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	<title>Afar - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Afar - Wittmann Tours</title>
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		<title>Erta Ale, Rauchender Berg und Tor zur Hölle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2020 00:01:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Erta Ale ist ein aktiver Vulkan, ein sehr aktiver Vulkan, einer der wenigen Vulkane weltweit, in dem es einen permanent offenen Lavasee gibt. Nach reiflicher Überlegung wollten wir das Abenteuer wagen, den Erta Ale zu besteigen und in das &#8222;Tor zur Hölle&#8220; zu blicken, wie er von den Einheimischen genannt wird. Sicherheitsbedenken Als wir &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Erta Ale ist ein aktiver Vulkan, ein sehr aktiver Vulkan, einer der wenigen Vulkane weltweit, in dem es einen permanent offenen Lavasee gibt. Nach reiflicher Überlegung wollten wir das Abenteuer wagen, den Erta Ale zu besteigen und in das &#8222;Tor zur Hölle&#8220; zu blicken, wie er von den Einheimischen genannt wird.</p>
<figure id="attachment_4293" aria-describedby="caption-attachment-4293" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-4293" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-1024x683.jpg" alt="In der Caldera des Erta Ale: Der Dampf wird vom Lavasee angeleuchtet." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-223543-5903-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4293" class="wp-caption-text">In der Caldera des Erta Ale: Der Dampf wird vom Lavasee angeleuchtet.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4316"></span></p>
<h2>Sicherheitsbedenken</h2>
<p>Als wir den Abschnitt über den Erta Ale im Reiseführer genauer lasen, kamen uns Zweifel, ob es wirklich eine gute Idee wäre, dort hinzufahren. In der Vergangenheit war es gelegentlich zu (tödlichen) Zwischenfällen gekommen, nicht wegen der Aktivität des Vulkans, sondern durch Überfälle mit Schusswaffengebrauch. Der letzte Vorfall hatte sich im <a href="https://www.spiegel.de/panorama/justiz/aethiopien-deutscher-tourist-bei-ueberfall-getoetet-a-1181912.html">Dezember 2017</a> ereignet. Zu dem Zeitpunkt als wir unsere Route in Äthiopien planten (im August 2018), war also noch nicht einmal ein Jahr seither vergangen. Eine entsprechende Sicherheitswarnung (aber keine Reisewarnung) stand (und steht (Stand März 2020)) auch auf den Seiten des <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/aethiopien-node/aethiopiensicherheit/209504">Auswärtigen Amtes</a>.</p>
<figure id="attachment_4294" aria-describedby="caption-attachment-4294" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4294" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-1024x683.jpg" alt="Vulkanische Landschaft in der Danalik-Wüste auf dem Weg zur Erta Ale." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-121351-2639-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4294" class="wp-caption-text">Vulkanische Landschaft in der Danalik-Wüste auf dem Weg zur Erta Ale.</figcaption></figure>
<p>Nach eingehender Überlegung und einem Mailwechsel mit unserer Reiseagentur entschieden wir uns dennoch, den Erta Ale zu besuchen. Bei dem Vorfall 2017 war wohl viel Unvernunft im Spiel gewesen und wir würden durch (vorgeschriebene) Sicherheitskräfte begleitet werden. Allein die Tatsache, dass unser deutscher Reiseveranstalter diesen Programmpunkt ruhigen Gewissens empfahl, war für uns in Zeiten einer allgemeinen Übervorsichtigkeit ein besänftigendes Signal. Außerdem hatten sich die Spannungen im Grenzgebiet zu Eritrea zwischenzeitlich gelegt.</p>
<p>Um es vorwegzunehmen: Wir erlebten keine Sicherheitsprobleme (im Sinne von bewaffneten Überfällen etc.) am Erta Ale. Einige andere Besuchergruppen befanden sich gleichzeitig mit uns auf dem Berg, so dass wir uns auch durch die Herde geschützt fühlten. Nicht zuletzt habt Ihr keine Berichte über uns in der Presse gelesen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> &#8211; Seit Dezember 2017 gab es keine weiteren Zwischenfälle am Erta Ale, was aber nicht bedeutet, dass unser Ausflug zum &#8222;Tor zur Hölle&#8220;  ein reiner Sonntagsspaziergang war.</p>
<h2>Stationen auf dem Weg zum Erta Ale</h2>
<p>Der Fahrtag fing gut an. Die ersten 150km legten wir zügig auf erstaunlich guten Straßen zurück. Wir gelangten wieder in die Danakil-Wüste hinab, das Thermometer stieg (diesmal allerdings nicht über 40°C) und die Landschaft wandelte sich zu einer vulkanischen Ebene. Links und rechts des Asphaltbandes zogen Lavafelder vorbei, auf denen sich nur wenige verdorrte Grasbüschel halten konnten.</p>
<p>Die Mittagspause verbrachten wir im rudimentären Lager eines Straßenbauprojekts. Der Bauherr war ein chinesisches Unternehmen, die Bauarbeiter Äthiopier. Die Verhältnisse waren katastrophal, es gab keine (für uns zugänglichen) sanitären Einrichtungen. Die Männer, die am Sonntag offensichtlich frei hatten, saßen oder lagen im Schatten vor den aufgeheizten Wellblechbaracken auf dem steinigen Boden. Sie vergnügten sich damit, bunte Limonaden zu trinken und Chips zu kauen. Plastikabfall flog überall herum und der Wind spielte Müllabfuhr, indem er die leeren Tüten und Flaschen im Lavafeld verteilte.</p>
<figure id="attachment_4295" aria-describedby="caption-attachment-4295" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4295" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-1024x683.jpg" alt="Desolate Zustände im Lager der Straßenbauarbeiter" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-125814-2658.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4295" class="wp-caption-text">Desolate Zustände im Lager der Straßenbauarbeiter</figcaption></figure>
<p>Von dort aus fuhren wir über eine staubige Sandpiste zum Dorf Kusrawad, weil Maru mit den einheimischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Volk)">Afar</a> Details für unsere Expedition zum Erta Ale absprechen musste. Auch die Siedlung machte auf uns einen trostlosen Eindruck. Die Stabilität der Hütten aus Wellblech und Holzstangen erschien uns nicht sehr vertrauenerweckend. Das Umfeld mit Müll und diversen Tonnen, die in der Gegend herumlagen, weckte auch nicht gerade Inspirationen. Nur wenige Menschen bewegten sich draußen in der Hitze, lediglich ein paar Ziegen waren unterwegs. Maru empfahl uns, im Auto zu bleiben, es würde nicht lange dauern. Wir stiegen trotzdem aus, um uns in den Schatten einer der Buden zu stellen.</p>
<figure id="attachment_4296" aria-describedby="caption-attachment-4296" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4296" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-1024x576.jpg" alt="Kusrawad machte auf uns einen deprimierenden Eindruck." width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142937-2676-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4296" class="wp-caption-text">Kusrawad machte auf uns einen deprimierenden Eindruck.</figcaption></figure>
<p>Ein paar Kinder und Jugendliche beäugten uns kritisch, kamen aber nicht näher. Es herrschte eine gespannte Atmosphäre. Anderswo auf der Welt hätte unsere Ankunft ein großes Hallo ausgelöst. Die Afar hingegen verhielten sich zurückhaltend und misstrauisch. Vermutlich konnten wir froh sein, dass wir nicht wie früher üblich empfangen worden waren. Noch bis in die 1930er Jahre, so der Reiseführer, wurden männliche Ankömmlinge getötet und deren Hoden als Trophäen betrachtet. Im Vergleich dazu war unser Empfang also geradezu herzlich.</p>
<figure id="attachment_4297" aria-describedby="caption-attachment-4297" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4297 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-1024x683.jpg" alt="Bis auf ein paar Ziegen hielt sich fast niemand im Freien auf." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142516-2673.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4297" class="wp-caption-text">Bis auf ein paar Ziegen hielt sich fast niemand im Freien auf.</figcaption></figure>
<h2>Nur Bares ist Wahres</h2>
<p>Insgesamt dauerten die Verhandlungen dann länger als vorgesehen. &#8222;Organisieren&#8220; hieß für Maru im Wesentlichen anscheinend &#8222;Bezahlen&#8220;. Nach einigen Diskussionen, die nicht den Eindruck eines Treffens alter Freunde machten, zählte unser Fahrer und Gefährte die Scheine ab und dicke Bündel wechselten den Besitzer. Zurück im Auto war der sonst so ausgeglichene Maru sichtlich empört ob der Situation. Die Afar würden jedes Mal mehr und mehr Geld verlangen und auch Leistungen berechnen, die nicht von ihnen erbracht wurden. So musste er zum Beispiel für das Mittagessen bezahlen, dass wir vorher im Straßenbaulager eingenommen hatten. Maru erklärte uns, dass er schlechte Erfahrungen mit den Mahlzeiten im Dorf gemacht hätte und die Mittagspause daher vorverlegt hatte, aber blechen musste er trotzdem…</p>
<figure id="attachment_4298" aria-describedby="caption-attachment-4298" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4298 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-1024x683.jpg" alt="500 Birr bringen einen nicht weit auf dem Weg zum Erta Ale." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_3616.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4298" class="wp-caption-text">500 Birr bringen einen nicht weit auf dem Weg zum Erta Ale.</figcaption></figure>
<p>Wir waren froh, dass wir nicht selbst die Verhandlungen mit den Afar hatten führen müssen. Es wäre sonst wohl ein bodenloses Unterfangen gewesen, denn die Liste der Posten, für die der Reiseveranstalter bezahlen musste, war auch so schon lang genug: Die Dorfältesten kassierten ebenso ihren Anteil wie zwei Polizisten und zwei Militärs (beide zu unserer Bewachung). Ein Road Guide, ein Koch, ein Kochassistent, eine Hütte zum Kochen, Wasser zum Kochen, Matratzen, Lastkamele fürs Gepäck, Unterkunft am Erta Ale etc. fanden ebenfalls Eingang in die lange Rechnung. Wahrscheinlich würden neue Punkte auftauchen, die auch beglichen werden müssten. Die Beträge waren zudem nicht nur für äthiopische Verhältnisse beachtlich. Die Afar nutzen ihre Monopolstellung in Bezug auf die Touren zum Erta Ale schamlos aus.</p>
<figure id="attachment_4299" aria-describedby="caption-attachment-4299" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4299" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-1024x683.jpg" alt="In Kusrawad halfen die EU und Coopi den Afar." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-142501-2672.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4299" class="wp-caption-text">In Kusrawad halfen die EU und Coopi den Afar.</figcaption></figure>
<p>Ob der üppigen Einnahmequelle wunderten wir uns allerdings ein wenig, dass auch ein Schild im Dorf stand, welches auf ein Hilfsprojekt von EU und <a href="https://www.coopi.org/en">Coopi</a> hinwies.</p>
<h2>Die letzten Kilometer</h2>
<p>Vom Dorf aus nahmen wir direkten Kurs auf den Erta Ale. Die Piste war keine eindeutig definierte Fahrbahn, vielmehr handelte es sich um ein verästeltes System aus querfeldein gefahrenen Spuren im sandigen Grund. Wichtig für die Navigation waren dabei nur zwei Parameter: das Ziel am Horizont und der Zustand der Piste auf den sichtbaren Metern voraus. So kreuzten wir über den weichen Wüstenboden, gefolgt von einer gewaltigen Staubwolke.</p>
<figure id="attachment_4300" aria-describedby="caption-attachment-4300" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4300" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-1024x683.jpg" alt="Querfeldein über die Sandpiste" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-104944-2754.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4300" class="wp-caption-text">Querfeldein über die Sandpiste</figcaption></figure>
<p>Die letzten 12 Kilometer verliefen über die vielleicht forderndste Piste unserer ganzen Weltreise. Sie führte mitten durch ein Lavafeld und sah auf den ersten Blick eigentlich ganz ordentlich aus. Trotzdem lag die Maximalgeschwindigkeit bei 20km/h. Die spitzen Felsen und tiefen Schlaglöcher bewirkten, dass die 12 Kilometer förmlich ein kontinuierliches Ausweichmanöver waren. Erstaunt waren wir, dass die Reifen den harten Kanten des Steins standhielten. Die Karosserie ächzte in den Einsenkungen und Erhebungen und der Wagen setzte einige Male auf. Die braun-schwarze Landschaft um uns herum unter der glühenden Sonne hätte auch in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Regionen_und_Orte_in_Tolkiens_Welt#Mordor">Mordor</a> liegen können. Der Erta Ale, den wir schon rauchend in der Ferne sahen, wirkte bedrohlich wie Mount Doom. Dennoch war unsere Reise trotz allem deutlich bequemer und weniger schicksalhaft als die der Hobbits. Wir planten auch nicht, einen Ring in den Schlot des Vulkans zu werfen ;).</p>
<figure id="attachment_4301" aria-describedby="caption-attachment-4301" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4301" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-1024x683.jpg" alt="Die vielleicht holperigste Piste unserer Weltreise auf den letzten 12km zum Erta Ale" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153104-2697.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4301" class="wp-caption-text">Die vielleicht holperigste Piste unserer Weltreise auf den letzten 12km zum Erta Ale</figcaption></figure>
<p>Am Ende der Piste erreichten wir einen Parkplatz, auf dem schon einige andere Geländewagen zwischen runden, aus Lavagestein errichteten und mit Zweigen gedeckten Hütten standen. Vor einem frühen Abendessen kontrollierten wir unsere Ausrüstung für den Aufstieg und die bevorstehende Nacht auf dem Vulkan, v.a. die Taschenlampen. Maru kümmerte sich darum, dass unser Gepäck, unsere Matratzen und das Wasser auf die Kamele verladen wurden. Die Sonne ging unter und es kühlte sich allmählich ab. Gegen 18:30 Uhr, schon in völliger Dunkelheit, brachen wir auf.</p>
<figure id="attachment_4302" aria-describedby="caption-attachment-4302" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4302 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-1024x683.jpg" alt="Verglichen mit den Salztransportkamelen eher leicht beladen, trotzdem sieht das Tier nicht glücklich aus…" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-170749-2706.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4302" class="wp-caption-text">Verglichen mit den Salztransportkamelen eher leicht beladen, trotzdem sieht das Tier nicht glücklich aus…</figcaption></figure>
<h2>Aufstieg im Schein der Stirnlampe</h2>
<p>Der erste Teil des Weges führte durch eine sandige Wüste mit hohem Gras. Wir hatten Schwierigkeiten, mit unseren beiden Afar-Führern mitzuhalten, da das Laufen auf dem weichen Boden etwas anstrengend war. Nebenbei fragten wir uns, wo eigentlich all die Begleiter blieben, für die Maru hatte bezahlen müssen. Unsere Guides waren nicht bewaffnet, aber eigentlich hatten wir auch für zwei Milizen und zwei Polizisten bezahlt&#8230; Vermutlich saßen sie strategisch günstig postiert im Lavafeld, allzeit bereit, uns zu retten, falls irgendwelche Bösewichte auftauchen sollten ;). Oder sie haben sich gedacht, es wäre zu unbequem und jetzt herrschte ja sowieso Frieden mit Eritrea, wir würden also auch alleine zurechtkommen. Umgerechnet auf die verschiedenen Gruppen, die unterwegs waren, hätte sich eine ganze Hundertschaft bewaffneter Afar mit uns auf dem Weg zu Gipfel befinden müssen…</p>
<figure id="attachment_4303" aria-describedby="caption-attachment-4303" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4303 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-1024x683.jpg" alt="Aufstieg zum Erta Ale in völliger Dunkelheit" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-204216-2710.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4303" class="wp-caption-text">Aufstieg zum Erta Ale in völliger Dunkelheit</figcaption></figure>
<p>Nach etwa 20 Minuten wurde der Weg felsig, dadurch griffiger, aber im Schein der Stirnlampe nicht übersichtlicher. Er führte über unebene Stufen und über Felsen im Lavafeld, Vorsicht war geboten. Unsere Afar-Führer stürmten trotzdem weiter voran, sie kannten den Weg. Anfänglich warteten sie in größeren Zeitabständen, saßen dann auf einem Felsen, kauten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kathstrauch">Kath</a>, tranken etwas aus einer Plastikflasche und unterhielten sich miteinander. Mit uns wechselten sie kein Wort. Später trafen wir nur noch auf einen von beiden.</p>
<p>Glücklicherweise begleitete Maru uns in der Dunkelheit. Der Pfad war einfach zu erkennen und es gab sogar einige Markierungen. Für mehr Licht schaltete ich zusätzlich die Taschenlampe des Smartphones ein, was die Sicht deutlich verbesserte. Bei einer Trinkpause (es war immer noch recht warm), steckte ich es mir hinter den Gürtel. Das funktionierte auch beim Laufen recht gut, so hatte ich immer genug Licht direkt vor mir und, dank der Stirnlampe, auch in Blickrichtung.</p>
<figure id="attachment_4304" aria-describedby="caption-attachment-4304" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4304 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-1024x683.jpg" alt="Nachgestellte Handyhalterung zum Ausleuchten des Weges" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20200308-220828-9734.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4304" class="wp-caption-text">Nachgestellte Handyhalterung zum Ausleuchten des Weges</figcaption></figure>
<p>Nach knapp 10 km kontinuierlichen Anstiegs (430 Höhenmeter) erreichten wir gegen 21 Uhr das Camp direkt am Gipfel des Erta Ale. Auch hier gab es die gleichen runden und sehr einfachen Steinhütten, von denen wir eine bezogen, d.h. etwas Ballast ablegten. Selbst in der Dunkelheit sahen wir, dass zwischen den Häuschen Müll herumlag. Sanitäre Einrichtungen waren nicht vorhanden.</p>
<h2>Giftige Gase auf dem Erta Ale</h2>
<p>Ohne viel Zeit zu verlieren, machten wir uns auf den Weg zur Hauptattraktion. Unweit des Camps führte eine Art &#8222;Treppe&#8220; aus losen, unebenen Gesteinsbrocken 20 bis 30 Meter hinab in die äußere Caldera, deren Boden mit erstarrtem Magma ausgefüllt war. Der aktive Lavasee befand sich in einem weiteren Sub-Krater.</p>
<figure id="attachment_4305" aria-describedby="caption-attachment-4305" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4305" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-1024x689.jpg" alt="Ein Satellitenbild von Google Maps: Vom Camp aus stiegen wir in den äußeren Krater, in dem der Lavasee liegt." width="525" height="353" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-1024x689.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-300x202.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-768x516.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map-1536x1033.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Erta-Ale-Map.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4305" class="wp-caption-text">Ein Satellitenbild von Google Maps: Vom Camp aus stiegen wir in den äußeren Krater, in dem der Lavasee liegt.</figcaption></figure>
<p>Unser Weg führte uns über die Lavakruste, welche aus brüchigen Platten erkalteten Magmas mit schroffen Kanten und Hohlräumen (theoretisch bestand die Gefahr einzubrechen) bestand &#8211; alles andere als einfaches Gelände. Unser Afar-&#8222;Guide&#8220; führte uns direkt auf den Krater zu, mitten in eine Rauchwolke hinein. Mehrfach mussten wir zwischen den Lavaplatten in Deckung gehen, da uns heißer, giftiger Dampf entgegenwaberte. Beim Einatmen schmerzte es in der Lunge, die Augen brannten und tränten. Wir duckten uns und warteten, bis die Wolke nicht mehr direkt über uns war, bevor wir weitergehen konnten. Nach mehreren Stopps hatten wir den Rauch stark hustend durchquert, der aufsteigende Qualm versperrte uns allerdings die Sicht in den Vulkan und auf den Lavasee.</p>
<figure id="attachment_4306" aria-describedby="caption-attachment-4306" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4306" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-1024x683.jpg" alt="Nichts als roter, giftiger Rauch" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-215324-2713.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4306" class="wp-caption-text">Nichts als roter, giftiger Rauch</figcaption></figure>
<p>Aufgrund der schlechten Sicht wollte uns unser &#8222;Führer&#8220; auf die andere Seite der Caldera bringen. Bis heute haben wir nicht verstanden, warum er uns erneut mitten durch die giftige Wolke leitete, die vom Wind nach Nordosten getragen wurde. Wären wir andersherum gegangen, hätten wir die (noch intensiveren) reizenden Schwaden einfach umgehen können… Kräftig hustend hatten wir unser Vertrauen in ihn nun endgültig verloren, weshalb wir, aus unserer Sicht durchaus nachvollziehbar, vom geführten Weg abwichen. Wir zogen uns zurück, um aus dem Qualm hinaus zu gelangen und dann einen deutlich weiteren Bogen zu schlagen.</p>
<h2>Roter Rauch statt Lavasee</h2>
<p>Auf der anderen Seite angekommen blickten wir mit dem Wind im Rücken auf den aufsteigenden, rötlich angeleuchteten Rauch, der manchmal mehr, manchmal weniger stark aus dem Krater waberte. Fasziniert und gespannt beobachteten wir den Qualm, ob er eventuell doch noch den Blick in die Tiefe freigeben würde. Die wechselnde Färbung der Dampfes verriet, dass der Lavasee unten aktiv sein musste.</p>
<figure id="attachment_4400" aria-describedby="caption-attachment-4400" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4400" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-1024x683.jpg" alt="Manchmal zog sich die Wolke etwas zurück, gab allerdings den Blick auf die brodelnde Lava nicht frei." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-220902-5871-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4400" class="wp-caption-text">Manchmal zog sich die Wolke etwas zurück, gab allerdings den Blick auf die brodelnde Lava nicht frei.</figcaption></figure>
<p>Der Mond war aufgegangen und erleuchtete die unwirkliche schwarze Landschaft um uns herum, doch die Rauchwolke war unnachgiebig und verhüllte den Lavasee hartnäckig. Nach gut einer Stunde am Kraterrand traten wir den Rückzug zu unserem Nachtlager an. Die Nacht sollte kurz genug werden: Um 4 Uhr früh wollten wir einen erneuten Versuch starten, einen Blick auf die kochende Lava zu wagen.</p>
<figure id="attachment_4308" aria-describedby="caption-attachment-4308" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4308 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-1024x683.jpg" alt="Mondschein über dem Erta Ale" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-221842-5882.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4308" class="wp-caption-text">Mondschein über dem Erta Ale</figcaption></figure>
<p>Die Rechnung der (kurzen) Nachtruhe hatten wir allerdings ohne eine italienische Reisegruppe gemacht, deren Mitglieder lautstark begannen, im Camp zu kochen und Wein auszuschenken. Dies beschnitt unsere ohnehin schon kurze Schlafdauer zusätzlich. Wo waren unsere Afar-Leibwächter, wenn wir sie einmal brauchten?</p>
<h2>Erneuter Versuch am frühen Morgen</h2>
<p>Trotz der lärmenden Italiener fanden wir nach einiger Zeit etwas Schlaf, standen wie geplant um 4 Uhr morgens auf (wobei wir uns keine Mühe gaben, uns leise zu verhalten) und stiegen erneut in den Krater hinab. Diesmal mieden wir die Rauchwolke. Wir beobachteten wieder den rötlichen Dampf, wie er aus der Tiefe aufstieg. Leider hatten wir auch diesmal kein Glück. Der Erta Ale rauchte unentwegt.</p>
<figure id="attachment_4309" aria-describedby="caption-attachment-4309" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4309 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-1024x683.jpg" alt="Auch am nächsten Morgen hatte sich der Rauch leider nicht verzogen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-051248-5914.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4309" class="wp-caption-text">Auch am nächsten Morgen hatte sich der Rauch leider nicht verzogen.</figcaption></figure>
<p>Je heller es wurde, desto mehr verblasste der Rotschimmer des vulkanischen Qualms. Dafür verfärbte sich der Himmel feurig im Morgenrot. Die Zeit war gekommen, den Rückweg anzutreten. Vor uns lag noch der Abstieg und eine lange Fahrt, außerdem würden die Temperaturen in Kürze wieder ansteigen und den Weg zum Parkplatz deutlich beschwerlicher machen. Leider tauchten in unserem Fall keine Riesenadler auf, um uns bequem vom Mount Doom wieder ins Tal zu bringen ;).</p>
<figure id="attachment_4310" aria-describedby="caption-attachment-4310" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4310" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-1024x576.jpg" alt="Sonnenaufgang am Kraterrand" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-053129-5937.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4310" class="wp-caption-text">Sonnenaufgang am Kraterrand</figcaption></figure>
<h2>Abstieg vom Erta Ale</h2>
<p>Auf dem Rückweg sahen wir, was die Dunkelheit beim Aufstieg gnädig verborgen hatte. Der Weg war eine einzige Müllkippe. Überall flog Plastik herum und war an manchen Stellen in Höhlungen im Lavagestein gesammelt worden. Auch leere Batterien (vermutlich von den Taschenlampen, die dort regelmäßig verwendet werden) lagen auf dem Pfad. Umso absurder war es, dass Maru auch eine Reinigungs- und Umweltgebühr (450 Birr, also 12,50 Euro) an die Afar hatte bezahlen müssen. &#8222;Leave no Trace&#8220; sieht anders aus…</p>
<figure id="attachment_4311" aria-describedby="caption-attachment-4311" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4311 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-1024x683.jpg" alt="Eine der zahlreichen Müllhalden am Wegesrand. Ökotourismus sieht anders aus…" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-063224-2735.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4311" class="wp-caption-text">Eine der zahlreichen Müllhalden am Wegesrand. Ökotourismus sieht anders aus…</figcaption></figure>
<p>Der Erta Ale war ein hartes und anspruchsvolles Pflaster, so sehr, dass einer meiner Wanderschuhe auf dem Rückweg anfing, seine Sohle von sich zu strecken. Die äußere Schicht begann, sich abzulösen, wurde aber zum Glück nicht zur Stolperfalle.</p>
<figure id="attachment_4312" aria-describedby="caption-attachment-4312" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4312 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-1024x683.jpg" alt="Nach dem Abstieg vom Erta Ale in Äthiopien war die Sohle meines Wanderschuhs am Ende…" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-072602-2791.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4312" class="wp-caption-text">Nach dem Abstieg vom Erta Ale in Äthiopien war die Sohle meines Wanderschuhs am Ende…</figcaption></figure>
<p>Um 9:30 Uhr erreichten wir den Parkplatz. Die Temperatur lag schon bei 37 Grad Celsius. Nach einer kurzen Stärkung stiegen wir wieder ins Auto und holperten zurück über die Lavapiste. Auf dem folgenden Abschnitt in der Wüste zog ein Sandsturm auf. Um ihn zu umfahren, mussten wir einen deutlichen Umweg in Kauf nehmen. Lavasee hin oder her, der Ausflug zum Erta Ale war in der Tat ein Abenteuer gewesen.</p>
<h2>Der Rauchende Berg</h2>
<p>Im Nachhinein bedauerten wir es natürlich sehr, dass das &#8222;Tor zur Hölle&#8220; von Qualm verhüllt gewesen war. Der Erta Ale, wörtlich übersetzt &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erta_Ale">der Rauchende Berg</a>&#8222;, hatte seinem Namen alle Ehre gemacht. Trotz mehrfacher Erkundigungen bekamen wir keine befriedigende Antwort auf unsere Frage, wie denn generell die Chancen stünden, direkt in die kochende Lava zu blicken.</p>
<figure id="attachment_4313" aria-describedby="caption-attachment-4313" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4313 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-1024x683.jpg" alt="Erta Ale, der Rauchende Berg" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-153750-5867.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4313" class="wp-caption-text">Erta Ale, der Rauchende Berg</figcaption></figure>
<p>Im Vorfeld unserer Äthiopienreise wie auch jetzt bei der Recherche zu diesem Artikel waren/sind verlässliche Informationen über die Aktivität des Erta Ale dünn gesät. Es scheint so, als hätte sich der Lavasee nach einem Ausbruch im Januar 2017 abgesenkt. Trotzdem findet man vereinzelte Videos auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=iH-xsAuRCAU">Youtube</a>, auf denen man die brodelnde Lava sehen kann. In der Zwischenzeit hat sich die Situation wohl erneut gewandelt und die <a href="http://www.vulkane.net/blogmobil/?s=Erta+Ale">Aktivität des Lavasees</a> verändert sich wieder. Ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4UkxijRPUHQ">spektakulärer Blick</a> ist wohl auch weiterhin alles andere als garantiert. Aber, wer nicht wagt, der nicht gewinnt?</p>
<h2>Epilog</h2>
<p>Das Folgende hat nichts mit der Enttäuschung zu tun, dass wir den Lavasee nicht gesehen haben. Es soll keine Abrechnung sein, sondern eine im Rahmen der Möglichkeiten objektive Stellungnahme: Die Leistung unserer Afar-&#8222;Führer&#8220; stand in keinerlei Verhältnis zu den Summen, die sie kassiert hatten. Schon beim Aufstieg nahmen sie kaum Notiz von uns, geschweige denn, dass sie sich in irgendeiner Weise um uns bemüht hätten. Einer von ihnen leitete uns direkt in den giftigen Qualm des Vulkans. Eine eigentliche Führung im Sinne von Erläuterungen oder dergleichen fand nicht statt, wir haben auch keinen der Afar ein Wort Englisch reden hören. Ein Glück, dass Maru bei uns war und alles organisiert hat, sonst wären wir aufgeschmissen gewesen. Er begleitete uns auch beim nächtlichen Aufstieg auf den Erta Ale. In solch einem Gelände muss man eher einen falschen Tritt befürchten als den Angriff von Bösewichten.</p>
<figure id="attachment_4314" aria-describedby="caption-attachment-4314" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4314 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-1024x683.jpg" alt="Am Parkplatz wurde der Müll einfach in die Landschaft geworfen. Den Rest erledigte der Wind." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-090248-2748.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4314" class="wp-caption-text">Am Parkplatz wurde der Müll einfach in die Landschaft geworfen. Den Rest erledigte der Wind.</figcaption></figure>
<p>Letztendlich tauchten keine Bösewichte auf. Das lag aber vermutlich nicht am heldenhaften Schutz der Afar. Dennoch haben sie sich diese &#8222;Sicherheit&#8220; fürstlich entlohnen lassen und dafür keine Gegenleistung erbracht, nicht einmal zum Schein. Wir sahen zwar am Gipfel einige wenige Afar, die Gewehre herumtrugen, die vier bewaffneten Männer jedoch, für die der Reiseveranstalter hatte bezahlen müssen und die uns persönlich hätten begleiten sollen, haben wir nicht getroffen. Eigentlich handelte es sich bei den meisten Zahlungen nur um ein schlecht verbrämtes Wegegeld zum Erta Ale. Müll verunreinigte die Camps, den Weg und die umgebende Landschaft. Die Hütten am Gipfel waren bar jeglicher Ausstattung, es gab keine sanitären Einrichtungen. Alles, was man brauchte, musste man selbst mitbringen, Ausrüstung, Wasser, Essen.</p>
<p>Wenn man hochrechnet, was die Afar wohl von den vielen Touristengruppen kassiert hatten, müssten sie eigentlich gut leben können. Wir sahen allerdings keinerlei offensichtliche Zeichen des Wohlstandes. Hütten, Kleidung und Eigentum der Menschen wirkten so, als hätte sich seit Hunderten von Jahren wenig geändert. Da stellt sich natürlich die Frage, was aus dem Geld geworden ist. Womöglich liegt der Schlüssel zu diesem Rätsel im Kath-Konsum der Männer, der viel finanzielle Ressourcen verschlingt. Es wirkte es auf uns nicht so, als ob der Tourismus für die Menschen vor Ort zu besseren Lebensumständen, einer Ausbildung der Kinder oder einer medizinischen Versorgung geführt hätte.</p>
<figure id="attachment_4315" aria-describedby="caption-attachment-4315" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4315 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-1024x683.jpg" alt="Ein durstiges Vögelchen auf dem Parkplatz am Fuße des Erta Ale" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181029-081716-5943.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4315" class="wp-caption-text">Ein durstiges Vögelchen auf dem Parkplatz am Fuße des Erta Ale</figcaption></figure>
<p>Wenn man es verklären möchte, dann gehörte dieses gesamte unprofessionelle, korrupte und unverschämte Drumherum vielleicht zum Abenteuer dazu, aber man sollte sich dessen bewusst sein, wenn man eine Tour zum Erta Ale unternehmen möchte. Am besten versucht man jedoch, diese unerfreulichen Aspekte in den Erinnerungen auszublenden, damit einem schließlich trotzdem zwei aufregende Tage im Gedächtnis bleiben.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/erta-ale-rauchender-berg-und-tor-zur-hoelle/">Erta Ale, Rauchender Berg und Tor zur Hölle</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/erta-ale-rauchender-berg-und-tor-zur-hoelle/">Erta Ale, Rauchender Berg und Tor zur Hölle</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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		<title>Dallol, der heißeste Ort der Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 00:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die nächsten Tage hieß es &#8222;Hochland, Adé!&#8220;. Wir besuchten die Danakil-Wüste in der Afar-Region, die teils auf, teils unter Meeresspiegelniveau liegt. Statt fruchtbarer Berglandschaft prägt diese Region eine lebensfeindliche Wüste, in der sich der heißeste Ort der Welt befinden soll: Dallol. Das Thermometer steigt Auf dem Weg nach Osten sahen wir schon nach kurzer &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für die nächsten Tage hieß es &#8222;Hochland, Adé!&#8220;. Wir besuchten die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Danakil_Desert">Danakil-Wüste</a> in der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Region)">Afar-Region</a>, die teils auf, teils unter Meeresspiegelniveau liegt. Statt fruchtbarer Berglandschaft prägt diese Region eine lebensfeindliche Wüste, in der sich der heißeste Ort der Welt befinden soll: Dallol.</p>
<figure id="attachment_4252" aria-describedby="caption-attachment-4252" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4252" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-1024x683.jpg" alt="Ein heißer Anblick! Das Geothermalgebiet am Dallol protzt mit kräftigen Farben." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-091146-5738.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4252" class="wp-caption-text">Ein heißer Anblick! Das Geothermalgebiet am Dallol protzt mit kräftigen Farben.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4250"></span></p>
<h2>Das Thermometer steigt</h2>
<p>Auf dem Weg nach Osten sahen wir schon nach kurzer Zeit keine Felder mehr am Straßenrand, stattdessen nur noch einige Ziegenherden, die sich in der kärglichen Umgebung ihr Futter suchten. Langsam aber sicher rollten wir Kurve um Kurve aus dem Hochland hinab. Die Straße war erstaunlich gut, durchgehend glatter Asphalt ohne Schlaglöcher, nur gelegentlich lagen die Reste von Geröll-Lawinen auf den Fahrspuren. Diese Verbindung scheinbar durchs Nirgendwo war deutlich besser als alle anderen Straßen, auf denen wir bisher gefahren waren. Der Abbau von Salz und Pottasche schien uns als Erklärung dafür eher unwahrscheinlich. Vielleicht standen militärische Gründe dahinter? Schließlich führte die Straße in das Grenzgebiet zu Eritrea.</p>
<figure id="attachment_4253" aria-describedby="caption-attachment-4253" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4253 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-1024x683.jpg" alt="Je weiter wir hinabfuhren, desto kahler wurde die Landschaft." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-142023-2504.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4253" class="wp-caption-text">Je weiter wir hinabfuhren, desto kahler wurde die Landschaft.</figcaption></figure>
<p>In einer Kehre stand ein Junge, der ein Bündel Zweige hochhielt, als er unser Fahrzeug kommen sah. Wie Maru uns erklärte, bot der Jugendliche Ästchen des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zahnb%C3%BCrstenbaum">Zahnbürstenbaums</a> zum Verkauf an. Traditionell benutzen Angehörige der Volksgruppe der Afar das Holz dieses Gewächses zur Reinigung ihres Gebisses. Und in der Tat sahen wir in diesem Teil des Landes immer wieder Männer, die auf einem Zweig herumkauten oder ihn lässig im Mundwinkel hängen ließen.</p>
<p>Je mehr Höhe wir abbauten, desto heißer wurde es und schnell war die 30 Grad-Marke überschritten. Obwohl die Sonne ihren Zenit schon lange überschritten hatte, stieg das Thermometer weiter. Die Zeit war gekommen, die Klimaanlage einzuschalten. (Bisher hatten wir meist die Fenster zum Lüften etwas geöffnet). Gegen 16 Uhr stand das Thermometer bei kuscheligen 37 Grad. Als ich die Scheibe kurz herunterließ, um ein Foto zu machen, blies ein heißer Zugwind, fast wie ein Föhn, ins Wageninnere.</p>
<figure id="attachment_4254" aria-describedby="caption-attachment-4254" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4254 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-1024x683.jpg" alt="42 Grad gut eine Stunde vor Sonnenuntergang" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-164427-2532.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4254" class="wp-caption-text">42 Grad gut eine Stunde vor Sonnenuntergang</figcaption></figure>
<p>Als wir auf Meeresspiegelniveau anlangten, zeigte das Thermometer schon 40 Grad, Tendenz steigend. Um 16:45 Uhr kamen wir am Ort unseres Nachtlagers in der Nähe des kleinen Ortes Hamed Ela auf -90m an. Das Dorf war nicht mehr als die Ansammlung einer Handvoll verstreuter Hütten mit Wänden aus Holzstangen in einer graubraunen Steinwüste. Dort erreichte das Thermometer unser Tagesmaximum von 42 Grad Celsius.</p>
<h2>Sonnenuntergang über dem Salzsee</h2>
<p>Wir verweilten allerdings nur so lange in der wenig einladenden Siedlung, bis Maru nach einigem Palaver mit den einheimischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Volk)">Afar</a> und einer kurzen Wartezeit den für diesen Abschnitt vorgeschriebenen Roadguide, zwei bewaffnete Bewacher und den zusätzlichen Fahrer aufgetrieben hatte. Diese fuhren in einem separaten Auto vor uns her. Es gab keine Zeit zu verlieren, denn zum Sonnenuntergang wollten wir am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karumsee">Karum-Salzsee</a> sein. Schon wenige Meter hinter dem Dorf endete die asphaltierte Straße und wir fuhren auf einer Piste über die Salzpfanne des Sees. Diese führte erst über eine trockene Trasse, dann durch seichtes Wasser. Die Szenerie, wenn auch sicherlich nicht die Temperaturen, erinnerten uns naturgemäß sehr an den Salar de Uyuni in Bolivien.</p>
<figure id="attachment_4255" aria-describedby="caption-attachment-4255" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4255 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-1024x683.jpg" alt="Endlose Weiten. Wabenartige Strukturen der Salzpfanne am Karumsee" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-172541-2541.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4255" class="wp-caption-text">Endlose Weiten. Wabenartige Strukturen der Salzpfanne am Karumsee</figcaption></figure>
<p>Am designierten Sonnenuntergangspunkt standen schon ein paar andere Geländewagen. Der Ort war nicht zufällig gewählt. Dort fing der See an, das Wasser stand wenige Zentimeter tief und spiegelte sehr stimmungsvoll den Sonnenuntergang. Die Ausdehnung des Salzsees schwankt saisonal erheblich. In der Regenzeit wird er durch Wasser aus dem Hochland gespeist und wächst, in der Trockenzeit verdunstet viel Flüssigkeit in der sengenden Hitze.</p>
<figure id="attachment_4256" aria-describedby="caption-attachment-4256" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4256 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-1024x576.jpg" alt="Sonnenuntergang über dem Karum- Salzsee" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-173520-5629-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4256" class="wp-caption-text">Sonnenuntergang über dem Karum- Salzsee</figcaption></figure>
<p>Es erschien uns schon etwas paradox: 5 Monate zuvor hatten wir auf dem <a href="http://wittmann-tours.de/salar-de-uyuni-salz-soweit-das-auge-reicht/">Salar de Uyuni</a> auf 3600 Metern über dem Meeresspiegel bitterlich beim Sonnenuntergang in einer ähnlichen Landschaft gefroren. In Äthiopien standen wir nun 130 Meter unter dem Meeresspiegel barfuß und schwitzend im seichten Salzwasser, welches bei 40 Grad Außentemperatur allerdings keine Abkühlung spendete.</p>
<figure id="attachment_4257" aria-describedby="caption-attachment-4257" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4257 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-1024x683.jpg" alt="Salar de Uyuni? Nein, dort hätten wir nicht barfuß laufen wollen!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181026-175805-5664.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4257" class="wp-caption-text">Salar de Uyuni? Nein, dort hätten wir nicht barfuß laufen wollen!</figcaption></figure>
<h2>Das Wüstencamp</h2>
<p>Unser &#8222;Camp&#8220; bestand aus einer aus dünnen Holzstangen, Drahtgitter und Naturfasermatten konstruierten Hütte, in der unsere Crew wohnte. In diesem Teil Äthiopiens war es notwendig, eine ganze Entourage von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Volk)">Afar</a> zu engagieren. Neben dem Roadguide und dem Fahrer gehörten auch ein Koch und zwei Bewacher mit Gewehren zu unserem Gefolge. (Diese Region war lange Zeit durch politische Instabilität geprägt.) Wir hielten wir uns fast die gesamte Zeit außerhalb des rudimentären Bauwerks auf, da es drinnen noch heißer war.</p>
<figure id="attachment_4258" aria-describedby="caption-attachment-4258" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4258" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-1024x683.jpg" alt="Die Hütte, in der die Crew übernachtete" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-072029-2552.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4258" class="wp-caption-text">Die Hütte, in der die Crew übernachtete</figcaption></figure>
<p>In einer Senke nicht weit von unserer Hütte hatte sich einiges an Müll angesammelt, Plastik und alte Konservendosen. Organischer Abfall wurde, wie wir miterlebten, restlos von den lokalen Ziegen verwertet. Wir vergnügten uns damit, die munteren gehörnten Nutztiere mit Gurkenschalen und dergleichen zu füttern und in der Tat wurde nichts verschmäht. Wir hofften auch, die Ziegen dadurch davon abhalten zu können, Bestandteile der Holzbude zu fressen. Dies gelang jedoch nur vorübergehend.</p>
<figure id="attachment_4394" aria-describedby="caption-attachment-4394" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4394" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-1024x683.jpg" alt="Die Ziegen knabberten sogar an der Hütte." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-130502-2610.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4394" class="wp-caption-text">Die Ziegen knabberten sogar an der Hütte.</figcaption></figure>
<h2>Eine Nacht im Freien</h2>
<p>Es gab keine sanitären Einrichtungen und wenig Deckung in der vegetationslosen Wüste, der zweite Punkt relativierte sich allerdings nach Einbruch der Dunkelheit ;). Maru hatte sogar eine Art Camping-Dusche dabei, so dass wir uns im Schutze der Nacht wenigstens vorübergehend den Schweiß abwaschen konnten. Das Thermometer stand weiterhin stur auf 38 Grad. Während des Abendessens setzte relativ plötzlich ein anhaltender Wind ein. Er entstand vermutlich durch die nun unterschiedlich schnell erkaltenden Luftmassen, trug aber nur wenig zur Abkühlung bei.</p>
<figure id="attachment_4259" aria-describedby="caption-attachment-4259" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4259 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-1024x768.jpg" alt="Unser Nachtlager unter freiem Himmel" width="525" height="394" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-1024x768.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-300x225.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-768x576.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204-1536x1152.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2204.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4259" class="wp-caption-text">Unser Nachtlager unter freiem Himmel</figcaption></figure>
<p>In dieser Nacht schliefen wir im Freien auf sehr einfachen, aber erstaunlich bequemen Holzpritschen, die wir im Windschatten des Geländewagens positionierten. Ein drittes, auf die Seite gestelltes Bett komplettierte den Windschutz für eine der heißesten Nächte unseres Lebens ;-). Der Sternenhimmel war allerdings weit weniger eindrucksvoll als man vielleicht vermuten könnte. Neben den über uns liegenden Luftmassen mit hoher Luftfeuchtigkeit war der Mond der Übeltäter. Er überstrahlte die Milchstraße und machte eine Taschenlampe vollkommen überflüssig. Ab 22 Uhr legte sich der Wind ein wenig, frischte aber gegen Morgen wieder auf. Kurz vor Sonnenaufgang lag die Tiefsttemperatur gerade einmal noch bei erfrischenden 30 Grad Celsius &#8211; nur um kurze Zeit später wieder zügig anzusteigen.</p>
<h2>Kamele statt Lastwagen</h2>
<p>Am nächsten Morgen fuhren wir auf dem Weg zum Geothermalgebiet am Vulkan Dallol zunächst wieder in Richtung Karumsee. Auf dem Weg zur Salzpfanne trafen wir eine Kamelkarawane. Die Männer waren mit den Lasttieren auf dem Weg zum Salzabbaugebiet, das wir später noch besuchten. Erstaunlicherweise sind die ausdauernden Kamele auch heute noch das beste Transportmittel in dieser unwirtlichen Gegend, zuverlässiger als jeder Lkw.</p>
<figure id="attachment_4260" aria-describedby="caption-attachment-4260" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4260" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-1024x683.jpg" alt="Die Kamelkarawane war in der Morgenfrische bei 34 Grad unterwegs zum Ort des Salzabbaus." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-074357-5671.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4260" class="wp-caption-text">Die Kamelkarawane war in der Morgenfrische bei 34 Grad unterwegs zum Ort des Salzabbaus.</figcaption></figure>
<p>Die Karawane umfasste in etwa 20 Tiere. Bis zu ihrem Ziel waren es noch gut 2 Kilometer, aber wir konnten nicht einschätzen, wie lange sie schon unterwegs waren. Weder den Männern noch den Kamelen schien die Hitze zu schaffen zu machen. Mona durfte sich sogar als Karawanenführerin versuchen.<iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/LgIISLs_fmk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Aber auch den zähen Paarhufern kann diese lebensfeindliche Umgebung zu viel abverlangen. Ab und zu sahen wir die gebleichten Skelette von verendeten Kamelen neben der Piste liegen.</p>
<h2>Das Geothermalgebiet Dallol</h2>
<p>Ein paar Kilometer nördlich des Salzsees befindet sich der Vulkan Dallol, in dessen Umfeld sich ein wahrhaft spektakuläres Geothermalgebiet erstreckt. Vom Ende der Piste aus wanderten wir einige hundert Meter über ein erkaltetes Lavafeld. Der Weg wies eine leichte Steigung auf und führte in Richtung des &#8222;Gipfels&#8220; (auf -48m gelegen). Aus dem unebenen graubraunen Stein des Untergrundes erhoben sich einige Felskonen, vielleicht handelte es sich um ehemals aktive kleine Lavaschlote?</p>
<figure id="attachment_4261" aria-describedby="caption-attachment-4261" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4261" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-1024x576.jpg" alt="Eine kuriose Lava-Skulptur" width="525" height="295" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-1024x576.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-300x169.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-768x432.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586-1536x864.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-084707-2586.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4261" class="wp-caption-text">Eine kuriose Lava-Skulptur</figcaption></figure>
<p>Einige hundert Meter weiter wurde es auf einmal bunt. Zunächst sahen wir kleine farbige Flecken von einem oder zwei Metern Durchmesser, die sich in einem kräftigen, schwefeligen Gelb vom restlichen Grau-in-grau der Lava abhoben. Je weiter wir gingen, desto größer wurden diese Ablagerungsareale und desto intensiver die Farben. Neben dem Gelb komplettierten ein kräftiges Braun-orange und Weiß die Palette. Darin befanden sich giftgrüne Pfützen, deren Flüssigkeit einen extrem sauren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/PH-Wert">pH-Wert</a> von maximal 1 haben sollen.</p>
<figure id="attachment_4262" aria-describedby="caption-attachment-4262" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4262 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-1024x683.jpg" alt="Die grünen Tümpel weisen angeblich einen pH-Wert von 1 und darunter auf." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-093511-5771.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4262" class="wp-caption-text">Die grünen Tümpel weisen angeblich einen pH-Wert von 1 und darunter auf.</figcaption></figure>
<p>Es war ein mehr als heißer Anblick, nicht nur weil die Temperaturen schon wieder die 40 Grad-Marke überschritten hatten. In der Luft lag ein Geruch nach faulen Eiern und es zischte und brodelte hier und da aus Spalten und kleinen Thermalspringbrunnen. Der Boden war mit filigranen Ablagerungen überkrustet, die an Butterstreusel oder Popcorn erinnerten. Schlammtümpel oder Geysire gab es nicht. Wir standen mitten im Wunderland des unglaublich knallbunten Dallol-Geothermalgebietes, dessen unwirkliche Landschaft aus einer psychodelischen Halluzination zu stammen schien.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/m-DnuTJ-etc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Am Fuße des Vulkans Dallol</h2>
<p>Eineinhalb Stunden und eine große Wasserflasche pro Person später waren wir wieder zurück im Auto, wo uns die Klimaanlage etwas Erfrischung spendete. Wir fuhren entlang des Dallol, der so flach war, dass er kaum als Berg auszumachen war. Am Übergang zur Salzpfanne war eine ganz eigene Umgebung aus rötlich-weiß aufgeschichteten Formationen entstanden.</p>
<figure id="attachment_4263" aria-describedby="caption-attachment-4263" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4263 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-1024x683.jpg" alt="Am Fuße des Dallol war eine Landschaft aus rot-weiß gebänderten Formationen entstanden." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-102319-5799.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4263" class="wp-caption-text">Am Fuße des Dallol war eine Landschaft aus rot-weiß gebänderten Formationen entstanden.</figcaption></figure>
<p>Wir hatten Maru vom Salar de Uyuni erzählt und auch, dass wir dort Trickbilder geschossen hatten. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob er uns geglaubt hatte, daher zeigten wir ihm ein <a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2018/11/APC_1598.jpg">Beispiel</a>. Er war begeistert und so nutzten wir die Gelegenheit und hielten an einem geeigneten Ort, mitten im Weiß der salzigen Wüste, für ein kurzes Shooting an. Maru durfte unseren Geländewagen auf der Handfläche halten ;).</p>
<figure id="attachment_4264" aria-describedby="caption-attachment-4264" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4264" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-1024x683.jpg" alt="Maru trägt unser Auto mit links!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2216-Edit.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4264" class="wp-caption-text">Maru trägt unser Auto mit links!</figcaption></figure>
<h2>Salz aus der Wüste</h2>
<p>Auf dem Rückweg zum Camp hielten wir am Ort des Salzabbaus an. Die Afar betreiben diese Art der Mineralgewinnung in dieser Gegend unverändert seit Jahrhunderten. Heutzutage wird der gewonnene Rohstoff als Viehsalz gehandelt. Die Männer dort haben vielleicht den härtesten Job der Welt. In der brütenden Hitze verrichteten sie bei über 40 Grad Celsius körperliche Schwerstarbeit, ganz gleich welchen Arbeitsschritt man betrachtet. Zunächst hackten sie die Salzwaben auseinander, die sich durch natürliche Prozesse im Laufe der Zeit gebildet hatten.</p>
<figure id="attachment_4265" aria-describedby="caption-attachment-4265" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4265 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-683x1024.jpg" alt="Schritt 1: Salzwaben aufspalten" width="525" height="787" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-683x1024.jpg 683w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-200x300.jpg 200w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-768x1152.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829-1024x1536.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113317-5829.jpg 1067w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4265" class="wp-caption-text">Schritt 1: Salzwaben aufspalten</figcaption></figure>
<p>Anschließend führten sie Stangen in die geschaffenen Rinnen ein und hebelten mit diesen die großen Platten nach oben, so dass sie unter ihrem eigenen Gewicht zerbrachen. Weit und breit gab es keinen Schatten und einige (wenige) trugen noch nicht einmal eine Kopfbedeckung. Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz waren absolute Fremdwörter. Wir wollten uns nicht ausmalen, was bei einem Unfall passieren würde.</p>
<figure id="attachment_4266" aria-describedby="caption-attachment-4266" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4266 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-1024x683.jpg" alt="Schritt 2: Salzplatten anheben/anhebeln, damit sie zerbrechen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112623-2597.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4266" class="wp-caption-text">Schritt 2: Salzplatten anheben/anhebeln, damit sie zerbrechen</figcaption></figure>
<p>Abschließend zerteilten sie die so entstandenen &#8222;handlicheren&#8220; Tafeln weiter und meißelten sie zu einer normierten Größe für den Transport via Kamelkarawane. Jeder dieser Arbeitsschritte muss ein höllisch schwerer Knochenjob sein. Einzig der Satan höchstpersönlich als Aufseher hätte noch gefehlt.</p>
<figure id="attachment_4267" aria-describedby="caption-attachment-4267" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4267 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-1024x683.jpg" alt="Schritt 3: Genormte Salztafeln herstellen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-112801-2601.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4267" class="wp-caption-text">Schritt 3: Genormte Salztafeln herstellen</figcaption></figure>
<p>Für 3 Birr (8 Euro-Cent) pro Stück kauften die Karawanenführer diese Salzblöcke von den Arbeitern. Mit ca. 20 dieser Platten beluden sie daraufhin je ein Kamel, um die Tafeln 2 Tage später nach einem langen Fußmarsch für 20 Birr auf dem Markt wieder zu verkaufen. Der Wert des Salzes versiebenfachte sich also durch den Transport und eine Kamelladung erlöste etwas mehr als 11 Euro. Bei 20 bis 30 Tieren pro Karawane ein hart erarbeiteter, aber vermeintlich stolzer Gewinn, wenn die Kameltreiber nicht einen Großteil des Geldes an die Besitzer der Lasttiere abgeben müssten…</p>
<figure id="attachment_4268" aria-describedby="caption-attachment-4268" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4268 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-1024x683.jpg" alt="Die Kamele bringen die Salzblöcke auf den 70 Kilometer entfernten Markt." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181027-113859-2604.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4268" class="wp-caption-text">Die Kamele bringen die Salzblöcke auf den 70 Kilometer entfernten Markt.</figcaption></figure>
<h2>Dallol, der heißeste Ort der Welt?</h2>
<p>Ist Dallol nun wirklich der heißeste Ort der Welt? Das kommt natürlich darauf an, welche Kriterien man betrachtet. Wenn man die höchste jemals gemessene Temperatur zugrunde legt, dann führt das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzepol#H%C3%B6chste_Einzelmessungen">Death Valley</a> die Statistik mit 56,7°C an. Geht es jedoch um die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzepol#H%C3%B6chste_Jahresdurchschnittstemperatur">Durchschnittstemperatur</a>, so stellt Dallol wohl tatsächlich das konstant heißeste Gebiet der Welt dar. Bei durchschnittlich(!) 34,4 °C bekommt man dort so schnell keine kalten Füße. Die Tendenz der Statistik können wir aus persönlicher Erfahrung bestätigen. In beiden Gegenden kann es ziemlich warm werden. Im Death Valley haben wir allerdings auch schon einmal gefroren. Dafür fiel das Thermometer in Dallol (bzw. in der Umgebung) nicht unter 30 Grad Celsius &#8211; und wir hatten uns in der kühleren Jahreszeit dort aufgehalten!</p>
<figure id="attachment_4269" aria-describedby="caption-attachment-4269" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4269 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-1024x683.jpg" alt="Einfach, aber geradezu luxuriös im Vergleich zur vorherigen Nacht." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181028-075118-2621.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4269" class="wp-caption-text">Einfach, aber geradezu luxuriös im Vergleich zur vorherigen Nacht.</figcaption></figure>
<p>Wie faszinierend Dallol auch gewesen war, wir genossen unsere nächste, wenn auch recht einfache Unterkunft in Abala sehr. Im Zimmer des Guesthouse fehlte zwar jegliches Mobiliar, so dass wir auf mitgebrachten Schaumstoffmatratzen schliefen. Dafür gab es aber fließendes Wasser, Toiletten, Duschen und es herrschten erträgliche Temperaturen. Die Nacht war eine angenehme Verschnaufpause, bevor wir am nächsten Tag zum Erta Ale aufbrachen.</p><p>The post <a href="https://wittmann-tours.de/dallol-der-heisseste-ort-der-welt/">Dallol, der heißeste Ort der Welt</a> first appeared on <a href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de/dallol-der-heisseste-ort-der-welt/">Dallol, der heißeste Ort der Welt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://wittmann-tours.de">Wittmann Tours</a>.</p>
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