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	<title>Abiy Ahmed Archive - Wittmann Tours</title>
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	<description>Mona &#38; Christian auf Reisen</description>
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	<title>Abiy Ahmed Archive - Wittmann Tours</title>
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		<title>Wie war Äthiopien?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2020 00:01:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In Äthiopien begegneten uns viele Gegensätze. Die Menschen sind materiell sehr arm, das Land aber ist unglaublich reich an Kulturschätzen. In Äthiopien erreicht das Thermometer am tiefsten Punkt Afrikas konstant so hohe Temperaturen wie sonst nirgendwo auf unserem Planeten. Dafür war es im Hochland mit einem der höchsten Gebirgszüge Afrikas erstaunlich kühl. Trotz vieler einzigartiger &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In Äthiopien begegneten uns viele Gegensätze. Die Menschen sind materiell sehr arm, das Land aber ist unglaublich reich an Kulturschätzen. In Äthiopien erreicht das Thermometer am tiefsten <a href="http://wittmann-tours.de/dallol-der-heisseste-ort-der-welt">Punkt Afrikas</a> konstant so hohe Temperaturen wie sonst nirgendwo auf unserem Planeten. Dafür war es im Hochland mit einem der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hochland_von_Abessinien">höchsten Gebirgszüge</a> Afrikas erstaunlich kühl. Trotz vieler einzigartiger Erlebnisse und Sehenswürdigkeiten gab es auch einige Wermutstropfen. Damit fällt unser Fazit zu Äthiopien eher gemischt aus. Warum? Weil wir keine Verbindung zu den Äthiopiern gefunden haben (oder sie zu uns).</p>
<figure id="attachment_4348" aria-describedby="caption-attachment-4348" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-4348 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-1024x683.jpg" alt="Grün, Gelb und Rot sind die Landesfarben Äthiopiens und die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist mit ihren Regeln, Geboten und Feiertagen nicht aus dem Alltag der Menschen wegzudenken." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181016-151603-1809.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4348" class="wp-caption-text">Grün, Gelb und Rot sind die Landesfarben Äthiopiens und die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist mit ihren Regeln, Geboten und Feiertagen nicht aus dem Alltag der Menschen wegzudenken.</figcaption></figure>
<p><span id="more-4349"></span></p>
<h2>Die Ferenji auf Reisen</h2>
<p>In unseren drei Wochen im Norden Äthiopiens können wir uns an kein noch so kurzes freundliches und spontanes Gespräch mit einem Äthiopier erinnern, der nicht hoffte, uns Geld zu entlocken, bzw. den wir nicht bezahlt hätten. Klingt komisch? Vielleicht, aber in allen anderen Ländern auf unserer Weltreise gab es solche Begegnungen, teils trotz massiver Sprachbarrieren. In Äthiopien sind wir immer die Ausländer, die Ferenji, geblieben. Wir wollen uns keinen romantischen Illusionen des Reisens hingeben, aber ausnahmslos jeder Kontakt lief darauf hinaus, dass uns jemand nach Geld gefragt hat.</p>
<figure id="attachment_4350" aria-describedby="caption-attachment-4350" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4350 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-1024x683.jpg" alt="Wir haben viele nette Menschen in Äthiopien getroffen, aber letztendlich haben wir immer dafür bezahlt. An einem Abend in Lalibela haben wir mit einer äthiopischen Familie gekocht und gespeist." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181101-190406-2991.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4350" class="wp-caption-text">Wir haben viele nette Menschen in Äthiopien getroffen, aber letztendlich haben wir immer dafür bezahlt. An einem Abend in Lalibela haben wir mit einer äthiopischen Familie gekocht und gespeist.</figcaption></figure>
<p>Wir hatten natürlich erwartet, als Ausländer wahrgenommen zu werden, aber leider müssen wir sagen, dass wir uns mehr als einmal respektlos behandelt gefühlt haben. Das äußerte sich häufig in extrem aufdringlichem Betteln mit mehr als überzogener Erwartungshaltung oder penetranten Verkäufern, für die ein wiederholtes und ehrliches &#8222;Nein&#8220; keine Antwort war. Sehr wahrscheinlich gibt es umgekehrt auch Touristen, die sich respektlos gegenüber Äthiopiern verhalten, aber diese immer wiederkehrenden unangenehmen Situationen wirkten ermüdend. Selbst wenn wir auf freier Strecke kurz anhielten, um hinter einem Busch zu verschwinden, konnte es passieren, dass fordernde Kinder auftauchten oder Bauern ihr Glück versuchten.</p>
<p>Die durchaus gute touristische Infrastruktur in Äthiopien hat vielleicht ihren Teil dazu beigetragen, da Ferenji immer die gleichen Orte aufsuchen. So konnte sich ein Teil der Einheimischen vor Ort anscheinend das eine oder andere Geschäftsmodell aneignen, um aus den Besuchern Profit zu schlagen. Im Nachhinein waren wir froh, nicht auf eigene Faust unterwegs gewesen zu sein. Zum einen war das Reisen in einem privaten Fahrzeug wesentlich bequemer und zuverlässiger als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum anderen konnte Maru einige unangenehme Situationen von uns fernhalten oder sogar ab und zu (letztendlich bezahlte) Brücken zu den Äthiopiern bauen.</p>
<h2>Pflügen wie vor Jahrhunderten</h2>
<p>Auf dem Weg nach <a href="http://wittmann-tours.de/awra-amba-eine-verwirklichte-utopie/">Awra Amba</a> fuhren wir zum Beispiel durch das ländliche Äthiopien und die Bauern gingen ihrer täglichen Arbeit nach. In dieser Region wurde viel Reis angebaut, aber auch Mais und Getreide. Es war Erntezeit. Durch den Regen der vorherigen Tage war der Boden feucht und lehmig und damit relativ weich. Optimale Bedingungen, um die ersten abgeernteten Felder umzupflügen. Damit wir diesen Vorgang aus der Nähe anschauen konnten, hielt Maru an einem Acker an, auf dem eine Familien direkt neben der Straße mit einem Ochsengespann arbeitete.</p>
<figure id="attachment_4351" aria-describedby="caption-attachment-4351" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4351 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-1024x683.jpg" alt="Für uns ein archaischer Anblick, aber in Äthiopien Alltag. Ein junger Mann pflügte ein Feld mit einem Ochsengespann." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-095049-1987.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4351" class="wp-caption-text">Für uns ein archaischer Anblick, aber in Äthiopien Alltag. Ein junger Mann pflügte ein Feld mit einem Ochsengespann.</figcaption></figure>
<p>Es war ein Anblick wie aus der Vergangenheit, aber Realität in der Gegenwart. Ein Junge führte barfuß den Pflug, mit einer Peitsche dirigierte er zwei Ochsen. Sein kleiner Bruder und andere Familienmitglieder halfen außerdem, die Zugtiere mit Rufen und Stockhieben auf der Spur zu halten. Der Pflug an sich war eine Holzkonstruktion, nur die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pflug#Aufbau_des_Pfluges">Schar</a>, das den Boden schneidende Messer, war aus Metall und wurde über einen Hebel in den Boden gedrückt.</p>
<figure id="attachment_4352" aria-describedby="caption-attachment-4352" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4352" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-1024x683.jpg" alt="Mona beim Pflügen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094623-1971.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4352" class="wp-caption-text">Mona beim Pflügen</figcaption></figure>
<p>Maru redete mit den Leuten und fragte auf einmal: <span style="font-style: italic;">&#8222;Do you want to try?&#8220;</span> Obwohl erstmal überrascht, waren wir sofort dabei und durften jeder selbst für zwei Spuren den Pflug führen. Es sah, wie mit vielen Dingen auf dieser Welt, sehr einfach aus, aber es war ziemlich schwer, das Gerät in der Spur zu halten (und wir reden nicht vom gleichzeitigen Dirigieren der Tiere).</p>
<figure id="attachment_4353" aria-describedby="caption-attachment-4353" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4353" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-1024x683.jpg" alt="Christian beim Pflügen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181019-094811-1977.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4353" class="wp-caption-text">Christian beim Pflügen</figcaption></figure>
<p>Eigentlich musste man &#8222;nur&#8220; die metallene Schar über den Holzhebel in den Boden drücken, die Kraft nach vorne kommt durch den Zug der Ochsen. Aber klumpige Erdschollen warfen den Pflug immer wieder aus der Bahn. Die Tiere zogen etwas ruckartig und wir mussten auf dem unebenen Boden hinterherlaufen und trotzdem das Gerät in den Boden drücken. So braucht man relativ viel Kraft (oder die richtige Technik?), um den Pflug sauber zu führen, es ist echte Präzisions- und Knochenarbeit! Wir wären nicht überrascht, wenn sie unsere Spuren nach unserer Abfahrt erneut gepflügt hätten. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2>Unterwegs auf den Straßen Äthiopiens</h2>
<p>Unterwegs haben wir sehr viel Zeit im Auto verbracht, ehrlich gesagt deutlich mehr als erwartet. Häufig haben sich Fahrtage mit Unternehmungstagen abgewechselt und auch für scheinbar überschaubare Distanzen haben wir erstaunlich viele Stunden benötigt. Außer auf den asphaltierten Straßen in die / in der Danakil-Wüste haben wir einen Schnitt von 40km/h selten überschreiten können, obwohl Maru zügig (aber sicher) fuhr.</p>
<figure id="attachment_4354" aria-describedby="caption-attachment-4354" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4354 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-1024x513.jpg" alt="Das Höhenprofil der Fahrt vom Simiengebirge nach Gondar mit mehreren tausend Höhenmetern Differenz" width="525" height="263" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-1024x513.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-300x150.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-768x384.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23-1536x769.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/Höhenprofil-2018-10-23.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4354" class="wp-caption-text">Das Höhenprofil der Fahrt vom Simiengebirge nach Gondar mit mehreren tausend Höhenmetern Differenz</figcaption></figure>
<p>Dabei waren die Straßen insgesamt nicht schlecht, aber die meiste Zeit bestand die Strecke aus einer Aneinanderreihung von Kurven und Steigungen. Es kam nicht selten vor, dass wir an einem Tag mehrere tausend Höhenmeter bergauf und bergab zurücklegten. Außerdem bremste uns der äthiopische Alltag aus. Selbstbewusste Esel gingen z.B. einsam ihrer Wege. Da machte es keinen Sinn, viel zu hupen, besser wir wichen aus.</p>
<figure id="attachment_4355" aria-describedby="caption-attachment-4355" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4355" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-1024x683.jpg" alt="Dieser Esel marschierte unbeirrt auf der falschen Straßenseite." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-135240-2333.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4355" class="wp-caption-text">Dieser Esel marschierte unbeirrt auf der falschen Straßenseite.</figcaption></figure>
<p>Auch das Internet wies die meiste Zeit eher ein Schneckentempo auf. Von Hotel-WLANs waren wir das schon aus anderen Ländern gewohnt, dort war allerdings meist das mobile Internet wesentlich besser. In Äthiopien jedoch erinnerte auch bei vollem 3G-Ausschlag die Verbindung oft an die guten alten Zeiten des Modems. Dafür gab es immerhin fast überall Empfang, womit wir nicht gerechnet hatten. Die Abdeckung war sehr gut, aber die Netzkapazität konnte anscheinend (noch) nicht mit dem Bedarf mithalten. 15% der Menschen besaßen ein Mobiltelefon, Smartphones waren 2018 noch eine Seltenheit. Damit gehörte Äthiopien zu den Ländern, in denen man noch einen Nokia-Klingelton hören konnte.</p>
<h2>Äthiopien kulinarisch</h2>
<p>Über unsere kulinarischen <a href="http://wittmann-tours.de/aethiopien-kulinarisch-injera-mit-shiro">Eindrücke in Äthiopien</a> hatten wir bereits berichtet. Auch hier war schließlich das Fazit eher zurückhaltend, was auch daran liegen könnte, dass wir öfter als in anderen Ländern einen verstimmten Magen beklagen mussten. Nach anfänglicher Begeisterung wählten wir gegen Ende der Reise viel lieber internationale Gerichte, was sonst auf kein anderes Land unserer Weltreise zutraf. Vielleicht hätten wir einfach mehr Alkohol zur Desinfektion trinken sollen ;).</p>
<figure id="attachment_4356" aria-describedby="caption-attachment-4356" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4356" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-1024x683.jpg" alt="Tej, äthiopischer Honigwein" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181103-201723-3033.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4356" class="wp-caption-text">Tej, äthiopischer Honigwein</figcaption></figure>
<p>Der landestypische <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tej">Tej</a>, äthiopischer Honigwein, ist uns sehr schmackhaft im Gedächtnis geblieben. Leider stand er nur relativ selten auf der Getränkekarte… Das metartige Getränk wird anscheinend nur lokal und in kleinen Mengen hergestellt, nicht für den Massenkonsum. Serviert wird Tej in dekorativen Glasrundkolben, die nicht als Karaffe, sondern als Glas dienen.</p>
<figure id="attachment_4357" aria-describedby="caption-attachment-4357" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4357 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-768x1024.jpg" alt="Nahrhaft und lecker, ein frisches Avocado-Getränk" width="525" height="700" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-768x1024.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-225x300.jpg 225w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183-1152x1536.jpg 1152w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/APC_2183.jpg 1200w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4357" class="wp-caption-text">Nahrhaft und lecker, ein frisches Avocado-Getränk</figcaption></figure>
<p>Außerdem wird Äthiopien uns als Land des Avocado-Saftes im Gedächtnis bleiben. Er war zwar beinahe eine Mahlzeit für sich, aber, mit einem Spritzer Zitrone verfeinert, immer köstlich. Man konnte auch eine Kombination aus saisonalen frischen Säften bestellen. Eigentlich handelte es sich mehr um ein Fruchtpüree, bei dem die verschiedenen Sorten schichtweise in einen großen Glas serviert wurden. Ebenso dekorativ wie köstlich und gesund.</p>
<h2>Touristen als Weihnachtsmänner</h2>
<p>Wenn man auf Kuba sarkastisch fragt: &#8222;Was haben Touristen und Zuckerrohr gemein?&#8220; (&#8222;Beide werden ausgequetscht.&#8220;), dann würde die Scherzfrage in Äthiopien lauten: &#8222;Was haben Touristen und der Weihnachtsmann gemein?&#8220; Unsere Antwort wäre: &#8222;Beide sollen möglichst viele Geschenke im Land verteilen.&#8220; &#8211; So zumindest unsere Wahrnehmung der Erwartungshaltung vieler Äthiopier, vor allem der Kinder. Je länger wir im Land waren, desto mehr hatten wir den Eindruck, und womöglich war diese Haltung im Norden und in Lalibela (also gegen Ende unserer Reise) am ausgeprägtesten.</p>
<figure id="attachment_4358" aria-describedby="caption-attachment-4358" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4358 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-1024x683.jpg" alt="Unter einem Weihnachtssternchen in Gondar" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181020-163909-2182.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4358" class="wp-caption-text">Unter einem Weihnachtssternchen in Gondar</figcaption></figure>
<p>Wenn Kinder unser Auto erspähten, kamen sie immer in einem Affentempo angerannt. Sie standen am Straßenrand, winkten und riefen uns gelegentlich auch schon ihre Forderungen zu (&#8222;Pen!&#8220;). Wenn das Fahrzeug stand, bildete sich oft eine kleine Kindertraube um uns, die darauf wartete, dass endlich etwas abfiele: Geld, Stifte, Süßigkeiten. Wir fanden das etwas befremdlich, aber sie schienen gelernt zu haben, dass Ausländer Banknoten, Kugelschreiber und Bonbons einfach nach dem Gießkannenprinzip verteilten. Anders konnten wir uns dieses Verhalten nicht erklären. In unserem Falle war allerdings die Enttäuschung groß, da wir aus mehreren Gründen nie etwas verschenkt haben.</p>
<figure id="attachment_4359" aria-describedby="caption-attachment-4359" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4359" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-1024x683.jpg" alt="Eine freundliche Geste oder eine Forderung?" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181023-144239-2365.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4359" class="wp-caption-text">Eine freundliche Geste oder eine Forderung?</figcaption></figure>
<h2>Keine Geschenke auf der Straße</h2>
<p>Süßigkeiten sind zwar ein Hochgenuss für die Kinder, aber der Zucker schadet bekanntlich ihren Zähnen. Vermutlich betreiben die wenigsten Kleinen regelmäßige Zahnpflege, ein Besuch beim Zahnarzt ist (leider) für viele nicht möglich. Geld zu verteilen ist erst recht problematisch, da man die Kinder so Bettlern erziehen würde. Die Touristen um Bares zu bitten wäre damit (kurzfristig) viel lukrativer, als in die Schule zu gehen. Aus genau dem gleichen Grund haben wir auch grundsätzlich nichts von Mädchen oder Jungs gekauft, egal wie oft wir gehört haben, dass der Unterricht zu einer anderen Tageszeit stattfände. Man sollte Kinderarbeit unserer Meinung nach generell nicht fördern.</p>
<figure id="attachment_4360" aria-describedby="caption-attachment-4360" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4360 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-1024x683.jpg" alt="Schilder wie dieses dokumentierten die Projekte diverser internationaler Hilfsorganisationen in Äthiopien." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181102-092247-2999.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4360" class="wp-caption-text">Schilder wie dieses dokumentierten die Projekte diverser internationaler Hilfsorganisationen in Äthiopien.</figcaption></figure>
<p>Auch vom Verschenken der vermeintlich sinnvollen Stifte (für die Schule) würden wir eher abraten. Auch diese können zur Ware werden und beim Verteilen auf der Straße wäre eine gerechte Förderung Glückssache. So forderte eines schönen Tages ein hübsches Mädchen mit großen dunklen Kulleraugen, langen Zöpfen und Schulranzen auf dem Rücken, kaum dass sie uns sah: &#8222;Pen!&#8220;. In ihrer Hand jedoch trug sie zwei neu aussehende Kugelschreiber. Woraufhin wir lachen mussten und sie aufforderten, sie solle uns doch lieber einen ihrer Stifte geben.</p>
<p>Spenden direkt an Schulen oder über Hilfsorganisationen erscheinen viel sinnvoller und in Äthiopien sind sehr viele NGOs tätig. Im Simiengebirge wiesen zahlreiche Schilder auf österreichische Hilfe hin, die Norweger unterstützten die Flüchtlinge aus Eritrea, USAID war sehr präsent und auch das EU-Logo tauchte immer wieder auf. Da ist es nicht verwunderlich, wenn sich die Einwohner eines Landes an Unterstützung aus dem Ausland gewöhnen und sie als selbstverständlich ansehen, ja sogar meinen, ein Anrecht darauf zu haben ( &#8211; ohne Entwicklungshilfe grundsätzlich infrage stellen zu wollen).</p>
<h2>Gutmenschen oder das Dilemma mit &#8222;gut gemeint&#8220;</h2>
<p>Und selbst unter denjenigen, die wissen sollten, wie verantwortungsvolle Hilfe funktioniert, gab es noch Gutmenschen, deren Tun zwar gut gemeint, im Endergebnis aber eher kontraproduktiv war. In Lalibela trafen wir z.B. die ehrenamtliche Mitarbeiterin einer NGO, die vorher eine Woche bei einer äthiopischen Familie verbracht hatte. Die älteste Tochter arbeitete als Näherin für einen deutschen Textil-Discounter und verdiente 1690 Birr (47 Euro) im Monat. Der Lohn war nicht üppig, anderswo erhält man bis zu 2000 Birr pro Monat, aber der Job hatte einen Monat Kündigungsfrist als Sicherheit.</p>
<p>Diese deutsche Dame im mittleren Alter berichtete uns stolz, dass Kinder sie nach Stiften gefragt hätten. Da sie keine gehabt habe, sei sie in den nächsten Laden gegangen, hätte welche gekauft und verteilt. Auch berichtete sie von einem Jungen, der sich auf der Straße in Lalibela an sie gewandt habe. Sein Englisch sei sehr gut gewesen. Er erzählte ihr, er hätte so gerne ein Wörterbuch, um noch mehr lernen zu können und auch seine Freunde könnten das Nachschlagewerk nutzen. Auch hier hat die Gutfrau (&#8222;Beim Thema Lernen werde ich immer schwach.&#8220;) geholfen, indem sie das gewünschte Buch kaufte (der Kleine wusste, wo es eines gab) und es ihm geschenkt.</p>
<p>Ohne ausschließlich schlechte Absichten zu unterstellen, ist es mehr als wahrscheinlich, dass das Wörterbuch kurze Zeit später wieder zum Händler zurückkehrte und der Ladenbesitzer und der Jugendliche sich das erschwindelte Geld teilten. Diese Art von Tricks sind in vielen ärmeren Ländern gängig, mal geht es dabei auch um Medikamente oder Milchpulver für Babies. Vermutlich wird das beredte Kind bald dem nächsten Ferenji die gleiche Geschichte aufgetischt haben. Was der Junge dabei lernt, ist, dass es viel einfacher ist, weichherzige Touristen zu betrügen, als eine Ausbildung zu machen und zu arbeiten.</p>
<p>Bestimmt mangelt es an Stiften und Lehrmaterial im Land, aber wir schüttelten nur die Köpfe, da diese Hilfe vermutlich nicht dort angekommen ist, wo sie gebraucht wird. Stattdessen haben die Kinder die Erfahrung gemacht, dass die Weißen wahllos Geschenke verteilen und dass Betteln und Betrügen sich lohnt. Dies wäre damit wohl eine Lose-Lose-Situation.</p>
<h2>Ein armes Land mit reicher Ernte</h2>
<p>Bei Äthiopien handelt es sich zweifelsohne um ein armes Land. Auf unserer Weltreise war nur die Bevölkerung in Madagaskar materiell schlechter gestellt. Trotzdem sind uns nirgendwo im Land unterernährte Menschen aufgefallen. Viele Äthiopier haben sicher ein hartes Leben in der Landwirtschaft und wohnen in einem mit Kuhmist verkleideten Holzhaus, aber gleichzeitig standen die Felder im ganzen Hochland voller Getreide.</p>
<figure id="attachment_4361" aria-describedby="caption-attachment-4361" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4361 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-1024x683.jpg" alt="Ein Bauer mit seinen Eseln" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181031-095614-2829.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4361" class="wp-caption-text">Ein Bauer mit seinen Eseln</figcaption></figure>
<p>Doch Äthiopien ist anfällig für Dürren durch ausbleibenden Regen oder durch zu viel Niederschlag zum ungünstigen Zeitpunkt. Erst kürzlich, Anfang 2020, sind Teile des Landes (vor allem der Süden, den wir nicht besucht hatten) von verheerenden <a href="https://www.sueddeutsche.de/wissen/heuschrecken-plage-2020-afrika-1.4784106">Heuschreckenplagen</a> heimgesucht worden. Die Situation könnte folglich dieses Jahr deutlich anders aussehen als zur Zeit unserer Reise Ende 2018.</p>
<h2>Ein zuversichtliches Land</h2>
<p>Besonders besorgt stimmte uns allerdings das rasante <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopien#Bev%C3%B6lkerungsentwicklung">Bevölkerungswachstum</a> im Land. Äthiopien wird voraussichtlich in nicht allzu ferner Zukunft eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt sein. Dies liegt wohl auch in der Haltung der äthiopisch-orthodoxen Kirche bezüglich Familienplanung begründet. Es gibt sehr viele junge Menschen, aber zu wenige (für uns sichtbare) Verdienstmöglichkeiten. Trotzdem war Äthiopien das Land auf unserer Weltreise, das mit Abstand am zuversichtlichsten in die Zukunft blickte.</p>
<figure id="attachment_4362" aria-describedby="caption-attachment-4362" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4362 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-1024x683.jpg" alt="Abiy Ahmed als neuer Hoffnungsträger war überall im Land präsent, da Menschen Bilder von ihm auf Bussen, Tuktuks, an Häusern und Mauern angebracht hatten." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/03/CW-20181017-143045-1905.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4362" class="wp-caption-text">Abiy Ahmed als neuer Hoffnungsträger war überall im Land präsent, da Menschen Bilder von ihm auf Bussen, Tuktuks, an Häusern und Mauern angebracht hatten.</figcaption></figure>
<p>Viele Menschen waren stolz auf ihren neuen Ministerpräsidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abiy_Ahmed">Abiy Ahmed</a> und vertrauten darauf, dass er das Land in Frieden und Wohlstand führen würde. Auch die Wahl von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sahle-Work_Zewde">Sahle-Work Zewde</a> zur <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/aethiopien-erste-frau-zur-praesidentin-gewaehlt-a-1235112.html">neuen Präsidentin</a> fiel in unsere Reisezeit. Es herrschte Aufbruchsstimmung in Äthiopien und wir hoffen sehr für das Land und die Menschen, dass ihre Hoffnungen nicht enttäuscht werden.</p>
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		<title>Addis Abeba, die Hauptstadt Äthiopiens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Feb 2020 00:01:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An unserem ersten Tag in Äthiopien erkundeten wir Addis Abeba, was wörtlich übersetzt &#8222;neue Blume&#8220; heißt, zusammen mit unserem Führer Higo (für den Tag) und Maru (unserem Fahrer für die ganze Reise). Addis ist nicht nur die Hauptstadt Äthiopiens, sondern auch Sitz des Hauptquartiers der Afrikanischen Union. Die Millionenstadt wächst sehr schnell, anscheinend aber eher &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>An unserem ersten Tag in Äthiopien erkundeten wir Addis Abeba, was wörtlich übersetzt &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Addis_Abeba">neue Blume</a>&#8220; heißt, zusammen mit unserem Führer Higo (für den Tag) und Maru (unserem Fahrer für die ganze Reise). Addis ist nicht nur die Hauptstadt Äthiopiens, sondern auch Sitz des Hauptquartiers der Afrikanischen Union. Die Millionenstadt wächst sehr schnell, anscheinend aber eher in die Breite als in die Höhe: Es gab nur sehr wenige Wolkenkratzer. Die Innenstadt von Addis Abeba präsentierte sich erfrischend grün. Rund um unser Hotel und überall in der Innenstadt wuchsen neben den Häusern Bäume und Palmen. Das war Balsam für unsere Seelen nach der jordanischen Wüste.</p>
<figure id="attachment_4039" aria-describedby="caption-attachment-4039" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-141602-3031.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4039" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-141602-3031-1024x683.jpg" alt="Addis Abeba aus der Vogelperspektive" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-141602-3031-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-141602-3031-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-141602-3031-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-141602-3031-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-141602-3031.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4039" class="wp-caption-text">Addis Abeba aus der Vogelperspektive</figcaption></figure>
<p><span id="more-4050"></span></p>
<h2>Hochlandfrische</h2>
<p>Addis Abeba ist die dritthöchste Hauptstadt der Welt nach <a href="http://wittmann-tours.de/la-paz-fiesta-del-gran-poder-und-mehr/">La Paz</a> und <a href="http://wittmann-tours.de/die-zahlreichen-facetten-von-quito/">Quito</a>  und die höchstgelegene Hauptstadt Afrikas (um doch noch einen Superlativ zu bemühen). Damit haben wir ungeplant das Triple vollgemacht. Addis Abeba liegt auf 2300m über dem Meeresspiegel und somit war das Klima deutlich kühler als in unseren vorherigen Reiseländern, aber tagsüber durchaus angenehm. Sobald sich die Sonne zeigte, brannte sie herab. Insgesamt war aber trotzdem die meiste Zeit ein Pullover die bessere Wahl als ein T-Shirt. Die Tagestemperaturen lagen bei angenehmen 20 bis 22 Grad Celsius, nachts kühlte es auf frische 10 Grad ab. Die Höhe machte sich bei uns nicht bemerkbar, auch wenn es sich etwas zu anstrengend anfühlte, die Treppen in den dritten Stock des Hotels zu unserem Zimmer zu erklimmen.</p>
<figure id="attachment_4040" aria-describedby="caption-attachment-4040" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-174744-6244-HDR.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4040" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-174744-6244-HDR-1024x683.jpg" alt="Blick aus unserem Hotelzimmer bei Sonnenuntergang" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-174744-6244-HDR-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-174744-6244-HDR-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-174744-6244-HDR-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-174744-6244-HDR-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181103-174744-6244-HDR.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4040" class="wp-caption-text">Blick aus unserem Hotelzimmer bei Sonnenuntergang</figcaption></figure>
<p>Auf den Straßen herrschte ein kreatives Verkehrschaos mit wenigen Ampeln und viel Stau. Es dauerte, sich mit dem Fahrzeug in der Stadt zu bewegen. Der Fuhrpark vor Ort bestand im Wesentlichen aus alten Autos, nur gelegentlich sahen wir neue Wagen, aber auch Esel und Schafe bewegten sich auf den Straßen. Es stank oft nach Abgasen. Vor allem LKWs, die oft 20 Jahre oder älter waren, stießen regelrechte Rußwolken aus. So sehr war uns das in noch keinem anderen Land aufgefallen. Insgesamt kam uns Addis Abeba deutlich moderner vor als <a href="http://wittmann-tours.de/antananarivo-und-akamasoa/">Antananarivo</a>, aber etwas weniger als <a href="http://wittmann-tours.de/dar-es-salaam/">Dar es Salaam</a>.</p>
<figure id="attachment_4041" aria-describedby="caption-attachment-4041" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-131856-1669.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4041 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-131856-1669-1024x683.jpg" alt="Eine Straßenkreuzung im Zentrum von Addis Abeba (Nähe Nationalmuseum)" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-131856-1669-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-131856-1669-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-131856-1669-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-131856-1669-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-131856-1669.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4041" class="wp-caption-text">Eine Straßenkreuzung im Zentrum von Addis Abeba (Nähe Nationalmuseum)</figcaption></figure>
<h2>Der Berg Entoto</h2>
<p>Trotz der langen Geschichte Äthiopiens wurde Addis Abeba erst 1889 von Kaiser <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Menelik_II.">Menelik II.</a> gegründet. Dieser hatte die Hauptstadt erst einige Jahre zuvor in die Entoto Berge nördlich des heutigen Addis verlegt. Seiner Gattin war es dort aber zu kalt (klingt realistisch ;)), es zog sie zu einem Ort im Tal, wo die Temperaturen angenehmer waren und es sogar heiße Quellen gab. Mit dem Bau des Kaiserpalastes ging zudem eine alte Prophezeiung in Erfüllung und so konnte die &#8222;neue Blume&#8220; austreiben. Der Mangel an Feuerholz (bzw. dessen weite Transportwege) wurde allerdings schnell zum Problem. Wäre nicht der Eukalyptusbaum eingeführt und angepflanzt worden, wäre die Blume nie wirklich erblüht.</p>
<figure id="attachment_4042" aria-describedby="caption-attachment-4042" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-105303-4238.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4042" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-105303-4238-1024x683.jpg" alt="Ein mit Eukalyptus beladener Esel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-105303-4238-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-105303-4238-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-105303-4238-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-105303-4238-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-105303-4238.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4042" class="wp-caption-text">Ein mit Eukalyptus beladener Esel</figcaption></figure>
<p>Auch heute wachsen viele Eukalyptusbäume am Entoto Berg, aber man weiß, dass sie einheimische Pflanzen durch ihr schnelles Wachstum und ihren großen Wasserbedarf verdrängen. Die Einheimischen schätzen sie aber dennoch als Brennstofflieferanten. Auf dem Weg die Hänge des Entoto hinauf sahen wir immer wieder übervoll beladene Esel, die Eukalyptuszweige ins Tal transportierten. Sie kannten offensichtlich ihren Weg und liefen ohne menschliche Begleitung den Berg hinab. Bis ganz zum Gipfel konnten wir leider nicht fahren, da die Straße wegen einer Baustelle gesperrt war. Trotzdem hatten wir einen schönen, wenn auch etwas diesigen Blick über die Stadt.</p>
<figure id="attachment_4043" aria-describedby="caption-attachment-4043" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-104126-4227.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4043" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-104126-4227-1024x683.jpg" alt="Blick über Addis Abeba vom Berg Entoto aus" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-104126-4227-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-104126-4227-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-104126-4227-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-104126-4227-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-104126-4227.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4043" class="wp-caption-text">Blick über Addis Abeba vom Berg Entoto aus</figcaption></figure>
<h2>Afrika, die Wiege der Menschheit</h2>
<p>Zurück in der Stadt statteten wir dem Nationalmuseum einen Besuch ab. Die Geschichte an sich beginnt in Ostafrika, der Wiege der Menschheit, ganz am Anfang, bei den ersten Menschen. In Äthiopien (auch in Kenia und Tansania) gab es vermutlich unsere ersten aufrecht gehenden Vorfahren, zu denen auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lucy">Lucy</a> gehörte. Ihre Knochen sind 3,2-3,5 Millionen Jahre alt und wurden 1974 im Norden Äthiopiens ausgegraben. Damals war dies eine Sensation, mit 47 von 207 Knochen gilt das Skelett als eines der vollständigsten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Australopithecus_afarensis#/media/Datei:Stammbaum_der_Entwicklung_des_Menschen.png">unserer Vorgänger</a>. Sie war damals die erste einer neu entdeckten Art: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Australopithecus_afarensis">Australopithecus Afarensis</a>, benannt nach der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Afar_(Region)">Afar-Region</a>, die wir später auf der Reise auch noch besuchen würden.</p>
<figure id="attachment_4044" aria-describedby="caption-attachment-4044" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-120802-1645.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4044" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-120802-1645-1024x683.jpg" alt="Lucy, eine entfernte Verwandte" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-120802-1645-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-120802-1645-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-120802-1645-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-120802-1645-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-120802-1645.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4044" class="wp-caption-text">Lucy, eine entfernte Verwandte</figcaption></figure>
<p>Als Kuriosität war ein massiver steinerner Olmeken-Kopf vor dem Nationalmuseum nicht zu übersehen. Dies war 2010 ein Geschenk des mexikanischen Staates an Äthiopien, ist aber eine Replik. Etwas verblüfft beguckten wir das Artefakt, schließlich hatten wir die Originale erst vor wenigen Monaten in <a href="http://wittmann-tours.de/auf-den-spuren-der-olmeken-in-villahermosa/">Villahermosa</a> (Mexiko) gesehen und waren sehr verwundert, die bekannten Gesichtszüge in Addis Abeba anzutreffen.</p>
<figure id="attachment_4045" aria-describedby="caption-attachment-4045" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-111943-1629.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4045 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-111943-1629-1024x683.jpg" alt="Die Replik eines Olmekenkopfes vor dem Nationalmuseum in Addis Abeba" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-111943-1629-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-111943-1629-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-111943-1629-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-111943-1629-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-111943-1629.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4045" class="wp-caption-text">Die Replik eines Olmekenkopfes vor dem Nationalmuseum in Addis Abeba</figcaption></figure>
<h2>Die Salomonischen Kaiser</h2>
<p>Die Geschichte der Herrscher Äthiopiens geht nicht ganz bis zu Lucys Lebzeiten zurück, aber immerhin angeblich auf ein Ereignis, das im Alten Testaments beschrieben wird, nämlich den Besuch der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigin_von_Saba">Königin von Saba</a> am Hofe König Salomos. Bevor wir die Vorkommnisse allerdings schildern, müssen wir vorwegnehmen, dass man in Äthiopien immer aufpassen muss, ob man gerade über belegbare Geschichte oder über traditionelle äthiopische Überlieferungen redet. Letzte werden von den meisten Äthiopiern als absolute Wahrheit angesehen, sind aber aus wissenschaftlicher Sicht eher Legenden. Laut diesen Mythen regierten Nachfahren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Salomo">König Salomos</a> Äthiopien in einer kontinuierlichen Linie bis 1974, als der letzte Kaiser, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Haile_Selassie">Haile Selassie</a>, nach einem Militärputsch abdanken musste.</p>
<figure id="attachment_4046" aria-describedby="caption-attachment-4046" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-124110-1657.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4046 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-124110-1657-1024x683.jpg" alt="Eine der Abessinischen Kaiserkronen" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-124110-1657-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-124110-1657-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-124110-1657-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-124110-1657-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-124110-1657.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4046" class="wp-caption-text">Eine der Abessinischen Kaiserkronen</figcaption></figure>
<p>Der Sage nach gründete <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Menelik_I.">Menelik I.</a> das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserreich_Abessinien">Kaiserreich Abessinien</a> 980 vor Christus. Er soll der Sohn von König Salomo und der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigin_von_Saba">Königin von Saba</a> gewesen sein. Die äthiopische Überlieferung besagt außerdem, Menelik habe nach einem Besuch bei seinem Vater in Jerusalem die Bundeslade aus dem Tempel mich sich zurück nach Aksum (Äthiopien) gebracht. Auch wenn eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kaiser_von_%C3%84thiopien">kurze Recherche</a> schnell belegen kann, dass Haile Selassie wohl eher nicht der 225. Kaiser aus der Salomonischen Dynastie auf dem Abessinischen Thron war (auch wenn er versucht hatte, seine Abstammung auf den alttestamentarischen König zurückzuführen), sind diese Mythen den Äthiopiern sehr wichtig. Solcher Vermischung von Geschichte und Legende sollten wir noch häufiger begegnen.</p>
<h2>Politik, ein wichtiges Thema</h2>
<p>Von der Geschichte im Nationalmuseum war es nicht weit bis zur Gegenwart und der aktuellen Politik. Dies war ein wichtiges Thema für die Menschen. Unser Führer Higo nahm, wie viele Äthiopier, kein Blatt vor den Mund, sondern sprach von sich aus über die positiven Entwicklungen der letzten Monate. Die Bevölkerung hatte viele Jahre Militärdiktatur und Unterdrückung hinter sich, in denen abweichende Meinungen nicht willkommen waren und viele Menschen aus politischen Gründen ins Gefängnis kamen. Mit der Wahl von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abiy_Ahmed">Abiy Ahmed</a> wurde alles anders. Er ließ politische Gefangene frei und die Menschen blickten zuversichtlich in die Zukunft. In der Tat unterstützten nicht nur Higo, sondern alle Äthiopier, mit denen wir über Politik sprachen, Ministerpräsident Abiy Ahmed. Auch der Friedensvertrag mit Eritrea wurde immer wieder als großer Erfolg erwähnt.</p>
<p>Aber nicht alles in Äthiopien hatte sich auf einmal zum Märchenwunderland gewandelt. Die neuen politischen Entwicklungen waren nicht ohne Gegner. Und auch abseits der nationalen Politik gab es Sorgen, vor allem wegen der Beziehung und den Abhängigkeiten des Landes von der Volksrepublik China. Chinesische Firmen bauten zwar dringend benötigte Infrastruktur, z.B. eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtbahn_Addis_Abeba">Stadtbahn</a> in Addis Abeba, aber sie würden in viele Industriesparten eindringen. Sie kauften und bauten viele Fabriken, brächten häufig ihre eigenen Arbeitskräfte ins Land und würden wenige Äthiopier beschäftigen, erst recht nicht in höheren Positionen. Es gab (und gibt) also noch viel zu tun für Abiy Ahmed.</p>
<figure id="attachment_4047" aria-describedby="caption-attachment-4047" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181028-125432-2656.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4047 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181028-125432-2656-1024x683.jpg" alt="Eine chinesische Firma baut für Äthiopien." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181028-125432-2656-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181028-125432-2656-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181028-125432-2656-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181028-125432-2656-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181028-125432-2656.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4047" class="wp-caption-text">Eine chinesische Firma baut für Äthiopien.</figcaption></figure>
<h2>Der größte Markt Afrikas</h2>
<p>Auf dem sogenannten <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Addis_Mercato">Mercato</a> begegneten wir allerdings keinen Chinesen. Die Bezeichnung des Marktes klingt vertraut und das ist kein Zufall. Der Warenumschlagplatz wurde während der kurzen Zeit der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserreich_Abessinien#Italienische_Invasion_und_Zweiter_Weltkrieg">italienischen Besetzung</a> Äthiopiens von den Kolonialherren gegründet. Auf dem Mercato gibt es tausende von kleinen Geschäften auf einer einen Quadratkilometer großen Fläche, es handelt sich um den größten Freiluft-Markt Afrikas. Wenn wir behaupten würden, dass dort alles verkauft wird, was man sich vorstellen kann, dann wäre das vielleicht etwas übertrieben, ist aber wahrscheinlich nicht weit von der Realität entfernt.</p>
<figure id="attachment_4048" aria-describedby="caption-attachment-4048" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-151942-1671.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4048" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-151942-1671-1024x683.jpg" alt="Auf dem Mercato in Addis gibt es (fast) alles zu kaufen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-151942-1671-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-151942-1671-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-151942-1671-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-151942-1671-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-151942-1671.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4048" class="wp-caption-text">Auf dem Mercato in Addis gibt es (fast) alles zu kaufen.</figcaption></figure>
<p>Natürlich gab es jede Menge Stände mit Lebensmitteln: Obst, Gemüse, Früchte, Getreide, Nüsse, Hülsenfrüchte und auch lebendige Hühner. Andere Verkäuferinnen und Verkäufer boten alles rund um die Haushalt an: Eimer, Töpfe, Tassen, Teller, Körbe, Besen, Fußbälle, Toilettenpapier, keine Wünsche blieben offen. All diese Waren wurden teils mit alten Pickups oder Transportern zu den Händlern geliefert. Das meiste trugen die Menschen allerdings selbst oder transportierten es auf den Rücken zahlreicher Esel.</p>
<figure id="attachment_4049" aria-describedby="caption-attachment-4049" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-152627-1686.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4049 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-152627-1686-1024x683.jpg" alt="Ein mißgelaunter Lastesel" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-152627-1686-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-152627-1686-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-152627-1686-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-152627-1686-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-152627-1686.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4049" class="wp-caption-text">Ein mißgelaunter Lastesel</figcaption></figure>
<p>Higo führte uns über den Markt. Ohne ihn hätten wir uns vermutlich bald hoffnungslos im Labyrinth der Stände verlaufen und wären nie mehr aus dem Mercato herausgekommen. Wohl bemerkten wir natürlich, dass das Warenangebot sich allmählich veränderte, jedoch hätten wir als Ortsunkundige große Schwierigkeiten gehabt, bestimmte Waren zu finden. Entweder kannte man sich aus oder eben nicht. An einigen Ständen machten wir kurz Halt, wenn es etwas besonders Interessantes oder für uns Unbekanntes zu sehen gab, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kocho_(food)">Kocho</a> zum Beispiel. Kocho ist eine Art Brot, welches aus dem fermentierten Inneren des Stammes der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ensete">Ensete</a>-Palme, einem Bananengewächs ohne Früchte, gewonnen wird.</p>
<figure id="attachment_4051" aria-describedby="caption-attachment-4051" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153458-1699.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4051 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153458-1699-1024x683.jpg" alt="Die helle Masse ist Kocho, eine Art Brot, hergestellt aus der Ensete-Pflanze." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153458-1699-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153458-1699-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153458-1699-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153458-1699-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153458-1699.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4051" class="wp-caption-text">Die helle Masse ist Kocho, eine Art Brot, hergestellt aus der Ensete-Pflanze.</figcaption></figure>
<h2>Der Recyclingmarkt</h2>
<p>Auf keinen Fall gab es nur Neuware auf dem Mercato zu kaufen. Für Kleidung aus zweiter Hand gab es ebenso einen Bereich wie für gebrauchte Elektronik oder andere Ersatzteile. Einiges sah für unsere Augen wie Schrott aus, aber es hatte offensichtlich dort noch einen Wert oder konnte repariert werden: Radios, Fernbedienungen, Taschenrechner, Handys, Küchengeräte und vieles mehr.</p>
<figure id="attachment_4053" aria-describedby="caption-attachment-4053" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-154739-1737.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4053" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-154739-1737-1024x683.jpg" alt="Dieser Herr kann bestimmt alles reparieren." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-154739-1737-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-154739-1737-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-154739-1737-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-154739-1737-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-154739-1737.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4053" class="wp-caption-text">Dieser Herr kann bestimmt alles reparieren.</figcaption></figure>
<p>Und selbst was nicht mehr zu reparieren war, landete nicht einfach auf der Müllkippe, sondern die Äthiopier sortierten die Rohstoffe aus, um sie zu verwerten. In einem Viertel hörte es sich an wie in einer Schmiede. Überall klopften Männer auf Metall, um es zu zerkleinern oder in die richtige Form zu bringen, wir stolperten fast über Haufen von Blechen, Streben, alten Felgen, Rohren usw.</p>
<figure id="attachment_4055" aria-describedby="caption-attachment-4055" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153826-1713.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4055" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153826-1713-1024x683.jpg" alt="Metall-Recycling auf dem Mercato in Addis Abeba" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153826-1713-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153826-1713-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153826-1713-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153826-1713-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-153826-1713.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4055" class="wp-caption-text">Metall-Recycling auf dem Mercato in Addis Abeba</figcaption></figure>
<p>Am Ende unserer Rundreise durch Äthiopien kehrten wir noch einmal auf den Mercato zurück. Statt Souvenirs zu kaufen, suchten wir nach 2 Fahrradschlössern (um unsere Rucksäcke in indischen Zügen vor Diebstahl zu sichern). Es war Sonntag und nur wenige Geschäfte hatten geöffnet, aber mit etwas Ausdauer, einheimischer Hilfe und ein bisschen Verhandlungsgeschick war unsere Shoppingtour am Ende erfolgreich :). Interessant an dieser Einkaufserfahrung war auch, dass wir für den Erwerb der Fahrradschlösser das Auto gar nicht verlassen mussten. Die Ware wurde nach einer Wartezeit zu uns gebracht. Sozusagen Drive-In-Mercato.</p>
<p>Aber wir wollen unseren weiteren Erlebnissen in Äthiopien nicht vorgreifen. Am kommenden Tag verließen wir die Hauptstadt nach Norden.</p>
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		<title>Erste Eindrücke aus Äthiopien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Feb 2020 00:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>
		<category><![CDATA[Abiy Ahmed]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Längere Zeit waren wir uns nicht sicher, ob es wirklich eine gute Idee wäre, nach Äthiopien zu fahren. Das Land befand sich zu Beginn unserer Weltreise im Ausnahmezustand: Gewaltsame Demonstrationen, der Zugang zum Internet war gesperrt worden, das Auswärtige Amt hatte Reisewarnungen veröffentlicht, zahlreiche Regionen waren für Besucher nicht sicher. Zum Glück hatte sich die &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Längere Zeit waren wir uns nicht sicher, ob es wirklich eine gute Idee wäre, nach Äthiopien zu fahren. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopien">Das Land</a> befand sich zu Beginn unserer Weltreise im <a href="https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-01/unruhen-aethopien-opposition">Ausnahmezustand</a>: Gewaltsame Demonstrationen, der Zugang zum Internet war gesperrt worden, das Auswärtige Amt hatte Reisewarnungen veröffentlicht, zahlreiche Regionen waren für Besucher nicht sicher. Zum Glück hatte sich die politische Lage mit der Wahl von Premierminister <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abiy_Ahmed">Abiy Ahmed</a> rasant <a href="https://www.dw.com/de/%C3%A4thiopien-hebt-ausnahmezustand-auf/a-44078868">gewandelt</a>. Sogar ein <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/historischer-friedensschluss-der-mann-der-den-verheerenden-krieg-beendete-1.4046902">Friedensvertrag</a> zwischen Äthiopien und Eritrea war ausgehandelt worden. Die Reisevorbereitungen konnten also beginnen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_4026" aria-describedby="caption-attachment-4026" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4026" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633-1024x683.jpg" alt="Die äthiopische Flagge" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-113759-1633.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4026" class="wp-caption-text">Die äthiopische Flagge</figcaption></figure>
<p><span id="more-4035"></span></p>
<h2>Reisevorbereitungen</h2>
<p>Trotz aller positiven Nachrichten und einem eindeutigen Trend wollten wir aber nicht in Eigenregie unterwegs sein. Verstärkt wurde der Wunsch dadurch, dass die Infrastruktur in Äthiopien im Reiseführer als (sehr) unzuverlässig und kompliziert beschrieben wurde. Somit suchten (und fanden) wir einen Reiseveranstalter, über den wir eine individuelle Tour zusammenstellen konnten, die unseren Vorstellungen eines angemessenen Zeitplanes entsprach. Organisierte Touren tendieren häufig dazu, möglichst viele Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Wir wollten zwischendurch aber auch &#8222;Freizeit&#8220; haben, u.a. um Blog zu schreiben und unseren Aufenthalt in Indien, unserem letzten Reiseland, vorzubereiten.</p>
<figure id="attachment_4027" aria-describedby="caption-attachment-4027" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4027 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905-1024x683.jpg" alt="Abiy Ahmed als neuer Hoffnungsträger war überall im Land präsent, da Menschen Bilder von ihm auf Bussen, Tuktuks, an Häusern und Mauern angebracht hatten." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181017-143045-1905.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4027" class="wp-caption-text">Abiy Ahmed als neuer Hoffnungsträger war überall im Land präsent, da Menschen Bilder von ihm auf Bussen, Tuktuks, an Häusern und Mauern angebracht hatten.</figcaption></figure>
<p>Wir entschieden uns für eine Route durch den Norden Äthiopiens und eine Variante mit sog. Driver Guide. D.h. wir würden ein Fahrzeug mit einem einheimischen Fahrer zur Verfügung gestellt bekommen, der Land und Leute kennt und Englisch spricht, aber nicht den Anspruch hat, ein vollwertiger Reiseleiter zu sein. An den jeweiligen Sehenswürdigkeiten im Land wird man ohnehin verpflichtet, zusätzlich auf lokale Führer zurückzugreifen, die einem die Besonderheiten der Orte nahebringen.</p>
<h2>Warum Äthiopien?</h2>
<p>Viele Menschen verbinden auch heute noch Äthiopien mit Hungersnot. Damals, 1984-1985, als wir beide in die Grundschule gingen, war das Land in den Schlagzeilen mit einer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hungersnot_in_Äthiopien_1984–1985#Reaktionen">Hungersnot</a>, wie sie die Medien vorher nicht gezeigt hatten. Diese Bilder sind haften geblieben, spiegeln aber nicht die heutige Realität im Land wieder. Äthiopien ist in vielen Landesteilen sehr fruchtbar und Lebensmittelknappheit beruht oft eher auf einem Verteilungsproblem im Staat.</p>
<figure id="attachment_4028" aria-describedby="caption-attachment-4028" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4028 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826-1024x683.jpg" alt="Äthiopien ist ein fruchtbares Land. Wir waren zur Erntezeit dort und die Felder standen voll reifen Getreides." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181031-095546-2826.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4028" class="wp-caption-text">Äthiopien ist ein fruchtbares Land. Wir waren zur Erntezeit dort und die Felder standen voll reifen Getreides.</figcaption></figure>
<p>Von anderen Reisenden hatten wir viel Interessantes über Äthiopien gehört, das unsere Neugier geweckt hatte. Damals war uns noch nicht bewusst, dass Äthiopien nicht nur über eine beeindruckende Natur, sondern auch über eine reiche Kultur und Geschichte verfügt. Einige kurze Beispiele: Äthiopien wurde nie kolonisiert (auf dem afrikanischen Kontinent neben <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liberia">Liberia</a> einzigartig). Das Land hat eine lange christliche Tradition: Das äthiopisch-orthodoxe Christentum ist allerdings eine ganz eigene Glaubensrichtung. Die Religion besitzt in der Bevölkerung einen sehr hohen Stellenwert. Nach ihren Glaubenssätzen wird die originale Bundeslade in Aksum aufbewahrt. In Äthiopien befindet sich außerdem der angeblich heißeste Ort der Welt und es gibt grasende Affen. Soviel könnten wir vorweg nehmen, wir verbrachten drei spannende Wochen im Land!</p>
<h2>Angekommen in Addis Abeba</h2>
<p>Der Anschlussflug von Dubai nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Addis_Abeba">Addis Abeba</a> transportierte bemerkenswert wenige Passagiere. Maximal 20-30% der Sitze waren besetzt, das hatten wir schon lange nicht mehr erlebt. Im Anflug auf die Hauptstadt im Dunklen sahen wir viele verstreute Lichter ohne ein erkennbares Zentrum. Nach drei Wochen in Jordanien waren wir wieder zurück auf dem afrikanischen Kontinent.</p>
<figure id="attachment_4029" aria-describedby="caption-attachment-4029" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4029" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611-1024x683.jpg" alt="Willkommen am Flughafen in Addis Abeba!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181014-193007-1611.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4029" class="wp-caption-text">Willkommen am Flughafen in Addis Abeba!</figcaption></figure>
<p>Die erste Bürgerpflicht, wie immer nach der Ankunft in einem neuen Land, bestand darin, den Geldautomaten zu plündern. In Äthiopien zahlt man mit Birr (&#8222;Silber&#8220; auf Amharisch), die Banknote mit dem höchsten Wert zu 100 Birr ist ungefähr 3 Euro wert und das Transaktionsmaximum betrug 4000 Birr, also etwa 120 Euro. Unser Geldbeutel war also wieder mit vielen Scheinen, aber wenig Gegenwert, gefüllt.</p>
<figure id="attachment_4030" aria-describedby="caption-attachment-4030" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4030" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480-1024x683.jpg" alt="100 Birr, der größte Silberschein Äthiopiens" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_3480.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4030" class="wp-caption-text">100 Birr, der größte Silberschein Äthiopiens</figcaption></figure>
<h2>Die Fahrt zum Hotel</h2>
<p>Am Flughafen kamen wir kurioserweise am nationalen Terminal an, was uns allerdings nicht sofort bewusst wurde. Erstaunt bemerkten wir die Abwesenheit eines Wittmann-Schildes, da uns ein Transfer zum Hotel zugesagt worden war. Die Atmosphäre vor dem Flughafen war recht entspannt, die Taxifahrer nicht aufdringlich. Stattdessen bemerkte der dritte, mit dem wir sprachen, dass wir falsch waren und zeigte uns den Weg zum internationalen Terminal.</p>
<p>Dort angekommen wartete leider auch kein Fahrzeug vom Hotel, dafür aber deutlich mehr Taxifahrer, die auch alle sehr höflich waren. Natürlich boten sie uns eine Fahrt an, hatten aber Verständnis dafür, dass wir abgeholt würden. Als dann weiterhin kein Wittmann-Schild auftauchte, stiegen wir in die Verhandlungen für eine Fahrt zu unserer Herberge ein. Dem Reiseführer sei Dank wussten wir, in welche Preisregion wir gelangen mussten <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> und es war trotzdem noch erstaunlich teuer. Diese Art des individuellen Transportes ist in Addis anscheinend echter Luxus. Die Fahrt zog sich unerwartet in die Länge, da der Taxifahrer zwar ungefähr wusste, wo das Hotel sein musste, eine online-Navigation aufgrund fehlender SIM-Karte (bei uns) und unzureichendem Guthaben (beim Taxifahrer) unmöglich war. Unterwegs versuchte unser Chauffeur dann auch, uns ein anderes Hotel schmackhaft zu machen.</p>
<h2>Unsere Nachbarschaft</h2>
<p>Die Straße, an der die Unterkunft lag, war eine unasphaltierte, verwinkelte, unbeleuchtete schmale Nebenstraße. So waren wir zunächst etwas skeptisch, ob wir uns nicht wieder verfahren hätten, aber schließlich stellte es sich als das richtige Hotel heraus. Der Besitzer entschuldigte sich und sagte, dass er uns auf einem ganz anderen Flug erwartet hätte. Na, das fing ja gut an… (Sollte sich aber nicht wiederholen.) Jedenfalls waren wir erleichtert, nach der Irrfahrt endlich angekommen zu sein :).</p>
<figure id="attachment_4031" aria-describedby="caption-attachment-4031" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4031" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613-1024x683.jpg" alt="Der Blick aus unserem Hotelzimmer am nächsten Morgen." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-070711-1613.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4031" class="wp-caption-text">Der Blick aus unserem Hotelzimmer am nächsten Morgen.</figcaption></figure>
<p>Das recht schicke Hotel kam uns in der Umgebung wie ein Fremdkörper vor. Es war das einzige sechs- oder siebenstöckige Bauwerk dieser Art in der direkten Nachbarschaft. Die Gebäude daneben waren hauptsächlich Wellblechhütten oder einfache, schmucklose Betonhäuser. Obwohl wir freundlicherweise vom Hotel als Wiedergutmachung zum Abendessen eingeladen wurden, ging ich vorher noch kurz zu einem Lebensmittelladen, um etwas Trinkwasser zu kaufen. Einige Menschen waren noch auf der Straße. Niemand beachtete mich, obwohl ich offensichtlich der einzige Weiße war. Trotzdem fühlte ich mich nicht 100% wohl, als ich durch die dunklen Gassen bis zur Hauptstraße und wieder zurück ging.</p>
<h2>Datum und Uhrzeit sind relativ</h2>
<p>Wir werden wohl nie erfahren, was der eigentliche Grund für das Versehen war. Fakt ist jedoch, dass in Äthiopien die Uhren in der Tat anders ticken. Das soll in diesem Falle keine Metapher sein, sondern die Stunden werden im Land wirklich anders angegeben. In Äthiopien beginnt der Tag um 6 Uhr (unsere Zeit) morgens mit 0 Uhr äthiopischer Zeit. Als wir am ersten Tag in Addis unseren Fahrer trafen und die Uhr im Auto 3:07 anzeigte, ging sie nicht falsch, sondern zeigte äthiopische Zeit an. Nach unserer Zeitrechnung war es 9:07 Uhr. Um die Sache noch weiter zu verkomplizieren, hing an der Rezeption unseres Hotel eine Uhr, die scheinbar rückwärts lief. Die Zahlen auf dem Ziffernblatt waren (nach unserer Wahrnehmung) gegen den Uhrzeigersinn angeordnet.</p>
<figure id="attachment_4032" aria-describedby="caption-attachment-4032" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4032 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745-1024x683.jpg" alt="Irgendetwas stimmt doch mit dieser Uhr nicht. Es ist eigentlich 8 Uhr." width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181015-200204-1745.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4032" class="wp-caption-text">Irgendetwas stimmt doch mit dieser Uhr nicht. Es ist eigentlich 8 Uhr.</figcaption></figure>
<p>Und damit nicht genug: Auch das Datum wird anders angegeben. Wir dachten, wir wären am 17.10.2018 in Addis Abeba angekommen. Nach äthiopischer Zeitrechnung reisten wir allerdings am 7 Ṭəqəmt 2011 ein (das könnt ihr <a href="http://www.nabkal.de/kalrech8.html">hier</a> nachrechnen). Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Äthiopischer_Kalender">äthiopische Kalender</a> ist zu unserem Kalender um 7 Jahre verschoben. Das Jahr umfasst 12 Monate mit 30 Tagen und hat noch einen 13. Schaltmonat mit 5 oder 6 Tagen. In diesem Zusammenhang kursiert der nicht ganz ernstzunehmende Werbeslogan von Reiseagenturen, der Besucher würde bei der Einreise nach Äthiopien schlagartig um sieben Jahre verjüngt. Auf Reisen muss man eben immer wieder den eigenen Standpunkt relativieren und dass Zeit relativ ist, weiß doch heute jedes Kind ;).</p>
<h2>Die äthiopische Schrift</h2>
<p>Neben landestypischem Datum und Uhrzeit besitzt Äthiopien auch eine eigene Schrift. Zum Glück ist allerdings vieles zusätzlich in lateinischen Buchstaben (meist Englisch) ausgeschildert, sonst hätten wir nichts lesen können. Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopische_Schrift">äthiopische Schrift</a> sieht reizvoll aus, ist aber eher kompliziert. Was wie einzelne Buchstaben aussieht, sind in Wirklichkeit Silben aus Konsonant und Vokal. Insgesamt gibt es <a href="https://allaboutethio.com/talphabet.html">33&#215;7 Silben</a>.</p>
<figure id="attachment_4033" aria-describedby="caption-attachment-4033" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-large wp-image-4033" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746-1024x683.jpg" alt="Zum Glück gibt es Piktogramme!" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/CW-20181016-074433-1746.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4033" class="wp-caption-text">Zum Glück gibt es Piktogramme!</figcaption></figure>
<p>Bei unserem ersten Mittagessen mit einem lokalen Führer zeigte dieser uns, wie man unsere Namen in äthiopischen Buchstaben zu Papier bringt. Aus &#8222;Mona&#8220; wurde <span lang="am-ET" style="font-family: Ebrima;">ሞና</span> und &#8222;Christian&#8220; schrieb er als <span lang="am-ET" style="font-family: Ebrima;">ክርስትያን</span>. Wenn Ihr Eure Namen auch transkribieren möchtet, findet Ihr hier ein Online-Tool: <a href="http://mylanguages.org/amharic_transliteration.php">http://mylanguages.org/amharic_transliteration.php</a></p>
<figure id="attachment_4034" aria-describedby="caption-attachment-4034" style="width: 525px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-4034 size-large" src="http://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158-1024x683.jpg" alt="Mona in äthiopischer Schrift" width="525" height="350" srcset="https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158-1024x683.jpg 1024w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158-300x200.jpg 300w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158-768x512.jpg 768w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158-1536x1024.jpg 1536w, https://wittmann-tours.de/wp-content/uploads/2020/01/APC_2158.jpg 1600w" sizes="(max-width: 525px) 100vw, 525px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4034" class="wp-caption-text">Mona in äthiopischer Schrift</figcaption></figure>
<p>Nicht nur Datum, Uhrzeit und Schrift sind in Äthiopien eigen. Diese Nation ist ein kleiner Kosmos für sich. Die Geschichte verlief in Äthiopien grundlegend anders als in anderen Gegenden Afrikas, die christliche Religion hat ihre eigenen Traditionen und nicht zuletzt unterschied sich Äthiopien auch kulinarisch von allen anderen Ländern unserer Reise. Mehr dazu werden wir in den folgenden Artikeln berichten.</p>
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