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	<title>erste Eindrücke - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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		<title>Erste Eindrücke aus Indien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2020 00:01:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Indien ist anders als alle anderen Länder. Um das zu bemerken, muss man gar nicht hinfahren, sondern nur eine Reise dorthin planen. Das erste, was dem aspirierenden Besucher auffällt: Die Nation hat ihre Bürokratie in einem enervierenden Ausmaß zu einem hinderlichen Labyrinth komplizierter, undurchsichtiger Prozesse und Vorschriften ausgestaltet. Mit Leichtigkeit übertraf das Visumsformular die Länge &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Indien ist anders als alle anderen Länder. Um das zu bemerken, muss man gar nicht hinfahren, sondern nur eine Reise dorthin planen. Das erste, was dem aspirierenden Besucher auffällt: Die Nation hat ihre Bürokratie in einem enervierenden Ausmaß zu einem hinderlichen Labyrinth komplizierter, undurchsichtiger Prozesse und Vorschriften ausgestaltet. Mit Leichtigkeit übertraf das Visumsformular die Länge aller anderen, die wir auf unserer Weltreise vorher hatten ausfüllen mussten &#8211; zusammen ;). Zusätzlich mussten Passbilder in einem bestimmten, speziellen Format hochgeladen werden. Außerdem machten wir beim Buchen von Flügen und Hotels mit phantasievollen aber unausweichlichen Gebühren Bekanntschaft. So bezahlten wir eine User Development Fee, CUTE Fee (wie niedlich!) und, unser Favorit, die Convenience Fee, die wir allerdings eher unbequem fanden ;).</p>
<figure id="attachment_4367" aria-describedby="caption-attachment-4367" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indigo-Fees.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4367 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indigo-Fees-1024x542.jpg" alt="Hier noch eine kleine Gebühr, dort noch eine winzige Steuer und am Ende hatte sich der Flugpreis verdoppelt." width="525" height="278" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indigo-Fees-1024x542.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indigo-Fees-300x159.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indigo-Fees-768x407.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indigo-Fees-1536x813.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indigo-Fees.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4367" class="wp-caption-text">Hier noch eine kleine Gebühr, dort noch eine winzige Steuer und am Ende hatte sich der Flugpreis verdoppelt.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4375"></span></p>
<h2>Wir buchten und fluchten</h2>
<p>Bevor es allerdings zur Bezahlung dieser niedlichen Gebührchen kam, mussten wir uns mit den Internetseiten der Anbieter herumschlagen. Leider müssen wir festhalten: Die Webseiten der Computer-Inder waren eine Katastrophe. Sowohl bei Air India als auch bei Indian Railways scheiterten wir entweder bei der Registrierung (Indian Railways) oder beim Bezahlen (Air India) an unüberwindlichen Softwareproblemen.</p>
<p>Wir waren vorgewarnt: Im Reiseführer und auf der sehr detaillierten Ratgeberseite für internationale Zugreisen <a href="https://www.seat61.com/India.htm#Buy-tickets-online">seat61</a> wurde besonders vor dem kryptischen Anmeldeprozess der <a href="https://www.irctc.co.in/nget/train-search">indischen Eisenbahn</a> gewarnt. Und es war mindestens so schlimm wie beschrieben. Man beginnt, das Formular auszufüllen, denkt erst etwas naiv: &#8222;Ist doch alles ganz einfach.&#8220;, scrollt runter und bemerkt Felder ohne Beschriftung als Pflichtfelder. Außerdem mahnt die Webseite optionale Felder an, wenn sie nicht ausgefüllt sind… Hat man es schließlich doch irgendwie geschafft, bekommt man ein Einmalpasswort (OTP) per E-Mail zugeschickt, mit dem man sich anmelden soll.</p>
<figure id="attachment_4378" aria-describedby="caption-attachment-4378" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indian-Train-OTP.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4378 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indian-Train-OTP-1024x467.jpg" alt="Die Illusion trügt, leider konnte man sich beim frisch angelegten Account nicht anmelden…" width="525" height="239" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indian-Train-OTP-1024x467.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indian-Train-OTP-300x137.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indian-Train-OTP-768x350.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indian-Train-OTP-1536x701.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Indian-Train-OTP.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4378" class="wp-caption-text">Die Illusion trügt, leider konnte man sich beim frisch angelegten Account nicht anmelden…</figcaption></figure>
<p>Leider gab es auf der ganzen Webseite nirgendwo die Möglichkeit, sich anzumelden… Der einzige Ausweg, den ich fand, bestand darin, einen Buchungsprozess zu starten und schließlich muss man sich irgendwann anmelden. Sogar die Option der Eingabe des OTP bestand, aber die führte ins Nichts (damit meine ich allerdings nicht die Erlösung). Nach mehreren Anläufen (Wiedergeburten?) und 2 bis 3 Stunden waren wir keinen Schritt weiter und dem Nervenzusammenbruch nahe. (Es ist schwer, den Kreislauf zu durchbrechen.) Es musste ein Plan B her. Sowohl für die Bahn als auch bei Air India gelang uns die Buchung letztendlich nur indirekt über einen Zwischenhändler.</p>
<h2>Gelandet auf indischem Boden</h2>
<p>Nach der Landung in Neu-Delhi waren wir zuallererst beeindruckt, wie einfach und schnell der Einreiseprozess vonstatten ging. Die Stunde Ausfüllzeit pro Visumsformular und die 82 US-Dollar Gebühr pro Person hatten sich bezahlt gemacht. Es gab keine Schlange, wir präsentierten jeweils die ausgedruckte Bestätigungs-E-Mail und unseren Reisepass. Nach der heutzutage obligatorischen Abnahme der Fingerabdrücke bekamen wir sofort den Stempel in den Pass gedrückt :).</p>
<figure id="attachment_4368" aria-describedby="caption-attachment-4368" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4402.jpg" data-wp-editing="1"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4368 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4402-1024x683.jpg" alt="Willkommen in Indien!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4402-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4402-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4402-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4402-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/IMG_4402.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4368" class="wp-caption-text">Willkommen in Indien!</figcaption></figure>
<p>Weniger erfreulich verliefen wenige Minuten später unsere Versuche, Bargeld abzuheben. Die zwei Geldautomaten, die wir vor der Sicherheitskontrolle versuchten, akzeptierten unsere VISA-Karte nicht und brachen die Transaktion ab. Nach der Sicherheitskontrolle gab es im ganzen Abflugbereich mit 23 Gates, Food Court, vielen Geschäften und mehreren riesigen Duty Free-Läden keinen einzigen Geldautomaten. So flogen wir unverrichteter Dinge weiter nach Kolkata (englische Bezeichnung: Calcutta). Dort im Ankunftsbereich waren wir ebenso wenig erfolgreich, der im Reiseführer beschriebene Geldautomat existierte nicht mehr. Schließlich blieb uns nichts anderes übrig, als einen geringen Betrag an US-Dollars (also Bargeld) aus unseren Notvorräten zu einem unglaublich schlechten Kurs in die in der Zwischenzeit schon heiß ersehnten Rupien zu tauschen, um ein Taxi zum Hotel bezahlen zu können&#8230;</p>
<figure id="attachment_4369" aria-describedby="caption-attachment-4369" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-200117-3059.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4369" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-200117-3059-1024x683.jpg" alt="Auf allen indischen Geldscheinen ist Mahatma Gandhi abgebildet." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-200117-3059-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-200117-3059-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-200117-3059-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-200117-3059-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-200117-3059.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4369" class="wp-caption-text">Auf allen indischen Geldscheinen ist Mahatma Gandhi abgebildet.</figcaption></figure>
<p>Vor unsere erste Taxifahrt im Land hatten die indischen Götter aber als weitere Prüfung eine Warteschlange gestellt. Die Menschen harrten duldsam vor dem Pre-Paid-Taxi-Schalter aus. Das Pre-Paid-Taxi ist das Mittel der Wahl für alle, die kein mobiles Internet haben (also kein Uber bestellen können) und willkürlichen Preisen vorzubeugen möchten. Die Schlange war zwar nicht lang, aber sie bewegte sich überhaupt nicht vorwärts. In Deutschland wären die Leute in solch einer Situation sicher bald rebellisch geworden, aber die Inder ertrugen das Warten ergeben. Wir rätselten, woran diese enorme Langsamkeit liegen könnte. Zu wenige Fahrzeuge? Nein. Kein Wechselgeld? Nein. Es sah so aus, als ob das Computer-System (Déja Vu), welches die Taxis zuwies und die Zahlungen abwickelte, einfach viiiel zu laaaangsam war. Als wir nach einer Stunde endlich an der Reihe waren, konnte die Transaktion an sich schnell abgeschlossen werden. Bis der Ausdruck kam, vergingen allerdings einige Minuten…</p>
<figure id="attachment_4370" aria-describedby="caption-attachment-4370" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-151134-3038.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4370 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-151134-3038-1024x683.jpg" alt="Die Warteschlange am Taxistand war nicht lang, aber enorm zäh." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-151134-3038-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-151134-3038-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-151134-3038-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-151134-3038-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-151134-3038.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4370" class="wp-caption-text">Die Warteschlange am Taxistand war nicht lang, aber enorm zäh.</figcaption></figure>
<h2>Im indischen Taxi Typ &#8222;Hindustan Ambassador&#8220;</h2>
<p>Kaum waren wir ins altmodisch wirkende Taxi eingestiegen, sprang der Modus von &#8222;zermürbend langweilig&#8220; (in der Warteschlage) auf &#8222;extrem spannend&#8220; um. Der Chauffeur startete den Motor, aus dem Radio erklang typisch indische Musik und die Fahrt verlief rasant. Auf einmal umgaben uns überall viele Autos, Fußgänger, farbige Lichter, Tuktuks, ein scheinbar chaotisches indisches Gewusel. Wir verrenkten uns die Hälse und wussten gar nicht, wohin wir zuerst schauen sollten, alles war exotisch, spannend, bunt und turbulent. Ähnliche Eindrücke erlebt man vermutlich im Drogenrausch unter dem Einfluss einer Mischung aus Speed und LSD. Fahrbahnmarkierungen hatten rein dekorativen Charakter, Hauptsache die Hupe funktionierte. Dem Gesetz des Stärkeren folgend (wir befanden uns mit unserem Gefährt in der Rangfolge der indischen Vorfahrtsregeln vor Motorrädern und Tuktuks auf der einen, aber hinter Bussen auf der anderen Seite) fuhren wir in Richtung der Innenstadt von Kolkata.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/v7pTi2iUhJg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Viele der zahlreichen Taxis wirkten wie Oldtimer. Bei den meisten Fahrzeugen handelte es sich jedoch um das Modell <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hindustan_Ambassador">Hindustan Ambassador</a> und somit sind die Wagen nicht unbedingt so betagt, wie ihr Stil vermuten ließe. Die Version &#8222;Mark 4&#8220; wurde bis 2014 hergestellt, dann wurde die Produktion eingestellt. Zweifelsohne werteten die Pseudo-Oldtimer das Straßenbild ungemein auf.</p>
<figure id="attachment_4371" aria-describedby="caption-attachment-4371" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-162646-3040.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4371 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-162646-3040-1024x683.jpg" alt="Das Taxi in Kolkata: Ein Hindustan Ambassador" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-162646-3040-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-162646-3040-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-162646-3040-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-162646-3040-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-162646-3040.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4371" class="wp-caption-text">Das Taxi in Kolkata: Ein Hindustan Ambassador</figcaption></figure>
<h2>Diwali-Rush Hour</h2>
<p>Hupen gehört zum Verkehr in Indien dazu wie für den Fahrer das Atmen oder das Benzin als Brennstoff für den Motor. Wer nicht hupt, nimmt nicht am Straßenverkehr teil. Eine türkische Hochzeit würde in Kolkata überhaupt nicht auffallen. Und es gibt auch immer genug gute Gründe für akustische Lautäußerungen: Zu langsam vorausfahrende Autos, einscherender Verkehr von allen Seiten, Rikschas, Fußgänger oder schlicht, um darauf aufmerksam zu machen, dass man auch da ist. Manchmal hatten wir den Eindruck, der Fahrer hupte, wenn es mal wieder Zeit dafür war. Die meisten wurden dann schnell rastlos: Schon 30 Sekunden nicht gehupt, määäp, määäp! Interessanterweise gewöhnten wir uns rasch daran und vermissten das akustische Signal sogar, wenn es ausblieb. Vielleicht aus Sorge um das Wohlergehen unseres Chauffeurs?</p>
<figure id="attachment_4687" aria-describedby="caption-attachment-4687" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181105-163136-3041.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4687 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181105-163136-3041-1024x683.jpg" alt="Ein für Diwali geschmückter Juwelier" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181105-163136-3041-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181105-163136-3041-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181105-163136-3041-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181105-163136-3041-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/05/CW-20181105-163136-3041.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4687" class="wp-caption-text">Ein für Diwali geschmückter Juwelier</figcaption></figure>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Diwali">Diwali</a>, das hinduistische Lichterfest, stand vor der Tür. Eine Reihe von festlichen Tagen mit jeweils eigener Bedeutung feiert den Sieg des Guten über das Böse, des Lichts über das Dunkel. So war die Stadt an vielen Stellen mit bunten elektrischen Lichterketten geschmückt, vor vielen Häusern und Geschäften hatten die Menschen traditionelle Muster aus gefärbtem Reismehl &#8211; echte kleine Kunstwerke &#8211; auf den Bürgersteig gestreut und kleine Öllämpchen aus Ton aufgestellt. Am Straßenrand standen riesige Statuen der schwarzen Göttin <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kali">Kali</a>, die in Bengalen sehr verehrt wird, zum Verkauf, viele festlich gekleidete Menschen bewegten sich auf den Straßen und die Juweliergeschäfte waren gut besucht. (Es hat in Indien Tradition, zu Diwali Schmuck zu verschenken).</p>
<h2>Indien kulinarisch: Unbürokratische Kati Rolls</h2>
<p>Nachdem wir im Hotel angekommen waren und eingecheckt hatten, war es eigentlich nach lokaler Zeit noch nicht spät, aber unsere innere Uhr war schon zweieinhalb Stunden weiter und wir waren ziemlich müde und hungrig. Um uns mögliche Wartezeiten in einem Restaurant zu ersparen, gingen wir zu einem (vom Lonely Planet empfohlenen) Stand, der Kati Rolls verkaufte. Dort umlagerte schon eine Menge hoffnungsvoller Inder den Imbiss… Das war nun immerhin ein Hinweis auf die gute Qualität der hier angebotenen Snacks. Trotz unserer traumatischen Erfahrung in der Taxi-Schlange am Flughafen stellten wir uns, innerlich seufzend, dazu. Aber, oh Wunder, es dauerte nicht lange, bis wir die heißen, knusprigen, aromatisch duftenden Rollen in Händen hielten.</p>
<figure id="attachment_4372" aria-describedby="caption-attachment-4372" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-175359-3053.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4372 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-175359-3053-1024x683.jpg" alt="Auch vor der Hot Kati Rolls-Imbissbude mussten wir anstehen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-175359-3053-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-175359-3053-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-175359-3053-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-175359-3053-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181105-175359-3053.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4372" class="wp-caption-text">Auch vor der Hot Kati Rolls-Imbissbude mussten wir anstehen.</figcaption></figure>
<p>Bei <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kati_roll">Kati Rolls</a> handelt es sich um original bengalisches Street Food aus Kolkata und das Konzept ähnelt einem Dürüm Döner oder einem mexikanischen Burrito. Fleisch (Hühnchen oder Lamm) oder Käse (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Panir">Paneer</a>) werden zusammen mit Zwiebeln, Chilis, Gemüse, Chutney und Gewürzen in ein gebratenes <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paratha">Paratha</a>, indisches Fladenbrot eingerollt. Das Ergebnis ist köstliches indisches Fastfood mit angenehmer Würze.</p>
<figure id="attachment_4373" aria-describedby="caption-attachment-4373" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2234.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4373 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2234-768x1024.jpg" alt="Das Warten hat sich gelohnt! Eine köstliche heiße Kati Roll. " width="525" height="700" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2234-768x1024.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2234-225x300.jpg 225w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2234-1152x1536.jpg 1152w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2234.jpg 1200w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4373" class="wp-caption-text">Das Warten hat sich gelohnt! Eine köstliche heiße Kati Roll.</figcaption></figure>
<h2>Wir kaufen eine indische SIM-Karte</h2>
<p>Was den Kauf der SIM-Karte anging, hatten wir uns schon auf einen zähen, überbordenden bürokratischen Akt eingestellt. Laut Reiseführer und Internet müsse man mindestens Kopien von Pass und Visum mitbringen, 2 bis 5 Passbilder, einen Nachweis über die Adresse in Deutschland und die Adresse in Indien. Dann soll es mindestens einen Tag nach dem Kauf bis zur Aktivierung dauern und auch das soll auch nicht immer funktionieren. Nach unseren Erfahrungen vor allem mit der indischen Eisenbahn klang das alles sehr glaubwürdig.</p>
<p>Aber zum Glück durften wir feststellen, dass zumindest für uns diese Geschichten aus dem Lonely Planet und von den einschlägigen Webseiten NICHT zutrafen. Nachdem uns ein Angestellter im Airtel-Geschäft abgewiesen hatte (wegen Diwali verkauften sie aktuell keine SIM-Karten), wandten wir uns zu einem Vodafone-Laden. Ein freundlicher junger Mann hatte den Prozess offensichtlich im Griff. Er bat um meinem Pass und begann, das lange Formular auszufüllen.</p>
<figure id="attachment_4374" aria-describedby="caption-attachment-4374" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2237.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4374 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2237-1024x768.jpg" alt="Kein papierloser Prozess, aber schließlich erfolgreich" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2237-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2237-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2237-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2237-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2237.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4374" class="wp-caption-text">Kein papierloser Prozess, aber schließlich erfolgreich</figcaption></figure>
<h2>Einfacher als gedacht</h2>
<p>Für die Hoteladresse in Indien reichte der Nachweis per App auf dem Smartphone, unsere deutsche Anschrift notierten wir auf einen Block, damit er sie abschreiben konnte. Kopien meines Reisepasses fertigte er direkt an, ich musste nur alle Blätter unterschreiben mit einem Teil der Unterschrift auf der kopierten Passseite und einem Teil daneben. Dann klebte er eines meiner Fotos auf. Ich durfte bezahlen (501 Rupien = 6 EUR). Das frisch ausgefüllte Formular gab er an einen anderen Mitarbeiter weiter. Dieser tippte die Informationen vom Blatt in ein Computersystem ab, während ein weiterer Angestellter assistierte. Anschließend aktivierte er die SIM-Karte mit einem anderen Telefon und voilà: Alles zusammen dauerte nur eine gute Stunde und wir waren online :).</p>
<figure id="attachment_4376" aria-describedby="caption-attachment-4376" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2236.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4376 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2236-1024x768.jpg" alt="Das hätten wir kaum für möglich gehalten: Nach einer guten Stunde waren wir online." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2236-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2236-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2236-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2236-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2236.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4376" class="wp-caption-text">Das hätten wir kaum für möglich gehalten: Nach einer guten Stunde waren wir online.</figcaption></figure>
<p>Für die 501 Rupien bekamen wir 1,5 GB Daten pro Tag (!), unlimitierte Gespräche in Indien sowie 100 SMS täglich. Damit nicht genug: Als spezielles Diwali-Geschenk überreichte uns der freundliche Mitarbeiter noch zwei Schachteln mit leckeren Süßigkeiten. Danke Vodafone!</p>
<figure id="attachment_4377" aria-describedby="caption-attachment-4377" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181106-091730-3064.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4377 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181106-091730-3064-1024x683.jpg" alt="Eine schmackhafte Aufmerksamkeit von Vodafone zu Diwali" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181106-091730-3064-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181106-091730-3064-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181106-091730-3064-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181106-091730-3064-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181106-091730-3064.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4377" class="wp-caption-text">Eine schmackhafte Aufmerksamkeit von Vodafone zu Diwali</figcaption></figure><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-indien/">Erste Eindrücke aus Indien</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-indien/">Erste Eindrücke aus Indien</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Äthiopien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Feb 2020 00:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Abiy Ahmed]]></category>
		<category><![CDATA[Addis Abeba]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Längere Zeit waren wir uns nicht sicher, ob es wirklich eine gute Idee wäre, nach Äthiopien zu fahren. Das Land befand sich zu Beginn unserer Weltreise im Ausnahmezustand: Gewaltsame Demonstrationen, der Zugang zum Internet war gesperrt worden, das Auswärtige Amt hatte Reisewarnungen veröffentlicht, zahlreiche Regionen waren für Besucher nicht sicher. Zum Glück hatte sich die &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Längere Zeit waren wir uns nicht sicher, ob es wirklich eine gute Idee wäre, nach Äthiopien zu fahren. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopien">Das Land</a> befand sich zu Beginn unserer Weltreise im <a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-01/unruhen-aethopien-opposition">Ausnahmezustand</a>: Gewaltsame Demonstrationen, der Zugang zum Internet war gesperrt worden, das Auswärtige Amt hatte Reisewarnungen veröffentlicht, zahlreiche Regionen waren für Besucher nicht sicher. Zum Glück hatte sich die politische Lage mit der Wahl von Premierminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abiy_Ahmed">Abiy Ahmed</a> rasant <a href="https://www.dw.com/de/%C3%A4thiopien-hebt-ausnahmezustand-auf/a-44078868">gewandelt</a>. Sogar ein <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/historischer-friedensschluss-der-mann-der-den-verheerenden-krieg-beendete-1.4046902">Friedensvertrag</a> zwischen Äthiopien und Eritrea war ausgehandelt worden. Die Reisevorbereitungen konnten also beginnen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_4026" aria-describedby="caption-attachment-4026" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4026" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633-1024x683.jpg" alt="Die äthiopische Flagge" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4026" class="wp-caption-text">Die äthiopische Flagge</figcaption></figure>
<p><span id="more-4035"></span></p>
<h2>Reisevorbereitungen</h2>
<p>Trotz aller positiven Nachrichten und einem eindeutigen Trend wollten wir aber nicht in Eigenregie unterwegs sein. Verstärkt wurde der Wunsch dadurch, dass die Infrastruktur in Äthiopien im Reiseführer als (sehr) unzuverlässig und kompliziert beschrieben wurde. Somit suchten (und fanden) wir einen Reiseveranstalter, über den wir eine individuelle Tour zusammenstellen konnten, die unseren Vorstellungen eines angemessenen Zeitplanes entsprach. Organisierte Touren tendieren häufig dazu, möglichst viele Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Wir wollten zwischendurch aber auch &#8222;Freizeit&#8220; haben, u.a. um Blog zu schreiben und unseren Aufenthalt in Indien, unserem letzten Reiseland, vorzubereiten.</p>
<figure id="attachment_4027" aria-describedby="caption-attachment-4027" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4027 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905-1024x683.jpg" alt="Abiy Ahmed als neuer Hoffnungsträger war überall im Land präsent, da Menschen Bilder von ihm auf Bussen, Tuktuks, an Häusern und Mauern angebracht hatten." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4027" class="wp-caption-text">Abiy Ahmed als neuer Hoffnungsträger war überall im Land präsent, da Menschen Bilder von ihm auf Bussen, Tuktuks, an Häusern und Mauern angebracht hatten.</figcaption></figure>
<p>Wir entschieden uns für eine Route durch den Norden Äthiopiens und eine Variante mit sog. Driver Guide. D.h. wir würden ein Fahrzeug mit einem einheimischen Fahrer zur Verfügung gestellt bekommen, der Land und Leute kennt und Englisch spricht, aber nicht den Anspruch hat, ein vollwertiger Reiseleiter zu sein. An den jeweiligen Sehenswürdigkeiten im Land wird man ohnehin verpflichtet, zusätzlich auf lokale Führer zurückzugreifen, die einem die Besonderheiten der Orte nahebringen.</p>
<h2>Warum Äthiopien?</h2>
<p>Viele Menschen verbinden auch heute noch Äthiopien mit Hungersnot. Damals, 1984-1985, als wir beide in die Grundschule gingen, war das Land in den Schlagzeilen mit einer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hungersnot_in_Äthiopien_1984–1985#Reaktionen">Hungersnot</a>, wie sie die Medien vorher nicht gezeigt hatten. Diese Bilder sind haften geblieben, spiegeln aber nicht die heutige Realität im Land wieder. Äthiopien ist in vielen Landesteilen sehr fruchtbar und Lebensmittelknappheit beruht oft eher auf einem Verteilungsproblem im Staat.</p>
<figure id="attachment_4028" aria-describedby="caption-attachment-4028" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4028 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826-1024x683.jpg" alt="Äthiopien ist ein fruchtbares Land. Wir waren zur Erntezeit dort und die Felder standen voll reifen Getreides." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4028" class="wp-caption-text">Äthiopien ist ein fruchtbares Land. Wir waren zur Erntezeit dort und die Felder standen voll reifen Getreides.</figcaption></figure>
<p>Von anderen Reisenden hatten wir viel Interessantes über Äthiopien gehört, das unsere Neugier geweckt hatte. Damals war uns noch nicht bewusst, dass Äthiopien nicht nur über eine beeindruckende Natur, sondern auch über eine reiche Kultur und Geschichte verfügt. Einige kurze Beispiele: Äthiopien wurde nie kolonisiert (auf dem afrikanischen Kontinent neben <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liberia">Liberia</a> einzigartig). Das Land hat eine lange christliche Tradition: Das äthiopisch-orthodoxe Christentum ist allerdings eine ganz eigene Glaubensrichtung. Die Religion besitzt in der Bevölkerung einen sehr hohen Stellenwert. Nach ihren Glaubenssätzen wird die originale Bundeslade in Aksum aufbewahrt. In Äthiopien befindet sich außerdem der angeblich heißeste Ort der Welt und es gibt grasende Affen. Soviel könnten wir vorweg nehmen, wir verbrachten drei spannende Wochen im Land!</p>
<h2>Angekommen in Addis Abeba</h2>
<p>Der Anschlussflug von Dubai nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Addis_Abeba">Addis Abeba</a> transportierte bemerkenswert wenige Passagiere. Maximal 20-30% der Sitze waren besetzt, das hatten wir schon lange nicht mehr erlebt. Im Anflug auf die Hauptstadt im Dunklen sahen wir viele verstreute Lichter ohne ein erkennbares Zentrum. Nach drei Wochen in Jordanien waren wir wieder zurück auf dem afrikanischen Kontinent.</p>
<figure id="attachment_4029" aria-describedby="caption-attachment-4029" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4029" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611-1024x683.jpg" alt="Willkommen am Flughafen in Addis Abeba!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4029" class="wp-caption-text">Willkommen am Flughafen in Addis Abeba!</figcaption></figure>
<p>Die erste Bürgerpflicht, wie immer nach der Ankunft in einem neuen Land, bestand darin, den Geldautomaten zu plündern. In Äthiopien zahlt man mit Birr (&#8222;Silber&#8220; auf Amharisch), die Banknote mit dem höchsten Wert zu 100 Birr ist ungefähr 3 Euro wert und das Transaktionsmaximum betrug 4000 Birr, also etwa 120 Euro. Unser Geldbeutel war also wieder mit vielen Scheinen, aber wenig Gegenwert, gefüllt.</p>
<figure id="attachment_4030" aria-describedby="caption-attachment-4030" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4030" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480-1024x683.jpg" alt="100 Birr, der größte Silberschein Äthiopiens" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4030" class="wp-caption-text">100 Birr, der größte Silberschein Äthiopiens</figcaption></figure>
<h2>Die Fahrt zum Hotel</h2>
<p>Am Flughafen kamen wir kurioserweise am nationalen Terminal an, was uns allerdings nicht sofort bewusst wurde. Erstaunt bemerkten wir die Abwesenheit eines Wittmann-Schildes, da uns ein Transfer zum Hotel zugesagt worden war. Die Atmosphäre vor dem Flughafen war recht entspannt, die Taxifahrer nicht aufdringlich. Stattdessen bemerkte der dritte, mit dem wir sprachen, dass wir falsch waren und zeigte uns den Weg zum internationalen Terminal.</p>
<p>Dort angekommen wartete leider auch kein Fahrzeug vom Hotel, dafür aber deutlich mehr Taxifahrer, die auch alle sehr höflich waren. Natürlich boten sie uns eine Fahrt an, hatten aber Verständnis dafür, dass wir abgeholt würden. Als dann weiterhin kein Wittmann-Schild auftauchte, stiegen wir in die Verhandlungen für eine Fahrt zu unserer Herberge ein. Dem Reiseführer sei Dank wussten wir, in welche Preisregion wir gelangen mussten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> und es war trotzdem noch erstaunlich teuer. Diese Art des individuellen Transportes ist in Addis anscheinend echter Luxus. Die Fahrt zog sich unerwartet in die Länge, da der Taxifahrer zwar ungefähr wusste, wo das Hotel sein musste, eine online-Navigation aufgrund fehlender SIM-Karte (bei uns) und unzureichendem Guthaben (beim Taxifahrer) unmöglich war. Unterwegs versuchte unser Chauffeur dann auch, uns ein anderes Hotel schmackhaft zu machen.</p>
<h2>Unsere Nachbarschaft</h2>
<p>Die Straße, an der die Unterkunft lag, war eine unasphaltierte, verwinkelte, unbeleuchtete schmale Nebenstraße. So waren wir zunächst etwas skeptisch, ob wir uns nicht wieder verfahren hätten, aber schließlich stellte es sich als das richtige Hotel heraus. Der Besitzer entschuldigte sich und sagte, dass er uns auf einem ganz anderen Flug erwartet hätte. Na, das fing ja gut an… (Sollte sich aber nicht wiederholen.) Jedenfalls waren wir erleichtert, nach der Irrfahrt endlich angekommen zu sein :).</p>
<figure id="attachment_4031" aria-describedby="caption-attachment-4031" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4031" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613-1024x683.jpg" alt="Der Blick aus unserem Hotelzimmer am nächsten Morgen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4031" class="wp-caption-text">Der Blick aus unserem Hotelzimmer am nächsten Morgen.</figcaption></figure>
<p>Das recht schicke Hotel kam uns in der Umgebung wie ein Fremdkörper vor. Es war das einzige sechs- oder siebenstöckige Bauwerk dieser Art in der direkten Nachbarschaft. Die Gebäude daneben waren hauptsächlich Wellblechhütten oder einfache, schmucklose Betonhäuser. Obwohl wir freundlicherweise vom Hotel als Wiedergutmachung zum Abendessen eingeladen wurden, ging ich vorher noch kurz zu einem Lebensmittelladen, um etwas Trinkwasser zu kaufen. Einige Menschen waren noch auf der Straße. Niemand beachtete mich, obwohl ich offensichtlich der einzige Weiße war. Trotzdem fühlte ich mich nicht 100% wohl, als ich durch die dunklen Gassen bis zur Hauptstraße und wieder zurück ging.</p>
<h2>Datum und Uhrzeit sind relativ</h2>
<p>Wir werden wohl nie erfahren, was der eigentliche Grund für das Versehen war. Fakt ist jedoch, dass in Äthiopien die Uhren in der Tat anders ticken. Das soll in diesem Falle keine Metapher sein, sondern die Stunden werden im Land wirklich anders angegeben. In Äthiopien beginnt der Tag um 6 Uhr (unsere Zeit) morgens mit 0 Uhr äthiopischer Zeit. Als wir am ersten Tag in Addis unseren Fahrer trafen und die Uhr im Auto 3:07 anzeigte, ging sie nicht falsch, sondern zeigte äthiopische Zeit an. Nach unserer Zeitrechnung war es 9:07 Uhr. Um die Sache noch weiter zu verkomplizieren, hing an der Rezeption unseres Hotel eine Uhr, die scheinbar rückwärts lief. Die Zahlen auf dem Ziffernblatt waren (nach unserer Wahrnehmung) gegen den Uhrzeigersinn angeordnet.</p>
<figure id="attachment_4032" aria-describedby="caption-attachment-4032" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4032 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745-1024x683.jpg" alt="Irgendetwas stimmt doch mit dieser Uhr nicht. Es ist eigentlich 8 Uhr." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4032" class="wp-caption-text">Irgendetwas stimmt doch mit dieser Uhr nicht. Es ist eigentlich 8 Uhr.</figcaption></figure>
<p>Und damit nicht genug: Auch das Datum wird anders angegeben. Wir dachten, wir wären am 17.10.2018 in Addis Abeba angekommen. Nach äthiopischer Zeitrechnung reisten wir allerdings am 7 Ṭəqəmt 2011 ein (das könnt ihr <a href="http://www.nabkal.de/kalrech8.html">hier</a> nachrechnen). Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Äthiopischer_Kalender">äthiopische Kalender</a> ist zu unserem Kalender um 7 Jahre verschoben. Das Jahr umfasst 12 Monate mit 30 Tagen und hat noch einen 13. Schaltmonat mit 5 oder 6 Tagen. In diesem Zusammenhang kursiert der nicht ganz ernstzunehmende Werbeslogan von Reiseagenturen, der Besucher würde bei der Einreise nach Äthiopien schlagartig um sieben Jahre verjüngt. Auf Reisen muss man eben immer wieder den eigenen Standpunkt relativieren und dass Zeit relativ ist, weiß doch heute jedes Kind ;).</p>
<h2>Die äthiopische Schrift</h2>
<p>Neben landestypischem Datum und Uhrzeit besitzt Äthiopien auch eine eigene Schrift. Zum Glück ist allerdings vieles zusätzlich in lateinischen Buchstaben (meist Englisch) ausgeschildert, sonst hätten wir nichts lesen können. Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopische_Schrift">äthiopische Schrift</a> sieht reizvoll aus, ist aber eher kompliziert. Was wie einzelne Buchstaben aussieht, sind in Wirklichkeit Silben aus Konsonant und Vokal. Insgesamt gibt es <a href="https://allaboutethio.com/talphabet.html">33&#215;7 Silben</a>.</p>
<figure id="attachment_4033" aria-describedby="caption-attachment-4033" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4033" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746-1024x683.jpg" alt="Zum Glück gibt es Piktogramme!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4033" class="wp-caption-text">Zum Glück gibt es Piktogramme!</figcaption></figure>
<p>Bei unserem ersten Mittagessen mit einem lokalen Führer zeigte dieser uns, wie man unsere Namen in äthiopischen Buchstaben zu Papier bringt. Aus &#8222;Mona&#8220; wurde <span lang="am-ET" style="font-family: Ebrima;">ሞና</span> und &#8222;Christian&#8220; schrieb er als <span lang="am-ET" style="font-family: Ebrima;">ክርስትያን</span>. Wenn Ihr Eure Namen auch transkribieren möchtet, findet Ihr hier ein Online-Tool: <a href="http://mylanguages.org/amharic_transliteration.php">http://mylanguages.org/amharic_transliteration.php</a></p>
<figure id="attachment_4034" aria-describedby="caption-attachment-4034" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4034 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158-1024x683.jpg" alt="Mona in äthiopischer Schrift" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4034" class="wp-caption-text">Mona in äthiopischer Schrift</figcaption></figure>
<p>Nicht nur Datum, Uhrzeit und Schrift sind in Äthiopien eigen. Diese Nation ist ein kleiner Kosmos für sich. Die Geschichte verlief in Äthiopien grundlegend anders als in anderen Gegenden Afrikas, die christliche Religion hat ihre eigenen Traditionen und nicht zuletzt unterschied sich Äthiopien auch kulinarisch von allen anderen Ländern unserer Reise. Mehr dazu werden wir in den folgenden Artikeln berichten.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-aethiopien/">Erste Eindrücke aus Äthiopien</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-aethiopien/">Erste Eindrücke aus Äthiopien</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Jordanien in Amman</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Nov 2019 00:01:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
		<category><![CDATA[Amman]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[arabische Ziffern]]></category>
		<category><![CDATA[erste Eindrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jordanien hatten wir in unsere Reiseroute aufgenommen, da wir auf unserer Weltreise mindestens ein arabisches Land besuchen wollten. Über die arabische und muslimische Welt gibt es vor allem in der heutigen Zeit viele Vorurteile und da liegt nichts näher, als einfach hinzufahren und selbst Eindrücke zu gewinnen. Nachdem wir uns gegen den Iran entschieden hatten, &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-jordanien-in-amman/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erste Eindrücke aus Jordanien in Amman“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jordanien hatten wir in unsere Reiseroute aufgenommen, da wir auf unserer Weltreise mindestens ein arabisches Land besuchen wollten. Über die arabische und muslimische Welt gibt es vor allem in der heutigen Zeit viele Vorurteile und da liegt nichts näher, als einfach hinzufahren und selbst Eindrücke zu gewinnen. Nachdem wir uns gegen den <a href="http://wittmann-tours.de/warum-wir-doch-nicht-den-iran-besuchten">Iran</a> entschieden hatten, war Jordanien eine logische, unkomplizierte und interessante Alternative. Es gibt kaum politische Spannungen und das Land gilt als sehr weltoffen. Außerdem hat es eine sehr spannende und wechselhafte Geschichte. Einige biblische Stätten befinden sich auf dem Staatsgebiet, Griechen, Nabatäer und Römer haben ihren Einfluss in der Region ausgeweitet, die Kreuzritter hinterließen gewaltige Burgen, gefolgt von der arabischen Blütezeit. Nicht zuletzt wird unter anderem in Jordanien eine der berühmtesten Pferderassen der Welt gezüchtet, die Araber, so dass wir die Gelegenheit ergreifen wollten, vor Ort diese herrlichen Kreaturen kennenzulernen. Zuerst besuchten wir die Hauptstadt Amman.</p>
<figure id="attachment_3772" aria-describedby="caption-attachment-3772" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3772" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918-1024x683.jpg" alt="Das römische Amphitheater in Amman. Schon viele Kulturen bewohnten diesen Ort." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3772" class="wp-caption-text">Das römische Amphitheater in Amman. Schon viele Kulturen bewohnten diesen Ort.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3781"></span></p>
<h2>Die arabische Schrift</h2>
<p>Direkt nach der Ankunft fielen uns natürlich überall arabische Hinweistafeln ins Auge. Jordanien war eines der Länder unserer Reise, in denen wir die einheimische Schrift nicht entziffern konnten. Zum Glück gab es aber viele zweisprachige Schilder, auf denen uns eine zusätzliche englische Beschriftung weiterhalf. Nicht nur sind die Zeichen ganz anders, sondern man liest auch von rechts nach links, so dass man den Eindruck hat, gar nichts verstehen zu können. Denkste! Dank perfektem Branding waren einige internationale Marken auch auf Arabisch unzweifelhaft zu identifizieren, wobei die Schriftzeichen dazu allerdings keinen Beitrag leisteten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_3773" aria-describedby="caption-attachment-3773" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3773 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087-1024x683.jpg" alt="Denkst Du noch oder erkennst Du schon?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3773" class="wp-caption-text">Denkst Du noch oder erkennst Du schon?</figcaption></figure>
<p><span lang="de">Bei den Zahlen hingegen fragten wir uns, warum es in dem arabischen Land andere Nummernsymbole gab als die, die wir als arabische Ziffern (also 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) kennen. Wie wir auf </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arabische_Zahlschrift#Der_Sprung_ins_Abendland"><span lang="de">Wikipedia</span></a><span lang="de"> lernten, kamen die &#8222;arabischen&#8220; Zahlen in Wirklichkeit aus Indien, fanden dann aber ihren Weg nach Europa über die arabische Welt und das damals muslimische Spanien. Daher hat sich ihre eigentlich missverständliche Bezeichnung gehalten. Interessant ist, dass die Ziffern im Arabischen entgegen der dort normalen Richtung auch von links nach rechts geschrieben werden, so wie bei uns. Damit gab es am Geldautomaten keine Missverständnisse. Aus 200 JOD werden </span><span lang="ar-SA" style="direction: rtl; unicode-bidi: embed;">٢٠٠ </span><span lang="de">JOD und das Jahr 2018 wird auf arabisch</span><span lang="ar-SA" style="direction: rtl; unicode-bidi: embed;"> ٢٠١٨ </span><span lang="de">geschrieben (nicht umgekehrt)</span><span lang="ar-SA" style="direction: rtl; unicode-bidi: embed;">.</span></p>
<figure id="attachment_3774" aria-describedby="caption-attachment-3774" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3774" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085-1024x683.jpg" alt="" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3774" class="wp-caption-text">Arabische Ziffern und arabische Schrift</figcaption></figure>
<h2>Die Hauptstadt Amman</h2>
<p>So fuhren wir vom hochmodernen Flughafen von Amman, 30 Kilometer südlich des Zentrums gelegen, mit einem Taxi in die Innenstadt zu unserem Hotel. Die Straßen waren sehr gut ausgebaut und am Straßenrand fielen uns wir die ersten Kamele auf. Auf den ersten Blick wirkte alles sehr modern und trotzdem waren wir eindeutig in einem arabischen, traditionsbewussten Land angekommen. Die Architektur der Häuser und die Kleidung der Leute spiegelten diese Durchmischung von muslimischen Bräuchen und Gegenwart recht deutlich wider. Viele Frauen trugen zum Beispiel Kopftuch, aber vollverschleierte Personen in Burkas sahen wir nicht.</p>
<figure id="attachment_3775" aria-describedby="caption-attachment-3775" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3775 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859-1024x683.jpg" alt="Die al-Husseini-Moschee im Zentrum von Amman" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3775" class="wp-caption-text">Die al-Husseini-Moschee im Zentrum von Amman</figcaption></figure>
<p>Die lange Geschichte Ammans spiegelt sich auch im Namen des Ortes wieder, der in biblischer Zeit als Rabba bekannt war. Der heutige Name geht auf die schon im Alten Testament erwähnten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amman#Ursprung_des_Namens">Ammoniter</a> zurück. Dieses Volk lebte in etwa im 13 Jh. vor Christus dort. Nach den erfolgreichen Feldzügen Alexanders des Großen (332 v. Chr.) in der Region hieß die Stadt für viele Jahrhunderte Philadelphia. Erst um 630, nach der Eroberung durch die Muslime, nannte man die Siedlung Amman. Aufgrund ihrer geographischen Lage haben im Laufe der Jahrhunderte viele Völker dort ihre Spuren hinterlassen und die lange, wechselhafte und vielfältige Geschichte des heutigen Landes Jordanien sollte uns in den kommenden Wochen begleiten.</p>
<figure id="attachment_3776" aria-describedby="caption-attachment-3776" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3776" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144-1024x683.jpg" alt="Eine der Hauptstraßen im Zentrum von Amman" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3776" class="wp-caption-text">Eine der Hauptstraßen im Zentrum von Amman</figcaption></figure>
<p>Bei unserem Hotel im Hier und Jetzt angekommen, wäre allerdings unser Taxifahrer beinah mit unserem Gepäck davongefahren. Wir stiegen aus und er fuhr sofort los. Huch! Ich konnte noch auf den Kofferraum des rollenden Wagens klopfen, was ihn zum Glück zum Anhalten bewegte. Beim Zurücksetzen überfuhr er uns fast und entschuldigte sich nach dem Aussteigen mit einem blumigen Wortschwall. Es täte ihm schrecklich leid, es wäre alles seine Schuld, keine Absicht, nichts passiert, kein Problem, keine Absicht, er wäre ein ehrlicher Mann. Zum Abschied küsste er mich auf die Stirn. Wir glaubten ihm, dass es ein Versehen war. Dennoch schwankten unsere Gefühle zwischen Verärgerung und Amüsement.</p>
<h2>Jordanien kulinarisch &#8211; Mezze</h2>
<p>Bevor wir mit der von Mona vorbereiteten Entdeckungstour von Amman starteten, stand das Mittagessen auf dem Programm. Die Empfehlung der Rezeption war mehr ein Imbiss als ein Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Wir hatten Probleme, als einzige Ausländer einen Sitzplatz zu finden, ein gutes Zeichen!</p>
<figure id="attachment_3777" aria-describedby="caption-attachment-3777" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3777" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055-1024x768.jpg" alt="Arabische Kleinigkeiten (Mezze) zum Mittagessen" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3777" class="wp-caption-text">Arabische Kleinigkeiten (Mezze) zum Mittagessen</figcaption></figure>
<p>Glücklicherweise fanden wir noch einen Platz in dem Hof, der von einer Plastikplane als Sonnenschutz überspannt wurde. Wir bestellten ein paar Kleinigkeiten, Mezze, quasi jordanische Tapas: Falafel, Humus, eine Auberginenpaste (die mehr als nur Spuren von Knoblauch enthielt) und einen Salat. Fladenbrot gab es natürlich auch dazu. Das Essen war phantastisch und sehr gut gewürzt. Dies war seit langem das beste einheimische Essen, das wir genossen haben. Klar haben wir in Afrika auch gut gegessen, aber dort war die einheimische Küche weniger spannend und oft (z.B. auf den Safaris) gab es eher westliche Gerichte. In Jordanien freuten wir uns nun auf jede Mahlzeit!</p>
<figure id="attachment_3778" aria-describedby="caption-attachment-3778" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3778" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863-1024x683.jpg" alt="Süß, süßer, Baklawa" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3778" class="wp-caption-text">Süß, süßer, Baklawa</figcaption></figure>
<p>Nicht zu vernachlässigen waren natürlich die orientalischen Süßigkeiten. Diverse Geschäfte lockten mit üppigen Auslagen, die wahrhaftig glänzten und funkelten &#8211; Dank all dem Sirup, mit dem sie übergossen waren ;). Natürlich mussten wir probieren. In der Tat, sie waren so süß und köstlich, wie sie aussahen und klebten regelrecht am Teller fest! Der schuldbewusste Versuch, die in diesem Naschwerk aus 1001 Nacht enthaltenen Kalorien zu ermitteln, würde jedem westlichen Ernährungswissenschaftler die Tränen in die Augen treiben.</p>
<h2>Die Zitadelle &#8211; die Akropolis von Amman</h2>
<p>Einer der Höhepunkte der Stadt (auch in geografischer Hinsicht) ist die Zitadelle von Amman. Zahlreiche Kulturen errichteten auf diesem Hügel religiöse Stätten und Paläste. Die Ruinen dieser Gebäude sind auch heute noch, Jahrhunderte später, zu sehen: der römische Herkulestempel, eine byzantinische Kirche und zahlreiche Bauwerke der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Umayyaden">Umayyaden</a>, z.B. ein Palast, ein Hamam und eine Zisterne. Die meisten stehen wiederum auf den Grundmauern vorheriger Gebäude anderer Bauherren. Vom Hügel aus hatten wir im warmen Abendlicht einen herrlichen Blick über die Stadt und das sehr gut erhaltene römische Theater.</p>
<figure id="attachment_3779" aria-describedby="caption-attachment-3779" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3779" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886-1024x683.jpg" alt="Der Herkulestempel auf dem Zitadellenhügel von Amman" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3779" class="wp-caption-text">Der Herkulestempel auf dem Zitadellenhügel von Amman</figcaption></figure>
<p>Das sehenswerte Museum präsentierte Fundstücke der Zitadelle und ordnete die Perioden für uns zeitlich ein. Auch wenn es bei Geschichte eigentlich nicht um Jahreszahlen geht, gab es schon ein paar wichtige Eckpunkte. So herrschten die Griechen von 332-63 v.Chr., die Römer bis 324 n.Chr., anschließend die Byzantiner und die Zeit von 661 bis 1916 wurde als Islamische Ära bezeichnet. Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reichs 1918 folgte das moderne Jordanien.</p>
<figure id="attachment_3780" aria-describedby="caption-attachment-3780" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3780" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881-1024x683.jpg" alt="Der Umayyaden Palast" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3780" class="wp-caption-text">Der Palast der Umayyaden</figcaption></figure>
<p>Fußnote: Zurück in Deutschland sahen wir interessanterweise in einem Krimi die Stadt und die Zitadelle von Amman, die einen Ort in Syrien darstellen sollten. Man rechnete wohl nicht damit, dass Mitteleuropäer die jordanische Hauptstadt erkennen würden ;).</p>
<h2>Das Nationalmuseum in Amman</h2>
<p>Das Nationalmuseum in Amman ist ein Vorzeigeprojekt bzw. befindet sich im Begriff, eines zu werden. Leider waren große Teile des modernen Gebäudes wegen Renovierungsarbeiten nicht zugänglich. Immerhin konnten wir uns die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schriftrollen_vom_Toten_Meer">Schriftrollen von Qumran</a> ansehen, von denen sich ein Teil in Jordanien befindet.</p>
<figure id="attachment_3833" aria-describedby="caption-attachment-3833" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3833" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159-1024x683.jpg" alt="Die Qumran-Schriftrollen sind die ältesten bekannten Bibelhandschriften der Welt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3833" class="wp-caption-text">Die Qumran-Schriftrollen sind die ältesten bekannten Bibelhandschriften der Welt.</figcaption></figure>
<p>Im Nationalmuseum versuchte sich Jordanien als modernes Land mit einer langen Geschichte zu präsentieren. Interessant war ein Terminal, auf dem man seinen Namen in den verschiedenen Alphabeten der früher im Land ansässigen Völker schreiben lassen konnte.</p>
<figure id="attachment_3782" aria-describedby="caption-attachment-3782" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3782" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151-1024x683.jpg" alt="Die Schriftsysteme aus Jordaniens Vergangenheit und Gegenwart" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3782" class="wp-caption-text">Die Schriftsysteme aus Jordaniens Vergangenheit und Gegenwart</figcaption></figure>
<p>Jordanien präsentierte sich als Standort von Technologie und Innovation, es ging um Umweltschutz, Energie und gesunde Ernährung, alles Problemfelder im Land. Die Präsentation signalisierte einen offenen Umgang mit diesen Themen. Jordanien verbraucht sehr wenig <a href="http://www.fao.org/nr/water/aquastat/data/query/index.html">Wasser pro Kopf</a> (besonders verglichen mit den direkten Nachbarländern und den meisten Industrienationen) und nimmt für sich Fortschritte bei den Frauenrechten in Anspruch.</p>
<figure id="attachment_3783" aria-describedby="caption-attachment-3783" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3783 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164-1024x614.jpg" alt="Frauenrechte in Jordanien, Realität oder nur Fassade?" width="525" height="315" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164-1024x614.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164-300x180.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164-768x460.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3783" class="wp-caption-text">Frauenrechte in Jordanien, Realität oder nur Fassade?</figcaption></figure>
<p>Nach diesem Auftakt irritierte und verwunderte uns eine Ausstellung im ersten Stock über die Erfindungen islamischer Gelehrter ein wenig. Aufwändige Multimedia-Installationen, eher für Kinder als für Erwachsene konzipiert, folgten alle dem immer gleichen Grundtenor: Heutzutage vollkommen vergessene islamische Forscher haben die Grundlagen für die Errungenschaften der modernen Wissenschaften gelegt. Eigentlich haben sie Flugzeuge erfunden, Medizin und Mathematik geprägt etc. Sicher eine interessante, wohl aber etwas einseitig polarisierte Betrachtungsweise der Geschichte… Immerhin, wenn die Ausstellung das Ziel erreichte, Kinder für die Wissenschaft zu begeistern, dann hätte sie ein positives Resultat zu verbuchen.</p>
<h2>Moderner als erwartet</h2>
<p>Jordanien gibt sich fortschrittlich und Tradition und Moderne erschienen uns ohne wirkliches Spannungsfeld im Alltag vereint. Jordanien präsentierte sich uns als gut organisiert und deutlich weniger chaotisch als erwartet. Wenn man Marrakesch als Maßstab im Kopf hat, dann ist Amman dagegen eine friedliche Oase. Als Ausländer waren wir natürlich leicht zu erkennen, aber niemand versuchte, daraus Kapital zu schlagen. Die Sicherheitslage war vollkommen entspannt, auch abends und bei Dunkelheit &#8211; so viel zum Thema der bedrohlichen islamischen Welt: Wir bemerkten keine Spur davon.</p>
<figure id="attachment_3784" aria-describedby="caption-attachment-3784" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3784" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125-1024x576.jpg" alt="Blick über Amman vom Zitadellenhügel aus" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3784" class="wp-caption-text">Blick über Amman vom Zitadellenhügel aus</figcaption></figure>
<p>Amman wirkte nicht so modern und glitzernd wie Dubai. Jordanien kann nicht mit Öl-Dollars protzen, sondern muss sein Geld in anderen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jordanien#Wirtschaftssektoren">Wirtschaftszweigen</a> verdienen, zum Beispiel mit Phosphatabbau und der Produktion von Düngemitteln. Das Land ist damit nicht übermäßig reich, aber die Wirtschaft wächst stetig, was auch auf den Straßen sichtbar war. Ein moderner Fuhrpark rollte durch Amman, vor allem die Uber-Autos (auch in Jordanien konnten wir den Fahrdienst bequem und problemlos nutzen) waren fast ausnahmslos brandneue Hybrid-Modelle. Damit machte die Nation einen sehr positiven ersten Eindruck auf uns. Wir freuten uns darauf, mehr vom Königreich, sowohl Historisches als auch die Kultur der Gegenwart, kennenzulernen.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-jordanien-in-amman/">Erste Eindrücke aus Jordanien in Amman</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-jordanien-in-amman/">Erste Eindrücke aus Jordanien in Amman</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Kenia</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2019 00:01:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich hatten wir nicht gedacht, dass es sich lohnen würde, über die &#8222;Ersten Eindrücke&#8220; in Kenia (sonst immer der initiale Blogpost aus jedem besuchten Land) zu berichten. Wir waren nur nach Kenia gereist, um an einer Reitsafari teilzunehmen (mehr dazu im nächsten Artikel). Aber dann hatten wir in den ersten zwei Tagen in Nairobi doch &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatten wir nicht gedacht, dass es sich lohnen würde, über die &#8222;Ersten Eindrücke&#8220; in Kenia (sonst immer der initiale Blogpost aus jedem besuchten Land) zu berichten. Wir waren nur nach Kenia gereist, um an einer Reitsafari teilzunehmen (mehr dazu im <a href="http://wittmann-tours.de/auf-reitsafari-in-der-masai-mara/">nächsten Artikel</a>). Aber dann hatten wir in den ersten zwei Tagen in Nairobi doch einiges erlebt, über das wir berichten wollen.</p>
<figure id="attachment_3668" aria-describedby="caption-attachment-3668" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180915-094212-9121.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3668" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180915-094212-9121-1024x683.jpg" alt="Die Skyline von Nairobi. Hier präsentiert sich Kenia sehr modern." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180915-094212-9121-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180915-094212-9121-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180915-094212-9121-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180915-094212-9121.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3668" class="wp-caption-text">Die Skyline von Nairobi. Hier präsentiert sich Kenia sehr modern.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3666"></span></p>
<h2>Beeindruckende Infrastruktur</h2>
<p>Aus Madagaskar kommend erschien uns Tansania schon deutlich entwickelter. Dagegen wirkte Kenia noch einmal viel moderner. Die Straßen waren, wie schon in Tansania, sehr gut, aber es gab deutlich mehr Verkehr, umso mehr, je näher wir dem Zentrum von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nairobi">Nairobi</a> kamen. In der Hauptstadt selbst gipfelte dies dann leider in einem Mega-Stau, durch den sich unser Kleinbus nur sehr langsam vorarbeiten konnte. Von der Grenze bis in die Innenstadt von Nairobi (ca. 150km) brauchten wir satte 4 Stunden.</p>
<figure id="attachment_3669" aria-describedby="caption-attachment-3669" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180913-132653-9114.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3669" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180913-132653-9114-1024x683.jpg" alt="lange nicht mehr gesehen: Shopping-Malls mit internationalen Marken." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180913-132653-9114-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180913-132653-9114-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180913-132653-9114-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20180913-132653-9114.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3669" class="wp-caption-text">Das hatten wir schon lange nicht mehr gesehen: Shopping-Malls mit internationalen Marken.</figcaption></figure>
<p>Entlang des Weges wandelte sich das Bild neben der Straße. Direkt hinter der Grenze sahen wir noch eine Savannenlandschaft und Viehhirten mit Ziegen, Kühen und gelegentlich Schafen. Um Nairobi herum hingegen gab es Fabriken (so etwas hatten wir schon länger nicht mehr zu Gesicht bekommen) und riesige Einkaufszentren. Pkws und Lkws aller bedeutenden Marken fuhren auf den Straßen und trugen ihren Teil zum Stau bei.</p>
<h2>Nairobi, the city of crime?</h2>
<p>Nachdem wir in der Innenstadt ausgestiegen waren, kauften wir, wie in jedem Land nach der Ankunft, eine lokale SIM-Karte, passenderweise von <a href="https://www.safaricom.co.ke/">Safaricom</a> ;). Erstaunlich waren die Sicherheitsvorkehrungen am Eingang des Safaricom-Ladens (und auch bei den anderen Geschäften). Es gab einen Metalldetektor wie am Flughafen und einen Wachmann am Eingang, der die Kunden im Befehlston ansprach und streng kontrollierte.</p>
<p>Die Steigerung davon erlebten wir in unserer Unterkunft (zugegeben der gehobenen Klasse): Eine hohe Mauer umgab das Hotel. An der Schranke inspizierte der Sicherheitsdienst den Fußraum von Fahrer und Beifahrer, dann das Handschuhfach und schließlich überprüften sie den Unterboden unseres Taxis mit Spiegeln. Erst nachdem sie sich überzeugt hatten, dass alles unauffällig war, durften wir die Schranke passieren. Am Hoteleingang wurde unser gesamtes Gepäck durchleuchtet. Wir leerten unsere Taschen und passierten den Metalldetektor. Um den Lift zu dem Stockwerk, in dem sich unser Zimmer befand, zu bedienen, brauchten wir die Schlüsselkarte. Anschließend entsperrte die Karte die Tür zum Flur und natürlich zu guter Letzt auch noch die Zimmertür. Im Pentagon gibt es vermutlich weniger Sicherheitsvorkehrungen … oder lauerten die Kriminellen wirklich überall?</p>
<h2>M-Pesa Scam</h2>
<p>All die Schlösser und Kontrollen konnten aber die modernen Bösewichte nicht stoppen. Am Morgen des zweiten Tages in Nairobi, den wir als Puffertag eingeplant hatten, erhielten wir eine SMS, dass wir per M-Pesa eine Überweisung erhalten hätten. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/M-Pesa">M-Pesa</a> ist eine Transaktionsmöglichkeit für Geld bei der Telefongesellschaft (und ersetzt ein Konto bei einer &#8222;echten&#8220; Bank), mit der man bargeldlos per Handy bezahlen kann.</p>
<figure id="attachment_3673" aria-describedby="caption-attachment-3673" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_3935-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3673" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_3935-1-1024x872.jpg" alt="M-PESA Scam: Confirmed.You have received 9,950.00 from EMANUEL JUMA on 14/9/18 at New M-PESA balance is Ksh*(BLOCKED)* Pay Bills via M-PESA" width="525" height="447" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_3935-1-1024x872.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_3935-1-300x256.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_3935-1-768x654.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/IMG_3935-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3673" class="wp-caption-text">M-PESA Scam: Confirmed.You have received 9,950.00 from EMANUEL JUMA on 14/9/18 at New M-PESA balance is Ksh*(BLOCKED)* Pay Bills via M-PESA &#8211; Die harmlos anmutende SMS</figcaption></figure>
<p>Gleich darauf bekam ich einen Anruf vom Absender: Es wäre alles ein großes Versehen. Er hätte das Geld an ein Krankenhaus überweisen wollen, um die Behandlung seiner Tochter zu bezahlen, aber unglücklicherweise habe er eine Ziffer falsch eingegeben und damit versehentlich mir die Summe überwiesen. Ich möge sie ihm bitte zurückerstatten. Er hätte sich schon mit Safaricom in Verbindung gesetzt, das Guthaben wäre deshalb gesperrt (damit ich es nicht ausgeben könne), und der Kundenservice würde sich bald bei mir melden, um sich den Fall von meiner Seite bestätigen zu lassen.</p>
<h2>Systematischer Betrug von (internationalen) Neukunden?</h2>
<p>Genauso geschah es dann auch, der nächste Anruf folgte ein paar Minuten später, der Fall wurde nochmals erläutert. Ich entgegnete, ich hätte noch nie eine M-Pesa Transaktion getätigt, bräuchte also eine Anleitung. Als erstes sollte ich 4000 Ks (ca. 40 Euro) einzahlen, um meinen Account zu aktivieren. Moment mal?! Das hörte sich sehr suspekt an. Je länger die Erläuterungen am Telefon dauerten, desto misstrauischer wurde ich. Ich lehnte rundheraus ab, das würde ich nicht tun. Es musste einen anderen Weg geben, die Transaktion rückgängig zu machen. Der Support-Mitarbeiter wollte sich später nochmal melden… (Was er jedoch dann nicht mehr tat.)</p>
<figure id="attachment_3671" aria-describedby="caption-attachment-3671" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20190712-175805-8379.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3671" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20190712-175805-8379-1024x683.jpg" alt="Die kenianische SIM-Karte von Safaricom. Gutes Netz, aber leider mit eingebauter Betrugsmasche." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20190712-175805-8379-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20190712-175805-8379-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20190712-175805-8379-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/CW-20190712-175805-8379.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3671" class="wp-caption-text">Die kenianische SIM-Karte von Safaricom. Gutes Netz, aber leider mit eingebauter Betrugsmasche.</figcaption></figure>
<p>Nachdem ich kurz gegoogelt hatte, bestätigte sich mein Verdacht: Das war eine Betrugsmasche. Es gab zahlreiche Seiten im Netz (z.B. <a href="https://www.tripadvisor.com/ShowTopic-g294207-i9695-k11367182-M_PESA_scam_in_Nairobi-Nairobi.html">hier</a>), die solch einen Fall beschrieben. Jetzt sei aber mal die Frage erlaubt @Safaricom: Versucht Ihr (oder Eure Mitarbeiter) wirklich systematisch, Eure internationalen Neukunden übers Ohr zu hauen? Niemand außer Euch kannte bis dahin unsere Nummer, keine 24 Stunden waren nach der Aktivierung der SIM-Karte vergangen. Es mag sein, dass Ihr das beste Netz im Land habt, aber das ist kein Spaß…</p>
<h2>Das Restaurant &#8222;Carnivore&#8220;</h2>
<p>Den Tag über hatten wir uns kein Besichtigungsprogramm vorgenommen, sondern wir wollten die Flüge nach und in Indien buchen und im Reiseführer lesen. Einzig am Abend planten wir einen Ausflug zum legendären Restaurant &#8222;<a href="https://tamarind.co.ke/restaurant.php?carnivore">Carnivore</a>&#8222;, das sozusagen <a href="http://wittmann-tours.de/brasilien-kulinarisch-rodizio-und-mehr/">Rodizio</a> auf kenianisch bietet. Selbstredend sollten wir die paar hundert Meter zum Restaurant mit dem Taxi fahren (zu gefährlich). Leider servieren sie schon seit einigen Jahren kein Game mehr, also keinen Springbock, Kudu oder Warzenschwein. (Der Verkauf von Wildfleisch ist heutzutage in Kenia verboten.) Stattdessen gab es reichlich saftiges Rind, Schwein und Hühnchen, das die Kellner auf mächtigen Spießen brutzelnd-heiß an unseren Tisch brachten und wovon sie uns großzügige Scheiben abschnitten. So nahm der Tag doch noch einen versöhnlichen Ausgang.</p>
<figure id="attachment_3672" aria-describedby="caption-attachment-3672" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/APC_2037.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3672 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/APC_2037-1024x768.jpg" alt="Das ist ein ernstzunehmender Grill!" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/APC_2037-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/APC_2037-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/APC_2037-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/08/APC_2037.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3672" class="wp-caption-text">Das ist ein ernstzunehmender Grill!</figcaption></figure>
<p>Es ist durchaus möglich, dass wir Kenia allgemein und Nairobi im Besonderen mit unseren &#8222;Ersten Eindrücken&#8220; Unrecht tun, aber das waren nun einmal unsere Erfahrungen. Dafür freuten wir uns umso mehr auf die Reitsafari!</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-kenia/">Erste Eindrücke aus Kenia</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-kenia/">Erste Eindrücke aus Kenia</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Tansania: Sansibar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Aug 2019 00:01:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tansania]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tansania war das erste Land, das wir auf dem afrikanischen Kontinent besuchten. Wir planten, eine Safari zu unternehmen und ein Land kennenzulernen, über das wir schon viel gehört und gelesen hatten. Unsere erste Station war, noch nicht ganz auf dem afrikanischen Festland, eine Woche auf Sansibar. Schon der Name der Insel beschwört Vorstellungen von Strand, &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-tansania-sansibar/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erste Eindrücke aus Tansania: Sansibar“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Tansania war das erste Land, das wir auf dem afrikanischen Kontinent besuchten. Wir planten, eine Safari zu unternehmen und ein Land kennenzulernen, über das wir schon viel gehört und gelesen hatten. Unsere erste Station war, noch nicht ganz auf dem afrikanischen Festland, eine Woche auf Sansibar. Schon der Name der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sansibar">Insel</a> beschwört Vorstellungen von Strand, Gewürzen und Exotik herauf.</p>
<figure id="attachment_3437" aria-describedby="caption-attachment-3437" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3437" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR-1024x576.jpg" alt="Blick über Stone Town. Eine Woche verbrachten wir auf Sansibar: Zum Planen und um die Insel anzuschauen." width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3437" class="wp-caption-text">Blick über Stone Town. Eine Woche verbrachten wir auf Sansibar: Zum Planen und um die Insel anzuschauen.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3459"></span></p>
<h2>Angekommen in Stone Town</h2>
<p>Mitten in der Nacht kamen wir am kleinen internationalen Flughafen von Sansibar an. Zwei Formulare, 50 USD pro Kopf (zahlbar ausschließlich mit Kreditkarte, nicht in Cash wie vom Reiseführer angekündigt) und eine wenig herzliche Abfertigung später hatten wir unser Visum im Pass und fuhren mit dem Taxi zum Hotel.</p>
<figure id="attachment_3438" aria-describedby="caption-attachment-3438" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3438" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit-1024x721.jpg" alt="Unerkennbar personalisiert: Unser Tansania-Visum" width="525" height="370" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit-1024x721.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit-300x211.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit-768x540.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3438" class="wp-caption-text">Unerkennbar personalisiert: Unser Tansania-Visum</figcaption></figure>
<p>In der Altstadt von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stone_Town">Stone Town</a> durchquerten wir ein regelrechtes Labyrinth aus menschenleeren Gassen. Immer wieder bog das Taxi ab, rechts, links, recht, links und wir fragten uns etwas besorgt, ob wir im Kreis fahren würden. Aber nein, ein Blick auf Maps.me zeigte es deutlich, der Taxifahrer steuerte zielstrebig zum Hotel. Schließlich hielt er in einer dunklen Sackgasse, wo es für das Auto zu eng wurde, direkt neben einigen überquellenden Müllcontainern. Angekommen. Wo waren wir hier gelandet? Hatten wir die Katze im Sack gebucht? Nur wenige Schritte weiter jedoch ging es um eine Ecke und wir hatten das Hotel erreicht, das sich von außen luxuriös und von innen hell und freundlich präsentierte.</p>
<figure id="attachment_3439" aria-describedby="caption-attachment-3439" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3439" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346-1024x683.jpg" alt="Wir wohnten in der Nähe des alten Forts. Nachts gab es kaum Beleuchtung." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3439" class="wp-caption-text">Unser Hotel befand sich in der Nähe des alten Forts. Nachts gab es keine Straßenbeleuchtung.</figcaption></figure>
<p>Am nächsten Morgen bestand die erste Bürgerpflicht darin, wie immer in einem neuen Land, Geld abzuheben. Das war überraschenderweise im für den internationalen Tourismus gut erschlossenen Stone Town schwieriger als erwartet. Erst der vierte Geldautomat funktionierte und wir waren wieder mal reich. 800.000 Shilling (circa 300 Euro) konnten wir dem Automaten in 2 Transaktionen entlocken. Der größte tansanische Schein ist eine 10.000 Shilling Banknote (weniger als 4 Euro), auf dem ein imposanter Elefantenkopf abgebildet ist. Auch in Tansania kann man Safari im Portemonnaie machen, auf fast allen Scheinen sind afrikanische Tiere aufgedruckt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_3440" aria-describedby="caption-attachment-3440" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3440" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330-1024x683.jpg" alt="Safari im Geldbeutel: 800.000 Tsh. Ein Elefant tauscht man gegen Waren im Wert von knapp 4 Euro." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3440" class="wp-caption-text">Safari im Geldbeutel: 800.000 Tsh. Einen Elefanten tauscht man gegen Waren im Wert von knapp 4 Euro.</figcaption></figure>
<h2>Jambo! &#8211; Kiswahili für Einsteiger</h2>
<p>&#8222;<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Jambo!">Jambo!</a>&#8220; So schallte es uns zur Begrüßung oft entgegen. Was man heute mit &#8222;Hallo!&#8220; übersetzen könnte, war im Grunde genommen eine heutzutage etwas veraltete Form des Grußes zwischen Händlern in Ostafrika. Die Tansanier begrüßen sich untereinander eher z.B. mit &#8222;Habari?&#8220; (&#8222;Was gibt&#8217;s Neues?&#8220;), aber wir als Ausländer, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mzungu">Wazungu</a>, wurden in der Regel mit &#8222;Jambo!&#8220; begrüßt.</p>
<figure id="attachment_3441" aria-describedby="caption-attachment-3441" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3441" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705-1024x683.jpg" alt="Hakuna Matata: Kein Problem!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3441" class="wp-caption-text">Hakuna Matata: Kein Problem!</figcaption></figure>
<p>Die aber vielleicht wichtigste Floskel ist &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hakuna_Matata">Hakuna Matata</a>!&#8220;. Sie bedeutet &#8222;Kein Problem&#8220; und ist genauso zu benutzen wie das australische &#8222;No worries, mate&#8220; oder einfach nur &#8222;Alles bestens&#8220;. Sollte Euch der Ausdruck &#8222;Hakuna Matata&#8220; bekannt vorkommen und Ihr wisst nicht warum, dann habt Ihr vielleicht das Musical &#8222;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=xB5ceAruYrI">König der Löwen</a>&#8220; gesehen.</p>
<figure id="attachment_3442" aria-describedby="caption-attachment-3442" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3442" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615-1024x683.jpg" alt="Auch hier Hakuna Matata: Abends bedeten die Kinder am Übergang vom Strand zur Uferpromenade des Forodhani Parks." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3442" class="wp-caption-text">Auch hier Hakuna Matata: Abends baden die Kinder am Übergang vom Strand zur Uferpromenade des Forodhani Parks.</figcaption></figure>
<p>Grundsätzlich war auf Sansibar die Kommunikation auf Englisch meistens problemlos möglich. Wir hatten den Eindruck, dass deutlich mehr Menschen Englisch sprachen als zum Beispiel in Brasilien. Vielleicht auch ein Erbe der Kolonialzeit? Für uns vervollständigte &#8222;Asante&#8220; (&#8222;Danke&#8220;) das Trio der wichtigsten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Swahili_(Sprache)">Kiswahili</a>-Begriffe. Für Bonuspunkte im Crash-Kurs: &#8222;Asante Sana&#8220; bedeutet &#8222;Vielen Dank&#8220;.</p>
<h2>Wie habt ihr das eigentlich alles geplant?</h2>
<p>Häufig wurde uns die Frage gestellt, wie wir konkret so eine lange Reise organisiert haben. Die Antwort ist so einfach wie naheliegend. Nach viel Vorbereitung in Deutschland (Krankenversicherung, Bändigung des Papiertigers, Impfungen, grobe Reiseroute d.h. Festlegung der Reiseländer) haben wir unterwegs mehr oder weniger 3 Monate rollierend und abwechselnd im Voraus geplant. So fungierte ich z.B. als Reiseleiter in Japan, Mona war für die Planung des Programms in Myanmar zuständig usw. Dafür haben wir uns auch unterwegs viel Zeit genommen, so dass auf keinen Fall jeder Tag unserer Reise komplett mit Unternehmungen ausgefüllt war (auch wenn es sich vielleicht im Blog anders liest).</p>
<figure id="attachment_3443" aria-describedby="caption-attachment-3443" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3443" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR-1024x683.jpg" alt="Das sog. House of Wonders in der Nähe unseres Hotels. Der ehemalige Prachtbar war lange Zeit das höchste Gebäude in Ost-Afrika." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3443" class="wp-caption-text">Das sog. House of Wonders am Ufer des Meeres. Der frühere Prachtbau war lange Zeit das höchste Gebäude in Ostafrika.</figcaption></figure>
<p>Außerdem legten wir zwischendurch immer wieder Reisepausen ein. Sansibar war so eine Art Ruhepunkt für uns. In den 7 Tagen auf der Insel haben wir natürlich auch einiges unternommen (dazu gleich mehr), aber die Woche war nicht zuletzt zum Weiterplanen gedacht. Mona begann, unsere Reiseroute in Jordanien auszutüfteln und ich informierte mich über Äthiopien. Außerdem schrieben wir unseren Reiseblog weiter. Wir hatten einiges aufzuholen, da wir auf Madagaskar kaum daran gearbeitet hatten.</p>
<figure id="attachment_3444" aria-describedby="caption-attachment-3444" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3444" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648-1024x683.jpg" alt="The Old Dispensary, eines von Sansibars prächtigsten Gebäuden." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3444" class="wp-caption-text">The Old Dispensary, eines von Sansibars prächtigsten Gebäuden.</figcaption></figure>
<p>Manchmal fühlte es sich tatsächlich fast wie Arbeit an, wenn wir bis spät abends im Reiseführer lasen, Details im Internet recherchierten oder uns um Flüge, Hotels oder Visa kümmerten. Aber natürlich wussten wir genau, weshalb wir diese Überstunden einlegten ;). Damit war Sansibar für uns Reiseziel und Planungsstandort mit guter Infrastruktur zugleich.</p>
<h2>Sansibar &#8211; arabisch und afrikanisch</h2>
<p>Aber neben Planung und Organisation wollten wir natürlich auch Sansibar kennenlernen. Auf den ersten Blick fiel sofort auf, dass Sansibar nicht afrikanisch wirkte, sondern eher arabisch: die engen Gassen, die Souks, die Architektur der Häuser, die Kleidung der Menschen (Männer in langen Gewändern, Frauen mit Burka oder Kopftuch), arabische Schrift. Nicht zuletzt rief der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Muezzin">Muezzin</a> die Menschen mehrmals am Tag zum Gebet.</p>
<figure id="attachment_3445" aria-describedby="caption-attachment-3445" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3445" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731-1024x683.jpg" alt="Ein Minarett über den Wellblechdächern von Stone Town" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3445" class="wp-caption-text">Ein Minarett ragt über den Wellblechdächern von Stone Town auf.</figcaption></figure>
<p><span lang="de">Dies ist kein Zufall, denn Sansibar hatte geschichtlich gesehen durch seine günstige Lange an den Handelsrouten entlang der Küste Ostafrikas eine enge Verbindung zur arabischen Welt. Stone Town war zeitweise sogar die Hauptstadt des Oman. Der arabische Einfluss spiegelt sich auch im Namen der Insel wieder. Der persische Ausdruck </span><span lang="ar-SA" style="direction: rtl; unicode-bidi: embed;">زنگبار </span><span lang="de">(&#8222;Zangi-bar&#8220;) wird mit &#8222;K</span><span lang="en-US">üste der Schwarzen&#8220; übersetzt.</span></p>
<figure id="attachment_3446" aria-describedby="caption-attachment-3446" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3446" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534-1024x683.jpg" alt="Von außen waren die meisten Häuser unscheinbar. Aufwändig geschnitzte Türen machten hier eine Ausnahme." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3446" class="wp-caption-text">Von außen wirken die meisten Häuser unscheinbar. Aufwändig geschnitzte schwere Türen sind häufig die einzigen Akzente.</figcaption></figure>
<p>Nachdem Vasco da Gama 1498 den Weg nach Indien um das Kap der guten Hoffnung gefunden hatte, waren Portugiesen die ersten Europäer, die versuchten, in der Region Einfluss zu gewinnen. Sie konnten sich allerdings nicht langfristig dort etablieren. Nach der Niederlage der Portugiesen in der Schlacht von Hormus 1622 zementierte der Sultan des Oman seine Macht und baute sie weiter aus. Sansibar wurde ein wichtiger Handelsstützpunkt für Gewürze, Elfenbein und Sklaven.</p>
<h2>Sklaverei &#8211; ein schrecklich(es) profitables Geschäft</h2>
<p>Der berühmt-berüchtigte Sklavenmarkt von Stone Town war der größte Ostafrikas und zu seinen &#8222;Spitzenzeiten&#8220; wurden <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Arab_slave_trade#19th_century">bis zu 50.000 Sklaven pro Jahr</a> verkauft. Der Vertrieb muss extrem lukrativ gewesen sein. Trotz der sich ab Anfang des 19. Jahrhunderts durchsetzenden Einsicht, dass Sklaverei unethisch ist (Großbritannien verbot den Handel 1807), ging der Handel auf Sansibar weiter. Das blutige Geschäft wurde erst 1873 eingestellt. Dies geschah unter dem Einfluss und mit erheblichem politischen Druck der Engländer auf den Sultan durch Androhung einer Seeblockade.</p>
<figure id="attachment_3447" aria-describedby="caption-attachment-3447" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3447" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581-1024x683.jpg" alt="Vergangene Pracht: Der Eingang Tippu Tip’s Haus. Tippu Tip war der erfolgreichste Sklavenhändler auf Sansibar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3447" class="wp-caption-text">Morbide Pracht: Der Eingang von Tippu Tip’s Haus. Tippu Tip war der einflussreichste Sklavenhändler auf Sansibar.</figcaption></figure>
<p>Die Orte, an denen früher die Sklavenmärkte abgehalten worden waren, sind heutzutage nur noch durch Hinweistafeln als solche zu erkennen oder können besichtigt werden. Das heißt aber nicht, dass Sklaverei heutzutage nicht mehr existiert. <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Slavery_in_the_21st_century">Moderne Sklaverei</a> ist ein vielfach unbekanntes, aber reales Phänomen. <a href="https://www.globalslaveryindex.org/">Über 40 Millionen Menschen</a> weltweit leben als moderne Sklaven. Auf <a href="http://wittmann-tours.de/madegassischer-alltag-von-antsirabe-bis-morondava/">Madagaskar</a> haben wir sie direkt am Straßenrand gesehen, aber in vielen Fällen bleiben sie für uns <a href="https://www.youtube.com/watch?v=-X9HkP0JDRU">unsichtbar</a>. Auf Sansibar legte man Weihnachten 1873 dort den Grundstein für die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Christ_Church,_Zanzibar">anglikanische Kathedrale</a>, wo der größte Umschlagplatz geschlossen worden war.</p>
<figure id="attachment_3462" aria-describedby="caption-attachment-3462" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3462 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit-1024x683.jpg" alt="Die anglikale Kathedrale auf Sansibar. Früher befand sich an diesem Ort der größte Sklavenmarkt Ost-Afrikas." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3462" class="wp-caption-text">Die anglikanische Kathedrale auf Sansibar. Früher befand sich an diesem Ort der größte Sklavenmarkt Ostafrikas.</figcaption></figure>
<h2>Die Sklavenkammern / Slave Chambers</h2>
<p>Auf dem Gelände der anglikanischen Kathedrale kann man heute noch die Kammern &#8211; oder besser Verliese &#8211; besichtigen, in die die Sklaven vor ihrem Verkauf gesperrt wurden. In die beiden Kellerlöcher, die zu sehen sind, pferchte man 50 bzw. 75 Stück menschliche Ware auf engstem Raum: Es war eng, dunkel, unhygienisch. Eine Grube im Boden in der Mitte des Raumes diente als Toilette. Ein anderer gern zitierter grausamer Fakt war, dass die Sklaven auf dem Markt vor der Kundschaft ausgepeitscht wurden, um ihre Widerstandskraft zu zeigen. Wer weniger schrie, erzielte einen höheren Preis.</p>
<figure id="attachment_3449" aria-describedby="caption-attachment-3449" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3449" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR-1024x683.jpg" alt="In dieser Kammer wurden 75 Sklaven zusammengepfercht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3449" class="wp-caption-text">In dieser Kammer wurden 75 Sklaven zusammengepfercht.</figcaption></figure>
<p>Die &#8222;Rohstoffe&#8220; (Sklaven und Elfenbein) kamen vom afrikanischen Festland und auf Sansibar verdienten die europäischen und arabischen Händler das große Geld. Damals lebten viele verschiedene Stämme an der Küste und im Inland Ostafrikas, von denen manche sich ebenfalls am grausamen Handel beteiligten. Die heutige Nation Tansania existiert in dieser Form erst seit 1964. Die beiden Landesteile, das Festland (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tanganjika">Tanganjika</a>) und die Inseln von Sansibar erkennt man auch heute noch im Namen &#8222;Tansania&#8220; wieder. Die Bezeichnung setzt sich aus <span style="font-weight: bold;">Tan</span>ganjika, <span style="font-weight: bold;">Sa</span>nsibar und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Azania">Aza<span style="font-weight: bold;">nia</span></a> zusammen. Auch heute noch gibt es große Unterschiede zwischen Sansibar und Tanganjika und die Inselgruppe hat einen halbautonomen Status. Der wohl auffälligste Kontrast bleibt auf den ersten Blick die arabische bzw. afrikanische Prägung.</p>
<h2>Unterwegs in den Gassen von Stone Town</h2>
<p>Gerne liefen wir durch die verwinkelten Souks, die trotz allem Tourismus noch sehr authentisch auf uns wirkten. Abends grillten viele Bewohner Stone Towns mit der ganzen Familie auf der Straße. Kleine Stände oder Geschäfte für Lebensmittel wurden von und für Einheimische betrieben. Die Lieferung von Waren erfolgte mit dem Handwagen und trotz der engen Gassen flitzten die Motorroller sehr schwungvoll um die Ecken. Wo es in Lateinamerika viele streunende Hunde gegeben hätte, waren es auf Sansibar die Katzen, die die Straßen bevölkerten.</p>
<figure id="attachment_3450" aria-describedby="caption-attachment-3450" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3450" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568-1024x683.jpg" alt="Unterwegs in den Souks von Stone Town" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3450" class="wp-caption-text">Unterwegs in den Souks von Stone Town</figcaption></figure>
<p>Andererseits gab es auch einige Gassen, in denen sich viele touristische Souvenirläden aneinander reihten. Massai-Shops (kleine geographische Verirrung…), Holzschnitzereien, Tücher, T-Shirts, Malerei und mehr. &#8222;Welcome! Here, look my shop!&#8220; &#8211; So wurden wir immer wieder eher unaufdringlich angesprochen. Manche fliegenden Händler dagegen waren schon hartnäckiger. Sie boten CDs, T-Shirts und Sonnenbrillen an und begleiteten uns auch gerne mal 50 Meter. Vor allem an solchen Orten hatte scheinbar jeder etwas an die Wazungu zu verkaufen: Taxifahrten, Tour Guides, Ausflüge nach Prison Island.</p>
<h2>Ausflug nach Prison Island</h2>
<p>Die Ausflüge, die wir planten, buchten wir (natürlich) nicht auf der Straße, sondern in dem kleinen Laden eines vom Reiseführer empfohlenen lokalen Anbieters in der Nähe unseres Hotels. Eine Bootsfahrt nach Prison Island (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Changuu">Changuu Island</a>), ca. 5km von Stone Town entfernt, war ein kurzweiliger Halbtagesausflug. Die Insel hatte früher als &#8222;Zwischenlager&#8220; für Sklaven gedient, die vom Festland nach Sansibar gebracht worden waren. Auf Sansibar gab es nicht genug Kapazitäten für die &#8222;Ware&#8220;. Nach der Schließung des Sklavenmarktes wurde Changuu schnell zum Ausflugsziel für die damalige Elite.</p>
<figure id="attachment_3451" aria-describedby="caption-attachment-3451" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3451" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951-1024x768.jpg" alt="Selfie mit Aldabra-Riesenschildkröte" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3451" class="wp-caption-text">Selfie mit Aldabra-Riesenschildkröte</figcaption></figure>
<p>Heute sind die dort lebenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aldabra-Riesenschildkr%C3%B6te">Aldabra-Riesenschildkröten</a> die große Sehenswürdigkeit auf der Insel. Vier ihrer Vorfahren waren 1919 als Geschenk des Gouverneurs der Seychellen hierher gebracht worden. Sie vermehrten sich prächtig &#8211; immer wieder wurden allerdings einige gestohlen &#8211; und heute stehen die Reptile dort unter Schutz. Wenige Exemplare sind sehr alt, die meisten allerdings eher jung. Über mangelnde Aufmerksamkeit können sich die Schildkröten auf keinen Fall beklagen. Gerne lassen sie sich mit ein paar Kohlblättern füttern.</p>
<figure id="attachment_3452" aria-describedby="caption-attachment-3452" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3452" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910-1024x768.jpg" alt="Unterwasser-Selfie vor Prison Island." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3452" class="wp-caption-text">Unterwasser-Selfie vor Prison Island</figcaption></figure>
<p>Nicht nur an Land, sondern auch unter Wasser gab es Tiere zu sehen. Der Schnorchelgang vor Changuu Island war zwar nicht außergewöhnlich, aber dennoch interessant.</p>
<h2>Auf Gewürz-Tour</h2>
<p>Ein weiterer &#8222;Pflichtausflug&#8220; auf Sansibar ist die sog. Spice Tour. Klingt touristisch, ist es auch, wir fanden es aber dennoch sehr interessant. Eines Vormittags fuhren wir also zu einer Gewürzplantage, die eher einem großen Garten glich.</p>
<figure id="attachment_3453" aria-describedby="caption-attachment-3453" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3453" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684-1024x683.jpg" alt="Muskatnuss. Der Kern wird gerieben und ergibt das Gewürz, dass wir kennen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3453" class="wp-caption-text">Muskatnuss. Der Kern wird gerieben und ergibt so das Gewürz, dass wir kennen.</figcaption></figure>
<p>Dort sahen wir auf einer unterhaltsamen Führung unter anderem Vanille, Kaffee, Karambole (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternfrucht">Sternfrucht</a>), Ingwer, Pfeffer und natürlich auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%BCrznelkenbaum">Gewürznelken</a>, für die Sansibar berühmt ist. Sie waren neben Sklaven und Elfenbein das dritte traditionelle Handelsgut der Insel (und in diesem Fall auch der Nachbarinsel Pemba). Auch wenn Nelken ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammen, produziert man auf Sansibar auch heute noch die beste Qualität der Erde. Im 19. Jahrhundert war die Insel sogar der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sansibar-Archipel#Wirtschaft">weltgrößte Produzent von Gewürznelken</a>. Damals haben &#8211; wen wundert es &#8211; Sklaven die aufwändige Arbeit erledigt.</p>
<figure id="attachment_3454" aria-describedby="caption-attachment-3454" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3454" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359-1024x683.jpg" alt="Gewürznelken, eines der wichtigsten Handelsgüter von Sansibar, früher wie heute." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3454" class="wp-caption-text">Gewürznelken, eines der wichtigsten Handelsgüter Sansibars, damals wie heute.</figcaption></figure>
<p>Zwischenzeitlich sammelten wir fleißig (bzw. wurden wir angehalten zu sammeln) Bestandteile aller Pflanzen, die wir gesehen hatten, in einem fix gebastelten Bio-Behälter aus besten Blättern. Und dann folgte der touristische Höhepunkt: Wir wurden zu Gewürzkönigin und -könig gekürt. Natürlich bekamen wir auch prunkvolle Gewänder gestellt ;).</p>
<figure id="attachment_3455" aria-describedby="caption-attachment-3455" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3455" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380-1024x683.jpg" alt="Das Gewürzkönigspaar" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3455" class="wp-caption-text">Das Gewürzkönigspaar</figcaption></figure>
<h2>Schnorcheln vor der Insel Chumbe</h2>
<p>Unser letzter und am schwierigsten zu organisierender Ausflug führte uns auf die Insel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chumbe">Chumbe</a>, über die wir gelesen hatten, dass man dort exzellent schnorcheln könne. Die Bootsüberfahrt war erstaunlich unruhig, obwohl das Wasser gar nicht so einen aufgewühlten Eindruck machte. Die Wellen schwappten gelegentlich sogar ins Boot, so dass die begehrtesten Plätze ganz hinten waren. Auf Chumbe angekommen durften wir erst das qualitativ hochwertige Büffet plündern und nutzten im Anschluss die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang über die Insel, bis die Flut hoch genug war, dass wir gefahrlos losschnorcheln konnten. Auf dem tropischen Privat-Eiland befindet sich ein aus natürlichen Materialien erbautes Öko-Resort in traumhafter Lage am Meer. Wir waren zusammen mit einer Gruppe von Besuchern als Tagesgäste dort.</p>
<figure id="attachment_3456" aria-describedby="caption-attachment-3456" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3456" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402-1024x683.jpg" alt="Die Überfahrt nach Chumbe Island war erstaunlich wellig." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3456" class="wp-caption-text">Die Überfahrt nach Chumbe Island war erstaunlich turbulent.</figcaption></figure>
<p>Die Unterwasserwelt war deutlich belebter als bei Prison Island. Schwärme knallbunter, gepunkteter oder gestreifter Fische in allen nur erdenklichen Formen und Farben umgaben uns. Die Papageienfische knabberten hörbar an den Korallen (und halten damit das Riff in Ordnung, indem sie kranke Teile fressen). Dieses Riff soll angeblich eines der intaktesten in Ostafrika sein, aber auch hier war <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Korallenbleiche">Coral-Bleaching</a> zu sehen, das durch zu warmes Wasser ausgelöst wird. Anzeichen des Klimawandels fielen uns also auch hier ins Auge und die einmalige Unterwasserwelt könnte schon bald der Vergangenheit angehören.</p>
<figure id="attachment_3457" aria-describedby="caption-attachment-3457" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3457" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038-1024x683.jpg" alt="Bunte Fische beim Schnorcheln vor Chumbe Island." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3457" class="wp-caption-text">Bunte Fische beim Schnorcheln vor Chumbe Island</figcaption></figure>
<p>So endete unsere Arbeits- und Planungswoche auf eine sehr entspannte Weise. Wir hatten zwar im Sinne der Organisation, wie so häufig, mal wieder nicht so viel erledigt, wie wir uns vorgenommen hatten, dafür aber auch ein wenig das sehr sehenswerte Sansibar kennengelernt. Unsere Erwartungen waren sogar deutlich übertroffen worden, da die Insel trotz des Tourismus noch viel Authentisches zu bieten hat.</p>
<figure id="attachment_3458" aria-describedby="caption-attachment-3458" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3458" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638-1024x683.jpg" alt="Abendstimmung an der Uferpromenade, im Hintergrund der Hafen. Von dort aus werden wir zum Festland fahren." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3458" class="wp-caption-text">Abendstimmung an der Uferpromenade, im Hintergrund der Hafen. Von dort aus werden wir zum Festland fahren.</figcaption></figure><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-tansania-sansibar/">Erste Eindrücke aus Tansania: Sansibar</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-tansania-sansibar/">Erste Eindrücke aus Tansania: Sansibar</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Madagaskar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Apr 2019 00:01:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Madagaskar war das einzige Land auf unserer Reiseroute, das wir beide zusammen schon früher besucht hatten. 2011 waren wir auf den Spuren der Lemuren unterwegs gewesen und die große Insel und ihre Bewohner hatten uns begeistert. Schon damals stand fest, dass wir wiederkommen wollten. Und nun waren wir sogar zu dritt angereist: Katja hatte eine &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Madagaskar war das einzige Land auf unserer Reiseroute, das wir beide zusammen schon früher besucht hatten. 2011 waren wir auf den Spuren der Lemuren unterwegs gewesen und die große Insel und ihre Bewohner hatten uns begeistert. Schon damals stand fest, dass wir wiederkommen wollten. Und nun waren wir sogar zu dritt angereist: Katja hatte eine Fernreise bei Wittmann-Tours gebucht ;). Zusammen mit Katja waren wir für 3 Wochen auf Madagaskar unterwegs.</p>
<figure id="attachment_3101" aria-describedby="caption-attachment-3101" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3101" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-1024x683.jpg" alt="In Madagaskar reisten wir zu dritt: Katja hatte Urlaub bei Wittmann-Tours gebucht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-122350-6902.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3101" class="wp-caption-text">In Madagaskar reisten wir zu dritt: Katja hatte Urlaub bei Wittmann-Tours gebucht.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3102"></span></p>
<h2>Zurück in Antananarivo</h2>
<p>Schon im Anflug auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antananarivo">Antananarivo</a> (kurz: Tana), der Hauptstadt Madagaskars, erkannten wir den Ort, den wir zuvor ins Herz geschlossen hatten. Die hügelige Landschaft des Hochlandes, die rötliche Erde, die Reisfelder, in deren Wasser die Sonne glitzerte und die sich nicht nur vor den Toren der Stadt befanden, sondern auch nahe des Zentrums.</p>
<figure id="attachment_3103" aria-describedby="caption-attachment-3103" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3103 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-1024x576.jpg" alt="Antananarivo aus der Vogelperspektive" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-161449-8319.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3103" class="wp-caption-text">Antananarivo aus der Vogelperspektive</figcaption></figure>
<p>Auch am kleinen Hauptstadtflughafen hatte sich wenig verändert. Wir reihten uns brav in eine lange Schlange ein, dann in die nächste Schlange und in eine weitere. In dieser Abfolge gaben wir das Gesundheitsformular ab, bezahlten das Visum und bekamen selbiges am Ende auch ausgestellt. Damals, in den &#8222;guten alten Zeiten&#8220;, war uns allerdings ein deutlich hübscheres Visum in den Pass geklebt worden…</p>
<figure id="attachment_3104" aria-describedby="caption-attachment-3104" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3104 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-1024x683.jpg" alt="Unsere komplette Reisegruppe: Tahina, Christian, Mona, Katja und Christian" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180804-100126-7210.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3104" class="wp-caption-text">Unsere vollständige Reisegruppe: Tahina, Christian, Mona, Katja und Christian</figcaption></figure>
<p>Nachdem wir schließlich alle Formalitäten erledigt hatten, trafen wir Tahina, unseren Reiseleiter, und Christian, unseren Fahrer. Beide sollten uns die kommenden Wochen begleiten. Eine Reise auf eigene Faust mit öffentlichen Verkehrsmitteln hatten wir von vorneherein ausgeschlossen, da die Fortbewegung mit sogenannten Busch-Taxis (Taxi Brousse) zu langwierig und zu schwierig gewesen wäre. Außerdem hätten wir viele Orte gar nicht erreichen können, da es schlicht keine (verlässlichen) Verbindungen gibt.</p>
<h2>Vom Reisenden zum Ariary-Millionär</h2>
<p>Madagaskar ist zwar eines der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt_pro_Kopf">materiell ärmsten Länder der Welt</a>, aber die Geldbeträge sind bei einem Kurs von 1:4000 zuweilen astronomisch. Trotzdem ist der größte Schein ein erst kürzlich eingeführter 20.000er (ca. 5 Euro), 2011 war es noch eine 10.000 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ariary">Ariary</a>-Banknote. Mittlerweile hatte allerdings die Inflation alle Werte quasi verdoppelt. Der kleinste Schein, 100 Ariary, war mit einem Gegenwert von gerade einmal 2,5 Cent auch wertmäßig klein. Münzen gibt es zwar theoretisch, allerdings haben wir sie nie im Einsatz erlebt.</p>
<figure id="attachment_3105" aria-describedby="caption-attachment-3105" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3105 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-1024x683.jpg" alt="Beim Bezahlen auf Madagaskar mussten wir immer mit großen Summen rechnen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180812-164018-7868.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3105" class="wp-caption-text">Beim Bezahlen auf Madagaskar mussten wir immer mit großen Summen rechnen.</figcaption></figure>
<p>Am Flughafen hoben wir zunächst das Transaktionsmaximum von 400.000 Ariary am Geldautomaten ab. Später tauschten wir einige von Katja mitgebrachte Euro-Scheine in dicke Ariary-Geldbündel um, um davon die ersten 10 Tage bestreiten zu können. Damit wurden wir in kürzester Zeit zu Ariary-Millionären <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Die liebenswerten Madegassen</h2>
<p>Auf dem Weg zum Hotel standen wir im Stau, es war &#8222;Rush-Hour&#8220;. Daher hielten wir zur Auflockerung einmal an, um uns anzusehen, wie die Menschen Lehmziegel herstellen. Der Prozess war denkbar einfach: Auf einer improvisierten Arbeitsplatte wurden ein paar Sägespäne verteilt, damit der Werkstoff nicht festklebte. Dann setzte der Arbeiter eine Kastenform aus Holz auf, drückte mit Schwung einen Klumpen Lehm hinein und entfernte überschüssigen Schlamm mit den Händen. Anschließend legte er den in Entstehung begriffenen Backstein in der Schablone einige Meter weiter auf dem Boden zum Trocknen ab und entfernte die Form. Später werden die Ziegel dann gebrannt, um ihnen Stabilität zu verleihen. Die Prozedur fand am Rande von Reisfeldern direkt neben der Straße vom Flughafen zum Zentrum von Antananarivo statt. Eine Kinderschar bestaunte weniger die Lehmziegelherstellung sondern mehr uns.</p>
<figure id="attachment_3106" aria-describedby="caption-attachment-3106" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3106" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-683x1024.jpg" alt="Was sind denn das für lustige Vazahas?" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072400-6837.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3106" class="wp-caption-text">Was sind denn das für lustige Vazahas?</figcaption></figure>
<p>Sie hatten einen riesigen Spaß daran, dass wir Ausländer (die Vazahas) gekommen waren, komische Leute ;). Ein Mädchen machte sich über meine Brille lustig, indem sie mit ihren Fingern ein Brillengestell formte und es kichernd vor ihr Gesicht hielt. Kurzerhand bot ich ihr die Sehhilfe zum Anprobieren an, was ihr dann aber doch zu unheimlich war. Ein kleiner Junge traute sich hingegen und setzte sie auf. Nach dem anschließenden Foto-Shooting war es ein riesiger Spaß für die Kinder, sich selbst auf dem Display der Kamera zu betrachten.</p>
<figure id="attachment_3107" aria-describedby="caption-attachment-3107" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3107" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-1024x683.jpg" alt="Bester Durchblick dank Vazahas-Brille!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-072441-6838.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3107" class="wp-caption-text">Bester Durchblick dank Vazaha-Brille!</figcaption></figure>
<h2>Madegassen und Vazahas</h2>
<p>Derart unverkrampfte Begegnungen mit den Madegassen hatten wir schon vor 7 Jahren erlebt. Tahina, wie damals Hasina, hatte ein Händchen dafür, spontan eine Verbindung zwischen uns als Besuchern und den Einheimischen herzustellen, ohne dass die Situation künstlich wirkte oder ein kommerzieller Hintergedanke offensichtlich wurde. Wir spürten die Herzlichkeit der menschlichen Begegnung, nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit Erwachsenen.</p>
<figure id="attachment_3108" aria-describedby="caption-attachment-3108" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3108 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-1024x683.jpg" alt="Die Madegassen lassen sich gerne fotografieren - und möchten sich anschließend im Display sehen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180801-163843-6954.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3108" class="wp-caption-text">Die Madegassen lassen sich gerne fotografieren &#8211; und möchten sich anschließend im Display sehen.</figcaption></figure>
<p>Wir waren in Madagaskar die Vazahas. Der Begriff &#8222;Vazaha&#8220;, klingt für unser Ohren in etwa wie &#8222;Wasa&#8220;, wird aber etwas schneller ausgesprochen, auf der ersten Silbe betont und hat natürlich nichts mit Knäckebrot zu tun ;). Die Vazahas sind die Ausländer, die Weißen auf Malagasy (interessanterweise keine Bezeichnung für Asiaten). Das Wort ist eher neutral, für uns war es jedoch ungewohnt, so pauschalisiert angesprochen zu werden. &#8222;Salama Vazaha!&#8220; (&#8222;Hallo Ausländer!&#8220;), war eine gängige Grußformel auf der Straße. Auch mal eine interessante Erfahrung <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Die fahrenden Museen</h2>
<p>Unser Besuch in Madagaskar war für uns in mehrerlei Hinsicht eine Art Zeitreise in die Vergangenheit. Ein Aspekt dieses Eindruckes manifestierte sich auf den Straßen. Die Franzosen haben als Kolonialisatoren vielfältige Spuren auf Madagaskar hinterlassen, so zum Beispiel auch ihre Autos. Auf den Straßen von Antananarivo sahen wir zahllose französische Fahrzeugmodelle, an die wir uns noch aus unserer Kindheit erinnerten, die aber inzwischen im deutschen Straßenbild vollkommen verschwunden sind.</p>
<figure id="attachment_3109" aria-describedby="caption-attachment-3109" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3109" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-1024x683.jpg" alt="Ein fahrendes Museum" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-121744-8300.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3109" class="wp-caption-text">Ein fahrendes Museum</figcaption></figure>
<p>Wir sahen unzählige Enten (Citroën <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Citro%C3%ABn_2CV">2CV</a>), Renault <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Renault_4">R4</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Renault_5">R5</a>. Fast alle dieser Pkw waren allerdings ganz normale Gebrauchsfahrzeuge und keine gehegten, gepflegten Oldtimer, obwohl es auch einen 2CV-Club in Tana gibt. Der Zahn der Zeit nagte jedoch sichtlich an den &#8222;fahrenden Museen&#8220;, wie Tahina sie liebevoll nannte. Des öfteren sahen wir, wie Fahrzeuge neben der Straße repariert wurden oder wie liegengebliebene Autos aus dem Weg geschoben wurden, um den Verkehr nicht (noch mehr) zu behindern.</p>
<figure id="attachment_3110" aria-describedby="caption-attachment-3110" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3110" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-1024x683.jpg" alt="Freiluft-Werkstatt" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-074456-6852.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3110" class="wp-caption-text">Freiluft-Werkstatt</figcaption></figure>
<p>In unserer Gedankenwelt assoziieren wir die Begriffe &#8222;Hauptstadt&#8220; und &#8222;Straße&#8220; mit breiten, mehrspurigen Alleen. In Antananarivo sind dies jedoch enge Asphaltstreifen, die teilweise auch von florierenden bunten Märkten okkupiert werden. Autos sind bei weitem nicht die einzigen Fortbewegungsmittel. Viele Gefährte kommen auch ganz ohne Motor aus. Handwagen und Zebu-Karren (ein Zebu ist ein madagassisches Rind) sind ebenfalls Normalität und für den Verkehrsfluss nicht gerade förderlich ;).</p>
<figure id="attachment_3111" aria-describedby="caption-attachment-3111" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3111" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-1024x683.jpg" alt="Keine Seltenheit: Ein Zebu-Karren auf den Straßen von Anatananarivo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180822-122204-8307.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3111" class="wp-caption-text">Keine Seltenheit: Ein Zebu-Karren auf den Straßen von Anatananarivo</figcaption></figure>
<h2>Angekommen in Madagaskar</h2>
<p>Unsere Madagaskar-Reise 2011 hatte uns ausgesprochen gut gefallen. Wir waren damals gekommen, um Flora und Fauna kennenzulernen, vor allem die Lemuren. Noch mehr hatten uns aber die freundlichen und aufgeschlossenen Menschen begeistert. Würden wir wieder solche unmittelbaren Begegnungen erleben dürfen oder hatte der Tourismus auch in Madagaskar Einzug gehalten und die gegenseitige, fast kindliche Neugier in eine rein kommerzielle Beziehung verwandelt? Nach unserem ersten Tag auf der Insel hatten wir das Gefühl, als hätte sich nur wenig verändert. Madagaskar (allein der Name des Landes klingt aufregend exotisch) hatte noch die Magie des Unberührten. Hier wurde der Reisende noch als Mensch betrachtet und ein gegenseitiges Beschnuppern mit interessierten Einheimischen war möglich.</p>
<figure id="attachment_3112" aria-describedby="caption-attachment-3112" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3112" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-1024x683.jpg" alt="Sonnenuntergang über Antananarivo" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/03/CW-20180731-082258-6855-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3112" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang über Antananarivo</figcaption></figure>
<p>Wir spürten auch, dass wir mit Tahina einen sehr guten Führer hatten, der uns sein Land zeigen und uns mit den Menschen in Verbindung bringen würde. Wir freuten uns auf 3 spannende Wochen und konnten es kaum erwarten, am nächsten Morgen aufzubrechen und mehr von Madagaskar kennenzulernen.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-madagaskar/">Erste Eindrücke aus Madagaskar</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-madagaskar/">Erste Eindrücke aus Madagaskar</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Brasilien: Manaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 00:01:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem wir unser Lateinamerika-Puzzle gelöst hatten, flogen wir direkt 😉 von Lima über São Paulo nach Manaus, mitten ins Amazonasgebiet und zur ehemaligen Kautschuk-Hauptstadt Brasiliens. Hier war es deutlich wärmer als im Madidi-Nationalpark im bolivianischen Teil des Amazonasbeckens. Manaus liegt fast auf dem Äquator. Um Mitternacht zeigte das Thermometer bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit noch 25 &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-brasilien-manaus/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erste Eindrücke aus Brasilien: Manaus“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir unser <a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/12/Lateimamerika-Puzzle3.jpg">Lateinamerika-Puzzle</a> gelöst hatten, flogen wir direkt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> von Lima über São Paulo nach Manaus, mitten ins Amazonasgebiet und zur ehemaligen Kautschuk-Hauptstadt Brasiliens. Hier war es deutlich wärmer als im <a href="http://wittmann-tours.de/der-bolivianische-dschungel-im-madidi-nationalpark/">Madidi</a>-Nationalpark im bolivianischen Teil des Amazonasbeckens. Manaus liegt fast auf dem Äquator. Um Mitternacht zeigte das Thermometer bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit noch 25 Grad an. Im Taxi vom Flughafen in die Stadt herrschte jedoch leider wieder Altiplano-Kälte, da der Fahrer die Klimaanlage im Polarmodus laufen ließ ;).</p>
<figure id="attachment_2799" aria-describedby="caption-attachment-2799" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2799" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit-1024x683.jpg" alt="Willkommen in Brasilien! Bei unserer Ankunft lief die WM-Vorrunde und Brasilien war im WM-Fieber." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-075232-6147-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2799" class="wp-caption-text">Willkommen in Brasilien! Bei unserer Ankunft lief die WM-Vorrunde und die Brasilianer waren vollkommen im WM-Fieber.</figcaption></figure>
<p><span id="more-2810"></span></p>
<h2>Ein modernes Land?!</h2>
<p>Hui, so viel Zivilisation! Der hypermoderne Flughafen in São Paulo war so groß wie alle Flughäfen zusammen, von denen aus wir in Südamerika bisher gereist waren. Und auch in Manaus begegnete uns zunächst viel vermeintliche Modernität. Wir hätten zum Beispiel (fast) überall mit Kreditkarte bezahlen können. Ein Taxi ruft man am besten per Handy-App und Uber ist sowieso am günstigsten und hat die beste Abdeckung. Seinen Uber-Fahrer kann man natürlich via PayPal bezahlen. Außerdem ist die Infrastruktur deutlich besser: Schlaglochfreie, asphaltierte Straßen! Woran wir uns wieder gewöhnen mussten, war, dass die Geschäfte in Brasilien Öffnungszeiten hatten. Auf einmal gab es nicht mehr an jeder Ecke einen Minimarkt, bei dem wir bis spät in der Nacht noch einkaufen konnten.</p>
<figure id="attachment_2800" aria-describedby="caption-attachment-2800" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2800" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871-1024x683.jpg" alt="Die Apotheken sahen sehr modern aus. Sie glänzten mit langen Öffnungszeiten und waren auch kleine Mini-Märkte, die allerdings eher Cola als Wasser verkauften ;)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180703-095724-5871.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2800" class="wp-caption-text">Die Apotheken sehen sehr modern aus. Sie glänzen mit langen Öffnungszeiten und sind gleichzeitig kleine Mini-Märkte, die allerdings eher Cola und Eis am Stiel als Wasser verkaufen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure>
<p>Dieses moderne Bild relativierte sich aber ein wenig mit zunehmender Aufenthaltsdauer im Land. Vor allem nach Einbruch der Dunkelheit wurde Manaus für unsere Begriffe deutlich lateinamerikanischer. Es gab Essensstände auf der Straße und die Brasilianer drehten gerne die Musik auf (schalteten sie aber auch um 10 oder 11 Uhr wieder aus). Außerdem wurden die Ampeln endgültig zur Straßendekoration. Über so viele rote Ampeln sind wir im Taxi in noch keinem anderen Land gefahren.</p>
<h2>Man spricht Portugiesisch</h2>
<p>Auf der östlichen Seite der Anden (auch wenn dies eine extreme Vereinfachung ist) verlief die Geschichte auf dem südamerikanischen Kontinent etwas anders als auf der Westseite. Das Gebiet des heutigen Brasilien war portugiesische Kolonie. 1815 verlegte der König von Portugal sogar seine Hauptstadt von Lissabon nach Rio de Janeiro und regierte von dort aus. 1822 erlangte das Land ohne Blutvergießen seine Unabhängigkeit. Offenkundiges Überbleibsel dieser von der den spanischen Kolonien so verschiedenen Geschichte ist die Landessprache Portugiesisch.</p>
<figure id="attachment_2801" aria-describedby="caption-attachment-2801" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2801" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784-1024x782.jpg" alt="Portugiesisch ohne Mühe: Memrise war eine der Apps, mit der ich sehr zufrieden war (zum Vokalen lernen, weniger für Konversation)" width="525" height="401" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784-1024x782.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784-300x229.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784-768x587.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_4784.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2801" class="wp-caption-text">Portugiesisch ohne Mühe: Memrise ist eine der Apps, mit der ich sehr zufrieden bin (zum Vokabeln lernen, weniger für Konversation).</figcaption></figure>
<p>Portugiesisch und Spanisch sind sehr eng miteinander verwandt. Wie einfach oder schwierig es ist, Portugiesisch im Selbststudium auf der Grundlage von soliden Spanischkenntnissen zu lernen, wollte ich herausfinden. Dafür hatte ich drei Monate vor unserer Ankunft in Brasilien angefangen, mit zwei Apps immer wieder zwischendurch Portugiesisch zu lernen. Die Lerngeschwindigkeit war in der Tat ziemlich hoch, da es viele (annähernd) gleiche Worte gibt und auch die Grammatik sehr ähnlich ist. Mein Ziel war es nicht, perfekt Portugiesisch zu können, sondern einigermaßen Portuñol zur Verständigung.</p>
<h2>Portugiesische Sprache, schwere Sprache</h2>
<p>Was sich beim Lernen schon andeutete, bestätigte sich in der Realität. Es war sehr einfach für mich, Portugiesisch zu lesen, einfache Sätze zu sagen oder zum Beispiel zu fragen „Wo ist die Toilette?“ (&#8222;Onde fica o banheiro?&#8220;, gesprochen: &#8222;Ondsche fika o banjero?&#8220;). Die echte Herausforderung war aber, die Antwort zu verstehen! Portugiesisch klingt deutlich anders als Spanisch und selbst bei vermeintlich einfachen Themen haben wir im ersten (und nicht selten auch im zweiten) Anlauf wenig verstanden. Naja, wir hatten ja mehrere Wochen vor uns für den praktischen Teil des Portugiesischkurses  ;).</p>
<figure id="attachment_2802" aria-describedby="caption-attachment-2802" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2802" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156-1024x683.jpg" alt="Zum Glück zweisprachig, obwohl wir schriftlich deutlich mehr verstanden als mündlich." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180715-101054-6156.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2802" class="wp-caption-text">Zum Glück zweisprachig. Schriftlich verstanden wir deutlich mehr als mündlich.</figcaption></figure>
<p>Beim Einchecken im Hotel in Manaus sagte ich meine ersten echten Worte auf Portugiesisch. Meine Begrüßung des Rezeptionisten schien überzeugend genug gewesen zu sein. Er antwortete mit einem Schwall Turbo-Portugiesisch und hatte mich in wenigen Sekunden abgehängt. Zum Glück sprach er aber auch Englisch :).</p>
<figure id="attachment_2803" aria-describedby="caption-attachment-2803" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2803 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468-1024x683.jpg" alt="Rund um das Teatro Amazonas in Manaus probierten wir unser Portuñol aus." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180622-192112-3468.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2803" class="wp-caption-text">Rund um das Teatro Amazonas in Manaus probierten wir unser Portuñol aus.</figcaption></figure>
<p>Aufgrund der Ähnlichkeit von Spanisch und Portugiesisch verfolgte ich die Strategie, Standard-Phrasen, die ich kannte, auf Portugiesisch zu sagen, ansonsten spanische Grammatik mit möglichst vielen portugiesischen Wörtern zu benutzen und alles andere mit Spanisch aufzufüllen. Damit waren die Erfolge gemischt, aber meistens brauchbar. Ulkigerweise fragte uns einmal ein Kellner, ob wir aus Portugal kämen, wir hatten wohl einen komischen Akzent :).</p>
<h2>Manaus &#8211; Das Paris der Tropen</h2>
<p>Manaus liegt mitten im Dschungel des Amazonasbeckens. Eine Ansiedlung gab es schon seit 1669, aber erst ab zirka 1870 wurde Manaus eine richtige Stadt. Der Grund für das Wachstum war der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kautschukboom">Kauschtukboom</a>. Nachdem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Goodyear">Charles Goodyear</a> die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vulkanisation">Vulkanisierung</a> erfunden hatte, entwickelte sich Gummi durch die große Nachfrage zum Massenprodukt. Kautschuk war der Rohstoff, der für die Herstellung benötigt wurde, und dieser wurde in den Regenwäldern des Amazonas von wilden Kautschukbäumen gewonnen. Manaus war das Kautschuk-Zentrum Brasiliens und wurde damit zur wohlhabenden Großstadt.</p>
<figure id="attachment_2804" aria-describedby="caption-attachment-2804" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2804" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit-1024x683.jpg" alt="Palácio Rio Negro, erbaut vom deutschen Kautschukbaron Karl Waldemar Scholz" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-130912-5091-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2804" class="wp-caption-text"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A1cio_Rio_Negro_(Manaus)">Palácio Rio Negro</a>, erbaut vom deutschen Kautschukbaron Karl Waldemar Scholz</figcaption></figure>
<p>Einige prächtige Gebäude erinnern noch heute an die Zeit der Kautschukbarone, die u.a. prachtvolle Villen bauten. Manaus war zudem die erste Stadt Brasiliens, die über elektrischen Strom, eine Trinkwasserversorgung und ein Abwassersystem verfügte. So erhielt der Flecken Zivilisation mitten im Regenwald den Spitznamen &#8222;Paris der Tropen&#8220;. Höhepunkt der Dekadenz war das auch heute noch aktive, prunkvolle <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teatro_Amazonas">Teatro Amazonas</a>. In der guten alten Zeit gab es sogar eine Einfahrt aus Pflastersteinen, die mit Gummi überzogen waren, damit die Kutschen der zu spät kommenden Besucher die Aufführung nicht störten ;).</p>
<figure id="attachment_2805" aria-describedby="caption-attachment-2805" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2805" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079-1024x683.jpg" alt="Blick aus der einer Logen im prächtigen Teatro Amazonas" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180623-094927-5079.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2805" class="wp-caption-text">Blick aus einer der Logen im prächtigen Teatro Amazonas</figcaption></figure>
<p>Heute (wie bestimmt auch damals) riecht es nicht überall nach Rosen in Manaus, auch wenn die Stadt kein Großstadt-Moloch ist. Für immer werden uns die kuriosen Öffnungszeiten der Museen im Gedächtnis bleiben. Am Wochenende hatten die meisten Ruhetag und wochentags machten viele eine ausgedehnte Mittagspause, bevor sie um 17 Uhr schon wieder schlossen. Auch unser Besuch im Büro der Touristeninformation hat sich uns eingeprägt, wo ein sehr engagierter Mitarbeiter uns in flüssigem Englisch über 10 Minuten die Öffnungszeiten aller örtlichen Museen aufsagte….</p>
<h2>Im Zoo in Manaus</h2>
<p>Auch wenn wir bisher bei unseren Tierbeobachtungen in freier Wildbahn viele Sichtungen hatten verzeichnen können, wollten wir doch sicher gehen, dass wir die Fauna des Regenwaldes auch wirklich zu Gesicht bekommen würden. Daher gingen wir in Manaus in den Zoo, genauer gesagt gleich in zwei. Einer der beiden wird interessanterweise vom brasilianischen Militär unterhalten. Wir stellten uns immer wieder schmunzelnd einen Bundeswehr-Zoo vor ;). Am Eingang des anderen Zoos (Bosque da Ciência) hing ein Schild, dass die Anlage während der Spiele der brasilianischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Brasilianische_Fu%C3%9Fballnationalmannschaft">Seleção</a> bei der WM geschlossen wäre. Zum Glück fand gerade kein Spiel statt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2806" aria-describedby="caption-attachment-2806" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2806" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510-683x1024.jpg" alt="Während der Spiele der brasilianischen Nationalmannschaft war der Zoo geschlossen." width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-084346-3510.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2806" class="wp-caption-text">Während der Spiele der brasilianischen Nationalmannschaft war der Zoo geschlossen.</figcaption></figure>
<p>Der Bosque da Ciência war interessanterweise eher ein großer Park, in dem etliche Tiere sogar außerhalb von Gehegen lebten. Damit war natürlich nicht garantiert, dass man sie auch wirklich sehen konnte &#8211; wie in freier Wildbahn. So turnte eine Gruppe von Affen nach Herzenslust durch den Wald und wir sahen (eher durch Zufall) sogar ein Faultier oben in einem Baum hängen, erst reglos, dann verschwand es in Zeitlupe.</p>
<figure id="attachment_2807" aria-describedby="caption-attachment-2807" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2807" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130-1024x683.jpg" alt="Einfach mal abhängen - Ein Faultier im Bosque da Ciência" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-102837-5130.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2807" class="wp-caption-text">Einfach mal abhängen &#8211; Ein Faultier im Bosque da Ciência</figcaption></figure>
<p>Der Militärzoo war ein klassischer Zoo mit besseren und schlechteren Anlagen, sprich größeren und kleineren Gehegen. Davon abgesehen wirkte jedoch alles bestens in Schuss und gut gepflegt, nirgendwo blätterte Farbe ab und die Tiere machten auf keinen Fall einen vernachlässigten Eindruck. Trotzdem blickten einige tierische Bewohner auf eine schreckliche Vorgeschichte zurück und waren nichtsdestotrotz ein Botschafter ihrer Spezies. Ein Jaguar, Cunhã, war als misshandeltes Jungtier in den Zoo gekommen, nachdem er aus illegaler Gefangenschaft befreit worden war. Im Zoo erholte er sich wieder, erblindete aber im Laufe der Zeit wegen zurückliegender Mangelernährung. In freier Wildbahn wäre er gestorben, im Zoo konnte er die Herzen der Kinder erobern, die hoffentlich die Sinnhaftigkeit von Umwelt- und Tierschutz erkennen.</p>
<figure id="attachment_2808" aria-describedby="caption-attachment-2808" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2808 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185-1024x683.jpg" alt="Cunhã: Als Welpe misshandelt, erblindet als Jugendlicher, heute ein Star des Zoos von Manaus." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/CW-20180624-134046-5185.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2808" class="wp-caption-text">Cunhã: Als Jungtier misshandelt, später erblindet, heute ein Star des Militärzoos von Manaus.</figcaption></figure>
<h2>Daumen hoch für Brasilien</h2>
<p>Brasilien gefiel uns auf Anhieb sehr gut: freundliche Menschen, schönes warmes Wetter und Manaus war eine interessante und sehr entspannte Stadt, die sich auf keinen Fall nach einer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Manaus">2 Millionen-Metropole</a> anfühlte. Immer wenn den Brasilianern etwas gefiel, zeigten sie ein Thumbs-up. Daumen hoch konnte auch heißen &#8222;ja&#8220;, &#8222;alles in Ordnung&#8220; oder &#8222;vielen Dank&#8220;. Diese Geste war so universell, dass wir nach kürzester Zeit ebenfalls immer häufiger ein Thumbs-up zeigten, um zu signalisieren, das alles in bester Ordnung war oder einfach nur als Dankeschön.</p>
<figure id="attachment_2809" aria-describedby="caption-attachment-2809" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2809" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254-1024x479.jpg" alt="Auf jedem Schein ein anderes Tier. Am besten hat uns der Jaguar auf dem 50 Reais-Schein gefallen." width="525" height="246" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254-1024x479.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254-300x140.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254-768x360.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/01/IMG_3254.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2809" class="wp-caption-text">Auf jeder Banknote ein anderes Tier. Am besten gefiel uns der Jaguar auf dem 50 Reais-Schein (ca. 12 Euro).</figcaption></figure>
<p>Ein doppeltes Thumbs-up gibt es von uns für die brasilianischen Geldscheine. Sie gefielen uns von allen Währungen, mit denen wir bis dahin zu tun hatten, am besten. Auf jeder Banknote ist ein anderes wunderschönes Tier abgebildet: Schildkröten, Reiher, Papageien, Affen, Jaguare und Fische sind vertreten. Vielleicht sollte der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jair_Bolsonaro">neue brasilianische Präsident</a> weniger mit Kreditkarte bezahlen, sondern lieber sein hübsches Geld in die Hand nehmen. Dann würde er den Regenwald &#8211; Lebensraum all dieser Tiere &#8211; vielleicht nicht abholzen wollen.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-brasilien-manaus/">Erste Eindrücke aus Brasilien: Manaus</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-brasilien-manaus/">Erste Eindrücke aus Brasilien: Manaus</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Bolivien</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2018 00:01:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Auf den ersten Blick änderte sich nach dem unproblematischen Grenzübertritt von Peru nach Bolivien in Kasani relativ wenig. Einige Häuser aus rotem Backstein, eine hügelige Landschaft, immer wieder herrliche Ausblicke auf den tiefblauen Titicacasee, ein ländliches Bolivien. Dass Bolivien anders ist als Peru, bemerkten wir kurze Zeit später, als wir in Copacabana einfuhren. Ein Mann &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den ersten Blick änderte sich nach dem unproblematischen Grenzübertritt von Peru nach Bolivien in Kasani relativ wenig. Einige Häuser aus rotem Backstein, eine hügelige Landschaft, immer wieder herrliche Ausblicke auf den tiefblauen Titicacasee, ein ländliches Bolivien. Dass Bolivien anders ist als Peru, bemerkten wir kurze Zeit später, als wir in Copacabana einfuhren. Ein Mann stieg in den Bus und sammelte von jedem Fahrgast &#8222;Eintritt&#8220; für Copacabana ein: 2 Bolivianos oder 1 Sol (0,25 Euro) pro Person. Kurtaxe? Steuern? Vermutlich eine Art der Selbstverwaltung und in der Masse eine gute Einnahmequelle.</p>
<figure id="attachment_2516" aria-describedby="caption-attachment-2516" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-160048-2885.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2516" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-160048-2885-1024x683.jpg" alt="Blick über Copacabana im Abendlicht" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-160048-2885-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-160048-2885-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-160048-2885-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-160048-2885.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2516" class="wp-caption-text">Blick über Copacabana im Abendlicht</figcaption></figure>
<p><span id="more-2532"></span></p>
<h2>Copacabana in Bolivien: Klein, beschaulich, unproblematisch</h2>
<p>Im Vergleich zu Puno in Peru (der Stadt, die wir am Titicacasee besucht hatten), wirkte Copacabana sehr beschaulich und wir sahen nur eine Handvoll Touristen. Nicht nur war der Ort wesentlich kleiner, es gab auch viel weniger Autos. Das deutlich geringere Verkehrsaufkommen werteten wir als Indiz dafür, dass der Lebensstandard in Bolivien niedriger war als in Peru.</p>
<figure id="attachment_2534" aria-describedby="caption-attachment-2534" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-120408-1485.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2534" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-120408-1485-1024x683.jpg" alt="Im Zentrum von Copacabana" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-120408-1485-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-120408-1485-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-120408-1485-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-120408-1485.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2534" class="wp-caption-text">Im Zentrum von Copacabana</figcaption></figure>
<p>Der Reiseführer hatte uns vorgewarnt, dass Geld in Bolivien ein Problem sein könne. Geldautomaten seien öfters leer und das Wechseln von großen Scheinen (mehr als 20 Bolivianos (2,50 Euro)) ein Volkssport. Kreditkarten böten auch keinen Ausweg, da man nur in seltenen Einzelfällen damit bezahlen könne. Wie so oft malte der Lonely Planet die Situation zum Glück etwas zu schwarz und beim Abheben am Geldautomaten wähnten wir uns sehr glücklich. Die Maschine spuckte im ersten Anlauf nur 10er und 20er Scheine aus. So hoben wir ein paar mal das Transaktionsmaximum von 500 Bolivianos (63 Euro) ab. Am Ende fühlten wir uns ein wenig wie Bankräuber, als wir mit einem dicken Geldbündel in einer Plastiktüte die Filiale verließen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2517" aria-describedby="caption-attachment-2517" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-141202-1431.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2517" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-141202-1431-1024x683.jpg" alt="Bargeld lacht, diese Stapel Geld ist ungefähr 380 Euro Wert." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-141202-1431-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-141202-1431-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-141202-1431-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-141202-1431.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2517" class="wp-caption-text">Bargeld lacht: Dieser Stapel Scheine ist ungefähr 380 Euro wert.</figcaption></figure>
<h2>Die wundertätige Jungfrau von Copacabana</h2>
<p>Copacabana ist vielleicht der wichtigste Wallfahrtsort in Bolivien. Hier kann man sogar sein neu erstandenes Fahrzeug segnen lassen (jeden Samstag und Sonntag um 10 Uhr morgens, separate Parkplätze vor der Kirche stehen bereit). Die Spende für den Priester ist ja auch günstiger als eine Kfz-Versicherung ;). Angebetet wird hier die Jungfrau von Copacabana. Die holzgeschnitzte Statue der Muttergottes in der Kathedrale hat eine sehr interessante Entstehungsgeschichte. Die erste christliche Gemeinschaft in Copacabana wählte La Santísima Virgen de Candelaria als ihre Schutzpatronin, also brauchte man ein passendes Bild für den Altar.</p>
<figure id="attachment_2518" aria-describedby="caption-attachment-2518" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-130032-2858-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2518 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-130032-2858-Edit-1024x683.jpg" alt="Das Eingangsportal der Kathedrale von Copacabana, Bolivien" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-130032-2858-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-130032-2858-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-130032-2858-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180522-130032-2858-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2518" class="wp-caption-text">Das Eingangsportal der Kathedrale von Copacabana, Bolivien</figcaption></figure>
<p>Ein direkter Nachfahre der Inka-Herrscher, Francisco Tito Yupanqui, fertigte eine Skulptur aus Ton an, die aber als nicht angemessen abgelehnt und entfernt wurde. Statt enttäuscht aufzugeben, studierte er in Potosí Kunst. 1583 stellte er die in 8-monatiger Arbeit geschnitzte Statue der dunklen Virgen Morena del Lago (die dunkle Jungfrau des Sees) fertig. Kurz nachdem diese ihren Platz auf dem Altar der Kirche von Copacabana gefunden hatte, begannen die Wunder in Form von unerklärlichen Heilungen. Copacanaba wurde zum Pilgerort.</p>
<figure id="attachment_2533" aria-describedby="caption-attachment-2533" style="width: 518px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/518px-Flickr_-_archer10_Dennis_-_Bolivia-113.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-2533" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/518px-Flickr_-_archer10_Dennis_-_Bolivia-113.jpg" alt="Foto von der Virgen von Wikipedia: Die Jungfrau von Copacabana, Foto (https://en.wikipedia.org/wiki/File:Flickr_-_archer10_(Dennis)_-_Bolivia-113.jpg) von archer10 (Dennis) (https://www.flickr.com/photos/22490717@N02/2218107224), Lizenz CC-BY-SA 2.0" width="518" height="767" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/518px-Flickr_-_archer10_Dennis_-_Bolivia-113.jpg 518w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/518px-Flickr_-_archer10_Dennis_-_Bolivia-113-203x300.jpg 203w" sizes="(max-width: 518px) 100vw, 518px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2533" class="wp-caption-text">Die Jungfrau von Copacabana, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/File:Flickr_-_archer10_(Dennis)_-_Bolivia-113.jpg">Foto</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/22490717@N02/2218107224">archer10 (Dennis)</a>, Lizenz CC-BY-SA 2.0</figcaption></figure>
<h2>Brasilien, Bolivien?</h2>
<p>Wer Copacabana eher mit Brasilien statt mit Bolivien in Verbindung bringt, liegt gar nicht so falsch. In der Tat ist das bolivianische Copacabana namensgebend für den brasilianischen Stadtteil Rio de Janeiros mit dem berühmten Strand. Die Geschichte, die uns erzählt wurde, geht ungefähr so: Brasilianische Wallfahrer kamen, um die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Virgen_de_Copacabana">Jungfrau</a> von Copacabana anzubeten und erwarben auch ein Gemälde der Heiligen, das sie mit sich nahmen. Als an ihrem Heimatort in Brasilien ein schwerer Sturm drohte, beteten sie zur Virgen. Wie durch ein Wunder überlebte die gesamte Familie das schreckliche Unwetter unbeschadet. Zum Dank für die unerwartete Rettung stifteten sie eine Kapelle (die heute leider nicht mehr existiert), die der Jungfrau von Copacabana geweiht wurde, und stellten dort das Bild der Virgen aus. Der Stadtteil in Rio de Janeiro wurde nach der Schutzheiligen des kleinen Gotteshauses benannt.</p>
<h2>In Copacabana und am Titicacasee</h2>
<p>Die interessantesten Sehenswürdigkeiten des Titicacasees auf bolivianischer Seite sind die beiden Inseln <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Isla_del_Sol">Isla del Sol</a> (&#8222;Insel der Sonne&#8220;) und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Isla_de_la_Luna">Isla de la Luna</a> (&#8222;Insel des Mondes&#8220;). Beides sind zentrale Orte des Schöpfungsmythos der Inka. Die Isla del Sol ist der Geburtsort der Sonne selbst, des Schöpfergottes <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wiraqucha">Viracocha</a> und der ersten Inka Manco Capac und seiner Schwester-Gemahlin Mama Ocllo. Die Isla de la Luna ist der Ort, an dem Viracocha dem Mond befohlen hat, in den Himmel aufzusteigen. Das Wetter machte der Legende vom Titicacasee als Geburtsort der Sonne alle Ehre: Der strahlende Sonnenschein ließ den See in einem unglaublichen Blau leuchten.</p>
<figure id="attachment_2519" aria-describedby="caption-attachment-2519" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180618-100101-3216.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2519" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180618-100101-3216-1024x683.jpg" alt="Blick aus der Vogelperspektive: Die Isla de la Luna (unten links) und die Isla del Sol (auf der rechten Seite)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180618-100101-3216-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180618-100101-3216-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180618-100101-3216-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180618-100101-3216.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2519" class="wp-caption-text">Blick aus der Vogelperspektive auf den Titicacasee: Die Isla de la Luna (unten links) und die Isla del Sol (auf der rechten Seite)</figcaption></figure>
<p>Es gibt mehrere Theorien, woher sich der Name des Titicacasees herleitet. Die häufigste bezieht sich auf einen Felsen im Norden der Isla del Sol in der Nähe einer rituellen Opferstelle. Seine Form soll einem Raubtier ähneln, daher wird er auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Quechua">Quechua</a> als „Titi Khar´ka“ (Felsen des Puma) bezeichnet. Dieser große Stein soll namensgebend für den See sein, verballhornt hat sich daraus Titicaca entwickelt.</p>
<h2>Blockade auf der Isla del Sol</h2>
<p>Der Versuch, eine Tour zu den Inseln zu organisieren, gestaltete sich leider etwas schwierig. Auf der Isla del Sol herrschte ein lokaler Konflikt. Einheimische blockierten das Ufer im Norden der Insel, wo sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden. Fakt war, dass man seit ungefähr einem Jahr (Stand Mai 2018) als Ausländer den Norden der Insel nicht mehr besuchen durfte. Die genauen Gründe waren schwierig zu ergründen und wir hörten die unterschiedlichsten Geschichten. Außerdem schien bereits eine gewisse Legendenbildung eingesetzt zu haben.</p>
<figure id="attachment_2520" aria-describedby="caption-attachment-2520" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-101939-2917.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2520 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-101939-2917-1024x683.jpg" alt="Die Südseite der Isla del Sol (von der Isla de la Luna aus gesehen)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-101939-2917-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-101939-2917-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-101939-2917-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-101939-2917.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2520" class="wp-caption-text">Die Südseite der Isla del Sol (von der Isla de la Luna aus gesehen)</figcaption></figure>
<p>Einheimische erzählten uns unter anderem, es ginge um Gold. Die Blockade sollte verhindern, dass Außenstehende nach dem wertvollen Metall suchten. Am besten gefiel uns diese Version: Am Tag der Sommersonnenwende werde ein Sonnenstrahl auf den Felsen des Puma fallen. Dadurch werde sich der Stein öffnen und einen Goldschatz offenbaren.</p>
<p>Die seriöseren Erklärungen deuteten darauf hin, dass es auf der Isla del Sol zu Unzufriedenheit gekommen sei, da die Bewohner im Norden der Insel nur vergleichsweise geringe Einnahmen aus dem Tourismus erhielten, obwohl es dort die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gibt.</p>
<h2>Krieg am Gartenzaun</h2>
<p>Die glaubwürdigsten Berichte zu den Vorkommnissen auf der Isla del Sol, die wir auch in einer Zeitung fanden (<a href="http://www.paginasiete.bo/cultura/2017/7/18/comunidades-pugna-turismo-toman-isla-144989.html">hier</a> und <a href="http://www.paginasiete.bo/sociedad/2018/1/14/conflicto-comunal-isla-agudiza-166491.html">hier</a>), wirkte auf uns etwas wie ein Krieg am Gartenzaun. Seit Februar 2017 gab es einen Konflikt zwischen den Gemeinden Cha&#8217;lla (in der Mitte der Insel) und Cha&#8217;llapampa (im Norden der Isla del Sol) bezüglich einiger Cabañas, die zum Zwecke des Öko-Tourismus in direkter Nähe der archäologischen Stätten (im Norden, d.h. in Cha&#8217;llapampa) gebaut worden waren.</p>
<figure id="attachment_2521" aria-describedby="caption-attachment-2521" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-124021-2964.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2521 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-124021-2964-1024x683.jpg" alt="Im Süden der Isla del Sol mit Blick auf das Festland" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-124021-2964-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-124021-2964-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-124021-2964-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-124021-2964.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2521" class="wp-caption-text">Im Süden der Isla del Sol mit Blick auf das Festland</figcaption></figure>
<p>Die Bewohner der Gemeinde Cha&#8217;lla (also in der Mitte der Insel) waren der Meinung, dass die neu gebauten Hütten zu nah an den Ausgrabungsstätten lägen. Ihre Argumente wurden allerdings von den Behörden nicht angehört. Also ergriffen die Leute von Cha&#8217;lla selbst die Initiative und zerstörten die Cabañas, was wiederum die Menschen aus Cha&#8217;llapampa sehr verärgerte. Die Bewohner von Cha´lla ließen dann keine Touristen mehr in den Norden der Insel, es sollen schon Reisende bedroht worden sein. Die Blockade wurde als Druckmittel eingesetzt, um den Konflikt zu lösen, indem sie jegliche Einnahmen aus dem Tourismus unterband. Die Auseinandersetzung erschien festgefahren, eine Lösung nicht in Sicht.</p>
<p>Etwas befremdlich fanden wir, dass anscheinend niemand, keine Lokal- oder Zentralregierung, die Macht hatte, eine Lösung durchzusetzen. Die Bewohner von Cha&#8217;lla haben stattdessen Selbstjustiz geübt. Allerdings gab es unserer Meinung nach viele Verlierer: Alle Bewohner im Norden der Isla del Sol, da sie keine Einnahmen durch die Touristen hatten, und die Besucher, die die Inka-Ruinen nicht besuchen konnten.</p>
<h2>Besuch der zugänglichen Sehenswürdigkeiten</h2>
<p>Trotz der Blockade konnten wir eine Kombinationstour der Isla de la Luna und Isla del Sol buchen, allerdings ohne den wohl interessantesten Teil, den Norden der Isla del Sol. Zusammen mit zwei Ecuadorianern aus Guayaquil, Veronika und Luis, und unserer Führerin Rosemary, einer echten bolivianischen <a href="https://es.wikipedia.org/wiki/Chola_boliviana">Cholita</a>, stachen wir in See.</p>
<figure id="attachment_2522" aria-describedby="caption-attachment-2522" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134432-1480.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2522" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134432-1480-1024x683.jpg" alt="Gruppenbild mit unserer Führerin Rosemary" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134432-1480-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134432-1480-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134432-1480-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134432-1480.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2522" class="wp-caption-text">Gruppenbild mit unserer Führerin Rosemary</figcaption></figure>
<p>Unser erstes Ziel war die Isla de la Luna, wo wir den <a href="https://es.wikipedia.org/wiki/I%C3%B1akuyu">Templo de las Virgenes</a>  (&#8222;Tempel der Jungfrauen&#8220;) besuchten, ein Kloster für auserwählte junge Mädchen. Ihre Bestimmung war es, in jungen Jahren den Göttern der Sonne oder des Mondes geopfert zu werden. Wenn sie ein gewisses Alter überschritten hatten, blieben sie als Lehrerinnen der jüngeren Frauen im Konvent oder es kam vor, dass hochstehende Inka sie als Konkubinen zu sich holten. Der teils rekonstruierte Bau war mit einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andenkreuz">Andenkreuz</a> verziert, allerdings in der Mondvariante. Die vier mal 7 Ecken (also 28, müssten aber eigentlich 29,5 sein (Anmerkung der Redaktion)) sollten die Tage der Mondphasen darstellen.</p>
<figure id="attachment_2523" aria-describedby="caption-attachment-2523" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-094030-2906.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2523" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-094030-2906-1024x683.jpg" alt="Der Tempel der Jungfrauen, rechts und links ist das Mond-Andenkreuz" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-094030-2906-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-094030-2906-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-094030-2906-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-094030-2906.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2523" class="wp-caption-text">Der Tempel der Jungfrauen: Über dem Eingang, rechts und links ist das Mond-Andenkreuz zu sehen.</figcaption></figure>
<p>Anschließend überquerten wir die schmale Insel von Norden nach Süden, wobei wir ca. 100 Meter auf- und absteigen mussten. Von oben offenbarte sich ein atemberaubender Blick über den See mit mehreren schneebedeckten 6000m hohen Gipfeln der Cordillera Real in der Ferne. Die Berge werden auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aymara_(Sprache)">Aymara</a> auch als die Achachilas bezeichnet, was soviel wie Beschützer bedeutet.</p>
<figure id="attachment_2524" aria-describedby="caption-attachment-2524" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134745-2972.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2524" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134745-2972-1024x576.jpg" alt="Die Achachilas, die Beschützer, links der Illampu (6390m), rechts der Janco Uma (6388m)" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134745-2972-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134745-2972-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134745-2972-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-134745-2972.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2524" class="wp-caption-text">Die Achachilas, die Beschützer, links der Illampu (6390m), rechts der Janco Uma (6388m)</figcaption></figure>
<h2>Der Süden der Isla del Sol</h2>
<p>Auf der Isla del Sol gingen wir in der Nähe der Südspitze an Land, wo sich die Ruinen des sogenannten Palacio del Inca befinden. Das gut erhaltene Bauwerk ist auf zwei übereinanderliegenden Terassen am Hang erbaut worden. Von dort hatten wir einen wunderbaren Blick über den Titicacasee auf die Isla de la Luna. Es wird vermutet, dass das Gebäude vom Inka-Herrscher Tupac-Yupanqui errichtet worden war.</p>
<figure id="attachment_2526" aria-describedby="caption-attachment-2526" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-120826-2935.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2526" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-120826-2935-1024x683.jpg" alt="Im Palacio del Inca auf der Isla des Sol" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-120826-2935-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-120826-2935-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-120826-2935-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-120826-2935.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2526" class="wp-caption-text">Im Palacio del Inca auf der Isla del Sol</figcaption></figure>
<p>Von dort aus wanderten wir zum Ort Yumani. Unterhalb des Dorfes erfrischten wir uns an einer Quelle, die ein Jungbrunnen sein soll. Angeblich sollen die drei Wasserströme für eine gesellschaftliche Regel der Inka stehen: „Stehle nicht, lüge nicht und sei nicht faul.“ Was es wohl bedeutet, dass eines der drei Rohre trockengefallen ist?</p>
<figure id="attachment_2551" aria-describedby="caption-attachment-2551" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180523-133047-1471.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2551" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180523-133047-1471-1024x683.jpg" alt="Mona am Jungbrunnen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180523-133047-1471-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180523-133047-1471-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180523-133047-1471-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/CW-20180523-133047-1471.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2551" class="wp-caption-text">Mona am Jungbrunnen</figcaption></figure>
<p>Anschließend stiegen wir über die sorgfältig rekonstruierte Treppe der Inka (Escalera del Inca) bis zum Seeufer ab.</p>
<figure id="attachment_2527" aria-describedby="caption-attachment-2527" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-133718-1476.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2527" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-133718-1476-1024x683.jpg" alt="Die Treppe der Inca auf der Isla del Sol" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-133718-1476-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-133718-1476-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-133718-1476-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-133718-1476.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2527" class="wp-caption-text">Die Treppe der Inca auf der Isla del Sol</figcaption></figure>
<p>Zusammengefasst war es eine sehr schöne Tour mit Wehrmutstropfen. Die Landschaft der Inseln und die Ausblicke über den Titicacasee waren nahezu überirdisch schön, allerdings hatten wir die kulturellen Sehenswürdigkeiten im Norden der Isla del Sol nicht besuchen können.</p>
<h2>Lamas und Alpakas</h2>
<p>Die große Tourismus-Weisheit &#8222;Alle Sehenswürdigkeiten werden interessanter und lustiger, wenn es Tiere gibt&#8220; konnten die Bolivianer noch steigern. Sowohl auf der Isla del Sol als auch in unserem Hotel in Copacabana durften wir Lamas und Alpakas sogar streicheln und füttern! Auf der Isla del Sol hatte Mona die Gelegenheit, zwei weiße Baby-Alpakas (Lukas und Luna) mit einem Milchfläschchen zu bestechen &#8211; Entschuldigung: zu füttern.</p>
<figure id="attachment_2528" aria-describedby="caption-attachment-2528" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-122302-2958.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2528" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-122302-2958-1024x683.jpg" alt="Mona mit Lukas und Luna" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-122302-2958-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-122302-2958-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-122302-2958-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180523-122302-2958.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2528" class="wp-caption-text">Mona mit Lukas und Luna</figcaption></figure>
<p>Unser Hotel in Copacabana war ebenfalls sehr um seine Gäste bemüht. Es gab mehrere mehr oder weniger freilaufende Alpakas und ein Lama. Wir konnten jederzeit an die Rezeption gehen und uns eine Tüte Anden-Popcorn (deutlich größer als unseres und natur) geben lassen, um die lieben Tierchen zu füttern. Natürlich waren die Alpakas sofort unsere besten Freunde. &#8211; Manchmal vielleicht sogar zu gute Freunde, nämlich wenn sie versuchten, sich selbst zu bedienen. Dabei konnten wir sie auch streicheln und es ist unbeschreiblich, wie weich vor allem die Baby-Alpakas sind. Die Hand versinkt fast ohne Widerstand in der flauschigen Wolle und sofort fühlt es sich warm an.</p>
<figure id="attachment_2529" aria-describedby="caption-attachment-2529" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150918-1543.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2529" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150918-1543-1024x683.jpg" alt="Lamafütterung" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150918-1543-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150918-1543-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150918-1543-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150918-1543.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2529" class="wp-caption-text">Lamafütterung</figcaption></figure>
<p>Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Lama und einem Alpaka bzw. wie kann man sie auseinanderhalten? Lamas sind größer, haben längere, bananenförmige Ohren und eine längere Schnauze. Im Gegensatz zum Alpaka hat das Lama an den Beinen außerdem keine Wolle: &#8222;They walk more sexy&#8220; ;).</p>
<figure id="attachment_2530" aria-describedby="caption-attachment-2530" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150030-1512.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2530" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150030-1512-1024x683.jpg" alt="Neugieriges Baby-Alpaka" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150030-1512-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150030-1512-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150030-1512-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/10/CW-20180524-150030-1512.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2530" class="wp-caption-text">Neugieriges Baby-Alpaka</figcaption></figure><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-bolivien/">Erste Eindrücke aus Bolivien</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-bolivien/">Erste Eindrücke aus Bolivien</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Peru</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 00:01:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Peru erlebten wir am Flughafen in Lima die simpelste Einreiseprozedur seit langem. Wir mussten kein Formular ausfüllen, weder online noch am Flughafen, keine Zollerklärungen abgeben und keine Einreisegebühr bezahlen. Stattdessen gingen wir mit unserem Pass zum Grenzbeamten, er fragte uns nur, mit welchem Flug wir gekommen waren und wie lange wir bleiben wollten, dann &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Peru erlebten wir am Flughafen in Lima die simpelste Einreiseprozedur seit langem. Wir mussten kein Formular ausfüllen, weder online noch am Flughafen, keine Zollerklärungen abgeben und keine Einreisegebühr bezahlen. Stattdessen gingen wir mit unserem Pass zum Grenzbeamten, er fragte uns nur, mit welchem Flug wir gekommen waren und wie lange wir bleiben wollten, dann bekamen wir unseren Stempel in knalligem Pink. So einfach kann es gehen!</p>
<figure id="attachment_2341" aria-describedby="caption-attachment-2341" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_2603-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2341" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_2603-Edit-1024x714.jpg" alt="Willkommen in Peru! Den Einreisestempel (unten rechts in pink) erhielten wir ohne auch nur ein einziges Formular auszufüllen." width="525" height="366" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_2603-Edit-1024x714.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_2603-Edit-300x209.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_2603-Edit-768x536.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/IMG_2603-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2341" class="wp-caption-text">Willkommen in Peru! Den Einreisestempel (unten rechts in Pink) erhielten wir, ohne auch nur ein einziges Formular auszufüllen.</figcaption></figure>
<p><span id="more-2349"></span></p>
<h2>An anderer Stelle aber sehr kompliziert</h2>
<p>So einfach die Einreise sich gestaltete, so kompliziert war es, eine SIM-Karte für das Telefon zu kaufen. Am Flughafen in Lima erklärten uns die Claro-Angestellten, dass nur peruanische Staatsangehörige SIM-Karten kaufen könnten (sehr sinnvoll!). Die gleiche Geschichte hörten wir auch in anderen Claro-Geschäften sowie bei Moviestar (dies sind die beiden größten Anbieter mit den besten Netzen). Entweder wurden wir abgewiesen oder in eine andere Filiale geschickt &#8211; und davon schien es an jeder Ecke eine zu geben. Wir hatten uns vorher informiert und es ist richtig, dass in Peru der SIM-Kartenkauf staatlich kontrolliert wird. Jeder Ausländer kann jedoch unter Vorlage seines Reisepasses eine SIM kaufen &#8211; das macht aber womöglich etwas Arbeit…</p>
<figure id="attachment_2342" aria-describedby="caption-attachment-2342" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180827-172604-0662.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2342" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180827-172604-0662-1024x683.jpg" alt="So kompliziert wie in Peru war es bisher noch in keinem Land, eine SIM-Karte zu kaufen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180827-172604-0662-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180827-172604-0662-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180827-172604-0662-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180827-172604-0662.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2342" class="wp-caption-text">Unsere internationale Kartensammlung. So kompliziert wie in Peru war es bisher noch in keinem Land, eine SIM-Karte zu kaufen.</figcaption></figure>
<p>Schließlich fanden wir doch ein Geschäft, das uns für umgerechnet ca. 10 Euro einen Monat Internet mit 3GB Daten verkaufte. Die Aktivierung der SIM-Karte gestaltete sich dann jedoch problematisch, was nach unserem Eindruck aber nicht daran lag, dass wir Ausländer waren ;). Nach mehr als einer Stunde im Laden hatten fast alle anwesenden Angestellten versucht, unseren Fall zu lösen, von der Auszubildenden bis zur Supervisorin. Am Ende war die Lösung, dass wir eine andere SIM-Karte bekamen, die statt mit 3GB mit 13 GB aufgeladen war &#8211; Danke Claro!</p>
<h2>Willkommen in Cuzco</h2>
<p>Lima, das auf Meereshöhe liegt, war für uns nur eine Durchreisestation. Gleich am nächsten Morgen flogen wir weiter nach Cuzco, um die mittlerweile seit gut zwei Wochen antrainierte Höhenanpassung nicht zu verlieren. (Wir planten, später nach Lima zurückzukehren). Cuzco liegt offiziell <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cusco">auf 3416 Metern</a>, also noch einmal mehr als 500 Meter höher als Quito und das merkten wir, da die Stadt alles andere als flach ist.</p>
<figure id="attachment_2343" aria-describedby="caption-attachment-2343" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180508-142343-0179.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2343" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180508-142343-0179-1024x683.jpg" alt="Die Straßen von Cusco sind selten eben." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180508-142343-0179-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180508-142343-0179-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180508-142343-0179-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180508-142343-0179.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2343" class="wp-caption-text">Die Straßen von Cuzco sind selten eben.</figcaption></figure>
<p>In Cuzco angekommen, war nicht nur die Höhe anstrengend. Dort hatten wir auf einmal ganz viele Freunde (&#8222;Hola Amigo!&#8220;), die uns Verschiedenes verkaufen wollten: ausgestopfte Mini-Lamas, Ketten, Ringe, Ponchos, Kleidung aus Alpaka-Wolle oder sonstige Souvenirs. In Cuzco gab es anscheinend mehr Touranbieter als Besucher und erstere priesen ihre mehr oder weniger vertrauenswürdigen Dienste an. Außerdem standen vor vielen Restaurants Angestellte, die zielgerichtet Touristen ansprachen und ins Lokal zu locken versuchten. Etwas seltener boten junge oder junggebliebene Damen Massagen oder schamanistische Heilzeremonien aus der Inkazeit an. Die Taxifahrer riefen uns an jeder Ecke &#8222;Taxi!&#8220; zu. Frauen in traditioneller Tracht posierten mit aufgeputzten Baby-Alpakas für Fotos (natürlich gegen Entgelt) oder die Schuhputzer wollten unsere Wanderschuhe mit schwarzer Schuhcreme auf Hochglanz polieren. Klar, jeder möchte seinen Teil vom Tourismus-Kuchen abhaben, aber es konnte schon etwas auf die Nerven gehen…</p>
<figure id="attachment_2344" aria-describedby="caption-attachment-2344" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180506-133404-1948-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2344" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180506-133404-1948-HDR-1024x646.jpg" alt="Blick über den Plaza de Armas von Cusco" width="525" height="331" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180506-133404-1948-HDR-1024x646.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180506-133404-1948-HDR-300x189.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180506-133404-1948-HDR-768x485.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180506-133404-1948-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2344" class="wp-caption-text">Blick über die Plaza de Armas von Cuzco</figcaption></figure>
<p>Die Innenstadt von Cuzco wirkte sehr hübsch restauriert, beinah schon zu hübsch. Der Plaza de Armas war auf Hochglanz poliert und wurde von Beamten der Touristenpolizei überwacht. Die Stadt präsentierte sich in einem einheitlichen Stil mit rekonstruierten dicken Inka-Mauern, so einheitlich, dass es einen Masterplan zur Renovierung gegeben haben muss. Alles sah äußerst historisch aus. Werbetafeln oder Hinweisschilder waren so klein, dass wir zum Beispiel nach einer Bank etwas gesucht haben. Auch McDonalds und Starbucks wirkten hinter scheinbar alten Steinmauern weniger aufdringlich als sonst. Kaum verließ man jedoch die direkte Stadtmitte, bröckelte der Putz von den Häusern und nachts machten sich in den Vororten die Straßenhunde über den Inhalt der Müllsäcke her.</p>
<h2>Die Markthalle von Cuzco</h2>
<p>Abseits der von Touristen besuchten Pfade nahm das peruanische Leben seinen gewohnten Gang. Auf der Suche nach einem Schneider (eine Hose war reparaturbedürftig, eine andere musste gekürzt werden), lernten wir eine wohltuend authentische Seite Cuzcos in der Markthalle nördlich der Plaza San Blas kennen. Nicht nur fanden wir eine nette Schneiderin (&#8222;Virginia&#8220;), die mit ihrer antiken Nähmaschine schnell und professionell innerhalb eines Tages unseren Auftrag bearbeitete. Sondern wir aßen dort auch sehr gut und günstig (3 Soles pro Person, weniger als 1 Dollar) unter den Einheimischen zu Mittag.</p>
<figure id="attachment_2345" aria-describedby="caption-attachment-2345" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180505-120750-9941.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2345" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180505-120750-9941-1024x683.jpg" alt="Der Saftstand von Cristina in der Markthalle von Cusco" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180505-120750-9941-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180505-120750-9941-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180505-120750-9941-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/CW-20180505-120750-9941.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2345" class="wp-caption-text">Der Saftstand von Cristina in der Markthalle von Cuzco</figcaption></figure>
<p>Eigentlich war die Quinoasuppe nur die Vorspeise des fix angebotenen Menüs, für uns aber voll und ganz ausreichend. Zu unserer Linken und Rechten aßen einige Handwerker anschließend noch einen gigantischen Teller voll Reis, Hühnchen und Gemüse. Es war ihnen allerdings auch anzusehen, dass sie körperlich schwere Arbeit leisteten. Die Stimmung in der Markthalle war sehr gelassen und man konnte die Menschen in ihrem Alltag erleben.</p>
<p>Da es draußen auf einmal wie aus Kübeln zu schütten begann, beschlossen wir, dass wir es nicht so eilig hätten, das schützende Dach zu verlassen. Um die gewonnene Zeit angenehm zu verbringen, genehmigten wir uns zum Nachtisch eine Batida de Mango (eine Mango und zwei Erdbeeren zusammen mit Milch in den Mixer geben, 2 Minuten zerkleinern, fertig!). Wir unterhielten uns sehr nett mit der Standbesitzerin (&#8222;Cristina&#8220;), die uns u.a. erzählte, dass sie vor langer Zeit als Schulkind Machu Picchu und die Thermen von Aguas Calientes besucht hatte.</p>
<h2>Peru kulinarisch: Mehr als Hausmannskost</h2>
<p>In der Markthalle hatten wir eine sehr bodenständige Spielart der peruanischen Küche probiert. Schon in den ersten Tagen im Land bemerkten wir jedoch, dass es auch noch eine andere Seite gab. Die Gerichte in Peru waren oft deutlich interessanter als die vermeintlich ähnlichen ecuadorianischen. Die Speisen waren komplexer gewürzt, hübsch angerichtet, manchmal gab es noch eine kleine Garnitur (zum Beispiel ein paar Oliven) oder ausländische Einflüsse. Die Peruaner sind zu Recht sehr stolz auf ihre novoandine Küche. Ein peruanischer Klassiker ist z.B. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ceviche">Ceviche</a>: rohe Fischwürfel, die einige Zeit in einer Limetten-Zwiebel-Chili-Gewürz-Marinade eingelegt werden, sehr wohlschmeckend, leicht und aromatisch. Inzwischen entwickelte sich die Abwandlung <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tiradito">Tiradito</a>, die Einflüsse der japanischen Küche aufweist. Dazu wird der Fisch in Scheibchen geschnitten und erst direkt vor dem Servieren mit der Würzsauce übergossen. Dadurch unterbleibt die Denaturierung des Fischeiweiß durch die Säure und das Gericht erinnert ein wenig an Sashimi.</p>
<figure id="attachment_2346" aria-describedby="caption-attachment-2346" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1507.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2346" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1507-1024x768.jpg" alt="Tiradito, eine japanisch inspirierte Ceviche" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1507-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1507-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1507-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1507.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2346" class="wp-caption-text">Tiradito, ein japanisch inspiriertes Ceviche</figcaption></figure>
<p>So wirkte die peruanische Küche auch im Rückblick deutlich raffinierter auf uns als die der andinen Nachbarländer Ecuador und Bolivien. Der Eindruck bestätigte sich schon beim Frühstück. Wir bekamen leckere knusprige Brötchen serviert! Das lässt das Herz des Deutschen natürlich höher schlagen ;).</p>
<figure id="attachment_2347" aria-describedby="caption-attachment-2347" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1518.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2347" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1518-1024x768.jpg" alt="Irgendwer muss den Peruanern das Backen beigebracht haben, knusprige Brötchen zum Frühstück!" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1518-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1518-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1518-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1518.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2347" class="wp-caption-text">Die Peruaner beherrschen das Bäckereihandwerk: knusprige Brötchen zum Frühstück!</figcaption></figure>
<p>Ebenfalls in sehr guter Erinnerung ist uns das Alpaka-Fleisch geblieben, welches überaus zart und schmackhaft war. Bei der Zubereitung auf einem heißen Stein konnte man die gewünschte Garstufe selbst bestimmen, musste aber aufpassen, dass es nicht zu lange briet. Wegen des geringen Fettgehaltes war es englisch (also blutig) am schmackhaftesten, zu lange erhitzt wurde es schnell zäh.</p>
<figure id="attachment_2348" aria-describedby="caption-attachment-2348" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1527.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2348" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1527-1024x768.jpg" alt="Ebenso possierlich wie Lecker: Alpacca" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1527-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1527-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1527-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/08/APC_1527.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2348" class="wp-caption-text">Ebenso possierlich wie lecker: Das Alpaka-Fleisch brutzelt auf dem heißen Stein.</figcaption></figure>
<p>Solch einen Touristenrummel wie in Cuzco hatten wir schon länger nicht mehr erlebt. Es hat natürlich seinen Grund, warum die Stadt so gut besucht war. Sowohl die historische Altstadt als auch die nahegelegenen Inka-Stätten waren sehr sehenswert. Nicht zuletzt ist Cuzco das Tor zum heiligen Tal und nach Machu Picchu, mehr dazu in den folgenden Beiträgen.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-peru/">Erste Eindrücke aus Peru</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-peru/">Erste Eindrücke aus Peru</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Ecuador</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Aug 2018 00:01:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
		<category><![CDATA[Altstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
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		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Organisation der Anreise von Belize nach Ecuador gestaltete sich etwas schwierig. Natürlich gab es keinen Direktflug von Belize City nach Ecuador (weder nach Guayaquil noch nach Quito). Einen Flug mit weniger als einer Stunde Umsteigezeit über San Salvador haben wir uns nicht zu buchen getraut (wegen des ungewissen Gepäcktranfers). Damit führte der &#8222;direkte&#8220; Weg &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-ecuador/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erste Eindrücke aus Ecuador“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Organisation der Anreise von Belize nach Ecuador gestaltete sich etwas schwierig. Natürlich gab es keinen Direktflug von Belize City nach Ecuador (weder nach Guayaquil noch nach Quito). Einen Flug mit weniger als einer Stunde Umsteigezeit über San Salvador haben wir uns nicht zu buchen getraut (wegen des ungewissen Gepäcktranfers). Damit führte der &#8222;<a href="https://www.google.de/maps/dir/Cdad.+de+Belice,+Belice/Houston,+Texas,+EE.+UU./Quito,+Ecuador">direkte</a>&#8220; Weg über die USA. Houston wurde der Umsteige-Flughafen unserer Wahl. Welch ein Zufall! Clemens und Thomas hatten unabhängig auch einen Flug nach Houston gebucht! So trafen wir uns am Gepäckband für ungefähr eine halbe Stunde <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2135" aria-describedby="caption-attachment-2135" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2135" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504-1024x683.jpg" alt="Welch ein Zufall! Clemens und Thomas trafen wir am Flughafen in Houston" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180408-151929-8504.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2135" class="wp-caption-text">Welch ein Zufall! Clemens und Thomas trafen wir am Flughafen in Houston.</figcaption></figure>
<p><span id="more-2136"></span></p>
<h2>In Ecuador angekommen</h2>
<p>Nachdem wir einen vollen Tag im Flieger verbracht hatten, kamen wir kurz vor Mitternacht am neu gebauten, hochmodernen, aber nicht allzu großen Flughafen in Quito an. Früher gab es einen zentralen Flughafen mitten in der Stadt. Früher bedeutet vor 13 Jahren, als ich (Christian) 2005 schon einmal in Ecuador war. Es könnte also auch an anderer Stelle in den Ecuador-Artikeln vorkommen, dass sich ein Vergleich mit der Situation von vor 13 Jahren einschleicht, da sich in Ecuador viel verändert hat.</p>
<figure id="attachment_2137" aria-describedby="caption-attachment-2137" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2137 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573-1024x683.jpg" alt="Ecuador hat wirklich moderne Straßen. Im Hintergrund schaut der Cotopaxi aus den Wolken." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180410-062110-8573.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2137" class="wp-caption-text">Ecuador hat nagelneue, moderne Straßen. Im Hintergrund lugt der Cotopaxi aus den Wolken hervor.</figcaption></figure>
<p>Nicht nur der Flughafen war funkelnagelneu, auch die Straßen vom Flughafen in die Innenstadt waren 2- oder 3-spurig und in perfektem Zustand. Im modernen Taxi gab es Sicherheitsgurte auf der Rücksitzbank und fixe Preise für die Fahrt in die Altstadt. Dort, im historischen Zentrum, hatte sich Quito glücklicherweise weniger verändert. Ein Projekt findet aber aktuell im Untergrund statt: eine U-Bahn ist im Bau. Die Altstadt ist weiterhin ein koloniales Juwel Lateinamerikas mit wunderschönen, gut erhaltenen alten Häusern und einheitlichem Stadtbild. Die Innenstadt besichtigten wir zunächst nur für einen Tag (dieser war als Puffertag geplant), bevor es auf die Galapagos-Inseln ging (dazu natürlich im nächsten Beitrag mehr).</p>
<figure id="attachment_2138" aria-describedby="caption-attachment-2138" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2138 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756-1024x576.jpg" alt="Altstadtpanorama von Quito, links der Kirchturm von Santo Domingo und rechts der Panecillo (der Brötchen-Hügel)" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-093935-8756.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2138" class="wp-caption-text">Altstadtpanorama von Quito, links der Kirchturm von Santo Domingo und rechts der Panecillo (der Brötchen-Hügel) mit der Statue der Jungfrau Maria</figcaption></figure>
<p>Quito und die gute Höhenluft der Anden begrüßten uns aber auch noch auf andere Art und Weise. So kalt wie in Quito war es schon lange auf unserer Reise nicht mehr gewesen. Da war die dicke Bettdecke im landestypisch ungeheizten Hotelzimmer sehr willkommen. Am nächsten morgen &#8222;explodierte&#8220; unsere Sonnencreme aufgrund des niedrigeren Luftdrucks &#8211; Quito liegt auf ca. 2800m &#8211; und spendete auf einen Schlag viel zu viel Creme. T-Shirt und kurze Hosen sind in Quito eher unzweckmäßig <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Demonstrationen und Wachwechsel auf der Plaza Grande</h2>
<p>Unser erstes Ziel des Stadtrundgangs war die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Plaza_de_la_Independencia">Plaza Grande</a> (offiziell Plaza de la Independencia), wo jeden Montag um 11 Uhr vor dem Präsidentenpalast der zeremonielle Wachwechsel stattfindet. Wir erwarteten nur ein paar marschierende Soldaten. Stattdessen fanden wir einen prall gefüllten Platz vor, auf dem die Vorbereitungen liefen und eine Demonstration stattfand. Was wir sahen, war angeblich nur eine Auftaktveranstaltung für eine Großdemonstration am folgenden Tag. Die pensionierten Lehrer forderten höhere Renten, wie uns eine der demonstrierenden Lehrerinnen erklärte. Ecuador hätte viel in Infrastruktur (wie Flughafen und Straßen) oder Bildung investiert, was prinzipiell auch gut sei. Insgesamt habe Ecuador aber trotz aller Einnahmen aus den Erdölexporten noch viele Schulden angehäuft und die Lehrer (vor allem die Rentner) vollkommen vergessen. Die Rentnerin berichtete, sie habe zu Pferd in die Schule reiten müssen. Mona erschien dies zwar gleich sehr erstrebenswert, die Lehrerin empfand ihr Transportmittel allerdings als rückständig.</p>
<figure id="attachment_2139" aria-describedby="caption-attachment-2139" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2139" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777-1024x683.jpg" alt="Die ecuatorianischen Rentner demonstrieren vor der Kathedrale von Quito" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-095225-8777.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2139" class="wp-caption-text">Die ecuadorianischen Rentner demonstrieren vor der Kathedrale von Quito.</figcaption></figure>
<p>Kurz vor 11 Uhr sorgte die Polizei dafür, dass die Menschen die Straße vor dem Präsidentenpalast verließen und sich hinter die Absperrungen begaben, was alles sehr friedlich ablief. Und dann begann die Zeremonie: Die Wachen marschierten mit vollständiger Blasmusikkapelle und in prachtvollen Galauniformen ein. Außerdem waren ein paar berittene Soldaten dabei, die nicht nur vor den Palast, sondern auch (durch abgesperrte Korridore hindurch) mitten auf den Platz ritten.</p>
<figure id="attachment_2140" aria-describedby="caption-attachment-2140" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2140 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527-1024x683.jpg" alt="Wachwechsel auf dem Plaza Grande mit prunkvollen Uniformen, Pferden und Blasmusik" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-101041-8527.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2140" class="wp-caption-text">Wachwechsel auf dem Plaza Grande mit prunkvollen Uniformen, Pferden und Blasmusik</figcaption></figure>
<h2>Parade und noch eine Demonstration</h2>
<p>Nach dem Einritt gab es kurze Ansprachen, Flaggen wurden gehisst und die Wachen marschierten zackig, alles zu schneidiger Blasmusik. Insgesamt dauerte das ganze Schauspiel eine gute Stunde und war deutlich unterhaltsamer als wir erwartet hatten.</p>
<figure id="attachment_2141" aria-describedby="caption-attachment-2141" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2141" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858-1024x683.jpg" alt="Die Wachen marschieren mit den ecuatorianischen Farben" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-102746-8858.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2141" class="wp-caption-text">Die Wachen marschieren mit ecuadorianischen Flaggen.</figcaption></figure>
<p>Nach der Parade wurde eine weitere Demonstration abgehalten. Die Demonstranten (andere, nicht die Lehrer) forderten den Rücktritt der Sportministerin, aber wir konnten keinen echten Grund dafür auf den Transparenten lesen. Die Quiteños, die wir fragten, konnten uns auch keine hilfreiche Antwort geben. In den Nachrichten lasen wir von einem Plan, Sportförderung in Millionenhöhe (Landeswährung ist der US-Dollar) zu betreiben, um bei der Olympiade in Tokio 2020 mehr Medaillen erringen zu können. Vielleicht ging es darum, dass einige Menschen der Meinung waren, dass das Geld an anderen Stellen dringend benötigt werde.</p>
<h2>Nos faltan tres &#8211; Wir vermissen 3</h2>
<p>Auf der Plaza Grande fielen uns außerdem Plakate mit der Aufschrift &#8222;Nos faltan tres&#8220; (&#8222;Wir vermissen 3&#8220;) und den Fotos von 3 Männern auf. Wie wir später erfuhren, handelte es sich bei den dreien um ecuadorianische Journalisten (genauer einen Journalisten, seinen Fotografen und einen Fahrer), die im Grenzgebiet von Ecuador und Kolumbien <a href="https://amerika21.de/2018/03/198149/ecuador-entfuehrte-journalisten">gekidnappt worden waren</a>. Sie waren damit zu Geiseln im Konflikt zwischen der ecuadorianischen Regierung und einem kolumbianischen Drogenboss (&#8222;Guacho&#8220;) geworden. Kolumbien ist weiterhin im Drogengeschäft aktiv und die neue Regierung von Ecuador toleriert den Drogenhandel im Gegensatz zu früher nicht mehr.</p>
<figure id="attachment_2142" aria-describedby="caption-attachment-2142" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2142" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559-1024x683.jpg" alt="Gekidnappte Journalisten #nosfaltan3" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-200611-8559.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2142" class="wp-caption-text">Gekidnappte Journalisten <a href="https://twitter.com/hashtag/NosFaltan3?src=hash">#nosfaltan3</a></figcaption></figure>
<p>Leider hörten wir später (als wir nach 2 Wochen wieder in Quito waren), dass die 3 von Guachos Männern <a href="http://www.dw.com/en/ecuadors-president-confirms-2-abducted-journalists-killed-in-border-region/a-43384191">ermordet worden waren</a>. Ecuador hat auch die Hilfe der USA angefordert und mit den USA ein <a href="https://www.telesurtv.net/english/news/Ecuador-Signs-Security-Deal-with-US-Military-Presence-Expected-20180426-0006.html">Abkommen unterzeichnet</a>, um im Kampf gegen den Drogenhandel härter durchgreifen zu können. (Interessanterweise hatte Ecuador die US-Armee erst 2014 zum Abzug aus Ecuador bewegt). Wie erfolgreich die Maßnahmen sein werden, bleibt abzuwarten.</p>
<h2>Die koloniale Altstadt</h2>
<p>Nachdem wir deutlich mehr Zeit auf der Plaza Grande verbracht hatten als gedacht, besuchten wir anschließend einige sehenswerte Kirchen der Stadt, jede mit ihren Besonderheiten. In der Kathedrale von Quito befand sich zum Beispiel der Sarg von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Jos%C3%A9_de_Sucre">Mariscal Sucre</a>. Neben <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sim%C3%B3n_Bol%C3%ADvar">Simón Bolívar</a> war er vielleicht der wichtigsten Kämpfer für die Unabhängigkeit Südamerikas von der spanischen Kolonialmacht. (Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht realisierten war, wie häufig wir seinen Namen in den nächsten Wochen auch in Peru und Bolivien noch hören sollten.) Außerdem beherbergte die Kathedrale ein Gemälde, das eine interessante andine Version des <a href="https://goo.gl/images/GeYuFk">letzten Abendmahls</a> darstellt. Vor Jesus Christus steht ein Teller mit gegrilltem Meerschweinchen (eine Delikatesse der Anden) auf dem Tisch. (Fotografieren war in der Kirche nicht erlaubt, aber <a href="https://goo.gl/images/GeYuFk">auf dieser Seite</a> findet ihr ein Bild.)</p>
<figure id="attachment_2144" aria-describedby="caption-attachment-2144" style="width: 640px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Iglesia_de_La_Compañía_Quito_Ecuador_2015-07-22_DD_128-130_HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-2144" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Iglesia_de_La_Compañía_Quito_Ecuador_2015-07-22_DD_128-130_HDR.jpg" alt="Innenraum der Kirche Compañía de Jesús, Foto von Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA" width="640" height="385" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Iglesia_de_La_Compañía_Quito_Ecuador_2015-07-22_DD_128-130_HDR.jpg 640w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/Iglesia_de_La_Compañía_Quito_Ecuador_2015-07-22_DD_128-130_HDR-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2144" class="wp-caption-text">Innenraum der Kirche Compañía de Jesús in der Altstadt von Quito, Foto von Diego Delso, <a href="http://delso.photo/">delso.photo</a>, Lizenz <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode">CC-BY-SA</a></figcaption></figure>
<p>Die angeblich schönste Kirche ganz Ecuadors soll die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Compa%C3%B1%C3%ADa_de_Jes%C3%BAs,_Quito">Iglesia de la Compañía de Jesús</a>, die Kirche des Jesuitenordens sein. Die Fassade wirkte eher nüchtern, dieser Eindruck änderte sich jedoch drastisch, sobald wir das Gotteshaus betraten. Das Innere ist über und über auf das barockste verziert und durch die verschwenderische Verwendung von Blattgold fühlte man sich wie in einem Schmuckkästchen.</p>
<p>Auf den Straßen von Quito sahen wir auch an den Gesichtszügen und der Kleidung der Leute, dass wir in den Anden angekommen waren. Erstaunlich viele Menschen trugen traditionelle Kleidung. Waren, Einkäufe oder Kinder wurden in Tragetüchern transportiert und als Kopfbedeckung sahen wir die typischen Hüte.</p>
<figure id="attachment_2210" aria-describedby="caption-attachment-2210" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-2210" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR-1024x683.jpg" alt="Nächtlicher Blick über die koloniale Altstadt von Quito. Im Vordergrund ist die Kathedrale, im Hintergund der Panecillo." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/07/CW-20180409-183635-8547-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2210" class="wp-caption-text">Nächtlicher Blick über die koloniale Altstadt von Quito. Im Vordergrund ist die Kathedrale, im Hintergund der Panecillo.</figcaption></figure>
<p>Quito hatte uns einen spektakulären Empfang bereitet. In gut zwei Wochen würden wir zurückkommen, vorher besuchten wir jedoch die Galapagos-Inseln, den Nebelwald bei Mindo und Otavalo.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-ecuador/">Erste Eindrücke aus Ecuador</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-ecuador/">Erste Eindrücke aus Ecuador</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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