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	<title>Gariwerd Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Gariwerd Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Die ersten Bewohner Australiens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 00:01:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Suche nach der Kultur und Informationen über die ersten Bewohner Australiens gestaltete sich &#8211;  ähnlich wie die Suche nach Bushfood &#8211; eher schwierig. In den ersten drei Wochen besuchten wir lediglich die Führung im botanischen Garten in Sydney und bekamen in Melbourne einen kontroversen Eindruck vom Australia Day. Am meisten lernten wir im Gariwerd-Gebirge im Brambuk Cultural &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Suche nach der Kultur und Informationen über die ersten Bewohner Australiens gestaltete sich &#8211;  ähnlich wie die Suche nach <a href="http://wittmann-tours.de/australien-kulinarisch-bush-tucker/">Bushfood</a> &#8211; eher schwierig. In den ersten drei Wochen besuchten wir lediglich die Führung im <a href="http://wittmann-tours.de/4-tage-in-sydney/">botanischen Garten in Sydney</a> und bekamen in Melbourne einen kontroversen Eindruck vom <a href="http://wittmann-tours.de/australia-day-in-melbourne/">Australia Day</a>. Am meisten lernten wir im Gariwerd-Gebirge im <a href="http://www.brambuk.com.au/">Brambuk Cultural Center</a> über die ersten Einwohner Australiens (oder Koorie) im dortigen Museum und auf einer eintägigen Führung.</p>
<figure id="attachment_1689" aria-describedby="caption-attachment-1689" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-1689" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1-1024x683.jpg" alt="Die ersten Einwohner Australiens kämpfen um ihre Rechte und Forderungen (Plakat aus dem Botanischen Garten in Sydney)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-104132-4971-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1689" class="wp-caption-text">Die ersten Einwohner Australiens kämpfen um ihre Rechte und Forderungen (Plakat aus dem Botanischen Garten in Sydney)</figcaption></figure>
<p><span id="more-1692"></span></p>
<h2>Bei der Terminologie fängt es an</h2>
<p><span style="color: black;">Schon die Bezeichnung &#8222;Aborigines&#8220;, den wir Westler oft verwenden, und den wir im ersten Absatz bewusst vermieden haben, ist problembehaftet. &#8222;Aborigine&#8220; bedeutet zwar zunächst nur &#8222;Ureinwohner&#8220;, ist im Englischen in Australien allerdings negativ besetzt und wird von den Ureinwohnern nicht gerne gehört. Sie bevorzugen es, mit ihrem Stammesnamen, der sich auf eine gemeinsame Sprachfamilie bezieht, identifiziert zu werden (davon gibt es in Australien mindestens 400). In Südost-Australien, über das dieser Artikel berichtet, ist der </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Koori_(Aborigines)">Oberbegriff</a><span style="color: black;"> Koorie akzeptiert. Daher verwenden wir den Ausdruck „Koorie“ oder „Ureinwohner“ statt „Aborigines“ als Bezeichnung für die ersten Bewohner Australiens, in der Hoffnung, dass dies als respektvoll verstanden wird.</span></p>
<figure id="attachment_1690" aria-describedby="caption-attachment-1690" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1690" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1-1024x683.jpg" alt="Die Stämme von Australiens ersten Bewohnern" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180112-101512-4969-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1690" class="wp-caption-text">Die Stämme von Australiens ersten Bewohnern</figcaption></figure>
<p><span style="color: black;">Ähnliche Konflikte in der Terminologie werden bei der Betrachtung einer Landkarte Australiens bewusst. Was auf den meisten Karten mit &#8222;</span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Grampians-Nationalpark">Grampians</a><span style="color: black;">&#8220; bezeichnet wird, kennen die Koorie als &#8222;Gariwerd&#8220;. Das Grampian-Gebirge erhielt diesen Namen von Sir Thomas Mitchell, der die Bergregion nach den </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Grampian_Mountains">Grampian Mountains</a><span style="color: black;"> in seiner Heimat Schottland benannte. So bekamen viele Orte und Landschaftsmerkmale in Australien durch die Kolonialisierung neue Bezeichnungen, obwohl die Ureinwohner natürlich bereits Namen für diese hatten und haben. Gariwerd ist mittlerweile schon wieder gebräuchlich, aber für viele Berge, Flüsse, Täler werden hauptsächlich die englischen Namen verwendet.</span></p>
<figure id="attachment_1694" aria-describedby="caption-attachment-1694" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1694" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1-1024x683.jpg" alt="Die Berge, Flüsse und Täler von Gariwerd" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-130142-5286-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1694" class="wp-caption-text">Die Berge, Flüsse und Täler von Gariwerd</figcaption></figure>
<h2>Eine dunkle Geschichte</h2>
<p>Wie auch in anderen betroffenen Ländern wendeten die Kolonialisatoren gegenüber den ursprünglichen Bewohnern eine Mischung aus Hinterhältigkeit und Gewalt an. Sie hinterließen eine Spur der Verwüstung. Es gab Massaker unter den Ureinwohnern, Vergewaltigungen der Frauen, und eingeschleppte Krankheiten dezimierten die Bevölkerung stark. Trotz handgreiflichen Widerstandes und Anwendung von Guerillataktiken wurden die Ureinwohner letztendlich von ihrem Land vertrieben und ihnen wurden für lange Zeit keine Bürgerrechte zugesprochen. Veränderungen der natürlichen Umgebung durch die englischen Siedler zum Zwecke der Weide- und Landwirtschaft entzogen den Einheimischen die Lebensgrundlage.</p>
<p>Wir wollen nicht zu sehr in Details abschweifen, aber es ist wichtig zu verstehen, dass den ersten Bewohnern sehr viel Unrecht widerfahren ist, auch in der nicht allzu weit zurückliegenden Vergangenheit. Nur so ist die heutige Verbitterung zu verstehen, die in manchen Äußerungen der Koorie mitschwingt. Ein Beispiel ist das Wahlrecht, dass zunächst ab den 1850er Jahren für Männer (1895 für Frauen), einschließlich der Ureinwohner, bestand. Separate Gesetze entzogen den ersten Bewohnern das Wahlrecht jedoch wieder. Erst 1965 durften wieder alle Ureinwohner Australiens wählen.</p>
<h2>Wem gehört das Land?</h2>
<p><span style="color: black;">Ein anderes zentrales Thema ist Landbesitz, ein Konzept, dass es bei den Koorie so nicht gab, auch wenn sie sich heute als die &#8222;first owners of the land&#8220; bezeichnen. Die Stämme bewohnten bestimmte Orte und Regionen, es gab sozusagen ein angestammtes Gebiet. Darüber hinaus betrachteten sich die Ureinwohner als Teil des Landes. Über die Doktrin der </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Niemandsland">Terra nullius</a><span style="color: black;"> (1992 vom höchsten Gericht in Australien für nichtig erklärt) erklärten die Engländer ganz Australien für nicht bewohnt und sprachen den ersten Bewohnern de facto jegliches Recht auf Landbesitz ab. Die Siedler rodeten den Wald, legten Sümpfe trocken, bauten Farmen. In gewisser Weise zivilisatorische Errungenschaften, aber inakzeptabel für die Koorie, auch weil es die traditionelle Nutzung der betroffenen Gebiete als Lebensraum und zum Zwecke der Nahrungsgewinnung für sie unmöglich machte.</span></p>
<figure id="attachment_1691" aria-describedby="caption-attachment-1691" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1691" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1-1024x683.jpg" alt="Ein anderes Verständnis von Landbesitz (gezeichnet von Simon Kneebone)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-140048-5889-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1691" class="wp-caption-text">Ein anderes Verständnis von Landbesitz (gezeichnet von Simon Kneebone, mit freundlicher Genehmigung)</figcaption></figure>
<p><span style="color: black;">Die Koorie fühlen sich ihrem Land sehr eng verbunden. Die Natur ist ihre animistische religiöse Stätte. Sie erkennen ihre Gottheiten in Tieren, Bergen und Flüssen oder den Sternen. Wir lernten ihre <a href="http://www.brambuk.com.au/assets/pdf/GrampiansNationalParkGariwerdCreationStory.pdf">Schöpfungsgeschichte</a> (dreamtime story) kennen, in der </span><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Bunjil">Bunjil</a><span style="color: black;">, the great ancestral spirit, das Land erschuf und heute als Adler darüber wacht. Der Mythos beschreibt die Entstehung der Gebirge und Flüsse, sowie einiger Tiere. Zum Beispiel beschreibt sie, wie das Possum entstand oder wie der Emu seine Federn bekam. Die Landschaft ist also eng mit den Erzählungen und Legenden der Koorie verbunden. Daher fühlen sie sich auch weiterhin für das Land verantwortlich.</span></p>
<figure id="attachment_1693" aria-describedby="caption-attachment-1693" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1693" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1-1024x683.jpg" alt="Bunjil, Erschaffer der Welt für die Koori. Er wacht über das Land als Adler." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-101136-5359-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1693" class="wp-caption-text">Bunjil, Schöpfer der Welt für die Koorie. Er wacht als Adler über das Land.</figcaption></figure>
<h2>Unterwegs in Gariwerd</h2>
<p>Im Laufe der Führung fuhren wir durch das Gariwerd-Gebiet und besuchten einige interessante, für die dortigen Clans teilweise spirituell bedeutende Orte. Unsere Koorie-Führer zeigten uns Bäume, an denen vor langer Zeit große Stücke an Rinde entfernt wurde, um Trageschalen für Babys oder Kanus herzustellen. Diese werden als Narbenbäume bezeichnet. Am Ufer des Lonsdale See (Lake Lonsdale; Koorie-Name leider unbekannt) wurden aus verschiedenen Mineralien unterschiedliche Farben für Felszeichnungen gewonnen. Außerdem versuchten unsere Führer uns zu vermitteln, wie die Landschaft vor Ankunft der Siedler ausgesehen hatte. Durch Rodung sind dann landwirtschaftliche Nutzflächen angelegt worden und heute grasen hier Schafe und Rinder. Solche Eingriffe in die Natur wurden emotional und harsch kritisiert. Am Ende mancher Erläuterung folgte ein verbittert und anklagend klingendes: &#8222;This is disgusting!&#8220;.</p>
<figure id="attachment_1695" aria-describedby="caption-attachment-1695" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1695" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1-1024x683.jpg" alt="Bunjil und seine beiden Helfer, 2 Dingos" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-103436-5991-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1695" class="wp-caption-text">Bunjil und seine beiden Helfer, zwei Dingos</figcaption></figure>
<p>Wir sahen die Felsmalereien, die Bunjil und seine Helfer, zwei Dingos, darstellen. Heute ist das Werk durch eine Art Käfig geschützt, so dass man es zwar sehen kann, ihm aber nicht nahe kommt. Das ist einerseits gut, da Vandalismus (z.B. Graffiti) an solchen Orten oft ein Problem ist. Die Koorie fühlen sich aber andererseits in ihrer Glaubensausübung eingeschränkt, da sie die Zeichnung z.B. nicht instand setzen können und dürfen, was in der Vergangenheit anscheinend regelmäßig durchgeführt wurde. Den Schlüssel zum Gitter hat nur die Parkverwaltung und die Koorie fühlen sich dadurch in der Ausübung ihrer rituellen Praktiken eingeschränkt.</p>
<h2>Anerkennung der Koorie als Wächter der Landes</h2>
<p>Auf einem Schild in der Nähe der Zeichnung steht &#8222;Victoria Parks recognises the Traditional Owners of the area, their cultural connections to Country, and acknowledges these people, their renewal of connections and desire to help manage this land.&#8220; Diese Art der Anerkennung hörten und lasen wir öfter in Australien. Häufig wurden die Ureinwohner als „guardians of the land“ bezeichnet. Ein interessanter erster Schritt, der aber für sich allein nur ein Lippenbekenntnis ist.</p>
<figure id="attachment_1696" aria-describedby="caption-attachment-1696" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1696" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1-1024x683.jpg" alt="Offizielles Informationsschild" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-104721-5993-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1696" class="wp-caption-text">Offizielles Informationsschild</figcaption></figure>
<p>Wenn von Management des Landes gesprochen wird, ist es durchaus interessant, dass die Koorie früher das Land nicht nur bewohnt, sondern auf vielfältige Art und Weise auch verändert und beeinflusst haben. Sie waren also keine bloßen Jäger und Sammler. Während der kalten Jahreszeit legten sie zum Beispiel gezielt Feuer in jeweils umschriebenen Gebieten. Dies vernichtete Ansammlungen von brennbarem Unterholz und verhinderte damit gewaltige Buschbrände im Sommer. Auch konnten sie sich leichter durch die Wälder bewegen und das Feuer bewirkte einen Selektion von Pflanzen, die die Ureinwohner nutzten. Das Wissen um diese Art von Brandmanagement ist angeblich noch vorhanden und eine Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Nationalparks beginnt anscheinend.</p>
<figure id="attachment_1697" aria-describedby="caption-attachment-1697" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1697" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1-1024x683.jpg" alt="Gariwerd's spektuläre Landschaft" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180131-095258-5274-HDR-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1697" class="wp-caption-text">Gariwerd&#8217;s spektuläre Landschaft</figcaption></figure>
<p>Leider ist viel von dem alten Wissen der Koorie inzwischen verlorengegangen. Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen z.B. in der Nichtausübung der Praktiken oder in Verboten der Weißen. Dazu kommt noch, dass die junge Generation nicht in aller Konsequenz an den überlieferten Traditionen interessiert ist. Im Brambuk Cultural Center waren es eher die etwas älteren, die sich unserer Wahrnehmung nach engagierten. Die jüngere Generation muss wohl noch die Bedeutung ihrer kulturellen Identität für sich erkennen.</p>
<h2>Kaum politischer Einfluss</h2>
<p><span style="color: black;">Die Verbreitung der oben erwähnten Schöpfungsgeschichte ist lokal begrenzt und ein gutes Beispiel dafür, dass die ersten Einwohner Australiens </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aborigines">kein homogenes Volk</a><span style="color: black;"> sind. Es gibt unzählige Stämme und Clans mit jeweils eigenen Bräuchen, mit unterschiedlichen Sprachen und Dialekten. Sie leben weit voneinander entfernt, in sehr unterschiedlichen Regionen des riesigen Kontinents. In der Vergangenheit gab es durchaus auch bewaffnete Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen. Was sie vereint ist die Tatsache, dass sie bereits vor der Kolonialisierung in Australien gelebt haben. Ein einheitliches politisches Sprachrohr der Ureinwohner gibt es nicht. Diese Zersplitterung scheint eines der großen Probleme zu sein, da die ersten Einwohner nicht mit einer Stimme sprechen und nie gesprochen haben. Damit haben sie kaum politischen Einfluss und werden größtenteils von der australischen Regierung verwaltet. In manchen Gebieten gibt es auch kaum mehr Ureinwohner.</span></p>
<figure id="attachment_1698" aria-describedby="caption-attachment-1698" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1698" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1-1024x683.jpg" alt="Die Aboriginal Flagge, ein Zeichen von Einheit" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180130-135521-5888-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1698" class="wp-caption-text">Die Aboriginal Flagge, ein Zeichen von Einheit</figcaption></figure>
<p><span style="color: black;">Trotzdem gibt es einige wenige Zeichen der Einigkeit, zum Beispiel eine gemeinsame </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_der_Aborigines">Flagge der ersten Bewohner</a><span style="color: black;">. Das </span><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Barunga,_Northern_Territory#The_Barunga_Statement">Barunga Statement</a><span style="color: black;"> von 1988 formulierte gemeinsame Forderungen gegenüber der australischen Regierung. Trotzdem spielen die Stammes-Identitäten eine große Rolle und damit gibt es keine einheitliche politische Strategie.</span></p>
<h2>Erste Schritte auf einem langen Weg</h2>
<p>Insgesamt scheint jedoch ein Stein ins Rollen gekommen zu sein. Die Anerkennung der ersten Bewohner als australische Staatsbürger, die Aufhebung der Terra Nullius-Doktrin, die Diskussion um den Australia Day, all das sind wichtige Schritte. Bis zu einer Aussöhnung ist es anscheinend jedoch noch ein weiter Weg. Immerhin haben inzwischen in juristischen Verfahren einige Stämme ihr eigenes Gebiet zugesprochen bekommen. Hoffentlich kann eine neue Generation notwendige Kompromisse finden, um die bestehenden Konflikte in respektvollem Dialog wirklich zu lösen. Angehörige der aktuellen Generation wirkten noch sehr aufgebracht und verbittert, womöglich weil sie zu viel Unrecht persönlich miterlebt haben. Auf der Seite der Weißen stehen heute ggf. auch noch Menschen, die für die damaligen Regeln verantwortlich waren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmerkung: Es fiel uns sehr schwer, diesen Artikel zu verfassen. Wir haben uns bemüht, soweit es uns möglich ist, objektiv zu berichten. Jedoch ist unser Wissen zu diesem Thema weiterhin sehr begrenzt. Viele der Hintergründe waren neu für uns, z.B. die Ausmaße der Folgen der Kolonialisierung für die Einheimischen, Details der Lebensweise und Kultur und politische Spannungsfelder. Der Tag im Brambuk Cultural Center hat uns sehr bereichert. Im Anschluss diskutierten wir viel über die Situation der ersten Einwohner.</p>
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		<title>Australien kulinarisch: Bush Tucker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2018 00:01:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Bush Food]]></category>
		<category><![CDATA[Bush Tucker]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Gariwerd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Bush Tucker oder Bushfood werden Nahrungsmittel bezeichnet, die ursprünglich von den Aborigines verzehrt wurden. Es hat knapp 3 Wochen gedauert, bis wir ein Restaurant dieser Richtung ausfindig machen konnten. Sogar im kosmopolitischen Sydney erkundigten wir uns vergebens. Wir hatten erwartet, dass es regelmäßig die Gelegenheit geben würde, authentische traditionelle Nahrungsmittel des Landes zu bekommen. &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Bush Tucker oder Bushfood werden Nahrungsmittel bezeichnet, die ursprünglich von den Aborigines verzehrt wurden. Es hat knapp 3 Wochen gedauert, bis wir ein Restaurant dieser Richtung ausfindig machen konnten. Sogar im kosmopolitischen Sydney erkundigten wir uns vergebens. Wir hatten erwartet, dass es regelmäßig die Gelegenheit geben würde, authentische traditionelle Nahrungsmittel des Landes zu bekommen. Aber weit gefehlt, erst in Melbourne war es soweit. Auch in <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Grampians_National_Park">Gariwerd</a> (den Grampians, einem Gebirge im Bundesstaat Victoria) konnten wir diverse Bush Tucker-Spezialitäten probieren.</p>
<figure id="attachment_1656" aria-describedby="caption-attachment-1656" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0970-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1656 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0970-1-1024x768.jpg" alt="Känguru, medium rare" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0970-1-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0970-1-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0970-1-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0970-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1656" class="wp-caption-text">Känguru medium rare, auf Rote-Beete-Reduktion mit Süßkartoffelpüree</figcaption></figure>
<p><span id="more-1657"></span></p>
<h2>Zum ersten Mal Bushfood</h2>
<p>Warum Bushfood so selten angeboten wurde, ist uns nicht ganz klar. Liegt es daran, dass an der Ostküste, wo wir erst unterwegs waren, nur noch sehr wenige Aborigines leben? Sind die Zutaten nicht verfügbar? Gibt es kein Interesse an solchen Restaurants? Vielleicht sind das mögliche Faktoren. Auf alle Fälle ist zum Beispiel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4ngurufleisch">Kängurufleisch</a> nicht sehr beliebt, obwohl es ein sehr wohlschmeckendes, mageres Fleisch ist und an den Beuteltieren, die sich rasch vermehren, wahrlich kein Mangel herrscht. Erstaunlicherweise wird es größtenteils exportiert oder zu Hundefutter verarbeitet. Die Australier essen lieber Lamm, Rind, Schwein oder Hühnchen.</p>
<figure id="attachment_1658" aria-describedby="caption-attachment-1658" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-174949-5465-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1658" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-174949-5465-1-1024x683.jpg" alt="Ebenso possierlich wie lecker ;)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-174949-5465-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-174949-5465-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-174949-5465-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-174949-5465-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1658" class="wp-caption-text">Ebenso possierlich wie lecker <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8211; aber in Australien kein Renner (oder Hüpfer?)</figcaption></figure>
<p>Im Restaurant „<a href="https://www.charcoallane.com.au">Charcoal Lane</a>“ in Melbourne, das sozial benachteiligten jungen Ureinwohnern eine Ausbildung bietet, war es dann aber endlich soweit. Neugierig bestellten wir als Vorspeise eine Platte mit Aboriginal Tapas und als Hauptgericht eine Portion Känguru und Emu.</p>
<figure id="attachment_1659" aria-describedby="caption-attachment-1659" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0968-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1659" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0968-1-1024x768.jpg" alt="Bush Tucker Tapas in der Charcole Lane" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0968-1-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0968-1-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0968-1-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0968-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1659" class="wp-caption-text">Bush Tucker Tapas in der Charcole Lane</figcaption></figure>
<p>Die Vorspeise war ein interessanter Crossover aus europäischer und Bush Food-Küche: Känguru mit Buschtomatenchutney und grünen Bohnen, Emu-Kabanossi mit sauren Gurken, Kartoffelkroketten in rosa Sauce, Hummus mit Haselnüssen, schwarze und grüne Oliven, Rucola-Salat, Ozeanforelle mit Chili-Relish und Kumquat.</p>
<h2>Emu, Känguru und mehr</h2>
<p>Das Känguru als Hauptgericht war sehr lecker und hatte einen deutlichen Wild-Geschmack. Wie auf dem <a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0970-1.jpg">ersten Bild dieses Artikels</a> zu erkennen ist, war das Fleisch innen noch recht blutig. Als Garstufen existieren nur rare und medium rare, da es aufgrund des geringen Fettgehalts nicht länger gegrillt werden sollte, sonst wird es zäh. Einig waren wir uns, dass der Emu noch besser war als das Känguru. Das Fleisch war noch zarter und saftiger.</p>
<figure id="attachment_1660" aria-describedby="caption-attachment-1660" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0969-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1660" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0969-1-1024x768.jpg" alt="Ein saftiges Emu-Steak" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0969-1-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0969-1-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0969-1-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0969-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1660" class="wp-caption-text">Saftiges Emu-Steak auf Davidson-Plum-Reduktion mit gegrilltem Spargel und Pastinaken-Timbale</figcaption></figure>
<p>Zum Nachtisch gab es Lemon Mytrle-Eis, Regenwald-Kirsch-Sorbet, Pepperberries und andere Früchte. Wie auch schon bei den beiden vorherigen Gängen waren einige Geschmacksrichtungen ungewohnt und sehr intensiv, vielleicht nicht unbedingt für jedermann angenehm, aber für uns insgesamt sehr wohlschmeckend.</p>
<figure id="attachment_1661" aria-describedby="caption-attachment-1661" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0974-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1661" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0974-1-1024x768.jpg" alt="Bush Tucker Nachtisch" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0974-1-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0974-1-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0974-1-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0974-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1661" class="wp-caption-text">Der wichtigste Gang: Bush Tucker-Nachtisch</figcaption></figure>
<p>Als die Teller abgeräumt waren, hatten wir viele für uns neue Lebensmittel probiert, die wir noch nie zuvor gegessen hatten. Den Besuch in der „Charcoal Lane“ können wir aufgrund der schmackhaften und außergewöhnlichen Gerichte jedem interessierten Foodie nur ans Herz legen.</p>
<h2>Bush Tucker im Gariwerd-Gebirge</h2>
<p>Die nächste Gelegenheit zu erfahren, was im Busch sonst noch so interessantes wächst, ergab sich schon 5 Tage später, als wir im Gariwerd-Gebirge ankamen, einem Nationalpark nordwestlich von Melbourne. Neben viel Natur ist eine der Sehenswürdigkeiten das <a href="http://www.brambuk.com.au/">Brambuk Cultural Center</a>, welches sich ausführlich mit der Geschichte und Kultur der dort lebenden Aborigines beschäftigt. Ein Aspekt ist das Essen, und so bietet das angeschlossene Café Bushfood in vielen Variationen.</p>
<figure id="attachment_1773" aria-describedby="caption-attachment-1773" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-142027-5389-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1773" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-142027-5389-1-1024x683.jpg" alt="Beliebter Fleischlieferant der Aborigines: Emu" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-142027-5389-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-142027-5389-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-142027-5389-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/04/CW-20180201-142027-5389-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1773" class="wp-caption-text">Beliebter Fleischlieferant der Aborigines: Emu</figcaption></figure>
<p>Als eine der treibende Kräfte hinter dem Café lernten wir den Betreiber und Koch <a href="https://www.facebook.com/blakesbushfood">Blake</a> kennen. Er ist selbst kein Aborigine, hat aber lange mit Aborigines zusammen gelebt und das Kochen ist eine seiner Leidenschaften. Zusammen mit Blake haben wir zwei kleine Wanderungen unternommen, auf denen wir einige traditionelle Nahrungspflanzen kennenlernten, zum Beispiel den Wattleseed-Baum.</p>
<h2>Probieren geht über Studieren</h2>
<p>Im Café durften wir praktische Möglichkeiten der Zubereitung degustieren.</p>
<figure id="attachment_1662" aria-describedby="caption-attachment-1662" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0994-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1662" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0994-1-1024x768.jpg" alt="Grillteller Bushfood-Style" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0994-1-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0994-1-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0994-1-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0994-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1662" class="wp-caption-text">Grillteller Bushfood-Style</figcaption></figure>
<p>Was auf den ersten Blick wie ein recht herkömmlicher Grillteller aussieht, war in Wirklichkeit &#8222;beef sausage and native mint &amp; pink salt spiced beef burger with bush tomato sauce&#8220;. Bushfood zum Eingewöhnen. Das Fleisch war fantastisch gewürzt und die Tomatensauce hatte ein gutes Aroma.</p>
<figure id="attachment_1663" aria-describedby="caption-attachment-1663" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0997-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1663" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0997-1-1024x768.jpg" alt="Blake's Bushfood Tapas" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0997-1-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0997-1-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0997-1-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0997-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1663" class="wp-caption-text">Blake&#8217;s Bushfood Tapas</figcaption></figure>
<p>Der zweite Teller bestand aus reinem Bushfood, diversen Häppchen zum Probieren. Im Einzelnen, zunächst die vegetarischen Schälchen: oben links: lemon aspen &amp; pepper berry. Unten links: riberry. Oben rechts: native current. Unten rechts &#8211; quandong. Das Fleisch auf der rechten Seite war: oben: Känguru. Unten: Emu.</p>
<p>Das Fleisch war saftig und sehr schmackhaft, auch hier war der Emu etwas zarter. Die eingemachten Früchte waren teilweise sehr intensiv und ungewohnt im Geschmack. Vieles ließ sich nicht wirklich beschreiben mit &#8222;schmeckt so ähnlich wie…&#8220;. An den pepper berries schieden sich unsere Geister. Während Mona sie gerne mochte, fand ich sie zu intensiv mit einem langen, dominanten Nachgeschmack. Alle anderen Kostproben waren sehr angenehm im Geschmack.</p>
<figure id="attachment_1664" aria-describedby="caption-attachment-1664" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0983-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1664" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0983-1-1024x768.jpg" alt="Der Damper ist das Bushfood-Äquivament zum Brötchen" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0983-1-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0983-1-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0983-1-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_0983-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1664" class="wp-caption-text">Traditionelles Buschbrot wird als Damper bezeichnet, hier in Form von Brötchen</figcaption></figure>
<p>Als Bush Tucker-Backwaren hatte Blake kreiert: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Wattleseed">Wattleseed</a> Damper und <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Backhousia_citriodora">Lemon Myrle</a> Scones. Der Damper erinnerte an Brötchen, allerdings waren sie nicht knusprig, sondern saftig. Die Lemon Myrtle Scones hatten in der Tat ein leichtes zitroniges Aroma.</p>
<p>Auch beim Bush Tucker ist der wichtigste Gang natürlich der Nachtisch. Blake servierte uns Eiscreme, Outback Gelato, in interessanten Aboriginal Geschmacksrichtungen, wie zum Beispiel &#8222;Roast Almond &amp; Quandong&#8220; oder &#8222;Ribbery &amp; Raspberry&#8220;.</p>
<figure id="attachment_1665" aria-describedby="caption-attachment-1665" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-143733-5999-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1665" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-143733-5999-1-1024x683.jpg" alt="Bush-Eiscreme, klingt paradox, ist aber lecker!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-143733-5999-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-143733-5999-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-143733-5999-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/CW-20180201-143733-5999-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1665" class="wp-caption-text">Bush-Eiscreme, klingt paradox, ist aber köstlich!</figcaption></figure>
<p>Insgesamt wirkten Blake&#8217;s Kreationen authentischer als in der „Charcoal Lane“, da sie nur wenige europäischen Elemente enthielten. Das hat uns sehr gut gefallen, ein komplett neues Geschmackserlebnis, sehr zu empfehlen!</p>
<h2>Noch mehr Bush Tucker</h2>
<p>Wenn&#8217;s läuft, dann läuft&#8217;s! Der Bann schien gebrochen, im Gariwerd gab es nicht nur bei Blake Bushfood, sondern auch im Kookaburra Restaurant. Dort probierten wir <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Barramundi">Barramundi</a>, einen schmackhaften australischen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Euryhaline">euryhalinen</a> Raubfisch. Zusammen mit einem Weißwein aus der Region eine perfekte Kombination.</p>
<figure id="attachment_1666" aria-describedby="caption-attachment-1666" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_1000-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-1666" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_1000-1-1024x768.jpg" alt="Baramundi-Filet und lokaler Weiswein" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_1000-1-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_1000-1-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_1000-1-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/03/APC_1000-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1666" class="wp-caption-text">Baramundi-Filet und lokaler Weißwein</figcaption></figure>
<p>Davon abgesehen fanden wir ulkigerweise im Supermarkt ein Bush Tucker-Müsli und sogar im Flugzeug auf dem Weg in die USA gab es Fleisch in Wattleseed-Kruste. Wir wagen es kaum zu glauben, nachdem wir die ersten Wochen vergeblich gesucht hatten (oder wussten wir nur nicht worauf wir achten sollten?). Unsere Nachforschungen haben sich auf alle Fälle gelohnt!</p>
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