslade.</p>
<figure id="attachment_4208" aria-describedby="caption-attachment-4208" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4208 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487-1024x683.jpg" alt="Der Stelenpark von Aksum: Eindrucksvolles Zeugnis der Macht des aksumitischen Reiches" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114518-5487.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4208" class="wp-caption-text">Der Stelenpark von Aksum: Eindrucksvolles Zeugnis der Macht des aksumitischen Reiches</figcaption></figure>
<p><span id="more-4218"></span></p>
<h2>Fahrt nach Aksum</h2>
<p>Vom <a href="http://wittmann-tours.de/das-simien-gebirge-heimat-der-dschelada-affen-und-aethiopischen-steinboecke">Simien-Gebirge</a> bis nach Aksum fuhren wir nur etwa 260km, aber es dauerte einen ganzen Tag. Der Weg war an diesem Tag wieder einmal das Ziel. Die Straße schlängelte sich die Berge hinab und weiter gen Norden. Unterwegs verlangsamten uns nicht nur die Schlaglöcher, sondern auch die Resten abgegangener Steinschläge, die uns zum Abbremsen zwangen. Ab und zu blockierten Steinblöcke, so groß wie eine Gartenhütte, eine der Fahrspuren. Auf der rechten Seite sahen wir das Simien-Gebirge aufragen und erste Wolken ballten sich darüber zusammen. 4 Stunden nach der Abfahrt hatten wir zwar schon 110km zurückgelegt, waren aber Luftlinie nur erst 30km (!) von unserem Startpunkt entfernt.</p>
<figure id="attachment_4209" aria-describedby="caption-attachment-4209" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4209" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394-1024x576.jpg" alt="Ein Blick zurück auf das Simien-Gebirge" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-130941-5394.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4209" class="wp-caption-text">Ein Blick zurück auf das Simien-Gebirge</figcaption></figure>
<p>Ziemlich genau an der Stelle des obigen Fotos überquerten wir die Grenze nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tigray_(Region)">Tigray</a>, der nördlichsten Verwaltungsregion Äthiopiens. Die Landschaft wandelte sich, es wurde trockener, wärmer, die Erde nahm eine rote Farbe an, es gab weniger Bäume, der Himmel strahlte in tiefem Blau und keine einzige Wolke trübte den Sonnenschein. Wir fingen im Auto zu schwitzen an, es wurde Zeit, die Pullover auszuziehen ;). Außerdem zeigte sich indirekt die Nähe zu Eritrea. Maru zeigte uns ein Flüchtlingslager für <a href="https://www.thenewhumanitarian.org/news-feature/2018/11/15/eritrea-ethiopia-peace-leads-refugee-surge">Menschen aus Eritrea</a> und es gab einige Militärkontrollposten an der Straße. Grund für die zunehmende Migration war der Friedensvertrag, durch den die Menschen aus Eritrea einen Ausweg aus ihrem Land sahen, wo sie staatlicher Willkür ausgesetzt sein sollen und lebenslang zum Wehrdienst zur Verfügung stehen müssen.</p>
<figure id="attachment_4210" aria-describedby="caption-attachment-4210" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4210" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396-1024x683.jpg" alt="Eine Kamelkarawane auf dem Weg nach Eritrea" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163547-5396.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4210" class="wp-caption-text">Eine Kamelkarawane auf dem Weg nach Eritrea</figcaption></figure>
<p>In der trockenen Landschaft von Tigray sahen wir an diesem Tag auch zum ersten Mal eine Kamelkarawane in Äthiopien. Zwei Männer, einer vorne, einer hinten, trieben die etwa 30 Tiere am Straßenrand entlang. Maru vermutete, dass sie die Kamele nach Eritrea brachten, um sie dort zu verkaufen. Das sei lukrativ und nach dem Friedensvertrag jetzt wesentlich einfacher. Ein Kamel würde etwa 25.000 Birr erlösen, ungefähr 1.000 USD. Den Männern gehörten die Lasttiere aber nicht selbst, sie hatten nur den Auftrag, die Kamele sicher an ihren Zielort zu bringen.</p>
<figure id="attachment_4211" aria-describedby="caption-attachment-4211" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4211 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409-1024x683.jpg" alt="In wiegendem Schritt marschierten die Kamele am Straßenrand." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181023-163652-5409.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4211" class="wp-caption-text">In wiegendem Schritt marschierten die Kamele am Straßenrand.</figcaption></figure>
<h2>Das aksumitische Reich</h2>
<p>Aksum ist heutzutage die wenig aufregende <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aksum">Regionalhauptstadt</a> von Tigray mit ca. 70.000 Einwohnern. Die Ortschaft spielte jedoch in der Geschichte Äthiopiens eine entscheidende Rolle und zwar so sehr, dass historische Zeitangaben häufig mit der Bezeichnung <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4-aksumitische_Periode">prä-aksum</a> oder (weniger häufig) mit post-aksum versehen werden. In der Stadt Aksum befand sich der Herrschersitz der Könige des aksumitischen Reiches. Dieser bedeutende spätantike Staat erlebte seine Blütezeit zwischen dem 3. bis 6. Jahrhundert nach Christus und erstreckte sich auf dem Gebiet des heutigen Eritrea, Nordäthiopiens, Teilen des Sudans und Jemens. Damals war Aksum der wichtigste Warenumschlagplatz der Region und ein politisches Machtzentrum, wie es in Afrika seinesgleichen suchte.</p>
<figure id="attachment_4212" aria-describedby="caption-attachment-4212" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4212" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470-1024x683.jpg" alt="Blick über das moderne Aksum" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-161739-2470.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4212" class="wp-caption-text">Blick über das moderne Aksum</figcaption></figure>
<p>Mit der Ausbreitung des Islam begann allerdings der Niedergang von Aksum, da es nach und nach von den profitablen Handelsrouten abgeschnitten wurde und damit an Einfluss verlor. Die kriegerische jüdische Königin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gudit">Gudit</a> eroberte 960 schließlich die verbliebenen Gebiete des Reiches und tötete den letzten aksumitischen König.</p>
<h2>Die Stelen von Aksum</h2>
<p>Zu seiner Blütezeit muss Aksum eine prächtige Stadt gewesen sein. Zeugnis davon legt auch heute noch das Stelenfeld ab, das erste Ziel, das wir zusammen mit unserem lokalen Führer Firdi besuchten. Die riesigen massiven Granitstelen dienten vermutlich als überdimensionierte Grabsteine, darunter befinden sich wohl die Grabkammern der aksumitischen Könige. Eingemeißelt in die Außenseite der Monolithen sind Strukturelemente aksumitischer Häuser mit Türen und mehreren Fenstern. Die Anzahl der herausgearbeiteten Stockwerke korrespondiert mit der der unterirdischen Gräber. So wirken die Monumente ein wenig wie sehr schmale antike Wolkenkratzer. Einer Theorie nach sollen die Stelen als symbolisches Tor in das Leben nach dem Tode gestaltet worden sein. Errichtet wurden die Denkmale wahrscheinlich als Machtdemonstration. Ein exaktes 3D-Modell, das auch die Grüfte unter der Erde darstellt, hat das <a href="https://www.zamaniproject.org/site-ethiopia-aksum-stelae-field.html">Zamani-Projekt</a> erstellt.</p>
<figure id="attachment_4213" aria-describedby="caption-attachment-4213" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4213 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477-683x1024.jpg" alt="König Ezanas Stele, sie steht seit dem 4. Jahrhundert aufrecht. Mittlerweile wird sie vorsichtshalber gestützt." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-105144-5477.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4213" class="wp-caption-text">König Ezanas Stele, sie steht seit dem 4. Jahrhundert aufrecht. Mittlerweile wird sie vorsichtshalber gestützt.</figcaption></figure>
<p>Bis heute gibt es keine plausible Erklärung, auf welche Weise die tonnenschweren Stelen damals hatten aufgestellt werden können. Mögliche Theorien reichen von Flaschenzügen in Verbindung mit Arbeitselefanten bis hin zur Kraft der Bundeslade. Umso erstaunlicher ist es, dass einer der drei größten Monolithen, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/King_Ezana%27s_Stela">König Ezanas Stele</a>, seit dem 4. Jahrhundert nach Christus an seinem Platz steht. Das größte Monument hingegen, die Stele, die mit König König Remhai in Verbindung gebracht wird, liegt in Trümmern am Boden (es ist auf dem ersten Bild dieses Beitrags zu sehen). Es wäre 33 Meter hoch.</p>
<figure id="attachment_4214" aria-describedby="caption-attachment-4214" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4214 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480-683x1024.jpg" alt="Der &quot;Obelisk von Aksum&quot; steht seit 2008 wieder erhaben auf dem Stelenfeld in Aksum." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-114225-5480.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4214" class="wp-caption-text">Der &#8222;Obelisk von Aksum&#8220; steht seit 2008 wieder erhaben auf dem Stelenfeld in Aksum.</figcaption></figure>
<p>Die dritte der großen Stelen, der sog. &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Obelisk_von_Axum">Obelisk von Aksum</a>&#8222;, überdauerte ebenfalls die Jahrhunderte, hat aber eine bewegte Geschichte hinter sich. Die italienischen Besatzer hatten offensichtlich Gefallen an dem Denkmal gefunden und nahmen es 1937 als Kriegsbeute ins Heimatland mit. 68 Jahre lang stand die Stele daraufhin in Rom vor dem damaligen Kolonialministerium, bevor die Italiener sie wieder zurück nach Äthiopien transportierten. (Vielleicht hat der eine oder andere sie bei einem Besuch der Ewigen Stadt gesehen?) Seit 2008 steht sie nun wieder im Stelenpark von Aksum.</p>
<h2>Die Kirche der Heiligen Maria von Zion</h2>
<p>Schräg gegenüber vom Stelenfeld, tatsächlich einfach auf der anderen Straßenseite, steht die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Church_of_Our_Lady_Mary_of_Zion">Kirche der Heiligen Maria von Zion</a>. Das erste Gotteshaus dieses Namens wurde an dieser Stelle im 4. Jahrhundert nach Christus gebaut. Damit gehen ihre Wurzeln bis zur Geburtsstunde der äthiopisch-orthodoxen Kirche zurück. <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ezana_of_Axum">König Ezana</a>, dessen Stele wir vorher gesehen hatten, war als erster aksumitischer Herrscher zum Christentum konvertiert. Unter anderem wegen der relativen Isolation Äthiopiens nach dem Niedergang des aksumitischen Reiches haben sich die alten Traditionen dieser Religion bis heute erhalten.</p>
<figure id="attachment_4215" aria-describedby="caption-attachment-4215" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4215" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447-1024x683.jpg" alt="Der Neubau der Kirche der Heiligen Maria von Zion in Aksum" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-124223-2447.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4215" class="wp-caption-text">Der Neubau der Kirche der Heiligen Maria von Zion in Aksum</figcaption></figure>
<p>In der Kirche der Heiligen Maria von Zion wurden traditionell die äthiopischen Kaiser gekrönt. Und in der Tat beruhte die Legitimation der Regenten auch auf der Durchführung dieser wichtigen Zeremonie in Aksum oder wenigstens einer Anerkennung des Herrschaftsanspruches im Rahmen einer heiligen Messe in diesem Gotteshaus.</p>
<figure id="attachment_4216" aria-describedby="caption-attachment-4216" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4216" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428-1024x683.jpg" alt="Im Innenraum der Kirche der Heiligen Maria von Zion" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-121822-2428.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4216" class="wp-caption-text">Im Innenraum der Kirche der Heiligen Maria von Zion</figcaption></figure>
<p>Der aktuelle riesige Neubau der Kirche stammt aus dem Jahr 1950, Kaiser Haile Selassie gab die Konstruktion in Auftrag. Sie war mit Abstand das größte sakrale Gebäude, das wir in Äthiopien besuchten. Wie in Äthiopien üblich schmückten farbenfrohe Malereien biblischer Motive die Wände großzügig (aber nicht flächendeckend). Die Größe des Gotteshauses soll wahrscheinlich ihre Bedeutung widerspiegeln. Während andere Kirchen in Äthiopien nur eine Nachbildung der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundeslade">Bundeslade</a> bergen, befindet sich in Aksum das Original!</p>
<h2>Die Bundeslade</h2>
<p>Um den Verbleib der biblischen Bundeslade, dieses heiligsten Kultgegenstandes, ranken sich unzählige Legenden und Mythen. Befindet sich die Bundeslade wirklich in Aksum? Liegt sie nicht doch verborgen im Inneren des <a href="http://wittmann-tours.de/jordaniens-biblische-orte/">Mount Nebo</a>? Hat das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%A4ger_des_verlorenen_Schatzes">FBI sie unter Verschluss</a>? Oder ging die Bundeslade bei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eroberung_von_Jerusalem_(587/586_v._Chr.)">Eroberung Jerusalems 587. v Chr.</a> durch den babylonischen Herrscher Nebukadnezar II. verloren?</p>
<p>Für gläubige Äthiopier stellen sich solche Fragen nicht. Die Bundeslade befindet sich natürlich in Aksum in der Kapelle neben der Kirche der Heiligen Maria von Zion. Aber wie ist sie dort hingekommen? Nach äthiopischer Überlieferung nahm König Menelik I., der Sohn der Königin von Saba, ungefähr 980 v. Christus die Bundeslade aus Jerusalem mit, als er dort seinen Vater König Salomo besuchte. Seitdem befindet sich das hochverehrte Artefakt in der Kirche in Aksum, so steht es im Buch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kebra_Negest">Kebra Negest</a> geschrieben. (Dass der erste sakrale Bau an jener Stelle im 4. Jahrhundert nach Christus errichtet wurde, ist dabei nicht von Bedeutung.)</p>
<figure id="attachment_4217" aria-describedby="caption-attachment-4217" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4217 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445-1024x683.jpg" alt="Diese Kapelle birgt die Bundeslade?!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/02/CW-20181024-122801-2445.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4217" class="wp-caption-text">Diese Kapelle birgt die Bundeslade?!</figcaption></figure>
<p>Zahlreiche moderne Bücher haben im Laufe der Jahre mit diffizilen Argumentationsketten die Frage erörtert, ob sich die originale Bundeslade nun in Aksum befinden könnte oder nicht. Vor Ort selbst nachschauen kann man leider nicht, das wäre auch zu einfach ;). Für gläubige äthiopisch-orthodoxe Christen erfüllt ein Zweifel am Aufbewahrungsort des heiligen Kultobjektes den Tatbestand der Blasphemie. Tatsächlich ist es nur dem Mönch, dem die Aufgabe des Wächters des Artefaktes übertragen wurde, gestattet, die Bundeslade unverhüllt zu sehen.</p>
<p>Einmal im Jahr wird das Original im Rahmen einer großen religiösen Feier mit Seidentüchern abgedeckt in einer Prozession durch den Ort getragen. Doch was unserer Führer nicht erwähnte: Die Maße der mit wertvollen Stoffen behangenen Truhe, die den Gläubigen gezeigt wird, sollen nicht mit der detaillierten Beschreibung in der Bibel (<a href="https://www.bibleserver.com/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Ex25%2C10%E2%80%9322">2.Mose 25,10-22</a>) übereinstimmen. Es mutet also doch einiges reichlich mysteriös an…</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/aksum-aufbewahrungsort-der-bundeslade/">Aksum, Aufbewahrungsort der Bundeslade?!</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/aksum-aufbewahrungsort-der-bundeslade/">Aksum, Aufbewahrungsort der Bundeslade?!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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