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	<title>Geld Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Geld Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Unsere Siebensachen für die Weltreise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2020 00:01:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dies soll kein Artikel sein im Stil von &#8222;10 Dinge, die Du auf Deiner Trekkingtour durch den Himalaya vermissen wirst&#8220; oder &#8222;7 Dinge, die Dir das Leben am Amazonas leichter machen&#8220;. Leider enden solche Empfehlungen oft in &#8222;23 Dingen, an denen Du Dich auf Reisen totschleppst&#8220;. Daher fassen wir in diesem Post ausschließlich Tipps, zu &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/unsere-siebensachen-fuer-die-weltreise/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Unsere Siebensachen für die Weltreise“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dies soll kein Artikel sein im Stil von <span style="font-style: italic;">&#8222;10 Dinge, die Du auf Deiner Trekkingtour durch den Himalaya vermissen wirst&#8220;</span> oder <span style="font-style: italic;">&#8222;7 Dinge, die Dir das Leben am Amazonas leichter machen&#8220;</span>. Leider enden solche Empfehlungen oft in <span style="font-style: italic;">&#8222;23 Dingen, an denen Du Dich auf Reisen totschleppst&#8220;</span>. Daher fassen wir in diesem Post ausschließlich Tipps, zu Neudeutsch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lifehack">Reise-Hacks</a>, zusammen, die sich im Alltag in 14 Monaten Weltreise bewährt haben &#8211; garantiert praxistauglich und ohne <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Affiliate-Marketing">Affiliate Links</a>.</p>
<figure id="attachment_4648" aria-describedby="caption-attachment-4648" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171021-091523-8537.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-4648 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171021-091523-8537-1024x683.jpg" alt="Wir hatten jeweils einen großen Trekkingrucksack und einen Tagesrucksack dabei. Aber was packt man für eine Weltreise ein?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171021-091523-8537-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171021-091523-8537-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171021-091523-8537-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171021-091523-8537-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171021-091523-8537.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4648" class="wp-caption-text">Wir hatten jeweils einen großen Trekkingrucksack und einen Tagesrucksack dabei. Aber was packt man für eine Weltreise ein?</figcaption></figure>
<p><span id="more-4650"></span></p>
<h2>Was Ihr getrost zu Hause lassen könnt</h2>
<p>Manche vermeintlich sinnvollen Gadgets oder oft empfohlene Dinge könnt Ihr unserer Meinung nach bedenkenlos daheim lassen. Da wäre zum Beispiel das Moskitonetz. Wir hatten eines dabei und können die Tage seines Einsatzes lässig an einer Hand abzählen. Entweder gab es bereits ein Insektennetz in unserer Unterkunft oder es bestand keinerlei Möglichkeit, eines aufzuhängen. Damit stellte es die meiste Zeit eigentlich nur Ballast dar. Besser einsetzbar und außerdem kleiner im Packmaß ist da ein Klebeband (z.B. Leukosilk), um eventuelle Löcher und Risse in vorhandenen Netzen zu flicken.</p>
<figure id="attachment_4649" aria-describedby="caption-attachment-4649" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180612-125354-4762-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4649 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180612-125354-4762-HDR-1024x683.jpg" alt="Mitten im bolivianischen Dschungel schützte uns ein wunderbares Mosquitonetz." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180612-125354-4762-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180612-125354-4762-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180612-125354-4762-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180612-125354-4762-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180612-125354-4762-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4649" class="wp-caption-text">Mitten im bolivianischen Dschungel schützte uns ein wunderbares Mosquitonetz.</figcaption></figure>
<p>Eine schicke, auffüllbare Wasserflasche kann man auch getrost zu Hause lassen. Es wäre eher ein Mode-Accessoire, ist aber unsinnig, nimmt Platz weg und verursacht nur Arbeit, da man sie reinigen muss. Wenn es auch nicht gerade ökologisch ist, so haben wir doch die meiste Zeit Flaschenwasser getrunken, um Montezumas Rache vorzubeugen. (In den meisten von uns bereisten Ländern sollte man besser kein Leitungswasser zu sich nehmen, sicherheitshalber nicht einmal zum Zähneputzen.) Zur Reduktion von Plastikmüll haben wir allerdings immer möglichst große Flaschen gekauft und diese zum Mitnehmen in kleinere umgefüllt, bis sie nach einigen Tagen sowieso durchgenudelt waren.</p>
<figure id="attachment_4651" aria-describedby="caption-attachment-4651" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180805-130548-7361.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4651 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180805-130548-7361-683x1024.jpg" alt="Unterwegs kommt man vernünftigerweise um Wasser in Plastikflaschen kaum herum. Mit dem Kauf von möglichst großen Flaschen konnten wir den Müll immerhin ein wenig reduzieren." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180805-130548-7361-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180805-130548-7361-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180805-130548-7361-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180805-130548-7361-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180805-130548-7361.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4651" class="wp-caption-text">Unterwegs kommt man vernünftigerweise um Wasser in Plastikflaschen kaum herum. Mit dem Kauf von möglichst großen Flaschen konnten wir den Müll immerhin ein wenig reduzieren.</figcaption></figure>
<h2>Weniger ist mehr</h2>
<p>Es gibt etliche Internetseiten und Reiseführer, die sinnvolle Packlisten veröffentlichen. Da eine Packliste sehr individuell ist und auch Mona und ich unterschiedliche Vorlieben hatten, nennen wir hier nur einige wirklich unverzichtbare, aber vielleicht nicht offensichtliche Gegenstände: Eine Stirnlampe, ein Handtuch (wie bereits das Standardwerk &#8222;Per Anhalter durch die Galaxis&#8220; empfahl; besser die Outdoor-Variante), Panzerklebeband (duct tape), eine Wäscheleine mit einigen Wäscheklammern (Vorsicht: nicht unterwegs hängenlassen!), ein Taschenmesser (eher kleiner als größer), ein Schwammtuch und eine kleine Bürste, wenn man Dinge reinigen möchte, eine Ersatzbrille, Kontaktlinsen zum Schnorcheln und einen robusten, wasserabweisenden Packsack für den großen Trekkingrucksack. Er schützt Euer Gepäck unterwegs vor den automatischen Transportsystemen auf Flughäfen, auf dem Dach von Bussen etc. und ist auch praktisch, wenn man sein Gepäck zwischendurch aufteilen muss, z.B. um Dinge vorübergehend zurückzulassen.</p>
<figure id="attachment_4652" aria-describedby="caption-attachment-4652" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180508-082332-0120-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4652 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180508-082332-0120-Edit-683x1024.jpg" alt="Womöglich ohne kriminellen Hintergrund: Geld ist unentbehrlich, ein Waschsalon auch, beides zusammen umso mehr ;)" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180508-082332-0120-Edit-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180508-082332-0120-Edit-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180508-082332-0120-Edit-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180508-082332-0120-Edit-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20180508-082332-0120-Edit.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4652" class="wp-caption-text">Womöglich ohne kriminellen Hintergrund: Geld ist unentbehrlich, ein Waschsalon auch, beides zusammen umso mehr <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<p>Offensichtliche Dinge wie Sonnencreme oder Klamotten wollen wir an sich unerwähnt lassen. Wichtig ist nur, dass Ihr auf keinen Fall zu viel mitnehmen solltet, denn offensichtlich muss man alles tragen und ein zu hohes Gewicht des Gepäcks kann zu Schwierigkeiten bei Transportbegrenzungen auf Inlandsflügen führen. Es besteht (fast) überall die Möglichkeit, Bekleidung unterwegs für wenig Geld waschen (zu lassen), dazu sollte man zur Sicherheit mindestens 2 Nächte in Folge am gleichen Ort verweilen. Außerdem sollte man sich, vor allem für längere Reisen, vergegenwärtigen, dass man vieles auch unterwegs kaufen kann, z.B. Sonnencreme, Shampoo, Zahnpasta, auch Kleidungsstücke. Diese Erledigungen des täglichen Lebens können ganz nebenbei auch interessante Einblicke bieten.</p>
<p>Von allen praktischen Aspekten abgesehen gibt einem eine solche Reise die Möglichkeit, unnützen Ballast &#8211; nicht nur materiell &#8211; hinter sich zu lassen, sich auf das Wesentliche zu beschränken und zu konzentrieren und möglichst offen die Kultur der besuchten Länder auf sich wirken zu lassen.</p>
<figure id="attachment_4653" aria-describedby="caption-attachment-4653" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-153547-3082.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4653 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-153547-3082-1024x683.jpg" alt="Mehr Risse und Flicken als intakter Stoff. Vier Wochen vor unserer Rückkehr nach Deutschland war diese Hose am Ende." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-153547-3082-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-153547-3082-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-153547-3082-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-153547-3082-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181106-153547-3082.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4653" class="wp-caption-text">Mehr Risse und Flicken als intakter Stoff. Vier Wochen vor unserer Rückkehr nach Deutschland war diese Hose am Ende.</figcaption></figure>
<h2>Nur mit Nähset um die Welt</h2>
<p>Bevor man allerdings liebgewonnene, praktische Kleidungsstücke ersetzt, kann man sie oft problemlos reparieren lassen oder selbst Nadel und Faden zur Hand nehmen. Ein gutes Nähset mit einigen Nadeln, Garn in verschiedenen Farben und (viel) stabilem Zwirn ist unserer Meinung nach auf Reisen unentbehrlich. So stopften wir Löcher in T-Shirts, Risse in Hosen und <a href="http://wittmann-tours.de/nosy-mangabe">Knabberattacken</a> auf unsere Rucksäcke.</p>
<figure id="attachment_4654" aria-describedby="caption-attachment-4654" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3681.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4654" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3681-1024x768.jpg" alt="Unser kleines Nähset wäre nicht mit Gold aufzuwiegen gewesen." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3681-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3681-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3681-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3681-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3681.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4654" class="wp-caption-text">Unser kleines Nähset wäre nicht mit Gold aufzuwiegen gewesen.</figcaption></figure>
<p>Manche Stücke waren aber schließlich doch am Ende und so mussten wir verschlissene Hosen und Hemden ersetzen oder wir (v.a. Mona) kauften T-Shirts als Souvenirs in den verschiedenen Ländern. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass idealerweise für jedes neue Stück, ein altes zurückbleiben sollte ;).</p>
<h2>Reiseführer auf dem Kindle</h2>
<p>Wie nimmt man Reiseführer für 19 Länder mit? Bestimmt nicht als Buch, sonst müsste man eine halbe Bibliothek mitschleppen, sondern digital. Wir nutzen die Kindle-App auf unseren diversen Geräten, hatten aber keinen Original-Kindle dabei. Damit waren wir zwar nicht übermäßig zufrieden, aber die digitale Variante war dennoch die beste Möglichkeit, um unser Gepäck schlank zu halten. Vor allem beim virtuellen Blättern in den Ratgebern haben wir uns zwischendurch sehr nach einem echtem Buch gesehnt.</p>
<figure id="attachment_4655" aria-describedby="caption-attachment-4655" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6575.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4655" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6575-598x1024.jpg" alt="Geballtes Reisewissen in der Kindle-App" width="525" height="899" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6575-598x1024.jpg 598w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6575-175x300.jpg 175w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6575-768x1316.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6575-897x1536.jpg 897w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6575.jpg 934w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4655" class="wp-caption-text">Geballtes Reisewissen in der Kindle-App</figcaption></figure>
<p>@Amazon und die Reiseführerverlage: Ohne den Oberlehrer spielen zu wollen: Einen Reiseführer liest man nun mal nicht von vorne bis hinten durch, sondern in der Regel abschnittsweise. Es ist wichtig, schnell navigieren und Markierungen finden zu können. Dafür wurde unserem Verständnis nach die <a href="https://www.amazon.de/Kindle-Pageflip-Querlesen-Ohne-Seite-Verlieren/b?ie=UTF8&amp;node=10665636031">PageFlip</a>-Funktion erfunden, mit deren Hilfe man besser in einem eBook &#8222;blättern&#8220; kann.</p>
<figure id="attachment_4656" aria-describedby="caption-attachment-4656" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6576.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4656 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6576-596x1024.jpg" alt="Nur mit der PageFlip-Funktion machen Reiseführer auf dem Kindle unserer Meinung nach Sinn." width="525" height="902" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6576-596x1024.jpg 596w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6576-175x300.jpg 175w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6576-768x1320.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6576-894x1536.jpg 894w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6576.jpg 931w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4656" class="wp-caption-text">Nur mit der PageFlip-Funktion machen Reiseführer auf dem Kindle unserer Meinung nach Sinn.</figcaption></figure>
<p>Leider bieten häufig selbst brandneue Auflagen von Reiseführern dieses Feature nicht, z.B. der Lonely Planet India mit über 1000 Seiten, der zudem noch ständig hing oder abstürzte… Stattdessen waren die Inhalte 1:1 von Papier auf eBook portiert worden, wodurch die elektronischen Ausgaben quasi unbenutzbar sind. Also empfiehlt es sich sehr, vor dem Kauf zu überprüfen, ob PageFlip aktiviert ist!</p>
<h2>Reiseapotheke in der Dose</h2>
<p>Selbst Medikamente kann man (meist) problemlos unterwegs in der Apotheke besorgen. In vielen Ländern braucht man nicht einmal eine ärztliche Verordnung. Wir füllten unsere Reiseapotheke, zum Glück selten genug, immer dann auf, wenn wir etwas verbraucht hatten. So kauften wir zum Beispiel in Bolivien und Äthiopien Antibiotika (ganz ohne Rezept), jeweils in kleinen Städten.</p>
<figure id="attachment_4657" aria-describedby="caption-attachment-4657" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_1611.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4657 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_1611-1024x768.jpg" alt="Ein Antibiotikum aus Tupiza, Bolivien. Der Apotheker händigte uns nur die Blister ohne Verpackung und Beipackzettel aus." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_1611-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_1611-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_1611-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_1611-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_1611.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4657" class="wp-caption-text">Ein Antibiotikum aus Tupiza, Bolivien. Der Apotheker händigte uns nur die Blister ohne Verpackung und Beipackzettel aus.</figcaption></figure>
<p>Als Augenärztin und Sohn einer Apothekerin enthielt unsere Reiseapotheke etwas mehr als nur Aspirin und ein paar Pflaster. Die Erfahrung lehrt zwar, dass man die wenigsten Medikamente wirklich braucht und dass man vieles auch unterwegs bekommt. Für den Fall der Fälle waren wir trotzdem gut ausgerüstet mit allem, was man für die Behandlung von Schürfwunden braucht, Malaria-Prophylaxe für insgesamt 3 Monate, sterile Kanülen und Spritzen und viele Tabletten und Kapseln von &#8222;Aspirin&#8220; bis &#8222;Xusal&#8220;. Hier soll es allerdings nicht darum gehen, was in die Reiseapotheke gehört, sondern um die Frage: &#8222;Wie nimmt man das Zeug am besten mit?&#8220;</p>
<figure id="attachment_4658" aria-describedby="caption-attachment-4658" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2577.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4658 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2577-1024x683.jpg" alt="Sicher verstaut gegenüber äußeren Einflüssen. Die Blister blieben auch nach Monaten unterwegs noch intakt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2577-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2577-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2577-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2577-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2577.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4658" class="wp-caption-text">Sicher verstaut gegenüber äußeren Einflüssen. Die Blister blieben auch nach Monaten unterwegs noch intakt.</figcaption></figure>
<p>Eine Schwierigkeit beim Verstauen (v.a. bei Tabletten) ist das Volumen. Diese sind in Blister verpackt und liegen samt Beipackzettel in einer Pappschachtel. Neben dem eigentlichen Arzneimittel hat man also 85% Luft dabei. Lässt man die Umverpackungen aber zu Hause, so werden die Kapseln gerne beim Transport aus den Blistern gequetscht, wenn Druck auf sie ausgeübt wird, was vor allem im Rucksack unvermeidlich ist. Damit werden sie schließlich unbrauchbar. Die Lösung für dieses Problem ist ein stabiles Behältnis.</p>
<h2>Vier konkrete Tipps für die Reiseapotheke</h2>
<p>Nach vielen Reisen und einigen Experimenten hier nun die ultimative Strategie zur Volumen-Verkleinerung der Reiseapotheke:</p>
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<li>Umverpackungen zu Hause lassen.</li>
<li>Alle Blister in einer Dose transportieren, damit diese nicht gedrückt werden. Mit ein bisschen Puzzeln bekommt man erstaunlich viel hinein.</li>
<li>Um noch mehr Platz zu sparen, Blister zerschneiden: Überstehende Ränder kürzen, ohne dabei die Fächer der Tabletten anzuschneiden. Im Laufe der Zeit leere Tablettenfächer ebenfalls abschneiden.</li>
<li>Beipackzettel als PDF herunterladen und digital mitnehmen. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Beipackzettel auch offline verfügbar sein sollten und nicht nur in der Cloud. (Nach Murphys Gesetz gibt es im Notfall kein Internet.)</li>
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<figure id="attachment_4659" aria-describedby="caption-attachment-4659" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2578.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4659 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2578-1024x683.jpg" alt="Die Mini-Reiseapotheke für unterwegs. Vorher beherbergte die Plastikbox ein Kartenspiel." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2578-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2578-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2578-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2578-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2578.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4659" class="wp-caption-text">Die Mini-Reiseapotheke für unterwegs. Vorher beherbergte die Plastikbox ein Kartenspiel.</figcaption></figure>
<p>Mit Hilfe dieser einfachen Tipps wird die Reiseapotheke zum Platzwunder! Das Gleiche funktioniert auch im ganz kleinen. Die Schachtel eines Kartenspiels eignet sich bestens, um darin ein paar Malaria-Tabletten, etwas gegen Reiseübelkeit, Kopfschmerzen oder Durchfall immer im Tagesrucksack griffbereit zu haben.</p>
<h2>Bargeld sicher mitnehmen</h2>
<p>Ohne Geld würde eine Weltreise ziemlich schnell zum Ende kommen. Und das liebe Kapital hat uns unterwegs das eine oder andere Mal vor Herausforderungen gestellt: Umtauschen, dicke Bündel von Scheinen unauffällig verstauen, funktionstüchtige Geldautomaten suchen etc. Außerdem lernten wir im Laufe der Zeit abzuschätzen, wieviel Bargeld wir pro Tag benötigen würden, um nicht unnötig viel dabeizuhaben. Den Rest ließen wir mehr oder weniger sicher im Hotel zurück. In 90% unserer Unterkünfte stand uns kein Safe zur Verfügung und einen Rucksack kann man nicht abschließen.</p>
<figure id="attachment_4660" aria-describedby="caption-attachment-4660" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2365.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4660 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2365-1024x768.jpg" alt="In diesen unverwüstlichen Plastiktüten trugen wir unsere Portemonnaies unauffällig um die Welt." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2365-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2365-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2365-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2365-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2365.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4660" class="wp-caption-text">In diesen unverwüstlichen Plastiktüten trugen wir unsere Portemonnaies unauffällig um die Welt.</figcaption></figure>
<p>Leider passierte es uns auch einmal, dass uns in der Unterkunft Geld aus dem Rucksack geklaut wurde. Das geschah in <a href="http://wittmann-tours.de/category/asien/myanmar/">Myanmar</a>, noch fast am Anfang unserer Reise. Wir machten dafür zwei Faktoren verantwortlich: Unsere Nachlässigkeit (der Rucksack war zwar geschlossen gewesen, aber das Portemonnaie hatte oben auf gelegen) und die günstige Gelegenheit, die sich wahrscheinlich eines der Zimmermädchen zunutze gemacht hatte. Von da an waren unsere Börsen mit der Geldreserve immer in alte Plastiktüten gewickelt und in der Tiefe unserer Rucksäcke verstaut. Mit Erfolg: In den folgenden 12 Monaten wurden wir in den Hotels nicht mehr bestohlen.</p>
<h2>Die eiserne Reserve</h2>
<p>Es hat sich bewährt, ein paar US-Dollar als Reserve dabei zu haben, ein Vorrat, der unterwegs nie eingeplant wird und auf den man wirklich nur im absoluten Notfall zurückgreift, wenn alle Geldautomaten streiken, keine Kreditkarten akzeptiert werden oder der Rest gestohlen worden ist. Dieser Bestand sollte idealerweise aus neuwertigen US-Dollar-Scheinen von 1 bis 50 Dollar ohne Knicke, Risse oder Eselsohren bestehen, damit sie auch wirklich überall angenommen werden.</p>
<figure id="attachment_4661" aria-describedby="caption-attachment-4661" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2580.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4661 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2580-1024x683.jpg" alt="US-Dollar, die weltweit beste Reservewährung auf Reisen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2580-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2580-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2580-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2580-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_2580.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4661" class="wp-caption-text">US-Dollar, die weltweit beste Reservewährung auf Reisen</figcaption></figure>
<p>Auch empfiehlt es sich, Plastikgeld in Form von Kreditkarten mitzunehmen, am besten mehrere (falls eine unfreiwillig den Besitzer wechselt), mindestens aber eine Master- und eine VISA-Card. Je nach Land wird die eine oder andere Marke problemlos akzeptiert, aber nicht notwendigerweise beide.</p>
<p>Eher aus der Not geboren (nachdem uns in Mexiko eine Kreditkarte <a href="http://wittmann-tours.de/frueher-tenochtitlan-heute-mexiko-city/">gestohlen worden war</a>), haben wir eine &#8222;virtuelle Karte&#8220; zu schätzen gewusst. Dies ist eine gültige Kreditkarte, die sicher zu Hause liegt, von der Ihr aber alle Daten kennt und auch ein Foto greifbar habt. Mit dieser haben wir alle Online-Transaktionen getätigt, also zum Beispiel Flüge oder Hotels gebucht. Das Zahlungsmittel kann nicht verlorengehen, steht Euch aber trotzdem immer zur Verfügung.</p>
<h2>Mit Uber um die Welt</h2>
<p>Auch der Online-Finanzservice <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/PayPal">Paypal</a> hat sich unterwegs bewährt, vor allem für Zahlungen bei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Uber_(Unternehmen)">Uber</a>. Der in Deutschland umstrittene Fahrdienst ist unserer Meinung nach auf Reisen Gold wert. In Brasilien waren Uber (viel) günstiger als normale Taxis und mindestens so zahlreich. In Kalkutta, Indien, dauerte es meistens nur ein bis zwei Minuten, bis unser bestellter Wagen eintraf. Auch in Amman, der Hauptstadt Jordaniens, nutzten wir den Dienst und haben nur Positives zu berichten. In Dar es Salaam in Tansania schätzten wir die Tatsache, dass wir keine Preise verhandeln mussten, da bei Uber die App den Preis vorab festlegt. Die Online-Buchung der Fahrt überwindet auch eine mögliche Sprachbarriere, da das Programm Abholpunkt und Fahrtziel im Idiom des Landes auf dem Smartphone übermittelt. So sind Missverständnisse nahezu ausgeschlossen. Während der Fahrt kann man außerdem die eigene Position auf der Route über die App verfolgen. Dies gibt dem Nutzer Sicherheit.</p>
<figure id="attachment_4662" aria-describedby="caption-attachment-4662" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6569.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4662 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6569-941x1024.jpg" alt="Uber in Dar es Salaam, Tansania: transparent und zuverlässig" width="525" height="571" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6569-941x1024.jpg 941w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6569-276x300.jpg 276w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6569-768x835.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6569-1412x1536.jpg 1412w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6569.jpg 1471w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4662" class="wp-caption-text">Uber in Dar es Salaam, Tansania: transparent und zuverlässig</figcaption></figure>
<p>Sollte man etwas im Auto vergessen, wäre die Fahrt sogar nachvollziehbar und man könnte den Wagenlenker im Nachhinein kontaktieren. Um sicherzugehen, dass der Fahrer vertrauenswürdig ist, sollte man trotzdem die Bewertung, das Nummernschild, das Profilbild und den Namen mit den Tatsachen vergleichen. Wir versuchten immer zu verifizieren, dass auch wirklich der richtige Chauffeur am Steuer saß und wenn es nur eine als Frage formulierte Begrüßung mit dem übermittelten Namen war. Nur ein einziges Mal saß ein anderer Fahrer am Steuer, woraufhin wir nicht einstiegen, sondern gleich das nächste Uber bestellten.</p>
<h2>Immer online mit lokalen SIM-Karten</h2>
<p>Voraussetzung für die freie Fahrt mit Uber ist allerdings verlässliches mobiles Internet. Statt teurem Roaming empfehlen wir, in jedem bereisten Staat eine lokale SIM-Karte zu kaufen. Je nach Land schwankte der Aufwand für die Erlangung der Karte stark. Über bemerkenswerte Prozesse in einigen Nationen berichteten wir in den <a href="http://wittmann-tours.de/tag/erste-eindruecke/">ersten Eindrücken</a>. In den meisten Ländern reichten umgerechnet zwischen 3 und 10 Euro pro Monat, um für die Dauer unseres gesamten Aufenthaltes über die Runden zu kommen. Mit Hilfe einschlägiger Webseiten wie <a href="https://toomanyadapters.com/buying-local-sim-cards/">Too Many Adapters</a> oder das <a href="https://prepaid-data-sim-card.fandom.com/wiki/Prepaid_SIM_with_data">Fandom Prepaid Data SIM Card Wiki</a> haben wir schließlich überall eine gute Lösung gefunden.</p>
<figure id="attachment_4663" aria-describedby="caption-attachment-4663" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3679.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4663 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3679-1024x768.jpg" alt="James Bond würde vor Neid erblassen: Für jedes Land eine andere SIM-Karte." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3679-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3679-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3679-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3679-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/APC_3679.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4663" class="wp-caption-text">James Bond würde vor Neid erblassen: Für jedes Land eine andere SIM-Karte.</figcaption></figure>
<p>Außerdem ersparte uns die lokale SIM-Karte viel Ärger über/mit langsames/m WLAN. Mit dem Smartphone einen Hotspot einzurichten, war oft die bessere Wahl, auch wenn wir manchmal ein Gigabyte Datenvolumen nachkaufen mussten. Ab Tansania hatten wir uns von den Hotel-WLANs fast komplett unabhängig gemacht und waren so gut wie immer via unseren eigenen Hotspot online.</p>
<figure id="attachment_4665" aria-describedby="caption-attachment-4665" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/07c4c6fc-b737-4775-b212-6228f5c06a94-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4665 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/07c4c6fc-b737-4775-b212-6228f5c06a94-Edit-600x1024.jpg" alt="Trotz wechselnder SIM-Karten konnten wir im WhatsApp unsere angestammte deutsche Nummer behalten." width="525" height="896" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/07c4c6fc-b737-4775-b212-6228f5c06a94-Edit-600x1024.jpg 600w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/07c4c6fc-b737-4775-b212-6228f5c06a94-Edit-176x300.jpg 176w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/07c4c6fc-b737-4775-b212-6228f5c06a94-Edit-768x1310.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/07c4c6fc-b737-4775-b212-6228f5c06a94-Edit-900x1536.jpg 900w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/07c4c6fc-b737-4775-b212-6228f5c06a94-Edit.jpg 938w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4665" class="wp-caption-text">Trotz wechselnder SIM-Karten konnten wir im WhatsApp unsere angestammte deutsche Nummer behalten.</figcaption></figure>
<p>Das Mobiltelefon funktionierte trotz der alternativen SIM-Karte einwandfrei weiter. WhatsApp kann sogar die gewohnte deutsche Nummer beibehalten, so dass Verwandte und Freunde in Deutschland den SIM-Karten-Wechsel nicht bemerkten.</p>
<h2>App-Empfehlung: Maps.me</h2>
<p>Online zu sein, erleichtert einem heutzutage das Leben unterwegs immens. Auf Reisen muss man in der Regel nicht unbedingt ständig erreichbar sein, aber gutes Internet ist für Planung und Organisation unverzichtbar und ganz besonders auch für die Navigation. Es gestaltet sich sicher spannend, fremde Orte ohne Karte zu erkunden und den Weg mit Händen und Füßen zu erfragen, aber manchmal möchte man einfach nur ohne Umwege von A nach B kommen.</p>
<figure id="attachment_4666" aria-describedby="caption-attachment-4666" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6572-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4666 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6572-Edit-1024x911.jpg" alt="Der Tritriva See in Madagaskar: Links die Darstellung in Google Maps mit gewohnt ansprechendem Design. Rechts Maps.me: Nicht so elegant, aber der Wanderweg um den See ist exakt eingezeichnet." width="525" height="467" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6572-Edit-1024x911.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6572-Edit-300x267.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6572-Edit-768x683.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6572-Edit-1536x1366.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6572-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4666" class="wp-caption-text">Der Tritriva See in Madagaskar: Links die Darstellung in Google Maps mit gewohnt ansprechendem Design. Rechts Maps.me: Nicht so elegant, aber der Wanderweg um den See ist exakt eingezeichnet.</figcaption></figure>
<p>Hierfür liegt die Nutzung von Google Maps nahe: Wir verwendeten die App gerne und häufig. Google brachte uns zuverlässig ans eingegebene Ziel. Trotz weltweit verbreitetem Internet ist man unterwegs zwar selten, aber dennoch regelmäßig immer mal wieder offline: Sei es, dass noch keine lokale SIM-Karte im Mobiltelefon steckt oder dass es auf diesem Globus doch noch Orte ohne (oder mit sehr langsamem) Internet gibt. Die Lösung für diesen Missstand ist vermeintlich einfach: Offline-Kartenmaterial. Auf Google Maps kann man Kartenausschnitte herunterladen und damit offline navigieren, dies funktioniert auch problemlos, aber: In einigen Ländern darf man keine Offline-Karten herunterladen, z.B. in Japan, unserem ersten Reiseland.</p>
<figure id="attachment_4667" aria-describedby="caption-attachment-4667" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6577.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4667 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6577-595x1024.jpg" alt="Das Datenvolumen des Kartenmaterials ist relativ überschaubar und damit passt es auf dem Smartphone in jede Hosentasche." width="525" height="904" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6577-595x1024.jpg 595w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6577-174x300.jpg 174w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6577-768x1323.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6577-892x1536.jpg 892w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6577.jpg 929w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4667" class="wp-caption-text">Das Datenvolumen des Kartenmaterials ist relativ überschaubar und damit passt es auf dem Smartphone in jede Hosentasche.</figcaption></figure>
<p>Bei der Suche im AppStore stießen wir auf Maps.me, welches auf OpenStreetMap basiert. Mit dieser App kann man leicht Karten herunterzuladen. Die Handhabung des Downloads ist zudem deutlich einfacher als bei Google Maps, da man nicht selbst gewählte Ausschnitte festlegen muss, sondern ganze Länder, Regionen oder Staaten laden kann. Je nach gewählter Nation sind die Karten größer oder kleiner. Insgesamt umfassen die Kartendaten für unser Empfinden jedoch ein erstaunlich geringes Datenvolumen: Unsere gesamte Reiseroute benötigt weniger als 3 GB auf unseren Smartphones. Sowohl im Ausland wie auch in Deutschland ist Maps.Me zwar was die Bedienung anbetrifft nicht ganz so komfortabel wie Google Maps, aber v.a. wenn man zu Fuß unterwegs ist, sei es in der Stadt oder beim Wandern, deutlich detaillierter.</p>
<h2>Immer trocken dank Regenschirm</h2>
<p>Das letzte wichtige Utensil für die Reise, das wir Euch ans Herz legen möchten, ist ein Regenschirm. Es klingt vielleicht kurios, aber ein kleiner Knirps hat unterwegs viel zu bieten. Im Gegensatz zu einer noch so dünnen Regenjacke schwitzt man nicht (zusätzlich) unter einem Schirm. Vor allem in den wärmeren Gegenden dieser Welt, die wir besucht haben, ist dies nicht zu verachten. Wir lernten diese Strategie vor vielen Jahren von einer Mitreisenden auf Kuba. Beate spazierte damals geschützt unter ihrem mobilen Stoffdach durch den tropischen Dschungel (anfänglich hielten wir uns mit Spott nicht zurück), während wir bald nicht mehr unterscheiden konnten, ob die triefende Nässe unserer Klamotten mehr durch die Anstrengung der strammen Wanderung in der schwülen Luft oder durch die ergiebigen Niederschläge entstanden war.</p>
<figure id="attachment_4668" aria-describedby="caption-attachment-4668" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171013-150351-9851.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4668 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171013-150351-9851-1024x683.jpg" alt="Ganz so kawaii muss es gar nicht sein, aber unserer Meinung nach gehört ein Regenschirm unbedingt ins (Welt-)Reisegepäck." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171013-150351-9851-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171013-150351-9851-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171013-150351-9851-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171013-150351-9851-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20171013-150351-9851.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4668" class="wp-caption-text">Ganz so <a href="http://wittmann-tours.de/was-bedeutet-kawaii/">kawaii</a> muss es gar nicht sein, aber unserer Meinung nach gehört ein Regenschirm unbedingt ins (Welt-)Reisegepäck.</figcaption></figure>
<p>Bei wechselhaftem Wetter kann man einen Regenschirm schnell aufspannen oder wieder zusammenklappen. Wohin mit dem nassen Parapluie, wenn der Schauer vorbeigezogen ist? Entweder klemmt man ihn außen an den Rucksack oder man steckt ihn in eine Plastiktüte, so haben wir es von den Japanern gelernt. Überdies kann man das portable Schutzdach bei Bedarf auch als Sonnenschirm verwenden.</p>
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		<title>Überlegungen zum Thema Trinkgeld, ein Kommentar mit Tips</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2020 00:01:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Geben von Trinkgeld außerhalb des eigenen Heimatlandes, wo man mit den lokalen Sitten und Konventionen vertraut ist, stellt ein verzwicktes Kapitel dar. Nach meinem Verständnis besteht der Sinn einer zusätzlichen finanziellen Zuwendung darin, guten Service zu belohnen. Auf Reisen aber wandelt sich dieses Konzept leider allzu oft &#8211; vor allem in Afrika &#8211; von &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Geben von Trinkgeld außerhalb des eigenen Heimatlandes, wo man mit den lokalen Sitten und Konventionen vertraut ist, stellt ein verzwicktes Kapitel dar. Nach meinem Verständnis besteht der Sinn einer zusätzlichen finanziellen Zuwendung darin, guten Service zu belohnen. Auf Reisen aber wandelt sich dieses Konzept leider allzu oft &#8211; vor allem in Afrika &#8211; von einer freiwilligen Dreingabe zu einer Notwendigkeit für das Personal. Die Bezahlung der Servicekräfte wird einfach auf die Gäste abgewälzt. Wieviel angemessen ist, stellt den Besucher dabei oft vor ein großes Rätsel. Wir wollen diesen Artikel dazu nutzen, unsere Erfahrungen mit Euch zu teilen.</p>
<figure id="attachment_4274" aria-describedby="caption-attachment-4274" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4274 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226-1024x464.jpg" alt="5 äthiopische Birr (0,14 Euro): Die äthiopische Kaffee-Ernte" width="525" height="238" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226-1024x464.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226-300x136.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226-768x348.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226-1536x696.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6226.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4274" class="wp-caption-text">5 äthiopische Birr (0,14 Euro): Die äthiopische Kaffee-Ernte</figcaption></figure>
<p><span id="more-4275"></span></p>
<h2>Jeder Angestellte verdient ein faires und angemessenes Gehalt</h2>
<p>In Japan herrscht eine eindeutige Einstellung zum Thema Trinkgeld. Es wird als überflüssig und sogar unhöflich empfunden. Versucht man in Japan, einem Kellner eine Aufmerksamkeit am Tisch im Restaurant zurückzulassen, sollte man nicht verwundert sein, wenn er nach dem Fund des Geldes versucht, es zurückzugeben. Er nimmt dann nämlich an, der Gast hätte es dort vergessen. Auch in den USA gab es vor mehr als hundert Jahren eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trinkgeld#Vereinigte_Staaten">Zeit ohne Trinkgelder</a>. Die Bediensteten lehnten Tips ab, um ihren (gesicherten) Lohn nicht zu gefährden.</p>
<figure id="attachment_4276" aria-describedby="caption-attachment-4276" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4276 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744-1024x520.jpg" alt="1000 japanische Yen (8,41 Euro): Hideyo Noguchi, berühmter japanischer Bakteriologe" width="525" height="267" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744-1024x520.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744-300x152.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744-768x390.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744-1536x780.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_0744.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4276" class="wp-caption-text">1000 japanische Yen (8,41 Euro): Hideyo Noguchi, berühmter japanischer Bakteriologe</figcaption></figure>
<p>Auch in Deutschland ist es manchmal schwer nachvollziehbar, warum im Zusammenhang mit bestimmten Dienstleistungen Trinkgeld überreicht wird und bei anderen nicht. Man stelle sich vor, ein(e) Kassierer(in) im Supermarkt würde eine kleine Spende erwarten. Eigenartig, nicht wahr? Dem Schaffner im Zug ein Trinkgeld geben? Absurd wenn man eine Fahrkarte bei ihm kauft, ganz normal, wenn er ein Getränk serviert. Seltsam, oder?</p>
<figure id="attachment_4277" aria-describedby="caption-attachment-4277" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4277" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059-1024x486.jpg" alt="50 Kyat aus Myanmar (0,033 Euro): Eine Chinthe, ein mythischer löwenartiger Tempelwächter" width="525" height="249" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059-1024x486.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059-300x142.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059-768x364.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059-1536x729.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1059.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4277" class="wp-caption-text">50 Kyat aus Myanmar (0,033 Euro): Eine Chinthe, ein mythischer löwenartiger Tempelwächter</figcaption></figure>
<p>Nun hat sich aber für manche Berufe auf dieser Welt das Geben von Trinkgeld eingebürgert und leider ist dabei auch manches ethisch fragwürdige Einkommensmodell entstanden. Im &#8222;Land der unbegrenzten Möglichkeiten&#8220; müssen Grundgehalt und Trinkgeld zusammen den <a href="https://www.dol.gov/general/topic/wages/wagestips">Mindestlohn</a> erreichen. Das hat zur Folge, dass einige Kellner gar kein oder nur ein sehr geringes Grundgehalt bekommen und auf Tips angewiesen sind. Ein Restaurantbesitzer kann somit die Bezahlung des Bedienpersonals vollständig auf seine Kunden abwälzen. Das macht nicht den Eindruck eines verantwortungsvollen Arbeitgebers oder eines angemessenen Gehaltes.</p>
<h2>Trinkgeld auf Reisen</h2>
<p>Da Trinkgeld ein heikles Thema ist, gibt es in jedem Reiseführer dazu ein paar Anhaltspunkte, die aber leider nicht immer hilfreich und manchmal aufgrund von Inflation veraltet sind. Von Land zu Land ist ein etwas anderer Prozentsatz vom Serviceumsatz angemessen (bzw. üblich), aber auch das sind nur sehr grobe Richtlinien. Beide Richtungen der Abweichung können problematisch sein. Zu geringe Zuwendungen (&#8222;Undertipping&#8220;) können beleidigend wirken, zu hohe (&#8222;Overtipping&#8220;) steigern die Erwartungen langfristig ins Unrealistische.</p>
<figure id="attachment_4278" aria-describedby="caption-attachment-4278" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4278" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227-1024x478.jpg" alt="100 Kambodschanische Riel (0,022 Euro): König Norodom Sihanouk als junger Mönch" width="525" height="245" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227-1024x478.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227-300x140.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227-768x359.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227-1536x717.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_6227.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4278" class="wp-caption-text">100 Kambodschanische Riel (0,022 Euro): König Norodom Sihanouk als junger Mönch</figcaption></figure>
<p>Nun war es kein Zufall, dass wir zu diesem Zeitpunkt unserer Weltreise in Afrika vermehrt Überlegungen zum Thema Trinkgeld anstellten, da es auf diesem Kontinent unserer Wahrnehmung nach auf die Spitze getrieben wurde. Selbst bei der Teilnahme an wirklich teuren Safaris kann es passieren (so auch auf unserer <a href="http://wittmann-tours.de/auf-reitsafari-in-der-masai-mara/">Reitsafari</a>), das man diskret mit den Reiseunterlagen ein Blatt Papier als &#8222;Tipping Guide&#8220; ausgehändigt bekommt, auf dem die Erwartungen schon mal abgesteckt werden. Dabei werden stolze Beträge anempfohlen, die in Summe mehrere hundert Dollar ausmachen können. Dabei drängen sich natürlich mehrere Fragen auf: Warum können die Servicekräfte nicht durch den Arbeitgeber fair bezahlt werden? Und warum so viel? Die vermutete Antwort: Man zahlt als Gast das volle Gehalt des Personals und das ist eigentlich ein Unding.</p>
<figure id="attachment_4279" aria-describedby="caption-attachment-4279" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4279" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310-1024x495.jpg" alt="100 Hongkong-Dollar (1,14 Euro) mit geometrischem Design" width="525" height="254" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310-1024x495.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310-300x145.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310-768x372.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310-1536x743.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1310.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4279" class="wp-caption-text">100 Hongkong-Dollar (1,14 Euro) mit geometrischem Design</figcaption></figure>
<p>Andere Auswüchse können sich darin äußern, dass bei einer Unternehmung unbestellt immer mehr Guides und Scouts oder weitere Hilfskräfte auftauchen/eingesetzt werden, die natürlich alle ein Trinkgeld erwarten. &#8211; Die gut erzogenen Touristen wissen ja, dass es sich gehört, eine finanzielle Anerkennung zu verteilen. Ein Beispiel wäre das <a href="http://wittmann-tours.de/das-simien-gebirge-heimat-der-dschelada-affen-und-aethiopischen-steinboecke">Simiengebirge</a>: Vor Ort mußten wir einen lokalen Führer (O.K.) und einen bewaffneten Scout nehmen. Letzterer war eine netter Begleiter, der pflichtgemäß sein Gewehr spazieren trug, aber wofür er genau zuständig war haben wir bis zum Ende nicht herausbekommen. Gefährliche Tiere lebten dort nicht, Zwischenfälle waren unbekannt. Stattdessen meinen wir verstanden zu haben, dass es Aufgabe der Scouts ist, den Park zu bewachen, damit niemand illegal Holz schlägt oder Tiere jagt. Da schlich sich bei uns der Verdacht ein, dass der Tourismus eine günstige Möglichkeit bietet, ein Zubrot zu erhalten, Trinkgeld sei Dank.</p>
<h2>Unangenehme Situationen beim Tipping</h2>
<p>Unangenehm wird es, wenn sich z.B. ein Führer nach der Tour über das Trinkgeld beschwert und mehr fordert. Solch ein Verhalten kann das bis dahin positive Erlebnis unschön enden lassen. Manche Guides oder Helfer fragten schon während der Ausflüge nach Geld, um den Gast an seine &#8222;Verpflichtung&#8220; zu erinnern.</p>
<figure id="attachment_4280" aria-describedby="caption-attachment-4280" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4280" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404-1024x492.jpg" alt="5 Neuseeland Dollar (2,82 Euro): Sir Edmund Hillary, Aoraki (Mount Cook) und ein Gelbaugenpinguin" width="525" height="252" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404-1024x492.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404-300x144.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404-768x369.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404-1536x738.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1404.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4280" class="wp-caption-text">5 Neuseeland Dollar (2,82 Euro): Sir Edmund Hillary, Aoraki (Mount Cook) und ein Gelbaugenpinguin</figcaption></figure>
<p>Um solchen Situationen vorzubeugen, hatten wir uns feste Regeln gesetzt, von denen wir nur selten abgewichen sind, auch nicht wenn ein Führer protestierte. So etwas passierte uns allerdings nur in Äthiopien. Die Leute dort, die regelmäßig mit Touristen zu tun haben, waren meisterliche Schauspieler, wenn es darum ging, das tief beleidigte, hart arbeitende Serviceperson zu mimen. Eine beliebte Masche war es, aus Protest das Trinkgeld wieder zurückzugeben. In diesem Fall sollte man es gerne wieder annehmen und nicht erstaunt sein, wenn es doch nicht so gemeint war. Verhandlungen über Bakschisch haben wir nie zugelassen, nicht zuletzt damit sich Guides dies nicht zur Gewohnheit machen.</p>
<h2>Das verpackte Trinkgeld</h2>
<p>Um Diskussionen bei der Übergabe der finanziellen Aufmerksamkeit weitestgehend zu unterbinden, haben wir uns soweit möglich vorher überlegt, welcher Servicemitarbeiter wieviel Trinkgeld bekommen würde. Dies richtete sich nach der verrichteten Tätigkeit, der Zeit, die er mit uns verbracht hatte und natürlich nach seinem Engagement und seiner Kompetenz. Dabei gab es in jedem Land einen Standardtarif von uns, von dem wir nur in seltenen Ausnahmefällen abgewichen sind. Zusätzlich haben wir das Geld nach einigen schlechten Erfahrungen in Äthiopien nur noch in einem Behelfsumschlag verpackt übergeben. Ein kleiner Papierblock reichte, um die Scheine zu umwickeln und eventuell den Namen und/oder eine nette Botschaft darauf zu schreiben, z.B. „Thank you for guiding us“. Damit wurde die finanzielle Zuwendung zu einem freundlichen Geschenk mit Wertschätzung und nicht nur eine Pflichtübung. Und ganz nebenbei erschwerte diese Aktion es der Person, das hoffentlich angemessene Trinkgeld spontan nachzuzählen.</p>
<figure id="attachment_4281" aria-describedby="caption-attachment-4281" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4281" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611-1024x683.jpg" alt="Ein kleiner, aus einem Stück Papier gefalteter Umschlag für das Trinkgeld" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3611.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4281" class="wp-caption-text">Ein kleiner, aus einem Stück Papier gefalteter Umschlag für das Trinkgeld</figcaption></figure>
<p>Die Strategie mit dem Umschlag funktionierte auch dann wunderbar, wenn unbestellte Helfer auftauchen. In diesem Fall haben wir nach dem Ende der Tour ein Gruppentrinkgeld an den eigentlich engagierten Führer übergeben. Dabei achteten wir darauf, dass die Geldübergabe zum von allen Beteiligten unübersehbaren Happening wurde, bei dem allen klar wurde, dass der (unsichtbare) Inhalt brüderlich geteilt werden sollte. So hatten wir den schwarzen Peter an den Guide weitergereicht.</p>
<figure id="attachment_4282" aria-describedby="caption-attachment-4282" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4282 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503-1024x508.jpg" alt="5 australische Dollar (2,95 Euro): Queen Elizabeth II" width="525" height="260" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503-1024x508.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503-300x149.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503-768x381.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503-1536x762.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1503.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4282" class="wp-caption-text">5 australische Dollar (2,95 Euro): Queen Elizabeth II</figcaption></figure>
<p>Dieses Vorgehen ist unserer Meinung nach auch dann sinnvoll, wenn die ganze Crew gute Arbeit geleistet hat. Für den Reisenden ist es in vielen Ländern schwierig, genug Kleingeld zur Verfügung zu haben. Als Tourist bekommt man oft nur (zu) große Scheine aus dem Geldautomaten und die Locals können meistens deutlich einfacher wechseln.</p>
<h2>Tipping Tips für Guides</h2>
<p>Aber auch umgekehrt hätten wir ein paar Tips für Guides, um ihr Trinkgeld eventuell aufzubessern. Umgekehrt sollte man als Tourist etwas subtilere Hinweise auch deuten bzw. versuchte Manipulation erkennen können. Dabei ist die Regel Nummer Eins natürlich, dass man eine sehr gute Leistung erbringen sollte, wenn man ein Bakschisch haben möchte. Wir hatten allerdings in manchen Fällen den Eindruck, dass bei einigen Mitgliedern des Servicepersonals die Erwartungshaltung herrschte, schon eine reine physische Anwesenheit qualifiziere zum Erhalt von Trinkgeld.</p>
<figure id="attachment_4283" aria-describedby="caption-attachment-4283" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4283 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939-1024x544.jpg" alt="20 mexikanische Pesos (0,88 Euro): Benito Juarez, einer der verdienstreichsten Präsidenten Mexikos" width="525" height="279" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939-1024x544.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939-300x159.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939-768x408.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939-1536x816.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_1939.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4283" class="wp-caption-text">20 mexikanische Pesos (0,88 Euro): Benito Juarez, einer der verdienstreichsten Präsidenten Mexikos</figcaption></figure>
<p>Ein möglicher Weg zu einem positiven Eindruck ist es unserer Meinung nach, den Kunden kennenzulernen und auch etwas von sich selbst zu erzählen. Entwickelt sich ein professionell-freundschaftliches Verhältnis, sind das beste Voraussetzungen, den Gast freigiebig zu stimmen. Hingegen wirkte es auf uns immer sehr unhöflich und plump, wenn direkt nach Geld gefragt wurde. Ein geschickteres Vorgehen wäre es, die eigene Leistung (subtil) hervorzuheben. So könnte ein Kofferträger z.B. sagen &#8222;Your suitcase is quite heavy!&#8220;. Wenn dies der Wahrheit entspricht, dann könnte der Wink vielleicht verstanden werden und zu einer guten Gratifikation führen.</p>
<h2>Wie hoch sollte das Trinkgeld sein?</h2>
<p>Wie hoch das Trinkgeld sein sollte, ist häufig schwierig zu entscheiden. Prozentuale Rechnungen sind unserer Meinung nach nur dann sinnvoll, wenn die soziale Schere im Land nicht zu groß ist, sonst landet man schnell im Bereich des Overtipping. Geht man zum Beispiel in Äthiopien in einem touristischen Lokal essen und erhält am Ende eine Rechnung von 300 Birr, dann würde ein Trinkgeld von 10% 30 Birr ausmachen. Wenn das einheimische Durchschnittseinkommen aber nur bei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_%C3%84thiopiens">45</a>&#8211;<a href="https://www.laenderdaten.info/durchschnittseinkommen.php">60</a> Birr pro Tag liegt ist, dann verdient ein Kellner bereits an einem Gast überdurchschnittlich viel. Ob das angemessen erscheint, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Allein die Aussage, dass solch ein Betrag für uns sehr wenig Geld darstellt (unter einem Euro), greift vermutlich zu kurz.</p>
<figure id="attachment_4284" aria-describedby="caption-attachment-4284" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4284 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096-1024x499.jpg" alt="2 Belize Dollar (0,88 Euro): die junge Queen Elizabeth II" width="525" height="256" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096-1024x499.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096-300x146.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096-768x374.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096-1536x748.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11164096.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4284" class="wp-caption-text">2 Belize Dollar (0,88 Euro): die junge Queen Elizabeth II</figcaption></figure>
<p>Wir wollen jedoch nicht für niedrige Trinkgelder plädieren, sondern für angemessene. Eine gute Lösung ist es immer, wenn möglich Einheimische zu fragen, eventuell den eigenen Reiseleiter, und sich dann den lokalen Konventionen anzupassen. In Äthiopien hat uns Maru beraten und auf <a href="http://wittmann-tours.de/category/afrika/madagaskar/">Madagaskar</a> hat Tahina das gesamte Pourboire für uns gemanaged. Dort haben wir die Idee einer zentralen Trinkgeldkasse zu schätzen gelernt, die der Reiseleiter eigenständig verwaltet. Er konnte am besten einschätzen, wieviel Trinkgeld jeweils angebracht war und wir gaben Tahina Rückmeldung, welchen Eindruck die einzelnen lokalen Führer bei uns hinterlassen hatten.</p>
<figure id="attachment_4285" aria-describedby="caption-attachment-4285" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4285 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881-1024x683.jpg" alt="In Ecuador ist der US-Dollar die offizielle Währung. Anders als in den USA, wo 1 Dollar meistens als Schein gehandelt wird, benutzen die Ecuadorianer sehr häufig Ein-Dollar-Münzen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20180502-152615-9881.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4285" class="wp-caption-text">In Ecuador ist der US-Dollar die offizielle Währung. Anders als in den USA, wo 1 Dollar meistens als Schein gehandelt wird, benutzen die Ecuadorianer sehr häufig Ein-Dollar-Münzen.</figcaption></figure>
<p>Gute Anhaltspunkte für die Ermittlung eines angemessenen Trinkgeldes sind unserer Meinung nach durchschnittliche Einkommen im entsprechenden Land, die man zum Vergleich heranziehen kann. In seltenen Fällen findet man auch Daten darüber, wieviel bestimmte Berufsgruppen in einem Staat verdienen. Vielleicht ist der Beruf eines Führers mit dem eines Lehrers vergleichbar? Auch wenn man pauschale Regeln hat (1-2 Euro pro Tag), sollte man diese ein wenig mit dem einheimischen Lohnniveau abgleichen, um einen fairen Kompromiss zwischen den Anschauungen vom Wert des Geldes im eigenen Herkunftsland und den lokalen Gegebenheiten zu finden.</p>
<h2>Service Charges und Tipping Boxes</h2>
<p>Vermutlich als eine Spielart des Trinkgeldes könnte man die Service Charge betrachten. Dieses Konzept funktioniert so, dass ein fester Prozentsatz zur Entlohnung des Bedienpersonals auf die Rechnung geschlagen wird. In solchen Fällen haben wir nur bei außergewöhnlich aufmerksamen Kellnern ein kleines Trinkgeld gegeben. Leider ist bei der Service Charge nicht erkennbar, wie das Geld schließlich verteilt wird. Ist es nur eine 10%ige Preiserhöhung, die der Restaurantbesitzer einstreicht und gehen die Mitarbeiter am Ende sogar leer aus? Bekommen die Kellner und vielleicht auch die guten, für den Gast unsichtbaren Geister hinter den Kulissen ihren Anteil? Oder dokumentiert der Besitzer damit, wie er das Gehalt für die Servicekräfte kalkuliert? Man kann nur hoffen, dass das Trinkgeld auch wirklich in gerechtem Ausmaß bei denen ankommt, die es verdient hätten.</p>
<figure id="attachment_4286" aria-describedby="caption-attachment-4286" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4286 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697-1024x468.jpg" alt="10 peruanische Soles (2,55 Euro): José Abelardo Quiñones Gonzales, peruanischer Flieger und Nationalheld" width="525" height="240" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697-1024x468.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697-300x137.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697-768x351.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697-1536x703.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11153697.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4286" class="wp-caption-text">10 peruanische Soles (2,55 Euro): José Abelardo Quiñones Gonzales, peruanischer Flieger und Nationalheld</figcaption></figure>
<p>Auf unserer Reise standen häufig vor allem in der Lobby von Hotels Tipboxen. Grundsätzlich sind sie eine gute Erfindung, da sie dafür sorgen können, dass Trinkgelder gerecht verteilt werden, so dass auch diejenigen etwas bekommen, die im Hintergrund agieren. Auf der anderen Seite schaffen sie Intransparenz, kein Gast kann nachvollziehen, wie und ob eine faire Verteilung stattfindet. Auch schränkt das Konzept die Möglichkeit etwas ein, eine besonderes engagierte Person unter den Servicekräften individuell zu belohnen. Aber im Prinzip bietet eine Tipbox dem Reisenden die Möglichkeit, auf diskrete Weise den hilfsbereiten Mitarbeitern eine finanzielle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Besonders in Äthiopien wussten wir dies nach den regelmäßigen unangenehmen Auseinandersetzungen zu schätzen.</p>
<h2>Trinkgeld ist doch selbstverständlich?</h2>
<p>Wofür gibt es eine finanzielle Zuwendung, für eine gute, sehr gute oder egal für welche Leistung? In einigen Ländern scheint sich die Anschauung verbreitet zu haben, dass allein schon der Kontakt mit Touristen zu einer Geldforderung berechtigt. In Lalibela (Äthiopien) hatten wir eine Hose zum Flicken bei einem Schneider abgegeben. Am kommenden Tag klopfte es am Nachmittag an der Tür unseres Hotelzimmers, ein junger Mann brachte das reparierte Kleidungsstück zurück. Das Nähen hatte gerade einmal 100 Birr (ca. 2,50 Euro) gekostet und der folgende Dialog spielte sich ab:</p>
<figure id="attachment_4287" aria-describedby="caption-attachment-4287" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4287" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987-1024x506.jpg" alt="10 Bolivianos (1,29 Euro): Cecilio Guzmán de Rojas (indigener Maler, 1899–1950)" width="525" height="259" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987-1024x506.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987-300x148.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987-768x379.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987-1536x758.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/img20200307_11132987.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4287" class="wp-caption-text">10 Bolivianos (1,29 Euro): Cecilio Guzmán de Rojas (indigener Maler, 1899–1950)</figcaption></figure>
<p>&#8222;I am student, like tip.&#8220; Ok, dachte ich, warum nicht, schön dass es so schnell ging. Als ich den Geldbeutel zückte, schob er schnell nach. &#8222;300 O.K.?&#8220;. Etwas verdutzt aufgrund des ambitionierten Vorschlags erwiderte ich: &#8222;I do not think this is appropriate&#8220; und reichte ihm zunächst 100 Birr. Er staunte, vielleicht mehr als ich. Um zu ermessen, was sein Beitrag an der Reparatur der Hose war, fragte ich (wenig eloquent und im Nachhinein vielleicht missverständlich): &#8222;What did you do?&#8220;. Daraufhin sagte er &#8222;It&#8217;s up to you.&#8220; und ging so zügig, dass ich ihm keinen aus meiner Sicht angemessenen Botenlohn geben konnte.</p>
<h2>Angemessene Trinkgelder</h2>
<p>So kann das Thema Trinkgeld zu unangenehmen Erlebnissen führen. Nach unseren Erfahrung trifft man als Reisender desto mehr auf unrealistische Erwartungshaltungen, je touristischer die Orte sind, die man besucht. Daher ist es wichtig sich mit diesem komplexen und teilweise auch intransparenten Kapitel zu beschäftigen. Oft geht das Unwissen vermutlich, v.a. in wirklich armen Ländern, zugunsten von Führern und Servicekräften aus, da man sich als Europäer schwer vorstellen kann, dass für uns minimale Geldbeträge in anderen Ländern einen Wert besitzen. Manchmal hat man auch einfach nicht das passende Kleingeld zur Hand und gibt daher verhältnismäßig viel.</p>
<figure id="attachment_4288" aria-describedby="caption-attachment-4288" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4288 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243-1024x534.jpg" alt="2 brasilianische Reais (0,38 Euro): Die &quot;Efígie da República&quot;, die Personifizierung der Republik" width="525" height="274" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243-1024x534.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243-300x157.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243-768x401.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243-1536x802.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_3243.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4288" class="wp-caption-text">2 brasilianische Reais (0,38 Euro): Die &#8222;Efígie da República&#8220;, die Personifizierung der Republik</figcaption></figure>
<p>Ich möchte nicht hartherzig erscheinen, ich versuche lediglich, das oft sehr undurchsichtige und manchmal sogar emotionale Thema zu objektivieren. Es ist jedem freigestellt, mehr zu geben, als im Reiseland üblich, aber meiner Meinung nach verschärft es die Spirale auf mehrere Arten. Zum einen wächst damit das Einkommen im Tourismus überproportional, die Erwartungshaltungen verschieben sich und eventuell führt dies zur Kürzung vom Grundgehalt (weil die Trinkgelder ohnehin ausreichen). Außerdem können dadurch auch Jobs in der Tourismusbranche zu attraktiv werden. Wenn Lehrer oder Ärzte ihre Berufe aufgeben, um in Hotels oder als Fremdenführer zu arbeiten, dann wirkt sich das nachvollziehbar negativ auf den Entwicklungsstand eines Landes aus.</p>
<figure id="attachment_4289" aria-describedby="caption-attachment-4289" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4289 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060-1024x568.jpg" alt="1 jordanischer Dinar (1,25 Euro): Hussein bin Ali war von 1908 bis 1916 Emir des Hedschas und Großscherif von Mekka" width="525" height="291" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060-1024x568.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060-300x167.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060-768x426.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060-1536x852.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4060.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4289" class="wp-caption-text">1 jordanischer Dinar (1,25 Euro): Hussein bin Ali war von 1908 bis 1916 Emir des Hedschas und Großscherif von Mekka</figcaption></figure>
<p>Eine weitere Frage, die man sich stellen könnte, betrifft die Währung des Trinkgelds. Die finanzielle Anerkennung in Landeswährung zu geben, ist auf keinen Fall verkehrt. Aber es sind auch Situationen denkbar, in denen Dollars oder Euro die bessere Option sind, v.a. wenn es sich um höhere Beträge handelt und die Einkünfte angespart werden sollen. In manchen Länder herrscht eine starke Inflation, d.h. Geld in Euro oder Dollar kann langfristig wertvoller und sicherer sein. Die Fremdwährung kann sogar eine Hürde darstellen, das Ersparte rasch wieder auszugeben. Sinn macht das Ganze natürlich nur in eintauschbaren Beträgen, sprich in Banknoten, also auf keinen Fall in Münzen.</p>
<h2>Postscriptum</h2>
<p>Die Bilder dieses Beitrags zeigen die Vorderseiten der Geldscheine mit dem niedrigsten Wert einiger Länder, die wir bereist haben (und von Banknoten, die wir tatsächlich in die Hände bekommen haben). Es ist wirklich interessant, was die verschiedenen Nationen auf ihren Geldscheinen abbilden. Der Wert des kleinsten Scheins stellt allerdings auf keinen Fall einen Indikator dafür dar, was ein angemessenes Trinkgeld sein könnte ;).</p>
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		<title>Erta Ale, Rauchender Berg und Tor zur Hölle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2020 00:01:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Erta Ale ist ein aktiver Vulkan, ein sehr aktiver Vulkan, einer der wenigen Vulkane weltweit, in dem es einen permanent offenen Lavasee gibt. Nach reiflicher Überlegung wollten wir das Abenteuer wagen, den Erta Ale zu besteigen und in das &#8222;Tor zur Hölle&#8220; zu blicken, wie er von den Einheimischen genannt wird. Sicherheitsbedenken Als wir &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/erta-ale-rauchender-berg-und-tor-zur-hoelle/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erta Ale, Rauchender Berg und Tor zur Hölle“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Erta Ale ist ein aktiver Vulkan, ein sehr aktiver Vulkan, einer der wenigen Vulkane weltweit, in dem es einen permanent offenen Lavasee gibt. Nach reiflicher Überlegung wollten wir das Abenteuer wagen, den Erta Ale zu besteigen und in das &#8222;Tor zur Hölle&#8220; zu blicken, wie er von den Einheimischen genannt wird.</p>
<figure id="attachment_4293" aria-describedby="caption-attachment-4293" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4293" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-1024x683.jpg" alt="In der Caldera des Erta Ale: Der Dampf wird vom Lavasee angeleuchtet." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4293" class="wp-caption-text">In der Caldera des Erta Ale: Der Dampf wird vom Lavasee angeleuchtet.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4316"></span></p>
<h2>Sicherheitsbedenken</h2>
<p>Als wir den Abschnitt über den Erta Ale im Reiseführer genauer lasen, kamen uns Zweifel, ob es wirklich eine gute Idee wäre, dort hinzufahren. In der Vergangenheit war es gelegentlich zu (tödlichen) Zwischenfällen gekommen, nicht wegen der Aktivität des Vulkans, sondern durch Überfälle mit Schusswaffengebrauch. Der letzte Vorfall hatte sich im <a href="https://www.spiegel.de/panorama/justiz/aethiopien-deutscher-tourist-bei-ueberfall-getoetet-a-1181912.html">Dezember 2017</a> ereignet. Zu dem Zeitpunkt als wir unsere Route in Äthiopien planten (im August 2018), war also noch nicht einmal ein Jahr seither vergangen. Eine entsprechende Sicherheitswarnung (aber keine Reisewarnung) stand (und steht (Stand März 2020)) auch auf den Seiten des <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/aethiopien-node/aethiopiensicherheit/209504">Auswärtigen Amtes</a>.</p>
<figure id="attachment_4294" aria-describedby="caption-attachment-4294" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4294" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-1024x683.jpg" alt="Vulkanische Landschaft in der Danalik-Wüste auf dem Weg zur Erta Ale." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4294" class="wp-caption-text">Vulkanische Landschaft in der Danalik-Wüste auf dem Weg zur Erta Ale.</figcaption></figure>
<p>Nach eingehender Überlegung und einem Mailwechsel mit unserer Reiseagentur entschieden wir uns dennoch, den Erta Ale zu besuchen. Bei dem Vorfall 2017 war wohl viel Unvernunft im Spiel gewesen und wir würden durch (vorgeschriebene) Sicherheitskräfte begleitet werden. Allein die Tatsache, dass unser deutscher Reiseveranstalter diesen Programmpunkt ruhigen Gewissens empfahl, war für uns in Zeiten einer allgemeinen Übervorsichtigkeit ein besänftigendes Signal. Außerdem hatten sich die Spannungen im Grenzgebiet zu Eritrea zwischenzeitlich gelegt.</p>
<p>Um es vorwegzunehmen: Wir erlebten keine Sicherheitsprobleme (im Sinne von bewaffneten Überfällen etc.) am Erta Ale. Einige andere Besuchergruppen befanden sich gleichzeitig mit uns auf dem Berg, so dass wir uns auch durch die Herde geschützt fühlten. Nicht zuletzt habt Ihr keine Berichte über uns in der Presse gelesen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8211; Seit Dezember 2017 gab es keine weiteren Zwischenfälle am Erta Ale, was aber nicht bedeutet, dass unser Ausflug zum &#8222;Tor zur Hölle&#8220;  ein reiner Sonntagsspaziergang war.</p>
<h2>Stationen auf dem Weg zum Erta Ale</h2>
<p>Der Fahrtag fing gut an. Die ersten 150km legten wir zügig auf erstaunlich guten Straßen zurück. Wir gelangten wieder in die Danakil-Wüste hinab, das Thermometer stieg (diesmal allerdings nicht über 40°C) und die Landschaft wandelte sich zu einer vulkanischen Ebene. Links und rechts des Asphaltbandes zogen Lavafelder vorbei, auf denen sich nur wenige verdorrte Grasbüschel halten konnten.</p>
<p>Die Mittagspause verbrachten wir im rudimentären Lager eines Straßenbauprojekts. Der Bauherr war ein chinesisches Unternehmen, die Bauarbeiter Äthiopier. Die Verhältnisse waren katastrophal, es gab keine (für uns zugänglichen) sanitären Einrichtungen. Die Männer, die am Sonntag offensichtlich frei hatten, saßen oder lagen im Schatten vor den aufgeheizten Wellblechbaracken auf dem steinigen Boden. Sie vergnügten sich damit, bunte Limonaden zu trinken und Chips zu kauen. Plastikabfall flog überall herum und der Wind spielte Müllabfuhr, indem er die leeren Tüten und Flaschen im Lavafeld verteilte.</p>
<figure id="attachment_4295" aria-describedby="caption-attachment-4295" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4295" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-1024x683.jpg" alt="Desolate Zustände im Lager der Straßenbauarbeiter" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4295" class="wp-caption-text">Desolate Zustände im Lager der Straßenbauarbeiter</figcaption></figure>
<p>Von dort aus fuhren wir über eine staubige Sandpiste zum Dorf Kusrawad, weil Maru mit den einheimischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Volk)">Afar</a> Details für unsere Expedition zum Erta Ale absprechen musste. Auch die Siedlung machte auf uns einen trostlosen Eindruck. Die Stabilität der Hütten aus Wellblech und Holzstangen erschien uns nicht sehr vertrauenerweckend. Das Umfeld mit Müll und diversen Tonnen, die in der Gegend herumlagen, weckte auch nicht gerade Inspirationen. Nur wenige Menschen bewegten sich draußen in der Hitze, lediglich ein paar Ziegen waren unterwegs. Maru empfahl uns, im Auto zu bleiben, es würde nicht lange dauern. Wir stiegen trotzdem aus, um uns in den Schatten einer der Buden zu stellen.</p>
<figure id="attachment_4296" aria-describedby="caption-attachment-4296" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4296" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-1024x576.jpg" alt="Kusrawad machte auf uns einen deprimierenden Eindruck." width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4296" class="wp-caption-text">Kusrawad machte auf uns einen deprimierenden Eindruck.</figcaption></figure>
<p>Ein paar Kinder und Jugendliche beäugten uns kritisch, kamen aber nicht näher. Es herrschte eine gespannte Atmosphäre. Anderswo auf der Welt hätte unsere Ankunft ein großes Hallo ausgelöst. Die Afar hingegen verhielten sich zurückhaltend und misstrauisch. Vermutlich konnten wir froh sein, dass wir nicht wie früher üblich empfangen worden waren. Noch bis in die 1930er Jahre, so der Reiseführer, wurden männliche Ankömmlinge getötet und deren Hoden als Trophäen betrachtet. Im Vergleich dazu war unser Empfang also geradezu herzlich.</p>
<figure id="attachment_4297" aria-describedby="caption-attachment-4297" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4297 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-1024x683.jpg" alt="Bis auf ein paar Ziegen hielt sich fast niemand im Freien auf." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4297" class="wp-caption-text">Bis auf ein paar Ziegen hielt sich fast niemand im Freien auf.</figcaption></figure>
<h2>Nur Bares ist Wahres</h2>
<p>Insgesamt dauerten die Verhandlungen dann länger als vorgesehen. &#8222;Organisieren&#8220; hieß für Maru im Wesentlichen anscheinend &#8222;Bezahlen&#8220;. Nach einigen Diskussionen, die nicht den Eindruck eines Treffens alter Freunde machten, zählte unser Fahrer und Gefährte die Scheine ab und dicke Bündel wechselten den Besitzer. Zurück im Auto war der sonst so ausgeglichene Maru sichtlich empört ob der Situation. Die Afar würden jedes Mal mehr und mehr Geld verlangen und auch Leistungen berechnen, die nicht von ihnen erbracht wurden. So musste er zum Beispiel für das Mittagessen bezahlen, dass wir vorher im Straßenbaulager eingenommen hatten. Maru erklärte uns, dass er schlechte Erfahrungen mit den Mahlzeiten im Dorf gemacht hätte und die Mittagspause daher vorverlegt hatte, aber blechen musste er trotzdem…</p>
<figure id="attachment_4298" aria-describedby="caption-attachment-4298" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4298 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-1024x683.jpg" alt="500 Birr bringen einen nicht weit auf dem Weg zum Erta Ale." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4298" class="wp-caption-text">500 Birr bringen einen nicht weit auf dem Weg zum Erta Ale.</figcaption></figure>
<p>Wir waren froh, dass wir nicht selbst die Verhandlungen mit den Afar hatten führen müssen. Es wäre sonst wohl ein bodenloses Unterfangen gewesen, denn die Liste der Posten, für die der Reiseveranstalter bezahlen musste, war auch so schon lang genug: Die Dorfältesten kassierten ebenso ihren Anteil wie zwei Polizisten und zwei Militärs (beide zu unserer Bewachung). Ein Road Guide, ein Koch, ein Kochassistent, eine Hütte zum Kochen, Wasser zum Kochen, Matratzen, Lastkamele fürs Gepäck, Unterkunft am Erta Ale etc. fanden ebenfalls Eingang in die lange Rechnung. Wahrscheinlich würden neue Punkte auftauchen, die auch beglichen werden müssten. Die Beträge waren zudem nicht nur für äthiopische Verhältnisse beachtlich. Die Afar nutzen ihre Monopolstellung in Bezug auf die Touren zum Erta Ale schamlos aus.</p>
<figure id="attachment_4299" aria-describedby="caption-attachment-4299" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4299" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-1024x683.jpg" alt="In Kusrawad halfen die EU und Coopi den Afar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4299" class="wp-caption-text">In Kusrawad halfen die EU und Coopi den Afar.</figcaption></figure>
<p>Ob der üppigen Einnahmequelle wunderten wir uns allerdings ein wenig, dass auch ein Schild im Dorf stand, welches auf ein Hilfsprojekt von EU und <a href="https://www.coopi.org/en">Coopi</a> hinwies.</p>
<h2>Die letzten Kilometer</h2>
<p>Vom Dorf aus nahmen wir direkten Kurs auf den Erta Ale. Die Piste war keine eindeutig definierte Fahrbahn, vielmehr handelte es sich um ein verästeltes System aus querfeldein gefahrenen Spuren im sandigen Grund. Wichtig für die Navigation waren dabei nur zwei Parameter: das Ziel am Horizont und der Zustand der Piste auf den sichtbaren Metern voraus. So kreuzten wir über den weichen Wüstenboden, gefolgt von einer gewaltigen Staubwolke.</p>
<figure id="attachment_4300" aria-describedby="caption-attachment-4300" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4300" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-1024x683.jpg" alt="Querfeldein über die Sandpiste" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4300" class="wp-caption-text">Querfeldein über die Sandpiste</figcaption></figure>
<p>Die letzten 12 Kilometer verliefen über die vielleicht forderndste Piste unserer ganzen Weltreise. Sie führte mitten durch ein Lavafeld und sah auf den ersten Blick eigentlich ganz ordentlich aus. Trotzdem lag die Maximalgeschwindigkeit bei 20km/h. Die spitzen Felsen und tiefen Schlaglöcher bewirkten, dass die 12 Kilometer förmlich ein kontinuierliches Ausweichmanöver waren. Erstaunt waren wir, dass die Reifen den harten Kanten des Steins standhielten. Die Karosserie ächzte in den Einsenkungen und Erhebungen und der Wagen setzte einige Male auf. Die braun-schwarze Landschaft um uns herum unter der glühenden Sonne hätte auch in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Regionen_und_Orte_in_Tolkiens_Welt#Mordor">Mordor</a> liegen können. Der Erta Ale, den wir schon rauchend in der Ferne sahen, wirkte bedrohlich wie Mount Doom. Dennoch war unsere Reise trotz allem deutlich bequemer und weniger schicksalhaft als die der Hobbits. Wir planten auch nicht, einen Ring in den Schlot des Vulkans zu werfen ;).</p>
<figure id="attachment_4301" aria-describedby="caption-attachment-4301" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4301" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-1024x683.jpg" alt="Die vielleicht holperigste Piste unserer Weltreise auf den letzten 12km zum Erta Ale" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4301" class="wp-caption-text">Die vielleicht holperigste Piste unserer Weltreise auf den letzten 12km zum Erta Ale</figcaption></figure>
<p>Am Ende der Piste erreichten wir einen Parkplatz, auf dem schon einige andere Geländewagen zwischen runden, aus Lavagestein errichteten und mit Zweigen gedeckten Hütten standen. Vor einem frühen Abendessen kontrollierten wir unsere Ausrüstung für den Aufstieg und die bevorstehende Nacht auf dem Vulkan, v.a. die Taschenlampen. Maru kümmerte sich darum, dass unser Gepäck, unsere Matratzen und das Wasser auf die Kamele verladen wurden. Die Sonne ging unter und es kühlte sich allmählich ab. Gegen 18:30 Uhr, schon in völliger Dunkelheit, brachen wir auf.</p>
<figure id="attachment_4302" aria-describedby="caption-attachment-4302" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4302 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-1024x683.jpg" alt="Verglichen mit den Salztransportkamelen eher leicht beladen, trotzdem sieht das Tier nicht glücklich aus…" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4302" class="wp-caption-text">Verglichen mit den Salztransportkamelen eher leicht beladen, trotzdem sieht das Tier nicht glücklich aus…</figcaption></figure>
<h2>Aufstieg im Schein der Stirnlampe</h2>
<p>Der erste Teil des Weges führte durch eine sandige Wüste mit hohem Gras. Wir hatten Schwierigkeiten, mit unseren beiden Afar-Führern mitzuhalten, da das Laufen auf dem weichen Boden etwas anstrengend war. Nebenbei fragten wir uns, wo eigentlich all die Begleiter blieben, für die Maru hatte bezahlen müssen. Unsere Guides waren nicht bewaffnet, aber eigentlich hatten wir auch für zwei Milizen und zwei Polizisten bezahlt&#8230; Vermutlich saßen sie strategisch günstig postiert im Lavafeld, allzeit bereit, uns zu retten, falls irgendwelche Bösewichte auftauchen sollten ;). Oder sie haben sich gedacht, es wäre zu unbequem und jetzt herrschte ja sowieso Frieden mit Eritrea, wir würden also auch alleine zurechtkommen. Umgerechnet auf die verschiedenen Gruppen, die unterwegs waren, hätte sich eine ganze Hundertschaft bewaffneter Afar mit uns auf dem Weg zu Gipfel befinden müssen…</p>
<figure id="attachment_4303" aria-describedby="caption-attachment-4303" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4303 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-1024x683.jpg" alt="Aufstieg zum Erta Ale in völliger Dunkelheit" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4303" class="wp-caption-text">Aufstieg zum Erta Ale in völliger Dunkelheit</figcaption></figure>
<p>Nach etwa 20 Minuten wurde der Weg felsig, dadurch griffiger, aber im Schein der Stirnlampe nicht übersichtlicher. Er führte über unebene Stufen und über Felsen im Lavafeld, Vorsicht war geboten. Unsere Afar-Führer stürmten trotzdem weiter voran, sie kannten den Weg. Anfänglich warteten sie in größeren Zeitabständen, saßen dann auf einem Felsen, kauten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kathstrauch">Kath</a>, tranken etwas aus einer Plastikflasche und unterhielten sich miteinander. Mit uns wechselten sie kein Wort. Später trafen wir nur noch auf einen von beiden.</p>
<p>Glücklicherweise begleitete Maru uns in der Dunkelheit. Der Pfad war einfach zu erkennen und es gab sogar einige Markierungen. Für mehr Licht schaltete ich zusätzlich die Taschenlampe des Smartphones ein, was die Sicht deutlich verbesserte. Bei einer Trinkpause (es war immer noch recht warm), steckte ich es mir hinter den Gürtel. Das funktionierte auch beim Laufen recht gut, so hatte ich immer genug Licht direkt vor mir und, dank der Stirnlampe, auch in Blickrichtung.</p>
<figure id="attachment_4304" aria-describedby="caption-attachment-4304" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4304 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-1024x683.jpg" alt="Nachgestellte Handyhalterung zum Ausleuchten des Weges" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4304" class="wp-caption-text">Nachgestellte Handyhalterung zum Ausleuchten des Weges</figcaption></figure>
<p>Nach knapp 10 km kontinuierlichen Anstiegs (430 Höhenmeter) erreichten wir gegen 21 Uhr das Camp direkt am Gipfel des Erta Ale. Auch hier gab es die gleichen runden und sehr einfachen Steinhütten, von denen wir eine bezogen, d.h. etwas Ballast ablegten. Selbst in der Dunkelheit sahen wir, dass zwischen den Häuschen Müll herumlag. Sanitäre Einrichtungen waren nicht vorhanden.</p>
<h2>Giftige Gase auf dem Erta Ale</h2>
<p>Ohne viel Zeit zu verlieren, machten wir uns auf den Weg zur Hauptattraktion. Unweit des Camps führte eine Art &#8222;Treppe&#8220; aus losen, unebenen Gesteinsbrocken 20 bis 30 Meter hinab in die äußere Caldera, deren Boden mit erstarrtem Magma ausgefüllt war. Der aktive Lavasee befand sich in einem weiteren Sub-Krater.</p>
<figure id="attachment_4305" aria-describedby="caption-attachment-4305" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4305" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-1024x689.jpg" alt="Ein Satellitenbild von Google Maps: Vom Camp aus stiegen wir in den äußeren Krater, in dem der Lavasee liegt." width="525" height="353" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-1024x689.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-300x202.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-768x516.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-1536x1033.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4305" class="wp-caption-text">Ein Satellitenbild von Google Maps: Vom Camp aus stiegen wir in den äußeren Krater, in dem der Lavasee liegt.</figcaption></figure>
<p>Unser Weg führte uns über die Lavakruste, welche aus brüchigen Platten erkalteten Magmas mit schroffen Kanten und Hohlräumen (theoretisch bestand die Gefahr einzubrechen) bestand &#8211; alles andere als einfaches Gelände. Unser Afar-&#8222;Guide&#8220; führte uns direkt auf den Krater zu, mitten in eine Rauchwolke hinein. Mehrfach mussten wir zwischen den Lavaplatten in Deckung gehen, da uns heißer, giftiger Dampf entgegenwaberte. Beim Einatmen schmerzte es in der Lunge, die Augen brannten und tränten. Wir duckten uns und warteten, bis die Wolke nicht mehr direkt über uns war, bevor wir weitergehen konnten. Nach mehreren Stopps hatten wir den Rauch stark hustend durchquert, der aufsteigende Qualm versperrte uns allerdings die Sicht in den Vulkan und auf den Lavasee.</p>
<figure id="attachment_4306" aria-describedby="caption-attachment-4306" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4306" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-1024x683.jpg" alt="Nichts als roter, giftiger Rauch" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4306" class="wp-caption-text">Nichts als roter, giftiger Rauch</figcaption></figure>
<p>Aufgrund der schlechten Sicht wollte uns unser &#8222;Führer&#8220; auf die andere Seite der Caldera bringen. Bis heute haben wir nicht verstanden, warum er uns erneut mitten durch die giftige Wolke leitete, die vom Wind nach Nordosten getragen wurde. Wären wir andersherum gegangen, hätten wir die (noch intensiveren) reizenden Schwaden einfach umgehen können… Kräftig hustend hatten wir unser Vertrauen in ihn nun endgültig verloren, weshalb wir, aus unserer Sicht durchaus nachvollziehbar, vom geführten Weg abwichen. Wir zogen uns zurück, um aus dem Qualm hinaus zu gelangen und dann einen deutlich weiteren Bogen zu schlagen.</p>
<h2>Roter Rauch statt Lavasee</h2>
<p>Auf der anderen Seite angekommen blickten wir mit dem Wind im Rücken auf den aufsteigenden, rötlich angeleuchteten Rauch, der manchmal mehr, manchmal weniger stark aus dem Krater waberte. Fasziniert und gespannt beobachteten wir den Qualm, ob er eventuell doch noch den Blick in die Tiefe freigeben würde. Die wechselnde Färbung der Dampfes verriet, dass der Lavasee unten aktiv sein musste.</p>
<figure id="attachment_4400" aria-describedby="caption-attachment-4400" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4400" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-1024x683.jpg" alt="Manchmal zog sich die Wolke etwas zurück, gab allerdings den Blick auf die brodelnde Lava nicht frei." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4400" class="wp-caption-text">Manchmal zog sich die Wolke etwas zurück, gab allerdings den Blick auf die brodelnde Lava nicht frei.</figcaption></figure>
<p>Der Mond war aufgegangen und erleuchtete die unwirkliche schwarze Landschaft um uns herum, doch die Rauchwolke war unnachgiebig und verhüllte den Lavasee hartnäckig. Nach gut einer Stunde am Kraterrand traten wir den Rückzug zu unserem Nachtlager an. Die Nacht sollte kurz genug werden: Um 4 Uhr früh wollten wir einen erneuten Versuch starten, einen Blick auf die kochende Lava zu wagen.</p>
<figure id="attachment_4308" aria-describedby="caption-attachment-4308" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4308 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-1024x683.jpg" alt="Mondschein über dem Erta Ale" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4308" class="wp-caption-text">Mondschein über dem Erta Ale</figcaption></figure>
<p>Die Rechnung der (kurzen) Nachtruhe hatten wir allerdings ohne eine italienische Reisegruppe gemacht, deren Mitglieder lautstark begannen, im Camp zu kochen und Wein auszuschenken. Dies beschnitt unsere ohnehin schon kurze Schlafdauer zusätzlich. Wo waren unsere Afar-Leibwächter, wenn wir sie einmal brauchten?</p>
<h2>Erneuter Versuch am frühen Morgen</h2>
<p>Trotz der lärmenden Italiener fanden wir nach einiger Zeit etwas Schlaf, standen wie geplant um 4 Uhr morgens auf (wobei wir uns keine Mühe gaben, uns leise zu verhalten) und stiegen erneut in den Krater hinab. Diesmal mieden wir die Rauchwolke. Wir beobachteten wieder den rötlichen Dampf, wie er aus der Tiefe aufstieg. Leider hatten wir auch diesmal kein Glück. Der Erta Ale rauchte unentwegt.</p>
<figure id="attachment_4309" aria-describedby="caption-attachment-4309" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4309 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-1024x683.jpg" alt="Auch am nächsten Morgen hatte sich der Rauch leider nicht verzogen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4309" class="wp-caption-text">Auch am nächsten Morgen hatte sich der Rauch leider nicht verzogen.</figcaption></figure>
<p>Je heller es wurde, desto mehr verblasste der Rotschimmer des vulkanischen Qualms. Dafür verfärbte sich der Himmel feurig im Morgenrot. Die Zeit war gekommen, den Rückweg anzutreten. Vor uns lag noch der Abstieg und eine lange Fahrt, außerdem würden die Temperaturen in Kürze wieder ansteigen und den Weg zum Parkplatz deutlich beschwerlicher machen. Leider tauchten in unserem Fall keine Riesenadler auf, um uns bequem vom Mount Doom wieder ins Tal zu bringen ;).</p>
<figure id="attachment_4310" aria-describedby="caption-attachment-4310" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4310" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-1024x576.jpg" alt="Sonnenaufgang am Kraterrand" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4310" class="wp-caption-text">Sonnenaufgang am Kraterrand</figcaption></figure>
<h2>Abstieg vom Erta Ale</h2>
<p>Auf dem Rückweg sahen wir, was die Dunkelheit beim Aufstieg gnädig verborgen hatte. Der Weg war eine einzige Müllkippe. Überall flog Plastik herum und war an manchen Stellen in Höhlungen im Lavagestein gesammelt worden. Auch leere Batterien (vermutlich von den Taschenlampen, die dort regelmäßig verwendet werden) lagen auf dem Pfad. Umso absurder war es, dass Maru auch eine Reinigungs- und Umweltgebühr (450 Birr, also 12,50 Euro) an die Afar hatte bezahlen müssen. &#8222;Leave no Trace&#8220; sieht anders aus…</p>
<figure id="attachment_4311" aria-describedby="caption-attachment-4311" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4311 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-1024x683.jpg" alt="Eine der zahlreichen Müllhalden am Wegesrand. Ökotourismus sieht anders aus…" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4311" class="wp-caption-text">Eine der zahlreichen Müllhalden am Wegesrand. Ökotourismus sieht anders aus…</figcaption></figure>
<p>Der Erta Ale war ein hartes und anspruchsvolles Pflaster, so sehr, dass einer meiner Wanderschuhe auf dem Rückweg anfing, seine Sohle von sich zu strecken. Die äußere Schicht begann, sich abzulösen, wurde aber zum Glück nicht zur Stolperfalle.</p>
<figure id="attachment_4312" aria-describedby="caption-attachment-4312" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4312 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-1024x683.jpg" alt="Nach dem Abstieg vom Erta Ale in Äthiopien war die Sohle meines Wanderschuhs am Ende…" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4312" class="wp-caption-text">Nach dem Abstieg vom Erta Ale in Äthiopien war die Sohle meines Wanderschuhs am Ende…</figcaption></figure>
<p>Um 9:30 Uhr erreichten wir den Parkplatz. Die Temperatur lag schon bei 37 Grad Celsius. Nach einer kurzen Stärkung stiegen wir wieder ins Auto und holperten zurück über die Lavapiste. Auf dem folgenden Abschnitt in der Wüste zog ein Sandsturm auf. Um ihn zu umfahren, mussten wir einen deutlichen Umweg in Kauf nehmen. Lavasee hin oder her, der Ausflug zum Erta Ale war in der Tat ein Abenteuer gewesen.</p>
<h2>Der Rauchende Berg</h2>
<p>Im Nachhinein bedauerten wir es natürlich sehr, dass das &#8222;Tor zur Hölle&#8220; von Qualm verhüllt gewesen war. Der Erta Ale, wörtlich übersetzt &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erta_Ale">der Rauchende Berg</a>&#8222;, hatte seinem Namen alle Ehre gemacht. Trotz mehrfacher Erkundigungen bekamen wir keine befriedigende Antwort auf unsere Frage, wie denn generell die Chancen stünden, direkt in die kochende Lava zu blicken.</p>
<figure id="attachment_4313" aria-describedby="caption-attachment-4313" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4313 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-1024x683.jpg" alt="Erta Ale, der Rauchende Berg" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4313" class="wp-caption-text">Erta Ale, der Rauchende Berg</figcaption></figure>
<p>Im Vorfeld unserer Äthiopienreise wie auch jetzt bei der Recherche zu diesem Artikel waren/sind verlässliche Informationen über die Aktivität des Erta Ale dünn gesät. Es scheint so, als hätte sich der Lavasee nach einem Ausbruch im Januar 2017 abgesenkt. Trotzdem findet man vereinzelte Videos auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=iH-xsAuRCAU">Youtube</a>, auf denen man die brodelnde Lava sehen kann. In der Zwischenzeit hat sich die Situation wohl erneut gewandelt und die <a href="http://www.vulkane.net/blogmobil/?s=Erta+Ale">Aktivität des Lavasees</a> verändert sich wieder. Ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4UkxijRPUHQ">spektakulärer Blick</a> ist wohl auch weiterhin alles andere als garantiert. Aber, wer nicht wagt, der nicht gewinnt?</p>
<h2>Epilog</h2>
<p>Das Folgende hat nichts mit der Enttäuschung zu tun, dass wir den Lavasee nicht gesehen haben. Es soll keine Abrechnung sein, sondern eine im Rahmen der Möglichkeiten objektive Stellungnahme: Die Leistung unserer Afar-&#8222;Führer&#8220; stand in keinerlei Verhältnis zu den Summen, die sie kassiert hatten. Schon beim Aufstieg nahmen sie kaum Notiz von uns, geschweige denn, dass sie sich in irgendeiner Weise um uns bemüht hätten. Einer von ihnen leitete uns direkt in den giftigen Qualm des Vulkans. Eine eigentliche Führung im Sinne von Erläuterungen oder dergleichen fand nicht statt, wir haben auch keinen der Afar ein Wort Englisch reden hören. Ein Glück, dass Maru bei uns war und alles organisiert hat, sonst wären wir aufgeschmissen gewesen. Er begleitete uns auch beim nächtlichen Aufstieg auf den Erta Ale. In solch einem Gelände muss man eher einen falschen Tritt befürchten als den Angriff von Bösewichten.</p>
<figure id="attachment_4314" aria-describedby="caption-attachment-4314" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4314 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-1024x683.jpg" alt="Am Parkplatz wurde der Müll einfach in die Landschaft geworfen. Den Rest erledigte der Wind." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4314" class="wp-caption-text">Am Parkplatz wurde der Müll einfach in die Landschaft geworfen. Den Rest erledigte der Wind.</figcaption></figure>
<p>Letztendlich tauchten keine Bösewichte auf. Das lag aber vermutlich nicht am heldenhaften Schutz der Afar. Dennoch haben sie sich diese &#8222;Sicherheit&#8220; fürstlich entlohnen lassen und dafür keine Gegenleistung erbracht, nicht einmal zum Schein. Wir sahen zwar am Gipfel einige wenige Afar, die Gewehre herumtrugen, die vier bewaffneten Männer jedoch, für die der Reiseveranstalter hatte bezahlen müssen und die uns persönlich hätten begleiten sollen, haben wir nicht getroffen. Eigentlich handelte es sich bei den meisten Zahlungen nur um ein schlecht verbrämtes Wegegeld zum Erta Ale. Müll verunreinigte die Camps, den Weg und die umgebende Landschaft. Die Hütten am Gipfel waren bar jeglicher Ausstattung, es gab keine sanitären Einrichtungen. Alles, was man brauchte, musste man selbst mitbringen, Ausrüstung, Wasser, Essen.</p>
<p>Wenn man hochrechnet, was die Afar wohl von den vielen Touristengruppen kassiert hatten, müssten sie eigentlich gut leben können. Wir sahen allerdings keinerlei offensichtliche Zeichen des Wohlstandes. Hütten, Kleidung und Eigentum der Menschen wirkten so, als hätte sich seit Hunderten von Jahren wenig geändert. Da stellt sich natürlich die Frage, was aus dem Geld geworden ist. Womöglich liegt der Schlüssel zu diesem Rätsel im Kath-Konsum der Männer, der viel finanzielle Ressourcen verschlingt. Es wirkte es auf uns nicht so, als ob der Tourismus für die Menschen vor Ort zu besseren Lebensumständen, einer Ausbildung der Kinder oder einer medizinischen Versorgung geführt hätte.</p>
<figure id="attachment_4315" aria-describedby="caption-attachment-4315" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4315 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-1024x683.jpg" alt="Ein durstiges Vögelchen auf dem Parkplatz am Fuße des Erta Ale" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4315" class="wp-caption-text">Ein durstiges Vögelchen auf dem Parkplatz am Fuße des Erta Ale</figcaption></figure>
<p>Wenn man es verklären möchte, dann gehörte dieses gesamte unprofessionelle, korrupte und unverschämte Drumherum vielleicht zum Abenteuer dazu, aber man sollte sich dessen bewusst sein, wenn man eine Tour zum Erta Ale unternehmen möchte. Am besten versucht man jedoch, diese unerfreulichen Aspekte in den Erinnerungen auszublenden, damit einem schließlich trotzdem zwei aufregende Tage im Gedächtnis bleiben.</p>
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		<title>Auf Safari im Mikumi Nationalpark</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Aug 2019 00:01:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich waren wir ja insgesamt 14 Monate auf Safari (&#8222;Reise&#8220; auf Swahili ). Eine &#8222;echte&#8220; Safari wollten wir natürlich auch unternehmen. Statt einen der bekannten Nationalparks zu besuchen, die Serengeti oder den Ngorongoro Krater, entschieden wir uns für eine Route &#8222;off the beaten track&#8220;. Unsere erste Station war der Mikumi Nationalpark, danach fuhren wir in &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich waren wir ja insgesamt 14 Monate auf Safari (&#8222;Reise&#8220; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Safari">auf Swahili</a> ). Eine &#8222;echte&#8220; Safari wollten wir natürlich auch unternehmen. Statt einen der bekannten Nationalparks zu besuchen, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Serengeti">Serengeti</a> oder den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ngorongoro">Ngorongoro Krater</a>, entschieden wir uns für eine Route &#8222;off the beaten track&#8220;. Unsere <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mikumi-Nationalpark">erste Station</a> war der Mikumi Nationalpark, danach fuhren wir in den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Udzungwa-Mountains-Nationalpark">Udzungwa Nationalpark</a> und abschließend waren wir noch drei Tage im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ruaha-Nationalpark">Ruaha Nationalpark</a> unterwegs.</p>
<figure id="attachment_3497" aria-describedby="caption-attachment-3497" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-162953-8568-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3497" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-162953-8568-1-1024x683.jpg" alt="Von Wildtieren umringt am Eingang zum Mikumi Nationalpark" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-162953-8568-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-162953-8568-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-162953-8568-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-162953-8568-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3497" class="wp-caption-text">Von Wildtieren umringt am Eingang zum Mikumi Nationalpark</figcaption></figure>
<p><span id="more-3511"></span></p>
<h2>Safari-Auswahl</h2>
<p>Die Preise für Safaris in Tansania sind oft absurd hoch. Auf einer nach oben offenen Preisskala gibt es keine Grenzen. Mit den roten Elefanten im Geldbeutel auf den 10000 Tsh-Scheinen kommt man allerdings nicht weit. US-Dollars sind die Safari-Währung. Es ist kein Problem, mehr als 1000 Dollar pro Tag und Person auszugeben. Am unteren Ende der Skala bezeichnete der Reiseführer alles unter 200 Dollar pro Tag und Person als Reinfall mit Ansage.</p>
<figure id="attachment_3498" aria-describedby="caption-attachment-3498" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/APC_2985-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3498" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/APC_2985-1-768x1024.jpg" alt="Safari im Geldbeutel: 50 Tsh: Nashorn; 100 Tsh: Impalala; 200 Tsh: Löwe; 500 Tsh: Büffel; 2000 Tsh: Löwe; 5000 Tsh: Nashorn; 10000Tsh Elefant. Bei der Bezahlung einer Safari sind diese Scheine und Münzen allerdings wertlos." width="525" height="700" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/APC_2985-1-768x1024.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/APC_2985-1-225x300.jpg 225w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/APC_2985-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3498" class="wp-caption-text">Safari im Geldbeutel: 50 Tsh: Nashorn; 100 Tsh: Impala; 200 Tsh: Löwe; 500 Tsh: Büffel; 2000 Tsh: Löwe; 5000 Tsh: Nashorn; 10000 Tsh: Elefant. Bei der Bezahlung einer Safari sind diese Scheine und Münzen allerdings vollkommen wertlos.</figcaption></figure>
<p>Hinzu kommt, dass sich die meisten Safari-Anbieter in ausländischer Hand befinden und die Safari-Dollars damit nicht den Bürgern des Landes zugute kommen. Nach langer Recherche fanden wir einen relativ erschwinglichen tansanischen Anbieter, die <a href="http://www.ruahahilltoplodge.com/">Ruaha Hilltop Lodge</a>, mit guten Bewertungen. Über einen freundlichen E-Mail-Verkehr stellten wir ein individuelles Programm zusammen, überwiesen eine trotzdem stattliche Summe und erwarteten unsere Abholung in Dar es Salaam. Um eins vorweg zu nehmen: Einen Haken gab es nicht, die Ruaha Hilltop Lodge war ein Glücksgriff und wir haben die Safari sehr genossen. Und so brachen wir denn auf.</p>
<h2>Auf dem Tanzam Highway</h2>
<p>Wie geplant trafen wir Donard (den Sohn des Besitzer) am Vorabend der Abfahrt für ein kurzes Briefing in Dar es Salaam. Am nächsten Morgen starteten wir so früh wie möglich, um der Rush-Hour in Dar es Salaam zuvorzukommen und am gleichen Tag schon den ersten Game Drive unternehmen zu können. Die Stadt erwachte und interessanterweise nutzten Gruppen von Läufern die Kühle des Morgens für eine frühe Runde. Je weiter wir das Zentrum der Stadt hinter uns ließen, umso weniger Pkws waren auf den Straßen unterwegs. Wir sahen fast nur noch Busse in verschiedenen Größen sowie Lkws, die Personen bzw. Waren transportierten.</p>
<figure id="attachment_3499" aria-describedby="caption-attachment-3499" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/Map2Mikumi-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3499" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/Map2Mikumi-1-1024x725.jpg" alt="Die Route von Dar es Salaam nach Mikumi" width="525" height="372" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/Map2Mikumi-1-1024x725.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/Map2Mikumi-1-300x212.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/Map2Mikumi-1-768x544.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/Map2Mikumi-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3499" class="wp-caption-text">Die <a href="https://www.openstreetmap.org/directions?engine=fossgis_osrm_car&amp;route=-6.8160%2C39.2800%3B-7.4070%2C36.9730#map=8/-7.016/38.128">Route</a> von Dar es Salaam nach Mikumi (Quelle: Openstreetmap)</figcaption></figure>
<p>Wir folgten dem frisch von einer chinesischen Firma asphaltierten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tanzam_Highway">Tanzam Highway</a> landeinwärts. Die Straßenschilder waren trotzdem meist auf Englisch ;), nur wenige auf Swahili. Den einheimischen Fahrstil beschrieb unser gedruckter Reiseführer in vielen Kapiteln als quasi selbstmörderisch. In der Tat sahen wir einige Fahrzeugwracks am Straßenrand: verunglückte Tanklaster oder Pkws im Graben. Vor allem moderne Überlandbusse zeigten waghalsige Überholmanöver. Nach den Beschreibungen hätten wir es uns allerdings schlimmer vorgestellt. &#8211; Vielleicht war unsere subjektive Wahrnehmung des Verkehrsgeschehens aber auch schon durch unsere Erfahrungen in einigen unserer bisherigen Reiseländer abgestumpft worden. &#8211; Unser Fahrer Patrick jedenfalls fuhr ruhig und besonnen, 80km/h über Land, 50km/h im Ort. An das Überholverbot im Ort hielt sich eigentlich jeder.</p>
<figure id="attachment_3500" aria-describedby="caption-attachment-3500" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-122815-8543-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3500" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-122815-8543-1-1024x683.jpg" alt="Auf dem Weg nach Westen ins Landesinnnere auf dem Tanzam Highway" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-122815-8543-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-122815-8543-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-122815-8543-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-122815-8543-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3500" class="wp-caption-text">Auf dem Weg nach Westen ins Landesinnere auf dem Tanzam Highway</figcaption></figure>
<p>Vielleicht lag das auch an der beachtlichen Polizeipräsenz. Unterwegs hielten uns die Staatsbediensteten trotz vorschriftsmäßiger Fahrweise mehrmals an: zum Prüfen des Autos, um Nachzusehen, ob es unbezahlte Strafen gab, und zur Kontrolle des Versicherungsstatus und der Zulassung. Dabei trugen die Herren Polizisten schnieke, strahlend weiße Uniformen, zu denen auch ein elegantes Stöckchen gehörte, das sie sich autoritär unter einen Arm klemmten. So sahen sie fast wie Kolonialherren aus ;).</p>
<h2>Die erste Mikumi Durchfahrt</h2>
<p>Der Tanzam Highway führt direkt durch den Mikumi Nationalpark. Paviane, Elefanten, Zebras und Giraffen sahen wir direkt von der Straße aus, auch wenn es manchmal schwierig war, zu verlangsamen, geschweige denn anzuhalten. Interessanterweise sollen die Tiere gelernt haben, dass sie in der Nähe der Straße sicher vor Räubern sind. Diese mögen den Lärm des Verkehrs nicht. Unglücklicherweise sind sich die Tiere aber der Gefahr durch die Fahrzeuge nicht bewusst.</p>
<figure id="attachment_3501" aria-describedby="caption-attachment-3501" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-132646-8550-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3501" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-132646-8550-1-1024x683.jpg" alt="Zebra-Crossing im Mikumi Nationalpark" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-132646-8550-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-132646-8550-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-132646-8550-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-132646-8550-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3501" class="wp-caption-text">Zebra-Crossing im Mikumi Nationalpark</figcaption></figure>
<p>Wildunfälle sind hier, vor allem nachts, leider sehr häufig. Straßenschilder wiesen drastische Strafen aus. Eine Antilope zu überfahren kostet 325 USD, einen Löwen 4900 USD und einen Elefanten sogar 15.000 USD &#8211; dann hat man allerdings zudem auch noch einen Totalschaden des eigenen Autos zu verbuchen ;).</p>
<figure id="attachment_3502" aria-describedby="caption-attachment-3502" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-130912-8546-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3502" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-130912-8546-1-1024x683.jpg" alt="Ein Unfall mit einem Elefanten ist eine teure Angelegenheit." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-130912-8546-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-130912-8546-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-130912-8546-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-130912-8546-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3502" class="wp-caption-text">Ein Unfall mit einem Elefanten ist eine teure Angelegenheit.</figcaption></figure>
<p>Kurz nach der Westgrenze des Parks bogen wir links ab. Nach 15 weiteren Pistenminuten erreichten wir die Mikumi Safari Lodge in einem lichten Wäldchen, wo wir gerade die einzigen Gäste waren. Karibu, herzlich willkommen! Das gesamte Personal war sehr zuvorkommend und freundlich. Sie hatten anscheinend alle den gleichen Hospitality-Kurs absolviert. Fast jede Konversation endete mit den Worten &#8222;You are most welcome!&#8220;. (Fußnote: Man würde sich wünschen, die Deutsche Bahn würde den gleichen Kurs einführen, wenn mal wieder ein Schaffner in einen fast leeren Waggon kommt und vor sich hin brummelt, direkt vor einem stehend: &#8222;Die zugestiegenen Fahrgäste die Fahrscheine bitte!&#8220;)</p>
<figure id="attachment_3503" aria-describedby="caption-attachment-3503" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-154837-8560-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3503" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-154837-8560-1-1024x683.jpg" alt="Auf den letzten Metern zur Mikumi Safari Lodge" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-154837-8560-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-154837-8560-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-154837-8560-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-154837-8560-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3503" class="wp-caption-text">Auf den letzten Metern zur Mikumi Safari Lodge</figcaption></figure>
<h2>Auf Pirschfahrt durch den Mikumi Nationalpark</h2>
<p>Nach der Mittagshitze starteten wir auf die erste echte Pirschfahrt. Unser Jeep offenbarte dabei ungeahnte Möglichkeiten. Das Dach ließ sich zu etwa 70% öffnen, spendete dabei sogar Schatten. So konnten wir stehend und ohne störende Fensterscheibe die Savanne an uns vorbeiziehen und uns den erfrischenden Fahrtwind um die Nase wehen lassen.</p>
<figure id="attachment_3504" aria-describedby="caption-attachment-3504" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-175345-8594-2.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3504" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-175345-8594-2-1024x683.jpg" alt="Bester Ausblick von Safari-Jeep" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-175345-8594-2-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-175345-8594-2-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-175345-8594-2-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-175345-8594-2.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3504" class="wp-caption-text">Bester Ausblick aus dem Safari-Jeep</figcaption></figure>
<p>Und tatsächlich gab es viele Tiere zu sehen. Warzenschweine liefen durch das hohe Gras, auf der Flucht vor uns immer das Schwänzchen mit dem Puschel kerzengerade in die Höhe gereckt. Elefanten durchstreiften die Ebene oder Abschnitte mit meterhohem, zu Recht so benanntem Elefantengras, das sie vollständig vor unseren Blicken verbarg. Außerdem sahen wir einige Zebras in kleinen Herden.</p>
<figure id="attachment_3505" aria-describedby="caption-attachment-3505" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-160003-0776.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3505" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-160003-0776-1024x683.jpg" alt="Zwei freundliche Zebras lächeln und zu." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-160003-0776-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-160003-0776-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-160003-0776-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-160003-0776.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3505" class="wp-caption-text">Zwei freundliche Zebras lächeln uns zu.</figcaption></figure>
<h2>Die Löwen-Romanze</h2>
<p>Auf Safari gibt es mehrere Strategien. Natürlich versuchten wir, Guide und Fahrer, selbst möglichst viele Tiere zu sichten. Alternativ kann man auch die anderen Fahrzeuge beobachten, um zu sehen, ob deren Insassen interessante Fauna entdeckt haben. Unser Führer wendete noch eine dritte Taktik an: Immer wenn wir ein anderes Auto trafen, fragte er, was die Leute gesehen hätten, natürlich auf Swahili. So wusste Donard, was zu erwarten war. Unser Geländewagen hielt an und er fragte: &#8222;Do you see the lions?&#8220; Wir antworteten: &#8222;Which lions?&#8220; Tatsächlich lagen drei Löwen kaum 10 Meter von uns entfernt halb verborgen im trockenen Gras.</p>
<figure id="attachment_3506" aria-describedby="caption-attachment-3506" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-170841-0794.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3506" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-170841-0794-1024x683.jpg" alt="Perfekt getarnte Löwen im Gras" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-170841-0794-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-170841-0794-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-170841-0794-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-170841-0794.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3506" class="wp-caption-text">Löwen perfekt getarnt im Gras</figcaption></figure>
<p>Die Löwen (auf Kiswahili <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Simba">Simba</a>), ein männlicher und zwei weibliche, waren schon seit dem Morgen dort und ruhten sich aus. Der König der Tiere schaute manchmal auf und in die Runde. Nach gut 10 Minuten erhoben sich das Männchen und ein Weibchen, bewegten sich wenige Meter fort und vergnügten sich miteinander. Der Akt dauerte nur wenige Sekunden, soll sich aber alle 15 Minuten wiederholen, 5 Tage lang, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Löwe#Fortpflanzung_und_Entwicklung">bis zu 40 mal am Tag</a>, damit es mit dem Nachwuchs auch wirklich klappt.</p>
<figure id="attachment_3507" aria-describedby="caption-attachment-3507" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172221-0819.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3507" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172221-0819-1024x683.jpg" alt="Ein stattliches Löwenpärchen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172221-0819-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172221-0819-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172221-0819-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172221-0819.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3507" class="wp-caption-text">Ein stattliches Löwenpärchen</figcaption></figure>
<h2>Fahrt in den Sonnenuntergang</h2>
<p>Da wir den Park bis Sonnenuntergang verlassen mussten, kehrten wir allmählich um. Das war eigentlich schade, da viele Tiere um diese Zeit in dem Maße aktiver wurden, in dem die Hitze des Tages wich. Neben der typisch afrikanischen Safari-Fauna gab es auch einige nicht so bekannte Arten,  <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Helmperlhuhn">Perlhühner</a> zum Beispiel. In Gruppen von ca. 25 Tieren leben sie genauso wie Zebras oder Giraffen in den Steppen Afrikas und fallen durch ihr hübsch gepunktetes Gefieder auf.</p>
<figure id="attachment_3508" aria-describedby="caption-attachment-3508" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172858-0834.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3508" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172858-0834-1024x683.jpg" alt="Ein Helmperlhuhn" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172858-0834-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172858-0834-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172858-0834-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-172858-0834.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3508" class="wp-caption-text">Ein Helmperlhuhn</figcaption></figure>
<p>Auch wenn die Räuber in der Regel die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen, so sind doch Antilopen nicht minder elegant. Kurz vor der Ausfahrt aus dem Park graste eine große Herde Impalas direkt neben unserer Fahrspur, angeführt von einem stattlichen Männchen. Erst als wir anhielten setzte der Fluchtinstinkt ein und einige der kleinen Antilopen hüpften in gewaltigen Sprüngen vor uns davon.</p>
<figure id="attachment_3509" aria-describedby="caption-attachment-3509" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-180954-0867.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3509" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-180954-0867-1024x683.jpg" alt="Der Impala-Boss und seine Herde" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-180954-0867-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-180954-0867-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-180954-0867-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-180954-0867.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3509" class="wp-caption-text">Der Impala-Boss und seine Herde</figcaption></figure>
<p>Für den ersten Tag war die &#8222;Ausbeute&#8220; sehr beachtlich, nennen wir es Big Three: Elefanten, sogar einen Büffel und die Löwen, dazu Zebras, Antilopen, viele Vögel. Safari-Herz, was willst du mehr? Und für uns war dies nur der Auftakt, bald würden weitere Safari-Tage folgen.</p>
<figure id="attachment_3510" aria-describedby="caption-attachment-3510" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-181840-0889.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3510" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-181840-0889-1024x683.jpg" alt="Sonnenuntergang über Mikumi" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-181840-0889-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-181840-0889-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-181840-0889-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180902-181840-0889.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3510" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang über dem Mikumi Nationalpark</figcaption></figure>
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		<title>Erste Eindrücke aus Madagaskar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Apr 2019 00:01:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Madagaskar war das einzige Land auf unserer Reiseroute, das wir beide zusammen schon früher besucht hatten. 2011 waren wir auf den Spuren der Lemuren unterwegs gewesen und die große Insel und ihre Bewohner hatten uns begeistert. Schon damals stand fest, dass wir wiederkommen wollten. Und nun waren wir sogar zu dritt angereist: Katja hatte eine &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Madagaskar war das einzige Land auf unserer Reiseroute, das wir beide zusammen schon früher besucht hatten. 2011 waren wir auf den Spuren der Lemuren unterwegs gewesen und die große Insel und ihre Bewohner hatten uns begeistert. Schon damals stand fest, dass wir wiederkommen wollten. Und nun waren wir sogar zu dritt angereist: Katja hatte eine Fernreise bei Wittmann-Tours gebucht ;). Zusammen mit Katja waren wir für 3 Wochen auf Madagaskar unterwegs.</p>
<figure id="attachment_3101" aria-describedby="caption-attachment-3101" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3101" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-1024x683.jpg" alt="In Madagaskar reisten wir zu dritt: Katja hatte Urlaub bei Wittmann-Tours gebucht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3101" class="wp-caption-text">In Madagaskar reisten wir zu dritt: Katja hatte Urlaub bei Wittmann-Tours gebucht.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3102"></span></p>
<h2>Zurück in Antananarivo</h2>
<p>Schon im Anflug auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antananarivo">Antananarivo</a> (kurz: Tana), der Hauptstadt Madagaskars, erkannten wir den Ort, den wir zuvor ins Herz geschlossen hatten. Die hügelige Landschaft des Hochlandes, die rötliche Erde, die Reisfelder, in deren Wasser die Sonne glitzerte und die sich nicht nur vor den Toren der Stadt befanden, sondern auch nahe des Zentrums.</p>
<figure id="attachment_3103" aria-describedby="caption-attachment-3103" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3103 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-1024x576.jpg" alt="Antananarivo aus der Vogelperspektive" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3103" class="wp-caption-text">Antananarivo aus der Vogelperspektive</figcaption></figure>
<p>Auch am kleinen Hauptstadtflughafen hatte sich wenig verändert. Wir reihten uns brav in eine lange Schlange ein, dann in die nächste Schlange und in eine weitere. In dieser Abfolge gaben wir das Gesundheitsformular ab, bezahlten das Visum und bekamen selbiges am Ende auch ausgestellt. Damals, in den &#8222;guten alten Zeiten&#8220;, war uns allerdings ein deutlich hübscheres Visum in den Pass geklebt worden…</p>
<figure id="attachment_3104" aria-describedby="caption-attachment-3104" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3104 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-1024x683.jpg" alt="Unsere komplette Reisegruppe: Tahina, Christian, Mona, Katja und Christian" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3104" class="wp-caption-text">Unsere vollständige Reisegruppe: Tahina, Christian, Mona, Katja und Christian</figcaption></figure>
<p>Nachdem wir schließlich alle Formalitäten erledigt hatten, trafen wir Tahina, unseren Reiseleiter, und Christian, unseren Fahrer. Beide sollten uns die kommenden Wochen begleiten. Eine Reise auf eigene Faust mit öffentlichen Verkehrsmitteln hatten wir von vorneherein ausgeschlossen, da die Fortbewegung mit sogenannten Busch-Taxis (Taxi Brousse) zu langwierig und zu schwierig gewesen wäre. Außerdem hätten wir viele Orte gar nicht erreichen können, da es schlicht keine (verlässlichen) Verbindungen gibt.</p>
<h2>Vom Reisenden zum Ariary-Millionär</h2>
<p>Madagaskar ist zwar eines der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt_pro_Kopf">materiell ärmsten Länder der Welt</a>, aber die Geldbeträge sind bei einem Kurs von 1:4000 zuweilen astronomisch. Trotzdem ist der größte Schein ein erst kürzlich eingeführter 20.000er (ca. 5 Euro), 2011 war es noch eine 10.000 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ariary">Ariary</a>-Banknote. Mittlerweile hatte allerdings die Inflation alle Werte quasi verdoppelt. Der kleinste Schein, 100 Ariary, war mit einem Gegenwert von gerade einmal 2,5 Cent auch wertmäßig klein. Münzen gibt es zwar theoretisch, allerdings haben wir sie nie im Einsatz erlebt.</p>
<figure id="attachment_3105" aria-describedby="caption-attachment-3105" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3105 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-1024x683.jpg" alt="Beim Bezahlen auf Madagaskar mussten wir immer mit großen Summen rechnen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3105" class="wp-caption-text">Beim Bezahlen auf Madagaskar mussten wir immer mit großen Summen rechnen.</figcaption></figure>
<p>Am Flughafen hoben wir zunächst das Transaktionsmaximum von 400.000 Ariary am Geldautomaten ab. Später tauschten wir einige von Katja mitgebrachte Euro-Scheine in dicke Ariary-Geldbündel um, um davon die ersten 10 Tage bestreiten zu können. Damit wurden wir in kürzester Zeit zu Ariary-Millionären <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Die liebenswerten Madegassen</h2>
<p>Auf dem Weg zum Hotel standen wir im Stau, es war &#8222;Rush-Hour&#8220;. Daher hielten wir zur Auflockerung einmal an, um uns anzusehen, wie die Menschen Lehmziegel herstellen. Der Prozess war denkbar einfach: Auf einer improvisierten Arbeitsplatte wurden ein paar Sägespäne verteilt, damit der Werkstoff nicht festklebte. Dann setzte der Arbeiter eine Kastenform aus Holz auf, drückte mit Schwung einen Klumpen Lehm hinein und entfernte überschüssigen Schlamm mit den Händen. Anschließend legte er den in Entstehung begriffenen Backstein in der Schablone einige Meter weiter auf dem Boden zum Trocknen ab und entfernte die Form. Später werden die Ziegel dann gebrannt, um ihnen Stabilität zu verleihen. Die Prozedur fand am Rande von Reisfeldern direkt neben der Straße vom Flughafen zum Zentrum von Antananarivo statt. Eine Kinderschar bestaunte weniger die Lehmziegelherstellung sondern mehr uns.</p>
<figure id="attachment_3106" aria-describedby="caption-attachment-3106" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3106" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-683x1024.jpg" alt="Was sind denn das für lustige Vazahas?" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3106" class="wp-caption-text">Was sind denn das für lustige Vazahas?</figcaption></figure>
<p>Sie hatten einen riesigen Spaß daran, dass wir Ausländer (die Vazahas) gekommen waren, komische Leute ;). Ein Mädchen machte sich über meine Brille lustig, indem sie mit ihren Fingern ein Brillengestell formte und es kichernd vor ihr Gesicht hielt. Kurzerhand bot ich ihr die Sehhilfe zum Anprobieren an, was ihr dann aber doch zu unheimlich war. Ein kleiner Junge traute sich hingegen und setzte sie auf. Nach dem anschließenden Foto-Shooting war es ein riesiger Spaß für die Kinder, sich selbst auf dem Display der Kamera zu betrachten.</p>
<figure id="attachment_3107" aria-describedby="caption-attachment-3107" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3107" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-1024x683.jpg" alt="Bester Durchblick dank Vazahas-Brille!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3107" class="wp-caption-text">Bester Durchblick dank Vazaha-Brille!</figcaption></figure>
<h2>Madegassen und Vazahas</h2>
<p>Derart unverkrampfte Begegnungen mit den Madegassen hatten wir schon vor 7 Jahren erlebt. Tahina, wie damals Hasina, hatte ein Händchen dafür, spontan eine Verbindung zwischen uns als Besuchern und den Einheimischen herzustellen, ohne dass die Situation künstlich wirkte oder ein kommerzieller Hintergedanke offensichtlich wurde. Wir spürten die Herzlichkeit der menschlichen Begegnung, nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit Erwachsenen.</p>
<figure id="attachment_3108" aria-describedby="caption-attachment-3108" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3108 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-1024x683.jpg" alt="Die Madegassen lassen sich gerne fotografieren - und möchten sich anschließend im Display sehen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3108" class="wp-caption-text">Die Madegassen lassen sich gerne fotografieren &#8211; und möchten sich anschließend im Display sehen.</figcaption></figure>
<p>Wir waren in Madagaskar die Vazahas. Der Begriff &#8222;Vazaha&#8220;, klingt für unser Ohren in etwa wie &#8222;Wasa&#8220;, wird aber etwas schneller ausgesprochen, auf der ersten Silbe betont und hat natürlich nichts mit Knäckebrot zu tun ;). Die Vazahas sind die Ausländer, die Weißen auf Malagasy (interessanterweise keine Bezeichnung für Asiaten). Das Wort ist eher neutral, für uns war es jedoch ungewohnt, so pauschalisiert angesprochen zu werden. &#8222;Salama Vazaha!&#8220; (&#8222;Hallo Ausländer!&#8220;), war eine gängige Grußformel auf der Straße. Auch mal eine interessante Erfahrung <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Die fahrenden Museen</h2>
<p>Unser Besuch in Madagaskar war für uns in mehrerlei Hinsicht eine Art Zeitreise in die Vergangenheit. Ein Aspekt dieses Eindruckes manifestierte sich auf den Straßen. Die Franzosen haben als Kolonialisatoren vielfältige Spuren auf Madagaskar hinterlassen, so zum Beispiel auch ihre Autos. Auf den Straßen von Antananarivo sahen wir zahllose französische Fahrzeugmodelle, an die wir uns noch aus unserer Kindheit erinnerten, die aber inzwischen im deutschen Straßenbild vollkommen verschwunden sind.</p>
<figure id="attachment_3109" aria-describedby="caption-attachment-3109" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3109" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-1024x683.jpg" alt="Ein fahrendes Museum" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3109" class="wp-caption-text">Ein fahrendes Museum</figcaption></figure>
<p>Wir sahen unzählige Enten (Citroën <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Citro%C3%ABn_2CV">2CV</a>), Renault <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Renault_4">R4</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Renault_5">R5</a>. Fast alle dieser Pkw waren allerdings ganz normale Gebrauchsfahrzeuge und keine gehegten, gepflegten Oldtimer, obwohl es auch einen 2CV-Club in Tana gibt. Der Zahn der Zeit nagte jedoch sichtlich an den &#8222;fahrenden Museen&#8220;, wie Tahina sie liebevoll nannte. Des öfteren sahen wir, wie Fahrzeuge neben der Straße repariert wurden oder wie liegengebliebene Autos aus dem Weg geschoben wurden, um den Verkehr nicht (noch mehr) zu behindern.</p>
<figure id="attachment_3110" aria-describedby="caption-attachment-3110" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3110" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-1024x683.jpg" alt="Freiluft-Werkstatt" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3110" class="wp-caption-text">Freiluft-Werkstatt</figcaption></figure>
<p>In unserer Gedankenwelt assoziieren wir die Begriffe &#8222;Hauptstadt&#8220; und &#8222;Straße&#8220; mit breiten, mehrspurigen Alleen. In Antananarivo sind dies jedoch enge Asphaltstreifen, die teilweise auch von florierenden bunten Märkten okkupiert werden. Autos sind bei weitem nicht die einzigen Fortbewegungsmittel. Viele Gefährte kommen auch ganz ohne Motor aus. Handwagen und Zebu-Karren (ein Zebu ist ein madagassisches Rind) sind ebenfalls Normalität und für den Verkehrsfluss nicht gerade förderlich ;).</p>
<figure id="attachment_3111" aria-describedby="caption-attachment-3111" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3111" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-1024x683.jpg" alt="Keine Seltenheit: Ein Zebu-Karren auf den Straßen von Anatananarivo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3111" class="wp-caption-text">Keine Seltenheit: Ein Zebu-Karren auf den Straßen von Anatananarivo</figcaption></figure>
<h2>Angekommen in Madagaskar</h2>
<p>Unsere Madagaskar-Reise 2011 hatte uns ausgesprochen gut gefallen. Wir waren damals gekommen, um Flora und Fauna kennenzulernen, vor allem die Lemuren. Noch mehr hatten uns aber die freundlichen und aufgeschlossenen Menschen begeistert. Würden wir wieder solche unmittelbaren Begegnungen erleben dürfen oder hatte der Tourismus auch in Madagaskar Einzug gehalten und die gegenseitige, fast kindliche Neugier in eine rein kommerzielle Beziehung verwandelt? Nach unserem ersten Tag auf der Insel hatten wir das Gefühl, als hätte sich nur wenig verändert. Madagaskar (allein der Name des Landes klingt aufregend exotisch) hatte noch die Magie des Unberührten. Hier wurde der Reisende noch als Mensch betrachtet und ein gegenseitiges Beschnuppern mit interessierten Einheimischen war möglich.</p>
<figure id="attachment_3112" aria-describedby="caption-attachment-3112" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3112" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-1024x683.jpg" alt="Sonnenuntergang über Antananarivo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3112" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang über Antananarivo</figcaption></figure>
<p>Wir spürten auch, dass wir mit Tahina einen sehr guten Führer hatten, der uns sein Land zeigen und uns mit den Menschen in Verbindung bringen würde. Wir freuten uns auf 3 spannende Wochen und konnten es kaum erwarten, am nächsten Morgen aufzubrechen und mehr von Madagaskar kennenzulernen.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Brasilien: Manaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 00:01:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem wir unser Lateinamerika-Puzzle gelöst hatten, flogen wir direkt 😉 von Lima über São Paulo nach Manaus, mitten ins Amazonasgebiet und zur ehemaligen Kautschuk-Hauptstadt Brasiliens. Hier war es deutlich wärmer als im Madidi-Nationalpark im bolivianischen Teil des Amazonasbeckens. Manaus liegt fast auf dem Äquator. Um Mitternacht zeigte das Thermometer bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit noch 25 &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-brasilien-manaus/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erste Eindrücke aus Brasilien: Manaus“</span> weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir unser <a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/Lateimamerika-Puzzle3.jpg">Lateinamerika-Puzzle</a> gelöst hatten, flogen wir direkt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> von Lima über São Paulo nach Manaus, mitten ins Amazonasgebiet und zur ehemaligen Kautschuk-Hauptstadt Brasiliens. Hier war es deutlich wärmer als im <a href="http://wittmann-tours.de/der-bolivianische-dschungel-im-madidi-nationalpark/">Madidi</a>-Nationalpark im bolivianischen Teil des Amazonasbeckens. Manaus liegt fast auf dem Äquator. Um Mitternacht zeigte das Thermometer bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit noch 25 Grad an. Im Taxi vom Flughafen in die Stadt herrschte jedoch leider wieder Altiplano-Kälte, da der Fahrer die Klimaanlage im Polarmodus laufen ließ ;).</p>
<figure id="attachment_2799" aria-describedby="caption-attachment-2799" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2799" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit-1024x683.jpg" alt="Willkommen in Brasilien! Bei unserer Ankunft lief die WM-Vorrunde und Brasilien war im WM-Fieber." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2799" class="wp-caption-text">Willkommen in Brasilien! Bei unserer Ankunft lief die WM-Vorrunde und die Brasilianer waren vollkommen im WM-Fieber.</figcaption></figure>
<p><span id="more-2810"></span></p>
<h2>Ein modernes Land?!</h2>
<p>Hui, so viel Zivilisation! Der hypermoderne Flughafen in São Paulo war so groß wie alle Flughäfen zusammen, von denen aus wir in Südamerika bisher gereist waren. Und auch in Manaus begegnete uns zunächst viel vermeintliche Modernität. Wir hätten zum Beispiel (fast) überall mit Kreditkarte bezahlen können. Ein Taxi ruft man am besten per Handy-App und Uber ist sowieso am günstigsten und hat die beste Abdeckung. Seinen Uber-Fahrer kann man natürlich via PayPal bezahlen. Außerdem ist die Infrastruktur deutlich besser: Schlaglochfreie, asphaltierte Straßen! Woran wir uns wieder gewöhnen mussten, war, dass die Geschäfte in Brasilien Öffnungszeiten hatten. Auf einmal gab es nicht mehr an jeder Ecke einen Minimarkt, bei dem wir bis spät in der Nacht noch einkaufen konnten.</p>
<figure id="attachment_2800" aria-describedby="caption-attachment-2800" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2800" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871-1024x683.jpg" alt="Die Apotheken sahen sehr modern aus. Sie glänzten mit langen Öffnungszeiten und waren auch kleine Mini-Märkte, die allerdings eher Cola als Wasser verkauften ;)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2800" class="wp-caption-text">Die Apotheken sehen sehr modern aus. Sie glänzen mit langen Öffnungszeiten und sind gleichzeitig kleine Mini-Märkte, die allerdings eher Cola und Eis am Stiel als Wasser verkaufen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<p>Dieses moderne Bild relativierte sich aber ein wenig mit zunehmender Aufenthaltsdauer im Land. Vor allem nach Einbruch der Dunkelheit wurde Manaus für unsere Begriffe deutlich lateinamerikanischer. Es gab Essensstände auf der Straße und die Brasilianer drehten gerne die Musik auf (schalteten sie aber auch um 10 oder 11 Uhr wieder aus). Außerdem wurden die Ampeln endgültig zur Straßendekoration. Über so viele rote Ampeln sind wir im Taxi in noch keinem anderen Land gefahren.</p>
<h2>Man spricht Portugiesisch</h2>
<p>Auf der östlichen Seite der Anden (auch wenn dies eine extreme Vereinfachung ist) verlief die Geschichte auf dem südamerikanischen Kontinent etwas anders als auf der Westseite. Das Gebiet des heutigen Brasilien war portugiesische Kolonie. 1815 verlegte der König von Portugal sogar seine Hauptstadt von Lissabon nach Rio de Janeiro und regierte von dort aus. 1822 erlangte das Land ohne Blutvergießen seine Unabhängigkeit. Offenkundiges Überbleibsel dieser von der den spanischen Kolonien so verschiedenen Geschichte ist die Landessprache Portugiesisch.</p>
<figure id="attachment_2801" aria-describedby="caption-attachment-2801" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2801" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784-1024x782.jpg" alt="Portugiesisch ohne Mühe: Memrise war eine der Apps, mit der ich sehr zufrieden war (zum Vokalen lernen, weniger für Konversation)" width="525" height="401" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784-1024x782.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784-300x229.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784-768x587.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2801" class="wp-caption-text">Portugiesisch ohne Mühe: Memrise ist eine der Apps, mit der ich sehr zufrieden bin (zum Vokabeln lernen, weniger für Konversation).</figcaption></figure>
<p>Portugiesisch und Spanisch sind sehr eng miteinander verwandt. Wie einfach oder schwierig es ist, Portugiesisch im Selbststudium auf der Grundlage von soliden Spanischkenntnissen zu lernen, wollte ich herausfinden. Dafür hatte ich drei Monate vor unserer Ankunft in Brasilien angefangen, mit zwei Apps immer wieder zwischendurch Portugiesisch zu lernen. Die Lerngeschwindigkeit war in der Tat ziemlich hoch, da es viele (annähernd) gleiche Worte gibt und auch die Grammatik sehr ähnlich ist. Mein Ziel war es nicht, perfekt Portugiesisch zu können, sondern einigermaßen Portuñol zur Verständigung.</p>
<h2>Portugiesische Sprache, schwere Sprache</h2>
<p>Was sich beim Lernen schon andeutete, bestätigte sich in der Realität. Es war sehr einfach für mich, Portugiesisch zu lesen, einfache Sätze zu sagen oder zum Beispiel zu fragen „Wo ist die Toilette?“ (&#8222;Onde fica o banheiro?&#8220;, gesprochen: &#8222;Ondsche fika o banjero?&#8220;). Die echte Herausforderung war aber, die Antwort zu verstehen! Portugiesisch klingt deutlich anders als Spanisch und selbst bei vermeintlich einfachen Themen haben wir im ersten (und nicht selten auch im zweiten) Anlauf wenig verstanden. Naja, wir hatten ja mehrere Wochen vor uns für den praktischen Teil des Portugiesischkurses  ;).</p>
<figure id="attachment_2802" aria-describedby="caption-attachment-2802" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2802" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156-1024x683.jpg" alt="Zum Glück zweisprachig, obwohl wir schriftlich deutlich mehr verstanden als mündlich." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2802" class="wp-caption-text">Zum Glück zweisprachig. Schriftlich verstanden wir deutlich mehr als mündlich.</figcaption></figure>
<p>Beim Einchecken im Hotel in Manaus sagte ich meine ersten echten Worte auf Portugiesisch. Meine Begrüßung des Rezeptionisten schien überzeugend genug gewesen zu sein. Er antwortete mit einem Schwall Turbo-Portugiesisch und hatte mich in wenigen Sekunden abgehängt. Zum Glück sprach er aber auch Englisch :).</p>
<figure id="attachment_2803" aria-describedby="caption-attachment-2803" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2803 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468-1024x683.jpg" alt="Rund um das Teatro Amazonas in Manaus probierten wir unser Portuñol aus." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2803" class="wp-caption-text">Rund um das Teatro Amazonas in Manaus probierten wir unser Portuñol aus.</figcaption></figure>
<p>Aufgrund der Ähnlichkeit von Spanisch und Portugiesisch verfolgte ich die Strategie, Standard-Phrasen, die ich kannte, auf Portugiesisch zu sagen, ansonsten spanische Grammatik mit möglichst vielen portugiesischen Wörtern zu benutzen und alles andere mit Spanisch aufzufüllen. Damit waren die Erfolge gemischt, aber meistens brauchbar. Ulkigerweise fragte uns einmal ein Kellner, ob wir aus Portugal kämen, wir hatten wohl einen komischen Akzent :).</p>
<h2>Manaus &#8211; Das Paris der Tropen</h2>
<p>Manaus liegt mitten im Dschungel des Amazonasbeckens. Eine Ansiedlung gab es schon seit 1669, aber erst ab zirka 1870 wurde Manaus eine richtige Stadt. Der Grund für das Wachstum war der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kautschukboom">Kauschtukboom</a>. Nachdem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Goodyear">Charles Goodyear</a> die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vulkanisation">Vulkanisierung</a> erfunden hatte, entwickelte sich Gummi durch die große Nachfrage zum Massenprodukt. Kautschuk war der Rohstoff, der für die Herstellung benötigt wurde, und dieser wurde in den Regenwäldern des Amazonas von wilden Kautschukbäumen gewonnen. Manaus war das Kautschuk-Zentrum Brasiliens und wurde damit zur wohlhabenden Großstadt.</p>
<figure id="attachment_2804" aria-describedby="caption-attachment-2804" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2804" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit-1024x683.jpg" alt="Palácio Rio Negro, erbaut vom deutschen Kautschukbaron Karl Waldemar Scholz" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2804" class="wp-caption-text"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A1cio_Rio_Negro_(Manaus)">Palácio Rio Negro</a>, erbaut vom deutschen Kautschukbaron Karl Waldemar Scholz</figcaption></figure>
<p>Einige prächtige Gebäude erinnern noch heute an die Zeit der Kautschukbarone, die u.a. prachtvolle Villen bauten. Manaus war zudem die erste Stadt Brasiliens, die über elektrischen Strom, eine Trinkwasserversorgung und ein Abwassersystem verfügte. So erhielt der Flecken Zivilisation mitten im Regenwald den Spitznamen &#8222;Paris der Tropen&#8220;. Höhepunkt der Dekadenz war das auch heute noch aktive, prunkvolle <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teatro_Amazonas">Teatro Amazonas</a>. In der guten alten Zeit gab es sogar eine Einfahrt aus Pflastersteinen, die mit Gummi überzogen waren, damit die Kutschen der zu spät kommenden Besucher die Aufführung nicht störten ;).</p>
<figure id="attachment_2805" aria-describedby="caption-attachment-2805" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2805" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079-1024x683.jpg" alt="Blick aus der einer Logen im prächtigen Teatro Amazonas" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2805" class="wp-caption-text">Blick aus einer der Logen im prächtigen Teatro Amazonas</figcaption></figure>
<p>Heute (wie bestimmt auch damals) riecht es nicht überall nach Rosen in Manaus, auch wenn die Stadt kein Großstadt-Moloch ist. Für immer werden uns die kuriosen Öffnungszeiten der Museen im Gedächtnis bleiben. Am Wochenende hatten die meisten Ruhetag und wochentags machten viele eine ausgedehnte Mittagspause, bevor sie um 17 Uhr schon wieder schlossen. Auch unser Besuch im Büro der Touristeninformation hat sich uns eingeprägt, wo ein sehr engagierter Mitarbeiter uns in flüssigem Englisch über 10 Minuten die Öffnungszeiten aller örtlichen Museen aufsagte….</p>
<h2>Im Zoo in Manaus</h2>
<p>Auch wenn wir bisher bei unseren Tierbeobachtungen in freier Wildbahn viele Sichtungen hatten verzeichnen können, wollten wir doch sicher gehen, dass wir die Fauna des Regenwaldes auch wirklich zu Gesicht bekommen würden. Daher gingen wir in Manaus in den Zoo, genauer gesagt gleich in zwei. Einer der beiden wird interessanterweise vom brasilianischen Militär unterhalten. Wir stellten uns immer wieder schmunzelnd einen Bundeswehr-Zoo vor ;). Am Eingang des anderen Zoos (Bosque da Ciência) hing ein Schild, dass die Anlage während der Spiele der brasilianischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brasilianische_Fu%C3%9Fballnationalmannschaft">Seleção</a> bei der WM geschlossen wäre. Zum Glück fand gerade kein Spiel statt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2806" aria-describedby="caption-attachment-2806" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2806" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510-683x1024.jpg" alt="Während der Spiele der brasilianischen Nationalmannschaft war der Zoo geschlossen." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2806" class="wp-caption-text">Während der Spiele der brasilianischen Nationalmannschaft war der Zoo geschlossen.</figcaption></figure>
<p>Der Bosque da Ciência war interessanterweise eher ein großer Park, in dem etliche Tiere sogar außerhalb von Gehegen lebten. Damit war natürlich nicht garantiert, dass man sie auch wirklich sehen konnte &#8211; wie in freier Wildbahn. So turnte eine Gruppe von Affen nach Herzenslust durch den Wald und wir sahen (eher durch Zufall) sogar ein Faultier oben in einem Baum hängen, erst reglos, dann verschwand es in Zeitlupe.</p>
<figure id="attachment_2807" aria-describedby="caption-attachment-2807" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2807" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130-1024x683.jpg" alt="Einfach mal abhängen - Ein Faultier im Bosque da Ciência" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2807" class="wp-caption-text">Einfach mal abhängen &#8211; Ein Faultier im Bosque da Ciência</figcaption></figure>
<p>Der Militärzoo war ein klassischer Zoo mit besseren und schlechteren Anlagen, sprich größeren und kleineren Gehegen. Davon abgesehen wirkte jedoch alles bestens in Schuss und gut gepflegt, nirgendwo blätterte Farbe ab und die Tiere machten auf keinen Fall einen vernachlässigten Eindruck. Trotzdem blickten einige tierische Bewohner auf eine schreckliche Vorgeschichte zurück und waren nichtsdestotrotz ein Botschafter ihrer Spezies. Ein Jaguar, Cunhã, war als misshandeltes Jungtier in den Zoo gekommen, nachdem er aus illegaler Gefangenschaft befreit worden war. Im Zoo erholte er sich wieder, erblindete aber im Laufe der Zeit wegen zurückliegender Mangelernährung. In freier Wildbahn wäre er gestorben, im Zoo konnte er die Herzen der Kinder erobern, die hoffentlich die Sinnhaftigkeit von Umwelt- und Tierschutz erkennen.</p>
<figure id="attachment_2808" aria-describedby="caption-attachment-2808" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2808 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185-1024x683.jpg" alt="Cunhã: Als Welpe misshandelt, erblindet als Jugendlicher, heute ein Star des Zoos von Manaus." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2808" class="wp-caption-text">Cunhã: Als Jungtier misshandelt, später erblindet, heute ein Star des Militärzoos von Manaus.</figcaption></figure>
<h2>Daumen hoch für Brasilien</h2>
<p>Brasilien gefiel uns auf Anhieb sehr gut: freundliche Menschen, schönes warmes Wetter und Manaus war eine interessante und sehr entspannte Stadt, die sich auf keinen Fall nach einer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Manaus">2 Millionen-Metropole</a> anfühlte. Immer wenn den Brasilianern etwas gefiel, zeigten sie ein Thumbs-up. Daumen hoch konnte auch heißen &#8222;ja&#8220;, &#8222;alles in Ordnung&#8220; oder &#8222;vielen Dank&#8220;. Diese Geste war so universell, dass wir nach kürzester Zeit ebenfalls immer häufiger ein Thumbs-up zeigten, um zu signalisieren, das alles in bester Ordnung war oder einfach nur als Dankeschön.</p>
<figure id="attachment_2809" aria-describedby="caption-attachment-2809" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2809" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254-1024x479.jpg" alt="Auf jedem Schein ein anderes Tier. Am besten hat uns der Jaguar auf dem 50 Reais-Schein gefallen." width="525" height="246" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254-1024x479.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254-300x140.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254-768x360.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2809" class="wp-caption-text">Auf jeder Banknote ein anderes Tier. Am besten gefiel uns der Jaguar auf dem 50 Reais-Schein (ca. 12 Euro).</figcaption></figure>
<p>Ein doppeltes Thumbs-up gibt es von uns für die brasilianischen Geldscheine. Sie gefielen uns von allen Währungen, mit denen wir bis dahin zu tun hatten, am besten. Auf jeder Banknote ist ein anderes wunderschönes Tier abgebildet: Schildkröten, Reiher, Papageien, Affen, Jaguare und Fische sind vertreten. Vielleicht sollte der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jair_Bolsonaro">neue brasilianische Präsident</a> weniger mit Kreditkarte bezahlen, sondern lieber sein hübsches Geld in die Hand nehmen. Dann würde er den Regenwald &#8211; Lebensraum all dieser Tiere &#8211; vielleicht nicht abholzen wollen.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Kambodscha</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jan 2018 00:31:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der Ankunft in Kambodscha wirkte Phnom Penh sehr modern auf uns. Die Straße vom Flughafen ins Stadtzentrum war gut, verglichen mit Myanmar gab es viel bunte Beleuchtung der Plätze und Leuchtreklame. Das Taxi erschien uns vergleichsweise neu und &#8211; oh Wunder &#8211; alle Sitze hatten funktionstüchtige Sicherheitsgurte. Unser Taxifahrer sprach zudem gutes Englisch. Der &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Ankunft in Kambodscha wirkte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Phnom_Penh">Phnom Penh</a> sehr modern auf uns. Die Straße vom Flughafen ins Stadtzentrum war gut, verglichen mit Myanmar gab es viel bunte Beleuchtung der Plätze und Leuchtreklame. Das Taxi erschien uns vergleichsweise neu und &#8211; oh Wunder &#8211; alle Sitze hatten funktionstüchtige Sicherheitsgurte. Unser Taxifahrer sprach zudem gutes Englisch. Der Transfer in die Stadt hatte dann auch den gehobenen Einheitspreis von 12 US-Dollar, mindestens doppelt so teuer wie in Myanmar.</p>
<figure id="attachment_1228" aria-describedby="caption-attachment-1228" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1228" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1-1024x683.jpg" alt="Willkommen in Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171127-201536-2897-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1228" class="wp-caption-text">Willkommen in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas</figcaption></figure>
<p><span id="more-1225"></span></p>
<h2>Kambodscha in Sorge</h2>
<p>Auf der Fahrt offenbarte sich jedoch auch bald ein negativer Aspekt der Situation des Landes. Nachdem die üblichen Einstiegsthemen (Woher? Wie lange in Kambodscha? etc.) das Eis gebrochen hatten, kam unser Taxifahrer schnell auf die Politik in Kambodscha zu sprechen. Das Land habe große Probleme: Bei den nächsten Wahlen hätte er keine echte Wahl, es gäbe nur eine Partei. Außerdem blühe die Korruption. Wie sich herausstellte, war dies keine Pauschalkritik am System, sondern er äußerte ernst gemeinte Sorgen.</p>
<p>Im Reiseführer wurde Kambodscha noch als vielversprechendes Land auf dem Weg zur Demokratie beschrieben, aber Mitte November 2017 wurde <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-11/kambodscha-oberstes-gericht-oppositionspartei">die größte Oppositionspartei durch den Obersten Gerichtshof verboten</a>. Nachdem die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Rettungspartei_Kambodschas">CNRP</a> bei den vergangenen Wahlen immer mehr Stimmen für sich verbuchen konnte, hätten die Wahlen 2018 Kambodscha eine neue Regierung bescheren können. Aber für den Machterhalt ist der aktuellen Regierung anscheinend jedes Mittel recht. Wir waren schockiert, und so richtig glaubten wir es erst, nachdem wir im Internet mehr Details gelesen hatten.</p>
<h2>Zu Besuch beim König</h2>
<p>Auch wenn die Macht beim ewigen Premierminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hun_Sen">Hun Sen</a> liegt, ist  <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Norodom_Sihamoni">König Norodom Sihamoni</a> das echte Staatsoberhaupt. Der Königspalast liegt im Herzen von Phnom Penh und war unser erstes Besichtigungsziel. Die 10 Dollar Eintritt pro Person fanden wir eher happig, die weiteren pauschalen 10 Dollar für einen Guide ebenso. Wir bekamen schnell den Eindruck, dass Touristen gemolken werden.</p>
<figure id="attachment_1229" aria-describedby="caption-attachment-1229" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1229" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1-1024x683.jpg" alt="Der Königspalast in Phnom Penh" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-084810-1524-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1229" class="wp-caption-text">Der Königspalast in Phnom Penh</figcaption></figure>
<p>Trotz des Preises war die Führung sehr interessant. Wir lernten viel über die Palastgebäude, den König, die Religion und Kambodscha. Auch hier erhielten wir so etwas wie einen Kommentar zur Politik in Kambodscha: Der Kommunismus sei wie ein Virus, der das Land bedrohen würde. Neben historischen Ereignissen meinte unser Guide damit vor allem China, das in großem Stil in Kambodscha <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/kambodscha-china-kommt-die-demokratie-geht-a-1167432.html">investiert und starken Einfluss ausübt</a>.</p>
<figure id="attachment_1230" aria-describedby="caption-attachment-1230" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1230" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1-1024x683.jpg" alt="Der Eingang zur Silberpagode" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-090403-1542-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1230" class="wp-caption-text">Der Eingang zur Silberpagode</figcaption></figure>
<p>Am Ende der Führung wurde für uns Geschichte lebendig. Unser Führer berichtete kurz über die Zeit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Khmer">Roten Khmer</a>, die er als Kind erlebt hatte: Mit seiner Familie wurde er gezwungen, die Stadt zu verlassen, wie sie auf dem Land lebten und sehr hart arbeiten mussten und wie sie nach dem Krieg wieder zurückkehrten nach Pnomh Penh. Dabei wurde uns erst so richtig bewusst, dass die Zeit der Gräuel unter den Roten Khmer noch nicht lange her ist. Um uns herum waren viele Kambodschaner, die diese schwere Zeit miterlebt hatten &#8211; im Gegensatz zu Deutschland, wo die Zeitzeugen des zweiten Weltkrieges allmählich aussterben.</p>
<figure id="attachment_1231" aria-describedby="caption-attachment-1231" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1231" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1-1024x683.jpg" alt="Silberpagodenselfie" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-093558-2914-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1231" class="wp-caption-text">Silberpagodenselfie</figcaption></figure>
<h2>Phnom Penh</h2>
<p>Auch auf den zweiten Blick machte das Zentrum von Phnom Penh auf uns den Eindruck einer modernen Stadt. Da wir Yangon noch vor Augen hatten, erschienen im direkten Vergleich die Unterschiede enorm. Die Straßen waren sauberer, die Gehwege konnten wirklich als solche benutzt werden, das Warenangebot in den Geschäften wirkte deutlich umfangreicher. Obwohl in Phnom Penh nur zwei Drittel der Einwohnerzahl von Yangon leben, wirkte es deutlich großstädtischer.</p>
<figure id="attachment_1232" aria-describedby="caption-attachment-1232" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1232" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1-1024x683.jpg" alt="Das Unabhängigkeitsdenkmal im Zenrrum von Phnom Penh" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171128-212323-2946-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1232" class="wp-caption-text">Das Unabhängigkeitsdenkmal im Zentrum von Phnom Penh</figcaption></figure>
<p>Tourismus war im Zentrum von Phnom Penh ein unübersehbarer Wirtschaftszweig. An jeder Ecke wartete ein Überangebot von Tuk Tuk-Fahrern, die gerne eine Fahrt an Land ziehen wollten (<em>&#8222;Tuk Tuk? Killing Fields? Where you from?&#8220;</em>). Es gab viele Touranbieter, Wechselstuben, Hotels und Restaurants, die ganz eindeutig die zahlreichen Ausländer als Zielgruppe anvisierten. Auf der einen Seite war es positiv, ein gutes Angebot zu haben, aber gleichzeitig wirkte alles geschäftsorientierter und oberflächlicher. In Myanmar waren wir als Ausländer aufgefallen, hier wurden wir als Touristen und damit als mögliche Geldquelle wahrgenommen.</p>
<figure id="attachment_1233" aria-describedby="caption-attachment-1233" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1233" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1-1024x548.jpg" alt="Unterwegs mit dem Tuk Tuk" width="525" height="281" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1-1024x548.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1-300x161.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1-768x411.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171129-170402-1597-Edit-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1233" class="wp-caption-text">Unterwegs mit dem Tuk Tuk</figcaption></figure>
<h2>Von kleinen und großen Fischen</h2>
<p>Viele (v.a. höhere) Preise waren in Dollar ausgezeichnet, die eigene Währung (Riel, der kleine Fisch, wie wir auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kambodschanischer_Riel">Wikipedia</a> lernten) spielte eher die zweite Geige. Trotzdem ließen sich beide Währungen überall zum Kurs von 1:4000 problemlos ineinander tauschen &#8211; solange die großen Fische, die Dollarscheine, keine Risse, Falten oder sonstigen Gebrauchsspuren hatten.</p>
<p>Die Riel übernahmen so meist die Rolle von Kleingeld, da es auch hier (wie in Myanmar) keine Münzen gab. So bekamen wir beim Bezahlen oft Teile des Wechselgeldes in Riel. Das gleiche funktionierte auch in die andere Richtung: 6 Dollar kann man mit einem 5 Dollar Schein und weiteren 4000 Riel bezahlen &#8211; ein ungewöhnliches Konzept, an das wir uns erst gewöhnen mussten.</p>
<figure id="attachment_1237" aria-describedby="caption-attachment-1237" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1237" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1-1024x683.jpg" alt="Dollar und Riel im Duet" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2017/12/CW-20171211-213709-3802-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1237" class="wp-caption-text">Dollar und Riel im Duett</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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