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	<title>Arabisch Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Arabisch Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Wie war Jordanien?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Feb 2020 00:01:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
		<category><![CDATA[Arabisch]]></category>
		<category><![CDATA[Essen und Trinken]]></category>
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		<category><![CDATA[Jordan Pass]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jordanien unterschied sich von allen anderen Ländern, die wir vorher auf der Weltreise besucht hatten, und zwar nicht nur deshalb, weil es sich um einen arabischen Staat handelte. So viel geballte Geschichte und Kultur, das waren wir kaum noch gewohnt. Umringt von vielen Krisennationen ist Jordanien eine friedliche Insel, wegen der Sicherheitslage musste man sich &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jordanien unterschied sich von allen anderen Ländern, die wir vorher auf der Weltreise besucht hatten, und zwar nicht nur deshalb, weil es sich um einen arabischen Staat handelte. So viel geballte Geschichte und Kultur, das waren wir kaum noch gewohnt. Umringt von vielen Krisennationen ist Jordanien eine friedliche Insel, wegen der Sicherheitslage musste man sich nicht den Kopf zerbrechen. Während unseres Aufenthaltes sind wir vielen freundlichen, aufgeschlossenen und hilfsbereiten Jordaniern begegnet. Das Land kann aufgrund seiner modernen Infrastruktur außerdem vergleichsweise unkompliziert bereist werden und hat eine überaus schmackhafte Küche zu bieten. Ungewöhnlich fanden wir, dass wir in der Umgebung von Madaba immer wieder Beduinen sahen, die auf einem Feld ihre Zelte aufgeschlagen hatten und ihre Tiere dort weiden ließen. Es war überraschend für uns, dass anscheinend einige Menschen ihre traditionelle Lebensweise in einem vergleichsweise modernen Land nicht aufgegeben haben.</p>
<figure id="attachment_4001" aria-describedby="caption-attachment-4001" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-4001 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145-1024x683.jpg" alt="Wir sitzen auf der Zuschauertribüne des Amphitheaters in Amman." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-102214-0145.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4001" class="wp-caption-text">Wir sitzen auf der Zuschauertribüne des Amphitheaters in Amman.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4007"></span></p>
<h2>Islamische / arabische Welt für Einsteiger</h2>
<p>Ein wesentlicher Grund für die Auswahl von Jordanien als Reiseland war, dass wir ein arabisches Land bereisen wollten. Vieles von dem, was wir oberflächlich mit der arabischen Welt verbinden würden, haben wir allerdings in Jordanien nicht erlebt. Wir mussten uns z.B. nicht viel anders kleiden als sonst. Kurze Hosen und kurzärmlige Oberteile ließen wir trotzdem meistens im Rucksack. Das Tragen solcher Kleidungsstücke gilt als ungehörig. Es bestand aber zum Beispiel für Mona keine Notwendigkeit, ein Kopftuch zu tragen oder ihr Gesicht zu verhüllen.</p>
<figure id="attachment_4002" aria-describedby="caption-attachment-4002" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4002 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248-1024x683.jpg" alt="Barbie trägt Kopftuch, aber auf den Straßen in Jordanien bei weitem nicht jede Frau." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-155713-0248.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4002" class="wp-caption-text">Barbie trägt Kopftuch, aber auf den Straßen in Jordanien bei weitem nicht jede Frau.</figcaption></figure>
<p>Auch den Islam als Religion haben wir eher am Rande wahrgenommen. Natürlich haben wir in regelmäßigen Abständen den Ruf des Muezzin vernommen und einige Führer baten um kurze Pausen, wenn sie beten wollten. Nur der Guide auf der Zitadelle von Amman startete einen kleinen Bekehrungsversuch, aber abgesehen davon wurde die Religion anscheinend als Privatsache betrachtet und war vielleicht so präsent wie der katholische Glauben in Lateinamerika.</p>
<figure id="attachment_4003" aria-describedby="caption-attachment-4003" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4003" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923-1024x683.jpg" alt="Straßenszene in Amman" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180924-162740-2923.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4003" class="wp-caption-text">Straßenszene in Amman</figcaption></figure>
<p>Mona konnte zudem vielfach mit ihrem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mona_(Vorname)">Vornamen</a> Sympathie wecken (&#8222;Oh, Arabic Name!&#8220;). Auf Arabisch bedeutet &#8222;Mona&#8220; &#8222;Hoffnung&#8220; oder &#8222;Traum&#8220; und so war das Eis schnell gebrochen, allein schon durch die Vorstellung, die immer auf Englisch erfolgte. Sprachprobleme hatten wir (fast) nie in Jordanien, was auch dazu beitrug, dass Jordanien sehr unproblematisch zu bereisen war.</p>
<h2>Sehr gute Infrastruktur</h2>
<p>Die gute Infrastruktur in Jordanien vereinfachte das Reisen zusätzlich: Stabiles Internet, der Fahrdienst Uber funktionierte in den Städten problemlos und die Straßen waren einwandfrei. Nur einen Wermutstropfen gab es: Der öffentliche Personenfernverkehr soll laut Reiseführer für Ausländer nicht zu bewältigen sein. Da mein Führerschein in Mexiko geblieben war, Mona nicht ausschließlich fahren wollte und wir uns keiner Rundreisegruppe anschließen wollten, war die einzige Option auf längeren Strecken ein gemietetes Auto mit Fahrer. Was dekadent klingt, stellte sich allerdings sogar als Sparmodell heraus. Aufgrund unserer Reiseroute wäre ein Mietwagen für die gesamte Zeit sogar teurer gewesen.</p>
<figure id="attachment_4004" aria-describedby="caption-attachment-4004" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4004 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573-1024x683.jpg" alt="Der Desert Highway verbindet Norden und Süden des Landes. Die 250 km von Amman nach Petra schafft man ohne Pause in gut 3 Stunden." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181002-123119-0573.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4004" class="wp-caption-text">Der Desert Highway verbindet Norden und Süden des Landes. Die 250 km von Amman nach Petra schafft man ohne Pause in gut 3 Stunden.</figcaption></figure>
<p>Vor allem die Überlandverbindungen sind sehr gut ausgebaut. Der Desert Highway führt von Norden nach Süden durch das ganze Land und auch die Nebenstraßen sind weitestgehend schlaglochfrei. Geschwindigkeitsbegrenzungen sind allerdings eher Dekoration, auch weil sie (viel) zu niedrig angesetzt sind. An Baustellen auf dem Desert Highway herrscht ein Limit von 40 oder 60km/h, obwohl die Fahrspuren breit sind. Infolgedessen fahren alle Verkehrsteilnehmer trotzdem 80 bis 100km/h. Man kommt also schnell und zuverlässig von A nach B.</p>
<figure id="attachment_4005" aria-describedby="caption-attachment-4005" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4005 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866-1024x683.jpg" alt="Diesen prächtigen Kamelen begegneten wir in Petra, aber wir sahen auch immer wieder Kamele am Straßenrand" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-125740-3866.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4005" class="wp-caption-text">Diesen prächtigen Kamelen begegneten wir in Petra, aber wir sahen auch immer wieder Kamele am Straßenrand</figcaption></figure>
<p>Die freilaufenden Kamele, die gelegentlich den Desert Highway überqueren, können zu einem echten Hindernis werden. Sie zeigen recht eindrucksvoll das Spannungsfeld zwischen dem traditionellen Leben der Beduinen und der Moderne. In den Städten, v.a. in Amman, nimmt der Verkehr bisweilen recht kreative Formen an. Einige Autos fahren gerne so nah an eine Ampel heran, dass der Fahrer das Signal nicht mehr erkennen kann. Dass die Ampel grün geworden ist, merken sie dann daran, dass hinten gehupt wird.</p>
<h2>Stempelsammeln mit dem Jordan Pass</h2>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jordanien#Tourismus">Tourismus</a> ist in Jordanien ein wichtiger Wirtschaftszweig und ein gutes Geschäft. Er macht etwa 10% des BIP aus und ist ein wesentlicher Devisenbringer. Ein Zeichen dafür ist, dass an den Straßen spezielle Hinweisschilder (in braun statt in blau) stehen, auf denen die Entfernungen zu den Sehenswürdigkeiten abzulesen sind. Es gibt eine eigene Touristenpolizei und man kann den <a href="https://www.jordanpass.jo/">Jordan Pass</a> erwerben, der einem bei vielen Attraktionen freien oder reduzierten Eintritt gewährt. Eigentlich rechnet er sich sofort, sobald man nach Petra fahren (und wer will das nicht?) und noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten besuchen möchte.</p>
<figure id="attachment_4006" aria-describedby="caption-attachment-4006" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4006 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit-1024x683.jpg" alt="Braune Schilder weisen den Touristen in Jordanien den Weg." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181004-114344-0661-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4006" class="wp-caption-text">Braune Schilder weisen den Touristen in Jordanien den Weg.</figcaption></figure>
<p>Auch wenn ein digitaler Jordan Pass möglich gewesen wäre, hatten wir ihn sicherheitshalber ausgedruckt, was sich an den meisten Stellen als vorteilhaft erwies, da die Kontrolleure (außer in Petra) ihn meist abstempeln wollten. Als großen Bonus bekam ich auch in mein <a href="http://wittmann-tours.de/wir-sammeln-stempel/">Stempelbuch</a> zahlreiche neue Stempel mit dekorativer arabischer Schrift :).</p>
<figure id="attachment_4008" aria-describedby="caption-attachment-4008" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4008" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657-723x1024.jpg" alt="Der Jordan Pass, reich bestempelt" width="525" height="744" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657-723x1024.jpg 723w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657-212x300.jpg 212w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657-768x1088.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657-1084x1536.jpg 1084w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/IMG_5657.jpg 1129w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4008" class="wp-caption-text">Der Jordan Pass, reich bestempelt</figcaption></figure>
<h2>Tourismus als Wirtschaftszweig</h2>
<p>Trotzdem hatten wir keineswegs den Eindruck, dass Jordanien vom Tourismus überlaufen war. Wenige Ausnahmen davon sind <a href="http://wittmann-tours.de/petra-die-hauptstadt-des-reiches-der-nabataeer">Petra</a> (natürlich), vermutlich auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Akaba_(Jordanien)">Aqaba</a> am Roten Meer (wo wir nicht waren) und die sogenannte &#8222;Church of the Map&#8220; in <a href="http://wittmann-tours.de/die-filigranen-mosaike-von-madaba/">Madaba</a>. An allen anderen Orten waren die Besucherzahlen eher überschaubar. Vielleicht ist Jordanien doch noch so etwas wie ein Geheimtipp, da von Westlern die umliegenden Konfliktherde pauschal auf den gesamten Nahen Osten und die arabische Welt projiziert werden.</p>
<figure id="attachment_4009" aria-describedby="caption-attachment-4009" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4009 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR-1024x683.jpg" alt="Petra ist der mit Abstand touristischste Ort in Jordanien und vor dem &quot;Schatzhaus&quot; rollt der Dinar für Souvenirs und Kamelritte." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181005-172629-3942-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4009" class="wp-caption-text">Petra ist der mit Abstand touristischste Ort in Jordanien und vor dem &#8222;Schatzhaus&#8220; rollt der Dinar für Souvenirs und Kamelritte.</figcaption></figure>
<p>Wir hatten allerdings den Eindruck, dass die touristische Infrastruktur in Jordanien gezielt als Parallelwelt geplant und inszeniert wird. Besucher werden mit dem Reisebus oder mit privatem Transfer von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gebracht und auf dem Weg dorthin in speziell für Touristen gebaute Geschäfte und Restaurants geschleust. Je nach Standpunkt könnte man sich über die gute Infrastruktur freuen oder aber Authentizität vermissen. Wir gehörten eher in die zweite Gruppe. Leider stieß unser Wunsch nach weniger Touristenblase nicht immer auf Verständnis.</p>
<h2>Wie der Tourismus Jordanien verändert</h2>
<p>Auf jeden Fall bietet der Tourismus anscheinend viele gut bezahlte Jobs. Zu denken gab uns die Geschichte eines Fahrers, der uns von <a href="http://wittmann-tours.de/feynan-nachhaltigkeit-in-der-wueste/">Feynan</a> nach Madaba brachte. Wir sprachen über unsere Berufe und zum Thema Medizin kannte er sich erstaunlich gut aus. Er erzählte, er sei um die 40 Jahre alt und wäre als Pfleger im Krankenhaus beschäftigt gewesen, auch auf der Intensivstation und im OP. Seine gute Arbeit wurde damit belohnt, dass er für die Koordination im OP zuständig war und dafür 20 Dinar (6,50 Euro) mehr im Monat bekam. Die Tätigkeit soll sehr stressig und anspruchsvoll gewesen sein, aber nicht gut bezahlt, daher sah er sich nach Alternativen um. Jetzt fährt er Touristen im Land umher und verdient damit nach eigenem Bekunden deutlich mehr als in seinem eigentlichen Beruf und die Arbeitszeiten sind angenehmer. Diese Erzählung hörte sich nicht nach einer positiven Entwicklung für das jordanische Gesundheitssystem an.</p>
<figure id="attachment_4010" aria-describedby="caption-attachment-4010" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4010 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254-1024x683.jpg" alt="Gruppenbild mit einem unserer Guides in Madaba. Das Bild wurde uns etwas von einer netten Jordanierin aufgedrängt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180925-161705-0254.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4010" class="wp-caption-text">Gruppenbild mit einem unserer Guides in Madaba. Das Bild wurde uns etwas von einer netten Jordanierin aufgedrängt.</figcaption></figure>
<p>Auf dieser Taxifahrt lernten wir viel über Jordanien. Insgesamt waren viele Jordanier uns gegenüber sehr aufgeschlossen und interessiert an uns als Menschen. Sie wollten wissen, woher wir kamen, wer wir waren. Das betraf jedoch fast ausschließlich die Leute auf der Straße. Viele Angestellte, die im Tourismus arbeiteten, also auch die meisten Fahrer, schienen diese Tätigkeit nicht aus Berufung gewählt zu haben, sondern nur als Job zu sehen. Alle waren sehr höflich, aber trotzdem hatten wir den Eindruck, als ob sie nicht mit Herzblut bei der Sache wären. Wahrscheinlich hätten die meisten lieber auf andere Weise ihr Geld verdienst, vielleicht in dem Beruf, den sie einmal für sich auserkoren hatten?</p>
<h2>Jordanien kulinarisch</h2>
<p>Immer wenn wir ohne Führer und ohne Fahrer unterwegs waren, entflohen wir schnell der Touristenblase, zum Beispiel beim Restaurantbesuch. Neben den interessanten Sehenswürdigkeiten ist allein das Essen Grund genug, Jordanien zu bereisen. In den <a href="http://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-jordanien-in-amman/">ersten Eindrücken</a> berichteten wir schon über Mezze, sozusagen die jordanischen Tapas. Sie waren immer und überall (sogar in einem Fast Food Restaurant am Flughafen) schmackhaft und eine gute Wahl für eine leichte Mahlzeit. Die Klassiker Falafel, Hummus, Salat und Fladenbrot in zahlreichen Variationen wurden uns die ganze Zeit über nicht langweilig.</p>
<figure id="attachment_4011" aria-describedby="caption-attachment-4011" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4011" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105-1024x768.jpg" alt="Hummus, immer etwas anders, immer wieder lecker!" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2105.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4011" class="wp-caption-text">Hummus, immer etwas anders, immer wieder lecker!</figcaption></figure>
<p>Aber die jordanische Küche hat mehr als nur Mezze zu bieten. Frischen Salat mit aromatischen Tomaten, Gurken, Oliven und Schafskäse genossen wir ebenso wie Fatoush, ein Salat, der zusätzlich mit gerösteten, knusprigen Fladenbrotstückchen garniert wird. Außerdem probierten wir Taboulé, Shawarma, gefüllte Weinblätter, schmackhafte Würstchen (Naqaneq), <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kibbeh">Kibbeh</a> und Maftool. Maftool ist ein Gericht aus einer speziellen Form von Couscous. Dieses ist uns besonders im Gedächtnis geblieben. Nicht nur schmeckte es exzellent, es wurde uns in Madaba auch überaus effektvoll serviert. Der Kellner erhitzte einem Tonkrug über offener Flamme am Tisch und öffnete ihn dann mit einem Messer an einer Sollbruchstelle &#8211; Voilà, Maftool mit Hühnchen war serviert!</p>
<figure id="attachment_4012" aria-describedby="caption-attachment-4012" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4012 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086-1024x768.jpg" alt="Maftool effektvoll serviert" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2086.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4012" class="wp-caption-text">Maftool effektvoll serviert</figcaption></figure>
<p>Als Nachtisch ist uns besonders <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Muhallebi">Muhallabiyeh</a> im Gedächtnis geblieben, eine delikate Milchcreme, die mit Rosenwasser aromatisiert und gehackten Pistazien bestreut wird. Kulinarisch gesehen war Jordanien definitiv eines der interessantesten Länder auf der ganzen Weltreise. Zufälligerweise lagen wir mit unserer Entdeckung der lokalen Kochkunst voll im Trend. In vielen Medien wurden 2018 die gesunden, würzigen, leichten und wenig fleischlastigen Gerichte der Levante-Küche als Inspiration einer hippen, weltoffenen Fusion-Cuisine gefeiert. Umso mehr freuten wir uns über das Privileg, diese Speisen in ihrer authentischen Form im Ursprungsland kosten zu dürfen.</p>
<figure id="attachment_4060" aria-describedby="caption-attachment-4060" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4060 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076-1024x768.jpg" alt="Muhallabiyeh ist eine delikate aber leichte Milchcreme." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2076.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4060" class="wp-caption-text">Muhallabiyeh ist eine delikate aber leichte Milchcreme.</figcaption></figure>
<h2>Die Laster der Jordanier</h2>
<p>Jordanien ist im Wesentlichen trockengelegt, d.h. man trinkt wenig bis keinen Alkohol, wie es für ein muslimisches Land zu erwarten ist. Zwei Laster der Jordanier haben wir aber trotzdem schnell ausgemacht. Das erste ist Zucker, die Jordanier lieben es zuckersüß. Seien es sirupbeträufelte Baklava, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kunafah">Kunafah</a> (warmes Blätterteiggebäck mit Quarkfüllung) oder einfach nur Tee. In der traditionellen Zubereitungsart kamen mehrere gehäufte Esslöffel(!) in eine Kanne. Bestellten wir im Restaurant einen Tee, bekamen wir in der Regel 3-4 Tütchen Zucker dazu.</p>
<figure id="attachment_4013" aria-describedby="caption-attachment-4013" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4013" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074-1024x768.jpg" alt="Süß, süßer, jordanischer Tee" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2074.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4013" class="wp-caption-text">Süß, süßer, jordanischer Tee</figcaption></figure>
<p>Das zweite Laster ist das Rauchen, allerdings weniger Zigaretten, sondern häufiger Wasserpfeife. Diese steht in vielen Restaurants auf der Speisekarte. Den Rauch empfanden wir weniger als Belästigung, aber der blaue Dunst der Shisha soll noch gesundheitsschädlicher sein als der von Zigaretten. Kurioserweise baten einige Restaurants, in denen natürlich geraucht wurde, beim Bezahlen um eine Spende für die Jordanien Cancer Foundation.</p>
<h2>Geschichte zum Anfassen</h2>
<p>Neben den weltlichen Genüssen hat der Besuch in Jordanien sich auch positiv auf unsere Bildung ausgewirkt. Von den Anfängen unserer Zivilisation über die biblische Zeit bis zur Moderne hat Jordanien eine sehr interessante und bewegte Geschichte. Im weiteren Sinne sind Menschen in den Gebieten des Nahen Ostens zum ersten Mal sesshaft geworden, haben Tiere domestiziert und Landwirtschaft betrieben. Jordanien hatte diesbezüglich in biologischer und  geographischer Hinsicht Glück durch eine vorteilhafte Ausstattung an Flora und Fauna und fruchtbaren Böden am Jordan, die diese Entwicklung ermöglicht haben.</p>
<figure id="attachment_4014" aria-describedby="caption-attachment-4014" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4014 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869-1024x683.jpg" alt="Blick über Amman: Historische Bausubstanz inmitten der modernen Großstadt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180923-154903-2869.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4014" class="wp-caption-text">Blick über Amman: Historische Bausubstanz inmitten der modernen Großstadt.</figcaption></figure>
<p>Die antiken Großmächte gaben sich auf dem Gebiet des heutigen Jordanien die Klinke in die Hand: Griechen, Römer, Byzantiner. Befeuert wurde deren Präsenz durch die vielfältigen Möglichkeiten, Handel zu treiben. Damals war diese Gegend, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Levante">Levante</a>, das Bindeglied zwischen dem Mittelmeer und Arabien. Neben den damals schon entscheidenden wirtschaftlichen Verflechtungen bestimmten auch Naturkatastrophen, allen voran Erdbeben, den Lauf der Geschichte. Auch diese sorgten für einige Zäsuren.</p>
<figure id="attachment_4015" aria-describedby="caption-attachment-4015" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4015" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354-1024x683.jpg" alt="Abu Badd. Dieser gewaltige Felsen wurde einst verwendet, um den Zugang zu einem byzantinischen Kloster zu verschließen. Heute steht er am Mount Nebo." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20180926-172655-0354.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4015" class="wp-caption-text">Abu Badd. Dieser gewaltige Felsen wurde einst verwendet, um den Zugang zu einem byzantinischen Kloster zu verschließen. Heute steht er am Mount Nebo.</figcaption></figure>
<p>Nicht zuletzt ist Jordanien auch Schauplatz der Ereignisse gewesen, über die die Bibel berichtet. Auch wenn ihre genaue Lage wohl mehr auf Überlieferung als auf archäologischen Fakten beruht, so haben uns die <a href="http://wittmann-tours.de/jordaniens-biblische-orte/">biblischen Orte</a> und Landschaften sehr fasziniert. Sie lassen die Geschichten des Buches der Bücher in einem lebendigeren Licht erscheinen. So verging die Zeit im Morgenland wie im Fluge und wir könnten uns gut vorstellen, Jordanien in der Zukunft noch einmal einen Besuch abzustatten.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Jordanien in Amman</title>
		<link>https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-jordanien-in-amman/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Nov 2019 00:01:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jordanien hatten wir in unsere Reiseroute aufgenommen, da wir auf unserer Weltreise mindestens ein arabisches Land besuchen wollten. Über die arabische und muslimische Welt gibt es vor allem in der heutigen Zeit viele Vorurteile und da liegt nichts näher, als einfach hinzufahren und selbst Eindrücke zu gewinnen. Nachdem wir uns gegen den Iran entschieden hatten, &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jordanien hatten wir in unsere Reiseroute aufgenommen, da wir auf unserer Weltreise mindestens ein arabisches Land besuchen wollten. Über die arabische und muslimische Welt gibt es vor allem in der heutigen Zeit viele Vorurteile und da liegt nichts näher, als einfach hinzufahren und selbst Eindrücke zu gewinnen. Nachdem wir uns gegen den <a href="http://wittmann-tours.de/warum-wir-doch-nicht-den-iran-besuchten">Iran</a> entschieden hatten, war Jordanien eine logische, unkomplizierte und interessante Alternative. Es gibt kaum politische Spannungen und das Land gilt als sehr weltoffen. Außerdem hat es eine sehr spannende und wechselhafte Geschichte. Einige biblische Stätten befinden sich auf dem Staatsgebiet, Griechen, Nabatäer und Römer haben ihren Einfluss in der Region ausgeweitet, die Kreuzritter hinterließen gewaltige Burgen, gefolgt von der arabischen Blütezeit. Nicht zuletzt wird unter anderem in Jordanien eine der berühmtesten Pferderassen der Welt gezüchtet, die Araber, so dass wir die Gelegenheit ergreifen wollten, vor Ort diese herrlichen Kreaturen kennenzulernen. Zuerst besuchten wir die Hauptstadt Amman.</p>
<figure id="attachment_3772" aria-describedby="caption-attachment-3772" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3772" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918-1024x683.jpg" alt="Das römische Amphitheater in Amman. Schon viele Kulturen bewohnten diesen Ort." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-104634-2918.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3772" class="wp-caption-text">Das römische Amphitheater in Amman. Schon viele Kulturen bewohnten diesen Ort.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3781"></span></p>
<h2>Die arabische Schrift</h2>
<p>Direkt nach der Ankunft fielen uns natürlich überall arabische Hinweistafeln ins Auge. Jordanien war eines der Länder unserer Reise, in denen wir die einheimische Schrift nicht entziffern konnten. Zum Glück gab es aber viele zweisprachige Schilder, auf denen uns eine zusätzliche englische Beschriftung weiterhalf. Nicht nur sind die Zeichen ganz anders, sondern man liest auch von rechts nach links, so dass man den Eindruck hat, gar nichts verstehen zu können. Denkste! Dank perfektem Branding waren einige internationale Marken auch auf Arabisch unzweifelhaft zu identifizieren, wobei die Schriftzeichen dazu allerdings keinen Beitrag leisteten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_3773" aria-describedby="caption-attachment-3773" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3773 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087-1024x683.jpg" alt="Denkst Du noch oder erkennst Du schon?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-112214-0087.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3773" class="wp-caption-text">Denkst Du noch oder erkennst Du schon?</figcaption></figure>
<p><span lang="de">Bei den Zahlen hingegen fragten wir uns, warum es in dem arabischen Land andere Nummernsymbole gab als die, die wir als arabische Ziffern (also 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) kennen. Wie wir auf </span><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arabische_Zahlschrift#Der_Sprung_ins_Abendland"><span lang="de">Wikipedia</span></a><span lang="de"> lernten, kamen die &#8222;arabischen&#8220; Zahlen in Wirklichkeit aus Indien, fanden dann aber ihren Weg nach Europa über die arabische Welt und das damals muslimische Spanien. Daher hat sich ihre eigentlich missverständliche Bezeichnung gehalten. Interessant ist, dass die Ziffern im Arabischen entgegen der dort normalen Richtung auch von links nach rechts geschrieben werden, so wie bei uns. Damit gab es am Geldautomaten keine Missverständnisse. Aus 200 JOD werden </span><span lang="ar-SA" style="direction: rtl; unicode-bidi: embed;">٢٠٠ </span><span lang="de">JOD und das Jahr 2018 wird auf arabisch</span><span lang="ar-SA" style="direction: rtl; unicode-bidi: embed;"> ٢٠١٨ </span><span lang="de">geschrieben (nicht umgekehrt)</span><span lang="ar-SA" style="direction: rtl; unicode-bidi: embed;">.</span></p>
<figure id="attachment_3774" aria-describedby="caption-attachment-3774" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3774" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085-1024x683.jpg" alt="" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-110421-0085.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3774" class="wp-caption-text">Arabische Ziffern und arabische Schrift</figcaption></figure>
<h2>Die Hauptstadt Amman</h2>
<p>So fuhren wir vom hochmodernen Flughafen von Amman, 30 Kilometer südlich des Zentrums gelegen, mit einem Taxi in die Innenstadt zu unserem Hotel. Die Straßen waren sehr gut ausgebaut und am Straßenrand fielen uns wir die ersten Kamele auf. Auf den ersten Blick wirkte alles sehr modern und trotzdem waren wir eindeutig in einem arabischen, traditionsbewussten Land angekommen. Die Architektur der Häuser und die Kleidung der Leute spiegelten diese Durchmischung von muslimischen Bräuchen und Gegenwart recht deutlich wider. Viele Frauen trugen zum Beispiel Kopftuch, aber vollverschleierte Personen in Burkas sahen wir nicht.</p>
<figure id="attachment_3775" aria-describedby="caption-attachment-3775" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3775 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859-1024x683.jpg" alt="Die al-Husseini-Moschee im Zentrum von Amman" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150433-2859.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3775" class="wp-caption-text">Die al-Husseini-Moschee im Zentrum von Amman</figcaption></figure>
<p>Die lange Geschichte Ammans spiegelt sich auch im Namen des Ortes wieder, der in biblischer Zeit als Rabba bekannt war. Der heutige Name geht auf die schon im Alten Testament erwähnten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amman#Ursprung_des_Namens">Ammoniter</a> zurück. Dieses Volk lebte in etwa im 13 Jh. vor Christus dort. Nach den erfolgreichen Feldzügen Alexanders des Großen (332 v. Chr.) in der Region hieß die Stadt für viele Jahrhunderte Philadelphia. Erst um 630, nach der Eroberung durch die Muslime, nannte man die Siedlung Amman. Aufgrund ihrer geographischen Lage haben im Laufe der Jahrhunderte viele Völker dort ihre Spuren hinterlassen und die lange, wechselhafte und vielfältige Geschichte des heutigen Landes Jordanien sollte uns in den kommenden Wochen begleiten.</p>
<figure id="attachment_3776" aria-describedby="caption-attachment-3776" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3776" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144-1024x683.jpg" alt="Eine der Hauptstraßen im Zentrum von Amman" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-100140-0144.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3776" class="wp-caption-text">Eine der Hauptstraßen im Zentrum von Amman</figcaption></figure>
<p>Bei unserem Hotel im Hier und Jetzt angekommen, wäre allerdings unser Taxifahrer beinah mit unserem Gepäck davongefahren. Wir stiegen aus und er fuhr sofort los. Huch! Ich konnte noch auf den Kofferraum des rollenden Wagens klopfen, was ihn zum Glück zum Anhalten bewegte. Beim Zurücksetzen überfuhr er uns fast und entschuldigte sich nach dem Aussteigen mit einem blumigen Wortschwall. Es täte ihm schrecklich leid, es wäre alles seine Schuld, keine Absicht, nichts passiert, kein Problem, keine Absicht, er wäre ein ehrlicher Mann. Zum Abschied küsste er mich auf die Stirn. Wir glaubten ihm, dass es ein Versehen war. Dennoch schwankten unsere Gefühle zwischen Verärgerung und Amüsement.</p>
<h2>Jordanien kulinarisch &#8211; Mezze</h2>
<p>Bevor wir mit der von Mona vorbereiteten Entdeckungstour von Amman starteten, stand das Mittagessen auf dem Programm. Die Empfehlung der Rezeption war mehr ein Imbiss als ein Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Wir hatten Probleme, als einzige Ausländer einen Sitzplatz zu finden, ein gutes Zeichen!</p>
<figure id="attachment_3777" aria-describedby="caption-attachment-3777" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3777" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055-1024x768.jpg" alt="Arabische Kleinigkeiten (Mezze) zum Mittagessen" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/APC_2055.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3777" class="wp-caption-text">Arabische Kleinigkeiten (Mezze) zum Mittagessen</figcaption></figure>
<p>Glücklicherweise fanden wir noch einen Platz in dem Hof, der von einer Plastikplane als Sonnenschutz überspannt wurde. Wir bestellten ein paar Kleinigkeiten, Mezze, quasi jordanische Tapas: Falafel, Humus, eine Auberginenpaste (die mehr als nur Spuren von Knoblauch enthielt) und einen Salat. Fladenbrot gab es natürlich auch dazu. Das Essen war phantastisch und sehr gut gewürzt. Dies war seit langem das beste einheimische Essen, das wir genossen haben. Klar haben wir in Afrika auch gut gegessen, aber dort war die einheimische Küche weniger spannend und oft (z.B. auf den Safaris) gab es eher westliche Gerichte. In Jordanien freuten wir uns nun auf jede Mahlzeit!</p>
<figure id="attachment_3778" aria-describedby="caption-attachment-3778" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3778" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863-1024x683.jpg" alt="Süß, süßer, Baklawa" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-150957-2863.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3778" class="wp-caption-text">Süß, süßer, Baklawa</figcaption></figure>
<p>Nicht zu vernachlässigen waren natürlich die orientalischen Süßigkeiten. Diverse Geschäfte lockten mit üppigen Auslagen, die wahrhaftig glänzten und funkelten &#8211; Dank all dem Sirup, mit dem sie übergossen waren ;). Natürlich mussten wir probieren. In der Tat, sie waren so süß und köstlich, wie sie aussahen und klebten regelrecht am Teller fest! Der schuldbewusste Versuch, die in diesem Naschwerk aus 1001 Nacht enthaltenen Kalorien zu ermitteln, würde jedem westlichen Ernährungswissenschaftler die Tränen in die Augen treiben.</p>
<h2>Die Zitadelle &#8211; die Akropolis von Amman</h2>
<p>Einer der Höhepunkte der Stadt (auch in geografischer Hinsicht) ist die Zitadelle von Amman. Zahlreiche Kulturen errichteten auf diesem Hügel religiöse Stätten und Paläste. Die Ruinen dieser Gebäude sind auch heute noch, Jahrhunderte später, zu sehen: der römische Herkulestempel, eine byzantinische Kirche und zahlreiche Bauwerke der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Umayyaden">Umayyaden</a>, z.B. ein Palast, ein Hamam und eine Zisterne. Die meisten stehen wiederum auf den Grundmauern vorheriger Gebäude anderer Bauherren. Vom Hügel aus hatten wir im warmen Abendlicht einen herrlichen Blick über die Stadt und das sehr gut erhaltene römische Theater.</p>
<figure id="attachment_3779" aria-describedby="caption-attachment-3779" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3779" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886-1024x683.jpg" alt="Der Herkulestempel auf dem Zitadellenhügel von Amman" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-175144-2886.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3779" class="wp-caption-text">Der Herkulestempel auf dem Zitadellenhügel von Amman</figcaption></figure>
<p>Das sehenswerte Museum präsentierte Fundstücke der Zitadelle und ordnete die Perioden für uns zeitlich ein. Auch wenn es bei Geschichte eigentlich nicht um Jahreszahlen geht, gab es schon ein paar wichtige Eckpunkte. So herrschten die Griechen von 332-63 v.Chr., die Römer bis 324 n.Chr., anschließend die Byzantiner und die Zeit von 661 bis 1916 wurde als Islamische Ära bezeichnet. Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reichs 1918 folgte das moderne Jordanien.</p>
<figure id="attachment_3780" aria-describedby="caption-attachment-3780" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3780" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881-1024x683.jpg" alt="Der Umayyaden Palast" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-162533-2881.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3780" class="wp-caption-text">Der Palast der Umayyaden</figcaption></figure>
<p>Fußnote: Zurück in Deutschland sahen wir interessanterweise in einem Krimi die Stadt und die Zitadelle von Amman, die einen Ort in Syrien darstellen sollten. Man rechnete wohl nicht damit, dass Mitteleuropäer die jordanische Hauptstadt erkennen würden ;).</p>
<h2>Das Nationalmuseum in Amman</h2>
<p>Das Nationalmuseum in Amman ist ein Vorzeigeprojekt bzw. befindet sich im Begriff, eines zu werden. Leider waren große Teile des modernen Gebäudes wegen Renovierungsarbeiten nicht zugänglich. Immerhin konnten wir uns die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schriftrollen_vom_Toten_Meer">Schriftrollen von Qumran</a> ansehen, von denen sich ein Teil in Jordanien befindet.</p>
<figure id="attachment_3833" aria-describedby="caption-attachment-3833" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3833" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159-1024x683.jpg" alt="Die Qumran-Schriftrollen sind die ältesten bekannten Bibelhandschriften der Welt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145141-0159.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3833" class="wp-caption-text">Die Qumran-Schriftrollen sind die ältesten bekannten Bibelhandschriften der Welt.</figcaption></figure>
<p>Im Nationalmuseum versuchte sich Jordanien als modernes Land mit einer langen Geschichte zu präsentieren. Interessant war ein Terminal, auf dem man seinen Namen in den verschiedenen Alphabeten der früher im Land ansässigen Völker schreiben lassen konnte.</p>
<figure id="attachment_3782" aria-describedby="caption-attachment-3782" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3782" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151-1024x683.jpg" alt="Die Schriftsysteme aus Jordaniens Vergangenheit und Gegenwart" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-142758-0151.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3782" class="wp-caption-text">Die Schriftsysteme aus Jordaniens Vergangenheit und Gegenwart</figcaption></figure>
<p>Jordanien präsentierte sich als Standort von Technologie und Innovation, es ging um Umweltschutz, Energie und gesunde Ernährung, alles Problemfelder im Land. Die Präsentation signalisierte einen offenen Umgang mit diesen Themen. Jordanien verbraucht sehr wenig <a href="http://www.fao.org/nr/water/aquastat/data/query/index.html">Wasser pro Kopf</a> (besonders verglichen mit den direkten Nachbarländern und den meisten Industrienationen) und nimmt für sich Fortschritte bei den Frauenrechten in Anspruch.</p>
<figure id="attachment_3783" aria-describedby="caption-attachment-3783" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3783 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164-1024x614.jpg" alt="Frauenrechte in Jordanien, Realität oder nur Fassade?" width="525" height="315" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164-1024x614.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164-300x180.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164-768x460.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180924-145525-0164.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3783" class="wp-caption-text">Frauenrechte in Jordanien, Realität oder nur Fassade?</figcaption></figure>
<p>Nach diesem Auftakt irritierte und verwunderte uns eine Ausstellung im ersten Stock über die Erfindungen islamischer Gelehrter ein wenig. Aufwändige Multimedia-Installationen, eher für Kinder als für Erwachsene konzipiert, folgten alle dem immer gleichen Grundtenor: Heutzutage vollkommen vergessene islamische Forscher haben die Grundlagen für die Errungenschaften der modernen Wissenschaften gelegt. Eigentlich haben sie Flugzeuge erfunden, Medizin und Mathematik geprägt etc. Sicher eine interessante, wohl aber etwas einseitig polarisierte Betrachtungsweise der Geschichte… Immerhin, wenn die Ausstellung das Ziel erreichte, Kinder für die Wissenschaft zu begeistern, dann hätte sie ein positives Resultat zu verbuchen.</p>
<h2>Moderner als erwartet</h2>
<p>Jordanien gibt sich fortschrittlich und Tradition und Moderne erschienen uns ohne wirkliches Spannungsfeld im Alltag vereint. Jordanien präsentierte sich uns als gut organisiert und deutlich weniger chaotisch als erwartet. Wenn man Marrakesch als Maßstab im Kopf hat, dann ist Amman dagegen eine friedliche Oase. Als Ausländer waren wir natürlich leicht zu erkennen, aber niemand versuchte, daraus Kapital zu schlagen. Die Sicherheitslage war vollkommen entspannt, auch abends und bei Dunkelheit &#8211; so viel zum Thema der bedrohlichen islamischen Welt: Wir bemerkten keine Spur davon.</p>
<figure id="attachment_3784" aria-describedby="caption-attachment-3784" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3784" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125-1024x576.jpg" alt="Blick über Amman vom Zitadellenhügel aus" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/10/CW-20180923-163005-0125.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3784" class="wp-caption-text">Blick über Amman vom Zitadellenhügel aus</figcaption></figure>
<p>Amman wirkte nicht so modern und glitzernd wie Dubai. Jordanien kann nicht mit Öl-Dollars protzen, sondern muss sein Geld in anderen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jordanien#Wirtschaftssektoren">Wirtschaftszweigen</a> verdienen, zum Beispiel mit Phosphatabbau und der Produktion von Düngemitteln. Das Land ist damit nicht übermäßig reich, aber die Wirtschaft wächst stetig, was auch auf den Straßen sichtbar war. Ein moderner Fuhrpark rollte durch Amman, vor allem die Uber-Autos (auch in Jordanien konnten wir den Fahrdienst bequem und problemlos nutzen) waren fast ausnahmslos brandneue Hybrid-Modelle. Damit machte die Nation einen sehr positiven ersten Eindruck auf uns. Wir freuten uns darauf, mehr vom Königreich, sowohl Historisches als auch die Kultur der Gegenwart, kennenzulernen.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Tansania: Sansibar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Aug 2019 00:01:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Tansania war das erste Land, das wir auf dem afrikanischen Kontinent besuchten. Wir planten, eine Safari zu unternehmen und ein Land kennenzulernen, über das wir schon viel gehört und gelesen hatten. Unsere erste Station war, noch nicht ganz auf dem afrikanischen Festland, eine Woche auf Sansibar. Schon der Name der Insel beschwört Vorstellungen von Strand, &#8230; </p>
<p class="link-more"><a href="https://wittmann-tours.de/erste-eindruecke-aus-tansania-sansibar/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erste Eindrücke aus Tansania: Sansibar“</span> weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Tansania war das erste Land, das wir auf dem afrikanischen Kontinent besuchten. Wir planten, eine Safari zu unternehmen und ein Land kennenzulernen, über das wir schon viel gehört und gelesen hatten. Unsere erste Station war, noch nicht ganz auf dem afrikanischen Festland, eine Woche auf Sansibar. Schon der Name der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sansibar">Insel</a> beschwört Vorstellungen von Strand, Gewürzen und Exotik herauf.</p>
<figure id="attachment_3437" aria-describedby="caption-attachment-3437" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3437" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR-1024x576.jpg" alt="Blick über Stone Town. Eine Woche verbrachten wir auf Sansibar: Zum Planen und um die Insel anzuschauen." width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-180448-0655-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3437" class="wp-caption-text">Blick über Stone Town. Eine Woche verbrachten wir auf Sansibar: Zum Planen und um die Insel anzuschauen.</figcaption></figure>
<p><span id="more-3459"></span></p>
<h2>Angekommen in Stone Town</h2>
<p>Mitten in der Nacht kamen wir am kleinen internationalen Flughafen von Sansibar an. Zwei Formulare, 50 USD pro Kopf (zahlbar ausschließlich mit Kreditkarte, nicht in Cash wie vom Reiseführer angekündigt) und eine wenig herzliche Abfertigung später hatten wir unser Visum im Pass und fuhren mit dem Taxi zum Hotel.</p>
<figure id="attachment_3438" aria-describedby="caption-attachment-3438" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3438" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit-1024x721.jpg" alt="Unerkennbar personalisiert: Unser Tansania-Visum" width="525" height="370" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit-1024x721.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit-300x211.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit-768x540.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/IMG_3661-Edit-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3438" class="wp-caption-text">Unerkennbar personalisiert: Unser Tansania-Visum</figcaption></figure>
<p>In der Altstadt von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stone_Town">Stone Town</a> durchquerten wir ein regelrechtes Labyrinth aus menschenleeren Gassen. Immer wieder bog das Taxi ab, rechts, links, recht, links und wir fragten uns etwas besorgt, ob wir im Kreis fahren würden. Aber nein, ein Blick auf Maps.me zeigte es deutlich, der Taxifahrer steuerte zielstrebig zum Hotel. Schließlich hielt er in einer dunklen Sackgasse, wo es für das Auto zu eng wurde, direkt neben einigen überquellenden Müllcontainern. Angekommen. Wo waren wir hier gelandet? Hatten wir die Katze im Sack gebucht? Nur wenige Schritte weiter jedoch ging es um eine Ecke und wir hatten das Hotel erreicht, das sich von außen luxuriös und von innen hell und freundlich präsentierte.</p>
<figure id="attachment_3439" aria-describedby="caption-attachment-3439" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3439" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346-1024x683.jpg" alt="Wir wohnten in der Nähe des alten Forts. Nachts gab es kaum Beleuchtung." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-151351-8346.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3439" class="wp-caption-text">Unser Hotel befand sich in der Nähe des alten Forts. Nachts gab es keine Straßenbeleuchtung.</figcaption></figure>
<p>Am nächsten Morgen bestand die erste Bürgerpflicht darin, wie immer in einem neuen Land, Geld abzuheben. Das war überraschenderweise im für den internationalen Tourismus gut erschlossenen Stone Town schwieriger als erwartet. Erst der vierte Geldautomat funktionierte und wir waren wieder mal reich. 800.000 Shilling (circa 300 Euro) konnten wir dem Automaten in 2 Transaktionen entlocken. Der größte tansanische Schein ist eine 10.000 Shilling Banknote (weniger als 4 Euro), auf dem ein imposanter Elefantenkopf abgebildet ist. Auch in Tansania kann man Safari im Portemonnaie machen, auf fast allen Scheinen sind afrikanische Tiere aufgedruckt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_3440" aria-describedby="caption-attachment-3440" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3440" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330-1024x683.jpg" alt="Safari im Geldbeutel: 800.000 Tsh. Ein Elefant tauscht man gegen Waren im Wert von knapp 4 Euro." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180823-114056-8330.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3440" class="wp-caption-text">Safari im Geldbeutel: 800.000 Tsh. Einen Elefanten tauscht man gegen Waren im Wert von knapp 4 Euro.</figcaption></figure>
<h2>Jambo! &#8211; Kiswahili für Einsteiger</h2>
<p>&#8222;<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Jambo!">Jambo!</a>&#8220; So schallte es uns zur Begrüßung oft entgegen. Was man heute mit &#8222;Hallo!&#8220; übersetzen könnte, war im Grunde genommen eine heutzutage etwas veraltete Form des Grußes zwischen Händlern in Ostafrika. Die Tansanier begrüßen sich untereinander eher z.B. mit &#8222;Habari?&#8220; (&#8222;Was gibt&#8217;s Neues?&#8220;), aber wir als Ausländer, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mzungu">Wazungu</a>, wurden in der Regel mit &#8222;Jambo!&#8220; begrüßt.</p>
<figure id="attachment_3441" aria-describedby="caption-attachment-3441" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3441" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705-1024x683.jpg" alt="Hakuna Matata: Kein Problem!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-113826-0705.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3441" class="wp-caption-text">Hakuna Matata: Kein Problem!</figcaption></figure>
<p>Die aber vielleicht wichtigste Floskel ist &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hakuna_Matata">Hakuna Matata</a>!&#8220;. Sie bedeutet &#8222;Kein Problem&#8220; und ist genauso zu benutzen wie das australische &#8222;No worries, mate&#8220; oder einfach nur &#8222;Alles bestens&#8220;. Sollte Euch der Ausdruck &#8222;Hakuna Matata&#8220; bekannt vorkommen und Ihr wisst nicht warum, dann habt Ihr vielleicht das Musical &#8222;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=xB5ceAruYrI">König der Löwen</a>&#8220; gesehen.</p>
<figure id="attachment_3442" aria-describedby="caption-attachment-3442" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3442" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615-1024x683.jpg" alt="Auch hier Hakuna Matata: Abends bedeten die Kinder am Übergang vom Strand zur Uferpromenade des Forodhani Parks." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-172833-0615.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3442" class="wp-caption-text">Auch hier Hakuna Matata: Abends baden die Kinder am Übergang vom Strand zur Uferpromenade des Forodhani Parks.</figcaption></figure>
<p>Grundsätzlich war auf Sansibar die Kommunikation auf Englisch meistens problemlos möglich. Wir hatten den Eindruck, dass deutlich mehr Menschen Englisch sprachen als zum Beispiel in Brasilien. Vielleicht auch ein Erbe der Kolonialzeit? Für uns vervollständigte &#8222;Asante&#8220; (&#8222;Danke&#8220;) das Trio der wichtigsten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Swahili_(Sprache)">Kiswahili</a>-Begriffe. Für Bonuspunkte im Crash-Kurs: &#8222;Asante Sana&#8220; bedeutet &#8222;Vielen Dank&#8220;.</p>
<h2>Wie habt ihr das eigentlich alles geplant?</h2>
<p>Häufig wurde uns die Frage gestellt, wie wir konkret so eine lange Reise organisiert haben. Die Antwort ist so einfach wie naheliegend. Nach viel Vorbereitung in Deutschland (Krankenversicherung, Bändigung des Papiertigers, Impfungen, grobe Reiseroute d.h. Festlegung der Reiseländer) haben wir unterwegs mehr oder weniger 3 Monate rollierend und abwechselnd im Voraus geplant. So fungierte ich z.B. als Reiseleiter in Japan, Mona war für die Planung des Programms in Myanmar zuständig usw. Dafür haben wir uns auch unterwegs viel Zeit genommen, so dass auf keinen Fall jeder Tag unserer Reise komplett mit Unternehmungen ausgefüllt war (auch wenn es sich vielleicht im Blog anders liest).</p>
<figure id="attachment_3443" aria-describedby="caption-attachment-3443" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3443" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR-1024x683.jpg" alt="Das sog. House of Wonders in der Nähe unseres Hotels. Der ehemalige Prachtbar war lange Zeit das höchste Gebäude in Ost-Afrika." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-173608-0630-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3443" class="wp-caption-text">Das sog. House of Wonders am Ufer des Meeres. Der frühere Prachtbau war lange Zeit das höchste Gebäude in Ostafrika.</figcaption></figure>
<p>Außerdem legten wir zwischendurch immer wieder Reisepausen ein. Sansibar war so eine Art Ruhepunkt für uns. In den 7 Tagen auf der Insel haben wir natürlich auch einiges unternommen (dazu gleich mehr), aber die Woche war nicht zuletzt zum Weiterplanen gedacht. Mona begann, unsere Reiseroute in Jordanien auszutüfteln und ich informierte mich über Äthiopien. Außerdem schrieben wir unseren Reiseblog weiter. Wir hatten einiges aufzuholen, da wir auf Madagaskar kaum daran gearbeitet hatten.</p>
<figure id="attachment_3444" aria-describedby="caption-attachment-3444" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3444" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648-1024x683.jpg" alt="The Old Dispensary, eines von Sansibars prächtigsten Gebäuden." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-175058-0648.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3444" class="wp-caption-text">The Old Dispensary, eines von Sansibars prächtigsten Gebäuden.</figcaption></figure>
<p>Manchmal fühlte es sich tatsächlich fast wie Arbeit an, wenn wir bis spät abends im Reiseführer lasen, Details im Internet recherchierten oder uns um Flüge, Hotels oder Visa kümmerten. Aber natürlich wussten wir genau, weshalb wir diese Überstunden einlegten ;). Damit war Sansibar für uns Reiseziel und Planungsstandort mit guter Infrastruktur zugleich.</p>
<h2>Sansibar &#8211; arabisch und afrikanisch</h2>
<p>Aber neben Planung und Organisation wollten wir natürlich auch Sansibar kennenlernen. Auf den ersten Blick fiel sofort auf, dass Sansibar nicht afrikanisch wirkte, sondern eher arabisch: die engen Gassen, die Souks, die Architektur der Häuser, die Kleidung der Menschen (Männer in langen Gewändern, Frauen mit Burka oder Kopftuch), arabische Schrift. Nicht zuletzt rief der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Muezzin">Muezzin</a> die Menschen mehrmals am Tag zum Gebet.</p>
<figure id="attachment_3445" aria-describedby="caption-attachment-3445" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3445" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731-1024x683.jpg" alt="Ein Minarett über den Wellblechdächern von Stone Town" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-083627-0731.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3445" class="wp-caption-text">Ein Minarett ragt über den Wellblechdächern von Stone Town auf.</figcaption></figure>
<p><span lang="de">Dies ist kein Zufall, denn Sansibar hatte geschichtlich gesehen durch seine günstige Lange an den Handelsrouten entlang der Küste Ostafrikas eine enge Verbindung zur arabischen Welt. Stone Town war zeitweise sogar die Hauptstadt des Oman. Der arabische Einfluss spiegelt sich auch im Namen der Insel wieder. Der persische Ausdruck </span><span lang="ar-SA" style="direction: rtl; unicode-bidi: embed;">زنگبار </span><span lang="de">(&#8222;Zangi-bar&#8220;) wird mit &#8222;K</span><span lang="en-US">üste der Schwarzen&#8220; übersetzt.</span></p>
<figure id="attachment_3446" aria-describedby="caption-attachment-3446" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3446" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534-1024x683.jpg" alt="Von außen waren die meisten Häuser unscheinbar. Aufwändig geschnitzte Türen machten hier eine Ausnahme." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-100417-0534.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3446" class="wp-caption-text">Von außen wirken die meisten Häuser unscheinbar. Aufwändig geschnitzte schwere Türen sind häufig die einzigen Akzente.</figcaption></figure>
<p>Nachdem Vasco da Gama 1498 den Weg nach Indien um das Kap der guten Hoffnung gefunden hatte, waren Portugiesen die ersten Europäer, die versuchten, in der Region Einfluss zu gewinnen. Sie konnten sich allerdings nicht langfristig dort etablieren. Nach der Niederlage der Portugiesen in der Schlacht von Hormus 1622 zementierte der Sultan des Oman seine Macht und baute sie weiter aus. Sansibar wurde ein wichtiger Handelsstützpunkt für Gewürze, Elfenbein und Sklaven.</p>
<h2>Sklaverei &#8211; ein schrecklich(es) profitables Geschäft</h2>
<p>Der berühmt-berüchtigte Sklavenmarkt von Stone Town war der größte Ostafrikas und zu seinen &#8222;Spitzenzeiten&#8220; wurden <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Arab_slave_trade#19th_century">bis zu 50.000 Sklaven pro Jahr</a> verkauft. Der Vertrieb muss extrem lukrativ gewesen sein. Trotz der sich ab Anfang des 19. Jahrhunderts durchsetzenden Einsicht, dass Sklaverei unethisch ist (Großbritannien verbot den Handel 1807), ging der Handel auf Sansibar weiter. Das blutige Geschäft wurde erst 1873 eingestellt. Dies geschah unter dem Einfluss und mit erheblichem politischen Druck der Engländer auf den Sultan durch Androhung einer Seeblockade.</p>
<figure id="attachment_3447" aria-describedby="caption-attachment-3447" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3447" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581-1024x683.jpg" alt="Vergangene Pracht: Der Eingang Tippu Tip’s Haus. Tippu Tip war der erfolgreichste Sklavenhändler auf Sansibar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180825-144319-0581.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3447" class="wp-caption-text">Morbide Pracht: Der Eingang von Tippu Tip’s Haus. Tippu Tip war der einflussreichste Sklavenhändler auf Sansibar.</figcaption></figure>
<p>Die Orte, an denen früher die Sklavenmärkte abgehalten worden waren, sind heutzutage nur noch durch Hinweistafeln als solche zu erkennen oder können besichtigt werden. Das heißt aber nicht, dass Sklaverei heutzutage nicht mehr existiert. <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Slavery_in_the_21st_century">Moderne Sklaverei</a> ist ein vielfach unbekanntes, aber reales Phänomen. <a href="https://www.globalslaveryindex.org/">Über 40 Millionen Menschen</a> weltweit leben als moderne Sklaven. Auf <a href="http://wittmann-tours.de/madegassischer-alltag-von-antsirabe-bis-morondava/">Madagaskar</a> haben wir sie direkt am Straßenrand gesehen, aber in vielen Fällen bleiben sie für uns <a href="https://www.youtube.com/watch?v=-X9HkP0JDRU">unsichtbar</a>. Auf Sansibar legte man Weihnachten 1873 dort den Grundstein für die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Christ_Church,_Zanzibar">anglikanische Kathedrale</a>, wo der größte Umschlagplatz geschlossen worden war.</p>
<figure id="attachment_3462" aria-describedby="caption-attachment-3462" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-3462 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit-1024x683.jpg" alt="Die anglikale Kathedrale auf Sansibar. Früher befand sich an diesem Ort der größte Sklavenmarkt Ost-Afrikas." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-104703-0549-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3462" class="wp-caption-text">Die anglikanische Kathedrale auf Sansibar. Früher befand sich an diesem Ort der größte Sklavenmarkt Ostafrikas.</figcaption></figure>
<h2>Die Sklavenkammern / Slave Chambers</h2>
<p>Auf dem Gelände der anglikanischen Kathedrale kann man heute noch die Kammern &#8211; oder besser Verliese &#8211; besichtigen, in die die Sklaven vor ihrem Verkauf gesperrt wurden. In die beiden Kellerlöcher, die zu sehen sind, pferchte man 50 bzw. 75 Stück menschliche Ware auf engstem Raum: Es war eng, dunkel, unhygienisch. Eine Grube im Boden in der Mitte des Raumes diente als Toilette. Ein anderer gern zitierter grausamer Fakt war, dass die Sklaven auf dem Markt vor der Kundschaft ausgepeitscht wurden, um ihre Widerstandskraft zu zeigen. Wer weniger schrie, erzielte einen höheren Preis.</p>
<figure id="attachment_3449" aria-describedby="caption-attachment-3449" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3449" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR-1024x683.jpg" alt="In dieser Kammer wurden 75 Sklaven zusammengepfercht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-105249-0558-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3449" class="wp-caption-text">In dieser Kammer wurden 75 Sklaven zusammengepfercht.</figcaption></figure>
<p>Die &#8222;Rohstoffe&#8220; (Sklaven und Elfenbein) kamen vom afrikanischen Festland und auf Sansibar verdienten die europäischen und arabischen Händler das große Geld. Damals lebten viele verschiedene Stämme an der Küste und im Inland Ostafrikas, von denen manche sich ebenfalls am grausamen Handel beteiligten. Die heutige Nation Tansania existiert in dieser Form erst seit 1964. Die beiden Landesteile, das Festland (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tanganjika">Tanganjika</a>) und die Inseln von Sansibar erkennt man auch heute noch im Namen &#8222;Tansania&#8220; wieder. Die Bezeichnung setzt sich aus <span style="font-weight: bold;">Tan</span>ganjika, <span style="font-weight: bold;">Sa</span>nsibar und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Azania">Aza<span style="font-weight: bold;">nia</span></a> zusammen. Auch heute noch gibt es große Unterschiede zwischen Sansibar und Tanganjika und die Inselgruppe hat einen halbautonomen Status. Der wohl auffälligste Kontrast bleibt auf den ersten Blick die arabische bzw. afrikanische Prägung.</p>
<h2>Unterwegs in den Gassen von Stone Town</h2>
<p>Gerne liefen wir durch die verwinkelten Souks, die trotz allem Tourismus noch sehr authentisch auf uns wirkten. Abends grillten viele Bewohner Stone Towns mit der ganzen Familie auf der Straße. Kleine Stände oder Geschäfte für Lebensmittel wurden von und für Einheimische betrieben. Die Lieferung von Waren erfolgte mit dem Handwagen und trotz der engen Gassen flitzten die Motorroller sehr schwungvoll um die Ecken. Wo es in Lateinamerika viele streunende Hunde gegeben hätte, waren es auf Sansibar die Katzen, die die Straßen bevölkerten.</p>
<figure id="attachment_3450" aria-describedby="caption-attachment-3450" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3450" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568-1024x683.jpg" alt="Unterwegs in den Souks von Stone Town" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180824-141250-0568.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3450" class="wp-caption-text">Unterwegs in den Souks von Stone Town</figcaption></figure>
<p>Andererseits gab es auch einige Gassen, in denen sich viele touristische Souvenirläden aneinander reihten. Massai-Shops (kleine geographische Verirrung…), Holzschnitzereien, Tücher, T-Shirts, Malerei und mehr. &#8222;Welcome! Here, look my shop!&#8220; &#8211; So wurden wir immer wieder eher unaufdringlich angesprochen. Manche fliegenden Händler dagegen waren schon hartnäckiger. Sie boten CDs, T-Shirts und Sonnenbrillen an und begleiteten uns auch gerne mal 50 Meter. Vor allem an solchen Orten hatte scheinbar jeder etwas an die Wazungu zu verkaufen: Taxifahrten, Tour Guides, Ausflüge nach Prison Island.</p>
<h2>Ausflug nach Prison Island</h2>
<p>Die Ausflüge, die wir planten, buchten wir (natürlich) nicht auf der Straße, sondern in dem kleinen Laden eines vom Reiseführer empfohlenen lokalen Anbieters in der Nähe unseres Hotels. Eine Bootsfahrt nach Prison Island (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Changuu">Changuu Island</a>), ca. 5km von Stone Town entfernt, war ein kurzweiliger Halbtagesausflug. Die Insel hatte früher als &#8222;Zwischenlager&#8220; für Sklaven gedient, die vom Festland nach Sansibar gebracht worden waren. Auf Sansibar gab es nicht genug Kapazitäten für die &#8222;Ware&#8220;. Nach der Schließung des Sklavenmarktes wurde Changuu schnell zum Ausflugsziel für die damalige Elite.</p>
<figure id="attachment_3451" aria-describedby="caption-attachment-3451" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3451" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951-1024x768.jpg" alt="Selfie mit Aldabra-Riesenschildkröte" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3951.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3451" class="wp-caption-text">Selfie mit Aldabra-Riesenschildkröte</figcaption></figure>
<p>Heute sind die dort lebenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aldabra-Riesenschildkr%C3%B6te">Aldabra-Riesenschildkröten</a> die große Sehenswürdigkeit auf der Insel. Vier ihrer Vorfahren waren 1919 als Geschenk des Gouverneurs der Seychellen hierher gebracht worden. Sie vermehrten sich prächtig &#8211; immer wieder wurden allerdings einige gestohlen &#8211; und heute stehen die Reptile dort unter Schutz. Wenige Exemplare sind sehr alt, die meisten allerdings eher jung. Über mangelnde Aufmerksamkeit können sich die Schildkröten auf keinen Fall beklagen. Gerne lassen sie sich mit ein paar Kohlblättern füttern.</p>
<figure id="attachment_3452" aria-describedby="caption-attachment-3452" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3452" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910-1024x768.jpg" alt="Unterwasser-Selfie vor Prison Island." width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR3910.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3452" class="wp-caption-text">Unterwasser-Selfie vor Prison Island</figcaption></figure>
<p>Nicht nur an Land, sondern auch unter Wasser gab es Tiere zu sehen. Der Schnorchelgang vor Changuu Island war zwar nicht außergewöhnlich, aber dennoch interessant.</p>
<h2>Auf Gewürz-Tour</h2>
<p>Ein weiterer &#8222;Pflichtausflug&#8220; auf Sansibar ist die sog. Spice Tour. Klingt touristisch, ist es auch, wir fanden es aber dennoch sehr interessant. Eines Vormittags fuhren wir also zu einer Gewürzplantage, die eher einem großen Garten glich.</p>
<figure id="attachment_3453" aria-describedby="caption-attachment-3453" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3453" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684-1024x683.jpg" alt="Muskatnuss. Der Kern wird gerieben und ergibt das Gewürz, dass wir kennen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-105218-0684.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3453" class="wp-caption-text">Muskatnuss. Der Kern wird gerieben und ergibt so das Gewürz, dass wir kennen.</figcaption></figure>
<p>Dort sahen wir auf einer unterhaltsamen Führung unter anderem Vanille, Kaffee, Karambole (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternfrucht">Sternfrucht</a>), Ingwer, Pfeffer und natürlich auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%BCrznelkenbaum">Gewürznelken</a>, für die Sansibar berühmt ist. Sie waren neben Sklaven und Elfenbein das dritte traditionelle Handelsgut der Insel (und in diesem Fall auch der Nachbarinsel Pemba). Auch wenn Nelken ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammen, produziert man auf Sansibar auch heute noch die beste Qualität der Erde. Im 19. Jahrhundert war die Insel sogar der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sansibar-Archipel#Wirtschaft">weltgrößte Produzent von Gewürznelken</a>. Damals haben &#8211; wen wundert es &#8211; Sklaven die aufwändige Arbeit erledigt.</p>
<figure id="attachment_3454" aria-describedby="caption-attachment-3454" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3454" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359-1024x683.jpg" alt="Gewürznelken, eines der wichtigsten Handelsgüter von Sansibar, früher wie heute." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-102637-8359.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3454" class="wp-caption-text">Gewürznelken, eines der wichtigsten Handelsgüter Sansibars, damals wie heute.</figcaption></figure>
<p>Zwischenzeitlich sammelten wir fleißig (bzw. wurden wir angehalten zu sammeln) Bestandteile aller Pflanzen, die wir gesehen hatten, in einem fix gebastelten Bio-Behälter aus besten Blättern. Und dann folgte der touristische Höhepunkt: Wir wurden zu Gewürzkönigin und -könig gekürt. Natürlich bekamen wir auch prunkvolle Gewänder gestellt ;).</p>
<figure id="attachment_3455" aria-describedby="caption-attachment-3455" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3455" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380-1024x683.jpg" alt="Das Gewürzkönigspaar" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180828-114655-8380.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3455" class="wp-caption-text">Das Gewürzkönigspaar</figcaption></figure>
<h2>Schnorcheln vor der Insel Chumbe</h2>
<p>Unser letzter und am schwierigsten zu organisierender Ausflug führte uns auf die Insel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chumbe">Chumbe</a>, über die wir gelesen hatten, dass man dort exzellent schnorcheln könne. Die Bootsüberfahrt war erstaunlich unruhig, obwohl das Wasser gar nicht so einen aufgewühlten Eindruck machte. Die Wellen schwappten gelegentlich sogar ins Boot, so dass die begehrtesten Plätze ganz hinten waren. Auf Chumbe angekommen durften wir erst das qualitativ hochwertige Büffet plündern und nutzten im Anschluss die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang über die Insel, bis die Flut hoch genug war, dass wir gefahrlos losschnorcheln konnten. Auf dem tropischen Privat-Eiland befindet sich ein aus natürlichen Materialien erbautes Öko-Resort in traumhafter Lage am Meer. Wir waren zusammen mit einer Gruppe von Besuchern als Tagesgäste dort.</p>
<figure id="attachment_3456" aria-describedby="caption-attachment-3456" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3456" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402-1024x683.jpg" alt="Die Überfahrt nach Chumbe Island war erstaunlich wellig." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180829-105418-8402.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3456" class="wp-caption-text">Die Überfahrt nach Chumbe Island war erstaunlich turbulent.</figcaption></figure>
<p>Die Unterwasserwelt war deutlich belebter als bei Prison Island. Schwärme knallbunter, gepunkteter oder gestreifter Fische in allen nur erdenklichen Formen und Farben umgaben uns. Die Papageienfische knabberten hörbar an den Korallen (und halten damit das Riff in Ordnung, indem sie kranke Teile fressen). Dieses Riff soll angeblich eines der intaktesten in Ostafrika sein, aber auch hier war <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Korallenbleiche">Coral-Bleaching</a> zu sehen, das durch zu warmes Wasser ausgelöst wird. Anzeichen des Klimawandels fielen uns also auch hier ins Auge und die einmalige Unterwasserwelt könnte schon bald der Vergangenheit angehören.</p>
<figure id="attachment_3457" aria-describedby="caption-attachment-3457" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3457" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038-1024x683.jpg" alt="Bunte Fische beim Schnorcheln vor Chumbe Island." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/GOPR4038.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3457" class="wp-caption-text">Bunte Fische beim Schnorcheln vor Chumbe Island</figcaption></figure>
<p>So endete unsere Arbeits- und Planungswoche auf eine sehr entspannte Weise. Wir hatten zwar im Sinne der Organisation, wie so häufig, mal wieder nicht so viel erledigt, wie wir uns vorgenommen hatten, dafür aber auch ein wenig das sehr sehenswerte Sansibar kennengelernt. Unsere Erwartungen waren sogar deutlich übertroffen worden, da die Insel trotz des Tourismus noch viel Authentisches zu bieten hat.</p>
<figure id="attachment_3458" aria-describedby="caption-attachment-3458" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-3458" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638-1024x683.jpg" alt="Abendstimmung an der Uferpromenade, im Hintergrund der Hafen. Von dort aus werden wir zum Festland fahren." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2019/07/CW-20180826-174213-0638.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3458" class="wp-caption-text">Abendstimmung an der Uferpromenade, im Hintergrund der Hafen. Von dort aus werden wir zum Festland fahren.</figcaption></figure>
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