Von Wüstenschloss zu Wüstenschloss

Nach den Kreuzfahrerburgen besuchten wir die sogenannten Wüstenschlösser in der Wüste östlich von Amman. Diese Bauwerke haben eine ganz andere Geschichte. Die meisten stammen aus dem 7. Jahrhundert, also kurz nachdem der Islam im heutigen Jordanien Fuß gefasst hatte, und dienten den Umayyaden nicht als militärische Stützpunkte, sondern als Jagd- oder Landsitze. Die heute umgebende Wüstenlandschaft war in früheren Zeiten trotz der damals schon herrschenden Trockenheit für etwas Landwirtschaft geeignet gewesen. Die im Folgenden beschriebene Tagestour unternahmen wir von Madaba aus mit einem privaten Taxi.

Das Qasr Kharana erhebt sich abweisend aus der staubigen, eintönigen Wüstenlandschaft.
Das Qasr Kharana erhebt sich abweisend aus der staubigen, eintönigen Wüstenlandschaft.

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Die Kreuzfahrerburgen Kerak und Shobak

Eine weitere Episode der wechselhaften Geschichte des heutigen Jordanien begann mit dem ersten Kreuzzug. Ab ca. 1100 wurde für knapp 100 Jahre das Königreich Jerusalem gegründet, ein christlicher Kreuzfahrerstaat, der die muslimische Herrschaft in dem Gebiet unterbrach. Die sichtbarsten Überreste aus dieser Zeit sind die Kreuzfahrerburgen. Zwei davon besuchten wir in zeitlichem Zusammenhang mit unserem Aufenthalt in Feynan. In Kerak („Karak“) stoppten wir auf dem Hinweg und Montreal („Shobak Castle“) besichtigten wir auf dem Rückweg.

Nachwuchskreuzfahrer auf der Burg Kerak
Nachwuchskreuzfahrer auf der Burg Kerak

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Auf den Spuren der Römer in Jerash

Jerash ist eine der am besten erhaltensten und ausgedehntesten Römerstädte der Welt. Sie liegt 40 Kilometer nördlich von Amman und etwa genauso weit südlich der syrischen Grenze. Das moderne Jerash (bzw. Gerasa) ist eine Kleinstadt mit etwa 40.000 Einwohnern. Erstaunlich ist, dass die moderne Ortschaft nicht gänzlich auf den Ruinen der historischen Siedlung aufgebaut wurde, sondern scheinbar daneben. Anstelle von römischen Gebäuden in der Stadt (wie man es aus Rom, Trier etc. kennt) befindet sich die antike Stadt in einem separaten Areal neben den modernen Häusern. Dies hat seinen Grund darin, dass bei der Wiederbesiedlung der Region tscherkessische Siedler sich in den ehemaligen römischen Wohnvierteln östlich des Flusses niederließen. Dort begann dann auch die heutige Kleinstadt zu wachsen.

Blick über den historischen Decumanus zum modernen Jerash.
Blick über den historischen Decumanus zum modernen Jerash.

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Die filigranen Mosaike von Madaba

Madaba ist eine Kleinstadt 30km südwestlich von Amman. Verkehrsgünstig gelegen ist die Stadt der eigentlich bessere Standort für viele Ziele rund um die Hauptstadt und es gibt dort selbst viel zu sehen. Madaba ist ein biblischer Ort („Medaba„) und hat viele Völker kommen und gehen gesehen. Am berühmtesten ist die Siedlung allerdings für ihre Mosaike aus dem ersten bis sechsten Jahrhundert nach Christus. Interessanterweise besteht die Bevölkerung der Stadt zu über 95% aus Christen.

Die Städte Rom, Gregoria und Madaba, im Mosaik als Schicksalsgöttin Tyche dargestellt.
Die Städte Rom, Gregoria und Madaba, im Mosaik als Schicksalsgöttin Tyche dargestellt.

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Erste Eindrücke aus Jordanien in Amman

Jordanien hatten wir in unsere Reiseroute aufgenommen, da wir auf unserer Weltreise mindestens ein arabisches Land besuchen wollten. Über die arabische und muslimische Welt gibt es vor allem in der heutigen Zeit viele Vorurteile und da liegt nichts näher, als einfach hinzufahren und selbst Eindrücke zu gewinnen. Nachdem wir uns gegen den Iran entschieden hatten, war Jordanien eine logische, unkomplizierte und interessante Alternative. Es gibt kaum politische Spannungen und das Land gilt als sehr weltoffen. Außerdem hat es eine sehr spannende und wechselhafte Geschichte. Einige biblische Stätten befinden sich auf dem Staatsgebiet, Griechen, Nabatäer und Römer haben ihren Einfluss in der Region ausgeweitet, die Kreuzritter hinterließen gewaltige Burgen, gefolgt von der arabischen Blütezeit. Nicht zuletzt wird unter anderem in Jordanien eine der berühmtesten Pferderassen der Welt gezüchtet, die Araber, so dass wir die Gelegenheit ergreifen wollten, vor Ort diese herrlichen Kreaturen kennenzulernen. Zuerst besuchten wir die Hauptstadt Amman.

Das römische Amphitheater in Amman. Schon viele Kulturen bewohnten diesen Ort.
Das römische Amphitheater in Amman. Schon viele Kulturen bewohnten diesen Ort.

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Erste Eindrücke aus Belize

Nachdem wir die Grenze überquert hatten, merkten wir ziemlich schnell, dass Belize sich sehr von den umgebenden lateinamerikanischen Ländern unterscheidet. Auf einmal wurde nicht mehr Spanisch, sondern Englisch gesprochen und geschrieben. Auch die Leute sahen ganz anders aus, ohne dass es diskriminierend klingen soll. Die Hautfarbe der Menschen war wesentlich dunkler und etwas polemisch könnte man sagen, dass auf einmal viele Bob Marley-Typen herumliefen, manche komplett mit eingeflochtenen Muscheln in den langen Rastalocken. Belize ist in vielerlei Hinsicht anders und die Gründe dafür liegen in der (Kolonial-)Geschichte.

Willkommen in Belize!
Willkommen in Belize!

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Ausflug nach Nara

Ebenfalls ein Muss ist ein Ausflug nach Nara, damit ist das Hauptstadt-Trio vollständig. Nara war die erste permanente Hauptstadt Japans (710 bis 784) vor Kyoto und Tokyo. Von Kyoto aus war Nara für uns ein ereignisreicher Tagesausflug. Auch hier erwartet den Besucher große Kultur und viel japanische Geschichte, aber auch der vielleicht größte Streichel-Zoo der Welt.

Die Rehe von Nara sind überall, auch vor dem Nandaimon des Todai-ji
Die Rehe von Nara sind überall, auch vor dem Nandaimon des  Todai-ji

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Kyoto: Tempel, Schreine und Gärten

Nach Moderne in Toyko und Natur in Hakone fuhren wir nach Kyoto, der ehemaligen Hauptstadt (1000 Jahre lang) und sicherlich weiterhin des kulturellen Zentrums Japans. Dass sich die Namen Kyoto und Tokyo aus den gleichen Silben in umgekehrter Reihenfolge zusammensetzen, scheint Zufall zu sein, auch wenn beide das Zeichen für Hauptstadt enthalten (). Tokyo (東京) ist die “Ost-Hauptstadt“ und Kyoto (京都) die „kaiserliche Residenz“. In Kyoto wartet also die große Kultur: Tempel, Schreine und Gärten.

Der Kannon-den (Silberner Pavillon), Genkaku-ji, Kyoto, Japan
Der Kannon-den (Silberner Pavillon), Ginkaku-ji

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